(19)
(11)EP 3 087 256 B1

(12)EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45)Hinweis auf die Patenterteilung:
01.11.2017  Patentblatt  2017/44

(21)Anmeldenummer: 15703512.2

(22)Anmeldetag:  28.01.2015
(51)Int. Kl.: 
F01D 25/32  (2006.01)
F01K 13/02  (2006.01)
F01D 25/12  (2006.01)
F01D 5/00  (2006.01)
(86)Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2015/051660
(87)Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2015/135681 (17.09.2015 Gazette  2015/37)

(54)

VERFAHREN ZUM ABKÜHLEN EINER DAMPFTURBINE

METHOD FOR COOLING DOWN A STEAM TURBINE

PROCÉDÉ DE REFROIDISSEMENT D'UNE TURBINE À VAPEUR


(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30)Priorität: 12.03.2014 EP 14159049

(43)Veröffentlichungstag der Anmeldung:
02.11.2016  Patentblatt  2016/44

(73)Patentinhaber: Siemens Aktiengesellschaft
80333 München (DE)

(72)Erfinder:
  • GOBRECHT, Edwin
    40885 Ratingen (DE)
  • RIEMANN, Stefan
    41564 Kaarst (DE)
  • ZIMMER, Gerta
    45468 Mülheim an der Ruhr (DE)


(56)Entgegenhaltungen: : 
AU-A1- 2008 202 733
DE-A1- 19 640 298
CN-A- 103 195 508
DE-C1- 19 823 251
  
      
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Dampfturbinenanlage mit einer Dampfturbine, die einen Dampfeinlassbereich, einen Abdampfbereich und einen von einem Turbinengehäuse umgebenen axial dazwischen angeordneten Beschaufelungsbereich sowie mit einer Saugeinrichtung zur Absaugung von Kühlfluid aus dem Turbinengehäuse, wobei zumindest ein durch ein Verschlussorgan verschließbarer und freigebbarer Kühlfluideinlass vorgesehen ist, der stromauf des Abdampfbereiches - bezogen auf die Strömungsrichtung von bei einem normalen Leistungsbetrieb durch das Turbinengehäuse strömenden Aktionsdampfes - angeordnet ist und durch den Kühlfluid zur Abkühlung nach einer Lastabschaltung auf eine Temperatur unterhalb der Betriebstemperatur in das Turbinengehäuse einführbar ist, wobei die Dampfturbinenanlage ferner ein Ventil umfasst, durch das das Kühlfluid strömt, wobei das Ventil eine Entwässerungseinrichtung zum Entwässern des Ventils aufweist, wobei die Entwässerungseinrichtung eine Entwässerungsleitung umfasst.

    [0002] In einer Dampfturbine, insbesondere einer Hochdruckturbine oder einer Mitteldruckturbine mit vorgeschalteter Zwischenüberhitzung, treten während eines Leistungsbetriebs Temperaturen von über 500°C auf. Während eines solchen Leistungsbetriebs, der einige Wochen oder Monate dauern kann, werden das Turbinengehäuse sowie der Turbinenläufer und andere Turbinenkomponenten, wie Frischdampfventil, Schnellschlussventil, Turbinenschaufel usw. auf eine hohe Temperatur aufgeheizt. Nach Abschalten der gesamten Dampfturbinenanlage kann der Turbinenläufer einer Turbine mit verminderter Drehzahl mittels einer Dreheinrichtung über eine vorgegebene Zeitdauer hinweg weitergedreht und die Dampfatmosphäre über eine Evakuierungseinrichtung evakuiert werden. Um möglichst frühzeitig nach Abschalten der Dampfturbine Wartungs- oder Kontrollarbeiten sowie gegebenenfalls Nachrüstarbeiten durchführen zu können, kann es unter Umständen wünschenswert sein, die Dampfturbine unter Einhaltung vorgegebener Grenzen für auftretende Dehnungsunterschiede zwischen Turbinenläufer und beispielsweise Turbinengehäuse möglichst schnell abzukühlen.

    [0003] Dazu hat es sich bewährt, eine so genannte Zwangsabkühlung (forced cooling) in Betrieb zu nehmen. Dabei wird über eine Saugeinrichtung und einer Lufteinleitung ein Kühlfluid durch die Dampfturbine geströmt und dadurch eine Zwangsabkühlung erreicht. Hierbei wird folgendermaßen vorgegangen: Im Falle der Zwangsabkühlung wird der Abdampfbereich mit einer Saugeinrichtung strömungstechnisch gekoppelt und am Frischdampfventil wird über ein Plug bzw. eine kleine Gehäuseöffnung die Kühlfluidzufuhr ermöglicht. Das Entfernen des Plugs oder die Erstellung einer kleinen Gehäuseöffnung ist vergleichsweise umständlich und erfordert viel Zeit. Darüber hinaus muss ein Frischdampfventil bauartbedingt eine entsprechend kleine Öffnung besitzen. Des Weiteren ist ein Spezialwerkzeug zum Lösen des Plugs oder der kleinen Gehäuseöffnung erforderlich. Ein Verfahren zur Kühlung einer Dampfturbine ist zum Beispiel aus der AU2008202733 bekannt. Die Erfindung möchte hier Abhilfe schaffen und eine Möglichkeit angeben, wie die Zufuhr eines Kühlfluids bei der Zwangsabkühlung einfacher erfolgen kann.

    [0004] Diese Aufgabe wird gelöst durch Dampfturbinenanlage mit einer Dampfturbine, die einen Dampfeinlassbereich, einen Abdampfbereich und einen von einem Turbinengehäuse umgebenen axial dazwischen angeordneten Beschaufelungsbereich aufweist, ferner mit einer Saugeinrichtung zur Absaugung von Kühlfluid aus dem Turbinengehäuse ausgebildet ist, wobei zumindest ein durch ein Verschlussorgan verschließbarer und freigebbarer Kühlfluideinlass vorgesehen ist, der stromauf des Abdampfbereiches - bezogen auf die Strömungsrichtung von bei einem normalen Leistungsbetrieb durch das Turbinengehäuse strömenden Aktionsdampfes - angeordnet ist und durch den Kühlfluid zur Abkühlung nach einer Lastabschaltung auf eine Temperatur unterhalb der Betriebstemperatur in das Turbinengehäuse einführbar ist, wobei die Dampfturbinenanlage ferner umfasst ein Ventil durch das das Kühlfluid strömt, wobei das Ventil eine Entwässerungseinrichtung zum Entwässern des Ventils aufweist, wobei die Entwässerungseinrichtung eine Entwässerungsleitung umfasst, wobei die Entwässerungseinrichtung eine Abzweigung aufweist, die strömungstechnisch mit dem Kühlfluideinlass verbunden ist.

    [0005] Des Weiteren wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zum Abkühlen einer Dampfturbine mit einem Turbinengehäuse bei dem nach Lastabschaltung ein Kühlfluideinlass strömungstechnisch mit dem Turbinengehäuse verbunden wird und durch den Kühlfluideinlass einströmendes Kühlfluid, insbesondere Luft, mittels einer Saugeinrichtung unter Wärmeaufnahme durch das Turbinengehäuse in Richtung des bei normalem Leistungsbetrieb durch die Dampfturbine strömenden Aktionsdampfes geführt wird, wobei das Kühlfluid durch ein Ventil strömt, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil eine Entwässerungseinrichtung aufweist, durch die das Kühlfluid strömt.

    [0006] Die Erfindung schlägt somit den Weg ein, die Zufuhr von Luft nicht über den Plug oder die kleine Gehäuseöffnung, sondern über einen absperrbaren Zusatzanschluss an der Entwässerungsleitung zu realisieren. Entwässerungsleitungen sind üblicherweise an einem geodätisch niedrigen Punkt des Ventils angeordnet, wobei die meisten Ventile solch eine Entwässerungsleitung aufweisen. Erfindungsgemäß wird nunmehr vorgeschlagen, einen separaten Abzweig an der Entwässerung des Ventils anzuordnen und über diesen Abzweig die Kühlluftzufuhr zu ermöglichen.

    [0007] Das umständliche Entfernen des Plugs oder das Herstellen einer kleinen Gehäuseöffnung am Ventil entfällt daher gänzlich. Darüber hinaus ist kein Spezialwerkzeug zum Lösen des Plugs erforderlich.

    [0008] Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen angegeben.

    [0009] So wird in einer ersten vorteilhaften Weiterbildung über die Abzweigung eine Kühlfluidleitung angeschlossen, durch die das Kühlfluid strömt und über die Saugeinrichtung durch die Dampfturbine gesaugt wird und zu einer wirksamen Abkühlung führt.

    [0010] Vorteilhafterweise wird in der Kühlfluidleitung das Verschlussorgan angeordnet, wobei vorteilhafterweise ein zweites Verschlussorgan in der Kühlfluidleitung angeordnet ist.

    [0011] Zwischen dem ersten Verschlussorgan und dem zweiten Verschlussorgan der Kühlfluidleitung ist eine zweite Abzweigung angeordnet, wobei die zweite Abzweigung strömungstechnisch mit einer zweiten Entwässerungsleitung verbunden ist und in dieser zweiten Entwässerungsleitung eine zweite Entwässerungseinheit oder ein Kondensomat zum Entwässern des Kühlfluids angeordnet ist.

    [0012] Vorteilhafterweise ist die zweite Entwässerungsleitung strömungstechnisch mit einem Kondensator verbunden. Somit wird das anfallende Wasser im Kondensomat wirkungsvoll abgeleitet.

    [0013] Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich im Zusammenhang mit der folgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele, die im Zusammenhang mit den Zeichnungen näher erläutert werden.

    [0014] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen beschrieben. Diese soll die Ausführungsbeispiele nicht maßgeblich darstellen, vielmehr ist die Zeichnung, wo zur Erläuterung dienlich, in schematisierter und/oder leicht verzerrter Form ausgeführt. Im Hinblick auf Ergänzungen der in der Zeichnung unmittelbar erkennbaren Lehren wird auf den einschlägigen Stand der Technik verwiesen. Es zeigen:
    Figur 1
    eine schematische Darstellung der Zwangsabkühlung,
    Figur 2
    eine Dampfturbinenanlage, und
    Figur 3
    eine Querschnittansicht eines Ventils.


    [0015] Die Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Teils einer Dampfturbinenanlage 1. Frischdampf strömt über einen nicht näher dargestellten Dampferzeuger in eine erste Dampfleitung 2 durch ein Schnellschlussventil 3 und ein Stellventil 4. Nach dem Stellventil 4 strömt der Dampf über eine zweite Dampfleitung 5 in eine Dampfturbine 6. Der Dampf strömt hierbei in einen nicht näher dargestellten Dampfeinlassbereich und strömt aus einem Abdampfbereich über eine dritte Dampfleitung 7 aus der Dampfturbine 6 heraus. Die dritte Dampfleitung 7 ist strömungstechnisch mit einem Kondensator 8 verbunden, wobei in der dritten Dampfleitung 7 ein weiteres Ventil 9 angeordnet ist. Der Kondensator 8 ist über eine Leitung 10 strömungstechnisch mit einer Saugeinrichtung 11 verbunden. Ferner ist eine Kühlfluidleitung 12 an dem Schnellschlussventil 3 oder Stellventil 4 angeordnet. Ein Verschlussorgan 13 ist in der Kühlfluidleitung 12 angeordnet.

    [0016] Während der Zwangsabkühlung wird das Verschlussorgan 13 geöffnet und über die Kühlfluidleitung 12 gelangt ein Kühlmedium wie beispielsweise Kühlluft durch das Schnellschlussventil 3 bzw. Stellventil 4 in die zweite Dampfleitung 5 und von dort in den Beschaufelungsbereich der Dampfturbine 6. Diese Zwangsströmung erfolgt dadurch, indem das Ventil 9 geöffnet wird und über die Saugeinrichtung 11 eine Zwangsströmung erreicht wird.

    [0017] Die Figur 2 zeigt eine erweiterte Dampfturbinenanlage 14. Frischdampf wird hier in einem Dampferzeuger 15 hergestellt und über eine erste Frischdampfleitung 45 einer Hochdruck-Teilturbine 16 zugeführt. In der ersten Frischdampfleitung 45 sind ein erstes Ventil 17 und ein zweites Ventil 18 nacheinander angeordnet. Der im Dampferzeuger 15 erzeugte Frischdampf strömt hierbei über die erste Frischdampfleitung 45 und dem ersten Ventil 17 und zweiten Ventil 18 in die Hochdruck-Teilturbine 16 und von dort über einen Abdampfbereich und einer ersten Abdampfleitung 19 in den Zwischenüberhitzer des Dampferzeugers 15.

    [0018] Im Dampferzeuger 15 wird der aus der Hochdruck-Teilturbine 16 ausströmende Dampf in einen Zwischenüberhitzer 15b zwischenüberhitzt, d. h. auf eine höhere Temperatur gebracht und über eine heiße Überhitzerleitung 20 und einem ersten Mitteldruckventil 21 und einem zweiten Mitteldruckventil 22 in eine Mitteldruck-Teilturbine 23 geführt. Das erste Mitteldruckventil 21 ist als Schnellschlussventil ausgebildet. Das zweite Mitteldruckventil 22 ist als Regelventil ausgebildet.

    [0019] Der aus der Mitteldruck-Teilturbine 23 ausströmende Dampf strömt über eine Überströmleitung 24 in eine Niederdruck-Teilturbine 26. Die Niederdruck-Teilturbine 26 wird über einen zusätzlichen Dampf über eine Zusatzleitung 27 und einem Zusatzventil 28 mit Dampf versorgt. Der aus der Niederdruck-Teilturbine 26 ausströmende Dampf gelangt in einen Kondensator 29 und kondensiert dort zu Wasser.

    [0020] Zwischen dem ersten Ventil 17 und dem zweiten Ventil 18 ist eine Abzweigung 30 angeordnet. Das erste Ventil 17 ist als Schnellschlussventil ausgebildet. Das zweite Ventil 18 ist als Regelventil ausgebildet. An dieser Abzweigung 30 ist eine Abzweigleitung 31 angeordnet, die in einer Entwässerungsleitung 32 mündet. Die Abzweigleitung 31 weist ferner einen Flansch 33 auf. An diesem Flansch 33 ist eine Kühlfluidleitung 34 angekoppelt. In dieser Kühlfluidleitung 34 ist ein Verschlussorgan angeordnet, das ein erstes Verschlussorgan 35 und ein zweites Verschlussorgan 36 aufweist. Zwischen dem ersten Verschlussorgan 35 und dem zweiten Verschlussorgan 36 ist eine zweite Abzweigung 37 angeordnet, wobei die zweite Abzweigung 37 mit einer weiteren Abzweigleitung 38 verbunden ist. In dieser weiteren Abzweigleitung 38 ist ein Kondensomat 39 zum Entwässern des in der weiteren Abzweigleitung 38 befindlichen Dampfes angeordnet.

    [0021] Die heiße Überhitzerleitung 20 ist nahezu identisch ausgeführt in Bezug auf die Abzweigung 30. Daher wurde auf eine gesonderte Beschreibung verzichtet und die Bezugszeichen für die in der heißen Überhitzerleitung 20 befindlichen Bauteile für die Zwangsabkühlung übernommen.

    [0022] Im Normalbetrieb strömt der Dampf über die erste Frischdampfleitung 45 in die Hochdruck-Teilturbine 16, wobei über die Abzweigung 30 und der Entwässerungsleitung 32 eine Entwässerung durchgeführt wird. Das erste Verschlussorgan 35 und das zweite Verschlussorgan 36 sind hierbei geschlossen.

    [0023] Im Falle einer Zwangsabkühlung wird an das erste Verschlussorgan 35 eine Kühlmediumzufuhr ermöglicht, wobei das erste Verschlussorgan 35 und das zweite Verschlussorgan 36 geöffnet werden. Das Kühlmedium kann Kühlluft sein. Man spricht hier von einer Doppelabsperrung mit zwischenliegender Tiefpunktentwässerung. Die Doppelabsperrung kann entweder voll automatisiert in die Turbinenleittechnik integriert werden oder manuell bedient werden. Im zweiten Fall muss die Doppelabsperrung mit Endlagenschalter versehen sein. So kann sichergestellt werden, dass das Anfahren der Dampfturbine 6 nur bei geschlossenen Armaturen erfolgt. Der Übersichtlichkeit wegen ist die Saugeinrichtung 11 in der Figur 2 nicht dargestellt. Die Saugeinrichtung 11 würde an das erste Verschlussorgan angekoppelt werden.

    [0024] In nahezu identischer Weise wird ebenso die Mitteldruck-Teilturbine 23 mit Kühlmedium versorgt. Das Kühlmedium kann Kühlluft sein.

    [0025] Die Figur 3 zeigt eine Querschnittsansicht eines Ventils 40, was beispielsweise als zweites Ventil 18 oder erstes Ventil 17 ausgebildet sein kann. Das Ventil 40 umfasst ein Ventilgehäuse 41 und einen nicht näher dargestellten Ventilkegel.

    [0026] Über einen Ventileinlass 42 strömt Dampf durch das Ventil 40 und gelangt über den Ventilauslass 43 zur Hochdruck-Teilturbine 16 bzw. Niederdruck-Teilturbine 23. An einer geodätisch günstigen Stelle ist eine Entwässerung 44 angeordnet. Diese Entwässerung 44 ist mit einer Entwässerungsleitung 46 verbunden. In dieser Entwässerungsleitung 46 ist ein Flansch 33 angeordnet, an die die Kühlfluidleitung 34 angeschlossen wird.

    [0027] Obwohl die Erfindung im Detail durch das bevorzugte Ausführungsbeispiel näher illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.


    Ansprüche

    1. Dampfturbinenanlage (1) mit einer Dampfturbine (6),
    die einen Dampfeinlassbereich, einen Abdampfbereich und einen von einem Turbinengehäuse umgebenen axial dazwischen angeordneten Beschaufelungsbereich aufweist, ferner mit einer Saugeinrichtung (11) zur Absaugung von Kühlfluid aus dem Turbinengehäuse ausgebildet ist,
    wobei zumindest ein durch ein Verschlussorgan (35, 36) verschließbarer und freigebbarer Kühlfluideinlass vorgesehen ist, der stromauf des Abdampfbereiches - bezogen auf die Strömungsrichtung von bei einem normalen Leistungsbetrieb durch das Turbinengehäuse strömenden Aktionsdampfes - angeordnet ist und durch den Kühlfluid zur Abkühlung nach einer Lastabschaltung auf eine Temperatur unterhalb der Betriebstemperatur in das Turbinengehäuse einführbar ist,
    wobei die Dampfturbinenanlage (1) ferner umfasst ein Ventil (3, 4, 9, 17, 18, 21, 22, 40) durch das das Kühlfluid strömt,
    wobei das Ventil (3, 4, 9, 17, 18, 21, 22, 40) eine Entwässerungseinrichtung zum Entwässern des Ventils (3, 4, 9, 17, 18, 21, 22, 40) aufweist,
    wobei die Entwässerungseinrichtung eine Entwässerungsleitung (32, 46) umfasst,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Entwässerungseinrichtung eine Abzweigung (30, 37) aufweist, die strömungstechnisch mit dem Kühlfluideinlass verbunden ist.
     
    2. Dampfturbinenanlage (1) nach Anspruch 1,
    wobei die Abzweigung (30, 37) eine Kühlfluidleitung (34) umfasst durch die das Kühlfluid strömt.
     
    3. Dampfturbinenanlage (1) nach Anspruch 2,
    wobei in der Kühlfluidleitung (34) das Verschlussorgan (35, 36) angeordnet ist.
     
    4. Dampfturbinenanlage (1) nach Anspruch 2 oder 3,
    wobei ein zweites Verschlussorgan (36) in der Kühlfluidleitung (34) angeordnet ist.
     
    5. Dampfturbinenanlage (1) nach Anspruch 4,
    wobei zwischen dem Verschlussorgan (35) und dem zweiten Verschlussorgan (36) die Kühlfluidleitung (34) eine zweite Abzweigung (37) aufweist.
     
    6. Dampfturbinenanlage (1) nach Anspruch 5,
    wobei die zweite Abzweigung (37) strömungstechnisch mit einer zweiten Entwässerungsleitung (46) verbunden ist und in dieser zweiten Entwässerungsleitung (46) eine zweite Entwässerungseinrichtung oder ein Kondensomat (39) zum Entwässern der Kühlfluidleitung (34) angeordnet ist.
     
    7. Dampfturbinenanlage (1) nach Anspruch 6,
    wobei die zweite Entwässerungsleitung (44) strömungstechnisch mit einem Kondensator (29) verbunden ist.
     
    8. Verfahren zum Abkühlen einer Dampfturbine (6) mit einem Turbinengehäuse,
    bei dem nach einer Lastabschaltung ein Kühlfluideinlass strömungstechnisch mit dem Turbinengehäuse verbunden wird und durch den Kühlfluideinlass einströmendes Kühlfluid, insbesondere Luft, mittels einer Saugeinrichtung (11) unter Wärmeaufnahme durch das Turbinengehäuse in Richtung des bei normalem Leistungsbetrieb durch die Dampfturbine (6) strömenden Aktionsdampfes geführt wird,
    wobei das Kühlfluid durch ein Ventil (3, 4, 9, 17, 18, 21, 22, 40) strömt,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    das Ventil (3, 4, 9, 17, 18, 21, 22, 40) eine Entwässerungseinrichtung aufweist, durch die das Kühlfluid strömt.
     
    9. Verfahren nach Anspruch 8,
    bei dem das Kühlfluid über ein Verschlussorgan (35, 36) in einer Entwässerungsleitung (32) strömt.
     
    10. Verfahren nach Anspruch 9,
    wobei in der Entwässerungsleitung (32) ein zweites Verschlussorgan (36) angeordnet wird und die Entwässerungsleitung (32, 44) zwischen dem Verschlussorgan (35) und dem zweiten Verschlussorgan (36) eine zweite Abzweigung (37) aufweist,
    wobei eine zweite Entwässerungseinrichtung oder ein Kondensomat (39) in einer zweiten Entwässerungsleitung (44), die strömungstechnisch mit der zweiten Abzweigung (37) verbunden wird, angeordnet wird.
     
    11. Verfahren nach Anspruch 10,
    wobei das Verschlussorgan und das zweite Verschlussorgan (36) mit Endlagenschalter ausgebildet werden und ein Anfahren der Dampfturbine (6) nur mit geschlossenem Verschlussorgan (35) und geschlossenem zweiten Verschlussorgan (36) möglich ist.
     


    Claims

    1. Steam turbine unit (1) comprising a steam turbine (6) which has a steam inlet region, an exhaust steam region and a blading region which is surrounded by a turbine housing and is arranged axially in between, and furthermore is designed with a suction device (11) for sucking cooling fluid out of the turbine housing,
    wherein at least one cooling fluid inlet is provided which is closeable and openable by a closure member (35, 36), is arranged upstream of the exhaust steam region - with respect to the flow direction of action steam flowing through the turbine housing during normal power operation - and through which, after a power cut-off, cooling fluid for cooling to a temperature below the operating temperature can be introduced into the turbine housing, wherein the steam turbine unit (1) furthermore comprises a valve (3, 4, 9, 17, 18, 21, 22, 40) through which the cooling fluid flows,
    wherein the valve (3, 4, 9, 17, 18, 21, 22, 40) has a drainage device for draining the valve (3, 4, 9, 17, 18, 21, 22, 40),
    wherein the drainage device comprises a drainage line (32, 36), characterized in that the drainage device has a junction (30, 37) which is connected in terms of flow to the cooling fluid inlet.
     
    2. Steam turbine unit (1) according to Claim 1, wherein the junction (30, 37) comprises a cooling fluid line (34) through which the cooling fluid flows.
     
    3. Steam turbine unit (1) according to Claim 2, wherein the closure member (35, 36) is arranged in the cooling fluid line (34).
     
    4. Steam turbine unit (1) according to Claim 2 or 3, wherein a second closure member (36) is arranged in the cooling fluid line (34).
     
    5. Steam turbine unit (1) according to Claim 4, wherein, between the closure member (35) and the second closure member (36), the cooling fluid line (34) has a second junction (37).
     
    6. Steam turbine unit (1) according to Claim 5, wherein the second junction (37) is connected in terms of flow to a second drainage line (46), and a second drainage device or a steam trap (39) for draining the cooling fluid line (34) is arranged in said second drainage line (46).
     
    7. Steam turbine unit (1) according to Claim 6, wherein the second drainage line (44) is connected in terms of flow to a condenser (29).
     
    8. Method for cooling a steam turbine (6) having a turbine housing, in which, after a power cut-off, a cooling fluid inlet is connected in terms of flow to the turbine housing, and cooling fluid, in particular air, flowing through the cooling fluid inlet is conducted, while at the same time absorbing heat, through the turbine housing by means of a suction device (11) in the direction of the action steam flowing through the steam turbine (6) during the normal power operation,
    wherein the cooling fluid flows through a valve (3, 4, 9, 17, 18, 21, 22, 40),
    characterized in that
    the valve (3, 4, 9, 17, 18, 21, 22, 40) has a drainage device through which the cooling fluid flows.
     
    9. Method according to Claim 8, in which the cooling fluid flows via a closure member (35, 36) in a drainage line (32).
     
    10. Method according to Claim 9, wherein a second closure member (36) is arranged in the drainage line (32), and the drainage line (32, 44) between the closure member (35) and the second closure member (36) has a second junction (37), wherein a second drainage device or steam trap (39) is arranged in a second drainage line (44) which is connected in terms of flow to the second junction (37).
     
    11. Method according to Claim 10, wherein the closure member and the second closure member (36) are designed with limit switches, and starting of the steam turbine (6) is possible only with closure member (35) closed and second closure member (36) closed.
     


    Revendications

    1. Installation (1) de turbine à vapeur, comprenant une turbine (6) à vapeur, qui a une partie d'admission de la vapeur, une partie d'évacuation de la vapeur et une partie d'aubage disposées entre elles axialement et entourée d'une carcasse de turbine, comprenant en outre un dispositif (11) d'aspiration pour aspirer du fluide de refroidissement de la carcasse de la turbine,
    dans laquelle il est prévu au moins une admission de fluide de refroidissement, qui peut être obturée et dégagée par un organe (35, 36) d'obturation, qui est disposé en amont de la partie d'évacuation de la vapeur - rapporté au sens d'écoulement de la vapeur d'action - s'écoulant en fonctionnement normal de puissance dans le carter de la turbine et par lequel du fluide de refroidissement, pour le refroidissement après un arrêt de charge à une température en dessous de la température de fonctionnement, peut être introduit dans le carter de la turbine,
    dans laquelle l'installation (1) de turbine à vapeur comprend en outre une vanne (3, 4, 9, 17, 18, 21, 22, 40) dans laquelle passe le fluide de refroidissement,
    dans laquelle la vanne (3, 4, 9, 17, 18, 21, 22, 40) a un dispositif de déshumidification pour déshumidifier la vanne (3, 4, 9, 17, 18, 21, 22, 40),
    dans laquelle le dispositif de déshumidification comprend un conduit (32, 46) de déshumidification,
    caractérisée en ce que
    le dispositif de déshumidification a une dérivation (30, 37), qui communique en technique d'écoulement avec l'admission de fluide de refroidissement.
     
    2. Installation (1) de turbine à vapeur suivant la revendication 1,
    dans laquelle la dérivation (30, 37) comprend un conduit (34) pour du fluide de refroidissement dans lequel passe le fluide de refroidissement.
     
    3. Installation (1) de turbine à vapeur suivant la revendication 2,
    dans laquelle l'organe (35, 36) d'obturation est monté dans le conduit (34) pour du fluide de refroidissement.
     
    4. Installation (1) de turbine à vapeur suivant la revendication 2 ou 3,
    dans laquelle un deuxième organe (36) d'obturation est monté dans le conduit (34) pour du fluide de refroidissement.
     
    5. Installation (1) de turbine à vapeur suivant la revendication 4,
    dans laquelle le conduit (34) pour du fluide de refroidissement a une deuxième dérivation (37) entre l'organe (35) d'obturation et le deuxième organe (36) d'obturation.
     
    6. Installation (1) de turbine à vapeur suivant la revendication 4,
    dans laquelle la deuxième dérivation (37) communique en technique d'écoulement avec un deuxième conduit (46) de déshumidification et, dans ce deuxième conduit (46) de déshumidification, est monté un deuxième dispositif de déshumidification ou un purgeur (39) de condensat pour déshumidifier le conduit (34) pour du fluide de refroidissement.
     
    7. Installation (1) de turbine à vapeur suivant la revendication 6,
    dans laquelle le deuxième conduit (44) de déshumidification communique en technique d'écoulement avec un condenseur (29).
     
    8. Procédé de refroidissement d'une turbine (6) à vapeur ayant une carcasse de turbine,
    dans lequel, après un arrêt de charge, on met une admission de fluide de refroidissement, en communication en technique d'écoulement, avec la carcasse de la turbine et on fait passer du fluide de refroidissement, entrant par l'admission de fluide de refroidissement, notamment de l'air, au moyen d'un dispositif (11) d'aspiration, avec absorption de chaleur, dans la carcasse de la turbine, en direction de la vapeur d'action s'écoulant, en fonctionnement de puissance normale, dans la turbine (6) à vapeur,
    dans lequel le fluide de refroidissement passe dans une vanne (3, 4, 9, 17, 18, 21, 22, 40),
    caractérisé en ce que
    la vanne (3, 4, 9, 17, 18, 21, 22, 40) a un dispositif de déshumidification dans lequel passe le fluide de refroidissement.
     
    9. Procédé suivant la revendication 8,
    dans lequel le fluide de refroidissement passe par un organe (35, 36) d'obturation dans un conduit (32) de déshumidification.
     
    10. Procédé suivant la revendication 9,
    dans lequel on monte, dans le conduit (32) de déshumidification, un deuxième organe (36) d'obturation et le conduit 32, 44) de déshumidification a une deuxième dérivation (37) entre l'organe (35) d'obturation et le deuxième organe (36) d'obturation,
    dans lequel on monte un deuxième dispositif de déshumidification ou un purgeur (39) de condensat dans un deuxième conduit (44) de déshumidification, qui communique en technique d'écoulement avec la deuxième dérivation (37).
     
    11. Procédé suivant la revendication 10,
    dans lequel l'organe d'obturation et le deuxième organe (36) d'obturation sont constitués en ayant des interrupteurs de position finale et un démarrage de la turbine (6) à vapeur n'est possible qu'en ayant l'organe (35) d'obturation fermé et le deuxième organe (36) d'obturation fermé.
     




    Zeichnung












    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente