(19)
(11)EP 3 164 023 B1

(12)EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45)Hinweis auf die Patenterteilung:
29.07.2020  Patentblatt  2020/31

(21)Anmeldenummer: 15766382.4

(22)Anmeldetag:  30.06.2015
(51)Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A42B 3/32(2006.01)
A42B 3/20(2006.01)
(86)Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE2015/100266
(87)Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2016/000687 (07.01.2016 Gazette  2016/01)

(54)

KONVERTIERBARER INTEGRALHELM UND VERFAHREN ZUM VERBINDEN BZW. TRENNEN SEINER KONSTITUIERENDEN TEILE

CONVERTIBLE FULL FACE HELMET AND PROCESS FOR CONNECTING AND/OR DISCONNECTING ITS CONSTITUTING PARTS

CASQUE INTÉGRAL CONVERTIBLE ET PROCÉDÉ POUR CONNECTER ET/OU DÉCONNECTER SES ÉLÉMENTS CONSTITUTIFS


(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30)Priorität: 01.07.2014 DE 102014109193

(43)Veröffentlichungstag der Anmeldung:
10.05.2017  Patentblatt  2017/19

(73)Patentinhaber: Schmitter, Martin Friedrich
90425 Nürnberg (DE)

(72)Erfinder:
  • Schmitter, Martin Friedrich
    90425 Nürnberg (DE)

(74)Vertreter: Sebastian, Jens et al
Ott & Sebastian Patentanwaltskanzlei Geranienweg 7
42579 Heiligenhaus
42579 Heiligenhaus (DE)


(56)Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 2 438 824
EP-A2- 2 522 238
DE-A1- 3 143 796
DE-B3- 10 240 744
EP-A2- 2 191 738
CN-U- 201 831 006
DE-A1- 3 233 231
DE-U1- 8 704 449
  
      
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Integralhelm, insbesondere einen sogenannten Fullfacehelm, der vorzugsweise in Schalenbauweise ausgeführt ist, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Weiter betrifft die Erfindung ein Verfahren zum werkzeuglosen Verbinden und/oder Entfernen einer Kinnschutzeinheit mit einer Backenklemmung mit bzw. von einer Helmoberschaleneinheit mit einer integrierten Nackeneinheit zum Ausbilden eines Integralhelms, insbesondere eines Integralhelms, insbesondere bei auf einem Kopf während des Verbindens/Entfernens aufgesetzter Helmoberschaleneinheit gemäß dem Oberbegriff des Anspruch 10.

    [0003] Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Integralhelme bekannt. Insbesondere sind zweiteilige Integralhelme bekannt, bei denen sich ein Kinnteil von einem Oberteil abnehmen lässt bzw. daran anbinden lässt. Aus der DE 10 2011 122 796 A1 ist ein Schutzhelm bekannt, insbesondere ein Schutzhelm für Fahrradfahrer, der aus einem Halbschalenhelm und einem das Kinn und den Hinterkopf/Nackenbereich umschließenden unteren Helmteil als Integralteil besteht, wobei der Integralteil mit dem Halbschalenhelm lösbar verbunden ist. Dadurch kann zum Beispiel beim Bergauffahren nur der Halbschalenhelm benutzt werden. Beim sportlichen Einsatz gewährleistet der umlaufende Integralteil sicheren Halt. Der Integralteil ist O-förmig, das heißt mit einem umlaufend geschlossenen Teil ausgebildet. Dadurch lässt sich das Integralteil nur bei abgesetztem Helmteil an diesen anbinden. Aus der DE 32 14 020 A1 ist ebenfalls ein Schutzhelm mit einem O-förmigen Kinnbügel bekannt.

    [0004] Aus der DE 102 40 744 B3 ist ein Schutzhelm, insbesondere ein Rennfahrerhelm bekannt, mit einer einen Visierausschnitt aufweisenden Helmkalotte und einem separaten Kinnteil, das eine untere Begrenzung des Visierausschnittes bildet und zwei zur Helmkalotte gerichtete Enden aufweist, mit denen es durch eine Einschubbewegung lösbar an der Helmkalotte befestigbar ist. Zur Verbindung des Kinnteils mit der Helmkalotten ist an beiden Enden des Kinnteils ein Haltebolzen des Kinnteils in einer Führung der Helmkalotte bis zu einer durch eine Richtungsänderung der Führung erreichbaren Endstellung verschiebbar und bei Erreichen der Endstellung des Haltebolzens ist dieser in der Endstellung mittels eines mit Abstand vom Haltebolzen angeordneten Rastelements und einer Rasteinrichtung verriegelbar.

    [0005] Aus der DE 31 43 796 A1 ist ein Integralsturzhelm mit abnehmbarem Kinnteil bekannt, das über Verlängerungen lösbar am Kalottenteil befestigt ist, wobei um das Kinnteil leicht abnehmen zu können und trotzdem eine stabile Helmkonstruktion zu gewährleisten, die klingenartige Verlängerungen in dazu passende scheidenartige Schlitze des Kalottenteils eingesteckt und dort mittels einer lösbaren Verriegelungsvorrichtung verriegelt sind.

    [0006] Aus der EP 2 522 238 A2 ist ein Helm bekannt, umfassend: einen Hauptkörper, der eine Gesichtsöffnung an seiner Vorderseite aufweist, einen Kinnschutz, der mit einer unteren Seitenfläche des Hauptkörper verbunden ist, und einen Verbinder, der in der Lage ist, den Kinnschutz mit/von dem Hauptkörper zu verbinden/trennen, wobei der Verbinder erste Verbinder aufweist, die an beiden Enden der unteren Seitenfläche des Hauptkörpers angeordnet sind und Verriegelungsvorsprünge aufweisen, die in der Lage sind, einen Teil des Kinnschutzes zu koppeln und zu befestigen, und zwei Verbinder, die an beiden Enden des Kinnschutzes positioniert sind und die Kupplungsschlaufen umfassen, die von den Verriegelungsvorsprüngen fassbar sind, um gekoppelt und fixiert zu werden.

    [0007] Aus der EP 2 191 738 A2 ist eine umkehrbare Befestigungsvorrichtung für den Kinnbügel eines Helms für Motorradfahrer oder ähnliches bekannt, bei der durch Schnappverschluss von Teilen, welche auf den beiden Seiten des Kinnbügels und des Helms miteinander interagieren nach Einschieben des Kinnbügels in die Betriebsstellung dank wechselseitig zusammenwirkender Führungen eine Befestigung erfolgt, wobei die Vorrichtung auf jeder Seite des Helms einen Haken, welcher zum Kinnbügel gehört, und einen Haken, welcher zum Helm gehört, umfasst, wovon einer beweglich ist und der Wirkung einer Rückholfeder unterliegt, und durch eine Aktion des Anwenders lösbar ist, wobei wenigstens der Haken, welcher der Wirkung der Rückholfeder unterliegt, aus metallischem Material gefertigt ist, wobei in Betriebsstellung die beiden Haken eine wechselseitige Auflageebene aufweisen, welche im Wesentlichen senkrecht zur Einschubrichtung des Kinnbügels liegt oder welche vorwärts geschwenkt wird, in Richtung des Kinnbügels, von der Basis des Hakens aus, angebracht am Kinnbügel, in Richtung von dessen freiem Ende.

    [0008] Aus der EP 2 438 824 ist ein Schutzhelm mit einer Schale, einem Kinnschutz oder mindestens einer Schutzplatte und Mittel zum lösbaren Beschränken des Kinnschutzes oder der mindestens einen Schutzplatte an die Schale bekannt, wobei die Begrenzungsmittel mindestens ein bewegliches Element aufweisen, das mit mindestens einem Abschnitt zum Halten des Kinnschutzes oder des mindestens einen Teils versehen ist und umgekehrt und mit mindestens einem Abschnitt zur Steuerung der Bewegung des mindestens einen beweglichen Elements relativ zu der Schale oder dem Kinnschutz oder mindestens einen Schutzplatte zwischen einer Eingriffs- und Ausrückstellung des mindestens einen Halteabschnitts mit dem Kinnschutz oder mit dem Kinnschutz verbunden ist.

    [0009] Aus der DE 87 04 449 U1 ist ein Schutzhelm, insbesondere ein Sturzhelm, aus einem den Kopf des Helmträgers umgebenden Kalottenteil mit nach vorn offenem Gesichtsfeld und einem die Kinnpartie des Kopfes übergreifendes Bügelteil das abnehmbar am Kalottenteil befestigt ist, wozu auf beiden Helmseiten im Wangenbereich ein Steckverschluss vorgesehen ist, der aus einer Steckerzunge am Bügelteil und einer Steckeraufnahme am Kalottenteil sowie aus einer Verriegelungseinrichtung mit einer Verriegelungstaste besteht, die beim Einstecken der Steckerzunge in die Steckeraufnahme in eine Verriegelungsöffnung in der Steckerzunge einschnappt und die Steckerzunge im eingesteckten Zustand verriegelt sowie zum Lösen der Verriegelung von Hand betätigbar ist, bekannt, wobei die Steckeraufnahme mit der Verriegelungseinrichtung aus einem an sich zum Schließen und Öffnen von Helmkinnbändern oder dergl. bekannten Drucktastenschloss besteht, bei dem die Steckeraufnahme und die Verriegelungstaste in einem Schlossgehäuse angeordnet sind, an dem ein Einsteckschlitz für die Steckerzunge vorgesehen und die Verriegelungstaste von der Seite her zugänglich ist, wobei in der Helmschale des Kalottenteils ein Fenster ausgespart und darin das Schlossgehäuse mit zum Bügelteil. Zeigendem Einsteckschlitz formschlüssig eingesetzt ist, wobei der Einsteckschlitz und die Verriegelungstaste sich auf der Außenseite der Helmschale befinden und das Schlossgehäuse auf der Innenseite der Helmschale mit am Schlossgehäuse vorgesehenen Anschlägen in Anlage an der Helmschale gehalten ist, und wobei die Steckerzungen in einer die Helmschale des Kalottenteils außen übergreifenden Anordnung am Bügelteil befestigt sind.

    [0010] Aus der CN 201 8310 006 U ist ein kombinierter Helm bekannt, der einfach zu montieren und zu zerlegen ist und der eine Schale und einen Kinnschutz umfasst, welche durch eine Struktur miteinander verbunden sind, die einfach zu montieren und zerlegen ist, Die Struktur, die einfach zu montieren und zu zerlegen ist, umfasst eine Einführzunge und einen Einsteckschlitz, die verriegelt und miteinander passend sind. Der kombinierte Helm weist integriert die Funktionen eines Vollhelms und eines halben Helms auf.

    [0011] Aus der DE 32 33231 A1 ist ein Sturzhelm aus einer den Kopf umschließenden Kalotte mit nach vorn offenem Gesichtsfeld bekannt, wobei am Kalottenstirnrad im Wangenbereich auf beiden Seiten des Gesichtsfelds jeweils eine Steckfassung für einen von vorn ansteckbaren Schutzkörper vorgesehen ist, der beim Einstecken in die Steckfassung in eine starre Formschlussverbindung schnappt, die von Hand lösbar ist

    [0012] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Integralhelm zu schaffen, bei dem eine Abnehmen und Anbringen an eine Helmoberschaleneinheit auch mit aufgesetzter Helmoberschale möglich ist, wobei eine einfache Handhabung für die Verbindung realisiert ist. Weiter ist es eine Aufgabe, ein Verfahren zum werkzeuglosen Verbinden und/oder Entfernen einer Kinnschutzeinheit mit einer Backenklemmung mit bzw. von einer Helmoberschaleneinheit mit einer integrierten Nackeneinheit zum Ausbilden eines Integralhelms zu schaffen.

    [0013] Diese und weitere Aufgaben werden gelöst durch einen Integralhelm nach Anspruch 1 und ein Verfahren nach Anspruch 10.

    [0014] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben oder werden nachstehend im Zusammenhang mit der Beschreibung der Figuren angegeben.

    [0015] Die Erfindung schließt die technische Lehre ein, dass bei einem Integralhelm, insbesondere einem sogenannten Fullfacehelm, der vorzugsweise in Schalenbauweise ausgeführt ist, umfassend eine Helmoberschaleneinheit mit einer integrierten Nackeneinheit und eine Kinnschutzeinheit und mit einer Backenklemmung, wobei die Kinnschutzeinheit lösbar mit der Helmoberschaleneinheit zur Ausbildung des Integralhelms verbindbar ist, wobei die Kinnschutzeinheit als offene Kinnbügeleinheit mit voneinander beabstandeten Endbereichen zur Anbindung an die Nackeneinheit ausgebildet ist, sodass im zusammengebauten Zustand die Endbereiche zusammen mit der Nackeneinheit eine vollumfängliche geschlossene Einheit bilden, wobei zwischen einem Topbereich der Kinnschutzeinheit und einem Frontbereich der Helmoberschaleneinheit und/oder der Nackeneinheit ein Sichtfenster ausgebildet ist und ein selbstarretierender Verriegelungsmechanismus zur Verbindung der Kinnschutzeinheit mit der Helmoberschaleneinheit vorgesehen ist, wobei der Verriegelungsmechanismus an der Helmoberschaleneinheit Verbindungsmittel zum Zusammenwirken mit korrespondierenden Verbindungsmitteln der Kinnschutzeinheit aufweist, wobei die Verbindungsmittel der Helmoberschaleneinheit an dem Frontbereich der Helmoberschaleneinheit angeordnet sind, wobei zumindest das erste Verbindungsmittel der Kinnschutzeinheit und das dazu korrespondierende erste Verbindungsmittel der Helmoberschaleneinheit im verbundenen Zustand ein Drehgelenk ausbilden, um dessen Drehachse die Kinnschutzeinheit gegen die Helmoberschaleneinheit verschwenkbar ist, vorgesehen ist, dass die helmseitigen Verbindungsmittel entsprechende Magnetelemente und die kinnschutzseitigen Verbindungsmittel magnetisierbare Elemente oder gegenpolig angeordnete Magnete oder die kinnschutzseitigen Verbindungsmittel Magnetelemente und die helmseitigen Verbindungsmittel magnetisierbare Elemente oder gegenpolig angeordnete Magnete umfassen.

    [0016] Ein Integralhelm, insbesondere ein sogenannter Fullfacehelm, der vorzugsweise in Schalenbauweise ausgeführt ist, umfassend eine Helmoberschaleneinheit, insbesondere eine einteilige Helmoberschaleneinheit, mit einer integrierten Nackeneinheit und eine Kinnschutzeinheit und mit einer Backenklemmung, wobei die Kinnschutzeinheit lösbar mit der Helmoberschaleneinheit zur Ausbildung des Integralhelms verbindbar ist, wobei die Kinnschutzeinheit als offene Kinnbügeleinheit mit voneinander beabstandeten Endbereichen, insbesondere alleine ohne Anbindung an die Helmoberschaleneinheit federnd ausgebildeten Endbereichen, zur Anbindung an die Nackeneinheit ausgebildet ist, sodass im zusammengebauten Zustand die Endbereiche zusammen mit der Nackeneinheit eine vollumfängliche geschlossene Einheit bilden, wobei ein Verriegelungsmechanismus vorgesehen ist, um die Kinnschutzeinheit mit der Helmoberschaleneinheit sicher zu verbinden, wobei der Verriegelungsmechanismus geeignete Verbindungsmittel aufweist, wobei einige Verbindungsmittel an der Helmoberschaleneinheit vorgesehen sind und korrespondierende Verbindungsmittel an der Kinnschutzeinheit vorgesehen sind, wobei die helmseitigen Verbindungsmittel entsprechende Magnetelemente und die kinnschutzseitigen Verbindungselemente magnetisierbare Elemente oder gegenpolig angeordnete Magnete aufweisen und/oder die kinnschutzseitigen Verbindungselemente und die helmseitigen Verbindungsmittel magnetisierbare Elemente oder gegenpolig angeordnete Magnete aufweisen und/oder der Verriegelungsmechanismus Arretiermittel zum Arretieren der Verbindung der Kinnschutzeinheit und der Helmoberschaleneinheit aufweist, wobei die Arretiermittel eine Magneteinheit oder mehrere Magneteinheiten vorsehen, die zumindest teilweise in die Verbindungsmittel integriert oder als separate Magnete oder Magneteinheiten vorgesehen sind und/oder das zwischen einem Topbereich der Kinnschutzeinheit und einem Frontbereich der Helmoberschaleneinheit und/oder der Nackeneinheit ein Sichtfenster ausgebildet ist, wobei der Frontbereich und der Topbereich jeweils einen Überlappungsbereich aufweisen, die miteinander korrespondieren und mit dem im verbundenen Zustand die Kinnschutzeinheit an der Helmoberschaleneinheit zumindest teilweise überlappend anliegt, wobei die Überlappungsbereiche Führungsmittel aufweisen, um eine Verbindung der Kinnschutzeinheit mit der Helmoberschaleneinheit zu erleichtern, wobei an dem Topbereich und/oder an dem Frontbereich ein Magnet oder mehrere Magnete vorgesehen sind. Der Integralhelm weist eine Backenklemmung auf. Die Backenklemmung ist in einer Ausführungsform an der Helmoberschaleneinheit angeordnet. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Backenklemmung an der Kinnschutzeinheit ausgebildet. In einer anderen Ausführungsform ist die Backenklemmung sowohl an der Helmoberschaleneinheit und an der Kinnschutzeinheit angeordnet. Die Backenklemmung kann hierzu vorzugsweise zwei- oder mehrteilig ausgeführt sein. In einer Ausführung, in welcher die Backenklemmung an der Helmoberschaleneinheit angeordnet ist, ist der Helm als sogenannter Jethelm ausgeführt, also einer Halbschale mit Backenklemmung. In dieser Ausführung weist die Kinnschutzeinheit keine Polsterung auf. Die Kinnschutzeinheit ist in dieser Ausführung steifer ausführbar bzw. ausgeführt, da eine Spreizung aufgrund einer Backenklemmung entfällt. In einer anderen Ausführungsform ist der Helm als Jethelm ausgebildet und die Backenklemmung ist an dem Kinnteil angebracht. In einer anderen Ausführungsform ist der Helm als Jethelm, insbesondere als Halbschalenhelm für einen erweiterten Ohrenschutz ausgebildet. Diese Ausführungsform weist lediglich eine Hartschalen-Ohrenüberdeckung auf. Bevorzugt ist die Backenklemmung einteilig ausgeführt. Die einteilige Backenklemmung ist bevorzugt an der Kinnschutzeinheit angeordnet. Hierzu ist die Kinnschutzeinheit elastisch ausgebildet, sodass eine Spreizung aufgrund einer Backenklemmung beim Aufsetzen des Helms auf einen Kopf erfolgen kann. Unter einer Spreizung im Sinne dieser Erfindung wird insbesondere auch eine Vergrößerung eines Innenvolumens verstanden, insbesondere so, dass sich eine äußere Kontur bzw. ein äußeres Abmaß nicht verändert. Es erfolgt somit in einer Ausführung keine Aufweitung der gesamten Einheit. Die Backenklemmung stellt somit eine Vorrichtung dar, bei welcher Rückstellkräfte eines Polsters der Backenklemmung entgegen der Gegenkraft des Gesichts eines Benutzers einerseits und gegen die Helmaußenwandung andererseits wirken. Hierdurch wird ein Reib-/Kraftschluss bewirkt, insbesondere zwischen Gesicht, hier genauer den Wangen des Benutzers, und Polster bzw. Backenklemmung, welcher sowohl den Vorgang einer Backenklemmung, also eines Klemmens der Wangen, als auch die Backenklemmeinheit oder -vorrichtung selbst ergibt. In einer Ausführungsform ist deshalb vorgesehen, dass eine Kinnschutzeinheit vorgesehen ist, in welche ein eingebrachtes Polster elastisch und mit einer hohen Rückstellkraft ausgebildet, wobei die Rückstellkraft so ausgebildet ist, dass diese eine Komprimierung des Polsters bei einem Aufsetzen des Helms zulässt und in einem aufgesetztem Zustand ein zur Fixierung des Helms ausreichend großen Kraftschluss zwischen Kinnschutzeinheit und Gesicht des Benutzers bewirkt. Auf diese Weise wird eine Art einer Backenklemmung bewirkt. In anderen Ausführungsform ist ein verstellbares Polster ausgeführt. Das verstellbare Polster weist in einer Ausführungsform Mittel zur Vergrößerung eines Polstervolumens auf, beispielsweise durch aufblasbare Elemente. In anderen Ausführungsformen ist ein Verstellmechanismus vorgesehen, mit dem sich das Polster entsprechend beweglich relativ zu der Kinnschutzeinheit bzw. dem Helm und/oder dem Gesicht anordnen lässt. Vorzugsweise sind die Helmoberschaleneinheit und die Kinnschutzeinheit sowie die entsprechenden Verbindungsmittel hierfür derart ausgebildet, dass eine Aufspreizung der Kinnschutzeinheit minimiert ist bzw. gänzlich verhindert ist. Dies wird dadurch bewirkt, dass eine Fixierung der Endbereiche an einem entsprechenden Drehgelenk der Helmoberschaleneinheit vorgesehen ist. Das Drehgelenk und die Backenklemmung bzw. auch die Kinnschutzeinheit und die Helmoberschaleneinheit sind derart ausgebildet, dass ein Kontakt zwischen der Backenklemmung und dem Gesicht/Kopf eines Benutzers erst nach einer Kontaktierung bzw. Fixierung der Endbereich mit den entsprechenden Verbindungsmitteln/Drehgelenken an der Helmoberschale erfolgt, zumindest bei sachgerechter Bedienung. Die Versteifung der Endbereiche insbesondere in den Bereichen zwischen den Einrasteinrichtungen und den Stellen, an denen die Endbereiche an der Oberschale anliegen sind durch Profilausbildungen und örtliche Materialverstärkungen zusätzlich versteift, um ein Lösen der Rastverbindungen durch Krafteinwirkung zu verhindern bzw. unmöglich zu machen. Die Nackeneinheit ist einteilig mit der Helmoberschaleneinheit ausgebildet. Dabei ist die Nackeneinheit bevorzugt zentral an einem rückwärtigen Bereich, somit an einer gegenüber eines Sichtfensters liegenden Seite der Helmoberschaleneinheit angeordnet. Die Nackeneinheit ragt dabei an einem unteren Ende der Helmoberschaleneinheit als Vorsprung oder nach Art eines Lappens von der Helmoberschaleneinheit hervor. Der Nackenbereich bildet an einer vorderen Seite zusammen mit einer vorderen Seite der Helmoberschaleneinheit einen Frontbereich aus, der zur Aufnahme eines korrespondierenden Bereichs der Kinnschutzeinheit ausgebildet ist. In einer anderen Ausführungsform ist der Nackenbereich lösbar mit der Helmoberschaleneinheit verbunden. Der Nackenbereich ist einer anderen Ausführungsform lösbar mit der Kinnschutzeinheit ausgebildet. In einer Ausführungsform ist der Nackenbereich lösbar mit der Kinnschutzeinheit und der Helmoberschaleneinheit ausgebildet. Bevorzugt ist die Nackeneinheit fest mit der Helmoberschaleneinheit ausgebildet. Jeder Endbereich wird mit der Nackeneinheit bzw. mit der Helmoberschaleneinheit, mithin mit dem Frontbereich verbunden. Dabei wird ein Endbereich von einer Seite mit der Nackeneinheit verbunden. Der andere Endbereich wird von einer anderen, gegenüberliegenden Seite mit der Nackeneinheit verbunden. Die Nackeneinheit weist somit zwei voneinander beabstandete Aufnahmen für die Endbereiche auf. Die Aufnahmen sind bevorzugt gegenüberliegend und/oder an gegenüberliegenden Seiten ausgebildet. Dabei sind die Aufnahmen und die Endbereiche aufeinander für ein einfaches Aufnehmen abgestimmt. Bevorzugt sind die Aufnahmen und die Endbereiche zumindest teilweise komplementär ausgebildet. Die Helmoberschaleneinheit ist in einer Ausführungsform aus mehreren Schalen ausgeführt, beispielsweise einer Oberschale und einer Unterschale oder einer Außenschale und einer Innenschale. In einer anderen Ausführungsform ist lediglich eine Schale vorgesehen. Wiederum andere Ausführungsformen sehen mehrere Schalen vor, beispielsweise eine Zwischenschale oder mehrere Zwischenschalen. In einer Ausführungsform sind zumindest die Ober- und die Unterschale bzw. sind zumindest zwei Schalen in Volllaminatbauweise ausgeführt. Hierzu ist als Material für die Schalen oder für zumindest eine der Schalen GFK, also ein Glasfaserverstärkter Kunststoff, vorgesehen. In einer anderen Ausführungsform ist als Material für die Schalen oder zumindest eine Schale CFK, also ein Kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff vorgesehen. Wiederum eine andere Ausführungsform sieht vor, das als Material für zumindest eine der Schalen CFK + Kevlar, also ein Kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff mit einem Zusatz von Kevlar, d.h. einem Aramid, genauer einem langkettigen synthetischen Polyamid, bei dem mindestens 85 % der Amidgruppen direkt an zwei aromatische Ringe gebunden ist, vorgesehen ist. In einer anderen Ausführungsform ist die Helmoberschaleneinheit in einer Mischbauweise hergestellt. Hierbei ist in einer Außenschale, die vorzugsweise tiefgezogen und/oder spritzgeformt ist oder wird, innen zumindest partiell eine Laminatverstärkung eingebracht. Als Material für die Außenschale oder auch eine andere Schale ist ABS, also AcrylnitrilButadien-Styrol, vorgesehen. Die Laminatverstärkung ist aus einem beliebigen Material hergestellt, vorzugsweise aus GFK, CFK oder CFK plus Aramid. Zudem weist die Helmoberschaleneinheit einen Schaumkern auf, vorzugsweise einen Schaumkern aus EPS - Polystyrol oder expandiertes Polystyrol - oder aus einem Schaumstoff, beispielsweise EPP - Polypropylen bzw. einem Partikelschaum aus Polypropylen. Der Schaumkern ist in einem Ausführungsbeispiel separat von der Helmoberschaleneinheit ausgebildet, beispielsweise durch separates Schäumen in einem gesonderten Werkzeug, wobei der separat ausgebildet Schaumkern dann mit der Helmoberschaleneinheit verbunden ist bzw. wird, beispielsweise mittels Kleben und/oder mittels eines Klebemittels. In einer anderen Ausführungsform ist der Schaumkern direkt in der Helmoberschaleneinheit hergestellt. Die (Helm-)Schale, an welcher der Schaumkern ausgebildet ist, liegt bevorzugt bei der Herstellung noch in der Schalenwerkzeughälfte. Der Schaumkern wird direkt in der in der Werkzeughälfte liegenden Schale, bevorzugt die Außenschale, eingeschäumt. Man spricht hier auch von einem sogenannten In-Mold-Verfahren. Bei diesem In-Mold-Verfahren werden drei Werkzeughälften benötigt bzw. verwendet. Die Helmoberschaleneinheit ist bevorzugt spiegelsymmetrisch entlang einer Helmmittelachse ausgebildet.

    [0017] Zwischen dem Topbereich der Kinnschutzeinheit und dem Frontbereich der Helmoberschaleneinheit und/oder der Nackeneinheit ist ein Sichtfenster ausgebildet ist und ein selbstarretierender Verriegelungsmechanismus zur Verbindung der Kinnschutzeinheit mit der Helmoberschaleneinheit vorgesehen. Der Verriegelungsmechanismus weist an der Helmoberschaleneinheit Verbindungsmittel zum Zusammenwirken mit korrespondierenden Verbindungsmitteln der Kinnschutzeinheit auf. Die Verbindungsmittel der Helmoberschaleneinheit sind an der Frontseite der Helmoberschaleneinheit angeordnet. Der Topbereich ist an der benachbart zu der Oberschaleneinheit - im verbundenen Zustand - umlaufenden Kante der Kinnschutzeinheit ausgebildet. Der Topbereich ist somit einerseits durch die umlaufende Kante begrenzt. In eine andere Richtung ist der Topbereich durch einen Versatz begrenzt. Somit verläuft der Topbereich abgesetzt, insbesondere schräg, zu dem verbleibenden Teil der Kinnschutzeinheit. In einer Ausführungsform ist der Topbereich sich verjüngend hin zu der umlaufenden Kante ausgebildet. Der Topbereich ist lediglich in dem Endbereich vorgesehen, das heißt in einem Bereich, in welchem die Kinnschutzeinheit für eine Kontaktierung der Helmoberschaleneinheit vorgesehen bzw. ausgebildet ist. Der Frontbereich ist durch die korrespondierende umlaufende Kante der Helmoberschaleneinheit begrenzt. Von der umlaufenden Kante in Richtung weg von der verbundenen Kinnschutzeinheit ist eine Aufnahme für den Topbereich der Kinnschutzeinheit ausgebildet. Die Aufnahme ist als trichterförmige Anformung oder kurz als Trichter ausgebildet. Dieser weist eine äußere Trichterwandung auf, welche durch einen Abschnitt der Helmoberschaleneinheit, genauer dessen äußerer Oberfläche bzw. äußerer Wandung, gebildet ist. Von dieser äußeren Trichterwandung ragt eine Trichterbodenwandung oder ein Trichterboden ab. An diesen schließt sich schräg eine innere Trichterwandung ab. Die äußere Trichterwandung und die innere Trichterwandung, die beide mit dem Trichterboden verbunden sind, bilden eine trichterförmige Aufnahme. Das heißt, die beiden Wandungen laufen in eine Richtung entgegengesetzt zu dem Trichterboden auseinander und bilden so einen konischen Einlauftrichter. Nach innen ist die innere Trichterwandung von einem Helmoberschalenpolster oder dergleichen abgedeckt, sodass ein Kopf eines Benutzers nicht an der inneren Trichterwandung anliegt, wenn dieser den Helm aufsetzt. Um die Kinnschutzeinheit mit der Helmoberschaleneinheit sicher zu verbinden, ist ein entsprechender Verriegelungsmechanismus vorgesehen. Dieser Verriegelungsmechanismus ist in einer Ausführungsform als selbstverriegelnder Verriegelungsmechanismus ausgebildet. Das heißt, ein Benutzer muss nicht aktiv einen Riegel für eine Verriegelung bedienen. Vielmehr ist ein clipsartiges Verschließen und/oder ein selbsteinrastendes Verschließen vorgesehen. Der Verriegelungsmechanismus weist deshalb geeignete Verbindungsmittel auf. Einige Verbindungsmittel sind an der Helmoberschaleneinheit vorgesehen. Korrespondierende Verbindungsmittel sind an der Kinnschutzeinheit vorgesehen. Die helmoberschalenseitigen oder kurz helmseitigen Verbindungsmittel umfassen zum einen die Aufnahme bzw. den Trichter. Zudem umfassen die helmseitigen Verbindungsmittel erste Verbindungsmittel. Die ersten Verbindungsmittel sind ausgebildet, um zusammen mit ersten Verbindungsmitteln der Kinnschutzeinheit, ein Drehgelenk auszubilden. Entsprechend sind die ersten helmseitigen Verbindungsmittel als Bolzen, Achse, Stift oder dergleichen ausgebildet. Die korrespondierenden ersten Verbindungsmittel der Kinnschutzeinheit sind entsprechend als Durchgangsöffnung, Bohrung, Loch, Nut oder dergleichen ausgebildet. In einer Ausführungsform sind die komplementären Verbindungsmittel auch umgekehrt angeordnet, somit die Durchgangsöffnung etc. helmseitig und der Bolzen etc. kinnschutzseitig. Die helmseitigen ersten Verbindungsmittel sind seitlich an einem unteren vorderen Bereich der Nackeneinheit angeordnet, somit in dem Frontbereich an einem untersten Ende der Helmoberschaleneinheit. Bei einem Zusammenfügen der Kinnschutzeinheit mit der Helmoberschaleneinheit wird die Kinnschutzeinheit mit den korrespondierenden ersten Verbindungsmitteln in Richtung erste, helmseitige Verbindungsmittel bewegt. Aufgrund der trichterförmigen Ausbildung der Aufnahme und der federnden Ausbildung der Endbereiche der Kinnschutzeinheit verläuft der Topbereich entlang der inneren Trichterwandung. Mit einem weiteren Fügen werden die Enden auseinandergespreizt und die ersten Verbindungsmittel der Kinnschutzeinheit gelangen über die ersten helmseitigen Verbindungsmittel zusammen zur Realisierung eines Drehgelenks. Auf diese Weise ist eine erste Festlegung der Kinnschutzeinheit an der Helmoberschaleneinheit gewährleistet. Durch das Aufspreizen der Endbereiche rasten die ersten helmseitigen Verbindungsmittel sicher in den ersten Verbindungsmitten der Kinnschutzeinheit ein. Eine Ausführungsform sieht vor, dass die ersten Verbindungsmittel magnetisch zusammenwirken. Somit sind die ersten Verbindungsmittel magnetisch und/oder magnetisierbar ausgebildet. Dabei umfassen in einer Ausführungsform die helmseitigen Verbindungsmittel entsprechende Magnetelemente und die kinnschutzseitigen Verbindungsmittel magnetisierbare Elemente oder gegenpolig angeordnete Magnete. In einer anderen Ausführungsform umfassen die kinnschutzseitigen Verbindungsmittel Magnetelemente und die helmseitigen Verbindungsmittel magnetisierbare Elemente oder gegenpolig angeordnete Magnete. Dies ermöglicht ein haptisches und auch akustisches Feedback einer sicheren Verbindung an den Benutzer. Die ersten Verbindungsmittel der Kinnschutzeinheit sind an einer zu der Position der ersten, helmseitigen Verbindungsmittel korrespondierenden Position angeordnet. In einer Ausführungsform sind die ersten Verbindungsmittel der Kinnschutzeinheit an einem untersten Topbereich ausgebildet. Somit ergibt sich bei entsprechender Ausführung auch eine 3D-Drehverriegelung. Die 3D-Drehverriegelung ist in einer Ausführung nicht elastisch nach Art einer Rast-Feder-Anordnung ausgebildet. Vielmehr erfolgt eine Verbindung über eine geeignete 3D-Kontur. Die Verbindung erfolgt dabei bevorzugt entlang einer oder mehrerer umlaufender Kanten, sodass insgesamt eine umlaufende Verbindung realisiert ist. Der 3D-Riegel ist alternativ zu einer federnden Verbindung und/oder in Kombination vorgesehen. Das Verriegeln erfolgt bevorzugt mittels eines 3D-geformten Riegels bzw. mehrerer 3D-geformter Riegel. Dabei weist der mindestens eine 3D-Riegel eine Krümmung in dreidimensionaler Richtung auf, anders als beispielsweise bei einem Zylinderstift.

    [0018] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass das Drehgelenk als lösbares Drehgelenk ausgebildet ist.

    [0019] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die ersten Verbindungsmittel der Kinnschutzeinheit an einer zu der Position der ersten, helmseitigen Verbindungsmittel korrespondierenden Position angeordnet sind, wobei die ersten Verbindungsmittel der Kinnschutzeinheit an einem untersten Topbereich ausgebildet sind, sodass sich bei entsprechender Ausführung auch eine 3D-Drehverriegelung ergibt

    [0020] Die Verbindungsmittel und/oder die 3D-Drehverrierelung umfassen in einer Ausführungsform einen Stift oder Bolzen. Bei der 3D-Drehverriegelung ist der Stift/Bolzen vorzugsweise als Zylinderstift ausgebildet. Das Kinnteil wird um den Zylinderstift rotiert, führt also eine 2D-Drehbewung, somit entlang einer Drehebene aus. Aufgrund der unterschiedlich geneigten Oberflächen der korrespondierenden, für einen Kontakt vorgesehenen Abschnitte erfolgt zusätzlich eine Bewegung entlang einer dritten Richtung entlang der sich kontaktierenden Oberflächen, somit eine 3D-Bewegung. Es erfolgt eine Inklinationsangleichung der Außenflächen von Oberschale und Kinnteil beim Eindrehen. Zusammen mit der Drehbewegung beschreibt die Bewegung aufgrund der Inklinationsangleichung einen dreidimensionalen Prozess oder Bewegungsvorgang. Die Drehbewegung des Bauteils Kinnteils erfolgt um eine relativ zu der Drehbewegung statische, insbesondere auch lineare und/oder horizontale Achse, quer, insbesondere 90° quer zur Fahrtrichtung eines Benutzers, der den Helm trägt, somit quer zu der Sichtrichtung. Analog sind Bolzen und Löcher dazu korrespondierend dazu angeordnet.

    [0021] Zum Einriegeln des 3D-Riegels ist somit eine dreidimensionale Bewegungsrichtung - Drehung plus Inklinationsangleichung - erforderlich. Entsprechend ist der 3D-Riegel für eine Einriegelung mittels dreidimensionaler Bewegungs- oder Montagerichtung ausgebildet. Die vorgesehene Trichterwandung ist insbesondere dafür vorgesehen, ein evtl. vorhandenes Restfedern zu kompensieren. Dies erfolgt trotz eines Fangens durch das Drehgelenk.

    [0022] Noch eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass zumindest ein erstes Verbindungsmittel der Kinnschutzeinheit und das dazu korrespondierende erste Verbindungsmittel der Helmoberschaleneinheit im verbundenen Zustand ein Drehgelenk ausbilden, um dessen Drehachse die Kinnschutzeinheit gegen die Helmoberschaleneinheit verschwenkbar ist. Das Drehgelenk ist als lösbares Drehgelenk ausgebildet. Das erste helmseitige Verbindungsmittel ist bevorzugt als Drehzapfen, Stift, Achse oder dergleichen ausgebildet. Dieser ragt von der äußeren Trichterwandung in Richtung innere Trichterwandung. Dabei ist eine benachbart zu der inneren Trichterwandung ausgebildete Spitze des Bolzens beabstandet zu der inneren Trichterwandung ausgebildet. Das erste Verbindungsmittel der Kinnschutzeinheit ist als Durchgangsöffnung ausgebildet. In einer anderen Ausführungsform ist das erste Verbindungsmittel als Vertiefung und/oder Ausnehmung ausgebildet. Auf diese Weise ragt bei einem Verbinden der Bolzen wie eine Nase in das Verbindungsmittel, genauer die Durchgangsöffnung oder Vertiefung. Die Konturen der Verbindungsmittel sind aufeinander abgestimmt, sodass ein Drehgelenk realisierbar ist. In einer Ausführungsform erfolgt zu einem reinen Verschwenken eine Kippbewegung, sodass ebenfalls eine 3D-Bewegung realisiert ist.

    [0023] Zudem ist in einer Ausführungsform vorgesehen, dass ein zweites Verbindungsmittel der Kinnschutzeinheit bzw. ein zweites Verbindungsmittel der Helmoberschaleneinheit von dem jeweils anderen, korrespondierenden zweiten Verbindungsmittel im verbundenen Zustand zumindest teilweise umfänglich umgeben ist. Ein Teil des zweiten Verbindungsmittels der Kinnschutzeinheit ist in einer Ausführungsform vollumfänglich im verbundenen Zustand von dem korrespondierenden zweiten, helmseitigen Verbindungsmittel umgeben. Die Kinnschutzeinheit ist in einer Ausführungsform zweiteilig mit einem inneren Teil und einem äußeren Teil ausgebildet. Der äußere Teil bildet eine äußere Schale. Der innere Teil bildet einen elastischen Innenbügel. Der Innenbügel weist als zweite Verbindungsmittel des Innenteils an seinen hinteren Enden eine maulartige Öffnung für ein Eingreifen in die zweiten, helmseitigen Verbindungsmittel auf. Die zweiten, helmseitigen Verbindungsmittel sind analog zu den ersten helmseitigen Verbindungsmitteln als Stift, Drehachse, Achse, Bolzen oder dergleichen ausgebildet. Der äußere Teil weist als zweite Verbindungsmittel des Außenteils ein Langloch, eine Nut eine längliche Durchgangsöffnung oder dergleichen auf. In diese ragt, analog zur Ausbildung des ersten Drehgelenks der ersten Verbindungsmittel das jeweils zweite helmseitige Verbindungsmittel. Die zweiten Verbindungsmittel des Außenteils und des Innenteils sind an einem Ende teilweise deckungsgleich. An einem anderen Teil weist das zweite Verbindungsmittel des Außenteils kein korrespondierendes zweites Verbindungsmittel des Innenteils auf. Ohne die zweiten Verbindungsmittel des Innenteils wäre ein Einrasten der zweiten Verbindungsmittel somit nicht realisierbar. Durch die elastischere Ausbildung der zweiten Verbindungsmittel des Innenteils ist somit eine Rastverbindung realisiert. Denn der Bolzen rastet in den beiden überlappenden zweiten Verbindungsmitteln der Kinnschutzeinheit aufgrund derer entsprechender Gestaltung ein. Die zweiten Verbindungsmittel sind an einem hinteren Ende des Innenteils ausgebildet. Zudem weist der bügelartige Innenteil beabstandet zu den zweiten Verbindungsmitteln an jedem Bügelarm eine lappenartige Anformung auf, die zur Bedienung des Verriegelungsmechanismus dienen. Durch Zusammendrücken beider Anformungen werden die hinteren Enden mit den zweiten Verbindungsmitteln zusammengedrückt. Dadurch wird die Verriegelung bzw. das Einrasten gelöst. Der Eingriff von Bolzen und Langloch lässt sich dadurch aufheben. Zusätzlich ist in einer Ausführungsform vorgesehen, dass die zweiten Verbindungsmittel magnetisch und/oder magnetisierbar sind und/oder einen Magneten oder mehrere Magnete aufweisen. Hierdurch ist ein haptisches und akustisches Feedback bei einer sicheren Verbindung der zweiten Verbindungsmittel realisierbar. Die Magnete an unterschiedlichen Verbindungsmitteln sind vorzugsweise gegenpolig zueinander angeordnet.

    [0024] Wiederum eine andere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sieht vor, dass die ersten Verbindungsmittel und/oder die zweiten Verbindungsmittel der Kinnschutzeinheit an dem Endbereich der Kinnschutzeinheit vorgesehen sind. Durch die Anordnung an den nachgiebigen und/oder federnden Endbereichen ist ein leichtes Einführen der helmseitigen Verbindungsmittel in die Verbindungsmittel der Kinnschutzeinheit realisierbar. Aufgrund der offenen Ausführungsform sind die Endbereich leicht nachgiebig bzw. federnd ausgebildet. Vorzugsweise ist die Nachgiebigkeit der Endbereiche bzw. die Federeigenschaft minimiert, sodass ein möglichst steifer Endbereich realisiert ist. Insbesondere ist in dem Bereich der Endbereiche eine möglichst hohe Steifigkeit realisiert, in welchem verhindert wird, dass Löcher durch eine Krafteinwirkung von außen in Richtung einer Längsmittelachse weg von den Bolzen geschoben werden. Die Endbereiche sind im nicht zusammengesetzten Zustand federnd bzw. nachgiebig ausgebildet. Im zusammengesetzten Zustand ist die Federung bzw. Nachgiebigkeit durch die Fixierung an der Helmoberschaleneinheit minimiert bzw. verhindert.

    [0025] Auch ist in einer Ausführungsform vorgesehen, dass der Verriegelungsmechanismus Arretiermittel zum Arretieren der Verbindung der Kinnschutzeinheit und der Helmoberschaleneinheit aufweist. Die Arretiermittel umfassen in einer Ausführungsform den elastischeren Innenteil mit den endseitigen maulartigen Öffnungen und den für eine Betätigung vorgesehenen Anformungen. In einer weiteren Ausführungsform ist eine Magneteinheit oder sind mehrere Magneteinheiten vorgesehen. Die Magneteinheit ist in einer Ausführungsform zumindest teilweise in den Verbindungsmitteln integriert. In einer anderen Ausführungsform sind separate Magnete oder Magneteinheiten vorgesehen. Die Magnete oder magnetisierbaren Elemente unterschiedlicher Verbindungselemente sind für ein Zusammenwirken ausgebildet bzw. angeordnet.

    [0026] Noch eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass der Frontbereich und der Topbereich jeweils einen Überlappungsbereich aufweisen, die miteinander korrespondieren und mit dem im verbundenen Zustand die Kinnschutzeinheit an der Helmoberschaleneinheit zumindest teilweise überlappend anliegt. Der Topbereich der Kinnschutzeinheit ist zumindest teilweise in dem Frontbereich der Helmoberschaleneinheit aufgenommen. Somit wird zumindest ein Teil des Topbereichs von dem Frontbereich überlappt. Diese überlappenden Bereiche bilden den gesamten Überlappungsbereich aus. Der von dem Frontbereich überlappte Bereich des Frontbereichs bildet den kinnschutzseitigen Überlappungsbereich aus. Der den Topbereich überlappende Teil des Frontbereichs bildet den helmseitigen Überlappungsbereich auf. Insbesondere bildet der Trichter den helmseitigen Überlappungsbereich aus.

    [0027] Zudem ist in einer weiteren Ausführungsform vorgesehen, dass die Überlappungsbereiche als Feder-Nut-Überlappungsbereiche ausgebildet sind, wobei ein Überlappungsbereich der Kinnschutzeinheit oder der Helmoberschaleneinheit als Feder ausgebildet ist und der dazu korrespondierende Überlappungsbereich als Nut ausgebildet ist. Die Nut ist als Trichter mit einem Trichterboden, einer Trichterinnenwand und einer Trichteraußenwand ausgebildet. Von der Trichteraußenwand ragt in Richtung Trichterinnenwand ein Stift zur Ausbildung einer Drehachse in den Trichter hinein. Die Feder ist als versetzter Abschnitt des Endbereichs ausgebildet. Dabei weist die Feder bevorzugt eine geringere Materialstärke auf, als der verbleibende Teil der Kinnschutzeinheit.

    [0028] Auch ist in einer Ausführungsform vorgesehen, dass die Überlappungsbereiche Führungsmittel aufweisen, um eine Verbindung der Kinnschutzeinheit mit der Helmoberschaleneinheit zu erleichtern. In einer Ausführungsform sind die Führungsmittel integriert mit der Helmoberschaleneinheit und/oder mit der Kinnschutzeinheit ausgebildet. In einer Ausführungsform umfassen die Führungsmittel einen sich verjüngenden Bereich, beispielsweise einen sich verjüngenden Topbereich und/oder Frontbereich. In einer anderen Ausführungsform umfassen die Führungsmittel einen trichterförmigen Einlauf, insbesondere einen trichterförmigen Einlauf an dem Frontbereich und/oder Topbereich. Noch eine andere Ausführungsform sieht einen Magnet oder mehrere Magnete vor, beispielsweise an dem Topbereich und/oder an dem Frontbereich. Weitere Führungsmittel wie Führungsnuten, Leitvorsprünge, Ausnehmungen und dergleichen sind in anderen Ausführungsformen vorgesehen. So lassen sich beispielsweise auch unterschiedliche Oberflächeneigenschaften vorsehen, welche beispielsweise geringere oder höhere Reibwerte aufweisen, um beispielsweise ein Aneinandergleiten von Topbereich und Frontbereich in eine Richtung gegenüber einer anderen Richtung zu verbessern.

    [0029] Die Erfindung schließt auch die technische Lehre ein, dass bei einem Verfahren zum werkzeuglosen Verbinden und/oder Entfernen einer Kinnschutzeinheit mit einer Backenklemmung mit bzw. von einer Helmoberschaleneinheit mit einer integrierten Nackeneinheit zum Ausbilden eines vorstehend beschriebenen Integralhelms, insbesondere bei auf einem Kopf während des Verbindens/Entfernens aufgesetzter Helmoberschaleneinheit, die Schritte vorgesehen sind: drehbares Verbinden von zwei Endbereichen der Kinnschutzeinheit mit der Nackeneinheit und Verschwenken der mit der Nackeneinheit verbundenen Kinnschutzeinheit mit den Endbereichen gegen die Helmoberschaleneinheit, wobei die Endbereiche mit der Helmoberschaleneinheit verbunden werden und/oder wobei das Verbinden werkzeuglos durch selbstarretierendes Verbinden durchgeführt wird.

    [0030] Insofern ist vorgesehen, eine Kinnschutzeinheit, insbesondere eine vorstehend beschriebene Kinnschutzeinheit, mit einer Helmoberschale, insbesondere einer vorstehend beschriebenen Helmoberschale, zu verwenden.

    [0031] Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen sind in den Unteransprüchen angegeben oder ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von mindestens einem Ausführungsbeispiel der Erfindung, welches in den Figuren schematisch dargestellt ist. Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung oder der Zeichnung hervorgehenden Merkmale und/oder Vorteile, einschließlich konstruktive Einzelheiten, räumliche Anordnung und Verfahrensschritte können sowohl für sich als auch in den verschiedensten Kombinationen erfindungswesentlich sein. In den Figuren werden gleiche oder ähnliche Bauteile mit gleichen oder ähnlichen Bezugszeichen gekennzeichnet.

    [0032] Es zeigen:
    Fig. 1
    schematisch in einer Seiten- und einer Vorderansicht eine Ausführungsform eines als Fullfacehelm ausgebildeten Integralhelms mit Kinnschutzeinheit,
    Fig. 2
    schematisch in einer Seiten- und einer Vorderansicht die Ausführungsform nach Fig. 1 ohne Kinnschutzeinheit,
    Fig. 3
    schematisch in einer Seiten- und einer Vorderansicht eine weitere Ausführungsform eines als Fullfacehelm ausgebildeten Integralhelms ohne Kinnschutzeinheit,
    Fig. 4
    schematisch in einer Seiten- und einer Vorderansicht eine weitere Ausführungsform eines als Fullfacehelm ausgebildeten Integralhelms ohne Kinnschutzeinheit,
    Fig. 5
    schematisch in einer Seitenansicht eine Helmoberschaleneinheit,
    Fig. 6
    schematisch in einer Seitenansicht die Helmoberschaleneinheit nach Fig. 5 mit Kinnschutzeinheit,
    Fig. 7
    schematisch in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht die Ausführungsform nach Fig. 6,
    Fig. 8
    schematisch zwei Schnittdarstellungen des Ausführungsbeispiels nach Fig. 7 entlang der Schnittlinie A-A, einmal mit verbundener Kinnschutzeinheit (links) und einmal mit der Kinnschutzeinheit kurz vor einem Verbinden (rechts),
    Fig. 9
    schematisch in einer perspektivischen Ansicht eine Ausführungsform eines Integralhelms mit einer Kinnschutzeinheit kurz vor einem Verbinden,
    Fig. 10
    schematisch die Ausführungsform nach Fig. 9 mit einer leicht geänderten Kinnschutzeinheit in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht,
    Fig. 11
    schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie C-C aus Fig. 10,
    Fig. 12
    schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie B-B aus Fig. 10,
    Fig. 13
    schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie A-A aus Fig. 10,
    Fig. 14
    schematisch in einer perspektivischen Ansicht die Ausführungsform nach Fig. 9 kurz nach einem ersten Verbinden,
    Fig. 15
    schematisch einen Schnitt entlang der Schnittebene d aus Fig. 14,
    Fig. 16
    schematisch die Ausführungsform nach Fig. 14 mit einer leicht geänderten Kinnschutzeinheit in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht,
    Fig. 17
    schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie C-C aus Fig. 16,
    Fig. 18
    schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie B-B aus Fig. 16,
    Fig. 19
    schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie A-A aus Fig. 16,
    Fig. 20
    schematisch in einer perspektivischen Ansicht die Ausführungsform nach Fig. 14 kurz vor einem zweiten Verbinden,
    Fig. 21
    schematisch die Ausführungsform nach Fig. 20 mit einer leicht geänderten Kinnschutzeinheit in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht,
    Fig. 22
    schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie C-C aus Fig. 21,
    Fig. 23
    schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie B-B aus Fig. 21,
    Fig. 24
    schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie A-A aus Fig. 21,
    Fig. 25
    schematisch in einer teilweise geschnittenen Ansicht die Ausführungsform nach Fig. 21 mit der Kinnschutzeinheit in einem komplett verbundenen Zustand,
    Fig. 26
    schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie C-C aus Fig. 25,
    Fig. 27
    schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie B-B aus Fig. 25,
    Fig. 28
    schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie A-A aus Fig. 25,
    Fig. 29
    schematisch in einer Draufsicht einen Innenteil der Kinnschutzeinheit nach Fig. 25,
    Fig. 30
    schematisch in einer teilweise geschnittenen Perspektivansicht die Kinnschutzeinheit nach Fig. 25 in Alleinstellung,
    Fig. 31
    schematisch in einer teilweise geschnittenen Ansicht die Ausführungsform nach Fig. 25,
    Fig. 32
    schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie C-C aus Fig. 31,
    Fig. 33
    schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie B-B aus Fig. 31 und
    Fig. 34
    schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie A-A aus Fig. 31.


    [0033] Die Fig. 1 bis 34 zeigen in verschiedenen Ansichten und verschiedenen Detaillierungsgraden verschiedene Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Integralhelms 100. Fig. 1 zeigt schematisch in einer Seiten- und einer Vorderansicht eine Ausführungsform eines als Fullfacehelm 100a ausgebildeten Integralhelms 100 mit Kinnschutzeinheit 160. Die Kinnschutzeinheit 160 ist als Kinnbügel 160a, genauer als U-förmiger Kinnbügel 160a oder als Kimmbügeleinheit 161, ausgebildet. Dieser ist mit einer Helmoberschaleneinheit 120 verbindbar. In Fig. 1 ist der Kinnbügel 160a mit der Helmoberschaleneinheit 120 verbunden dargestellt. Zwischen Helmoberschaleneinheit 120 und Kinnschutzeinheit 160 ist vorne ein Sichtfenster 110 vorgesehen, welches mit einem Visier verdeckbar ist. Die Kinnschutzeinheit 160 ist u.a. über je zwei seitliche als Bolzen 221a ausgebildete erste helmseitige Verbindungsmittel 221, über korrespondierende erste Verbindungsmittel 261 der Kinnschutzeinheit 160, die zusammen allgemein als Verbindungsmittel 220 fungieren, mit der Helmoberschaleneinheit 120 verbunden. Die Helmoberschaleneinheit 120 ist vorzugsweise aus einem Kunststoff-Material wie CFK, GFK oder CFK mit Zusätzen hergestellt. Bevorzugt ist die Helmoberschaleneinheit 120 einteilig ausgebildet. In einer Ausführungsform ist innen an der Helmoberschaleneinheit 120 eine Polsterung vorgesehen. Zudem weist die Helmoberschaleneinheit 120 in einer Ausführungsform Belüftungsmittel, beispielsweise in Form von Lüftungskanälen auf. Der Kinnbügel 160a ist bevorzugt aus einem Kunststoff-Material, beispielsweise CFK, GFK oder CFK mit Zusätzen ausgebildet. Vorzugsweise ist die Kinnschutzeinheit 160 aus dem gleichen Material wie die Helmoberschaleneinheit 120 ausgebildet. Die Helmoberschaleneinheit 120 weist in einem Nackenbereich eine Nackeneinheit 140 auf. Die Nackeneinheit 140 ist integriert mit der Helmoberschaleneinheit 120 ausgebildet. Die Kinnschutzeinheit 160 weist eine sogenannte Backenklemmung 150 auf. Die Backenklemmung 150 klemmt die Wangen eines Benutzers, sodass ein sicherer Halt des Integralhelms 100 gewährleistet ist. Die Kinnschutzeinheit 160, die als U-förmiger Kinnbügel 160a ausgebildet ist, ist somit als offene Kinnbügeleinheit 161 ausgebildet. Diese Kinnbügeleinheit 161 weist zwei voneinander beabstandete Endbereiche 162 (siehe u.a. Fig. 29ff) zur Anbindung an die Nackeneinheit (140) auf, sodass im zusammengebauten Zustand die Endbereiche 162 zusammen mit der Nackeneinheit 140 eine vollumfängliche geschlossene Einheit bilden, zumindest im zusammengesetzten Zustand.

    [0034] Fig. 2 zeigt schematisch in einer Seiten- und einer Vorderansicht die Ausführungsform nach Fig. 1 ohne Kinnschutzeinheit 160. Statt des Kinnbügels 160 ist die Helmoberschaleneinheit 120 seitlich verlängert, sodass ein besserer Sitz und ein besserer Schutz gewährleistet sind. Die seitliche Verlängerung umfasst in Fig. 2 die Backenklemmung 150, sodass der Integralhelm 100 sicher auf einem Kopf eines Benutzers unter Klemmung der Wangen des Benutzers sitzt.

    [0035] Fig. 3 zeigt schematisch in einer Seiten- und einer Vorderansicht eine weitere Ausführungsform eines als Fullfacehelm ausgebildeten Integralhelms 100 ohne Kinnschutzeinheit 160. Die dargestellte Helmoberschaleneinheit 120 entspricht im Wesentlichen der aus Fig. 2. Lediglich die Backenklemmung 150 ist etwas anders ausgebildet und auch der Nackenbereich ist nur seitlich gegeben, wohingegen zentral eine Öffnung vorgesehen ist.

    [0036] Fig. 4 zeigt schematisch in einer Seiten- und einer Vorderansicht eine weitere Ausführungsform eines als Fullfacehelm ausgebildeten Integralhelms 100 ohne Kinnschutzeinheit 160 mit einer Helmoberschaleneinheit 120, die ähnlich zu den Helmoberschaleneinheiten nach Fig. 2 und 3 ausgebildet ist. Lediglich seitlich, in dem Bereich der Backenklemmung 150, weist die Helmoberschaleneinheit 120 je eine Durchgangsöffnung 125 auf.

    [0037] Fig. 5 zeigt schematisch in einer Seitenansicht eine Helmoberschaleneinheit 120. Die dargestellte Helmoberschaleneinheit 120 entspricht der in Fig. 1 dargestellten Helmoberschaleneinheit 120.

    [0038] Fig. 6 zeigt schematisch in einer Seitenansicht die Helmoberschaleneinheit 120 nach Fig. 5 mit einer weiteren Ausführungsform einer Kinnschutzeinheit 160. Die in Fig. 6 dargestellte Kinnschutzeinheit 160 zeigt lediglich einen äußeren Teil einer zweiteilig ausgebildeten Kinnschutzeinheit 160, somit den Teil, der sich bündig an die äußere Oberfläche der Helmoberschaleneinheit 120 anschließt. Die Endbereiche 162 der Kinnschutzeinheit 160 schließen mit einem Topbereich 165 an einen Frontbereich 125 der Helmoberschaleneinheit 120 an. Der Frontbereich 125 erstreckt sich von dem Nackenbereich 140 bis zu dem Bereich der Helmoberschaleneinheit 120, der durch das Sichtfenster 110 begrenzt ist. Dabei überlappen sich der Frontbereich 125 und der Topbereich 165 und bilden so einen Überlappungsbereich 105 aus (siehe u.a. Fig. 8). Die Kinnbügeleinheit 161, genauer deren äußerer Teil 167, weist in einem vorderen Bereich, entfernt bzw. gegenüberliegend der beiden Endbereiche 162, seitlich je eine Durchgangsöffnung 163 auf. Durch diese ragt ein Teil eines Verriegelungsmechanismus 200 (siehe u.a. Fig. 30). Die beiden Durchgangsöffnungen 163 liegen umfänglich entlang der Oberfläche des äußeren Teils 167 derart beabstandet, dass diese beide zeitgleich mit einer Hand eines Benutzers erreichbar sind, somit etwa im Abstand von etwa 10-15cm.

    [0039] Fig. 7 zeigt schematisch in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht die Ausführungsform nach Fig. 6. In Fig. 7 ist der Überlappungsbereich 105 geschnitten dargestellt. Deutlich ist erkennbar, wie sich der Frontbereich 125 und der Topbereich 165 überlappen und damit den Überlappungsbereich 105 definieren. Dabei überlappen sich der Frontbereich 125 und der Topbereich 165 entlang der gesamten Kantenlänge des Front- bzw. Topbereichs 126, 165 mit Ausnahme des Bereichs des Sichtfensters 110, sodass ein möglichst großer Überlappungsbereich 105 realisiert ist. In Fig. 7 ist eine Schnittlinie A-A eingezeichnet. In Fig. 8 ist der Schnitt entsprechend dargestellt. Bei einer Krafteinwirkung seitlich von außen an der Kinnschutzeinheit 160 erfolgt eine homogene Krafteinleitung von der Kinnschutzeinheit 160 zu der Helmoberschaleneinheit 120 über den Kontakt des Topbereichs 165 mit dem Trichter 170. (siehe auch Fig. 8)

    [0040] Fig. 8 zeigt schematisch zwei Schnittdarstellungen des Ausführungsbeispiels nach Fig. 7 entlang der Schnittlinie A-A, einmal mit verbundener Kinnschutzeinheit 160 (links) und einmal mit der Kinnschutzeinheit 160 kurz vor einem Verbinden (rechts). Der Frontbereich 125 ist dabei trichterförmig aufgeweitet, sodass der Topbereich 165 in diesen Trichter 170 leicht einführbar ist. Der Topbereich 165 ist leicht versetzt zu einer Außenseite des Kinnbügels 161 ausgebildet, sodass dieser leichter in den Trichter 170 einführbar ist. Dabei ist der versetzt ausgebildete Topbereich 165 so ausgebildet, dass die weitere Außenseite des Kinnbügels 161 bündig an die Außenseite der Helmoberschaleneinheit 120 angrenzt. Der Endbereich 162 mit dem Topbereich 165 ist aufgrund der offenen Ausbildung des Kinnbügels 161 als U-Form federnd ausgebildet. Dadurch lässt sich der versetzte Topbereich 165 leicht in Richtung Inneres des Integralhelms 100 und entgegengesetzt elastisch bewegen. Zudem ist die Wandstärke des Topbereichs 165 sich verdünnend in Richtung Ende des Topbereichs 165- also dem Bereich, der zuerst in Kontakt mit der Helmoberschaleneinheit 120 gelangt, ausgebildet, sodass sich zusätzlich ein vereinfachtes Einfügen des Topbereichs 165 in den trichterförmigen Frontbereich 125, der somit als Aufnahme fungiert, realisieren lässt. Bei einer Krafteinwirkung auf die Kinnschutzeinheit 160 von vorne erfolgt ebenfalls eine homogene Krafteinleitung von der Kinnschutzeinheit 160 zu der Helmoberschaleneinheit 120 über den Kontakt des Topbereichs 165 und dem Trichter 170. Die Krafteinwirkung bewirkt eine Aufspreizung an der Kontaktstelle, der durch die umlaufende Fassung / den Trichter entgegengewirkt wird. Der Trichter 170 bzw. die trichterförmige umlaufende Nut an der Vorderkante der Helmoberschaleneinheit 120 ermöglicht eine fehlerfreie Einführung des als Feder fungierenden Topbereichs 165 auf bei einer Aufspreizung der Kinnschutzeinheit durch einen Druck des Gesichts eines Benutzers auf die Backenklemmung 150.

    [0041] Fig. 9 zeigt schematisch in einer perspektivischen Ansicht eine Ausführungsform eines Integralhelms 100 mit einer Kinnschutzeinheit 160 kurz vor einem Verbinden. Hier ist gut zu erkennen, wie der Überlappungsbereich 105 ausgebildet ist. Der Frontbereich 125 der Helmoberschaleneinheit 120 ist trichterförmig, somit als Trichter 170, ausgebildet. Dieser dient als Aufnahme für den Topbereich 165 der Kinnschutzeinheit 165. Der Topbereich 165 ist für ein einfaches Einführen verdünnt und/oder versetzt zu der verbleibenden Außenfläche der Kinnschutzeinheit 160 ausgebildet. Entsprechend ist ein Absatz vorgesehen, welcher zugleich auch als Anschlag fungiert und so ein Einführen haptisch begrenzt. Zudem ist ein als erste Durchgangsöffnung ausgebildetes erstes Verbindungsmittel 261 der Kinnschutzeinheit 160 an dem Topbereich 165 ausgebildet, die zu einem korrespondierenden, als Stift oder Bolzen ausgebildeten, ersten, helmseitigen Verbindungsmittel 221 des Frontbereichs 125 korrespondiert. Die ersten Verbindungsmittel 221 und 261 sind an einem unteren, hinteren Bereich des Topbereichs 165 bzw. des Frontbereichs 125 ausgebildet. Durch die elastische Ausbildung und die sich verjüngende Ausführung gleitet der Topbereich 165 in den Trichter 170 und verbiegt sich in einem Verbindungsbereich derart, dass die Durchgangsöffnung über den korrespondierenden Bolzen verfährt und dann der Bolzen in die Durchgangsöffnung gleitet, sodass ein Drehgelenk 240 realisiert ist. Um dieses Drehgelenk 240 lässt sich vereinfacht die weitere Steckverbindung des Topbereichs 165 in den Frontbereich 125 zu Ausbildung eines Überlappungsbereichs 105 ausbilden. Die Verbindung von Kinnschutzeinheit 160 und Helmoberschaleneinheit 100 ist abgeschlossen, wenn eine zweite Verbindung mittels zweiter Verbindungsmittel 220, beispielsweise an einem zweiten Bolzen, einrastet. Dies ist in den weiteren Fig. deutlicher dargestellt. Der als erstes helmseitiges Verbindungsmittel 221 fungierende Bolzen bildet eine Metallachse aus. Diese dient als Arretierungsachse für eine Zwangsverriegelung wie auch aus Magnetanhaftachse. Somit ist eine Einfahrführung realisiert. Ein korrespondierender Magnet 199 ist entsprechend angeordnet. Der Magnet 199 ist bzw. mehrere Magnete 199 sind beidseitig angeordnet. Das erste Verbindungsmittel 261 an dem unteren, hinteren Ende des Topbereichs 165 wirkt als Scharnier- oder Drehgelenkende. Der Topbereich 165 fungiert als Feder. Somit umfassen die Verbindungsmittel 200 eine mechanisch wirkende Gleitachse bereitgestellt durch die ersten Verbindungsmittel 221, 261 und den Trichter 170 und die Feder. Die Helmoberschaleneinheit 120 und die Kinnschutzeinheit 160 verfügen selber über scharnierartige Gleitflächen.

    [0042] Fig. 10 zeigt schematisch die Ausführungsform nach Fig. 9 mit einer leicht geänderten Kinnschutzeinheit 160 in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht. In dem Frontbereich 125 ist an entgegengesetzten Enden jeweils ein Bolzen oder Stift als erste bzw. zweite helmseitige Verbindungsmittel 221, 222 vorgesehen, der sich jeweils in den Trichter 170 nach Innen erstreckt, ohne jedoch die gegenüberliegende Wandung des Trichters 170 zu kontaktieren. Der Bolzen ragt also nur in den Trichter 170 hinein. Der Topbereich 165 weist entsprechende Durchgangsöffnungen 163 für die Bolzen auf. Eine Öffnung, genauer die Durchgangsöffnung 163, ist an die Außenkontur des Bolzens angepasst und demgegenüber leicht größer, sodass ein einfaches Drehgelenk 240 um eine Drehachse 241, die durch den Bolzen gebildet ist, realisierbar ist, wenn der Bolzen in die Durchgangsöffnung 170 einrastet. Um das Drehgelenk 240 wird die Kinnschutzeinheit 160 gedreht bis der gesamte Topbereich 165 in dem Trichter 170 des Frontbereichs 125 eingreift. Schließlich rastet der andere Bolzen in eine zweite Durchgangsöffnung 163, die als zweites Verbindungsmittel 222 fungiert, des Topbereichs 165 ein. Die Durchgangsöffnung 163 ist hier als Langloch 163a ausgebildet. In dem Langloch 163a ist eine Arretierung vorgesehen, welche ein ungewolltes Lösen der Kinnschutzeinheit 160 von dem korrespondierenden Bolzen, der als zweites helmseitiges Verbindungsmittel 222 fungiert, verhindert.

    [0043] Fig. 11 zeigt schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie C-C aus Fig. 10. Hier ist der Frontbereich 125 mit dem weiteren Bolzen zu sehen. Dieser ragt von einer Außenseite der Helmoberschaleneinheit 120 nach innen in den Trichter 170. Der Bolzen ragt in den Trichter 170, ohne die gegenüberliegende Wand zu berühren, sodass eine Art Einrastvorsprung realisiert ist.

    [0044] Fig. 12 zeigt schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie B-B aus Fig. 10. Hier ist die trichterförmige Ausbildung des Frontbereichs 125 und der versetzte, sich verjüngende Topbereich 165 dargestellt. Beide stehen nicht miteinander in Eingriff.

    [0045] Fig. 13 zeigt schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie A-A aus Fig. 10. Hier ragt der erste Bolzen ebenfalls in den Trichter 170 des Fronbereichs 125 hinein, ohne jedoch die gegenüberliegende Seite zu kontaktieren. Der Topbereich 165 mit der Ausnehmung/Durchgangsöffnung 163 ist ebenfalls dargestellt. In den Fig. 11- bis 13 ist die Kinnschutzeinheit 160 noch nicht mit der Helmoberschaleneinheit 120 verbunden.

    [0046] Fig. 14 zeigt schematisch in einer perspektivischen Ansicht die Ausführungsform nach Fig. 9 kurz nach einem ersten Verbinden. Hier ist eine Drehverbindung über das Drehgelenk 240 zwischen Bolzen und Durchgangsöffnung 163 realisiert. Der Topbereich 165 ist in diesem Bereich in dem Trichter 170 des Frontbereichs 125 aufgenommen. Der Bolzen ragt durch die Durchgangsöffnung 163 und fungiert somit als Drehachse 241 des Drehgelenks 240.

    [0047] Aufgrund des komplexen, dreidimensionalen Eindrehvorgangs schiebt sich die Öffnung 173 sukzessive über den Bolzen. Bei einer Restfederung "rastet" so die Verbindung ein. Bei ausreichender Steifigkeit erfolgt durch dieses sukzessive Schieben ein Einfahren, also eine lineare Bewegung entlang einer Bewegungsrichtung. Bei dem Einfahren erfolgt aufgrund der fehlenden Nachgiebigkeit kein Einschnappen, wie bei einem Rasten. Stattdessen fährt der Bolzen in die Öffnung ein.

    [0048] Fig. 15 zeigt schematisch einen Schnitt entlang der Schnittebene d aus Fig. 14. Hier ist die realisierte Drehverbindung durch das Drehgelenk 240 deutlicher dargestellt. Der als Drehachse 241 fungierende Bolzen durchdringt die Durchgangsöffnung 163 des Topbereichs 165. Der Topbereich 165 ist in dem Trichter 170 durch ein elastisches Verformen aufgenommen. Durch elastisches Verformen rastet der Bolzens in dem Topbereich 170 ein. Die Außenseite der Kinnschutzeinheit 160 schließt aufgrund des Versatzes des Topbereichs 165 bündig im weiteren Bereich mit der Außenseite der Helmoberschaleneinheit 120 ab.

    [0049] Fig. 16 zeigt schematisch die Ausführungsform nach Fig. 14 mit einer leicht geänderten Kinnschutzeinheit 160 in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht. In Fig. 16 ist die Kinnschutzeinheit 160 an dem ersten Drehgelenk 240 mit der Helmoberschaleneinheit 120 drehbar oder schwenkbar verbunden. Um diese Drehverbindung lässt sich die Kinnschutzeinheit 160 in Richtung Helmoberschaleneinheit 120 verschwenken, sodass der Topbereich 165 und der Frontbereich 125 sich überlappen und den Überlappungsbereich 105 ausbilden. In dieser Position kann die Kinnschutzeinheit 160 lediglich nach vorne abgezogen werden.

    [0050] Fig. 17 zeigt schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie C-C aus Fig. 16. Hier ist die zweite Verbindungsstelle dargestellt. Diese weist einen als zweites helmseitiges Verbindungsmittel 222 fungierenden Bolzen auf, der in den Trichter 170 des Frontbereichs 125 hineinragt, ohne die gegenüberliegende Trichterwand zu kontaktieren. Wie in Fig. 17 dargestellt, ist an der zweiten Verbindungsstelle noch keine Verbindung mit der Kinnschutzeinheit 160 realisiert.

    [0051] Fig. 18 zeigt schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie B-B aus Fig. 16. Hier nähert sich der Topbereich 165 der Kinnschutzeinheit 160 dem Frontbereich 125 der Helmoberschaleneinheit 120 an. Durch den Versatz des Topbereichs 165 gegenüber der verbleibenden äußeren Oberfläche der Kinnschutzeinheit 160 ragt der Topbereich 165 gegen eine innere Wandung 171 des Trichters 170 des Frontbereichs 125. Die innere Wandung 171 wirkt bei einem Kontakt nach Art einer schiefen Ebene. Bei einem Kontakt wird der Topbereich 165 entlang der inneren Trichterwandung 171 geführt und verformt sich aufgrund der elastischen Ausbildung entsprechend, sodass der Topbereich 165 in dem Trichter 170 aufnehmbar ist und die ersten Verbindungsmittel 221, 261 im Eingriff stehen, umso das Drehgelenk 240 auszubilden.

    [0052] Fig. 19 zeigt schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie A-A aus Fig. 16. Hier ist eine Drehverbindung über das Drehgelenk 240 zwischen als Bolzen ausgebildeter Drehachse 241 und Durchgangsöffnung 163 ausgebildet, d.h. der Bolzen ist in die Durchgangsöffnung 163 eingerastet. Dies ist durch die elastische Ausbildung des Endbereichs 162 bzw. des Topbereichs 165 der Kinnschutzeinheit 160 ermöglicht.

    [0053] Fig. 20 zeigt schematisch in einer perspektivischen Ansicht die Ausführungsform nach Fig. 14 kurz vor einem zweiten Verbinden der zweiten Verbindungsmittel 222, 262. Hier ist die Kinnschutzeinheit 160 weiter um das erste Drehgelenk 240 verschwenkt oder gedreht, sodass der Topbereich 165 an weiteren Stellen den Frontbereich 125 kontaktiert bzw. in dem Trichter 170 aufgenommen ist. Dies wird aus den folgenden Figuren deutlich. Die werkzeuglose Montage erfolgt wie folgt. Von unten/vorne wird die Backenklemmung über einen Kiefer eines Benutzers geschoben und dadurch komprimiert bzw. zusammengedrückt. Die ersten Verbindungsmittel bilden das erste Drehgelenk 240 aus, welches eine Art Scharnierende bildet. Da das Scharnierende fest mit der Drehachse 241 verbunden ist, kann sich der Kinnbügel 160a in dem Endbereich 162 nicht wesentlich durch den ausgeübten Innendruck auf die Backenklemmung aufspreizen. Eine Restaufspreizung wird kompensiert durch den Trichter, der zudem eine Toleranz aufweist, vorzugsweise in einem Bereich von wenigen mm, bevorzugt kleiner 5 mm. An den Überlappungsbereichen 105, d.h. an den Bereichen, in welchen die Feder in die Nut eintaucht, wird die Feder durch den Trichter gefangen und eingeschert. Nach Anhaften des Magnets 199 an der inneren Metallachse erfolgt eine formschlüssige Arretierung durch eine Aufwärtsdrehung der Kinnbügeleinheit 160. Ermöglicht wird dies durch die Ausformung, genauer die Inklination oder Schräge, des Scharnierendes der Feder, die sich durch die Drehung über die Metallachse schiebt, wodurch eine sich ändernde Inklination/Schräge bewirkt wird. Auf diese Weise ist keine hakenförmige Ausformung oder dergleichen, die einer klassischen zweidimensionalen Arretierung entspricht, erforderlich. Stattdessen ist eine dreidimensionale Arretierung realisiert. Nur mit der dreidimensionalen Arretierung ist ein blindes Einfahren der Kinnschutzeinheit 160 an die Helmoberschaleneinheit 120 möglich. Zum sichtfreien Finden der Achse trägt zudem im Wesentlichen der Magnet 199 bei, sowie insbesondere die im Scharnierbereich trichterförmige Nut, d.h. der Trichter 170. Ein Anhaften des Magnets 199 in falscher Position wird verhindert, indem die Magnetdrehachse von der mechanischen Gleitachse von Topbereich 165 und Frontbereich 125 getrennt ist. Diese findet sich in dem Schalenkörper selbst wieder, hier durch den Versatz der Außenwandung zu der Feder. Bei einem Lösen der Kinnschutzeinheit 160 von der Helmoberschaleneinheit 120 stellt die dargestellte Position folgenden Zustand dar. In dieser Position bleibt eine Teilüberlappung des Lochs im Scharnierende der Feder und des Metallbolzens erhalten. Gleichzeitig hat der Magnet 199 noch Haftung. Somit kann der Helm im aufgeklappten Zustand benutzt werden. Etwa waagerecht kann in der hier dargestellten Position eine Ohraussparung der Backenklemmung 150 von vorne über ein Ohr des Trägers geschoben werden, ohne dass es dabei zum Kontakt und damit zu einer Komprimierung kommt. Hier erfolgt noch keine Innendruckbeaufschlagung. In vollständig gesenktem Zustand in ein Einführen des Scharnierendes an der Achse vorbei von vorne möglich. Da das Scharnierloch (erstes Verbindungsmittel 261) und der Bolzen hier schon überlappen, kann die Kinnschutzeinheit 160 nicht mehr nach unten abfallen. Somit kann der Helm auch im aufgeklappten Zustand, wie hier dargestellt, benutzt werden

    [0054] Fig. 21 zeigt schematisch die Ausführungsform nach Fig. 20 mit einer leicht geänderten Kinnschutzeinheit 160 in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht. Die Kinnschutzeinheit 160 ist um das erste Drehgelenk 240 verschwenkt und der Topbereich 165 ist weiter dem Frontbereich 125 angenähert.

    [0055] Fig. 22 zeigt schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie C-C aus Fig. 21. Hier ist zu erkennen, wie der Topbereich 165 in Richtung Trichterinnenwandung 171 bewegt ist. Der u.a. als Drehachse 241 fungierende Bolzen ragt von einer Trichteraußenwand 172 in Richtung Trichterinnenwand 171. Eine Spitze des Bolzens ist beabstandet von der Trichterinnenwand 171, sodass der vordere Topbereich 165 an der Trichterinnenwand 171 entlang vorbei an dem Bolzen bewegbar ist.

    [0056] Fig. 23 zeigt schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie B-B aus Fig. 21. Hier ist der Topbereich 165 mit einem vorderen Bereich entlang der Trichterinnenwand 171 geführt. Die Außenwandungen von Helmoberschaleneinheit 120 und Kinnschutzeinheit 160 schließen noch nicht bündig ab, werden durch ein weiteres Verschwenken weiter aufeinander zubewegt.

    [0057] Fig. 24 zeigt schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie A-A aus Fig. 21. Fig. 24 unterscheidet sich nicht wesentlich von Fig. 19. Hier ist die Drehverbindung um das Drehgelenk 240 im Detail dargestellt.

    [0058] Fig. 25 zeigt schematisch in einer teilweise geschnittenen Ansicht die Ausführungsform nach Fig. 21 mit der Kinnschutzeinheit 160 in einem fast komplett verbundenen Zustand. Der Topbereich 165 ist in dem Frontbereich 125 entlang der vorderen Umlaufkante der Helmoberschaleneinheit 120 - d.h. mit Ausnahme des das Sichtfenster 110 begrenzenden Bereichs - aufgenommen. Dies wird in den folgenden Fig. verdeutlicht. Bei einem Lösen bewirkt eine Komprimierung der Feder, genauer des Innenteils 180, eine vollständige Entriegelung. Die Kinnschutzeinheit 160 ist dann wieder schwenkbar.

    [0059] Fig. 26 zeigt schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie C-C aus Fig. 25. Der Topbereich 165 ist in dem Trichter 170 aufgenommen. In dem Bereich, der in dem Trichter 170 aufgenommen ist, ist der Topbereich 165 doppelwandig ausgebildet. Die Kinnschutzeinheit 160 weist einen inneren Teil 180 und einen äußeren Teil 190 auf. Der u.a. als Drehachse 241 fungierende Bolzen ragt durch beide Wandungen der Kinnschutzeinheit 160 bzw. des inneren Teils 180 und des äußeren Teils 190, sodass eine Rastverbindung realisiert ist. Es existiert noch ein minimaler Abstand zwischen der Außenfläche der Oberschaleneinheit 120 und der Außenfläche der Kinnschutzeinheit 160.

    [0060] Fig. 27 zeigt schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie B-B aus Fig. 25. Hier ist der Topbereich 165 nahezu komplett in dem Trichter 170 des Frontbereichs 125 aufgenommen. Auch hier ist noch ein geringer Spalt zwischen dem vordersten Topbereich 165 und einem Bodenbereich bzw. einer Bodenwandung 173 des Trichters 179 sowie zwischen den Außenflächen von Helmoberschaleneinheit 120 und Kinnschutzeinheit 160 vorhanden. Bei einem kompletten Verbinden ist dieser Spalt minimiert bzw. nicht mehr vorhanden.

    [0061] Fig. 28 zeigt schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie A-A aus Fig. 25. Fig. 28 unterscheidet sich nicht wesentlich von Fig. 19 oder 24.

    [0062] Fig. 29 zeigt schematisch in einer Draufsicht einen inneren Teil bzw. Innenteil 180 der Kinnschutzeinheit 160 nach Fig. 25. Die Kinnschutzeinheit 160 ist zweiteilig ausgebildet mit dem Innenteil 180 und einem Außenteil 190. Der Innenteil 180 ist etwa U-förmig oder Parabelförmig ausgebildet, entsprechend der Kontur der gesamten Kinnschutzeinheit 160 bzw. des Außenteils 190. An den elastischen Endbereichen 162 weist der Innenteil 180 einen Versatzabschnitt 181 auf. Der Versatzabschnitt 181 weist eine maulartige Öffnung 182 auf, mit welcher der Versatzabschnitt 181 einen korrespondierenden Bolzen der Helmoberschaleneinheit 120 umgreifen kann. Zudem ist davon quer abragend jeweils eine lappenartige Anformung 183 vorgesehen. Zwischen einem vorderen Bereich 184 und den beiden Endbereichen 162 ist jeweils ein weiterer, schräg abragender, lappenartiger Vorsprung 185 vorgesehen. Diese ist für einen Eingriff in Durchgangsöffnungen 163 des Außenteils 190 vorgesehen. Die lappenartigen zweiten Vorsprünge oder Anformungen 185 ragen in die Durchgangsöffnung 163 des Außenteils, sodass diese von außen für einen Benutzer erreichbar sind. Durch ein Kraftaufbringen lässt sich eine Verformung des Innenteils 180 einschließlich der Endbereiche 162 bewirken. Hierdurch wir ein Öffnen-Vorgang zum Lösen der Kinnschutzeinheit 160 von der Helmoberschaleneinheit 120 eingeleitet. Durch Pressen auf die lappenartigen, zweiten Vorsprünge 185 wird ein Entrasten an der zweiten Verbindungsstelle, d.h. der zweiten Verbindungsmittel 222, 262 bewirkt. Der Innenteil 180 stellt einen innenliegenden Riegelbauteil der Kinnschutzeinheit 160 dar. Am innenliegenden Riegelbauteil sind beidseitig Hebelausleger angebracht (Position 182), die durch Öffnungen 163 des Außenteils von außen zugänglich sind. Ohne Druckeinwirkung in Richtung Helmmittelachse, also nach innen, sitzen die Hebelausleger formschlüssig mit den Anformungen 183 in den Öffnungen 163. Da diese zugleich über einen Mittelsteg (bei Position 184) verbunden sind, kann erst bei beidseitigem, gleichzeitigem Druck auf die Anformungen 183 der gesamte Formschluss gelöst und das Riegelbauteil bewegt werden. Ein einseitiges Entriegeln ist somit ausgeschlossen. Die Entriegelungsbewegung beinhaltet so außerdem zwei Bewegungsrichtungen des Benutzers mit dessen Hand, genauer eine Kreisbahn, wie sie der Greifbewegung einer Hand entspricht, bei Fremdeinwirkung auf den Riegel durch einen Aufprall aber kaum erzeugt werden kann, zumal die Richtung entgegen der Fahrtrichtung ausgerichtet ist. Dagegen kann der Formschluss am sichersten einhändig gelöst werden durch eine Kraft und eine Gegenkraft einer Hand. Auch hier ist ein Entriegeln durch einen einseitigen Entriegelungsvorgang ausgeschlossen. Im Riegelbauteil ist hinter jeder Maulöffnung 182, welche jeweils den Bolzen der Hauptschale oder des Außenteils 190 umgreift, je Seite ein Magnet 199 angebracht. Die Haftkraft des Bolzens mit dem Magneten 199 übertrifft in Summe die Haftkraft des Magneten des Feder- und/oder Magnetmechanismus 195 am Bedienungsende des Riegels, etwa in einer Nasenposition der Kinnschutzeinheit 160. Bringt der Träger des Helms durch Drücken der Anformungen 185 eine Kraft auf das Riegelbauteil auf, welche die Differenz der Magnethaltekräfte übersteigt, schnellt der gesamte Riegel nach vorn und bleibt dauerhaft an dem Magneten des Mechanismus 195 haften. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass ausschließlich in geschlossener Position der Index für den Träger sichtbar ist (signalisiert geschlossen und verriegelt), nicht aber auch in offenem Zustand bei nicht vorliegendem Riegel in den Öffnungen. Der Innenteil 180 ist somit relativ bewegbar zu dem Außenteil 190 an der Kinnschutzeinheit 160 angeordnet. Dabei wirkt ein vorderer Bereich 194 des Innenteils 180 mit dem Feder- und/oder Magnetmechanismus 195 zusammen, derart, dass ein Magnet des Mechanismus 195 den vorderen Bereich 194 anzieht, sobald ein Formschluss der Anformungen 185 mit den korrespondierenden Öffnungen 163 in dem Außenteil 190 aufgehoben ist.

    [0063] Fig. 30 zeigt schematisch in einer teilweise geschnittenen Perspektivansicht die Kinnschutzeinheit 160 nach Fig. 25 in Alleinstellung. Hier ist deutlich zu erkennen, dass die Kinnschutzeinheit 160 zweiteilig mit dem Innenteil 180 und dem Außenteil 190 ausgebildet ist. Die maulartigen Öffnungen 182 umgreifen jeweils einen als zweites, helmseitiges Verbindungsmittel 222 fungierenden Bolzen. Die zweiten Vorsprünge bzw. Anformungen 185 greifen in die Durchgangsöffnungen 163 ein. Der die beiden Endbereiche 162 verbindenden vordere Teil 184 kontaktiert einen Feder- und/oder Magnetmechanismus 195 des korrespondierenden vorderen Bereichs des Außenteils. Hierdurch ist eine Haptik für ein gesichertes Befestigen an den Benutzer erzielbar.

    [0064] Fig. 31 zeigt schematisch in einer teilweise geschnittenen Ansicht die Ausführungsform nach Fig. 25, diesmal in komplett verbundenem Zustand. Hier ist eine komplette Verbindung der zweiten Verbindungsmittel 222, 262 samt Einrasten des zweiten, helmseitigen Verbindungsmittels 222 mit der korrespondierenden Öffnung 182 des Innenteils 180 erfolgt.

    [0065] Fig. 32 zeigt schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie C-C aus Fig. 31. Hier ist zwischen dem Trichterboden 173 und dem vordersten Bereich des Topbereichs 165 kein Spalt vorgesehen. Der Topbereich 165 liegt an dem Trichterboden 173 an. Der Bolzen bzw. das zweite helmseitige Verbindungsmittel 222 durchdringt die jeweilige Durchgangsöffnung des Außenteils 190 und des Innenteils 180, sodass ein Einrasten des Bolzens in beiden Teilen 180, 190 gewährleistet ist.

    [0066] Fig. 33 zeigt schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie B-B aus Fig. 31. Auch hier ist wie in Fig. 32 kein Spalt zwischen Trichterboden 173 und vorderstem Teil des Topbereichs 165 vorhanden. Der Topbereich 165 liegt an dem Trichterboden 173 und der Trichterinnenwand 171 an.

    [0067] Fig. 34 zeigt schematisch einen Schnitt entlang Schnittlinie A-A aus Fig. 31. Hier ist kein wesentlicher Unterschied zu Fig. 28, 24 und 19 zu erkennen.

    [0068] Es ist Folgendes festzuhalten. Der Integralhelm ist als beliebiger Helm ausführbar. Bevorzugt ist eine Ausführung als adaptiver Halbschalenhelm, als Vollschalenhelm oder dergleichen. Ein Vollschalenhelm ist beispielsweise als vollwertiger Vollschalenhelm ausgebildet. Unter vollwertige im Sinne der Erfindung ist ein Helm zu verstehen, der einen ausreichenden Formschluss am Kopf durch beispielsweise eine Backenklemmung aufweist. Der Helm darf im aufgesetzten Zustand nicht relativ zu dem Kopf wackeln bzw. sich verschieben. Die Helmoberschaleneinheit ist zusammen mit der Kinnschutzeinheit als verformungsstabile Gesamtschale durch eine ununterbrochene Überlappung von Kinnschutzeinheit und Helmoberschaleneinheit ausgebildet. Dadurch ist eine umlaufende Krafteinleitung an der gesamten Trennfuge (Überlappungsbereich) gewährleistet. Eine Montage der Kinnschutzeinheit erfolgt werkzeugfrei, bevorzugt einhändig und ist in einem aufgesetzten Zustand der Helmoberschaleneinheit möglich. Der Integralhelm ist so ausgebildet, dass bei einer Krafteinleitungsrichtung von vorne, was eine Aufwölbung nach außen bewirkt, die Außenschale den Kinnbügel entlang dieser Auflagekante fasst und die Kraft entsprechend umlenkt. Dies ist z.B. der Fall bei einem Frontalaufprall auf den Kinnbügel. Bei einem Einfahren des Kinnteils in aufgesetztem Zustand erfolgt durch den auf die Backenklemmung einwirkenden Druck eine Aufspreizung des Kinnbügels. Um dies zu kompensieren ist die Nut in der Oberschale trichterförmig ausgelegt. Bei einer Krafteinleitung Richtung innen, wie zum Beispiel bei einem Seitenaufprall auf den Kinnbügel, wird entlang einer Fläche (Überlappungsbereich) die Kraft in die Hauptschale eingeleitet. Durch die Verschränkung der Bauteile und der Bildung eines Gesamtvolumens entsprechen auch die Verformungseigenschaften der Oberschale denen eines regulären Vollschalenhelms.

    [0069] Bei einem Einfahren des Kinnteils in aufgesetztem Zustand erfolgt durch den auf die Backenklemmung einwirkenden Druck eine Aufspreizung des Kinnbügels. Um dies zu kompensieren ist die Nut / Aufnahme in der Oberschale trichterförmig ausgelegt. Durch die Verschränkung der Bauteile und der Bildung eines Gesamtvolumens entsprechen auch die Verformungseigenschaften der Oberschale denen eines regulären Vollschalenhelms. Ebenfalls um der Aufspreizung entgegenzuwirken, aber auch um die blinde Positionierung des Kinnbügels zu ermöglichen, ist der Anbringungsvorgang in eine Einfahr- und eine Endrehphase unterteilt. Am initialen Einfahrort befindet sich beidseitig eine Drehachse, vorzugsweise aus Stahl oder einem anderen vergleichbaren Material, welches zumindest hinsichtlich der Festigkeit und/oder Steifigkeit ähnliche Eigenschaften wie Stahl aufweist. Ebenfalls beidseitig sind im Kinnteil zwei Magnete eingebracht, die das blinde Finden der Achsen - und damit die Ausrichtung des Kinnbügels zur Oberschale - möglich machen. Die Stahlachse wird beidseitig durch ein Loch gefasst. Dieses Loch erlaubt ausschließlich ein horizontales Einfahren von vorne, bis in dieser Richtung ein Kraftschluss zwischen Magnet und Achse erfolgt. Ist diese Axialverbindung hergestellt, besteht ein Formschluss in vertikaler Richtung, der ein Herabfallen des Kinnbügels verhindert. Dieser kann also hängengelassen werden. Weiter entsteht eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit des Kinnbügels auf eine Drehung um die Stahlachse. Da der Kinnbügel an den Drehachsen bereits in der Breite fixiert ist und die Nut wie beschrieben trichterartig ausgeformt ist, kann die Feder des Kinnbügels nun - gegen die aufspreizend wirkenden Kräfte an der Backenklemmung - in die Nut eingedreht werden. Die Verriegelung ist integriert in den Kinnbügel eingebaut. Im Kinnbügel befindet sich ein Riegel, der mittels zweier durch Eingriffsöffnungen zugänglicher Hebel sowohl von Hand in Fahrtrichtung bewegt werden kann, als auch von einem in der Oberschale angebrachten Bolzen beim Einfahren selbstständig verdrängt wird. Dieser Riegel bildet den Innenteil. Zwischen Drehachse der Oberschale und Loch im Kinnbügel wird bei fortschreitendem Eindrehen auch in Fahrtrichtung ein Formschluss hergestellt. Wenig höher ist die Feder so ausgeformt, dass sie an der Innenwand der Oberschale anliegt. Ein Herunterdrücken der Feder von der Stahlachse durch seitliche Krafteinwirkung auf den Kinnbügel ist dadurch unmöglich. Ein Magnet im Riegel gibt ein haptisches, wie akustisches Feedback, wenn das Maul des Riegels den Stahlbolzen der Oberschale vollständig umschließt. Ein Federelement hält den Riegel in geschlossener Position. Der zentrale Führungsdorn hält das Federelement und führt den Riegel. Die Führung des Riegels erfolgt an den oberen Forken. Durch einen Splint wird der Riegel fest mit dem Kinnbügel verbunden, dadurch wird auch verhindert, dass die Gabel des Riegels durch seitliche Krafteinwirkung vom Bolzen der Oberschale geschoben werden kann. Um Fehlbedienungen oder eine Auslösen durch Sturz zu vermeiden, sind die beiden Hebel tief in den Öffnungen des Kinnbügels versenkt. Die adaptive Oberschale ist Trägerbasis für viele Anwendungen in geschlossener (Kinnbügel) wie offener Bauweise (Backen, Jethelm). Auch einseitige Anbauten sind möglich (Baseballhelm, Mikrofon-/Ohrhörereinheit), wie auch ein kurzer Kinnbügel. Hierdurch wird ein besseres Handling, eine geringere Hebelwirkung (etwa bei Luftwiderstand), eine bessere Sicht realisiert. Eine Ausführungsform sieht eine Backenbauweise mit Volumenfortsatz vor, beispielsweise zum Anbringen von Geräten wie Atemmasken oder Kommunikationseinrichtungen. Eine Ausführungsform als Jethelm sieht beispielsweise eine Backenbauweise (hart) mit Aussparungen vor. Der Helm ist als schutzoptimierter Halbschalenhelm, beispielsweise mit Wintersportoptik, und mit der Möglichkeit einer nachträglichen Zuführung von Ohrhörern/Ohrschützern möglich. Die vorliegende Erfindung ermöglicht ein Finden der Einfahröffnung ohne Sicht durch die Trichterform der Nut, Magnete und Anordnung der Magnete. Das Dreheinfahren erfolgt gegen eine Innendruckbeaufschlagung. In einem ersten Schritt erfolgt das Eindrehen ohne Innendruck: Einfahren in und fixieren vom offenen Kinnteil-Ende am Drehgelenk, beim weiteren Eindrehen ist so die Aufspreiztendenz (nun bei Druckeinwirkung) auf ein Restminimum begrenzt. Diesem wird begegnet durch die Inklination des im Folgenden Feder genannten Topbereichs sowie der Trichterform der Nut (Einschereffekt). Es erfolgt eine Zwangsverriegelung am Drehpunkt durch die Inklination der Feder am Drehpunkt. Ein dreidimensionaler Arretiervorgang wird ermöglicht durch einfaches Einfahren. Zudem ist ein Tragen in aufgeklapptem Zustand möglich. Es erfolgt eine Verriegelung der Schwenkbewegung. Zudem ist eine Bediensicherheit gewährleistet. Der Maulriegel samt Bolzen ist gegen eine Feder gelagert. Die Bediensicherheit ist kognitiv, da ein Magnetsystem für einen Index vorgesehen ist. Die Bediensicherheit, insbesondere gegen Fremdeinwirkung ist gewährleistet, beispielsweise dadurch, dass der Auslöser mit zwei Bedienelementen erfolgen muss. Es liegt hier ein Formschluss der Verriegelung vor. Durch die Erfindung ist eine optimierte Krafteinleitung gewährleistet. Dies wird bewirkt durch eine Überlappung Feder/Nut. Dies ermöglicht eine umlaufende, homogene Krafteinleitung in die Helmoberschaleneinheit. Zudem lässt sich eine Verschränkung/Verzahnung des Schnittprofils vorsehen. Vorteile sind u.a. eine werkzeugfreie Montage, eine Montage in aufgesetztem Zustand durch die U-Form, Bereitstellen eines vollwertigen Fullface-Helms durch eine Backenklemmung. Diese lässt sich an einen Träger anbinden. Zudem ist ein optimierter Prallschutz gewährleistet. Dies wird durch eine geeignete Materialauswahl realisiert. Dies wird durch ein stoßabsorbierendes Material gewährleistet. Der Helm stellt ein vollwertiges Volumen bereit. Die Krafteinleitung erfolgt über den Überlappungsbereich und ist somit homogener als bei bekannten Lösungen. Der Integralhelm erfüllt die Motorradnormen Aufprall/ Front, obwohl eine werkzeugfreie Montage in aufgesetztem Zustand möglich ist. Aufgrund des komplexen, dreidimensionalen Bewegungsablaufs, wird eine Ausführungsform einer werkzeuglosen Montage im Folgenden beschrieben, insbesondere bei aufgesetztem Helm.

    [0070] Das Kinnteil wird an die Oberschale von vorn angenähert. Das Polster weist eine Polsteraussparung im Ohrenbereich auf. Durch die Polsteraussparung im Ohrenbereich erfolgt hier keine Berührung zwischen Gesicht und Polster auf dem Einfahrweg.

    [0071] Weiter wird das Kinnteil mit der Oberschale in Kontakt gebracht. Die Gelenkenden des Kinnteils treffen auf die Oberschale. In den Gelenkenden der Oberschale befinden sich Stahlbolzen oder Metallbolzen, oder Bolzen aus anderem Material, insbesondere mit magnetischen oder magnetisierbaren Anteilen, die mit in den Gelenkenden des Kinnteils eingebrachten Magneten korrespondieren und zusammenwirken. Somit lässt sich ein sichtfreies finden der Drehachse mit wenig Aufwand und ohne große Anforderungen an das motorisches Talent des Benutzers realisieren. Weiterhin ist die Oberfläche selbst ausgeführt wie eine große Gelenkpfanne. Am Gelenkende ist der Versatz zur nach innen versetzten Fläche, die später in die Oberschale einfährt, in Form eines Viertelkreises ausgeführt. Der große Durchmesser des Drehkreisausschnitts erleichtert ebenfalls wesentlich das Finden des Bereiches.

    [0072] Ist der Kontakt der Gelenkflächen Bolzen- Loch und Außenschale - Oberschale mit Außenschale Kinnteil erfolgt, greift die Feder des Kinnteils, welche für das Zusammenwirken mit der Nut ausgebildet ist, an der Stelle ein, an welcher sich das Gelenkende bereits in die trichterförmige Nut im Schaumkörper der Oberschale befindet. Dies erfolgt mangels Polsterkontakt noch komplett kraft-/spannungsfrei.

    [0073] Zu diesem Zeitpunkt des Eingreifens weisen die Oberflächen der Oberschale und des Kinnteils am Punkt bzw. an der Stelle der Gelenkachse durch ihre verdrehte Position zueinander noch sehr unterschiedliche Oberflächenausrichtung auf. Insbesondere stehen die Oberflächen schief zueinander.

    [0074] Es folgt das Eindrehen nach oben. Dabei kollidiert das Polster im Kinnteil erstmalig mit dem Gesicht des Tragenden und wird beim weiteren Eindrehen komprimiert. Da das als Einzelteil U-förmige Kinnteil an den Gelenkenden bereits durch die Nut der Außenschale gefasst ist, und somit im Verbund zu dem restlichen Helm steht, kann dieses sich durch die Krafteinwirkung der Polsterrückstellkräfte nicht aufspreizen.

    [0075] Beim Eindrehen in die Endposition des geschlossenen Zustands gleichen sich die Ausrichtungen bzw. die Oberflächen immer weiter an, bis im geschlossenen Zustand ein wieder durchgängiges Volumen entsteht und die Oberflächensteigungen an der Trennfuge identisch, zumindest nahezu identisch, ausgerichtet sind. Deshalb nähert sich die Feder am Drehpunkt im Verlauf des Eindrehens immer weiter der Außenschale von innen an. Der Im Gelenkende der Oberschale eingebrachte Bolzen fährt auf diese Weise immer weiter und bis zum Kontakt der Schalen in das im Gelenkende des Kinnteils untergebrachte Loch ein.

    [0076] Im weiteren Verlauf des Eindrehens schert die Feder des Kinnteils kontinuierlich in die umlaufende Nut der Oberschale ein. Dementsprechend wird der Rückstellkraft des Polsters stets so nah wie möglich am Ort der Krafteinleitung einer Gegenkraft entgegengebracht. Für den Fall, dass sich das Kinnteil jedoch trotzdem noch verformt, sprich aufspreizt, ist die Nut umlaufend trichterförmig ausgelegt um auch einen Federabschnitt, der sich versetzt annähert, einfangen zu können. Gleichzeitig verbessert die Neigung der Nut-Feder-Scherflächen die Gleiteigenschaften beim Einfahren. Die verbleibende Befestigung über die Befestigungsmittel ist soweit beschrieben.

    [0077] Zum besseren initialen Finden des Drehgelenks ist ein Magnet vorgesehen. Mithilfe des Magneten am Drehgelenk und der Gelenkkopf-in-Gelenkpfanne-artigen Außenschalenausformung von Oberschale und Kinnteil, erfolgt das initiale Finden viertelkreisförmig am Drehgelenk auf leichte Art.

    [0078] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten Merkmale der Erfindung nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.

    Bezugszeichenliste



    [0079] 
    100
    Integralhelm
    100a
    Fullfacehelm
    105
    Überlappungsbereich
    170
    Trichter
    110
    Sichtfenster
    120
    Helmoberschaleneinheit
    125
    Frontbereich
    140
    Nackeneinheit
    150
    Backenklemmung
    160
    Kinnschutzeinheit
    160a
    Kinnbügel
    161
    Kinnbügeleinheit
    162
    Endbereich
    163
    Durchgangsöffnung
    163a
    Langloch
    165
    Topbereich
    167
    äußerer Teil (Kinnschutzeinheit)
    170
    Trichter
    171
    innere Wandung (Trichter), Trichterinnenwand(ung)
    172
    äußere Wandung (Trichter), Trichteraußenwand(ung)
    173
    Bodenwandung (Trichter)
    180
    innerer Teil (Kinnschutzeinheit), Innenteil
    181
    Versatzabschnitt
    182
    Öffnung
    183
    Anformung
    184
    vorderer Bereich
    185
    Anformung
    190
    äußerer Teil (Kinnschutzeinheit), Außenteil
    195
    Feder- und/oder Magnetmechanismus
    199
    Magnet
    200
    Verriegelungsmechanismus
    220
    Verbindungsmittel (Helmoberschaleneinheit)
    221
    erstes Verbindungsmittel (helmseitig)
    222
    zweites Verbindungsmittel (helmseitig)
    240
    Drehgelenk
    241
    Drehachse
    260
    Verbindungsmittel (Kinnschutzeinheit)
    261
    erstes Verbindungsmittel (Kinnschutzeinheit)
    262
    zweites Verbindungsmittel (Kinnschutzeinheit)



    Ansprüche

    1. Integralhelm (100), insbesondere ein sogenannter Fullfacehelm, der vorzugsweise in Schalenbauweise ausgeführt ist, umfassend
    eine Helmoberschaleneinheit (120) mit einer integrierten Nackeneinheit (140) und eine Kinnschutzeinheit (160) und mit einer Backenklemmung (150), wobei die Kinnschutzeinheit (160) lösbar mit der Helmoberschaleneinheit (120) zur Ausbildung des Integralhelms (100) verbindbar ist, wobei die Kinnschutzeinheit (160) als offene Kinnbügeleinheit (161) mit voneinander beabstandeten Endbereichen (162) zur Anbindung an die Nackeneinheit (140) ausgebildet ist, sodass im zusammengebauten Zustand die Endbereiche (162) zusammen mit der Nackeneinheit (140) eine vollumfängliche geschlossene Einheit bilden, wobei zwischen einem Topbereich (165) der Kinnschutzeinheit (160) und einem Frontbereich (125) der Helmoberschaleneinheit (120) und/oder der Nackeneinheit (140) ein Sichtfenster (110) ausgebildet ist und ein selbstarretierender Verriegelungsmechanismus (200) zur Verbindung der Kinnschutzeinheit (160) mit der Helmoberschaleneinheit (120) vorgesehen ist, wobei der Verriegelungsmechanismus (200) an der Helmoberschaleneinheit (120) Verbindungsmittel (220) zum Zusammenwirken mit korrespondierenden Verbindungsmitteln (260) der Kinnschutzeinheit (160) aufweist, wobei die Verbindungsmittel (220) der Helmoberschaleneinheit (120) an dem Frontbereich (125) der Helmoberschaleneinheit (120) angeordnet sind, wobei zumindest das erste Verbindungsmittel (261) der Kinnschutzeinheit (160) und das dazu korrespondierende erste Verbindungsmittel (221) der der Helmoberschaleneinheit (120) im verbundenen Zustand ein Drehgelenk (240) ausbilden, um dessen Drehachse (241) die Kinnschutzeinheit (160) gegen die Helmoberschaleneinheit (120) verschwenkbar ist dadurch gekennzeichnet, dass
    die helmseitigen Verbindungsmittel (220) entsprechende Magnetelemente und die kinnschutzseitigen Verbindungsmittel (260) magnetisierbare Elemente oder gegenpolig angeordnete Magnete (199) oder die kinnschutzseitigen Verbindungsmittel (260) Magnetelemente und die helmseitigen Verbindungsmittel (220) magnetisierbare Elemente oder gegenpolig angeordnete Magnete (199) umfassen.
     
    2. Integralhelm (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehgelenk als lösbares Drehgelenk ausgebildet ist.
     
    3. Integralhelm (100) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Verbindungsmittel (261) der Kinnschutzeinheit (160) an einer zu der Position der ersten, helmseitigen Verbindungsmittel (220) korrespondierenden Position angeordnet sind, wobei die ersten Verbindungsmittel (261) der Kinnschutzeinheit (169) an einem untersten Topbereich (165) ausgebildet sind, sodass sich bei entsprechender Ausführung auch eine 3D-Drehverriegelung ergibt.
     
    4. Integralhelm (100) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
    ein zweites Verbindungsmittel (262) der Kinnschutzeinheit (160) bzw. ein zweites Verbindungsmittel (222) der Helmoberschaleneinheit (120) von dem jeweils anderen, korrespondierenden zweiten Verbindungsmittel (222, 262) im verbundenen Zustand zumindest teilweise umfänglich umgeben ist.
     
    5. Integralhelm (100) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
    die ersten Verbindungsmittel (261) und/oder die zweiten Verbindungsmittel (262) der Kinnschutzeinheit (160) an dem Endbereich (162) der Kinnschutzeinheit (160) vorgesehen sind.
     
    6. Integralhelm (100) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
    der Verriegelungsmechanismus (200) Arretiermittel zum Arretieren der Verbindung der Kinnschutzeinheit (160) und der Helmoberschaleneinheit (120) aufweist.
     
    7. Integralhelm (100) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
    der Frontbereich (125) und der Topbereich (165) jeweils einen Überlappungsbereich (105) aufweisen, die miteinander korrespondieren und mit dem im verbundenen Zustand die Kinnschutzeinheit (160) an der Helmoberschaleneinheit (120) zumindest teilweise überlappend anliegt.
     
    8. Integralhelm (100) nach einem der vorherigen Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass
    der Überlappungsbereiche (105) als Feder-Nut-Überlappungsbereiche ausgebildet sind, wobei ein Überlappungsbereich (105) der Kinnschutzeinheit (160) oder der Helmoberschaleneinheit (120) als Feder ausgebildet ist und der dazu korrespondierende Überlappungsbereich als Nut ausgebildet ist.
     
    9. Integralhelm (100) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Überlappungsbereiche (105) Führungsmittel aufweisen, um eine Verbindung der Kinnschutzeinheit (160) mit der Helmoberschaleneinheit (120) zu erleichtern.
     
    10. Verfahren zum werkzeuglosen Verbinden und/oder Entfernen einer Kinnschutzeinheit (160) mit einer Backenklemmung (150) mit bzw. von einer Helmoberschaleneinheit (120) mit einer integrierten Nackeneinheit (140) zum Ausbilden eines Integralhelms, (100) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 9, insbesondere bei auf einem Kopf während des Verbindens/Entfernens aufgesetzter Helmoberschaleneinheit (120), umfassend die Schritte:

    drehbares Verbinden von zwei Endbereichen (162) der Kinnschutzeinheit (120) mit der Nackeneinheit (140) und

    Verschwenken der mit der Nackeneinheit (140) verbundenen Kinnschutzeinheit (120) mit den Endbereichen (162) gegen die Helmoberschaleneinheit (120), wobei die Endbereiche (162) mit der Helmoberschaleneinheit (120) verbunden werden, wobei das Verbinden werkzeuglos durch selbstarretierendes Verbinden durchgeführt wird.


     


    Claims

    1. An integral helmet (100), in particular a full-face helmet, preferably in the form of a shell construction, comprising a helmet upper shell unit (120) having an integrated neck unit (140), and a chin protection unit (160) having a jaw clamp (150), wherein the chin protection unit (160) can be detachably connected to the helmet upper shell unit (120) to form the integral helmet (100), wherein the chin protection unit (160) is formed as an open chin bar unit (161) having end regions (162) at a distance from one another for connecting to the neck unit (140), such that, in an assembled state, the end regions (162) form an entirely closed unit together with the neck unit (140), wherein a viewing window (110) is designed between a top area (165) of the chin protection unit (160) and a front area (125) of the helmet upper-shell unit (120) and/or the neck unit (140), and a self-locking interlock mechanism (200) is provided for connecting the chin protection unit (160) to the helmet upper-shell unit (120), wherein the interlock mechanism (200) comprises connection means (220) on the helmet upper-shell unit (120) for interacting with corresponding connection means (260) on the chin protection unit (160), wherein the connection means (220) on the helmet upper-shell unit (120) are arranged at the front area (125) of the helmet upper-shell unit (120), wherein at least the first connection means (261) on the chin protection unit (160) and the first connection means (221) on the helmet upper-shell unit (120) corresponding thereto form a pivot joint (240) in the connected state around a pivot axle (241) of which the chin protection unit (160) is able to pivot relative to the helmet upper-shell unit (120),
    characterized in that
    the connection means (220) on the helmet side comprise corresponding magnet elements and the connection means (260) on the chin protection side comprise magnetizable elements or magnets (199) arranged in opposite polarity or the connection means (260) on the chin protection side comprise magnet elements and the connection means (220) on the helmet side comprise magnetizable elements or magnets (199) arranged in opposite polarity.
     
    2. The integral helmet (100) according to claim 1, characterized in that the pivot joint is formed as a detachable pivot joint.
     
    3. The integral helmet (100) according to claim 1 or 2, characterized in that the first connection means (261) of the chin protection unit (160) is arranged at a position corresponding to the position of the first connection means (220) on the helmet side, wherein the first connection means (261) of the chin protection unit (169) are formed on a lowest top region (165) so that in the event of a corresponding design a 3D rotary interlock also results.
     
    4. The integral helmet (100) according to any of preceding claims 1 to 3, characterized in that a second connection means (262) on the chin protection unit (160) and/or a second connection means (222) on the helmet upper-shell unit (120) is at least partially peripherally surrounded by the other respectively corresponding second connection means (222, 262), in the connected state.
     
    5. The integral helmet (100) according to any of preceding claims 1 to 4, characterized in that the first connection means (261) and/or the second connection means (262) on the chin protection unit (160) are provided at the end area (162) of the chin protection unit (160).
     
    6. The integral helmet (100) according to any of preceding claims 1 to 5, characterized in that the interlock mechanism (200) comprises locking means for locking the connection of the chin protection unit (160) and the helmet upper-shell unit (120) .
     
    7. The integral helmet (100) according to any of preceding claims 1 to 6, characterized in that the front area (125) and the top area (165) respectively have overlap areas (105) that correspond with each another, and with the chin protection unit (160) in the connected state, abutting the helmet upper-shell unit (120) in an overlapping fashion, at least partially by way of said overlap areas.
     
    8. The integral helmet (100) according to preceding claim 7, characterized in that the overlap areas (105) are designed as spring-groove overlap areas, wherein an overlap area (105) of the chin protection unit (160) or of the helmet upper-shell unit (120) is designed as a spring and the overlap area corresponding thereto is designed as a groove.
     
    9. The integral helmet (100) according to claim 7 or 8, characterized in that the overlap areas (105) have guide means for facilitating connection of the chin protection unit (160) to the helmet upper-shell unit (120).
     
    10. A method for tool-free connecting and/or disconnecting a chin protection unit (160) comprising a jaw clamp (150) to, or from, a helmet upper-shell unit (120) with an integrated neck unit (140), the method forming an integral helmet (100) according to any of the preceding claims 1 to 9, in particular for a helmet upper-shell unit (120) placed on a head during the connection/disconnection, comprising the steps of:

    rotatably connecting two end areas (162) of the chin protection unit (120) to the neck unit (140) and;

    pivoting the chin protection unit (120) with the end areas (162), said chin protection unit being connected to the neck unit (140), relative to the helmet upper-shell unit (120), wherein the end areas (162) are connected to the helmet upper-shell unit (120) and wherein the connecting is carried out without the use of tools by way of self-locking connection.


     


    Revendications

    1. Casque intégral (100), en particulier casque dit couvrant le visage, qui est réalisé de préférence dans une construction monocoque, comprenant
    une unité de coque supérieure de casque (120) avec une unité pour le cou (140) intégrée et une unité de protection du menton (160) et avec un serre-joues (150), dans lequel l'unité de protection du menton (160) peut être reliée de manière détachable à l'unité de coque supérieure de casque (120) pour la réalisation du casque intégral (100), dans lequel l'unité de protection du menton (160) est réalisée sous la forme d'une unité mentonnière (161) ouverte avec des zones d'extrémité (162) espacées les unes des autres et destinées à être rattachées à l'unité pour le cou (140), de sorte que, dans l'état assemblé, les zones d'extrémité (162) forment conjointement avec l'unité pour le cou (140) une unité fermée sur toute sa périphérie, dans lequel une fenêtre de visibilité (110) est réalisée entre une zone supérieure (165) de l'unité de protection du menton (160) et une zone frontale (125) de l'unité de coque supérieure de casque (120) et/ou l'unité pour le cou (140) et un mécanisme de verrouillage (200) à blocage automatique est prévu pour la liaison de l'unité de protection du menton (160) à l'unité de coque supérieure de casque (120), dans lequel le mécanisme de verrouillage (200) présente sur l'unité de coque supérieure de casque (120) des moyens de liaison (220) destinés à coopérer avec des moyens de liaison (260) correspondants de l'unité de protection du menton (160), dans lequel les moyens de liaison (220) de l'unité de coque supérieure de casque (120) sont disposés sur la zone frontale (125) de l'unité de coque supérieure de casque (120), dans lequel au moins le premier moyen de liaison (261) de l'unité de protection du menton (160) et le premier moyen de liaison (221) correspondant à celui-ci de l'unité de coque supérieure de casque (120) réalisent dans l'état relié une articulation tournante (240), autour de l'axe de rotation (241) de laquelle l'unité de protection du menton (160) peut pivoter contre l'unité de coque supérieure de casque (120)
    caractérisé en ce que
    les moyens de liaison (220) côté casque comprennent des éléments magnétiques correspondants et les moyens de liaison (260) côté protection du menton comprennent des éléments magnétisables ou des aimants (199) disposés par polarités opposées ou les moyens de liaison (260) côté protection du menton comprennent des éléments magnétiques et les moyens de liaison (220) côté casque des éléments magnétisables ou des aimants (199) disposés par pôles opposés.
     
    2. Casque intégral (100) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'articulation tournante est réalisée sous la forme d'une articulation tournante détachable.
     
    3. Casque intégral (100) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les premiers moyens de liaison (261) de l'unité de protection du menton (160) sont disposés dans une position correspondant à la position des premier moyens de liaison (220) côté casque, dans lequel les premiers moyens de liaison (261) de l'unité de protection du menton (169) sont réalisés sur une zone supérieure (165) la plus basse, de sorte que, pour une réalisation correspondante, un verrouillage rotatif 3D est également obtenu.
     
    4. Casque intégral (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 3, caractérisé en ce que
    un deuxième moyen de liaison (262) de l'unité de protection du menton (160) ou un deuxième moyen de liaison (222) de l'unité de coque supérieure de casque (120) est entouré au moins en partie sur sa périphérie dans l'état relié par l'autre deuxième moyen de liaison (222, 262) correspondant respectif.
     
    5. Casque intégral (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 4, caractérisé en ce que
    les premiers moyens de liaison (261) et/ou les deuxièmes moyens de liaison (262) de l'unité de protection du menton (160) sont prévus sur la zone d'extrémité (162) de l'unité de protection du menton (160).
     
    6. Casque intégral (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 5, caractérisé en ce que
    le mécanisme de verrouillage (200) présente des moyens de blocage destinés à bloquer la liaison de l'unité de protection du menton (160) et de l'unité de coque supérieure de casque (120) .
     
    7. Casque intégral (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 6, caractérisé en ce que
    la zone frontale (125) et la zone supérieure (165) présentent respectivement une zone de chevauchement (105), qui correspondent l'une à l'autre et avec laquelle, dans l'état relié, l'unité de protection du menton (160) s'applique au moins en partie par chevauchement contre l'unité de coque supérieure de casque (120).
     
    8. Casque intégral (100) selon la revendication précédente 7, caractérisé en ce que
    les zones de chevauchement (105) sont réalisées sous la forme de zones de chevauchement à rainure et languette, dans lequel une zone de chevauchement (105) de l'unité de protection du menton (160) ou de l'unité de coque supérieure de casque (120) est réalisée sous la forme d'un ressort et la zone de chevauchement correspondant à celle-ci est réalisée sous la forme d'une rainure.
     
    9. Casque intégral (100) selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que les zones de chevauchement (105) présentent des moyens de guidage, afin de faciliter une liaison de l'unité de protection du menton (160) avec l'unité de coque supérieure de casque (120).
     
    10. Procédé de liaison et/ou de retrait sans outil d'une unité de protection du menton (160) avec un serre-joues (150) à ou d'une unité de coque supérieure de casque (120) avec une unité pour le cou (140) intégrée pour la réalisation d'un casque intégral (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 9, en particulier pour une unité de coque supérieure de casque (120) mise en place sur une tête pendant la liaison/le retrait, comprenant les étapes :

    de liaison rotative de deux zones d'extrémité (162) de l'unité de protection du menton (160) avec l'unité pour le cou (140) et

    de pivotement de l'unité de protection du menton (160) reliée à l'unité pour le cou (140) avec les zones d'extrémité (162) contre l'unité de coque supérieure de casque (120), dans lequel les zones d'extrémité (162) sont reliées à l'unité de coque supérieure de casque (120), dans lequel la liaison est effectuée sans outil par liaison à blocage automatique.


     




    Zeichnung






































    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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