(19)
(11)EP 2 577 811 B1

(12)EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45)Hinweis auf die Patenterteilung:
29.07.2020  Patentblatt  2020/31

(21)Anmeldenummer: 11722463.4

(22)Anmeldetag:  01.06.2011
(51)Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H01R 13/6593(2011.01)
H01R 9/03(2006.01)
H01R 13/504(2006.01)
(86)Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2011/059042
(87)Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2011/151373 (08.12.2011 Gazette  2011/49)

(54)

VERFAHREN ZUM HERSTELLEN EINES ELEKTRISCHEN VERBINDERS MIT EINEM KABEL

METHOD FOR PRODUCING AN ELECTRICAL CONNECTOR WITH A CABLE

PROCÉDÉ DE FABRICATION D'UN CONNECTEUR ÉLECTRIQUE AVEC UN CÂBLE


(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30)Priorität: 02.06.2010 DE 102010022466

(43)Veröffentlichungstag der Anmeldung:
10.04.2013  Patentblatt  2013/15

(73)Patentinhaber: Weidmüller Interface GmbH & Co. KG
32758 Detmold (DE)

(72)Erfinder:
  • NICKOL, Marcell
    99831 Creuzburg / Scherbda (DE)

(74)Vertreter: Specht, Peter et al
Loesenbeck - Specht - Dantz Patent- und Rechtsanwälte Am Zwinger 2
33602 Bielefeld
33602 Bielefeld (DE)


(56)Entgegenhaltungen: : 
EP-A2- 2 109 194
DE-A1- 19 613 228
US-A- 4 634 208
US-A1- 2009 269 981
WO-A1-98/28822
DE-A1-102009 049 138
US-A- 5 906 513
  
      
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines elektrischen Verbinders mit einem Kabel.

    [0002] Zur Informationsübertragung verwendete elektrische Leiter weisen häufig eine Schirmung auf, die beispielsweise als Drahtgeflecht ausgebildet ist, das sich koaxial um den Leiter erstreckt. Die Schirmung dient zum Schutz gegen elektromagnetische Strahlung und vermindert die Fehleranfälligkeit einer Informationsübertragung entlang der Übertragungsstrecke. Um einen effektiven Schutz gegen die elektromagnetische Strahlung sicherzustellen, muss die Schirmung durchgängig vom Sender über den Leiter zum Empfänger verlaufen. Zum Verbinden des elektrischen Leiters mit einer elektrischen Baugruppe, beispielsweise dem Sender, dem Empfänger oder einem anderen elektrischen Leiter, werden daher elektrische Verbinder benötigt, die die durchgängige Schirmung gewährleisten.

    [0003] Ein gattungsgemäßer Verbinder ist aus der EP 2 109 194 A2 bekannt. Der Aufbau dieses Verbinders soll weiter optimiert werden.

    [0004] Zum Stand der Technik wird ferner die WO 98/28822 A1 genannt, welche einen Verbinder mit Kabel offenbart, wobei während der Herstellung dieser Anordnung der Kabelmantel eingeschnitten wird und ein Stück des Kabelmantels teilweise von dem Leiterschirm entfernt wird, so dass ein Fenster entsteht, in dem die Abschirmung des Kabels freigelegt ist.

    [0005] In der DE 10 2009 049 138 A1 wird hingegen ein Verbinder mit Kabel offenbart, wobei während der Herstellung dieser Anordnung der Kabelmantel eingeschnitten wird und ein Stück des Kabelmantels so axial abgezogen wird, dass ein Fenster entsteht. Daraufhin wird eine nicht leitende Hülse mit einer Aussparung im Bereich dieses Fensters ausgebildet, in welche dann ein leitendes Material eingespritzt wird.

    [0006] Aufgabe der Erfindung ist es, ein einfach durchführbares und kostengünstiges Verfahren zum Herstellen eines elektrischen Verbinders zur Verfügung zu stellen.

    [0007] Die Aufgabe wird mit dem Verfahren des Anspruchs 1 gelöst.

    [0008] Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass der Kabelmantel eingeschnitten wird und dass ein Stück des Kabelmantels teilweise von dem Leiterschirm abgezogen wird und nicht vom Leiterschirm entfernt wird, und dass der Abdichtdurchmesser des Trägers definiert und rund ist und dem Kabelmanteldurchmesser entspricht. Dadurch ist der Vorverguss sehr prozesssicher erstellbar.

    [0009] Das Herstellen des ersten Hülsenteils im Spritzgießprozess hat den Vorteil, dass sich das erste Hülsenteil an die ihm benachbarten Bauteile beim Spritzgießen unmittelbar anlegt. Sogar Zwischenräume zwischen den Bauteilen werden im Spritzgießprozess zumindest teilweise von dem ersten Hülsenteil ausgefüllt. Dadurch verleiht das erste Hülsenteil dem elektrischen Verbinder zumindest in dem von ihm umspritzten Bereich nicht nur eine sehr gute Stabilität, sondern es verringert oder verhindert zumindest in diesem Bereich außerdem eine Relativbewegung der Bauteile zueinander. Auch in stark vibrierender Umgebung ist daher die Gefahr, dass sich die Schirmung durch Relativbewegung der Bauteile zueinander löst, und dann nicht mehr ausreichend oder sogar gar nicht mehr durchgängig sichergestellt ist, daher verringert. Weiterhin ist die Herstellung der Hülse im Spritzgießprozess sehr kostengünstig möglich.

    [0010] Es ist zumindest der am Leiterschirm anliegende Teil der Hülse spritzgegossen. Dadurch ist sichergestellt, dass die Hülse den Leiterschirm sicher kontaktiert. Insbesondere bei aus einem Drahtgeflecht hergestelltem Leiterschirm dringt bei der Herstellung der Hülse Hülsenmaterial zumindest teilweise in Zwischenräume des Drahtgeflechtes, so dass die Verbindung zwischen der Hülse und dem Leiterschirm sehr fest und auch unter Vibrationen sichergestellt ist.

    [0011] Das Verfahren umfasst ferner den weiteren Schritt
    • Anordnen eines zweiten Hülsenteils am Gehäuse.


    [0012] Dabei ist der zweite Hülsenteil eine Metallhülse. Die Metallhülse wird dann zwischen dem Gehäuseschirm und dem ersten Hülsenteil angeordnet und verbindet diese elektrisch miteinander. Es sind der Leiterschirm und der Gehäuseschirm mittels der Metallhülse und dem spritzgegossenen ersten Hülsenteil miteinander verbunden.

    [0013] Bevorzugt weist die Metallhülse ein Kontaktteil auf, mit dem es den Gehäuseschirm kontaktiert. Ebenfalls bevorzugt weist der Gehäuseschirm ein zum Kontaktteil korrespondierendes Gegenkontaktteil auf, mit dem er die Metallhülse kontaktiert. Das Kontaktteil sowie das Gegenkontaktteil sind beispielsweise als zueinander korrespondierende Kragen ausgebildet, die so ineinandergreifen, dass der Kontakt des Gehäuseschirms zur Metallhülse auch unter Vibrationen sichergestellt ist.

    [0014] Der Gehäuseschirm ist bevorzugt als Gehäusemutter ausgeführt. In dieser Ausführungsform ist er mit einem korrespondierenden elektrischen Verbinder durch Anschrauben sehr einfach koppelbar. Der elektrische Verbinder ist bevorzugt als Stecker und der korrespondierende elektrische Verbinder als Buchse vorgesehen, oder umgekehrt.

    [0015] Das Kabel umfasst zumindest einen elektrischen Leiter, der zumindest teilweise im Gehäuse angeordnet ist. Bevorzugt umfasst das Kabel mehrere elektrische Leiter, wobei der Leiterschirm zumindest einen oder mehrere, insbesondere alle, Leiter abschirmt. Der oder die Leiter sind bevorzugt elektrisch isoliert, beispielsweise durch eine elektrisch isolierende Ummantelung, insbesondere aus einem Kunststoff. Das Kabel weist einen elektrisch isolierenden Kabelmantel auf, insbesondere aus einem Kunststoff.

    [0016] In einer bevorzugten Ausführungsform weist der elektrische Verbinder zumindest einen Leiteranschluss zum Anschluss des elektrischen Leiters auf. Ebenfalls bevorzugt weist der elektrische Verbinder - optional, aber nicht zwingend - eine Elektronik auf, die an den elektrischen Leiter angeschlossen ist, beispielsweise ein Filter oder einen Widerstand.

    [0017] Das Gehäuse erstreckt sich bevorzugt in eine Erstreckungsrichtung, wobei das erste Hülsenteil und/oder das zweite Hülsenteil im Wesentlichen koaxial um die Erstreckungsrichtung angeordnet sind. Bevorzugt sind die Hülse, der Leiterschirm und der Gehäuseschirm vollumfänglich um die Erstreckungsrichtung geschlossen. Weiterhin bevorzugt ist das zweite Hülsenteil zumindest teilweise am Gehäuse angeordnet. Das zweite Hülsenteil sowie der Gehäuseschirm umschließen daher in Erstreckungsrichtung vorzugsweise jeweils einen Teil des Gehäuses.

    [0018] Es umfasst der elektrische Verbinder einen elektrisch isolierenden Träger, der zumindest das erste Hülsenteil trägt. Der Träger trägt das zweite Hülsenteil zumindest teilweise. Der Träger ist vorzugsweise koaxial um den oder die elektrischen Leiter angeordnet und isoliert diese von der Hülse. Es ist der Träger zwischen dem Kabel und dem Gehäuse angeordnet. Ebenfalls bevorzugt erstreckt sich der Träger vom Leiterschirm zum Gehäuse, und gegebenenfalls zumindest teilweise in dieses hinein. Er ist insbesondere am Gehäuse und am Kabel anliegend angeordnet.

    [0019] Es ist der Träger spritzgegossen. Dies ermöglicht, dass er bei seiner Herstellung in Zwischenräume zwischen mehrere elektrische Leiter, zwischen das Gehäuse und den oder die elektrischen Leiter, und/oder zwischen den Leiterschirm und/oder gegebenenfalls einen Kabelmantel und den oder die elektrischen Leiter fließt. Bevorzugt ummantelt der Träger daher den oder die elektrischen Leiter. Er isoliert weiterhin bevorzugt auch den Anschluss des oder der elektrischen Leiter mit den Leiteranschlüssen des elektrischen Verbinders von der Hülse. Auch der Träger stabilisiert daher den elektrischen Verbinder und verhindert die Relativbewegung der ihm benachbarten Bauteile zu ihm oder untereinander.

    [0020] In dieser Ausführungsform ummantelt die Hülse den Träger bevorzugt vollständig. Besonders bevorzugt ist der Träger vollständig durch das erste Hülsenteil ummantelt.

    [0021] Ferner umfasst das Verfahren den abschließenden Schritt - Spritzgießen eines Griffstücks.

    [0022] Der elektrische Verbinder umfasst dann weiterhin ein Griffstück, das vorzugsweise an der Hülse angeordnet ist. Das Griffstück ist bevorzugt elektrisch isolierend vorgesehen. Weiterhin bevorzugt ist es an der dem Träger abgewandten Seite der Hülse angeordnet und ummantelt zumindest den ersten Hülsenteil und/oder zumindest teilweise auch den zweiten Hülsenteil, so dass diese vor äußeren Einflüssen, beispielsweise, mechanische Belastung, Korrosion oder weitere chemische Einflüsse, geschützt sind. In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Griffstück ebenfalls spritzgegossen. Besonders bevorzugt ist es aus einem Kunststoff hergestellt.

    [0023] Der so hergestellte elektrische Verbinder stellt im industriellen Umfeld eine qualitativ hochwertige und durchgängige Schirmung sicher. Er ist außerdem kostengünstig herstellbar.

    [0024] Das Verfahren ist kostengünstig und automatisiert durchführbar und stellt die Verbindung des Leiterschirms mit dem Gehäuseschirm sicher. Daher ermöglicht es die Herstellung vorkonfektionierter Kabel mit erfindungsgemäßen elektrischen Verbindern, die eine qualitativ hochwertige, durchgängige Schirmung aufweisen. Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Figuren beschrieben. Die Figuren sind lediglich beispielhaft und schränken den allgemeinen Erfindungsgedanken nicht ein.
    Fig. 1
    zeigt in den Fig. 1 (a) - (d) die Herstellung eines erfindungsgemäßen elektrischen Verbinders,
    Fig. 2
    zeigt den elektrischen Verbinder der Fig. 1 in einem Schnittbild,
    Fig. 3
    zeigt eine Ausführungsform eines elektrischen Verbinders als Y-Verbinder, und
    Fig. 4
    zeigt eine weitere Ausführungsform eines elektrischen Verbinders.


    [0025] Fig. 1 zeigt in den Fig. 1 (a) - (d) die Herstellung eines erfindungsgemäßen elektrischen Verbinders 1. Der elektrische Verbinder 1 ist zum Verbinden eines Kabels 21 mit einer elektrischen Baugruppe 10, die hier nur schematisch gezeigt ist, vorgesehen. Eine elektrische Baugruppe 10 ist beispielsweise ein elektrisches Gerät, insbesondere ein Sender oder Empfänger, eine Platine oder ein weiteres Kabel. Zum Verbinden des Kabels 21 mit der elektrischen Baugruppe 10 weist diese ein anzuschließendes Bauteil, beispielsweise einen weiteren erfindungsgemäßen elektrischen Verbinder 1 auf.

    [0026] Das Kabel 21 weist in dieser Ausführungsform drei elektrische Leiter 2 sowie einen Leiterschirm 3 auf, wobei der Leiterschirm 3 die drei elektrischen Leiter 2 gegen elektromagnetische Strahlung schirmt.

    [0027] Die elektrischen Leiter 2 werden in einem ersten Fertigungsschritt in einem Gehäuse 4, des elektrischen Verbinders 1 angeordnet, s. hierzu Fig. 1 (a), wobei der Leiterschirm 3 durch Abmanteln, vorzugsweise freigelegt wird. Dafür sind im Gehäuse 4 Leiteranschlüsse (nicht gezeigt) vorgesehen. Als Leiteranschlüsse kommen beispielsweise Schraub- oder Crimpanschlüsse (nicht gezeigt) in Frage. Um die elektrischen Leiter 2 mit den Leiteranschlüssen zu verbinden, werden sie, sofern sie eine Isolation aufweisen, abisoliert. Weiterhin werden gegebenenfalls die Crimpanschlüsse an die elektrischen Leiter 2 angeschlossen.

    [0028] Das Gehäuse 4 ist hier als Rundsteckverbinder ausgeführt.

    [0029] Anschließend wird ein zweites Hülsenteil 52, das hier als Metallhülse ausgeführt ist, am Gehäuse 4 angeordnet. Das zweite Hülsenteil 52 weist einen Kragen (s. Fig. 2) als Kontaktteil zu einem Gehäuseschirm 41 auf. Der Gehäuseschirm 41 wird nach dem Anordnen des zweiten Hülsenteils 52 am Gehäuse 4 angeordnet, und zwar so, dass ein Gegenkontaktteil (s. Fig. 2) am Kragen (s. Fig. 2) anliegt und das zweite Hülsenteil 52 elektrisch mit dem Gehäuseschirm 41 verbindet. Der Gehäuseschirm 41 ist hier als Gehäusemutter ausgeführt. Er ist zur Weiterleitung der Schirmung zu der elektrischen Baugruppe 10 vorgesehen.

    [0030] Im Anschluss daran wird ein Träger 6 spritzgegossen, der sich in der hier gezeigten Ausführungsform vom Leiterschirm 3 bis zum Gehäuse 4 und in dieses hinein erstreckt. Dabei sind der Gehäuseschirm 41, der Leiterschirm 3, das zweite Hülsenteil 52 sowie der Träger 6 im Wesentlichen koaxial um eine Erstreckungsrichtung des Gehäuses 4, die in Fig. 1 (a) als Pfeil 8 gezeigt ist, angeordnet. Der Träger 6 ist elektrisch isolierend ausgeführt, so dass er die elektrischen Leiter 2 sowie die Leiteranschlüsse (nicht gezeigt) von dem Leiterschirm 3 und dem zweiten Hülsenteil 52 elektrisch isoliert, s. Fig. 1 (b).

    [0031] Außerdem isoliert der Träger 6 die Leiter 2 auch von einem ersten Hülsenteil 51, welches anschließend am Träger 6 anliegend spritzgegossen wird. Das erste Hülsenteil 51 ist elektrisch leitend ausgeführt, erstreckt sich ebenfalls koaxial der Erstreckungsrichtung 8, und verbindet den Leiterschirm 3 mit dem zweiten Hülsenteil 52, und somit auch mit dem Gehäuseschirm 41. Daher bilden in dieser Ausführungsform das spritzgegossene erste Hülsenteil 51 und das als Metallhülse gebildete zweite Hülsenteil 52 eine Hülse 5, die den Leiterschirm 3 durchgängig mit dem Gehäuseschirm 41 des elektrischen Verbinders 1 verbindet, s. Fig. 1 (c).

    [0032] Abschließend wird optional ein Griffstück 7 spritzgegossen, welches zumindest den ersten Hülsenteil 51 der Hülse 5 vollständig ummantelt, um diese vor äußeren Einflüssen wie chemischer oder mechanischer Belastung zu schützen, s. Fig. 1 (d). Das Griffstück 7 ist elektrisch isolierend ausgeführt, beispielsweise aus einem Polyurethan. Sie kann, beispielsweise bei Verwendung des erfindungsgemäßen elektrischen Verbinders 1 innerhalb einer Maschine, gegebenenfalls entfallen.

    [0033] Fig. 2 zeigt den elektrischen Verbinder 1 der Fig. 1 in einem Schnittbild. In der hier gezeigten Ausführungsform weist das Gehäuse 4 Stiftkontakte 42 auf, so dass es sich bei diesem elektrischen Verbinder 1 um einen Stecker handelt. Der Gehäuseschirm 41 ist als Gehäusemutter ausgebildet und weist ein kragenförmiges Gegenkontaktteil 411 auf zur Kontaktierung eines kragenförmigen Kontaktteils 521 der zweiten Hülse 52.

    [0034] Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform des elektrischen Verbinders 1 als Y-Verbinder. In der hier gezeigten Ausführungsform sind zwei Kabel 21, 22 in den elektrischen Verbinder 1 geführt, die beide jeweils einen oder mehrere elektrische Leiter 2 (hier nicht sichtbar, s. Fig. 1, 2) aufweisen. Zumindest eines oder mehrere elektrische Leiter 2 eines oder beider Kabel 21, 22 weisen einen Leiterschirm 3 (hier nicht sichtbar, s. Fig. 1, 2) auf, wobei der oder die Leiterschirme 3 (hier nicht sichtbar, s. Fig. 1, 2) mittels der Hülse 5 (hier nicht sichtbar, s. Fig. 1, 2) mit dem Gehäuseschirm 41 elektrisch leitend verbunden sind.

    [0035] Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform des elektrischen Verbinders 1. Im Gegensatz zur Ausführungsform der Fig. 1 weist das Kabel 21 hier vier elektrische Leiter 2 und einen Kabelmantel 9 auf. Der Leiterschirm 3 ist zur Schirmung aller elektrischen Leiter 2 auf der den elektrischen Leitern 2 zugewandten Seite des Kabelmantels 9 angeordnet. Daher muss der Leiterschirm 3 vor dem Spritzgießen des Trägers 6 und/oder der Hülse 5 beziehungsweise des ersten Hülsenteils 51 freigelegt werden.

    [0036] Dafür wird der Kabelmantel 9 insbesondere automatisch, beispielsweise während eines Ablängprozesses des Kabels 21, eingeschnitten. Dabei wird ein Stück 91 des Kabelmantels 9 teilweise von dem Leiterschirm 3 abgezogen, s. Fig. 4 (a).

    [0037] Der Vorteil dieser Leitervorbereitung ist, dass der Abdichtdurchmesser des Trägers 6 definiert und rund ist, und zwar dem Kabelmanteldurchmesser entspricht, da das Stück 91 des Kabelmantels 9 nur teilweise vom Leiterschirm 3 entfernt wird.

    [0038] Auch in dieser Ausführungsform ist die Hülse 5 aus einem spritzgegossenen ersten Hülsenteil 51 und einem zweiten Hülsenteil 52 gebildet. Das zweite Hülsenteil 52 ist als Metallhülse elektrisch leitfähig ausgeführt.

    Bezugszeichenliste



    [0039] 
    1
    Elektrischer Verbinder
    2
    Elektrischer Leiter
    21
    Kabel
    3
    Leiterschirm
    4
    Gehäuse
    41
    Gehäuseschirm
    42
    Stiftkontakte
    5
    Elektrisch leitfähige Hülse
    51
    Erstes Hülsenteil, spritzgegossen
    52
    Zweites Hülsenteil, spritzgegossen oder Metallhülse
    6
    Elektrisch isolierender Träger
    7
    Griffstück
    8
    Erstreckungsrichtung
    9
    Kabelmantel
    10
    Elektrische Baugruppe



    Ansprüche

    1. Verfahren zum Herstellen eines elektrischen Verbinders (1) mit einem Kabel, wobei der Verbinder zum Verbinden des Kabels (21) mit einer elektrischen Baugruppe (10) dient,

    a) wobei das Kabel (21) einen Leiterschirm (3), einen Kabelmantel (9) und wenigstens einen elektrischen Leiter (2) aufweist,

    b) wobei der Verbinder (1) ein Gehäuse (4) umfasst, an dem ein Gehäuseschirm (41) angeordnet ist,

    c) wobei der Verbinder (1) eine elektrisch leitfähige Hülse (5) zum Verbinden des Gehäuseschirms (41) mit dem Leiterschirm (3) umfasst,

    d) wobei die Hülse (5) ein erstes spritzgegossenes Hülsenteil (51) sowie ein zweites, zumindest teilweise am Gehäuse (4) angeordnetes Hülsenteil (52) umfasst, wobei das
    zweite Hülsenteil (52) eine Metallhülse ist, wobei die Metallhülse zwischen dem Gehäuseschirm (41) und dem ersten Hülsenteil (51) angeordnet ist und diese elektrisch miteinander verbindet, wobei der Leiterschirm und der Gehäuseschirm mittels der Metallhülse und dem spritzgegossenen ersten Hülsenteil (51) miteinander verbunden sind,

    e) wobei der Verbinder ferner einen elektrisch isolierenden Träger (6) umfasst, der das erste Hülsenteil (51) trägt und der spritzgegossen ist, und der zwischen dem Kabel (21) und dem Gehäuse (4) angeordnet ist, und den zumindest einen elektrischen Leiter (2) von der Hülse (5) isoliert, und

    f) wobei der Verbinder ferner ein spritzgegossenes Griffstück (7) aufweist,
    mit den Schritten:

    - Anordnen des elektrischen Leiters (2) in dem Gehäuse (4),

    - Anordnen des Gehäuseschirms (41) am Gehäuse (4),

    - Spritzgießen des elektrisch isolierenden Trägers (6) zwischen Gehäuse (4) und Kabel (21), und

    - Anordnen des als Metallhülse ausgebildeten zweiten Hülsenteils (52) am Gehäuse (4) umfasst, und

    - Spritzgießen des ersten elektrisch leitfähigen Hülsenteils (51),

    und mit dem abschließenden Schritt:

    - Spritzgießen des Griffstücks (7),
    dadurch gekennzeichnet, dass

    - der Kabelmantel (9) eingeschnitten wird und dass ein Stück (91) des Kabelmantels (9) teilweise von dem Leiterschirm (3) abgezogen wird und nicht vom Leiterschirm (3) entfernt wird, und dass der Abdichtdurchmesser des Trägers (6) definiert ist und rund ist und dem Kabelmanteldurchmesser entspricht.


     


    Claims

    1. Method for manufacturing an electrical connector (1) with a cable, wherein the connector is used for connecting the cable (21) to an electrical assembly (10),

    a) wherein the cable (21) comprises a conductor screen (3), a cable sheath (9) and at least one electrical conductor (2),

    b) wherein the connector (1) comprises a housing (4) on which a housing screen (41) is arranged,

    c) wherein the connector (1) comprises an electrically conductive sleeve (5) for connecting the housing screen (41) to the conductor screen (3),

    d) wherein the sleeve (5) comprises a first injection-molded sleeve part (51) and a second sleeve part (52) arranged at least partially on the housing (4), wherein the second sleeve part (52) is a metal sleeve, wherein the metal sleeve is arranged between the housing screen (41) and the first sleeve part (51) and electrically connects these to each other, wherein the conductor screen and the housing screen are connected to each other by means of the metal sleeve and the injection-molded first sleeve part (51),

    e) wherein the connector further comprises an electrically insulating carrier (6) which supports the first sleeve part (51) and which is injection-molded, and which is arranged between the cable (21) and the housing (4), and insulates the at least one electrical conductor (2) from the sleeve (5), and

    f) wherein the connector further comprises an injection-molded grip end (7), comprising the steps of:

    - arranging the electrical conductor (2) in the housing (4),

    - arranging the housing screen (41) on the housing (4),

    - injection-molding of the electrically insulating carrier (6) between the housing (4) and the cable (21), and

    - arranging the second sleeve part (52), which is designed as a metal sleeve, on the housing (4), and

    - injection-molding of the first electrically conductive sleeve part (51), and comprising the final step of:

    - injection-molding of the grip end (7),
    characterized in that

    - the cable sheath (9) is incised, and in that a piece (91) of the cable sheath (9) is partially peeled off the conductor screen (3) and is not removed from the conductor screen (3), and in that the sealing diameter of the carrier (6) is defined and is round and corresponds to the cable sheath diameter.


     


    Revendications

    1. Procédé pour la fabrication d'un connecteur électrique (1) muni d'un câble, lequel connecteur sert à connecter le câble (21) à un module électrique (10),

    a) dans lequel le câble (21) présente un blindage de conducteur (3), une gaine de câble (9) et au moins un conducteur électrique (2),

    b) dans lequel le connecteur (1) comprend un boîtier (4) sur lequel est disposé un blindage de boîtier (41),

    c) dans lequel le connecteur (1) comprend un manchon (5) conducteur électrique pour relier le blindage du boîtier (41) au blindage de conducteur (3),

    d) dans lequel le manchon (5) comprend une première partie de manchon moulée par injection (51) et une deuxième partie de manchon (52) disposée au moins en partie sur le boîtier (4), la deuxième partie de manchon (52) étant un manchon métallique, lequel manchon métallique est disposé entre le blindage de boîtier (41) et la première partie de manchon (51) et reliant ceux-ci électriquement, le blindage de conducteur et le blindage de boîtier étant reliés ensemble au moyen du manchon métallique et de la première partie de manchon moulée par injection (51),

    e) dans lequel le connecteur comprend en outre un support isolant électrique (6) qui porte la première partie de manchon (51) et qui est moulé par injection et qui est disposé entre le câble (21) et le boîtier (4) et qui isole l'au moins un conducteur électrique (2) du manchon (5), et

    f) dans lequel le connecteur présente en outre une partie de prise (7) moulée par injection,

    comprenant les étapes suivantes

    - disposition du conducteur électrique (2) dans le boîtier (4),

    - disposition du blindage de boîtier (41) sur le boîtier (4),

    - moulage par injection du support isolant électrique (6) entre le boîtier (4) et le câble (21), et

    - disposition de la deuxième partie de manchon (52) conformée comme un manchon métallique sur le boîtier (4), et

    - moulage par injection de la première partie de manchon conducteur électrique (51),

    et comprenant l'étape finale de :

    - moulage par injection de la partie de prise (7),
    caractérisé en ce que

    - la gaine de câble (9) est entaillée et en ce qu'une partie (91) de la gaine de câble (9) est en partie retirée du blindage de conducteur (3) et n'est pas enlevée du blindage de conducteur (3) et en ce que le diamètre d'étanchéité du support (6) est défini et rond et correspond au diamètre de la gaine de câble.


     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente