(19)
(11)EP 2 682 190 B1

(12)EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45)Hinweis auf die Patenterteilung:
09.01.2019  Patentblatt  2019/02

(21)Anmeldenummer: 12005044.8

(22)Anmeldetag:  06.07.2012
(51)Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B01L 9/06(2006.01)
B65D 71/70(2006.01)
B65D 25/10(2006.01)

(54)

Transporteinheit, umfassend Halteplatten und Gefäße und Vorrichtung, umfassend eine Halteplatte, einen Halter und Gefäße, sowie deren Verwendung

Transport unit comprising a holding plate and containers and device comprising a holding plate, a holder and containers and a use thereof

Unité de transport comportant des plaques de support et des récipients et appareil comprenant une plaque de support, un support et des récipients, et utilisation de ceux-ci


(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(43)Veröffentlichungstag der Anmeldung:
08.01.2014  Patentblatt  2014/02

(73)Patentinhaber: Eppendorf AG
22339 Hamburg (DE)

(72)Erfinder:
  • Müller, Philip
    20253 Hamburg (DE)
  • Voss, Daniel
    22453 Hamburg (DE)
  • Kamps, Thomas
    22307 Hamburg (DE)

(74)Vertreter: Hauck Patentanwaltspartnerschaft mbB 
Postfach 11 31 53
20431 Hamburg
20431 Hamburg (DE)


(56)Entgegenhaltungen: : 
DE-A1- 2 523 826
US-A- 1 858 856
DE-A1-102010 033 181
US-A1- 2007 253 870
  
      
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Transporteinheit, umfassend Halteplatten und Gefäße und auf eine Vorrichtung, umfassend eine Halteplatte, einen Halter und Gefäße, sowie auf deren Verwendung.

    [0002] In chemischen, biochemischen, biologischen, medizinischen oder gerichtsmedizinischen Laboratorien werden Gefäße für die Aufbereitung von Reagenzien und Proben in verschiedenen Größen und aus verschiedenen Materialien verwendet. Weit verbreitet sind Gefäße für Einmalgebrauch aus Kunststoff, die nur für den Gebrauch mit einer speziellen Flüssigkeit oder Flüssigkeitsgemisch eingesetzt und danach entsorgt werden. Die Gefäße können vom Hersteller in einem bestimmten Reinheitszustand geliefert bzw. vor dem Gebrauch autoklaviert werden. Der Einsatz von Einmalgefäßen aus Kunststoff vermeidet eine Verunreinigung von Reagenzien und Proben.

    [0003] Die Gefäße sind vorzugsweise mit stopfenartigen Deckeln oder mit Schraubdeckeln versehen.

    [0004] Einmalgefäße aus Kunststoff gibt es insbesondere mit einem Nennvolumen im Bereich von einem Bruchteil eines Milliliters bis 100 ml. Gebräuchlich sind insbesondere Gefäße mit einem Nennvolumen von 0,5, 1,0, 1,5, 2,0, 15 und 50 ml. Die vorliegende Anmeldung betrifft Gefäße mit einem Verschlusselement und einem Nennvolumen von mindestens 10 ml. Vorzugsweise beträgt das Nennvolumen maximal 100 ml. Das Nennvolumen der Gefäße beträgt insbesondere 15 und 50 ml. Diese Gefäße haben einen Zylinderbereich, einen Konusbereich unten am Zylinderbereich und ein bezüglich des Zylinderbereichs radial nach außen vorstehendes Verschlusselement oben am Zylinderbereich. Der Zylinderbereich ist ideal zylindrisch oder mit einer leichten konischen Verjüngung von oben nach unten ausgebildet. Die leichte Konizität des Zylinderbereichs hat entformungstechnische und Handhabungsgründe. Insbesondere begünstigt die Konizität einen definierten Sitz des Gefäßes in einer Aufnahme. Der halbe Öffnungswinkel der konischen Verjüngung beträgt vorzugsweise maximal 5°, vorzugsweise beträgt er 1°. Falls der Gefäßdeckel ein Schraubdeckel ist, weist der Zylinderbereich oben am Außenumfang ein Außengewinde auf, auf das der Schraubdeckel aufgeschraubt ist. Diese Gefäße mit Verschlusselement werden auch als "Zentrifugenröhrchen" (conical tube) bezeichnet und unter der Handelsbezeichnung Falcon®-Gefäße vermarktet. In dieser Anmeldung werden sie nachfolgend als "Deckelgefäße" oder vereinfachend als "Gefäße" bezeichnet.

    [0005] Herkömmlicherweise werden Deckelgefäße als Bulkware in einem Kunststoffbeutel oder auf einem Träger (Rack) mit einer Umhüllung aus einer Kunststofffolie ausgeliefert. Der Träger besteht aus Styropor oder aus einem kompakten Kunststoff. Bekannt sind Träger in Form einer dicken Platte aus Styropor mit tiefen Aufnahmen, in denen die Gefäße aufrecht stehend gehalten sind. Ferner bekannt ist ein Träger einer dünnwandigen Bodenplatte und einer davon im Abstand über Stege gehaltenen Lochplatte jeweils aus kompaktem Kunststoff. Die Stege sind über Filmscharniere mit der Lochplatte verbunden und unten in Löchern der Bodenplatte verrastet. Die Bodenplatte weist gegenüber jedem Loch der Lochplatte eine Einfassung auf. Die Gefäße sind an ihren Zylinderbereichen in den Löchern der Lochplatte und an ihren Konusbereichen von den Einfassungen gehalten.

    [0006] Die Beständigkeit von Trägern aus Styropor gegen Chemikalien und erhöhte Temperaturen ist gering. Die Träger aus Kunststoff sind aufwendig in der Herstellung und mit einem erhöhten Anfall an Abfallmenge verbunden.

    [0007] Aus Platzgründen sind die Gefäße in den Trägern sehr dicht nebeneinander angeordnet. Infolgedessen verbleiben nur geringe Freiräume zwischen den Gefäßen. Hierdurch wird die Zugänglichkeit von Gefäßen auf dem Träger erschwert. Dies ist insbesondere nachteilig, wenn die Träger im Labor zur Bereitstellung der Gefäße für das Öffnen und Verschließen, Befüllen und Entnehmen verwendet werden. Ferner ist bei den bekannten Gefäßpackungen nachteilig, dass große Abfallmengen anfallen. Schließlich vermitteln die marktüblichen Träger oftmals einen minderwertigen Qualitätseindruck.

    [0008] Die GB 2 478 703A beschreibt eine Gefäßpackung mit einem ersten Träger und einem zweiten Träger, die jeweils eine Anordnung von Aufnahmen zum Halten eines Abschnittes eines Gefäßes aufweisen. Die Gefäße haben einen Schraubdeckel, der auf einen verjüngten Hals aufgeschraubt ist, sodass die Schraubdeckel nicht radial bezüglich des Unterteils der Gefäße nach außen vorstehen. Wenn die Verpackung geschlossen ist, weisen die Aufnahmen jedes Trägers nach innen und sind die Aufnahmen des ersten Trägers versetzt zu den Aufnahmen des zweiten Trägers angeordnet. Deshalb kann jede Aufnahme jedes Trägers ein Gefäß halten und berühren die Gefäße einander nicht, wenn die Verpackung geschlossen ist. Bei einer Ausgestaltung sind die Gefäße an beiden Enden in Aufnahmen der beiden Träger gehalten.

    [0009] Die US 1,858,856 A beschreibt eine Verpackung für Schrotpatronen, welche die Patronen auf Abstand voneinander hält, damit sie nicht beschädigt werden. Hierfür sind zwei entgegengesetzt ausgerichtete und ineinander verschachtelt angeordnete Gruppen aus Schrotpatronen an einem Ende in einem Abstandshalter auf Abstand voneinander gehalten. Die Abstandshalter mit den darin gehaltenen Schrotpatronen werden von einem Umkarton zusammengehalten.

    [0010] Die US 2007/0253870 A1 beschreibt einen Halter und Versandbehälter für Probenröhrchen. Mehrere Halter mit jeweils mehreren Vertiefungen zur Aufnahme von Probenröhrchen sind aufeinander stapelbar, sodass mehrere Gruppen Probenröhrchen übereinander angeordnet sind.

    [0011] Die DE 25 23 826 A1 beschreibt eine Verpackung für Pipettenspitzen mit zwei gelochten Platten, in denen von oben und unten reihenweise kammartig ineinandergreifende Pipettenspitzen auf Lücke zueinander angeordnet sind.

    [0012] Die DE 10 2010 033 181 A1 beschreibt ein Verfahren zum Wiedererkennen eines Laborgefäßes oder eines anderen verwechselbaren Gegenstandes.

    [0013] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, Vorrichtungen zur Verfügung zu stellen, die unter Verminderung des Herstellungsaufwandes und der Abfallmengen den Transport von Gefäßen und das Arbeiten mit Gefäßen vereinfachen.

    [0014] Die Aufgabe wird durch eine Transporteinheit mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Transporteinheit sind in Unteransprüchen angegeben.

    [0015] Die erfindungsgemäßen Transporteinheit umfasst zwei parallele Halteplatten, die jeweils eine Anordnung von Mitteln zum Halten von Deckelgefäßen aufweisen, und eine Vielzahl von Deckelgefäßen, die jeweils ein röhrenförmiges Gefäß und ein vorstehendes Verschlusselement oben am Gefäß aufweisen, wobei Deckelgefäße einer Gruppe von Deckelgefäßen von Mitteln
    zum Halten der einen Halteplatte parallel zueinander gehalten sind und eine andere Gruppe von Deckelgefäßen von Mitteln zum Halten der anderen Halteplatte parallel zueinander gehalten sind, die Deckelgefäße der einen Gruppe entgegengesetzt zu den Deckelgefäßen der anderen Gruppe ausgerichtet und ineinander verschachtelt angeordnet sind, wobei durch die ineinander verschachtelte Anordnugn der beiden Gruppen von Deckelgefäßen zwischen den Deckelgefäßen verschiedener Gruppen Reibungskräfte wirken, welche die Transporteinheit zusammenhalten.

    [0016] Bei der erfindungsgemäßen Transporteinheit sind die Deckelgefäße der einen Gruppe entgegengesetzt zu den Deckelgefäßen der anderen Gruppe ausgerichtet. Zum Halten der Deckelgefäße an ihren Gefäßen oder Verschlusselementen weisen die Halteplatten jeweils Mittel zum Halten auf. Die radial nach außen bezüglich der Gefäße vorstehenden Verschlusselemente behindern nicht ein enges Zusammenrücken benachbarter Deckelgefäße. Verschiedene Gruppen sind nämlich entgegengesetzt ausgerichtet, sodass ihre Verschlusselemente voneinander entfernt neben verschiedenen Halteplatten und nicht nebeneinander neben derselben Halteplatte angeordnet sind. Die Deckelgefäße können somit in der Transporteinheit sehr eng nebeneinander angeordnet werden. Zudem ist der Materialaufwand für die Halteplatten gering. Diese können dünnwandig ausgebildet sein. Dennoch hat die Transporteinheit eine hohe Stabilität, weil jedes Deckelgefäß an mindestens einer Halteplatte und durch die verschachtelte Anordnung der beiden Gruppen von Deckelgefäßen gehalten ist. Für den Gebrauch der Deckelgefäße können die Halteplatten mit der jeweils daran gehaltenen Gruppe Deckelgefäße auseinandergezogen und die Deckelgefäße von der jeweiligen Halteplatte abgenommen werden. Es ist aber auch möglich, einzelne Deckelgefäße direkt aus der Transporteinheit zu entnehmen. Die Halteplatten können nach Entnahme der Deckelgefäße entsorgt oder wiederverwendet werden. Insgesamt ist somit die erfindungsgemäße Transporteinheit materialsparend und vermeidet große Abfallmengen.

    [0017] Gemäß einer Ausgestaltung weist die Transporteinheit eine die beiden Gruppen von Deckelgefäßen und die beiden Halteplatten umhüllende Umverpackung auf. Hiermit kann der Zusammenhalt der Transporteinheit verbessert und die Gefäße vor Verschmutzung und anderen nachteiligen Umgebungseinflüssen geschützt werden. Die Umverpackung kann insbesondere ein Beutel oder eine Folie aus Kunststoff, eine Blisterschale oder eine Faltschachtel sein. Auch Kombinationen der vorbezeichneten Umverpackungen können verwendet werden.

    [0018] Gemäß einer Ausgestaltung steht das Verschlusselement bezüglich des Gefäßes radial nach außen vor.

    [0019] Gemäß einer Ausgestaltung sind die Abstände der Mittel zum Halten in den Halteplatten und die Deckelgefäße so bemessen, dass die Verschlusselemente benachbarter Deckelgefäße aus verschiedenen Gruppen einander teilweise überdecken. Hierdurch wird eine besonders platzsparende Anordnung erreicht.

    [0020] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung sind die Mittel zum Halten und die Deckelgefäße so bemessen, dass die Deckelgefäße von den Mitteln zum Halten eingeklemmt gehalten sind. Hierdurch wird eine besonders stabile Transporteinheit erreicht. Ferner wird hierdurch das Zerlegen der Transporteinheit in zwei voneinander getrennte und mit Deckelgefäßen bestückte Halteplatten erleichtert.

    [0021] Bevorzugt sind von den Mitteln zum Halten der Transporteinheit Deckelgefäße mit einem Nennvolumen von 50 ml und/oder Gefäße mit einem Nennvolumen von 15 ml gehalten.

    [0022] Die erfindungsgemäße Transporteinheit wird dadurch zusammengehalten, dass die beiden Gruppen von Deckelgefäßen ineinander verschachtelt angeordnet sind. Hierdurch wirken zwischen den Deckelgefäßen verschiedener Gruppen Reibungskräfte, welche die Transporteinheit hinreichend zusammenhalten. Zusätzlich kann die Transporteinheit durch eine Umverpackung stabilisiert werden, welche die beiden Halteplatten und/oder von gehaltenen Gruppen von Deckelgefäßen hatten, sodass ihre Verlagerung innerhalb der Transportverpackung verhindert wird.

    [0023] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Transporteinheit weisen die beiden Halteplatten jeweils erste Mittel zum Halten von Deckelgefäßen an einem ersten Durchmesser und zweite Mittel zum Halten von Deckelgefäßen an einem zweiten Durchmesser auf, wobei erste und zweite Mittel zum Halten der beiden Halteplatten einander paarweise gegenüberliegen, die Deckelgefäße der einen Gruppe an den Gefäßen oder den Verschlusselementen von den ersten Mitteln zum Halten der einen Halteplatte und an den Gefäßen von den zweiten Mitteln zum Halten der anderen Halteplatte gehalten sind und die Deckelgefäße der anderen Gruppe an den Gefäßen oder den Verschlusselementen von den ersten Mitteln zum Halten der anderen Halteplatte und an den Gefäßen von den zweiten Mitteln zum Halten der einen Halteplatte gehalten sind. Bei dieser Ausgestaltung sind die Deckelgefäße beider Gruppen jeweils an beiden Halteplatten gehalten. Hierfür weisen beide Halteplatten jeweils erste und zweite Mittel zum Halten auf, wobei die ersten Mittel zum Halten jeweils ein Deckelgefäß weiter oben am Gefäß oder am Verschlusselement und die zweiten Mittel zum Halten ein Deckelgefäß weiter unten am Gefäß halten.

    [0024] Die ersten und die zweiten Mittel zum Halten werden in dieser Anmeldung auch als "Mittel zum Halten" bezeichnet, wenn die Beschreibung sowohl die ersten Mittel zum Halten als auch die zweiten Mittel zum Halten betrifft.

    [0025] Ferner umfasst die Erfindung eine Transport- und Arbeitsvorrichtung mit den Merkmalen von Anspruch 12. Diese Vorrichtung besteht aus einer Transporteinheit gemäß Anspruch 1 und einem Halter zum Bilden einer Arbeitseinheit.

    [0026] Die Arbeitseinheit umfasst mindestens eine Halteplatte, die eine Anordnung von Mitteln zum Halten von Deckelgefäßen aufweist, einen Halter, der eine Basis und von der Basis hochstehende Stützmittel aufweist, auf denen die mindestens eine Halteplatte aufsitzt, und eine Vielzahl von Deckelgefäßen, die jeweils ein röhrenförmiges Gefäß und ein bezüglich des Gefäßes radial nach außen vorstehendes Verschlusselement oben am Gefäß aufweisen und oben an dem Gefäß oder Verschlusselement von Mitteln zum Halten der Halteplatte gehalten sind.

    [0027] Die Arbeitseinheit ermöglicht eine sehr gute Bedienbarkeit und Zugänglichkeit der Deckelgefäße im Labor. Die Deckelgefäße sind von den Mitteln zum Halten der Halteplatte stabil in einer vorgegebenen Ausrichtung gehalten. Im Bereich der Verschlusselemente können die Gefäße einen Abstand voneinander haben, der ein Greifen, Öffnen und Schließen und Befüllen einzelner Deckelgefäße erleichtert. Die Arbeitseinheit kann vorteilhaft durch eine mit Deckelgefäßen bestückte Halteplatte der erfindungsgemäßen Transporteinheit komplettiert werden. Hierfür ist die Halteplatte mit den von den Mitteln zum Halten gehaltenen Deckelgefäßen auf die Stützmittel des Halters aufsetzbar. Freiräume an nicht besetzten Mitteln zum Halten der Halteplatte können hierbei genutzt werden, um die korrekte Ausrichtung der Halteplatte auf die Stützmittel zu kontrollieren. Der Halter ist wiederverwendbar. Er kann qualitativ hochwertig und optisch ansprechend ausgebildet sein. Nach Entnahme sämtlicher Deckelgefäße kann die Halteplatte vom Halter abgenommen und entsorgt oder wiederverwendet werden. Danach kann eine weitere, mit Deckelgefäßen bestückte Halteplatte auf den Halter aufgesetzt werden, beispielsweise die zweite Halteplatte einer Transporteinheit. Insgesamt wird durch die Arbeitseinheit Herstellungsaufwand eingespart und Abfallmengen reduziert. Die Arbeitseinheit kann auch zur Aufnahme gebrauchter Deckelgefäße genutzt werden, um diese in der Halteplatte zu sammeln und gemeinsam mit der Halteplatte zu entsorgen.

    [0028] Gemäß einer Ausgestaltung haben die Deckelgefäße leicht konische Zylinderbereiche, sind die Mittel zum Halten und die leicht konischen Zylinderbereiche so bemessen, dass bei von dem Halter abgenommener Halteplatte die Deckelgefäße in eine tiefe Stellung in die Mittel zum Halten einsetzbar sind, in der sie an den leicht konischen Zylinderbreichen einklemmend von den Mitteln zum Halten gehalten sind, und sind die Stützmittel und die leicht konischen Zylinderbereiche so bemessen, dass bei auf den Stützmitteln aufsitzender Halteplatte die Halteplatte bezüglich der leicht konischen Zylinderbereiche der Deckelgefäße so abgesenkt ist, dass die Deckelgefäße mit einem Spiel von den Mitteln zum Halten der Halteplatte gehalten sind. Gemäß dieser Ausgestaltung sind die Deckelgefäße fest von der Halteplatte gehalten, bevor die Halteplatte auf den Halter aufgesetzt ist. Dies ist vorteilhaft für die Stabilität einer aus zwei mit Deckelgefäßen bestückten Halteplatten gebildeten Transporteinheit. Ferner ist dies vorteilhaft für das Übertragen einer mit Deckelgefäßen bestückten Halteplatte von der Transporteinheit auf den Halter. Die Halteplatte ist leicht mit den einklemmend gehaltenen Deckelgefäßen auf die Stützmittel ausrichtbar und aufsetzbar. In der abgesetzten Halteplatte sind die Deckelgefäße nur noch lose in der Halteplatte gehalten, sodass sie leicht aus der Arbeitseinheit entnehmbar sind.

    [0029] Gemäß einer Ausgestaltung weist die Halteplatte erste Mittel zum Halten von Deckelgefäßen an einem ersten Durchmesser und zweite Mittel zum Halten von Deckelgefäßen an einem zweiten Durchmesser auf und sind von den ersten Mitteln zum Halten große Deckelgefäße an einem großen Durchmesser und/oder von den zweiten Mitteln zum Halten kleine Deckelgefäße an einem kleinen Durchmesser gehalten.

    [0030] Die Halteplatte ist vorzugsweise mit großen Gefäßen, die von ersten Mitteln zum Halten gehalten werden, oder mit kleinen Gefäßen, die von zweiten Mitteln zum Halten und/oder von ersten Mitteln zum Halten gehalten werden, oder mit großen Gefäßen, die von ersten Mitteln zum Halten gehalten werden, und mit kleinen Gefäßen, die von zweiten Mitteln zum Halten gehalten werden, bestückbar. Bei sämtlichen Bestückungsvarianten ist eine gute Greifbarkeit der Verschlusselemente zum Öffnen bzw. Schließen der Gefäße, Befüllbarkeit der geöffneten Gefäße mit Flüssigkeit und Entnehmbarkeit der Gefäße aus dem Halter gegeben.

    [0031] Die großen Gefäße haben ein bevorzugtes Nennvolumen von 50 ml.

    [0032] Die kleinen Gefäße sind bevorzugt Gefäße mit einem Nennvolumen von 15 ml.

    [0033] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung weist der Halter Stützmittel an mindestens zwei einander gegenüberliegenden Seiten auf. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weisen die Stützmittel von der Basis vorstehende Pfosten und/oder von der Basis vorstehende Seitenwände auf. Die Pfosten sind bevorzugt an den Ecken der Basis angeordnet. Die Ausgestaltung mit Pfosten ist besonders materialsparend. Die Ausgestaltung mit Seitenwänden ist besonders stabil.

    [0034] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weisen die Stützmittel oben Ausrichtmittel auf und weist die Halteplatte weitere Ausrichtmittel auf, an denen die Halteplatte auf die Ausrichtmittel ausgerichtet ist. Durch die Ausrichtmittel werden die Halteplatte und der Halter zu einer stabilen Anordnung zusammengefasst. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weisen die Halteplatte und die Stützmittel Rastmittel und/oder Klemmmittel zum miteinander Verrasten oder klemmendem Verbinden von Halteplatte und Stützmittel auf.

    [0035] Gemäß einer Ausgestaltung sind an der Oberseite der Basis Positionierungsmittel angeordnet, die gegenüber den Mitteln zum Halten der Halteplatte angeordnet sind, und sind die von den Mitteln zum Halten gehaltenen Deckelgefäße an ihren unteren Enden von Positionierungsmitteln gehalten. Durch die Mittel zum Halten und die Positionierungsmittel sind die Deckelgefäße besonders stabil in einer vorgegebenen Ausrichtung gehalten.

    [0036] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weisen die Positionierungsmittel die unteren Enden von Deckelgefäßen aufnehmende Vertiefungen auf der Oberseite der Basis und/oder eine Beschichtung der Oberseite der Basis mit einer erhöhten Haftreibung zu den unteren Enden der Deckelgefäße auf. Die Beschichtung kann zudem ein Mitdrehen des Deckelgefäßes beim Losschrauben bzw. Festschrauben eines als Schraubdeckel ausgebildeten Verschlusselements mit nur einer Hand entgegenwirken.

    [0037] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist der Halter an der Unterseite der Basis Füße auf, die zumindest am unteren Ende aus einem eine erhöhte Haftreibung gegenüber einer Arbeitsfläche im Labor aufweisenden Material bestehen. Die Arbeitsfläche ist eine Oberfläche aus Kunststoff, Keramik, Steingut, Glas oder aus einem anderen, im Labor gebräuchlichen Material. Durch die Füße wird die Arbeitseinheit an einem unbeabsichtigten Verrutschen auf der Arbeitsfläche gehindert, insbesondere bei der Entnahme von Gefäßen.

    [0038] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist die Arbeitseinheit ein den Halter und die eingesetzten Gefäße und/oder die mit Gefäßen bestückte Halteplatte umgebendes Gehäuse auf. Vorzugsweise hat das Gehäuse eine rechteckige Grundfläche mit einer oder mehreren Kantenlängen von jeweils 130 mm oder einem ganzzahligen Mehrfachen oder Teiler davon. Das Gehäuse ermöglicht die Lagerung der Gefäße im Halter beispielsweise im Kühlschrank oder in einem Freezer. Ein Gehäuse mit der angegebenen Grundfläche ist in Freezerboxen mit einer oder mehreren Kantenlängen von jeweils 130 mm oder einem ganzzahligen Mehrfachen oder Teiler davon einsetzbar. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung hat das Gehäuse einen Deckel, der in Öffnungsstellung ein Entnehmen und Einsetzen der Arbeitseinheit und/oder der mit Gefäßen bestückten Halteplatte ermöglicht und diese in Schließstellung vor Umgebungseinflüssen schützt. Das Gehäuse ist bevorzugt wiederverwendbar. Alternativ ist eine Umverpackung der Transporteinheit als Gehäuse nutzbar.

    [0039] Die nachfolgenden Ausgestaltungen gelten sowohl für die Transporteinheit, als auch für die Arbeitseinheit.

    [0040] Gemäß einer Ausgestaltung sind die Mittel zum Halten in Reihen und Spalten angeordnet. Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung weisen die Reihen einen konstanten Abstand voneinander und weisen die Spalten einen konstanten Abstand voneinander auf. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weisen die Reihen denselben Abstand voneinander wie die Spalten auf.

    [0041] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung sind in jeder Reihe und in jeder Spalte abwechselnd erste und zweite Mittel zum Halten angeordnet sind und die ersten Mittel zum Halten sowie die zweiten Mittel zum Halten in benachbarten Reihen und Spalten zueinander versetzt angeordnet sind. Diese Ausgestaltung ermöglicht, eine Transporteinheit mit zwei gleichen Halteplatten zu bilden. Ferner ist durch die Anordnung der ersten und zweiten Mittel zum Halten eine besonders hohe Packungsdichte erreichbar.

    [0042] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung beträgt der Abstand benachbarter Mittel zum Halten voneinander 55 bis 65 mm - vorzugsweise 59 mm - und/oder die Halteplatte und/oder der Halter weisen eine rechteckige Grundfläche mit einer oder mehreren Kantenlängen von 130 mm oder einem ganzzahligen Mehrfachen oder Teiler davon auf. Bei diesem Abstand der Mittel zum Halten voneinander wird eine besonders hohe Packungsdichte erreicht. Ferner ermöglicht die Grundfläche der Halteplatte bzw. des Halters die Anordnung von Halteplatte bzw. Halter in einer Freezerbox. Freezerboxen haben üblicherweise eine Grundfläche von einer oder mehreren Kantenlängen von 130 mm oder einem ganzzahligen Mehrfachen davon .

    [0043] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung weisen die Mittel zum Halten Gefäße oder Verschlusselemente aufnehmende Löcher in mindestens einer Halteplatte und/oder mit Verschlusselementen in Eingriff stehende Eingriffsmittel an der Innenseite mindestens einer Halteplatte und/oder mit unteren Enden von Deckelgefäßen in Eingriff stehende Eingriffsmittel an der Innenseite mindestens einer Halteplatte und/oder zwischen ersten Mitteln zum Halten angeordnete Anlageflächen an der Innenseite mindestens einer Halteplatte auf.

    [0044] Die Halteplatte ist bei der ersten Variante der Mittel zum Halten als Lochplatte ausgebildet. Bevorzugt ist die Lochplatte mit ersten Löchern für einen ersten Durchmesser der Deckelgefäße und mit zweiten Löchern für einen zweiten Durchmesser der Deckelgefäße versehen. Die ersten Löcher sind vorzugsweise größer als die zweiten Löcher. Die ersten Löcher und die zweiten Löcher werden zusammenfassend in dieser Anmeldung auch als "Löcher" bezeichnet.

    [0045] Die mit den Verschlussmitteln in Eingriff stehenden Eingriffsmittel weisen beispielsweise einen von der Innenseite der Halteplatte vorstehenden und ein Verschlusselement aufnehmenden Kragen und/oder einen von der Innenseite einer Halteplatte vorstehenden und in eine Vertiefung an der Außenseite des Verschlusselements eingreifenden Vorsprung auf. Die mit den unteren Enden von Deckelgefäßen in Eingriff stehenden Eingriffsmittel weisen beispielsweise einen von der Innenseite einer Halteplatte vorstehenden und einen Endabschnitt des Konusbereichs aufnehmenden Kragen und/oder eine an der Innenseite einer Halteplatte angeordnete und einen Endabschnitt des Konusbereichs aufnehmende Vertiefung auf.

    [0046] Die Mittel zum Halten sind gemäß einer weiteren Variante dergestalt ausgeführt, dass sie eine Anlagefläche an der Innenseite einer Halteplatte für das untere Ende des Deckelgefäßes aufweisen. Die mit dem unteren Ende an der Anlagefläche anliegenden Deckelgefäße werden von der Anlagefläche in axialer Richtung abgestützt. Zusätzlich werden die Deckelgefäße seitlich von den benachbarten Deckelgefäßen abgestützt, die von der Halteplatte mit der Anlagefläche gehalten sind. Die verschiedenen Varianten der ersten und zweiten Mittel zum Halten können auch in beliebiger Kombination in einer Transporteinheit und/oder in der Arbeitseinheit vorhanden sein.

    [0047] Bei einer Ausgestaltung der Transporteinheit, bei der die Mittel zum Halten einer Halteplatte Löcher sind, sind die in diesen Löchern gehaltenen Gefäße mit den

    [0048] Verschlusselementen auf der von der anderen Halteplatte abgewandten Außenseite der Halteplatte angeordnet. Bei einer Ausgestaltung der Arbeitseinheit, bei der die Mittel zum Halten der Deckelgefäße Löcher sind, sind die in diesen Löchern gehaltenen Deckelgefäße mit ihren Verschlusselementen auf der von der Basis abgewandten Außenseite der Halteplatte angeordnet.

    [0049] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weisen die Mittel zum Halten jeweils in einer Aussparung der Halteplatte angeordnete Stege auf, zwischen denen ein Öffnungsbereich vorhanden ist, in den ein Deckelgefäß einsetzbar ist. Beispielsweise stehen drei oder vier solcher Stege radial vom Rand der Aussparung nach innen vor, um mit ihren inneren Enden den Öffnungsbereich zu begrenzen. Die Stege können den Öffnungsbereich auch tangential begrenzen. Die Stege können starr oder elastisch ausgebildet sein.

    [0050] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist die Halteplatte und/oder der Halter und/oder die Deckelgefäße aus mindestens einem Kunststoff hergestellt. Vorzugsweise kommen autoklavierbare und/oder chemikalienbeständige Materialien zum Einsatz. Weiterhin vorzugsweise besteht die Halteplatte und/oder der Halter aus einem biobasierten Kunststoff, um die Abfallproblematik zu verringern.

    [0051] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Transporteinheit und/oder der Arbeitseinheit haben die Deckelgefäße ein röhrenförmiges Gefäß mit einem Zylinderbereich und einen Boden am unteren Ende. Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist der Zylinderbereich leicht konisch, d.h. er verjüngt sich von oben nach unten. Der halbe Konuswinkel des Zylinderbereiches beträgt maximal 5°, weiterhin vorzugsweise maximal 1°. Das Gefäß kann ausschließlich den Zylinderbereich mit Boden am unteren Ende aufweisen. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist das Gefäß einen sich nach unten verjüngenden Konusbereich auf. Der Boden des Deckelgefäßes ist unten am Konusbereich vorhanden. Das Gefäß kann ausschließlich den Konusbereich mit Boden aufweisen. Bevorzugt schließt sich der Konusbereich unten am Zylinderbereich an. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist das Gefäß unten einen napfförmigen Boden auf. Gemäß einer Ausgestaltung ist das Verschlusselement ein Gehäusedeckel. Gemäß weiterer Ausgestaltungen ist das Verschlusselement ein Schnappdeckel oder ein Stopfen.

    [0052] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist das Verschlusselement ein Schraubdeckel und weist das Gefäß am oberen Rand ein Gewinde auf. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung hat der Schraubdeckel ein Innengewinde und der Zylinderbereich am oberen Rand ein Außengewinde.

    [0053] Schließlich umfasst die Erfindung die Verwendung einer Transport- und Arbeitsvorrichtung von einem der Ansprüche 12 bis 22 gemäß Anspruch 23.

    [0054] Bei der erfindungsgemäßen Verwendung der Vorrichtung von einem der Ansprüche 12 bis 22 wird die Transporteinheit durch Trennen der Halteplatten mit den jeweils darin eingesetzten Gruppen von Deckelgefäßen voneinander aufgelöst und mindestens eine Halteplatte mit einer darin eingesetzten Gruppe von Deckelgefäßen auf den Halter aufgesetzt.

    [0055] Die Transporteinheit von jedem der Ansprüche 1 bis 11, die Vorrichtung von einem der Ansprüche 12 bis 22 und die Verwendung von Anspruch 23 kann auch mit Deckelgefäßen ausgeführt sein, bei denen das Verschlusselement nicht radial bezüglich des Zylinderbereichs nach außen vorsteht, sondern beispielsweise mit dem Zylinderbereich fluchtet oder rückspringend ist. Diese Deckelgefäße weisen beispielsweise ein Verschlusselement mit einem Außengewinde auf, das in ein Innengewinde am oberen Ende des Zylinderbereichs eingeschraubt wird oder ein Verschlusselement in Form eines in den Zylinderbereich einpressbaren Stopfens. Die Anmelderin behält sich vor, diese Ausführungen der Transport -und/oder Arbeitseinrichtung und/oder der Verwendung zu beanspruchen.

    [0056] In der vorliegenden Anmeldung beziehen sich die Angaben "unten" und "oben" auf eine Transporteinheit und auf eine Arbeitseinheit, in der die Gefäße mit den Achsen ihrer Zylinderabschnitte vertikal ausgerichtet sind. Bezogen auf die Deckelgefäße beziehen sich diese Angaben auf eine vertikale Ausrichtung des Deckelgefäßes mit dem Verschlusselement oben und dem Gefäß darunter.

    [0057] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der anliegenden Zeichnungen von Ausführungsbeispielen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
    Fig. 1
    eine Transporteinheit umfassend große Gefäße in einer Perspektivansicht schräg von oben und von der Seite;
    Fig. 2
    dieselbe Transporteinheit in einer Seitenansicht;
    Fig. 3
    dieselbe Transporteinheit in einer Draufsicht;
    Fig. 4
    Anordnung der Schraubdeckel der Gefäße in derselben Transporteinheit in der Draufsicht;
    Fig. 5
    eine Halteplatte der Transporteinheit in einer Draufsicht;
    Fig. 6
    dieselbe Halteplatte in der Seitenansicht;
    Fig. 7
    eine Arbeitseinheit umfassend große Gefäße in einer Perspektivansicht schräg von oben und von der Seite;
    Fig. 8
    den Halter der Arbeitseinheit in einer Perspektivansicht schräg von oben und von der Seite;
    Fig. 9
    denselben Halter in einer Vorderansicht;
    Fig. 10
    denselben Halter in einer Seitenansicht;
    Fig. 11
    einen weiteren Halter einer Arbeitseinheit in einer Perspektivansicht schräg von oben und von der Seite;
    Fig. 12
    denselben Halter in einer Vorderansicht;
    Fig. 13
    denselben Halter in einer Seitenansicht;
    Fig. 14
    eine weitere Transporteinheit umfassend große Gefäße, die an ihren Zylinderbereichen von zwei Lochplatten gehalten sind, in einer Seitenansicht;
    Fig. 15
    eine weitere Transporteinheit umfassend große Gefäße, die jeweils von einer Halteplatte an ihrem Zylinderbereich und von der anderen Halteplatte an ihrer Anschlagfläche zwischen weiteren großen Gefäßen gehalten sind;
    Fig. 16
    Detail einer Transporteinheit umfassend eine Halteplatte mit ersten Löchern zum Halten von Gefäßen am Zylinderbereich;
    Fig. 17
    Detail einer weiteren Transporteinheit umfassend eine Halteplatte mit ersten Löchern mit Federelementen zum Halten von Gefäßen am Zylinderbereich;
    Fig. 18
    Detail einer Transporteinheit umfassend eine Halteplatte mit Einfassungen zum Halten von Gefäßen am Verschlusselement;
    Fig. 19
    Detail einer Transporteinheit umfassend eine Halteplatte mit Vorsprüngen zum Halten von Gefäßen an Vertiefungen des Verschlusselements;
    Fig. 20
    eine weitere Transporteinheit umfassend kleine Gefäße in einer Draufsicht;
    Fig. 21
    dieselbe Transporteinheit in einer Seitenansicht.


    [0058] Merkmale der Erfindung, welche mit demselben Begriff bezeichnet, jedoch unterschiedlich ausgebildet sind, sind mit Bezugsziffern bezeichnet, die vor dem Punkt übereinstimmen und sich hinter dem Punkt voneinander unterscheiden. Zusammenfassend sind diese Merkmale der Erfindung auch allein mit der Bezugsziffer vor dem Punkt bezeichnet.

    [0059] Gemäß Fig. 1 bis 4 umfasst eine Transporteinheit 1.1 zwei zueinander parallele Halteplatten 2 und zueinander parallele große Deckelgefäße 3.1.

    [0060] Die großen Deckelgefäße 3.1 haben jeweils ein Gefäß 4.1, das einen Zylinderbereich 5.1 und einen Konusbereich 6.1 mit einem Boden am unteren Ende aufweist. Der Zylinderbereich 5.1 ist nicht ideal zylindrisch, sondern verjüngt sich aus entformungstechnischen Gründen und aus Gründen der Handhabung leicht von oben nach unten. Der Zylinderbereich 5.1 hat am oberen Rand ein Außengewinde. Der Zylinderbereich 5.1 und der Konusbereich 6.1 sind hohl und bilden gemeinsam eine Aufnahme für Flüssigkeit.

    [0061] Auf das Außengewinde ist ein Schraubdeckel 7.1 mit einem Innengewinde aufgeschraubt. Der Schraubdeckel 7.1 hat einen kreisscheibenförmigen Deckelboden 8.1 mit einem vom äußeren Rand nach unten vorstehenden Deckelmantel 9.1, der außen geriffelt ist. Der Schraubdeckel 7.1 steht radial etwas bezüglich des Zylinderbereiches 5.1 nach außen vor.

    [0062] Gemäß Fig. 5 und 6 weist eine Halteplatte 2 eine rechteckige Platte 10 auf, in der mehrere erste Löcher 11.1 und mehrere zweite Löcher 11.2 angeordnet sind. Die ersten Löcher 11.1 sind größer als die zweiten Löcher 11.2. Die ersten Löcher 11.1 und die zweiten Löcher 11.2 sind in matrixartiger Anordnung mit vier Reihen und sechs Spalten angeordnet. In jeder Reihe sind abwechselnd erste Löcher 11.1 und zweite Löcher 11.2 angeordnet. Ferner sind in jeder Spalte abwechselnd erste Löcher 11.1 und zweite Löcher 11.2 angeordnet. Die ersten Löcher 11.1 sowie die zweiten Löcher 11.2 sind in benachbarten Reihen zueinander versetzt angeordnet. Ferner sind die ersten Löcher 11.1 sowie die zweiten Löcher 11.2 in benachbarten Spalten zueinander versetzt angeordnet.

    [0063] Im Beispiel weist die Halteplatte 2 zwölf erste Löcher 11.1 und zwölf zweite Löcher 11.2 auf.

    [0064] Der Abstand von Mittelpunkt zu Mittelpunkt benachbarter Löcher 11.1 und 11.2 ist in den Reihen und den Spalten konstant. Im Beispiel beträgt er 59 mm.

    [0065] Die Durchmesser der ersten Löcher 11.1 und der zweiten Löcher 11.2 sind so gewählt, dass in die ersten Löcher 11.1 ein großes Deckelgefäß 3.1 mit Schraubdeckel mit einem Nennvolumen von 50 ml mit seinem Zylinderbereich 5.1 einklemmend einsetzbar ist und dass in die zweiten Löcher 11.2 ein kleines Deckelgefäß 3.2 mit Schraubdeckel mit einem Nennvolumen von 15 ml mit seinem Zylinderbereich 5.2 einklemmend einsetzbar ist.

    [0066] In der nachstehenden Tabelle sind beispielhaft die relevanten Durchmesser und Durchmesserbereiche des Schraubdeckels 7 (ØDeckel) des Zylinderbereichs 5 am oberen Ende (ØZylinderöffnung), des Zylinderbereiches 5 am unteren Ende (ØZylinder Konusansatz), der ersten Löcher 11.1 der Halteplatte 2 (Rack: GroßerØ) und der zweiten Löcher 11.2 der Halteplatte 2 (Rack: Kleiner0) für die 50ml-Deckelgefäße 3.1 und die 15ml-Deckelgefäße 3.2 zusammengefasst. Bei den Durchmessern des Schraubdeckels 7, des oberen Endes des Zylinderbereiches 5 und des unteren Endes des Zylinderbereiches 5 handelt es sich um Außendurchmesser. Die Durchmesser der ersten Löcher 11.1 und der zweiten Löcher 11.2 sind Innendurchmesser.



    [0067] Ferner weist die Halteplatte 2 an ihren vier Ecken 12 jeweils ein Führungsloch 13 auf.

    [0068] In der Transporteinheit 1.1 sind die beiden Halteplatten 2 so angeordnet, dass jeweils ein erstes Loch 11.1 der einen Halteplatte 2 auf ein zweites Loch 11.2 der anderen Halteplatte 2 ausgerichtet ist.

    [0069] Gemäß Fig. 1 bis 4 hat die Transporteinheit 1.1 eine Gruppe 14.1 großer Deckelgefäße 3.1, die mit dem Zylinderbereich 5.1 in die ersten Löcher 11.1 der Halteplatte 2 eingesetzt sind, sodass sie darin einklemmend gehalten sind. Die Schraubdeckel 7.1 der Deckelgefäße 3.1 dieser Gruppe 14.1 sind auf der Außenseite derselben Halteplatte 2 angeordnet. Die Konusbereiche 6.1 der großen Deckelgefäße 3.1 dieser Gruppe 14.1 sind in die zweiten Löcher 11.2 der gegenüberliegenden Halteplatte 2 eingesetzt.

    [0070] Ferner umfasst die Transporteinheit 1.1 eine zweite Gruppe 14.2 großer Deckelgefäße 3.1, die mit dem Zylinderbereich 5.1 in die ersten Löcher 11.1 der anderen Halteplatte 2 eingesetzt sind, sodass sie einklemmend darin gehalten sind. Die Deckelgefäße 3.1 dieser Gruppe 14.2 sind mit ihren Schraubdeckeln 7.1 auf der Außenseite der anderen Halteplatte 2 angeordnet. Ferner sind sie mit ihren Konusbereichen 6.1 in die zweiten Löcher 11.2 der einen Halteplatte 2 eingesetzt.

    [0071] Die Deckelgefäße 3.1 sind in der Transporteinheit 1.1 besonders dicht zusammengepackt. Die Deckelgefäße 3.1 können bei entsprechender Wahl der Abstände zwischen den Löchern 11.1, 11.2 der Halteplatte 2 so dicht zusammengepackt werden, dass sie sich an den Mänteln ihrer Zylinderbereiche 5.1 berühren. Gemäß Fig. 4 überlappen die Schraubdeckel 7.1 der Deckelgefäße 3.1 der verschiedenen Gruppen 14.1, 14.2 einander, ohne miteinander zu kollidieren, da sie auf verschiedenen Außenseiten der beiden Halteplatten 2 angeordnet sind.

    [0072] Gemäß Fig. 7 umfasst eine Arbeitseinheit 16.1 eine Halteplatte 2, große Deckelgefäße 3.1 und einen Halter 17.1.

    [0073] Gemäß Fig. 8 bis 10 hat der Halter 17.1 eine Basis 18 in Form einer rechteckigen Platte. Die Basis 18 hat auf der Oberseite Vertiefungen 19, die sich im Beispiel von unten nach oben konisch erweitern. Ferner ist die Oberseite der Basis 18 mit einer Beschichtung 20 versehen, die eine erhöhte Haftreibung gegenüber den Deckelgefäßen 3 aufweist.

    [0074] Die Vertiefungen 19 sind in Reihen und Spalten in einer matrixartigen Anordnung angeordnet, die der Anordnung der Löcher 11 in der Platte 2 entspricht. Die Vertiefungen 19 sind so ausgebildet, dass sie wahlweise den Konusbereich 6.1, 6.2 eines großen Deckelgefäßes 3.1 oder eines kleinen Deckelgefäßes 3.2 aufnehmen können.

    [0075] Die Basis 18 hat von der Unterseite vorstehende Füße 21. Im Beispiel sind vier Füße 21 an den Ecken und ein zentraler Fuß 21 zur Abstützung der Basis 18 in der Mitte vorhanden. Die Füße 21 haben vorzugsweise zumindest an ihrer Unterseite ein Material, das eine erhöhte Haftreibung gegenüber einer Arbeitsfläche aufweist.

    [0076] Von den Ecken der Basis 18 stehen Stützmittel 22 in Form von Pfosten 22.1 empor. Die Pfosten 22.1 haben oben einen Auflagebereich 23 für eine Platte 2. Von jedem Auflagebereich 23 besteht oberhalb der Ecke der Basis 18 ein Führungsstift 24 empor.

    [0077] Jeder Pfosten 22.1 ist in einem Horizontalschnitt L-förmig, wobei sich jeder Pfosten 22.1 von unten nach oben erweitert. Der Auflagebereich 23 ist jeweils plattenförmig, am äußeren Rand mit den beiden Schenkeln des Pfostens 22.1 verbunden und hat am inneren Rand einen Radius. Jeder Auflagebereich 23 ist etwas bezüglich des oberen Randes des Pfostens 22.1 nach unten versetzt, wobei der Versatz etwa der Wandstärke der Halteplatte 2 entspricht. Der Führungsstift 24 steht etwa so weit wie der obere Rand des Pfostens 22.1 von dem Auflagebereich 23 nach oben vor.

    [0078] Gemäß Fig. 7 ist eine Halteplatte 2 mit einer Gruppe 14.1 oder 14.2 Deckelgefäße 3.1 auf den Halter 17.1 aufgesetzt. Die Deckelgefäße 3.1 sind mit ihren Konusbereichen 6.1 in die Vertiefungen 19 der Basis 18 eingesetzt. Die Halteplatte 2 ist auf den Zylinderbereichen 5.1 der Deckelgefäße 3.1 nach unten verlagert, bis die Führungsstifte 24 in die Führungslöcher 13 eingreifen und die Halteplatte 2 auf den Auflagebereichen 23 aufliegt. In dieser Lage ist die Halteplatte 2 an den Ecken von den über die Auflagebereiche 23 hinausstehenden Abschnitten der Pfosten 22.1 geführt.

    [0079] Die Schraubdeckel 7 können vom Anwender mit einer Hand abgeschraubt und aufgeschraubt werden, da die Beschichtung 20 die Deckelgefäße 3.1 an einem Mitdrehen hindert. Die Deckelgefäße 3.1 sind leicht aus der Arbeitseinheit 16.1 entnehmbar, da sie aufgrund der abgesenkten Stellung der Halteplatte 2 mit einem kleinen Spiel an ihren Zylinderbereichen 5.1 abgestützt sind.

    [0080] Zusätzlich oder anstatt der großen Deckelgefäße 3.1 können auch kleine Deckelgefäße 3.2 in die zweiten Löcher 11.2 und ggfs. die ersten Löcher 11.1 eingesetzt in der Arbeitseinheit 16.1 bereitgestellt werden.

    [0081] Nach dem Verbrauch der in der Halteplatte 2 bereitgestellten Deckelgefäße 3 kann die Halteplatte 2 abgenommen und eine weitere Halteplatte 2 mit Deckelgefäßen 3 in den Halter 17.1 eingesetzt werden. Die entleerte Halteplatte 2 kann entsorgt oder wiederverwendet werden.

    [0082] Der Halter 17.2 von Fig. 11 bis 13 unterscheidet sich von dem Vorbeschriebenen dadurch, dass die Stützmittel 22 als geschlossene Seitenwände 22.2 ausgebildet sind. Die Seitenwände 22.2 bilden einen umlaufenden Rahmen. Hierdurch wird der Halter 17.2 besonders stabilisiert. Die Auflagebereiche 23 sind wie bei dem Halter 17.1 ausgebildet und bezüglich des oberen Randes der Seitenwände 22.2 etwas nach unten versetzt. Die Führungsstifte 24 stehen vom Auflagebereich 23 bis zum oberen Rand der Seitenwände 22.2 empor.

    [0083] Eine Halteplatte 2 mit darin angeordneten Deckelgefäßen 3 ist in den Halter 17.2 wie in den Halter 17.1 einsetzbar. In dem Halter 17.2 wird die Halteplatte 2 an ihrem gesamten äußeren Umfang seitlich geführt.

    [0084] Gemäß Fig. 14 weist eine Transporteinheit 1.2 zwei Halteplatten 2 auf, die mit ersten Löchern 11.3 und zweiten Löchern 11.4 versehen sind, welche die Deckelgefäße 3.1 an ihren Zylinderbereichen 5.1 halten. Bei leicht konischen Zylinderbereichen 5.1 sind bei dieser Ausgestaltung die ersten Löcher 11.3 geringfügig größer als die zweiten Löcher 11.4. Auch bei dieser Ausgestaltung sind die Deckelgefäße 3.1 der verschiedenen Gruppen 14.1, 14.2 mit ihren Schraubdeckeln 7.1 auf voneinander abgewandten Außenseiten der verschiedenen Halteplatten 2 angeordnet.

    [0085] Bei der Transporteinheit 1.3 von Fig. 15 weisen beide Halteplatten 2 lediglich erste Löcher 11.5 und darüber hinaus Anlageflächen 25 an den Innenseiten der Halteplatten 2 auf, die zwischen ersten Löchern 11.5 angeordnet sind. Die Deckelgefäße 3.1 der verschiedenen Gruppen 14.1, 14.2 sind jeweils an ihrem Zylinderbereich 5.1 in einem ersten Loch 11.5 einer Halteplatte 2 gehalten und mit dem Ende ihres Konusbereichs 6.1 axial an einer Anlagefläche 25 abgestützt. An diesem Ende sind die Deckelgefäße 3.1 zudem radial von den benachbarten Deckelgefäßen 3.1 der anderen Gruppe 14.2 abgestützt, die in die ersten Löcher 11.5 neben der Anlagefläche 25 angeordnet sind.

    [0086] Die Transporteinheit 1.3 kann zusätzlich durch eine Umverpackung stabilisiert werden. Zusätzlich oder stattdessen kann sie durch eine Zwischenplatte 26 stabilisiert werden, die weitere Löcher 11.6 aufweist, welche die Deckelgefäße 3.1 beider Gruppen 14.1, 14.2 an ihren Zylinderbereichen 5.1 halten. Die optionale Zwischenplatte 26 ist in gestrichelten Linien in Fig. 15 gezeigt.

    [0087] Gemäß Fig. 16 ist ein Deckelgefäß 3.1 an einem großen Durchmesser seines Zylinderbereiches 5.1 in einem ersten Loch 11.1 oder 11.3 oder 11.4 oder 11.5 gehalten.

    [0088] Bei der Ausführung von Fig. 17 ist zusätzlich am Rand jedes ersten Loches 11.1 oder 11.3 oder 11.4 oder 11.5 ein Federelement 27 an der Halteplatte 2 vorhanden, welches das Deckelgefäß 3.1 sichert.

    [0089] Gemäß Fig. 18 weist eine Halteplatte 2 von der Innenseite vorstehende kreiszylindrische Kragen 28 auf, in die jeweils ein Schraubdeckel 7.1 einsetzbar oder einklemmbar ist.

    [0090] Gemäß Fig. 19 hat eine Halteplatte 2 erste Haltemittel in Form von dorn- oder stiftartigen Vorsprüngen 29, die jeweils in eine muldenförmige Vertiefung 30 im Schraubdeckel 7.1 des Deckelgefäßes 3.1 eingreifen.

    [0091] Die Fig. 20 und 21 zeigen eine weitere Transporteinheit 1.4, die aus zwei parallelen Halteplatten 2 und in diese eingesetzten kleinen Deckelgefäßen 3.2 besteht. Die Geometrie der kleinen Deckelgefäße 3.2 entspricht grundsätzlich der Geometrie der großen Deckelgefäße 3.1. Die kleinen Deckelgefäße 3.2 weisen ebenfalls einen Zylinderbereich 5.2 mit einem Konusbereich 6.2 am unteren Ende und einem Außengewinde oben am Zylinderbereich 5.2 auf. Ferner sind Zylinderbereich 5.2 und Konusbereich 6.2 hohl und bilden gemeinsam eine Aufnahme für Flüssigkeit. Zudem ist ein Schraubdeckel 7.2 mit einem Innengewinde auf das Außengewinde aufgeschraubt. Die Länge der kleinen Deckelgefäße 3.2 stimmt mit der Länge der großen Deckelgefäße 3.1 überein. Jedoch haben die kleinen Deckelgefäße 3.2 einen geringeren Durchmesser als die großen Deckelgefäße 3.1.

    [0092] In der Transporteinheit 1.4 bilden die kleinen Deckelgefäße 3.2 ebenfalls zwei Gruppen 14.1 und 14.2. Die Deckelgefäße der einen Gruppe 14.1 sind mit ihren Zylinderbereichen 5.2 in die ersten Löcher 11.1 der einen Halteplatte 2 eingeklemmt und mit den unteren Enden ihrer Zylinderbereiche 5.2 in die zweiten Löcher 11.2 der anderen Halteplatte 2 eingeklemmt. Die Deckelgefäße 3.2 der anderen Gruppe 14.2 sind mit ihren Zylinderbereichen 5.2 in die ersten Löcher 11.1 der einen Halteplatte 2 einklemmt und mit den unteren Enden ihrer Zylinderbereiche 5.2 in die zweiten Löcher 11.2 der anderen Halteplatte 2 eingeklemmt. Die Schraubdeckel 7.2 haben einen größeren Durchmesser als die ersten Löcher 11.1, sodass sie durch diese nicht hindurchrutschen.

    [0093] Zum Schutz vor Umgebungseinflüssen und zur Stabilisierung umfasst die Transporteinheit vorzugsweise eine Umverpackung 15. In Fig. 2 und 20 sind die Transporteinheiten 1.1 und 1.4 mit einer Umverpackung 15.1, 15.2 aus Karton gezeigt.

    [0094] Die Deckelgefäße 3 und die Halteplatten 2 sind vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt. Die Gefäßunterteile 4 sind beispielsweise aus Polypropylen und die Schraubdeckel 7 aus Polyethylen hergestellt. Die Halteplatten 2 sind beispielsweise aus Polypropylen oder Polycarbonat hergestellt.

    [0095] Die ersten Löcher 11.1 und zweiten Löcher 11.2 der Transporteinheit 1.5 sind auf die Durchmesser der Zylinderbereiche 5.2 und der Konusbereiche 6.2 der kleinen Deckelgefäße 3.2 abgestimmt.

    [0096] Die mit Deckelgefäßen 3 bestückten Halteplatten 2 der Transporteinheiten 1.2 bis 1.4 sind ebenfalls auseinanderziehbar und in einen Halter 17 einsetzbar, um eine Arbeitseinheit 16 zu bilden.

    Bezugszeichenliste:



    [0097] 
    1, 1.1 - 1.5
    Transporteinheit
    2
    Halteplatte
    3, 3.1, 3.2
    Deckelgefäß
    4, 4.1, 4.2
    Gefäß
    5, 5.1, 5.2
    Zylinderbereich
    6, 6.1, 6.2
    Konusbereich
    7, 7.1, 7.2
    Schraubdeckel
    8, 8.1, 8.2
    Deckelboden
    9, 9.1, 9.2
    Deckelmantel
    10
    Platte
    11, 11.1 - 11.6
    Loch
    12
    Ecke
    13
    Führungsloch
    14, 14.1, 14.2
    Gruppe
    15, 15.1, 15.2
    Umverpackung
    16, 16.1, 16.2
    Arbeitseinheit
    17, 17.1, 17.2
    Halter
    18
    Basis
    19
    Vertiefung
    20
    Beschichtung
    21
    Fuß
    22, 22.1, 22.2
    Stützmittel
    23
    Auflagebereich
    24
    Führungsstift
    25
    Anlagefläche
    26
    Zwischenplatte
    27
    Federelement
    28
    Kragen
    29
    Vorsprung
    30
    Vertiefung



    Ansprüche

    1. Transporteinheit umfassend zwei parallele Halteplatten (2), die jeweils eine Anordnung von Mitteln zum Halten (11) von Deckelgefäßen (3) aufweisen, und eine Vielzahl von Deckelgefäßen (3), die jeweils ein röhrenförmiges Gefäß (4) und ein Verschlusselement (7) oben am Gefäß (4) aufweisen, wobei Deckelgefäße (3.1) einer Gruppe (14.1) von Deckelgefäßen (3.1) von Mitteln zum Halten (11.1) der einen Halteplatte (2) parallel zueinander gehalten sind und Deckelgefäße (3.2) einer anderen Gruppe (14.2) von Deckelgefäßen (3.2) von Mitteln zum Halten (11.1) der anderen Halteplatte (2) parallel zueinander gehalten sind, die Deckelgefäße (3.1) der einen Gruppe (14.1) entgegengesetzt zu den Deckelgefäßen (3.2) der anderen Gruppe (14.2) ausgerichtet und ineinander verschachtelt angeordnet sind, wobei durch die ineinander verschachtelte Anordnung der beiden Gruppen (14.1, 14.2) von Deckelgefäßen (3.1, 3.2) zwischen den Deckelgefäßen (3.1, 3.2) verschiedener Gruppen (14.1, 14.2) Reibungskräfte wirken, welche die Transporteinheit zusammenhalten.
     
    2. Transporteinheit nach Anspruch 1 mit einer die beiden Gruppen (14.1, 14.2) Deckelgefäße (3.1, 3.2) und die beiden Halteplatten (2) umhüllenden Umverpackung (15).
     
    3. Transporteinheit nach Anspruch 1 oder 2, bei der das Verschlusselement (7) bezüglich des Gefäßes (4) radial nach außen vorsteht.
     
    4. Transporteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der die Abstände der Mittel zum Halten (11.1) in den Halteplatten (2) und die Deckelgefäße (3) so bemessen sind, dass die Verschlusselemente benachbarter Deckelgefäße (3.1, 3.2) aus verschiedenen Gruppen (14.1, 14.2) einander teilweise überdecken.
     
    5. Transporteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der die Mittel zum Halten (11) und die Deckelgefäße (3) so bemessen sind, dass die Deckelgefäße (3) von den Mitteln zum Halten (11) eingeklemmt gehalten sind.
     
    6. Transporteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der die beiden Halteplatten (2) jeweils erste Mittel zum Halten (11.1) von Deckelgefäßen (3) an einem ersten Durchmesser und zweite Mittel zum Halten (11.2) von Deckelgefäßen (3) an einem zweiten Durchmesser aufweisen, wobei erste und zweite Mittel zum Halten (11.1, 11.2) der beiden Halteplatten (2) einander paarweise gegenüberliegen, die Deckelgefäße (3.1) der einen Gruppe (14.1) an den Gefäßen (4.1) oder an den Verschlusselementen (7) von den ersten Mitteln zum Halten (11.1) der einen Halteplatte (2) und an den Gefäßen (4.1) von den zweiten Mitteln zum Halten (11.2) der anderen Halteplatte (2) gehalten sind und die Deckelgefäße (3) der anderen Gruppe (14.2) an den Gefäßen (4.2) oder an den Verschlusselementen (7) von den ersten Mitteln zum Halten (11.1) der anderen Halteplatte (2) und an den Gefäßen von den zweiten Mitteln zum Halten (11.2) der einen Halteplatte (2) gehalten sind.
     
    7. Transporteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei der die Mittel zum Halten (11.1) in Reihen und Spalten angeordnet sind.
     
    8. Transporteinheit nach Anspruch 7, bei der in jeder Reihe und in jeder Spalte abwechselnd erste und zweite Mittel zum Halten (11.1, 11.2) angeordnet sind und die ersten Mittel zum Halten (11.1) sowie die zweiten Mittel zum Halten (11.2) in benachbarten Reihen und Spalten zueinander versetzt angeordnet sind.
     
    9. Transporteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei der der Abstand benachbarter Mittel zum Halten (11.1, 11.2) voneinander 55 bis 65 mm beträgt und/oder die Halteplatte (2) eine rechteckige Grundfläche mit einer oder mehreren Kantenlängen von jeweils 130 mm oder einem ganzzahligen Mehrfachen oder Teiler davon aufweist.
     
    10. Transporteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei der die Mittel zum Halten (11) Gefäße (4) oder Verschlusselemente (7) aufnehmende Löcher (12.1) in mindestens einer Halteplatte (2) und/oder mit Verschlusselementen (7) in Eingriff stehende Eingriffsmittel (28) an der Innenseite mindestens einer Halteplatte (2) und/oder mit unteren Enden von Deckelgefäßen (3) in Eingriff stehende Eingriffsmittel (28) an der Innenseite mindestens einer Halteplatte (2) und/oder zwischen Mitteln zum Halten (11.1) angeordnete Anlageflächen (25) an der Innenseite mindestens einer Halteplatte (2) und/oder zwischen ersten Mitteln zum Halten (11.1) angeordnete Anlageflächen an der Innenseite mindestens einer Halteplatte (2) aufweisen.
     
    11. Transporteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei der die Halteplatte (2) und/oder die Deckelgefäße (3) aus mindestens einem Kunststoff hergestellt sind.
     
    12. Transport- und Arbeitsvorrichtung mit einer Transporteinheit (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11 und mit einem Halter (17), der eine Basis (18) und von der Basis hochstehende Stützmittel (22) aufweist, auf denen mindestens eine Halteplatte (2) mit einer darin angeordneten Gruppe (14) Gefäße (3) der Transporteinheit (1) aufsetzbar ist.
     
    13. Vorrichtung nach Anspruch 12, bei der die Deckelgefäße (3) leicht konische Zylinderbereiche (5) haben, d.h. sie verjüngen sich von oben nach unten mit einem halben Konuswinkel von maximal 5°, die Mittel zum Halten (11) und die leicht konischen Zylinderbereiche (5) so bemessen sind, dass bei von dem Halter (17) abgenommener Halteplatte (2) die Deckelgefäße (3) in eine tiefe Stellung in die Mittel zum Halten (11) einsetzbar sind, in der sie an den leicht konischen Zylinderbereichen (5) einklemmend von den Mitteln zum Halten (11) gehalten sind und bei der die Stützmittel (22) und die leicht konischen Zylinderbereiche (5) so bemessen sind, dass bei auf den Stützmitteln (22) aufsitzender Halteplatte (2) die Halteplatte (2) bezüglich der leicht konischen Zylinderbereiche (5) der Deckelgefäße (3) so abgesenkt ist, dass die Deckelgefäße (3) mit einem Spiel von den Mitteln zum Halten (11) der Halteplatte (2) gehalten sind.
     
    14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, bei der die Halteplatte (2) erste Mittel zum Halten (11.1) von Deckelgefäßen (3) an einem ersten Durchmesser und zweite Mittel zum Halten (11.2) von Deckelgefäßen (3) an einem zweiten Durchmesser aufweist und von den ersten Mitteln zum Halten (11.1) große Deckelgefäße (3.1) an einem großen Durchmesser und/oder von den zweiten Mitteln zum Halten kleine Deckelgefäße (3.2) an einem kleinen Durchmesser gehalten sind.
     
    15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, bei der die Stützmittel (22) von der Basis vorstehende Pfosten (22.1) und/oder von der Basis vorstehende Seitenwände (22.2) aufweisen.
     
    16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 13, bei der die Stützmittel (22) oben Ausrichtmittel (24) aufweisen und die Halteplatte (2) weitere Ausrichtmittel (13) aufweist, an denen die Halteplatte (2) auf die Ausrichtmittel (24) ausgerichtet ist.
     
    17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 16, bei der an der Oberseite der Basis (18) Positionierungsmittel (19, 20) angeordnet sind, die gegenüber den Mitteln zum Halten (11) der Halteplatte (2) angeordnet sind und sind die von den Mitteln zum Halten (11) gehaltenen Deckelgefäße (3) an ihren unteren Enden von Positionierungsmitteln (19, 20) gehalten.
     
    18. Vorrichtung nach Anspruch 17, bei der die Positionierungsmittel (19, 20) die unteren Enden der Gefäße aufnehmende Vertiefungen (19) auf der Oberseite der Basis (18) und/oder eine Beschichtung (20) der Oberseite der Basis (18) mit einer erhöhten Haftreibung zu den unteren Enden der Gefäße (4) aufweisen.
     
    19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 18, bei der der Halter (17) an der Unterseite der Basis Füße (21) aufweist, die zumindest am unteren Ende aus einem eine erhöhte Haftreibung gegenüber einer Arbeitsfläche aufweisenden Material bestehen.
     
    20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 19, bei der der Halter (17) und die eingesetzten Deckelgefäße (3) und/oder die mit Deckelgefäßen (3) bestückte Halteplatte (2) in einem Gehäuse angeordnet sind.
     
    21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 20, bei der der Halter (17) eine rechteckige Grundfläche mit einer oder mehreren Kantenlängen von jeweils 130 mm oder einem ganzzahligen Mehrfachen oder Teiler davon aufweist.
     
    22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 21, bei der der Halter (17) und/oder das Gehäuse aus mindestens einem Kunststoff hergestellt sind.
     
    23. Verwendung der Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 12 bis 22, bei der die Transporteinheit (1) durch Trennen der Halteplatten (2) mit den jeweils davon gehaltenen Gruppen (14) von Gefäßen (4) voneinander aufgelöst und mindestens eine Halteplatte (2) mit einer davon gehaltenen Gruppe (14) von Gefäßen (3) auf den Halter (17) aufgesetzt wird.
     


    Claims

    1. A transport unit comprising two parallel retaining plates (2), which each have an arrangement of means for retaining (11) lidded containers (3), and a plurality of lidded containers (3), which each have a tubular container (4) and a closure element (7) at the top of the container (4), wherein lidded containers (3.1) of one group (14.1) of lidded containers (3.1) are held parallel to each other by means for retaining (11.1) of the one retaining plate (2), and lidded containers (3.2) of another group (14.2) of lidded containers (3.2) are held parallel to each other by means for retaining (11.1) of the other retaining plate (2), the lidded containers (3.1) of the one group (14.1) are disposed oppositely aligned to the lidded containers (3.2) of the other group (14.2) and nested within one another, whereby through the nested arrangement of both groups (14.1, 14.2) of lidded containers (3.1, 3.2) friction forces occur which hold the transport unit together.
     
    2. The transport unit according to claim 1, having an external packaging (15) encasing the two groups (14.1, 14.2) of lidded containers (3.1, 3.2) and the two retaining plates (2).
     
    3. The transport unit according to claim 1 or 2, wherein the closure element (7) projects radially outward with respect to the container (4).
     
    4. The transport unit according to one of the claims 1 to 3, in which the spacings between the means for retaining (11.1) in the retaining plates (2) and the lidded containers (3) are dimensioned so that the closure elements of adjacent lidded containers (3.1, 3.2) from different groups (14.1, 14.2) partially overlap each other to some extent.
     
    5. The transport unit according to one of claims 1 to 4, in which the means for retaining (11) and the lidded containers (3) are dimensioned so that the lidded containers (3) are held clamped by the means for retaining (11).
     
    6. The transport unit according to one of claims 1 to 5, in which the two retaining plates (2) each have first means for retaining (11.1) lidded containers (3) with a first diameter and second means for retaining (11.2) lidded containers (3) with a second diameter, wherein the first and second means for retaining (11.1, 11.2) of the two retaining plates (2) face each other pairwise, the lidded containers (3.1) of the one group (14.1) are held at the containers (4.1) or at the closure elements (7) by the first means for retaining (11.1) of the one retaining plate (2) and at the containers (4.1) by the second means for retaining (11.2) of the other retaining plate (2), and the lidded containers (3) of the other group (14.2) are held at the containers (4.2) or at the closure elements (7) by the first means for retaining (11.1) of the other retaining plate (2) and at the containers by the second means for retaining (11.2) of the one retaining plate (2).
     
    7. The transport unit according to one of claims 1 to 6, in which the means for retaining (11.1) are disposed in rows and columns.
     
    8. The transport unit according to claim 7, in which the first and second means for retaining (11.1, 11.2) are disposed alternating in each row and in each column, and the first means for retaining (11.1) and the second means for retaining (11.2) are disposed offset to each other in adjacent rows and columns.
     
    9. The transport unit according to one of the claims 1 to 8, in which the spacing between adjacent means for retaining (11.1, 11.2) is 55 to 65 mm, and/or the retaining plate (2) and/or the holder (17) have a rectangular base area having one or more edge lengths of 130 mm each or an integer multiple or factor thereof.
     
    10. The transport unit according to one of the claims 1 to 9, in which the means for retaining (11) have holes (12.1) in at least one retaining plate (2) receiving containers (4) or closure elements (7), and/or engagement means (28) at the inside of the at least one retaining plate (2) that are in engagement with closure elements (7), and/or engagement means (28) at the inside of the at least one retaining plate (2) that are in engagement with lower ends of the lidded containers (3), and/or contact surfaces (25) at the inside of at least one retaining plate (2) disposed between means for retaining (11.1).
     
    11. The transport unit according to one of the claims 1 to 10, in which the retaining plate (2) and/or the holder (17) and/or the lidded containers (3) and/or the housing are produced from at least one plastic.
     
    12. A transport and working device having a transport unit (1) according to one of the claims 1 to 11, which has a holder (17), which has a base (18) and support means (23) projecting upwards from the base, upon which at least one retaining plate (2) can be placed with a group (14) of containers (3) of the transport unit (1) disposed therein.
     
    13. The device according to claim 12, in which the lidded containers (3) have slightly conical cylindrical regions (5), the means for retaining (11) and the slightly conical cylindrical regions (5) are dimensioned such that with the retaining plate (2) removed from the holder (17), the lidded containers (3) can be inserted into a deep position in the means for retaining (11), in which they are held at the slightly conical cylindrical regions (5) clamped by the means for retaining (11), and in which the support means (22) and the slightly conical cylindrical regions (5) are dimensioned such that with the retaining plate (2) resting on the support means (22), the retaining plate (2) is lowered with respect to the slightly conical cylindrical regions (5) of the lidded containers (3) such that the lidded containers (3) are held with a clearance by the means for retaining (11) of the retaining plate (2).
     
    14. The device according to claim 12 or 13, in which the retaining plate (2) has first means for retaining (11.1) lidded containers (3) on a first diameter and second means for retaining (11.2) lidded containers (3) on a second diameter, and large lidded containers (3.1) are held by the first means for retaining (11.1) on a large diameter and/or small lidded containers (3.2) are held by the second means for retaining on a small diameter.
     
    15. The device according to one of claims 12 to 14, in which the support means (22) have posts (22.1) projecting from the base and/or side walls (22.2) projecting from the base.
     
    16. The device according to one of claims 12 to 13, in which the support means (22) have alignment means (24) at the top, and the retaining plate (2) has further alignment means (13), at which the retaining plate (2) is aligned with the alignment means (24).
     
    17. The device according to one of claims 12 to 16, in which disposed on the top side of the base (18) are positioning means (19, 20), which are disposed opposite the means for retaining (11) the retaining plate (2), and the lidded containers (3) held by the means for retaining (11) are held at the lower ends thereof by positioning means (19, 20).
     
    18. The device according to claim 17, in which the positioning means (19, 20) have recesses (19) on the top side of the base (18) receiving the lower ends of the containers, and/or a coating (20) on the top side of the base (18) having an increased static friction to the lower ends of the containers (4).
     
    19. The device according to one of the claims 12 to 18, in which the holder (17) has feet (21) on the bottom side of the base that are composed at least at the lower end of a material having an increased static friction compared to a work surface.
     
    20. The device according to one of the claims 12 to 19, in which the holder (17) and the inserted lidded containers (3) and/or the retaining plate (2) equipped with lidded containers (3) are disposed in a housing.
     
    21. The device according to one of the claims 12 to 20, wherein the holder (17) has a rectangular base surface with one or a plurality of lengths of the edges of each 130mm or an integer multiple or factor whereof
     
    22. The device of claims 12 to 21, wherein the holder (17) and/or the housing is made of at least one plastic material.
     
    23. The use of the device of one of the claims 12 or 22, in which the transport unit (1) is dismantled by separating the retaining plates (2) from each other with, in each case, the groups (14) of containers (4) held thereby, and at least one retaining plate (2) with a group (14) of containers (4) held thereby is placed onto the holder (17)
     


    Revendications

    1. Unité de transport comportant deux plaques de support (2) parallèles présentant respectivement un ensemble de moyens de support (11) pour des récipients à couvercle (3), et une pluralité de récipients à couvercle (3) présentant respectivement un récipient tubulaire (4) et un élément de fermeture (7) sue le haut du récipient (4), dans laquelle des récipients à couvercle (3.1) d'un groupe (14.1) de récipients à couvercle (3.1) sont supportés par des moyens de support (11.1) d'une plaque de support (2) de façon à être parallèles les uns aux autres, et des récipients à couvercle (3.2) d'un autre groupe (14.2) de récipients à couvercle (3.2) sont supportés par des moyens de support (11.1) de l'autre plaque de support (2) de façon à être parallèles les uns aux autres, les récipients à couvercle (3.1) du premier groupe (14.1) étant orientés à l'opposé des récipients à couvercle (3.2) de l'autre groupe (14.2) et disposés de façon à être emboîtés les uns dans les autres, dans laquelle la disposition emboîtée les uns dans les autres des deux groupes (14.1, 14.2) de récipients à couvercle (3.1, 3.2) provoque des forces de frottement entre les récipients à couvercle (3.1, 3.2) des différents groupes (14.1, 14.2), lesquelles maintiennent l'unité de transport assemblée.
     
    2. Unité de transport selon la revendication 1, comprenant une enveloppe (15) entourant les deux groupes (14.1, 14.2) de récipients à couvercle (3.1, 3.2) et les deux plaques de support (2).
     
    3. Unité de transport selon la revendication 1 ou 2, dans laquelle l'élément de fermeture (7) fait saillie radialement vers l'extérieur par rapport au récipient (4).
     
    4. Unité de transport selon l'une des revendications 1 à 3, dans laquelle les espacements entre les moyens de support (11.1) dans les plaques de support (2) et les récipients à couvercle (3) sont dimensionnés de telle façon que les éléments de fermeture de récipients à couvercle (3.1, 3.2) voisins de différents groupes (14.1, 14.2) se chevauchent au moins partiellement entre eux.
     
    5. Unité de transport selon l'une des revendications 1 à 4, dans laquelle les moyens de support (11) et les récipients à couvercle (3) sont dimensionnés de telle façon que les récipients à couvercle (3) sont maintenus serrés par les moyens de support (11).
     
    6. Unité de transport selon l'une des revendications 1 à 5, dans laquelle les deux plaques de support (2) présentent respectivement des premiers moyens de support (11.1) de récipients à couvercle (3) au niveau d'un premier diamètre et des deuxièmes moyens de support (11.2) de récipients à couvercle (3) au niveau d'un deuxième diamètre, dans laquelle les premiers et deuxièmes moyens de support (11.1, 11.2) des deux plaques de support (2) sont opposés les uns aux autres par paires, les récipients à couvercle (3.1) du premier groupe (14.1) sont supportés sur les récipients (4.1) ou sur les éléments de fermeture (7) par les premiers moyens de support (11.1) de la première plaque de support (2) et sur les récipients (4.1) par les deuxièmes moyens de support (11.2) de l'autre plaque de support (2), et les récipients à couvercle (3) de l'autre groupe (14.2) sont maintenus sur les récipients (4.2) ou sur les éléments de fermeture (7) par les premiers moyens de support (11.1) de l'autre plaque de support (2) et sur les récipients par les deuxièmes moyens de support (11.2) de la première plaque de support (2).
     
    7. Unité de transport selon l'une des revendications 1 à 6, dans laquelle les moyens de support (11.1) sont disposés en rangées et en colonnes.
     
    8. Unité de transport selon la revendication 7, dans laquelle des premiers et des deuxièmes moyens de support (11.1, 11.2) sont disposés en alternance dans chaque rangée et dans chaque colonne, et les premiers moyens de support (11.1) ainsi que les deuxièmes moyens de support (11.2) sont disposés de façon à être décalés les uns par rapport aux autres dans des rangées et colonnes voisines.
     
    9. Unité de transport selon l'une des revendications 1 à 8, dans laquelle l'espacement entre des moyens de support (11.1, 11.2) voisins mesure de 55 à 65 mm et/ou la plaque de support (2) présente une surface de base rectangulaire avec une ou plusieurs longueurs d'arête de 130 mm chacune ou un multiple ou diviseur entier de celle-ci.
     
    10. Unité de transport selon l'une des revendications 1 à 9, dans laquelle les moyens de support (11) présentent des trous (12.1) accueillant des récipients (4) ou des éléments de fermeture (7) dans au moins une plaque de support (2) et/ou des moyens d'engagement (28) engagés avec des éléments de fermeture (7) sur le côté intérieur d'au moins une plaque de support (2) et/ou des moyens d'engagement (28) engagés avec des extrémités inférieures récipients à couvercle (3) sur le côté intérieur d'au moins une plaque de support (2) et/ou des surfaces de contact (25) disposées entre des moyens de support (11) sur le côté intérieur d'au moins une plaque de support (2) et/ou des surfaces de contact disposées entre des premiers moyens de support (11.1) sur le côté intérieur d'au moins une plaque de support (2).
     
    11. Unité de transport selon l'une des revendications 1 à 10, dans laquelle la plaques de support (2) et/ou les récipients à couvercle (3) sont fabriqués en au moins un plastique.
     
    12. Dispositif de transport et de travail comprenant une unité de transport (1) selon l'une des revendications 1 à 11 et un support (17) présentant une base (18) et des moyens d'appui (22) s'étendant verticalement à partir de la base, sur lesquels au moins une plaque de support (2) avec un groupe (14) de récipients (3) de l'unité de transport (1) disposés dans celle-ci peut être placée.
     
    13. Dispositif selon la revendication 12, dans lequel les récipients à couvercle (3) présentent des régions cylindriques légèrement coniques (5), c'est-à-dire s'affinant du haut vers le bas avec un semi-angle de conicité de 5° maximum, les moyens de support (11) et les régions cylindriques légèrement coniques (5) étant dimensionnés de telle façon que lorsque la plaque de support (2) est retirée du support (17), les récipients à couvercle (3) peuvent être insérés profondément dans les moyens de support (11), où ils sont maintenus contre les régions cylindriques légèrement coniques (5) en étant serrés par les moyens de support (11), et où les moyens d'appui (22) et les régions cylindriques légèrement coniques (5) sont dimensionnés de telle façon que lorsque la plaque de support (2) est placée sur les moyens d'appui (22), la plaque de support (2) est abaissée de telle façon par rapport aux régions cylindriques légèrement coniques (5), que les récipients à couvercle (3) sont supportés avec un jeu par les moyens de support (11) de la plaque de support (2).
     
    14. Dispositif selon la revendication 12 ou 13, dans lequel la plaque de support (2) présente des premiers moyens de support (11.1) de récipients à couvercle (3) au niveau d'un premier diamètre et des deuxièmes moyens de support (11.2) de récipients à couvercle (3) au niveau d'un deuxième diamètre, et de grands récipients à couvercle (3.1) sont supportés par les premiers moyens de support (11.1) au niveau d'un grand diamètre et/ou de petits récipients à couvercle (3.2) sont supportés par les deuxièmes moyens de support (11.2) au niveau d'un petit diamètre.
     
    15. Dispositif selon l'une des revendications 12 à 14, dans lequel les moyens d'appui (22) présentent des poteaux (22.1) faisant saillie à partir de la base et/ou des parois latérales (22.2) faisant saillie à partir de la base.
     
    16. Dispositif selon l'une des revendications 12 à 13, dans lequel les moyens d'appui (22) présentent des moyens d'orientation (24) sur le haut, et la plaque de support (2) présente d'autres moyens d'orientation (13) sur lesquels la plaque de support (2) est orientée vers les moyens d'orientation (24).
     
    17. Dispositif selon l'une des revendications 12 à 16, dans lequel, des moyens de positionnement (19, 20) sont disposés sur la face supérieure de la base (18), lesquels sont disposés en face des moyens de support (11) de la plaque de support (2), et les récipients à couvercle (3) supportés par les moyens de support (11) sont supportés à leurs extrémités inférieures par des moyens de positionnement (19, 20).
     
    18. Dispositif selon la revendication 17, dans lequel les moyens de positionnement (19, 20) présentent des renfoncements (19) accueillant les extrémités inférieures des récipients sur la face supérieure de la base (18) et/ou un revêtement (20) de la face supérieure de la base (18) avec une adhérence plus élevée vers les extrémités inférieures des récipients (4).
     
    19. Dispositif selon l'une des revendications 12 à 18, dans lequel le support (17) présente des pieds (21) au niveau de la face inférieure de la base, lesquels sont constitués d'un matériau présentant une adhérence plus élevée par rapport à une surface de travail, du moins à l'extrémité inférieure.
     
    20. Dispositif selon l'une des revendications 12 à 19, dans lequel le support (17) et les récipients à couvercle (3) insérés et/ou la plaque de support (2) équipée de récipients à couvercle (3) sont disposés dans un boîtier.
     
    21. Dispositif selon l'une des revendications 12 à 20, dans lequel le support (17) présente une surface de base rectangulaire avec une ou plusieurs longueurs d'arête de 130 mm chacune ou un multiple ou diviseur entier de celle-ci.
     
    22. Dispositif selon l'une des revendications 12 à 21, dans lequel le support (17) et/ou le boîtier sont fabriqués en au moins un plastique.
     
    23. Utilisation du dispositif selon l'une des revendications 12 à 22, dans laquelle l'unité de transport (1) est désintégrée par séparation des plaques de support (2) avec les groupes (14) de récipients (4) respectivement supportés par celles-ci, et au moins une plaque de support (2) avec un groupe (14) de récipients (3) supportés par celle-ci est placée sur le support (17).
     




    Zeichnung























    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente