(19)
(11)EP 2 984 426 B1

(12)EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45)Hinweis auf die Patenterteilung:
10.06.2020  Patentblatt  2020/24

(21)Anmeldenummer: 14715902.4

(22)Anmeldetag:  07.04.2014
(51)Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F25D 23/12(2006.01)
(86)Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2014/056935
(87)Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2014/166871 (16.10.2014 Gazette  2014/42)

(54)

KÄLTEGERÄT MIT ZWEI LAGERKAMMERN

COOLING DEVICE HAVING TWO COMPARTMENTS

APPAREIL FRIGORIFIQUE COMPORTANT DEUX COMPARTEMENTS


(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30)Priorität: 12.04.2013 DE 102013206502

(43)Veröffentlichungstag der Anmeldung:
17.02.2016  Patentblatt  2016/07

(73)Patentinhaber: BSH Hausgeräte GmbH
81739 München (DE)

(72)Erfinder:
  • BAUMANN, Christian
    89567 Sontheim-Brenz (DE)
  • FLICKINGER, Wolfgang
    89428 Syrgenstein (DE)
  • LAIBLE, Karl-Friedrich
    89129 Langenau (DE)
  • LINDEL, Andreas
    89537 Giengen (DE)
  • SCHLANDER, Ulrich
    89278 Nersingen (DE)
  • WEHLAUCH, Marcus
    89520 Heidenheim (DE)


(56)Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 0 727 626
KR-A- 20000 051 790
US-A- 2 745 260
US-A- 6 062 037
WO-A2-2007/019659
KR-A- 20010 027 574
US-A- 2 890 574
US-A1- 2010 257 877
  
      
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kältegerät, insbesondere ein Haushaltskältegerät, mit zwei Lagerkammern nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Ein solches Haushaltskältegerät ist aus US 6 062 037 A1 bekannt.

    [0002] Dieses herkömmliche Gerät weist in seinem unteren Teil eine Frischkühl-Lagerkammer auf; ein oberer Teil ist durch eine vertikale Trennwand in eine zweite Lagerkammer und eine Verdampferkammer unterteilt. Ein Ventilator in der Verdampferkammer treibt den Luftaustausch mit den Lagerkammern an. Ein Teil des vom Ventilator angetriebenen Luftstroms gelangt in die zweite Lagerkammer, der Rest wird der Frischkühl-Lagerkammer über einen Kanal zugeführt, der sich über Rückwand und Boden der Frischkühl-Lagerkammer bis in deren Tür erstreckt.

    [0003] Wie sich die Kaltluft - und mit ihr die Kühlleistung des Verdampfers - auf die Lagerkammern verteilt, hängt von dem Strömungswiderstand ab, dem die Luft auf ihrem Kreislauf ausgesetzt ist. Wenn in einer Lagerkammer der Weg durch Kühlgut verengt ist, verlagert sich der Luftstrom zur anderen Kammer, so dass entweder die eine Lagerkammer unzureichend oder die andere stärker als nötig gekühlt wird.

    [0004] Aufgabe der Erfindung ist daher, ein Kältegerät mit einer oberen und einer unteren Lagerkammer anzugeben, bei dem beide Lagerfächer auf einfache und kostengünstige Weise unterschiedlich temperierbar sind.

    [0005] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Kältegerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1.

    [0006] Indem der Luftdurchgang den Türabsteller überbrückt, wird eine Ablenkung der in die obere Lagerkammer eindringenden Luft an der Unterseite des Türabstellers vermieden, so dass ein maßgeblicher Teil dieses Luftstroms in Türnähe in der oberen Lagerkammer aufsteigen kann.

    [0007] Fach auf seiner gesamten Tiefe von der am Türabsteller abgelenkten Luft durchspült wird, die darüberliegenden Fächer jedoch nicht mehr.

    [0008] Aus KR 2000-0051790 A ist ein Kältegerät bekannt, bei dem ein Gefrierfach und ein Normalkühlfach jeweils einen eigenen Verdampfer haben. Das Normalkühlfach ist durch mehrere Fachböden in Teilfächer unterteilt, die jeweils einen Temperaturfühler aufweisen. Jeder Temperaturfühler steuert einen Lüfter in einem vom Verdampfer zu dem Teilfach führenden Zuführkanal. Ein Rückführkanal erstreckt sich von einem der Teilfächer zurück zum Verdampfer. Ein in der Tür zwischen den Teilfächern verlaufender Kanal erleichtert den Übergang von in einem ersten Teilfach zugeführter Luft in das Teilfach, von dem der Rückführkanal ausgeht und sorgt dabei für eine gleichmäßige und wirksame Kühlung von Kühlgut auf Türabstellern. Der Aufwand, der hier für eine gleichmäßige Temperaturverteilung im Normalkühlfach getrieben wird, ist mit einer Vielzahl von Temperaturfühlern, Zuführkanälen und Lüftern sehr hoch.

    [0009] Aufgabe der Erfindung ist daher, ein Kältegerät mit einer oberen und einer unteren Lagerkammer anzugeben, die unterschiedlich temperiert sind und bei dem eine befriedigend homogene Temperaturverteilung bzw. eine gleichmäßige Durchspülung mit Kaltluft in der oberen Lagerkammer auf einfache Weise erreichbar ist.

    [0010] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Kältegerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Der in der Tür verlaufende Luftdurchgang erlaubt es, eine Ablenkung der in die obere Lagerkammer eindringenden Luft an der Unterseite des Türabstellers zu vermeiden, so dass ein maßgeblicher Teil dieses Luftstroms in Türnähe in der oberen Lagerkammer aufsteigen kann.

    [0011] Oberer und unterer Bereich der oberen Lagerkammer sind vorzugsweise durch wenigstens eine Auflage für einen Fachboden voneinander getrennt. Eine solche Ablage kann in herkömmlicher Weise an Seitenwänden des Korpus abgeformt sein.

    [0012] Wenn zwischen unterem und oberem Bereich der oberen Lagerkammer ein Fachboden angeordnet ist, dann sollte dieser sowohl von der Tür in geschlossener Stellung als auch von einer Rückwand des Korpus jeweils durch einen Spalt beabstandet sein. Indem die vordere Kante eines solchen Fachbodens in den an der Tür der oberen Lagerkammer aufsteigenden Luftstrom eingreift, lenkt der Fachboden einen Teil des Luftstroms in ein unter ihm liegendes Fach der oberen Lagerkammer ab. Dieser abgetrennte Teil durchspült das Fach auf seiner gesamten Tiefe und steigt schließlich durch den Spalt zwischen Fachboden und Rückwand zum Luftauslass der oberen Lagerkammer hinauf. Der Teil des Luftstroms, der zwischen der Vorderkante des Fachbodens und der Tür aufsteigt, kann an einem zweiten Fachboden nochmals unterteilt werden, um ein zwischen den Fachböden liegendes Fach zu durchspülen, oder er wird an einer Decke der oberen Lagerkammer zum Auslass hin abgelenkt.

    [0013] Der Luftauslass der oberen Lagerkammer befindet sich zweckmäßigerweise in einer von Decke und Rückwand der oberen Lagerkammer gebildeten Ecke.

    [0014] Um eine gleichmäßige Verteilung des Luftstroms über die Breite der oberen Lagerkammer hinweg zu gewährleisten, ist es wünschenswert, auch den Durchgang breit zu machen. Dessen Breite sollte wenigstens die halbe Breite, vorzugsweise wenigstens dreiviertel der Breite dieses Türabstellers ausmachen.

    [0015] Die Tür kann in fachüblicher Weise eine Wärmedämmschicht und eine sich zwischen der Wärmedämmsicht und den Lagerkammern erstreckende Innenwand umfassen. Die Innenwand kann dann zweckmäßigerweise eine Aussparung aufweisen, durch die der Luftdurchgang verläuft.

    [0016] Im einfachsten Fall kann eine Wand des Türabstellers auch den Durchgang begrenzen. Bevorzugt ist jedoch, dass die Aussparung teilweise von einer Wandplatte überdeckt ist.

    [0017] Eine solche Wandplatte kann in ähnlicher Weise wie der Türabsteller an Nocken der Innenwand aufgehängt sein.

    [0018] Die Wandplatte kann so geformt sein, dass sie und eine sich zwischen den Lagerkammern erstreckende Trennwand des Korpus bei geschlossener Tür einen Spalt begrenzen, dessen Querschnitt kleiner ist als der des Luftdurchgangs. So kann mit Hilfe der Trennwand erzwungen werden, dass von der unteren zur oberen Lagerkammer überströmende Luft zumindest überwiegend den Luftdurchgang passiert.

    [0019] Insbesondere kann die Wandplatte zu diesem Zweck eine schräg nach unten auf die Trennwand zulaufende Schürze umfassen.

    [0020] Um den Querschnitt des Spalts zu minimieren, erstreckt sich die Schürze vorzugsweise über die gesamte Breite der Trennwand.

    [0021] Vom Luftauslass der oberen Lagerkammer aus kann ein Ansaugkanal in einer Rückwand des Korpus abwärts zu einer Verdampferkammer verlaufen.

    [0022] Eine solche Verdampferkammer kann insbesondere in Höhe der unteren Lagerkammer angeordnet sein.

    [0023] Vorzugsweise handelt es sich bei der unteren Lagerkammer um ein Frischkühlfach und bei der oberen um ein Normalkühlfach.

    [0024] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren. Es zeigen:
    Fig. 1
    einen schematischen Schnitt durch ein erfindungsgemäßes Kältegerät;
    Fig. 2
    eine perspektivische Ansicht einer Innenwand der Tür des Kältegeräts;
    Fig. 3
    eine perspektivische Ansicht einer Wandplatte;
    Fig. 4
    die Innenwand aus Fig. 2 mit der daran montierten Wandplatte.


    [0025] Fig. 1 zeigt in einem schematischen Schnitt ein NoFrost-Kältegerät gemäß einer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung. Das Kältegerät umfasst in fachüblicher Weise einen Korpus 1 und eine an den Korpus angeschlagene Tür 2, die einen Innenraum begrenzen. Eine horizontale Trennwand 3 gliedert den Innenraum in eine als Normalkühlfach fungierende obere Lagerkammer 4 und einen unteren Teil, der seinerseits durch eine vertikale Trennwand 5 in eine untere Lagerkammer 6 zwischen der Tür 2 und der Trennwand 5 und eine Verdampferkammer 7 zwischen der Trennwand 5 und einer Rückwand 8 des Korpus gegliedert ist.

    [0026] An einem Durchgang 9 der Trennwand 5 ist ein Ventilator 10 angeordnet, um Luft durch einen in der Verdampferkammer 7 untergebrachten Verdampfer 11 hindurchzusaugen und die so abgekühlte Luft in die untere Lagerkammer 6 einzublasen.

    [0027] An einer vorderen oberen Ecke der unteren Lagerkammer 6 ist ein Luftdurchgang 12 gebildet, der zur oberen Lagerkammer 4 führt. Die obere Lagerkammer 4 hat wiederum einen Luftauslass 13 benachbart zu einer von Rückwand 8 und Decke 14 des Korpus 1 gebildeten Ecke. Von diesem Luftauslass 13 aus erstreckt sich ein Ansaugkanal 15 an der Rückwand 8 abwärts, zurück zur Verdampferkammer 7. Der Ansaugkanal 15 kann, wie in der Figur angedeutet, durch eine flache, in die Rückwand 8 eingetiefte Rille und eine die Rille überdeckende Wandplatte 16 gebildet sein.

    [0028] In fachüblicher Weise sind an den Seitenwänden der oberen Lagerkammer 4 in unterschiedlichen Höhen Auflagen 17 ausgeformt, von denen manche einen Fachboden 18 tragen. Zwischen den Hinterkanten der Fachböden 18 und der Rückwand 8 bzw. der Wandplatte 16 ist jeweils ein Spalt 19 freigehalten. In entsprechender Weise sind die Vorderkanten der Fachböden 18 von einer vertikalen Ebene, die durch der Rückwand 8 zugewandte Seitenwände 20 von Türabstellern 21, 22 verläuft, durch einen Spalt 23 getrennt.

    [0029] Die Tür 2 ist in fachüblicher Weise aufgebaut aus einer zum Beispiel aus Blech geformten festen Außenwand 24, einer aus Kunststoff-Flachmaterial tiefgezogenen Innenwand 25 und einer den Zwischenraum zwischen Außen- und Innenwand ausfüllenden Wärmedämmschicht 26.

    [0030] Die Innenwand 25 ist in Fig. 2 in einer perspektivischen Ansicht gezeigt. In einem unteren Bereich der Innenwand 25 ist ein flacher Vorsprung 27 geformt, dessen Breite und Höhe im Wesentlichen denen der unteren Lagerkammer 6 entsprechen, und der bei geschlossener Tür 2 in die Lagerkammer 6 eingreift. An den Vorsprung 27 schließt sich nach oben eine flache Vertiefung 28 an, die sich, die Trennwand 3 überbrückend, teilweise in Höhe der unteren Lagerkammer 6, teilweise in Höhe der oberen Lagerkammer 4 erstreckt. In ihrem in die obere Lagerkammer 4 eingreifenden Teil ist die Vertiefung 28 flankiert von Holmen 29, die sich im Wesentlichen über die gesamte Höhe der oberen Lagerkammer 4 erstrecken und an ihren einander zugewandten Flanken in fachüblicher Weise Nocken 30 tragen, die vorgesehen sind, um daran die Türabsteller 21, 22 aufzuhängen.

    [0031] Das unterste Paar dieser Nocken 30 befindet sich in Höhe der Vertiefung 28. Die Breite der Vertiefung 28 ist geringfügig kleiner als der Abstand zwischen den einander zugewandten Flanken der Holme 29, so dass zwischen diesen Flanken und Seitenwänden 31 auf beiden Seiten der Vertiefung 28 ein schmaler nicht vertiefter Streifen 32 der Wandfläche bestehen bleibt, der zur Abstützung einer türseitigen Seitenwand des an dem untersten Paar Nocken 30 aufgehängten Türabstellers 21 (siehe Fig. 1) dient. Weitere Nocken 33 sind an den beiden Seitenwänden 31 der Vertiefung 28 abgeformt.

    [0032] Diese letzteren Nocken 33 dienen zur Verankerung einer in Fig. 3 in perspektivischer Ansicht gezeigten Wandplatte 34. Die Wandplatte 34 umfasst eine zentrale Planfläche 35, von deren Rückseite an ihren seitlichen Rändern zwei Stege 36 abstehen. Nur einer dieser Stege 36 ist in Fig. 3 sichtbar. Die Stege 36 sind mit zu den Nocken 33 komplementären Kerben 37 versehen, die es erlauben, die Wandplatte 34 in die Vertiefung 28 so einzuhängen, dass die Wandplatte 34 den Luftdurchgang 12 zum Korpus 1 hin begrenzt und die Planfläche 35 mit den zur Vertiefung 28 seitlich benachbarten Streifen 32 der Innenwand 25 bündig ist.

    [0033] Fig. 4 zeigt die Innenwand 25 der Tür 2 mit der in die Vertiefung 28 eingehängten Wandplatte 34. Ein Einlass 38 des Luftdurchgangs 12 ist nach oben begrenzt durch eine Schürze 40, die sich von der Unterkante der Planfläche 35 aus schräg abwärts ins Innere des Korpus 1 hinein erstreckt und in geschlossener Stellung der Tür 2, wie in Fig. 1 gezeigt, in geringem Abstand von der Vorderkante der Trennwand 3 endet. Die Schürze 40 ist breiter als die Planfläche 35 und greift seitwärts von der Vertiefung 28 auf die seitlichen Streifen 32 aus. Eine Oberkante der Schürze 40 liegt an den Streifen 32 an; eine Unterkante begrenzt in geschlossener Stellung der Tür 2 zusammen mit der Vorderkante der Trennwand 3 einen Spalt 41 (siehe Fig. 1), dessen Querschnittsfläche allerdings erheblich geringer ist als die der Vertiefung 28, so dass die Kaltluft, die bei laufendem Ventilator 10 von der unteren Lagerkammer 6 in die obere Lagerkammer 4 überströmt, zu einem überwiegenden Teil den Weg durch den Luftdurchgang 12 nimmt.

    [0034] Der freie Querschnitt des Spalts 41 könnte auch verschwinden, insbesondere wenn die Schürze 40 elastisch und in Kontakt mit der Trennwand 3 leicht genug verformbar ist, um das Schließen der Tür 2 nicht zu behindern.

    [0035] Im hier betrachteten Fall ist ein nicht verschwindender Querschnitt des Spalts 41 durchaus erwünscht, um einen Teil der in die obere Lagerkammer 4 fließenden Luft durch den Spalt 41 hindurchtreten und von unten gegen den Türabsteller 21 stoßen zu lassen und so diese Luft im Wesentlichen horizontal in Richtung der Rückwand 8 abzulenken. So durchströmt diese Luft ein von der Trennwand 3 und dem untersten Fachboden 18 begrenztes unterstes Fach 42 der oberen Lagerkammer 4 bis zur Rückwand 8, um dann an dieser durch die Spalte 19 hindurch bis zum Luftauslass 13 anzusteigen.

    [0036] Der überwiegende Teil der in die obere Lagerkammer 4 zufließenden Luft durchläuft den Luftdurchgang 12 und gelangt an dessen Auslass 39 oberhalb des Türabstellers 21 und im Wesentlichen auch oberhalb des Fachs 42 in die obere Lagerkammer 4. Der Auslass 39 ist von dem nächsthöheren Türabsteller 22 weit genug entfernt, um eine Ablenkung der hindurchtretenden Luft in die Horizontale an der Unterseite dieses Türabstellers 22 zu vermeiden. Der über den Auslass 39 in die obere Lagerkammer 4 eintretende Luftstrom strömt hier eine Vorderkante des zweituntersten Fachbodens 18 an und teilt sich an diesem in einen Zweig, der das zweitunterste Fach 43 durchspült, um anschließend entlang der Rückwand 8 zum Luftauslass 13 aufzusteigen, und einen Zweig, der durch den Spalt 23 an der Vorderkante dieses Fachbodens 18 aufsteigt, um die darüber liegenden Fächer 44 jeweils von vorn bis hinten zu durchspülen. So wird die aus der unteren Lagerkammer 6 zuströmende Kaltluft weitgehend gleichmäßig auf sämtliche Fächer 42, 43, 44 der oberen Lagerkammer 4 verteilt, und es gibt, abgesehen vom Inneren eines Butterfachs 45, keine größeren Bereiche in der oberen Lagerkammer 4, die von der Luftzirkulation so stark abgeschnitten sind, dass sie eine deutlich höhere Temperatur als die der durchströmtem Fächer 42, 43, 44 erreichen könnten.


    Ansprüche

    1. Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät, mit einem Korpus (1), einer Tür (2) und temperierten Lagerkammern (4, 6), wobei wenigstens ein Türabsteller (21) in die obere Lagerkammer (4) eingreift und ein Luftdurchgang (12) sich in der Tür (2) erstreckt und einen Einlass (38) in der unteren Lagerkammer (6) aufweist, wobei beide Lagerkammern (4, 6) von dem Korpus (1) und einer gleichen Tür (2) umschlossen sind, wobei der Luftdurchgang (12), um beide Lagerkammern (4, 6) nacheinander mit einem Kaltluftstrom zu durchspülen einen Auslass (39) in einem unteren Bereich der oberen Lagerkammer (4) aufweist, wobei ein Luftauslass (13) in einem oberen Bereich der oberen Lagerkammer (4) vorgesehen ist, und wobei der Luftdurchgang (12) den wenigstens einen an der Tür (2) montierten Türabsteller (21) überbrückt, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerkammern (4, 6) unterschiedlich temperiert sind, dass eine obere (4) der Lagerkammern durch Fachböden (18) in Fächer (42, 43, 44) unterteilbar ist und wärmer ist als die untere Lagerkammer (6).
     
    2. Kältegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass unterer und oberer Bereich der oberen Lagerkammer (4) durch wenigstens eine Auflage (17) für einen Fachboden (18) voneinander getrennt sind.
     
    3. Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein zwischen unterem und oberem Bereich der oberen Lagerkammer (4) angeordneter Fachboden (18) sowohl von der Tür (2) in geschlossener Stellung als auch von einer Rückwand (8) des Korpus (1) jeweils durch einen Spalt (23; 19) beabstandet ist.
     
    4. Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftauslass (13) der oberen Lagerkammer (4) in einer von Decke (14) und Rückwand (8) des Korpus (1) gebildeten Ecke der oberen Lagerkammer (4) angeordnet ist.
     
    5. Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftdurchgang (12) sich wenigstens über die halbe Breite, vorzugsweise wenigstens drei Viertel der Breite, des Türabstellers (21) erstreckt.
     
    6. Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tür (2) eine Wärmedämmschicht (26) und eine sich zwischen der Wärmedämmschicht (26) und den Lagerkammern (4, 6) erstreckende Innenwand (25) umfasst, und dass die Innenwand (25) eine Aussparung (28) aufweist, durch die der Luftdurchgang (12) verläuft.
     
    7. Kältegerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (28) teilweise von einer Wandplatte (34) überdeckt ist.
     
    8. Kältegerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandplatte (34) an Nocken (33) der Innenwand (25) aufgehängt ist.
     
    9. Kältegerät nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandplatte (34) und eine sich zwischen den Lagerkammern (4, 6) erstreckende Trennwand (3) des Korpus (1) bei geschlossener Tür (2) einen Spalt (41) begrenzen, dessen Querschnitt kleiner ist als der des Luftdurchgangs (12).
     
    10. Kältegerät nach Anspruch 7, 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandplatte (34) eine Schürze (40) umfasst, die schräg nach unten auf die Trennwand (3) zuläuft.
     
    11. Kältegerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schürze (40) sich über die gesamte Breite der Trennwand (3) erstreckt.
     
    12. Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ansaugkanal (15) in einer Rückwand (8) des Korpus (1) vom Luftauslass (13) abwärts zu einer Verdampferkammer (7) verläuft.
     
    13. Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verdampferkammer (7) in Höhe der unteren Lagerkammer (6) angeordnet ist.
     
    14. Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Lagerkammer (6) ein Frischkühlfach und die obere Lagerkammer (4) ein Normalkühlfach ist.
     


    Claims

    1. Refrigerator, in particular a household refrigerator, comprising a body (1) and a door (2) and temperature-controlled storage chambers (4, 6), wherein at least one door rack (21) encroaches into the upper storage chamber (4) and an air passage (12) extends in the door (2) and has an inlet (38) in the lower storage chamber (6), wherein both storage chambers (4, 6) are enclosed by the body (1) and a similar door (2), wherein the air passage (12), in order to route a cold air flow successively through the two storage chambers (4, 6), has an outlet (39) in a lower region of the upper storage chamber (4), wherein an air outlet (13) is provided in an upper region of the upper storage chamber (4), and wherein the air passage (12) bridges the at least one door rack (21) mounted on the door (2), characterised in that the storage chambers (4, 6) have different temperatures, that an upper (4) storage chamber can be divided into compartments (42, 43, 44) by means of shelves (18) and is warmer than the lower storage chamber (6) .
     
    2. Refrigerator according to claim 1, characterised in that the lower and upper regions of the upper storage chamber (4) are separated from one another by at least one support (17) for a shelf (18).
     
    3. Refrigerator according to one of the preceding claims, characterised in that a shelf (18) arranged between the upper and lower regions of the upper storage chamber (4) is spaced away both from the door (2) in the closed position and also from a rear wall (8) of the body (1) by means of a gap (23; 19) in each case.
     
    4. Refrigerator according to one of the preceding claims, characterised in that the air outlet (13) in the upper storage chamber (4) is arranged in a corner of the upper storage chamber (4) formed by ceiling (14) and rear wall (8) of the body (1).
     
    5. Refrigerator according to one of the preceding claims, characterised in that the air passage (12) extends over at least half the width, preferably at least three-quarters of the width, of the door tray (21).
     
    6. Refrigerator according to one of the preceding claims, characterised in that the door (2) comprises a thermal insulation layer (26) and an internal wall (25) extending between the thermal insulation layer (26) and the storage chambers (4, 6), and that the internal wall (25) has an opening (28) through which the air passage (12) passes.
     
    7. Refrigerator according to claim 6, characterised in that the opening (28) is partially covered by a wall panel (34).
     
    8. Refrigerator according to claim 7, characterised in that the wall panel (34) is hung on lugs (33) on the internal wall (25).
     
    9. Refrigerator according to claim 7 or 8, characterised in that the wall panel (34) and a separating wall (3) of the body (1) extending between the storage chambers (4, 6) delimit a gap (41) when the door (2) is closed, the cross section of which gap (41) is smaller than that of the air passage (12).
     
    10. Refrigerator according to claim 7, 8 or 9, characterised in that the wall panel (34) comprises an apron (40) which slopes downward onto the separating wall (3).
     
    11. Refrigerator according to claim 10, characterised in that the apron (40) extends over the entire width of the separating wall (3).
     
    12. Refrigerator according to one of the preceding claims, characterised in that an inlet duct (15) in a rear wall (8) of the body (1) runs downward from the air outlet (13) to an evaporation chamber (7).
     
    13. Refrigerator according to one of the preceding claims, characterised in that an evaporation chamber (7) is arranged at the level of the lower storage chamber (6).
     
    14. Refrigerator according to one of the preceding claims, characterised in that the lower storage chamber (6) is a fresh food compartment and the upper storage chamber (4) is a normal refrigeration compartment.
     


    Revendications

    1. Appareil frigorifique, en particulier appareil frigorifique ménager avec un corps (1), une porte (2) et des chambres de stockage (4, 6) tempérées, au moins un balconnet de porte (21) s'engageant dans la chambre de stockage supérieure (4) et un passage pour l'air (12) s'étendant dans la porte (2) et comportant une entrée (38) dans la chambre de stockage inférieure (6), les deux chambres de stockage (4, 6) étant entourées par le corps (1) et une porte (2) identique, le passage pour l'air (12) comprenant, pour inonder les deux chambres de stockage (4, 6) l'une après l'autre d'un courant d'air froid, une sortie (39) dans une zone inférieure de la chambre de stockage supérieure (4), une sortie d'air (13) étant prévue dans une zone supérieure de la chambre de stockage supérieure (4), et le passage pour l'air (12) pontant le au moins un balconnet de porte (21) assemblé sur la porte (2), caractérisé en ce que
    les chambres de stockage (4, 6) sont différemment tempérées, en ce qu'une, la (4) supérieure, des chambres de stockage peut être subdivisée par des sols de compartiment (18) en compartiments (42, 43, 44) et est plus chaude que la chambre de stockage inférieure (6).
     
    2. Appareil frigorifique selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une zone inférieure et supérieure de la chambre de stockage supérieure (4) sont séparées l'une de l'autre par au moins un support (17) pour un sol de compartiment (18).
     
    3. Appareil frigorifique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un sol de compartiment (18) situé entre la zone inférieure et la supérieure de la chambre de stockage supérieure (4), est écarté tout autant de la porte (2) en position fermée que d'une paroi arrière (8) du corps (1) à chaque fois par une fente (23; 19).
     
    4. Appareil frigorifique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la sortie d'air (13) de la chambre de stockage supérieure (4) est disposée dans un coin de la chambre de stockage supérieure (4) qui est formé par le plafond (14) et la paroi arrière (8) du corps (1).
     
    5. Appareil frigorifique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le passage pour l'air (12) s'étend au moins sur la moitié de la largeur, de préférence sur au moins trois quarts de la largeur du balconnet de porte (21).
     
    6. Appareil frigorifique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la porte (2) comprend une couche thermo-isolante (26) et une paroi intérieure (25) qui s'étend entre la couche thermo-isolante (26) et les chambres de stockage (4, 6), et en ce que la paroi intérieure (25) comporte un évidement (28) par lequel passe le passage pour l'air (12).
     
    7. Appareil frigorifique selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'évidement (28) est partiellement recouvert par une plaque de paroi (34).
     
    8. Appareil frigorifique selon la revendication 7, caractérisé en ce que la plaque de paroi (34) est suspendue à des taquets (33) de la paroi intérieure (25).
     
    9. Appareil frigorifique selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que la plaque de paroi (34) et une paroi de séparation (3) du corps (1) s'étendant entre les chambres de stockage (4, 6) définissent, porte fermée (2), une fente (41) dont la section est plus petite que celle du passage pour l'air (12).
     
    10. Appareil frigorifique selon la revendication 7, 8 ou 9, caractérisé en ce que la plaque de paroi (34) comprend un tablier (40) qui passe en oblique vers le bas sur la paroi de séparation (3).
     
    11. Appareil frigorifique selon la revendication 10, caractérisé en ce que le tablier (40) s'étend sur toute la largeur de la paroi de séparation (3).
     
    12. Appareil frigorifique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un canal d'aspiration (15) dans une paroi arrière (8) du corps (1) va de la sortie d'air (13) vers le bas vers une chambre d'évaporation (7).
     
    13. Appareil frigorifique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une chambre d'évaporation (7) est disposée à hauteur de la chambre de stockage inférieure (6).
     
    14. Appareil frigorifique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la chambre de stockage inférieure (6) est un compartiment de fraîcheur et la chambre de stockage supérieure (4) est un compartiment froid normal.
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente