(19)
(11)EP 2 428 972 B1

(12)EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45)Hinweis auf die Patenterteilung:
21.09.2016  Patentblatt  2016/38

(21)Anmeldenummer: 11007263.4

(22)Anmeldetag:  07.09.2011
(51)Int. Kl.: 
H01H 31/12  (2006.01)

(54)

Elektrischer Trennschalter mit einer Blockade gegen das Herausnehmen des Deckels

Electrical circuit breaker with a blockade to prevent the lid from being removed

Sectionneur électrique doté d'un blocage contre l'extraction du couvercle


(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30)Priorität: 10.09.2010 PL 39235810

(43)Veröffentlichungstag der Anmeldung:
14.03.2012  Patentblatt  2012/11

(73)Patentinhaber: APATOR S.A.
87-100 Torun (PL)

(72)Erfinder:
  • Szarzynski, Krzysztof
    88-320 Strzelno (PL)
  • Latka, Tomasz
    87-220 Radzyn Chelminski (PL)
  • Luczak, Robert
    87-080 Wloclawek (PL)
  • Geberle, Damian
    94-058 Lodz (PL)
  • Baran, Marcin
    95-080 Tuszyn (PL)

(74)Vertreter: Bischof, Oliver 
An den Speichern 6
48157 Münster
48157 Münster (DE)


(56)Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 0 563 530
DE-A1- 10 014 055
EP-A2- 0 802 551
DE-A1- 10 115 103
  
      
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine elektrische Lastschaltleiste, umfassend ein Gehäuse, einen beweglichen Deckel und einen hebelartig am Deckel eingesetzten Handgriff sowie ein am Deckel schwenkbar angeordnetes, ein Griffteil aufweisendes Löseelement.

    [0002] Aus DE 29605800 U1 ist eine Lastschaltleiste mit einem an ihrem Deckel gelenkig befestigten Löseelement in Form einer Klappe bekannt, an der wiederum hakenförmige Ansatzstücke angeordnet sind, die die Länge der am Deckel angeordneten Langlöcher begrenzen. Die Klappe ist mit einem Griffteil versehen. Mit dem Deckel ist gelenkig ein erstes Hebelpaar verbunden, das einen Handgriff trägt. Ein zweites Hebelpaar ist über ein in den Langlöchern geführtes Zapfen-Paar ebnenfalls mit dem Deckel verbunden. Wenn die Klappe hochgeklappt ist, nehmen die in den Langlöchern verschiebbaren Zapfen eine Endlage an, bei der der Handgriff aus dem Gehäuse herausgenommen werden kann. Die Blockade gegen das Herausnehmen des Deckels wird folgendermaßen verwirklicht: In der Betriebsstellung ist die Klappe hinuntergeklappt, wodurch die Bewegungsfreiheit der Zapfen begrenzt und infolgedessen das Herausziehen des mit dem Deckel verbundenen Handgriffs aus dem Gehäuse verhindert ist. Die Bedienung der Blockade erfordert immer eine mühsame Ent- und Verriegelung des Löseelements, also der Klappe. Das Löseelement ist drehbar gegenüber einer quer zur Längsausrichtung der Lastschaltleiste liegenden Drehachse angeordnet.

    [0003] Ferner ist aus EP 0 563 530 A1 eine Lastschaltleiste mit einem Gehäuse und Schalterdeckel mit einem plattenförmigen Sicherungselement bekannt. Das Sicherungselement weist Vorsprünge auf, die in spezielle Aussparungen des Gehäuses einrasten.

    [0004] Weiterhin ist aus DE 101 15 103 A1 eine Lastschaltleiste mit einem an ihrem Deckel angeordneten, plattenförmigen Sperrelement mit Rastnocken bekannt. Die Rastnocken greifen in die dafür vorgesehenen Nuten im Gehäuse ein.

    [0005] EP-A-0802551 offenbart eine Lastschaltleiste nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0006] Bekannt sind ebenfalls Konstruktionslösungen von Leistensicherheits-trennschaltern, bei denen am Deckel ein Element verschiebbar befestigt ist, das nach der Trennung die Bewegung eines Verbindungs-hebels einschränkt und das Herausnehmen des Deckels unmöglich macht.

    [0007] Die Aufgabe der Erfindung ist, eine elektrische Lastschaltleiste mit einer vereinfachten Bedienung der Blockade gegen das Herausnehmen des Deckels zu entwickeln.

    [0008] Diese Aufgabe ist durch eine elektrische Lastschaltleiste nach Anspruch 1 gelöst.

    [0009] Der Begriff "spatelförmig" bezieht sich auf die Form eines Flachelementes, wie abgelängtes Flacheisen oder ärztlicher Flachspatel. Ein solches Flachelement kann an wenigstens einem Ende abgerundet sein.

    [0010] Das Löseelement kann wenigstens eine durchgehende, vorzugsweise im mittlerem Bereich liegende Öffnung aufweisen, in die ein an der Trennwand angeordneter Stift oder Bolzen einrastet, so das das Löseelement schwenkbar am Stift verbunden ist.

    [0011] Darüber hinaus kann das Löseelement Anschlagelemente aufweisen, die bei Verschwenkung in Querrrichtung gegen entsprechende, am Deckel angeordnete Anschlagelemente stoßen und dadurch die Schwenkbewegung einschränken. Die besagten Anschlagelemente des Löseelementes sind vorzugsweise an einem handlichen Griffteil angeordnet.

    [0012] Ferner kann das Löseelement wenigstens ein weiteres Anschlagelement aufweisen, das an einem dem Griffteil gegenüber liegenden Ende angeordnet ist. Das Anschlagelement kann abgeflacht und abgerundet sein, so dass über entsprechende Leitflächen innerhalb des Deckels oder des Gehäuses gleiten kann. Die Verstellung des Löseelementes erfolgt also in einer Ebene, die durch die quer liegende Trennwand des Deckels definiert ist.

    [0013] Bei der Lastschaltleiste kann vorzugsweise das Griffteil des Löseelementes in einer Querrichtung, d. h. quer zur Längsachse des Deckels, innerhalb einer am Deckel eingearbeiteten Öffnung verschiebbar entlang einer Bogenlinie angeordnet sein. Die Öffnung ist vorzugsweise eine Langlochöffnung.

    [0014] Vorteilhaft ist, wenn das Löselement mit wenigstens einem Positionierungselement versehen ist, das sich mit einem im Deckel befindlichen Sitzelement verzahnen kann. Die Verzahnung der Positionierungselemente mit den Siztelementen verbessert die Lagestabilität des Löseelementes.

    [0015] Von Vorteil ist eine vereinfachte Bedienung der Deckelblockade im Vergleich zu bekannten Lösungen. Das Löseelement hat zwei stabile Arbeitsstellungen, d.h. nach der Verstellung verbleibt das Löseelement in der gewählten Position ohne dass es gestützt werden muss und ohne dass während des Herausnehmens des kompletten Deckels aus dem Apparat zusätzliche Schritte mit Hilfe des Handgriffs bzw. des Hebels durchgeführt werden müssen.

    [0016] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass vor dem Einsetzen des kompletten Deckels in das Gehäuse keine Verstellung des Löseelements erforderlich ist, denn ein ungehindertes Einsetzen des kompletten Deckels in das Gehäuse des Trennschalters ist bei beliebiger Position des Löseelements möglich.

    [0017] Die Erfindung ist in Ausführungsbeispielen anhand der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht, deren Figuren zeigen:
    Fig. 1
    einen Trennschalter in einer perspektivischen Darstellung,
    Fig. 2
    einen kompletten Deckel in einer perspektivischen Darstellung,
    Fig. 3
    ein Deckelelement in einer perspektivischen Ansicht von oben gesehen,
    Fig. 4
    das Deckelelement gemäß Fig. 3 in einer perspektivischen Ansicht von unten,
    Fig. 5
    ein Detail "A" des in der Fig. 4 abgebildeten Deckelelementes, in einer perspektivischen Darstellung,
    Figuren 6 und 7
    ein Löseelement, jeweils in einer perspektivischen Ansicht,
    Fig. 8
    Anordnung des Löseelementes im Deckel und Schema der Schwenkbewegung in Draufsicht auf Flachseite des Löseelementes,
    Fig. 9
    einen Handgriff in einer perspektivischen Darstellung,
    Fig. 10
    ein offenes Gehäuse in einer perspektivischen Ansicht,
    Fig. 11
    ein Detail "B" des in der Fig. 10 abgebildeten Gehäuses,
    Fig. 12
    den Trennschalter in einem Längsschnitt und in einer offenen Position, perspektivisch gesehen,
    Fig. 13
    ein vergrößertes Detail "C" gemäß Fig. 12,
    Fig. 14
    das Deckelelement in Draufsicht auf seinen oberen Mittelsteg,
    Fig. 15
    ein vergrößertes Detail "D" gemäß Fig. 14.


    [0018] Die in Figurenbeschreibung verwendeten Begriffe "unten" und "oben" beziehen sich auf den in Fig. 1 gezeigten vertikal aufgerichteten Trennschalter, dessen Unterteil 1 hier "unten" und dessen Deckel 3 "oben" liegt.

    [0019] Im nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiel der Erfindung ist mit der Bezugszahl 100 eine elektrische Lastschaltleiste, auch Trennschalter genannt, bezeichnet. Gemäß Fig. 1 umfasst die Lastschaltleiste 100 das komplette Unterteil 1 mit einem daran angeordneten Gehäuse 2 und dem kompletten Deckel 3. Der komplette Deckel 3 (vgl. Fig. 2 bis 4) besteht aus einem Deckelelement 4, einem Handgriff 5, einem blatt- bis spatelförmigen Löseelement 6 und aus drei durchsichtigen Fenstern 7.

    [0020] Das Deckelelement 4 weist einen Mittelsteg 28 und zwei spiegelsym-metrisch zueinander angeordnete, nach unten stehende Seitenteile 8 auf, die jeweils mit einem seitlich ragenden Stift 9 mit daran angeordneten Kragen 10 versehen sind. Die Stifte 9 sind zueinander auf den Längsseiten des Deckels 4 spiegelsymmetrisch angeordnet.

    [0021] Der in Fig. 1 und 9 gezeigte Handgriff 5 weist zwei Seitenteile 13 mit daran eingearbeiteten, schräg verlaufenden, länglichen Ausschnitten 12 auf, in die die besagten Stifte 9 eingreifen. Ferner sind an den Seitenteilen 13 des Handgriffs 5 nach innen ragende, in Öffnungen 11 eingreifende Stifte 14 eingebracht. Die Stifte 14 sind jeweils mit einem Kragen 15 versehen.

    [0022] An beiden Seitenteilen 8 des Deckelelementes 4 sind ovale Öffnungen 11 vorgesehen. Den auf das Deckelelement 4 gesetzten Handgriff 5, mit sichtbaren Stiften 9 und Kragen 10, eingesetzt in die Öffnungen 11, veranschaulicht insbesondere die Fig. 2. An den Seitenteilen 13 des Handgriffs 5 sind ferner etwa punktförmige, nach aussen ragende Positionierungselemente 22 (vgl. Fig. 9) angeordnet.

    [0023] Weiterhin sind an den Seitenteilen 8 des Deckelelementes 4 erste Positionierungselemente 16 (vgl. Fig. 3) angeordnet, die in einer offenen Stellung der Lastschaltleiste 100 in die in Fig. 9 gezeigten Öffnungen 17 in den Seitenteilen 13 des Handgriffs 5 eingreifen und dadurch den Handgriff 5 in dieser offenen Position (vgl. Fig. 12) halten.

    [0024] Wie insbesondere die Figuren 3 und 4 zeigen, sind am Deckelelement 4 paarweise von dem Mittelsteg 28 nach unten abfallende, erste Führungsleisten 18 und zweite Führungsleisten 19 angeordnet. Die Führungsleisten 18, 19 sind zu den im Gehäuse 2 seitlich angeordneten Führungen 20 (vgl. Fig. 10) derart angepasst, dass sie darin verschiebbar sind. Die ersten Führungsleisten 18 weisen jeweils eine Öffnung 21 auf, die zu den nach aussen ragenden Positionierungselementen 22 des Handgriffs 5 kompatibel sind. In geschlossener Stellung bzw. Parkstellung des Trennschalters greifen die Positionierungselemente 22 in die Öffnungen 21 ein, wodurch der Handgriff 5 in geschlossener Position gehalten wird.

    [0025] Das Löseelement 6 hat die Form eines mit einem Griffteil 30 versehenen Spatels 23 (vgl. Figuren 6, 7 und 8), der an seinem dem Griffteil 30 gegenüber liegenden Ende 49 ein Anschlagelement 41 trägt. Das Anschlagelement 41 ist abgeflacht und weist zwei seitlich angeordnete Rundungen 52, 53 auf, von denen die Rundung 52 eine Gleitfläche 43 und die Rundung 53 eine Gleitfläche 45 bilden. Dementsprechend ist das Ende 49 des Spatels 23 beidseitig abgerundet.

    [0026] Mitten im Spatel 23 ist eine durchgehende Öffnung 27 angeordnet, in die ein an einer Trennwand 24 (vgl. Fig. 5) des Deckelelementes 4 angeordneter Stift 25 in Rasteingriff gebracht ist, wie es der Fig. 13 zu entnehmen ist. Diese Verbindung ermöglicht eine Schwenkung des Löseelements 6 in Querrichtung Q (vgl. Fig. 8 und es 14) gegenüber dem Deckelelement 4 entlang einer in Fig. 8 schematisch angedeuteten Bogenlinie 51, und zwar in einer Ebene E (vgl. Fig. 14), die durch die besagte Trennwand 24 definiert ist. Die es Drehachse 47 (vgl. Fig. 6 und 13) des einmontierten Löseelements 6 ist parallel zu einer Längsachse 48 des Deckelelementes 4 angeordnet. Die Bogenlinie 51 ist durch einen Radius R beschrieben, dessen Mittelpunkt am Stift 25 bzw. an der Drehachse 47 liegt.

    [0027] Der Stift 25 besitzt einen Kragen 26, der verhindert, dass sich der Stift 25 aus der Öffnung 27 des Löseelements 6 löst. Außerdem ist der Stift 25 sowie der Kragen 26 zweigeteilt (vgl. Fig. 5), um das Einrasten in die Öffnung 27 durch entstandene Federkraft zu erleichtern.

    [0028] Wie Fig. 3 zeigt, ist an dem Mittelsteg 28 des Deckelelementes 4 eine rechteckige Öffnung 29 die Form einer Langlochöffnng angeordnet, in der das Griffteil 30 des Löseelements 6 zugänglich ist und längs des besagten Bogens 51 (vgl. Fig. 8) geführt werden kann. Das Griffteil 30 selbst besteht aus einem leicht konkaven Mittelsteg 54 und zwei senkrecht abstehenden Seitenwänden 31, 33, die in stegförmige Anschlagelemente 32, 34 (vgl. Figuren 6, 7 und 8) auslaufen. Die Konkavität des Mittelstegs 54 ist ergonomisch an den Daumen bzw. Finger der bedienenden Person angepasst. Ferner ist am Mittelsteg 54 des Griffteils 30 ein Pfeil 55 (vgl. Figuren 6, 7 und 15) zu sehen, der im vorliegenden Fall die Löserichtung der Blockade zeigt.

    [0029] In der Öffnung 29 sind außerdem Anschlagelemente 35, 39 eingebracht (vgl. insbesondere Fig. 8), die die Schwenkbewegung des Löseelementes 6 einschränken. Bei einer maximalen Verschwenkung des Löseelementes 6 (vgl. Fig. 8) stoßen die beiden am Griffteil 30 liegenden Anschlagelemente 32, 34 (entweder nach links oder nach rechts) gegen die in der Öffnung 29 angeordneten Anschlagelemente 35, 39. Am Griffteil 30 ist noch ein weiterer, zwischen den Anschlagelementen 32, 34 liegender und planparallel zu einer Flachseite 50 des Spatels 23 angeordneter Wandabschnitt 36 (vgl. Fig. 6) zu sehen, an dem wiederum ein Positionierungselement 37 eingebracht ist. Nach der Verschiebung des Griffteils 30 des Löseelements 6 nach rechts, d.h. in Pfeilrichtung, lehnt sich das Anschlagelement 32 gegen das Anschlagelement 39, das in der rechteckigen Öffnung 29 des Deckelelementes 4 angeordnet ist. In dieser Position verzahnt sich das Positionierungselement 37 mit einem ebenso in der rechteckigen Öffnung 29 des Deckelelementes 4 angeordneten Sitzelement 38 (vgl. Fig. 5), wodurch eine selbsttätige Verlagerung des Löseelements 6 verhindert wird.

    [0030] Nach der Verschiebung des Griffteils 30 des Löseelements 6 nach links lehnt sich das andere Anschlagelement 34 gegen das in der rechteckigen Öffnung 29 liegendes Anschlagelement 35. Zusätzlich verzahnt sich das Positionierungselement 37 in dieser Position mit einem zweiten Sitzelement 40 (vgl. Fig. 5), das ebenso in der rechteckigen Öffnung 29 des Deckelelementes 4 befindlich ist, wodurch eine selbsttätige Verlagerung des Löseelements 6 verhindert wird.

    [0031] Das am Spatel 23 des Löseelements 6 angeordnete Anschlagelement 41 kommt nach dem Öffnen oder Einparken des Trennschalters mit einem im Gehäuse 2 befindlichen weiteren, in Fig. 13 gezeigten Anschlagelement 42 in Kontakt, wodurch ein Herausnehmen des kompletten Deckels 3 aus dem Gehäuse 2 verhindert wird.

    [0032] Um den kompletten Deckel 3 aus dem Gehäuse 2 herauszunehmen, sollte das Griffteil 30 des Löseelements 6 so weit wie möglich nach rechts, d.h. in Pfeilrichtung, verschoben werden. In dieser Position kommt es zur Verschiebung des Anschlagelementes 41 des Löseelements 6 hinter das Anschlagelement 42 im Gehäuse 2. Der Deckel kann abgehoben werden. Beim erneuten Einsetzen des kompletten Deckels 3 in das Gehäuse 2 zum Zwecke des Schließens oder Einparkens des Trennschalters kann sich das Griffteil 30 des Löseelements 6 in einer beliebigen Position befinden. Nach dem Aufsetzen des Deckels gelangt das Löseelement 6 wieder in die in Fig. 1 gezeigte Ausgangsposition.

    [0033] Wenn das Griffteil 30 des Löseelements 6 die rechte Endstellung eingenommen hat, dann verschiebt sich die am Anschlagelement 41 des Löseelements 6 angeordnete erste Gleitfläche 43 auf der ersten Leitfläche 44 (vgl. Fig. 11) im Gehäuse 2. Dies bewirkt eine Schwenkung des Löseelements 6 sowie eine Verschiebung des Anschlagelementes 41 hinter das Anschlagelement 42 in eine Position, die ein Herausnehmen des kompletten Deckels 3 aus dem Gehäuse 2 unmöglich macht.

    [0034] Wenn das Griffteil 30 des Löseelements 6 sich in einer anderen Position befindet als die rechte Endstellung, dann verschiebt sich die am Anschlagelement 41 des Löseelements 6 angeordnete zweite Gleitfläche 45 auf der zweiten Leitfläche 46 im Gehäuse 2, worauf sich die erste, am Anschlagelement 41 angeordnete Gleitfläche 43 auf der ersten Leitfläche 44 (vgl. Fig. 11) im Gehäuse 2 verschiebt. Dies bewirkt wiederum eine Schwenkung des Löseelements 6 sowie eine Verschiebung des Anschlagelementes 41 in eine Position, die ein Herausnehmen des kompletten Deckels 3 aus dem Gehäuse 2 unmöglich macht.

    Bezugszeichenliste:



    [0035] 
    1
    komplettes Unterteil
    2
    Gehäuse
    3
    kompletter Deckel
    4
    Deckelelement
    5
    Handgriff
    6
    Löseelement
    7
    Fenster
    8
    Seitenteil
    9
    Stift
    10
    Kragen
    11
    ovale Öffnung
    12
    Ausschnitt
    13
    Seitenteil
    14
    Stift
    15
    Kragen
    16
    erste Positionierungselemente
    17
    Öffnung
    18
    erste Führungsleisten
    19
    zweite Führungsleisten
    20
    Führungen
    21
    Öffnung
    22
    Positionierungselement
    23
    Spatel
    24
    Trennwand
    25
    Stift
    26
    Kragen
    27
    Öffnung
    28
    Mittelsteg
    29
    rechteckige Öffnung
    30
    Griffteil
    31
    Seitenwand
    32
    Anschlagelement
    33
    Seitenwand
    34
    Anschlagelement
    35
    Anschlagelement
    36
    Wandabschnitt
    37
    Positionierungselement
    38
    Sitzelement
    39
    Anschlagelement
    40
    Sitzelement
    41
    Anschlagelement
    42
    Anschlagelement
    43
    Gleitfläche
    44
    erste Leitfläche
    45
    Gleitfläche
    46
    zweite Leitfläche
    47
    Drehachse
    48
    Längsachse
    49
    Ende
    50
    Flachseite
    51
    Bogenlinie
    52
    Rundung
    53
    Rundung
    54
    Mittelsteg
    55
    Pfeil
    E
    Ebene
    R
    Radius
    Q
    Querrichtung
    100
    Lastschaltleiste



    Ansprüche

    1. Elektrische Lastschaltleiste (100), umfassend ein Unterteil (1), ein Gehäuse (2), ein bewegliches Deckelelement (4) und einen hebelartig am Deckelelement (4) eingesetzten Handgriff (5) sowie ein am Deckelelement (4) schwenkbar angeordnetes, ein Griffteil (30) aufweisendes Löseelement (6),
    dadurch gekennzeichnet, dass

    - das Löseelement (6) die Form eines mit dem Griffteil (30) versehenen Spatels (23) hat, welcher mit seiner Flachseite (50) senkrecht zu einer Längsachse (48) des Deckelelementes (4) ausgerichtet ist,

    - mitten im Löseelement (6) eine Öffnung (27) angeordnet ist,

    - in die Öffnung (27) ein an einer Trennwand (24) des Deckelelements (4) angeordneter Stift (25) einrastet,

    - und dass das Löseelement (6) schwenkbar auf den Stift (25) gesetzt ist.


     
    2. Lastschaltleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass

    - das Löseelement (6) wenigstens ein Anschlagelement (41) trägt, das an einem dem Griffteil (30) gegenüber liegenden Ende (49) des Löseelementes angeordnet ist und gegen ein innerhalb des Gehäuses (2) befindliches Anschlagelement (42) stößt,

    - das Anschlagelement (41) des Löseelementes (6) abgeflacht ist und zwei seitlich angeordnete Rundungen (52, 53) aufweist, die jeweils eine Gleitfläche (43, 45) bilden,

    - und dass die Gleitflächen (43, 45) beim Drehen des Löseelementes (6) um den Stift (25) wahlweise über im Gehäuse (2) befindliche Leitflächen (44, 46) gleiten.


     
    3. Lastschaltleiste nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Ende (49) des Löseelementes (6) durch Rundungen (52, 53) des Löseelementes abgerundet ist.
     
    4. Lastschaltleiste nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Griffteil (30) des Löseelementes (6) in einer Querrichtung (Q), d. h. quer zur Längsachse (48) des Deckelelementes (4), innerhalb einer am Deckelelement (4) eingearbeiteten Öffnung (29) verschiebbar entlang einer Bogenlinie (51) angeordnet ist.
     
    5. Lastschaltleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Griffteil (30) des Löseelementes (6) zwei Anschlagelemente (32, 34) aufweist, die die Schwenkbewegung des Löseelements (6) einschränken, indem sie gegen ein Anschlagselement (35) und ein weiteres Anschlagelement (39) in dem Deckel (4) stoßen.
     
    6. Lastschaltleiste nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Griffteil (30) des Löseelementes (6) einen Mittelsteg (54) aufweist, der in zwei senkrecht abstehende Wände (31, 33) übergeht, die wiederum jeweils in das Anschlagelement (35, 39) auslaufen.
     
    7. Lastschaltleiste nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement (32, 34) des Griffteils (30) stegförmig ist.
     
    8. Lastschaltleiste nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Mittelsteg (54) des Griffteils (30) konkav gemuldet ist.
     
    9. Lastschaltleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass am Löseelement (6) wenigstens ein Positionierungselement (37) angeordnet ist, das mit einem Sitzelement (38, 40) des Deckelelementes (4) in Verzahnung bringbar ist.
     


    Claims

    1. Electrical strip-type fuse-switch disconnector (100), comprising a lower part (1), a housing (2), a movable cover element (4) and a handle (5) which is installed on the cover element (4) in the manner of a lever, and a release element (6) which is pivotably arranged on the cover element (4) and comprises a gripping part (30), characterised in that

    - the release element (6) is in the form of a spatula (23) provided with the gripping part (30), which spatula is oriented with its flat side (50) perpendicular to a longitudinal axis (48) of the cover element (4),

    - an opening (27) is arranged centrally in the release element (6),

    - a pin (25) arranged on a separating wall (24) of the cover element (4) latches into the opening (27),

    - and in that the release element (6) is placed onto the pin (25) so as to be pivotable.


     
    2. Strip-type fuse-switch disconnector as claimed in claim 1, characterised in that

    - the release element (6) bears at least one stop element (41) which is arranged at an end (49) of the release element lying opposite the gripping part (30) and abuts against a stop element (42) located within the housing (2),

    - the stop element (41) of the release element (6) is flattened and comprises two laterally arranged rounded portions (52, 53) which each form a slide surface (43, 45),

    - and in that the slide surfaces (43, 45) selectively slide over guide surfaces (44, 46) located in the housing (2) upon rotation of the release element (6) about the pin (25).


     
    3. Strip-type fuse-switch disconnector as claimed in claim 2, characterised in that the end (49) of the release element (6) is rounded by rounded portions (52, 53) of the release element.
     
    4. Strip-type fuse-switch disconnector as claimed in claims 1 to 3, characterised in that the gripping part (30) of the release element (6) is arranged in a transverse direction (Q), i.e. transverse to the longitudinal axis (48) of the cover element (4), so as to be displaceable within an opening (29) incorporated in the cover element (4) along a curved line (51).
     
    5. Strip-type fuse-switch disconnector as claimed in any one of claims 1 to 4, characterised in that the gripping part (30) of the release element (6) comprises two stop elements (32, 34) which limit the pivoting movement of the release element (6), in that they abut against a stop element (35) and a further stop element (39) in the cover (4).
     
    6. Strip-type fuse-switch disconnector as claimed in claim 5, characterised in that the gripping part (30) of the release element (6) comprises a central web (54) which transitions into two perpendicularly protruding walls (31, 33) which in turn each run out into the stop element (35, 39).
     
    7. Strip-type fuse-switch disconnector as claimed in claim 6, characterised in that the stop element (32, 34) of the gripping part (30) is web-shaped.
     
    8. Strip-type fuse-switch disconnector as claimed in claim 7, characterised in that the central web (54) of the gripping part (30) is concavely trough-shaped.
     
    9. Strip-type fuse-switch disconnector as claimed in any one of claims 1 to 8, characterised in that at least one positioning element (37) is arranged on the release element (6) and can mesh with a seating element (38, 40) of the cover element (4).
     


    Revendications

    1. Sectionneur électrique (100) comprenant une base (1), un boîtier (2), un capot amovible (4), une poignée (5) insérée à la manière d'un levier dans le capot (4) ainsi qu'un organe de déblocage (6) agencé pivotant sur le capot (4) et incluant une manette (30), caractérisé
    en ce que l'organe de déblocage (6) se présente sous la forme d'une spatule (23) munie de la manette (30), le côté plat (50) de ladite spatule étant orienté perpendiculairement à un axe longitudinal (48) du capot (4),
    en ce que l'organe de déblocage (6) possède en son centre un orifice (27),
    en ce qu'un ergot (25) agencé sur une cloison (24) du capot (4) s'enclenche dans ledit orifice (27)
    et en ce que l'organe de déblocage (6) est monté pivotant sur l'ergot (25).
     
    2. Sectionneur électrique selon la revendication 1, caractérisé
    en ce que l'organe de déblocage (6) comporte au moins une butée (41) disposée à l'extrémité (49) dudit organe opposée à la manette (30), ladite butée (41) appuyant contre une butée (42) présente à l'intérieur du boîtier (2),
    en ce que la butée (41) de l'organe de déblocage (6) est aplatie et possède deux parties courbes (52, 53) qui, chacune, constituent une surface de glissement (43, 45)
    et en ce que, lors de la rotation de l'organe de déblocage (6) autour de l'ergot (25), lesdites surfaces (43, 45) glissent, en variante, sur des surfaces de guidage (44, 46) présentes à l'intérieur du boîtier.
     
    3. Sectionneur électrique selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'extrémité (49) de l'organe de déblocage (6) est arrondie par des courbes (52, 53).
     
    4. Sectionneur électrique selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la manette (30) de l'organe de déblocage (6) est agencée perpendiculairement (Q) à l'axe longitudinal (48) du capot (4) et mobile le long d'une ligne courbe (51) à l'intérieur d'un orifice (29) ménagé dans le capot (4).
     
    5. Sectionneur électrique selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la manette (30) de l'organe de déblocage (6) est dotée de deux butées (32, 34) qui limitent le pivotement dudit organe de déblocage (6) en appuyant contre une butée (35) et une butée (39) additionnelle agencées dans le capot (4).
     
    6. Sectionneur électrique selon la revendication 5, caractérisé en ce que la manette (30) de l'organe de déblocage (6) est pourvue d'une barrette centrale (54) prolongée par deux parois verticales saillantes (31, 33) qui se terminent dans les butées (35, 39) respectivement.
     
    7. Sectionneur électrique selon la revendication 6, caractérisé en ce que les butées (32, 34) de la manette (30) sont en forme de barrette.
     
    8. Sectionneur électrique selon la revendication 7, caractérisé en ce que la barrette centrale (54) de la manette (30) possède un creux concave.
     
    9. Sectionneur électrique selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'organe de déblocage (6) est doté d'au moins un élément de positionnement (37) apte à être engagé dans un logement (38, 40) agencé dans le capot (4).
     




    Zeichnung
























    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente