(19)
(11)EP 2 213 414 B1

(12)EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45)Hinweis auf die Patenterteilung:
12.03.2014  Patentblatt  2014/11

(21)Anmeldenummer: 10000579.2

(22)Anmeldetag:  21.01.2010
(51)Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B24B 21/12(2006.01)

(54)

Breitschleifmaschine

Wide-wheel grinding machine

Meuleuse large


(84)Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR

(30)Priorität: 02.02.2009 CH 1502009

(43)Veröffentlichungstag der Anmeldung:
04.08.2010  Patentblatt  2010/31

(73)Patentinhaber: Steinemann Technology AG
9015 St. Gallen (CH)

(72)Erfinder:
  • Moser, Patrik
    9056 Gais (CH)
  • Gujan, Georg
    7214 Grüsch/GR (CH)

(74)Vertreter: Weiss, Peter et al
Dr. Weiss & Arat Zeppelinstrasse 4
78234 Engen
78234 Engen (DE)


(56)Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 0 127 760
  
      
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Breitschleifmaschine, insbesondere eine Breitbandschleifmaschine zum Bearbeiten von Oberflächen von insbesondere flächigen, ebenen Bauelementen, z. B. aus Holz bzw. Holzwerkstoffen, mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1. Eine derartige Maschine ist aus EP-A-0 127 760 bekannt.

    [0002] Breitschleifmaschinen zum Bearbeiten von Oberflächen von insbesondere flächigen, ebenen Bauelementen aus Holz bzw. Holzwerkstoffen, Metallplatten, Platten aus Kunststoff oder Gummi oder auch Papierbahnen haben sich als eigenständige Gattung von Schleifmaschinen etabliert. Sie enthalten in einem Maschinenständer (wie er z. B. in der WO-A-00/38882 der Anmelderin offenbart ist) einen oder mehrere Schleifköpfe mit jeweils einem Schleifband, welches endlos um eine Schleifwalze und eine Spannwalze umläuft. Der mindestens eine Schleifkopf und dessen Antriebsmotor ist über einen Querträger am Maschinenständer befestigt. Der Antriebsmotor ist an einem Ende des Querträgers befestigt und am gegenüberliegenden Ende ist eine lösbare Verbindung für den Schleifkopf vorgesehen um insbesondere bei Bandverschleiss die Schleifwalze lösen und das Schleifband auswechseln zu können. Beim Stand der Technik ist das Lösen der Verbindung aufwändig und die Schleifwalze muss hierbei abgestützt werden.

    [0003] Aus der DE-A-10158711 ist eine Vorrichtung zur lösbaren Verriegelung von Walzenzapfen von Walzen eines Wälzgerüstes bekannt, bei der mit einer verschiebbaren Antriebskupplungsmuffe mittels radial in deren Wandung verschiebbar geführter Riegelbolzen die von, in der Kupplungsmuffe abgestützten Federelementen beaufschlagt, mit ihren, dem Walzenzapfen zugewandten Enden in, in diesem angeordneten Riegelausnehmungen ein- und ausbringbar ist. Dies soll eine sichere Kupplung von Walzenzapfen und Antriebskupplungsmuffe ermöglichen, ebenso ein leichtes Lösen der Verbindung.

    [0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Breitschleifmaschine, insbesondere eine Breitbandschleifmaschine zum Bearbeiten von Oberflächen von insbesondere flächigen, ebenen Bauelementen, z. B. aus Holz bzw. Holzwerkstoffen zu schaffen, die ein einfaches und sicheres Ver- und Entriegeln der Schleifwalze resp. ein einfaches Wechseln eines Schleifbandes ermöglicht.

    [0005] Die Aufgabe ist mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Ein drehbarer Balken mit Verriegelungselementen an seinen Enden ermöglicht ein automatisierbares Ver- und Entriegeln der Schleifwalze resp. des Schleifkopfes und ein einfaches Wechseln des Schleifbandes.

    [0006] Bevorzugte Ausführungsformen der Breitschleifmaschine sind in den abhängigen Ansprüchen offenbart.

    [0007] Bevorzugt umfasst die Breitschleifmaschine mindestens eine Doppeleinheit mit zwei Schleifköpfen im Maschinenständer. Die Anzahl der Doppeleinheiten kann beliebig erweitert werden, insbesondere auf 2-5 Doppeleinheiten, die nacheinander angeordnet sind, wobei ggf. auch zwei Doppeleinheiten in einem Maschinenständer angeordnet sein können.

    [0008] Nachfolgend wird die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel anhand einer Zeichnung näher beschrieben. In der Zeichnung zeigen die
    Fig. 1:
    eine Breitschleifmaschine mit einer Doppeleinheit,
    Fig. 2:
    eine Doppeleinheit gemäss Fig. 1 mit offener Verriegelung,
    Fig. 3:
    eine Doppeleinheit gemäss Fig. 1 mit geschlossener Verriegelung,


    [0009] Eine Breitschleifmaschine umfasst mindestens eine Doppeleinheit 10 in einem Maschinenständer 11, wobei die Doppeleinheit 10 zwei Schleifköpfe, einen oberen und einen unteren umfasst. Jeder Schleifkopf umfasst eine Schleifwalze 12 und eine davon beabstandete Spannwalze 13, wobei die Walzen 12, 13 von einem endlos umlaufenden Schleifband 14 umschlungen sind. Zudem sind die Schleifwalzen 12 einander gegenüberliegend unter Bildung eines Spaltes angeordnet, sodass der Spalt von einer zu schleifenden Spanplatte oder dergleichen in üblicher Weise durchlaufen werden kann. An einem Querträger 15 des Maschinenständers 11 ist ein Lager 16 für einen balkenförmigen Riegel 17 zur Verriegelung der Schleifwalze 12 angeordnet. Der Riegel 17 ist im Lager 16 drehbar gelagert. Die Enden 18 des Riegels 17 sind so geformt, dass sie in der Verriegelungsstellung Formstücke 19 umgreifen. Vorzugsweise können die Enden des Riegels auch mit Hydraulikzylinder festgeklemmt werden. Es entsteht im nun im geschlossenen Zustand mit dem Riegel 17 und dem Maschinenständer 11 ein wieder geschlossenes System, bei dem die Prozesskräfte optimal aufgenommen und ins Fundament abgeleitet werden.

    [0010] In Offenstellung des Riegels 17 zeigen die Enden 18 in Richtung der Schleifwalze 12 resp. der Spannwalze 13, sodass das Schleifband 14 problemlos gewechselt werden kann.

    Bezugszeichen:



    [0011] 
    10
    Doppeleinheit
    11
    Maschinenständer
    12
    Schleifwalze
    13
    Spannwalze
    14
    Schleifband
    15
    Querträger
    16
    Lager
    17
    Riegel
    18
    Ende
    19
    Formstück
    20
    Hydraulikzylinder



    Ansprüche

    1. Breitschleifmaschine, insbesondere eine Breitbandschleifmaschine zum Bearbeiten von Oberflächen von insbesondere flächigen, ebenen Bauelementen, z. B. aus Holz bzw. Holzwerkstoffen, umfassend einen Maschinenständer (11) mit einem Querträger (15), der mindestens eine Doppeleinheit (10) mit zwei Schleifköpfen bildet, wobei ein Schleifkopf eine Schleifwalze (12) und eine Spannwalze (13) umfasst, um die ein Schleifband (14) endlos umlaufend angeordnet ist, wobei ein Riegel (17) zur Verriegelung des Schleifkopfes zwischen Maschinenständer (11) und dem Schleifkopf angeordnet ist,
    dadurch gekennzeichnet, dass der balkenförmige Riegel (17) mit Verriegelungselementen an seinen Enden (18) drehbar an einem Querträger (15) des Maschinenständers (11) angeordnet und in Offenstellung Zugang für den Schleifbandwechsel gewährt.
     
    2. Breitbandschleifmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (17) an seinen Enden (18) so geformt ist, dass die Enden (18) in Verriegelungsstellung Formstücke (19) des Maschinenständers (11) umgreifen.
     
    3. Breitbandschleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (17) an seinen Enden (18) im geschlossenen Zustand mit einem Hydraulikzylinder (20) festgeklemmt wird.
     


    Claims

    1. Wide grinding machine, in particular a wide-belt grinding machine for machining surfaces of in particular plane, flat elements, for example of wood or wood-based materials, comprising a machine stand (11) having a cross-member (15) forming at least one double unit (10) with two grinding heads, a grinding head comprising a grinding roller (12) and a tensioning roller (13), around which a grinding belt (14) is arranged in a continuously encircling manner, a locking bolt (17) for locking the grinding head being arranged between the machine stand (11) and the grinding head,
    characterized in that the bar-shaped locking bolt (17) having locking elements at its ends (18) rotatably arranged on a cross-member (15) of the machine stand (11) and in the open position provides access for changing the grinding belt.
     
    2. Wide-belt grinding machine according to claim 1, characterized in that the locking bolt (17) at its ends (18) is shaped so that the ends (18) in the locking position engage around shaped pieces (19) of the machine stand (11).
     
    3. Wide-belt grinding machine according to one of claims 1 or 2, characterized in that the locking bolt (17) is firmly clamped at its ends (18) in the closed state by means of a hydraulic cylinder (20).
     


    Revendications

    1. Meuleuse large, en particulier une meuleuse à bande large pour l'usinage de surfaces, en particulier d'éléments plats, tels qu'en bois ou en matières à base de bois, comprenant un bâti de machine (11) avec une traverse (15) qui forme au moins une unité double (10) à deux têtes de meulage, une tête de meulage comportant un rouleau de meulage (12) et un rouleau de tension (13) autour duquel une courroie de meulage (14) est disposée de manière à circuler sans fin, un verrou (17) destiné à verrouiller la tête de meulage étant disposé entre le bâti de machine (11) et la tête de meulage,
    caractérisée par le fait que
    le verrou en forme de barre (17) avec des éléments de verrouillage à ses extrémités (18) est monté de manière rotative sur une traverse (15) du bâti de machine (11) et permettant, en position ouverte, l'accès pour le changement de bande de meulage.
     
    2. Meuleuse à bande large selon la revendication 1, caractérisée par le fait que le verrou (17) est formé à ses extrémités (18) de sorte que les extrémités (8) viennent en prise, en position de verrouillage, avec des pièces moulées (19) du bâti de machine (11).
     
    3. Meuleuse à bande large selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisée par le fait que le verrou (17) est, à l'état fermé, coincé à ses extrémités (18) par un cylindre hydraulique (20).
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente