(19)
(11)EP 2 343 476 A1

(12)EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43)Veröffentlichungstag:
13.07.2011  Patentblatt  2011/28

(21)Anmeldenummer: 10150179.9

(22)Anmeldetag:  06.01.2010
(51)Int. Kl.: 
F21V 7/06  (2006.01)
F21V 7/10  (2006.01)
F21V 7/20  (2006.01)
F21V 7/22  (2006.01)
(84)Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA RS

(71)Anmelder: Jordan Reflektoren GmbH & Co.KG
42389 Wuppertal (DE)

(72)Erfinder:
  • Laftsidis, Loannis
    42277, Wuppertal (DE)
  • Möcking, Andreas
    58332, Schwelm (DE)
  • Danielsmeyer, Ulrich
    58256, Ennepetal (DE)
  • Hackfort, Dieter
    47138, Duisburg (DE)

(74)Vertreter: Patentanwälte Dr. Solf & Zapf 
Schloßbleiche 20
42103 Wuppertal
42103 Wuppertal (DE)

  


(54)Leuchten-Reflektor


(57) Die vorliegende Erfindung betrifft einen Leuchten-Reflektor (1), bestehend aus einem im Wesentlichen parabolförmigen Reflektorkörper (2) mit einer inneren Reflexionsfläche (6) und mit einem in Richtung einer Längsmittelachse (8) von einer hinteren Leuchtmittelöffnung (10) bis zu einer vorderen Lichtaustrittsöffnung (12) zunehmenden Innenquerschnitt. Der Reflektorkörper (2) wird von einem äußeren Reflektorträger (4) mit einer an den Reflektorkörper (2) angepassten, entsprechend parabolförmigen Ausgestaltung aufgenommen.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 einen Leuchten-Reflektor, bestehend aus einem hohlen, im Wesentlichen rotationssymmetrisch parabolförmigen Reflektorkörper mit einer inneren Reflexionsfläche und mit einem in Richtung einer Längsmittelachse von einer hinteren, kleineren Leuchtmittelöffnung bis zu einer vorderen, größeren Lichtaustrittsöffnung zunehmenden Innenquerschnitt.

[0002] Derartige Reflektoren sind hinlänglich bekannt. Dabei wird ein Leuchtmittel zumindest bereichsweise durch die Leuchtmittelöffnung hindurch in den hohlen, parabolspiegelartigen Reflektorkörper eingeführt. Das von dem jeweiligen Leuchtmittel ausgehende Licht wird von der inneren Reflexionsfläche so reflektiert und gelenkt, dass es aus der vorderen Lichtaustrittsöffnung abgestrahlt wird.

[0003] Bekannte Reflektoren der genannten Art werden üblicherweise in einem Umformverfahren einteilig und rotationssymmetrisch aus einem ursprünglich flachen Blechzuschnitt (Ronde) hergestellt. Solche Reflektoren können erst nach dem Umformen oberflächig veredelt, beispielsweise verspiegelt werden, wodurch in der Regel eine nicht optimale Reflexions-Effizienz erreicht wird. Außerdem ist von Nachteil, dass solche Reflektoren nur bedingt ohne ein spezielles Leuchtengehäuse verwendet werden können, weil sie auf ihrer äußeren Oberfläche nicht beliebig gestaltet werden können, und zwar vor allem wegen einer starken Erhitzung des gesamten Reflektors insbesondere im Betrieb mit solchen Leuchtmitteln, die eine hohe Temperatur erzeugen.

[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Leuchten-Reflektor der eingangs beschriebenen, gattungsgemäßen Art zu schaffen, der mit hoher Effizienz für einen Betrieb mit beliebigen Leuchtmitteln geeignet ist, dabei aber dennoch auch außenseitig nahezu beliebig gestaltet werden kann.

[0005] Erfindungsgemäß wird dies durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 erreicht. Vorteilhafte Ausgestaltungsmerkmale der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen sowie in der anschließenden Beschreibung enthalten.

[0006] Demnach weist der Leuchten-Reflektor zusätzlich einen äußeren, den Reflektorkörper aufnehmenden Reflektorträger mit einer an den Reflektorkörper angepassten, entsprechend parabolförmigen Ausgestaltung auf. Der Reflektorkörper ist zumindest über einen vorderen, die Lichtaustrittsöffnung umschließenden Ringsteg über Haltemittel des Reflektorträgers in diesem befestigt. Der erfindungsgemäße Leuchten-Reflektor ist somit zweiteilig aus dem inneren Reflektorkörper und dem äußeren Reflektorträger ausgebildet. Dadurch ist der Reflektor vorteilhafterweise für beliebige Leuchtmittel geeignet, und zwar sowohl für solche Leuchtmittel, wie insbesondere LED's, die im Betrieb eine relativ geringe Wärme abgeben, als aber besonders auch für solche Leuchtmittel, wie insbesondere Hochdruckentladungslampen, die im Betrieb eine höhere Temperatur erzeugen. Da die Temperatur aufgrund der Zweiteiligkeit des Reflektors nur anteilig von dem inneren Reflektorkörper an den äußeren Reflektorträger weitergegeben wird, bleibt dieser- im Vergleich zu einem einteiligen Reflektor - relativ kühler, weshalb seine Außenfläche sehr viel variabler gestaltet, beispielsweise auch problemlos lackiert werden kann, ohne dass es im Betrieb zu thermisch bedingten Veränderungen (z. B. Farbveränderungen) oder sogar zu Schäden kommen kann. Deshalb kann der Reflektorträger im Bereich seiner Außenfläche nahezu beliebig, so auch für ein ansprechendes Design, behandelt sein. Beispielsweise kann die Außenfläche lackiert, sandgestrahlt und/oder z. B. metallisch beschichtet sein. Insofern bildet der Reflektorträger praktisch ein Leuchten- bzw. Reflektorgehäuse mit einem beliebigen Design.

[0007] In Kombination mit dem äußeren Reflektorträger kann der innere Reflektorkörper in einer praktisch beliebigen Ausführung eingesetzt werden, so auch in einer einteilig rotationssymmetrisch geformten Ausführung. In einer bevorzugten Ausführung wird allerdings im Interesse einer optimierten Reflexions-Effizienz eine spezielle Ausführungsform für den inneren Reflektorkörper verwendet.

[0008] Demnach ist bevorzugt vorgesehen, dass der im Wesentlichen parabolförmige Reflektorkörper an einer Umfangsstelle zwischen der Leuchtmittelöffnung und der Lichtaustrittsöffnung durchgehend geteilt und im Übrigen über mehrere über den Umfang verteilt angeordnete, jeweils nur derart bereichsweise zwischen der Leuchtmittelöffnung und der Lichtaustrittsöffnung verlaufende Schlitze in mehrere Reflektorsegmente unterteilt ist, dass die Reflektorsegmente über verbleibende, ungeschlitzte Verbindungsbereiche jeweils paarweise seitlich einstückig miteinander verbunden sind. Durch diese besondere Ausgestaltung kann der Reflektorkörper vorteilhafterweise aus einem einteiligen Zuschnitt aus einem einseitig vorveredelten, stark lichtreflektierenden Flachmaterial, bevorzugt einem Blechmaterial geformt sein, wobei der ursprünglich in einer Ebene liegende Zuschnitt mit den streifenförmigen und in radialer Richtung über die seitlichen Verbindungsbereiche verbundenen Reflektorsegmenten eine insgesamt etwa C-förmige Flächenform aufweist. Aus dieser flachen Form des Zuschnitts kann dann auf einfache und wirtschaftliche Weise insbesondere in einem Roll-, Tiefzieh- und/oder Prägeverfahren der Reflektorkörper so geformt werden, dass er eine insgesamt optimale Parabolform erhält, die zudem auch - abgesehen von den sehr schmalen, linienförmigen Schlitzen - im Wesentlichen rotationssymmetrisch ist.

[0009] Der Reflektorkörper besteht demnach vorzugsweise aus einem zumindest innenseitig stark lichtreflektierend veredelten Blechmaterial, insbesondere aus einem reflektierend beschichteten Aluminiumblech. Ein besonders geeignetes Material ist unter der Bezeichnung "MIRO" erhältlich (eingetragene Marke der Firma ALANOD Aluminium-Veredlung GmbH und Co. KG). Dabei kann das Blechmaterial eine glatte, hochglänzende Oberfläche oder eine facettenartig profilierte, aber ebenfalls hochglänzende Oberfläche aufweisen.

[0010] Im Hinblick darauf, dass der bevorzugte Reflektorkörper durch seine mehrfach geschlitzte Ausführung eine reduzierte mechanische Stabilität besitzt, ist es besonders vorteilhaft, den Reflektorkörper in den äußeren Reflektorträger einzusetzen, weil dadurch eine Fixierung und Stabilisierung erreicht wird. Der Reflektorträger bildet praktisch ein stabiles "Cover" (Reflektor-Cover), wozu er bevorzugt eine an den Reflektorkörper eng angepasste, entsprechend parabolförmige Ausgestaltung aufweist. Dazu ist der Reflektorträger bevorzugt einteilig und rotationssymmetrisch aus einer ursprünglich flachen Blechronde, insbesondere aus einem Aluminiumblech, umgeformt (gedrückt).

[0011] Mit besonderem Vorteil kann der Reflektorträger im Bereich der Lichtaustrittsöffnung des Reflektorkörpers Haltemittel zum lösbaren oder unlösbaren Befestigen von Zusatzkomponenten, wie insbesondere einer die Lichtaustrittsöffnung überdeckenden Schutzscheibe (Schutzglas) und/oder sonstigen Vorsätzen, aufweisen.

[0012] Anhand von einigen in der Zeichnung veranschaulichten, bevorzugten Ausführungsbeispielen soll die Erfindung genauer erläutert werden. Dabei zeigen:
Fig. 1
einen Axialschnitt eines Leuchten-Reflektors mit einem bevorzugten Reflektorkörper und einem erfindungsgemäßen äußeren Reflektorträger sowie einer optionalen Schutzscheibe,
Fig. 2
eine Seitenansicht nur des Reflektorkörpers in der bevorzugten Ausgestaltung gemäß Fig. 1,
Fig. 3
einen ebenen Blechzuschnitt für den bevorzugten Reflektorkörper in einer ersten Ausführung,
Fig. 4
eine zweite Ausführung eines Blechzuschnitts ähnlich Fig. 3,
Fig. 5
einen vergrößerten Längsschnitt durch den Bereich eines Reflektorsegmentes in der Schnittebene V-V gemäß Fig. 2,
Fig. 6
eine Ansicht wie in Fig. 1 in einer Ausführungsvariante,
Fig. 7
eine Draufsicht einer Schutzscheibe in Pfeilrichtung VII gemäß Fig. 6,
Fig. 8
eine weitere Ansicht analog zu Fig. 1 und 6 in einer weiteren Alternative,
Fig. 9
einen Axialschnitt des erfindungsgemäßen äußeren Reflektorträgers in der Ausführung entsprechend Fig. 1 und 6 und
Fig. 10
eine Ansicht wie in Fig. 9 in einer alternativen, z. B. für die Reflektor-Ausführung gemäß Fig. 8 konzipierten Ausführung des Reflektorträgers und
Fig. 11
eine Ansicht wie in Fig. 1 in einer alternativen Ausgestaltung des Reflektorkörpers.


[0013] In den verschiedenen Figuren der Zeichnung sind gleiche Teile stets mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

[0014] In den Figuren 1, 6 und 8 ist jeweils ein erfindungsgemäßer Leuchten-Reflektor 1 mit einem hohlen, im Wesentlichen rotationssymmetrisch parabolförmigen Reflektorkörper 2 in einer Anordnung innerhalb eines äußeren Reflektorträgers 4 dargestellt. Die Fig. 2 zeigt den Reflektorkörper 2 gesondert in Seitenansicht, und in den Figuren 9 und 10 sind zwei Ausführungen des erfindungsgemäßen Reflektorträgers 4 gesondert veranschaulicht.

[0015] Der Reflektorkörper 2 weist eine innere Reflexionsfläche 6 (vgl. auch Fig. 5) sowie einen Innenquerschnitt auf, der entsprechend der Parabolform in Richtung einer Längsmittelachse 8 von einer hinteren, kleineren Leuchtmittelöffnung 10 bis zu einer vorderen, größeren Lichtaustrittsöffnung 12 zunimmt.

[0016] Durch die Leuchtmittelöffnung 10 hindurch kann ein nicht dargestelltes Leuchtmittel zumindest bereichsweise in einen Brennpunktbereich des Reflektorkörpers 2 eingeführt werden. Das von dem jeweiligen Leuchtmittel ausgehende Licht wird von der Reflexionsfläche 6 so reflektiert, dass es gebündelt oder diffus aus der Lichtaustrittsöffnung 12 abgestrahlt wird.

[0017] In den dargestellten bevorzugten Ausführungen ist vorgesehen, dass der Reflektorkörper 2 an einer Stelle seines Umfangs zwischen der Leuchtmittelöffnung 10 und der Lichtaustrittsöffnung 12 durchgehend geteilt und im übrigen Umfangsbereich über mehrere über den Umfang verteilt angeordnete, jeweils nur derart bereichsweise zwischen der Leuchtmittelöffnung 10 und der Lichtaustrittsöffnung 12 verlaufende Schlitze 14 in mehrere Reflektorsegmente 16 unterteilt ist, dass die aus dieser Unterteilung resultierenden Reflektorsegmente 16 über verbleibende, ungeschlitzte Verbindungsbereiche 18 jeweils paarweise einstückig miteinander verbunden sind. Daraus ergibt sich, dass die Reflektorsegmente 16 jeweils streifenförmig mit einem ersten, schmaleren Endabschnitt 20 auf der Seite der Leuchtmittelöffnung 10 und einem zweiten, breiteren Endabschnitt 22 auf der Seite der Lichtaustrittsöffnung 12 ausgebildet sind.

[0018] Durch diese bevorzugte Ausgestaltung kann der Reflektorkörper 2 aus einem einteiligen Zuschnitt 24 - siehe dazu Fig. 3 und 4 - aus einem einseitig, d. h. auf der die Reflexionsfläche 6 bildenden Seite, veredelten, stark lichtreflektierenden Blechmaterial geformt sein. Dieser einteilige Zuschnitt 24 hat in seiner ursprünglichen, in einer Ebene liegenden Ausgestaltung mit den streifenförmigen und in radialer Ausrichtung über die seitlichen Verbindungsbereiche 18 verbundenen Reflektorsegmenten 16 eine insgesamt etwa C-förmige Flächenform. Aus diesem flachen Ausgangszustand heraus kann insbesondere in einem Roll-, Tiefzieh- und/oder Prägeverfahren die Parabolform des Reflektorkörpers 2 gebildet werden. Dabei wird jedes Reflektorsegment 16 durch Krümmung (Wölbung) in zwei Flächen-Koordinatenrichtungen dreidimensional verformt.

[0019] Hierbei ist es vorteilhaft, wenn die Reflektorsegmente 16 gemäß Fig. 3 und 4 in dem ebenen Zustand des Blechzuschnitts 24 leicht konvex gekrümmt verlaufende Seitenränder 26 aufweisen, wobei die Krümmung in Anpassung an die gewünschte Parabolform so ausgelegt ist, dass in dem fertig geformten Zustand eine Minimierung der Breite der Schlitze 14 erreicht wird.

[0020] In bevorzugter Ausgestaltung sind die ungeschlitzten Verbindungsbereiche 18 etwa mittig zwischen der Leuchtmittelöffnung 10 und der Lichtaustrittsöffnung 12 angeordnet, so dass die Endabschnitte 20, 22 jedes Reflektorsegmentes 16 als freie, seitlich von den Schlitzen 14 unterteilte Enden ausgebildet sind.

[0021] Gemäß Fig. 3 und 4 sind die Reflektorsegmente 16 des ursprünglich ebenen Zuschnitts 24 in einer kreisbogenförmigen, insbesondere etwa halbkreisförmigen Reihe angeordnet, wobei die beiden letzten Reflektorsegmente 16 a und 16b nur jeweils an einem Seitenrand einstückig mit dem benachbarten Reflektorsegment 16 verbunden sind. Diese beiden endseitigen Reflektorsegmente 16a, b sind in dem fertig geformten Zustand des Reflektorkörpers 2 axial vollständig getrennt. Dabei können sie - wegen der bevorzugten Anordnung des Reflektorkörpers 2 in dem Reflektorträger 4 - in der Ausgestaltung gemäß Fig. 3 auch im fertig geformten Zustand ohne Verbindung über einen durchgehenden Schlitz benachbart sein. In der in Fig. 4 veranschaulichten Alternative können diese beiden Reflektorsegmente 16a, b über Verbindungsmittel 28 randlich miteinander verbunden werden. In dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Verbindungsmittel 28 als Laschenverbindung ausgebildet, wobei das eine Reflektorsegment 16a beispielsweise zwei Laschen 30 aufweist, die durch jeweils eine Schlitzöffnung 32 des anderen Reflektorsegmentes 16b geführt und verformt, beispielsweise umgebogen und/oder verdreht werden.

[0022] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung ist einerseits vorgesehen, dass die Reflektorsegmente 16 an ihren ersten, schmaleren Endabschnitten 20 parallel zur Längsmittelachse 8 ausgerichtete, um die Leuchtmittelöffnung 10 herum verteilt angeordnete Endstege 34 aufweisen, die gemeinsam praktisch einen axial vorstehenden, über Schlitze unterteilten Ringsteg bilden. Andererseits weisen die Reflektorsegmente 16 an ihren zweiten, breiteren Endabschnitten 22 senkrecht zur Längsmittelachse 8 nach außen umgewinkelte, insgesamt einen die Lichtaustrittsöffnung 12 umschließenden und in der Ebene der Lichtaustrittsöffnung 12 liegenden Ringsteg bildende Stegabschnitte 36 auf. Auch diese Stegabschnitte 36 sind jeweils über die Schlitze 14 voneinander getrennt.

[0023] Die Anzahl der Reflektorsegmente 16, in die der Reflektorkörper 2 unterteilt ist, hängt von der Größe des Reflektorkörpers 2 sowie von der jeweiligen lichttechnischen, anwendungsspezifischen Aufgabenstellung ab. In aller Regel wird es sich um eine Anzahl im Bereich von zwölf bis achtzehn Reflektorsegmenten 16 handeln. Bei den dargestellten, bevorzugten Ausführungsbeispielen besteht der Reflektorkörper 2 aus fünfzehn Reflektorsegmenten 16.

[0024] Die innere Reflexionsfläche 6 des Reflektorkörpers 2 kann glatt verspiegelt oder facettenartig strukturiert ausgebildet sein. Die Struktur hängt von den gewünschten Reflexionseigenschaften ab.

[0025] Abweichend von den Darstellungen in Fig. 3 und 4 können die Schlitze 14 in der Praxis noch deutlich schmaler sein. Vorzugsweise liegt die Breite der Schlitze 14 im geformten Zustand des Reflektorkörpers 2 im Bereich von nur 0 bis 0,3 mm.

[0026] Was nun den erfindungsgemäß zusätzlich vorgesehenen Reflektorträger 4 betrifft, so weist dieser eine an den Reflektorkörper 2 angepasste, entsprechend parabolförmige, nur geringfügig größere Ausgestaltung zur passenden Aufnahme des Reflektorkörpers 2 auf. Um eine gute Fixierung und Stabilisierung des bevorzugt segmentierten Reflektorkörpers 2 zu erreichen, wird vorzugsweise der Reflektorkörper 2 über geeignete Mittel innerhalb des Reflektorträgers 4 befestigt.

[0027] Der Reflektorträger 4 ist bevorzugt einteilig und rotationssymmetrisch aus einer ursprünglich flachen Blechronde, insbesondere aus einem Aluminiumblech, umgeformt. Dazu wird die Blechronde in Rotation versetzt und auf ein die Reflektor-Innenkontur aufweisendes Formwerkzeug gedrückt.

[0028] Der Reflektorträger 4 kann im Bereich der Leuchtmittelöffnung 10 einen axial vorstehenden Ringkragen 38 aufweisen. Hierdurch ergibt sich die Möglichkeit, gemäß Fig. 1 die Endstege 34 der Reflektorsegmente 16 des Reflektorkörpers 2 durch den Ringkragen 38 zu führen und zur Fixierung in Richtung der in Fig. 1 eingezeichneten Pfeile 40 um mindestens 90° oder auch um 180° nach außen umzubiegen.

[0029] Wie beispielhaft in Fig. 6 und 8 dargestellt ist, kann der Reflektorkörper 2 aber auch so in dem Reflektorträger 4 gehalten sein, dass die Endstege 34 frei innerhalb des Reflektorträgers 4 angeordnet sind. Insbesondere in diesem Fall wird der Reflektorkörper 2 über die vorderen Stegabschnitte 36 befestigt. Dazu weist der Reflektorträger 4 im Bereich der Lichtaustrittsöffnung 12 des Reflektorkörpers 2 Haltemittel 42 für den Reflektorkörper 2 und vorzugsweise auch für bestimmte Zusatzkomponenten, wie insbesondere eine die Lichtaustrittsöffnung 12 überdeckende Schutzscheibe 44 und/oder sonstige Vorsätze auf. Bevorzugt werden die Haltemittel 42 durch einen Aufnahmeflansch gebildet, der aus einem sich radial nach außen erstreckenden Flanschabschnitt 46 und einem sich daran anschließenden, axial vorstehenden Umfangsrand 48 besteht. Zur Halterung kann der Reflektorkörper 2 mit den Stegabschnitten 36 in den Umfangsrand 48 eingesetzt und auf den Flanschabschnitt 46 aufgelegt und dann insbesondere gemeinsam mit der Schutzscheibe 44 befestigt werden. Hierzu kann die Schutzscheibe 44 unmittelbar über eine Bajonettverbindung befestigt werden. Dazu kann gemäß Fig. 7 die Schutzscheibe 44 auf ihrem Außenumfang radiale Bajonettansätze 50 aufweisen, die in entsprechende Bajonettausnehmungen 52 des Umfangsrandes 48 eingesetzt und durch Verdrehen befestigt werden können.

[0030] In einer analogen Weise können auch beliebige andere Zusatzteile, wie Abblendelemente, Filterscheiben, Blendkappen, Raster oder dergleichen, befestigt werden.

[0031] In der in Fig. 8 dargestellten Ausführungsvariante ist der Reflektorkörper 2 gemeinsam mit der Schutzscheibe 44 unlösbar befestigt, indem der Umfangsrand 48 des Reflektorträgers 4 nach innen umgebördelt ist.

[0032] Der Reflektorträger 4 kann mit einer für ein ansprechendes Design behandelten, beispielsweise lackierten, sandgestrahlten und/oder auf andere Weise beschichteten Außenoberfläche 54 ausgebildet sein. Die Qualität der inneren Oberfläche des Reflektorträgers 4 ist vorteilhafterweise unerheblich, weil sie ja nach dem Einsetzen des Reflektorkörpers 2 nicht sichtbar ist.

[0033] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern umfasst auch alle im Sinne der Erfindung gleichwirkenden Ausführungen. So kann an Stelle des bevorzugten und konkret beschriebenen segmentierten Reflektorkörpers 2 auch eine beliebige andere, insbesondere einstückige und rotationssymmetrische Ausführung in Kombination mit dem Reflektorträger 4 verwendet werden, wie dies in Fig. 11 dargestellt ist. Dieser Reflektorkörper 2 weist zudem eine facettenartig strukturierte Reflexionsfläche auf, die nur teilweise angedeutet ist. Ferner ist die Erfindung auch nicht auf die im Anspruch 1 definierte Merkmalskombination beschränkt, sondern kann auch durch jede beliebige andere Kombination von bestimmten Merkmalen aller insgesamt offenbarten Einzelmerkmalen definiert sein. Dies bedeutet, dass grundsätzlich praktisch jedes Einzelmerkmal des Anspruchs 1 weggelassen bzw. durch mindestens ein an anderer Stelle der Anmeldung offenbartes Einzelmerkmal ersetzt werden kann. Insofern sind die Ansprüche lediglich als ein erster Formulierungsversuch für eine Erfindung zu verstehen.


Ansprüche

1. Leuchten-Reflektor (1), bestehend aus einem im Wesentlichen parabolförmigen Reflektorkörper (2) mit einer inneren Reflexionsfläche (6) und mit einem in Richtung einer Längsmittelachse (8) von einer hinteren Leuchtmittelöffnung (10) bis zu einer vorderen Lichtaustrittsöffnung (12) zunehmenden Innenquerschnitt, gekennzeichnet durch einen äußeren, den Reflektorkörper (2) aufnehmenden Reflektorträger (4) mit einer an den Reflektorkörper (2) angepassten, entsprechend parabolförmigen Ausgestaltung.
 
2. Leuchten-Reflektor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Reflektorträger (4) einteilig und rotationssymmetrisch aus einem ursprünglichen flachen Vormaterial, insbesondere aus einem Aluminiumblech, umgeformt ist.
 
3. Leuchten-Reflektor nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Reflektorträger (4) im Bereich der Lichtaustrittsöffnung (12) des Reflektorkörpers (2) Haltemittel (42) zum lösbaren oder unlösbaren Befestigen des Reflektorkörpers (2) sowie bevorzugt von Zusatzkomponenten, wie insbesondere einer die Lichtaustrittsöffnung (12) überdeckenden Schutzscheibe (44) und/oder sonstigen Vorsätzen, aufweist.
 
4. Leuchten-Reflektor nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der Reflektorträger (4) eine behandelte, z. B. lackierte, sandgestrahlte und/oder beschichtete Außenoberfläche (54) aufweist.
 
5. Leuchten-Reflektor nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der Reflektorkörper (2) an einer Umfangsstelle zwischen der Leuchtmittelöffnung (10) und der Lichtaustrittsöffnung (12) durchgehend geteilt und im Übrigen über mehrere über den Umfang verteilt angeordnete, jeweils nur derart bereichsweise zwischen der Leuchtmittelöffnung (10) und der Lichtaustrittsöffnung (12) verlaufende Schlitze (14) in mehrere Reflektorsegmente (16) unterteilt ist, dass die Reflektorsegmente (16) über verbleibende, ungeschlitzte Verbindungsbereiche (18) einstückig miteinander verbunden sind.
 
6. Leuchten-Reflektor nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Reflektorsegmente (16) jeweils streifenförmig mit einem ersten, schmaleren Endabschnitt (20) auf der Seite der Leuchtmittelöffnung (10) und einem zweiten, breiteren Endabschnitt (22) auf der Seite der Lichtaustrittsöffnung (12) ausgebildet sind.
 
7. Leuchten-Reflektor nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die ungeschlitzten Verbindungsbereiche (18) etwa mittig zwischen der Leuchtmittelöffnung (10) und der Lichtaustrittsöffnung (12) liegen.
 
8. Leuchten-Reflektor nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass zwei beidseitig neben der durchgehend geteilten Umfangsstelle angeordnete Reflektorsegmente (16a, 16b) ohne Verbindung über einen durchgehenden Schlitz benachbart oder über Verbindungsmittel (28) randlich miteinander verbunden sind.
 
9. Leuchten-Reflektor nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsmittel (28) als Laschenverbindung ausgebildet sind, wobei mindestens eine als Ansatz des einen Reflektorsegmentes (16a) gebildete Lasche (30) durch eine Schlitzöffnung (32) des anderen Reflektorsegmentes (16b) geführt und verformt ist.
 
10. Leuchten-Reflektor nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Reflektorsegmente (16) an ihrem ersten, schmaleren Endabschnitt (20) parallel zur Längsmittelachse (8) ausgerichtete, um die Leuchtmittelöffnung (10) herum verteilt angeordnete Endstege (34) aufweisen.
 
11. Leuchten-Reflektor nach einem der Ansprüche 6 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Reflektorsegmente (16) an ihrem zweiten, breiteren Endabschnitt (22) senkrecht zur Längsmittelachse (8) nach außen ragende, insgesamt einen die Lichtaustrittsöffnung (12) umschließenden Ringsteg bildende Stegabschnitte (36) aufweisen.
 
12. Leuchten-Reflektor nach einem der Ansprüche 5 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass der Reflektorkörper (2) aus einem einteiligen Zuschnitt (24) aus einem einseitig veredelten, stark lichtreflektierenden Flachmaterial geformt ist, wobei der ursprünglich in einer Ebene liegende Zuschnitt (24) mit den streifenförmigen und in radialer Ausrichtung über die seitlichen Verbindungsbereiche (18) verbundenen Reflektorsegmenten (16) eine insgesamt etwa C-förmige Flächenform aufweist.
 
13. Leuchten-Reflektor nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Reflektorsegmente (16) in dem ebenen Zustand des Zuschnitts (24) leicht konvex gekrümmt verlaufende Seitenränder (26) aufweisen.
 
14. Leuchten-Reflektor nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die innere Reflexionsfläche (6) des Reflektorkörpers (2) glatt oder facettenartig strukturiert ausgebildet ist.
 




Zeichnung