(19)
(11)EP 1 949 807 A2

(12)EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43)Veröffentlichungstag:
30.07.2008  Patentblatt  2008/31

(21)Anmeldenummer: 08000250.4

(22)Anmeldetag:  09.01.2008
(51)Int. Kl.: 
A24F 15/00  (2006.01)
A24F 25/02  (2006.01)
(84)Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA MK RS

(30)Priorität: 23.01.2007 DE 202007000994 U

(71)Anmelder: Drescher, Ralf
22085 Hamburg (DE)

(72)Erfinder:
  • Drescher, Ralf
    22085 Hamburg (DE)

(74)Vertreter: Siemons, Norbert et al
Hauck Patent- und Rechtsanwälte Neuer Wall 41
20354 Hamburg
20354 Hamburg (DE)

  


(54)Humidoreinsatz


(57) Humidoreinsatz mit mindestens zwei Haltewänden (10,12), die eine Vielzahl von Öffnungen (30) zur Aufnahme jeweils einer Zigarre oder eines Zigarillos aufweisen, und Verbindungselementen (20,22,24), mit denen die mindestens zwei Haltewände (10,12) in einander gegenüberliegender Position miteinander verbindbar sind.




Beschreibung


[0001]  Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Lagerung von Zigarren und/oder Zigarillos.

[0002]  Zu diesem Zweck ist die Verwendung von Humidoren bekannt. Ein Humidor ist ein Behälter, in dem Tabakwaren unter für sie günstigen klimatischen Bedingungen gelagert werden können. Angestrebt wird eine relative Luftfeuchtigkeit von ungefähr 65 % bis 75 % und eine Temperatur von ungefähr 18 °C bis 22 °C. Von besonderer Bedeutung ist die richtige Luftfeuchtigkeit: Bei zu geringer Luftfeuchtigkeit können die Zigarren austrocknen, bei zu hoher Luftfeuchtigkeit droht hingegen ein Schimmelbefall der Zigarren.

[0003]  Bekannte Humidore bestehen in der Regel aus einem hölzernen, mit einem Deckel verschließbaren Kasten, in den die Tabakwaren hineingelegt werden. Durch die Materialeigenschaften des verwendeten Holzes kommt es im Inneren des Kastens zu einer gewissen Klimaregulierung.

[0004]  Um die Luftfeuchtigkeit zusätzlich zu beeinflussen, ist die Verwendung von speziellen Luftbefeuchtungseinrichtungen bekannt. Zum Beispiel ist aus der Offenlegungsschrift DE 10 2004 045 255 A1 ein Humidor mit einer geregelten Luftbefeuchtungseinrichtung bekannt. Eine weitere Befeuchtungseinrichtung ist Gegenstand der Offenlegungsschrift DE 103 42 830 A1.

[0005]  Besondere Schwierigkeiten können bei der Lagerung von unterschiedlichen Tabakerzeugnissen in einem einzigen Humidor entstehen. Dabei kann es zu einer Vermischung der unterschiedlichen Aromen kommen. Um diese Schwierigkeit zu überwinden, schlägt die Offenlegungsschrift DE 10 2004 017 399 A1 vor, in einem Humidor mehrere sogenannte Aufbewahrungsmodule anzuordnen, die von einem gemeinsamen Deckel verschlossen werden. In jedem Aufbewahrungsmodul können Tabakwaren einer bestimmten Geschmacksrichtung gesondert aufbewahrt werden. Als Aufbewahrungsmodule sind Behälter in Form einer gläsernen Dose vorgesehen, in die die Tabakwaren hineingelegt werden. Die dosenförmigen Behälter eignen sich insbesondere zur Aufbewahrung von Pfeifentabak.

[0006]  Davon ausgehend ist es die Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zur Lagerung von Zigarren und/oder Zigarillos zur Verfügung zu stellen, die optimale Lagerbedingungen bietet, einfach aufgebaut ist und eine ansprechende Präsentation der Zigarren und/oder Zigarillos ermöglicht.

[0007]  Diese Aufgabe wird gelöst durch den Humidoreinsatz mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch den Humidor mit den Merkmalen des Anspruchs 13. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den sich jeweils anschließenden Unteransprüchen angegeben.

[0008]  Der erfindungsgemäße Humidoreinsatz hat mindestens zwei Haltewände, die eine Vielzahl von Öffnungen zur Aufnahme jeweils einer Zigarre oder eines Zigarillos aufweisen, und Verbindungselemente, mit denen die mindestens zwei Haltewände in einander gegenüberliegender Position miteinander verbindbar sind.

[0009]  Der Humidoreinsatz kann in einen handelsüblichen Humidor hineingestellt, eingesetzt, eingesteckt oder eingeschoben werden. Bei entsprechender Bemaßung können auch mehrere Humdoreinsätze neben- oder übereinander in einen Humidor eingebracht werden. Der Einsatz ist ein Haltesystem für die Zigarren und/oder Zigarillos. Die Haltewände können aus jeweils einer Platte bestehen und eine im wesentlichen rechteckige Form aufweisen. Die Haltewände sind im verbundenen Zustand parallel und in einem Abstand von einander angeordnet. Die mindestens zwei Haltewände können identisch sein. Im montierten Zustand bieten die beiden Haltewände eine Vielzahl von sich paarweise gegenüberliegenden Öffnungen, wobei jedes Öffnungspaar eine Zigarre oder einen Zigarillo aufnehmen kann. Die Enden der Zigarre bzw. des Zigarillos ragen dann in jeweils in eine Öffnung hinein bzw. durch diese hindurch. Bevorzugt sind die Öffnungen Durchgangslöcher. Es ist jedoch auch möglich, die Öffnungen als Vertiefung in der Haltewand beispielsweise in Form einer Sackbohrung auszuführen. Diese Ausgestaltung kann insbesondere für eine der beiden Haltewände in Kombination mit einer Haltewand mit Durchgangsöffnungen verwendet werden. Die Öffnungen in den Haltewänden können so bemessen sein, dass die Zigarren bzw. Zigarillos locker in den Öffnungen liegen und nicht darin eingeklemmt werden. Bevorzugt sind die Haltewände über ihre gesamte Fläche mit eng benachbarten Öffnungen versehen, um die größtmögliche Anzahl an Zigarren bzw. Zigarillos aufnehmen zu können. Die Öffnungen können regelmäßig in Zeilen und Spalten angeordnet sein, wobei übereinander angeordnete Zeilen bevorzugt um den halben horizontalen Abstand zwischen zwei Öffnungen gegeneinander versetzt angeordnet sind. Die Verbindungselemente können stabförmig sein. In diesem Fall können sie auch als Verbindungspfeiler bezeichnet werden. Sie können jedoch auch eine beliebige andere Form aufweisen, die zur Verbindung der beiden Haltewände in der gewünschten Position geeignet ist. Die Verbindbarkeit der Verbindungselemente mit den Haltewänden kann auf beliebige Art realisiert werden. Beispielsweise kann eine Verklebung oder eine Verschraubung vorgesehen sein. Je nach Material der Haltewände und Verbindungselemente ist auch eine Verbindung durch Löten möglich. Ebenfalls abhängig vom gewählten Material können die Haltewände durch Lasern oder Stanzen oder in einem Gießverfahren, beispielsweise in einem Spritzgießverfahren, hergestellt werden.

[0010]  Der Humidoreinsatz schafft die Voraussetzungen für eine optimale Lagerung einzelner Zigarren bzw. Zigarillos, indem er für jede Zigarre bzw. jeden Zigarillo einen separaten Lagerplatz zur Verfügung stellt. Dabei berühren die Zigarren bzw. Zigarillos den Humidoreinsatz nur im Bereich der Kontaktflächen mit den Haltewänden innerhalb der Öffnungen. Die Zigarren kommen nicht in Berührung mit den in benachbarten Öffnungen gehaltenen Zigarren. Weiterhin berühren die im Humidoreinsatz gehaltenen Zigarren bei ordnungsgemäßer Anordnung auch nicht die Wände eines Humidors, in den der Humidoreinsatz eingesetzt wird. All dies führt dazu, dass jede Zigarre weitestgehend frei im optimal klimatisierten Innenraum des Humidors gehalten wird. Dadurch kann die Luft um jede einzelne Zigarre herum frei zirkulieren und der Feuchtigkeitsaustausch mit der Luft im Innenraum des Humidors wird wesentlich verbessert. Insbesondere wird der Bildung von Schwitzwasser vorgebeugt, das bei herkömmlicher Lagerung im Bereich aneinanderstoßender Zigarren oder in den Kontaktbereichen der Zigarren mit den umgebenden, geschlossenen Humidorwänden bzw. den geschlossenen Wänden sonstiger Schachteln oder Platten, die die Zigarren aufnehmen, auftreten kann. Insgesamt kommt es durch den offenen Humidoreinsatz zu einer gleichmäßigeren Feuchtigkeitsverteilung im Inneren des Humidors und damit zu einer gleichmäßigeren Entfaltung des Aromas der Zigarren bzw. Zigarillos.

[0011]  Ein weiterer Vorteil des Humidoreinsatzes ist seine Kombinierbarkeit mit einem handelsüblichen Humidor. Dadurch kann ein bereits bestehender Humidor weiter verwendet werden.

[0012]  Vorteilhaft ist auch die ansprechende, übersichtliche und ordentliche Anordnung der in dem Humidoreinsatz gelagerten Zigarren bzw. Zigarillos. Diese kommt besonders zur Geltung, wenn der Humidoreinsatz dem Humidor entnommen wird. Er kann dann beispielsweise auf einem Tisch abgesetzt werden, wobei die Zigarren von allen Seiten aus weitgehend frei sichtbar sind. Dies kann die Übersicht über den Bestand erleichtern und gegebenenfalls eine rechtzeitige Bevorratung sicherstellen.

[0013]  In einer Ausgestaltung weisen die beiden Haltewände Öffnungen unterschiedlicher Größe auf, wobei sich in über die Verbindungselemente verbundener Position gleich große Öffnungen paarweise gegenüberliegen. Die Abmessungen der Öffnungen können beispielsweise auf Zigarren mit Durchmessern von 14 mm, 16 mm, 18 mm, 20 mm oder 22 mm Durchmesser derart abgestimmt sein, dass die Zigarren locker in den Öffnungen liegen. Durch die Verwendung unterschiedlicher Öffnungsgrößen können auch kleinere Zigarren bzw. Zigarillos raumsparend in dem Humidor untergebracht werden.

[0014]  Grundsätzlich können die Öffnungen eine beliebige Form aufweisen, beispielsweise kreisförmig, elliptisch, drei-, vier- oder vieleckig. In einer Ausgestaltung sind die Öffnungen quadratisch mit einer nach unten weisenden Ecke ausgebildet, d. h. karo- oder rautenförmig. Dadurch liegen die im Querschnitt kreisförmigen Zigarren an jeder Seite an jeweils zwei schräg angeordneten Begrenzungsflächen der Öffnungen an. Dadurch wird die Kontaktfläche zwischen Haltewänden und Zigarren gegenüber entsprechend der Querschnittsform gerundeten Öffnungen weiter reduziert. Außerdem befinden sich die Zigarren automatisch in einer seitlichen Mittelposition der Öffnungen, so dass sich ein gleichmäßiger seitlicher Abstand zur den benachbarten Zigarren bzw. Zigarillos ergibt. Die Öffnungen sind bevorzugt eng benachbart, so dass zwischen zwei Öffnungen nur ein relativ schmaler Steg der Haltwand verbleibt. Die Zeilen der Öffnungen können wiederum gegeneinander versetzt sein, so dass die sich ausbildenden Stege der Haltewände in durchgängigen, gegenüber der Horizontalen um 45 Grad geneigten Linien angeordnet sind.

[0015]  In einer Ausgestaltung sind die Haltewände und die Verbindungselemente zusammensteckbar. Zu diesem Zweck können die Haltewände Aussparungen in Form von Bohrungen oder Einkerbungen aufweisen, die dem Profil der Verbindungselemente entsprechen. Bevorzugt weisen die Aussparungen eine auf die Verbindungselemente abgestimmte Form und Größe auf, so dass die in die Haltewände eingesteckten Verbindungselemente klemmend gehalten werden. Ebenfalls möglich ist eine einrastende Steckverbindung, die ein Einklicken der Verbindungselemente ermöglicht. Dadurch kann der Humidoreinsatz besonders einfach zusammengesetzt werden.

[0016]  In einer Ausgestaltung weisen die Verbindungselemente Mittel zur Anpassung ihrer Länge an die Abmessungen des Innenraums eines Humidors auf. Grundsätzlich lassen sich auch Verbindungselemente ohne spezielle Mittel zur Längenanpassung auf ein gewünschtes Maß bringen, beispielsweise durch Ablängen mit einer Säge. Bevorzugt sind spezielle Mittel wie Markierungen, Schwächungslinien oder Sollbruchstellen an den Verbindungselementen ausgebildet, die die Anpassung vereinfachen oder ohne Werkzeug ermöglichen. Diese Mittel sind vorzugsweise in regelmäßigen Abständen oder in an die Abmessungen handelsüblicher Humidore angepassten Positionen ausgebildet. An den Schwächungslinien bzw. Sollbruchstellen ist ein einfaches Durchtrennen der Verbindungselemente möglich. Ebenfalls möglich sind teleskopisch verstellbare Verbindungselemente. Dadurch kann auf besonders einfache Weise die Länge der Verbindungselemente an die Größe des Innenraums des zu verwendenden Humidors angepasst werden.

[0017]  In einer Ausgestaltung weisen die Haltewände Mittel zur Anpassung ihrer Breite und/oder ihrer Höhe an die Abmessungen des Innenraums eines Humidors auf. Die Mittel können beispielsweise in Form von Schwächungslinien oder Sollbruchstellen oder geeigneten Markierungen an oder in den Haltewänden ausgebildet sein.

[0018]  In einer Ausgestaltung weisen die Verbindungselemente und/oder mindestens eine der Haltewände Mittel zur Fixierung der Haltewände in unterschiedlichen Abständen auf. Dazu können die Haltewände beispielsweise spezielle Aufnahmen aufweisen, die die Verbindungselemente in wählbaren Positionen klemmend halten. Um die korrekte Ausrichtung der Haltewände zu vereinfachen, können zusätzlich oder alternativ Rillen oder Markierungen an den Verbindungselementen vorgesehen sein. Durch diese Maßnahme kann der Abstand der Haltewände insbesondere auf unterschiedlich lange Zigarren bzw. Zigarillos abgestimmt werden.

[0019]  In einer Ausgestaltung sind zwei Verbindungselemente am unteren Rand der von ihnen verbundenen Haltewände angeordnet und weisen eine Länge auf, die über die Haltewände übersteht. Dadurch werden die Haltewände beim Einsetzen des Humidoreinsatzes in einen Humidor automatisch in einem vorteilhaften Abstand von den Humidorwänden platziert. Außerdem zeigt die Länge des Überstands der Verbindungselemente an, wie weit die Zigarren bzw. Zigarillos über die Haltewände überstehen dürfen, ohne in Berührung mit einer Humidorwand zu gelangen. Dadurch wird das Befüllen des Humidoreinsatzes vereinfacht.

[0020]  In einer Ausgestaltung ist am oberen Rand der verbundenen Haltewände nur ein einziges Verbindungselement mittig angeordnet. Ein einziges Verbindungselement am oberen Rand ist für die stabile Verbindung der beiden Haltewände, die bevorzugt am unteren Rand über weitere Verbindungselemente verbunden sind, ausreichend. Zugleich befindet es sich oberhalb des Schwerpunkts des Humidoreinsatzes und kann leicht ergriffen werden. Es kann daher als integral mit dem Humidoreinsatz ausgebildeter Griff dienen.

[0021]  In einer Ausgestaltung ist das am oberen Rand angeordnete Verbindungselement in einem vertikalen Abstand von den Öffnungen der Haltewände angeordnet. Es kann an einem Vorsprung befestigt sein, der am oberen Rand von im wesentlichen rechteckigen Haltewänden ausgebildet ist. Durch den vertikalen Abstand zu den die Zigarren bzw. Zigarillos aufnehmenden Öffnungen kann das als Griff dienende Verbindungselement selbst bei voll befülltem Humidoreinsatz leicht ergriffen werden.

[0022]  In einer Ausgestaltung bestehen die Haltewände und/oder die Verbindungselemente aus einem feuchtigkeitsregulierenden Material. Grundsätzlich können die Haltewände und die Verbindungselemente aus einem beliebigen Material, beispielsweise aus Glas, Kunststoff, Porzellan oder Edelmetallen bestehen. Die Verwendung eines feuchtigkeitsregulierenden Materials wie insbesondere Holz, bevorzugt spanisches Zedernholz, oder spezieller Kunststoffe, insbesondere Acrylpolymer, kann jedoch die klimaregulierende Funktion des Humidors unterstützen. Acrylpolymere sind beispielsweise in der Lage, die Feuchtigkeit in dem Humidor zu regulieren, indem sie abhängig von der relativen Luftfeuchtigkeit Feuchtigkeit aufnehmen (bei einer relativen Luftfeuchtigkeit im Bereich von mehr als 75 % oder 80 %) oder abgeben (bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von weniger als 70 %). Sie sind daher ideal geeignet, um innerhalb des Humidors die gewünschte Feuchtigkeit von ungefähr 65 % bis 75 % einzustellen.

[0023]  In einer Ausgestaltung weist der Humidoreinsatz mindestens vier paarweise verbundene Haltewände auf sowie mindestens eine Trennwand, die zwischen den paarweise angeordneten Haltewänden angeordnet werden kann. Dadurch können unterschiedliche Zigarren- bzw. Zigarillosorten in voneinander durch die Trennwand getrennten Bereichen des Humidors gelagert werden, ohne dass es zu einer nennenswerten Vermischung der Aromen kommt.

[0024]  Die obige Aufgabe wird ebenfalls gelöst durch den Humidor mit den Merkmalen des Anspruchs 13. Der Humidor ist mit einem Humidoreinsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 12 ausgerüstet. Die Kombination eines Humidors mit einem zugehörigen Einsatz ermöglicht eine genaue Anpassung des Einsatzes an den Humidor, sowohl hinsichtlich der Abmessungen als auch hinsichtlich der klimaregulierenden Wirkungen.

[0025]  In einer Ausgestaltung sind in den Seitenwänden und/oder im Boden des Humidors Nuten, Einkerbungen oder Schienen vorgesehen sind, in die die Haltewände und/oder die Verbindungselemente des Humidoreinsatzes eingreifen. Die Nuten, Einkerbungen oder Schienen bilden eine Führung und Halterung für den Humidoreinsatz. Dadurch wird das Einsetzen des Humidoreinsatzes in den Humidor an der gewünschten Position erleichtert und die gewünschte Position wird fixiert, beispielsweise auch beim Transport des Humidors.

[0026]  Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.

[0027]  Es zeigen:
Fig. 1:
einen Humidoreinsatz nach der Erfindung mit zwei Haltewänden und drei Verbindungselementen;
Fig. 2:
einen vergrößerten Ausschnitt der Fig. 1;
Fig. 3:
den Humidoreinsatz aus Fig. 1 beim Einsetzen in einen Humidor;
Fig. 4:
den Humidoreinsatz aus Fig. 1 im vollständig in einen Humidor eingesetzten Zustand;
Fig. 5:
einen weiteren Humidoreinsatz nach der Erfindung mit vier Haltewänden und einer Trennwand;
Fig. 6:
einen weiteren Humidoreinsatz nach der Erfindung mit vier parallel angeordneten Haltewänden;
Fig. 7:
einen weiteren Humidoreinsatz nach der Erfindung mit vier horizontal angeordneten Haltewänden zur stehenden Aufbewahrung von Zigarren oder Zigarillos beim Einsetzen in einen Humidor.


[0028]  Alle Figuren zeigen perspektivische Ansichten.

[0029]  Der in Fig. 1 dargestellte Humidoreinsatz weist zwei rechteckige Haltewände 10, 12 auf, die durch drei Verbindungselemente 20, 22, 24 in einander gegenüberliegender Position verbunden sind. Die Haltewände 10, 12 sind parallel zu einander in einem Abstand von einigen Zentimetern angeordnet.

[0030]  Die beiden Haltewände sind identisch und weisen jeweils eine Vielzahl von quadratischen Öffnungen 30 mit jeweils einer nach unten weisenden Ecke auf. Durch die gegenüberliegende Anordnung der beiden identischen Haltewände 10, 12 liegen sich immer zwei gleiche Öffnungen 30 paarweise gegenüber. Jedes dieser Paare kann eine Zigarre aufnehmen. Die Öffnungen 30 sind in Zeilen und Spalten angeordnet, wobei benachbart angeordnete Zeilen jeweils um den halben horizontalen Abstand zweier benachbarter Öffnungen 30 gegeneinander versetzt angeordnet sind. Dadurch verbleiben von den Haltewänden 10, 12 im Wesentlichen durchlaufende schmale Stege, die im 45 Grad-Winkel zur Horizontalen angeordnet sind. Wegen der geschilderten Anordnung der quadratischen Öffnungen verbleiben an den Rändern der Halteplatten 10, 12 nicht zur Aufnahme von Zigarren nutzbare, dreieckige Felder, die jeweils einer halben quadratischen Öffnung entsprechen. An den beiden seitlichen Rändern und dem unteren Rand der beiden Halteplatten 10, 12 sind diese dreieckigen Felder 14 gefüllt und bilden einen verstärkten, geradlinigen Abschluss der Haltewände 10, 12. Die dreieckigen Felder 16 am oberen Rand der Haltewände 10, 12 sind mit Ausnahme des jeweils mittleren Felds 18 hingegen nicht gefüllt, so dass die Haltewände 10, 12 am oberen Rand einen filigran wirkenden, gezackten Verlauf aufweisen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel bestehen die Haltewände 10, 12 aus Holz mit einer Stärke von einigen Millimetern.

[0031]  Die beiden Verbindungselemente 20, 22 sind an den unteren Rändern der Haltewände 10, 12 angeordnet und verlaufen im rechten Winkel zur Ebene der Haltewände 10, 12. Sie weisen den Querschnitt eines gleichschenkligen Dreiecks auf, wobei die lange Seite des Dreiecks etwa bündig mit dem unteren Rand der Haltewände 10, 12 abschließt. Zur Aufnahme der Verbindungselemente 20, 22 sind die Haltewände 10, 12 mit dreieckigen Einkerbungen versehen, die jeweils in einem der gefüllten, dreieckigen Felder 14 angeordnet sind. Die beiden unteren Verbindungselemente 20, 22 befinden sich nahe der seitlichen Ränder der Haltewände und stehen über die Haltewände 10, 12 jeweils einige Zentimeter nach außen über.

[0032]  Das Verbindungselement 24 ist an den oberen Rändern der Haltewände 10, 12 mittig angeordnet. Es ist in den gefüllten dreieckigen Feldern 18 der Haltewände 10, 12 gehalten und steht nicht wesentlich über die Haltewände 10, 12 über.

[0033]  Die Ausschnittsvergrößerung der Fig. 2 zeigt die Befestigung des Verbindungselements 24 im Detail. Das Verbindungselement 24 ist stabförmig und weist ein "sanduhrförmiges" Profil auf, d.h. das Profil wird von zwei Trapezen, die an den kurzen parallelen Seiten miteinander verbunden sind, gebildet. An den oberen Rändern der Haltewände ist jeweils eine trapezförmige Aussparung vorhanden, in die die untere Hälfte des Profils des Verbindungselements 24 eingreift. Dies führt auf einfache Weise zu einer formschlüssigen Verankerung des Verbindungselements 24 in den Haltewänden 10, 12. Insbesondere kann das Verbindungselement 24 nicht nach oben aus den Aussparungen herausrutschen. Es eignet sich daher sehr gut als Griff zum Anheben des Humidoreinsatzes.

[0034]  Die Verbindungselemente 20, 22, 24 bestehen im dargestellten Beispiel aus Holz.

[0035]  Fig. 3 zeigt den Humidoreinsatz der Fig. 1 beim Einsetzen in einen Humidor 40. Der Humidor hat einen Kasten 48 mit Deckel 42, der über ein Scharnier klappbar ist. Zur Kontrolle der Luftfeuchtigkeit im Humidor ist ein Hygrometer 44 vorgesehen. Im Deckel 42 befinden sich zwei Belüftungselemente 46, die einen steuerbaren Luftaustausch mit der Umgebung ermöglichen.

[0036]  Der Humidoreinsatz wird von oben in den Kasten 48 eingesetzt, wobei die Breite der Haltewände 10, 12 und die Länge der Verbindungselemente 20, 22 so bemessen ist, dass der Humidoreinsatz mit etwas Spiel in den Kasten 48 hineinpasst.

[0037]  Im vollständig in den Humidor 40 eingesetzten Zustand, dargestellt in der Fig. 4, befindet sich der Humidoreinsatz vollständig im Inneren des Kastens 48, so dass dessen Deckel 42 geschlossen werden kann. Das Verbindungselement 24 ist einfach von oben zu ergreifen. Durch die an den Innenraum des Humidors angepassten Abmessungen befinden sich die Haltewände 10, 12 immer in dem gewünschten Abstand von den Humidorwänden.

[0038]  Fig. 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem vier senkrecht stehende Haltewände 50, 52, 54, 56 und eine senkrecht stehende Trennwand 58 vorgesehen sind. Jeweils zwei Haltewände 50, 52 bzw. 54, 56 sind in einander gegenüberliegenden Positionen über Verbindungselemente miteinander verbunden. Die Haltewände 50, 52 haben annähernd quadratische Abmessungen, die Haltewände 54, 56 weisen eine gestrecktere, rechteckige Form auf und sind im rechten Winkel zu den Haltewänden 50, 52 angeordnet.

[0039]  Ansonsten gleichen die Haltewände 50, 52, 54, 56 und die nicht näher bezeichneten, unteren Verbindungselemente denen des ersten, in den Figuren 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispiels. Jedes über Verbindungselemente verbundene Paar von Haltewänden 50, 52 bzw. 54, 56 kann an seinem oberen Verbindungselement 60 bzw. 62 ergriffen und einzeln angehoben werden. Die Trennwand 58 weist die gleichen Abmessungen wie die Haltewände 54, 56 auf, verfügt allerdings über keinerlei Öffnungen. Sie bildet eine vor der Vermischung unterschiedlicher Aromen schützende Grenze zwischen den in den paarweise angeordneten Haltewänden befindlichen Zigarren bzw. Zigarillos.

[0040]  Fig. 6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Humidoreinsatzes, bei dem vier rechteckige Haltewände 70, 72, 74, 76 über drei Verbindungselemente 78, 80, 82 parallel zu einander und in gleichmäßigem Abstand gehalten werden. In diesen Humidoreinsatz können die Zigarren bzw. Zigarillos von beiden Seiten eingelegt werden, so dass jeweils zwei Zigarren bzw. Zigarillos hintereinander angeordnet sind. Jede Haltewand weist eine Vielzahl quadratischer Öffnungen 84 auf, von denen jeweils eine Ecke nach unten weist. Die Anordnung der Öffnungen 84 gleicht derjenigen der Öffnungen 30 des eingangs beschriebenen Ausführungsbeispiels. Zusätzlich ist jede der Öffnungen 84 mit einem ringförmigen Einsatz 86 versehen, der sich in der Mitte einer Öffnung 84 befindet. Die unteren Verbindungselemente 80, 82 entsprechen hinsichtlich ihrer Anordnung im wesentlichen den Verbindungselementen 20, 22 des ersten Ausführungsbeispiels, stehen jedoch nicht über die äußeren Haltewände 70, 76 über. Das Verbindungselement 82 ist am oberen Rand der Haltewände 70, 72, 74, 76 angeordnet und befindet sich in einem vertikalen Abstand von den Öffnungen 84 der obersten Zeile. Um diesen Abstand zu ermöglichen, weisen die Haltewände 70, 72, 74, 76 in der Mitte ihrer oberen Ränder jeweils einen Vorsprung 88 auf.

[0041]  Fig. 7 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Humidoreinsatzes beim Einsetzen in einen Humidor 40, bei dem vier parallel und in gleichmäßigem Abstand zu einander angeordnete Haltewände 90, 92, 94, 96 vorgesehen sind. Die Haltewände 90, 92, 94, 96 sind horizontal angeordnet und befinden sich übereinander. Der Humidoreinsatz eignet sich für die stehende Lagerung von Zigarren bzw. Zigarillos. In der Mitte der obersten Haltewand 96 ist ein Griff 98 in Form einer kleinen Kugel ausgebildet.


Ansprüche

1. Humidoreinsatz mit mindestens zwei Haltewänden (10, 12), die eine Vielzahl von Öffnungen (30) zur Aufnahme jeweils einer Zigarre oder eines Zigarillos aufweisen, und Verbindungselementen (20, 22, 24), mit denen die mindestens zwei Haltewände (10, 12) in einander gegenüberliegender Position miteinander verbindbar sind.
 
2. Humidoreinsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Haltewände (10, 12) Öffnungen (30) unterschiedlicher Größe aufweisen, wobei sich in über die Verbindungselemente (20, 22, 24) verbundener Position der Haltewände (10, 12) gleich große Öffnungen (30) paarweise gegenüberliegen.
 
3. Humidoreinsatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen (30) quadratisch mit einer nach unten weisenden Ecke ausgebildet sind.
 
4. Humidoreinsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltewände (10, 12) und die Verbindungselemente (20, 22, 24) zusammensteckbar sind.
 
5. Humidoreinsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (20, 22, 24) Mittel zur Anpassung ihrer Länge an die Abmessungen des Innenraums eines Humidors (40) aufweisen.
 
6. Humidoreinsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltewände (10, 12) Mittel zur Anpassung ihrer Breite und/oder ihrer Höhe an die Abmessungen des Innenraums eines Humidors (40) aufweisen.
 
7. Humidoreinsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (20, 22, 24) und/oder mindestens eine der Haltewände (10, 12) Mittel zur Fixierung der Haltewände (10, 12) in unterschiedlichen Abständen aufweisen.
 
8. Humidoreinsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Verbindungselemente (20, 22) am unteren Rand der von ihnen verbundenen Haltewände (10, 12) angeordnet sind und eine Länge aufweisen, die über die Haltewände (10, 12) übersteht.
 
9. Humidoreinsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass am oberen Rand der verbundenen Haltewände (10, 12) nur ein einziges Verbindungselement (24) mittig angeordnet ist.
 
10. Humidoreinsatz nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das am oberen Rand angeordnete Verbindungselement (24) in einem vertikalen Abstand von den Öffnungen (30) der Haltewände (10, 12) angeordnet ist.
 
11. Humidoreinsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltewände (10, 12) und/oder die Verbindungselemente (20, 22, 24) aus einem feuchtigkeitsregulierenden Material bestehen.
 
12. Humidoreinsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Humidoreinsatz mindestens vier paarweise verbundene Haltewände (50, 52, 54, 56) aufweist sowie mindestens eine Trennwand (58), die zwischen den paarweise angeordneten Haltewänden (50, 52, 54, 56) angeordnet werden kann.
 
13. Humidor (40) mit einem Humidoreinsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 12.
 
14. Humidor (40) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass in den Seitenwänden und/oder im Boden des Humidors Nuten, Einkerbungen oder Schienen vorgesehen sind, in die die Haltewände (10, 12) und/oder die Verbindungselemente (20, 22, 24) des Humidoreinsatzes eingreifen.
 




Zeichnung
























IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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