(19)
(11)EP 2 946 040 B1

(12)EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45)Hinweis auf die Patenterteilung:
29.04.2020  Patentblatt  2020/18

(21)Anmeldenummer: 14700719.9

(22)Anmeldetag:  17.01.2014
(51)Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E02B 5/02(2006.01)
E02B 3/12(2006.01)
(86)Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2014/050878
(87)Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2014/111507 (24.07.2014 Gazette  2014/30)

(54)

KANALABDICHTUNG

CANAL-SEALING MEANS

ÉTANCHEMENT DE CANAL


(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30)Priorität: 18.01.2013 DE 102013000860

(43)Veröffentlichungstag der Anmeldung:
25.11.2015  Patentblatt  2015/48

(73)Patentinhaber: Hagn Umwelttechnik GmbH
82140 Olching (DE)

(72)Erfinder:
  • ALTSCHÄFFL, Michael
    85417 Marzling (DE)

(74)Vertreter: Maiwald Patent- und Rechtsanwaltsgesellschaft mbH 
Elisenhof Elisenstraße 3
80335 München
80335 München (DE)


(56)Entgegenhaltungen: : 
EP-A2- 1 830 007
DE-B3-102011 108 222
NL-C- 111 897
US-A- 4 592 675
DE-A1- 3 144 092
NL-A- 6 711 308
NL-C2- 1 025 760
US-B1- 6 562 177
  
      
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft das Abdichten von Kanälen in wasserführendem Zustand, und betrifft insbesondere ein Kanalabdichtungssystem zum Abdichten eines Kanals in wasserführendem Zustand, einen Kanalabschnitt, ein Verfahren zum Abdichten eines Kanals in wasserführendem Zustand, sowie die Verwendung eines Systems zum Abdichten eines Kanals.

    [0002] Kanäle werden beispielsweise verwendet, um Wasser zu führen oder zu transportieren, beispielsweise um Wasser einem Wasserkraftwerk zuzuführen. Kanäle sind auch bekannt zum Transport von Wasser für andere Zwecke, beispielsweise für Bewässerungszwecke oder zum Transport von Trinkwasser. Darüber hinaus sind Kanäle auch bekannt als Wasserstraßen. Um einen Verlust des Wassers beispielsweise durch Versickern in die angrenzenden Erdbereiche zu vermeiden, bzw. zu reduzieren, werden Kanalabdichtungen im Bereich der Kanalsohlenfläche, z.B. entlang der Kanalgrundfläche und den seitlichen Böschungsflächen vorgesehen. Beispielsweise werden Dichtungsbahnen auf trogartige Konstruktionen aus Beton zum Einfassen des Kanals aufgebracht. Kanalabdichtungen werden insbesondere auch verwendet, um bestehende Kanäle nachträglich abzudichten, bzw. bestehende Abdichtungen zu erneuern bzw. auszubessern. Dazu wird beispielsweise eine Dichtungsbahn auf die bestehenden Begrenzungsflächen aufgebracht, wozu beispielsweise der Kanal zuerst trockengelegt wird, um die Dichtungsbahnen auflegen und miteinander verbinden zu können. Es hat sich jedoch gezeigt, dass das Trockenlegen, oder auch das nur partielle Abstauen von Wasser problematisch ist, da es einerseits mit einem relativen hohen Aufwand verbunden ist, und andererseits auch eine relativ lange Unterbrechung beim Betrieb des Kanals bedeutet. Ein weiteres Problem kann auch bei unmittelbar angrenzenden Gebäuden oder Bauwerken entstehen, da es hier aufgrund der unterschiedlichen Druckverhältnisse bei einem trockengelegten Kanalabschnitt zu Veränderungen im angrenzenden Erdbereich kommen kann, was wiederum zu Schäden an den Gebäuden oder Bauwerken führen kann. Aus der DE 202008014492 U1 ist beispielsweise ein Verfahren bekannt, bei dem eine Kanalabdichtung zunächst außerhalb des Wassers aus einzelnen Segmenten zusammengesetzt wird und anschließend mit Hilfe eines erzeugten Differenzwasserspiegels in das Wasser hinein auf die abzudichtenden Flächen abgesenkt wird. Dieses Verfahren eignet sich für die Abdichtung eines Kanals in wasserführendem Zustand. Das Absenken mittels eines Differenzwasserspiegels ist neben stehenden Gewässern auch für fließende Gewässer einsetzbar, zumindest in einem gewissen Maß des Wasserdurchflusses.

    [0003] In NL 111897 C ist die Verlegung einer Abdichtung gezeigt, bei der Sand in Kammern der Abdichtungsmatte eingebracht wird, während die Abdichtungsmatte mithilfe einer Art Trommel oder Walze auf den Gewässergrund abgerollt wird. DE 10 2001 108 222 B3 beschreibt das Absenken einer Kanaldichtung durch Ausbildung eines Beckens, um mit eingepumptem Wasser die Abdichtung abzusenken. NL 6711308 A beschreibt das Auslegen einer Abdichtung oder Abdeckung auf dem Gewässergrund, wobei taschenartige Hohlräume zur Aufnahme von beispielsweise Sand vorgesehen sind. Das Befüllen erfolgt zeitgleich mit dem Absenken. NL 1025760 C2 beschreibt eine neigbare Absenkrampe, mit der ein bahnenförmiges Material, befüllt mit Tragmaterial, auf dem Gewässergrund verlegt wird. DE 31 44 092 A1 offenbart ein Kanalabdichtungssystem nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0004] Es besteht ein Bedarf, ein Abdichten eines Kanals in wasserführendem Zustand zur Verfügung zu stellen, das sich auch bei größeren Durchflussmengen verwenden lässt und das mit einem möglichst geringen Aufwand verbunden ist.

    [0005] Diese Aufgabe wird durch das Kanalabdichtungssystem zum Abdichtung eines Kanals in wasserführendem Zustand, durch den Kanalabschnitt, durch das Verfahren zum Abdichten eines Kanals in wasserführendem Zustand und durch die Verwendung eines Systems nach einem der unabhängigen Ansprüche erreicht. Beispielhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen dargestellt.

    [0006] Gemäß der Erfindung ist ein Kanalabdichtungssystem zum Abdichten eines Kanals in wasserführendem Zustand vorgesehen, das eine Ausbringvorrichtung und eine Einbringvorrichtung aufweist. Die Ausbringvorrichtung ist ausgebildet ein bahnenförmiges Mattenmaterial auf einem ersten Bereich einer Wasseroberfläche eines Kanals auszubringen, so dass das bahnenförmige Mattenmaterial auf dem Wasserpegel schwimmend angeordnet ist, wobei das bahnenförmige Mattenmaterial wenigstens teilweise mit Hohlräumen zur Aufnahme eines Tragmaterials ausgebildet ist. Die Einbringvorrichtung ist ausgebildet Tragmaterial in wenigstens einen Teil der Hohlräume einzubringen für ein sukzessives Absenken des bahnenförmigen Mattenmaterials bis zur Auflage auf einer Kanalgrundfläche.

    [0007] Das Vorsehen eines Mattenmaterials auf der Wasseroberfläche und das anschließende Absenken mittels des Tragmaterials bieten den Vorteil, dass der Kanal in seinem Betrieb, insbesondere in seinem Wasserdurchfluss, nicht eingeschränkt werden muss. Die Verwendung eines Tragmaterials zum Absenken kann durch einfache Maßnahmen erfolgen. Das Tragmaterial dient neben dem Absenken aber auch dazu, das bahnenförmige Mattenmaterial, das beispielsweise als Abdichtung fungiert, an den abzudichtenden Flächen fixierend dauerhaft zu halten. Das Einbringen des Tragmaterials in die Hohlräume dient z.B. dazu, dass während des Absenkvorgangs das (bei laufendem Kanalbetrieb) vorbeiströmende Wasser das Tragmaterial nicht wegspülen kann.

    [0008] Der Begriff "Kanal" umfasst auch andere wasserführende Bauwerke und wasserführende Gewässer, und insbesondere auch stehende Gewässer, Wasserbehälter oder Wasserspeicherbecken.

    [0009] Beispielsweise wird das bahnenförmige Mattenmaterial in einem Teilbereich des Kanalquerschnitts ausgebracht und auch nur in einem Teilbereich abgesenkt. In einem Beispiel wird das Material bis zur Hälfte des Kanals ausgebreitet, wobei bei fließendem Gewässer eine separate Halterung für das in den Kanalbereich hineinragende Mattenende vorgesehen ist.

    [0010] Beispielsweise bezieht sich der Begriff "erster Bereich" auf den gesamten Kanalquerschnitt, d.h. in einem weiteren Beispiel wird das bahnenförmige Mattenmaterial über den gesamten Querschnitt ausgebreitet und abgesenkt.

    [0011] In einem Beispiel ist die Ausbringvorrichtung ausgebildet das bahnenförmige Mattenmaterial auf der Wasseroberfläche auszubringen, wobei die Hohlräume i) ungefüllt sind, oder ii) wenigstens teilweise mit Luft gefüllt sind.

    [0012] Der Begriff "Mattenmaterial" bezeichnet ein Material, das flächig ist und Hohlräume aufweist, wobei die Hohlräume beispielsweise teilweise miteinander verbunden sind. Das Mattenmaterial ist beispielsweise leichter als Wasser und schwimmt ohne weiteres Zutun auf dem Wasser. In einem anderen Beispiel sind Hohlräume vorgesehen, die Luft enthalten, um eine Auftriebskraft zu erzeugen. Beispielsweise ist das Mattenmaterial schwerer als Wasser.

    [0013] Der Begriff "Tragmaterial" bezeichnet ein Material, das ein Absenken des bahnenförmigen Materials bewirkt und das z.B. im Endzustand eine strukturelle Funktion übernimmt. Statt des Begriffs "Tragmaterial" werden auch die Begriffe "Trägermaterial" oder "Füllmaterial" oder "Absenkmaterial" verwendet.

    [0014] Gemäß einem Beispiel ist das bahnenförmige Mattenmaterial eine Betonschalungshülle mit einer Vielzahl von Hohlräumen zur Aufnahme des Tragmaterials. Das Tragmaterial ist vorgesehen als i) aushärtendes Gemisch und/oder ii) Schüttmaterial oder Schüttgut.

    [0015] Das aushärtende Gemisch ist beispielsweise ein Betonwerkstoff. Das Schüttmaterial ist beispielsweise Sand, Kies oder Schotter. In einem weiteren Beispiel wird Bentonit verwendet, z.B. mit oder ohne andere Materialien als Zusatzstoff(e).

    [0016] Der Begriff "Betonschalungshülle" bezeichnet ein mattenförmiges Material, das ähnlich einer Steppdecke wenigstens einen Zwischenraum aufweist, der als Hohlraum mit einem Füllmaterial befüllt werden kann. Zur Erhöhung der Stabilität kann der Hohlraum Unterteilungen aufweisen. Betonschalungshüllen sind bekannt als Konstruktionselemente für das Bauen im Wasser, z.B. zur Befestigung von Dämmen. Dafür sind zwei miteinander verbunden, z.B. verwobene, Gewebe vorgesehen, z.B. synthetische Gewebe, die beispielsweise als Schalung für den eingebrachten Beton oder Mörtel dienen. Im befüllten und abgebundenen Zustand ist die mattenförmige Betonschalungshülle beispielsweise von relativ gleichmäßiger Dicke. Die Betonschalungshülle dient dabei als verlorene Schalung. In einem weiteren Beispiel sind zwei voneinander beabstandete Wandungen, die den Hohlraum begrenzen, mit Verbindungsbereichen verbunden, z.B. durch Schottwände oder Abstandselemente aus Zugelementen und/oder Druckelementen. Als Betonschalungshülle werden beispielsweise zwei Kunststoffdichtungsbahnen (KDB) stellenweise miteinander verbunden, um dazwischen Hohlräume zu bilden. Als Betonschalungshüllen werden beispielsweise Incomat®-Matten der Firma HUESKER Synthetic GmbH oder Colcrete®-Betonmatten der Firma Colcrete-von Essen GmbH & Co. KG verwendet. Es können selbstverständlich auch andere Produkte anderer Hersteller verwendet werden.

    [0017] Die Einbringvorrichtung ist beispielsweise eine Zuführvorrichtung von Beton.

    [0018] Gemäß einem Beispiel ist die Ausbringvorrichtung ausgebildet unterhalb des bahnenförmigen Mattenmaterials ein bahnenförmiges Dichtungsmaterial anzuordnen.

    [0019] Gemäß einem Beispiel ist die Ausbringvorrichtung ausgebildet das bahnenförmige Mattenmaterial und/oder das bahnenförmige Dichtungsmaterial derart mit seitlichen Aufkantungen auf der Wasseroberfläche auszubringen, dass sich ein wannenförmiges Becken mit einem umlaufenden Rand bildet, wobei der Rand oberhalb eines umgebenden Wasserspiegels des abzudichtenden Kanals angeordnet ist. Außerdem ist eine Verbindungsvorrichtung vorgesehen, die ausgebildet ist eine Verbindung zwischen dem wannenförmigen Becken und dem umgebenden Wasserspiegel zu bilden.

    [0020] Das wannenförmige Becken wird auch als wannenförmiges Aufnahmebecken oder Absenkbecken bezeichnet.

    [0021] Die Ausbringvorrichtung weist eine Haltevorrichtung auf, die ausgebildet ist das bahnenförmige Mattenmaterial und ggf. das bahnenförmige Dichtungsmaterial zwischen zwei sich gegenüberliegenden Uferbereichen des Kanals zu halten. Das bahnenförmige Mattenmaterial und ggf. das bahnenförmige Dichtungsmaterial liegen dabei auf dem Wasser auf oder sind wenigstens teilweise in das Wasser eingetaucht.

    [0022] In einem Beispiel ist die Haltevorrichtung ausgebildet die gehaltene Länge des bahnenförmigen Mattenmaterials und/oder des bahnenförmigen Dichtungsmaterials während des Absenkens zu vergrößern, d.h. während des Absenkens die Haltepunkte zu lockern, z.B. mit Seilwinden, damit das Material in den Kanalquerschnitt hinein nachrutschen kann.
    Gemäß einem Beispiel ist wenigstens ein Auftriebselement vorgesehen, das mit einer Auftriebskraft auf das bahnenförmige Mattenmaterial einwirkt, wobei die Auftriebskraft des wenigstens einen Auftriebselements für das sukzessive Absenken reduzierbar ist.
    Gemäß einem Beispiel sind in dem bahnenförmigen Mattenmaterial Auftriebshohlräume vorgesehen, welche mit Luft gefüllt sind und welche die Auftriebskraft zur Verfügung stellen. Für das sukzessive Absenken ist eine Ventileinrichtung zum Ablassen der Luft vorgesehen.

    [0023] In einem Beispiel werden einige der Hohlräume zur Aufnahme des Tragmaterials mit Luft gefüllt, statt mit Tragmaterial.

    [0024] Beispielsweise sind die Auftriebshohlräume als Luftschläuche ausgebildet. Die Luftschläuche können auch zusätzlich zu den Hohlräumen zur Aufnahme des Tragmaterials vorgesehen sein.

    [0025] Beispielsweise sind die Auftriebshohlräume unterhalb des bahnenförmigen Mattenmaterials vorgesehen.

    [0026] In einem Beispiel ist das bahnenförmige Dichtungsmaterial mit den Auftriebshohlräumen ausgebildet. Beispielsweise ist eine Dichtungsbahn, z.B. eine Kunststoffdichtungsbahn (KDB), mit integrierten Auftriebshohlräumen vorgesehen.

    [0027] In einem weiteren Beispiel sind das bahnenförmige Mattenmaterial und das bahnenförmige Dichtungsmaterial mit den Auftriebshohlräumen ausgebildet.

    [0028] In einem anderen Beispiel sind die Auftriebshohlräume unterhalb des bahnenförmigen Dichtungsmaterials als separate Struktur vorgesehen.

    [0029] Gemäß einem Beispiel ist eine Stabilisierungsvorrichtung vorgesehen, um das bahnenförmige Mattenmaterial während des Absenkens wenigstens in Strömungsrichtung zu halten.

    [0030] Die Stabilisierungsvorrichtung ist z.B. ein quer zur Strömungsrichtung verlaufendes Profil, an dem ein oberstromiger Rand des bahnenförmigen Mattenmaterials gehalten ist. In einem Beispiel ist die Stabilisierungsvorrichtung vorgesehen, um das bahnenförmige Mattenmaterial während des Absenkens in der Höhe zu halten. Das Profil ist beispielsweise am Kanalgrund oder an den Kanalseiten gehalten. Das Profil ist z.B. in der Höhe beweglich gehalten. In einem Beispiel ist das Profil an einem Bagger befestigt, der auf einem Ponton schwimmend im Kanal vorgesehen ist, um das Profil während des Absenkens in Höhe und Lage veränderlich zu halten. Gemäß der Erfindung ist ein Kanalabschnitt vorgesehen, der seitliche und untere Kanalbegrenzungsflächen, einen Wasserpegel und ein Kanalabdichtungssystem gemäß den Ansprüchen aufweist. Beispielsweise ist der Wasserpegel ein Betriebswasserpegel. Der Begriff "Betriebswasserpegel" bezieht sich auf einen Wasserstand, wie er während des normalen Betriebs auftritt, d.h. innerhalb der üblicherweise anzutreffenden Schwankungen. In einem Beispiel schließt der Begriff "Betriebswasserpegel" beispielsweise Wasserstände aus, die durch Service- oder Reparaturarbeiten-bedingte Stauungen oder Wasserablassungen auftreten. In einem weiteren Beispiel schließt der Begriff "Betriebswasserpegel" diejenigen Wasserpegelstände ein, die oberhalb eines für den Kanal festgelegten Mindestwasserpegels liegen, also auch durch den Betrieb oder Servicearbeiten bedingte kurzzeitige Erhöhung des Wasserpegels.

    [0031] Gemäß der Erfindung ist auch ein Kanalabschnitt vorgesehen, der seitliche und untere Kanalbegrenzungsflächen und einen Wasserpegel aufweist, sowie ein Kanalabdichtungssystem nach einem der vorhergehend beschriebenen Beispiele eines Kanalabdichtungssystems.

    [0032] Gemäß der Erfindung ist ein Verfahren zum Abdichtung eines Kanals in wasserführendem Zustand mit folgenden Schritte vorgesehen:
    1. a) Ausbringen eines bahnenförmigen Mattenmaterials auf einem ersten Bereich der Wasseroberfläche des Kanals, so dass das bahnenförmige Mattenmaterial auf dem Wasserpegel schwimmend angeordnet ist oder wenigstens teilweise in das Wasser eingetaucht ist, wobei das bahnenförmige Mattenmaterial zwischen zwei sich gegenüberliegenden Uferbereichen des Kanals gehalten wird, wobei das bahnenförmige Mattenmaterial zur Aufnahme eines Tragmaterials wenigstens teilweise mit Hohlräumen ausgebildet ist;
    2. b) Einbringen des Tragmaterials in wenigstens einen Teil der Hohlräume; und
    3. c) sukzessives Absenken des bahnenförmigen Mattenmaterials bis zur Auflage auf einer Kanalgrundfläche.
    In einem Beispiel wird als Tragmaterial ein Betonwerkstoff verwendet. Der Betonwerkstoff ist beispielsweise ein verzögert abbindender Beton. In einem Beispiel ist das bahnenförmige Mattenmaterial eine flexible Betonschalenhülle mit einer Vielzahl von Hohlräumen zur Aufnahme eines Betonwerkstoffs.
    Gemäß einem Beispiel wird unterhalb des bahnenförmigen Mattenmaterials ein bahnenförmiges Dichtungsmaterial angeordnet. In einem Beispiel wird das bahnenförmige Dichtungsmaterial vor Schritt a) ausgebracht. In einem weiteren Beispiel wird das bahnenförmige Dichtungsmaterial in Schritt a) zusammen mit dem bahnenförmigen Mattenmaterial ausgebracht. Das bahnenförmige Dichtungsmaterial besteht beispielsweise aus mehreren Streifen eines Dichtungsmaterials, z.B. aus mehreren miteinander verbundenen Dichtungsbahnen. Das bahnenförmige Dichtungsmaterial wird beispielsweise mit dem bahnenförmigen Mattenmaterial verbunden, z.B. mit einem Doppelklebeband, mit Silikon, mit Schmelzstreifen oder mit Klettverschlusselementen. Die Verbindung erfolgt beispielsweise vor dem Ausbringen. In einem anderen Beispiel erfolgt die Verbindung während des Ausbringens. Die Verbindung kann auch nach dem Ausbringen erfolgen. Als bahnenförmiges Dichtungsmaterial wird ein Folien-/Bahnenmaterial verwendet, das gemäß einem Beispiel derart leichter ist als Wasser, dass es in der Lage ist, das bahnenförmige Mattenmaterial in ungefülltem Zustand zu tragen.

    [0033] Gemäß einem Beispiel wird in Schritt a) das bahnenförmige Mattenmaterial und/oder bahnenförmige Dichtungsmaterial, das unterhalb des bahnenförmigen Mattenmaterials angeordnet wird, derart mit seitlichen Aufkantungen ausgebracht, dass ein wannenförmiges Becken mit einem umlaufenden Rand und einer Grundfläche gebildet wird. Der Rand wird oberhalb eines umgebenden Wasserspiegels des abzudichtenden Kanals angeordnet. Nach Schritt b) wird eine Verbindung zwischen dem wannenförmigen Becken und dem umgebenden Wasserspiegel gebildet.

    [0034] Die seitlichen Aufkantungen sind derart groß, dass das wannenförmige Becken genügend Auftrieb erzeugt, um das bahnenförmige Mattenmaterial mit eingebrachtem Tragmaterial zu tragen.

    [0035] In einem Beispiel liegen zwei gegenüberliegende Ränder des bahnenförmigen Mattenmaterials und/oder des bahnenförmigen Dichtungsmaterials auf seitlichen Böschungsbereichen oberhalb des Wasserspiegels auf, z.B. auf Dammkronen, und die Stirnseiten werden aufgekantet, so dass das Becken gebildet wird. Der Begriff "Stirnseiten" bezeichnet hier beispielsweise die Verbindungen (Verbindungränder) zwischen den gegenüberliegenden Uferbereichen, und bezieht sich nicht auf eine eventuelle schmale Form.

    [0036] Durch das Herstellen der Verbindung läuft beispielsweise Wasser in den Bereich des Beckens hinein und bewirkt so das Absenken. In einem Beispiel ist als Verbindung ein umklappbares oder niederdrückbares Randsegment vorgesehen.

    [0037] Die Verbindung zwischen dem Becken und dem umgebenden Wasserspiegel erfolgt beispielsweise, neben dem Absenken des Randes, alternativ oder zusätzlich auch durch das Prinzip einer kommunizierenden Röhre mit einer Rohrverbindung.

    [0038] Beispielsweise kann erst das Tragmaterial eingebracht werden, bevor das Absenken erfolgt, z.B. durch das bereits erwähnte Fluten des wannenförmigen Beckens.

    [0039] In einem anderen Beispiel erfolgen das Einbringen des Tragmaterials und das sukzessive Absenken gleichzeitig, z.B. auch durch mehr oder weniger gleichzeitiges Fluten des wannenförmigen Beckens.

    [0040] Gemäß einem Beispiel ist vorgesehen, dass in Schritt b) in das bahnenförmige Mattenmaterial in einem mittleren Bereich Tragmaterial eingebracht wird, wobei der mittlere Bereich als Kanalsohlenabdeckung vorgesehen ist. Nach Schritt c) werden seitliche Bereiche des bahnenförmigen Mattenmaterials mit dem Tragmaterial befüllt, wobei die seitlichen Bereiche an seitlichen Böschungsbereichen anliegen, bzw. zum Anliegen gelangen.

    [0041] Gemäß einem Beispiel ist vorgesehen, dass die Schritte a) bis c) wiederholt werden, wobei in der Wiederholung in Schritt a) das bahnenförmige Mattenmaterial derart auf einem zweiten Bereich der Wasseroberfläche des Kanals ausgebracht wird, und in Schritt c) das Absenken derart erfolgt, dass sukzessive eine vollflächige Kanalabdichtung entsteht.

    [0042] Beispielsweise erfolgt das Anordnen benachbarter Segmente überlappend. Dazu sind z.B. Überlappungssegmente an dem bahnenförmigen Mattenmaterial und/oder dem bahnenförmigen Dichtungsmaterial ausgebildet.

    [0043] In einem Beispiel werden die Stöße an den Stirnseiten nach oder während des Absenkens mit Beton vergossen.

    [0044] Gemäß der Erfindung ist auch die Verwendung eines Systems nach einem der oberhalb beschriebenen Beispiele zum Abdichten eines Kanals vorgesehen.

    [0045] In einem weiteren Beispiel wird eine bahnenförmige Kanaldichtung, z.B. eine Kunststoffdichtungsbahn (KDB) von einer Dammkrone über ein Schwimmponton zu der gegenüberliegenden Dammkrone verlegt und verschweißt. Anschließend wird über die Kanaldichtungsbahn beispielsweise eine Incomat®-Matte (oder ein anderes Produkt) verlegt und mit der KDB verbunden. Dieser Vorgang wird beispielsweise solange wiederholt, bis eine handhabbare Länge von 30 bis 50 Meter fertiggestellt ist. Dabei wird das System auf den Dammkronen temporär gesichert. Nach der Fertigstellung eines Abschnitts werden die Stirnseiten aufgekantet, so dass bezüglich des umgebenden Wassers ein zu den Seiten hin geschlossenes System in Form einer Wanne entsteht. In einem nächsten Schritt wird die Incomat®-Matte im Sohlbereich, d.h. im Bereich über der Kanalsohlfläche, mit Beton gefüllt. Anschließend wird das wannenförmige Becken geflutet. Sobald die Stirnseiten überströmt werden, kann das Dichtungssystem durch die Schwerkraft zu Boden sinken. Dabei wird die erwähnte Sicherung, die einstellbar ausgeführt ist, beim Absenkvorgang gelockert, beispielsweise mittels Seilwinden, so dass der erforderliche Mehrbedarf an Dichtungsbahnen, bzw. die erforderliche Mehrlänge durch die Abwicklung des Kanalprofils von den Dammkronen her "nachrutschen" kann. Die längsseitigen Sicherungen werden kontrolliert gelockert, um ein gleichmäßiges Absenken zu erreichen. Nachdem die Incomat®-Matte im Sohlbereich zum Aufliegen gekommen ist, kann mit der Verfüllung der Böschungsbereiche der Incomat®-Matte begonnen werden. Dies kann beispielsweise in mehreren Arbeitsschritten erfolgen. Die Stöße an den Stirnseiten der einzeln abgesenkten Einheiten werden beispielsweise überlappend ausgeführt und können mit Beton vergossen werden, so dass eine vollflächige Kanalabdichtung hergestellt wird.

    [0046] Gemäß der Erfindung ist als Vorteil vorgesehen, dass während des Absenkvorgangs im Kanal weiterhin Wasser abgeführt werden kann, da es nicht erforderlich ist, einen "Absperrdamm" zu erstellen, wie dies beispielsweise beim Trockenlegen eines Kanals erforderlich ist. Im Fall von Wasserstraßen kann es erforderlich sein, einen eventuell vorhandenen Schiffsbetrieb zumindest kurzzeitig zu unterbrechen, um die Dichtungsbahnen auszubringen und abzusenken. Bei unvorhergesehenen Ereignissen kann der Absenkvorgang jederzeit gestoppt werden, da das Dichtungssystem mehr oder weniger parallel zur Strömungsrichtung angeordnet ist. Beispielsweise erlaubt dies beim Betrieb eines Kraftwerks auch ein plötzliches Ablassen größerer Wassermengen. Das Wasser kann dann oberhalb und unterhalb des Dichtungssystems vorbeifließen. Durch die Kombination der Kanaldichtungsbahn mit einer Betonschalungshülle, z.B. einer Incomat®-Matte, wird eine Doppeldichtung zur Verfügung gestellt, wobei jedes Element für sich die geforderten Dichtungseigenschaften erfüllt. Sollte beispielsweise eines der beiden Elemente versagen, kann das andere Element die Dichtungsfunktion übernehmen. Wie bereits erwähnt, ist in einem Beispiel vorgesehen, dass die Kanaldichtungsbahn die Funktion eines Grundträgers übernimmt und als verlorene Schalung dient.

    [0047] In der Erfindung ist ein Kanalabdichtungssystem zum Abdichten eines Kanals in wasserführendem Zustand vorgesehen, wobei eine Ausbringvorrichtung und eine Einbringvorrichtung vorgesehen sind. Die Ausbringvorrichtung ist ausgebildet eine bahnenförmige flexible Betonschalungshülle mit einer Vielzahl von Hohlräumen zur Aufnahme eines Betonmaterials auf einem ersten Bereich der Wasseroberfläche eines Kanals auszubringen. Die Ausbringvorrichtung weist eine Haltevorrichtung auf, die ausgebildet ist wenigstens die Betonschalungshülle zwischen zwei sich gegenüber liegenden Uferbereichen des Kanals zu halten, wobei die Betonschalungshülle teilweise in das Wasser eingetaucht ist. Die Einbringvorrichtung ist ausgebildet ein Betonmaterial in wenigstens einen Teil der Hohlräume in einem mittleren Bereich der Betonschalungshülle einzubringen für ein sukzessives Absenken der Betonschalungshülle bis zur Auflage auf einer Kanalgrundfläche, wobei der mittlere Bereich als Kanalsohlenabdeckung vorgesehen ist. Die Einbringvorrichtung ist ausgebildet das Betonmaterial in wenigstens einen Teil der Hohlräume in seitliche Bereiche der Betonschalungshülle einzubringen, wobei die seitlichen Bereiche an seitlichen Böschungsbereichen des Kanals anliegen.

    [0048] Das Vorsehen einer flexiblen Betonschalungshülle dient zum Einen dazu, eine Abdichtung zur Verfügung zu stellen, die auf der Wasseroberfläche zunächst ausgebreitet, bzw. dort vorgesehen werden kann. Durch das Betonmaterial, das in die Hohlräume der Betonschalungshülle eingebracht wird, wird einerseits das Absenken der Abdichtung an den abzudichtenden Flächen erreicht. Andererseits dient das Betonmaterial auch dazu, die Abdichtung sicher und dauerhaft zu fixieren. Die Verwendung von Beton hat den Vorteil, dass hier zunächst ein flüssiges, bzw. zähflüssiges, also flexibles Material zur Verfügung gestellt wird, das sich zum einen leicht handhaben lässt, z.B. zum Einbringen, und sich darüber hinaus auch an unterschiedliche Formen anpasst, beispielsweise während des Absenkens. Auch auf der Grundfläche, bzw. auf den seitlichen Böschungsflächen, hat das Verwenden von Beton den Vorteil, dass hier ein "Anschmiegen" an die vorhandenen Oberflächenstrukturen, bzw. Oberflächenprofilierung erfolgt, so dass die Abdichtung möglichst gut an den abzudichtenden Flächen anliegt. Nach der Anpassung an den Untergrund kann der Beton abbinden und aushärten, um einen zuverlässigen Halt zu gewährleisten. Darüber hinaus bietet der Beton auch einen weiteren Schutz der darunterliegenden Bereiche der Abdichtung.

    [0049] In einem Beispiel ist die Ausbringvorrichtung ausgebildet unterhalb der Betonschalungshülle ein bahnenförmiges Dichtungsmaterial anzuordnen.

    [0050] In einem Beispiel ist die Ausbringvorrichtung ausgebildet die Betonschalungshülle und/oder das bahnenförmige Dichtungsmaterial derart mit seitlichen Aufkantungen auf der Wasseroberfläche auszubringen, dass ein wannenförmiges Becken mit einem umlaufenden Rand gebildet ist, wobei der Rand oberhalb eines umgebenden Wasserspiegels des abzudichtenden Kanals angeordnet ist. Außerdem ist eine Verbindungsvorrichtung vorgesehen, die ausgebildet ist eine Verbindung zwischen dem wannenförmigen Becken und dem umgebenden Wasserspiegel zu bilden.

    [0051] In einem Beispiel ist wenigstens ein Auftriebselement in Form eines Auftriebshohlraums vorgesehen, wobei der Auftriebshohlraum mit Luft gefüllt ist und eine Auftriebskraft zur Verfügung stellt, die temporär auf die Betonschalungshülle einwirkt. Für das sukzessive Absenken ist eine Ventileinrichtung zum Ablassen der Luft vorgesehen, um die Auftriebskraft zu reduzieren.

    [0052] In einem Beispiel ist eine Stabilisierungsvorrichtung vorgesehen, um die Betonschalungshülle während des Absenkens wenigstens in Strömungsrichtung zu halten.

    [0053] In einem Beispiel ist ein Verfahren zum Abdichten eines Kanals in wasserführendem Zustand mit folgenden Schritte vorgesehen:
    1. a) Ausbringen einer Betonschalungshülle auf einem ersten Bereich der Wasseroberfläche des Kanals, wobei die Betonschalungshülle wenigstens teilweise mit Hohlräumen zur Aufnahme eines Betonmaterials ausgebildet ist;
    2. b) Einbringen von Betonmaterial in wenigstens einen Teil der Hohlräume in einem mittleren Bereich der Betonschalungshülle, wobei der mittlere Bereich als Kanalsohlenabdeckung vorgesehen ist;
    3. c) sukzessives Absenken der Betonschalungshülle bis zur Auflage auf einer Kanalgrundfläche; und
    4. d) Einbringen des Betonmaterials in seitliche Bereiche der Betonschalungshülle, die an seitlichen Böschungsbereichen des Kanals anliegen.


    [0054] In einem Beispiel werden die Schritte a) bis d) wiederholt, und in der Wiederholung in Schritt a) wird die Betonschalungshülle derart auf einem zweiten Bereich der Wasseroberfläche des Kanals ausgebracht, und in Schritt c) erfolgt das Absenken derart, dass sukzessive eine vollflächige Kanalabdichtung entsteht.
    Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist vorgesehen, dass zunächst ein als Abdichtung vorgesehenes Bahnenmaterial auf der Wasseroberfläche eines wasserführenden Kanals ausgebracht wird. Um das Dichtungsmaterial an die abzudichtenden Kanalbegrenzungsflächen zu bringen, wird ein Beschwerungsmaterial vorgesehen, das aufgrund seines Gewichts ein Absenken bewirkt, so dass die Dichtungsflächen an den abzudichtenden Flächen anliegen. Das Beschwerungsmaterial wird dazu in extra vorgesehene Aufnahmen eingefüllt. Neben dem Absenken dient das verwendete Beschwerungsmaterial aber auch dazu, die Dichtungssegmente an den jeweiligen abzudichtenden Flächen sicher zu halten. Beispielsweise ist dafür ein Betonwerkstoff vorgesehen, der zunächst in flüssigem, bzw. zähflüssigem, also flexiblem Zustand vorliegt, und das Absenken bewirkt. In abgesenkter Lage unter Wasser wird sich das zähflüssige Material zunächst an eine vorhandene Oberflächenstruktur oder -profilierung anpassen, um so die Dichtungsbahn möglichst vollflächig an den abzudichtenden Flächen anzudrücken. Anschließend kann der Betonwerkstoff aushärten, um einen noch besseren Halt zu der Dichtungsbahn gewährleisten. In dem als Beispiel erwähnten Kombinieren einer Dichtungsbahn mit zusätzlichen bahnenförmigen Hüllen zur Aufnahme des Tragmaterials dient die Abdichtungsbahn zusammen mit den Hüllen als redundante Dichtungen, d.h. es wird ein zusätzlicher Abdichtungsschutz zur Verfügung gestellt. Außerdem kann die auf dem Wasser aufliegende Dichtungsbahn auch als eine Art Arbeitsplattform verwendet werden zum Ausbringen des Tragmaterials.

    [0055] Nachfolgend wird anhand der beigefügten Zeichnungen näher auf Ausführungsbeispiele der Erfindung eingegangen. Es zeigen:
    Fig. 1
    einen schematischen Querschnitt durch ein Beispiel eines Kanalabdichtungssystems zum Abdichten eines Kanals in wasserführendem Zustand;
    Fig. 2
    ein Beispiel einer Betonschalungshülle in einer perspektivischen Ansicht;
    Fig. 3
    ein Beispiel eines bahnenförmigen Mattenmaterials in Kombination mit einem bahnenförmigen Dichtungsmaterial in einem schematischen Querschnitt durch ein Kanalabdichtungssystem in einem Ausschnitt;
    Fig. 4
    eine isometrische Schnittansicht in einem Längsschnitt durch ein Kanalabdichtungssystem mit seitlichen Aufkantungen;
    Fig. 5
    ein Beispiel eines Kanalabdichtungssystems mit einer Haltevorrichtung;
    Fig. 6
    einen schematischen Schnitt durch ein Kanalabdichtungssystem in einem Ausschnitt;
    Fig. 7
    ein Beispiel eines bahnenförmigen Mattenmaterials mit Auftriebshohlräumen in einem Querschnitt in Fig. 7A und einem Längsschnitt in Fig. 7B;
    Fig. 8
    ein Beispiel eines Kanalabdichtungssystems in einem Längsschnitt mit einer Stabilisierungsvorrichtung;
    Fig. 9
    ein Beispiel eines Kanalabschnitts in einem Querschnitt;
    Fig. 10
    ein Beispiel eines Verfahrens zum Abdichten eines Kanals in wasserführendem Zustand;
    Fig. 11
    ein weiteres Beispiel eines Verfahrens zum Abdichten eines Kanal im wasserführendem Zustand; und
    Fig. 12
    ein weiteres Beispiel für eine Abdichtung eines Kanals in einem ersten Schritt in einem Längsschnitt in Fig. 12A, in verschiedenen Zwischenschritten im Querschnitt in Fig. 12B, 12C, 12D und 12E, sowie in einem Endzustand in Fig. 12F.


    [0056] Fig. 1 zeigt ein Kanalabdichtungssystem 10 zum Abdichten eines Kanals 12. Der Kanal 12 weist beispielsweise einen mit Wasser gefüllten Bereich auf, dessen Wasseroberkante mit Bezugsziffer 14 bezeichnet ist. Der Kanal ist, ebenso wie die Wasseroberfläche 14, mit gestrichelter Linie gezeigt, da diese nicht unmittelbarere Bestandteile des Systems sind. Das Kanalabdichtungssystem weist ferner eine Ausbringvorrichtung 16 und eine Einbringvorrichtung 18 auf. Die Ausbringvorrichtung 16 ist ausgebildet, um ein bahnenförmiges Mattenmaterial 20 auf einem ersten Bereich einer Wasseroberfläche eines Kanals auszubringen. Das bahnenförmige Mattenmaterial 20 ist wenigstens teilweise mit Hohlräumen 22 ausgebildet, um in diesen Tragmaterial aufzunehmen. Die Einbringvorrichtung 18 ist ausgebildet, um Tragmaterial 24 in wenigstens einen Teil der Hohlräume einzubringen, und damit ein sukzessives Absenken des bahnenförmigen Mattenmaterials 20 bis zur Auflage auf einer Kanalgrundfläche zu bewirken. Das Absenken ist mit einem Absenkpfeil 28 angedeutet. Neben der Kanalgrundfläche 26 ist der Kanal 12 auch noch mit zwei seitlichen Böschungsschrägen 30 ausgebildet, auf denen ebenfalls beim Absenken das bahnenförmige Mattenmaterial 20 anliegt.

    [0057] Fig. 2 zeigt ein Beispiel des bahnenförmigen Mattenmaterials 20, bei dem eine Betonschalungshülle 32 mit einer Vielzahl von Hohlräumen 34 zur Aufnahme des Tragmaterials vorgesehen ist. Als Tragmaterial ist beispielsweise ein aushärtendes Gemisch oder ein Schüttmaterial oder Schüttgut vorgesehen. Das aushärtende Gemisch ist beispielsweise ein Betonwerkstoff 36. Beispielsweise sind die Hohlräume 34 durch Abschottungen 38, oder Steppnähte, voneinander getrennt.

    [0058] In Fig. 3 ist ein Beispiel gezeigt, bei dem unterhalb des bahnenförmigen Mattenmaterials 20 ein bahnenförmiges Dichtungsmaterial 40 vorgesehen ist. Beispielsweise ist die Ausbringvorrichtung 16 ausgebildet, um unterhalb des bahnenförmigen Mattenmaterials 20 das bahnenförmige Dichtungsmaterial 40 anzuordnen (nicht näher dargestellt).

    [0059] Wie in Fig. 4 gezeigt ist, ist in einem Beispiel vorgesehen, dass die Ausbringvorrichtung 16 (nicht dargestellt) ausgebildet ist, um das bahnenförmige Mattenmaterial 20 und/oder das bahnenförmige Dichtungsmaterial 40 derart mit seitlichen Aufkantungen 42 auf der Wasseroberfläche 14 auszubringen, dass sich ein wannenförmiges Becken 44 mit einem umlaufenden Rand 46 bildet, wobei der Rand oberhalb eines umgebenden Wasserspiegels 48 des abzudichtenden Kanals 14 angeordnet ist. Außerdem ist eine Verbindungsvorrichtung 50 angedeutet, die vorgesehen ist, um eine Verbindung zwischen dem wannenförmigen Becken 44 und dem umgebenden Wasserspiegel 48 zu bilden.

    [0060] Das bahnenförmige Mattenmaterial 20 liegt beispielsweise auf seitlich des Kanals vorgesehenen Dammkronenbereichen 33 auf. In Fig. 4 deutet eine erste Schraffur 31 die Kanalbegrenzungsflächen an, z.B. angrenzendes Erdreich oder eine Betontragkonstruktion in Form eines Trogs; eine zweite Schraffur 29 deutet den Wasserpegel, bzw. die Wassermenge innerhalb des Kanals an.

    [0061] In einem weiteren Beispiel, in Fig. 5 gezeigt, weist die Ausbringvorrichtung 16 eine Haltevorrichtung 52 auf, die ausgebildet ist, um das bahnenförmige Mattenmaterial 20, und/oder auch das bahnenförmige Dichtungsmaterial 40 zwischen zwei sich gegenüberliegenden Uferbereichen, beispielsweise in Dammkronenbereichen 33 des Kanals 12 zu halten. Das bahnenförmige Mattenmaterial 20 und/oder das bahnenförmige Dichtungsmaterial 40 liegen dabei auf dem Wasser 14 auf oder sind wenigstens teilweise in das Wasser eingelassen. Das Wasser ist mit Bezugszeichen 54 gekennzeichnet. In Fig. 5 ist mit der durchgezogenen Linie 56 der Anfangszustand gezeigt, bei dem das Material auf dem Wasser aufliegt, und mit einer gestrichelten Linie 58 der Endzustand, wenn das bahnenförmige Mattenmaterial auf den Kanalgrund abgesenkt ist.

    [0062] Beispielsweise weist die Haltevorrichtung 52 zwei auf den Dammkronenbereichen angeordnete Aufrollvorrichtungen 60 auf, um während des Absenkens weiteres Bahnenmaterial von einer Rolle 62 abzurollen, wie mit Bezugszeichen 64 angedeutet ist. Dadurch ist es möglich, während des Absenkens die Länge des bahnenförmigen Mattenmaterials 20 und/oder des bahnenförmigen Dichtungsmaterials 40 zu vergrößern, damit das Material in den Kanalquerschnitt hinein nachrutschen kann.

    [0063] In Fig. 6 ist ein Ausführungsbeispiel gezeigt, bei dem wenigstens ein Auftriebselement 70 vorgesehen ist, das mit einer Auftriebskraft 72 auf das bahnenförmige Mattenmaterial 20 einwirkt, wobei die Auftriebskraft des wenigstens einen Auftriebselements für ein sukzessives Absenken, beispielsweise das Absenken 28 reduzierbar ist.

    [0064] Gemäß einem weiteren Beispiel sind in dem bahnenförmigen Mattenmaterial Auftriebshohlräume 74 vorgesehen, die mit Luft gefüllt sind und die Auftriebskraft zur Verfügung stellen, wie dies in Fig. 7A in einem Querschnitt durch das bahnenförmige Mattenmaterial 20 sowie in einem ausschnittsweisen Längsschnitt in Fig. 7B gezeigt ist. Für das sukzessive Absenken ist beispielsweise eine Ventileinrichtung 76 zum Ablassen der Luft vorgesehen. Beispielsweise sind die Auftriebshohlräume 74 als Luftschläuche 78 ausgebildet.

    [0065] In Fig. 8 ist in einem Längsschnitt ein Beispiel gezeigt, bei dem das Kanalabdichtungssystem 10 mit einer Stabilisierungsvorrichtung 80 versehen ist, um das bahnenförmige Mattenmaterial 20 während des Absenkens 28 wenigstens in einer Strömungsrichtung 82 zu halten. Beispielsweise ist die Stabilisierungsvorrichtung 80 ein quer zur Strömungsrichtung verlaufendes Profil, an dem ein oberstromiger Rand des bahnenförmigen Mattenmaterials 20 gehalten ist, was mit einer Haltelinie 83 angedeutet ist. Die Stabilisierungsvorrichtung 80 kann beispielsweise in der Höhe beweglich gehalten sein, was mit einem Doppelpfeil 84 angedeutet ist. Dadurch ist es möglich, auch bei größeren Durchflussmengen, also größeren oder höheren Fließgeschwindigkeiten, beispielsweise bei seitlichen Aufkantungen und einem ausgebildeten wannenförmigen Becken 44 das bahnenförmige Mattenmaterial 20 an der richtigen Stelle temporär zu halten und auch während des Absenkvorgangs den zuverlässigen Halt zu gewährleisten, bzw. die Position beim Platzieren bzw. Absenken steuern zu können.

    [0066] Fig. 9 zeigt einen Kanalabschnitt 100 mit seitlichen Kanalbegrenzungsflächen 102 und untere Kanalbegrenzungsfläche 104. Außerdem sind beispielsweise seitliche Böschungsbereiche in Form von Dammkronenbereichen 106, oder auch andere Randbereiche vorgesehen. Darüber hinaus ist ein Wasserpegel 108 vorgesehen, sowie ein bahnenförmiges Mattenmaterial 110. Bei dem bahnenförmigen Mattenmaterial 110 handelt es sich beispielsweise um das bahnenförmige Mattenmaterial 20, das anhand der vorhergehenden Figuren bereits beschrieben worden ist. Das bahnenförmige Mattenmaterial 110 ist zum Abdichten von wenigstens Teilbereichen der Kanalbegrenzungsflächen vorgesehen und ist wenigstens teilweise mit Hohlräumen 112 zur Aufnahme eines Tragmaterials 114 ausgebildet für ein sukzessives Absenken 116 des bahnenförmigen Mattenmaterials 110 bis zur Auflage auf einer Kanalgrundfläche, beispielsweise der unteren Kanalbegrenzungsfläche 104. Dabei ist das bahnenförmige Mattenmaterial 110 auf dem Wasserpegel 108 schwimmend angeordnet.

    [0067] In einem weiteren, nicht gezeigten Ausführungsbeispiel ist ein Kanalabschnitt vorgesehen, mit seitlichen und unteren Kanalbegrenzungsflächen sowie einem Wasserpegel. Außerdem ist ein Kanalabdichtungssystem nach einem der vorhergehend beschriebenen Beispiele des Kanalabdichtungssystems 10 vorgesehen. Fig. 10 zeigt ein Beispiel für ein Verfahren 200 zum Abdichten eines Kanals in wasserführendem Zustand, bei dem die folgenden Schritte vorgesehen sind: In einem ersten Schritt 210 erfolgt ein Ausbringen eines bahnenförmigen Mattenmaterials auf einem ersten Bereich der Wasseroberfläche des Kanals, wobei das bahnenförmige Mattenmaterial zur Aufnahme eines Tragmaterials wenigstens teilweise mit Hohlräumen ausgebildet ist. In einem zweiten Schritt 212 erfolgt ein Einbringen des Tragmaterials in wenigstens einen Teil der Hohlräume. In einem dritten Schritt 214 ist ein sukzessives Absenken des bahnenförmigen Mattenmaterials bis zur Auflage auf einer Kanalgrundfläche vorgesehen. Der erste Schritt 210 wird auch als Schritt a) bezeichnet, der zweite Schritt 212 als Schritt b) und der dritte Schritt 214 als Schritt c).

    [0068] Beispielsweise wird als Tragmaterial ein Betonwerkstoff verwendet, und als bahnenförmiges Mattenmaterial eine flexible Betonschalungshülle mit einer Vielzahl von Hohlräumen zur Aufnahme des Betonwerkstoffs.

    [0069] In einem weiteren (nicht gezeigten) Ausführungsbeispiel wird unterhalb des bahnenförmigen Mattenmaterials ein bahnenförmiges Dichtungsmaterial angeordnet.

    [0070] Beispielsweise ist in Schritt a) vorgesehen, dass das bahnenförmige Mattenmaterial und/oder bahnenförmiges Dichtungsmaterial, das unterhalb des bahnenförmigen Mattenmaterials angeordnet wird, derart mit seitlichen Aufkantungen ausgebracht wird, dass ein wannenförmiges Becken mit einem umlaufenden Rand und einer Grundfläche gebildet wird, wobei der Rand oberhalb eines umgebenden Wasserspiegels des abzudichtenden Kanals angeordnet wird. Nach Schritt b) wird eine Verbindung zwischen dem wannenförmigen Becken und dem umgebenden Wasserspiegel gebildet, um den Absenkvorgang auszuführen.

    [0071] Gemäß einem weiteren (nicht gezeigten) Beispiel ist vorgesehen, dass in Schritt b) in das bahnenförmige Mattenmaterial in einem mittleren Bereich Tragmaterial eingebracht wird, wobei der mittlere Bereich als Kanalsohlenabdeckung vorgesehen ist. Nach Schritt c) werden seitliche Bereiche des bahnenförmigen Mattenmaterials mit dem Tragmaterial befüllt, die an seitlichen Böschungsbereichen anliegen.

    [0072] In einem weiteren Beispiel ist vorgesehen, dass die Schritte a) bis c) wiederholt werden, was in Fig. 10 mit einem gestrichelten Pfeil 215 angedeutet ist. Die Wiederholung ist in Fig. 10 als mögliche Option gezeigt und ist nicht als zwingend vorhandenes Merkmal der oberhalb beschriebenen Beispiele zu verstehen. Bei der Wiederholung ist vorgesehen, dass in Schritt a) das bahnenförmige Mattenmaterial derart auf einem zweiten Bereich der Wasseroberfläche des Kanals ausgebracht wird, und in Schritt c) das Absenken derart erfolgt, dass sukzessive eine vollflächige Kanalabdichtung entsteht.

    [0073] In Fig. 11 ist ein weiteres Beispiel des Verfahrens 200 gezeigt, bei dem ein erster Schritt 210' vorgesehen ist, in welchem ein Ausbringen einer Betonschalungshülle auf einem ersten Bereich der Wasseroberfläche des Kanals erfolgt, wobei die Betonschalungshülle wenigstens teilweise mit Hohlräumen zur Aufnahme eines Betonmaterials ausgebildet ist. In einem zweiten Schritt 212' ist ein Einbringen von Betonmaterial in wenigstens einen Teil der Hohlräume in einem mittleren Bereich der Betonschalungshülle vorgesehen, wobei der mittlere Bereich als Kanalsohlenabdeckung vorgesehen ist. In einem dritten Schritt 214' erfolgt ein sukzessives Absenken der Betonschalungshülle mit zur Auflage auf einer Kanalgrundfläche. In einem vierten Schritt 216 erfolgt ein Einbringen des Betonmaterials in seitliche Bereiche der Betonschalungshülle, die an seitlichen Böschungsbereichen des Kanals anliegen. Der erste Schritt 210' wird auch als Schritt a) bezeichnet, der zweite Schritt 212' als Schritt b), der dritte Schritt 214' als Schritt c) und der vierte Schritt 216 als Schritt d).

    [0074] Als Option ist in einem weiteren Beispiel vorgesehen, dass die Schritte a) bis d) wiederholt werden, was mit einem gestrichelten Pfeil 217 angedeutet ist. Bei der Wiederholung wird in Schritt a) die Betonschalungshülle derart auf einem zweiten Bereich der Wasseroberfläche des Kanals ausgebracht, und in Schritt c) erfolgt das Absenken derart, dass sukzessive eine vollflächige Kanalabdichtung entsteht.

    [0075] Im Folgenden soll anhand verschiedener Zustände ein weiteres Beispiel für ein Abdichten eines Kanals in wasserführendem Zustand erläutert werden.

    [0076] In Fig. 12A ist in einem Längsschnitt ein Kanalbereich 310 gezeigt, bei dem ein Wasserspiegel 312 vorgesehen ist. Mit einer Linie 314 ist eine Kanalsohle angedeutet. Im oberen Bereich des Wasserspiegels 312 ist ein Kanalabdichtungssystem vorgesehen mit einem bahnenförmigen Mattenmaterial 316, das auf einem bahnenförmigen Dichtungsmaterial 318 aufliegt. Das bahnenförmige Dichtungsmaterial 318 ist beispielsweise eine Kunststoffdichtungsbahn (KDB) und weist seitliche Aufkantungen 320 auf, um eine Art wannenförmiges Becken 321 zu bilden.

    [0077] In Fig. 12B ist die Situation aus Fig. 12A in einem Querschnitt gezeigt. Das bahnenförmige Dichtungsmaterial 318, beispielsweise die KDB ist seitlich an Uferbereichen hochgezogen. Wie bereits in Fig. 12A angedeutet, verfügt das bahnenförmige Mattenmaterial 316 über Hohlräume 322, die in einem mittleren Bereich 324 beispielsweise mit Beton gefüllt sind und die in seitlichen Bereichen 325 ungefüllt sind. Der mittlere Bereich 324 befindet sich beispielsweise oberhalb der Kanalsohle 314 und die seitlichen, unbefüllten Bereiche 325 befinden sich oberhalb von seitlichen Böschungsbereichen 326. Die Kunststoffdichtungsbahn, bzw. das bahnenförmige Dichtungsmaterial 318, kann beispielsweise auf Dammkronenbereichen 328 abgelegt sein, um eine nötige Länge zur Verfügung zu stellen, die während des Absenkvorgangs benötigt wird.

    [0078] In Fig. 12C ist ein Zustand gezeigt, bei dem der Wannenbereich, bzw. das wannenförmige Becken 321, mit Wasser geflutet ist, wodurch ein Absenken 330 bewirkt wird. Da der Beton in den Hohlräumen 322 noch flüssig bzw. zähflüssig ist, erfolgt eine Art Durchhängen des bahnenförmigen Mattenmaterials 316 zusammen mit dem bahnenförmigen Dichtungsmaterial 318, beispielsweise in Form einer Parabel, wie dies in Fig. 12C angedeutet ist.

    [0079] Durch Schwerkraft erfolgt anschließend ein Absenken auf die Kanalsohle 314, wie dies in Fig. 12D angedeutet ist.

    [0080] Wie in Fig. 12E gezeigt, erfolgt anschließend ein Verfüllen der seitlichen Bereiche 325, beispielsweise von Land aus. Dabei können auch einzelne Bereiche separat verfüllt werden, wie dies mit Bezugszeichen 332 angedeutet ist.

    [0081] In Fig. 12F ist in einem Endzustand 334 gezeigt, dass durch die aufgefüllten seitlichen Böschungsbereiche 332 und die verfüllten Bereiche 322 im Bereich der Kanalsohle 314 eine durchgehende Abdichtung zur Verfügung gestellt wird.

    [0082] Anschließend werden die beschriebenen Schritte beispielswiese in Längsrichtung des Kanals versetzt wiederholt, um so in Richtung des Kanals fortlaufend die Dichtung zu erweitern. Wenn die Abdichtung in einem Vorgang nicht in gesamter Breite eingebracht wird, erfolgt eine Wiederholung auch in Richtung des Kanalquerschnitts versetzt.

    [0083] Die oberhalb beschriebenen Ausführungsbeispiele können in unterschiedlicher Art und Weise kombiniert werden. Insbesondere können auch Aspekte des Verfahrens für Ausführungsformen der Vorrichtungen sowie Verwendung der Vorrichtungen verwendet werden und umgekehrt.

    [0084] Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass "umfassend" keine anderen Elemente oder Schritte ausschließt und "eine" oder "ein" keine Vielzahl ausschließt. Ferner sei darauf hingewiesen, dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele und Aspekte beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer, oben beschriebener Ausführungsbeispiele und Aspekte verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als Einschränkung anzusehen.


    Ansprüche

    1. Kanalabdichtungssystem (10) zum Abdichten eines Kanals (12) in wasserführendem Zustand, mit:

    - einer Ausbringvorrichtung (16);

    - einem bahnenförmige Mattenmaterial (20),

    - einem Tragmaterial (24) und

    - einer Einbringvorrichtung (18);

    wobei die Ausbringvorrichtung (16) ausgebildet ist, das bahnenförmige Mattenmaterial (20) auf einem ersten Bereich einer Wasseroberfläche eines Kanals auszubringen, so dass das bahnenförmige Mattenmaterial (20) auf dem Wasserpegel schwimmend angeordnet ist; wobei das bahnenförmige Mattenmaterial (20) wenigstens teilweise mit Hohlräumen (22) zur Aufnahme des Tragmaterials (24) ausgebildet ist;
    wobei die Einbringvorrichtung (18) ausgebildet ist, das Tragmaterial (24) in wenigstens einen Teil der Hohlräume (22) einzubringen für ein sukzessives Absenken des bahnenförmigen Mattenmaterials (20) bis zur Auflage auf einer Kanalgrundfläche (26) gekennzeichnet dadurch, dass die Ausbringvorrichtung eine Haltevorrichtung (52) aufweist, die ausgebildet ist das bahnenförmige Mattenmaterial (20) zwischen zwei sich gegenüberliegenden Uferbereichen des Kanals zu halten; wobei das bahnenförmige Mattenmaterial (20) auf dem Wasser aufliegt oder wenigstens teilweise in das Wasser eingetaucht ist.
     
    2. Kanalabdichtungssystem nach Anspruch 1, wobei das bahnenförmige Mattenmaterial eine Betonschalungshülle (32) ist mit einer Vielzahl von Hohlräumen (34) zur Aufnahme des Tragmaterials, und wobei als Tragmaterial vorgesehen ist:

    i) aushärtendes Gemisch; und/oder

    ii) Schüttmaterial.


     
    3. Kanalabdichtungssystem nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Ausbringvorrichtung ausgebildet ist unterhalb des bahnenförmigen Mattenmaterials ein bahnenförmiges Dichtungsmaterial (40) anzuordnen.
     
    4. Kanalabdichtungssystem nach Anspruch 3, wobei die Haltevorrichtung (52) ausgebildet ist das bahnenförmige Dichtungsmaterial zwischen zwei sich gegenüberliegenden Uferbereichen des Kanals zu halten; wobei das bahnenförmige Dichtungsmaterial auf dem Wasser aufliegt oder wenigstens teilweise in das Wasser eingetaucht ist.
     
    5. Kanalabdichtungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Ausbringvorrichtung ausgebildet ist das bahnenförmige Mattenmaterial und/oder das bahnenförmige Dichtungsmaterial derart mit seitlichen Aufkantungen (42) auf der Wasseroberfläche auszubringen, dass es ein wannenförmiges Becken (44) mit einem umlaufenden Rand (46) bildet, wobei der Rand oberhalb eines umgebenden Wasserspiegels (48) des abzudichtenden Kanals angeordnet ist; und
    wobei eine Verbindungsvorrichtung (50) vorgesehen ist, die ausgebildet ist eine Verbindung zwischen dem wannenförmigen Becken und dem umgebenden Wasserspiegel zu bilden.
     
    6. Kanalabdichtungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei wenigstens ein Auftriebselement (70) vorgesehen ist, das mit einer Auftriebskraft (72) auf das bahnenförmige Mattenmaterial einwirkt; wobei die Auftriebskraft des wenigstens einen Auftriebselements für das sukzessive Absenken reduzierbar ist.
     
    7. Kanalabdichtungssystem nach Anspruch 6, wobei in dem bahnenförmigen Mattenmaterial Auftriebshohlräume (74) vorgesehen sind, die mit Luft gefüllt sind und die Auftriebskraft zur Verfügung stellen; und
    wobei für das sukzessive Absenken eine Ventileinrichtung (76) zum Ablassen der Luft vorgesehen ist.
     
    8. Kanalabdichtungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Stabilisierungsvorrichtung (80) vorgesehen ist, um das bahnenförmige Mattenmaterial während des Absenkens wenigstens in Strömungsrichtung zu halten.
     
    9. Kanalabschnitt (100) aufweisend:

    - seitliche (102) und untere (104) Kanalbegrenzungsflächen;

    - einen Wasserpegel (108); und

    - ein Kanalabdichtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8.


     
    10. Verfahren (200) zum Abdichten eines Kanals in wasserführendem Zustand mit einem Kanalabdichtungssystem nach einem der Ansprüche 1-8, umfassend die folgenden Schritte:

    a) Ausbringen (210) des bahnenförmigen Mattenmaterials auf einem ersten Bereich der Wasseroberfläche des Kanals, so dass das bahnenförmige Mattenmaterial auf dem Wasserpegel schwimmend angeordnet ist oder wenigstens teilweise in das Wasser eingetaucht ist; wobei das bahnenförmige Mattenmaterial zwischen zwei sich gegenüberliegenden Uferbereichen des Kanals gehalten wird;
    wobei das bahnenförmige Mattenmaterial wenigstens teilweise mit Hohlräumen zur Aufnahme eines Tragmaterials ausgebildet ist;

    b) Einbringen (212) des Tragmaterials in wenigstens einen Teil der Hohlräume; und

    c) sukzessives Absenken (214) des bahnenförmigen Mattenmaterials bis zur Auflage auf einer Kanalgrundfläche.


     
    11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei in Schritt a) das bahnenförmige Mattenmaterial und/oder ein bahnenförmiges Dichtungsmaterial, das unterhalb des bahnenförmigen Mattenmaterials angeordnet wird, derart mit seitlichen Aufkantungen ausgebracht wird/werden, dass ein wannenförmiges Becken mit einem umlaufenden Rand und einer Grundfläche gebildet wird, wobei der Rand oberhalb eines umgebenden Wasserspiegels des abzudichtenden Kanals angeordnet wird; und wobei nach Schritt b) eine Verbindung zwischen dem wannenförmigen Becken und dem umgebenden Wasserspiegel gebildet wird.
     
    12. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 oder 11, wobei in Schritt b) in das bahnenförmige Mattenmaterial in einem mittleren Bereich Tragmaterial eingebracht wird, wobei der mittlere Bereich als Kanalsohlenabdeckung vorgesehen ist; und
    wobei nach Schritt c) seitliche Bereiche des bahnenförmigen Mattenmaterials mit dem Tragmaterial befüllt werden, die an seitlichen Böschungsbereichen anliegen.
     
    13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, wobei die Schritte a) bis c) wiederholt werden; und
    wobei in der Wiederholung in Schritt a) das bahnenförmige Mattenmaterial derart auf einem zweiten Bereich der Wasseroberfläche des Kanals ausgebracht wird, und in Schritt c) das Absenken derart erfolgt, dass sukzessive eine vollflächige Kanalabdichtung entsteht.
     
    14. Verwendung eines Systems nach einem der Ansprüche 1 bis 8 zum Abdichten eines Kanals.
     


    Claims

    1. Canal sealing system (10) for sealing a canal (12) in a water-bearing state, comprising:

    - a discharging device (16);

    - a sheet-like mat material (20),

    - a support material (24) and

    - an insertion device (18);

    wherein the discharging device (16) is configured to discharge the sheet-like mat material (20) on a first portion of a water surface of a canal so that the sheet-like mat material (20) is floating on the water level; wherein the sheet-like mat material (20) is at least partially formed with cavities (22) for receiving the support material (24);
    wherein the insertion device (18) is configured to insert the support material (24) into at least a part of the cavities (22) for successively lowering the sheet-like mat material (20) until it rests on a canal base surface (26); characterized in that
    the discharging device comprises a holding device (52) configured to hold the sheet-like mat material (20) between two opposite bank portions of the canal; wherein the sheet-like mat material (20) rests on the water or is at least partially immersed in the water.
     
    2. The canal sealing system according to claim 1, wherein the sheet-like mat material is a concrete formwork shell (32) having a plurality of cavities (34) for receiving the support material, and wherein the support material is provided as a supporting material:

    i) curing mixture; and/or

    (ii) bulk material.


     
    3. The canal sealing system according to claim 1 or 2, wherein the discharging device is configured to dispose a sheet-like sealing material (40) beneath the sheet-like mat material.
     
    4. The canal sealing system according to claim 3, wherein the holding device (52) is configured to hold the sheet-like sealing material between two opposite bank portions of the canal; wherein the sheet-like sealing material rests on the water or is at least partially immersed in the water.
     
    5. The canal sealing system according to any of the preceding claims, wherein the discharging device is configured to discharge the sheet-like mat material and/or the sheet-like sealing material with such lateral upstands (42) on the water surface to form a trough-shaped basin (44) having a circumferential edge (46), the edge being disposed above a surrounding water level (48) of the canal to be sealed; and
    wherein a connecting device (50) is provided, which is configured to form a connection between the trough-shaped basin and the surrounding water level.
     
    6. The canal sealing system according to one of the preceding claims, wherein at least one buoyancy element (70) is provided, which acts with a buoyancy force (72) on the sheet-like mat material; wherein the buoyancy force of the at least one buoyancy element can be reduced for successive lowering.
     
    7. The canal sealing system according to claim 6, wherein buoyancy cavities (74) are provided in the sheet-like mat material, which are filled with air and provide the buoyancy force; and
    wherein a valve device (76) for discharging the air is provided for the successive lowering
     
    8. The canal sealing system according to any of the preceding claims, wherein a stabilizing device (80) is provided to hold the sheet-like mat material at least in the direction of flow during the lowering.
     
    9. A canal section (100) comprising:

    - lateral (102) and lower (104) canal boundary surfaces;

    - a water level (108); and

    - a canal sealing system according to any of claims 1 to 8.


     
    10. Method (200) for sealing a canal in a water-bearing state with a canal sealing system according to any of claims 1-8, comprising the following steps:

    a) discharging (210) the sheet-like mat material on a first portion of the water surface of the canal so that the sheet-like mat material rests on the water level or at least partially immersed in the water; wherein the sheet-like mat material is held between two opposite bank areas of the canal;
    wherein the sheet-like mat material is at least partially formed with cavities for receiving a support material;

    b) inserting (212) the support material into at least a portion of the cavities; and

    c) successive lowering (214) of the sheet-like mat material until it rests on a canal base surface.


     
    11. The method according to claim 10, wherein in step a) the sheet-like mat material and/or a sheet-like sealing material, which is arranged below the sheet-like mat material, is/are discharged with lateral upstands in such a way that a trough-shaped basin with a circumferential edge and a base surface is formed, wherein the edge is disposed above a surrounding water level of the lowered mat material.
     
    12. The method according to one of claims 10 or 11, wherein in step b) a supporting material is introduced into the sheet-like mat material in a central portion, the central portion being provided as a canal bottom cover; and
    wherein after step c) lateral portions of the sheet-like mat material are filled with the supporting material, which lie against lateral slope portions.
     
    13. The method according to any of claims 10 to 12, wherein steps a) to c) are repeated; and
    wherein in the repetition in step a) the sheet-like mat material is discharged in such a way on a second portion of the water surface of the canal, and in step c) the lowering happens in such a way that a full-surface canal sealing is successively created.
     
    14. Use of a system according to any of claims 1 to 8 for sealing a canal.
     


    Revendications

    1. Système d'étanchement de canal (10) destiné à étancher un canal (12) dans un état laissant passer l'eau, comportant :

    - un dispositif de déploiement (16) ;

    - un matériau de mat en forme de bande (20),

    - un matériau de base (24) et

    - un dispositif d'introduction (18) ;

    dans lequel le dispositif de déploiement (16) est réalisé pour déployer le matériau de mat en forme de bande (20) sur une première zone d'une surface de l'eau d'un canal, de sorte que le matériau de mat en forme de bande (20) est agencé comme flottant au niveau de l'eau ; dans lequel le matériau de mat en forme de bande (20) est réalisé au moins en partie doté d'espaces creux (22) pour accueillir le matériau de base (24) ;
    dans lequel le dispositif d'introduction (18) est réalisé pour introduire le matériau de base (24) dans au moins une partie des espaces creux (22) afin d'abaisser progressivement le matériau de mat en forme de bande (20) jusqu'à ce qu'il repose sur une surface de fond du canal (26)
    caractérisé en ce que le dispositif de déploiement (16) comporte un dispositif de maintien (52), lequel est réalisé pour maintenir le matériau de mat en forme de bande (20) entre deux berges opposées du canal ; dans lequel le matériau de mat en forme de bande (20) repose sur l'eau ou est au moins partiellement immergé dans l'eau.
     
    2. Système d'étanchement de canal selon la revendication 1, dans lequel le matériau de mat en forme de bande (20) est une enveloppe de coffrage à béton (32) dotée d'une pluralité d'espaces creux (34) pour accueillir le matériau de base, et dans lequel est prévu comme matériau de base :

    i) mélange durcissable ; et/ou

    ii) remblai.


     
    3. Système d'étanchement de canal selon la revendication 1 ou 2, dans lequel le dispositif de déploiement est réalisé pour agencer un matériau de scellement en forme de bande (40) en dessous du matériau de mat en forme de bande.
     
    4. Système d'étanchement de canal selon la revendication 3, dans lequel le dispositif de maintien (52) est réalisé pour maintenir le matériau de scellement en forme de bande entre deux berges opposées du canal ; dans lequel le matériau de scellement en forme de bande repose sur l'eau ou est au moins partiellement immergé dans l'eau.
     
    5. Système d'étanchement de canal selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le dispositif de déploiement est réalisé pour déployer le matériau de mat en forme de bande et/ou le matériau de scellement en forme de bande avec des rebords latéraux (42) sur la surface de l'eau de telle sorte qu'il se forme un bassin en forme de cuvette (44) doté d'un bord périphérique (46), dans lequel le bord est agencé au-dessus d'un niveau d'eau environnant (48) du canal à étancher ; et
    dans lequel un dispositif de raccordement (50) est prévu, lequel est réalisé pour former un raccordement entre le bassin en forme de cuvette et le niveau d'eau environnant.
     
    6. Système d'étanchement de canal selon l'une des revendications précédentes, dans lequel au moins un élément de flottabilité (70) est prévu, lequel agit avec une force de flottabilité (72) sur le matériau de mat en forme de bande ; dans lequel la force de flottabilité de l'au moins un élément de flottabilité peut être réduite pour l'abaissement progressif.
     
    7. Système d'étanchement de canal selon la revendication 6, dans lequel des espaces creux de flottabilité (74) sont prévus dans le matériau de mat en forme de bande, lesquels sont remplis d'air et fournissent la force de flottabilité ; et dans lequel un dispositif de vanne (76) permettant d'évacuer l'air est prévu pour l'abaissement progressif.
     
    8. Système d'étanchement de canal selon l'une des revendications précédentes, dans lequel un dispositif de stabilisation (80) est prévu, afin de maintenir le matériau de mat en forme de bande au moins dans la direction du courant pendant l'abaissement.
     
    9. Section de canal (100) comportant :

    - des surfaces de délimitation de canal latérales (102) et inférieures (104) ;

    - un niveau de l'eau (108) ; et

    - un système d'étanchement de canal selon l'une des revendications 1 à 8.


     
    10. Procédé (200) destiné à étancher un canal (12) dans un état laissant passer l'eau avec un système d'étanchement de canal selon l'une des revendications 1-8, comprenant les étapes suivantes :

    a) déploiement (210) du matériau de mat en forme de bande sur une première zone de la surface de l'eau du canal, de sorte que le matériau de mat en forme de bande est agencé comme flottant au niveau de l'eau ou comme partiellement immergé dans l'eau ; dans lequel le matériau de mat en forme de bande est maintenu entre deux berges opposées du canal ;
    dans lequel le matériau de mat en forme de bande est réalisé au moins en partie doté d'espaces creux pour accueillir un matériau de base ;

    b) introduction (212) du matériau de base dans au moins une partie des espaces creux ; et

    c) abaissement progressif (214) du matériau de mat en forme de bande jusqu'à ce qu'il repose sur une surface de fond du canal.


     
    11. Procédé selon la revendication 10, dans lequel dans l'étape a) le matériau de mat en forme de bande et/ou un matériau de scellement en forme de bande, lequel est agencé en dessous du matériau de mat en forme de bande, est/sont déployé(s) avec des rebords latéraux de telle sorte qu'il se forme un bassin en forme de cuvette doté d'un bord périphérique et d'une surface de fond, dans lequel le bord est agencé au-dessus d'un niveau d'eau environnant du canal à étanchéifier ; et
    dans lequel après l'étape b) un raccordement est formé entre le bassin en forme de cuvette et le niveau d'eau environnant.
     
    12. Procédé selon l'une des revendications 10 ou 11, dans lequel à l'étape b) du matériau de base est introduit dans une zone médiane dans le matériau de mat en forme de bande, dans lequel la zone médiane est prévue comme couverture de lit de canal ; et
    dans lequel après l'étape c) les zones latérales du matériau de mat en forme de bande reposant sur des zones de berges latérales sont remplies avec le matériau de base.
     
    13. Procédé selon l'une des revendications 10 à 12, dans lequel les étapes a) à c) sont répétées ; et
    dans lequel dans la répétition de l'étape a) le matériau de mat en forme de bande est déployé sur une deuxième zone de la surface de l'eau du canal de telle sorte, et dans l'étape c) l'abaissement s'effectue de telle sorte qu'un étanchement de canal complet apparaît progressivement.
     
    14. Utilisation d'un système selon l'une des revendications 1 à 8 pour l'étanchement d'un canal.
     




    Zeichnung




















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente