(19)
(11)EP 3 278 940 B1

(12)EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45)Hinweis auf die Patenterteilung:
29.07.2020  Patentblatt  2020/31

(21)Anmeldenummer: 16182778.7

(22)Anmeldetag:  04.08.2016
(51)Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B26B 29/06(2006.01)
B27G 17/02(2006.01)

(54)

VORRICHTUNG ZUR VERWENDUNG BEIM TROCKENAUSBAU

DEVICE FOR USE IN DRYWALL CONSTRUCTION

DISPOSITIF A UTILISER POUR DES CONSTRUCTIONS SECHES


(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(43)Veröffentlichungstag der Anmeldung:
07.02.2018  Patentblatt  2018/06

(60)Teilanmeldung:
17177551.3 / 3278941

(73)Patentinhaber: wolfcraft GmbH
56746 Kempenich (DE)

(72)Erfinder:
  • Moog, Christopher
    56422 Wirges (DE)
  • Donner, Andreas
    56727 Mayen (DE)
  • Ebert, Winfried
    56745 Weibern (DE)

(74)Vertreter: Grundmann, Dirk et al
Rieder & Partner mbB Patentanwälte - Rechtsanwalt Corneliusstrasse 45
42329 Wuppertal
42329 Wuppertal (DE)


(56)Entgegenhaltungen: : 
DE-U1- 8 703 786
US-A- 1 366 800
US-A- 3 644 993
US-A- 5 230 152
US-A- 5 906 049
US-A1- 2006 201 000
FR-A5- 2 144 914
US-A- 2 208 412
US-A- 4 279 081
US-A- 5 615 488
US-A- 5 946 808
US-A1- 2012 234 150
  
      
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung

    Gebiet der Technik



    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zerteilen einer auf ihren beiden Breitseiten jeweils eine Kartonlage aufweisenden Gipskartonplatte.

    [0002] Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Zerteilen einer Gipskartonplatte.

    Stand der Technik



    [0003] Die WO 2012/020330 A1 beschreibt eine Vorrichtung zum Zerteilen einer Gipskartonplatte. Auf einer Führungsschiene, die ein Führungsprofil aufweist, ist ein Schlitten verschieblich. Der Schlitten trägt einen Klingenträger, der eine Klinge aufweist, die durch Verschwenken des Klingenträgers von einer Ruhestellung, in der die Klinge nicht in die Oberfläche des Werkstücks eingreift, in eine Arbeitsstellung bringbar ist, in die eine Ecke der Klinge in die Oberfläche des Werkstücks eingreift.

    [0004] Vorrichtungen zum Zerteilen von Gipskartonplatten sind darüber hinaus bekannt aus den US 2,835,037, DE 36 24 429 C1, US 2,098,641, US 5,231,764, US 8,434,235 B2 und US 4,903,409.

    [0005] Eine bekannte Vorrichtung zum Fixieren einer Führungsschiene auf der Oberfläche eines Werkstücks besitzt die Form einer Spannzwinge, wobei ein Schenkel der Spannzwinge in eine Profilnut eingeschoben werden kann. Die Druckschraube der Spannzwinge wird von unten gegen die Rückseite des Werkstücks gespannt.

    [0006] Eine Vorrichtung zum Erzeugen einer Anfasung an einer Gipskartonplatte beschreibt die DE 196 29 202 C2. Die dort beschriebene Vorrichtung besitzt die Form eines Hobels. Der Hobel besitzt einen Grundkörper, der zwei in Schnittrichtung hintereinanderliegende Klingen trägt. Die Unterseite des Hobels bildet eine Auflageflanke aus, von der an den beiden sich gegenüberliegenden Enden Stege abragen, die eine Anlageflanke zur Anlage an einer Schmalseite des Werkstücks ausbilden. Im Zwischenraum zwischen den beiden Anlageflanken befindet sich die Klingenanordnung, wobei jeweils vor einer Schneide eine Spanaustrittsöffnung ausgebildet ist. Eine Vorrichtung zum Erzeugen von Anfasungen wird auch in der DE 87 03 786 beschrieben.

    [0007] Die FR 2.120.206 beschreibt eine Zerteilungsvorrichtung mit zwei in Schnittrichtung hintereinander angeordneten Klingen.

    [0008] Aus der US 5,946,808 ist eine Vorrichtung bekannt, bei der an einer Führungsschiene Schneidmesser mit verschiedenen Messern entlanggezogen werden können, um verschiedene Materialien zu zerteilen.

    [0009] Die US 2006/0201000 A1 beschreibt eine Vorrichtung zum Zerteilen von Werkstücken mit zwei Klingen, die aus voneinander wegweisenden Enden eines Klingenträgers wahlweise herausragen können.

    Zusammenfassung der Erfindung



    [0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Zerteilen von Gipskartonplatten gebrauchsvorteilhaft weiter zu bilden.

    [0011] Gelöst wird die Aufgabe durch die in den Ansprüchen 1 und 2 angegebene Erfindung. Die Unteransprüche stellen vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung dar.

    [0012] Auf einer mit einer Kartonlage versehenen Breitseite der Gipskartonplatte wird eine Führungsschiene aufgelegt. Dabei kommt eine Auflagefläche der Führungsschiene in flächige Anlage zur Breitseite. Die dann nach oben weisende Oberseite der Führungsschiene besitzt ein Führungsprofil, beispielsweise eine Nut oder einen Vorsprung. Das Führungsprofil erstreckt sich in Bearbeitungsrichtung. Es ist ein Schlitten vorgesehen, der entlang des Führungsprofils gegenüber der Führungsschiene verschieblich ist. Er besitzt ein zum Führungsprofil passendes Gegenprofil, beispielsweise eine Nut oder einen in eine Führungsnut eingreifenden Vorsprung. Der Schlitten besitzt einen ersten Klingenträger. Dieser trägt eine Klinge, die von einer Ruhestellung in eine Arbeitsstellung bringbar ist. In der Ruhestellung ragt kein Arbeitsabschnitt der Klinge derart aus einem Grundkörper des Schlittens heraus, dass er eine Einwirkung auf die Oberseite des Werkstücks haben könnte. Der Klingenträger ist von der Ruhestellung in eine Arbeitsstellung bringbar. In dieser Arbeitsstellung ragt ein Arbeitsabschnitt der Klinge aus der Unterseite des den Klingenträger tragenden Grundkörpers derart heraus, dass ein Verschieben des Schlittens entlang der Führungsschiene zu einer Durchtrennung der Kartonlage führt. Hierzu braucht beispielsweise eine Ecke der Klinge nur geringfügig in die Oberfläche des Werkstücks einzudringen, um einen die Kartonlage zumindest teildurchdrängenden Einschnitt zu erzeugen. Die Gipskartonplatte ist dann um diesen Einschnitt knickbar. Eine Knickstelle bildet sich auf der der zerteilten Kartonlage gegenüber liegenden Kartonlage. Es bildet sich eine Bruchkante durch den Gipskern der Gipskartonplatte, die sich entlang des Einschnittes erstreckt. Erfindungsgemäße und/oder vorteilhafte Eigenschaften sind die Folgenden: Es ist eine zweite Klinge vorgesehen, die ebenfalls von einer Ruhestellung in eine Arbeitsstellung bringbar ist. Hierzu wird die zweite Klinge von einem zweiten Klingenträger gehalten. Bevorzugt kann der zweite Klingenträger um eine zweite Schwenkachse verschwenkt werden. Der erste Klingenträger und der zweite Klingenträger können unabhängig voneinander jeweils von der Ruhestellung in die Arbeitsstellung und zurück verlagert werden. In der Arbeitsstellung des zweiten Klingenträgers bewirkt ein Verschieben des Schlittens die Durchtrennung der von der Führungsschiene wegweisenden Kartonlage entlang der Bruchkante. Dies hat dann eine vollständige Abtrennung des abgebrochenen Stücks von der Gipskartonplatte zur Folge. In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Schneiden der beiden Klingen in entgegengesetzte Richtungen weisen, so dass in einer Hinbewegung des Schlittens entlang der Führungsschiene die nach oben zur Führungsschiene weisende Kartonlage durchtrennt wird und nach einem Durchbrechen des Gipskerns der Gipskartonplatte in einer Herbewegung in entgegengesetzter Richtung die zweite Klinge, die von der Führungsschiene wegweisende Kartonlage durchtrennt. Das Ablängen der Gipskartonplatte erfolgt somit in drei aufeinanderfolgenden Bearbeitungsschritten, wobei im ersten Bearbeitungsschritt der zweite Klingenträger seine Ruhestellung einnimmt und der erste Klingenträger in die Arbeitsstellung gebracht wird. In dieser Arbeitsstellung wird der Schlitten in einer ersten Richtung entlang der Führungsschiene verlagert. In einem zweiten Arbeitsschritt wird der Kern der Gipskartonplatte gebrochen, so dass das abgebrochene Stück einen Winkel zur Platte einnimmt und nur noch mit der von der Führungsschiene wegweisenden Kartonlage mit der Gipskartonplatte verbunden ist. In einem dritten Bearbeitungsschritt wird der zweite Klingenträger von seiner Ruhestellung in die Arbeitsstellung gebracht. Der erste Klingenträger nimmt seine Ruhestellung ein. Bei einer Zurückverlagerung des Schlittens entlang der Führungsschiene wird die andere Gipskartonlage an einer Knickstelle durchtrennt. Die beiden Klingenträger können jeweils um eine Schwenkachse schwenkbar dem Schlitten beziehungsweise einem Grundkörper zugeordnet sein. Die beiden Schwenkachsen können parallel zueinander verlaufen. Es ist insbesondere vorgesehen, dass die Schwenkachsen senkrecht zur Flächennormalen der Breitseite beziehungsweise zur Auflagefläche der Führungsschiene verlaufen. Die Schwenkachsen verlaufen ferner senkrecht zur Erstreckungsrichtung des Führungsprofils. Der erste Klingenträger kann einen Griff aufweisen. Der Griff kann einen Fuß aufweisen. Der Fuß kann in einer Ausnehmung des Grundkörpers einliegen und dort um die erste Schwenkachse verschwenkt werden. Es kann ein Federelement vorgesehen sein, welches den ersten Klingenträger in seine Ruhestellung beaufschlagt. Der Klingenträger kann einen Klingenhalter aufweisen. Dieser Klingenhalter kann verschieblich in einer Griffhöhlung angeordnet sein. Hierzu weist die Griffhöhlung einen Schacht auf, in dem der Klingenhalter steckt. Der Fuß kann eine Grundfläche aufweisen, in die die Höhlung mündet. Durch diese Grundflächenmündung kann die Klinge aus der Grundfläche heraus verlagert werden. Dies erfolgt durch eine Verschiebung des Klingenhalters gegenüber dem Griff. Der Griff kann von zwei Griffschalen ausgebildet sein. Es können Rastmittel vorgesehen sein, um den Klingenhalter in verschiedenen Verschiebestellungen gegenüber dem Griff zu fixieren. Hierdurch kann die Schnitttiefe eingestellt werden. Der Klingenhalter kann aber auch derart weit aus dem Schacht des Griffs herausverlagert werden, dass die Klinge gewechselt werden kann. Es handelt sich bevorzugt um eine Trapezklinge, die formschlüssig an einer Anlagefläche des Klingenhalters anliegend mit dem Klingenhalter verbunden ist. Eine spitze Ecke der ersten Klinge kann aus der Grundfläche des Fußes herausragen. Der Griff ragt in der Gebrauchsstellung bevorzugt nach oben vom Grundträger ab. Wird der Griff in die Schnittrichtung der ersten Klinge verschoben, so bewirkt das auf den Griff ausgeübte Drehmoment ein Verschwenken des ersten Klingenträgers in die Arbeitsstellung. Wird der Griff in Gegenrichtung beaufschlagt, also in der Herbewegung, in der die zweite Klinge zum Einsatz kommt, so wird der erste Klingenträger in Gegenrichtung drehmomentbeaufschlagt. Wegen eines Anschlags kann sich der erste Klingenträger aber nicht verschwenken. Mit dem Griff kann somit der Schlitten sowohl hin- als auch hergeschoben werden, wobei nur in der Hinbewegung der erste Klingenträger verschwenkt wird. Die zweite Klinge kann von einem Klingenträger getragen werden, der um 90° verschwenkt werden kann. In der Arbeitsstellung nimmt die zweite Klinge bevorzugt eine 30° bis 60° bevorzugt eine 30° bis 60° Neigung zur Breitseitenfläche beziehungsweise zur Auflagefläche der Schiene ein. Bevorzugt handelt es sich um eine 45° Winkelstellung. Bei der Klinge kann es sich um eine Klinge mit einer hakenförmigen Schneide handeln. Die Klinge ist derart am Grundkörper angeordnet, dass der Haken der hakenförmigen Schneide in der Arbeitsstellung der zweiten Klinge senkrecht unter der Bewegungsbahn der ersten Klinge beim ersten Schnitt liegt, so dass mit der hakenförmigen zweiten Klinge beim zweiten Schnitt die zweite Kartonlage durchtrennt werden kann. Die zweite Klinge besitzt somit einen Abschnitt, der eine gedachte senkrecht zur Auflagefläche der Führungsschiene verlaufende Ebene kreuzt, wobei diese Ebene durch die von der ersten Klinge erzeugte Schnittlinie beziehungsweise durch die Schneide der ersten Klinge verläuft. In ihrer Ruhestellung liegt die zweite Klinge in einer Nische des Grundkörpers. Beim Gebrauch der Vorrichtung liegt die zu zerteilende Gipsplatte in einer Horizontalebene, so dass die Führungsschiene auf die nach oben weisende Breitseitenfläche der Gipskartonplatte auflegbar ist. Vom Grundkörper ragt dann ein Griff nach oben. Dieser Griff wird beim ersten Schnitt verschwenkt. Hierdurch tritt die Klinge von ihrer Ruhestellung in die Arbeitsstellung. Wird der Griff losgelassen, so sorgt die oben beschriebene Feder für eine selbsttätige Rückverlagerung des Griffs in eine Ruhestellung der ersten Klinge. Von einer Seitenfläche des Grundkörpers ragt ein Drehknopf ab. Bei diesem Drehknopf handelt es sich um den zweiten Klingenhalter, der einen Klingenträger aufweist, der eine geneigte Anlagefläche für die zweite Klinge aufweist. Durch eine Drehbewegung um die Schwenkachse wird die zweite Klinge von ihrer Ruhestellung, in der die Klinge in einer Nische des Grundkörpers liegt, in ihre Arbeitsstellung gebracht, in der sie eine gedachte Schnittebene der ersten Klinge schrägwinklig kreuzt. In einer Weiterbildung der Erfindung können Befestigungsmittel insbesondere am Grundkörper vorgesehen sein, mit denen eine Fixiervorrichtung, wie sie weiter unten beschrieben wird, an der Vorrichtung befestigt werden kann. Es ist insbesondere vorgesehen, dass der Grundkörper eine Tasche aufweist, in der ein oder mehrere Befestigungsvorrichtungen, insbesondere in Form von Befestigungszungen, angeordnet, mit denen ein Fixierelement lösbar an der Vorrichtung befestigt werden kann. Das Fixierelement kann in eine Nut einer Führungsschiene eingeschoben werden und besitzt Dorne, die sich bei der Auflage der Führungsschiene auf ein Werkstück in die Oberfläche des Werkstücks eindrücken. Die Tasche kann so ausgebildet sein, dass zwei Fixierelemente in Erstreckungsrichtung hintereinander liegen können. Jedes Fixierelement ist mit einem Paar von Rastzungen in der Tasche befestigt.

    Kurze Beschreibung der Zeichnungen



    [0013] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
    Fig. 1
    in einer perspektivischen Darstellung eine Vorrichtung zum Zerteilen einer Gipskartonplatte, die auf einer Gipskartonplatte 6 aufliegt,
    Fig. 2
    die Frontansicht eines auf einer Führungsschiene 1 verschieblichen Schlittens,
    Fig. 3
    eine Frontansicht des Schlittens,
    Fig. 4
    eine Unteransicht des Schlittens,
    Fig. 5
    eine Draufsicht des Schlittens,
    Fig. 6
    den Schnitt gemäß der Linie VI-VI in Figur 5, wobei eine erste Klinge 11 in einer Verwahrstellung einliegt und der die erste Klinge 11 tragende Klingenträger 12, 13, 14 eine Ruhestellung einnimmt,
    Fig. 7
    eine Darstellung gemäß Figur 6, bei der ein Klingenhalter 12 derart aus einer Griffanordnung 13, 14 herausverlagert ist, dass die Klinge 11 gewechselt werden kann,
    Fig. 8
    eine perspektivische Darstellung des Schlittens 10 in der in Figur 7 dargestellten Betriebsstellung,
    Fig. 9
    eine Darstellung gemäß Figur 6, wobei die Klinge 11 eine Betriebsstellung einnimmt, in der eine Ecke 11' der Klinge 11 aus einer Unterseite 20 eines Fußes 30 herausragt und der Klingenträger 12, 13, 14 in eine derartige Arbeitsstellung gebracht worden ist, in welcher die Ecke 11" einen Einschnitt 9' in eine Kartonlage 8 einer Gipskartonplatte 6 erzeugt,
    Fig. 10
    eine weitere Seitenansicht des Schlittens 10, wobei der erste Klingenträger 12, 13, 14 seine Ruhestellung einnimmt und ein zweiter Klingenträger 24, 26 von seiner in den Figuren 1 bis 9 dargestellten Ruhestellung in eine Arbeitsstellung gebracht ist,
    Fig. 11
    einen Schnitt gemäß der Linie XI-XI in Figur 10, in dem ersichtlich ist, dass die zweite Klinge 25 in ihrer Arbeitsstellung unterhalb der von der ersten Klinge 11 erzeugten Schnittlinie liegt, um entlang einer Bruchkante 9 die nach unten weisende Kartonlage 8' zu durchtrennen,
    Fig. 12
    eine weitere perspektivische Darstellung des Schlittens 10, wobei der zweite Klingenträger 24, 26 seine Arbeitsstellung einnimmt,
    Fig. 13
    eine erste Explosionsdarstellung,
    Fig. 14
    eine zweite Explosionsdarstellung.

    Beschreibung der Ausführungsformen



    [0014] Die Figuren 1 bis 14 zeigen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem es sich um eine Vorrichtung zum Zerteilen einer Gipskartonplatte 6 handelt. Eine Gipskartonplatte besitzt einen Kern aus Gips und zwei voneinander wegweisende Breitseiten 7, 7', die jeweils mit einer Kartonlage 8, 8' beschichtet sind, die der Gipskartonplatte 6 Stabilität verleiht. Um eine Gipskartonplatte 6 entlang einer Schnittlinie 9' zu zerteilen, wird zunächst in eine erste Breitseite 7 ein Einschnitt 9' vorgenommen. Daran anschließend wird der Gipskern der Gipskartonplatte 6 entlang dieser Schnittlinie 9' gebrochen, so dass eine Bruchkante 9 entsteht und der abgebrochene Teil nur noch über die jetzt abgewinkelte zweite Kartonlage 8' mit der Restplatte verbunden ist. Die vollständige Zerteilung erfolgt durch einen zweiten Schnitt, indem die zweite Kartonlage 8' entlang eines Knickwinkels zerteilt wird. Die in den Figuren 1 bis 14 dargestellte Vorrichtung ermöglicht eine vereinfachte Durchführung dieses Verfahrens.

    [0015] Es ist eine Führungsschiene 1 vorgesehen, bei der es sich um einen Aluminiumprofilkörper handeln kann. Die Führungsschiene 1 bildet ein Führungsprofil 2 aus. Es handelt sich dabei um einen sich entlang der Führungsschiene 1 erstreckenden Vorsprung 5. Der Vorsprung 5 bildet auf seiner Rückseite, nämlich der Auflagefläche der Führungsschiene 1, eine Führungsnut 3 aus. Bei der Führungsnut 3 handelt es sich um eine hinterschnittene Nut 3, wobei die Hinterschneidungen von Vorsprüngen 5 ausgebildet sind, die im Bereich der Mündung der Nut 3 ins Nutinnere hineinragen. Das Führungsprofil 2 bildet einen weiteren Vorsprung 4 aus, der seitlich vom Führungsprofil 2 abragt.

    [0016] Ein Grundkörper der Zerteilvorrichtung wird im Folgenden mit Schlitten 10 bezeichnet. Der Schlitten 10 besitzt eine Führungsaussparung 23, in die die vom Führungsprofil 2 ausgebildete Führungsrippe hineinragt. Die Führungsaussparung 23 besitzt mehrere Vorsprünge 36, die in den Zwischenraum zwischen Vorsprung 4 und Schienenkörper der Führungsschiene 1 eingreifen können. Der Schlitten 10 ist somit formschlüssig mit dem Führungsprofil 2 verbunden und entlang des Führungsprofils 2 verschieblich.

    [0017] Der Schlitten 10 bildet einen Grundkörper 22 aus, der die Führungsaussparung 23 und eine Ausnehmung 29 aufweist. In der einen im Wesentlichen rechteckigen Grundriss aufweisenden Ausnehmung 29 steckt ein Fuß 30 eines Griffs, der aus zwei Griffschalen 13, 14 besteht. Der Fuß 30 ist mittels einer Schwenkachse 18 schwenkbar innerhalb der Ausnehmung 29 gelagert. Die Schwenkachse 18 befindet sich auf einer ersten Seite des Fußes 30, der einen kurzen Hebelarm ausbildet. Auf der anderen Seite des Fußes 30 befindet sich eine Anschlagschulter 32, die in einer Ruhestellung der Griffanordnung 13, 14 an einem Anschlag 31 anliegt. In dieser Ruhestellung verläuft eine Unterseite 20 des Fußes 30 in einem spitzen Winkel innerhalb der Ausnehmung 29 zur Unterseite des Grundkörpers 22.

    [0018] Innerhalb des Griffs 13, 14 befindet sich ein Klingenhalter 12. Der Klingenhalter 12 besitzt eine Anlagefläche, an der eine trapezförmige Klinge 11 anliegt. Eine Ecke 11" der Schneide 11' der Klinge 11 überragt dabei ein unteres Ende des Klingenhalters 12. Das obere Ende des Klingenhalters 12 besitzt Rastvorsprünge 16, die in Rastnischen 17 der Griffschalen 13, 14 eingreifen können. Durch den Druck auf einen Druckknopf 15 und eine elastische Verformung des Klingenhalters 12 können die Rastvorsprünge 16 aus den Rastnischen 17 heraustreten, so dass der Klingenhalter 12 innerhalb der Griffschalen 13, 14 von der in der Figur 6 dargestellten Verwahrstellung der Klinge 11 in die in Figur 7 dargestellte Wechselstellung der Klinge 11 gebracht werden kann. In dieser Stellung ragt der die Klinge 11 tragende Abschnitt des Klingenhalters 12 im Wesentlichen vollständig aus der Unterseite 20 des Fußes 30 heraus.

    [0019] Der Klingenhalter 12 ist derart in dem von den Griffschalen 13, 14 gebildeten Kanal 21 längsverschieblich und mit den Rastmitteln 16, 17 fixierbar angeordnet, dass in einer Betriebsstellung, wie sie die Figur 9 zeigt, eine Ecke 11" aus der Unterseite 20 des Fußes 30 herausragt. Nimmt hierbei der Griff 13, 14 seine in der Figur 10 dargestellte Ruhestellung ein, ragt die Ecke 11" nicht über die Unterseite des Grundkörpers 22 heraus, sondern befindet sich vollständig innerhalb der Ausnehmung 29.

    [0020] Durch Aufbringen eines Drehmomentes auf den Griff 13,14 kann der Griff 13,14 um die Schwenkachse 18 verschwenkt werden. Hierdurch wird die Schenkelfeder 19 gespannt. Die Anschlagschulter 32 entfernt sich vom Anschlag 31 und die Ecke 11" der Klinge 11 ragt unter die Unterseite des Grundkörpers 22, so dass die Schneide 11' bei einer Längsverschiebung des Schlittens 11 einen Einschnitt 9' in die Kartonlage 8 erzeugt. Wird der Griff 13, 14 wieder losgelassen, so stellt die sich dann entspannende Feder 19 den vom Griff 13, 14 gebildeten Klingenträger 12 zurück in die Ruhestellung.

    [0021] In dieser zuvor beschriebenen ersten Arbeitsstellung der ersten Klinge 11 kann (siehe Figur 9) in eine nach oben weisende Kartonlage 8 einer Gipskartonplatte 6 ein erster Einschnitt 9' eingebracht werden, bei dem die zuoberst liegende Kartonlage 8 vollständig durchtrennt wird. Die Feder 19 besitzt eine derartige Federkraft, dass sich beim Beaufschlagen der Griffanordnung in Bearbeitungsrichtung der Griff 13, 14 verschwenkt, so dass das die Schneide 11' einen Einschnitt 9' in die Kartonlage 8 schneidet.

    [0022] In einem zweiten Arbeitsschritt wird dann der Kern der Gipskartonplatte 6 gebrochen, so dass ein Abschnitt 6 senkrecht von der sich in der Horizontalebene befindenden Restplatte nach unten hängt, wie es die Figur 11 zeigt.

    [0023] Zum Durchtrennen der nach unten weisenden zweiten Kartonlage 8' im Bereich der dabei gebildeten Knickstelle ist eine zweite Klinge 25 vorgesehen. Die zweite Klinge 25 ist derart geneigt gegenüber dem Grundkörper 22 angeordnet, dass ihre Schneide 25' in der Arbeitsstellung der zweiten Klinge 25 sich senkrecht unterhalb einer in Schnittrichtung gelegten Linie durch die erste Klinge 11 befindet und somit in der Lage ist, in einem 45°-Winkel die Kartonlage 8' zu zerteilen. Hierzu wird der Schlitten in Gegenrichtung verschoben. Dies erfolgt auch durch Einleiten einer Kraft in den Griff, der sich dann aber nicht verschwenkt, da die Anschlagschulter 32 am Anschlag 31 anliegt.

    [0024] Die zweite Klinge 25 wird von einem zweiten Klingenträger 24, 26 getragen. Ein Klingenhalter 24 besitzt eine Anlagefläche 35, die eine Flächennormale aufweist, die um 45° zu einer Schwenkachse 27 geneigt ist, mit der der Klingenhalter 24 gegenüber dem Grundkörper 22 um 90° verschwenkt werden kann. Die Schwenkachse 27 liegt ebenso wie die Schwenkachse 18 in der normalen Gebrauchsstellung der Vorrichtung in einer Horizontalebene und erstreckt sich senkrecht zur Erstreckungsrichtung des Führungsprofils 2 beziehungsweise zur Erstreckungsrichtung der Führungsaussparung 23, also zur Bewegungsrichtung des Schlittens 10.

    [0025] Der zweite Klingenhalter 24 ist von einer Kappe 26 überfangen, die auch eine Haltefunktion ausüben kann, um die Klinge 25 an der Anlagefläche 35 zu halten.

    [0026] Der Klingenhalter 24 steckt in einer Lageraussparung 33 an einer Seitenwand des Schlittens 10. Aus einer Bodenfläche der Lageraussparung 33 ragt ein Achszapfen 34 heraus, der in eine Lagerhöhlung des Klingenhalters 24 hineinragt. In einer Bohrung des Achszapfens 34 steckt die Schwenkachse 27.

    [0027] Die Klinge 25 ist formschlüssig am Klingenhalter 24 befestigt. Hierzu ragen Befestigungsrippen des Klingenhalters 24 in Befestigungsnischen der als Doppelhakenklinge ausgebildeten Klinge 25. Die Schneide 25' der Klinge 25 besitzt eine Bogenform. Der dadurch gebildete Haken vollzieht den trennenden Schnitt durch die Kartonlage 8'.

    [0028] Bis auf die Befestigungsschrauben, mit denen die beiden Griffschalen 13, 14 miteinander verbunden sind, die Klingen 11, 25 und die Achsen 18, 27 sowie die Feder 19 können die anderen Bestandteile, also die Griffschalen 13, 14, der Klingenhalter 12, der Grundkörper 22, der Klingenhalter 24 und die Kappe 26 aus Kunststoff bestehen.
    Liste der Bezugszeichen
    1 Führungsschiene 18 Schwenkachse
    2 Führungsprofil 19 Feder
    3 Nut 20 Unterseite
    4 Vorsprung 21 Kanal
    5 Vorsprung 22 Grundkörper
    6 Werkstück, Gipskartonplatte 23 Führungsaussparung
    7 Breitseite 24 zweiter Klingenhalter
    7' Breitseite 25 Klinge
    8 Kartonlage 25' Schneide
    8' Kartonlage 26 Kappe
    9 Bruchkante 27 Schwenkachse
    9' Einschnitt, Schnittlinie 28 Nische
    10 Schlitten 29 Ausnehmung
    11 Klinge 30 Fuß
    11' Schneide 31 Anschlag
    11" Ecke 32 Anschlagschulter
    12 erster Klingenhalter, -träger 33 Lageraussparung
    13 Griffschale, Griffanordnung 34 Achszapfen
    14 Griffschale, Griffanordnung 35 Anlagefläche
    15 Druckknopf 36 Vorsprung
    16 Rastvorsprung    
    17 Rastnische    



    Ansprüche

    1. Verfahren zum Zerteilen einer auf ihren beiden Breitseiten (7, 7') jeweils eine Kartonlage (8, 8') aufweisenden Gipskartonplatte (6), bei dem auf einer Breitseite (7) der Gipskartonplatte (6) eine ein Führungsprofil (2) aufweisende Führungsschiene (1) aufgelegt wird und in einem ersten Schritt durch Verschieben eines, mit einem ersten Klingenträger (12, 13, 14) eine erste Klinge (11) tragenden Schlittens (10) entlang des Führungsprofils (2) mit dem von einer ersten Ruhestellung in eine erste Arbeitsstellung gebrachten ersten Klingenträger (12, 13, 14) beim Verschieben des Schlittens (10) die zur Führungsschiene (1) weisende Kartonlage (8) durchtrennt wird, und nachfolgend in einem zweiten Schritt die Gipskartonplatte (6) um eine Bruchkante (9) entlang der von der Führungsschiene (1) wegweisenden Kartonlage (8') gebrochen wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Klinge (25), die von einem zweiten Klingenträger (24, 26) des Schlittens (10) gehalten wird, welcher zweite Klingenträger (24, 26) während des ersten Schritts eine zweite Ruhestellung einnimmt, in einem dritten Schritt, in dem der erste Klingenträger (12, 13, 14) die erste Ruhestellung einnimmt, von der zweiten Ruhestellung in eine zweite Arbeitsstellung gebracht wird und durch eine Zurückverlagerung des Schlittens (10) entlang des Führungsprofils (2) die von der Führungsschiene (1) wegweisenden Kartonlage (8') entlang der Bruchkante (9) durchtrennt wird.
     
    2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, mit einer Führungsschiene (1), die mit einer Auflagefläche auf die Breitseite (7) der Gipskartonplatte (6) auflegbar ist und ein Führungsprofil (2) aufweist, und mit einem entlang des Führungsprofils (2) verschieblichen Schlitten (10), welcher eine erste Klinge (11) trägt, die von einer ersten Ruhestellung in eine, beim Verschieben des Schlittens (10) eine Durchtrennung der zur Führungsschiene (1) weisenden Kartonlage (8) bewirkenden ersten Arbeitsstellung bringbar ist, so dass die Gipskartonplatte (6) um eine Bruchkante (9) entlang der von der Führungsschiene (1) wegweisenden Kartonlage (8') brechbar ist, und mit einer zweiten Klinge (25), die von einer zweiten Ruhestellung in eine zweite Arbeitsstellung bringbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Klinge (25) von einem zweiten Klingenträger (24, 26) getragen ist, und in der zweiten Arbeitsstellung eine derartige Neigung zur Auflagefläche der Schiene einnimmt, dass ein Abschnitt der zweiten Klinge (25) eine gedachte Ebene kreuzt, die durch die von der ersten Schneide erzeugte Schnittlinie und senkrecht zur Auflagefläche verläuft.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Klinge (11) von einem ersten Klingenträger (12, 13, 14) getragen wird, der um eine erste Schwenkachse (18) schwenkbar einem Grundkörper (22) des Schlittens (10) zugeordnet ist, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass die Schwenkachse (18) senkrecht zur Flächennormalen der Breitseite (7) beziehungsweise einer Auflagefläche der Führungsschiene (1) und senkrecht zur Erstreckungsrichtung des Führungsprofiles (2) verläuft.
     
    4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, gekennzeichnet durch einen die erste Klinge (11) tragenden Griff (13,14), der einen Fuß (30) aufweist, der in einer Ausnehmung (29) des Schlittens (10) oder des Grundkörpers (22) angeordnet ist, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass der Fuß (30) um die Schwenkachse (18) schwenkbar ist.
     
    5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Klingenträger (12, 13, 14) von einer Feder (19) in der ersten Ruhestellung gehalten ist.
     
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3, 4 oder 5, gekennzeichnet durch einen dem ersten Klingenträger (12, 13, 14) zugeordneten Klingenhalter (12), der verschieblich zwischen zwei Griffschalen (13, 14) angeordnet ist zum Auswechseln der ersten Klinge (11) beziehungsweise zum Einstellen der Schnitttiefe.
     
    7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Klinge (11) in der ersten Arbeitsstellung lediglich mit einer Spitzenecke (11") aus einer Unterseite (20) des Fußes (30) herausragt.
     
    8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Klingenträger (24, 26) um eine zweite Schwenkachse (27) schwenkbar dem Grundkörper (22) zugeordnet ist.
     
    9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Klinge (25) in der zweiten Arbeitsstellung in einem Neigungswinkel in einem Bereich zwischen 30° und 60°, bevorzugt 45° zur Breitseite (7) beziehungsweise zur Anlagefläche der Führungsschiene (1) verläuft und ein Abschnitt der Schneide (25') der zweiten Klinge (25) eine gedachte Senkrechte zur Auflagefläche der Führungsschiene (1) verlaufende Ebene schneidet, die durch die von der ersten Klinge (11) erzeugte Schnittlinie (9') geht.
     
    10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Schwenkachse (27) senkrecht zur Flächennormalen der Breitseite (7) beziehungsweise der Auflagefläche der Führungsschiene (1) und senkrecht zur Erstreckungsrichtung des Führungsprofiles (2) verläuft.
     
    11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Klinge (25) an einer Anlagefläche (35) anliegt, die in einem Winkel von insbesondere 30° bis 60°, bevorzugt 45° zur zweiten Schwenkachse (27) geneigt ist.
     
    12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Klinge (25) eine hakenförmige Schneide (25') aufweist.
     
    13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneide (25') in der zweiten Ruhestellung in einer Nische (28) des Grundkörpers (22) liegt.
     


    Claims

    1. Method for dividing a plasterboard (6) having a cardboard layer (8, 8') on each of its two broad sides (7, 7'), in which method a guide rail (1) having a guide profile (2) is placed on a broad side (7) of the plasterboard (6), and, in a first step, by moving a carriage (10) carrying a first blade (11) by means of a first blade carrier (12, 13, 14) along the guide profile (2), the cardboard layer (8) facing the guide rail (1) is cut through by the first blade carrier (12, 13, 14) which is brought from a first idle position into a first working position when the carriage (10) is moved, and then, in a second step, the plasterboard (6) is broken around a breaking edge (9) along the cardboard layer (8') facing away from the guide rail (1), characterised in that, in a third step in which the first blade carrier (12, 13, 14) is in the first idle position, a second blade (25) which is held by a second blade carrier (24, 26) of the carriage (10), which second blade carrier (24, 26) is in a second idle position during the first step, is brought from the second idle position into a second working position, and, by means of the carriage (10) being moved back along the guide profile (2), the cardboard layer (8') facing away from the guide rail (1) is cut through along the breaking edge (9).
     
    2. Device for carrying out the method according to claim 1, comprising a guide rail (1) which can be placed by means of a support surface on the broad side (7) of the plasterboard (6) and has a guide profile (2), and comprising a carriage (10) which can be moved along the guide profile (2) and carries a first blade (11) which can be brought from a first idle position into a first working position which causes the cardboard layer (8) facing the guide rail (1) to be cut through when the carriage (10) is moved such that the plasterboard (6) can be broken around a breaking edge (9) along the cardboard layer (8') facing away from the guide rail (1), and comprising a second blade (25) which can be brought from a second idle position into a second working position, characterised in that the second blade (25) is carried by a second blade carrier (24, 26), and, in the second working position, is inclined with respect to the support surface of the rail such that a portion of the second blade (25) crosses an imaginary plane which extends through the cutting line generated by the first cutting edge and perpendicularly to the support surface.
     
    3. Device according to claim 2, characterised in that the first blade (11) is carried by a first blade carrier (12, 13, 14) which is associated with a main body (22) of the carriage (10) so as to be pivotable about a first pivot axis (18), it being provided in particular that the pivot axis (18) extends perpendicularly to the surface normals of the broad side (7) or a support surface of the guide rail (1) and perpendicularly to the direction of extension of the guide profile (2).
     
    4. Device according to either claim 2 or claim 3, characterised by a handle (13, 14) which carries the first blade (11) and has a foot (30) which is arranged in a recess (29) of the carriage (10) or of the main body (22), it being provided in particular that the foot (30) can be pivoted about the pivot axis (18).
     
    5. Device according to either claim 3 or claim 4, characterised in that the first blade carrier (12, 13, 14) is held in the first idle position by means of a spring (19).
     
    6. Device according to any of claims 3, 4 or 5, characterised by a blade holder (12) which is associated with the first blade carrier (12, 13, 14) and is movably arranged between two handle shells (13, 14) for changing the first blade (11) or for adjusting the cutting depth.
     
    7. Device according to either claim 5 or claim 6, characterised in that the first blade (11) projects only with a tip of a corner (11") from an underside (20) of the foot (30) in the first working position.
     
    8. Device according to any of claims 3 to 7, characterised in that the second blade carrier (24, 26) is associated with the main body (22) so as to be pivotable about a second pivot axis (27).
     
    9. Device according to claim 8, characterised in that the second blade (25) extends at angle of inclination in a range between 30° and 60°, preferably 45°, with respect to the broad side (7) or to the contact surface of the guide rail (1) in the second working position and a portion of the cutting edge (25') of the second blade (25) intersects an imaginary plane which extends perpendicularly to the support surface of the guide rail (1) and which passes through the cutting line (9') generated by the first blade (11).
     
    10. Device according to either claim 8 or claim 9, characterised in that the second pivot axis (27) extends perpendicularly to the surface normals of the broad side (7) or the support surface of the guide rail (1) and perpendicularly to the direction of extension of the guide profile (2).
     
    11. Device according to claim 10, characterised in that the second blade (25) abuts a contact surface (35) which is inclined at an angle of in particular 30° to 60°, preferably 45°, with respect to the second pivot axis (27).
     
    12. Device according to any of claims 2 to 11, characterised in that the second blade (25) has a hook-shaped cutting edge (25').
     
    13. Device according to any of claims 3 to 12, characterised in that the cutting edge (25') is in a recess (28) of the main body (22) in the second idle position.
     


    Revendications

    1. Procédé pour diviser une plaque de plâtre (6) comportant une couche de carton (8, 8') sur chacune de ses deux faces larges (7, 7'), dans lequel un rail de guidage (1) comportant un profilé de guidage (2) est placé sur une face large (7) de la plaque de plâtre (6) et dans une première étape, par le déplacement d'un chariot (10) portant une première lame (11) avec un premier porte-lame (12, 13, 14), le long du profil de guidage (2) avec le premier porte-lame (12, 13, 14) amené d'une première position de repos dans une première position de travail, la couche de carton (8) tournée vers le rail de guidage (1) est coupée lors du déplacement du chariot (10), et ensuite, dans une deuxième étape, la plaque de plâtre (6) est rompue autour d'une arête de rupture (9) le long de la couche de carton (8') tournée à l'opposé du rail de guidage (1), caractérisé en ce que dans une troisième étape dans laquelle le premier porte-lame (12, 13, 14) prend la première position de repos, une deuxième lame (25), portée par un deuxième porte-lame (24, 26) du chariot (10) lequel deuxième porte-lame (24, 26) prend une deuxième position de repos pendant la première étape, est amenée de la deuxième position de repos dans une deuxième position de travail et, par un déplacement vers l'arrière du chariot (10) le long du profil de guidage (2), la couche de carton (8') tournée à l'opposé du rail de guidage (1) est coupée le long de l'arête de rupture (9).
     
    2. Dispositif pour la mise en Ĺ“uvre du procédé selon la revendication 1, avec un rail de guidage (1) pouvant être placé avec une surface d'appui sur la face large (7) de la plaque de plâtre (6) et présentant un profil de guidage (2), et avec un chariot (10) pouvant être déplacé le long du profil de guidage (2), qui porte une première lame (11) pouvant être amenée d'une première position de repos à une première position de travail qui, lors du déplacement du chariot (10), provoque une coupe de la couche de carton (8) tournée vers le rail de guidage (1) de sorte que la plaque de plâtre (6) peut être cassée autour d'un bord de rupture (9) le long de la couche de carton (8') tournée à l'opposé du rail de guidage (1), et avec une deuxième lame (25) qui peut être amenée d'une deuxième position de repos dans une deuxième position de travail, caractérisé en ce que la deuxième lame (25) est supportée par un deuxième porte-lame (24, 26) et a dans la deuxième position de travail une inclinaison par rapport à la surface d'appui du rail telle qu'une partie de la deuxième lame (25) croise un plan imaginaire passant par la ligne de coupe produite par la première lame et perpendiculaire à la surface d'appui.
     
    3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que la première lame (11) est portée par un premier porte-lame (12, 13, 14) qui est associé à un corps de base (22) du chariot (10) de manière à pouvoir pivoter autour d'un premier axe de pivotement (18), dans lequel il est prévu en particulier que l'axe de pivotement (18) s'étende perpendiculairement à la normale à la surface de la face large (7) ou à une surface d'appui du rail de guidage (1) et perpendiculairement à la direction d'extension du profilé de guidage (2).
     
    4. Dispositif selon l'une des revendications 2 ou 3, caractérisé par une poignée (13, 14) portant la première lame (11) et comportant un pied (30) qui est agencé dans un évidement (29) du chariot (10) ou du corps de base (22), dans lequel il est prévu en particulier que le pied (30) puisse pivoter autour de l'axe de pivotement (18).
     
    5. Dispositif selon l'une des revendications 3 ou 4, caractérisé en ce que le premier porte-lame (12, 13, 14) est maintenu dans la première position de repos par un ressort (19).
     
    6. Dispositif selon l'une des revendications 3, 4 ou 5, caractérisé par un support de lame (12) associé au premier porte-lame (12, 13, 14), qui est agencé de manière déplaçable entre deux coquilles de poignée (13, 14) pour remplacer la première lame (11) ou pour régler la profondeur de coupe.
     
    7. Dispositif selon l'une des revendications 5 ou 6, caractérisé en ce que dans la première position de travail, la première lame (11) ne dépasse d'un côté inférieur (20) du pied (30) que par un coin en pointe (11").
     
    8. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 7, caractérisé en ce que le deuxième porte-lame (24, 26) est associé au corps de base (22) de manière à pouvoir pivoter autour d'un deuxième axe de pivotement (27).
     
    9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que la deuxième lame (25) s'étend dans la deuxième position de travail selon un angle d'inclinaison compris entre 30° et 60°, de préférence 45°, par rapport à la face large (7) ou à la surface d'appui du rail de guidage (1) et en ce qu'une partie du tranchant (25') de la deuxième lame (25) coupe un plan imaginaire s'étendant perpendiculairement à la surface d'appui du rail de guidage (1) et qui passe par la ligne de coupe (9') produite par la première lame (11).
     
    10. Dispositif selon l'une des revendications 8 ou 9, caractérisé en ce que le deuxième axe de pivotement (27) s'étend perpendiculairement à la normale à la surface de la face large (7) ou à la surface d'appui du rail de guidage (1) et perpendiculairement à la direction d'extension du profil de guidage (2).
     
    11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que la deuxième lame (25) repose sur une surface d'appui (35) qui est inclinée selon un angle de 30° à 60°, de préférence 45°, par rapport au deuxième axe de pivotement (27).
     
    12. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 11, caractérisé en ce que la deuxième lame (25) présente un tranchant en forme de crochet (25').
     
    13. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 12, caractérisé en ce que dans la deuxième position de repos, le tranchant (25') se trouve dans une niche (28) du corps de base (22).
     




    Zeichnung



































    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente