(19)
(11)EP 1 475 377 B1

(12)EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45)Hinweis auf die Patenterteilung:
21.06.2006  Patentblatt  2006/25

(21)Anmeldenummer: 04018391.5

(22)Anmeldetag:  24.04.1999
(51)Int. Kl.: 
C07D 401/12  (2006.01)
C07D 209/22  (2006.01)
A61K 31/40  (2006.01)
C07D 209/24  (2006.01)

(54)

Indolderivate und deren Verwendung als Inhibitoren der Phosphodiesterase 4.

Derivatives of indole and their use as phosphodiesterase 4 inhibitors

Dérivés d'indole et leur utilisation en tant qu'inhibiteurs de la phosphodiestérase 4.


(84)Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
LT LV MK RO SI

(30)Priorität: 28.04.1998 DE 19818964
17.04.1999 DE 19917504

(43)Veröffentlichungstag der Anmeldung:
10.11.2004  Patentblatt  2004/46

(62)Anmeldenummer der früheren Anmeldung nach Art. 76 EPÜ:
99920779.8 / 1076657

(73)Patentinhaber: elbion AG
01445 Radebeul (DE)

(72)Erfinder:
  • Höfgen, Norbert, Dr.
    01458 Ottendorf-Okrilla (DE)
  • Egerland, Ute
    01445 Radebeul (DE)
  • Kuss, Hildegard, Dr.
    01109 Dresden (DE)
  • Marx, Degenhard, Dr.
    01796 Pirna (DE)
  • Szelenyi, Stefan, Prof.
    90571 Schwaig (DE)
  • Kronbach, Thomas, Dr.
    01445 Radebeul (DE)
  • Polymeropoulos, Emmanuel, Dr.
    60325 Frankfurt (DE)
  • Heer, Sabine
    01445 Radebeul (DE)

(74)Vertreter: Weiss, Wolfgang et al
Weickmann & Weickmann Patentanwälte Postfach 86 08 20
81635 München
81635 München (DE)


(56)Entgegenhaltungen: : 
WO-A-97/23457
  
      
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung

    Technisches Gebiet



    [0001] Die Erfindung betrifft substituierte Hydroxyindole der allgemeinen Formel 1,



    [0002] Verfahren zu deren Herstellung, pharmazeutische Zubereitungen, die diese Verbindungen enthalten sowie die pharmazeutische Verwendung dieser Verbindungen, die Inhibitoren der Phosphodiesterase 4 sind, als Wirkstoffe zur Behandlung von Erkrankungen, die mit einer Hemmung der Phosphodiesterase 4 - Aktivität in immunkompetenten Zellen (z.B. Makrophagen und Lymphozyten) durch die erfindungsgemäßen Verbindungen zu beeinflussen sind.

    Stand der Technik



    [0003] Die Aktivierung von Rezeptoren der Zellmembran durch Transmitter führt zur Aktivierung des "second messenger"-Systems. Die Adenylatcyclase synthetisiert aus AMP und GMP das wirksame cyclische AMP (cAMP) bzw. cyclische GMP (cGMP). Diese führen z.B. in glatten Muskelzellen zur Erschlaffung bzw. in Entzündungszellen zur Hemmung der Mediatorfreisetzung bzw. -synthese. Der Abbau der "second messenger" cAMP und cGMP erfolgt durch die Phosphodiesterasen (PDE). Bisher sind 7 Familien von PDE-Enzymen (PDE1-7) bekannt, die sich durch ihre Substratspezifität (cAMP, cGMP oder beides) und die Abhängigkeit von anderen Substraten (z.B. Calmodulin) unterscheiden. Diese Isoenzyme besitzen unterschiedliche Funktionen im Körper und sind in den einzelnen Zellarten unterschiedlich ausgeprägt (Beavo JA, Conti M and Heaslip RJ. Multiple cyclic nucleotide phosphodiesterases. Mol. Pharmacol. 1994, 46:399-405; Hall IP. Isoenzyme selective phosphodiesterase inhibitors: potential clinical uses, Br. J. clin. Pharmacol. 1993, 35:1-7). Durch Hemmung der verschiedenen PDE Isoenzymtypen kommt es zu einer Kumulation von cAMP bzw. cGMP in den Zellen, was therapeutisch genutzt werden kann (Torphy TJ, Livi GP, Christensen SB. Novel Phosphodiesterase Inhibitors for the Therapy of Asthma, Drug News and Perspectives 1993, 6:203-214).
    In den für allergische Entzündungen wichtigen Zellen (Lymphozyten, Mastzellen, eosinophile Granulozyten, Makrophagen) ist das vorherrschende PDE-Isoenzym der Typ 4 (Torphy, J T. and Undem, B. J. Phosphordiesterase inhibitors: new opportunities for the treatment of asthma. Thorax 1991, 46:512-523). Die Hemmung der PDE 4 durch geeignete Inhibitoren wird daher als wichtiger Ansatz zur Therapie einer Vielzahl allergisch induzierter Erkrankungen betrachtet (Schudt Ch, Dent G, Rabe K Phosphodiesterase Inhibitors, Academic Press London 1996).
    Eine wichtige Eigenschaft von Phosphodiesterase 4 Inhibitoren ist die Hemmung der Freisetzung von Tumornekrosefaktor a (TNFα) aus Entzündungszellen. TNFα ist ein bedeutendes pro-inflammatorisches Cytokin, das eine Vielzahl biologischer Prozesse beeinflußt. Freigesetzt wird TNFα zum Beispiel aus aktivierten Macrophagen, aktivierten T-Lymphozyten, Mastzellen, Basophilen, Fibroblasten, Endothelzellen und Astrozyten im Gehirn. Es wirkt selbst aktivierend auf Neutrophile, Eosinophile, Fibroblasten und Endothelzellen, wodurch verschiedene gewebezerstörende Mediatoren freigesetzt werden. In Monozyten, Macrophagen und T-Lymphozyten bewirkt TNFα die vermehrte Produktion von weiteren proinflammatorischen Cytokinen wie GM-CSF (Granulocy-macrophage colony-stimulating factor) oder Interleukin-8. Auf Grund seiner entzündungsfördernden und katabolischen Wirkung spielt TNFα bei einer Vielzahl von Erkrankungen, wie Entzündungen der Atemwege, Entzündungen der Gelenke, endotoxischer Schock, Gewebsabstoßungen, AIDS und zahlreichen anderen immunologischen Erkrankungen eine zentrale Rolle. Für die Therapie solcher mit TNFα verbundener Erkrankungen sind Inhibitoren der Phosphodiesterase 4 somit ebenfalls geeignet.

    [0004] Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (chronic obstructive pulmonary diseases, COPD) sind in der Bevölkerung weit verbreitet und und haben auch eine große ökonomische Bedeutung. So verursachen COPD-Erkrankungen ca. 10-15 % aller Krankheitskosten in den entwickelten Ländern und ca. 25 % aller Todesfälle in den USA sind auf diese Ursache zurückzuführen (Norman P.: COPD: New developments and therapeutic opportunities, Drug News Perspect. 11 (7), 431-437, 1998), allerdings sind die Patienten zum Todeszeitpunkt meist über 55 Jahre alt (Nolte D.: Chronische Bronchitis - eine Volkskrankheit multifaktorieller Genese. Atemw.-Lungenkrkh. 20 (5), 260-267, 1994). Die WHO schätzt ein, das COPD innerhalb der nächsten 20 Jahren die dritthäufigste Todesursache sein wird.

    [0005] Unter dem Krankheitsbild der chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) werden verschiedene Krankheitsbilder von chronischen Bronchitiden mit den Symptomen Husten und Auswurf sowie fortschreitender und irreversiblen Verschlechterung der Lungenfunktion (besonders betroffen ist die Exspiration) zusammengefaßt. Der Krankheitsverlauf ist schubförmig und oft durch bakterielle Infektionen kompliziert (Rennard S. I.: COPD: Overview of definitions, Epidemiology, and factors influencing its development. Chest, 113 (4) Suppl., 235S-241S, 1998). Im Verlauf der Erkrankung nimmt die Lungenfunktion stetig ab, die Lunge wird zunehmend emphysematös und die Atemnot der Patienten wird offensichtlich. Diese Erkrankung beeinträchtigt deutlich die Lebensqualität der Patienten (Kurzatmigkeit, geringe Belastbarkeit) und verkürzt signifikant deren Lebenserwartung. Der Hauptrisikofaktor neben Umweltfaktoren ist das Rauchen (Kummer F.: Asthma und COPD. Atemw.-Lungenkrkh. 20 (5), 299-302, 1994; Rennard S. I.: COPD: Overview of definitions, Epidemiology, and factors influencing its development. Chest, 113 (4) Suppl., 235S-241S, 1998 ) und daher sind Männer deutlich häufiger betroffen, als Frauen. Durch die Veränderung der Lebensgewohnheiten und den Anstieg der Anzahl der Raucherinnen wird sich dieses Bild jedoch in Zukunft verschieben.

    [0006] Die gegenwärtige Therapie zielt nur auf die Linderung der Symptome, ohne ursächlich in die Progression der Erkrankung einzugreifen. Der Einsatz von langwirkenden Beta2-Agonisten (z.B. Salmeterol) evtl. in Kombination mit muscarinergen Antagonisten (z. B. Ipratropium) verbessert die Lungenfunktion durch Bronchodilatation und wird routinemäßig eingesetzt (Norman P.: COPD: New developments and therapeutic opportunities, Drug News Perspect. 11 (7), 431-437, 1998). Eine große Rolle bei den COPD-Schüben spielen bakterielle Infektionen, die mit Antibiotika behandelt werden müssen (Wilson R.: The role of infection in COPD, Chest, 113 (4) Suppl., 242S-248S, 1998; Grossman R. F.: The value of antibiotics and the outcomes of antibiotic therapy in exacerbations of COPD. Chest, 113 (4) Suppl., 249S-255S, 1998). Die Therapie dieser Erkrankung ist bisher noch unbefriedigend, besonders im Hinblick auf die stetige Abnahme der Lungenfunktion. Neue Therapieansätze, die an Entzündungsmediatoren, Proteasen oder Adhäsionsmolekülen angreifen, könnten sehr erfolgversprechend sein (Barnes P.J.: Chronic obstructive disease: new opportunities for drug development, TiPS 10 (19), 415-423, 1998).

    [0007] Unabhängig von den die Erkrankung komplizierenden bakteriellen Infektionen, findet man in den Bronchien eine chronische Entzündung, welche durch neutrophile Granulozyten dominiert wird. Für die beobachteten strukturellen Veränderungen in den Atemwegen (Emphysem) werden unter anderem die durch neutrophile Granulozyten freigesetzten Mediatoren und Enzyme verantwortlich gemacht. Die Hemmung der Aktivität der neutrophilen Granulozyten ist somit ein rationaler Ansatz, um ein Fortschreiten der COPD (Verschlechterung der Lungenfunktionparameter) zu verhindern oder zu verlangsamen. Ein wichtiger Stimulus für die Aktivierung der Granulozyten ist das pro-inflammatorische Cytokin TNFα (tumour necrosis factor). So ist bekannt, daß TNFα die Bildung von Sauerstoff-Radikalen durch neutrophile Granulozyten stimuliert (Jersmann, H.P.A.; Rathjen, D.A. and Ferrante A.: Enhancement of LPS-induced neutrophil oxygen radical production by TNFα, Infection and Immunity, 4, 1744-1747, 1998). PDE4-Inhibitoren können sehr wirksam die Freisetzung von TNFα aus einer Vielzahl von Zellen hemmen und somit die Aktivität der neutrophilen Granulozyten unterdrücken. Der unspezifische PDE-Inhibitor Pentoxifylline ist in der Lage, sowohl die Bildung von Sauerstoff-Radikalen als auch die Phagozytosefähigkeit von neutrophilen Granulozyten zu hemmen (Wenisch, C.; Zedtwitz-Liebenstein, K.; Parschalk, B. and Graninger W.: Effect of pentoxifylline in vitro on neutrophil reactive oxygen production and phagocytic ability assessed by flow cytometry, Clin. Drug Invest., 13(2):99-104, 1997).

    [0008] Es sind bereits verschiedene PDE 4 Inhibitoren bekannt. Vorrangig handelt es sich dabei um Xanthin-Derivate, Rolipram-Analoge oder Nitraquazon-Abkömmlinge (Übersicht in: Karlsson J-A, Aldos D Phosphodiesterase 4 inhibitors for the treatment of asthma, Exp. Opin. Ther. Patents 1997, 7: 989-1003). Keine dieser Verbindungen konnte bisher bis zur klinischen Anwendung gebracht werden. Es mußte festgestellt werden, daß die bekannten PDE 4 Inhibitoren auch verschiedene Nebenwirkungen wie Nausea und Emesis besitzen, die bisher nicht ausreichend zurückgedrängt werden konnten. Deshalb ist die Entdeckung neuer PDE 4 Inhibitoren mit besserer therapeutischer Breite erforderlich.

    [0009] Obwohl Indole bei der Entwicklung neuer Wirkstoffe für verschiedene Indikationen seit vielen Jahren eine wichtige Rolle spielen, sind Hydroxyindole als Inhibitoren der PDE 4 bisher völlig unbekannt.

    Beschreibung der Erfindung



    [0010] Die Erfindung betrifft substituierte Hydroxyindole der allgemeinen Formel 1,

    worin
    R1, für
    -C1...12-Alkyl, geradkettig oder verzweigtkettig,
    ggf. ein- oder mehrfach substituiert mit -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-Alkyl, -N(C1...6-Alkyl)2, -NHC6...14Aryl, -N(C6...14Aryl)2, -N(C1...6Alkyl)(C6...14Aryl). -NHCOR6, -NO2, -CN, -F, -Cl, -Br, -I, -O-C1...6-Alkyl, -O-C6...14-Aryl, -O(CO)R6,
    -S-C1...6-Alkyl, -S-C6...14Aryl, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2C1...6Alkyl, -OSO2C6...14Aryl, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3 ...14 Ringgliedern, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedern und 1...6 Heteroatomen,
    die vorzugsweise N, O und S sind, wobei die C6...14Aryl-Gruppen und die eingeschlossenen carbocyclischen und heterocyclischen Substituenten ihrerseits ggf. ein- oder mehrfach mit R4 substituiert sein können,
    -C2...12-Alkenyl, ein oder mehrfach ungesättigt, geradkettig oder verzweigtkettig,
    ggf. ein- oder mehrfach substituiert mit -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-Alkyl, -N(C1...6-Alkyl)2, -NHC6...14Aryl, -N(C6...14Aryl)2, -N(C1...6Alkyl)(C6...14Aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -F, -Cl, -Br, -I, -O-C1...6-Alkyl, -O-C6...14-Aryl, -O(CO)R6,
    -S-C1...6-Alkyl, -S-C6...14Aryl, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2C1...6Alkyl, -OSO2C6...14Aryl, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3 ...14 Ringgliedern, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedern und 1...6 Heteroatomen,
    die vorzugsweise N, O und S sind, wobei die C6...14Aryl-Gruppen und die eingeschlossenen carbocyclischen und heterocyclischen Substituenten ihrerseits ggf. ein- oder mehrfach mit R4 substituiert sein können,
    -mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3 ...14 Ringgliedern,
    ggf. ein- oder mehrfach substituiert mit -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-Alkyl, -N(C1...6-Alkyl)2, -NHC6...14Aryl, -N(C6...14Aryl)2, -N(C1...6Alkyl)(C6...14Aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -F, -Cl, -Br, -I, -O-C1...6-Alkyl, -O-C6...14-Aryl, -O(CO)R6,
    -S-C1...6-Alkyl, -S-C6...14Aryl, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2C1...6Alkyl, -OSO2C6...1Aryl, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3 ...14 Ringgliedern, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedern und 1...6 Heteroatomen,
    die vorzugsweise N, O und S sind, wobei die C6...14Aryl-Gruppen und die eingeschlossenen carbocyclischen und heterocyclischen Substituenten ihrerseits ggf. ein- oder mehrfach mit R4 substituiert sein können,
    -mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedern und 1...6 Heteroatomen, die vorzugsweise N, O und S sind,
    ggf. ein- oder mehrfach substituiert mit -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-Alkyl, -N(C1...6-Alkyl)2, -NHC6...14Aryl, -N(C6...14Aryl)2, -N(C1...6Alkyl)(C6...14Aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -F, -Cl, -Br, -I, -O-C1...6-Alkyl, -O-C6...14-Aryl, -O(CO)R6, -S-C1...6-Alkyl, -S-C6...14Aryl, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2C1...6Alkyl, -OSO2C6...14Aryl, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3...14 Ringgliedern, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedem und 1...6 Heteroatomen,
    die vorzugsweise N, O und S sind, wobei die C6...14Aryl-Gruppen und die eingeschlossenen carbocyclischen und heterocyclischen Substituenten ihrerseits ggf. ein- oder mehrfach mit R4 substituiert sein können,
    steht, wobei R1 und R5 gleich oder verschieden sein können;
    -carbo- oder heterocyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Spirocyclen mit 3...10 Ringgliedern, wobei heterocyclische Systeme 1...6 Heteroatome enthalten, die vorzugsweise N, O und S sind,
    ggf. ein- oder mehrfach substituiert mit -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-Alkyl, -N(C1...6-Alkyl)2, -NHC6...14Aryl, -N(C6...14Aryl)2, -N(C1...6Alkyl)(C6...14Aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -F, -Cl, -Br, -I, -O-C1...6-Alkyl, -O-C6...14-Aryl, -O(CO)R6,
    -S-C1...6Alkyl, -S-C6...14Aryl, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2C1...6Alkyl, -OSO2C6...14Aryl, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3 ...14 Ringgliedern, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedem und 1...6 Heteroatomen,
    die vorzugsweise N, O und S sind, wobei die C6...14-Aryl-Gruppen und die eingeschlossenen carbocyclischen und heterocyclischen Substituenten ihrerseits ggf. ein- oder mehrfach mit R4 substituiert sein können,
    steht, wobei R1 und R5 gleich oder verschieden sein können;
    R2,R3 können Wasserstoff oder -OH sein, wobei mindestens einer von beiden Substituenten -OH sein muß;
    R4 steht für
    -H, -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-Alkyl, -N(C1...6-Alkyl)2, , -NHC6...14Aryl, -N(C6...14Aryl)2, -N(C1...6Alkyl)(C6...14Aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -COOH, -(CO)R6, -(CS)R6, -F, -Cl, -Br, -I, -O-C1...6-Alkyl, -O-C6...14-Aryl, -O(CO)R6, -S-C1...6-Alkyl, -S-C6...14Aryl, -SOR6, -SO2R6.
    R5 steht für
    -mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3 ...14 Ringgliedern,
    ein- oder mehrfach substituiert mit -F, -Cl, -Br, -I, ggf. ein- oder mehrfach substituiert mit -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-Alkyl, -N(C1...6Alkyl)2, -NHC6...14-Aryl, -N(C6...14-Aryl)2, -N(C1...6Alkyl)(C6...14-Aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -O-C1...6-Alkyl, -O-C6...14-Aryl, -O(CO)R6, -S-C1...6-Alkyl, -S-C6...14-Aryl, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2C1...6-Alkyl, -OSO2C6...14-Aryl, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3 ...14 Ringgliedern, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedern und 1...6 Heteroatomen, die vorzugsweise N, O und S sind, wobei die C6...14-Aryl-Gruppen und die eingeschlossenen carbocyclischen und heterocyclischen Substituenten ihrerseits ggf. ein- oder mehrfach mit R4 substituiert sein können,
    -mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedem und 1...6 Heteroatomen, die vorzugsweise N, O und S sind,
    ein- oder mehrfach substituiert mit -F, -Cl, -Br, -I, ggf. ein- oder mehrfach substituiert mit -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-Alkyl, -N(C1...6-Alkyl)2, -NHC6...14-Aryl, -N(C6...14-Aryl)2, -N(C1...6-Alkyl)(C6...14-Aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -O-C1...6-Alkyl, -O-C6...14-Aryl, -O(CO)R6, -S-C1...6-Alkyl, -S-C6...14-Aryl, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2C1...6-Alkyl, -OSO2C6...14-Aryl, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3 ...14 Ringgliedern, mono-; bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedem und 1...6 Heteroatomen, die vorzugsweise N, O und S sind, wobei die C6...14-Aryl-Gruppen und die eingeschlossenen carbocyclischen und heterocyclischen Substituenten ihrerseits ggf. ein- oder mehrfach mit R4 substituiert sein können,
    steht,
    R6
    kann
    -H, -NH2, -NHC1...6-Alkyl, -N(C1...6-Alkyl)2, , -NHC6...14Aryl, -N(C6...14Aryl)2. -N(C1...6Alkyl)(C6...14Aryl), -O-C1...6Alkyl, -O-C6...14-Aryl, -S-C1...6-Alkyl, -S-C6...14Aryl , -C1...12Alkyl, geradkettig oder verzweigtkettig, -C2...12-Alkenyl, ein oder mehrfach ungesättigt, geradkettig oder verzweigtkettig,
    -mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3 ...14 Ringgliedern,
    -mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedern und 1...6 Heteroatomen, die
    vorzugsweise N, O und S sind,
    bedeuten.
    A
    steht entweder für eine Bindung, oder für
    -(CH2)m-, -(CH2)m-(CH=CH)n-(CH2)p-, -(CHOZ)m-, -(C=O)-, -(C=S)-, -(C=N-Z)-, -O-, -S-, -NZ-,
    wobei m, p = 0 ... 3 und n = 0 ... 2 sind und
    Z für
    -H, oder
    -C1...12-Alkyl, geradkettig oder verzweigtkettig,
    -C2...12-Alkenyl, ein oder mehrfach ungesättigt, geradkettig oder
    verzweigtkettig,
    -mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3...14 Ringgliedern,
    -mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedern und 1...6 Heteroatomen, die
    vorzugsweise N, O und S sind,
    steht.
    B
    kann entweder Kohlenstoff oder Schwefel sein, oder -(S=O)- bedeuten,
    D
    kann Sauerstoff, Schwefel, CH2 oder N-Z sein,
    wobei D nur dann S oder CH2 sein kann, wenn B Kohlenstoff bedeutet.
    E
    kann für eine Bindung stehen, oder aber für
    -(CH2)m-, -O-, -S-, -(N-Z)-, wobei m und Z die bereits zuvor beschriebene Bedeutung besitzen.


    [0011] Weiterhin betrifft die Erfindung die physiologisch verträglichen Salze der Verbindungen gemäß Formel 1.
    Die physiologisch verträglichen Salze werden in üblicher Weise durch Neutralisation der Basen mit anorganischen oder organischen Säuren bzw. durch Neutralisation der Säuren mit anorganischen oder organischen Basen erhalten. Als anorganische Säuren kommen zum Beispiel Salzsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure oder Bromwasserstoffsäure, als organische Säuren zum Beispiel Carbon-, Sulfo- oder Sulfonsäuren wie Essigsäure, Weinsäure, Milchsäure, Propionsäure, Glykolsäure, Malonsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Gerbsäure, Succinsäure, Alginsäure, Benzoesäure, 2-Phenoxybenzoesäure, 2-Acetoxybenzosäure, Zimtsäure, Mandelsäure, Zitronensäure, Apfelsäure, Salicylsäure, 3-Aminosalicylsäure, Ascorbinsäure, Embonsäure, Nicotinsäure, Isonicotinsäure, Oxalsäure, Aminosäuren, Methansulfonsäure, Ethansulfonsäure, 2-Hydroxyethansulfonsäure, Ethan-1,2-disulfonsäure, Benzolsulfonsäure, 4-Methylbenzolsulfonsäure oder Naphthalin-2-sulfonsäure in Frage. Als anorganische Basen kommen zum Beispiel Natronlauge, Kalilauge, Ammoniak sowie als organische Basen Amine, bevorzugt jedoch tertiäre Amine, wie Trimethylamin, Triethylamin, Pyridin, N,N-Dimethylanilin, Chinolin, Isochinolin, α-Picolin, β-Picolin, γ-Picolin, Chinaldin oder Pyrimidin in Frage.
    Desweiteren können physiologisch verträgliche Salze der Verbindungen gemäß Formel 1 dadurch gewonnen werden, daß Derivate, die tertiäre AminoGruppen besitzen, in an sich bekannter Weise mit Quaternierungsmitteln in die entsprechenden quaternären Ammoniumsalze überführt werden. Als Quaternierungsmittel kommen beispielsweise Alkylhalogenide wie Methyliodid, Ethylbromid und n-Propylchlorid, aber auch Arylalkylhalogenide wie Benzylchlorid oder 2-Phenylethylbromid in Frage.
    Weiterhin betrifft die Erfindung von den Verbindungen der Formel 1, die ein asymmetrisches Kohlenstoffatom enthalten , die D-Form , die L-Form und D,L-Mischungen sowie im Falle mehrerer asymmetrischer Kohlenstoffatome die diastereomeren Formen. Diejenigen Verbindungen der Formel 1, die asymmetrische Kohlenstoffatome enthalten und in der Regel als Razemate anfallen, können in an sich bekannter Weise beispielsweise mit einer optisch aktiven Säure in die optisch aktiven Isomeren getrennt werden. Es ist aber auch möglich, von vornherein eine optisch aktive Ausgangssubstanz einzusetzen , wobei dann als Endprodukt eine ent-sprechende optisch aktive beziehungsweise diastereomere Verbindung erhalten wird.
    Für die erfindungsgemäßen Verbindungen wurden pharmakologisch bedeutende Eigenschaften gefunden, die therapeutisch genutzt werden können.
    Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind Inhibitoren der Freisetzung von TNFα.
    Es ist daher Gegenstand dieser Erfindung, daß die Verbindungen gemäß Formel 1 und deren Salze sowie pharmazeutische Zubereitungen, die diese Verbindungen oder deren Salze enthalten, zur Behandlung von Erkrankungen verwendet werden können, bei denen eine Inhibition von TNFα nützlich ist.
    Zu diesen Erkrankungen gehören beispielsweise Gelenksentzündungen einschließlich Arthritis und rheumatoide Arthritis sowie andere arthritische Erkrankungen wie rheumatoide Spondylitis und Osteoarthritis. Weitere Anwendungsmöglichkeiten sind die Behandlung von Patienten, die unter Sepsis, septischem Schock, gramnegativer Sepsis, toxischem Schocksyndrom, Atemnotsyndrom, Asthma oder anderen chronischen pulmonalen Erkrankungen, Knochenresorptions-Krankheiten oder Transplantat-Abstoßungsreaktionen oder anderen Autoimmunerkrankungen, wie Lupus erythematosus, Multiple Sclerose, Glomerulonephritis und Uveitis, Insulin abhängigem Diabetes mellitus sowie chronischer Demyelinisierung leiden.
    Außerdem können die erfindungsgemäßen Verbindungen auch zur Therapie von Infektionen wie Virusinfektionen und Parasiten-Infektionen, beispielsweise zur Therapie von Malaria, infektionsbedingtem Fieber, infektionsbedingten Muskelschmerzen, AIDS und Kachexien eingesetzt werden.

    [0012] Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind Inhibitoren der Phosphodiesterase 4.
    Es ist daher Gegenstand dieser Erfindung, daß die Verbindungen gemäß Formel 1 und deren Salze sowie pharmazeutische Zubereitungen, die diese Verbindungen oder deren Salze enthalten, zur Behandlung von Erkrankungen verwendet werden können, bei denen eine Inhibition der Phosphodiesterase 4 nützlich ist.
    So können die erfindungsgemäßen Verbindungen als Bronchodilatatoren und zur Asthma - Prophylaxe eingesetzt werden.

    [0013] Die Verbindungen gemäß Formel 1 sind weiterhin Inhibitoren der Akkumulation von Eosinophilen sowie deren Aktivität. Demzufolge können die erfindungsgemäßen Verbindungen auch bei Erkrankungen eingesetzt werden, bei denen Eosinophile eine Rolle spielen. Zu diesen Erkrankungen gehören beispielsweise entzündliche Atemwegserkrankungen wie Asthma bronchiale, allergische Rhinitis, allergische Konjunktivitis, atopische Dermatitis, Ekzeme, allergische Angiitis, durch Eosinophile vermittelte Entzündungen wie eosinophile Fasciitis, eosinophile Pneumonie und PIE-Syndrom (Pulmonale Infiltration mit Eosinophilie), Urtikaria, ulcerative Colitis, die Crohn-Krankheit und proliferative Hauterkrankungen wie Psoriasis oder Keratosis.

    [0014] Gegenstand dieser Erfindung ist es, daß die Verbindungen gemäß Formel 1 und deren Salze sowohl die Lipopolysacharid (LPS)-induzierte Freisetzung von TNFα in humanem Blut in vitro, als auch die LPS-induzierte pulmonale Neutrophilen-Infiltration bei Frettchen und Hausschweinen in vivo inhibieren können. Die Gesamtheit dieser gefundenen pharmakologisch bedeutsamen Eigenschaften belegt, daß die Verbindungen gemäß Formel 1 und deren Salze sowie pharmazeutische Zubereitungen, die diese Verbindungen oder deren Salze enthalten, zur Behandlung von chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen therapeutisch genutzt werden können.

    [0015] Die erfindungsgemäßen Verbindungen besitzen weiterhin neuroprotektive Eigenschaften und können zur Therapie von Krankheiten verwendet werden, bei denen Neuroprotektion nützlich ist. Solche Erkrankungen sind beispielsweise senile Demenz (Alzheimer's Krankheit), Gedächtnisschwund, Parkinson's Krankheit, Depressionen, Schlaganfälle und Claudikatio intermittens.

    [0016] Weitere Anwendungsmöglichkeiten der erfindungsgemäßen Verbindungen sind die Prophylaxe und Therapie von Prostata-Krankheiten, wie beispielsweise benigne Prostata-Hyperplasie, Pollakisurie, Nocturie sowie zur Behandlung von Blasenschwäche und von durch Harnsteine ausgelösten Koliken.
    Schließlich können die erfindungsgemäßen Verbindungen ebenfalls zur Inhibition der Entstehung einer Arzneimittelabhängigkeit bei wiederholtem Einsatz von Analgetika, wie beispielsweise Morphin sowie zur Verringerung der Toleranzentwicklung beim wiederholten Einsatz von diesen Analgetika verwendet werden.

    [0017] Zur Herstellung der Arzneimittel wird neben den üblichen Hilfsmitteln, Träger- und Zusatzstoffen eine wirksame Dosis der erfindungsgemäßen Verbindungen oder deren Salze verwendet.
    Die Dosierung der Wirkstoffe kann je nach Verabfolgungsweg, Alter, Gewicht des Patienten, Art und Schwere der zu behandelnden Erkrankungen und ähnlichen Faktoren variieren.
    Die tägliche Dosis kann als einmal zu verabreichende Einzeldosis oder unterteilt in 2 oder mehrere Tagesdosen gegeben werden und beträgt in der Regel 0,001-100 mg .

    [0018] Als Applikationsform kommen orale, parenterale, intravenöse, transdermale, topische, inhalative und intranasale Zubereitungen in Frage.

    [0019] Zur Anwendung kommen die üblichen galenischen Zubereitungsformen wie Tabletten, Dragees, Kapseln, dispergierbare Pulver, Granulate, wäßrige Lösungen, wäßrige oder ölige Suspensionen, Sirup, Säfte oder Tropfen.

    [0020] Feste Arzneiformen können inerte Inhalts- und Trägerstoffe enthalten, wie z.B. Calciumcarbonat, Calciumphosphat, Natriumphosphat, Lactose, Stärke, Mannit, Alginate, Gelatine, Guar-Gummi, Magnesium- oder Aluminiumstearat, Methylcellulose, Talkum, hochdisperse Kieselsäuren, Silikonöl, höhermolekulare Fettsäuren (wie Stearinsäure), Gelatine, Agar-Agar oder pflanzliche oder tierische Fette und Öle, feste hochmolekulare Polymere (wie Polyethylenglykol); für orale Applikation geeignete Zubereitungen können gewünschtenfalls zusätzliche Geschmacks- und/oder Süßstoffe enthalten.

    [0021] Flüssige Arzneiformen können sterilisiert sein und/oder gegebenenfalls Hilfsstoffe wie Konservierungsmittel, Stabilisatoren, Netzmittel, Penetrationsmittel, Emulgatoren, Spreitmittel, Lösungsvermittler, Salze, Zucker oder Zuckeralkohole zur Regelung des osmotischen Drucks oder zur Pufferung und/oder Viskositätsregulatoren enthalten.
    Derartige Zusätze sind zum Beispiel Tartrat- und Citrat-Puffer, Ethanol, Komplexbildner (wie Ethylendiamin-tetraessigsäure und deren nicht-toxische Salze). Zur Regelung der Viskosität kommen hochmolekulare Polymere in Frage wie beispielsweise flüssiges Polyethylenoxid, mikrokristalline Cellulosen Carboxymethylcellulosen, Polyvinylpyrrolidone, Dextrane oder Gelatine. Feste Trägerstoffe sind zum Beispiel Stärke, Lactose, Mannit, Methylcellulose, Talkum, hochdisperse Kieselsäuren, höhermolekulare Fettsäuren (wie Stearinsäure), Gelatine, Agar-Agar, Calciumphosphat, Magnesiumstearat, tierische und pflanzliche Fette, feste hochmolekulare Polymere wie Polyethylenglykol.

    [0022] Ölige Suspensionen für parenterale oder topische Anwendungen können vegetabile synthetische oder semisynthetische Öle wie beispielsweise flüssige Fettsäureester mit jeweils 8 bis 22 C-Atomen in den Fettsäureketten, zum Beispiel Palmitin-, Laurin-, Tridecyl-, Margarin-, Stearin-, Arachin-, Myristin-, Behen-, Pentadecyl-, Linol-, Elaidin-, Brassidin-, Eruca- oder Ölsäure, die mit ein- bis dreiwertigen Alkoholen mit 1 bis 6 C-Atomen wie beispielsweise Methanol, Ethanol, Propanol, Butanol, Pentanol oder deren Isomere, Glycol oder Glycerol verestert sind, sein. Derartige Fettsäureester sind beispielsweise handelsübliche Miglyole, Isopropylmyristat, Isopropylpalmitat, Isopropylstearat, PEG 6-Caprinsäure, Capryl/Caprinsäureester von gesättigten Fettalkoholen, Polyoxyethylenglyceroltrioleate, Ethyloleat, wachsartige Fettsäureester wie künstliches Entenbürzeldrüsenfett, Kokosfettsäure-isopropylester, Ölsäureoleylester, Ölsäuredecylester, Milchsäureethylester, Dibutylphthalat, Adipinsäurediisopropylester, Polyol-Fettsäureester u.a. Ebenso geeignet sind Silikonöle verschiedener Viskosität oder Fettalkohole wie Isotridecylalkohol, 2-Octyldodecanol, Cetylstearyl-Alkohol oder Oleylalkohol, Fettsäuren wie beispielsweise Ölsäure. Weiterhin können vegetabile Öle wie Rizinusöl, Mandelöl, Olivenöl, Sesamöl, Baumwollsaatöl, Erdnußöl oder Sojabohnenöl Verwendung finden.

    [0023] Als Lösungsmittel, Gelbildner und Lösungsvermittler kommen in Frage Wasser oder mit Wasser mischbare Lösungsmittel. Geeignet sind zum Beispiel Alkohole wie beispielsweise Ethanol oder Isopropylalkohol, Benzylalkohol, 2-Octyldodecanol, Polyethylenglykole, Phthalate, Adipate, Propylenglykol, Glycerin, Di- oder Tripropylenglykol, Wachse, Methylcellosolve, Cellosolve, Ester, Morpholine, Dioxan, Dimethylsulfoxid, Dimethylformamid, Tetrahydrofuran, Cyclohexanon etc.

    [0024] Als Filmbildner können Celluloseether verwendet werden, die sich sowohl in Wasser als auch in organischen Lösungsmitteln lösen bzw. anquellen können, wie beispielsweise Hydroxypropylmethylcellulose, Methylcellulose, Ethylcellulose oder lösliche Stärken.

    [0025] Mischformen zwischen Gel- und Filmbildnern sind durchaus ebenfalls möglich. Hier kommen vor allem ionische Makromoleküle zur Anwendung, wie z.B. Natriumcarboxymethylcellulose, Polyacrylsäure, Polymethacrylsäure und deren Salze, Natriumamylopektinsemiglykolat, Alginsäure oder Propylenglykol-Alginat als Natriumsalz, Gummi arabicum, Xanthan-Gummi, Guar-Gummi oder Carrageenan.
    Als weitere Formulierungshilfsmittel können eingesetzt werden: Glycerin, Paraffin unterschiedlicher Viskosität, Triethanolamin, Collagen, Allantoin, Novantisolsäure.
    Auch die Verwendung von Tensiden, Emulgatoren oder Netzmitteln kann zur Formulierung notwendig sein, wie z.B. von Na-Laurylsulfat, Fettalkoholethersulfaten, Di-Na-N-lauryl-β-iminodipropionat, polyoxyethyliertes Rizinusöl oder Sorbitan-Monooleat, Sorbitan-Monostearat, Polysorbaten (z.B. Tween), Cetylalkohol, Lecithin, Glycerinmonostearat, Polyoxyethylenstearat, Alkylphenolpolyglykolether, Cetyltrimethylammoniumchlorid oder Mono-/ Dialkylpolyglykolether-orthophosphorsäure-monoethanolaminsalzen. Stabilisatoren wie Montmorillonite oder kolloidale Kieselsäuren zur Stabilisierung von Emulsionen oder zur Verhinderung des Abbaus der aktiven Substanzen wie Antioxidantien, beispielsweise Tocopherole oder Butylhydroxyanisol, oder Konservierungsmittel, wie p-Hydroxybenzoesäureester, können ebenfalls zur Zubereitung der gewünschten Formulierungen gegebenenfalls erforderlich sein.

    [0026] Zubereitungen zur parenteralen Applikation können in separaten Dosiseinheitsformen wie z.B. Ampullen oder Vials vorliegen. Vorzugsweise werden Lösungen des Wirkstoffes verwendet, bevorzugt wässrige Lösungen und vor allem isotonische Lösungen aber auch Suspensionen. Diese Injektionsformen können als Fertigpräparat zur Verfügung gestellt werden oder erst direkt vor der Anwendung durch Mischen der wirksamen Verbindung, zum

    [0027] Beispiel des Lyophilisats, gegebenenfalls mit weiteren festen Trägerstoffen, mit dem gewünschten Lösungs- oder Suspensionsmittel zubereitet werden.

    [0028] Intranasale Zubereitungen können als wäßrige oder ölige Lösungen bzw. als wäßrige oder ölige Suspensionen vorliegen. Sie können auch als Lyophilisate vorliegen, die vor der Anwendung mit dem geeigneten Lösungs- oder Suspensionsmittel zubereitet werden.

    [0029] Die Herstellung, Abfüllung und Verschließung der Präparate erfolgt unter den üblichen antimikrobiellen und aspetischen Bedingungen.

    [0030] Die Erfindung betrifft weiterhin Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen.
    Erfindungsgemäß werden die Verbindungen der allgemeinen Formel 1, mit den zuvor dargestellten Bedeutungen von R1, R2, R3, R4, R5, A, B, D und E hergestellt,

    indem Verbindungen gemäß Formel 1, für die R2 oder R3 bzw. R2 und R3 = -O-R7 bedeuten, durch Abspaltung von R7 in die erfindungsgemäßen Verbindungen überführt werden.
    R7 steht dabei für als Abgangsgruppe geeignete Substituenten, wie beispielsweise Alkyl-, Cycloalkyl-, Arylalkyl-, Aryl-, Heteroaryl-, Acyl-, Alkoxycarbonyl-, Aryloxycarbonyl-, Aminocarbonyl-, N-substituierte Aminocarbonyl-, Silyl-, Sulfonyl-Gruppen sowie Komplexbildner, wie zum Beispiel Verbindungen der Borsäure, der Phosphorsäure sowie kovalent oder koordinativ gebundene Metalle, wie Zink, Aluminium oder Kupfer.
    Eine im Sinne der erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren besonders bevorzugte Reaktion zur Abspaltung von R7 sind Verseifungen mit geeigneten Basen, wie beispielsweise Natronlauge, Kalilauge oder Natriumcarbonat bzw. Kaliumcarbonat.
    Diese Verseifungen werden für R7 = Acyl-, Alkoxycarbonyl-, Aryloxycarbonyl-, Aminocarbonyl-, N-substituierte Aminocarbonyl-, Silyl-, Sulfonyl-Gruppen sowie Komplexbildner, wie zum Beispiel Verbindungen der Borsäure, der Phosphorsäure sowie koordinativ gebundene Metalle, wie Zink, Aluminium oder Kupfer bevorzugt verwendet.
    Eine im Sinne der erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren besonders bevorzugte Reaktion zur Abspaltung von R7 aus den Verbindungen, in denen R7 eine Alkyl-, Cycloalkyl-, Arylalkyl-, Aryl-, Heteroaryl-Gruppe ist, sind Etherspaltungen beispielsweise mittels Bromwasserstoffsäure, Chlorwasserstoffsäure, Jodwasserstoffsäure sowie mit aktivierenden LewisSäuren, wie beispielsweise AlCl3, BF3, BBr3 oder LiCl, jeweils in Abwesenheit oder in Gegenwart zusätzlicher Aktivatoren, wie beispielsweise Ethan-1,2-dithiol oder Benzylmercaptan sowie Etherspaltungen mittels Wasserstoff, unter erhöhtem Druck oder unter Normaldruck, in Gegenwart eines geeigneten Katalysators, wie beispielsweise Palladium- oder Iridium-Katalysatoren.

    [0031] Erfindungsgemäß werden die Verbindungen der allgemeinen Formel 1, mit den zuvor dargestellten Bedeutungen von R1, R2, R3, R4, R5, A, B, D und E auch hergestellt, indem durch Umwandlungen der Teilstruktur:

    durch an sich bekannte Reaktionen erfindungsgemäße Verbindungen der Formel 1 in andere erfindungsgemäße Verbindungen der Formel 1 überführt werden.
    Besonders bevorzugte Umwandlungsreaktionen mit erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel 1 sind beispielsweise für A = -(C=O)- Reduktionen zu
    A = -(CH-OH)- oder A = -CH2- mittels an sich bekannter Reduktionsmittel, wie beispielsweise Natriumborhydrid bzw. durch Hydrierungen, die ggf. auch stereoselektiv durchgeführt werden können.

    [0032] Weitere bevorzugte Umwandlungsreaktionen sind die Überführung von Verbindungen, für die D und E Sauerstoff bedeutet in Substanzen, bei denen nur noch D Sauerstoff bedeutet, E aber für -(N-Z)- steht, wobei Z die bereits erklärte Bedeutung hat.

    Ausführungsbeispiele



    [0033] Exemplarische Herstellungsverfahren für erfindungsgemäße Verbindungen der Formel 1 aus Ausgangsstoffen der beschriebenen Art, bei denen R7 eine Alkyl-, Cycloalkyl-, Arylalkyl-, Aryl-, Heteroaryl-Gruppe ist:

    Beispiel 1:


    N-(3,5-Dichlorpyridin-4-yl)-2-[1-(4-fluorbenzyl)-5-hydroxy-indol-3-yl]-2-oxo-acetamid (1)



    [0034] 1,4 g N-(3,5-Dichlorpyridin-4-yl)-2-[1-(4-fluorbenzyl)-5-methoxy-indol-3-yl]-2-oxo-acetamid (3 mmol) werden in 100 ml Dichlormethan gelöst. Die Lösung wird zum Rückfluß erhitzt und unter Rühren mit einer Lösung von 14 mmol BBr3 in 15 ml Dichlormethan versetzt. Das Reaktionsgemisch wird 3 Stunden am Rückfluß gekocht. Nach Abkühlung wird die Lösung mit 200 ml einer wässrigen Natriumhydrogencarbonat-Lösung bei 20 °C 3 Stunden lang intensiv verrührt. Dabei kristallisiert das Produkt aus. Es wird isoliert, bei 60 °C getrocknet und aus 80 ml Ethanol umkristallisiert.
    Ausbeute: 1,1 g (80 % d. Theorie)
    Schmelzpunkt: 213 - 214 °C

    Beispiel 2:


    N-(3,5-Dichlorpyridin-4-yl)-2-[1-(4-fluorbenzyl)-5-hydroxy-indol-3-yl]-2-oxo-acetamid (1)



    [0035] 5 g (38 mmol) wasserfreies Aluminiumchlorid werden in 50 ml Ethan-1,2-dithiol vorgelegt. Bei 0 °C wird eine Lösung von 4,7 g N-(3,5-Dichlorpyridin-4-yl)-2-[1-(4-fluorbenzyl)-5-methoxy-indol-3-yl]-2-oxo-acetamid (10 mmol) in 50 ml Dichlormethan zugegeben. Das Gemisch wird 4 Stunden bei 0 °C gerührt. Unter Rühren werden bei 0 - 10 °C 50 ml 10 %ige Salzsäure zugetropft. Das kristallisierende Produkt wird isoliert, mit Wasser gewaschen und bei 20 °C getrocknet. Durch Umkristallisation aus Ethanol (180 ml) wird ein reines Produkt erhalten.
    Ausbeute: 3,1 g (67 % der Theorie)
    Schmelzpunkt: 212 - 214 °C

    [0036] Exemplarisches Herstellungsverfahren für erfindungsgemäße Verbindungen der Formel 1 aus Ausgangsstoffen der beschriebenen Art, bei denen R7 eine Acyl-, Alkoxycarbonyl-, Aryloxycarbonyl-, Aminocarbonyl-, N-substituierte Aminocarbonyl-, Silyl-, Sulfonyl-Gruppe ist:

    Beispiel 3:


    N-(3,5-Dichlorpyridin-4-yl)-2-[1-(4-fluorbenzyl)-5-hydroxy-indol-3-yl]-2-oxo-acetamid-Na-Salz (2)



    [0037] 5 g N-(3,5-Dichlorpyridin-4-yl)-2-[ 5-acetoxy-1-(4-fluorbenzyl)-indol-3-yl]-2-oxo-acet-amid (10 mmol) werden in 50 ml verdünnter Natronlauge 1 Stunde bei 40 - 50 °C gerührt. Die Lösung wird unter Kühlung mit Eis mit Salzsäure (10 %ig) neutralisiert und bis zur Trockene eingeengt. Der Rückstand wird in 80 ml Aceton gelöst. Unlösliche Bestandteile werden abgetrennt. Die klare Lösung wird mit einer Lösung von 0,4 g NaOH in 3 ml Wasser versetzt und 2 Stunden bei 20 °C gerührt. Das kristallisierte Produkt wird isoliert, mit Aceton gewaschen und bei 60 °C getrocknet.
    Ausbeute: 2,44 g (51 % der Theorie)
    Schmelzpunkt: 265 °C

    [0038] Exemplarisches Herstellungsverfahren für erfindungsgemäße Verbindungen der Formel 1 aus anderen erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel 1:

    Beispiel 4:


    N-(3,5-Dichlorpyridin-4-yl)-2-[1-(4-fluorbenzyl)-5-hydroxy-indol-3-yl]-2-hydroxy-acetamid (3)



    [0039] 1 g N-(3,5-Dichlorpyridin-4-yl)-2-[1-(4-fluorbenzyl)-5-hydroxy-indol-3-yl]-2-oxo-acet-amid (1; 2 mmol) werden in 75 ml Methanol suspendiert. Nach Zugabe einer Lösung von 0,2 g Natriumborhydrid in 3 ml verdünnter Natronlauge wird das Reaktions-gemisch 6 Stunden bei 20 °C gerührt. Nachdem das Lösungsmittel abdestilliert wurde, wird der Rückstand aus 40 ml Ethanol umkristallisiert.
    Ausbeute: 0,5 g (50 % der Theorie)
    Schmelzpunkt: 205 - 207 °C

    [0040] Unter Verwendung der angegebenen beispielhaften Varianten können zahlreiche weitere Verbindungen der Formel 1 hergestellt werden , von denen folgende beispielhaft angeführt werden :

    Verb.R1R2R3R4R5ABDESchmelzpkt. [°C]
    1 4-Fluorbenzyl- -OH -H -H 3,5-Dichlor-4-pyridyl- -(C=O)- C O -(N-H)- 215
    2 4-Fluorbenzyl- -O- Na+ -H -H 3,5-Dichlor-4-pyridyl- -(C=O)- C O -(N-H)- 265
    3 4-Fluor-benzyl- -OH -H -H 3,5-Dichlor-4-pyridyl- -(CHOH)- C O -(N-H)- 205 - 207
    5 2,6-Difluor-benzyl- -OH -H -H 3,5-Dichlor-4-pyridyl- -(C=O)- C O -(N-H)- 266-268
    6 3-Nitro-benzyl- -O- Na+ -H -H 3,5-Dichlor-4-pyridyl- -(C=O)- C O -(N-H)- 235 - 238 zers.
    7 n-Propyl- -OH -H -H 3,5-Dichlor-4-pyridyl- -(C=O)- C O -(N-H)- 280-282
    8 Isopropyl- -OH -H -H 3,5-Dichlor-4-pyridyl- -(C=O)- C O -(N-H)- 245-247
    9 Cyclopentylmethyl- -OH -H -H 3,5-Dichlor-4-pyridyl- -(C=O)- C O -(N-H)- 246 - 248
    10 4-Fluorb-enzyl- -OH -H -H 2,6-Dichlorphenyl- -(C=O)- C O -(N-H)- 216 - 218
    11 4-Fluor-benzyl- -OH -H -H 2,6-Dichlor-4-trifluor-methyl-phenyl- -(C=O)- C O -(N-H)- 199 - 201
    12 4-Fluor-benzyl- -OH -H -H 2,6-Dichlor-4-trifluor-methoxy-phenyl- -(C=O)- C O -(N-H)- 176-178
    13 4-Fluor-benzyl- -H -OH -H 3,5-Dichlor-4-pyridyl- -(C=O)- C O -(N-H)- 212 - 213
    14 4-Methoxy-benzyl -OH -H -H 3,5-Dichlor-4-pyridyl- - C O -(N-H)- 239-241


    [0041] Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind starke Inhibitoren der Phosphodiesterase 4 und der TNFα Freisetzung. Ihr therapeutisches Potential wird in vivo beispielsweise durch die Hemmung der asthmatischen Spätphase-Reaktion (Eosinophilie) am Meerschweinchen sowie durch die Beeinflussung der Allergen-induzierten vaskulären Permeabilität an aktiv sensibilisierten Brown-Norway Ratten belegt.

    Inhibition der Phosphodiesterase



    [0042] Die PDE 4-Aktivität wird in Enzympräparationen aus humanen polymorphkernigen Lymphocyten (PMNL) bestimmt, die PDE 2, 3 und 5-Aktivität mit PDE aus humanen Thrombocyten. Humanes Blut wurde mit Citrat anticoaguliert. Durch eine Zentrifugation bei 700 x g für 20 Minuten bei RT wird das thrombocytenreiche Plasma im Überstand von den Erythrocyten und Leukocyten getrennt. Die Thrombocyten werden durch Ultraschall lysiert und im PDE 3 und PDE 5-Assay eingesetzt. Für die Bestimmung der PDE 2-Aktivität wird die cytosolische Thrombocytenfraktion über einer Anionenaustauschersäule mittels NaCl-Gradienten gereinigt und der PDE 2-Peak wird für den Assay gewonnen. Die PMNLs für die PDE 4-Bestimmung werden durch eine folgende Dextransedimentation und anschließende Gradientenzentrifugation mit Ficoll-Paque isoliert. Nach einem zweimaligen Waschen der Zellen werden die noch enthaltenden Erythrocyten durch die Zugabe von 10 ml hypotonischem Puffer (155 mM NH4Cl, 10 mM NaHC03, 0,1 mM EDTA, pH=7,4) innerhalb von 6 Minuten bei 4 °C lysiert. Die noch intakten PMNLs werden noch zwei Mal mit PBS gewaschen und mittels Ultraschall lysiert. Der Überstand einer einstündigen Zentrifugation bei 4 °C bei 48000 x g enthält die cytosolische Fraktion der PDE 4 und wird für die PDE 4-Messungen eingesetzt.

    [0043] Die Phosphodiesterase-Aktivität wird mit einigen Modifizierungen nach der von Thompson et al. beschriebenen Methode bestimmt. (Thompson, W.J.; Appleman, M.M., Assay of cyclic nucleotide phosphodiesterase and resolution of multiple molecular forms of the enzyme. Adv. Cycl. Nucl. Res. 1979, 10, 69-92 ).
    Die Reaktionsmischungen enthalten 50 mM Tris-HCl (pH 7,4), 5 mM MgCl2, die Inhibitoren in variablen Konzentration, die entsprechende Enzympräparation sowie die zur Erfassung der einzelnen Isoenzyme notwendigen weiteren Komponenten (siehe unten). Durch die Zugabe des Substrates 0,5 µM [3H]-cAMP oder [3H]-cGMP (ca. 6000 CPM/Test) wird die Reaktion gestartet. Das Endvolumen beträgt 100 ml. Testsubstanzen werden als Stammlösungen in DMSO angesetzt. Die DMSO-Konzentration im Reaktionsgemisch ist 1 % v/v. Bei dieser DMSO-Konzentration wird die PDE-Aktivität nicht beeinflußt. Nach dem Start der Reaktion mittels Substrat-Zugabe werden die Proben 30 Minuten bei 37°C inkubiert. Durch ein Erhitzen der Testtubes für 2 Minuten auf 110 °C wird die Reaktion gestoppt. Die Proben bleiben für weitere 10 Minuten im Eis. Nach der Zugabe von 30 µl 5 '-Nukleotidase (1 mg/ml, aus einer Schlangengiftsuspension aus Crotalus adamanteus) erfolgt eine Inkubation für 10 Minuten bei 37°C. Die Proben werden auf Eis abgestoppt, jeweils 400 µl einer Mischung aus Dowex-Wasser-Ethanol (1+1+1) zugegeben, gut gemixt und wieder 15 Minuten auf Eis inkubiert. Die Reaktionsgefäße werden 20 Minuten bei 3000 x g zentrifugiert. 200 µl Aliquotes des Überstandes werden direkt in Szintillationgefäße überführt. Nach der Zugabe von 3 ml Szintillator werden die Proben im Betacounter gemessen.

    [0044] Für die Bestimmung der PDE 4, 3 und 2-Aktivität wird als Substrat [3H]-cAMP, für die Bestimmung der PDE 5-Aktivität [3H]-cGMP verwendet. Die jeweils unspezifischen Enzymaktivitäten werden in Gegenwart von 100 µM Rolipram bei der PDE 4 und in Gegenwart von 100 µM IBMX bei der Bestimmung der PDE 3 und 5 ermittelt und von den Testwerten subtrahiert. Die Inkubationsansätze des PDE 3-Assays enthalten 10 µM Rolipram, um eventuelle Verunreinigungen durch die PDE 4 zu hemmen. Die PDE 2 wird mit einem SPA-Assay der Firma Amersham getestet. In Gegenwart des Aktivators der PDE 2 (5 µM cGMP) wird der Assay durchgeführt.

    [0045] Für die erfindungsgemäßen Verbindungen wurden bezüglich der Inhibition der Phosphodiesterase 4 IC50 - Werte im Bereich von 10-9 bis 10-5 M bestimmt. Die Selektivität gegenüber den PDE - Typen 2, 3 und 5 beträgt Faktor 100 bis 10.000 .

    Hemmung der TNFα Freisetzung aus Zellen nasaler Polypen



    [0046] Die Versuchsanordnung entspricht im Wesentlichen der von Campbell, A.M. und Bousquet J (Anti-allergic activity of H1-blockers. Int. Arch. Allergy Immunol., 1993, 101, 308-310) beschriebenen Methode. Das Ausgangsmaterial bilden nasale Polypen (OP-Material) von Patienten die sich einer chirurgischen Behandlung unterzogen haben.
    Das Gewebe wird mit RPMI 1640 gewaschen und anschließend mit Protease (2.0 mg/ml), Collagenase (1.5 mg/ml), Hyaluronidase (0.75 mg/ml) und DNAse (0.05 mg/ml) über 2 h bei 37 °C aufgeschlossen (1 g Gewebe auf 4 ml RPMI 1640 mit Enzymen). Die erhaltenen Zellen, eine Mischung aus Epithelzellen, Monozyten, Makrophagen, Lymphozyten, Fibroblasten und Granulozyten, werden filtriert und durch wiederholtes Zentrifugieren in Nährlösung gewaschen, durch Zugabe von humanem IgE passiv sensibilisiert und die Zellsuspension auf eine Konzentration von 2 Mio Zellen/ml in RPMI 1640 (ergänzt mit Antibiotika, 10 % fetalem Kälberserum, 2 mM Glutamin und 25 mM Hepes) eingestellt. Diese Suspension wird auf 6-Well-Zellkulturplatten (1 ml/Well) verteilt. Die Zellen werden mit den Prüfsubstanzen in verschiedenen Endkonzentrationen 30 min vorinkubiert und anschließend durch Zugabe von Anti-IgE (7,2 µg/ml) zur TNFα Freisetzung angeregt. Die maximale Freisetzung in das Nährmedium erfolgt nach ca. 18 Stunden. In diesem Zeitraum werden die Zellen bei 37 °C und 5 % CO2 inkubiert. Das Nährmedium (Überstand) wird durch Zentrifugation gewonnen (5 min 4000 U/min) und bis zur Zytokinbestimmung bei -70 °C gelagert. Die Bestimmung von TNFα im Überstand erfolgt mit sog. Sandwich-ELISAs (Grundmaterial Pharmingen), mit denen Konzentrationen des Zytokins im Bereich von 30-1000 pg/ml nachgewiesen werden können.
    Nicht mit Anti-IgE stimulierte Zellen produzieren kaum TNFα, stimulierte Zellen dagegen sezemieren große Mengen an TNFα, was z.B. durch PDE4 Inhibitoren dosisabhängig vermindert werden kann. Aus der prozentualen Hemmung (TNFα-Freisetzung der mit Anti-IgE stimulierte Zellen = 100 %) der geprüften Substanzen bei verschiedenen Konzentrationen wird die IC50 (concentration at 50 % inhibition) berechnet.

    [0047] Für die erfindungsgemäßen Verbindungen wurden IC50 - Werte im Bereich von 10-7 bis 10-5 M bestimmt.

    Hemmung der Spätphasen-Eosinophilie 24 h nach inhalativer Ovalbuminchallenge an aktiv sensibilisierten Meerschweinchen



    [0048] Die Hemmung der pulmonalen Eosinophilen-Infiltration durch die Substanzen wird in einem in vivo Test an aktiv gegen Ovalbumin (OVA) sensibilisierten männlichen Dunkin-Hartley Meerschweinchen (200-250 g) geprüft. Die Sensibilisierung erfolgt durch zwei intraperitoneale Injektionen einer Suspension von 20 µg OVA zusammen mit 20 mg Aluminiumhydroxid als Adjuvans in 0,5 ml physiologischer Kochsalzlösung pro Tier an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. 14 Tage nach der zweiten Injektion werden die Tiere mit Mepyramin maleat (10 mg/kg i.p.) vorbehandelt, um sie vor dem anaphylaktischen Tod zu schützen. 30 Minuten später werden die Tiere in einer Plastikbox für 30 sec einem OVA-Aerosol ausgesetzt (0,5 mg/ml) das von einem mit Pressluft (19,6 kPa) getriebenen Vernebler erzeugt wird (Allergen-Challenge). Kontrolltiere werden mit physiologischer Kochsalzlösung vernebelt. 24 Stunden nach der Challenge werden die Tiere mit einer Überdosis Ethylurethan (1,5 g/kg Körpergewicht i.p.) narkotisiert und eine bronchoalveoläre Lavage (BAL) mit 2 x 5 ml physiologischer Kochsalzlösung durchgeführt. Die BAL-Flüssigkeit wird gesammelt, bei 300 rpm für 10 min zentrifugiert und anschließend das Zellpellet in 1 ml physiologischer Kochsalzlösung resuspendiert. Die Eosinophilen in der BAL werden mit einem automatischen Zelldifferenzierungsgerät (Bayer Diagnostics Technicon H1) gezählt. Bei jedem Test werden 2 Kontrollgruppen (Vernebelung mit physiologischer Kochsalzlösung und Vernebelung mit OVA-Lösung) mitgeführt. Die prozentuale Hemmung der Eosinophilie der mit Substanz behandelten Versuchsgruppe wird nach folgender Formel berechnet:

    A = Eosinophile in der Kontrollgruppe mit OVA-Challenge und Vehicel

    B = Eosinophile in der mit Substanz behandelten Gruppe mit OVA-Challenge

    C = Eosinophile in der Kontrollgruppe mit 0,9 %iger NaCl-Challenge und Vehicel



    [0049] Die Testsubstanzen werden intraperitoneal oder oral als Suspension in 10 % Polyethylenglycol 300 und 0,5 %iger 5-Hydroxyethylcellulose 2 Stunden vor der Allergen-Challenge appliziert. Die Kontrollgruppen werden entsprechend der Applikationsform der Testsubstanz mit dem Vehicel behandelt.

    [0050] Die erfindungsgemäßen Verbindungen hemmen die Spätphasen-Eosinophilie nach intraperitonealer Applikation von 10 mg/kg um 30% bis 80% und nach oraler Applikation von 30 mg/kg um 40% bis 70 %.
    Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind somit besonders geeignet für die Herstellung von Arzneimitteln zur Behandlung von Erkrankungen, die mit dem Wirken von Eosinophilen verbunden sind.

    Beeinflussung der Allergen-induzierten vaskulären Permeabilität an aktiv sensibilisierten Brown-Norway Ratten



    [0051] Männliche Brown-Norway Ratten im Gewicht von 280-300 g werden an 2 aufeinanderfolgenden Tagen durch intraperitoneale Injektion einer Suspension von 1 mg Ovalbumin zusammen mit 100 mg Aluminiumhydroxid in 1 ml/Tier aktiv sensibilisiert. Drei Wochen nach der Sensibilisierung werden die Ratten mit Natriumthiopental narkotisiert und in Rückenlage fixiert. Zur Perfusion der Nasenhöhle wurde in die Trachea ein Polyethylenkatheter retrograd bis zur inneren Öffnung der Choanen vorgeschoben, so daß die Lösung durch die Nasenlöcher austropfen konnte. Ein kurzer Trachealkatheter wurde orthograd in die Trachea eingebunden, um die Atmung zu ermöglichen. Zur Perfusion wurde Phosphat gepufferte Kochsalzlösung (PBS) kontinuierlich mit einer Rollerpumpe durch die Nasenhöhle gepumpt (0,5 ml/min) und durch einen Fraktionssammler gesammelt. Evans Blue wurde als Plasmamarker verwendet und intravenös (je 1 ml/Tier einer 1%-igen Lösung in PBS) durch einen in der Vena jugularis liegenden Katheter injiziert.
    Die Substanzapplikation erfolgte topisch. Bei dieser Applikation wurde die Testsubstanz dem Perfusionsmedium (PBS) zugesetzt. Die nasale Schleimhaut wurde 30 Min lang mit PDE4-Inhibitor-haltiger Lösung perfundiert. Anschließend wurde Evans blue unmittelbar vor Beginn der Perfusion mit Ovalbumin-haltiger Lösung (Challenge) injiziert. Nach Beginn der Ovalbuminchallenge (10 mg/ml Ovalbumin in PBS gelöst) wurden aller 15 min Fraktionen in den Fraktionssammler über einen Zeitraum von 60 min gesammelt. Die Evans Blue-Konzentration in den Perfusaten wurde mit dem Photometer Digiscan bei einer Wellenlänge von 620 nm gemessen. Dabei wurden die Blankwerte automatisch abgezogen. Der Wirkungsverlauf über 60 min wurde mit einem AUC-Programm berechnet. Die Substanzwirkung der Präparategruppe wurde gegen Vehikelkontrollen in % berechnet.

    [0052] Für die erfindungsgemäßen Verbindungen wurden IC50 - Werte im Bereich von 10-8 bis 10-5 M bestimmt.

    [0053] Die Verwendbarkeit der erfindungsgemäßen Verbindungen gemäß Formel 1 für die Therapie chronisch obstruktiver Lungenkrankheiten wird durch die Hemmung der LPS-induzierten TNFα Freisetzung in humanem Blut sowie durch die Hemmung der LPS-induzierten pulmonalen Neutrophielen-Infiltration bei Frettchen und Hausschweinen belegt.

    [0054] Die Stimulation von isolierten Leukozyten zur Cytokinfreisetzung kann auf verschiedenen Wegen erfolgen. Ein für die Untersuchung der TNFα-Freisetzung geeigneter Stimulus sind Lipopolysaccharide (LPS). LPS ist Bestandteil der Bakterienzellwände und wird durch Abtötung der Bakterien (Antibiotika oder Immunsystem) freigesetzt. LPS stimuliert besonders die Aktivität der phagozytierenden Leukozyten (Gewebsmakrophagen, Granulozyten, Monozyten) und verursacht die Einwanderung von Leukozyten aus der Blutbahn in das betroffenen Gewebe. Ein für diese Mechanismen wichtiges Cytokin ist das TNFα, welches von den betroffenen Zellen (Hauptquelle sind die Monozyten und Makrophagen) in großen Mengen ausgeschüttet wird und neben anderen Mediatoren die Entzündung initiiert und erhält.

    LPS-induzierte TNFα-Freisetzung im 1:5 verdünnten Humanblut



    [0055] Für die Untersuchung zur Beeinflussung der TNFα-Freisetzung wurde Blut von verschiedenen Spendern gewonnen (Gerinnungshemmung mittels Citrat) und mit Zellkulturmedium RPMI 1640 1:5 verdünnt. Die Testsubstanzen wurden den Proben in verschiedenen Konzentrationen vor der LPS-Challenge zugesetzt. Die Stimulation der Leukozyten erfolgte 30 min später mit Lipopolysaccharid (LPS) von Salmonella abortus equi in einer Endkonzentration von 10 µg/ml. Nach Inkubation der Testansätze über 24 Stunden bei 37°C und 5% CO2 im Brutschrank wurde das verdünnte Blut zentrifugiert und im zellfreien Überstand die TNFα-Konzentration mittels ELISA gemessen.
    Für die erfindungsgemäßen Verbindungen wurden IC50 -Werte im Bereich von 10-7 bis 10-5 M bestimmt. Für die Verbindung gemäß Ausführungsbeispiel 1 wurde beispielsweise ein IC50 -Wert von 0,8 µmol/l bestimmt. Im Vergleich dazu wurde mit dem Referenzstandard SB 207499 ein IC50 -Wert von 7,0 µmol/l ermittelt.

    Hemmung der Lipopolysaccharid (LPS)-induzierten Neutrophilie an Frettchen



    [0056] Die Hemmung der pulmonalen Neutrophilen-Infiltration durch die Substanzen wird in einem in vivo Test an männlichen Frettchen (0,6 - 2 kg) geprüft. Die Versuchstiere werden mit Pentobarbital-Natrium (40 mg/kg Körpergewicht i.p.) narkotisiert, einzeln in eine geschlossene Vernebelungsbox von 5 I Rauminhalt gelegt und für 10 Minuten einem ultraschallvernebelten Aerosol aus 0,01%iger LPS (Lipopolysaccharid)-Lösung (zusätzlich 0,1% Hydroxylamin in PBS) aussetzt. Das Aerosol wird von einem mit Pressluft (0,2 Mpa) getriebenen Vernebler erzeugt. Kontrolltiere werden mit einem Aerosol aus physiologischer Kochsalzlösung behandelt. Während des gesamten Vorganges werden die Tiere beobachtet und nach Frischluftzufuhr aus der Vernebelungsbox entnommen. Vernebeltes LPS löst beim Einatmen sofort eine Entzündung der Atemwege aus, die gekennzeichnet ist durch eine massive Einwanderung von neutrophilen Granulozyten in die Lungen der Versuchstiere. Die Neutrophilie erreicht ihr Maximum 4 bis 6 Stunden nach der LPS-Exposition. Um die Anzahl der eingewanderten neutrophilen Granulozyten messen zu können, werden die Tiere 6 Stunden nach der LPS-Provokation mit einer Überdosis Ethylurethan (1,5 g/kg Körpergewicht i.p.) narkotisiert und eine bronchioalveoläre Lavage (Spülung der Lunge, BAL) mit 2 x 10 ml physiologischer Kochsalzlösung durchgeführt. Die Anzahl der Zellen in der gepoolten original BAL-Flüssigkeit (100 µl) werden mit dem automatischen Zellzählgerät Technicon H1E (Firma Bayer Diagnostic) bestimmt und die verschiedenen Leukozyten pro µl differenziert. Bei jedem Test werden 2 Kontrollgruppen (Vernebelung mit physiologischer Kochsalzlösung oder mit LPS-Lösung) mitgeführt. Antiinflammatorisch wirkende Substanzen, besonders solche, die die TNFα-Freisetzung oder die Funktion der neutrophilen Granulozyten beeinflussen, hemmen die Einwanderung der Leukozyten. Die Hemmung der Einwanderung wird durch den Vergleich der Anzahl eingewanderter Neutrophiler bei unbehandelten Versuchstieren (mit und ohne LPS-Provokation) ermittelt.

    [0057] Für die erfindungsgemäßen Verbindungen wurden ID50 -Werte im Bereich von 1 bis 20 mg/kg i.p. bestimmt. Die Verbindung gemäß Ausführungsbeispiel 1 wurde beispielsweise in den Dosen 1, 3 und 10 mg/kg i.p. 2 Stunden vor der LPS-Provokation an bis zu 3 Versuchstieren je Dosis appliziert. Die Neutrophilie in der BAL wurde dosisabhängig gehemmt (18 %, 64 % und 78 %). Die ID50 beträgt 2,4 mg/kg i.p..
    Die Applikation des selektiven PDE 4 Inhibitors RPR-73401 (Referenzsubstanz) bewirkte in der Dosis 1 mg/kg i.p. eine Hemmung der Neutrophilie von 49 %.

    [0058] Für die intrapulmonale Applikation wird den Tieren in Narkose (40 mg/kg i.p. Pentobarbital-Natrium, 3%ig, 1,3 ml/kg) die Trachea eröffnet, ein 7 cm langer PVC Katheter eingebunden und die Testsubstanzen 2 Stunden vor LPS-Provokation in Pulverform (vermischt mit Lactose ad 20 mg/kg) mittels Spritze intrapulmonal appliziert.
    Die intrapulmonale Gabe der Verbindung gemäß Ausführungsbeispiel 1 in den Dosen 1, 3 und 10 mg/kg hemmt die LPS induzierte Neutrophilie dosisabhängig (43 %, 65 % und 100 %). Die ID50 beträgt 1,65 mg/kg i.pulm..

    LPS-induzierte Neutrophilie am Hausschwein



    [0059] Eine Lungen-Neutrophilie kann beim Hausschwein ähnlich wie beim Frettchen ausgelöst werden. Die Tiere werden narkotisiert (Pentobarbital 10 mg/kg i.v.) und intubiert. Mit einem Bronchoskop wird eine partielle bronchoalveoläre Lavage durchgeführt, um den Anteil der neutrophilen Granulozyten unter physiologischen Bedingungen zu erfassen. Anschließend wird die Prüfsubstanz appliziert und über den Trachealtubus atmen die Tiere ultraschallvernebeltes Aerosol aus 0,03%iger LPS (Lipopolysaccharid)-Lösung (zusätzlich 0,1 % Hydroxylamin in PBS) über 20 min ein. Das inhalierte LPS löst eine reaktive Entzündung der Atemwege aus und es wandern massiv neutrophile Granulozyten ein. Die Neutrophilie erreicht ihr Maximum 4 bis 6 Stunden nach der LPS-Exposition. Nach 6 Stunden wird die bronchioalveoläre Lavage wiederholt und der Anstieg der Neutrophilenzahl rechnerisch ermittelt.

    [0060] Die Tierart Schwein ist für diese Untersuchungen besonders geeignet, da große anatomische und physiologische Ähnlichkeiten zum Menschen bestehen.
    Für die erfindungsgemäßen Verbindungen wurden bei intrapulmonaler Gabe von 10 mg/Tier Hemmungen der LPS-induzierten Neutropilie von 20 % bis 65 % bestimmt.
    Die intrapulmonale Gabe der Verbindung gemäß Ausführungsbeispiel 1 in der Dosierung 10 mg/Tier (ca. 0,75 mg/kg) hemmte die LPS-induzierte Lungenneutrophilie mit 51 %.

    [0061] Ferner werden folgende besonders bevorzugte Ausführungsformen als Teil der Beschreibung offenbart:

    Ausführungsform 1:


    Hydroxyindole der Formel 1



    [0062] 

    worin
    R1 für
    -C1...12-Alkyl, geradkettig oder verzweigtkettig,
    ggf. ein- oder mehrfach substituiert mit -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-Alkyl, -N(C1...6-Alkyl)2, -NHC6...14Aryl, -N(C6...14Aryl)2, -N(C1...6Alkyl)(C6...14Aryl). -NHCOR6, -NO2, -CN, -F, -Cl, -Br, -I, -O-C1...6-Alkyl, -O-C6...14-Aryl, -O(CO)R6,
    -S-C1...6-Alkyl, -S-C6...14Aryl, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2C1...6Alkyl, -OSO2C6...14Aryl, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3 ...14 Ringgliedern, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedern und 1...6 Heteroatomen,
    die vorzugsweise N, O und S sind, wobei die C6...14Aryl-Gruppen und die eingeschlossenen carbocyclischen und heterocyclischen Substituenten ihrerseits ggf. ein- oder mehrfach mit R4 substituiert sein können,
    -C2...12-Alkenyl, ein oder mehrfach ungesättigt, geradkettig oder verzweigtkettig,
    ggf. ein- oder mehrfach substituiert mit -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-Alkyl, -N(C1...6-Alkyl)2, -NHe6...14Aryl, -N(C6...14Aryl)2, -N(C1...6Alkyl)(C6...14Aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -F, -Cl, -Br, -I, -O-C1...6-Alkyl, -O-C6...14-Aryl, -O(CO)R6,
    -S-C1...6-Alkyl, -S-C6...14Aryl, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2C1...6Alkyl, -OSO2C6...14Aryl, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3 ...14 Ringgliedern, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedern und 1...6 Heteroatomen,
    die vorzugsweise N, O und S sind, wobei die C6...14Aryl-Gruppen und die eingeschlossenen carbocyclischen und heterocyclischen Substituenten ihrerseits ggf. ein- oder mehrfach mit R4 substituiert sein können,
    -mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3 ... 14 Ringgliedern,
    ggf. ein- oder mehrfach substituiert mit -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-Alkyl, -N(C1...6-Alkyl)2, -NHC6...14Aryl, -N(C6...14Aryl)2, -N(C1...6Alkyl)(C6...14Aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -F, -Cl, -Br, -I, -O-C1...6-Alkyl, -O-C6...14-Aryl, -O(CO)R6,
    -S-C1...6-Alkyl, -S-C6...14Aryl, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2C1...6Alkyl, -OSO2C6...14Aryl, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3 ...14 Ringgliedern, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedem und 1...6 Heteroatomen,
    die vorzugsweise N, O und S sind, wobei die C6...14Aryl-Gruppen und die eingeschlossenen carbocyclischen und heterocyclischen Substituenten ihrerseits ggf. ein- oder mehrfach mit R4 substituiert sein können,
    -mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedem und 1...6 Heteroatomen, die vorzugsweise
    N, O und S sind,
    ggf. ein- oder mehrfach substituiert mit -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-Alkyl, -N(C1...6-Alkyl)2, -NHC6...14Aryl, -N(C6...14Aryl)2, -N(C1...6Alkyl)(C6...14Aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -F, -Cl, -Br, -I, -O-C1...6Alkyl, -O-C6...14-Aryl, -O(CO)R6,
    -S-C1...6-Alkyl, -S-C6...14Aryl, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2C1...6Alkyl, -OSO2C6...14Aryl, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3 ...14 Ringgliedern, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedern und 1...6 Heteroatomen,
    die vorzugsweise N, O und S sind, wobei die C6...14Aryl-Gruppen und die eingeschlossenen carbocyclischen und heterocyclischen Substituenten ihrerseits ggf. ein- oder mehrfach mit R4 substituiert sein können,
    -carbo- oder heterocyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Spirocyclen mit 3...10 Ringgliedern, wobei heterocyclische Systeme 1...6 Heteroatome enthalten, die vorzugsweise N, O und S sind,
    ggf. ein- oder mehrfach substituiert mit -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-Alkyl, -N(C1...6-Alkyl)2, -NH6...14Aryl, -N(C6...14Aryl)2, -N(C1...6Alkyl)(C6...14Aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -F, -Cl, -Br, -I, -O-C1...6-Alkyl, -O-C6...14-Aryl, -O(CO)R6,
    -S-C1...6-Alkyl, -S-C6...14Aryl, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2C1...6Alkyl, -OSO2C6...14Aryl, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3 ...14 Ringgliedern, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedern und 1...6 Heteroatomen,
    die vorzugsweise N, O und S sind, wobei die C6...14Aryl-Gruppen und die eingeschlossenen carbocyclischen und heterocyclischen Substituenten ihrerseits ggf. ein- oder mehrfach mit R4 substituiert sein können,
    steht,
    R2, R3 können Wasserstoff oder -OH sein, wobei mindestens einer von beiden Substituenten -OH sein muß;
    R4
    steht für
    -H, -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-Alkyl, -N(C1...6-Alkyl)2, , -NHC6...14Aryl, -N(C6...14Aryl)2, -N(C1...6Alkyl)(C6...14Aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -COOH, -(CO)R6, -(CS)R6, -F, -Cl, -Br, -I, -O-C1...6-Alkyl, -O-C6...14-Aryl, -O(CO)R6, -S-C1...6-Alkyl, -S-C6...14Aryl, -SOR6, -SO2R6;
    R5
    steht für
    -mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3 ...14 Ringgliedern,
    ein- oder mehrfach substituiert mit -F, -Cl, -Br, -I, ggf. ein- oder mehrfach substituiert mit -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-Alkyl, -N(C1...6-Alkyl)2, -NHC6...14-Aryl, -N(C6...14-Aryl)2, -N(C1...6-Alkyl)(C6...14Aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -O-C1...6-Alkyl, -O-C6...14-Aryl, -O(CO)R6, -S-C1...6-Alkyl, -S-C6...14Aryl, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2C1...6-Alkyl, -OSO2C6...14-Aryl, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3 ...14 Ringgliedern, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedem und 1...6 Heteroatomen, die vorzugsweise N, O und S sind, wobei die C6...14-Aryl-Gruppen und die eingeschlossenen carbocyclischen und heterocyclischen Substituenten ihrerseits ggf. ein- oder mehrfach mit R4 substituiert sein können,
    -mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte. Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedem und 1...6 Heteroatomen, die vorzugsweise N, O und S sind,
    ein- oder mehrfach substituiert mit -F, -Cl, -Br, -1,
    ggf. ein- oder mehrfach substituiert mit -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6Alkyl, -N(C1...6-Alkyl)2, -NHC6...14-Aryl, -N(C6...14-Aryl)2, -N(C1...6-Alkyl)(C6...14-Aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -O-C1...6-Alkyl, -O-C6...14-Aryl, -O(CO)R6, -S-C1...6-Alkyl, -S-C6...14-Aryl, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2C1...6-Alkyl, -OSO2C6...14-Aryl, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocycln mit 3 ...14 Ringgliedern, mono-; bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedem und 1...6 Heteroatomen, die vorzugsweise N, O und S sind, wobei die C6...14-Aryl-Gruppen und die eingeschlossenen carbocyclischen und heterocyclischen Substituenten ihrerseits ggf. ein- oder mehrfach mit R4 substituiert sein können,
    steht,
    R6
    kann
    -H, -NH2, -NHC1...6-Alkyl, -N(C1...6-Alkyl)2, , -NHC6...14-Aryl, -N(C6...14-Aryl)2, -N(C1...6-Alkyl)(C6...14-Aryl), -O-C1...6-Alkyl, -O-C6...14-Aryl, -S-C1...6-Alkyl, -S-C6...14-Aryl,
    -C1...12-Alkyl, geradkettig oder verzweigtkettig,
    -C2...12-Alkenyl, ein oder mehrfach ungesättigt, geradkettig oder verzweigtkettig,
    -mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3...14 Ringgliedern,
    -mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedem und 1...6 Heteroatomen, die vorzugsweise N, O und S sind,
    bedeuten,
    A
    steht entweder für eine Bindung, oder für
    -(CH2)m-, -(CH2)m-(CH=CH)n-(CH2)p-, -(CHOZ)m-, -(C=O)-, -(C=S)-,
    -(C=N-Z)-, -O-, -S-, -NZ-,
    wobei m, p = 0 ... 3 und n = 0 ... 2 sind und
    Z
    für
    -H, oder
    -C1...12-Alkyl, geradkettig oder verzweigtkettig,
    -C2...12-Alkenyl, ein oder mehrfach ungesättigt, geradkettig oder verzweigtkettig,
    -mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3 ...14 Ringgliedern,
    -mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedem und 1...6 Heteroatomen, die
    vorzugsweise N, O und S sind,
    steht;
    B
    kann entweder Kohlenstoff oder Schwefel sein, oder -(S=O)- bedeuten,
    D
    kann Sauerstoff, Schwefel, CH2 oder N-Z sein,
    wobei D nur dann S oder CH2 sein kann, wenn B Kohlenstoff bedeutet,
    E
    kann für eine Bindung stehen, oder aber für
    -(CH2)m-, -O-, -S-, -(N-Z)-, wobei m und Z die bereits zuvor beschriebene Bedeutung besitzen.

    Ausführungsform 2:



    [0063] Physiologisch verträgliche Salze der Verbindungen nach Formel 1 gemäß Ausführungsform 1, gekennzeichnet durch Neutralisation der Basen mit anorganischen oder organischen Säuren bzw. durch Neutralisation der Säuren mit anorganischen oder organischen Basen bzw. durch Quaternierung tertiärer Amine zu quaternären Ammoniumsalzen.

    Ausführungsform 3:



    [0064] Verbindungen nach Formel 1 gemäß Ausführungsform 1 und 2 mit einem asymmetrischen Kohlenstoffatom in der D-Form , der L-Form und D,L-Mischungen sowie im Falle mehrerer asymmetrischer Kohlenstoffatome die diastereomeren Formen.

    Ausführungsform 4:



    [0065] Von den Verbindungen nach Formel 1 gemäß Ausführungsform 1 bis 3 besonders eine der folgenden Verbindungen:

    N-(3,5-Dichlorpyridin-4-yl)-2-[1-(4-fluorbenzyl)-5-hydroxy-indol-3-yl]-2-oxo-acetamid;

    N-(3,5-Dichlorpyridin-4-yl)-2-[1-(4-fluorbenzyl)-5-hydroxy-indol-3-yl]-2-oxo-acetamid-Na-Salz;

    N-(3,5-Dichlorpyridin-4-yl)-2-[1-(4-fluorbenzyl)-5-hydroxy-indol-3-yl]-2-hydroxy-acetamid;

    N-(Pyridin-4-yl)-2-[1-(2,6-difluorbenzyl)-5-hydroxy-indol-3-yl]-2-oxo-acetamid;

    N-(3,5-Dichlorpyridin-4-yl)-2-[1-(2,6-difluorbenzyl)-5-hydroxy-indol-3-yl]-2-oxo-acetamid;

    N-(3,5-Dichlorpyridin-4-yl)-2-[1-(3-nitrobenzyl)-5-hydroxy-indol-3-yl]-2-oxo-acetamid-Na-Salz;

    N-(3,5-Dichlorpyridin-4-yl)-2-(1-propyl-5-hydroxy-indol-3-yl)-2-oxo-acetamid;

    N-(3,5-Dichlorpyridin-4-yl)-2-(1-isopropyl-5-hydroxy-indol-3-yl)-2-oxo-acetamid;

    N-(3,5-Dichlorpyridin-4-yl)-2-(1-cyclopentylmethyl-5-hydroxy-indol-3-yl)-2-oxo-acetamid;

    N-(2,6-Dichlorphenyl)-2-[1-(4-fluorbenzyl)-5-hydroxy-indol-3-yl]-2-oxo-acetamid;

    N-(2,6-Dichlor-4-trifluormethyl-phenyl)-2-[1-(4-fluorbenzyl)-5-hydroxy-indol-3-yl]-2-oxo-acetamid;

    N-(2,6-Dichlor-4-trifluormethoxy-phenyl)-2-[1-(4-fluorbenzyl)-5-hydroxy-indol-3-yl]-2-oxo-acetamid;

    N-(3,5-Dichlorpyridin-4-yl)-2-[1-(4-fluorbenzyl)-6-hydroxy-indol-3-yl]-2-oxo-acetamid;

    N-(3,5-Dichlorpyridin-4-yl)-5-hydroxy-1-(4-methoxybenzyl)-indol-3-carbonsäureamid.


    Ausführungsform 5:



    [0066] Verfahren zur Herstellung von Verbindungen nach Formel 1 gemäß Ausführungsform 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß Verbindungen gemäß Formel 1, für die R2 oder R3 bzw. R2 und R3 = -O-R7 bedeuten, durch Abspaltung von R7 in die erfindungsgemäßen Verbindungen überführt werden, wobei R7 dabei für als Abgangsgruppe geeignete Substituenten steht.

    Ausführungsform 6:



    [0067] Herstellung von Verbindungen nach Formel 1 nach dem Verfahren gemäß Ausführungsform 5, besonders bevorzugt aus Verbindungen der Formel 1, für die R7 Alkyl-, Cycloalkyl-, Arylalkyl-, Aryl-, Heteroaryl-, Acyl-, Alkoxycarbonyl-, Aryloxycarbonyl-, Aminocarbonyl-, N-substituierte Aminocarbonyl-, Silyl-, Sulfonyl-Gruppen sowie Komplexbildner, wie zum Beispiel Verbindungen der Borsäure, der Phosphorsäure sowie kovalent oder koordinativ gebundene Metalle, wie Zink, Aluminium oder Kupfer bedeutet.

    Ausführungsform 7:



    [0068] Verfahren zur Herstellung von Verbindungen nach Formel 1 gemäß Ausführungsform 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß Verbindungen der allgemeinen Formel 1, durch Umwandlungen der Teilstruktur:

    in andere erfindungsgemäße Verbindungen der Formel 1 überführt werden.

    Ausführungsform 8:



    [0069] Verwendung der Verbindungen nach Formel 1 gemäß den Ausführungsformen 1 bis 4 als therapeutische Wirkstoffe zur Herstellung von Arzneimitteln zur Behandlung von Erkrankungen, bei denen die Hemmung von TNFα therapeutisch nützlich ist.

    Ausführungsform 9:



    [0070] Verwendung der Verbindungen nach Formel 1 gemäß den Ausführungsformen 1 bis 4 als therapeutische Wirkstoffe zur Herstellung von Arzneimitteln zur Behandlung von Erkrankungen, bei denen die Hemmung der Phosphodiesterase 4 therapeutisch nützlich ist.

    Ausführungsform 10:



    [0071] Besonders bevorzugte Verwendung der Verbindungen nach Formel 1 gemäß den Ausführungsformen 1 bis 4 als therapeutische Wirkstoffe zur Herstellung von Arzneimitteln zur Behandlung von Erkrankungen, die mit dem Wirken von Eosinophilen verbunden sind.

    Ausführungsform 11:



    [0072] Besonders bevorzugte Verwendung der Verbindungen nach Formel 1 gemäß den Ausführungsformen 1 bis 4 als therapeutische Wirkstoffe zur Herstellung von Arzneimitteln zur Behandlung von chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD).

    Ausführungsform 12:



    [0073] Arzneimittel, enthaltend eine oder mehrere Verbindungen gemäß den Ausführungsformen 1 bis 4 neben üblichen physiologisch verträglichen Trägern und/oder Verdünnungsmitteln beziehungsweise Hilfsstoffen .

    Ausführungsform 13:



    [0074] Verfahren zur Herstellung eines Arzneimittels nach Ausführungsform 12, gekennzeichnet dadurch , daß eine oder mehrere Verbindungen gemäß den Ausführungsformen 1 bis 4 mit gebräuchlichen pharmazeutischen Trägerstoffen und/oder Verdünnungsmitteln beziehungsweise sonstigen Hilfsstoffen zu pharmazeutischen Zubereitungen verarbeitet beziehungsweise in eine therapeutisch anwendbare Form gebracht werden .

    Ausführungsform 14:



    [0075] Verwendung von Verbindungen der allgemeinen Formel 1 gemäß den Ausführungsformen 1 bis 4 und/oder von pharmazeutischen Zubereitungen nach den Ausführungsformen 12 und 13 allein oder in Kombination untereinander oder in Kombination mit Trägerstoffen und/oder Verdünnungsmitteln beziehungsweise sonstigen Hilfsstoffen .


    Ansprüche

    1. Hydroxyindole der Formel 1

    worin

    R1 steht für
    -C1...12-Alkyl, geradkettig oder verzweigtkettig,
    ggf. ein- oder mehrfach substituiert mit -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-Alkyl, N(C1...6-Alkyl)2, -NHC6...14-Aryl, -N(C6...14-Aryl)2, -N(C1...6-Alkyl)(C6...14-Aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -F, -Cl, -Br, -I, -O-C1...6-Alkyl, -O-C6...14-Aryl, -O(CO)R6, -S-C1...6-Alkyl, -S-C6...14-Aryl, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2C1...6Alkyl, -OSO2C6...14-Aryl, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3...14 Ringgliedern, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedem und 1...6 Heteroatomen, die vorzugsweise N, O und S sind, wobei die C6...14-ArylGruppen und die eingeschlossenen carbocyclischen und heterocyclischen Substituenten ihrerseits ggf. ein- oder mehrfach mit R4 substituiert sein können,
    -C2...12-Alkenyl, ein oder mehrfach ungesättigt, geradkettig oder verzweigtkettig,
    ggf. ein- oder mehrfach substituiert mit -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-Alkyl, -N(C1...6- Alkyl)2, -NHC6...14-Aryl, -N(C6...14-Aryl)2, -N(C1...6-Alkyl)(C6...14-Aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -F, -Cl, -Br, -I, -O-C1...6-Alkyl, -O-C6...14-Aryl, -O(CO)R6, -S-C1...6-Alkyl, -S-C6...14-Aryl, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2C1...6Alkyl, -OSO2C6...14-Aryl, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3...14 Ringgliedern, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedem und 1...6 Heteroatomen, die vorzugsweise N, O und S sind, wobei die C6...14-ArylGruppen und die eingeschlossenen carbocyclischen und heterocyclischen Substituenten ihrerseits ggf. ein- oder mehrfach mit R4 substituiert sein können,
    -mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3...14 Ringgliedern,
    ggf. ein- oder mehrfach substituiert mit -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-Akyl, -N(C1...6-Alkyl)2, -NHC6...14-Aryl, -N(C6...14-Aryl)2, -N(C1...6-Alkyl)(C6...14-Aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -F, -Cl, -Br, -I, -O-C1...6-Akyl, -Q-C6...14-Aryl, -O(CO)R6, -S-C1...6-Nkyl, -S-C6...14-Aryl, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2C1...6-Alkyl, -OSO2C6...14-Aryl, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein-oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3...14 Ringgliedern, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedern und 1...6 Heteroatomen, die vorzugsweise N, O und S sind, wobei die C6...14-ArylGruppen und die eingeschlossenen carbocyclischen und heterocyclischen Substituenten ihrerseits ggf. ein- oder mehrfach mit R4 substituiert sein können,
    -mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedem und 1...6 Heteroatomen, die vorzugsweise N, O und S sind,
    ggf. ein- oder mehrfach substituiert mit -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-Akyl, -N(C1...6-Alkyl)2, -NHC6...14-Aryl, -N(C6...14-Aryl)2, -N(C1...6Alkyl)(C6...14-Aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -F, -Cl, -Br, -I, -O-C1...6-Alkyl, -O-C6...14-Aryl, -O(CO)R6, -S-C1...6-Alkyl, -S-C6...14-Aryl, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2C1...6-Alkyl, -OSO2C6...14-Aryl, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3...14 Ringgliedern, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedem und 1...6 Heteroatomen, die vorzugsweise N, O und S sind, wobei die C6...14-ArylGruppen und die eingeschlossenen carbocyclischen und heterocyclischen Substituenten ihrerseits ggf. ein- oder mehrfach mit R4 substituiert sein können,
    -carbo- oder heterocyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Spirocyclen mit 3...10 Ringgliedern, wobei heterocyclische Systeme 1...6 Heteroatome enthalten, die vorzugsweise N, O und S sind, ggf. ein- oder mehrfach substituiert mit -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-Alkyl, -N(C1...6-Alkyl)2, -NHC6...14-Aryl, -N(C6...14-Aryl)2, -N(C1...6-Alkyl)(C6...14-Aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -F, -Cl, -Br, -I, -O-C1...6-Alkyl, -O-C6...14-Aryl, -O(CO)R6, -S-C1...6-Alkyl, -S-C6...14-Aryl, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2C1...6-Alkyl, -OSO2C6...14-Aryl, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3...14 Ringgliedern, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedern und 1...6 Heteroatomen, die vorzugsweise N, O und S sind, wobei die C6...14-ArylGruppen und die eingeschlossenen carbocyclischen und heterocyclischen Substituenten ihrerseits ggf. ein- oder mehrfach mit R4 substituiert sein können,
    steht,

    R2, R3 können Wasserstoff oder -OR7 sein, wobei mindestens einer von beiden Substituenten -OR7 sein muss;

    R4 steht für
    -H, -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-Alkyl, -N(C1...6-Alkyl)2, -NHC6...14-Aryl, -N(C6...14-Aryl)2, -N(C1...6-Alkyl)(C6...14-Aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -COOH, -(CO)R6, -(CS)R6, -F, -Cl, -Br, -I, -O-C1...6-Alkyl, -O-C6...14-Aryl, -O(CO)R6, -S-C1...6-Alkyl, -S-C6...14-Aryl, -SOR6, -SO2R6;

    R5 steht für
    -mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3...14 Ringgliedern,
    ein- oder mehrfach substituiert mit -F, -Cl, -Br, -I,
    ggf. ein- oder mehrfach substituiert mit -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-Alkyl, -N(C1...6-Alkyl)2, -NHC6...14-Aryl, -N(C6...14-Aryl)2, -N(C1...6-Alkyl)(C6...14-Aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -O-C1...6-Alkyl, -O-C6...14-Aryl, -O(CO)R6, -S-C1...6-Alkyl, -S-C6...14-Aryl, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2C1...6-Alkyl, -OSO2C6...14-Aryl, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein-oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3...14 Ringgliedern, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedem und 1...6 Heteroatomen, die vorzugsweise N, O und S sind, wobei die C6...14-Aryl-Gruppen und die eingeschlossenen carbocyclischen und heterocyclischen Substituenten ihrerseits ggf. ein- oder mehrfach mit R4 substituiert sein können,
    -mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedem und 1...6 Heteroatomen, die vorzugsweise N, O und S sind,
    ein- oder mehrfach substituiert mit -F, -Cl, -Br, -I,
    ggf. ein- oder mehrfach substituiert mit -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6--Alkyl -N(C1...6-Alkyl)2, -NHC6...14-Aryl, -N(C6...14-Aryl)2, -N(C1...6-Alkyl)(C6...14-Aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -O-C1...6-Alkyl, -O-C6...14-Aryl, -O(CO)R6, -S-C1...6-Alkyl, -S-C6...14-Aryl, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2C1...6-Alkyl, -OSO2C6...14-Aryl, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein-oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3...14 Ringgliedern, mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedem und 1...6 Heteroatomen, die vorzugsweise N, O und S sind, wobei die C6...14-Aryl-Gruppen und die eingeschlossenen carbocyclischen und heterocyclischen Substituenten ihrerseits ggf. ein- oder mehrfach mit R4 substituiert sein können,
    steht,

    R6 kann
    -H, -NH2, -NHC1...6-Alkyl, -N(C1...6-Alkyl)2, , -NHC6...14-Aryl, -N(C6...14-Aryl)2, -N(C1...6-Alkyl)(C6...14-Aryl), -O-C1...6-Alkyl, -O-C6...14-Aryl, -S-C1...6-Alkyl, -S-C6...14-Aryl,
    -C1...12-Alkyl, geradkettig oder verzweigtkettig,
    -C2...12-Alkenyl, ein oder mehrfach ungesättigt, geradkettig oder verzweigtkettig,
    -mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3...14 Ringgliedern,
    -mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedem und 1...6 Heteroatomen, die vorzugsweise N, O
    und S sind,
    bedeuten,

    A steht entweder für eine Bindung, oder für
    -(CH2)m-, -(CH2)m-(CH=CH)n-(CH2)p-, -(CHOZ)m-, -(C=O)-, -(C=S)-,
    -(C=N-Z)-, -O-, -S-, -NZ-,
    wobei m, p = 0 ... 3 und n = 0 ... 2 sind und

    Z für
    -H, oder
    -C1...12-Alkyl, geradkettig oder verzweigtkettig,
    -C2...12-Alkenyl, ein oder mehrfach ungesättigt, geradkettig oder verzweigtkettig,
    -mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Carbocyclen mit 3...14 Ringgliedern,
    -mono-, bi- oder tricyclische gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte Heterocyclen mit 5...15 Ringgliedem und 1...6 Heteroatomen, die vorzugsweise N, O
    und S sind,
    steht;

    B kann entweder Kohlenstoff oder Schwefel sein, oder -(S=O)- bedeuten,

    D kann Sauerstoff, Schwefel, CH2 oder N-Z sein,
    wobei D nur dann S oder CH2 sein kann, wenn B Kohlenstoff bedeutet,

    E kann für eine Bindung stehen, oder aber für
    -(CH2)m-, -O-, -S-, -(N-Z)-, wobei m und Z die bereits zuvor beschriebene Bedeutung besitzen,

    R7 steht für Alkyl, Cycloalkyl, Arylalkyl, Aryl, Heteroaryl, Acyl, Alkoxycarbonyl, Aryloxycarbonyl, Aminocarbonyl, N-substituiertes Aminocarbonyl, Silyl, Sulfonyl, einen Komplexbildner oder ein kovalent oder koordinativ gebundenes Metall.


     
    2. Verbindungen nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass R7 für Alkyl, Cycloalkyl, Arylalkyl, Aryl oder Heteroaryl steht.
     
    3. Verbindungen nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass R7 für Acyl, Alkoxycarbonyl, Aryloxycarbonyl, Aminocarbonyl, N-substituiertes Aminocarbonyl, Silyl oder Sulfonyl steht.
     
    4. N-(3,5-Dichlorpyridin-4-yl)-2-[1-(4-fluorbenzyl)-5-methoxy-indol-3-yl]-2-oxo-acetamid.
     
    5. N-(3,5-Dichlorpyridin-4-yl)-2-[1-(4-fluorbenzyl)-5-acetoxy-indol-3-yl]-2-oxo-acetamid.
     


    Claims

    1. Hydroxyindoles of the formula 1

    in which

    R1 is
    - C1...12-alkyl, straight-chain or branched-chain, optionally mono- or polysubstituted by -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-alkyl, -N(C1...6-alkyl)2, -NHC6...14-aryl, -N(C6...14-aryl)2, -N(C1...6-alkyl)(C6...14-aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -F, -Cl, -Br, -I, -O-C-1...6-alkyl, -O-C6...14-aryl, -O(CO)R6, -S-C1...6-alkyl, -S-C6...14-aryl, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2C1...6-alkyl, -OSO2C6...14-aryl, (CS)R6, -COOH, -(CO)R6, mono-, bi- or tricyclic saturated or mono- or polyunsaturated carbocycles having 3...14 ring members, mono-, bi- or tricyclic saturated or mono- or polyunsaturated heterocycles having 5...15 ring members and 1...6 heteroatoms, which are preferably N, O and S, where the C6...14-aryl groups and the included carbocyclic and heterocyclic substituents for their part can optionally be mono- or polysubstituted by R4,
    - C1...12-alkenyl, mono- or polyunsaturated, straight-chain or branched-chain,
    optionally mono- or polysubstituted by -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-alkyl, -N(C1...6-alkyl)2, -NHC6...14-aryl, -N(C6...14-aryl)2, -N(C1...6-alkyl) (C6...14-aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -F, -Cl, -Br, -I, -O-C-1...6-alkyl, -O-C6...14-aryl, -O-(CO)R6, -S-C1...6-alkyl, -S-C6...14-aryl; -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2C1...6-alkyl, -OSO2C6...14-aryl, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, mono-, bi- or tricyclic saturated or mono- or polyunsaturated carbocycles having 3...14 ring members, mono-, bi- or tricyclic saturated or mono- or polyunsaturated heterocycles having 5...15 ring members and 1...6 heteroatoms, which are preferably N, O and S, where the C6...14-aryl groups and the included carbocyclic and heterocyclic substituents for their part can optionally be mono- or polysubstituted by R4,
    - mono-, bi- or tricyclic saturated or mono- or polyunsaturated carbocycles having 3...14 ring members,
    optionally mono- or polysubstituted by -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-alkyl, -N(C1...6-alkyl)2, -NHC6...14-aryl, -N(C6...14-aryl)2, -N(C1...6-alkyl)(C6...14-aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -F, -Cl, -Br, -I, -O-C-1...6-alkyl, -O-C6...14-aryl, -O(CO)R6, -S-C1...6-alkyl, -S-C6...14-aryl, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2C1...6-alkyl, -OSO2C6...14-aryl, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, mono-, bi- or tricyclic saturated or mono- or polyunsaturated carbocycles having 3...14 ring members, mono-, bi- or tricyclic saturated or mono- or polyunsaturated heterocycles having 5...15 ring members and 1...6 heteroatoms, which are preferably N, O and S, where the C6...14-aryl groups and the included carbocyclic and heterocyclic substituents for their part can optionally be mono- or polysubstituted by R4,
    - mono-, bi- or tricyclic saturated or mono- or polyunsaturated heterocycles having 5...15 ring members and 1...6 heteroatoms, which are preferably N, O and S,
    optionally mono- or polysubstituted by -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-alkyl, -N(C1...6-alkyl)2, -NHC6...14-aryl, -N(C6...14-aryl)2, -N(C1...6-alkyl) (C6...14-aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -F, -Cl, -Br, -I, -O-C-1...6-alkyl, -O-C6...14-aryl, -O(CO) R6, -S-C1...6-alkyl, -S-C6...14-aryl, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2C1...6-alkyl, -OSO2C6...14-aryl, -(CS) R6, -COOH, -(CO)R6, mono-, bi- or tricyclic saturated or mono- or polyunsaturated carbocycles having 3...14 ring members, mono-, bi- or tricyclic saturated or mono- or polyunsaturated heterocycles having 5...15 ring members and 1...6 heteroatoms, which are preferably N, 0 and S, where the C6...14-aryl groups and the included carbocyclic and heterocyclic substituents for their part can optionally be mono- or polysubstituted by R4,
    - carbo- or heterocyclic saturated or mono- or polyunsaturated spirocycles having 3...10 ring members, where heterocyclic systems contain 1...6 heteroatoms, which are preferably N, O and S,
    optionally mono- or polysubstituted by -OH, -SH, -NH2, -NHC1....6-alkyl, -N (C1...6-alkyl)2, -NHC6...14-aryl, -N(C6...14-aryl)2, -N(C1...6-alkyl) (C6...14-aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -F, -Cl, -Br, -I, -O-C-1...6-alkyl, -O-C6...14-aryl, -O (CO) R6, -S-C1...6-alkyl, -S-C6...14-aryl, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2C1...6-alkyl, -OSO2C6...14-aryl, - (CS) R6, -COOH, - (CO) R6, mono-, bi- or tricyclic saturated or mono- or polyunsaturated carbocycles having 3...14 ring members, mono-, bi- or tricyclic saturated or mono- or polyunsaturated heterocycles having 5...15 ring members and 1...6 heteroatoms, which are preferably N, O and S, where the C6...14-aryl groups and the included carbocyclic and heterocyclic substituents for their part can optionally be mono- or polysubstituted by R4,

    R2, R3 can be hydrogen or -OR7, where at least one of the two substituents must be -OR7;

    R4 is
    -H, -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-alkyl, -N (C1...6-alkyl) 2, -NHC6...14-aryl, -N(C6...14-aryl)2, -N(C1...6-alkyl) (C6...14-aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -COOH, -(CO) R6, -(CS)R6, -F, -Cl, -Br, -I, -O-C1...6-alkyl, -O-C6 ... 14-aryl, -O(CO)R6, -S-C1...6-alkyl, -S-C6...14-aryl, -SOR6, -SO2R6.

    R5 is
    - mono-, bi- or tricyclic saturated or mono- or polyunsaturated carbocycles having 3...14 ring members,
    mono- or polysubstituted by -F, -Cl, -Br, -I, optionally mono- or polysubstituted by -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-alkyl, -N(C1...6-alkyl)2, -NHC6...14-aryl, -N(C6...14-aryl)2, -N(C1...6-alkyl) (C6...14-aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -O-C1...6-alkyl, -O-C6...14-aryl, -O(CO)R6, -S-C1...6-alkyl, -S-C6...14-aryl, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2C1...6-alkyl, -OSO2C6...14-aryl, -(CS)R6, -COOH, - (CO)R6, mono- , bi- or tricyclic saturated or mono- or polyunsaturated carbocycles having 3...14 ring members, mono-, bi- or tricyclic saturated or mono- or polyunsaturated heterocycles having 5...15 ring members and 1...6 heteroatoms, which are preferably N, O and S, where the C6...14-aryl groups and the included carbocyclic and heterocyclic substituents for their part can optionally be mono- or polysubstituted by R4,
    - mono-, bi- or tricyclic saturated or mono- or polyunsaturated heterocycles having 5...15 ring members and 1...6 heteroatoms, which are preferably N, O and S,
    mono- or polysubstituted by -F, -Cl, -Br, -I, optionally mono- or polysubstituted by -OH, -SH, -NH2, -NHC1...6-alkyl, -N(C1...6-alkyl)2, -NHC6...14-aryl, -N(C6...14-aryl)2, -N(C1...6-alkyl)(C6...14-aryl), -NHCOR6, -NO2, -CN, -O-C1...6-alkyl, -O-C6...14-aryl, -O(CO)R6, -S-C1...6-alkyl, -S-C6...14-aryl, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2C1...6-alkyl, -OSO2C6...14-aryl, -(CS)R6, -COOH, (CO)R6, mono-, bi- or tricyclic saturated or mono- or polyunsaturated carbocycles having 3...14 ring members, mono-, bi- or tricyclic saturated or mono- or polyunsaturated heterocycles having 5...15 ring members and 1...6 heteroatoms, which are preferably N, O and S, where the C6...14-aryl groups and the included carbocyclic and heterocyclic substituents for their part can optionally be mono- or polysubstituted by R4,

    R6 can be
    -H, -NH2, -NHC1...6-alkyl, -N(C1...6-alkyl)2, -NHC6...14-aryl, -N(C6...14-aryl)2, -N (C1...6-alkyl) (C6...14-aryl), -O-C1...6-alkyl, -O-C6...14-aryl, -S-C1...6-alkyl, -S-C6...14-aryl,
    -C1...12-alkyl, straight-chain or branched-chain,
    -C1...12-alkenyl, mono- or polyunsaturated, straight-chain or branched-chain,
    -mono-, bi- or tricyclic saturated or mono- or polyunsaturated carbocycles having 3...14 ring members,
    -mono-, bi- or tricyclic saturated or mono- or polyunsaturated heterocycles having 5...15 ring members and 1...6 heteroatoms, which are preferably N, O and S;

    A is either a bond, or
    -CH2)m-, -(CH2)m- (CH=CH)n- (CH2)p-, (CHOZ)m-, -(C=O)-, -(C=S)-, -(C=N-Z)-, -O-, -S-, -NZ-,
    where m, p = 0...3 and n = 0...2 and

    Z is
    -H, or
    -C1...12-alkyl, straight-chain or branched-chain,
    -C1...12-alkenyl, mono- or polyunsaturated, straight-chain or branched-chain,
    -mono-, bi- or tricyclic saturated or mono- or polyunsaturated carbocycles having 3...14 ring members,
    -mono-, bi- or tricyclic saturated or mono- or polyunsaturated heterocycles having 5...15 ring members and 1...6 heteroatoms, which are preferably N, O and S;

    B can either be carbon or sulphur, or -(S=O)-;

    D can be oxygen, sulphur, CH2 or N-Z,
    where D can only be S or CH2 if B is carbon; and

    E can be a bond, or else
    -(CH2)m-, -O-, -S-, - (N-Z)-, where m and Z have the meaning already described beforehand.

    R7 is alkyl, cycloalkyl, arylalkyl, aryl, heteroaryl, acyl, alkoxycarbonyl, aryloxycarbonyl, aminocarbonyl, N-substituted aminocarbonyl, silyl or sulphonyl, a complexing agent or a covalently or coordinatively bonded metal.


     
    2. Compounds according to Claim 1, characterized in that R7 is alkyl, cycloalkyl, arylalkyl, aryl or heteroaryl.
     
    3. Compounds according to Claim 1, characterized in that R7 is acyl, alkoxycarbonyl, aryloxy carbonyl, aminocarbonyl, N-substituted aminocarbonyl, silyl or sulphonyl.
     
    4. N-(3,5-dichloropyridin-4-yl)-2-[1-(4-fluorobenzyl)-5-methoxyindol-3-yl]-2-oxoacetamide.
     
    5. N-(3,5-dichloropyridin-4-yl)-2-[1-(4-fluorobenzyl)-5-acetoxyindol-3-yl]-2-oxoacetamide.
     


    Revendications

    1. Hydroxyindole de formule 1

    dans laquelle

    R1 représente :

    - un alkyle en C1 à C12, à chaîne linéaire ou ramifiée, le cas échéant monosubstitué ou polysubstitué par -OH, -SH, -NH2, -NH-alkyle en C1 à C6, -N-(alkyle en C1 à C6)2, -NH-aryle en C6 à C14, -N-(aryle en C6 à C14)2, -N-(alkyle en C1 à C6) (aryle en C6 à C14), -NHCOR6, -NO2, -CN, -F, -Cl, -Br, -I, -O-alkyle en C1 à C6, -O-aryle en C6 à C14, -O(CO)R6, -S-alkyle en C1 à C6, -S-aryle en C6 à C14, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2-alkyle en C1 à C6, -OSO2-aryle en C6 à C14, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, des carbocycles saturés, monoinsaturés ou polyinsaturés, monocycliques, bicycliques ou tricycliques avec 3 à 14 chaînons, des hétérocycles saturés, monoinsaturés ou polyinsaturés, monocycliques, bicycliques ou tricycliques avec 5 à 15 chaînons et 1 à 6 hétéroatomes, qui sont de préférence N, O et S, où les groupes C6 à C14 aryle et les substituants carbocycliques et hétérocycliques inclus peuvent, le cas échéant, être monosubstitués ou polysubstitués par R4,

    - un alcényle en C2 à C12, monoinsaturé ou polyinsaturé, à chaîne linéaire ou ramifiée, le cas échéant monosubstitué ou polysubstitué par -OH, -SH, -NH2, -NH-alkyle en C1 à C6, -N-(alkyle en C1 à C6)2, -NH-aryle en C6 à C14, -N-(aryle en C6 à C14)2, -N-(alkyle en C1 à C6) (aryle en C6 à C14), -NHCOR6, -NO2, -CN, -F, -CI, -Br, -I, -O-alkyle en C1 à C6, -O-aryle en C6 à C14, -O(CO)R6, -S-alkyle en C1 à C6, - S- aryle en C6 à C14, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2-alkyle C1 à C6, -OSO2-aryle C6 à C14, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, des carbocycles saturés, monoinsaturés ou polyinsaturés, monocycliques, bicycliques ou tricycliques avec 3 à 14 chaînons, des hétérocycles saturés, monoinsaturés ou polyinsaturés, monocycliques, bicycliques ou tricycliques, avec 5 à 15 chaînons et 1 à 6 hétéroatomes, qui sont de préférence N, O et S, où les groupes aryle en C6 à C14 et les substituants carbocycliques et hétérocycliques inclus peuvent, le cas échéant, être monosubstitués ou polysubstitués par R4,

    - des carbocycles saturés, monoinsaturés ou polyinsaturés, monocycliques, bicycliques ou tricycliques avec 3 à 14 chaînons, le cas échéant monosubstitués ou polysubstitués par -OH, -SH, -NH2, -NH-alkyle en C1 à C6, -N-(alkyle C1 à C6)2, -NH-aryle en C6 en C14, -N-(aryle C6 en C14)2, -N-(alkyle en C1 à C6)(aryle C6 à C14), -NHCOR6, -NO2, -CN, -F, -Cl, -Br, -I, -O- alkyle en C1 à C6, -O-aryle en C6 à C14, -O(CO)R6, -S-alkyle C1 à C6, -S-aryle en C6 à C14, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2-alkyle C1 à C6, -OSO2-aryle en C6 à C14, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, des carbocycles saturés, monoinsaturés ou polyinsaturés, monocycliques, bicycliques ou tricycliques avec 3 à 14 chaînons, des hétérocycles saturés, monoinsaturés ou polyinsaturés, monocycliques, bicycliques ou tricycliques avec 5 à 15 chaînons et 1 à 6 hétéroatomes, qui sont de préférence N, O et S, où les groupes aryle en C6 à C14 et les substituants carbocycliques et hétérocycliques inclus peuvent, le cas échéant, être monosubstitués ou polysubstitués par R4,

    - des hétérocycles saturés, monoinsaturés ou polyinsaturés, monocycliques, bicycliques ou tricycliques avec 5 à 15 chaînons et 1 à 6 hétéroatomes, qui sont de préférence N, O et S, le cas échéant monosubstitués ou polysubstitués par -OH, -SH, -NH2, -NH-alkyle en C1 à C6, -N-(alkyle C1 à C6)2, -NH-aryle C6 à C14, -N-(aryle en C6 à C14)2, -N-(alkyle en C1 à C6)(aryle en C6 à C14), -NHCOR6, NO2, -CN, -F, -Cl, -Br, -I, -O-alkyle en C1 à C6, -O-aryle en C6 à C14, -O(CO)R6, -S-alkyle en C1 à C6, -S-aryle en C6 à C14, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2-alkyle en C1 à C6 -OSO2-aryle en C6 à C14, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, des carbocycles saturés, monoinsaturés ou polyinsaturés, monocycliques, bicycliques ou tricycliques avec 3 à 14 chaînons, des hétérocycles saturés, monoinsaturés ou polyinsaturés, monocycliques, bicycliques ou tricycliques avec 5 à 15 chaînons et 1 à 6 hétéroatomes, qui sont de préférence N, O et S, où les groupes aryle en C6 à C14 et les substituants carbocycliques et hétérocycliques inclus peuvent, le cas échéant, être monosubstitués ou polysubstitués par R4,

    - des cycles spiraniques carbocycliques et hétérocycliques saturés, monoinsaturés ou polyinsaturés avec 3 à 10 chaînons, où les systèmes hétérocycliques contiennent 1 à 6 hétéroatomes, qui sont de préférence N, O et S, le cas échéant monosubstitués ou polysubstitués par -OH, -SH, -NH2, -NH-alkyle en C1 à C6, -N-(alkyle en C1 à C6)2, -NH-aryle en C6 à C14, -N-(aryle en C6 à C14)2, -N-(alkyle en C1 à C6)(aryle en C6 à C14), -NHCOR6, -NO2, -CN, -F, -Cl, -Br, -I, -O-alkyle C1 à C6, -O-aryle C6 à C14, -O(CO)R6, -S-alkyle en C1 à C6, -S- aryle en C6 à C14, -SOR6, -S03H, -SO2R6, -OSO2-alkyle en C1 à C6, -OSO2-aryle en C6 à C14, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, des carbocycles saturés, monoinsaturés ou polyinsaturés, monocycliques, bicycliques ou tricycliques avec 3 à 14 chaînons, des hétérocycles saturés, monoinsaturés ou polyinsaturés, monocycliques, bicycliques ou tricycliques avec 5 à 15 chaînons et 1 à 6 hétéroatomes, qui sont de préférence N, 0 et S, où les groupes aryle en C6 à C14 et les substituants carbocycliques et hétérocycliques inclus peuvent, le cas échéant, être monosubstitués ou polysubstitués par R4;

    R2, R3 peuvent être de l'hydrogène ou -OR7, sachant qu'au moins un des deux substituants doit être -OR7;

    R4 représente:

    - H, -OH, -SH, -NH2, -NH-alkyle en C1 à C6, -N-(alkyle en C1 à C6)2, -NH-aryle en C6 à C14, -N-(aryle en C6 à C14)2, -N-(alkyle en C1 à C6)(aryle en C6 à C14), -NHCOR6, -NO2, -CN, -COOH, -(CO)R6, -(CS)R6, -F, -Cl, -Br, -I, -O-alkyle en C1 à C6, -O-aryle en C6 à C14, -O(CO)R6, -S-alkyle en C1 à C6, -S-aryle en C6 à C14, -SOR6, -SO2R6 ;

    R5 représente :

    des carbocycles saturés, monoinsaturés ou polyinsaturés, monocycliques, bicycliques ou tricycliques avec 3 à 14 chaînons, monosubstitués ou polysubstitués par F, -Cl, -Br, -I, le cas échéant monosubstitués ou polysubstitués par -OH, -SH, -NH2, -NH-alkyle C1 à C6, -N-(alkyle en C1 à C6)2, -NH-aryle en C6 à C14, -N-(aryle en C6 à C14)2, -N-(alkyle en C1 à C6)(aryle en C6 à C14), -NHCOR6, NO2, -CN, -O-alkyle en C1 à C6, -O-aryle en C6 à C14, -O(CO)R6, -S- alkyle en C1 à C6, -S-aryle en C6 à C14, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2-alkyle en C1 à C6, -OSO2-aryle en C6 à C14, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, des carbocycles saturés, monoinsaturés ou polyinsaturés, monocycliques, bicycliques ou tricycliques avec 3 à 14 chaînons, des hétérocycles saturés, monoinsaturés ou polyinsaturés, monocycliques, bicycliques ou tricycliques avec 5 à 15 chaînons et 1 à 6 hétéroatomes, qui sont de préférence N, O et S, où les groupes aryle en C6 à C14 et les substituants carbocycliques et hétérocycliques inclus peuvent, le cas échéant, être monosubstitués ou polysubstitués par R4, - des hétérocycles saturés, monoinsaturés ou polyinsaturés, monocycliques, bicycliques ou tricycliques avec 5 à 15 chaînons et 1 à 6 hétéroatomes, qui sont de préférence N, O et S, monosubstitués ou polysubstitués par -F, -Cl, -Br, -I, le cas échéant monosubstitués ou polysubstitués par -OH, -SH, -NH2, -NH-alkyle en C1 à C6, -N-(alkyle C1 à C6)2, -NH-aryle en C6 à C14, -N-(aryle en C6 à C14)2, -N-(alkyle en C1 à C6)(aryle en C6 à C14), -NHCOR6, -NO2, -CN, -O-alkyle en C1 à C6, -O-aryle en C6 à C14, -O(CO)R6, -S-alkyle en C1 à C6, -S-aryle en C6 à C14, -SOR6, -SO3H, -SO2R6, -OSO2-alkyle en C1 à C6, -OSO2-aryle en C6 à C14, -(CS)R6, -COOH, -(CO)R6, des carbocycles saturés, monoinsaturés ou polyinsaturés, monocycliques, bicycliques ou tricycliques avec 3 à 14 chaînons, des hétérocycles saturés, monoinsaturés ou polyinsaturés, monocycliques, bicycliques ou tricycliques avec 5 à 15 chaînons et 1 à 6 hétéroatomes, qui sont de préférence N, O et S, où les groupes aryle en C6 à C14 et les substituants carbocycliques et hétérocycliques inclus peuvent, quant à eux, être le cas échéant monosubstitués ou polysubstitués par R4 ;

    R6 peut représenter :

    - H, -NH2, -NH-alkyle en C1 à C6, -N-(alkyle en C1 à C6)2, -NH- aryle en C6 à C14, -N-(aryle en C6 à C14)2, -N-(alkyle en C1 à C6)(aryle en C6 à C14), -O-alkyle en C1 à C6, -O-aryle en C6 à C14, -S-alkyle en C1 à C6, -S-aryle en C6 à C14,

    - un alkyle en C1 à C12, à chaîne linéaire ou ramifiée,

    - un alcényle en C2 à C12, monoinsaturé ou polyinsaturé, à chaîne linéaire ou ramifiée,

    - des carbocycles saturés, monoinsaturés ou polyinsaturés, monocycliques, bicycliques ou tricycliques avec 3 à 14 chaînons,

    - des hétérocycles saturés, monoinsaturés ou polyinsaturés, monocycliques, bicycliques ou tricycliques avec 5 à 15 chaînons et 1 à 6 hétéroatomes, qui sont de préférence N, O et S ;

    A représente soit une liaison soit -(CH2)m-,-(CH2)m-(CH=CH)n-(CH2)p-, -(CHOZ)m-, -(C=O)-, -(C=S)-, -(C=N=Z)-, -O-, -S-, -NZ-, où m, p = 0 à 3 et n = 0 à 2 ;

    Z représente :

    - H, ou

    - un alkyle en C1 à C12, à chaîne linéaire ou ramifiée,

    - un alcényle en C2 à C12, monoinsaturé ou polyinsaturé, à chaîne linéaire ou ramifiée,

    - des carbocycles saturés, monoinsaturés ou polyinsaturés, monocycliques, bicycliques ou tricycliques avec 3 à 14 chaînons,

    - des hétérocycles saturés, monoinsaturés ou polyinsaturés, monocycliques, bicycliques ou tricycliques avec 5 à 15 chaînons et 1 à 6 hétéroatomes, qui sont de préférence N, O et S ;

    B peut être soit un atome de carbone soit un atome de soufre, ou signifier -(S=O)- ;

    D peut être soit de l'oxygène, du soufre, CH2 ou N-Z, avec la réserve que D ne peut être S ou CH2 que si B représente un atome de carbone, et

    E peut représenter une liaison ou bien -(CH2)m-, -O-, -S-, -(N-Z)-, où m et Z ont la signification décrite auparavant.

    R7 représente un alkyle, un cycloalkyle, un arylalkyle, un aryle, un hétéroaryle, un acyle, un alkoxycarbonyle, un aryloxycarbonyle, un aminocarbonyle, un aminocarbonyle N-substitué, un silyle, un sulfonyle, un groupe complexant ou un métal lié par liaison covalente ou par coordination.


     
    2. Composés selon la revendication 1 caractérisés en ce que R7 représente un alkyle, un cycloalkyle, un arylalkyle, un aryle ou un hétéroaryle.
     
    3. Composés selon la revendication 1 caractérisés en ce que R7 représente un acyle, un alkoxycarbonyle, un aryloxycarbonyle, un aminocarbonyle, un aminocarbonyle N-substitué, un silyle ou un sulfonyle.
     
    4. N-(3,5-dichloropyridine-4-yl)-2-[1-(4-fluorobenzyl)-5-méthoxy-indol-3-yl]-2-oxo-acétamide.
     
    5. N-(3,5-dichloropyridine-4-yl)-2-[1-(4-fluorobenzyl)-5-acétoxy-indol-3-yl]-2-oxo-acétamide.