(19)
(11)EP 2 890 568 B1

(12)EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45)Hinweis auf die Patenterteilung:
28.09.2022  Patentblatt  2022/39

(21)Anmeldenummer: 13753661.1

(22)Anmeldetag:  30.08.2013
(51)Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B42D 15/00(2006.01)
(52)Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
B42D 25/425; B42D 25/455; B42D 25/324; B42D 25/351; B42D 25/46
(86)Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2013/067992
(87)Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2014/033260 (06.03.2014 Gazette  2014/10)

(54)

SICHERHEITSDOKUMENT MIT MEHRFARBIGEM UND ZWEISEITIGEM SICHERHEITSMERKMAL

SECURITY DOCUMENT HAVING A MULTICOLORED AND TWO-SIDED SECURITY FEATURE

DOCUMENT DE SÉCURITÉ MUNI D'UNE CARACTÉRISTIQUE DE SÉCURITÉ MULTICOLORE SUR LES DEUX FACES


(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30)Priorität: 31.08.2012 DE 102012215475

(43)Veröffentlichungstag der Anmeldung:
08.07.2015  Patentblatt  2015/28

(73)Patentinhaber: Bundesdruckerei GmbH
10969 Berlin (DE)

(72)Erfinder:
  • SPRINGMANN, Edward
    10249 Berlin (DE)
  • PFLUGHOEFFT, Malte
    45127 Essen (DE)

(74)Vertreter: Patentanwälte Bressel und Partner mbB 
Potsdamer Platz 10
10785 Berlin
10785 Berlin (DE)


(56)Entgegenhaltungen: : 
WO-A1-2011/051668
DE-A1-102010 048 772
DE-A1-102007 007 914
  
      
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitsdokument sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung mit einem vorzugsweise farbigen Sicherheitsmerkmal sowie ein Verifikationsverfahren.

    [0002] Aus dem Stand der Technik ist eine Vielzahl von Sicherheitsdokumenten bekannt. Diese umfassen beispielsweise Personalausweise, Reisepässe, Führerscheine, Identifikationskarten, Visa, aber auch gegen Fälschungen geschützte Etiketten und Verpackungen sowie andere Arten von Wertdokumenten wie Banknoten, Aktien, Wertpapiere, um nur einige zu nennen.

    [0003] Sicherheitsdokumente weisen die Gemeinsamkeit auf, dass diese mindestens ein Merkmal umfassen, welches eine unautorisierte Herstellung, eine Nachahmung, eine Verfälschung oder Ähnliches zumindest deutlich erschwerte oder sogar unmöglich macht. Solche Merkmale werden als Sicherheitsmerkmale bezeichnet. Körperliche Ausgestaltungen von Sicherheitsmerkmalen werden auch als Sicherheitselemente bezeichnet. In diesem Sinne stellt jedes Sicherheitsdokument, welches zwangsweise mindestens ein Sicherheitsmerkmal umfasst, auch ein Sicherheitselement dar.

    [0004] Bei einer Vielzahl von Sicherheitsdokumenten ist es wünschenswert, in den einzelnen Sicherheitsdokumenten individuelle Informationen zu speichern, die beispielsweise einer Person zugeordnet sind, welcher das Sicherheitsdokument zugeordnet wird. Bei einem Reisepass sind solche individuellen Informationen beispielsweise ein Name, ein Geburtsdatum, ein Wohnort oder biometrische Daten wie ein Gesichtsbild, ein Fingerabdruck oder Ähnliches. Individuelle Informationen, die einer Person zugeordnet sind, werden auch als persönliche Informationen bezeichnet. Der Vorgang des Einbringens von persönlichen Informationen in ein Sicherheitsdokument wird auch als Personalisieren bezeichnet.

    [0005] Neben solchen individuellen oder persönlichen Informationen werden in Sicherheitsdokumenten einer Klasse, beispielsweise eines Reisepasses eines Staates, in der Regel zusätzlich eine Vielzahl von weiteren Sicherheitsmerkmalen ausgebildet, welche eine Nachahmung, Verfälschung, Duplizierung und Ähnliches erschweren und/oder unmöglich machen und zusätzlich eine Verifikation des Dokuments als ein echtes Dokument ermöglichen. Diese sind somit in der Regel für alle Dokumente dieser

    [0006] Klasse, d.h. beispielsweise für alle Reisepässe eines Staates, gleich. Diese Sicherheitselemente werden in der Regel in einer zentralen Sicherheitsdokumentenfertigung in das Sicherheitsdokument integriert. Die persönlichen und/oder individuellen Informationen werden bei einigen Herstellungsverfahren und Dokumenten auch bereits bei der zentralen Fertigung in das Sicherheitsdokument gespeichert. Bei anderen Ausführungsformen wird jedoch bei der zentralen Fertigung nur ein Sicherheitsdokumentenrohling hergestellt, der dann anschließend zentral oder dezentral mit individuellen und/oder persönlichen Informationen individualisiert bzw. personalisiert wird.

    [0007] Aus der WO 2011/051668 A1 ist eine Sicherheitsvorrichtung mit Lentikularlinsen bekannt, die eine Anordnung von fokussierenden Lentikularelementen umfasst, die über einer korrespondierenden Anordnung aus Paaren von Abbildungsstreifen angeordnet ist, sodass aus einer ersten Betrachtungsrichtung ein erster Abbildungsstreifen bei einer Betrachtung durch ein entsprechendes fokussierendes Lentikularelement sichtbar ist und aus einer zweiten Betrachtungsrichtung ein zweiter Abbildungsstreifen, der verschieden von dem ersten Abbildungsstreifen ist, aus jedem Paar bei einer Betrachtung durch eine der fokussierenden Lentikularelemente sichtbar ist.

    [0008] Aus der DE 10 2010 048 772 A1 sind ein Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitsdokuments mit einem betrachtungswinkelabhängigen Sicherheitsmerkmal sowie ein solches Sicherheitsdokument bekannt. Das dort beschriebene Verfahren umfasst die Schritte: Drucken einer Druckinformation auf eine Substratschicht; Integrieren der bedruckten Substratschicht in einen Dokumentkörper und Einbringen von Mikrolinsen in die Oberfläche des Dokumentkörpers, wobei das Einbringen der Mikrolinsen nach dem Integrieren der bedruckten Substratschichten in den Dokumentkörper erfolgt, indem die in dem Dokumentkörper integrierte Druckinformation optisch erfasst wird und mindestens ein Merkmal der erfassten Druckinformation ausgewertet wird, und anhand des ausgewerteten Merkmals ein oder mehrerer Werkzeuge relativ zu dem Dokumentkörper ausgerichtet werden und anschließend passergenau zu der integrierten Druckinformation die Mikrolinsen in die Oberfläche eingebracht werden. Die Druckinformation ist vorzugsweise bunt und ruft somit bei einem Betrachter unterschiedliche Farbeindrücke hervor.

    [0009] Aus der DE 103 58 784 A1 ist ein Datenträger bekannt, in den durch einen Laserstrahl Kennzeichnungen in Form von Mustern, Buchstaben, Zahlen und/oder Bildern eingebracht sind, die aufgrund von durch den Laserstrahl bewirkten, aus Materialumwandlungen resultierenden lokalen Änderungen der optischen Eigenschaften des Datenträgers sichtbar sind. Der Datenträger umfasst eine im sichtbaren Spektralbereich transparente, lasersensitive Aufzeichnungsschicht, die mit einem Oberflächenrelief in Form eines Linsenrasters versehen ist. Die Kennzeichnungen sind mit dem Laserstrahl aus unterschiedlichen Richtungen durch das Linsenraster hindurch in die Aufzeichnungsschicht eingebracht und bei der späteren Betrachtung aus denselben Richtungen erkennbar. Der Datenträger ist zumindest im Bereich der eingebrachten Kennzeichnungen transparent. Die aus den Materialumwandlungen resultierenden lokalen Änderungen der optischen Eigenschaften einzelner Bildelemente sind für die unterschiedlichen Richtungen zumindest teilweise identisch. Werden überhaupt Bildelemente mit unterschiedlichen optischen Eigenschaften, z. B. unterschiedliche Graustufen über unterschiedliche Schwärzungen, erzeugt, so sind aus jeder Richtung in der Regel alle unterschiedlichen Schwärzungen und somit Typen von Bildelementen zu sehen. Eine bestimmte Graustufe tritt nicht nur unter einer der Richtungen auf.

    [0010] Um eine dezentrale Individualisierung und/oder Personalisierung zu ermöglichen, muss der technische Aufwand zur Speicherung der Informationen möglichst gering gehalten werden. Daher bieten sich insbesondere Druckverfahren zum Aufdrucken von Informationen auf einen ansonsten fertiggestellten oder weitgehend fertiggestellten Sicherheitsdokumentenrohling an. Auf diese Weise gespeicherte Informationen sind jedoch, da sie auf der Oberfläche eines Dokumentenkörpers ausgebildet sind, relativ anfällig gegenüber Manipulationen. Daher ist es notwendig, die gespeicherten Informationen in Bezug auf eine Verifikation hinsichtlich der Echtheit abzusichern. Auch bei zentral in einen Dokumentenkörper eingespeicherten Informationen, welche beispielsweise im Inneren des Dokumentenkörpers über ein Bedrucken einer Substratschicht, welche mit weiteren Substratschichten zu dem Dokumentenkörper laminiert wird, gespeichert werden können, ist eine Absicherung gegenüber Manipulationen wünschenswert.

    [0011] Der Erfindung liegt somit die technische Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Sicherheitsdokument, ein Verfahren zu dessen Herstellung sowie ein Verifikationsverfahren zu schaffen, welche die aus dem Stand der Technik bekannten Nachteile nicht aufweisen oder abmindern.

    [0012] Der Erfindung liegt die Idee zugrunde, personalisierende und/oder individualisierende Informationen, gegebenenfalls auch nicht individualisierende und/oder nicht personalisierende Informationen, in einen Dokumentenkörper zu speichern. Die Speicherung erfolgt hierbei mittels mindestens zwei unterschiedlichen Typen von Bildelementen, welche jeweils an Rasterstellen eines dem jeweiligen Bildelementtyp zugeordneten Bildelementerasters anordenbar sind. Die somit mindestens zwei Bildelementeraster sind so aufeinander abgestimmt, dass mit jeder Rasterstelle des einen Bildelementerasters eine entsprechende Rasterstelle eines anderen Bildelementerasters korrespondiert. Die einander entsprechenden Rasterstellen der Bildelementeraster sind in dem Sicherheitsdokument zueinander benachbart. Vorzugsweise sind die Rasterstellen der verschiedenen Bildelementeraster lateral bezüglich einer Dokumentenoberfläche versetzt zueinander, d.h. nicht überlagernd angeordnet. Die Information wird in dem Dokumentenkörper in einem Fensterbereich gespeichert, welcher, ohne dass die gespeicherte Information vorhanden ist, für eine Durchsicht transparent ausgebildet ist. Die Information wird so in den Dokumentenkörper eingespeichert, dass diese bei einer optischen Aufsichterfassung wahrnehmbar ist. Die grafische Information kann somit beispielsweise auf die Oberseite aufgedruckt oder im Inneren des Dokumentenkörpers ausgebildet werden, beispielsweise indem die Information auf eine Substratschicht aufgedruckt wird, bevor diese mit weiteren Substratschichten zu dem Dokumentenkörper zusammengefügt wird. Zur Absicherung der grafischen Information wird auf der Rückseite des Dokumentenkörpers ein Linsenraster ausgebildet, welches an die Bildelementeraster angepasst ist. Sowohl im Hinblick auf die Anordnung als auch die Rasterausgestaltung wird das Linsenraster so angepasst, dass mindestens zwei Vorzugserfassungsrichtungen bezüglich einer Erfassung der grafischen Information durch das Linsenraster hindurch von der Rückseite des Dokumentenkörpers existieren, unter denen jeweils nur die Bildelemente eines Typs wahrnehmbar sind. Unter einer Vorzugserfassungsrichtung der mindestens zwei Vorzugserfassungsrichtungen sind nur die Bildelemente des einen Typs und unter einer anderen Vorzugserfassungsrichtung der mindestens zwei Vorzugserfassungsrichtung sind nur die Bildelemente eines von dem eine Typ verschiedenen, d.h. unterschiedlichen, Typs von Bildelementen wahrnehmbar.

    [0013] Die grafische Information wird vorzugsweise farbig ausgebildet, indem monochrome Bildelemente eines Farbsystems zur Erstellung der grafischen Information genutzt werden. Werden beispielsweise zyanfarbene, magentafarbene und gelbfarbene Bildelemente verwendet, so lassen sich aus jeweils drei Rasterstellen, die einander zugeordnet sind, Bildpunkte eines beliebigen Farbeindrucks des CYM-Farbsystem erzeugen. Somit ist es möglich unter Verwendung von Bildelementen dreierlei Typs vollfarbige grafische Informationen in den Dokumentenkörper zu speichern. Die auf der Rückseite ausgebildeten Linsen des Linsenrasters sind nun so bezüglich der einzelnen Rasterstellen der unterschiedlichen Bildelementeraster angeordnet, dass unter unterschiedlichen Erfassungsrichtungen durch die Linsen hindurch jeweils nur die Bildelemente eines Typs, d.h. in diesem Beispiel einer Basisfarbe des Farbsystems erfassbar sind. Somit erhält man unter den unterschiedlichen Vorzugserfassungsrichtungen einer Betrachtung der optischen Erfassung der grafischen Information durch die Rückseite des Sicherheitsdokuments, d.h. durch das Linsenraster hindurch, farbgetrennte Auszüge der gespeicherten grafischen Information. Hierdurch wird die Fälschung und/oder Verfälschung des Sicherheitsdokuments deutlich erschwert, da sowohl ein Zufügen von Bildelementen zum Ändern des Informationsgehalts als auch ein Delaminieren und erneutes Zusammenfügen mit dem Linsenraster nahezu unmöglich ist, ohne dass anschließend einzelne Bildelemente eines Typs an Rasterstellen eines Bildelementerasters eines anderen Typs zumindest in Bezug auf die beabsichtigte Anordnung der einzelnen Rasterstellen bezogen auf das Linsenraster existieren. Dies führt dazu, dass solche Bildelemente bei einer Verifikation des Sicherheitsdokuments unter einer der Vorzugserfassungsrichtung auffallen, da sie von der optischen Eigenschaft der Bildelemente des Typs abweichen, der unter dieser Vorzugserfassungsrichtung ausschließlich erfassbar sein sollte. Ist nach einer Delamination, einer Manipulation der grafischen Information und dem erneuten Zusammenfügen ein ganzes Bildelementeraster gegenüber dem Linsenraster verschoben, so sind keine Bildelemente des erwarteten Typs unter der einen Vorzugserfassungsrichtung wahrnehmbar.

    Definitionen



    [0014] Als Bildelement wird eine grafische Einheit angesehen, welche hinsichtlich mindestens einer optischen Eigenschaft einen festgelegten Wert aufweist. Bildelemente eines Typs weisen alle dieselbe optische erfassbare Eigenschaft auf. Vorzugsweise ist diese Eigenschaft, welche einen Typ von Bildelementen kennzeichnet, eine Farbe, welche dem Bildelement dieses Typs zugeordnet ist.

    [0015] Als Raster wird eine geometrische Struktur bezeichnet, welche zumindest entlang einer Raumrichtung ein Ordnungsmuster erkennen lässt. Vorzugsweise lassen Muster mindestens unter zwei zueinander orthogonalen Richtungen eine Regelmäßigkeit erkennen. In der Regel sind Raster aus Rasterstellen, welche punktförmig gedacht sind, aufgebaut, wobei die einzelnen Rasterstellen jeweils einer Zelle zugeordnet werden können und das Raster durch eine periodische Wiederholung der Zellenstruktur aufgebaut ist. Hierbei ist es möglich, dass einzelne Dimensionen der Zelle variiert sind. Ein einfaches Beispiel für ein Raster stellt eine Matrix aus Zeilen und Spalten dar. Die einzelnen sich ergebenden Zellen, beispielsweise deren Mittelpunkte bilden dann Rasterstellen. Ebenso kann man jedoch auch die Kreuzungspunkte von senkrechten und waagerechten zueinander parallelen Linien als Rasterstellen eines aus rechteckigen Zellen aufgebauten Rasters auffassen. Hierbei kann beispielsweise eine Länge der Rechtecke entlang einer ausgezeichneten Richtung systematisch in dem Raster variiert sein, so dass beispielsweise zu den Rändern, die senkrecht verlaufenden Linien größere Abstände als die senkrecht verlaufenden Linien in einem Zentrum des Rasters aufweisen.

    [0016] Gleichartige Raster sind solche Raster, die eine einander entsprechende geometrische Struktur, vorzugsweise eine nahezu identische Struktur aufweisen, und lediglich hinsichtlich ihrer Positionierung im Raum relativ zueinander verschoben sind.

    [0017] Einander entsprechende Rasterstellen solcher gleichartiger Raster sind solche Rasterstellen, die einen minimalen Abstand zueinander aufweisen. Geht man von einer Rasterstelle eines Rasters aus, so ist die benachbarte Rasterstelle eines anderen Rasters diejenige Rasterstelle, welche einen minimalen von der ersten Rasterstelle aufweist.

    [0018] Existieren mehrere nächste Nachbarn, so wird eine beliebige Festlegung für eine Raumrichtung getroffen, unter der sich der nächste Nachbar auch für die anderen Rasterstellen des einen Rasters jeweils befinden soll.

    [0019] Die zueinander benachbarten, einander entsprechenden Rasterstellen unterschiedlicher Bildelementeraster sind lateral, z.B. bezogen auf die Vorderseite des Dokumentenkörpers, versetzt.

    [0020] Als Druckverfahren werden alle im Sicherheitsdokumentenbereich bekannten Druckverfahren verstanden. Diese umfassen beispielsweise einen Inkjetdruck, Retransferdruck, D2T2-Druck, Offsetdruck sowie andere Druckverfahren.

    [0021] Als Linsen werden alle jene Oberflächenstrukturen aufgefasst, welche aufgrund der geometrischen Form einer Grenzfläche zwischen Medien unterschiedlichen Brechungsindex eine durch eine Lichtbrechung verursachte abbildende Eigenschaft für Licht aufweisen.

    Bevorzugte Ausführungsformen



    [0022] Insbesondere wird ein Sicherheitsdokument geschaffen, welches einen Dokumentenkörper umfasst, welcher eine Vorder- und eine gegenüberliegende Rückseite aufweist, wobei der Dokumentenkörper zumindest in einem Fensterbereich für eine Durchsichtbetrachtung transparent ausgebildet ist, und wobei auf oder in dem Dokumentenkörper in dem Fensterbereich eine bei einer Aufsichtbetrachtung der Vorderseite wahrnehmbare grafische Information gespeichert ist, wobei die grafische Information mittels zumindest zwei unterschiedlicher Typen von Bildelementen gebildet ist, wobei jedem der mindestens zwei unterschiedlichen Typen von Bildelementen ein Rasterstellen aufweisendes Bildelementeraster zugeordnet ist und die Bildelemente eines Typs nur an Rasterstellen des dem Typs zugeordneten Bildelementerasters angeordnet sind, und wobei die Bildelementeraster einander entsprechende Rasterstellen aufweisen, die in dem Dokumentenkörper zueinander benachbart angeordnet sind, wobei vorgesehen ist, dass an der Rückseite des Dokumentenkörpers ein Linsenraster ausgebildet ist, wobei die Bildelementeraster so ausgebildet und zueinander und relativ zu dem Linsenraster angeordnet sind, dass zumindest zwei Vorzugserfassungsrichtungen bezüglich der Rückseite des Dokumentenkörpers existieren, unter denen durch das Linsenraster hindurch jeweils nur die Bildelemente eines Typs der grafischen Information erfassbar sind.

    [0023] Die Bildelemente eines Typs weisen hierbei jeweils einen einheitlichen optisch wahrnehmbaren Eindruck auf. Insbesondere ist den einzelnen Typen von Bildelementen jeweils eine Farbe zugeordnet. Vorzugsweise handelt es sich bei den zugeordneten Farben um Farben eines Farbsystems, beispielsweise eines Cyan-Magenta-Gelb- oder Cyan-Magenta-Gelb-Schwarz-Farbsystems oder alternativ eines Rot-Grün-Blau- (RGB) oder Rot-Grün-Blau-Schwarz- (RGBK) Farbsystems.

    [0024] Ferner wird ein Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitsdokuments geschaffen, umfassend die Schritte: Herstellen eines Dokumentenkörpers, der zumindest in einem Fensterbereich zwischen einer Vorderseite und einer Rückseite des Dokumentenkörpers transparent ist, Speichern einer bei einer Aufsichtbetrachtung der Vorderseite wahrnehmbaren grafischen Information im Bereich des Fensters auf der Vorderseite oder in dem Dokumentenkörper, wobei die grafischen Informationen mittels zumindest zwei unterschiedlicher Typen von Bildelementen gebildet wird, wobei jedem der mindestens zwei unterschiedlichen Typen von Bildelementen ein Rasterstellen aufweisendes Bildelementeraster zugeordnet ist oder wird und die Bildelemente eines Typs nur an Rasterstellen des dem Typ zugeordneten Bildelementerasters angeordnet werden und wobei die Bildelementeraster einander entsprechende Rasterstellen aufweisen, die in dem Dokumentenkörper zueinander benachbart angeordnet sind, wobei an der Rückseite des Dokumentenkörpers ein Linsenraster ausgebildet wird und die Bildelementeraster so ausgebildet und zueinander und relativ zu dem Linsenraster angeordnet werden, dass mindestens zwei Vorzugserfassungsrichtungen bezüglich der Rückseite des Dokumentenkörpers existieren, unter denen das durch das Linsenraster hindurch jeweils nur die Bildelemente eines Typs der grafischen Information erfassbar sind. Die Bildelemente eines Typs sind hinsichtlich mindestens einer optisch erfassbaren oder wahrnehmbaren Eigenschaft identisch ausgebildet und unterscheiden sich zumindest in dieser optisch erfassbaren Eigenschaft von allen Bildelementen der anderen unterschiedlichen Typen von Bildelementen. Ein solches Sicherheitsdokument kann beispielsweise mit einem Verfahren verifiziert werden, bei dem unter einer Aufsichtbetrachtung einer Vorderseite des Dokumentenkörpers die grafische Information erfasst und ausgewertet wird und zusätzlich unter mindestens zwei vorfestgelegten Vorzugserfassungsrichtungen bezüglich der Rückseite des Dokumentenkörpers eine Betrachtung der grafischen Information durch das Linsenraster auf der Rückseite des Dokumentenkörpers vorgenommen wird, und geprüft wird, ob unter den mindestens zwei Vorzugserfassungsrichtungen jeweils nur die Bildelemente eines Typs erfasst werden. Ist dieses der Fall, so wird eine positive Verifikationsentscheidung gegebenenfalls zusätzlich abhängig von der Auswertung der grafischen Information selbst vorgenommen. Andernfalls wird eine negative Verifikationsentscheidung getroffen. Da die Bildelemente eines Typs immer eine optisch erfassbare Eigenschaft aufweisen, hinsichtlich derer sie identisch ausgebildet sind und sich von den Bildelementen anderer Typen unterscheiden, kann beim Verifizieren immer geprüft werden, ob hinsichtlich einer optisch erfassbaren Eigenschaft unter einer der Vorzugserfassungsrichtungen für alle erfassbaren Bildelemente nur eine einheitliche Ausprägung aufgefunden wird, die unter einer anderen Vorzugserfassungsrichtung der mindestens zwei Vorzugserfassungsrichtungen nicht auftritt.

    [0025] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die grafische Information so mittels der Bildelemente der mindestens zwei unterschiedlichen Typen von Bildelementen ausgebildet, dass der Informationsgehalt der grafischen Information nicht anhand der Bildelemente eines Typs abgeleitet werden kann. Umfasst die grafische Information eine Schriftzug aus alphanumerischen Zeichen, so ist in keiner der unter einer der Vorzugserfassungsrichtungen durch das Linsenraster hindurch erfassten Abbildung der gesamte Schriftzug entnehmbar. Umfasst die Information einen Strichcode, so sind keiner der erfassten Abbildung alle Positionen und Breiten der Striche des Strichcodes entnehmbar.

    [0026] Bei einer noch schwieriger zu fälschenden Ausführungsform umfasst die grafische Information beispielsweise alphanumerische Zeichen und ist die grafische Information so ausgebildet, dass keines dieser Zeichen unter einer der Vorzugserfassungsrichtungen bei einer Betrachtung oder Erfassung eine Abbildung durch das Linsenraster auf der Rückseite des Dokumentkörpers erkannt werden kann. Man erhält jeweils ein Bildelemente-Muster der Bildelemente eines Typs von Bildelementen, dem keine kognitiv erfassbare Information entnehmbar ist. Ein solches Bildelemente-Muster ist für eine maschinelle Verifikation geeignet, bei der solche Bildelemente-Muster mit einem oder mehreren vorgegeben Vergleichsmustern vergleichen werden. Für eine positive Verifikation, die angibt, dass das Sicherheitsdokument Echtheit und unverfälscht ist, kann eine Übereinstimmung des erfassten Bildelemente-Musters mit dem Vergleichsmuster gefordert sein oder, dass eine vorgegebene Anzahl von Bildelementen mit Musterelementen des Vergleichsmusters korrespondieren oder dass zu jedem Musterelement oder einer vorgegebenen Anzahl von Musterelementen des Vergleichsmusters ein korrespondierendes erfasstes Bildelement des Bildelemente-Musters existiert. Ebenso kann alternativ oder Zusätzlich für ein Bildelemente-Muster die optisch erfassbare Eigenschaft der erfassten Bildelemente ausgewertet und geprüft werden.

    [0027] Die Bildelementeraster und das Linsenraster weisen vorzugsweise eine Zellenstruktur auf, wobei die Zellen der einzelnen Bildelementeraster einander entsprechen. Beispielsweise weisen die Zellen eine rechteckige Struktur, besonders bevorzugt eine quadratische Struktur auf. Möglich ist es jedoch auch, eine dreieckige oder sechseckige Zellenstruktur zu wählen. Eine Zellenstruktur des Linsenrasters weicht häufig hinsichtlich einer Abmessung der Zellenstruktur ab, die geometrische Form ist jedoch häufig gleich.

    [0028] Besonders bevorzugt wird die grafische Information mittels eines Druckverfahrens gespeichert. Dies kann beispielsweise erfolgen, indem die grafische Information auf die Vorderseite eines Dokumentenrohlings im Bereich des Fensters aufgedruckt wird. Alternativ kann ein Bedrucken einer Substratschicht oder unterschiedlicher Substratschichten vorgenommen werden, die zueinander ausgerichtet miteinander zu dem Dokumentenkörper zusammengefügt, beispielsweise miteinander laminiert werden. Eine besonders gute laterale Ausrichtung der einzelnen Bildelemente der unterschiedlichen Typen, d.h. der unterschiedlichen Bildelementeraster zueinander, erhält man, wenn die Bildelemente unterschiedlichen Typs entweder auf dieselbe Substratschichtoberfläche oder auf unterschiedliche Oberflächen derselben Substratschicht gedruckt werden.

    [0029] Die grafische Information kann auch in Form eines Hologramms ausgebildet sein, bei dem die unterschiedlichen Typen von Bildelementen mittels unterschiedlicher Wellenlängen (d.h. Farben) in das Hologramm einbelichtet sind. Die unterschiedlichen Typen von Bildelementen sind jeweils an Rasterstellen des dem Typ zugeordneten Bildelementerasters ausgebildet. Die Bildelementeraster weisen einander entsprechende Rasterstellen auf. Die Bildelementeraster sind zueinander lateral versetzt.

    [0030] Das Linsenraster wird vorzugsweise nach dem Speichern der grafischen Information in dem Sicherheitsdokument ausgebildet. Hierzu findet eine optische Erfassung der grafischen Information und eine Ausrichtung beispielsweise einer Sonotrode eines Ultraschallprägesystems relativ zu dem Sicherheitsdokumentenrohling statt und das Ausbilden des Linsenrasters mittels eines Ultraschallprägeverfahrens anschließend statt. Hierüber ist es möglich, eine präzise Ausrichtung des Linsenrasters bezüglich der Bildelementeraster zu erreichen. Andere Ausführungsformen können andere Oberflächenbearbeitungsmethoden vorsehen, beispielsweise Ablationsverfahren, insbesondere Laserablationsverfahren, um das Linsenraster in die Rückseite des Dokumentenkörpers einzubringen.

    [0031] Bei anderen Ausführungsformen kann vorgesehen sein, dass die grafischen Informationen erst nach dem Ausbilden des Linsenrasters in den Dokumentenkörper gespeichert werden. Hierzu kann unter einer oder mehreren Richtungen, beispielsweise den Vorzugserfassungsrichtungen, gerichtete Lichtstrahlung auf die Unterseite des Dokumentenkörpers gerichtet werden und ein Lichtdurchtritt der Strahlung durch eine zu bedruckende Fläche ermittelt werden. Entsprechend angepasst werden dann die Bildelemente in dem Dokumentenkörper ausgebildet. Insbesondere wenn die grafische Information und somit auch das Linsenraster eine größere laterale Ausdehnung im Verhältnis zu einem vorgegebenen Sollbetrachtungsabstand bzw. einer Sollbetrachtungsposition aufweisen, treten bei einer optischen Erfassung der grafischen Information durch das Linsenraster hindurch Parallaxenfehler auf. Bei einer Ausführungsform ist daher vorgesehen, dass die Abstände der Rasterstellen der Bildelementeraster und/oder des Linsenrasters zumindest entlang einer Raumrichtung variieren, um eine Parallaxe bei der Erfassung der grafischen Information von einer Sollerfassungsposition aus zu berücksichtigen und Parallaxenfehler zu kompensieren.

    [0032] Bei wieder einer anderen Ausführungsform sind die Bildelementeraster und/oder das Linsenraster, welche eine Zellenstruktur aufweisen, so ausgebildet, dass eine Ausdehnung der Zellen der Bildelementeraster und/oder der Zellen des Linsenrasters entlang zumindest einer Raumrichtung variiert sind oder werden, um eine Parallaxe für eine Stereoerfassung von einer Sollposition für mindestens eine der mindestens zwei Vorzugserfassungsrichtungen zu berücksichtigen. Eine solche Ausführungsform ist besonders geeignet, um von einem Menschen verifiziert zu werden, dessen beide Augen für die optische Erfassung und somit eine stereografische Erfassung ausgebildet sind.

    [0033] Vorzugsweise wird die Sollerfassungsposition bezüglich eines Mittelpunktes zwischen den Augen in einem Sollabstand lotrecht über der Rückseite des Sicherheitsdokuments definiert. Das Linsenraster und die Bildelementeraster sind so zueinander ausgerichtet und angeordnet, dass eine Verkippung um eine in der Ebene des Sicherheitsdokuments liegenden Achse, welche senkrecht zu der die Augen verbindenden Linie orientiert ist, verkippt wird, so dass eine Betrachtung unter den mindestens zwei Vorzugserfassungsrichtungen einstellbar ist. Bei einer Ausführungsform existieren vier Vorzugserfassungsrichtungen, unter denen jeweils ein Typ von Bildelementen erfassbar ist. Die dritte und vierte Vorzugserfassungsrichtung sind bei der oben beschriebenen Ausführungsform vorzugsweise so ausgebildet, dass eines Verkippung um eine Achse parallel zu dem Augenabstand und in dem Dokument liegenden Drehachse die dritte und vierte Vorzugserfassungsrichtung durch ein Verkippen um diese Drehachse einstellbar sind.

    [0034] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf eine Zeichnung näher erläutert. Hierbei zeigen:
    Fig. 1
    eine schematische Draufsicht auf ein Sicherheitsdokument;
    Fig. 2a
    eine schematische Schnittansicht durch ein Sicherheitsdokument mit außen aufgebrachter grafischer Information;
    Fig. 2b
    eine schematische Schnittansicht durch ein Sicherheitsdokument mit innenliegend gespeicherter grafischer Information;
    Fig. 3
    eine schematische Darstellung einer erfassten Ansicht unter einer ersten Vorzugserfassungsrichtung;
    Fig. 4
    eine schematische Darstellung einer unter einer anderen Vorzugserfassungsrichtung erfassten Abbildung des Sicherheitsdokuments nach Fig. 1;
    Fig. 5
    eine schematische Darstellung zur Erläuterung der Verifikation eines Sicherheitsdokuments;
    Fig. 6
    eine schematische Darstellung zur Erläuterung eines Verfahrens zum Herstellen eines Sicherheitsdokuments.


    [0035] In Fig. 1 ist schematisch die Draufsicht auf ein Sicherheitsdokument 1 gezeigt. Dieses umfasst einen Dokumentenkörper 2, der vorzugsweise aus unterschiedlichen Substratschichten auf Kunststoffbasis hergestellt ist. Es sind jedoch auch Ausführungsformen möglich, bei denen der Dokumentenkörper aus einem monolithischen Kunststoffblock besteht. Der Dokumentenkörper 2 ist so ausgebildet, dass in einem Fensterbereich 3 eine Durchsicht von einer Vorderseite 9, welche dem Betrachter zugewandt ist, zu einer Rückseite, welche von dem Betrachter abgewandt ist, möglich ist. Beispielsweise kann der Dokumentenkörper 2 aus transparenten Kunststoffschichten, beispielsweise vorzugsweise aus Polycarbonatschichten gefertigt sein. Als transparent wird ein Gegenstand angesehen, durch den hindurch eine Erfassung und/oder Abbildung von Informationen gemäß der geometrischen Optik möglich ist.

    [0036] Auf der Vorderseite 9 oder im Innern des Dokumentenkörpers 2 ist eine grafische Information 4 gespeichert. Diese ist aus Bildelementen eines ersten Typs 5 und Bildelementen eines zweiten Typs 6 gebildet. Die Bildelemente ersten Typs 5 sind an Rasterstellen 25 eines zugeordneten Bildelementerasters 15 angeordnet. Entsprechend sind die Bildelemente zweiten Typs 6 nur an Rasterstellen 26 eines zweiten Bildelementerasters 16 angeordnet. Das Bildelementeraster 15 und das Bildelementeraster 16 weisen somit in regelmäßigen Abständen angeordnete Rasterstellen 25 bzw. 26 auf. Zu jeder Rasterstelle 25, beispielsweise der Rasterstelle 25', existiert eine entsprechende Rasterstelle, beispielsweise 26' des anderen Bildelementerasters. Diese sind in dem Dokumentenkörper 2 benachbart zueinander angeordnet. Die entsprechenden Rasterstellen 25', 26' weisen somit zueinander den geringsten Abstand zu einer Rasterstelle des anderen Bildelementerasters 5, 6 auf. Weist eine Rasterstelle 25 eines Bildelementerasters 15 zu mehreren Rasterstellen 26 eines anderen Bildelementerasters 16 denselben Abstand auf, so wird eine Richtung, welche hier mittels des Pfeils 31 angedeutet ist, festgelegt, um benachbarte Rasterstellen 25', 26' festzulegen. Diese Festlegung ist ohne wirkliche praktische Bedeutung und nur aus Gründen der Erläuterung hier eingefügt.

    [0037] Die Bildelemente ersten Typs 5 und die Bildelemente zweiten Typs 6 unterscheiden sich hinsichtlich mindestens einer optisch wahrnehmbaren Eigenschaft, beispielsweise ihrer Farbe. Hierbei weisen die Bildelemente gleichen Typs jeweils dieselbe optische Eigenschaft auf. Bei der dargestellten Ausführungsform sind lediglich Bildelemente des ersten Typs 5 und eines zweiten Typs 6 dargestellt. Es versteht sich jedoch für den Fachmann, dass Ausführungsformen, bei denen beispielsweise vollfarbige grafische Informationen gespeichert werden sollen, vorzugsweise mindestens drei Typen von Bildelementen, besonders bevorzugt sogar vier Typen von Bildelementen umfassen. Somit existieren bei einer solchen besonders bevorzugten Ausführungsform vier Bildelementeraster. Ein Bildelementeraster für jeden Typ von Bildelement. Bei einer solchen besonders bevorzugten Ausführungsform mit vier Bildelementerastern weisen die den Bildelementerastern zugeordneten Bildelemente vorzugsweise die Farben eines Farbsystems, beispielsweise die Farben Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz oder die Farben Rot, Grün, Blau und Schwarz auf. Somit ist über eine Farbsubtraktion bzw. Farbaddition ein Erzeugen einer vollfarbigen grafischen Information möglich.

    [0038] Die Bildelemente sind vorzugsweise hinsichtlich ihrer Größe so klein ausgebildet, dass sie von einem menschlichen Betrachter bei einem Betrachtungsabstand von beispielsweise 15 bis 30 cm nicht mehr als einzelne Bildelemente aufgelöst werden. An der Rückseite 10, welche bei der Ansicht nach Fig. 1 von dem Betrachter abgewandt ist, sind im Fensterbereich 3 in einem Linsenraster angeordnete Linsen oder Linsenelemente ausgebildet. Diese sind an die Bildelementeraster und die an den Rasterstellen ausgebildeten Bildelemente in der Weise angepasst, dass bezüglich der Rückseite mindestens zwei Vorzugserfassungsrichtungen für eine optische Erfassung existieren, unter denen die grafische Information 4 durch die Linsen des Linsenrasters hindurch in der Weise erfassbar sind, dass unter einer der Vorzugserfassungsrichtungen jeweils nur die Bildelemente eines Bildelementetyps wahrnehmbar sind. Bei Ausführungsformen, bei denen vier Bildelementetypen verwendet werden, sind die Linsen vorzugsweise so ausgebildet und die Bildelementeraster so bezüglich des Linsenrasters ausgerichtet und angeordnet, dass vier Vorzugserfassungsrichtungen existieren, und unter diesen jeweils ein Typ von Bildelementen erfassbar ist. Während man bei Aufsichtbetrachtung der Vorderseite oder auch bei einer Durchlichtbetrachtung von der Vorderseite aus die grafische Information 4 vollfarbig wahrnimmt, kann man bei einer Betrachtung der Rückseite aus einer in der Vorzugserfassungsrichtungen jeweils nur den Teil der grafischen Information erfassen, der mit Hilfe eines Typs von Bildelementen ausgebildet ist. Vorzugsweise erhält man somit unterschiedliche Farbauszüge der grafischen Information 4.

    [0039] In Figuren 3 und 4 sind die beiden Ansichten schematisch dargestellt, die man unter den beiden Vorzugserfassungsrichtungen von dem Sicherheitsdokument nach Fig. 1 erfasst.

    [0040] In Fig. 2a ist schematisch eine Schnittdarstellung durch einen Fensterbereich 3 eines Sicherheitsdokuments 1 dargestellt. Bei der dargestellten Ausführungsform sind die Bildelemente 5, 6 auf der Vorderseite 9 des Dokumentenkörpers 2 ausgebildet, der beispielsweise aus unterschiedlichen Substratschichten 41, 42 zusammengefügt ist. Auf der Unterseite 10 des Dokumentenkörpers 2 sind Linsenelemente 51 zu erkennen, die gemäß einem Linsenraster 50 angeordnet sind, welches angepasst an die Bildelementeraster 25, 26 ausgebildet und orientiert ist. Eingetragen sind ebenso die beiden Vorzugserfassungsrichtungen 65, 66, unter denen beispielsweise die in Fig. 3 und 4 dargestellten Ansichten des Sicherheitsdokuments nach Fig. 1 erfassbar sind.

    [0041] In Fig. 2b ist eine schematische Schnittansicht eines modifizierten Sicherheitsdokuments 1 im Bereich des Fensterbereichs 3 dargestellt. Bei dieser Ausführungsform ist der Dokumentenkörper 2 aus drei Substratschichten 41 bis 43 gebildet. Eine oberste Substratschicht 41 dient als Deckschicht. Eine mittlere Substratschicht 42, welche aus einem transparenten und beispielsweise laserfähigen Material gebildet ist, ist an einer Oberseite mit der grafischen Information 4, welche mittels der Bildelemente 5, 6 ausgebildet ist, bedruckt. Eine unterste Substratschicht 43 ist mit der obersten und der mittleren Substratschicht 41, 42 zu dem Dokumentenkörper 2 zusammenlaminiert. Vorzugsweise sind die Substratschichten 41 bis 43 alle auf Basis desselben Polymers hergestellt, sodass sich diese in einem Laminationsverfahren besonders gut zu einem Dokumentenkörper 2 zusammenfügen lassen. Darüber hinaus sind vorzugsweise alle Substratschichten 41 bis 43 transparent ausgebildet.

    [0042] An der Rückseite 10 des Dokumentenkörpers 2 sind erneut Linsenelemente 51 im Linsenraster 50 ausgebildet, durch die hindurch aus den Vorzugserfassungsrichtungen 65, 66 jeweils die Bildelemente eines Typs der grafischen Information 4 erfassbar sind. Bei der dargestellten Ausführungsform nach den Schnittzeichnungen von Fig. 2a und 2b, kann es sich bei den Linsenelementen beispielsweise um Zylinderlinsen handeln. Ebenso gut können jedoch auch sphärische Linsen in einem regelmäßigen Raster angeordnet werden. Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform werden hexagonale Linsen verwendet, welche eine Auftrennung einer vollfarbig ausgebildeten grafischen Information in die unterschiedlichen Farbauszüge ermöglicht. Um Parallaxenfehler zu vermeiden, können entweder Rasterabstände der Bildelemente in den Bildelementerasters zu Rändern der grafischen Information und/oder die Linsenelemente des Linsenrasters andere Abstände als im Zentrum des Linsenrasters bzw. der grafischen Information aufweisen, um dieses zu kompensieren. Bei einer Ausführungsform findet diese Kompensation so statt, dass auch eine stereoskopische Erfassung, wie sie beispielsweise von einem menschlichen Betrachter ausgeführt wird, parallaxenfrei für die einzelnen Bildelemente der unterschiedlichen Typen unter unterschiedlichen Vorzugsbetrachtungsrichtungen möglich ist.

    [0043] In Fig. 5 ist schematisch eine perspektivische Ansicht eines Fensterbereichs 3 eines Sicherheitsdokuments 1 mit einem Sicherheitsdokumentenkörper 2 dargestellt. Gleiche technische Merkmale sind in allen Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen. Die grafische Information 4 ist erneut mittels Bildelementen zweier Typen 5, 6 ausgebildet. Hierzu angepasst sind Linsenelemente 51 in einem Linsenraster 50 angeordnet, sodass zwei Vorzugsbetrachtungsrichtungen 65, 66 in diesem Fall symmetrisch zu einer Oberflächennormale 70 der Rückseite 10 des Dokumentenkörpers 2 existieren. Die Linsen 51 des Linsenrasters 50 sind beispielsweise als Zylinderlinsen ausgebildet. Eine Rotationsachse 71, welche parallel zu einer Längsachse der Zylinderlinsen verläuft, kann als Drehachse für den Dokumentenkörper 2 benutzt werden, um für einen ortsfesten Betrachter das Sicherheitsdokument 1 so zu verkippen, dass er von der Rückseite aus abwechselnd das Sicherheitsdokument 1 unter der ersten Vorzugserfassungsrichtung und der zweiten Vorzugserfassungsrichtung betrachtet. Schematisch angedeutet sind die beiden erfassten Ansichten für die beiden unterschiedlichen Vorzugserfassungsrichtungen. Ist das Dokument korrekt ausgeführt und an diesem nicht manipuliert, so sind unter der einen Vorzugserfassungsrichtung 65 nur die Bildelemente des einen Typs 5 (volle Kreise) und der Vorzugserfassungsrichtung 66 nur die Bildelemente des anderen Typs 6 (offene Kreise) zu erfassen. Dies ist schematisch unten links und rechts angedeutet. Aufgrund der Betrachtung von der Rückseite werden die Teilinformationen "spiegelbildlich" zu der grafischen Information 4 erfasst. Betrachtet man hingegen das Sicherheitsdokument 2 von der Vorderseite 9, so erfasst man vollständig die grafische Information 4, beispielsweise vollfarbig. Dies ist oben in Fig. 5 angedeutet.

    [0044] Anhand von Fig. 6 soll die Herstellung eines Sicherheitsdokuments 1 kurz schematisch erläutert werden. Zunächst werden unterschiedliche Substratschichten 41 bis 43 bereitgestellt. Vorzugsweise sind diese beispielsweise alle aus einem transparenten Polycarbonatmaterial hergestellt. Auf die mittlere Substratschicht 42 wird die grafische Information 4 unter Verwendung von ersten Bildelementen 5 und zweiten Bildelementen 6 aufgedruckt. Die ersten Bildelemente 5 sind jeweils nur an Rasterstellen 25 eines ersten Bildelementerasters 15 ausgebildet. Entsprechend sind die Bildelemente des zweiten Typs 6 jeweils nur an Rasterstellen 26 eines zweiten Bildelementerasters 16 ausgebildet. Aufgrund der geringen Abmessungen der Bildelemente 5, 6 ist es unerheblich, dass die Bildelemente nur an den Rasterstellen 25, 26 anordenbar sind, die dem ihnen zugeordneten Bildelementeraster 15, 16 "zugehören".

    [0045] Nach dem Aufbringen, insbesondere Aufdrucken der grafischen Information 4 auf die mittlere Substratschicht 42, werden die verschiedenen Substratschichten 41 bis 43 übereinander geschichtet und zu einem Dokumentenkörper 2 verbunden. Dies erfolgt vorzugsweise in einem Hochdruck-Hochtemperatur-Laminationsverfahren. Anschließend wird die in dem Dokumentenkörper 2 ausgebildete grafische Information 4 mittels einer optischen Erfassungseinrichtung 90 erfasst und der Dokumentenkörper 2 mit der grafischen Information 4 bezüglich einer Sonotrode 91 einer Ultraschallprägeeinrichtung 100 ausgerichtet. Sobald die Sonotrode 91 bezüglich der grafischen Information 4 korrekt ausgerichtet ist, wird mittels eines Ultraschallprägeschritts das Linsenraster 50 in die Rückseite 10 des Sicherheitsdokuments 1, d. h. des Dokumentenkörpers 2, eingeprägt. Man erhält ein Sicherheitsdokument 1, bei dem über die Vorderseite 9 die grafische Information vollständig optisch erfassbar ist. Unter mindestens zwei Vorzugserfassungsrichtungen 65, 66 sind in dem Fensterbereich 3 durch das Linsenraster 50 hindurch jeweils nur die Bildelemente einen Typs 5 oder 6 der grafischen Information 4 erfassbar.

    [0046] Es versteht sich für den Fachmann, dass hier lediglich beispielhafte Ausführungsformen beschrieben sind und andere Linsenformen und Raster möglich sind. Die Raster basieren bei den hier gewählten Ausführungsformen jeweils auf einer quadratischen Zelle. Es können jedoch andere Zellen, an deren charakteristischen Eckpunkten jeweils Rasterstellen ausgebildet sind, gewählt werden, um entsprechende Bildelementeraster oder Linsenraster auszubilden.

    Bezugszeichenliste



    [0047] 
    1
    Sicherheitsdokument
    2
    Dokumentenkörper
    3
    Fensterbereich
    4
    grafische Information
    5
    Bildelemente eines Typs
    6
    Bildelemente eines anderen Typs
    9
    Vorderseite
    10
    Rückseite
    15, 16
    Bildelementeraster
    25, 26
    Rasterstellen
    25', 26'
    einander entsprechende Rasterstellen
    31
    Pfeil
    41-43
    Substratschichten
    50
    Linsenraster
    51
    Linsenelemente
    65, 66
    Vorzugserfassungsrichtungen
    70
    Oberflächennormale
    71
    Drehachse
    90
    optische Erfassungseinrichtung
    91
    Sonotrode
    100
    Ultraschallprägeeinrichtung



    Ansprüche

    1. Sicherheitsdokument (1) umfassend einen Dokumentenkörper (2) mit einer Vorderseite (9) und einer gegenüberliegenden Rückseite (10), wobei der Dokumentenkörper (2) zumindest in einem Fensterbereich (3) für eine Durchlichtbetrachtung transparent ausgebildet ist, und wobei auf oder in dem Dokumentenkörper (2) in dem Fensterbereich (3) eine bei einer Aufsichtbetrachtung der Vorderseite (9) wahrnehmbare grafische Information (4) gespeichert ist, wobei die grafische Information (4) mittels zumindest zwei unterschiedlicher Typen von Bildelementen (5, 6) gebildet ist, wobei jedem der mindestens zwei unterschiedlichen Typen von Bildelementen (5, 6) ein Rasterstellen (25, 26) aufweisendes Bildelementeraster (15, 16) zugeordnet ist und die Bildelemente (5, 6) eines Typs nur an Rasterstellen (25, 26) des dem Typ zugeordneten Bildelementerasters (15, 16) angeordnet sind, und wobei die Bildelementeraster (15, 16) einander entsprechende Rasterstellen (25', 26') aufweisen, die in dem Dokumentenkörper (2) zueinander benachbart angeordnet sind,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Bildelemente (5) eines Typs alle hinsichtlich mindestens einer optisch erfassbaren Eigenschaft identisch ausgebildet sind und sich hinsichtlich dieser mindestens einen optisch erfassbaren Eigenschaft von Bildelementen (6) eines unterschiedlichen Typs von Bildelementen (6) der mindestens zwei unterschiedlichen Typen von Bildelementen (5, 6) unterscheiden und an der Rückseite (10) des Dokumentenkörpers (2) ein Linsenraster (50) ausgebildet ist, wobei die Bildelementeraster (15, 16) so ausgebildet und zueinander und relativ zu dem Linsenraster (50) angeordnet sind, dass mindestens zwei Vorzugserfassungsrichtungen (65, 66) bezüglich der Rückseite (10) des Dokumentenkörpers existieren, unter denen durch das Linsenraster (50) hindurch jeweils nur die Bildelemente (5, 6) eines Typs der grafischen Information (4) erfassbar sind.
     
    2. Sicherheitsdokument (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildelementeraster (15, 16) und das Linsenraster (50) eine Zellenstruktur aufweisen, wobei Ausdehnungen der Zellen der Bildelementeraster (15, 16) und/oder der Zellen des Linsenrasters (50) entlang zumindest einer Raumrichtung variieren, um eine Parallaxe bei der Erfassung der grafischen Information von einer Sollerfassungsposition zu berücksichtigen.
     
    3. Sicherheitsdokument (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Variation der Ausdehnung der Zellen der Bildelementeraster (15, 16) und/oder der Zellen des Linsenrasters (50) entlang der zumindest einen Raumrichtung so vorgenommen sind, dass eine Parallaxe für eine Stereoerfassung von einer Sollposition für mindestens eine der mindestens zwei Vorzugserfassungsrichtungen (65, 66) berücksichtigt ist.
     
    4. Sicherheitsdokument (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildelemente eines Typs (5, 6) dieselbe optische Eigenschaft aufweisen.
     
    5. Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitsdokuments (1) umfassend die Schritte:

    Herstellen eines Dokumentenkörpers (2), der zumindest in einem Fensterbereich (3) zwischen einer Vorderseite (9) und einer Rückseite (10) des Dokumentenkörpers (2) transparent ist;

    Speichern einer bei einer Aufsichtbetrachtung der Vorderseite (9) wahrnehmbaren grafischen Information (4) im Fensterbereich (3) auf der Vorderseite (9) oder in dem Dokumentenkörper (10), wobei die grafische Information (4) mittels zumindest zwei unterschiedlichen Typen von Bildelementen (5, 6) gebildet wird,

    wobei jedem der mindestens zwei unterschiedlichen Typen von Bildelementen (5, 6) ein Rasterstellen aufweisendes Bildelementeraster (15, 16) zugeordnet ist und die Bildelemente eines Typs (5, 6) nur an Rasterstellen (25, 26) des dem Typ zugeordneten Bildelementerasters (15, 16) angeordnet werden, und wobei die Bildelementeraster (15, 16) einander entsprechende Rasterstellen (25', 26') aufweisen, die in dem Dokumentenkörper (2) zueinander benachbart angeordnet sind,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    die Bildelemente (5) eines Typs alle hinsichtlich mindestens einer optisch erfassbaren Eigenschaft identisch ausgebildet sind und sich hinsichtlich dieser mindestens einen optisch erfassbaren Eigenschaft von Bildelementen (6) eines unterschiedlichen Typs von Bildelementen (6) der mindestens zwei unterschiedlichen Typen von Bildelementen (5, 6) unterscheiden und an der Rückseite (10) des Dokumentenkörpers (2) ein Linsenraster (50) ausgebildet wird, wobei die Bildelementeraster (15, 16) so ausgebildet und zueinander und relativ zu dem Linsenraster (50) angeordnet werden, dass mindestens zwei Vorzugserfassungsrichtungen (65, 66) bezüglich der Rückseite (10) des Dokumentenkörpers (2) existieren, unter denen durch das Linsenraster (50) hindurch jeweils nur die Bildelemente eines Typs (5, 6) der grafischen Information (4) erfassbar sind.


     
    6. Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitsdokuments (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildelemente eines jeweiligen Typs eine Basisfarbe eines Farbsystems aufweisen.
     
    7. Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitsdokuments (1) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die grafische Information (4) farbig ausgebildet wird und unter den mindestens zwei Vorzugserfassungsrichtungen (65, 66) jeweils ein Farbauszug der grafischen Information (4) erfassbar ist.
     
    8. Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitsdokuments (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Linsenraster (50) in die Rückseite (10) mittels Ultraschallprägens eingebracht wird.
     
    9. Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitsdokuments (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die grafische Information (4) mittels eines Druckverfahrens auf die Vorderseite (9) oder eine Oberfläche einer Substratschicht (42) aufgedruckt wird, die mit anderen Substratschichten zu dem Dokumentenkörper (2) laminiert wird.
     
    10. Verifikationsverfahren für ein Sicherheitsdokument (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass unter einer Aufsichtbetrachtung einer Vorderseite (9) des Dokumentenkörpers (2) die grafische Information (4) erfasst und ausgewertet wird und zusätzlich unter mindestens zwei vorfestgelegten Vorzugserfassungsrichtungen (65, 66) bezüglich der Rückseite (10) des Dokumentenkörpers (2) eine Betrachtung der grafischen Information (4) durch das Linsenraster (50) auf der Rückseite (10) des Dokumentenkörpers (2) vorgenommen wird, und geprüft wird, ob unter den mindestens zwei Vorzugserfassungsrichtungen (65, 66) jeweils nur die Bildelemente eines Typs (5, 6) erfasst werden und, sofern dieses der Fall ist, eine Verifikationsentscheidung gegebenenfalls zusätzlich abhängig von der Auswertung der grafischen Information selbst gefällt wird.
     


    Claims

    1. Security document (1) comprising a document body (2) with a front side (9) and an opposing back side (10), wherein the document body (2) is transparent in at least one window region (3) for transmitted light observation, and wherein, when observing the front side (9) from above, on or in the document body (2), in the window region (3) is stored an item of detectable graphic information (4), wherein the graphic information (4) is formed by means of at least two different types of image elements (5, 6), wherein each of the at least two different types of image elements (5, 6) is allocated with a pixel grid (15, 16) comprising grid positions (25, 26), and the image elements (5, 6) of one type are allocated only to grid positions (25, 26) of the pixel grid (15, 16) allocated to that type, and wherein the pixel grid (15, 16) comprise grid positions (25', 26') which correspond to one another, and which are arranged adjacent to one another in the document body (2), characterised in that
    the image elements (5) of one type are all configured as identical in respect of at least one optically detectable property, and, in respect of this at least one optically detectable property, differ from image elements (6) of a different type of image element (6) of the at least two different types of image elements (5, 6), and on the back side (10) of the document body (2) a lenticular screen (50) is formed, wherein the pixel grids (15, 16) are formed in such a way, and arranged relative to the lenticular screen (50) in such a way, that at least two preferential detection directions (65, 66) exist in respect of the back side (10) of the document body, under which, through the lenticular screen (50), in each case only the image elements (5, 6) of one type of the graphic information (4) are detectable.
     
    2. Security document (1) according to claim 1, characterised in that the pixel grid (15, 16) and the lenticular screen (50) exhibit a cell structure, wherein expansions of the cells of the pixel grids (15, 16) and/or of the cells of the lenticular screen (50) vary along at least one spatial direction, in order to take account of a parallax at the detection of the graphic information of a reference detection position.
     
    3. Security document (1) according to claim 1 or 2, characterised in that the variation in the expansion of the cells of the pixel grids (15, 16), and/or of the cells of the lenticular screen (50) along the at least one spatial direction, takes place in such a way that a parallax is taken into account for a stereo detection of a reference position for at least one of the at least two preferential detection directions (65, 66).
     
    4. Security document (1) according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the image elements of one type (5, 6) exhibit the same optical property.
     
    5. Method for producing a security documents (1), comprising the steps:

    producing a document body (2), which is transparent at least in a window region (3) between a front side (9) and a back side (10) of the document body (2);

    storing an item of detectable graphic information (4) when viewed from above of the front side (9) in the window region (3) on the front side (9) or in the document body (10), wherein the item of graphic information (4) is formed by means of at least two different types of image elements (5, 6), wherein an pixel grid (15, 16) comprising grid positions is allocated to each of the at least two different types of image elements (5, 6), and the image elements of one type (5, 6) are allocated only to grid positions (25, 26) of the pixel grid (15, 16) allocated to that type, and

    wherein the pixel grids (15, 16) comprise grid positions (25', 26') which correspond to one another, and which are arranged adjacent to one another in the document body (2),

    characterised in that

    the image elements (5) of one type are all configured as identical in respect of at least one optically detectable property, and, in respect of this at least one optically detectable property, differ from image elements (6) of a different type of image elements (6) of the at least two different types of image elements (5, 6), and on the back side (10) of the document body (2) a lenticular screen (50) is formed, wherein the pixel grids (15, 16) are formed in such a way and arranged relative to the lenticular screen (50) in such a way that at least two preferential detection directions (65, 66) exist in respect of the back side (10) of the document body (2), under which, through the lenticular screen (50), in each case only the image elements of one type (5, 6) of the graphic information (4) is detectable.


     
    6. Method for producing a security document (1) according to claim 5, characterised in that the image elements of one respective type exhibit a basic colour of a colour system.
     
    7. Method for producing a security document (1) according to claim 5 or 6, characterised in that the graphic information (4) is configured as coloured, and under the at least two preferential detection directions (65, 66) in each case a colour extract of the graphic information (4) is detectable.
     
    8. Method for producing a security document (1) according to any one of claims 5 to 7, characterised in that the lenticular screen (50) is introduced into the back side (10) by means of ultrasonic embossing.
     
    9. Method for producing a security document (1) according to any one of claims 5 to 8, characterised in that the graphic information (4) is printed by means of a printing method onto the front side (9) or onto a surface of a substrate layer (42), which is laminated to other substrate layers to the document body (2).
     
    10. Verification method for a security document (1) in accordance with any one of claims 1 to 4, characterised in that, when viewed from above of a front side (9) of the document body (2), the graphic information (4) is detected and assessed, and, in addition, under at least two preferential detection directions (65,66), with regard to the back side (10) of the document body (2), an observation of the graphic information (4) is carried out through the lenticular screen (50) on the back side (10) of the document body (2), and a check is carried out as to whether, under the at least two preferential detection directions (65, 66), in each case only the image elements of one type (5, 6) are detected, and, inasmuch as this is the case, a verification decision is taken, and, if appropriate, additionally dependent on the evaluation of the graphic information itself.
     


    Revendications

    1. Document de sécurité (1) comprenant un corps de document (2) avec une face avant (9) et une face arrière (10) faisant face, dans lequel le corps de document (2) est réalisé de manière transparente au moins dans une zone de fenêtre (3) pour une observation par transparence à la lumière, et dans lequel une information (4) graphique pouvant être détectée lors d'une observation d'en haut de la face avant (9) est mémorisée sur ou dans le corps de document (2) dans la zone de fenêtre (3), dans lequel l'information (4) graphique est formée au moyen d'au moins deux types différents d'éléments d'image (5, 6), dans lequel une trame d'élément d'image (15, 16) présentant des emplacements de trame (25, 26) est associée à chacun des au moins deux différents types d'éléments d'image (5, 6) et les éléments d'image (5, 6) d'un type sont disposés seulement au niveau d'emplacements de trame (25, 26) de la trame d'élément d'image (15, 16) associée au type, et dans lequel les trames d'élément d'image (15, 16) présentent des emplacements de trame (25', 26') correspondants les uns aux autres, qui sont disposés de manière adjacente les uns par rapport aux autres dans le corps de document (2), caractérisé en ce que
    les éléments d'image (5) d'un type sont tous réalisés de manière identique concernant au moins une propriété pouvant être détectée de manière optique et se distinguent, concernant ladite au moins une propriété pouvant être détectée de manière optique, d'éléments d'image (6) d'un type différent d'éléments d'image (6) des au moins deux différents types d'éléments d'image (5, 6) et une trame lenticulaire (50) est réalisée au niveau de la face arrière (10) du corps de document (2), dans lequel les trames d'élément d'image (15, 16) sont réalisées et sont disposées les unes par rapport aux autres et par rapport à la trame lenticulaire (50) de telle sorte qu'au moins deux directions de détection de prédilection (65, 66) existent par rapport à la face arrière (10) du corps de document, selon lesquelles respectivement seuls les éléments d'image (5, 6) d'un type de l'information (4) graphique peuvent être détectés à travers la trame lenticulaire (50).
     
    2. Document de sécurité (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que les trames d'élément d'image (15, 16) et la trame lenticulaire (50) présentent une structure cellulaire, dans lequel des extensions des cellules des trames d'élément d'image (15, 16) et/ou des cellules de la trame lenticulaire (50) varient le long d'au moins une direction spatiale pour tenir compte d'une parallaxe lors de la détection de l'information graphique d'une position de détection de consigne.
     
    3. Document de sécurité (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la variation de l'extension des cellules des trames d'élément d'image (15, 16) et/ou la variation des cellules de la trame lenticulaire (50) sont effectuées le long de l'au moins une direction spatiale de telle sorte qu'une parallaxe est prise en compte pour une détection stéréo d'une position de consigne pour au moins un des au moins deux directions de détection de prédilection (65, 66).
     
    4. Document de sécurité (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les éléments d'image d'un type (5, 6) présentent la même propriété optique.
     
    5. Procédé servant à fabriquer un document de sécurité (1) comprenant les étapes :

    de fabrication d'un corps de document (2), qui est transparent au moins dans une zone de fenêtre (3) entre une face avant (9) et une face arrière (10) du corps de document (2) ;

    de mémorisation d'une information (4) graphique pouvant être détectée lors d'une observation d'en haut de la face avant (9) dans la zone de fenêtre (3) sur la face avant (9) ou dans le corps de document (10), dans lequel l'information (4) graphique est formée au moyen d'au moins deux différents types d'éléments d'image (5, 6), dans lequel une trame d'élément d'image (15, 16) présentant des emplacements de trame est associée à chacun des au moins deux différents types d'éléments d'image (5, 6) et les éléments d'image d'un type (5, 6) sont disposés seulement au niveau d'emplacements de trame (25, 26) de la trame d'élément d'image (15, 16) associée au type, et dans lequel les trames d'élément d'image (15, 16) présentent des emplacements de trame (25', 26') correspondants les uns aux autres, qui sont disposés de manière adjacente les uns par rapport aux autres dans le corps de document (2),

    caractérisé en ce que

    les éléments d'image (5) d'un type sont tous réalisés de manière identique concernant au moins une propriété pouvant être détectée de manière optique et se distinguent, concernant ladite au moins une propriété pouvant être détectée de manière optique, d'éléments d'image (6) d'un type différent d'éléments d'image (6) des au moins deux différents types d'éléments d'image (5, 6) et une trame lenticulaire (50) est réalisée au niveau de la face arrière (10) du corps de document (2), dans lequel les trames d'élément d'image (15, 16) sont réalisées et disposées les unes par rapport aux autres et par rapport à la trame lenticulaire (50) de telle sorte qu'au moins deux directions de détection de prédilection (65, 66) existent par rapport à la face arrière (10) du corps de document (2), selon lesquelles respectivement seuls les éléments d'image d'un type (5, 6) de l'information (4) graphique peuvent être détectés à travers la trame lenticulaire (50) .


     
    6. Procédé servant à fabriquer un document de sécurité (1) selon la revendication 5, caractérisé en ce que les éléments d'image d'un type respectif présentent une couleur de base d'un système de couleurs.
     
    7. Procédé servant à fabriquer un document de sécurité (1) selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que l'information (4) graphique est réalisée de manière colorée et respectivement une séparation des couleurs de l'information (4) graphique peut être détectée selon les au moins deux directions de détection de prédilection (65, 66).
     
    8. Procédé servant à fabriquer un document de sécurité (1) selon l'une quelconque des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que la trame lenticulaire (50) est pratiquée dans la face arrière (10) au moyen d'un estampage par ultrasons.
     
    9. Procédé servant à fabriquer un document de sécurité (1) selon l'une quelconque des revendications 5 à 8, caractérisé en ce que l'information (4) graphique est imprimée au moyen d'un procédé d'impression sur la face avant (9) ou sur une surface d'une couche de substrat (42), qui est laminée avec d'autres couches de substrat en le corps de document (2).
     
    10. Procédé de vérification pour un document de sécurité (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'information (4) graphique est détectée et analysée selon une observation d'en haut d'une face avant (9) du corps de document (2) et une observation de l'information (4) graphique à travers la trame lenticulaire (50) sur la face arrière (10) du corps de document (2) est réalisée en supplément selon au moins deux directions de détection de prédilection (65, 66) préalablement fixées par rapport à la face arrière (10) du corps de document (2), et on vérifie si respectivement seuls les éléments d'image d'un type (5, 6) sont détectés selon les au moins deux directions de détection de prédilection (65, 66), et si cela est le cas, une décision de vérification est prise éventuellement en supplément en fonction de l'analyse de l'information graphique elle-même.
     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente