(19)
(11)EP 3 267 071 A1

(12)EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43)Veröffentlichungstag:
10.01.2018  Patentblatt  2018/02

(21)Anmeldenummer: 17176774.2

(22)Anmeldetag:  19.03.2015
(51)Int. Kl.: 
F16H 3/00  (2006.01)
F16H 3/089  (2006.01)
(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Validierungsstaaten:
MA

(30)Priorität: 02.04.2014 DE 102014206303

(62)Anmeldenummer der früheren Anmeldung nach Art. 76 EPÜ:
15718434.2 / 3126711

(71)Anmelder: Schaeffler Technologies AG & Co. KG
91074 Herzogenaurach (DE)

(72)Erfinder:
  • Müller, Bruno
    77880 Sasbach (DE)
  • Mán, Lászlo
    77833 Ottersweier-Unzhurst (DE)
  • Greb, Peter
    77833 Ottersweier (DE)

 
Bemerkungen:
Diese Anmeldung ist am 20-06-2017 als Teilanmeldung zu der unter INID-Code 62 erwähnten Anmeldung eingereicht worden.
 


(54)DOPPELKUPPLUNGSGETRIEBE


(57) Die Erfindung betrifft ein Getriebe (1) mit einer ersten Eingangswelle (102) und mit einer zweiten Eingangswelle (103), mit einer Ausgangswelle (125), mit einer ersten Kupplung (104) und mit einer zweiten Kupplung (105), wobei jede der Eingangswellen (102, 103) mit einer der Kupplungen (104, 105) mit der Kurbelwelle eines Antriebsmotors verbindbar ist, wobei jeder der Eingangswellen (102, 103) mittels Zahnradpaaren (113/121,110/118,114/122,111/119,115/123,112/120,116/124,109/117) mit der Ausgangswelle (125) drehmomentübertragend verbindbar ist, wobei Gruppen von zwei Zahnradpaaren (113/121,110/118,114/122,111/119,115/123,112/120,116/124,109/117) jeweils mittels einer betätigbaren Schaltgabel (130, 131, 132, 133) mit der Ausgangswelle (125) drehmomentübertragend verbindbar sind, wobei jedem Zahnradpaar (113/121,110/118,114/122,111/119,115/123,112/120,116/124,109/117) eine Übersetzungsstufe (ÜR, Ü1 bis Ü7) zugeordnet wird, wobei eine Anzahl von relativ zueinander abgestuften Übersetzungsstufen vorgesehen sind, wobei die beiden Übersetzungsstufen einer Gruppe von Zahnradpaaren eine erste Übersetzungsstufe (N) und ihre übernächste Übersetzungsstufe (N+2) sind, mit N einer ganzen Zahl, insbesondere N = 1, 2, 3, 4 oder 5.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Getriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge.

[0002] Getriebe für Kraftfahrzeuge sind im Stand der Technik vielfältig bekannt. So sind so genannte Handschaltgetriebe bekannt, bei welchen die Getriebeeingangswelle von einer Kupplung mit der Kurbelwelle eines Antriebsmotors verbindbar ist, wobei weiterhin eine Ausgangswelle vorgesehen ist und wobei zwischen der Eingangswelle und der Ausgangswelle eine Mehrzahl von Zahnradpaaren angeordnet sind, wobei mittels eines Schalthebels eines der Zahnradpaare auswählbar ist. Bei diesen Zahnradpaaren ist meist eines der beiden Zahnräder ein Festrad, welches mit der Welle fest verbunden ist und das andere Zahnrad ist ein Losrad, welches auf der Welle frei drehbar ist, wobei dieses Zahnrad mittels eines Verriegelungsmechanismus mit der Welle auch drehfest verbindbar ist. Dies kann auch mittels des Schalthebels erfolgen, was man auch das Einlegen einer Übersetzungsstufe nennt. Die Kupplung wird dabei in der Regel mittels eines Pedals fußbetätigt ein- oder ausgerückt.

[0003] Auch sind so genannte automatisierte Schaltgetriebe bekannt geworden, bei welchen die Betätigung des Schaltgetriebes, wie oben beschrieben, mittels eines Aktuators automatisiert betätigt wird. Auch die Kupplung wird dabei mittels eines Aktuators automatisiert betätigt.

[0004] Der Nachteil dieser Getriebe ist, dass bei einem Wechsel eines Übersetzungsverhältnisses eine Zeitphase vorliegt, in welcher kein Übersetzungsverhältnis eingelegt vorliegt und damit kein Antriebsmoment anliegt. Es kann also nicht zugkraftunterbrechungsfrei geschaltet werden.

[0005] Aus diesem Grund sind so genannte Doppelkupplungsgetriebe bekannt geworden, bei welchen eine zugkraftunterbrechungsfreie Änderung des Übersetzungsverhältnisses möglich ist. Solche Getriebe können mittels Aktuatoren betätigt werden, welche sowohl das Wählen des Übersetzungsverhältnisses als auch das Ein- oder Auslegen eines Übersetzungsverhältnisses als auch die Betätigung der Kupplungen erlaubt. Diese Getriebe weisen zwei Getriebeeingangswellen auf, die mittels zweier Kupplungen mit einer Kurbelwelle eines Antriebsmotors verbindbar sind. Auch weisen diese Getriebe eine ausgangswelle auf, wobei eine Mehrzahl von Zahnradpaaren zwischen den beiden Eingangswellen und der Ausgangswelle angeordnet sind, so dass ein Übersetzungsverhältnis für jede Eingangswelle gleichzeitig eingelegt werden kann, wenn nicht gleichzeitig beide der Kupplungen eingerückt sind. Bei einem Wechsel des Übersetzungsverhältnisses ist dann nur ein Ausrücken der einen Kupplung und ein im Wesentlichen gleichzeitiges Einrücken der anderen Kupplung notwendig.

[0006] Aus der DE 10 2004 055 121 A1 ist dabei eine Doppelkupplung bekannt, bei der auf der einen Eingangswelle die Zahnräder, die für die ungeraden Gänge verwendet werden und auf der anderen Eingangswelle die Zahnräder, welche für die geraden Gänge und den Rückwärtsgang verantwortlich sind bereitgestellt sind.

[0007] Eine vorteilhafte Betätigungsvorrichtung ist beispielsweise durch die ältere Anmeldung DE 10 2013 221 058 der Anmelderin bekannt geworden. Dabei wird eine Betätigungsvorrichtung mit zwei Walzenanordnungen beschrieben, wobei die Betätigung der Übersetzungsverhältnisse mittels Schaltgabeln erfolgt, welche mit Kontaktelementen in Nuten der Walzenanordnungen eingreifen, wobei ein Wechsel einer Nut in eine andere Nut drehrichtungsabhängig durchgeführt wird.

[0008] Dabei hat sich bei Getrieben nach dem Stand der Technik heraus gestellt, dass die Schaltgeschwindigkeiten beim Hochschalten und beim Herunterschalten der Übersetzungsverhältnisse unterschiedlich sind. Dadurch ergeben sich unterschiedliche Schaltzeiten, die bei dynamischen Schaltvorgängen als eher ungenügend bezeichnet werden könnten, während sich schnelle Schaltvorgänge bei ausgewählten Übersetzungswechseln ergeben, wenn die Dynamik weniger notwendig erscheint.

[0009] Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Getriebe zu schaffen, welches im Vergleich zum Stand der Technik insbesondere in Bezug auf die Übersetzungswechseldynamik verbessert ist.

[0010] Die Aufgabe der Erfindung mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst.

[0011] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung betrifft ein Getriebe mit einer ersten Eingangswelle und mit einer zweiten Eingangswelle, mit einer Ausgangswelle, mit einer ersten Kupplung und mit einer zweiten Kupplung, wobei jede der Eingangswellen mit einer der Kupplungen mit der Kurbelwelle eines Antriebsmotors verbindbar ist, wobei jeder der Eingangswellen mittels Zahnradpaaren mit der Ausgangswelle drehmomentübertragend verbindbar ist, wobei Gruppen von zwei Zahnradpaaren jeweils mittels einer betätigbaren Schaltgabel mit der Ausgangswelle drehmomentübertragend verbindbar sind, wobei jedem Zahnradpaar eine Übersetzungsstufe zugeordnet wird, wobei eine Anzahl von relativ zueinander abgestuften Übersetzungsstufen vorgesehen sind, wobei die beiden Übersetzungsstufen einer Gruppe von Zahnradpaaren eine erste Übersetzungsstufe (N) und ihre übernächste Übersetzungsstufe (N+2) sind, mit N einer ganzen Zahl, insbesondere N = 1, 2, 3, 4 oder 5 etc. Dadurch wird erreicht, dass bei einer Rückschaltung über zwei Übersetzungsstufen, also beispielsweise von Übersetzungsstufe 3 zu Übersetzungsstufe 1 und/oder von Übersetzungsstufe 4 zu Übersetzungsstufe 2 und/oder von Übersetzungsstufe 5 zu Übersetzungsstufe 3 und/oder von Übersetzungsstufe 6 zu Übersetzungsstufe 4 und/oder von Übersetzungsstufe 7 zu Übersetzungsstufe 5 etc. keine komplexen Schaltvorgänge durchgeführt werden müssen, weil die Rückschaltung mit einer Schaltgabel betätigt wird. Dadurch wird insbesondere bei dynamisch relevanten Schaltvorgängen eine kurze Schaltzeit erreicht.

[0012] Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die Übersetzungsstufen einer Eingangswelle zwei Gruppen von Zahnradpaare aufweisen, wobei diese Zahnradpaare die Übersetzungsstufen N, N+2, N+4 und N+6 umfassen, mit N einer ganzen Zahl, insbesondere N = 1, 2 oder 3. Dadurch können auch Rückschaltungen von Übersetzungsstufe N zur Übersetzungsstufe N-4 besonders schnell durchgeführt werden.

[0013] Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Übersetzungsstufen einer Eingangswelle zwei Gruppen von Zahnradpaaren aufweisen, wobei diese Zahnradpaare die Übersetzungsstufen 1, 3, 5 und 7 umfassen.

[0014] Auch ist es zweckmäßig, wenn die Übersetzungsstufen einer ersten Eingangswelle zwei Gruppen von Zahnradpaare aufweisen, wobei diese Zahnradpaare die Übersetzungsstufen 1 und 3 in einer Gruppe sowie 5 und 7 in einer anderen Gruppe umfassen.

[0015] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Übersetzungsstufen einer ersten Eingangswelle zwei Gruppen von Zahnradpaare aufweisen, wobei diese Zahnradpaare die Übersetzungsstufen 2, 4 und 6 umfassen.

[0016] Dabei ist es auch vorteilhaft, wenn die Übersetzungsstufen des Rückwärtsgangs R einem der Zahnradpaare zugeordnet ist.

[0017] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Übersetzungsstufen einer zweiten Eingangswelle zwei Gruppen von Zahnradpaaren aufweisen, wobei diese Zahnradpaare die Übersetzungsstufen R und 2 in einer ersten Gruppe sowie 4 und 6 in einer anderen Gruppe umfassen.

[0018] Besonders vorteilhaft können bei den oben Beschriebenen Anordnungen die Übersetzungsstufen 3 und 5, bzw. 2 und 4 der einzelnen Gruppen jeweils benachbart zueinandern auf der jeweiligen Eingangswelle angeordnet sein. Auf diese Weise weisen auch diese Schaltvorgänge von 4 auf 2 und 5 auf 3 entsprechend kurze Schaltzeiten auf.

[0019] Erfindungsgemäß werden die Zahnradpaare zumindest einer der Eingangswellen oder aller Eingangswellen paarweise mittels einer Schaltgabel betätigt, wobei die Schaltgabeln einer Eingangswelle jeweils mit einer Schaltwalze betätigt werden.

[0020] Erfindungsgemäß ist es auch vorteilhaft, wenn für die Betätigung der Zahnradpaare einer Eingangswelle jeweils eine Schaltwalze vorgesehen ist, wobei bei zwei Eingangswellen und deren zugeordnete Zahnradpaare zwei Schaltwalzen vorgesehen sind zur Betätigung des Getriebes.

[0021] Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die Schaltwalzen jeweils von einem Elektromotor angetrieben werden. So kann eine schnelle und energieeffiziente Betätigung des Getriebes erfolgen.

[0022] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele in Verbindung mit den zugehörigen Figuren näher erläutert:

[0023] Dabei zeigen:
Figur 1
eine schematische Ansicht eines Getriebes nach dem Stand der Technik, und
Figur 2
eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen Getriebes, und
Figur 3
eine Ansicht eines Ausschnitts eines erfindungsgemäßen Getriebes.


[0024] Die Figur 1 zeigt in einer schematischen Darstellung ein Getriebe 1 nach dem Stand der Technik. Das Getriebe 1 weist eine erste Eingangswelle 2 und eine zweite Eingangswelle 3 auf, die über die Kupplungen 4, 5 mit einer nicht dargestellten Kurbelwelle eins Antriebsmotors verbindbar sind. Die Kupplungen 4, 5 sind in einem Kupplungsgehäuse 6 angeordnet, welches mit der Kurbelwelle verbindbar ist. Zur Betätigung der Kupplungen 4, 5 sind Betätigungsvorrichtungen 7, 8 vorgesehen, welche von einer Steuereinheit ansteuerbar sind, um die eine Kupplung 4 und/oder die andere Kupplung 5 betätigen zu können. Die Eingangswellen 2, 3 sind zumindest bereichsweise koaxial zueinander angeordnet, wobei auch die Betätigungsvorrichtungen 7, 8 bevorzugt koaxial zueinander angeordnet sind. Mit den beiden Eingangswellen 2, 3 sind Zahnräder 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16 von Zahnradpaaren 9/17; 10/18; 11/19; 12/20; 13/21; 14/22; 15/23 und 16/24 drehfest verbunden. Dabei sind die Zahnräder 9, 10, 11 und 12 mit der Welle 3 und die Zahnräder 13, 14, 15 und 16 mit der Welle 2 drehfest verbunden.

[0025] Mit der parallel zu den Eingangswellen 2, 3 angeordneten Ausgangswelle 25 sind die Zahnräder 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24 über Schiebemuffen 26, 27, 28 und 29 verbindbar. Dazu sind die Schiebemuffen 26, 27, 28 und 29 über Schaltgabeln 30, 31, 32 und 33 axial verlagerbar, wobei die Schaltgabeln 30, 31, 32 und 33 dabei in die eine oder in die andere Richtung zu verlagern sind. Die Verlagerung der Schaltgabeln 30, 31, 32 und 33 erfolgt über die Walzenelemente 34, 35, 36 und 37, wobei diese von Antriebsmotoren 38, 39 verdreht werden können.

[0026] Auch können über die Antriebsmotoren 38, 39 Kolben 40, 41 von Kolben-Zylindereinheiten 42, 43 betätigt werden, um die Kupplungen 4, 5 betätigen zu können.

[0027] Die Anordnung der Übersetzungsstufen Ü ist dabei wie folgt:

Das Zahnradpaar 13/21 ist der ersten Übersetzungsstufe Ü1 zugeordnet,

das Zahnradpaar 11/19 ist der zweiten Übersetzungsstufe Ü2 zugeordnet,

das Zahnradpaar 15/23 ist der dritten Übersetzungsstufe Ü3 zugeordnet,

das Zahnradpaar 10/18 ist der vierten Übersetzungsstufe Ü4 zugeordnet,

das Zahnradpaar 14/22 ist der fünften Übersetzungsstufe Ü5 zugeordnet,

das Zahnradpaar 12/20 ist der sechsten Übersetzungsstufe Ü6 zugeordnet,

das Zahnradpaar 16/24 ist der siebten Übersetzungsstufe Ü7 zugeordnet, und

das Zahnradpaar 9/17 mit einem Zwischenrad 44 ist der Übersetzungsstufe des- Rückwärtsgangs ÜR zugeordnet. Dabei entsprechen die Übersetzungsstufen Ü1 bis Ü7 und ÜR den bekannten Übersetzungsstufen 1 bis 7 und R eines Getriebes, die auch als Gänge bezeichnet werden.



[0028] Erkennbar ist, dass die Übersetzungsstufen einer Gruppe von Zahnradpaaren13/21 und 14/22 bzw. 15/23 und 16/24 bzw. 11/19 und 12/20, also Ü1 und Ü5 bzw. Ü3 und Ü7 bzw. Ü2 und Ü6 jeweils einen Übersetzungssprung von vier haben, also N und N+4. Bei einer Rückschaltung N zu N-2 müssen somit zwei Gruppen von Zahnradpaaren involviert werden. Beispielsweise bei einer Rückschaltung Ü3 nach Ü1 muss die Gruppe der Zahnradpaare13/21 und 14/22 als auch die Gruppe der Zahnradpaare 15/23 und 16/24 involviert werden, wobei die Schiebemuffe des Zahnradpaares 15/23 auslegend betätigt wird und die Schiebemuffe des Zahnradpaares 13/21 einlegend betätigt wird. Auch bei einem Rückschaltvorgang Ü7 nach Ü5 sind beide Gruppen der Zahnradpaare13/21 und 14/22 als auch 15/23 und 16/24 involviert.

[0029] Die Figur 2 zeigt in einer schematischen Darstellung ein erfindungsgemäßes Getriebe 101. Das Getriebe 101 weist eine erste Eingangswelle 102 und eine zweite Eingangswelle 103 auf, die über die Kupplungen 104, 105 mit einer nicht dargestellten Kurbelwelle eins Antriebsmotors verbindbar sind. Die Kupplungen 104, 105 sind in einem Kupplungsgehäuse 106 angeordnet, welches mit der Kurbelwelle verbindbar ist. Zur Betätigung der Kupplungen 104, 105 sind Betätigungsvorrichtungen 107, 108 vorgesehen, welche von einer Steuereinheit ansteuerbar sind, um die eine Kupplung 104 und/oder die andere Kupplung 105 betätigen zu können.

[0030] Die Eingangswellen 102, 103 sind zumindest bereichsweise koaxial zueinander angeordnet, wobei auch die Betätigungsvorrichtungen 107, 108 bevorzugt koaxial zueinander angeordnet sind. Mit den beiden Eingangswellen 102, 103 sind Zahnräder 109, 110, 111, 112, 113, 114, 115, 116 von Zahnradpaaren 109/117; 110/118; 111/119; 112/120; 113/121; 114/122; 115/123 und 116/124 drehfest verbunden. Dabei sind die Zahnräder 109, 110, 111 und 112 mit der Welle 103 und die Zahnräder 113, 114, 115 und 116 mit der Welle 102 drehfest verbunden.

[0031] Mit der parallel zu den Eingangswellen 102, 103 angeordneten Ausgangswelle 125 sind die Zahnräder 117, 118, 119, 120, 121, 122, 123, 124 über Schiebemuffen 126, 127, 128 und 129 verbindbar. Dazu sind die Schiebemuffen 126, 127, 128 und 129 über Schaltgabeln 130, 131, 132 und 133 axial verlagerbar, wobei die Schaltgabeln 130, 131, 132 und 133 dabei in die eine oder in die andere Richtung zu verlagern sind. Die Verlagerung der Schaltgabeln 130, 131, 132 und 133 erfolgt über die Walzenelemente 134, 135, 136 und 137, wobei diese von Antriebsmotoren 138, 139, wie Elektromotoren oder hydraulische Motoren, verdreht werden können. Dabei können die Walzenelemente 134,135 bzw. 136,137 zu jeweils einer Schaltwalze zusammengefasst sein.

[0032] Auch können über die Antriebsmotoren 138, 139 Kolben 140, 141 von Kolben-Zylindereinheiten 142, 143 betätigt werden, um die Kupplungen 104, 105 betätigen zu können.

[0033] Die Anordnung der Übersetzungsstufen Ü ist dabei wie folgt:

Das Zahnradpaar 113/121 ist der ersten Übersetzungsstufe Ü1 zugeordnet,

das Zahnradpaar 110/118 ist der zweiten Übersetzungsstufe Ü2 zugeordnet,

das Zahnradpaar 114/122 ist der dritten Übersetzungsstufe Ü3 zugeordnet,

das Zahnradpaar 111/119 ist der vierten Übersetzungsstufe Ü4 zugeordnet,

das Zahnradpaar 115/123 ist der fünften Übersetzungsstufe Ü5 zugeordnet,

das Zahnradpaar 112/120 ist der sechsten Übersetzungsstufe Ü6 zugeordnet,

das Zahnradpaar 116/124 ist der siebten Übersetzungsstufe Ü7 zugeordnet, und

das Zahnradpaar 109/117 mit einem Zwischenrad 144 ist der Übersetzungsstufe des-Rückwärtsgangs ÜR zugeordnet. Dabei entsprechen die Übersetzungsstufen Ü1 bis Ü7 und ÜR den bekannten Übersetzungsstufen 1 bis 7 und R eines Getriebes, die auch als Gänge bezeichnet werden.



[0034] Erkennbar ist in Figur 2, dass die Übersetzungsstufen einer Gruppe von Zahnradpaaren 113/121 und 114/122 bzw. 115/123 und 116/124 bzw. 111/119 und 112/120, also Ü1 und Ü3 bzw. Ü5 und Ü7 bzw. Ü4 und Ü6 jeweils einen Übersetzungssprung von nur zwei haben, also N und N+2. Bei einer Rückschaltung N zu N-2 ist somit nur eine Gruppe von Zahnradpaaren involviert. Dies ermöglicht einen schnelleren Schaltvorgang, insbesondere bei Verwendung von Walzenelementen zur Betätigung. Beispielsweise ist bei einer Rückschaltung Ü3 nach Ü1 nur die Gruppe der Zahnradpaare113/121 und 114/122 involviert. Bei einer Rückschaltung Ü7 nach Ü5 ist auch nur die Gruppe der Zahnradpaare115/123 und 116/124 involviert.

[0035] Zwischen dem jeweiligen Antriebsmotor 38, 39 bzw. 138, 139 und dem Kolben ist weiterhin ein Freilauf 45 bzw. 145 vorgesehen.

[0036] Die Figur 3 zeigt in einer Schnittdarstellung die Anordnung zweier Walzenelemente 202 mit einem Zahnrad 224 zum Antrieb über eine Antriebsstufe 225, wobei die Kontaktelemente 210, 211 der Schaltgabeln 212, 213 in die Führungsbahnen 203, 204 eingreifen und durch Verdrehung der Walzenelemente 202 in den Führungsbahnen verlagerbar sind.

[0037] So können die Zahnradpaare zumindest einer der Eingangswellen oder aller Eingangswellen paarweise mittels einer der Schaltgabeln 212,213 betätigt werden, wobei die Schaltgabeln 212,213 einer Eingangswelle jeweils mit einer Schaltwalze als Walzenelement 202 betätigt werden können. Dabei ist für die Betätigung der Zahnradpaare einer Eingangswelle jeweils eine Schaltwalze als Walzenelement 202 vorgesehen, wobei bei zwei Eingangswellen und deren zugeordnete Zahnradpaare zwei Schaltwalzen als Walzenelemente 202 vorgesehen sind zur Betätigung des Getriebes. Die Schaltwalzen als Walzenelemente 202 werden dabei bevorzugt von einem Elektromotor oder von jeweils einem Elektromotor angetrieben.

[0038] Diesbezüglich und insbesondere im Hinblick auf die Getriebebetätigung wird auf die ältere Anmeldung DE 10 2013 221 058 verwiesen, deren Offenbarungsinhalt ausdrücklich vollständig zum Offenbarungsinhalt der vorliegenden Anmeldung gehört.

Bezugszeichenliste



[0039] 
1
Getriebe
2
Eingangswelle
3
Eingangswelle
4
Kupplung
5
Kupplung
6
Kupplungsgehäuse
7
Betätigungsvorrichtung
8
Betätigungsvorrichtung
9
Zahnrad
10
Zahnrad
11
Zahnrad
12
Zahnrad
13
Zahnrad
14
Zahnrad
15
Zahnrad
16
Zahnrad
17
Zahnrad
18
Zahnrad
19
Zahnrad
20
Zahnrad
21
Zahnrad
22
Zahnrad
23
Zahnrad
24
Zahnrad
25
Ausgangswelle
26
Schiebemuffe
27
Schiebemuffe
28
Schiebemuffe
29
Schiebemuffe
30
Schaltgabel
31
Schaltgabel
32
Schaltgabel
33
Schaltgabel
34
Walzenelement
35
Walzenelement
36
Walzenelement
37
Walzenelement
38
Antriebsmotor
39
Antriebsmotor
40
Kolben
41
Kolben
42
Kolben-Zylindereinheit
43
Kolben-Zylindereinheit
44
Zwischenrad
45
Freilauf
101
Getriebe
102
Eingangswelle
103
Eingangswelle
104
Kupplung
105
Kupplung
106
Kupplungsgehäuse
107
Betätigungsvorrichtung
108
Betätigungsvorrichtung
109
Zahnrad
110
Zahnrad
111
Zahnrad
112
Zahnrad
113
Zahnrad
114
Zahnrad
115
Zahnrad
116
Zahnrad
117
Zahnrad
118
Zahnrad
119
Zahnrad
120
Zahnrad
121
Zahnrad
122
Zahnrad
123
Zahnrad
124
Zahnrad
125
Ausgangswelle
126
Schiebemuffe
127
Schiebemuffe
128
Schiebemuffe
129
Schiebemuffe
130
Schaltgabel
131
Schaltgabel
132
Schaltgabel
133
Schaltgabel
134
Walzenelement
135
Walzenelement
136
Walzenelement
137
Walzenelement
138
Antriebsmotor
139
Antriebsmotor
140
Kolben
141
Kolben
142
Kolben-Zylindereinheit
143
Kolben-Zylindereinheit
144
Zwischenrad
145
Freilauf
202
Walzenelement
203
Führungsbahn
204
Führungsbahn
210
Kontaktelement
211
Kontaktelement
212
Schaltgabel
213
Schaltgabel
224
Zahnrad
225
Antriebsstufe



Ansprüche

1. Getriebe (101) mit einer ersten Eingangswelle (102) und mit einer zweiten Eingangswelle (103), mit einer Ausgangswelle (125), mit einer ersten Kupplung (104) und mit einer zweiten Kupplung (105), wobei jede der Eingangswellen (102, 103) mit einer der Kupplungen (104, 105) mit der Kurbelwelle eines Antriebsmotors verbindbar ist, wobei jeder der Eingangswellen (102,103) mittels Zahnradpaaren (113/121,110/118,114/122,111/119,115/123,112/120,116/124,109/117) mit der Ausgangswelle (125) drehmomentübertragend verbindbar ist, wobei Gruppen von zwei Zahnradpaaren (113/121 und 114/122 bzw. 115/123 und 116/124 bzw. 111/119 und 112/120) jeweils mittels einer betätigbaren Schaltgabel (130,131,132,133) mit der Ausgangswelle (125) drehmomentübertragend verbindbar sind, wobei jedem Zahnradpaar (113/121,110/118,114/122,111/119,115/123,112/120,116/124,109/117) eine Übersetzungsstufe (ÜR, Ü1 bis Ü7) zugeordnet ist, wobei eine Anzahl von relativ zueinander abgestuften Übersetzungsstufen vorgesehen sind, wobei die beiden Übersetzungsstufen einer Gruppe von Zahnradpaaren eine erste Übersetzungsstufe (N) und ihre übernächste Übersetzungsstufe (N+2) sind, mit N einer ganzen Zahl, insbesondere N = 1, 2, 3, 4 oder 5 etc, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnradpaare (113/121,110/118,114/122,111/119,115/123,112/120,116/124,109/117) zumindest einer der Eingangswellen (102,103) oder aller Eingangswellen (102,103) paarweise mittels einer Schaltgabel (130,131,132,133) betätigt werden, wobei die Schaltgabeln (130,131,132,133) einer Eingangswelle (102,103) jeweils mit einer Schaltwalze (134,135,136,137) betätigt werden.
 
2. Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Übersetzungsstufen (ÜR, Ü1 bis Ü7) einer Eingangswelle (102, 103) zwei Gruppen von Zahnradpaaren (113/121 und 114/122 bzw. 115/123 und 116/124 bzw. 109/117 und 110/118 bzw. 111/119 und 112/120) aufweisen, wobei diese Zahnradpaare (113/121,110/118,114/122,111/119,115/123,112/120,116/124,109/117) die Übersetzungsstufen N, N+2, N+4 und N+6 umfassen, mit N einer ganzen Zahl, insbesondere N = 1,2 oder 3.
 
3. Getriebe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Übersetzungsstufen (Ü1,Ü3,Ü5,Ü7) einer Eingangswelle (102) zwei Gruppen von Zahnradpaaren (113/121 und 114/122 bzw. 115/123 und 116/124) aufweisen, wobei diese Zahnradpaare (113/121,114/122,115/123,116/124) die Übersetzungsstufen 1, 3, 5 und 7 umfassen.
 
4. Getriebe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Übersetzungsstufen (Ü1,Ü3,Ü5,Ü7) einer Eingangswelle (102) zwei Gruppen von Zahnradpaaren (113/121 und 114/122 bzw. 115/123 und 116/124) aufweisen, wobei diese Zahnradpaare (113/121,114/122,115/123,116/124) die Übersetzungsstufen 1 und 3 in einer Gruppe sowie 5 und 7 in einer anderen Gruppe umfassen.
 
5. Getriebe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Gruppen von Zahnradpaaren (113/121 und 114/122 bzw. 115/123 und 116/124) so auf einander auf der Eingangswelle (102) folgen, dass die Übersetzungsstufen 3 und 5 benachbart sind.
 
6. Getriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Übersetzungsstufen (ÜR,Ü2,Ü4,Ü6) einer Eingangswelle (103) zwei Gruppen von Zahnradpaaren (111/119 und 112/120 bzw. 109/117 und 110/118) aufweisen, wobei diese Zahnradpaare (111/119,112/120,109/117,110/118) die Übersetzungsstufen 2, 4 und 6 umfassen.
 
7. Getriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Übersetzungsstufe (ÜR) des Rückwärtsgangs R einem der Zahnradpaare (109/117 und 110/118) zugeordnet ist.
 
8. Getriebe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Übersetzungsstufen (ÜR,Ü2,Ü4,Ü6) einer Eingangswelle (103) zwei Gruppen von Zahnradpaare (111/119 und 112/120 bzw. 109/117 und 110/118) aufweisen, wobei diese Zahnradpaare (111/119,112/120,109/117,110/118) die Übersetzungsstufen R und 2 in einer Gruppe sowie 4 und 6 in einer anderen Gruppe umfassen.
 
9. Getriebe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Gruppen von Zahnradpaaren (111/119 und 112/120 bzw. 109/117 und 110/118) so auf einander auf der Eingangswelle (103) folgen, dass die Übersetzungsstufen 2 und 4 benachbart sind.
 
10. Getriebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für die Betätigung der Zahnradpaare (113/121,110/118,114/122,111/119,115/123,112/120,116/124,109/117) einer Eingangswelle (102,103) jeweils eine Schaltwalze (134,135,136,137) vorgesehen ist, wobei bei zwei Eingangswellen (102,103) und deren zugeordnete Zahnradpaare (109/117,110/118,111/119,112/120,113/121,114/122,115/123,116/124) zwei Schaltwalzen (134,135 bzw.136,137) vorgesehen sind zur Betätigung des Getriebes (101).
 
11. Getriebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltwalzen (134,135,136,137) jeweils von einem Elektromotor (138,139) angetrieben werden.
 




Zeichnung




















IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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