(19)
(11)EP 2 580 805 B1

(12)EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45)Hinweis auf die Patenterteilung:
05.08.2015  Patentblatt  2015/32

(21)Anmeldenummer: 10735180.1

(22)Anmeldetag:  12.06.2010
(51)Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H01Q 1/04(2006.01)
H01Q 1/46(2006.01)
H01Q 1/34(2006.01)
H01P 3/04(2006.01)
(86)Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE2010/000664
(87)Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2011/153972 (15.12.2011 Gazette  2011/50)

(54)

ELEKTRISCHE VERSORGUNGSLEITUNG UND ANTENNE MIT ELEKTRISCHER VERSORGUNGSLEITUNG

ELECTRICAL SUPPLY LINE AND ANTENNA HAVING AN ELECTRICAL SUPPLY LINE

LIGNE D'ALIMENTATION ÉLECTRIQUE ET ANTENNE DOTÉE D'UNE LIGNE D'ALIMENTATION ÉLECTRIQUE


(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR

(43)Veröffentlichungstag der Anmeldung:
17.04.2013  Patentblatt  2013/16

(73)Patentinhaber: ATLAS ELEKTRONIK GmbH
28309 Bremen (DE)

(72)Erfinder:
  • JUNGE, Wilfried
    28309 Bremen (DE)
  • MATISSEK, Gregor
    27211 Bassum (DE)
  • JÄCKEL, Markus
    28237 Bremen (DE)

(74)Vertreter: Weidner Stern Jeschke 
Patentanwälte Partnerschaft Postfach 80 03 19
99029 Erfurt
99029 Erfurt (DE)


(56)Entgegenhaltungen: : 
EP-A2- 1 033 588
US-A- 5 640 325
DE-C- 287 180
  
      
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine elektrische Versorgungsleitung zur Anordnung in einer gegenüber Magnetfeldern empfindlichen Umgebung, die in ihrer Umgebung, auch wenn sie stromdurchflossen ist, nahezu kein Magnetfeld bewirkt. Diese elektrische Versorgungsleitung ist insbesondere für eine Schleppantenne eines Wasserfahrzeugs, insbesondere Unterseeboots, vorgesehen. Ferner betrifft die Erfindung eine Antenne, insbesondere Schleppantenne, mit dieser elektrischen Versorgungsleitung.

    [0002] Eine derartige Antenne ist bspw. eine vom Wasserfahrzeug gezogene Schleppantenne bzw. ein sog. "Towed Array". Bei Messungen liegt diese Antenne in der Regel im Wesentlichen parallel zur Wasseroberfläche im Wasser. Alternativ kann eine derartige Antenne bspw. vertikal abgesenkt werden, um aus Messungen Höheninformationen zu erhalten.

    [0003] Antennen weisen eine Vielzahl von Sonarsensoren auf, mit denen sie Wasserschallsignale empfangen können. Die Sonarsensoren sind insbesondere elektroakustische Wandler, die aus Wasserschallsignalen elektrische Signale erzeugen.

    [0004] Zur Versorgung der Sonarsensoren mit elektrischer Energie weist eine Antenne die elektrische Versorgungsleitung auf. Ferner weist die Antenne eine oder mehrere Datenleitungen auf, mittels denen sensierte Wasserschallsignale, ggf. nach Vorverarbeitung, durch die bzw. längs der Antenne zum Wasserfahrzeug geleitet werden können.

    [0005] Antennen können neben den Sonarsensoren weitere Sensoren, insbesondere Magnetfeldsensoren, aufweisen. Die Magnetfeldsensoren sensieren eine lokale Ausrichtung der Antenne im Bereich des jeweiligen Magnetfeldsensors relativ zum Erdmagnetfeld. Feldlinien des Erdmagnetfelds weisen nämlich einen ortsabhängigen charakteristischen Winkel relativ zur Erdoberfläche auf. Eine sensierte Information über den Durchtrittswinkel der Magnetfeldlinien des Erdmagnetfelds durch eine als Schleppantenne ausgebildete bzw. eingesetzte Antenne an einer bestimmten Position wird daher in Verbindung mit weiteren Informationen über die Lage der Schleppantenne bzw. eines jeweiligen Abschnitts der Schleppantenne, insbesondere relativ zur Erdoberfläche, zur Bestimmung der Lage der Schleppantenne verwendet. Insbesondere dann, wenn die Schleppantenne einen gekrümmten Verlauf, bspw. nach einer Kurvenfahrt des die Schleppantenne ziehenden Wasserfahrzeugs, aufweist, kann dadurch auf die Lage der Schleppantenne geschlossen werden. Bei bekannter Lage der Schleppantenne kann auch Objekten, von denen Wasserschallsignale empfangen werden, eine Ortsinformation zugeordnet werden.

    [0006] Elektrische Ströme in elektrischen Leitern erzeugen ebenfalls Magnetfelder, die dem Erdmagnetfeld überlagert sein können und ebenfalls von den Magnetfeldsensoren sensiert werden. Eine Messung des Erdmagnetfelds kann deshalb durch elektromagnetisch erzeugte Magnetfelder verfälscht werden.

    [0007] Elektrische Versorgungsleitungen führen in der Regel Ströme, die groß genug sind, Messungen des Magnetfelds durch Magnetfeldsensoren, die in unmittelbarer Nähe zu dieser Versorgungsleitung angeordnet sind, unerwünscht zu beeinflussen. Es ist daher wünschenswert, in einer Antenne eine elektrische Versorgungsleitung zu verwenden, die in ihrer Umgebung kein Magnetfeld oder ein Magnetfeld mit einer nur sehr geringen magnetischen Feldstärke hervorruft.

    [0008] Eine bekannte Maßnahme zur Reduzierung der magnetischen Feldstärke in der Umgebung einer Versorgungsleitung ist eine Abschirmung dieser Versorgungsleitung. Magnetfeldlinien werden in diesem Fall zwar erzeugt, erreichen jedoch nicht oder nur stark abgeschwächt eine Umgebung der Versorgungsleitung.

    [0009] Eine andere bekannte Möglichkeit, die magnetische Feldstärke in der Umgebung der Versorgungsleitung zu reduzieren, ist eine verdrillte Anordnung eines Hin- und Rückleiters der Versorgungsleiter miteinander. Der Hin- und der Rückleiter erzeugen dabei Magnetfelder mit entgegensetzt gerichteten Magnetfeldlinien, so dass sich diese Magnetfelder größten Teils gegeneinander aufheben. Ein verbleibendes resultierendes Magnetfeld ist dabei abhängig von einer Dichte der Verdrillung und einem Abstand des Hinleiters vom Rückleiter bzw. einer Isolationsdicke zwischen dem Hin- und Rückleiter.

    [0010] Aus DE 287 180 C ist eine Leitungsanordnung für Hochfrequenzströme großer Intensität bekannt. Bei dieser Leitungsanordnung werden Hin- und Rückleitungen zu Teilleitungen unterteilt, die derartig zusammengehalten werden, dass stets ein Hin- und Rückleitungsteil bifilar nebeneinander geführt ist, um ein die Leitung umgebendes Wechselfeld zu vernichten. Ggf. können Teilleituhgspaare verdrallt sein.

    [0011] Aus US 5 640 325 A ist eine Schleppantenne für ein Wasserfahrzeug bekannt, die akustische Sensoren und Magnetfeldsensoren aufweist.

    [0012] Eine weitere Antenne für ein Wasserfahrzeug, nämlich eine Schleppantenne mit in eine durchgehende, gelgefüllte Hülle integrierten Dämpfungsmodulen, ist aus EP 1033 588 A2 bekannt.

    [0013] Eine Verwendung der bekannten elektrischen Versorgungsleitungen, die ein reduziertes oder neutrales Magnetfeld in ihrer Umgebung erzeugen für die Antenne eines Wasserfahrzeugs ist mit Nachteilen verbunden. Insbesondere weisen alle bekannten derartigen Versorgungsleitungen ein so großes Volumen und/oder ein so große Masse relativ zur Länge der Versorgungsleitung auf, dass ihr Einsatz in einer Antenne zu entsprechend breit dimensionierten bzw. schweren Antennen führen würde.

    [0014] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte elektrische Versorgungsleitung zur Anordnung in einer gegenüber Magnetfeldern empfindlichen Umgebung, insbesondere in einer Sonarsensoren und Magnetfeldsensoren aufweisenden Antenne eines Wasserfahrzeugs, und eine Antenne, insbesondere Schleppantenne, mit dieser Versorgungsleitung bereit zu stellen, wobei diese elektrische Versorgungsleitung in ihrer Umgebung weitgehend magnetfeldneutral ist und insbesondere ein vergleichsweise geringes Volumen und eine vergleichsweise geringe Masse gegenüber bekannten magnetfeldneutralen Versorgungsleitungen aufweist.

    [0015] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit einer elektrischen Versorgungsleitung nach Anspruch 1 und mit einer Antenne nach Anspruch 8.

    [0016] Insbesondere löst die Erfindung die Aufgabe dadurch, dass die elektrische Versorgungsleitung nicht als gewöhnliches Kabel, sondern als Kabelersatz ausgebildet ist. Dabei weisen beide Leiter, nämlich der Hinleiter und der Rückleiter jeweils mehrere Leiterbahnen, insbesondere eine Vielzahl von Leiterbahnen, auf, die auf wenigstens einer flexiblen Leiterplatte angeordnet sind.

    [0017] Alle Leiterbahnen sind zumindest lokal im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet. Dabei sind die Leiterbahnen der unterschiedlichen Leiter derart vermischt untereinander angeordnet, dass in dem Fall, dass die Leiter von elektrischen Strömen in zueinander entgegensetzter Flussrichtung durchflossen werden, sich die durch diese elektrischen Ströme erzeugten Magnetfelder aller Leiterbahnen in der Umgebung der Versorgungsleitung kompensieren, insbesondere weitgehend bzw. im Wesentlichen vollständig oder zumindest teilweise gegenseitig auslöschen.

    [0018] Erfindungsgemäß weist die elektrische Versorgungsleitung wenigstens eine flexible Leiterplatte mit jeweils wenigstens einer Ebene auf, in der die Leiterbahnen nebeneinander angeordnet sind. Die Leiterplatte ist dabei bevorzugt eine sog. Flex-Leiterplatte. Eine derartige Leiterplatte ist kostengünstig mit großer Präzision zu fertigen, wobei eine sehr dichte Anordnung der Leiterbahnen nebeneinander möglich ist.

    [0019] Viele vergleichsweise dünne Leiterbahnen sind auf diese Weise in möglichst geringem Abstand relativ zueinander angeordnet.

    [0020] Durch die Aufteilung der Ströme auf eine Vielzahl von Leiterbahnen wird um jede dieser Leiterbahnen ein nur vergleichsweise geringes magnetisches Feld erzeigt. Dadurch, dass die unterschiedlichen Leiter vermischt untereinander angeordnet und dabei die Leiterbahnen sehr dicht nebeneinander angeordnet sind und somit in unmittelbarer Nähe zu jedem Magnetfeld ein entgegengesetzt gerichtetes Magnetfeld erzeugt wird, löschen sich diese Magnetfelder der Hinleiter und der Rückleiter schon in vergleichsweise geringem Abstand zu diesen Leiterbahnen im Wesentlichen gegenseitig aus.

    [0021] In einer diese Versorgungsleitung aufweisenden Antenne können Magnetfeldsensoren deshalb in unmittelbarer Nachbarschaft zu dieser elektrischen Versorgungsleitung angeordnet werden. Dadurch und durch das vergleichsweise geringe Volumen dieser elektrischen Versorgungsleitung und durch ihre Vergleichsweise geringe Masse können Antennen gefertigt werden, die ebenfalls ein vergleichsweise geringes Volumen und eine vergleichsweise geringe Masse aufweisen und daher vorteilhaft zu handhaben sind.

    [0022] Selbstverständlich eignet sich die erfindungsgemäße elektrische Versorgungsleitung auch für andere Einsatzzwecke, in denen eine magnetfeldneutrale Versorgungsleitung gewünscht bzw. benötigt wird. Insbesondere sind hierbei jegliche Unterwasseranwendungen zu nennen, bei denen eine Orientierung mittels eines satellitengestützten Navigationssystems, bspw. des Global Positioning Systems (GPS), nicht möglich ist. Insbesondere kann die Erfindung auch in unbemannten Unterwasserfahrzeugen (UUV) bzw. autonomen Unterwasserfahrzeugen (AUV) vorteilhaft eingesetzt werden.

    [0023] Bevorzugt ist die Leiterplatte eine mehrschichtige Leiterplatte mit wenigstens zwei übereinander angeordneten Ebenen, wobei die Leiterbahnen mit den Ebenen übereinander und innerhalb der Ebenen nebeneinander angeordnet sind. Dadurch können noch mehr Leiterbahnen auf geringem Raum untergebracht werden. Dies reduziert das Volumen der Versorgungsleitung und führt zu einem verbesserten Auslöschen der magnetischen Felder, mithin zu geringeren resultierenden Magnetfeldstärken außerhalb der elektrischen Versorgungsleitung.

    [0024] Vorzugsweise ist jede Leiterbahn des Hinleiters nicht weiter entfernt von jeweils wenigstens einer in einer benachbarten Ebene angeordneten Leiterbahn des Rückleiters als von einer beliebigen in dieser benachbarten Ebene angeordneten Leiterbahn des Hinleiters angeordnet. Somit liegt jeder Leiterbahn in einer jeweils benachbarten Ebene eine andere Leiterbahn gegenüber, in der die Stromrichtung genau entgegengesetzt ist, so dass sich ein entgegensetzt gerichtetes Magnetfeld ergibt. Dadurch löschen sich diese Magnetfelder in der Umgebung besonders vorteilhaft gegeneinander aus bzw. neutralisieren sich.

    [0025] Bevorzugt ist innerhalb der jeweiligen Ebene jede Leiterbahn des Hinleiters benachbart neben einer Leiterbahn des Rückleiters angeordnet. Besonders bevorzugt sind die Leiterbahnen des Hinleiters und des Rückleiters in alternierender Folge in dieser Ebene angeordnet. Dadurch werden von den Leiterbahnen in der Ebene abwechselnd entgegengesetzt gerichtete Magnetfelder erzeugt, die sich in der Umgebung vorteilhaft kompensieren, insbesondere gegeneinander aufheben bzw. neutralisieren.

    [0026] In einer vorteilhaften Weiterbildung weisen mehrere Leiterbahnen eines Leiterbahnbündels im Mittel eine von der Mitte zum Rand des Leiterbahnbündels abnehmende Querschnittsfläche und/oder Leiterbahnbreite auf. Ein Leiterbahnbündel ist dabei eine Mehrzahl von Leiterbahnen. Insbesondere definieren bspw. die Leiterbahnen einer Leiterplatte ein Leiterbahnbündel. Somit nimmt die Breite der Leiterbahnen bzw. deren Querschnittsfläche zu den Seitenrändern der Leiterplatte hin ab. In den an den Rändern liegenden Leiterbahnen mit der vergleichsweise geringeren Querschnittsfläche bzw. Leiterbahnbreite liegt ein vergleichsweise höherer Innenwiderstand vor, der bewirkt, dass sich ein vergleichsweise geringeres Magnetfeld ausbildet. Dies ist vorteilhaft, da an den Rändern des Bündels bzw. der Leiterplatte die neutralisierende Wirkung anderer Leiterbahnen aufgrund deren Entfernung und einseitiger Lage relativ zu den Leiterbahnen des Randes geringer ist. Somit verbessert sich durch diese Ausgestaltung das magnetische Verhalten der elektrischen Leitung noch weiter.

    [0027] Bevorzugt ist die elektrische Leitung flexibel und krümmbar. Dabei weist diese Leitung bevorzugt mehrere Leiterplatten mit jeweils mehreren Leiterbahnen auf, wobei diese Leiterplatten als sich parallel zu den Leiterbahnen erstreckende Streifen ausgebildet sind. Insbesondere können die als Streifen ausgebildeten Leiterplatten somit Teile einer zunächst hergestellten größeren Leiterplatte sein, die in mehrere Streifen getrennt wurde. Diese vergleichsweise schmalen Streifen lassen sich vergleichsweise leichter biegen und verdrehen als breite Leiterplatten, so dass sie ein flexibles Biegen der Versorgungsleitung ermöglichen.

    [0028] Bevorzugt sind mehrere Leiterplatten, insbesondere mehrere als Streifen ausgebildete Leiterplatten, zu einem Bündel oder zu mehreren Bündeln zusammengefasst. Dadurch ergibt sich auch dann, wenn die Leiterplatten nur schmale Streifen sind, eine ausreichende Anzahl von Leiterbahnen bzw. eine ausreichend große Querschnittsfläche aller Leiterbahnen zusammen, um eine ausreichende Versorgungsenergie durch die Versorgungsleitung transportieren zu können. Gleichzeitig bleibt das Bündel der Leiterplatten, insbesondere in dem Fall, dass sie als Streifen ausgebildet sind, so flexibel, dass auch die Versorgungsleitung selbst flexibel bleibt.

    [0029] Die erfindungsgemäße Antenne ist bevorzugt für ein Wasserfahrzeug, insbesondere Unterseeboot, vorgesehen und weist neben der erfindungsgemäßen Versorgungsleitung Sonarsensoren und Magnetfeldsensoren auf. Vorteilhafterweise ist die Antenne eine Schleppantenne

    [0030] Bevorzugt wird von den Leitern eine Versorgungsspannung geführt, wobei die Leiter mit den Richtungssensoren und/oder den Magnetfeldsensoren bzw. Kompasssensoren und/oder anderen elektrischen Verbrauchern zu deren Versorgung mit elektrischer Energie elektrisch verbunden sind. Somit werden die jeweiligen Sensoren mittels der Versorgungsleitung mit elektrischer Energie versorgt. Die Magnetfeldsensoren sind dabei im Wesentlichen keiner oder einer vemachlässigbar geringen durch die Versorgungsleitung hervorgerufenen Maghetfeldstärke ausgesetzt.

    [0031] Vorzugsweise ist das Magnetfeld im Bereich der Magnetfeldsensoren so gering gegenüber dem Erdmagnetfeld, dass von diesen Magnetfeldsensoren das Erdmagnetfeld im Wesentlichen unbeeinflusst von Magnetfeldern der Versorgungsleitung gemessen werden kann.

    [0032] In einer vorteilhaften Weiterbildung weist die Antenne bzw. die elektrische Versorgungsleitung Hinleiter und/oder Rückleiter für wenigstens zwei separate Versorgungsspannungen auf, mit denen die Sonarsensoren und die Magnetfeldsensoren getrennt voneinander mit elektrischer Energie versorgt werden können. Ggf. benötigen unterschiedliche Sensoren nämlich eine unterschiedliche Versorgungsspannung. Alternativ können auch andere Sensoren oder Verbraucher elektrischer Energie auf diese Weise mit elektrischer Energie versorgt werden.

    [0033] Bevorzugt führt wenigstens einer der Leiter im Einsatzfall der Antenne einen elektrischen Strom mit veränderlicher Stromstärke. Sich ändernde Stromstärken in anderen bekannten elektrischen Leitern führen besonders oft zu unerwünschten Magnetfeldeffekten in der Umgebung. Die erfindungsgemäße Versorgungsleitung, insbesondere in der erfindungsgemäßen Schleppantenne, ermöglicht demgegenüber trotzdem eine im Wesentlichen magnetfeldneutrale Leiterführung.

    [0034] Bevorzugt weist die Antenne wenigstens eine mit den Magnetfeldsensoren verbundene Datenleitung auf. Über die Datenleitung werden sensierte Daten zum Wasserfahrzeug geleitet. Wenigstens eine weitere oder die gleiche Datenleitung ist zum Leiten sensierter Daten der Magnetfeldsensoren bzw. aus diesen Daten gewonnener Daten zum Wasserfahrzeug vorgesehen.

    [0035] Weitere Ausführungsformen ergeben sich aus den Ansprüchen sowie aus den anhand der Zeichnung näher erläuterten Ausführungsbeispielen. In der Zeichnung zeigen:
    Fig. 1
    einen Abschnitt einer mehrschichtigen Leiterplatte mit zwei Ebenen, die als Kabelersatz eine elektrische Versorgungsleitung bildet, gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel in einer Schnittdarstellung;
    Fig. 2
    ein Bündel von als Streifen ausgebildeten Leiterbahnen gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer Schnittdarstellung;
    Fig. 3
    eine von einem Unterseeboot gezogene Schleppantenne gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel in einer Draufsicht und
    Fig. 4
    eine Schnittdarstellung eines Abschnitts der Schleppantenne von Fig. 3 in einer Seitenansicht.


    [0036] Fig. 1 zeigt eine Schnittdarstellung eines Abschnitts einer mehrschichtigen, insbesondere zweischichtigen, Flex-Leiterplatte 2 mit Leiterbahnen 4, 6, 8, 10 und 12 eines Hinleiters 14 und weiteren Leiterbahnen 16, 18, 20, 22 und 24 eines Rückleiters 26. Der Hinleiter 14 und der Rückleiter 26 bilden zusammen einen Kabelersatz bzw. sind Teil eines Kabelersatzes.

    [0037] Die Leiterbahnen 16, 6, 20, 10 und 24 sind in einer ersten Ebene 28 der Leiterplatte 2 angeordnet, wobei Leiterbahnen 6, 10 des Hinleiters 14 abwechselnd mit Leiterbahnen 16, 20 und 24 des Rückleiters 26 angeordnet sind. Analog hierzu sind in einer zweiten Ebene 30 der Leiterplatte 2 in alternierender Folge die Leiterbahnen 4, 8 und 12 des Hinleiters 14 mit den Leiterbahnen 18 und 22 des Rückleiters 26 angeordnet.

    [0038] Jede Leiterbahn 4, 6, 8, 10 oder 12 des Hinleiters 14 der jeweiligen Ebene 28 bzw. 30 ist in der jeweils anderen Ebene 28 bzw. 30 anliegend bzw. gegenüberstehend eine Leiterbahn 16, 18, 20, 22, 24 des Rückleiters 26 angeordnet. Dadurch wird eine gute Vermischung der Leiterbahnen 4 - 12 des Hinleiters 14 mit den Leiterbahnen 16 - 24 des Rückleiters 26 erreicht.

    [0039] Insgesamt sind somit viele dünne Leiterbahnen 4 - 12 und 18 - 24 in geringem Abstand relativ zueinander angeordnet und dabei derart durchmischt, dass sich Magnetfelder, die von in den Leitern 14 und 26 fließenden Strömen erzeugt werden, derart überlagern, dass sie sich außerhalb einer die Leiterplatte 2 aufweisenden elektrischen Versorgungsleitung im Wesentlichen kompensieren bzw. im Wesentlichen auslöschen, so dass sich allenfalls eine sehr geringe magnetische Feldstärke in diesen Bereichen aufgrund des durch die Versorgungsleitung fließenden Stromes ergibt.

    [0040] Beispielhaft sind ausgewählte Feldlinien der von den Strömen erzeugten Magnetfelder in der Fig. 1 eingezeichnet. Insbesondere werden von den Leiterbahnen 4 - 12 des Hinleiters 14 Magnetfeldlinien 32, 34, 36, 38 und 40 in einer ersten Richtung bzw. in einem ersten Drehsinn erzeugt. Von Strömen in den Leiterbahnen 16, 18, 20, 22 und 24 des Rückleiters 26 werden hingegen Magnetfeldlinien 42, 44, 46, 48 und 50 von Magnetfeldern in einer zweiten Richtung bzw. in einem zweiten Drehsinn erzeugt.

    [0041] Zu einem Rand 52 der Leiterplatte 2 nimmt eine Breite bzw. ein Durchmesser der Leiterbahnen 4 - 12 und 16 - 24 ab. Insbesondere weisen zwar die Leiterbahnen 4, 6, 8, 16, 18 und 20 eine einheitliche Breite auf. Eine Breite der näher am Rand 52 liegenden Leiterbahnen 10 und 22 ist demgegenüber jedoch reduziert. Die direkt am Rand 52 liegenden Leiterbahnen 12 und 24 weisen sogar eine nochmals reduzierte Breite bzw. einen nochmals reduzierten Durchmesser auf. Dadurch fließen in diesen äußeren bzw. weiter am Rand liegenden Leiterbahnen 10 und 22 bzw. 12 und 24 vergleichsweise geringere Ströme, die ein vergleichsweise geringeres Magnetfeld erzeugen, das durch einen kleineren Durchmesser der dargestellten Magnetfeldlinien 40 und 50 bzw. durch einen geringeren Flächeninhalt einer durch die Magnetfeldlinien 38, 48, 40 und 50 eingeschlossenen Fläche angedeutet ist. Dadurch löschen sich auch in der nähe des Randes 52 die Magnetfelder weitestgehend aus.

    [0042] Fig. 2 zeigt ein Bündel 54 von streifenartigen bzw. als Streifen ausgebildeten doppelschichtigen Flex-Leiterplatten 56, 58 60, 62 und 64 in einer Schnittdarstellung. Die Leiterplatten 56 - 64 sind identisch zueinander ausgebildet, so dass sich der nachfolgend für die Leiterplatte 56 beschriebene Aufbau entsprechend auch auf die Leiterplatten 58 - 64 bezieht.

    [0043] Die Leiterplatte 56 weist zwei Ebenen, nämlich eine erste Ebene 28' und eine zweite Ebene 30' auf. Ein Hinleiter 14' weist Leiterbahnen 66, 68, 70 und 72 auf, die auf beiden Ebenen 28' und 30' sowie innerhalb dieser Ebenen 28' und 30' verteilt angeordnet sind. In alternierender Folge neben bzw. zwischen den Leiterbahnen 66 - 72 des Hinleiters 14' sind entsprechend verteilt Leiterbahnen 74, 76, 78 und 80 des Rückleiters 26' angeordnet. Die Leiterbahnen 66 - 72 des Hinleiters 14' sind somit durchmischt mit den Leiterbahnen 74 - 80 des Rückleiters 26' angeordnet, wobei in Richtung der jeweils angrenzenden Ebene 28' bzw. 30' sowie innerhalb der Ebene 28' bzw. 30 querab zu jeweiligen Stromrichtung auf jede Leiterbahn 66 - 72 des Hinleiters 14' eine Leiterbahn 74 - 80 des Rückleiters 16' folgt bzw. umgekehrt. Die Leiterbahn 66 - 80 zusammen bilden ein Leiterbahnbündel 81.

    [0044] Eine Breite der Leiterbahnen 66, 72, 74 und 80 an Rändern 52' und 52" der Leiterplatte 56 ist zur Optimierung eines resultierenden Magnetfelds in der Umgebung des Bündels 54 geringer als Breiten der in einem Zentrum bzw. abseits der Ränder 52' und 52" angeordneten Leiterbahnen 68, 70, 76 und 78.

    [0045] Fig. 3 zeigt eine Schleppantenne 82, die von einem Wasserfahrzeug 84, bspw. einem U-Boot, gezogen wird. Die Schleppantenne 82 weist eine Vielzahl von nicht dargestellten Sonarsensoren auf. Ferner weist die Schleppantenne 82 mehrere Magnetfeldsensoren 86, 88, 90, 92, 94 und 96 auf, deren beispielhafte Positionen an der Schleppantenne 82 durch Punkte in der Abbildung veranschaulicht sind. Tatsächlich sind die Magnetfeldsensoren 86 - 96 vorzugsweise von außen nicht sichtbar in der Schleppantenne 82 angeordnet. Auch die Anzahl der Magnetfeldsensoren 86 - 96 bzw. ihre Abstände relativ zueinander an der Schleppantenne 82 ist bzw. sind hier nur beispielhaft gewählt. Bevorzugt ist eine Anzahl von mehr als 80, bspw. 96 Magnetfeldsensoren, vorgesehen.

    [0046] Fig. 4 zeigt einen Ausschnitt der Schleppantenne 82 von Fig. 3 in einer vergrößerten Schnittdarstellung in Seitenansicht. Dieser dargestellte Abschnitt zeigt beispielhaft den Magnetfeldsensor 86. Zusätzlich sind zwei Wasserschallaufnehmer bzw. Sonarsensoren 98 und 100 dargestellt. Zentral in der Schleppantenne 82 angeordnet ist eine erfindungsgemäße elektrische Versorgungsleitung 102, über die sowohl der Magnetfeldsensor 86 als auch die Sonarsensoren 98 und 100 mit elektrischer Energie versorgt werden. Zusätzlich ist der Magnetfeldsensor 86 an eine Datenleitung 104 angeschlossen, über die er Datensignale in Erwiderung auf ein sensiertes Magnetfeld an das Wasserfahrzeug 84 sendet. Eine weitere Datenleitung 106 ist zur Weiterleitung von Datensignalen der Sonarsensoren 98 und 100 an das Wasserfahrzeug 84 vorgesehen.

    [0047] Die elektrische Versorgungsleitung 102 weist eine Vielzahl der Leiterplatten 2 gemäß Fig. 1 auf. Alternativ hierzu kann das Bündel 54 gemäß Fig. 2 bzw. eine Vielzahl derartiger Bündel 54 vorgesehen sein. Auch andere Ausgestaltungen der elektrischen Versorgungsleitung 102 bzw. der Leiterplatten 2 und 56 - 64 im Rahmen der Erfindung sind möglich.

    [0048] Die elektrische Versorgungsleitung 102 ist platzsparend im Inneren der Schleppantenne 82 angeordnet. Diese Versorgungsleitung 102 weist ein so geringeres Volumen und eine so geringe Masse auf, dass ein Querschnitt der Schleppantenne 82 vergleichsweise gering bleiben kann, was unter anderem Vorteile beim Aufwickeln der Schleppantenne 82 auf dem Wasserfahrzeug 84 hat. Außerdem ist die Masse der elektrischen Versorgungsleitung 102 so gering, dass für die speziellen Anforderungen dieser elektrischen Versorgungsleitung 102 in Bezug auf die Magnetfeldabstrahlung keine zusätzlichen Auftriebskörper vorgesehen werden müssen oder kein ungewolltes Absinken der Schleppantenne 82 zu befürchten ist.

    [0049] Alle in der vorstehenden Beschreibung und in den Ansprüchen genannten Merkmale sind sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander einsetzbar. Die Offenbarung der Erfindung ist somit nicht auf die beschriebenen bzw. beanspruchten Merkmalskombinationen beschränkt. Vielmehr sind alle Merkmalskombinationen als offenbart zu betrachten.


    Ansprüche

    1. Elektrische Versorgungsleitung (102) zur Anordnung in einer gegenüber Magnetfeldern empfindlichen Umgebung, in einer Sonarsensoren (98, 100) und Magnetfeldsensoren (86 - 96) aufweisenden Schleppantenne (82) eines Wasserfahrzeugs (84), wobei diese Versorgungsleitung (102) wenigstens einen Hinleiter (14, 14') und wenigstens einen Rückleiter (26, 26') aufweist und derart ausgebildet ist,
    dass beide Leiter (14, 14', 26, 26') jeweils mehrere Leiterbahnen (4 - 12, 16 - 24, 66 - 72, 74 - 80) aufweisen, wobei alle Leiterbahnen (4 - 12, 16 - 24, 66 - 72, 74 - 80) zumindest lokal parallel zueinander und dabei die Leiterbahnen (4, 18, 8, 22, 12; 16, 6, 20, 10, 24; 66, 76, 70, 80; 74, 68, 78, 72) der unterschiedlichen Leiter (14, 14', 26, 26') derart vermischt untereinander angeordnet sind, dass in dem Fall, dass diese Leiter (14, 14', 26, 26') von elektrischen Strömen in zueinander entgegengesetzter Flussrichtung durchflossen werden, sich die durch diese elektrischen Ströme erzeugten Magnetfelder aller Leiterbahnen (4 - 12, 16 - 24, 66 - 72, 74 - 80) in der Umgebung der Versorgungsleitung (102) kompensieren, insbesondere teilweise oder vollständig gegenseitig auslöschen,
    gekennzeichnet durch
    wenigstens eine flexible Leiterplatte (2, 56, 58, 60, 62, 64), insbesondere Flex-Leiterplatte, mit jeweils wenigstens einer Ebene (28, 30, 28', 30'), in der die Leiterbahnen (4, 18, 8, 22, 12; 16, 6, 20, 10, 24; 66, 76, 70, 80; 74, 68, 78, 72) nebeneinander angeordnet sind.
     
    2. Elektrische Versorgungsleitung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Leiterplatte (2) eine mehrschichtige Leiterplatte (2) mit wenigstens zwei übereinander angeordneten Ebenen (28, 30, 28', 30') ist, wobei die Leiterbahnen (4 - 12, 16 - 24, 66 - 72, 74 - 80) mit den Ebenen (28, 30, 28', 30') übereinander und innerhalb der Ebenen (28, 30, 28', 30') nebeneinander angeordnet sind.
     
    3. Elektrische Versorgungsleitung nach Anspruch 2,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    jede Leiterbahn (4 - 12; 66 - 72) des Hinleiters (14, 14') nicht weiter entfernt von jeweils wenigstens einer in einer benachbarten Ebene (28, 28', 30, 30') angeordneten Leiterbahn (16 - 24; 74 - 80) des Rückleiters (26, 26') als von einer beliebigen in dieser benachbarten Ebene angeordneten Leiterbahn (4 - 12; 66 - 72) des Hinleiters (14, 14') angeordnet ist.
     
    4. Elektrische Versorgungsleitung nach einem der vorherigen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    innerhalb der Ebene (28, 30, 28', 30') jede Leiterbahn (4 - 12; 66 - 72) des Hinleiters (14, 14') benachbart neben einer Leiterbahn (16 - 24; 74 - 80) des Rückleiters angeordnet ist, insbesondere Leiterbahnen (4 - 12, 16 - 22; 66 - 72, 74 - 80) des Hinleiters (14, 14') und des Rückleiters (26, 26') in alternierender Folge in dieser Ebene (28, 30, 28', 30') angeordnet sind.
     
    5. Elektrische Versorgungsleitung nach einem der vorherigen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    alle Leiterbahnen (4 - 12, 16 - 24; 66 -72, 74 - 80) einer Leiterplatte (2, 56 - 64) zusammen ein Leiterbahnbündel (81) definieren und die Leiterbahnen (4 - 12, 16 - 24; 66 - 74, 76 - 80) dieses Leiterbahnbündels (81) im Mittel eine von der Mitte zum Rand des Leiterbahnbündels (81) abnehmende Querschnittsfläche und/oder Leiterbahnbreite aufweisen.
     
    6. Elektrische Versorgungsleitung nach einem der vorherigen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    diese elektrische Versorgungsleitung (102) flexibel und krümmbar ist und mehrere als sich parallel zu den Leiterbahnen (4 - 12, 16 - 24; 66 - 72, 74 - 80) erstreckende Streifen ausgebildete Leiterplatten (56 - 64) mit jeweils mehreren Leiterbahnen (66 - 80) aufweist.
     
    7. Elektrische Versorgungsleitung nach einem der vorherigen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    mehrere, insbesondere als Streifen nach Anspruch 6 ausgebildete, Leiterplatten (56 - 64) zu wenigstens einem Bündel (54) zusammengefasst sind.
     
    8. Antenne, insbesondere Schleppantenne, für ein Wasserfahrzeug (84), insbesondere Unterseeboot, aufweisend Sonarsensoren (98, 100), Magnetfeldsensoren (86 - 96) und eine elektrische Versorgungsleitung (102) mit wenigstens einem Hinleiter und wenigstens einem Rückleiter (26, 26'),
    gekennzeichnet durch
    eine Ausbildung der elektrischen Versorgungsleitung (102) nach einem der Ansprüche 1 bis 7.
     
    9. Antenne nach Anspruch 8,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    von den Leitern (14, 14', 26, 26') eine Versorgungsspannung führbar ist, wobei die Leiter (14, 14', 26, 26') mit den Sonarsensoren (98, 100) und/oder mit den Magnetfeldsensoren (86 - 96) zu deren Versorgung mit elektrischer Energie elektrisch verbunden sind.
     
    10. Antenne nach Anspruch 8 oder 9,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    im Bereich der Magnetfeldsensoren (86 - 96) das Magnetfeld der elektrischen Versorgungsleitung (102) so gering ist gegenüber dem Erdmagnetfeld, dass von diesen Magnetfeldsensoren (86 - 96) das Erdmagnetfeld im Wesentlichen unbeeinflusst vom Magnetfeld der elektrischen Versorgungsleitung (102) gemessen werden kann.
     
    11. Antenne nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
    gekennzeichnet durch
    Hinleiter (14, 14') und/oder Rückleiter (26, 26') für wenigstens zwei separate Versorgungsspannungen mit denen die Sonarsensoren (98, 102) und die Magnetfeldsensoren (86 - 96) getrennt voneinander mit elektrischer Energie versorgbar sind.
     
    12. Antenne nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    wenigstens einer der Leiter (14, 14', 26, 26') im Einsatzfall der Schleppantenne (82) einen elektrischen Strom mit einer sich ändernden Stromstärke führt.
     
    13. Antenne nach einem der Ansprüche 8 bis 12,
    gekennzeichnet durch
    wenigstens eine mit den Magnetfeldsensoren (86 - 96) verbundene Datenleitung (104).
     


    Claims

    1. An electric supply line (102) for disposal in an environment sensitive to magnetic fields, in particular a towed antenna (82), including sonar sensors (98, 100) and magnetic field sensors (86 - 96), of a watercraft (84), wherein this supply line (102) includes at least one forward conductor (14, 14') and at least one return conductor (26, 26') and is configured such that
    both conductors (14, 14', 26, 26') each include a plurality of conductor paths (4-12, 16 - 24, 66 - 72, 74 - 80), wherein all conductor paths (4 - 12, 16 - 24, 66 - 72, 74 - 80) are disposed at least locally parallel to one another and here the conductor paths (4, 18, 8, 22, 12; 16, 6, 20, 10, 24; 66, 76, 70, 80; 74, 68, 78, 72) of the different conductors (14, 14', 26, 26') are disposed mixed among one another such that in the case that these conductors (14, 14', 26, 26') are flowed-through by electrical currents in opposing flow directions the magnetic fields of all conductor paths (4 - 12, 16 - 24, 66 - 72, 74 - 80) in the vicinity of the supply line (102), which magnetic fields are generated by these electrical currents, compensate for one another, in particular partially or completely cancel one another out,
    characterised by
    at least one flexible conductor plate (2, 56, 58, 60, 62, 64), in particular flex-conductor plates including at least one plane (28, 30, 28' 30'), wherein the conductor paths (4, 18, 8, 22, 12; 16, 6, 20, 10, 24; 66, 76, 70, 80; 74, 68, 78, 72) are disposed adjacent to one another.
     
    2. The electric supply line according to claim 1,
    characterised in that
    the conductor plate (2) is a multiple-layer conductor plate (2) including at least two planes (28, 30, 28', 30') disposed one-over-another, wherein the conductor paths (4 - 12, 16 - 24, 66 - 72, 74 - 80) including the planes (28, 30, 28', 30') are disposed one-over-another and adjacent to one another within the planes (28, 30, 28', 30')
     
    3. The electric supply line according to claim 2,
    characterised in that
    each conductor path (4 - 12; 66 - 72) of the forward conductor (14, 14') is disposed no farther from respectively at least one conductor path (16 - 24; 74 - 80) of the return conductor (26, 26'), which conductor path (16 - 24; 74 - 80) is disposed in an adjacent plane (28, 28', 30, 30'), than from any conductor path (4 - 12; 66 - 72) of the forward conductor (14, 14'), which conductor path (4 - 12; 66 - 72) is disposed in this adjacent plane.
     
    4. The electric supply line according to one of the preceding claims,
    characterised in that
    within the plane (28, 30, 28', 30') each conductor path (4 - 12; 66 - 72) of the forward conductor (14, 14') is disposed adjacent to a conductor path (16 - 24; 74-80) of the return conductor, in particular conductor paths (4 - 12, 16 - 22; 66 - 72, 74 - 80) of the forward conductor (14, 14') and of the return conductor (26, 26'), in alternating sequence in this plane (28, 30, 28', 30').
     
    5. The electric supply line according to one of the preceding claims,
    characterised in that
    all conductor paths (4 - 12, 16 - 24; 66 - 72, 74 - 80) of a conductor plate (2, 56 - 64) together define a conductor-path bundle (81), and the conductor paths (4 - 12, 16 - 24; 66 - 74, 76 - 80) of this conductor-path bundle (81) in the centre have cross-sectional surfaces and/or conductor path widths decreasing from the centre to the edge.
     
    6. The electric supply line according to one of the preceding claims,
    characterised in that
    this electrical supply line (102) is flexible and bendable and includes a plurality of conductor plates (56 - 64) configured as strips extending parallel to the conductor paths (4 - 12, 16 - 24; 66 - 72, 74 - 80), which conductor plates (56 - 64) each includes a plurality of conductor paths (66 - 80).
     
    7. The electric supply line according to one of the preceding claims,
    characterised in that
    a plurality of conductor plates (56 - 64), in particular configured as strips according to claim 6, are grouped into at least one bundle (54)
     
    8. An antenna, in particular a towed antenna, for a watercraft (84), in particular a submarine, including sonar sensors (98, 100), magnetic field sensors (86-96), and an electrical supply line (102) including at least one forward conductor and at least one return conductor (26, 26'),
    characterized by
    a configuration of the electric supply line (102) according to one of claims 1 to 7.
     
    9. The antenna according to claim 8,
    characterised in that
    a supply voltage is guidable from the conductors (14, 14', 26, 26'), wherein the conductors (14, 14', 26, 26') are electrically connected to the sonar sensors (98, 100) and/or to the magnetic field sensors (86 - 96) for their supplying with electrical energy.
     
    10. The antenna according to claim 8 or 9,
    characterised in that
    in the region of the magnetic field sensors (86 - 96) the magnetic field of the electrical supply line (102) is so slight compared to the earth's magnetic field that from these magnetic field sensors (86 - 96) the earth's magnetic field can be measured substantially uninfluenced by the magnetic field of the electric supply line (102).
     
    11. The antenna according to one of claims 8 to 10,
    characterized by
    forward conductors (14, 14') and/or return conductors (26, 26') for at least two separate supply voltages, using which the sonar sensors (98, 100) and the magnetic field sensors (86 - 96) are supplyable with electric energy separately from one another.
     
    12. The antenna according to one of claims 8 to 11,
    characterised in that
    in the use case of the towed antenna (82) at least one of the conductors (14, 14', 26, 26') guides an electrical current with a varying current strength.
     
    13. The antenna according to one of claims 8 to 12,
    characterized by
    at least one data line (104) connected to the magnetic field sensors (86 - 96).
     


    Revendications

    1. Ligne d'alimentation électrique (102) destinée à être agencée dans un environnement sensible aux champs magnétiques, dans une antenne remorquée (82) d'un véhicule marin (84) comportant des capteurs sonar (98, 100) et des capteurs de champ magnétique (86-96), cette ligne d'alimentation (102) comportant au moins un conducteur aller (14, 14') et au moins un conducteur de retour (26, 26') et étant conçue de telle manière
    que les deux conducteurs (14, 14', 26, 26') comportent chacun plusieurs pistes conductrices (4-12, 16-24, 66-72, 74-80), toutes les pistes conductrices (4-12, 16-24, 66-72, 74-80) étant agencées au moins localement parallèles les unes aux autres et les pistes conductrices (4, 18, 8, 22, 12 ; 16, 6, 20, 10, 24 ; 66, 76, 70, 80 ; 74, 68, 78, 72) des différents conducteurs (14, 14', 26, 26') étant agencées mélangées les unes aux autres de telle manière que dans le cas où ces conducteurs (14, 14', 26, 26') sont traversés par des courants électriques dans des sens de circulation opposés l'un à l'autre, les champs magnétiques de toutes les pistes conductrices (4-12, 16-24, 66-72, 74-80) générés par ces courants électriques se compensent dans l'environnement de la ligne d'alimentation (102), en particulier se suppriment réciproquement en partie ou complètement,
    caractérisée par
    au moins une carte de circuit imprimé (2, 56, 58, 60, 62, 64) flexible, en particulier une carte de circuit imprimé flex, dotée d'au moins un niveau (28, 30, 28', 30') dans lequel les pistes conductrices (4, 18, 8, 22, 12 ; 16, 6, 20, 10, 24 ; 66, 76, 70, 80 ; 74, 68, 78, 72) sont agencées les unes à côté des autres.
     
    2. Ligne d'alimentation électrique selon la revendication 1,
    caractérisée en ce que
    la carte de circuit imprimé (2) est une carte de circuit imprimé (2) multicouche dotée d'au moins deux niveaux (28, 30, 28', 30') agencés l'un au-dessus de l'autre, les pistes conductrices (4-12, 16-24, 66-72, 74-80) étant agencées les unes au-dessus des autres avec les niveaux (28, 30, 28', 30') et les unes à côté des autres dans les niveaux (28, 30, 28', 30').
     
    3. Ligne d'alimentation électrique selon la revendication 2,
    caractérisée en ce que
    chaque piste conductrice (4-12 ; 66-72) du conducteur aller (14, 14') n'est pas agencée plus éloignée respectivement d'au moins une piste conductrice (16-24 ; 74-80) du conducteur de retour (26, 26') agencée dans un niveau voisin (28, 28', 30, 30') que d'une quelconque piste conductrice (4-12 ; 66-72) du conducteur aller (14,14') agencée dans ce niveau voisin.
     
    4. Ligne d'alimentation électrique selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisée en ce que
    dans le niveau (28, 30, 28', 30'), chaque piste conductrice (4-12 ; 66-72) du conducteur aller (14, 14') est agencée adjacente à côté d'une piste conductrice (16-24 ; 74-80) du conducteur de retour, en particulier des pistes conductrices (4-12, 16-22 ; 66-72, 74-80) du conducteur aller (14, 14') et du conducteur de retour (26, 26') sont agencées en alternance dans ce niveau (28, 30, 28', 30').
     
    5. Ligne d'alimentation électrique selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisée en ce que
    toutes les pistes conductrices (4-12, 16-24 ; 66-72, 74-80) d'une carte de circuit imprimé (2, 56-64) définissent ensemble un groupe de pistes conductrices (81) et les pistes conductrices (4-12, 16-24 ; 66-74, 76-80) de ce groupe de pistes conductrices (81) présentent en moyenne une aire de section transversale et/ou largeur de piste conductrice diminuant du milieu au bord du groupe de pistes conductrices (81).
     
    6. Ligne d'alimentation électrique selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisée en ce que
    cette ligne d'alimentation électrique (102) est flexible et peut être courbée, et comporte plusieurs cartes de circuit imprimé (56-64) réalisées sous forme de bandes s'étendant parallèlement aux pistes conductrices (4-12, 16-24 ; 66-72, 74-80), et dotées respectivement de plusieurs pistes conductrices (66-80).
     
    7. Ligne d'alimentation électrique selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisée en ce que
    plusieurs cartes de circuit imprimé (56-64), en particulier réalisées sous forme de bandes selon la revendication 6, sont rassemblées en au moins un groupe (54).
     
    8. Antenne, en particulier antenne remorquée, destinée à un véhicule marin (94), en particulier un sous-marin, comportant des capteurs sonar (98, 100), des capteurs de champ magnétique (86-96) et une ligne d'alimentation électrique (102) dotée d'au moins un conducteur aller et d'au moins un conducteur de retour (26, 26'),
    caractérisée par
    une conception de la ligne d'alimentation électrique (102) selon l'une des revendications 1 à 7.
     
    9. Antenne selon la revendication 8,
    caractérisée en ce que
    une tension d'alimentation peut être conduite par les conducteurs (14, 14', 26, 26'), les conducteurs (14, 14', 26, 26') étant reliés électriquement aux capteurs sonar (98, 100) et/ou aux capteurs de champ magnétique (86-96) pour l'alimentation de ceux-ci en énergie électrique.
     
    10. Antenne selon la revendication 8 ou 9,
    caractérisée en ce que
    dans la zone des capteurs de champ magnétique (86-96), le champ magnétique de la ligne d'alimentation électrique (102) est tellement faible par rapport au champ géomagnétique que le champ géomagnétique peut être mesuré par ces capteurs de champ magnétique (86-96) essentiellement sans influence provenant du champ magnétique de la ligne d'alimentation électrique (102).
     
    11. Antenne selon l'une des revendications 8 à 10,
    caractérisée par
    des conducteurs aller (14, 14') et/ou des conducteurs de retour (26, 26') pour au moins deux tensions d'alimentation séparées avec lesquelles les capteurs sonar (98, 100) et les capteurs de champ magnétique (86-96) peuvent être alimentés en énergie électrique séparément les uns des autres.
     
    12. Antenne selon l'une des revendications 8 à 11,
    caractérisée en ce qu'
    au moins l'un des conducteurs (14, 14', 26, 26') conduit un courant électrique avec une intensité de courant variable en cas d'utilisation de l'antenne remorquée (82).
     
    13. Antenne selon l'une des revendications 8 à 12,
    caractérisée par
    au moins une ligne de données (104) reliée aux capteurs de champ magnétique (86-96).
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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