(19)
(11)EP 3 210 932 B1

(12)EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45)Hinweis auf die Patenterteilung:
21.11.2018  Patentblatt  2018/47

(21)Anmeldenummer: 17154732.6

(22)Anmeldetag:  06.02.2017
(51)Int. Kl.: 
B66F 9/075  (2006.01)
B66F 9/08  (2006.01)

(54)

FLURFÖRDERZEUG MIT BELEUCHTUNG

INDUSTRIAL TRUCK WITH LIGHTING

CHARIOT DE MANUTENTION DOTÉ D'UN ÉCLAIRAGE


(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30)Priorität: 29.02.2016 DE 102016103537

(43)Veröffentlichungstag der Anmeldung:
30.08.2017  Patentblatt  2017/35

(73)Patentinhaber: Linde Material Handling GmbH
63743 Aschaffenburg (DE)

(72)Erfinder:
  • Hößbacher, Johannes
    64289 Darmstadt (DE)
  • Schmidt, Stephen
    63486 Bruckhöbel (DE)

(74)Vertreter: Patentship Patentanwaltsgesellschaft mbH 
Elsenheimerstraße 65
80687 München
80687 München (DE)


(56)Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 2 407 414
JP-A- 2003 221 199
WO-A1-2016/001669
  
      
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Flurförderzeug mit Beleuchtung. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung ein Flurförderzeug mit einem Hubmast, an dem ein Lastaufnahmemittel höhenbeweglich geführt ist, und mit einem Beleuchtungsmittel, das in dem Hubmast angeordnet ist.

    [0002] Eine große Gruppe unter den Flurförderzeugen stellen solche mit einem Hubmast da, mit dem es möglich ist, Lasten mit einem höhenbeweglichen Lastaufnahmemittel auch in größeren Höhen aufzunehmen und abzusetzen, beispielsweise in Regalfächern eines Regallagers. In Lagerhallen, aber auch bei Dunkelheit im Freien sind dabei die Lichtverhältnisse oft nicht optimal. Es ist daher bekannt, eine Beleuchtung für ein Flurförderzeug vorzusehen, mit der ein Arbeitsbereich ausgeleuchtet werden kann.

    [0003] Eine bekannte Ausführungsform einer solchen Beleuchtung besteht aus nach vorne auf den Arbeitsbereich ausgerichteten Scheinwerfern, die beispielsweise im oberen Bereich der Vorderseite einer Fahrerkabine und/oder unmittelbar über den Vorderrädern vor der Fahrerkabine angebracht sind. Die Anbringung erfolgt dabei stets so, dass eine Beeinträchtigung der Sichtverhältnisse möglichst minimal ist. Dennoch ergibt sich durch die Größe der Scheinwerfer eine zusätzliche Behinderung der Sichtverhältnisse, die bereits durch den Hubmast und dessen Anbauteile sowie Aggregate eingeschränkt sind. Die Breite der Scheinwerfer ist im Regelfall größer als die der Säule einer Fahrerkabine und somit ergeben sich bei Blickwinkeln nach oben und steil nach unten durch die genannte Anordnung der Scheinwerfer Behinderungen der Sicht.

    [0004] Daneben ist auch die Anordnung eines Scheinwerfers an dem Hubmast selbst bekannt. Ein solcher Hubmast weist zwei parallel nebeneinander senkrecht angeordnete Mastprofile auf, die die vertikalen Kräfte aufnehmen und an denen das Lastaufnahmemittel geführt ist. Das Lastaufnahmemittel besteht aus einem Gabelträger, an dem im häufigsten Fall zwei Gabelzinken eingehängt werden, um eine Lastgabel zu bilden. Um größere Höhen zu erreichen ist es auch bekannt, Ausfahrmasten mit mehreren Mastsstufen einzusetzen. Bei diesen sind durch die Mastprofile eines untersten oder Standmastes ein Ausfahrmast oder zwei ineinander gesetzte Ausfahrmaste geführt, die teleskopartig bei einer Hubbewegung ausfahren. Im Regelfall befinden sich dabei die Mastprofile des Standmastes seitlich am weitesten außen und wird der eine Ausfahrmast oder werden die zwei Ausfahrmasten innen in dem Standmast geführt.
    Auch bei diesem Stand der Technik ist es nachteilig, dass die Anbringung von Scheinwerfern an dem Hubmast selbst, beispielsweise an einem Mastkopf, der die beiden Mastprofile eines der Ausfahrmasten oder des Standmastes zur Versteifung verbindet, zusätzlich zu den bereits Sichtbehinderungen verursachenden Aggregaten und Vorrichtungen des Hubmastes die Sichtverhältnisse als direktes Hindernis weiter verschlechtert.
    Im Fahrzeugbau ist auch der Einsatz von LEDs zu Beleuchtungszwecken bekannt. Ebenso ist auch der Einsatz von Positionsleuchten bekannt, insbesondere in verschiedenen Farben, um auf die äußere Kontur, die Fahrzeugabmessungen oder die Orientierung eines Fahrzeuges hinzuweisen. Die EP 2407414A1 offenbart ein Flurförderzeug gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Flurförderzeug mit einem Hubmast zur Verfügung zu stellen, mit dem eine verbesserte Beleuchtung ermöglicht wird, insbesondere eine verbesserte Ausleuchtung eines Arbeitsbereiches des Flurförderzeugs.
    Diese Aufgabe wird durch ein Flurförderzeug mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
    Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass bei einem Flurförderzeug mit einem Hubmast, an dem ein Lastaufnahmemittel höhenbeweglich geführt ist, und mit einem Beleuchtungsmittel, das in dem Hubmast angeordnet ist, das Beleuchtungsmittel aus einer Leuchtmittelschiene mit mindestens einer LED-Leiste besteht, die an einem senkrechten Mastprofil des Hubmastes an der Vorderseite in Bezug auf das Flurförderzeug oder seitlich außen angeordnet ist.

    [0005] Die LED-Leiste besteht dabei aus einer Abfolge von mehreren LED, die beispielsweise in einer Reihe oder einer irgendwie gearteten Längsanordnung angeordnet sind. Da der Fahrer im Regelfall in einer Fahrerkabine hinter dem Hubmast sitzt, so dass sich rechts und links vor ihm, wenn auch nicht zwangsläufig, aber im Regelfall, jeweils die Mastprofile der rechten Seite des Hubmastes und der linken Seite des Hubmastes befinden, wird der Sichtbereich durch die Leuchtmittelschiene nicht zusätzlich eingeschränkt. Die Leuchtmittelschiene befindet sich an der Vorderseite des Mastprofils, oder auch im Bereich seitlich jeweils außen im vorderen Bereich der Mastprofile, im Idealfall bereits in einem durch die Mastprofile selbst ausgeblendeten Bereich, und stört nicht zusätzlich die Sicht des Fahrers. Durch LED's kann auch mit relativ geringem Stromverbrauch eine hohe Lichtleistung erzeugt werden und durch die Anordnung in einer Leuchtmittelschiene und somit die Verwendung einer Mehrzahl von LED kann eine gute Ausleuchtung des Fahrbereichs erreicht werden. Durch die Verteilung der Ausleuchtung, beispielsweise eines Arbeitsbereiches auf mehrere LEDs, ist die Lichtquelle weniger punktuell und wird eine Blendwirkung für den Gegenverkehr vermindert.

    [0006] Die Leuchtmittelschiene kann an dem Mastprofil an der Vorderkante seitlich angeordnet sein.

    [0007] In diesem Bereich seitlich und mit der Vorderkante des Mastprofils abschließend, oder nur wenig zurückgesetzt, befindet sich die Lichtleiste bereits in dem Sichtschatten des Fahrers und blendet im Idealfall keinen zusätzlichen Bereich aus dem Sichtfeld des Fahrers aus.

    [0008] Vorteilhaft ist die Leuchtmittelschiene als getrenntes Bauelement auf das Mastprofil gesetzt.

    [0009] Dies ermöglicht eine leichte Montage und insbesondere Vormontage der LED sowie deren Austauschbarkeit. Es ist auch denkbar, die LEDs in einer Vertiefung anzuordnen, die beispielsweise in dem Mastprofil beim Umformen bereits ausgebildet wird. Weiterhin ist es auch denkbar, im Bereich des Mastkopfes LEDs bzw. eine Leuchtmittelleiste vorzusehen, die nach oben oder schräg vorne nach oben gerichtetes Licht aussendet. Hier können auch LEDs in Bauteile des Mastkopfes selbst integriert werden. Dadurch kann eine Ausleuchtung nach oben für ein Arbeiten in großer Höhe mit dem Lastaufnahmemittel erreicht werden.

    [0010] Die Leuchtmittelschiene kann auf das Mastprofil geklebt und/oder geschraubt und/oder geschweißt und/oder mit dem Mastprofil formschlüssig verbunden sein.

    [0011] In einer Weiterbildung ist eine LED-Leiste mit weißem Licht nach vorne in Bezug auf das Flurförderzeug orientiert.

    [0012] Dies ermöglicht es, durch die LED-Leiste bzw. die LED der Leuchtmittelschiene die Funktion eines Arbeitsscheinwerfers oder Fahrscheinwerfers zu ersetzen. Es ist auch zusätzlich denkbar, ein automatisches Auf- und Abblendlicht durch Dimmen der LED vorzusehen, wie beispielsweise bei einem Fernlicht eines Kraftfahrzeugs.

    [0013] Es kann eine LED-Leiste mit farbigem Licht nach vorne in Bezug auf das Flurförderzeug orientiert sein, insbesondere Gelb zur Sichtverbesserung bei Nebel.

    [0014] Beispielsweise durch gelbes Licht, das jedoch auch seitlich eingesetzt werden kann und nicht nur in einer Orientierung nach vorne, können die Sichtverhältnisse bei Nebel und schlechten Sichtverhältnissen besser gestaltet werden, als bei Verwendung von weißen Licht.

    [0015] Es kann eine weitere LED-Leiste zur Seite hin orientiert angeordnet sein, insbesondere in einer anderen Farbe als weiß.

    [0016] Durch eine seitliche Anordnung kann eine seitliche Ausleuchtung erreicht werden. Weiterhin können durch weitere Farben auch Signale oder Positionen angegeben werden. Schließlich ist auch schlicht eine Verdeutlichung der Struktur der Mastprofile durch eine Leuchtmittelleiste mit einer seitlichen Orientierung der LED-Leiste möglich.

    [0017] Vorteilhaft können LEDs in unterschiedlichen Farben leuchten, insbesondere grün, rot, gelb und weiß.

    [0018] Beispielsweise kann durch eine Mischung von weißem Licht mit gelbem Licht bei Nebel bzw. schlechten Wetter ein optimiertes Arbeitslicht erzeugt werden.

    [0019] In einer günstigen Ausgestaltung können durch unterschiedliche Farben Informationen angezeigt werden, insbesondere durch Rot eine schwere Last und/oder durch Grün eine Last in einem Gewichtsbereich ohne Einschränkungen und/oder durch gelbes Licht, insbesondere blinkend, eine Blinkerfunktion und/oder durch Anschalten bestimmter LED eine Ladekapazität und/oder durch Anschalten bestimmter Teile der LED ein Warnhinweis auf eine erforderliche Wartung und/oder durch Grün bzw. Rot eine Warnung für Passanten.

    [0020] Durch eine beliebige Ansteuerbarkeit der einzelnen LED der Leuchtmittelleiste und beispielsweise LEDs in verschiedenen Farben oder auch einzelne LEDs, die in verschiedenen Farben aufleuchten können, können neben einer reinen Beleuchtungsfunktion Zusatzfunktionen umgesetzt werden, insbesondere Informationen mitgeteilt werden. Beispielsweise kann das aufgenommene Lastgewicht visualisiert werden, etwa rot für eine schwere Last mit teilweisen Sicherheitseinschränkungen von Funktionen und grün für eine Last in einem Gewichtsbereich ohne solche Einschränkungen. Über eine teilweise Anschaltung von LEDs der Leuchtmittelschiene kann auch ein Ladezustand einer Traktionsbatterie oder der Füllstand eines Tanks bei einem Verbrennungsmotorstapler angezeigt werden. Ebenso können sonstige Statusmeldungen angegeben werden und es wird sofort erkennbar, dass eine Aktion erforderlich ist, beispielsweise eine Wartung.

    [0021] Vorteilhaft wird durch nach vorne gerichtetes rotes Licht eine Rückwärtsfahrt angezeigt.

    [0022] Eine zusätzliche weiße Beleuchtung an der Rückseite des Flurförderzeugs kann bei Rückwärtsfahrt aktiviert sein.

    [0023] Abhängig von der Fahrtrichtung erfolgt somit eine Umschaltung der Beleuchtung zwischen roten Rückleuchten und weißen Frontscheinwerfern bzw. einer weißen, nach vorne gerichteten Fahrbeleuchtung.

    [0024] In einer Weiterbildung sind beidseitig an den senkrechten Mastprofilen des Hubmastes Leuchtmittelschienen angeordnet und werden LED abhängig von einem Lenkwinkel geschaltet, insbesondere als Kurvenlicht.

    [0025] Es kann somit ein Kurvenlicht umgesetzt werden, bei dem zum Beispiel die auf der der Kurve abgewandten Seite angeordneten LED gedimmt oder ausgeschaltet werden.

    [0026] Vorteilhaft ist die Leuchtmittelschiene über ein Trägerelement an dem senkrechten Mastprofil befestigt, wobei zwischen Trägerelement und Leuchtmittelschiene eine Clipverbindung angeordnet ist, die sich in einer bevorzugten Richtung bei Anstoßen an die Leuchtmittelschiene öffnet.

    [0027] Insbesondere Leuchtmittelschienen, die bei einem Flurförderzeug mit einem Hubmast im vorderen Bereich des Hubmastes angeordnet sind,werden sehr leicht und oft angefahren. Wenn dann eine Befestigung mit dem Trägerelement vorhanden ist, die in einer bei einer solchen Anfahrbewegung sich ergebenden Anstoßrichtung sich leicht öffnet, können Beschädigungen vermieden werden und es ist insbesondere möglich, dass Benutzer des Flurförderzeugs die unbeschädigte Leuchtmittelleiste leicht wieder an ihre Position verbringen und einclipsen.

    [0028] Das Flurförderzeug kann eine Steuerung aufweisen mit einer drahtlosen Datenverbindung und über die Datenverbindung kann ein Signal zum Einschalten der Leuchtleisten gegeben werden, insbesondere über einen Schlüssel oder eine Smartphone-App zum In-Betrieb-setzen des Flurförderzeugs.

    [0029] Diese auch als "Coming-home" bezeichnete Funktion ermöglicht es, dass durch eine Schlüsselfunktion bereits bei der Annäherung an das Flurförderzeug die Beleuchtung aktiviert wird und so beispielsweise das richtige Flurförderzeug aus mehreren abgestellten Flurförderzeugen in einem Fuhrpark schnell gefunden werden kann.

    [0030] Es ist auch denkbar, in die Leuchtmittelschiene eine Kabelführung für elektrische Leitungen und/oder eine Hydraulikleitung zu integrieren bzw. sie mit dieser zu verbinden. Ebenso kann die Leuchtmittelschiene ein Halter für solche Kabel und/oder Hydraulikleitungen sein.

    [0031] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der in den schematischen Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Hierbei zeigt
    Fig. 1
    schematisch einen Querschnitt in Aufsicht eines Hubmastes im Bereich der Mastprofile einer Seite bei einem erfindungsgemäßen Flurförderzeug,
    Fig. 2
    eine schräge Perspektivansicht des Hubmastes der Fig. 1 im Bereich eines Mastkopfes,
    Fig. 3
    schematisch einen Querschnitt in Aufsicht eines Hubmastes im Bereich der Mastprofile einer Seite bei einem weiteren erfindungsgemäßen Flurförderzeug und
    Fig. 4
    eine schräge Perspektivansicht des Hubmastes der Fig. 3 im Bereich eines Mastkopfes.


    [0032] Die Fig. 1 zeigt schematisch einen Querschnitt in Aufsicht eines Hubmastes 1 im Bereich der senkrechten Mastprofile 2 einer Seite bei einem erfindungsgemäßen Flurförderzeug. Die Mastprofile bestehen aus dem Standmastprofil 3, einem ersten Ausfahrmastprofil 4 sowie einen zweiten ganz innen angeordneten Innenmastprofil 5. An den Mastprofilen 2 sind Mastköpfe 6 befestigt, mit denen die Mastprofile 2 der beiden Seiten verbunden werden, hier mit der anderen, nicht dargestellten Seite. In Fahrtrichtung des Flurförderzeugs vor den Mastprofilen 2 ist ein Gabelträger 7 angeordnet mit einem nicht weiter dargestellten Lastaufnahmemittel. Im vorderen Bereich seitlich außen in Bezug auf eine Längsrichtung des Flurförderzeugs ist eine Leuchtmittelschiene 8 mit einer nach vorne gerichteten, weiß leuchtenden LED-Leiste 9 und einer seitlich, rot leuchtenden LED-Leiste 10 angeordnet. Die Leuchtmittelschiene 8 kann beispielsweise durch Kleben befestigt sein.

    [0033] Die Fig. 2 zeigt eine schräge Perspektivansicht des Hubmastes der Fig. 1 im Bereich des Mastkopfes 6. An dem Standmastprofil 3 ist die Leuchtmittelschiene 8 mit den LED-Leisten 9,10 befestigt.

    [0034] Die Fig. 3 zeigt schematisch einen Querschnitt in Aufsicht eines Hubmastes im Bereich der Mastprofile 2 einer Seite bei einem weiteren erfindungsgemäßen Flurförderzeug. Identische Bauteile sind mit denselben Bezugszeichen versehen. Die Mastprofile umfassen das Standmastprofil 3, das erste Ausfahrmastprofil 4 sowie das zweiten ganz innen angeordneten Innenmastprofil 5 mit den Mastköpfen 6. In Fahrtrichtung des Flurförderzeugs vor den Mastprofilen 2 ist der Gabelträger 7 angeordnet mit einem nicht weiter dargestellten Lastaufnahmemittel. Im vorderen Bereich seitlich außen in Bezug auf eine Längsrichtung des Flurförderzeugs ist die Leuchtmittelschiene 8 mit einer nach vorne gerichteten, weiß leuchtenden LED-Leiste 9 durch Kleben befestigt.

    [0035] Die Fig. 4 zeigt eine schräge Perspektivansicht des Hubmastes der Fig. 3 im Bereich des Mastkopfes 6 mit dem Standmastprofil 3 und der Leuchtmittelschiene 8 mit der LED-Leiste 9.


    Ansprüche

    1. Flurförderzeug mit einem Hubmast (1), an dem ein Lastaufnahmemittel höhenbeweglich geführt ist, und mit einem Beleuchtungsmittel, das in dem Hubmast (1) angeordnet ist,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Beleuchtungsmittel aus einer Leuchtmittelschiene (8) mit mindestens einer LED-Leiste (9,10) besteht, die an einem senkrechten Mastprofil (2,3) des Hubmastes (1) an der Vorderseite in Bezug auf das Flurförderzeug oder seitlich außen angeordnet ist.
     
    2. Flurförderzeug nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Leuchtmittelschiene (8) an dem Mastprofil (2,3) an der Vorderkante seitlich angeordnet ist.
     
    3. Flurförderzeug nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Leuchtmittelschiene (8) als getrenntes Bauelement auf das Mastprofil (2,3) gesetzt ist.
     
    4. Flurförderzeug nach Anspruch 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Leuchtmittelschiene (8) auf das Mastprofil (2,3) geklebt und/oder geschraubt und/oder geschweißt und/oder mit dem Mastprofil (2,3) formschlüssig verbunden ist.
     
    5. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass eine LED-Leiste (9) mit weißem Licht nach vorne in Bezug auf das Flurförderzeug orientiert ist.
     
    6. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass eine LED-Leiste (9) mit farbigem Licht nach vorne in Bezug auf das Flurförderzeug orientiert ist nun.
     
    7. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass eine weitere LED-Leiste (10) zur Seite hin orientiert angeordnet ist, insbesondere in einer anderen Farbe als weiß.
     
    8. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass LEDs in unterschiedlichen Farben leuchten können, insbesondere grün, rot, gelb und weiß.
     
    9. Flurförderzeug nach Anspruch 8,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass durch unterschiedliche Farben Informationen angezeigt werden können, insbesondere durch Rot eine schwere Last und/oder durch Grün eine Last in einem Gewichtsbereich ohne Einschränkungen und/oder durch gelbes Licht, insbesondere blinkend, eine Blinkerfunktion und/oder durch Anschalten bestimmter LED eine Ladekapazität und/oder durch Anschalten bestimmter Teile der LED ein Warnhinweis auf eine erforderliche Wartung und/oder durch Grün bzw. Rot eine Warnung für Passanten.
     
    10. Flurförderzeug nach Anspruch 8 oder 9,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass durch nach vorne gerichtetes rotes Licht eine Rückwärtsfahrt angezeigt wird.
     
    11. Flurförderzeug nach Anspruch 10,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass eine zusätzliche weiße Beleuchtung an der Rückseite des Flurförderzeugs bei Rückwärtsfahrt aktiviert ist.
     
    12. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass beidseitig an den senkrechten Mastprofilen des Hubmastes Leuchtmittelschienen (8) angeordnet sind und LED abhängig von einem Lenkwinkel geschaltet werden, insbesondere als Kurvenlicht.
     
    13. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Leuchtmittelschiene (8) über ein Trägerelement an dem senkrechten Mastprofil (2,3) befestigt ist, wobei zwischen Trägerelement und Leuchtmittelschiene (8) eine Clipverbindung angeordnet ist, die sich in einer bevorzugten Richtung bei Anstoßen an die Leuchtmittelschiene (8) öffnet.
     
    14. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Flurförderzeug eine Steuerung aufweist mit einer drahtlosen Datenverbindung und über die Datenverbindung ein Signal zum Einschalten der Leuchtleisten (8) gegeben werden kann, insbesondere über einen Schlüssel oder eine Smartphone-App zum In-Betrieb-setzen des Flurförderzeugs.
     


    Claims

    1. Industrial truck having a lift mast (1), on which a load pick-up means is guided in a vertically movable fashion, and having a lighting means which is arranged in the lift mast (1),
    characterized
    in that the lighting means is composed of a light source rail (8) with at least one LED strip (9, 10) which is arranged on a perpendicular mast profile (2, 3) of the lift mast (1), on the front side with respect to the industrial truck or laterally on the outside.
     
    2. Industrial truck according to Claim 1,
    characterized
    in that the light source rail (8) is arranged laterally on the front edge on the mast profile (2, 3).
     
    3. Industrial truck according to Claim 1 or 2,
    characterized
    in that the light source rail (8) is fitted as a separate component onto the mast profile (2, 3).
     
    4. Industrial truck according to Claim 3,
    characterized
    in that the light source rail (8) is bonded and/or screwed and/or welded to the mast profile (2, 3) and/or is connected to the mast profile (2, 3) in a positively locking fashion.
     
    5. Industrial truck according to one of Claims 1 to 4,
    characterized
    in that an LED strip (9) is oriented with white light toward the front with respect to the industrial truck.
     
    6. Industrial truck according to one of Claims 1 to 5,
    characterized
    in that an LED strip (9) is oriented with coloured light toward the front with respect to the industrial truck.
     
    7. Industrial truck according to one of Claims 1 to 6,
    characterized
    in that a further LED strip (10) is arranged oriented toward the side, in particular in a colour other than white.
     
    8. Industrial truck according to one of Claims 1 to 7,
    characterized
    in that LEDs can light up in different colours, in particular green, red, yellow and white.
     
    9. Industrial truck according to Claim 8,
    characterized
    in that information can be displayed by means of different colours, in particular a heavy load by means of red and/or a load in a weight range without restrictions by means of green and/or by means of yellow light, in particular flashing light, a flashing indicator function and/or by connecting specific LEDs a loading capacity and/or a warning indication of a necessary wait can be displayed by switching on certain parts of the LED and/or a warning for passengers can be displayed by means of green or red.
     
    10. Industrial truck according to Claim 8 or 9,
    characterized
    in that reverse travel is displayed by means of a forward-directed red light.
     
    11. Industrial truck according to Claim 10, characterized
    in that additional white lighting at the rear side of the industrial truck is activated in the case of reversing.
     
    12. Industrial truck according to one of Claims 1 to 11,
    characterized
    in that light source rails (8) are arranged on both sides of the perpendicular mast profiles of the lift mast, and LEDs are switched as a function of a steering angle, in particular as a cornering light.
     
    13. Industrial truck according to one of Claims 1 to 12,
    characterized
    in that the light source rail (8) is attached to the perpendicular mast profile (2, 3) by means of a carrier element, wherein a clip connection, which opens in a preferred direction when abutment against the light source rail (8) occurs, is arranged between the carrier element and the light source rail (8).
     
    14. Industrial truck according to one of Claims 1 to 13,
    characterized
    in that the industrial truck has a controller with a wireless data connection, and a signal for switching on the LED light rails (8) can be issued via the data connection, in particular via a key or a smartphone app for activating the industrial truck.
     


    Revendications

    1. Chariot de manutention comportant un mât de levage (1) sur lequel un moyen porteur est guidé de manière à être mobile verticalement, et comportant un moyen d'éclairage qui est disposé dans le mât de levage (1),
    caractérisé en ce que le moyen d'éclairage consiste en un rail de moyens lumineux (8) comportant au moins une bande de LED (9, 10) qui est disposée sur un profil de mât vertical (2, 3) du mât de levage (1) sur le côté avant ou latéralement vers l'extérieur par rapport au chariot de manutention.
     
    2. Chariot de manutention selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que le rail de moyens lumineux (8) est disposé latéralement sur le bord avant du profilé de mât (2, 3).
     
    3. Chariot de manutention selon la revendication 1 ou 2,
    caractérisé en ce que le rail de moyens lumineux (8) est placé sur le profilé de mât (2, 3) en tant que composant séparé.
     
    4. Chariot de manutention selon la revendication 3,
    caractérisé en ce que le rail de moyens lumineux (8) est collé et/ou vissé et/ou soudé et/ou relié par complémentarité de forme au profilé de mât (2, 3) sur le profilé de mât (2, 3).
     
    5. Chariot de manutention selon l'une des revendications 1 à 4,
    caractérisé en ce qu'une bande de LED (9) à lumière blanche est orientée vers l'avant par rapport au chariot de manutention.
     
    6. Chariot de manutention selon l'une des revendications 1 à 5,
    caractérisé en ce qu'une bande de LED (9) à lumière colorée est maintenant orientée vers l'avant par rapport au chariot de manutention.
     
    7. Chariot de manutention selon l'une des revendications 1 à 6,
    caractérisé en ce qu'une autre bande de LED (10) est orientée vers le côté, en particulier dans une couleur autre que le blanc.
     
    8. Chariot de manutention selon l'une des revendications 1 à 7,
    caractérisé en ce que des LED peuvent éclairer dans des couleurs différentes, en particulier le vert, le rouge, le jaune et le blanc.
     
    9. Chariot de manutention selon la revendication 8,
    caractérisé en ce que des informations peuvent être indiquées par des couleurs différentes, en particulier par du rouge pour une charge lourde et/ou par du vert pour une charge se situant dans une plage de poids sans limitations et/ou par une lumière jaune, en particulier clignotante, par une fonction clignotante et/ou par activation de certaines LED pour une capacité de charge et/ou par activation de certaines parties des LED pour un signal d'avertissement indiquant une maintenance nécessaire et/ou par du vert ou du rouge pour avertir des passants.
     
    10. Chariot de manutention selon la revendication 8 ou 9,
    caractérisé en ce en ce qu'une marche arrière est indiquée par un feu rouge dirigé vers l'avant.
     
    11. Chariot de manutention selon la revendication 10,
    caractérisé en ce qu'un éclairage blanc supplémentaire est activé à l'arrière du chariot de manutention lors d'une marche arrière.
     
    12. Chariot de manutention selon l'une des revendications 1 à 11,
    caractérisé en ce que des rails de moyens lumineux (8) sont disposés des deux côtés sur les profils de mât verticaux du mât de levage et en ce que des LED sont activées en fonction d'un angle de braquage, en particulier en tant que feux de virage.
     
    13. Chariot de manutention selon l'une des revendications 1 à 12,
    caractérisé en ce que le rail de moyens lumineux (8) est fixé au profilé de mât vertical (2, 3) par l'intermédiaire d'un élément de support, dans lequel une liaison par clips est disposée entre l'élément de support et le rail de moyens lumineux (8), laquelle liaison par clips s'ouvre dans une direction préférée lorsqu'elle est en butée contre le rail de moyens lumineux (8).
     
    14. Chariot de manutention selon l'une des revendications 1 à 13,
    caractérisé en ce que le chariot de manutention comporte un dispositif de commande muni d'une liaison de données sans fil et en ce qu'un signal destiné à activer les bandes de moyens lumineux (8) peut être délivré par l'intermédiaire de la liaison de données, en particulier par l'intermédiaire d'une clé ou d'une application pour téléphone intelligent afin de mettre en marche le chariot de manutention.
     




    Zeichnung









    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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