(19)
(11)EP 2 205 917 B1

(12)EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45)Hinweis auf die Patenterteilung:
12.04.2017  Patentblatt  2017/15

(21)Anmeldenummer: 08717187.2

(22)Anmeldetag:  27.02.2008
(51)Int. Kl.: 
F25D 23/02  (2006.01)
(86)Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2008/052380
(87)Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2009/043601 (09.04.2009 Gazette  2009/15)

(54)

KÄLTEGERÄT

REFRIGERATION UNIT

APPAREIL FRIGORIFIQUE


(84)Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR

(30)Priorität: 26.09.2007 DE 102007046032
21.12.2007 ES 200703483

(43)Veröffentlichungstag der Anmeldung:
14.07.2010  Patentblatt  2010/28

(73)Patentinhaber: BSH Hausgeräte GmbH
81739 München (DE)

(72)Erfinder:
  • BECKE, Christoph
    83109 Grosskarolinenfeld (DE)
  • RUPP, Alexander
    81739 München (DE)


(56)Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 541 109
WO-A-2007/011178
WO-A-2007/078149
GB-A- 1 216 693
JP-A- 2004 232 887
US-A1- 2004 183 414
US-A1- 2006 248 824
WO-A-03/023298
WO-A-2007/060188
DE-A1- 10 132 356
JP-A- H05 322 436
US-A1- 2002 060 511
US-A1- 2006 032 256
US-A1- 2007 188 059
  
  • "Design excellence award for Gorenje Pininfarina Fridge Freezer" INTERNET CITATION, [Online] 18. Oktober 2006 (2006-10-18), Seiten 1-8, XP007905270 Gefunden im Internet: URL:http://www.gorenje.co.uk/ukpressreleas es?id=6591&nid=624> [gefunden am 2007-01-03]
  
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Kältegerät mit mindestens einem Gehäuseteil, das mindestens eine Außenwand aufweist.

[0002] Kältegeräte sind mittlerweile ein fester Bestandteil eines jeden Haushalts. Inzwischen erwarten jedoch die Verbraucher von diesen nicht nur die bloße Erfüllung ihrer Funktionseigenschaften, sondern auch ein ansprechendes, optisches Erscheinungsbild. Zur Veränderung des optischen Aussehens sind häufig zusätzliche Blenden aus verschiedensten Materialien und in vielfältigen Farben auf die Außenwand des jeweiligen Gehäuseteils wie z.B. der Tür eines Kältegeräts aufgebracht. Eine derartige Blende, die zusätzlich außen auf der Außenwand eines Haushaltsgeräts für Dekorationszwecke aufgebracht ist, kann die Konstruktion eines Haushaltsgeräts unter manchen Gegebenheiten zu aufwendig und ästhetisch unpassend machen.

[0003] WO 2007/011178 zeigt einen Kühlschrank mit einer Tür, welche aus einem hinteren Einsatz und einer transparenten Platte besteht.

[0004] US 2007/0188059 zeigt einen Kühlschrank mit einer Tür. Auf die Tür ist eine Glasplatte aufgesetzt.

[0005] Der Internetauszug "XP 007905270 "Design Excellence Award for Gorenje Pininfarina Fridge Freezer" Internet Citation, [Online] 18. Oktober 2006, gefunden im Internet: URL: http://www.gorenje.co.uk/ukpressreleases?id=6591&nid=624" zeigt einen Kühlschrank mit einem Touchscreen. Wenn der Touchscreen gedrückt wird, wird ein Glaspanel transparent, so dass ein Blick in den Kühlschrank ermöglicht ist.

[0006] JP H05 322436 A offenbart eine wärmeisolierende Tür eines Kältegerätes, deren Außenwand durch ein Glas gebildet ist.

[0007] DE 101 32 356 A1 einen Glas(schiebe)deckel und eine Glastüre mit einem Glasscheibe(n) einfassenden Rahhmen, wobei die Glasscheibe(n) mit dem Rahmen verklebt sind.

[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kühlgerät bereitzustellen, das einen vereinfachten konstruktiven Aufbau aufweist und gleichzeitig gesteigerten ästhetischen Ansprüchen genügt. Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe bei einem Kühlgerät der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass die Außenwand des Gehäuseteils teilweise oder ganz durch eine Glasplatte gebildet ist.

[0009] Dadurch ergibt sich zum einen eine einfachere Konstruktion für das Kältegerät. Zum anderen werden gesteigerte Anforderungen an das ästhetische Erscheinungsbild des Kältegeräts besser erfüllt.

[0010] Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung ein Kältegerät umfassend ein Gehäuseteil und eine Glasplatte, welche mit dem Gehäuseteil einen Teilausschnitt oder die Gesamtfläche der Außenwand des Gehäuseteils wie z.B. einer Tür ersetzt. Erfindungsgemäß ist dabei ein Haftmittel zur Verbindung des Gehäuseteils mit der Glasplatte vorgesehen. Der Vorteil einer solchen Adhäsionsverbindung ist, dass die Montage der Außenwand am jeweiligen Gehäuseteil einfacher, und somit auch die Fertigung eines solchen Kältegeräts einfacher und damit kostengünstiger ausgeführt werden kann. Darüber hinaus wird erfindungsgemäß insbesondere auf eine mechanische Verbindung der Glasplatte mit dem Gehäuseteil ggf. verzichtet. Dies hat zur Folge, dass durch den Wegfall mechanischer Verbindungselemente, wie beispielsweise Führungsschienen und Metallplatten bzw. Metallklammern, auch nahezu keine mechanische Belastungen, wie zum Beispiel Verspannungen, auf die Glasplatte bei der Montage einwirken. Diese Adhäsions-Verbindungstechnik führt daher auch zu einer material- bzw. ressourcenschonenderen Herstellung des jeweiligen Kältegeräts. Zusätzlich kann durch die adhäsive Verbindungstechnik ein ansprechenderes Design des jeweiligen Kältegeräts realisiert werden. Dies wird aufgrund des Wegfalls von Führungsschienen sowie Metallplatten erreicht, so dass ein rahmenloser Eindruck entsteht, welcher das Kältegerät für den Verbraucher optisch attraktiver macht.

[0011] Der Innenbehälter eines derart konstruierten Kältegeräts kann vorzugsweise aus einem Stück gefertigt sein, oder ggf. auch aus mehreren Teilen bestehen. Grundsätzlich kann das jeweilige Gehäuseteil - wie z.B. eine Tür oder eine Seitenwand des Korpus des Kältegeräts - jede beliebige Form haben, da sich entsprechende Glasplatten in vorteilhafter Weise in jeglicher Form herstellen lassen. So kann das Gehäuseteil sowohl ein oder mehrere gerade als auch gebogene bzw. gewölbte Außenflächen aufweisen, die teilweise oder ganz durch eine Glasplatte ersetzt sind.

[0012] Bei dem Gehäuseteil kann es sich insbesondere um einen Schrankkörper mit darin befindlichem Aufnahmeraum eines Kältegeräts, insbesondere Kühl- oder Gefrierschranks handeln. Darüber hinaus ist gemäß einer weiteren Ausführungsform vorgesehen, dass das Gehäuseteil durch eine Gerätetür gebildet ist, an welcher sich die jeweilige Glasplatte als Teil der Außenwand oder als gesamte Außenwand befestigen lässt. Es ist somit denkbar, nur jeweils die Gerätetür teilweise oder ganz mit einer Glasplatte zu versehen, während die übrigen Flächen des Gehäuseteils nicht verblendet werden.

[0013] Zur Verbindung der Glasplatte mit dem Gehäuseteil weist diese vorzugsweise eine den Außenflächen des Gehäuseteils ähnliche Form auf. Sollte beispielsweise die Außenfläche des Gehäuseteils eine Wölbung aufweisen, so ist eine zur Außenfläche des Gehäuseteils korrespondierend geformte Glasplatte vorgesehen.

[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform ist für die Glasplatte aus anorganischem Hartglas hergestellt, welche entsprechend den jeweiligen Anforderungen der Verbraucher in verschiedensten Farben eingefärbt werden kann.

[0015] Für die Verbindung der Glasplatte mit dem Gehäuseteil ist erfindungsgemäß eine Adhäsionsverbindung vorgesehen. Diese ist insbesondere durch ein Haftmittel bewirkt. Ein Vorteil des Haftmittels gegenüber mechanischen Verbindungen ist einerseits eine vereinfachte Montage der Glasplatte und andererseits ein optisch ansprechender gestaltetes Gehäuseteil.

[0016] Vorzugsweise ist das Klebemittel als Klebeband, und insbesondere als doppelseitiges Klebeband ausgebildet. Die Verwendung von Klebeband hat den Vorteil, dass es leicht zu verarbeiten ist. Insbesondere kann Klebeband gezielt an bestimmten Stellen des Gehäuses, beispielsweise am Rand, angebracht werden, so dass eine materialsparende Verarbeitung gewährleistet ist. Durch die Verwendung von doppelseitigem Klebeband kann darüber hinaus auf weitere, zusätzliche Klebemittel und somit auf weitere Verarbeitungsschritte verzichtet werden.

[0017] Erfindungsgemäß ist zwischen dem Gehäuse und der Glasplatte ein Rahmen vorgesehen. Dabei wird eine Seite des Rahmens mit dem Kältegerät verbunden, während an der anderen, also der zweiten Seite des Rahmens mittels der Haftmittel die Glasplatte angebracht wird. Die Verwendung eines Rahmens hat den Vorteil, dass beispielsweise Glasplatte und Gehäuse keine ähnlichen Oberflächen bzw. ähnliche Form aufweisen müssen. So kann zum Beispiel an ein Haushaltsgerät mit einer gebogenen bzw. gewölbten Außenfläche eine gerade Glasplatte angebracht werden. Der Rahmen, als Zwischenelement zur Verbindung des Gehäuses mit der Glasplatte, dient somit als Ausgleichs- bzw. Anpassungsmittel zur Verbindung einer Glasplatte an eine Gehäuseaußenseite mit einer anderen Oberfläche bzw. Form. Zusätzlich zum zuvor beschriebenen Verwendungszweck kann die Funktion des Rahmens darin bestehen, dem Gehäuse zusätzliche Festigkeit oder Stabilität zu verleihen. Darüber hinaus wird in den Hohlraum, welcher von Rahmen, Glasplatte und Gehäuse gebildet wird, ein Isolationsmaterialschaum zur thermischen Isolation eingebracht.

[0018] Der Rahmen wird vorzugsweise aus metallischem Material, wie beispielsweise rostfreiem Stahl, hergestellt. Es kann jedoch auch jedes andere beliebige Material vorgesehen werden, was die gewünschten Eigenschaften bzw. Anforderungen aufweist.

[0019] In einer weiteren Ausführungsform ist zwischen der Glasplatte und dem Gehäuseteil eine Zwischenschicht vorgesehen. Die Verwendung einer Zwischenschicht hat den Vorteil, dass insbesondere für dekorative Zwecke kein farbiges Glas verwendet werden muss. Stattdessen lassen sich verschiedenste optische Effekte rein durch die Verwendung von verschieden farbigen Zwischenschichten realisieren.

[0020] Insbesondere kann auf die Rückwand und/oder Vorderwand der Glasplatte auch mindestens eine Bedruckung oder Folie aufgebracht sein. Die Folie oder Bedruckung kann aus jedem beliebigen Material hergestellt sein, welches für den jeweiligen Zweck geeignet scheint. Vorzugsweise werden die Folien aus Kunststoff hergestellt, welche sich bei der Herstellung leicht verarbeiten lassen. Mittels verschiedener Folien oder Bedruckungen lassen sich so verschiedene Transparenzstufen für die Glasplatte und verschiedene Dekors realisieren.

[0021] In einer weiteren Ausführungsform ist die zuvor genannte Zwischenschicht als Haftmittel zur Verbindung der Glasblende mit dem Gehäuseteil, insbesondere der Kältegerätetür ausgebildet. Die Zwischenschicht kann beispielsweise als Klebefolie ausgeführt sein. Dies hat den Vorteil, dass auf weitere bzw. zusätzliche Haftmittel zur Verbindung der Glasblende mit dem Gehäuseteil verzichtet werden kann.

[0022] Sonstige Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen wiedergegeben. Die Erfindung und ihre Weiterbildungen werden nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert.

[0023] Es zeigen schematisch:
Fig. 1
eine dreidimensionale Darstellung ein Ausführungsbeispiel eines elektrischen Kältegeräts, das mindestens eine Tür nach dem erfindungsgemäßen Konstruktionsprinzip aufweist, und
Fig. 2
eine dreidimensionale Explosionsdarstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemäß aufgebauten Tür für das Kältegerät von Figur 1.


[0024] Bei der nachfolgenden Figurenbeschreibung bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder vergleichbare Bauteile.

[0025] Fig. 1 stellt eine perspektivische Schemaansicht eines elektrischen Kältegeräts 1 als Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dar. Es weist einen Korpus 9 mit drei darin befindlichen Aufnahmeräumen auf, die übereinander angeordnet sind. An der Front des Korpus 9 sind drei Gerätetüren 5 vorgesehen, welche mit dem Korpus beweglich verbunden sind und die Aufnahmeräume dicht verschließen.

[0026] Fig. 2 zeigt eine perspektivische Schemaansicht einer Ausführungsform einer Tür 5 von Figur 1, die nach dem erfindungsgemäßen Konstruktionsprinzip aufgebaut ist. Dabei ist die Tür 5 in der Figur 2 mit ihren zerlegten Einzelkomponenten in einer Explosionsdarstellung dargestellt. Die Tür 5 weist ein Rahmenteil 4, eine an der Vorderseite des Rahmenteils 4 vorgesehene Glasplatte 2, und ein an der Rückseite des Rahmenteils 4 vorgesehenes Innenwandteil 3 auf. Das Rahmenteil 4 ist hier als rechteckförmiges Kastenelement ausgebildet. Zur Befestigung der Glasplatte 2 mit dem Rahmenteil 4 sind Haftmittel 7, ausgebildet als doppelseitiges Klebeband, vorgesehen. Das Haftmittel 7 ist dabei auf die frontseitige Kontaktfläche des Rahmenteils 4 aufgebracht. Zur Wärmeisolation ist Schaummaterial 6 vorgesehen, welches den Hohlraum, der vom Rahmenteil 4, der Glasplatte 2 und dem Innenwandteil 3 eingeschlossen ist, ausfüllt. Ggf. kann auf das doppelseitige Klebeband verzichtet werden, wenn die Haftmittel 7 als schaumförmige Verbindung mit entsprechenden klebenden Komponenten ausgebildet ist. Die schaumförmige Verbindung dient dann sowohl als Haftmittel 7 zur Befestigung der Glasplatte 2 am Rahmenteil 4, als auch zur Wärmeisolation der gesamten Tür. Das Schaummaterial wird in den Hohlraum, welcher aus Rahmenteil 4, Glasplatte 5 und Innenwandteil 3 gebildet wird, gespritzt und füllt nach entsprechender Erhärtung den Hohlraum aus. Das Schaummaterial steht dabei in direkten Kontakt mit der vorstehend bezeichneten Glasplatte 2 und dämmt diese von hinten her thermisch isolierend ab. Zusätzlich kann zwischen der Kältegerätetür 5 und der Glasplatte 2 bzw. zwischen dem Rahmenteil 4 und der Glasplatte 2 eine Zwischenschicht vorgesehen sein (nicht in Figur 2 gezeigt). Diese Zwischenschicht kann ihrerseits als Haftmittel 7 ausgebildet sein, so dass auf zusätzliche Haftmittel zur Fixierung der Glasplatte an dem Rahmenteil 4 bzw. der Tür 5 verzichtet werden kann. Die Zwischenschicht kann beispielsweise als Kunststofffolie ausgebildet sein. Das Rahmenteil 4 kann zur Aufnahme des Haftmittels 7 beliebige Konstruktionen aufweisen. Beispielsweise können am Rahmenteil 4 Einbuchtungen vorgesehen sein, welche die Haftmittel 7, insbesondere Klebemittel, aufnehmen.

[0027] Anders betrachtet weist beim Kältegerät 1 von Figur 1 die jeweilige Tür 5 eine Außenwand 2 auf, die teilweise oder ganz durch eine Glasplatte 2 gebildet ist. Eine Teilfläche oder die Gesamtfläche der Außenwand der Tür 5 ist durch die Glasplatte 2 derart gebildet, dass die Glasplatte 2 in die Konstruktionsstruktur der Tür 5 als Verbundkomponente integriert ist. Dazu ist eine wärmedämmende Isolationsmaterialschicht 6 selbstadhäsiv und/oder durch zusätzliche Haftmittel 7 mit der Innenwand der Glasplatte 2 und/oder mit dem Rahmenteil 4 verbunden. Insbesondere können ggf. ein oder mehrere Strukturelemente 12 in die Isolationsmaterialschicht 6 im Bereich der Innenwand der Glasplatte 2 eingeschäumt sein. Das jeweilige Strukturelement kann vorzugsweise durch Haftmittel wie z.B. Klebebänder oder Klebemittel an der Innenwand der Glasplatte 2 fixiert sein. Es weist vorzugsweise ein oder mehrere Einbuchtungen an seiner Oberfläche auf, in die das aufgeschäumte Isolationsmaterial 6 eingreifen kann, so dass insgesamt ein Sandwich- bzw. Materialverbund zwischen Glasplatte 2, Isolationsmaterial 6 und Strukturelement 12 gebildet ist. Insbesondere ist es in Seitenansicht betrachtet H-förmig ausgebildet. Zusätzlich oder unabhängig hiervon ist die Glasplatte 2 ist an ihrer Rückwand durch adhäsiv wirkende Haftmittel 7 mit dem Rahmenteil 7 des Gehäuseteils 5 verbunden. Die Haftmittel sind vorzugsweise durch ein oder mehrere Klebebänder oder Klebemittel gebildet. Durch die adhäsive Verbindungstechnik, die insbesondere schon allein mit Hilfe des Isolationsmaterials 6 bewirkt sein kann, kann ein ansprechenderes Design des jeweiligen Kältegeräts realisiert werden. Dies wird aufgrund des Wegfalls von Führungsschienen sowie Metallplatten erreicht, so dass ein rahmenloser Eindruck entsteht, welcher das Kältegerät für den Verbraucher optisch attraktiver macht.

[0028] Die Glasplatte 2 weist hier im Ausführungsbeispiel von Figur 2 ein transparentes Sichtfenster 8 innerhalb ihrer opaken Restfläche 9 auf. Hinter dem Sichtfenster 8 ist ein Elektronikmodul 10 mit einem Bedienfeld und/oder einer Anzeigeeinheit angeordnet. Das Elektronikmodul sitzt hinter der Glasplatte 2 in einem Aufnahmeschacht 11, dessen Eingangsöffnung im Außenrandbereich der Außenwand 2 des Gehäuseteils 5 liegt und sich bis zur gewünschten Montage-Endposition des Elektronikmoduls erstreckt. Alternativ kann hinter dem Sichtfenster 8 eine Aussparung im Gehäuseteil 5 zum Einblick in den Innenraum des Korpus 9 des Kältegeräts KG vorgesehen sein.

[0029] Der zuvor beschriebene Konstruktionsaufbau einer Tür für ein Kältegerät ist in vorteilhafter Weise selbstverständlich auf jedes beliebige, weitere Gehäuseteil eines Kältegeräts übertragbar. So kann das Gehäuseteil z.B. auch durch eine Längsseitenwand des Korpus eines Kältegeräts gebildet sein.


Ansprüche

1. Kältegerät (1) mit mindestens einem Gehäuseteil (5), das mindestens eine Außenwand (2) aufweist, wobei die Außenwand des Gehäuseteils (5) teilweise oder ganz durch eine Glasplatte (2) gebildet ist, wobei für die Verbindung der Glasplatte (2) mit dem Gehäuseteil (5) eine Adhäsionsverbindung vorgesehen ist und wobei eine wärmedämmende Isolationsmaterialschicht (6) selbstadhäsiv und/oder durch zusätzliche Haftmittel mit der Innenwand der Glasplatte (2) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Glasplatte (2) an ihrer Rückwand durch adhäsiv wirkende Haftmittel (7) mit mindestens einem Rahmenteil (4) des Gehäuseteils (5) verbunden ist und dass die Haftmittel (7) durch ein oder mehrere Klebebänder oder Klebemittel gebildet sind, wobei keine mechanische Verbindung durch Verbindungselemente, wie beispielsweise Führungsschienen und Metallplatten bzw. Metallklammern, zwischen der Glasplatte und dem Gehäuseteil (5) besteht.
 
2. Kältegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuseteil (5) durch eine Tür gebildet ist.
 
3. Kältegerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass eine Teilfläche oder die Gesamtfläche der Außenwand der Tür (5) durch die Glasplatte (2) derart gebildet ist, dass die Glasplatte (2) in die Konstruktionsstruktur der Tür (5) als Verbundkomponente integriert ist.
 
4. Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wärmedämmende Isolationsmaterialschicht (6) selbstadhäsiv und/oder durch zusätzliche Haftmittel mit mindestens einem Rahmenteil (4) des Gehäuseteils (5) verbunden ist.
 
5. Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Strukturelemente (12) in die Isolationsmaterialschicht (6) im Bereich der Innenwand der Glasplatte (2) eingeschäumt sind.
 
6. Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Glasplatte (2) ein Sichtfenster (8) aufweist, das transparenter als ihre Restfläche (9) ist.
 
7. Kältegerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
dass hinter dem Sichtfenster (8) eine Aussparung im Gehäuseteil (5) zum Einblick in den Innenraum des Korpus (9) des Kältegeräts (KG) vorgesehen ist.
 
8. Kältegerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
dass hinter dem Sichtfenster (8) ein Elektronikmodul (10) mit einem Bedienfeld und/oder einer Anzeigeeinheit angeordnet ist.
 
9. Kältegerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Elektronikmodul (10) hinter der Glasplatte (2) in einem Aufnahmeschacht (11) sitzt, dessen Eingangsöffnung im Außenrandbereich der Außenwand (2) des Gehäuseteils (5) liegt und sich bis zur gewünschten Montage-Endposition des Elektronikmoduls erstreckt.
 


Claims

1. Refrigeration unit (1) comprising at least one housing part (5) having at least one outer wall (2), wherein the outer wall of the housing part (5) is formed partially or completely by a glass plate (2), wherein an adhesion connection is provided for the connection between the glass plate (2) and the housing part (5) and wherein a heat-blocking insulating material layer (6) is connected in a self-adhesive manner and/or by means of additional bonding agents to the inner wall of the glass plate (2), characterised in that on its rear wall the glass plate (2) is connected by adhesively acting boding agents (7) to at least one frame part (4) of the housing part (5) and that the bonding agents (7) are formed by one or more adhesive tapes or adhesive agents, wherein there is no mechanical connection by means of connecting elements, such as, for instance, guiding rails and metal plates or metal clamps, between the glass plate and the housing part (5).
 
2. Refrigeration unit according to claim 1, characterised in that the housing part (5) is formed by a door.
 
3. Refrigeration unit according to claim 2, characterised in that a partial surface or the entire surface of the outer wall of the door (5) is formed by the glass plate (2) such that the glass plate (2) is integrated in the structure of the door (5) as a composite component.
 
4. Refrigeration unit according to one of the preceding claims, characterised in that the heat-blocking insulating material layer (6) is connected in a self-adhesive manner and/or by means of additional bonding agents to at least one frame part (4) of the housing part (5).
 
5. Refrigeration unit according to one of the preceding claims, characterised in that one or more structural elements (12) are injected into the insulating material layer (6) in the region of the inner wall of the glass plate (2).
 
6. Refrigeration unit according to one of the preceding claims, characterised in that the glass plate (2) has a viewing window (8) that is more transparent than the rest of its surface (9).
 
7. Refrigeration unit according to claim 6, characterised in that a cutout is provided in the housing part (5) behind the viewing window (8) to allow sight of the interior of the body (9) of the refrigeration unit (KG).
 
8. Refrigeration unit according to claim 6, characterised in that an electronic module (10) with a control panel and/or display unit is disposed behind the viewing window (8).
 
9. Refrigeration unit according to claim 8, characterised in that the electronic module (10) is positioned behind the glass plate (2) in a receiving channel (11), the input opening of which is located in the outer peripheral region of the outer wall (2) of the housing part (5) and extends to the desired final assembly position of the electronic module.
 


Revendications

1. Appareil frigorifique (1) comprenant au moins une partie de boîtier (5) qui présente au moins une paroi extérieure (2), la paroi extérieure de la partie de boîtier (5) étant formée en partie ou en totalité par une plaque de verre (2), une liaison par adhésion étant ménagée pour le raccordement de la plaque de verre (2) à la partie de boîtier (5), et une couche de matière d'isolation (6) calorifuge étant reliée de manière auto-adhésive et/ou au moyen d'agents adhésifs supplémentaires à la paroi intérieure de la plaque de verre (2), caractérisé en ce que la plaque de verre (2), sur sa paroi arrière, est reliée à au moins une partie de cadre (4) de la partie de boîtier (5) au moyen d'agents adhésifs (7) agissant de manière adhésive et en ce que les agents adhésifs (7) sont formés par une ou plusieurs bandes adhésives ou colles, aucune liaison mécanique au moyen d'éléments de liaison, comme par exemple des rails de guidage et des plaques métalliques resp. des brides métalliques, n'existant entre la plaque de verre et la partie de boîtier (5).
 
2. Appareil frigorifique selon la revendication 1, caractérisé en ce que la partie de boîtier (5) est formée par une porte.
 
3. Appareil frigorifique selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'une surface partielle ou la surface totale de la paroi extérieure de la porte (5) est formée par la plaque de verre (2) de manière à ce que la plaque de verre (2) soit intégrée dans la structure de construction de la porte (5) en tant que composant composite.
 
4. Appareil frigorifique selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche de matière d'isolation (6) calorifuge est reliée de manière auto-adhésive et/ou au moyen d'agents adhésifs supplémentaires à au moins une partie de cadre (4) de la partie de boîtier (5).
 
5. Appareil frigorifique selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un ou plusieurs éléments structurels (12) sont expansés dans la couche de matière d'isolation (6) dans la zone de la paroi intérieure de la plaque de verre (2).
 
6. Appareil frigorifique selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la plaque de verre (2) présente une fenêtre de visualisation (8) qui est plus transparente que sa surface restante (9).
 
7. Appareil frigorifique selon la revendication 6, caractérisé en ce que derrière la fenêtre de visualisation (8) est ménagé un évidement dans la partie de boîtier (5) dans le but de regarder dans l'espace intérieur du corps (9) de l'appareil frigorifique (KG).
 
8. Appareil frigorifique selon la revendication 6, caractérisé en ce que derrière la fenêtre de visualisation (8) est disposé un module électronique (10) comprenant un champ de commande et/ou une unité d'affichage.
 
9. Appareil frigorifique selon la revendication 8, caractérisé en ce que le module électronique (10) se trouve derrière la plaque de verre (2) dans un puits de logement (11) dont l'ouverture d'entrée est située dans la zone de bord extérieur de la paroi extérieure (2) de la partie de boîtier (5) et s'étend jusqu'à la position finale de montage souhaitée du module électronique.
 




Zeichnung









IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente




In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur