(19)
(11)EP 3 247 854 B1

(12)EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45)Hinweis auf die Patenterteilung:
24.02.2021  Patentblatt  2021/08

(21)Anmeldenummer: 16701060.2

(22)Anmeldetag:  20.01.2016
(51)Int. Kl.: 
E05F 1/10  (2006.01)
E05F 5/02  (2006.01)
E05F 3/10  (2006.01)
E05F 15/63  (2015.01)
(86)Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2016/051168
(87)Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2016/116526 (28.07.2016 Gazette  2016/30)

(54)

TÜR AUFWEISEND EINEN TÜRANTRIEB MIT HAUPT- UND HILFSANTRIEB UND ZUSATZFUNKTIONSKOMPONENTEN

DOOR COMPRISING A DOOR DRIVE WITH MAIN- AND AUXILIARY DRIVE AND ADDITIONAL FUNCTION COMPONENTS

PORTE COMPRENANT UN ENTRAÎNEMENT DE PORTE AVEC UN ENTRAÎNEMENT PRINCIPAL ET UN ENTRAÎNEMENT AUXILIAIRE ET ÉLÉMENTS FONCTIONNELS SUPPLÉMENTAIRES


(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30)Priorität: 20.01.2015 DE 102015100734
30.04.2015 DE 102015106827
05.11.2015 DE 102015118961
18.01.2016 WO PCT/EP2016/050933
18.01.2016 WO PCT/EP2016/050930
18.01.2016 WO PCT/EP2016/050931
18.01.2016 WO PCT/EP2016/050932

(43)Veröffentlichungstag der Anmeldung:
29.11.2017  Patentblatt  2017/48

(73)Patentinhaber: Assa Abloy Sicherheitstechnik GmbH
72458 Albstadt (DE)

(72)Erfinder:
  • FISCHBACH, Stefan
    88416 Ochsenhausen (DE)
  • RITTINGER, Peter
    72474 Benzingen (DE)
  • SAUTER, Andreas
    72469 Meßstetten (DE)

(74)Vertreter: Louis Pöhlau Lohrentz 
Patentanwälte Postfach 30 55
90014 Nürnberg
90014 Nürnberg (DE)


(56)Entgegenhaltungen: : 
EP-A2- 2 472 041
DE-A1-102011 087 695
DE-A1- 10 064 952
US-A- 2 236 174
  
      
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Es sind z.B. aus der DE 3 742 213 A1 manuelle Türantriebe bekannt, die ein Antriebsaggregat mit einer Kraftübertragungseinrichtung aufweisen und ausgebildet sind zur Montage an Türen mit Schwenktürflügel. Das Antriebsaggregat wird je nach örtlichen Verhältnissen und Anwendungsfall flügelseitig oder rahmenseitig montiert. Die Kraftübertragungseinrichtung wird auf der Gegenseite, d.h. rahmenseitig bzw. flügelseitig abgestützt. Das Antriebsaggregat umfasst bei diesem bekannten manuellen Türantrieb eine Schließfedereinheit und eine hydraulische Dämpfungseinrichtung. Die Schließfedereinheit und die hydraulische Dämpfungseinrichtung sind in einem Gehäuse aufgenommen, in der auch die Abtriebswelle gelagert ist, an der die Kraftübertragungseinrichtung angeschlossen ist. Diese kann in der Praxis als Scherengestängeeinrichtung oder Gleitarm-Gleitschieneneinrichtung ausgeführt sein.

    [0002] Ein elektromechanischer Türantrieb, der vergleichbar aus einem Antriebsaggregat und einer entsprechenden Kraftübertragungseinrichtung ausgebildet ist, ist z.B. aus der EP 1 505 239 B1 bekannt. Das Antriebsaggregat umfasst einen Elektromotor, dessen Abtriebswelle mit der Kraftübertragungseinrichtung verbunden ist, die in gleicher Weise wie bei dem o.g. manuellen Türschließer als Scherengestängeeinrichtung oder Gleitarm-Gleitschieneneinrichtung ausgebildet sein kann. Der elektromechanische Antrieb wird in vergleichbarer Weise an einer Tür mit Schwenktürflügel montiert, wie vorangehend für den manuellen Türschließer beschrieben.

    [0003] Eine wesentliche Funktion der manuellen und elektromechanischen Türantriebe ist, dass am Ende des Schließvorgangs die Tür sicher in die Schließstellung ins Schloss gelangen muss unter Überwindung der Schlossfalle. Bei den bekannten manuellen Türschließern mit hydraulischer Dämpfung ist hierfür in der Regel ein sog. hydraulischer Endschlag vorgesehen, der darin besteht, dass die hydraulische Dämpfung in der Endphase beim Schließvorgang einen Bypass aufweist. Dies verursacht in der Praxis häufig ein Zuschlagen der Tür mit lautem Knall, wenn die Tür ins Schloss fällt. Wenn der Endschlag schwächer eingestellt wird, kann es vorkommen, dass die Federkraft der Schließfeder am Ende des Schließvorgangs nicht ausreicht, um die Tür zu schließen, d.h. es kann vorkommen, dass die Tür nicht in die Schließlage gelangt, die Schlossfalle nicht überdrückt wird und der Türflügel lediglich am Rahmen angelehnt vor Erreichen der Schließlage stehen bleibt.

    [0004] Bei den bekannten elektromotorischen Türantrieben ist der motorische Öffnungs- und/oder Schließvorgang über eine elektrische Steuerungseinrichtung steuerbar. Damit der Antrieb jedoch zuverlässig und sicher funktioniert, ist eine ständige Wartung und Kontrolleinstellungen erforderlich. Ein Ausfallen von elektrischen Bauteilen führt in der Regel zum völligen Stillstand des Antriebs, sodass die genannten Wartungs- und Überprüfungsmaßnahmen permanent erforderlich sind. Ferner erfordert der elektrische Antrieb grundsätzlich einen Stromanschluss. In der Praxis werden auch daher manuelle Türantriebe häufig bevorzugt.

    [0005] Es sind ferner auch Türzuzieher und Türdämpfer bekannt, die an Türen in Gebäuden eingesetzt werden und lediglich während des Schließ- und Öffnungsvorgangs in der Nähe der Schließendstellung mit der Tür kuppelbar sind und also lediglich in diesem Teilbereich des Schließ- und Öffnungsvorgangs auf die Tür einwirken. Diese Antriebseinrichtungen weisen ebenfalls ein rahmenseitig oder flügelseitig zu montierendes Antriebsaggregat mit einer Kraftübertragungseinrichtung auf, die jedoch ein automatisch ein- und auskuppelbares Gestänge aufweisen. In der EP 2 468 998 A1 ist ein solcher Antrieb mit automatisch ein- und auskuppelbarem Gestänge beschrieben. Das Antriebsaggregat weist vergleichbar wie bei einem manuellen hydraulischen Türschließer einen Federspeicher mit hydraulischer Dämpfungseinrichtung auf, die mit einem abtriebsseitigen Gleitarm zusammenwirkt, der in einer Gleitschiene während des Schließ- und Öffnungsvorgangs automatisch ein- bzw. auskuppelt.

    [0006] Die US 2,190,653 beschreibt einen herkömmlichen hydraulischen Türschließer mit Scherengestänge in Kombination mit einem Türzuzieher, der während des Schließ- und Öffnungsvorgangs, wie beschrieben, automatisch in einem Schwenklager aus- und einkuppelt.

    [0007] In der Praxis ist es beim Einsatz von Türantrieben in bestimmten Bauobjekten erforderlich, dass der Türantrieb Zusatzfunktionen, wie eine elektrische Feststellung zum Feststellen der Tür in der Offenlage des Türflügels oder eine Rauchmelderfunktion zur Steuerung einer solchen elektrischen Feststellung der Tür aufweisen oder mit entsprechenden Funktionen ausrüstbar sind. Beim Einsatz an zweiflügeligen Türen ist häufig als Zusatzfunktion eine Schließfolgeregelung der Türflügel, d.h. des Gangflügels und des Standflügels der zweiflügeligen Tür erforderlich. Es sind Türantriebe bekannt, vorzugsweise mit Gleitarmgestänge, d.h. insbesondere Gleitarmtürschließer mit Schließerfeder und hydraulischer Dämpfung, bei denen solche Zusatzfunktionen durch Zusatzfunktionskomponenten in der Gleitschiene integriert sind. Diese Komponenten sind meist im bandfernen Endabschnitt der jeweiligen Gleitschiene angeordnet und wirken mit dem in der Gleitschiene geführten Gleiter des kraftübertragenden Gleitarms des Türantriebs zusammen.

    [0008] Die DE 10 2011 087 695 A1 offenbart ein Beispiel einer Tür mit einem Hauptantrieb und einem Hilfsantrieb.

    [0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Tür mit einem Türantrieb zu schaffen, der zusammengesetzt ist aus einem Hauptantrieb mit Gleitschienengestänge und einem Hilfsantrieb und dabei Zusatzfunktionen, wie z.B. elektrische Feststellung des Türflügels in der Offenlage, Schließfolgeregelung und/oder andere Funktionen aufweist oder mit solchen ausrüstbar ist.

    [0010] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit dem Gegenstand des Anspruchs 1.

    [0011] Bei der Tür handelt es sich um eine Tür eines Gebäudes mit einem in einem ortsfesten Rahmen um eine vertikale Türachse, vorzugsweise in Türbändern, schwenkbar gelagerten Türflügel. An oder in der Tür ist ein Türantrieb montiert. Der Türantrieb weist einen Hauptantrieb und einen Hilfsantrieb auf.

    [0012] Der Hauptantrieb ist zur Beaufschlagung des Türflügels im Sinne Schließbewegung und/oder Öffnungsbewegung und/oder Schließdämpfung und/oder Öffnungsdämpfung, vorzugsweise als manueller Schließfederantrieb oder als elektromotorischer Türantrieb, ausgebildet.

    [0013] Der Hauptantrieb weist ein Antriebsaggregat mit einem Abtrieb und einer Kraftübertragungseinrichtung mit einem Gleitarm und einer Gleitschiene auf, wobei der Gleitarm mit dem Abtrieb des Antriebsaggregatsantriebs verbunden ist und mit seinem freien Ende einen Gleiter aufweist, mit dem der Gleitarm mit der Gleitschiene geführt ist.

    [0014] Der Hilfsantrieb ist zur Beaufschlagung des Türflügels im Sinne Schließbewegung und/oder Öffnungsbewegung und/oder Schließdämpfung und/oder Öffnungsdämpfung ausgebildet, und der Hilfsantrieb weist ein Antriebsaggregat mit einem Abtrieb auf.

    [0015] Wesentlich bei der erfindungsgemäßen Lösung ist, dass das Antriebsaggregat des Hauptantriebs türflügelseitig montiert ist und die Gleitschiene der Kraftübertragungseinrichtung des Hauptantriebs rahmenseitig montiert ist, dass der Hilfsantrieb eine oder mehrere rahmenseitig montierte Komponenten aufweist - im Folgenden rahmenseitig montierte Komponenteneinrichtung des Hilfsantriebs genannt - welche auf der Oberseite oder auf der Unterseite oder auf der Frontseite oder auf der Rückseite der Gleitschiene des Hauptantriebs vollständig oder teilweise angeordnet, vorzugsweise an der Gleitschiene des Hauptantriebs befestigt ist, und derart rahmenseitig montiert ist, dass ein Montageraum frei bleibt, in welchem mindestens eine oder mehrere mit dem Gleiter und/oder dem Gleitarm des Hauptantriebs zusammenwirkende, rahmenseitig montierte Zusatz-Funktionskomponenten des Hauptantriebs - im Folgenden Zusatz-Funktionskomponenten-einrichtung des Hauptantriebs genannt - angeordnet ist.

    [0016] Was die Anordnung und Ausgestaltung der Zusatz-Funktionskomponenteneinrichtung des Hauptantriebs betrifft, ist vorgesehen, dass die in dem Montageraum zumindest abschnittsweise eingreifende und/oder angeordnete Zusatz-Funktionskomponenteneinrichtung des Hauptantriebs als elektrische Feststelleinrichtung der Offenlage des Türflügels und/oder als Rauchmeldereinrichtung zur Steuerung einer elektrischen Feststelleinrichtung der Offenlage des Türflügels und/oder als ein Netzteil und/oder als eine elektrische Steuereinrichtung für eine solche Rauchmeldereinrichtung und/oder als eine solche elektrische Feststelleinrichtung und/oder als Komponente einer Schließfolgeregelungseinrichtung, vorzugsweise als Übertragungseinrichtung einer Schließfolgeregelungseinrichtung ausgebildet ist.

    [0017] Was die Ausgestaltung des Montageraums betrifft, ist vorgesehen, dass der Montageraum sich von der Gleitschiene des Hauptantriebs und/oder von der Bewegungsbahn des in der Gleitschiene geführten Gleiters des Hauptantriebs oder von der Bewegungsbahn eines mit dem Gleiter des Hauptantriebs bewegungsfest verbundenen Teils fluchtend oder parallel versetzt oder winkelig versetzt in Richtung zum bandfernen Ende und/oder bandnahen Ende des Türrahmens erstreckt. Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen sein, dass der Montageraum sich in eine Richtung erstreckt, die fluchtend oder die parallel oder winkelig versetzt zu der Richtung der Bewegungsbahn des Gleiters des Hauptantriebs ist.

    [0018] Es kann hinsichtlich der konkreten Anordnung des Montageraums vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass zumindest ein Teil des Montageraums oder der gesamte oder ein überwiegender Teil des Montageraums
    • auf der Oberseite der Gleitschiene des Hauptantriebs und/oder der rahmenseitig montierten Komponenteneinrichtung des Hilfsantriebs oder eines Teils dieser Komponenteneinrichtung angeordnet ist und/oder
    • auf der Unterseite der Gleitschiene des Hauptantriebs und/oder der rahmenseitig montierten Komponenteneinrichtung des Hilfsantriebs oder eines Teils dieser Komponenteneinrichtung angeordnet ist und/oder
    • auf der Frontseite der Gleitschiene des Hauptantriebs und/oder der rahmenseitig montierten Komponenteneinrichtung des Hilfsantriebs oder eines Teils dieser Komponenteneinrichtung angeordnet ist und/oder
    • an der Rückseite der Gleitschiene des Hauptantriebs und/oder der rahmenseitig montierten Komponenteneinrichtung des Hilfsantriebs oder eines Teils dieser Komponenteneinrichtung angeordnet ist und/oder
    • innerhalb der Gleitschiene des Hauptantriebs und/oder der rahmenseitig montierten Komponenteneinrichtung des Hilfsantriebs oder eines Teils dieser Komponenteneinrichtung angeordnet ist.


    [0019] Insbesondere optische Vorteile ergeben sich mit Ausführungen, die vorsehen, dass zumindest ein Teil des Montageraums durch eine Abdeckblende oder ein Abdeckgehäuse nach außen abgedeckt ist.

    [0020] Es kann vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass zumindest ein Teil des Montageraums innerhalb eines Gehäuses der Gleitschiene des Hauptantriebs und/oder eines Gehäuses des Antriebsaggregats des Hilfsantriebs oder eines Gehäuses der Gleitschiene des Hilfsantriebs angeordnet ist.

    [0021] Es kann auch vorgesehen sein, dass zumindest ein Teil des Montageraums zwischen einerseits der in der Gleitschiene des Hauptantriebs ausgebildeten Bewegungsbahn des Gleiters des Hauptantriebs und andererseits einer die Gleitschiene des Hauptantriebs aufnehmenden Montagefläche des Rahmens und/oder der Montagefläche der rahmenseitig montierten Komponenteneinrichtung des Hilfsantriebs angeordnet ist.

    [0022] Besonders bevorzugte Ausführungen sehen vor, dass das Antriebsaggregat des Hilfsantriebs rahmenseitig montiert ist unter Ausbildung der rahmenseitig montierten Komponenteneinrichtung des Hilfsantriebs, und dass das Antriebsaggregat des Hilfsantriebs mit dem Gleiter des Hauptantriebs und/oder dem Gleitarm des Hauptantriebs über eine zwischengeschaltete Kupplungseinrichtung gekuppelt oder kuppelbar ist, um den Gleiter des Hauptantriebs und/oder den Gleitarm des Hauptantriebs zumindest in einer Endphase des Schließvorgangs und/oder zumindest einer Anfangsphase des Öffnungsvorgangs zu beaufschlagen.

    [0023] Es sind auch Ausführungen möglich, bei denen vorgesehen ist, dass der Hilfsantrieb eine Kraftübertragungseinrichtung aufweist, die mit dem Abtrieb des Antriebsaggregats des Hilfsantriebs verbunden oder verbindbar ist, und ein Gestänge und ein als Gleitschiene oder Schwenklager ausgebildetes Gestängelager aufweist, wobei vorgesehen ist, dass das Antriebsaggregat des Hilfsantriebs türflügelseitig und das Gestängelager des Hilfsantriebs unter Ausbildung der rahmenseitig montierten Komponenteneinrichtung des Hilfsantriebs rahmenseitig montiert ist, oder dass das Gestängelager des Hilfsantriebs türflügelseitig montiert ist und das Antriebsaggregat des Hilfsantriebs unter Ausbildung der rahmenseitig montierten Komponenteneinrichtung des Hilfsantriebs rahmenseitig montiert ist.

    [0024] In bevorzugter Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass die Kraftübertragungseinrichtung des Hilfsantriebs mit dem Antriebsaggregat des Hilfsantriebs selbsttätig ein- und auskuppelbar ist.

    [0025] Besonders bevorzugte Ausführungen sehen vor, dass die rahmenseitig zu montierenden Komponenten des Hauptantriebs und des Hilfsantriebs in oder an einer gemeinsamen und/oder durchgehenden rahmenseitig zu montierenden Gehäuseeinrichtung und/oder Lagergestelleinrichtung und/oder Montageplatteneinrichtung gelagert sind und/oder durch eine gemeinsame und/oder durchgehende rahmenseitig zu montierende Abdeckung abgedeckt sind, wobei vorgesehen ist, dass zumindest ein Teil oder der gesamte Montageraum oder ein überwiegender Teil des Montageraums in oder an der gemeinsamen und/oder durchgehenden rahmenseitig zu montierenden Gehäuseeinrichtung und/oder Lagergestelleinrichtung und/oder Montageplatteneinrichtung angeordnet ist und/oder durch eine gemeinsame und/oder durchgehende rahmenseitig zu montierende Abdeckung abgedeckt ausgebildet ist.

    [0026] Es sind auch besonders vorteilhafte Ausführungen möglich, bei denen vorgesehen ist, dass die rahmenseitig zu montierenden Komponenten des Hauptantriebs und des Hilfsantriebs zur im Rahmen verdeckten und/oder innenliegenden Montage ausgebildet sind, wobei vorgesehen ist, dass zumindest ein Teil des Montageraums oder der gesamte Montageraum oder ein überwiegender Teil des Montageraums im Rahmen verdeckt und/oder innenliegend ausgebildet ist.

    [0027] Es kann vorgesehen sein, dass die eine oder die mehreren rahmenseitig zu montierende/-n Komponente/-n des Hilfsantriebs in einer Montageebene zu montieren ist bzw. sind, die an der Frontseite oder an der Rückseite oder oberhalb der Oberseite oder unterhalb der Unterseite der einen oder der mehreren rahmenseitig zu montierende/-n Komponente/-n des Hauptantriebs angeordnet ist.

    [0028] Es kann vorgesehen sein, dass die eine oder die mehreren rahmenseitig zu montierende/-n Komponente/-n des Hilfsantriebs und die eine oder die mehreren rahmenseitig zu montierende/-n Komponente/-n des Hauptantriebs (1) in oder an der gemeinsamen und/oder durchgehenden rahmenseitig zu montierenden Gehäuseeinrichtung und/oder Lagergestelleinrichtung und/oder Montageplatteneinrichtung gelagert sind oder durch die gemeinsamen und/oder durchgehend rahmenseitig zu montierende Abdeckung abgedeckt sind oder bei verdeckter und/oder innenliegender Montage der rahmenseitig zu montierenden Komponenten des Hauptantriebs und des Hilfsantriebs in der im Rahmen ausgebildeten gemeinsamen und/oder durchgehenden Aufnahmeeinrichtung angeordnet sind.

    [0029] Für den Einsatz an zweiflügeligen Türen kann vorgesehen sein, dass die zweiflügelige Tür mit einem schwenkbar gelagerten Aktivflügel und einem schwenkbar gelagerten Passivflügel ausgebildet ist und der Türantrieb zum Antrieb des Aktivflügels ausgebildet ist. Es kann hierbei auch vorgesehen sein, dass der Passivflügel der zweiflügeligen Tür durch einen Türantrieb angetrieben ist, der einen Hauptantrieb gemäß Merkmal a) des Hauptanspruchs 1 aufweist.

    [0030] Es kann auch vorgesehen sein, dass der Passivflügel der zweiflügeligen Tür durch einen Türantrieb angetrieben ist, der einen Hilfsantrieb gemäß Merkmal b) des Hauptanspruchs 1 aufweist.

    [0031] Im Folgenden ist die Erfindung anhand von Figuren näher erläutert. Dabei zeigen:
    Fig. 1
    eine Frontansicht einer Tür mit einem Ausführungsbeispiel der Türantriebseinrichtung bestehend aus einem Hauptantrieb 1, der als Gleitarmtürschließer und einem Hilfsantrieb 2, der als Türzuzieher und/oder Dämpfer ausgebildet ist; in Schließstellung der Tür;
    Fig. 2.1
    einen Ausschnitt in Fig. 1, nur die Türantriebseinrichtung bestehend aus dem Hauptantrieb 1 und dem Hilfsantrieb 2 zeigend;
    Fig. 2.2
    eine Draufsicht in Fig. 2.1. von oben;
    Fig. 2.3
    eine Einzeldarstellung des Hilfsantriebs 2 in der Frontansicht-Darstellung in Fig. 2.1 ohne Gleitschiene
    Fig. 2.4
    eine Einzeldarstellung des Hilfsantriebs 2 in der Draufsicht-Darstellung in Fig. 2.2;
    Fig. 3.1
    eine Ausschnitt-Darstellung entsprechend Fig. 2.1, jedoch ohne Gleitschiene und bei zumindest teilweise geöffneter Tür und aus der Gleitschiene ausgekuppeltem Gleitarm des Hilfsantriebs 2;
    Fig. 3.2
    eine Draufsicht in Fig. 3.1;
    Fig. 3.3
    eine Einzeldarstellung des Hilfsantriebs 2 in der Frontansicht-Darstellung in Fig. 3.1;
    Fig. 3.4
    eine Einzeldarstellung des Hilfsantriebs 2 in der Draufsicht-Darstellung in Fig. 3.2;
    Fig. 4
    eine Fig. 1 entsprechende Darstellung der Tür mit einem zweiten Ausführungsbeispiel der Türantriebseinrichtung, bei der zusätzlich eine elektrisch schaltbare Zuhaltung 4 an der Tür montiert ist;
    Fig. 5.1
    eine Einzeldarstellung des Hilfsantriebs, abgewandelt gegenüber der Ausführung in den vorangehenden Figuren, in perspektivischer Darstellung in Schließstellung der Tür;
    Fig. 5.2
    eine Draufsicht in Fig. 5.1;
    Fig. 5.3
    eine Fig. 5.2 entsprechende Darstellung, jedoch in Offenstellung der Tür;
    Fig. 6.1
    eine Ausschnittdarstellung des Winkelarms bei einer abgewandelten Ausführung des Hilfsantriebs der Figuren 5.1 bis 5.3;
    Fig. 6.2
    eine Fig. 6.1 entsprechende Darstellung des Hilfsantriebs in anderer Winkelstellung des Winkelarms;
    Fig. 7.1
    eine Draufsicht eines Ausführungsbeispiels einer Antriebseinrichtung mit Hauptantrieb und Hilfsantrieb mit bei diesem Ausführungsbeispiel angezeigten Montageraum M, in Schließstellung der Tür;
    Fig. 7.2
    eine Fig. 7.1 entsprechende Darstellung des Antriebs in Fig. 7.1, jedoch in Offenstellung der Tür kurz vor Schließlage beim Auskuppeln des Winkelarms des Hilfsantriebs;
    Fig. 7.3
    eine perspektivische Frontansicht des Antriebs in Fig. 7.1 und 7.2;
    Fig. 7.4
    eine Explosionsdarstellung des Antriebs der Figuren 7.1 bis 7.3;
    Fig. 8a, b, c:
    schematische Darstellungen eines Ausführungsbeispiels eines Türantriebs in verschiedenen Türstellungen:
    Fig. 8a:
    Frontansicht in Schließstellung der Tür;
    Fig. 8b:
    Draufsicht in Öffnungsstellung der Tür bei 20° Türöffnungswinkel;
    Fig. 8c:
    Draufsicht in Offenstellung der Tür bei 90° Türöffnungswinkel bei ausgekoppeltem Gleitarm des Hilfsantriebs, wobei die Ankopplungsstelle zwischen dem Abtrieb des Antriebsaggregats und dem Anschlussende des Gleitarms ausgebildet ist;
    Fig. 9:
    eine Figur 8c entsprechende Darstellung eines abgewandelten Ausführungsbeispiels, bei dem der Gleitarm des Hilfsantriebs ausgekoppelt ist, jedoch die Auskopplungsstelle am flügelseitigen Drehlager des Gleitarms ausgebildet ist.
    Fig. 10.1
    eine Frontansicht einer Tür mit einem Ausführungsbeispiel eines Türantriebs mit bei diesem Ausführungsbeispiel angezeigten Montageraum M, die Tür in Schließstellung;
    Fig. 10.1a
    eine perspektivische Darstellung des Ausführungsbeispiels in Fig. 10.1, jedoch in Blickrichtung schräg von unten;
    Fig. 10.1b
    eine Darstellung des Ausführungsbeispiels wie in Fig. 10.1a, jedoch ohne rahmenseitige Abdeckblende;
    Fig. 10.1c
    eine Darstellung des Ausführungsbeispiels wie in Fig. 10.1b, jedoch zusätzlich ohne Gehäuse des rahmenseitigen Hilfsantriebs und der Kupplungseinrichtung;
    Fig. 10.2
    eine entsprechende Darstellung des Ausführungsbeispiels wie in Fig. 10.1b, jedoch Blickrichtung von schräg oben und die Tür in einer Öffnungsstellung;
    Fig. 10.3
    eine entsprechende Darstellung des Ausführungsbeispiels wie in Fig. 10.1a, jedoch in Blickrichtung von unten und die Tür in einer Offenstellung wie in Fig. 10.2;
    Fig. 10.3.1
    eine Frontansicht in Fig. 10.3, jedoch ohne rahmenseitige Abdeckblende und als Ausschnitt den Hilfsantrieb mit Kupplungseinrichtung zeigend;
    Fig. 10.3.2
    eine Draufsicht in Fig. 10.3.1, jedoch in Blickrichtung von unten;
    Fig. 10.3.3
    eine Darstellung wie in Fig. 10.3.2, jedoch ohne Gehäuse des Hilfsantriebs und der Kupplungseinrichtung;
    Fig. 10.3.4
    eine perspektivische Darstellung in Fig. 10.3.1, jedoch in Blickrichtung schräg von unten;
    Fig. 10.3.5
    eine perspektivische Ansicht in Fig. 10.3.3, jedoch in Blickrichtung schräg von oben;
    Fig. 10.4
    eine entsprechende Darstellung des Ausführungsbeispiels wie Fig. 10.3, die Tür jedoch in einer Offenstellung mit geringerem Türöffnungswinkel;
    Fig. 10.4.1
    eine Frontansicht in Fig. 10.4, jedoch ohne rahmenseitige Abdeckblende und als Ausschnitt den Hilfsantrieb mit Kupplungseinrichtung zeigend;
    Fig. 10.4.2
    eine Draufsicht in Fig. 10.4.1, jedoch in Blickrichtung von unten;
    Fig. 10.4.3
    eine Darstellung wie in Fig. 10.4.2, jedoch ohne Gehäuse des Hilfsantriebs und der Kupplungseinrichtung;
    Fig. 10.4.4
    eine perspektivische Darstellung in Fig. 10.4.1, jedoch in Blickrichtung schräg von unten;
    Fig. 10.4.5
    eine perspektivische Ansicht in Fig. 10.4.3, jedoch in Blickrichtung schräg von oben;
    Fig. 10.5
    eine entsprechende Darstellung des Ausführungsbeispiels wie Fig. 10.4, die Tür jedoch in einer Offenstellung mit noch geringerem Türöffnungswinkel;
    Fig. 10.5.1
    eine Frontansicht in Fig. 10.5, jedoch ohne rahmenseitige Abdeckblende und als Ausschnitt den Hilfsantrieb mit Kupplungseinrichtung zeigend;
    Fig. 10.5.2
    eine Draufsicht in Fig. 10.5.1, jedoch in Blickrichtung von unten;
    Fig. 10.5.3
    eine Darstellung wie in Fig. 10.5.2, jedoch ohne Gehäuse des Hilfsantriebs und der Kupplungseinrichtung;
    Fig. 10.5.4
    eine perspektivische Darstellung in Fig. 10.5.1, jedoch in Blickrichtung schräg von unten;
    Fig. 10.5.5
    eine perspektivische Ansicht in Fig. 10.5.3, jedoch in Blickrichtung schräg von oben;
    Fig. 10.6
    eine entsprechende Darstellung des Ausführungsbeispiels wie Fig. 10.5, die Tür jedoch in einer Offenstellung mit noch geringerem Türöffnungswinkel, d.h. nahe der Schließstellung;
    Fig. 10.6.1
    eine Frontansicht in Fig. 10.6, jedoch ohne rahmenseitige Abdeckblende und als Ausschnitt den Hilfsantrieb mit Kupplungseinrichtung zeigend;
    Fig. 10.6.2
    eine Draufsicht in Fig. 10.6.1, jedoch in Blickrichtung von unten;
    Fig. 10.6.3
    eine Darstellung wie in Fig. 10.6.2, jedoch ohne Gehäuse des Hilfsantriebs und der Kupplungseinrichtung;
    Fig. 10.6.4
    eine perspektivische Darstellung in Fig. 10.6.1, jedoch in Blickrichtung schräg von unten;
    Fig. 10.6.5
    eine perspektivische Ansicht in Fig. 10.6.3, jedoch in Blickrichtung schräg von oben;
    Fig. 10.7
    eine entsprechende Darstellung des Ausführungsbeispiels wie Fig. 10.6, die Tür jedoch in Schließstellung;
    Fig. 10.7.1
    eine Frontansicht in Fig. 10.7, jedoch ohne rahmenseitige Abdeckblende und als Ausschnitt den Hilfsantrieb mit Kupplungseinrichtung zeigend;
    Fig. 10.7.2
    eine Draufsicht in Fig. 10.7.1, jedoch in Blickrichtung von unten;
    Fig. 10.7.3
    eine Darstellung wie in Fig. 10.7.2, jedoch ohne Gehäuse des Hilfsantriebs und der Kupplungseinrichtung;
    Fig. 10.7.4
    eine perspektivische Darstellung in Fig. 10.7.1, jedoch in Blickrichtung schräg von unten;
    Fig. 10.7.5
    eine perspektivische Ansicht in Fig. 10.7.3, jedoch in Blickrichtung schräg von oben;
    Fig. 11.1
    eine perspektivische Ansicht einer Tür mit einem Ausführungsbeispiel eines Türantriebs mit bei diesem Ausführungsbeispiel angezeigten Montageraum M, Ausschnitt den Hilfsantrieb mit Kupplungseinrichtung ohne rahmenseitige Abdeckblende zeigend, die Tür in einer Offenstellung;
    Fig. 11.2
    eine entsprechende Darstellung des Ausführungsbeispiels wie Fig. 11.1, jedoch ohne Gehäuse des Hilfsantriebs und der Kupplungseinrichtung;
    Fig. 11.3
    eine Explosionsdarstellung des Hilfsantriebs mit Kupplungseinrichtung der Fig. 11.1 und 11.2;
    Fig. 12.1
    eine schematische Schnittansicht einer Tür mit einem Ausführungsbeispiel eines Türantriebs, als Ausschnitt die Kupplungseinrichtung zeigend, die Tür in einer Offenstellung;
    Fig. 12.2
    eine Fig. 12.1 entsprechende Darstellung, jedoch den gesamten Hilfsantrieb zeigend und die Tür in einer Offenstellung mit geringerem Türöffnungswinkel, d.h. bereits nahe der Schließstellung;
    Fig. 12.3
    eine Fig. 12.1 entsprechende Darstellung der Kupplungseinrichtung, die Tür unmittelbar vor der Schließstellung;
    Fig. 12.4
    eine Fig. 12.2 entsprechende Darstellung, die Tür jedoch in Schließstellung
    Fig. 13.1
    eine perspektivische Ansicht einer Tür mit einem Ausführungsbeispiel eines Türantriebs mit bei diesem Ausführungsbeispiel angezeigten Montageraum M, die Tür in einer Offenlage nahe der Schließstellung;
    Fig. 13.2
    eine Draufsicht in Fig. 13.1 von oben;
    Fig. 13.3
    eine Fig. 13.2 entsprechende Darstellung, die Tür jedoch in Schließstellung;
    Fig. 13.4a
    eine perspektivische Ansicht des Hilfsantriebs des Türantriebs der Fig. 13.1 bis 13.3, die Tür in Schließstellung;
    Fig. 13.4b
    eine Draufsicht in Fig. 13.4a von oben;
    Fig. 13.4c
    eine Fig. 13.4a entsprechende Darstellung, jedoch in der ausgekuppelten Stellung, wenn die Tür über einen vorgegebenen Türöffnungswinkel hinaus geöffnet ist.


    [0032] Bei dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich um eine Türantriebseinrichtung, die im konkreten Fall als manuelle Türschließereinrichtung ausgebildet ist, d.h. mit Schließfederspeicher ohne mit Fremdenergie betreibbarem motorischen Antrieb. Die dargestellte Türschließereinrichtung ist zusammengesetzt aus einem als Gleitarmtürschließer ausgebildeten Hauptantrieb 1 und einem Hilfsantriebs 2, der als Türzuzieher und/oder Schließdämpfer ausgebildet sein kann. Wesentlich ist diese Aufteilung in Hauptantrieb 1 und Hilfsantrieb 2, d.h. wesentlich ist, dass die Türschließereinrichtung aus einem Hauptantrieb 1 und einem Hilfsantrieb 2 zusammengesetzt ist. Diese zusammengesetzte Türantriebsreinrichtung ist in den Figuren mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet und ist in Figur 1 an einer Tür 3 montiert. Bei der Tür 3 handelt es sich, wie Fig. 1 zeigt, um eine Schwenktür, die einen Türflügel 3f umfasst, der über Türbänder 3b in einem ortsfesten Türrahmen 3r um eine vertikale Türachse 3a schwenkbar gelagert ist. Der Türflügel 3f ist in dem dargestellten Fall als Anschlagschwenkflügel ausgebildet. Die Türantriebseinrichtung ist in dem dargestellten Fall als auf der Tür aufliegend montierte Einrichtung ausgebildet. Ausdrücklich sei jedoch darauf hingewiesen, dass die Türantriebseinrichtung 10 dieses Aufbaus auch als in der Tür verdeckt innenliegend zu montierende Türantriebseinrichtung ausgeführt sein kann.

    Der Hauptantrieb:



    [0033] Wie die Figuren zeigen, umfasst der den Hauptantrieb 1 bildende Gleitarmtürschließer ein Antriebsaggregat 1g, das als Türschließeraggregat in einem Türschließergehäuse 1g aufgenommen ausgebildet ist und eine Kraftübertragungseinrichtung 1k. Die Krafteinleitungseinrichtung 1k besteht aus einem Gestänge, das als Gleitarm 1ka ausgebildet ist, und einem Gestängelager, das als Gleitschiene 1ks ausgebildet ist. Diese derart aufgebaute Kraftübertragungseinrichtung 1k wird in der Praxis auch als kraftübertragendes Gleitschienengestänge bezeichnet. Das Türschließergehäuse 1g ist in dem dargestellten Fall auf dem Türflügel 3f montiert. In dem Türschließergehäuse 1g ist die Schließermechanik aufgenommen. Sie ist in den Figuren nicht näher dargestellt. Sie kann wie herkömmlich eine Schließerfedereinrichtung und eine Dämpfungseinrichtung umfassen. Die Dämpfungseinrichtung ist vorzugsweise als hydraulische Dämpfungseinrichtung ausgebildet. Über die Dämpfungseinrichtung ist die Schließgeschwindigkeit und die Öffnungsgeschwindigkeit der Tür vorzugsweise über Strömungsventile einstellbar. Die Schließerfedereinrichtung und die Dämpfungseinrichtung sind mit einer Türschließerwelle 1w wirkverbunden. Die Türschließerwelle 1 ist in dem Türschließergehäuse 1g drehbar gelagert. An dem aus dem Gehäuse herausstehenden Ende der Türschließerwelle 1w ist der Gleitarm 1ka des Gestänges 1k angeschlossen. Dieses besteht in dem dargestellten Fall aus dem Gleitarm 1ka und der Gleitschiene 1ks. Der Gleitarm 1ka ist ein einarmiger Hebel, der mit seinem dem Abtrieb des Antriebsaggregats 1g, d.h. der Türschließerwelle 1w zugewandten Ende an dieser drehfest angeschlossen ist. Dieses Ende des Gleitarms 1ka bildet das Anschlussende. Mit seinem anderen Ende ist der Gleitarm 1ka in der Gleitschiene 1ks über einen in die Führungsbahn der Schiene eingreifenden Gleiter 1kag geführt. Die Gleitschiene 1ks ist an dem oberen horizontalen Holm des ortsfesten Türrahmens 3r türrahmenfest horizontal ausgerichtet montiert. Der Gleitarmtürschließer 1 ist in dem dargstellten Fall, wie bereits erwähnt, als aufliegender Gleitarmtürschließer ausgebildet, d.h. das Türschließergehäuse 1g und die Gleitschiene 1ks sind jeweils aufliegend montiert. In dem dargestellten Fall ist das Türschließergehäuse 1g im oberen Bereich des Türflügels aufliegend auf dem Türflügel 3f und die Gleitschiene 1ks aufliegend am oberen horizontalen Holm des Türrahmens 1r montiert.

    Der Hilfsantrieb



    [0034] Der Hilfsantrieb 2 ist im dargestellten Fall als Türzuzieher mit Dämpfung ausgebildet. Es handelt sich um eine Antriebseinheit, die separat von dem den Hauptantrieb 1 bildenden Gleitarmtürschließer 1 ausgebildet ist. Sie umfasst als Antriebsaggregat 2g ein gedämpftes Zuziehaggregat, das aufliegend auf dem Türflügel 3f montiert ist, und zwar relativ zum Hauptantrieb 1 türachsenfern, d.h. weiter entfernt von der Türachse als das Türschließergehäuse 1g des Hauptantriebs 1, und zwar mit Abstand neben dem Türschließergehäuse 1g im oberen Bereich des Türflügels montiert. Das Zuziehaggregat 2g bildet, wie gesagt, das Antriebsaggregat des Hilfsantriebs 2. Das Aggregat 2g ist als Federspeicher mit hydraulischer Dämpfungseinrichtung ausgebildet. Es umfasst in dem dargestellten Fall eine Kolben-Zylinder-Einheit 2gkz, die mit einer Schließerfedereinrichtung 2gf zusammenwirkt. Es sei auf die Figuren 2.3 und 2.4 und auf die Figuren 3.3 und 3.4 verwiesen. Die dargestellte Kolben-Zylinder-Einheit 2gkz kann als hydraulische Dämpfungseinrichtung ausgebildet sein. Anstelle der dargestellten Kolben-Zylinder-Einheit 2gkz mit Schließerfeder 2gf kann jedoch auch eine Gasdruckfeder vorgesehen sein. Der Zylinder 2gz der Kolben-Zylinder-Einheit ist in dem dargestellten Fall in einem türflügelfest montierten Schwenklager 2gs mit in Einbaulage vertikaler Schwenkachse schwenkbar am Türflügel 3f gelagert. Der Kolben 2gk ist in dem Zylinder linear verschiebbar. Der Kolben 2gk ist im Bereich seines freien Endabschnitts als Kolbenstange 2gks ausgebildet. Das freie Ende der Kolbenstange 2gks bildet das Abtriebsende der Kolbenstange und damit das Abtriebsende des Antriebsaggregats 2g des Hilfsantriebs 2.

    [0035] Die Kraftübertragungseinrichtung 2k des Hilfsantriebs 2 ist im dargestellten Fall als ein Gleitschienengestänge ausgebildet, das zusammengesetzt ist aus einem Winkelarm 2ka als Gleitarm und einer Gleitschiene 2ks als Gestängelager. Der Winkelarm 2ka ist als ein gegenüber der Gleitschiene ein-/auskuppelbarer Gleitarm ausgebildet. Der Winkelhebel 2ka ist über ein Verbindungsgelenk 2gg mit dem Abtriebsende der Kolbenstange 2gks des Hilfsantriebs 2 verbunden. Die Gelenkachse des Verbindungsgelenks 2gg ist in Einbaulage vertikal, d.h. parallel zur Schwenkachse des Schwenklagers 2gs ausgerichtet, über das das Antriebsaggregat 2g des Hilfsantriebs 2 auf dem Türflügel montiert ist. Der Winkelhebel 2ka ist in dem dargestellten Fall als rechter Winkel ausgebildet. Das Verbindungsgelenk 2gg zum Abtriebsende der Kolbenstange 2gks greift am äußeren Scheiteleckpunkt des Winkelhebels 2ka an. Der Winkelhebel 2ka weist einen kürzeren Schenkel und einen längeren Schenkel auf. An dem freien Ende des kürzeren Schenkels ist der Winkelhebel 2ka in einem Schwenklager 2kas mit vertikaler Schwenkachse schwenkbar gelagert. Das Schwenklager 2kas ist in gleicher Weise wie das Schwenklager 2gs des Zylinders 2gz flügelfest montiert. Beide Lager 2kas und 2gs sind in einem Lagergestell in starrer gegenseitiger Zuordnung montiert. Das Schwenklager 2kas bildet ein mit dem Antriebsaggregat stationäres Abtriebslager. Der Anschluss des Winkelarms 2ka im Bereich seines Winkelscheitelecks 2kae am Abtriebsende der Kolbenstange 2gks unter Ausbildung des Verbindungsgelenks 2gg bildet den Anschluss des Winkelhebels 2ka am Abtriebsende des Antriebsaggregats 2g.

    [0036] Das freie Ende des langen Schenkels des Winkelhebels 2ka ist als Gleiter 2kag ausgebildet und ist in die rahmenseitig montierte Gleitschiene 2ks des Türzuziehers 2 selbsttätig ein- und auskuppelbar. In der in der Gleitschiene 2ks eingekuppelten Stellung bildet der Winkelhebel 2ka mit der Gleitschiene 2ks ein kraftübertragendes Gestänge als spezielles Gleitarmgestänge mit Gleitschiene. Das selbsttätige Ein- und Auskuppeln erfolgt, wenn der Türflügel in einen vorbestimmten Türöffnungswinkel gelangt. Dieser vorbestimmte Türöffnungswinkel ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel bei ca. 30° Türöffnungswinkel. Beim Öffnungsvorgang und beim Schließvorgang im Bereich der Türöffnungswinkel zwischen 30° und 0°, d.h. in dem Teilöffnungsbereich zwischen einer Türöffnung von 30° und der Schließstellung der Tür, ist der Winkelhebel 2ka als kraftübertragender Gleitarm mit seinem Gleiter 2kag in die Gleitschiene 2ks eingreifend geführt.

    [0037] Wie am besten aus der Darstellung in den Figuren 2.3 und 2.4 sowie den Figuren 3.3 und 3.4 erkennbar, bildet die schwenkbar gelagerte Kolben-Zylinder-Einheit 2gkz mit ihrer Kolbenstange 2gks zusammen mit dem ebenfalls schwenkbar gelagerten Winkelhebel 2ka in Verbindung mit der Gelenkverbindung in 2gg einen Kniehebel. Das Verbindungsgelenk 2gg bildet das Kniegelenk. Aufgrund dieser Kniegelenk-Konfiguration kann der Winkelhebel 2ka zwei Totpunktstellungen einnehmen. Die eine Totpunktstellung ist die Ein- / Auskupplungsstellung, die in den Figuren 3.3 und 3.4 gezeigt ist. In dieser Stellung liegen die Gelenkpunkte der Lager 2gs, 2kas, 2gg in einer Linie. Die andere Totpunktstellung des Winkelhebels 2ka ist die Schließendstellung, in der der Winkelhebel in der Gleitschiene 2ks eingekuppelt und seine in der Fig. 1 rechte Endstellung einnimmt, in der die Tür geschlossen ist. Diese Totpunktstellung ist in den Figuren 2.3 und 2.4 gezeigt. In dieser Stellung liegen die Gelenkpunkte der Lager 2gs, 2gg, 2kag in einer Linie. Der Gelenkpunkt 2kag wird durch den in dieser Stellung in die Gleitschiene 2ks eingreifenden Gleiter des Gleitarms 2ka gebildet. In beiden Totpunktstellungen ist der Gleitarm 2ka in der zugeordneten Winkelstellung konstant arretiert und damit auch der Abtrieb des angeschlossenen Antriebsaggregats 2g entsprechend festgestellt.

    [0038] In der ersten Totpunktstellung, d.h. in der Ein-/Auskupplungsstellung des Gleitarms 2ka, ist die Schließfeder 2gf der Kolben-Zylinder-Einheit 2gkz stärker gespannt als in der zweiten Totpunktstellung, d.h. in der Endstellung, die der Schließstellung der Tür zugeordnet ist. Durch die erste Totpunktlage des Gleitarms 2ka wird in der ausgekuppelten Stellung die Spannung der Schließerfeder, d.h. die Aufladung, die die Schließerfeder in der Ein-/ Auskupplungsstellung einnimmt, gehalten.

    [0039] Sobald der Gleitarm 2ga in der Gleitschiene 2ks eingekuppelt wird, wird beim Schließvorgang die erste Totpunktstellung selbsttätig gelöst und der Gleitarm 2ka durch die Wirkung der Schließfeder 2gf in Schließrichtung angetrieben unter Abbau der Vorspannung der Schließfeder 2gf. Der Gleitarm 2ga dreht in Fig. 3.2 im Uhrzeigersinn und läuft in der Gleitschiene 2ks in Fig. 1 nach rechts. Beim Öffnungsvorgang erfolgt die Bewegung des Gleitarms 2ka genau umgekehrt. In entsprechender Weise wird die Schließfeder 2gf bei der Öffnungsbewegung der Tür aufgeladen, solange der Gleitarm 2ga in der Gleitschiene 2ks eingekuppelt geführt ist.

    [0040] Wesentlich bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist, dass der Gleitarmtürschließer 1 näher an der Türachse, d.h. näher an den Türbändern angeordnet ist als der Hilfsantrieb 2. Der Gleitarm 1ka des Gleitarmtürschließers 1 verbleibt beim gesamten Öffnungs- und Schließvorgang permanent mit der Gleitschiene 1ks gekuppelt und darin geführt. Der Gleiter am freien Ende des Gleitarms 1ka läuft in der Gleitschiene 1ks beim Schließen in Fig. 1 nach rechts und beim Öffnen in Fig. 1 nach links. Das kraftübertragende Gestänge 2k des Hilfsantriebs 2 ist im Unterschied dazu, wie oben bereits erläutert, so ausgebildet, dass der Gleitarm 2ka mit der Gleitschiene 2ks bei einem vorbestimmten Türöffnungswinkel während des Schließ- und Öffnungsvorgangs selbsttätig ein- und auskuppelbar ist. Das Ein- und Auskuppeln erfolgt derart, dass der als Gleitarm 2ka fungierende Winkelhebel mit seinem freien Ende ausschließlich bei Türöffnungswinkeln im Bereich zwischen diesem vorbestimmten Türöffnungswinkel und der Schließlage mit der Gleitschiene 2ks gekuppelt ist, d.h. in die Gleitschiene in diesem Türöffnungswinkelbereich eingreift und beim Schließvorgang und beim Öffnungsvorgang nur in diesem Winkelbereich in der Gleitschiene 1ks geführt ist. Im Bereich größerer Türöffnungswinkel, d.h. ab dem vorbestimmten Türöffnungswinkel ist der Gleitarm 2ka mit seinem freien Ende aus der Gleitschiene 2ks ausgekuppelt, d.h. nicht mit der Gleitschiene verbunden und nicht in der Gleitschiene geführt.

    [0041] Zum Ein- und Auskuppeln des am freien Ende des Gleitarms 2ka ausgebildeten Gleiters 2kag weist die Gleitschiene 2ks frontseitig eine Öffnung 2kö auf. Diese Öffnung mündet über eine Einlaufschräge in eine Gleitbahn innerhalb der Gleitschiene 2ks, in der der Gleiter 2kag nach dem Einkuppeln bei der Schließbewegung und der Rückbewegung in Öffnungsrichtung geführt ist. Diese Gleitbahn in der horizontal montierten Gleitschiene 2ks kann je nach Ausführungsvariante des Hilfsantriebs 2 linear oder nicht linear ausgebildet sein. Das Ein- und Auskuppeln des Gleitarms 2ks erfolgt, wie erörtert, selbsttätig beim Öffnungs- und Schließvorgang.

    Die äußere Abdeckung der flügelseitig und der rahmenseitig montierten Komponenten der Antriebseinrichtung:



    [0042] Ein wesentlicher Vorteil ergibt sich bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel dadurch, dass, wie in Fig. 1 gezeigt, die sämtlichen türflügelseitig montierten Komponenten der Antriebseinrichtung, d.h. das Türschließergehäuse 1g und das Antriebsaggregat 2g des Hilfsantriebs 2, durch ein gemeinsames Abdeckgehäuse 3fh abgedeckt sind und sämtliche türrahmenseitig montierten Komponenten der Antriebseinrichtung, d.h. die Gleitschiene 1ks des Türschließers und die Gleitschiene 2ks des Türzuziehers, durch ein gemeinsames Abdeckgehäuse 3rh abgedeckt sind. Diese Abdeckgehäuse 3fh, 3rh können jeweils als U-Profile ausgebildet sein. Wesentlich vorteilhaft ist, dass sie mit über ihre Längserstreckung konstanten Querschnitt ausgebildet sind. Vorzugsweise sind sie so ausgebildet, dass sie sich jeweils über die gesamte Breite des Flügels erstrecken, identische Längserstreckung aufweisen und miteinander endseitig fluchtend montierbar sind. Die Abdeckgehäuse 3fh, 3rh können jeweils einstückig ausgebildet sein, es ist aber auch möglich, sie aus mehreren Teilabschnitten über die Längserstreckung auszubilden. Die gemeinsame Abdeckung 3rh und 3fh ist jeweils durchgehend über die gesamte Türbreite ausgebildet, was optische Vorteile erbringt.

    Die Montage der flügelseitigen und der rahmenseitigen Komponenten auf gemeinsamer flügelseitiger bzw. rahmenseitiger Montageplatte.



    [0043] Vorteilhaft ist im dargestellten Fall auch die Montage der türflügelfest zu montierenden Komponenten auf einer gemeinsamen Montageplatte 3fm, die vorzugsweise in ein Normbohrungslochbild des Türflügels montiert wird.

    [0044] Entsprechendes gilt für die Montage der türrahmenfest zu montierenden Komponenten auf einer gemeinsamen Montageplatte 3fm, die türrahmenseitig montiert wird (siehe Fig. 1).

    [0045] Die Montage der flügelseitig zu montierenden Montageplatte 3fm in einem Normbohrungslochbild des Türflügels bedeutet, dass die Befestigung der Montageplatte 3fm auf dem Flügel über ein Befestigungslochbild erfolgt, das im bandnahen Abschnitt der Montageplatte ausgebildet ist. Dieses Befestigungslochbild ist in Fig. 1 im linken Abschnitt der Montageplatte 3fm, in dem das Antriebsaggregat des Hauptantriebs 1, d.h. das Türschließergehäuse 1g des Gleitarmtürschließers montiert ist. In dem bandfernen Abschnitt der Montageplatte, in welchem das Antriebsaggregat des Hilfsantriebs 2, d.h. das Antriebsaggregat 2g, montiert ist, ist die Montageplatte 3fm nicht mit dem Flügel verschraubt, da in diesem Bereich des Flügels kein Normlochbild vorgesehen ist.

    [0046] Im Fall der in der Tür verdeckt innenliegend zu montierenden Ausführung können die Komponenten separat innenliegend in entsprechenden separaten oder durchgehenden Ausnehmungen im Flügel und im Rahmen montierbar sein. Es sind jedoch auch Montageausführungen möglich, bei denen die flügelseitigen Komponenten auf einer gemeinsamen Montageplatte und die rahmenseitigen Komponenten auf einer gemeinsamen Montageplatte innenliegend montiert werden. Die auf der gemeinsamen Montageplatte montierten Komponenten bilden in diesem Falle eine vormontierte Baueinheit, die in eine entsprechende Aufnahmeausnehmung im Flügel versenkt montierbar ist.

    Die Arbeitsweise der Antriebseinrichtung:



    [0047] Die Arbeitsweise der aus dem Gleitarmtürschließer 1 und dem Hilfsantrieb 2 zusammengesetzten Türschließereinrichtung 10 ist wie folgt:
    Aus der in Figur 1 dargestellten Schließlage der Tür lässt sich die Tür 3 öffnen, indem der Türflügel 3f manuell in Öffnungsrichtung geschwenkt wird. Hierbei dreht der Türschließergleitarm 1ka mit der drehfest verbundenen Türschließerwelle 1w um die Drehachse der Türschließerwelle 1w im Figur 1 im Gegenuhrzeigersinn. Der Gleitarm 1ka wird dabei mit seinem als Gleiter ausgebildeten freien Ende in der Gleitschiene 1ks derart geführt, dass das freie Ende des Gleitarms 1ka in der Darstellung in Fig. 1 nach links läuft.

    [0048] Bei dieser Öffnungsbewegung dreht auch der kniehebelartig ausgebildete Gleitarm 2ka des Hilfsantriebs 2, und zwar in entsprechender Weise, indem das freie Ende des Gleitarms 2ka mit seinem freien Ende in der Gleitschiene 2ks in der Darstellung in den Figuren nach links läuft. Das kniehebelartige Gleitarmgestänge, das sich aus dem Winkelarm 2ka und der Kolbenstange 2gks der Kolben-Zylinder-Einheit 2gkz zusammensetzt, dreht hierbei in entsprechender Weise um die Achse des flügelfest montierten Schwenklagers 2gs. Wesentlich bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist jedoch, dass dieses kniehebelartige Gestänge, d.h. das freie Ende des Winkelgleitarms 2ka, selbsttätig aus der Gleitschiene 2ks auskuppelt, sobald aus der Schließlage der hierfür vorbestimmte Türöffnungswinkel erreicht ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt dies bei einem Türöffnungswinkel von ca. 30°. In dieser Winkelstellung erreicht das kniehebelartige Gestänge 2k seine erste Totpunktstellung. Beim Auskuppeln aus der Gleitschiene 2ks verbleibt der Winkelarm 2ka in der Winkelstellung dieser Totpunktstellung. Der Winkelarm ist in dieser Stellung gegen eine weitere Drehung quasi verrastet und fährt in dieser Winkelstellung beim weiteren Öffnen der Tür aus der frontseitigen Öffnung 2kö der Gleitschiene 2ks aus. In der Totpunktstellung verbleibt der Winkelarm 2ka quasi verrastet. Die Kolbenstange der Kolben-Zylinder-Einrichtung mit der Schließerfeder bleibt in dieser Stellung ebenfalls arretiert.

    [0049] Wenn die Tür aus der Offenstellung wieder in Schließlage verbracht werden soll, erfolgt die Schließbewegung bei ausgekuppeltem Winkelarm 2ka bis zu der vorbestimmten Einkupplungswinkelstellung. Der Winkelarm 2ka steht daher unverändert in der Totpunktstellung der Figuren 3.1 und 3.4, die sie beim Auskuppeln eingenommen hat. Sobald der Türflügel nun beim Schließvorgang den vorbestimmten Türöffnungswinkel von ca. 30° erreicht hat, kommt der in dieser Ein- / Auskupplungswinkelstellung fixierte Winkelarm 2ka mit seinem freien Ende, d.h. dem Gleiter 2kag, wieder zum Einkuppeln in die Gleitschiene 2ks. Das freie Ende des Gleitarms 2ka mit dem Gleiter 2kag fährt dabei in die Öffnung der Gleitschiene 2ks ein. Beim weiteren Schließen der Tür ist der Winkelarm 2ka mit seinem freien Ende in der Gleitschiene 2ks eingekuppelt und läuft in der Darstellung in Fig. 1 in der Gleitbahn der Gleitschiene 2ks nach rechts durch die Gleitschiene 2ks geführt. Die Kniehebelkonfiguration hat hierbei die Ein-/ Auskuppelraststellung selbsttätig gelöst unter Einwirkung der Gleitschienenführung. Sobald diese Totpunktstellung gelöst ist, wirkt die bis da gespannt gehaltene Schließerfeder nun unter Entladung als Drehantrieb des Winkelhebels im Schließsinne. D.h. der Schließvorgang erfolgt dann durch den Hilfsantrieb 2 unterstützt. Der Kniehebel erreicht schließlich in der Schließstellung der Tür seine in Fig. 1 dargestellte zweite Totpunktstellung. In dieser zweiten Totpunktstellung verrastet die Kniehebelkonfiguration in der betreffenden Winkelstellung. Diese Totpunktstellung bleibt sodann aufrecht, bis die Tür durch manuelles Aufziehen des Türflügels wieder in Offenstellung geschwenkt wird. Bei dieser Öffnungsbewegung wird durch die Schwenkung des Winkelarms 2ka die Totpunktstellung selbsttätig aufgehoben und die Schließerfeder wieder aufgeladen.

    [0050] Das in Fig. 4 dargestellte zweite Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem in den Figuren 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel lediglich darin, dass bei dem Ausführungsbeispiel in Fig. 4 zusätzlich eine elektrisch schaltbare Zuhaltung 4 an der Tür montiert ist. Die elektrisch schaltbare Zuhaltung 4 besteht aus einer rahmenseitig montierten Zuhaltungskomponente 4r und einer flügelseitig montierten Zuhaltungskomponente 4f. Die rahmenseitig montierte Zuhaltungskomponente 4r ist eine elektrisch schaltbare Verriegelungskomponente, im konkreten Fall ein elektrischer Türöffner. Der elektrische Türöffner ist in dem am weitesten vom Band entfernten Abschnitt in dem gemeinsamen Schienengehäuse montiert, indem in einem bandnahen Abschnitt die Gleitschiene 1ks des Hauptantriebs ausgebildet ist und benachbart davon auf der von den Bändern abgewandten Seite der Gleitschiene 1ks die Gleitschiene 2ks des Hilfsantriebs ausgebildet ist. Der die rahmenseitig montierte Zuhaltungskomponente 4r bildende elektrische Türöffner ist herkömmlich aufgebaut mit einer beweglich gelagerten Türöffnerfalle, die mit einer elektrisch schaltbaren Feststelleinrichtung, vorzugsweise mit Elektromagnet zusammenwirkt. Die Türöffnerfalle und die elektrisch schaltbare Feststelleinrichtung mit einem zugeschaltetem Getriebe bilden den elektrischen Türöffner, der bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel die rahmenseitig montierte Zuhaltungskomponente 4r bildet.

    [0051] Die flügelseitig montierte Zuhaltungskomponente 4f ist als Gegenelement ausgebildet, das mit der rahmenseitigen Zuhaltungskomponente zusammenwirkt. Das Gegenelement ist vorzugsweise in Art einer federnden Schlossfalle ausgebildet, die einen Fallenkörper mit Einlaufschräge aufweist, der durch eine Feder in Ausfahrrichtung beaufschlagt ist.

    [0052] Ein wesentlicher Vorteil ergibt sich bei dem konkreten Ausführungsbeispiel in Fig. 4 dadurch, dass die flügelseitige Zuhaltungskomponente 4f auf der gemeinsamen flügelfesten Montageplatte 3fm montiert ist. Auf dieser Montageplatte ist im bandnahen Abschnitt das Türschließergehäuse 1g des Hauptantriebs 1 und benachbart daneben das Antriebsaggregat 2g des Hilfsantriebs 2 montiert. Die Montageplatte 3fm weist lediglich im bandnahen Abschnitt eine Schraubbefestigung im Normungslochbild des Türflügels 3f auf. Es handelt sich um den bandnahen Abschnitt der Montageplatte 1fm, in dem das Türschließergehäuse 1g auf der Montageplatte befestigt ist. In den bandferneren Abschnitten der Montageplatte 3fm, in welchen das Gehäuse 2g des Hilfsantriebs 2 sowie die flügelseitige Zuhaltungskomponente 4f auf der Montageplatte montiert sind, weist die Montageplatte 3fm keine Schraubverbindung mit dem Türflügel 3f auf. Es ergeben sich damit Vorteile in Verbindung mit der Montage an Normtüren, die im Türflügel lediglich ein Normlochbild im oberen Abschnitt des Türflügels im bandnahen Bereich aufweisen.

    [0053] Gleich wie bei dem in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist auch bei dem Ausführungsbeispiel in Fig. 4 eine über die gesamte Flügelbreite durchgehendes türflügelseitiges Abdeckgehäuse 3fh vorgesehen, welches als gemeinsames Abdeckgehäuse ausgebildet ist, unter welchem sämtliche flügelseitig montierten Komponenten, nämlich die flügelseitige Komponente des Hauptantriebs 1, benachbart daneben die flügelseitige Komponente des Hilfsantriebs 2 und benachbart daneben im bandfernsten Abschnitt die flügelseitige Komponente der elektrischen Zuhaltung 4 angeordnet ist. Entsprechend ist auch ein türrahmenseitiges gemeinsames Abdeckgehäuse 3rh vorgesehen, welches die gleiche Länge wie das türflügelseitige Abdeckgehäuse 3fh aufweist und mit fluchtenden Enden zu diesem am oberen Rahmenholm gelagert ist. Unter diesem rahmenseitigen Abdeckgehäuse 3rh sind sämtliche rahmenseitig montierten Komponenten angeordnet, nämlich im bandnahen Bereich die Gleitschiene 1ks des Hauptantriebs 1, benachbart daneben die Gleitschiene 2ks des Hilfsantriebs 2 und im bandfernsten Abschnitt die rahmenseitige Komponente der elektrisch schaltbaren Zuhaltung 4, die im konkreten Fall als elektrischer Türöffner ausgebildet ist.

    Modifizierter Hilfsantrieb



    [0054] In den Figuren 5.1 bis 5.3 ist ein Hilfsantrieb 2 gezeigt, der, gleich wie bei dem Ausführungsbeispiel der vorangehenden Figuren, ein Antriebsaggregat 2g mit einer Kolbenstange 2gks aufweist, z.B. als Gasdruckfeder ausgebildet. Der Unterschied zu den Ausführungsbeispielen der vorangehenden Figuren ist, dass das Antriebsaggregat 2g auf Druckbeaufschlagung eingesetzt ist, d.h. die Kolbenstange 2gks wird beim Öffnen der Tür unter Aufladung des Energiespeichers in das Gehäuse, d.h. in den Kolben eingeschoben, also verkürzt. Beim Schließen der Tür wird unter Entladung des Energiespeichers die Kolbenstange herausgeschoben, d.h. also verlängert. Hierfür ist die Lagerung des Antriebsaggregats 2g gegenüber dem Ausführungsbeispiel der vorangehenden Figuren entsprechend abgewandelt ausgeführt. Im Falle der Figuren 5.1 bis 5.3 wirkt die Kolbenstange 2gks auf eine am Lagergestell gelagerte Lenkereinrichtung mit einem Verbindungslenker 2kav, der mit seinem einen Ende mit der Kolbenstange 2gks verbunden ist und mit seinem anderen Ende an dem Winkelarm 2ka angreift und beim Öffnen der Tür auf Zug beansprucht wird, wenn die Kolbenstange 2gks ausgefahren wird.

    [0055] Wie aus den Figuren 5.1 bis 5.3 erkennbar, ist das Antriebsaggregat 2g des Hilfsantriebs 2 an einem Lagergestell 2m gelagert, das gleich wie bei dem vorangehend beschriebenen Ausführungsbeispiel bei einer flügelseitigen Montage des Antriebsaggregats 2g flügelfest zu montieren ist. Das Antriebsaggregat 2g ist mit seinem zylinderartigen Gehäuse in einem an dem Lagergestell 2m angeordneten Drehlager 2kas gelenkig gelagert. Das Abtriebsende der Kolbenstange 2gks ist an einem Lagerlenker 2gkv gelenkig gelagert. Der Lagerlenker 2gkv ist an seinem Lagerende in einem an dem Lagergestell 2m angeordneten Drehlager 2gs abgestützt. An seinem freien Ende weist der Lagerlenker 2gkv ein Gelenklager 2gkg zur gelenkigen Abstützung der Kolbenstange 2gks auf. Der Gleitarm 2ka ist auch bei diesem Ausführungsbeispiel als Winkelarm ausgebildet, im dargestellten Fall ebenfalls als rechter Winkel mit einem ersten und einem zweiten Schenkel. Der erste Schenkel 2kaa ist, wie in Fig. 5.1 erkennbar, gegenüber dem zweiten Schenkel 2kab in der Höhe versetzt. Der erste Schenkel 2kaa weist hierfür am Scheitelende ein Höhenversatzstück 2kah auf, sodass der erste Schenkel 2kaa im Wesentlichen L-förmig ausgebildet ist und vom Scheitelende des zweiten Schenkels 2kab senkrecht nach oben steht.

    [0056] An dem freien Ende des ersten Schenkels 2kaa ist der Gleiter 2kag angeordnet. Der zweite Schenkel 2kab ist als Lagerschenkel ausgebildet, der mit seinem freien Ende in dem an dem Lagergestell 2m angeordneten Drehlager 2kas gelagert ist. In demselben Drehlager 2kas ist auch das Gehäuse des Antriebsaggregats 2g gelagert. Der Verbindungslenker 2kav verbindet das Gelenklager 2gkg, in dem das abtriebsseitige Ende der Kolbenstange 2gks abgestützt ist, mit dem im Scheitel des Winkelarms 2ka angeordneten Lager 2kas, in dem der Verbindungslenker 2kav mit seinem einen Ende in dem Gelenklager 2gkg und mit seinem anderen Ende in dem Scheitellager 2kas gelenkig gelagert ist.

    [0057] Der Höhenversatz des Winkelarms 2ka, d.h. der Höhenversatz der Hebelarme 2kaa und 2kab zueinander ist bei dem in Figur 6.1 und 6.2 dargestellten Ausführungsbeispiel einstellbar. Dieses Ausführungsbeispiel entspricht von Aufbau und Funktion her dem Ausführungsbeispiel der Figuren 5.1 bis 5.3. Die Einstellbarkeit des Höhenversatzes erfolgt, wie aus den Figuren 6.1 und 6.2 hervorgeht, über eine Langloch-Schraubverbindung 2kj der beiden Arme 2kaa und 2kab. In der dargestellten Ausführung sind zwei Langlöcher in dem vertikalen Versatzstück 2kah des ersten Arms 2kaa ausgebildet, in die Befestigungsschrauben eingreifen, die in Befestigungslöchern des zweiten Arms 2kab festgelegt sind, z.B. mittels einer Verschraubung mit Muttern. Sie bilden eine in der Höhenposition justierbare Klemmverbindung der beiden Arme 2kaa und 2kab, um den Höhenversatz passend auf die Höhenposition des Antriebsaggregats 2g zur Gleitschiene 2ks einzustellen.

    Modifizierter Antrieb mit Montageraum M



    [0058] Das Ausführungsbeispiel der Figuren 7.1 bis 7.4 zeigt eine Abwandlung des Ausführungsbeispiels des Antriebs der vorangehenden Figuren. Bei der Abwandlung handelt es sich ebenfalls um einen zusammengesetzten Antrieb aus einem Hauptantrieb 1 und einem Hilfsantrieb 2. Die Abwandlung besteht darin, dass die Gleitschiene 2ks des Hilfsantriebs 2 in einer Ebene an der Frontseite der Gleitschiene 1ks des Hauptantriebs 1 angeordnet ist, d.h. die Gleitbahn des Gleiters 2kag des Hilfsantriebs 2 ist in einer Ebene, die frontseitig vor der Gleitbahn des Gleiters 1kag des Hauptantriebs 1 liegt. Wie in den Figuren 7.1 bis 7.3 erkennbar ist, kann die Gleitbahn des Gleiters 2kag des Hilfsantriebs 2 mit der Gleitbahn des Gleiters 1kag des Hauptantriebs 1 mehr oder weniger überlappen. Wesentlich ist jedoch, dass die beiden Gleitbahnen zur Frontseite hin zueinander parallel versetzt sind und sich damit gegenseitig nicht behindern. Dieser Versatz zueinander hat den Vorteil, dass eventuelle Zusatzkomponenten des Hauptantriebs 1, die bei herkömmlichen Gleitarmantrieben in der Gleitschiene des Antriebs angeordnet sind, wie z.B. eine Feststelleinrichtung in der Offenstellung der Tür, ein Rauchmelder oder bei zweiflügeligen Türen Schließfolgeregelungskomponenten, weiterhin in herkömmlicher Weise in einem Montageraum angeordnet werden können, der in der Gleitschiene 1ks oder in einer Verlängerungslinie der Gleitbahn des Gleiters 1kag dieser Gleitschiene liegt, da die Gleitschiene 2ks des Hilfsantriebs 2 außerhalb dieses Montageraums angeordnet ist, d.h. diesen Montageraum freilässt.

    [0059] Der Aufbau der Antriebseinrichtung der Figuren 7.1 bis 7.3 ist in der Explosionsdarstellung in Fig. 7.4 im Detail erkennbar.

    [0060] Links unten in Fig. 7.4 ist die Antriebseinrichtung 10, die aus dem Hauptantrieb 1 und dem Hilfsantrieb 2 zusammengesetzt ist, im zusammengebauten Zustand dargestellt. Die Antriebseinrichtung 10 umfasst rahmenseitig zu montierende Komponenten, die mit einer einheitlichen U-förmigen Abdeckung 3rh abgedeckt sind und flügelseitig zu montierende Komponenten, die mit der einheitlichen U-förmigen Abdeckung 3fh abgedeckt sind.

    [0061] Im oberen Teil der Fig. 7.4 sind die rahmenseitigseitig zu montierenden Bauteile dargestellt. Es handelt sich um:
    • die als U-Profilkörper ausgebildete Gleitschiene 1ks des Hauptantriebs 1;
    • den Gleiter 1kag des Hauptantriebs 1, der in der Gleitschiene 1ks zu führen ist;
    • die Gleitschiene 2ks des Hilfsantriebs 2, die über eine Schraubbefestigung auf der Frontseite der Gleitschiene 1ks zu befestigen ist;
    • die rahmenseitige Abdeckhaube 3rh mit rechter / linker seitlicher Endkappe 3re mit zugeordnetem rechten / linken Lagerbock 3rd, wobei die Abdeckhaube 3rh zur Abdeckung der Gleitschiene 1ks einschließlich frontseitig aufgesetzter Gleitschiene 2ks dient.


    [0062] Im unteren Teil der Fig. 7.4 sind die flügelseitig zu montierenden Komponenten dargestellt. Es handelt sich um:
    • die flügelseitige gemeinsame Montageplatte 3fm, die L-förmig ausgebildet ist; mit seitlichen Endkappen 3fe;
    • das Antriebsaggregat 1g des Hauptantriebs 1 und das Antriebsaggregat 2g des Hilfsantriebs 2 mit Gasdruckfeder 2gk, Winkelhebel 2ka;
    • den Gleitarm 1ka des Hauptantriebs 1;
    • die flügelseitige U-förmige gemeinsame Abdeckhaube 3fh, die das Antriebsaggregat 1g des Hauptantriebs 1 und das Antriebsaggregat 2g des Hilfsantriebs 2 abdeckt und seitlich abgeschlossen wird durch die Endkappen 3fe, die an der gemeinsamen Montageplatte 3fm anbringbar sind.


    [0063] Die rahmenseitige gemeinsame Abdeckhaube 3rh weist frontseitig eine Eintrittsöffnung und an der Oberseite und an der Unterseite einen Führungsschlitz für den ein- und auskuppelbaren Winkelarm 2ka des Hilfsantriebs 2 auf. Die Eintrittsöffnung auf der Frontseite ist am oberen Rand und am unteren Rand ausgebildet und der Führungsschlitz entsprechend auf der Oberseite und auf der Unterseite doppelt ausgebildet, um die Rechts-Links-Verwendbarkeit der rahmenseitigen Abdeckhaube 3rh zu erhalten. In entsprechender Weise ist die Gleitschiene 2ks rechts/links verwendbar ausgebildet, durch frontseitige Eintrittsöffnung jeweils am oberen Rand und am unteren Rand der Schiene 2ks und Führungsbahn jeweils an der Oberseite und an der Unterseite der Schiene 2ks.

    [0064] Bei den in den Figuren 8a-8c und 9 dargestellten Ausführungsbeispielen handelt es sich jeweils um einen Türantrieb, der zusammengesetzt ist aus einem Hauptantrieb 1 und einem Hilfsantrieb 2.

    Der Hauptantrieb des zweiten Ausführungsbeispiels:



    [0065] Der Hauptantrieb 1 ist im dargestellten Fall ein Gleitarmtürschließer mit einem am Flügel F montierten Antriebsaggregat 1a und einer Kraftübertragungseinrichtung 1k als Gleitschienengestänge mit einem Gleitarm 1ka und einer Gleitschiene 1ks. Der Gleitarm 1ka ist drehfest mit einer in einem Gehäuse des Antriebsaggregats 1g gelagerten Abtriebswelle 1w gekuppelt und der rahmenfest montierten Gleitschiene 1ks geführt. Der Hauptantrieb soll in dem dargestellten Ausführungsbeispiel als Gleitarmtürschließer mit einem Antriebsaggregat 1g mit Schließerfeder und hydraulischer Dämpfungseinrichtung ausgebildet sein.

    Der Hilfsantrieb des zweiten Ausführungsbeispiels:



    [0066] Der Hilfsantrieb 2 ist in dem dargestellten Fall aus einem Antriebsaggregat 2g und einem kraftübertragenden Gestänge 2k gebildet. Das Antriebsaggregat 2g ist in einer Gleitschiene 2ss integriert und in fester Position fixiert. Die Gleitschiene 2ss schließt an die Gleitschiene 1ks des Hauptantriebs 1 an. In dem dargestellten Fall sind die beiden Schienen 1ks und 2ss als Abschnitte einer gemeinsamen durchgehenden Gleitschiene ausgebildet. Das in dem Abschnitt 2ks der Gleitschiene integrierte Antriebsaggregat 2g des Hilfsantriebs umfasst einen Federspeicher 2f oder alternativ oder zusätzlich einen Elektromotor. Der Abtrieb 2aa des Federspeichers 2f bzw. des Elektromotors wirkt mit dem in der Gleitschiene 2ks geführten Gleiter 2kag zusammen. Es handelt sich hierbei um einen Gleiter am freien Ende des Gleitarms 2ka. Der Gleitarm 2ka ist mit seinem Lagerende in einem flügelseitig montierten Schwenklager 2kd schwenkbar gelagert und mit seinem freien Ende über den Gleiter 2kag in der Gleitschiene 2ss geführt. Der Gleiter 2kag ist mit dem freien Ende des Abtriebs 2aa des in der Gleitschiene 2ss integrierten Antriebsaggregats 2g verbunden. Der Abtrieb 2aa ist in der Gleitschiene 2ss entlang der Führungsbahn der Schiene linear bewegbar geführt. Der Gleiter 2kag wird hierbei mitgenommen. Die Gleitschiene 2ss bildet ein mit dem Antriebsaggregat 2g stationäres Abtriebslager.

    [0067] Der Abtrieb 2aa ist in der Führungsbahn der Gleitschiene geführt und damit ein Linearabtrieb. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Führungsbahn der Gleitschiene linear und erstreckt sich horizontal. Es sei darauf hingewiesen, dass der Abtrieb 2aa aber auch als Linearabtrieb verstanden wird, wenn in abgewandelter Ausführung die Führungsbahn der Gleitschiene als nicht lineare Kurvenbahn ausgebildet ist. Ferner sei darauf hingewiesen, dass auch weitere abgewandelte Ausführungen als Linearabtrieb verstanden werden, nämlich bei denen zwischen dem primären Abtrieb des Antriebsaggregats und dem in der Führungsbahn der Gleitschiene geführten Abtriebs 2aa ein Getriebe geschaltet ist. Der primäre Abtrieb kann hierbei z.B. als Drehabtrieb ausgebildet sein. Er kann als drehende Gewindespindel ausgebildet sein, auf der eine Gewindemutter läuft, die in der Führungsbahn linear geführt ist und den Gleitarm 2ka z.B. durch Mitnahme des Gleiters 2kag antreibt.

    [0068] Wie aus den Figuren 8b und 8c erkennbar, ist der Gleitarm 2ka des Hilfsantriebs 2 mit dem Antriebsaggregat 2g in der Gleitschiene 2ks ein- und auskuppelbar.

    [0069] Die Ein-/Auskupplungsstelle ist bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren 8b, 8c zwischen dem freien Ende des Gleitarms 2ka und dem in der Gleitschiene 2ss geführten Abtriebsglied 2aa des in der Gleitschiene 2ss gelagerten Antriebsaggregats 2g, d.h. zwischen dem Anschlussende des Gleitarms 2ka und dem Abtrieb des Antriebsaggregats 2g ausgebildet.

    [0070] Das Ein- und Auskuppeln erfolgt beim Öffnungs- und Schließvorgang je selbsttätig bei einem bestimmten Türöffnungswinkel. Die Fig. 8b zeigt die Türstellung in dem Türöffnungswinkel, in dem beim Schließvorgang das Einkuppeln und beim Öffnungsvorgang das Auskuppeln erfolgt. Bei Türöffnungswinkeln kleiner als diese Aus- und Einkupplungswinkelstellung ist der Gleitarm 2ka eingekuppelt (siehe Fig. 8b und 8a). Bei Türöffnungswinkeln größer als die Ein-/Auskupplungswinkelstellung ist der Gleitarm ausgekuppelt (siehe Fig. 8c).

    [0071] In ausgekuppelter Stellung verbleibt der Gleitarm 2ka bei diesem Ausführungsbeispiel am Gestängelager, d.h. im dargestellten Fall in Fig. 8c am flügelseitigen Schwenklager 2d, und zwar in einer arretierten Winkelstellung vom Flügel F abstehend. Die Arretierung der Winkelstellung kann durch eine mit dem Gleitarm zusammenwirkende Rasteinrichtung erfolgen. Die Rasteinrichtung ist in dem Schwenklager 2kd ausgebildet. Die arretierte Winkelstellung entspricht der Winkelstellung, die der Gleitarm 2ka beim Ein-/ Auskuppeln einnimmt, d.h. der Winkelstellung in Fig. 8b. Während der Gleitarm 2ka ausgekuppelt ist, verbleibt der Federspeicher 2f des Antriebsaggregats 2g in der aufgeladenen Stellung, in der die Auskopplung erfolgt ist. Es handelt sich um die aufgeladene Stellung, die der Federspeicher beim Öffnungsvorgang bei eingekoppeltem Gleitarm erlangt hat. Für diese Feststellung des Federspeichers ist im Bereich des Antriebsaggregats 2g eine Feststelleinrichtung vorgesehen. Sie wird eingeschaltet mit dem Auskoppeln des Gleitarms 2ka und ausgeschaltet unter Freigabe des Federspeichers mit dem Einkuppeln des Gleitarms 2ka.

    [0072] Der Einkupplungsvorgang zwischen dem freien Ende des Gleitarms 2ka und dem in der Gleitschiene 2ks geführten Gleiter 2kg erfolgt selbsttätig beim Schließvorgang der Tür in dem vorbestimmten Türöffnungswinkel, der in Fig. 8b gezeigt ist. Das freie Ende des in dieser Winkelstellung abstehenden Gleitarms 2ka fährt mit seinem Gleiter 2kag in dieser Türöffnungsstellung in die Gleitschiene 2ks ein, und zwar über eine nicht näher dargestellte Einlaufschräge durch eine frontseitige Öffnung der Gleitschiene 2ks und kuppelt mit dem darin in Wartestellung stehenden als Gleiter ausgebildeten Abtriebsglieds 2aa an. Mit der Ankupplung wird der in der Gleitschiene angeordnete beim vorangehenden Öffnungsvorgang aufgeladene Federspeicher 2f zwangsweise freigeschaltet. Durch die derart erfolgende Entladung des Federspeichers 2f wird der Gleiter 2aa mitsamt dem daran angekuppelten Gleiter 2kag und Gleitarm 2ka in Schließrichtung angetrieben. Die gekoppelten Gleiter 2kag und 2aa werden in der Darstellung in den Figuren nach rechts bewegt und der Gleitarm 2ka um das Schwenklager 1kd im Uhrzeigersinn gedreht. Dies bedeutet, dass der Türflügel F dabei in Schließrichtung bewegt wird. Er erreicht schließlich die Schließstellung, die in Fig. 8a dargestellt ist. In der Schließstellung erreicht der Gleitarm wiederum eine Raststellung, in der er verbleibt, bis die Tür zum Begehen sodann wiederum geöffnet wird. Dies erfolgt manuell durch Schwenkbewegung des Türflügels F in Öffnungsrichtung.

    [0073] Bei der Öffnungsbewegung des Türflügels wird der Gleitarm 2ka in der Darstellung in den Figuren um das Drehlager 1kd im Gegenuhrzeigersinn gedreht. Der Gleiter 2kag mit dem Abtriebsgleiter 2aa wird dabei in Öffnungsrichtung bewegt, d.h. in der Gleitschiene in der Darstellung in den Figuren nach links bewegt. Sobald der Türflügel den vorbestimmten Türöffnungswinkel des Ein- und Auskoppelns, der in Fig. 8b gezeigt ist, erreicht, erfolgt selbsttätig das Auskuppeln des Gleitarms 2ka. Der ausgekoppelte Gleitarm 2ka verbleibt sodann festgestellt in der vorbestimmten Winkelstellung, die er beim Auskoppeln einnimmt abstehend von dem flügelseitigen Schwenklager 1kd.

    [0074] Auch der Abtriebsgleiter 2aa verbleibt nach dem Auskuppeln des Gleitarms 2ka in seiner Stellung, die er beim Auskuppeln eingenommen hat, durch die bereits erwähnte Feststelleinrichtung festgestellt. Aufgrund dieser automatisch eintretenden Feststellung verbleibt auch die mit dem Abtriebsgleiter 2aa verbundene Speicherfeder 2f, solange der Gleitarm 2ka ausgekuppelt ist, in dem aufgeladenen Zustand, den die Speicherfeder 2f durch den vorangehenden Öffnungsvorgang bei eingekuppeltem Gleitarm 2ka erreicht hat.

    [0075] Der Hilfsantrieb 2 wird somit beim Öffnungsvorgang, solange der Gleitarm 2ka eingekuppelt ist, aufgeladen, d.h. beim Öffnen der Tür im ersten Öffnungswinkelbereich. Beim Schließvorgang unterstützt der Hilfsantrieb 2 durch Entladung des Federspeichers den Schließvorgang, sobald der Gleitarm des Hilfsantriebs 2 eingekuppelt wird. Die Unterstützung erfolgt in der letzten Schließphase, d.h. am Ende des Schließvorgangs bis die Tür die Schließlage erreicht hat.

    [0076] Fig. 9 zeigt ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel, das sich gegenüber dem Ausführungsbeispiel der Fig. 8a-8b darin unterscheidet, dass die Ein-/ Auskupplungsstelle des Gleitarms 2ka nicht zwischen dem Abtrieb des Antriebsaggregats 2g und dem Anschlussende des Gleitarms 2ka ausgebildet ist, sondern im Bereich zwischen dem flügelfest montierten Schwenklager 1kd und dem Gleitarm 2ka im Bereich des Lagerendes des Gleitarms. Auch bei dieser abgewandelten Ausführung verbleibt der Gleitarm 2ka, solange er ausgekoppelt ist, in der Winkelstellung, die er beim Auskuppeln eingenommen hatte. Auch hier ist eine Feststelleinrichtung für die Winkelstellung des ausgekuppelten Gleitarms und eine Feststelleinrichtung für die Aufladung der Speicherfeder 2f vorgesehen. Diese Feststellung kann über die Arretierung des Gleitarms 2ka in der vorbestimmten Winkelstellung in Art einer Totpunktstellung erfolgen, d.h. in ähnlicher Weise wie bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1 bis 4. Dies heißt, dass auch bei diesem Ausführungsbeispiel die Speicherfeder 2f in der aufgeladenen Stellung verbleibt, die sie beim Auskuppeln des Gleitarms 2ka hatte.

    [0077] Wesentlich ist bei den in den Figuren 8 und 9 dargestellten Ausführungsbeispielen, dass die rahmenseitig montierten Komponenten des Hauptantriebs 1 und des Hilfsantriebs 2, d.h. die Gleitschiene 1ks des Hauptantriebs 1 und die Gleitschiene 2ss mit der darin gelagerten Speicherfeder 2f durch eine gemeinsame durchgehende rahmenseitige Abdeckung 3rh abgedeckt sind. Entsprechendes gilt für die flügelseitigen Komponenten, d.h. das Antiebsgehäuse 1g des Hauptantriebs 1 und das Schwenklager 2kd des kraftübertragenden Gestänges des Hilfsantriebs 2. Sie sind über eine gemeinsame durchgehende Abdeckung 3fk abgedeckt (in den Figuren nicht dargestellt).

    [0078] Besonders vorteilhaft ist die gemeinsame durchgehende flügelseitige Montageplatte 3fm, auf der das Antriebsaggregat 1g des Hauptantriebs 1 und das Drehlager 2kd des Hilfsantriebs 2 montiert sind. Diese Montageplatte 3fm ist lediglich in ihrem bandnahen Abschnitt in einem Normlochbild des Türflügels mit dem Türblatt verschraubt.

    [0079] Auch für die Montage der rahmenseitigen Komponenten kann eine gemeinsame durchgehende rahmenseitige Montageplatte 3 rm vorgesehen sein.

    [0080] Auch bei diesen in den Fig. 8 und 9 dargestellten Ausführungsbeispielen kann eine elektrisch schaltbare Zuhaltung 4 mit einer rahmenseitigen Komponente 4r und einer flügelseitigen Komponente 4f vorgesehen sein. Die rahmenseitige Komponente kann in der gemeinsamen rahmenseitigen durchgehenden Gleitschiene montiert sein. Die flügelseitige Komponente 4f kann benachbart dem Drehlager 2kd auf dem Flügel montiert sein, vorzugsweise auf der gemeinsamen flügelseitigen Montageplatte auf der auch das Drehlager 2kd und das Antriebsaggregat 1g des Hauptantriebs montiert ist.

    [0081] In Abwandlung des Ausführungsbeispiels in Figur 9 kann das Antriebsaggregat auch auf dem Gleitarm 2ka angeordnet sein oder darin integriert sein. Am freien Ende des Gleitarms 2ka kann ein über das Antriebsaggregat 2g angetriebenes Ritzel angeordnet sein, das in der Gleitschiene 2ss geführt ist, z.B. kämmend an einer in der Gleitschiene 2ks angeordneten Zahnstange.

    [0082] Es sind auch Ausführungen der Antriebseinrichtung vorgesehen, bei denen der Hauptantrieb 1 als Gleitarmantrieb, vorzugsweise Gleittürarmschließer mit Schließerfeder und hydraulischer Dämpfungseinrichtung ausgebildet ist und als Gleitarm 1ks eine Gleitschiene mit elektrischer Feststelleinrichtung eingesetzt wird, um den Türflügel über die elektrisch schaltbare Feststelleinrichtung offen halten zu können. Die elektrisch schaltbare Feststelleinrichtung kann als eine in der Gleitschiene 1ks innenliegend montierte Einheit ausgebildet sein, die mit dem Gleiter des Gleitarms 1ka zusammenwirkt. Die elektrische Feststelleinrichtung kann als nachrüstbare Einheit zum Einsatz in der Gleitschiene 1ks ausgebildet sein. Sie kann aber auch als Komponente einer elektrischen Feststellschiene ausgeführt sein. Die elektrische Feststellschiene kann als Funktionsschiene eines Gleitarmtürschließerprogramms ausgebildet sein und die elektrische Feststelleinrichtung enthalten.

    [0083] Auch weitere Funktionsschienen eines Gleitarmtürschließerprogramms können als Gleitschiene 1ks eingesetzt werden, z.B. Gleitschienen, vorzugsweise als elektrische Feststellschiene ausgebildet mit Rauchmelder.

    [0084] Die Antriebseinrichtung kann auch für zweiflügelige Türen ausgeführt sein, z.B. für eine Tür mit Aktivflügel und Passivflügel. Die aktivflügelseitige Antriebseinrichtung und die passivflügelseitige Antriebseinrichtung können identisch ausgebildet sein, d.h. jeweils mit identischem Hauptantrieb 1 und identischem Hilfsantrieb 2. Vorzugsweise können hierbei die rahmenseitig zu montierenden Komponenten und die flügelseitig zu montierenden Komponenten jeweils auf einer gemeinsamen Montageplatte montiert sein, die über die gesamte Breite der zweiflügeligen Tür durchgehend als einteilige oder mehrteilige Montageplatte ausgeführt ist. Die rahmenseitigen Komponenten der beiden Türflügel können auch über eine gemeinsame durchgehende Abdeckung abgedeckt sein.

    [0085] Die rahmenseitige Gleitschiene der Aktivflügelantriebseinrichtung und die rahmenseitige Gleitschiene der Passivflügelantriebseinrichtung kann auch als durchgehende Einheit, z.B. durchgehende Gleitschiene ausgeführt sein.

    [0086] Bei Ausführungen für zweiflügelige Türen können als rahmenseitige Komponenten auch Komponenten einer Schließfolgeregelung, vorzugsweise als mechanische Schließfolgeregelung in der Gleitschiene zum Einsatz kommen und vorzugsweise in der rahmenseitigen Gleitschiene des Aktivflügels und in der rahmenseitigen Gleitschiene des Passivflügels montiert werden, vorzugsweise in einer durchgehenden Gleitschiene, die sich über die gesamte Breite der zweiflügeligen Tür erstreckt. Bei Schließfolgeregelung ist vorgesehen, dass der Passivflügel über seinen Gleitarm oder ein mit dem Gleitarm verbundenes Element die Schließbewegung des Aktivflügels sperrt. Dazu werden mechanische Komponenten, beispielsweise Druckstangen oder Bowdenzüge in der Gleitschiene vorgesehen, die entlang der Gleitschiene von der Passivflügelseite bis hin zur Aktivflügelseite reichen. Insbesondere ist vorgesehen, dass diese mechanischen Komponenten an den Komponenten des Hilfsantriebs vorbeigeführt werden. Vorzugsweise kann die Gleitschiene doppelstöckig oder doppelfachig aufgebaut werden, wobei die Komponenten des Hilfsantriebs bzw. die Gleitelemente des Hilfsantriebs in dem ersten Fach der Gleitschiene geführt werden und die mechanischen Komponenten, wie beispielsweise Druckstangen oder Bowdenzüge in dem zweiten Fach der Gleitschiene geführt werden. Die beiden Fächer der Gleitschiene können vertikal übereinander liegend oder horizontal nebeneinanderliegend angeordnet sein.

    [0087] Bei dem in den Figuren 10.1 bis 10.7 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel handelt es sich um einen Türantrieb 10 montiert an einer Tür. Die Tür weist einen Türflügel F auf, der um eine vertikale Drehachse in Türbändern B schwenkbar in einem ortsfesten Türrahmen R gelagert ist.

    [0088] Der Türantrieb 10 setzt sich aus einem Hauptantrieb 1 und einem Hilfsantrieb 2 zusammen.

    [0089] Der Hauptantrieb 1 ist im konkreten Fall als Türschließer ausgebildet, und zwar als Gleitarmtürschließer. Er umfasst ein Türschließeraggregat mit einem Türschließergehäuse 1g, das auf dem Türflügel F montiert ist. In dem Türschließergehäuse 1g ist eine Türschließermechanik mit Schließerfeder und eine Dämpfungseinrichtung, vorzugsweise als hydraulische Kolben-Zylinder-Einrichtung ausgebildet. Diese Türschließereinrichtung in dem Türschließergehäuse 1g bildet das Antriebsaggregat des Hauptantriebs. Den Abtrieb dieses Antriebsaggregats bildet eine in dem Türschließergehäuse drehbar gelagerte Türschließerwelle 1w. Wie z.B. in Fig. 10.2 zu erkennen ist, ist an der Türschließerwelle 1w ein Kraft übertragendes Gestänge angeschlossen, das als Gleitarm 1ka und Gleitschiene 1ks ausgebildet ist. Wie z.B. in Fig. 10.3 zu erkennen ist, ist d0er Gleitarm 1ka mit einem an seinem freien Ende angeordneten Gleiter 1kag in der Gleitschiene 1ks geführt. Die Gleitschiene 1ks ist auf dem ortsfesten Türrahmen R montiert. Der Gleitarm 1ka mit der Gleitschiene 1ks bildet die Kraftübertragungseinrichtung des Hauptantriebs 1.

    [0090] Wie am besten in den Figuren 10.1a, 10.1b und 10.1c zu erkennen ist, ist der Hilfsantrieb 2 einschließlich seiner Kupplungseinrichtung 20k an der Frontseite der Gleitschiene 1ks des Hauptantriebs 1 montiert. Der Hilfsantrieb 2 wirkt bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel über die Kupplungseinrichtung 20k mit dem Gleitarm 1ka des Hauptantriebs 1 zusammen, wie im Nachfolgenden näher beschrieben wird. Wie Fig. 10.1a zeigt, sind sämtliche rahmenseitige Komponenten des Hauptantriebs 1 und des Hilfsantriebs 2 einschließlich der Kupplungseinrichtung 20k über eine gemeinsame Abdeckblende abgedeckt. In den Figuren 10.1b und 10.1c ist diese Abdeckblende abgenommen. In Fig. 10.1c ist zusätzlich auch das Gehäuse 2gg entfernt. Das Gehäuse 2gg bildet das Lagergehäuse des Antriebsaggregats 2g des Hilfsantriebs 2 und zusätzlich das Lager- und Führungsgehäuse der Kupplungseinrichtung 20k.

    [0091] Der Hilfsantrieb 2 weist ein Antriebsaggregat 2g auf, das in dem dargestellten Ausführungsbeispiel als Gasdruckfeder 2gd mit einer Kolbenstange 2gks ausgebildet ist. Die Kolbenstange 2gks bildet den Abtrieb des Antriebsaggregats 2g des Hilfsantriebs 2. Zwischen diesem Abtrieb des Hilfsantriebs 2 und dem Gleitarm 1ka des Hauptantriebs ist die genannte Kupplungseinrichtung 20k geschaltet. Sie kuppelt während des Schließvorgangs und während des Öffnungsvorgangs das Antriebsaggregat 2g des Hilfsantriebs 2 und den Gleitarm 1ka des Hauptantriebs 1 selbsttätig aus und ein, wenn die Tür einen vorbestimmten Öffnungswinkel erreicht, sodass beim Schließvorgang und beim Öffnungsvorgang in einem Türwinkelbereich zwischen der Schließstellung und einem vorbestimmten Öffnungswinkel, und zwar im dargestellten Ausführungsbeispiel zwischen der Schließstellung und 10° Türöffnungswinkel, der Hilfsantrieb eingekuppelt ist. Solange der Hilfsantrieb 2 eingekuppelt ist, unterstützt er den Hauptantrieb 1. Im konkret dargestellten Fall ist der Hilfsantrieb 2 als Schließerantrieb ausgebildet. Das Antriebsaggregat 2g umfasst eine Gasdruckfeder als Energiespeicher, der beim Öffnungsvorgang aufgeladen und beim Schließvorgang entladen wird. Neben dem Energiespeicher ist eine Dämpfungseinrichtung enthalten, mit der die Öffnungs- und Schließgeschwindigkeit einstellbar ist. Der Energiespeicher wird beim Öffnungsvorgang, in der Phase der Öffnungsbewegung, in der der Hilfsantrieb 2 eingekuppelt ist, aufgeladen und beim Schließvorgang in der Phase, in der der Hilfsantrieb eingekuppelt ist, entladen. In ausgekuppelter Stellung ist der Energiespeicher arretiert, d.h. er wird dabei weder geladen noch entladen, er verbleibt in dem Ladungszustand.

    [0092] Wie am besten in den Figuren 10.3.1 bis 10.3.5, den Figuren 10.4.1 bis 10.4.5, den Figuren 10.5.1 bis 10.5.5, den Figuren 10.6.1 bis 10.6.5 sowie den Figuren 10.7.1 bis 10.7.5 zu erkennen ist, umfasst die Kupplungseinrichtung 20k einen von der Kolbenstange angetriebenen Kupplungskörper 20kk mit Kulissenschlitz und einen Kupplungshebel 20ke, der in einem in dem Gehäuse 2gg festen Drehlager schwenkbar gelagert ist und einen Kulissenstift 20kks aufweist, der in dem Kulissenschlitz des Kupplungskörpers 20kk geführt ist. Der Kupplungskörper 20kk ist bewegungsfest mit dem Abtriebsende der Kolbenstange 2gks verbunden und ist in dem Gehäuse 2gg schlitzgeführt. Im konkreten Fall ist hierfür ein Führungsschlitz in dem Gehäuse 2gg, in dem ein in dem Kupplungskörper 20kk fester Stift geführt ist.

    [0093] Zusätzlich ist in dem Gehäuse 2gg noch eine Führungsschieneneinrichtung 20kf angeordnet, auf der der Kupplungskörper 20kk längsgeführt ist (sh. Fig. 10.2). Bei der Bewegung der Kolbenstange 2gks wird der Kupplungskörper 20kk in dem Gehäuse auf 2gg auf diese Weise geführt bewegt. Dabei wird der über den Kulissenstift 20kks in dem Kulissenschlitz des Kupplungskörpers 20kk geführte Kupplungshebel 20ke zwangsbewegt. Der Kupplungshebel 20ke weist an seinem freien Ende eine Fangausnehmung auf, mit der er mit einem an dem Gleitarm 1ka angeordneten Mitnehmer 1km zusammenwirkt. In der eingekuppelten Stellung ist der Mitnehmer 1km im Eingriff in der Fangausnehmung des Kupplungshebels 20ke. In der ausgekuppelten Stellung ist der Mitnehmer 1km außer Eingriffstellung. In den Figuren 10.5 bis 10.7 ist dargestellt, wie der Kupplungshebel 20ke beim Schließvorgang in der Nähe der Schließstellung der Tür mit dem Mitnehmer 1km in Eingriff kommt. Der Kupplungshebel 20ke wird durch fortschreitende Bewegung des Kupplungskörpers 20kk angetrieben von der abtriebsseitigen Kolbenstange 2gks, also zwangsgesteuert geschwenkt. Über den Eingriff des Kupplungshebels 20ke mit dem Mitnehmer 1km wirkt der Hilfsantrieb 2 auf den Gleitarm 1ka des Hauptantriebs 1 und unterstützt so den Hauptantrieb 1 in der eingekuppelten Phase des Schließvorgangs unter Wirkung der sich dabei entladenden Gasdruckfeder 2gd. In der eingekuppelten Phase des Öffnungsvorgangs wird die Gasdruckfeder 2gd aufgeladen.

    [0094] Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel, dargestellt in den Figuren 11.1 bis 11.3, handelt es sich um eine abgewandelte Ausführung gegenüber dem Ausführungsbeispiel der Figuren 10.1 bis 10.7. Die Abwandlung besteht lediglich darin, dass die Kupplungseinrichtung 20k mit dem Kupplungshebel 20ke unmittelbar mit dem Gleiter 1kag des Gleitarms 1ka des Hauptantriebs 1 zusammenwirkt und nicht unmittelbar mit dem Gleitarm 1ka. Unmittelbar bedeutet allerdings jeweils unter Zwischenschaltung des am Gleiter 1kag bzw. am Gleitarm 1ka festen Mitnehmers 1km. Der Mitnehmer 1km ist im Falle des Ausführungsbeispiels der Figuren 11.1 bis 11.3 in oder an dem Gleiter 1kag angeordnet und der Kupplungshebel 20ke wirkt mit diesem zusammen. In der eingekuppelten Stellung ist der Mitnehmer 1km in Eingriff der Fangausnehmung des Kupplungshebels 20ke und in der ausgekuppelten Stellung ist er außer diesem Eingriff. Die Funktionsweise ist im Übrigen gleich wie bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren 10.1 bis 10.7.

    [0095] Für die Bandgegenseite-Montage ergeben sich mit dem Ausführungsbeispiel der Figuren 10.1 bis 10.7 jedoch Vorteile im Vergleich zu dem Ausführungsbeispiel der Figuren 11.1 bis 11.3. Der Grund hierfür ist folgender: Wie bekannt, läuft bei der Bandgegenseite-Montage der Gleiter 1kag in der Gleitschiene 1ks bei kleinem Türöffnungswinkel mit einer Richtungsumkehr, während dagegen die Drehrichtung des Gleitarms 1ka über den gesamten Schließvorgang wie auch über den gesamten Öffnungsvorgang jeweils gleichsinnig verbleibt, d.h. keine Drehrichtungsumkehr des Gleitarms erfolgt. Die Ausführung der Figuren 10.1 bis 10.7, bei dem die Kupplungseinrichtung nicht am Gleiter 2kag, sondern am Gleitarm 2ka angreift, ist daher bei der Gegenbandmontage gleich wie bei der bandseitigen Normalmontage einsetzbar, und zwar ohne dass eine vorrichtungsmäßige Modifikation vorgenommen werden muss.

    [0096] Bei dem dritten Ausführungsbeispiel, dargestellt in den Figuren 12.1 bis 12.4, handelt es sich um eine abgewandelte Ausführung gegenüber den Figuren 11.1 bis 11.2. Die Abwandlung besteht darin, dass die Kupplungseinrichtung 20k anders ausgestaltet ist. Bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren 12.1 bis 12.3 weist die Kupplungseinrichtung 20k einen Kupplungshebel 20ke der an der Kolbenstange 20gks des Hilfsantriebs 2 angelenkt ist. Zusätzlich ist der Kupplungshebel 20ke jedoch in seinem mittleren Abschnitt gleich wie bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren 11.1 bis 11.3 in einem mit dem Gehäuse 2gg des Antriebsaggregats 2g des Hilfsantriebs 2 und mit der Gleitschiene 2ks des Hauptantriebs 1 festen Drehlager 20kea schwenkbar gelagert und wirkt mit seinem freien Ende mit Fangausnehmung im Prinzip in gleicher Weise mit einem Mitnehmer 1km zusammen, der in dem Gleiter 1kag des Hauptantriebs 1 angeordnet ist, wie dies bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren 11.1 bis 11.3 erläutert ist. Das Gehäuse 2gg nimmt das Antriebsaggregat 2g des Hilfsantriebs 2 einschließlich der Kolbenstange 2gks und der Kupplungseinrichtung 20k auf. Bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren 12.1 bis 12.4 ist der Mitnehmer 1km als ein Mitnehmerstift 1km ausgebildet, der in dem Gleiter 1kag in der horizontalen Bewegungsebene des Gleitarms 2ka jedoch quer zur Bewegungsrichtung des Gleiters 1kag angeordnet ist.

    [0097] Zur Steuerung des Kupplungshebels 2ke ist anstelle des Kupplungskörpers 20kk jedoch bei der Ausführung der Figuren 12.1 bis 12.4 ein Steuerhebel 20ks vorgesehen. Der Steuerhebel 20ks ist in dem dargestellten Fall als zweiarmiger Hebel ausgebildet, dessen beide Hebelarme einen Scheitelwinkel von ungefähr 90° bilden. Der Steuerhebel 20ks ist in seinem Scheitelbereich in einem in der Gleitschiene 1ks und/oder im Gehäuse 2gg festen Drehlager drehbar gelagert. Der eine Hebelarm wirkt mit seinem Ende mit einer Steuerkurve am zugewandten Rand des Kupplungshebels 20ke zusammen. Der andere Hebelarm des Steuerhebels 20ks wirkt mit seinem freien Ende mit einer Anschlagkante am Gleiter 1kag zusammen, indem das freie Ende dieses Hebelarms beim Schließvorgang in einem vorbestimmten kleinen Türöffnungswinkel in Anschlaglage mit der an dem Gleiter 1kag ausgebildeten Anschlagkante kommt. Gleichzeitig kommt der Kupplungshebel 20ke mit seiner Fangausnehmung in Eingriff mit dem Mitnehmer 1km. Aufgrund der Antriebsverbindung mit der Kolbenstange 2gks des Hilfsantriebs 2 wird der an der Anschlagkante des Gleiters 1kag in Anschlag stehende Steuerhebel 20ks in der Darstellung in den Figuren im Gegenuhrzeigersinn gedreht. Der dem Kupplungshebel 20ke zugeordnete Hebelarm ist mit seinem freien Ende mit der Steuerkurve des Kupplungshebels 20ke in Anschlag und dreht bei seiner Drehung den Kupplungshebel 20ke im Gegenuhrzeigersinn zwangsweise mit. Der mit dem Kupplungshebel 20ke über den Mitnehmer 1km in Eingriff stehende Gleiter 1kag des Gleitarms 1ka des Hauptantriebs 1 wird dabei in Schließrichtung mitgenommen.

    [0098] Fig. 12.1 zeigt die Situation beim Schließvorgang bevor der Kupplungseingriff erfolgt, d.h. bei entsprechend großem Türöffnungswinkel.

    [0099] Die Fig. 12.2 zeigt das Einkuppeln, sobald der Türflügel F den vorbestimmten kleinen Türöffnungswinkel erreicht.

    [0100] Die Fig. 12.3 zeigt den Beginn der Drehbewegung der beiden Hebel, d.h. der Drehbewegung des Steuerhebels 20ks durch die Anschlaglage mit dem Gleiter 1kag und die Mitnahme des Kupplungshebels 20ke durch die Beaufschlagung des Kupplungshebels 20ke durch den Steuerhebel 20ks, indem der der Steuerkurve des Kupplungshebels 20ke zugeordnete Hebelarm des Steuerhebels 20ks die Steuerkurve beaufschlagt und den Kupplungshebel 20ke im Gegenuhrzeigersinn dreht.

    [0101] In Fig. 12.4 ist die Schließstellung gezeigt. Beide Hebel 20ks und 20ke sind in ihrer Endposition im Gegenuhrzeigersinn gedreht. Der Steuerhebel 20ks liegt noch an der Anschlagkante des Gleiters an und der Kupplungshebel 20ke ist noch in Eingriff mit dem Mitnehmer 1km des Gleiters 1kag.

    [0102] Bei dem in den Figuren 13.1 bis 13.3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Türantrieb 10 ebenfalls aus einem Hauptantrieb 1 und einem Hilfsantrieb 2 zusammengesetzt. Der Hauptantrieb 1 ist als Gleitarmtürschließer ausgebildet, und zwar gleich ausgebildet wie der Hauptantrieb 1 der Figuren 10 bis 12. Der Hilfsantrieb 2 ist bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren 13.1 bis 13.3 jedoch anders als in den Figuren 10 bis 12 ausgestaltet. Der Hilfsantrieb 2 in den Figuren 13.1 bis 13.3 weist nämlich ein Antriebsaggregat 2g auf, das jedoch am Türflügel gelagert ist. Der Abtrieb 2aa des Hilfsantriebs 2 ist mit einem Kraft übertragenden Gestänge gekuppelt, das im dargestellten Fall als Gleitarm 2ka mit Gleitschiene 2ks ausgebildet ist. Das Gestänge bildet die Kraftübertragungseinrichtung des Hilfsantriebs 2. Die Gleitschiene 2ks ist türrahmenseitig montiert. Das freie Ende des Gleitarms 2ka ist in Bezug auf die Gleitschiene 2ks ein- und auskuppelbar. Das Ein- und Auskuppeln erfolgt selbsttätig bei einem vorbestimmten Türöffnungswinkel. Der Hilfsantrieb 2 ist mit seinem Gleitarm 2ka in die Gleitschiene 2ks in einem Bereich kleiner Türöffnungswinkel eingekuppelt, und zwar beim Schließvorgang in dem Bereich zwischen dem vorbestimmten Türöffnungswinkel, in dem die automatische Einkupplung erfolgt bis hin zur Schließstellung der Tür und beim Öffnungsvorgang ebenfalls in diesem Türöffnungswinkelbereich zwischen der Schließstellung der Tür und dem vorbestimmten Türöffnungswinkel, in dem die selbsttätige Auskupplung erfolgt. Das selbsttätige Einkuppeln und das selbsttätige Auskuppeln erfolgt bei dem identischen vorbestimmten Türöffnungswinkel. Das Antriebsaggregat 2g des Hilfsantriebs 2 ist in dem Ausführungsbeispiel der Figuren 13.1 bis 13.3 als Gasdruckfeder 2gd ausgebildet, deren Abtrieb 2aa als Kolbenstange ausgebildet ist, die mit dem Gleitarmgestänge der Kraftübertragungseinrichtung, d.h. mit dem Gleitarm 2ka, antriebsverbunden ist. Die Gasdruckfeder 2gd wird in eingekuppelter Stellung der Kraftübertragungseinrichtung beim Öffnungsvorgang geladen und beim Schließvorgang entladen. Der Hilfsantrieb 2 wirkt in der eingekuppelten Stellung der Kraftübertragungseinrichtung als Unterstützung des Hauptantriebs 1.

    [0103] Bei allen in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen ist das Antriebsaggregat 1g des Hauptantriebs 1 flügelseitig und die Gleitschiene 1ks der Kraftübertragungseinrichtung des Hauptantriebs 1 rahmenseitig montiert, und zwar jeweils im Bereich des oberen horizontalen Rahmenholms des Türrahmens R. Ein wesentlicher Aspekt ist hierbei, dass die rahmenseitig montierten Komponenten des Hilfsantriebs 2 jeweils so montiert sind, dass ein rahmenseitiger Montageraum M für die Montage der rahmenseitig zu montierenden Zusatzfunktionskomponenten des Hauptantriebs 1 frei bleibt.

    [0104] Bei den rahmenseitig zu montierenden Zusatzfunktionskomponenten des Hauptantriebs 1 kann es sich um eine elektrische Feststelleinrichtung handeln, die mit dem in der Gleitschiene 1ks geführten Gleiter 1kag des Hauptantriebs zusammenwirkt, um den Türflügel elektrisch geschaltet in einer Offenstellung festzustellen oder zum Schließen freizugeben, wie an sich bekannt. Bei der Zusatzfunktionskomponente kann es sich auch um einen Rauchmelder handeln, z.B. ein Rauchmelder, der mit der elektrischen Feststelleinrichtung zusammenwirkt, um diese im Brandfall auszulösen. Der Rauchmelder kann auch alleine als Zusatzkomponente in dem Montageraum montiert sein. Als Zusatzkomponente kommt auch eine Schließfolgeregelungseinrichtung, d.h. vorzugsweise eine Übertragungseinrichtung der Schließfolgeregelung in Frage. Letzteres gilt für Ausführungen des erfindungsgemäßen Türantriebs 10 montiert an zweiflügeligen Türen. Die Übertragungseinrichtung der Schließfolgeregelung kann von dem Gleiter 1kag und/oder dem Gleitarm 1ka der Kraftübertragungseinrichtung des Hauptantriebs 1 gesteuert werden. Es kann sich um eine als Hub- oder Zugstange oder flexibler Zug ausgebildete Übertragungseinrichtung handeln, die mit ihrem standflügelseitigen Ende mit dem Gleiter 1kag des Hauptantriebs 1 zusammenwirkt und mit ihrem gangflügelseitigen Ende mit einer Blockiereinrichtung des Gangflügels zusammenwirkt, um den Gangflügel derart zu steuern, dass der Gangflügel erst in Schließlage gelangen kann, wenn der Standflügel geschlossen ist. Derartige Schließfolgeregelungseinrichtungen mit derartigen Übertragungseinrichtungen sind als solche bekannt.

    [0105] Der Montageraum M zur Anordnung und Montage und Aufnahme der Zusatzkomponenten ist bei den vorangehend beschriebenen Ausführungsbeispielen der Figuren dadurch ausgebildet, dass in der Verlängerungslinie, die mit der Bewegungsbahn des in der Gleitschiene 1ks geführten Gleiters 1kag des Hauptantriebs 1 fluchtet oder zumindest an diese unmittelbar anschließt und unmittelbar verlängert, die rahmenseitig montierten Komponenten des Hilfsantriebs 2 nicht eingreifen. Die rahmenseitigen Komponenten des Hilfsantriebs sind vorzugsweise in einer Ebene montiert, die außerhalb der genannten Verlängerungslinie liegt. Bei den konkreten dargestellten Ausführungsbeispielen sind die rahmenseitigen Komponenten des Hilfsantriebs in einer Ebene an der Frontseite der Gleitschiene 2ks angeordnet, d.h. in einer Ebene, die frontseitig vor der Bewegungsbahn des Gleiters 1kag liegt.

    [0106] Bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren 10.1 bis 10.7 handelt es sich bei diesen rahmenseitigen Komponenten des Hilfsantriebs, die außerhalb des Montageraums M liegen, um das Antriebsaggregat 2g des Hilfsantriebs 2 sowie die Kupplungseinrichtung 20k einschließlich des Kupplungshebels 20ke. Das Schwenklager des Kupplungshebels 20ke ist an der Unterseite der Abdeckung in einer Position, die frontseitig vor der Bewegungsbahn des Gleiters 1kag liegt. Die Schwenkebene des Kupplungshebels 20ke liegt zwischen der Bewegungsbahn des Gleiters 1kag und zwischen der Schwenkebene des Gleitarms 1ka. In der Kupplungsstellung dreht der Kupplungshebel 20ke im Gegenuhrzeigersinn und kommt in Eingriff mit dem an der Unterseite des Gleitarms 1ka angeordneten Mitnehmer 1km. Der Montageraum M für die gesamten Zusatzfunktionskomponenten ist in der Verlängerung der Bewegungsbahn des Gleiters 1kag, der sich in Richtung von den Türbändern weg und dabei von der Bewegungsbahn des Gleiters 1kag weg erstreckt. In diesem Bereich greift keine rahmenseitige Komponente des Hilfsantriebs 2 ein, sodass dieser Raum als Montageraum M für die genannten Zusatzfunktionskomponenten zur Verfügung steht. Die Begrenzung der Gleitschiene 1ks an ihrem türbandfernen Ende ist so ausgebildet, dass sie zur Ausbildung des Montageraums M entsprechend durchbrochen oder entfernt werden kann, sodass sie den Montageraum M nicht behindert. Zusätzlich ist ein Montageraum M auch an dem türbandnahen Ende der Gleitschiene 1ks in entsprechender Weise ausgebildet, z.B. zur Aufnahme von einer elektrischen oder mechanischen Feststelleinrichtung, mit der die Tür in Offenstellung festgestellt werden kann, indem sie mit dem Gleiter 1kag des Hauptantriebs 1 zusammenwirkt.

    [0107] Bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren 11.1 bis 11.3 steht der Montageraum M in entsprechender Weise wie bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren 10.1 bis 10.7 zur Verfügung, da die rahmenseitigen Komponenten des Hilfsantriebs 2, d.h. das Antriebsaggregat 2g des Hilfsantriebs 2 und die Kupplungseinrichtung 20k einschließlich des Kupplungshebels 20ke in gleicher Weise angeordnet und montiert sind. Bei diesem Ausführungsbeispiel wirkt der Kupplungshebel 20ke lediglich im Unterschied unmittelbar mit dem Gleiter 1kag des Hauptantriebs 1 zusammen. Der Mitnehmer 1km, an dem der Kupplungshebel 20ke mit seiner Fangausnehmung in der Kupplungsstellung in Eingriff mit dem Gleiter 1kag kommt, ist als der Lagerschaft des Gleiters 1kag ausgebildet, mit dem der Gleiter 1kag an dem Anschlussende des Gleitarms 1ka drehbar gelagert angeschlossen ist. Die Schwenkebene des Kupplungshebels 20ke liegt auch hier zwischen der Schwenkebene des Gleitarms 1ka und der Bewegungsbahn des Gleiters 1kag, sodass ein Eingriff in der Kupplungsstellung am Mitnehmer 1km möglich ist, ohne dass eine Kollision des Kupplungshebels 20ke mit dem Gleitarm 1ka oder dem Gleiter 1kag erfolgt. Der Montageraum M für die Zusatzfunktionskomponenten ist bei diesem Ausführungsbeispiel gleich ausgebildet wie bei dem vorangehend erläuterten Ausführungsbeispiel, da in gleicher Weise keine rahmenseitigen Komponenten des Hilfsantriebs in den Verlängerungsraum in der Bewegungsbahn des Gleiters 1kag an dem von den Türbändern B entfernten Ende der Gleitschiene 1ks eingreifen. Zusätzlich kann auch bei diesem Ausführungsbeispiel ein Montageraum M an dem bandnahen Ende der Gleitschiene 1ks ausgebildet sein, beispielsweise ebenfalls zur Aufnahme einer mechanischen oder elektrischen Feststelleinrichtung, um die Tür in Offenstellung festzustellen.

    [0108] Bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren 12.1 bis 12.4 ist das Antriebsaggregat 2g des Hilfsantriebs 2 mit der Kupplungseinrichtung mit Kupplungshebel 20ke und Steuerhebel 20ks ebenfalls in einer Ebene montiert, die parallel versetzt zu der Bewegungsbahn des Gleiters 1kag liegt. In diesem Falle wirkt dann sowohl der Steuerhebel 20ks als auch der Kupplungshebel 20ke mit dem Gleiter 1kag zusammen. Sie greifen mit ihrem Wirkende jeweils in die Bewegungsbahn des Gleiters 1kag ein, um mit dem Gleiter 1kag der Kupplungsstellung zusammen zu wirken. Es verbleibt jedoch gleich wie bei den vorangehend beschriebenen Ausführungsbeispielen ein Montageraum M, der mit der Bewegungslinie des Gleiters 1kag fluchtend sich von den Bändern B weg in horizontaler Richtung am Türrahmen R erstreckt. In diesem Montageraum M ragen keine rahmenseitig montierten Komponenten des Hilfsantriebs 2. Auch der Kupplungshebel 20ke und der Steuerhebel 20ks greifen nicht in diesen Raum ein, sondern sie wirken mit dem Gleiter 1kag in einer parallel hierzu frontseitig versetzten Ebene zusammen. Entsprechend wie bei den vorangehenden Ausführungsbeispielen kann auch bei diesem Ausführungsbeispiel am türbandnahen Ende der Gleitschiene 1ks ein Montageraum M ausgebildet sein zur Aufnahme entsprechender Zusatzkomponenten.

    [0109] Bei dem in den Figuren 13.1 bis 13.3 dargestellten Ausführungsbeispiel greifen ebenfalls die rahmenseitig montierten Komponenten des Hilfsantriebs 2 nicht in die Verlängerung der Bewegungslinie des in der Gleitschiene 1ks geführten Gleiters 1kag des Hauptantriebs 1 ein. In diesem Falle wird der Hilfsantrieb 2 von einem flügelseitig montierten Antriebsaggregat 2g mit einem Gleitarm-Gleitschienengestänge als Kraftübertragungseinrichtung gebildet. Die Gleitschiene 2ks dieser Kraftübertragungseinrichtung des Hilfsantriebs 2 ist zum Rahmen R horizontal ausgerichtet montiert und bildet die rahmenseitig montierte Komponente des Hilfsantriebs. Diese liegt außerhalb des genannten Montageraums M für die Montage der Zusatzfunktionskomponenten, da die Gleitschiene 2ks des Hilfsantriebs 2 in einer Ebene montiert ist, die auf der Frontseite der Gleitschiene 1ks des Hauptantriebs 1 und damit frontseitig nach vorne hin relativ zu der Bewegungsbahn des Gleiters 1kag des Hauptantriebs 1 versetzt ist. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel kann ein Montageraum M an dem bandnahen Ende der Gleitschiene 1ks ausgebildet sein.

    Bezugszeichenliste der Figuren 1 bis 7



    [0110] 
    10
    Antriebseinrichtung, Türschließereinrichtung bestehend aus 1 und 2
    1
    Hauptantrieb
    1k
    kraftübertragendes Gestänge
    1ka
    Gleitarm
    1kag
    Gleiter
    1ks
    Gleitschiene
    1g
    Antriebsaggregat des Hauptantriebs, Türschließergehäuse
    1w
    Türschließerwelle
    2
    Hilfsantrieb
    2k
    kraftübertragendes Gestänge
    2ka
    Gleitarm, Winkelgleitarm
    2kag
    Gleiter
    2kae
    Winkelscheiteleck
    2kas
    Schwenklager
    2ks
    Gleitschiene
    2kö
    Öffnung
    2g
    Antriebsaggregat des Hilfsantriebs, Zuziehaggregat
    2gs
    Schwenklager
    2gkz
    Kolben-Zylinder-Einheit
    2gk
    Kolben
    2gks
    Kolbenstange
    2gz
    Zylinder
    2gg
    Verbindungsgelenk von 2gk und 2ka
    2gf
    Schließerfeder
    3
    Tür
    3f
    Türflügel
    3r
    Türrahmen
    3b
    Türband
    3a
    Türachse
    3fh
    türflügelseitiges gemeinsames Abdeckgehäuse
    3rh
    türrahmenseitiges gemeinsames Abdeckgehäuse
    3fm
    flügelseitige gemeinsame Montageplatte
    3rm
    türrahmenseitige gemeinsame Montageplatte

    Figuren 8a, 8b, 8c und 9



    [0111] 
    R
    Rahmen
    F
    Flügel
    1
    Hauptantrieb
    1k
    Gestänge/Kraftübertragungseinrichtung
    1ks
    Schiene
    1ka
    Gleitarm
    1kag
    Gleiter
    1g
    Antriebsaggregat, Türschließergehäuse mit Schließerfeder und Dämpfungseinrichtung
    1w
    Abtriebswelle
    2
    Hilfsantrieb
    2k
    Gestänge/Kraftübertragungseinrichtung
    2ks
    Schiene
    2ka
    Gleitarm
    2kag
    Gleiter
    2g
    Antriebsaggregat
    2f
    Federspeicher
    2aa
    Abtrieb des Federspeichers
    2kd
    Drehlager/Schwenklager

    Bezugszeichenliste der Figuren 10 bis 13



    [0112] 
    B
    Türbänder
    F
    Flügel
    M
    Montageraum
    R
    Türrahmen
    10
    Türantrieb, Antriebseinrichtung, Türschließereinrichtung bestehend aus 1 und 2
    1
    Hauptantrieb
    1aa
    Abtrieb
    1ka
    Gleitarm
    1kag
    Gleiter
    1km
    Mitnehmer/Mitnehmerstift
    1ks
    Gleitschiene
    1g
    Antriebsaggregat des Hauptantriebs, Türschließergehäuse
    1w
    Türschließerwelle
    2
    Hilfsantrieb
    2aa
    Abtrieb
    2g
    Antriebsaggregat des Hilfsantriebs, Zuziehaggregat
    2gd
    Gasdruckfeder
    2gg
    Gehäuse
    2gks
    Kolbenstange
    20k
    Kupplungseinrichtung
    20ke
    Kupplungshebel
    20kea
    Drehlager
    20kf
    Führungsschieneneinrichtung
    20kk
    Kupplungskörper
    20kks
    Kulissenstift/Kulissenschlitz
    20ks
    Steuerhebel



    Ansprüche

    1. Tür für ein Gebäude mit einem in einem ortsfesten Rahmen (R) um eine vertikale Türachse, vorzugsweise in Türbändern (B) schwenkbar gelagerten Türflügel (F) und mit einem an oder in der Tür montierten Türantrieb mit einem Hauptantrieb (1) und einem Hilfsantrieb (2) und mit mindestens einer oder mehreren mit einem Gleiter (1kag) oder einem Gleitarm (1ka) des Hauptantriebs (1) zusammenwirkenden ZusatzFunktionskomponenten des Hauptantriebs (1) - im Folgenden Zusatz-Funktionskomponenteneinrichtung des Hauptantriebs (1) genannt -,

    a) wobei der Hauptantrieb (1) zur Beaufschlagung des Türflügels (F) im Sinne Schließbewegung und/oder Öffnungsbewegung und/oder Schließdämpfung und/oder Öffnungsdämpfung, vorzugsweise als manueller Schließfederantrieb oder als elektromotorischer Türantrieb ausgebildet ist; und

    - wobei der Hauptantrieb (1) ein Antriebsaggregat (1g) mit einem Abtrieb (1aa, 1w) und einer Kraftübertragungseinrichtung mit dem Gleitarm (1ka) und der Gleitschiene (1ks) aufweist, wobei der Gleitarm (1ka) mit dem Abtrieb (1aa, 1w) des Antriebsaggregats (1g) antriebsverbunden ist und mit seinem freien Ende einen Gleiter (1kag) aufweist, mit dem der Gleitarm (1ka) in der Gleitschiene (1ks) geführt ist,

    b) wobei der Hilfsantrieb (2) zur Beaufschlagung des Türflügels (F) im Sinne Schließbewegung und/oder Öffnungsbewegung und/oder Schließdämpfung und/oder Öffnungsdämpfung ausgebildet ist, und

    - wobei der Hilfsantrieb (2) ein Antriebsaggregat (2g) mit einem Abtrieb (2aa, 2gks) aufweist,

    - wobei das Antriebsaggregat (1g) des Hauptantriebs (1) türflügelseitig (F) montiert ist und die Gleitschiene (1ks) der Kraftübertragungseinrichtung des Hauptantriebs (1) und die Zusatz-Funktionskomponenteneinrichtung des Hauptantriebs (1) rahmenseitig (R) montiert sind,

    - wobei der Hilfsantrieb (2) eine oder mehrere rahmenseitig (R) montierte Komponenten aufweist - im Folgenden rahmenseitig montierte Komponenteneinrichtung des Hilfsantriebs (2) genannt

    - wobei die rahmenseitig montierte Komponenteneinrichtung des Hilfsantriebs auf der Oberseite oder auf der Unterseite oder auf der Frontseite oder auf der Rückseite der Gleitschiene (1ks) des Hauptantriebs (1) vollständig oder teilweise angeordnet ist,

    - wobei die rahmenseitig montierte Komponenteneinrichtung des Hilfsantriebs (2) derart rahmenseitig (R) montiert ist, dass ein Montageraum (M) frei bleibt, in welchem die Zusatz-Funktionskomponenteneinrichtung des Hauptantriebs (1) angeordnet ist,

    - wobei der Montageraum (M) sich von der Bewegungsbahn des in der Gleitschiene (1ks) geführten Gleiters (1kag) des Hauptantriebs (1) fluchtend oder parallel versetzt oder winkelig versetzt in Richtung zum bandfernen Ende und/oder bandnahen Ende des Türrahmens (R) erstreckt,

    - wobei die Zusatz-Funktionskomponenteneinrichtung des Hauptantriebs (1) ausgebildet ist,

    • als elektrische Feststelleinrichtung der Offenlage des Türflügels (F) und/oder

    • als Rauchmeldereinrichtung zur Steuerung einer elektrischen Feststelleinrichtung der Offenlage des Türflügels und/oder als ein Netzteil und/oder als eine elektrische Steuereinrichtung für eine solche Rauchmeldereinrichtung und/oder als eine solche elektrische Feststelleinrichtung und/oder

    • als Komponente einer Schließfolgeregelungseinrichtung, vorzugsweise als Übertragungseinrichtung einer Schließfolgeregelungseinrichtung.


     
    2. Tür nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zumindest ein Teil des Montageraums (M) durch eine Abdeckblende oder ein Abdeckgehäuse nach außen abgedeckt ist.
     
    3. Tür nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zumindest ein Teil des Montageraums (M) innerhalb eines Gehäuses der Gleitschiene (1ks) des Hauptantriebs (1) und/oder eines Gehäuses des Antriebsaggregats (2g) des Hilfsantriebs (2) oder eines Gehäuses einer Gleitschiene (2ks) des Hilfsantriebs (2) angeordnet ist.
     
    4. Tür nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,

    - dass das Antriebsaggregat (2g) des Hilfsantriebs (2) rahmenseitig montiert ist unter Ausbildung der rahmenseitig montierten Komponenteneinrichtung des Hilfsantriebs (2), und

    - dass das Antriebsaggregat (2g, 2gd) des Hilfsantriebs (2) mit dem Gleiter (1kag) des Hauptantriebs (1) und/oder dem Gleitarm (1ka) des Hauptantriebs (1) über eine zwischengeschaltete Kupplungseinrichtung (20k) gekuppelt oder kuppelbar ist, um den Gleiter (1kag) des Hauptantriebs (1) und/oder den Gleitarm (1ka) des Hauptantriebs (1) zumindest in einer Endphase des Schließvorgangs und/oder zumindest einer Anfangsphase des Öffnungsvorgangs zu beaufschlagen.


     
    5. Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Hilfsantrieb (2) eine Kraftübertragungseinrichtung aufweist, die mit dem Abtrieb (2aa, 2gks) des Antriebsaggregats (2g, 2gd) des Hilfsantriebs (2) verbunden oder verbindbar ist, und ein Gestänge (2ka) und ein als Gleitschiene (2ks) oder Schwenklager ausgebildetes Gestängelager aufweist,
    wobei vorgesehen ist,

    - dass das Antriebsaggregat (2g, 2gd) des Hilfsantriebs (2) türflügelseitig (F) und das Gestängelager (2ks) des Hilfsantriebs (2) unter Ausbildung der rahmenseitig (R) montierten Komponenteneinrichtung des Hilfsantriebs (2) rahmenseitig montiert ist, oder

    - dass das Gestängelager (2ks) des Hilfsantriebs (2) türflügelseitig (F) montiert ist und das Antriebsaggregat (2g, 2gd) des Hilfsantriebs (2) unter Ausbildung der rahmenseitig (R) montierten Komponenteneinrichtung des Hilfsantriebs (2) rahmenseitig montiert ist.


     
    6. Tür nach Anspruch 5,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Kraftübertragungseinrichtung (2ka) des Hilfsantriebs (2) mit dem Antriebsaggregat (2g, 2gd) des Hilfsantriebs (2) während des Öffnungs- und Schließvorgangs der Tür selbsttätig ein- und auskuppelbar ist.
     
    7. Tür nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die rahmenseitig (R) zu montierenden Komponenten des Hauptantriebs (1) und des Hilfsantriebs (2) in oder an einer gemeinsamen und/oder durchgehenden rahmenseitig (R) zu montierenden Gehäuseeinrichtung und/oder Lagergestelleinrichtung und/oder Montageplatteneinrichtung (3rm) gelagert sind und/oder durch eine gemeinsame und/oder durchgehende rahmenseitig (R) zu montierende Abdeckung (3rh) abgedeckt sind,
    wobei vorgesehen ist,
    dass zumindest ein Teil oder der gesamte Montageraum (M) oder ein überwiegender Teil des Montageraums (M) in oder an der gemeinsamen und/oder durchgehenden rahmenseitig (R) zu montierenden Gehäuseeinrichtung und/oder Lagergestelleinrichtung und/oder Montageplatteneinrichtung (3rm) angeordnet ist und/oder durch eine gemeinsame und/oder durchgehende rahmenseitig zu montierende Abdeckung (3rh) abgedeckt ausgebildet ist.
     
    8. Tür nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die rahmenseitig zu montierenden Komponenten des Hauptantriebs (1) und des Hilfsantriebs (2) zur im Rahmen (R) verdeckten und/oder innenliegenden Montage ausgebildet sind,
    wobei vorgesehen ist,
    dass zumindest ein Teil des Montageraums (M) oder der gesamte Montageraum (M) oder ein überwiegender Teil des Montageraums im Rahmen (R) verdeckt und/oder innenliegend ausgebildet ist.
     
    9. Tür nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die eine oder die mehreren rahmenseitig zu montierende/-n Komponente/-n des Hilfsantriebs (2) in einer Montageebene zu montieren ist bzw. sind, die an der Frontseite oder an der Rückseite oder oberhalb der Oberseite oder unterhalb der Unterseite der einen oder der mehreren rahmenseitig zu montierende/-n Komponente/-n des Hauptantriebs (1) angeordnet ist.
     
    10. Tür nach Anspruch 9,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die eine oder die mehreren rahmenseitig zu montierende/-n Komponente/-n des Hilfsantriebs (2) und die eine oder die mehreren rahmenseitig zu montierende/-n Komponente/-n des Hauptantriebs (1) in oder an der gemeinsamen und/oder durchgehenden rahmenseitig zu montierenden Gehäuseeinrichtung und/oder Lagergestelleinrichtung und/oder Montageplatteneinrichtung (3rm) gelagert sind oder durch die gemeinsamen und/oder durchgehend rahmenseitig zu montierende Abdeckung (3rh) abgedeckt sind oder
    bei verdeckter und/oder innenliegender Montage der rahmenseitig zu montierenden Komponenten des Hauptantriebs (1) und des Hilfsantriebs (2) in der im Rahmen ausgebildeten gemeinsamen und/oder durchgehenden Aufnahmeeinrichtung angeordnet sind.
     
    11. Tür nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    wobei die Tür als zweiflügelige Tür mit einem schwenkbar gelagerten Aktivflügel (F) und einem schwenkbar gelagerten Passivflügel (F) ausgebildet ist,
    wobei der Türantrieb (10) zum Antrieb des Aktivflügels (F) ausgebildet ist.
     
    12. Tür nach Anspruch 11,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Passivflügel (F) der zweiflügeligen Tür durch einen Türantrieb (10) angetrieben ist, der einen Hauptantrieb (1) gemäß Merkmal a) des Hauptanspruchs 1 aufweist.
     
    13. Tür nach Anspruch 11 oder 12,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Passivflügel (F) der zweiflügeligen Tür durch einen Türantrieb (10) angetrieben ist, der einen Hilfsantrieb (2) gemäß Merkmal b) des Hauptanspruchs 1 aufweist.
     


    Claims

    1. Door for a building having a door leaf (F) mounted pivotably, preferably in door hinges (B), about a vertical door axis in a stationary frame (R) and having a door drive assembled on or in the door, having a main drive (1) and an auxiliary drive (2) and having at least one or more additional functional component(s) of the main drive (1) which interact(s) with a slider (1kag) or a sliding arm (1ka) of the main drive (1) - hereinafter referred to as the additional functional component device of the main drive (1)-

    a) wherein the main drive (1) is designed for acting on the door leaf (F) in terms of closing movement and/or opening movement and/or closing damping and/or opening damping, preferably as a manual closing spring drive or as an electromotive door drive; and

    - wherein the main drive (1) has a drive assembly (1g) with an output (1aa, 1w) and a force transmission device with the sliding arm (1ka) and the sliding rail (1ks), wherein the sliding arm (1ka) is drivingly connected to the output (1aa, 1w) of the drive assembly (1g) and, with the free end thereof, has a slider (1kag), by means of which the sliding arm (1ka) is guided in the sliding rail (1ks),

    b) wherein the auxiliary drive (2) is designed for acting on the door leaf (F) in terms of closing movement and/or opening movement and/or closing damping and/or opening damping, and

    - wherein the auxiliary drive (2) has a drive assembly (2g) with an output (2aa, 2gks),

    - wherein the drive assembly (1g) of the main drive (1) is assembled on the door leaf side (F), and the sliding rails (1ks) of the force transmission device of the main drive (1) and the additional functional component device of the main drive (1) are assembled on the frame side (R),

    - wherein the auxiliary drive (2) has one or more components assembled on the frame side (R) - hereinafter referred to as frame-side assembled component device of the auxiliary drive (2)

    - wherein the frame-side assembled component device of the auxiliary drive is arranged completely or partially on the top side or on the bottom side or on the front side or on the rear side of the sliding rail (1ks) of the main drive (1),

    - wherein the frame-side assembled component device of the auxiliary drive (2) is assembled on the frame side (R) in such a way that an assembly space (M) remains free, in which assembly space the additional functional component device of the main drive (1) is arranged,

    - wherein the assembly space (M) extends from the movement track of the slider (1kag) of the main drive (1) which is guided in the sliding rail (1ks) in a manner which is flush or offset in parallel or offset angularly in the direction towards the end of the door frame (R) that is remote from the hinge and/or the end close to the hinge,

    - wherein the additional functional component device of the main drive (1) is designed

    • as an electrical device for locking the open position of the door leaf (F) and/or

    • as a smoke detector device for controlling an electrical device for locking the open position of the door leaf and/or as a power supply and/or as an electrical control device for such a smoke detector device and/or as such an electrical locking device and/or

    • as a component of a closing sequence control device, preferably as a transmission device of a closing sequence control device.


     
    2. Door according to one of the preceding claims,
    characterised in that
    at least part of the assembly space (M) is outwardly covered by a cover plate or a cover housing.
     
    3. Door according to one of the preceding claims,
    characterised in that
    at least part of the assembly space (M) is arranged inside a housing of the sliding rail (1ks) of the main drive (1) and/or a housing of the drive assembly (2g) of the auxiliary drive (2) or a housing of a sliding rail (2ks) of the auxiliary drive (2).
     
    4. Door according to one of the preceding claims,
    characterised in that

    - the drive assembly (2g) of the auxiliary drive (2) is assembled on the frame side, forming the frame-side assembled component device of the auxiliary drive (2), and

    - the drive assembly (2g, 2gd) of the auxiliary drive (2) is coupled or couplable to the slider (1kag) of the main drive (1) and/or to the sliding arm (1ka) of the main drive (1) via an interposed coupling device (20k), in order to act on the slider (1kag) of the main drive (1) and/or the sliding arm (1ka) of the main drive (1) at least in an end phase of the closing process and/or at least a starting phase of the opening process.


     
    5. Door according to one of claims 1 to 3,
    characterised in that
    the auxiliary drive (2) has a force transmission device which is connected or connectable to the output (2aa, 2gks) of the drive assembly (2g, 2gd) of the auxiliary drive (2), and a linkage (2ka) and a linkage bearing designed as a sliding rail (2ks) or pivot bearing,
    wherein it is provided that

    - the drive assembly (2g, 2gd) of the auxiliary drive (2) is assembled on the door leaf side (F) and the linkage bearing (2ks) of the auxiliary drive (2) is assembled on the frame side, forming the frame-side (R) assembled component device of the auxiliary drive (2), or

    - the linkage bearing (2ks) of the auxiliary drive (2) is assembled on the door leaf side (F) and the drive assembly (2g, 2gd) of the auxiliary drive (2) is assembled on the frame side, forming the frame-side (R) assembled component device of the auxiliary drive (2).


     
    6. Door according to claim 5,
    characterised in that
    the force transmission device (2ka) of the auxiliary drive (2) is automatically engageable with and disengageable from the drive assembly (2g, 2gd) of the auxiliary drive (2) during the opening and closing process of the door.
     
    7. Door according to one of the preceding claims,
    characterised in that
    the components of the main drive (1) and of the auxiliary drive (2) which are to be assembled on the frame side (R) are mounted in or on a shared and/or continuous housing device and/or bearing framework device and/or mounting plate device (3rm) that is to be assembled on the frame side (R) and/or are covered by a shared and/or continuous covering (3rh) that is to be assembled on the frame side (R), wherein it is provided that
    at least part of or the whole assembly space (M) or a predominant part of the assembly space (M) is arranged in or on the shared and/or continuous housing device and/or bearing framework device and/or mounting plate device (3rm) that is to be assembled on the frame side (R) and/or is designed to be covered by a shared and/or continuous covering (3rh) that is to be assembled on the frame side.
     
    8. Door according to one of the preceding claims,
    characterised in that
    the components of the main drive (1) and of the auxiliary drive (2) that are to be assembled on the frame side are designed for assembly in a manner concealed and/or internal to the frame (R),
    wherein it is provided that
    at least part of the assembly space (M) or the whole assembly space (M) or a predominant part of the assembly space is designed to be concealed and/or internal to the frame (R).
     
    9. Door according to one of the preceding claims,
    characterised in that
    the one or the more component(s) of the auxiliary drive (2) that is (are) to be assembled on the frame side is (are) to be assembled on an assembly plane which is arranged on the front side or on the rear side or above the top side or below the bottom side of the one or more component(s) of the main drive (1) that is (are) to be assembled on the frame side.
     
    10. Door according to claim 9,
    characterised in that
    the one or more component(s) of the auxiliary drive (2) that is (are) to be assembled on the frame side and the one or more component(s) of the main drive (1) that is (are) to be assembled on the frame side are mounted in or on the shared and/or continuous housing device and/or bearing framework device and/or mounting plate device (3rm) that is to be assembled on the frame side or are covered by the shared and/or continuous covering (3rh) that is to be assembled on the frame side, or
    in the case of concealed and/or internal assembly of the components of the main drive (1) and of the auxiliary drive (2) to be assembled on the frame side, are arranged in the shared and/or continuous receiving device formed in the frame.
     
    11. Door according to one of the preceding claims,
    wherein the door is designed as a two-leaf door with a pivotably mounted active leaf (F) and a pivotably mounted passive leaf (F),
    wherein the door drive (10) is designed for driving the active leaf (F).
     
    12. Door according to claim 11,
    characterised in that
    the passive leaf (F) of the two-leaf door is driven by a door drive (10) which has a main drive (1) according to feature a) of main claim 1.
     
    13. Door according to claim 11 or 12,
    characterised in that
    the passive leaf (F) of the two-leaf door is driven by a door drive (10) which has an auxiliary drive (2) according to feature b) of main claim 1.
     


    Revendications

    1. Porte pour un bâtiment avec un battant de porte (F) monté de manière pivotante dans un cadre fixe (R) autour d'un axe de porte vertical, de préférence dans des charnières de porte (B), et avec un entraînement monté sur ou dans la porte, avec un entraînement principal (1) et un entraînement auxiliaire (2) et avec au moins un ou plusieurs composants fonctionnels supplémentaires de l'entraînement principal (1), interagissant avec un coulisseau (1kag) ou bras coulissant (1ka) de l'entraînement principal (1), appelé, dans la suite dispositif de composants fonctionnels supplémentaires de l'entraînement principal (1),

    a) dans laquelle l'entraînement principal (1) est conçu pour la sollicitation du battant de porte (F) dans le sens d'un mouvement de fermeture et/ou d'un mouvement de fermeture et/ou d'un amortissement de fermeture et/ou d'un amortissement d'ouverture, de préférence comme un entraînement à ressort de fermeture ou comme un entraînement de porte à moteur électrique ; et

    - dans laquelle l'entraînement principal (1) comprend un agrégat d'entraînement (1g) avec une sortie (laa, 1w) et un dispositif de transmission de force avec le bras coulissant (1ka) et la glissière (1ks), dans laquelle le bras coulissant (1ka) est relié en entraînement avec la sortie (1aa, 1w) de l'agrégat d'entraînement (1g) et, avec son extrémité libre, comprend un coulisseau (1kag) avec lequel le bras coulissant (1ka) est guidé dans la glissière (1ks),

    b) dans laquelle l'entraînement auxiliaire (2) est conçu pour la sollicitation du battant de porte (F) dans le sens d'un mouvement de fermeture et/ou d'un mouvement d'ouverture et/ou d'un amortissement de fermeture et/ou d'un amortissement d'ouverture et

    - dans laquelle l'entraînement auxiliaire (2) comprend un agrégat d'entraînement (2g) avec une sortie (2aa, 2gks)

    - dans laquelle l'agrégat d'entraînement (1g) de l'entraînement principal (1) est monté côté battant de porte (F) et la glissière (1ks) du dispositif de transmission de force de l'entraînement principal (1) et le dispositif à composants fonctionnels supplémentaires de l'entraînement principal (1) sont montés côté cadre (R),

    - dans laquelle l'entraînement auxiliaire (2) comprend un ou plusieurs composants montés côté cadre (R) - appelés dans la suite dispositif à composants monté côté cadre de l'entraînement auxiliaire (2),

    - dans laquelle le dispositif à composants montés côté cadre de l'entraînement auxiliaire est disposé entièrement ou partiellement sur le côté supérieur ou sur le côté inférieur ou sur le côté avant ou sur le côté arrière de la glissière (1ks) de l'entraînement principal (1),

    - dans laquelle le dispositif à composants montés côté cadre de l'entraînement auxiliaire (2) est monté côté cadre (R) de façon à ce qu'un espace de montage (M) reste libre, dans lequel le dispositif à composants fonctionnels supplémentaires de l'entraînement principal (1) est disposé,

    - dans laquelle l'espace de montage (M) s'étende de manière décalée, de manière alignée ou parallèle ou s'étende de manière décalée avec un angle par rapport à la trajectoire de mouvement du coulisseau (1kag) de l'entraînement principal (1), guidé dans la glissière (1ks), en direction de l'extrémité éloignée de la charnière et/ou de l'extrémité proche de la charnière du cadre de porte (R),

    - dans laquelle le dispositif à composants fonctionnels supplémentaires de l'entraînement principal (1) est conçu

    • comme un dispositif de blocage électrique de la position ouverte du battant de porte (F) et/ou

    • comme un dispositif détecteur de fumée pour le contrôle d'un dispositif de blocage de la position ouverte du battant de porte et/ou comme une alimentation électrique et/ou comme un dispositif de commande électrique pour un tel dispositif détecteur de fumée et/ou comme un tel dispositif de blocage électrique et/ou

    • comme un composant d'un dispositif de régulation de suivi de fermeture, de préférence comme un dispositif de transmission d'un dispositif de régulation de suivi de fermeture.


     
    2. Porte selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisée en ce que
    au moins une partie de l'espace de montage (M) est recouverte vers l'extérieur d'un couvercle ou d'un boîtier de recouvrement.
     
    3. Porte selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisée en ce que
    au moins une partie de l'espace de montage (M) est disposée à l'intérieur d'un boîtier de la glissière (1ks) de l'entraînement principal (1) et/ou d'un boîtier de l'agrégat d'entraînement (2g) de l'entraînement auxiliaire (2) ou d'un boîtier d'une glissière (2ks) de l'entraînement auxiliaire (2).
     
    4. Porte selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisée en ce que

    - l'agrégat d'entraînement (2g) de l'entraînement auxiliaire (2) est monté côté cadre en formant le dispositif à composants montés côté cadre de l'entraînement auxiliaire (2) et

    - l'agrégat d'entraînement (2g, 2gd) de l'entraînement auxiliaire (2) est couplé ou couplable avec le coulisseau (1kag) de l'entraînement principal (1) et/ou le bras coulissant (1ka) de l'entraînement principal (1) par l'intermédiaire d'un dispositif de couplage intermédiaire (20k), afin de solliciter le coulisseau (1ka) de l'entraînement principal (1), au moins dans une phase finale du processus de fermeture et/ou au moins dans une phase initiale du processus d'ouverture.


     
    5. Porte selon l'une des revendications 1 à 3,
    caractérisée en ce que
    l'entraînement auxiliaire (2) comprend un dispositif de transmission de force qui est relié ou peut être relié avec la sortie (2aa, 2gks) de l'agrégat d'entraînement (2g, 2gd) de l'entraînement auxiliaire (2), et une tringlerie (2ka) et un palier de tringlerie conçu comme une glissière (2ks) ou un palier pivotant,
    dans laquelle il est prévu

    - que l'agrégat d'entraînement (2g, 2gd) de l'entraînement auxiliaire (2) soit monté côté battant de porte (F) et le palier de tringlerie (2ks) de l'entraînement auxiliaire (2) soit monté côté cadre en formant le dispositif à composants montés côté cadre (R) de l'entraînement auxiliaire (2) ou

    - que le palier de tringlerie (2ks) de l'entraînement auxiliaire (2) soit monté côté battant de porte (F) et l'agrégat d'entraînement (2g, 2gd) de l'entraînement auxiliaire (2) soit monté côté cadre en formant le dispositif à composants montés côté cadre (R) de l'entraînement auxiliaire (2).


     
    6. Porte selon la revendication 5,
    caractérisée en ce que
    le dispositif de transmission de force (2ka) de l'entraînement auxiliaire (2) peut être couplé et découplé automatiquement avec/de l'agrégat d'entraînement (2g, 2gd) de l'entraînement auxiliaire (2) pendant le processus d'ouverture et le processus de fermeture de la porte.
     
    7. Porte selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisée en ce que
    les composants de l'entraînement principal (1) et de l'entraînement auxiliaire (2) à monter côté cadre (R) sont logés dans ou sur un dispositif à boîtier et/ou dispositif à bâti de support et/ou dispositif à plaque de montage (3rm) commun et/ou continu à monter côté cadre (R) et/ou sont recouverts par un couvercle (3rh) commun et/ou continu à monter côté cadre (R),
    dans laquelle il est prévu
    qu'au moins une partie ou tout l'espace de montage (M) ou la majeure partie de l'espace de montage (M) soit disposée dans ou sur le dispositif à boîtier et/ou dispositif à bâti de support et/ou dispositif à plaque de montage (3rm) commun et/ou continu à monter côté cadre (R) et/ou est conçue de façon à être recouverte d'un couvercle (3rh) commun et/ou continu à monter côté cadre.
     
    8. Porte selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisée en ce que
    les composants de l'entraînement principal (1) et de l'entraînement auxiliaire (2) à monter côté cadre sont conçus pour un montage dissimulé et/ou interne dans le cadre (R),
    dans laquelle il est prévu
    qu'au moins une partie ou tout l'espace de montage (M) ou la majeure partie de l'espace de montage (M) soit dissimulée et/ou disposée à l'intérieur du cadre (R).
     
    9. Porte selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisée en ce que
    un ou les composants de l'entraînement auxiliaire (2) à monter côté cadre est resp. sont à monter dans un plan de montage qui est disposé sur le côté avant ou sur le côté arrière ou au-dessus du côté supérieur ou en dessous du côté inférieur du ou des composants de l'entraînement principal (1) à monter côté cadre.
     
    10. Porte selon la revendication 9,
    caractérisée en ce que
    un ou les composants de l'entraînement auxiliaire (2) à monter côté cadre et un ou les composants de l'entraînement principal (1) à monter côté cadre sont logés dans ou sur le dispositif à boîtier et/ou dispositif à bâti de support et/ou dispositif à plaque de montage (3rm) commun et/ou continu à monter côté cadre ou sont recouverts par le couvercle (3rh) commun et/ou continu à monter côté cadre (R) ou
    dans le cas d'un montage dissimulé et/ou interne des composants de l'entraînement principal (1) et de l'entraînement auxiliaire (2) à monter côté cadre, sont disposés dans le dispositif de logement commun et/ou continu réalisé dans le cadre.
     
    11. Porte selon l'une des revendications précédentes,
    dans laquelle la porte est conçue comme une porte à deux battants avec un battant actif (F) logé de manière pivotante et un battant passif (F) logé de manière pivotante,
    dans laquelle l'entraînement de porte (10) est conçu pour l'entraînement du battant actif (F).
     
    12. Porte selon la revendication 11,
    caractérisée en ce que
    le battant passif (F) de la porte à deux battants est entraîné par un entraînement de porte (10) qui comprend un entraînement principal (1) selon la caractéristique a) de la revendication principale 1.
     
    13. Porte selon la revendication 11 ou 12,
    caractérisée en ce que
    le battant passif (F) de la porte à deux battants est entraîné par un entraînement de porte (10) qui comprend un entraînement auxiliaire (2) selon la caractéristique b) de la revendication principale 1.
     




    Zeichnung

















































































    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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