(19)
(11)EP 3 017 873 B1

(12)EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45)Hinweis auf die Patenterteilung:
07.04.2021  Patentblatt  2021/14

(21)Anmeldenummer: 15003164.9

(22)Anmeldetag:  04.11.2015
(51)Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B05B 5/16(2006.01)
B05B 12/14(2006.01)
B05B 5/04(2006.01)

(54)

BESCHICHTUNGSSYSTEM ZUM BESCHICHTEN VON GEGENSTÄNDEN

COATING SYSTEM FOR COATING OBJECTS

SYSTEME DE REVETEMENT D'OBJETS


(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30)Priorität: 08.11.2014 DE 102014016552

(43)Veröffentlichungstag der Anmeldung:
11.05.2016  Patentblatt  2016/19

(73)Patentinhaber: Eisenmann SE
71032 Böblingen (DE)

(72)Erfinder:
  • Meier, Ralph
    D-71111 Waldenbuch (DE)

(74)Vertreter: Ostertag & Partner Patentanwälte mbB 
Epplestraße 14
70597 Stuttgart
70597 Stuttgart (DE)


(56)Entgegenhaltungen: : 
EP-A2- 1 134 027
WO-A2-2008/141742
JP-A- 2004 344 788
WO-A2-03/095106
DE-A1-102004 056 789
US-A- 5 096 126
  
      
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Beschichtungssystem zum Beschichten von Gegenständen, umfassend
    1. a) eine elektrostatisch arbeitende Applikationsvorrichtung mit einer Abgabeeinrichtung, mittels welcher ein Beschichtungsmaterial abgebbar ist;
    2. b) wenigstens einen Vorlagebehälter für Beschichtungsmaterial, der über eine Einlassleitung mit einer Eingangs-Ventileinrichtung und über eine Versorgungsleitung mit der Abgabeeinrichtung verbunden ist.


    [0002] Mit derartigen Beschichtungssystemen werden zum Beispiel in der Automobilindustrie Gegenstände wie Fahrzeugkarosserien oder Karosserieteile mit Hilfe der elektrostatisch arbeitenden Applikationseinrichtung beschichtet. Das Beschichtungsmaterial, z.B. ein Lack, wird dabei von der Abgabeeinrichtung abgegeben und einem elektrischen Feld ausgesetzt, in welchem das abgegebene Beschichtungsmaterial ionisiert und auf Grund elektrostatischer Kräfte zu dem Gegenstand transportiert wird, welcher hierzu z.B. auf Massepotential liegt. Eine solche Applikationseinrichtung kann beispielsweise ein Hochrotationszerstäuber sein, bei dem die Abgabeeinrichtung einen rotierenden Glockenteller umfasst, von dem kleinste Lacktröpfchen abgeschleudert werden, so dass sich ein Lacknebel ausbildet.

    [0003] Eine Eingangs-Ventileinrichtung ist in der Praxis ein so genannter Farbwechsler, der in an und für sich bekannter Weise aus Ringleitungen mit unterschiedlichen Medien gespeist wird. Wenn ein Gegenstand mit einer anderen Farbe lackiert werden soll als der zuvor beschichtete Gegenstand, muss ein Farbwechsel durchgeführt werden. Damit ein Farbwechsel möglichst rasch und ohne Zeitverlust erfolgen kann, umfasst ein Beschichtungssystem der eingangs genannten Art häufig zwei Versorgungsstränge, so dass ein Wechselbetrieb erfolgen kann. In der Praxis bedeutet dies, dass die Applikationseinrichtung aus dem einen Versorgungsstrang mit einem ersten Beschichtungsmaterial gespeist wird, während der andere Versorgungsstrang unter Verwendung eines anderen Beschichtungsmaterials vorbereitet wird, so dass ein Farbwechsel in kurzer Zeit durchgeführt werden kann.

    [0004] Bei elektrostatisch arbeitenden Systemen müssen die Leitungen in Richtung von der Applikationseinrichtung weg beim Beschichtungsvorgang eine Isolationsstrecke aufbauen und hierzu zumindest über einen ausreichend langen Abschnitt sauber und trocken sein. Die Leitungen sind entsprechend aus einem elektrisch isolierenden Material gefertigt.

    [0005] Hierzu wird bei vom Markt her bekannten Systemen ein Leitungsabschnitt mit Spülmittel gereinigt und hiernach mit Druckluft trocken geblasen, wodurch eine elektrische Isolationsstrecke etabliert wird.

    [0006] Das Dokument WO 2008/141742 A2 offenbart ein elektrostatisch arbeitendes Beschichtungssystem mit Isolationsstrecke nach dem Stand der Technik. Es ist nun Aufgabe der Erfindung, ein Beschichtungssystem der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welchem die Herstellung einer solchen Isolationsstrecke effektiv unterstützt ist.

    [0007] Diese Aufgabe wird bei einem Beschichtungssystem der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass
    c) eine mechanische Isolationseinrichtung vorhanden ist, welche

    ca) einen Abschnitt der Einlassleitung als Isolationskanal definiert;

    cb) einen Räumkörper umfasst;

    cc) eine mechanische Antriebseinrichtung mit einem Antriebselement umfasst, mittels welchem der Räumkörper in dem Isolationskanal zumindest von einer Parkposition in eine Isolationsposition bewegbar ist, wobei der Räumkörper bei dieser Isolationsbewegung die Innenmantelfläche des Isolationskanals von Material befreit, wodurch zwischen dem Vorlagebehälter und der Eingangs-Ventileinrichtung eine elektrische Isolationsstrecke ausbildbar ist , dass

    d) die Einlassleitung eine Molchleitung umfasst, welche sich zwischen einer Start-Molchstation und einer Ziel-Molchstation erstreckt; und

    e) die Molchleitung stromauf der Isolationseinrichtung angeordnet ist.



    [0008] Erfindungsgemäß wird die Isolationsstrecke folglich zumindest mechanisch unterstützt aufgebaut. Es wurde erkannt, dass dies effektiver und schneller ist im Vergleich zur Reinigung und Trocknung einer Leitung nur mit fluiden Medien. Dabei wird der Räumkörper bei seiner Isolationsbewegung nicht durch ein fluides Medium angetrieben, sondern mechanisch bewegt. Dies garantiert eine eindeutig definierte Position des Räumkörpers.

    [0009] Es ist günstig, wenn der Isolationskanal einen Parkraum für den Räumkörper umfasst, wobei in Richtung auf den Vorlagebehälter zu betrachtet vor dem Parkraum radial ein Leitungs-Teilstück der Einlassleitung von dem Isolationskanal abgeht, welches den Isolationskanal mit dem Vorlagebehälter verbindet. Somit verbleibt zwischen dem Isolationskanal und dem Vorlagebehälter ein Leitungs-Teilstück, welches auch bei aufgebauter Isolationsstrecke gegebenenfalls noch mit leitendem Material gefüllt sein kann, ohne dass dies die Betriebssicherheit negativ beeinflusst.

    [0010] Ein vorteilhaftes Antriebskonzept ist umgesetzt, wenn das Antriebselement der Antriebseinrichtung ein Schubelement ist, welches mit einer Schubwelle oder einer Schubstange verbunden ist. Eine Schubwelle kann im Gegensatz zu einer Schubstange flexibel gebogen werden. Das Schubelement vergrößert insbesondere die Anlagefläche an den Räumkörper, wenn dieser angeschoben wird.

    [0011] Alternativ kann das Antriebselement der Antriebseinrichtung eine Schubwelle oder einer Schubstange sein, welche bewegungsfest mit dem Räumkörper verbunden ist.

    [0012] Es ist bautechnisch günstig, wenn die Schubwelle oder die Schubstange durch eine Durchgangsöffnung in einer Stirnwand des Parkraums hindurch in einen Antriebsraum geführt ist, der neben dem Parkraum angeordnet ist, wo die Schubwelle oder die Schubstange mit einer Antriebseinheit gekoppelt ist.

    [0013] Wenn die Schubwelle vorgesehen ist, ist es von Vorteil, wenn die Antriebseinheit eine Wickeleinrichtung ist, durch welche die Schubwelle aus dem Antriebsraum in den Isolationskanal hinein abwickelbar und aus dem Isolationskanal heraus in den Antriebsraum aufwickelbar ist.

    [0014] Wenn die Schubstange vorgesehen ist, ist es vorteilhaft, wenn die Antriebseinheit eine Zylindereinrichtung ist, bei welcher der Antriebsraum einen Zylinderraum bildet und durch welche die Schubstange in den Isolationskanal hinein oder aus dem Isolationskanal heraus bewegbar ist. Alternativ kann die Schubstange auch über eine elektrisch wirkende Lineareinheit bewegt werden.

    [0015] Vorzugsweise sind der Isolationskanal, der Antriebsraum und die Antriebseinheit in einem Isolationsgehäuse untergebracht. Hierdurch können die Komponenten gegebenenfalls als Baueinheit in eine Leitung eingefügt werden, wobei dann die erforderlichen Anschlussmöglichkeiten vorhanden sind. Zur Reinigung der Einlassleitung umfasst diese eine Molchleitung, welche sich zwischen einer Start-Molchstation und einer Ziel-Molchstation erstreckt.

    [0016] Es ist günstig, wenn die Isolationsstrecke so nah wie möglich am Vorlagebehälter etabliert wird. Daher ist es von Vorteil, wenn die Einlassleitung einen Verbindungsabschnitt definiert, welcher die Zielmolchstation und den Vorlagebehälter verbindet, wobei der Isolationskanal ein Abschnitt des Verbindungsabschnitts ist.

    [0017] Im Hinblick auf die Versorgung des Systems mit Farbe und/oder anderen Medien ist die Eingangs-Ventileinrichtung bevorzugt ein Farbwechsler.

    [0018] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen erläutert. In diesen zeigen
    Figur 1
    schematisch ein Beschichtungssystem mit einer Iso-lationseinrichtung;
    Figur 2
    das Beschichtungssystem nach Figur 1, wobei die Isolationseinrichtung in einer Isolationskonfigu-ration gezeigt ist;
    Figur 3
    schematisch das Beschichtungssystem mit einer Iso-lationseinrichtung gemäß einem zweiten Ausfüh-rungsbeispiel;
    Figur 4
    das Beschichtungssystem nach Figur 3, wobei die Isolationseinrichtung in einer Isolationskonfigu-ration gezeigt ist.


    [0019] Zunächst wird auf Figur 1 Bezug genommen. Dort bezeichnet 10 insgesamt ein Beschichtungssystem zum Beschichten von Gegenständen, beispielsweise von Fahrzeugkarosserien oder von deren Anbauteilen, welche nicht eigens gezeigt sind.

    [0020] Das Beschichtungssystem 10 umfasst eine nur schematisch gezeigte elektrostatisch arbeitende Applikationsvorrichtung 12, die beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ein Hochrotationszerstäuber 14 mit einem rotierenden Glockenteller 16 ist.

    [0021] Die Applikationsvorrichtung 12 umfasst eine Abgabeleitung 18, über welche Beschichtungsmaterial auf einen Gegenstand abgegeben werden kann. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel führt die Abgabeleitung 18 zu dem Glockenteller 16 des Hochrotationszerstäubers 14. Der Glockenteller 16 und die Abgabeleitung 18 bilden somit eine Abgabeeinrichtung.

    [0022] Die Applikationsvorrichtung 12 kann wahlweise aus zwei Versorgungssträngen 20 mit Material versorgt werden, wobei in den Figuren der erste Versorgungsstrang mit 20.1 und der zweite Versorgungsstrang mit 20.2 bezeichnet ist. Der zweite Versorgungsstrang 20.2 ist nur angedeutet und nicht im Detail gezeigt. Der erste und der zweite Versorgungsstrang 20.1 und 20.2 sind beim vorliegenden Ausführungsbeispiel baugleich.

    [0023] Die beiden Versorgungsstränge 20 erstrecken sich jeweils zwischen einer Eingangs-Ventileinrichtung 22 und einer Ausgangs-Ventileinrichtung 24.

    [0024] Die Eingangs-Ventileinrichtung 22 ist beim vorliegenden Ausführungsbeispiel als an und für sich bekannter Farbwechsler 26 ausgebildet, welcher aus Ringleitungen 28 mit unterschiedlichen Medien gespeist werden kann. Außerdem ist die Eingangs-Ventileinrichtung 22 mit einer Arbeitsleitung 30 verbunden. Einerseits kann der Eingangs-Ventileinrichtung 22 über die Arbeitsleitung 30 ein Arbeitsfluid wie Druckluft oder ein Spülmittel zugeführt werden. Andererseits kann die Arbeitsleitung 30 als so genannter Dump dienen, um Material aus dem System herauszuführen.

    [0025] Hierfür ist die Arbeitsleitung 30 ihrerseits in an und für sich bekannter Weise mit einer nicht eigens gezeigten Ventileinrichtung verbunden, welche die Arbeitsleitung 30 mit einer Druckluftquelle, einer Spülmittelquelle und einem Auslass verbinden kann. Wenn nachfolgend weitere Leitungen als Arbeitsleitungen bezeichnet werden, erfüllen diese sinngemäß denselben Zweck und sind mit einer entsprechenden Ventileinrichtung und Materialquellen sowie einem Auslass verbunden.

    [0026] Bei einer nicht eigens gezeigten Abwandlung kann jeder der Versorgungsstränge 20 mit einer gesonderten Eingangs-Ventileinrichtung 22 verbunden sein.

    [0027] Jeder Versorgungsstrang 20 umfasst einen Vorlagebehälter 32 in Form eines Kolbendosierers 34, aus dem die Applikationsvorrichtung 12 über eine Versorgungsleitung 36 gespeist werden kann. Der Kolbendosierer 34 veranschaulicht nur ein Beispiel für einen Vorlagebehälter 32 für Beschichtungsmaterial.

    [0028] Um nun die Abgabeeinrichtung 16, 18 der Applikationsvorrichtung 12 mit den Versorgungssträngen 20 und beim vorliegenden Ausführungsbeispiel konkret mit deren Kolbendosierern 34 zu verbinden, ist die Abgabeleitung 18 mit der Ausgangs-Ventileinrichtung 24 verbunden, in welche auch die jeweilige Versorgungsleitung 36 jedes Versorgungsstranges 20 mündet. Die Ausgangs-Ventileinrichtung 24 ist außerdem mit einer Arbeitsleitung 38 für Druckluft/Spülmittel/Dump verbunden.

    [0029] Der Kolbendosierer 34 umfasst einen Zylinder 40, in dem ein Kolben 42 mit Hilfe eines nicht eigens gezeigten Kolbenantriebs bewegt werden kann. Der Kolben 42 begrenzt mit dem Zylinder 40 einen Arbeitsraum 44, welcher mit der Versorgungsleitung 36 über eine Dosierer-Ventileinheit 46 verbunden ist. Außerdem ist der Arbeitsraum 44 über die Dosierer-Ventileinheit 46 mit einer Einlassleitung 48 verbunden. Ferner mündet eine Arbeitsleitung 50 für Druckluft/Spülmittel/Dump in die Dosierer-Ventileinheit 46.

    [0030] Die Einlassleitung 48 erstreckt sich zwischen dem Farbwechsler 26 und dem Kolbendosierer 34 und umfasst als molchbaren Leitungsabschnitt eine Molchleitung 52, die sich zwischen einer ersten Molchstation 54 und einer zweiten Molchstation 56 erstreckt. Der Einfachheit halber werden nachfolgend die erste Molchstation 54 als Startmolchstation und die zweite Molchstation 56 als Zielmolchstation bezeichnet.

    [0031] Die Startmolchstation 54 und die Zielmolchstation 56 sind in an und für sich bekannter Art und Weise mit jeweils einer Arbeitsleitung 54a bzw. 56a für Druckluft/Spülmittel/Dump verbunden.

    [0032] Die Einlassleitung 48 definiert einen Verbindungsabschnitt 58, welcher die Zielmolchstation 56 und den Vorlagebehälter 32, beim vorliegenden Ausführungsbeispiel dessen Dosierer-Ventileinheit 4, miteinander verbindet.

    [0033] Um zwischen dem Farbwechsler 26 und der Applikationsvorrichtung 12 die eingangs erläuterte Isolationsstrecke aufzubauen, ist eine mechanische Isolationseinrichtung 60 vorgesehen, die beim vorliegenden Ausführungsbeispiel in dem Verbindungsabschnitt 58 integriert ist. Die Isolationseinrichtung 60 definiert einen Abschnitt der Einlassleitung 48, beim vorliegenden Ausführungsbeispiel einen Abschnitt des Verbindungsabschnitts 58, als Isolationskanal 62 mit einer Innenmantelfläche 62a. Die Isolationseinrichtung 60 umfasst einen Räumkörper 64, der in dem Isolationskanal 62 bewegt werden kann und komplementär zum Innenquerschnitt des Isolationskanals 62 ist.

    [0034] Der Isolationskanal 62 ist über einen ersten Endbereich 66a mit einem Leitungs-Teilstück 58a des Verbindungsabschnitts 58 verbunden, das zur Zielmolchstation 56 führt. Am seinem gegenüberliegenden zweiten Endbereich 66b ist der Isolationskanal 62 als Parkraum 68 für den Räumkörper 64 ausgebildet, der in einer Stirnwand 70 endet. Am offenen Ende des Parkraumes 68, d.h. in Richtung auf den Vorlagebehälter 32 zu betrachtet vor dem Parkraum 68, geht radial ein kurzes Leitungs-Teilstück 58b des Verbindungsabschnittes 58 von dem Isolationskanal 62 ab, welches zur Dosierer-Ventileinheit 46 führt. Allgemein ausgedrückt ist das Leitungs-Teilstück 58 ein Leitungs-Teilstück der Einlassleitung 48, welches den Isolationskanal 62 mit dem Vorlagebehälter 32 verbindet.

    [0035] Der Räumkörper 64 kann in dem Isolationskanal 62 zwischen einer Parkposition und einer Isolationsposition verschoben werden. In der in Figur 1 zu erkennenden Parkposition befindet sich der Räumkörper 64 in dem Parkraum 68, so dass Material ungehindert von durch den Verbindungsabschnitt 58 hindurch strömen kann. In der in Figur 2 zu erkennenden Isolationsposition befindet sich der Räumkörper 64 im ersten Endbereich 66a und die Isolationseinrichtung 60 befindet sich in einer Isolationskonfiguration.

    [0036] Damit der Räumkörper 64 von der Parkposition in die Isolationsposition bewegt werden kann, umfasst die Isolationseinrichtung 60 eine mechanische Antriebseinrichtung 72. Diese weist als Antriebselement ein Schubelement 74 auf, welches im Isolationskanal 62 zwischen der Stirnwand 70 und dem Räumkörper 64 angeordnet ist. Das Schubelement 74 ist auf seiner vom Räumkörper 64 abliegenden Seite mit einer Schubwelle 76 verbunden, die durch eine dazu komplementäre Durchgangsöffnung 78 in der Stirnwand 70 hindurch in einen Antriebsraum 80 geführt ist, der neben dem Parkraum 68 angeordnet ist. Dort ist die Schubwelle 76 mit einer Antriebseinheit 82 gekoppelt, bei der es sich beispielsweise um einen Elektromotor oder einen pneumatischen oder hydraulischen Antrieb handeln kann.

    [0037] Beim in den Figuren 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispiel bildet die Antriebseinheit 82 eine Wickeleinrichtung 84, durch welche die Schubwelle 76 aus dem Antriebsraum 80 in den Isolationskanal 62 hinein abgewickelt und aus dem Isolationskanal 62 heraus in den Antriebsraum 80 aufgewickelt werden kann, wozu die Schubwelle 76 in geeigneter Weise flexibel ausgebildet ist. In axialer Richtung ist die Schubwelle 76 jedenfalls so starr, dass sie den benötigten Druck auf den Räumkörper 64 erzeugen kann.

    [0038] Der Isolationskanal 62 und der Antriebsraum 80 mit der Antriebseinheit 82 sind in einem Isolationsgehäuse 86 untergebracht.

    [0039] Das Beschichtungssystem 10 mit der Isolationseinrichtung 60 funktioniert nun wie folgt, wobei der Betrieb nur am Beispiel des ersten Versorgungsstranges 20.1 erläutert wird:
    Ausgehend von einer Ausgangskonfiguration, in der alle Leitungen und Kanäle materialfrei und gesäubert sind, wird zunächst der Kolbendosierer 34 mit einem ausgewählten Lack aus einer bestimmten Ringleitung 28 gefüllt. Die Schubwelle 76 ist derart im Antriebsraum 80 aufgewickelt, dass sich das Schubelement 74 neben der Stirnwand 70 des Parkraumes 68 befindet.

    [0040] Aus dem Farbwechsler 26 gelangt der Lack zunächst in die Startmolchstation 54, wo ein nicht eigens gezeigter Molch in die Molchleitung 52 vor das Lackvolumen eingebracht wird, der dann von dem Lack zur Zielmolchstation 56 geschoben wird. Der Lack strömt dann durch den Verbindungsabschnitt 58 und die Dosierer-Ventileinheit 46 in den Kolbendosierer 34 ein. Dabei befindet sich der Räumkörper 64 der Isolationseinrichtung 60 in seiner Parkposition im Parkraum 68. Falls der Räumkörper 64 sich zunächst außerhalb des Parkraumes 68 im Isolationskanal 62 befindet, wird er von dem Lack in seine Parkposition geschoben.

    [0041] Wenn der Kolbendosierer 34 das gewünschte zu applizierende Lackvolumen aufgenommen hat, wird die Lackförderung aus dem Farbwechsler 26 beendet. Die Zielmolchstation 56 und die Dosierer-Ventileinheit 46 werden in eine Konfiguration geschaltet, in welcher die Arbeitsleitungen 50 bzw. 56a mit dem Verbindungsabschnitt 58 verbunden sind.

    [0042] Nun wird der Verbindungsabschnitt 58 gespült, indem Spülmittel durch die Arbeitsleitung 50 der Dosierer-Ventileinheit 46 zur Zielmolchstation 56 und aus deren Arbeitsleitung 56a herausgedrückt wird.

    [0043] Dann wird der Räumkörper 64 aus seiner Parkposition in seine Isolationsposition geschoben, indem die Schubwelle 76 in den Isolationskanal 62 hinein abgewickelt wird. Bei dieser Isolationsbewegung befreit der Räumkörper 64 die Innenmantelfläche 62a des Isolationskanals 62 von noch daran haftendem Material.

    [0044] Figur 2 zeigt die Situation, wenn der Räumkörper 64 seine Isolationsposition erreicht hat. Der so von Material befreite Abschnitt des Isolationskanals 62 bildet dann eine elektrische Isolationsstrecke 88 zwischen dem Kolbendosierer 34 und der Zielmolchstation 56. Allgemein ausgedrückt ist die Isolationsstrecke 88 dann zwischen dem Vorlagebehälter 32 und der Eingangs-Ventileinrichtung 22 ausgebildet.

    [0045] Gegebenenfalls kann auch auf einen vorherigen Spülvorgang verzichtet und der Räumkörper 64 seine Isolationsbewegung gegen den im Isolationskanal 62 befindlichen Lack durchführen.

    [0046] Eine ausreichende Isolationsstrecke hat in der Regel eine Mindestlänge von etwa 300 mm. Es ist selbstverständlich, dass alle beteiligten Komponenten aus elektrisch isolierendem Material gefertigt sein müssen, wozu insbesondere Kunststoffe in Frage kommen.

    [0047] Durch den mechanischen Antrieb kann der Räumkörper 64 unabhängig vom Material im Isolationskanal 62 exakt und um eine definierte Strecke bewegt werden. Für die Überwachung der zurückgelegten Wegstrecke können Positionssensoren für den Räumkörper 64 vorhanden sein. Grundsätzlich ist dessen Isolationsbewegung aber über die Antriebseinheit 82 nachverfolgbar, da der Bewegungsweg der Schubwelle 76 einfach und in an und für sich bekannter Weise überwacht werden kann.

    [0048] Bei einem rein fluidischen Vortrieb, wie es bei der Molchtechnik der Fall ist, kann der tatsächlich zurückgelegte Weg des Molches von dem erforderlichen Weg zum Aufbau der Isolationsstrecke abweichen, da dieser durch verschiedene Viskositäten bei unterschiedlichen Materialien in der Leitung und durch Maßtoleranzen beeinflusst wird.

    [0049] Lack kann nun aus dem Kolbendosierer 34 über die Versorgungsleitung 36 zur Ausgangs-Ventileinrichtung 24 und in die Abgabeleitung 18 gedrückt werden, so dass Lack von der Applikationsvorrichtung 12 auf einen nicht eigens gezeigten Gegenstand appliziert werden kann. Im Falle des Hochrotationszerstäubers liegt dieser auf Hochspannungspotential. Ein elektrischer Überschlag zu den elektrisch leitfähigen Materialien im ersten Versorgungsstrang 20.1 ist durch die Isolationsstrecke 88 verhindert.

    [0050] Während des Applikationsvorganges über den ersten Versorgungsstrang 20.1 wird in an und für sich bekannter Weise ein Farbwechsel vorbereitet. Hierzu wird in entsprechender Weise der im zweiten Versorgungsstrang vorhandene Kolbendosierer befüllt und eine entsprechende Isolationsstrecke aufgebaut.

    [0051] Die Figuren 3 und 4 zeigen ein Beschichtungssystem 10 mit einer Isolationseinrichtung 60, die eine abgewandelte Antriebseinheit 82 aufweist. Statt einer Wickeleinrichtung 84 ist dort eine Zylindereinrichtung 90 vorgesehen, bei der das Schubelement 74 mit einer Schubstange 92 verbunden ist, die am anderen Ende einen Kolben 94 trägt, wie es an und für sich bekannt ist. Der Kolben 94 läuft in dem Antriebsraum 80, der hier den Zylinderraum bildet. Durch die Zylindereineinrichtung 90 kann die Schubstange 92 in den Isolationskanal 62 hinein oder aus dem Isolationskanal 62 heraus bewegt werden.

    [0052] Ansonsten gilt das oben zum Beschichtungssystem 10 nach den Figuren 1 und 2 Gesagte sinngemäß entsprechend.

    [0053] Das Schubelement 74 kann auch lediglich durch das jeweils freie Ende der Schubwelle 76 oder der Schubstange 92 definiert sein.

    [0054] Bei nicht eigens gezeigten Abwandlungen kann der Räumköper 64 auch bewegungsfest mit der Schubwelle 76 oder der Schubstange 92 gekoppelt sein, so dass der Räumkörper 64 den Bewegungen der Schubwelle 76 oder der Schubstange 92 in beide Richtungen folgt. In diesem Fall bildet die Schubwelle 76 oder die Schubstange 92 das Antriebselement.


    Ansprüche

    1. Beschichtungssystem zum Beschichten von Gegenständen, umfassend

    a) eine elektrostatisch arbeitende Applikationsvorrichtung (12) mit einer Abgabeeinrichtung (16, 18), mittels welcher ein Beschichtungsmaterial abgebbar ist;

    b) wenigstens einen Vorlagebehälter (32) für Beschichtungsmaterial, der über eine Einlassleitung (48) mit einer Eingangs-Ventileinrichtung (22) und über eine Versorgungsleitung (36) mit der Abgabeeinrichtung (16, 18) verbunden ist; wobei

    c) eine Isolationseinrichtung (60) vorhanden ist, welche

    ca) einen Abschnitt der Einlassleitung (48) als Isolationskanal (62) definiert;

    cb) einen Räumkörper (64) umfasst;

    cc) eine mechanische Antriebseinrichtung (72) mit einem Antriebselement umfasst, mittels welchem der Räumkörper (64) in dem Isolationskanal (62) zumindest von einer Parkposition in eine Isolationsposition bewegbar ist, wobei der Räumkörper (64) bei dieser Isolationsbewegung die Innenmantelfläche (62a) des Isolationskanals (62) von Material befreit, wodurch zwischen dem Vorlagebehälter (32) und der Eingangs-Ventileinrichtung (22) eine elektrische Isolationsstrecke (88) ausbildbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass

    d) die Einlassleitung (48) eine Molchleitung (52) umfasst, welche sich zwischen einer Start-Molchstation (54) und einer Ziel-Molchstation (56) erstreckt;

    e) die Molchleitung (52) stromauf der Isolationseinrichtung (60) angeordnet ist.


     
    2. Beschichtungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolationskanal (62) einen Parkraum (68) für den Räumkörper (64) umfasst, wobei in Richtung auf den Vorlagebehälter (32) zu betrachtet vor dem Parkraum (68) radial ein Leitungs-Teilstück (58b) der Einlassleitung (48) von dem Isolationskanal (62) abgeht, welches den Isolationskanal (62) mit dem Vorlagebehälter (32) verbindet.
     
    3. Beschichtungssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebselement der Antriebseinrichtung (72) ein Schubelement (74) ist, welches mit einer Schubwelle (76) oder einer Schubstange (92) verbunden ist.
     
    4. Beschichtungssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebselement der Antriebseinrichtung (72) eine Schubwelle (76) oder eine Schubstange (92) ist, welche bewegungsfest mit dem Räumkörper (64) verbunden ist.
     
    5. Beschichtungssystem nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schubwelle (76) oder die Schubstange (92) durch eine Durchgangsöffnung (78) in einer Stirnwand (70) des Parkraums (68) hindurch in einen Antriebsraum (80) geführt ist, der neben dem Parkraum (68) angeordnet ist, wo die Schubwelle (76) oder die Schubstange (92) mit einer Antriebseinheit (82) gekoppelt ist.
     
    6. Beschichtungssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schubwelle (76) vorgesehen ist und die Antriebseinheit (82) eine Wickeleinrichtung (84) ist, durch welche die Schubwelle (76) aus dem Antriebsraum (80) in den Isolationskanal (62) hinein abwickelbar und aus dem Isolationskanal (62) heraus in den Antriebsraum (80) aufwickelbar ist.
     
    7. Beschichtungssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schubstange (92) vorgesehen ist und die Antriebseinheit (82) eine Zylindereinrichtung (90) ist, bei welcher der Antriebsraum (80) einen Zylinderraum bildet und durch welche die Schubstange (92) in den Isolationskanal (62) hinein oder aus dem Isolationskanal (62) heraus bewegbar ist, oder die Antriebseinheit (82) eine elektrisch wirkende Lineareinheit ist.
     
    8. Beschichtungssystem nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolationskanal (62), der Antriebsraum (80) und die Antriebseinheit (82) in einem Isolationsgehäuse (86) untergebracht sind.
     
    9. Beschichtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlassleitung (48) einen Verbindungsabschnitt (58) definiert, welcher die Zielmolchstation (56) und den Vorlagebehälter (32) verbindet, wobei der Isolationskanal (62) ein Abschnitt des Verbindungsabschnitts (58) ist.
     
    10. Beschichtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingangs-Ventileinrichtung (22) ein Farbwechsler (26) ist.
     


    Claims

    1. Coating system for coating objects, comprising

    a) an electrostatically operating application device (12) with a dispensing device (16, 18) by means of which a coating material can be dispensed;

    b) at least one supply container (32) for coating material, the supply container (32) being connected to an inlet valve device (22) via an inlet line (48) and to the dispensing device (16, 18) via a supply line (36);
    wherein

    c) an insulation device (60) is provided, which

    ca) defines a section of the inlet line (48) as an insulation channel (62);

    cb) comprises a clearing body (64);

    cc) comprises a mechanical drive device (72) with a drive element, by means of which the clearing body (64) can be moved in the insulation channel (62) at least from a parking position into an insulation position, wherein the clearing body (64) frees the inner circumferential surface (62a) of the insulation channel (62) from material during this insulation movement, whereby an electrical insulation path (88) can be formed between the supply container (32) and the inlet valve device (22),

    characterized in that

    d) the inlet line (48) comprises a pigging line (52) extending between a start pigging station (54) and a target pigging station (56);

    e) the pigging line (52) is arranged upstream of the insulation device (60).


     
    2. Coating system according to claim 1, characterized in that the insulation channel (62) comprises a parking space (68) for the clearing body (64), wherein, viewed in the direction towards the supply container (32), a line section (58b) of the inlet line (48) extends radially from the insulation channel (62) in front of the parking space (68), wherein the line section (58b) connects the insulation channel (62) to the supply container (32).
     
    3. Coating system according to claim 2, characterized in that the drive element of the drive device (72) is a thrust element (74) which is connected to a thrust shaft (76) or a thrust rod (92).
     
    4. Coating system according to claim 2, characterized in that the drive element of the drive device (72) is a thrust shaft (76) or a thrust rod (92), which is connected to the clearing body (64) in a manner fixed against movement.
     
    5. Coating system according to claim 3 or 4, characterized in that the thrust shaft (76) or the thrust rod (92) is guided through a through opening (78) in an end wall (70) of the parking space (68) into a drive space (80) arranged adjacent to the parking space (68), where the thrust shaft (76) or the thrust rod (92) is coupled to a drive unit (82).
     
    6. Coating system according to claim 5, characterized in that the thrust shaft (76) is provided and the drive unit (82) is a winding device (84) by which the thrust shaft (76) can be unwound from the drive space (80) into the insulation channel (62) and wound up from the insulation channel (62) into the drive space (80).
     
    7. Coating system according to claim 5, characterized in that the thrust rod (92) is provided and the drive unit (82) is a cylinder device (90), in which the drive space (80) forms a cylinder space and by which the thrust rod (92) is movable into or out of the insulation channel (62), or the drive unit (82) is an electrically acting linear unit.
     
    8. Coating system according to any one of claims 5 to 7, characterized in that the insulation channel (62), the drive space (80) and the drive unit (82) are housed in an insulation housing (86).
     
    9. Coating system of any one of claims 1 to 8, characterized in that the inlet line (48) defines a connecting section (58) connecting the target pigging station (56) and the supply container (32), wherein the insulation channel (62) is a section of the connecting section (58).
     
    10. A coating system according to any one of claims 1 to 9, characterized in that the input valve device (22) is a color changer (26).
     


    Revendications

    1. Système de revêtement conçu pour revêtir des objets, comprenant

    a) un dispositif applicateur (12) à fonctionnement électrostatique, muni d'un appareil délivreur (16, 18) au moyen duquel un matériau de revêtement peut être dispensé ;

    b) au moins un récipient de stockage (32) dédié à du matériau de revêtement, relié à un appareil distributeur d'entrée (22) par l'intermédiaire d'un conduit d'admission (48), et à l'appareil délivreur (16, 18) par l'intermédiaire d'un conduit d'alimentation (36) ;
    sachant

    c) qu'il est prévu un appareil d'isolation (60) qui

    ca) définit un tronçon du conduit d'admission (48) en tant que canal d'isolation (62) ;

    cb) inclut un corps d'évacuation (64) ;

    cc) inclut un appareil d'entraînement mécanique (72), muni d'un élément d'entraînement au moyen duquel ledit corps d'évacuation (64) peut être mû, dans ledit canal d'isolation (62), vers un emplacement d'isolation à partir d'au moins un emplacement de repos, sachant que, lors de ce mouvement d'isolation, ledit corps d'évacuation (64) élimine du matériau de la surface d'enveloppe intérieure (62a) dudit canal d'isolation (62), permettant ainsi la formation d'un trajet d'isolation électrique (88) entre le récipient de stockage (32) et l'appareil distributeur d'entrée (22),

    caractérisé par le fait que

    d) le conduit d'admission (48) inclut un conduit d'écouvillonnage (52) s'étendant entre un poste d'écouvillonnage (54) de départ et un poste d'écouvillonnage (56) d'arrivée ;

    e) ledit conduit d'écouvillonnage (52) est situé en amont de l'appareil d'isolation (60).


     
    2. Système de revêtement selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le canal d'isolation (62) comporte un espace de repos (68) affecté au corps d'évacuation (64), sachant qu'un segment (58b) du conduit d'admission (48), reliant ledit canal d'isolation (62) au récipient de stockage (32), part radialement dudit canal d'isolation (62) devant ledit espace de repos (68) en considérant dans la direction dudit récipient de stockage (32).
     
    3. Système de revêtement selon la revendication 2, caractérisé par le fait que l'élément d'entraînement de l'appareil d'entraînement (72) est un élément de poussée (74) relié à un arbre de poussée (76) ou à une tige de poussée (92).
     
    4. Système de revêtement selon la revendication 2, caractérisé par le fait que l'élément d'entraînement de l'appareil d'entraînement (72) est un arbre de poussée (76) ou une tige de poussée (92) en liaison motrice rigide avec le corps d'évacuation (64).
     
    5. Système de revêtement selon la revendication 3 ou 4, caractérisé par le fait que l'arbre de poussée (76) ou la tige de poussée (92) est guidé(e), en traversant un orifice de passage (78) pratiqué dans une paroi extrême (70) de l'espace de repos (68), pour pénétrer dans un espace d'entraînement (80) qui jouxte ledit espace de repos (68) et dans lequel ledit arbre de poussée (76), ou ladite tige de poussée (92), est couplé(e) à une unité d'entraînement (82).
     
    6. Système de revêtement selon la revendication 5, caractérisé par le fait que, l'arbre de poussée (76) étant prévu, l'unité d'entraînement (82) est un appareil enrouleur (84) par l'intermédiaire duquel ledit arbre de poussée (76) peut être déroulé pour pénétrer dans le canal d'isolation (62), à partir de l'espace d'entraînement (80), et enroulé pour gagner ledit espace d'entraînement (80) en quittant ledit canal d'isolation (62).
     
    7. Système de revêtement selon la revendication 5, caractérisé par le fait que, la tige de poussée (92) étant prévue, l'unité d'entraînement (82) est un vérin (90) dans lequel l'espace d'entraînement (80) forme une chambre cylindrique, et par l'intermédiaire duquel ladite tige de poussée (92) peut être mue afin de pénétrer dans le canal d'isolation (62) ou de sortir dudit canal d'isolation (62), ou bien ladite unité d'entraînement (82) est une unité linéaire agissant électriquement.
     
    8. Système de revêtement selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé par le fait que le canal d'isolation (62), l'espace d'entraînement (80) et l'unité d'entraînement (82) sont intégrés dans un boîtier d'isolation (86).
     
    9. Système de revêtement selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé par le fait que le conduit d'admission (48) définit une zone de jonction (58) reliant le poste d'écouvillonnage d'arrivée (56) et le récipient de stockage (32), le canal d'isolation (62) étant un tronçon de ladite zone de jonction (58).
     
    10. Système de revêtement selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé par le fait que l'appareil distributeur d'entrée (22) est un changeur de couleurs (26).
     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente