(19)
(11)EP 3 293 310 B1

(12)EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45)Hinweis auf die Patenterteilung:
27.11.2019  Patentblatt  2019/48

(21)Anmeldenummer: 16187612.3

(22)Anmeldetag:  07.09.2016
(51)Int. Kl.: 
E01C 19/48  (2006.01)

(54)

STRASSENFERTIGER MIT SPRÜHVORRICHTUNG

ROAD FINISHER WITH SPRAYING DEVICE

FINISSEUSE DE ROUTE COMPRENANT UN DISPOSITIF DE VAPORISATION


(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(43)Veröffentlichungstag der Anmeldung:
14.03.2018  Patentblatt  2018/11

(73)Patentinhaber: Joseph Vögele AG
67075 Ludwigshafen (DE)

(72)Erfinder:
  • HERZBERG, Ingo
    74918 Angelbachtal (DE)
  • GRIMM, Frank
    68535 Edingen-Neckarhausen (DE)
  • GLÖCKNER, Tom
    67659 Kaiserslautern (DE)
  • REUFELS, Harald
    53560 Vettelschoß (DE)

(74)Vertreter: Grünecker Patent- und Rechtsanwälte PartG mbB 
Leopoldstraße 4
80802 München
80802 München (DE)


(56)Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 1 845 197
US-A- 6 071 040
EP-A1- 2 119 831
  
      
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf Straßenfertiger gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Straßenfertiger werden vor allem im Straßenbau eingesetzt. Dort dienen sie zum Verteilen, Glätten und Verdichten von Schüttgut unterschiedlicher Art. Bei dem Schüttgut kann es sich beispielsweise um Asphaltgemische handeln. Aber auch Materialien, die für den die verschiedenen Asphaltschichten einer Straße tragenden Unterbau verwendet werden, können mit Hilfe von Straßenfertigern verteilt, geglättet und verdichtet werden.

    [0003] Mitunter wird der Unterbau nach dem Vorbereiten durch einen Straßenfertiger oder einen Grader mittels Tankfahrzeugen mit Sprühanlagen von oben befeuchtet. Dazu muss der Unterbau von diesen Fahrzeugen befahren werden. Danach kann eine Verdichtung mit Hilfe von Walzen erfolgen. Da es sich bei den Unterbaumaterialien häufig um loses Schüttgut, d.h. ohne den Zusatz von Bindemitteln, handelt, hat das Befahren des Unterbaus negative Folgen für die Oberflächenqualität des Unterbaus und folglich für die Qualität und Stabilität der späteren Straße.

    [0004] Aus der US 6,071,040 A ist ein Straßenfertiger mit einer Vorrichtung zum Einsprühen eines flüssigen Additives in den Materialbunker und in Richtung eines Querverteilers bekannt.

    [0005] Aus der EP 1 845 197 A1 und EP 2 119 831 A1 sind Sprühvorrichtungen bekannt, die eine Bindemittelemulsion auf eine eingebaute Asphaltschicht zum Verbinden mit einer darauf aufgetragenen zweiten Asphaltschicht aufsprüht.

    [0006] Aufgabe der Erfindung ist es, die Oberflächenqualität von Unterbauschichten im Straßenbau zu verbessern.

    [0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst mit einem Straßenfertiger mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen gegeben.

    [0008] Der erfindungsgemäße Straßenfertiger umfasst eine Zugmaschine mit einem Materialbunker und einem Maschinenrahmen, wobei der Maschinenrahmen durch Zugarme schwenkbar mit einer Einbaubohle verbunden ist. Eine Materialverteilschnecke ist in einem Zwischenraum zwischen der Zugmaschine und der Einbaubohle angeordnet. Zwischen dem Materialbunker und dem Zwischenraum verläuft eine Längsfördervorrichtung durch einen Tunnel. Der erfindungsgemäßen Straßenfertiger zeichnet sich durch eine Sprühvorrichtung aus, die zum Einsprühen einer Flüssigkeit in den Tunnel eingerichtet ist. Dadurch kann das Unterbauschüttgut vor dem Glätten und gegebenenfalls Verdichten befeuchtet werden, sodass, gegebenenfalls abgesehen von den endverdichtenden Walzfahrzeugen, keine weiteren Fahrzeuge über den verlegten Unterbau fahren müssen.

    [0009] Außerdem wird die Aufwirbelung von Staub gemindert. Sprühen, beziehungsweise Einsprühen ist im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung als das Verteilen einer Flüssigkeit zu verstehen. Dabei kann eine Zerstäubung oder Nebelerzeugung stattfinden. Dies ist jedoch zur Umsetzung der Erfindung nicht erforderlich. Ein Einsprühen beziehungsweise Sprühen im Sinne der vorliegenden Erfindung kann beispielsweise auch vorliegen, wenn die Flüssigkeit aus einem Rohrende ausfließt. Bei der Flüssigkeit kann es sich z. B. um Wasser handeln.

    [0010] Es ist zweckmäßig, wenn die Sprühvorrichtung eine oder mehrere Auslassvorrichtungen aufweist, an denen die Flüssigkeit wahlweise austritt. Insbesondere wenn mehrere Auslassvorrichtungen vorgesehen sind, kann es vorteilhaft sein, die Flüssigkeit je nach Bedarf an nur einer oder mehreren der Auslassvorrichtungen austreten zu lassen. Insbesondere kann die Richtung und, wie im Folgenden noch näher beschrieben werden wird, die pro Zeiteinheit austretenden Menge der Flüssigkeit einstellbar sein.

    [0011] Besonders günstig ist es, wenn die Auslassvorrichtungen jeweils ein Einstellelement aufweisen, das zum variablen Einstellen eines Flüssigkeitsstroms aus der jeweiligen Auslassvorrichtung konfiguriert ist. Auf diese Weise kann der Flüssigkeitsstrom beziehungsweise können die Flüssigkeitsströme noch genauer an den Bedarf angepasst werden. Die Einstellelemente können manuell oder automatisch betätigbar sein. Es kann eine mechanische oder elektronische Betätigung vorgesehen sein. Desweiteren können die Einstellelemente fernbetätigt sein und/oder direkt an dem Einstellelement betätigbar sein. Bei dem Einstellelement beziehungsweise den Einstellelementen kann es sich z.B. um einen oder mehrere Kugelhähne handeln. Die Auslassvorrichtungen können z.B. eine oder mehrere Sprühdüsen, Zungendüsen oder aber Zerstäubungseinrichtungen aufweisen. Es ist/sind jedoch auch ein oder mehrere Rohrenden denkbar.

    [0012] Die Sprühvorrichtung kann vorzugsweise eine oder mehrere Kupplungseinrichtungen aufweisen. Beispielsweise können zwei Kupplungsvorrichtungen an gegenüberliegenden Abschnitten der Sprühvorrichtung angeordnet sein.

    [0013] Es ist denkbar, dass an der Sprühvorrichtung eine Zulaufvorrichtung vorgesehen ist. Diese kann die Versorgung der Sprühvorrichtung mit Flüssigkeit gewährleisten und/oder erleichtern. Dazu kann die Zulaufvorrichtung z. B. durch die bzw. eine der Kupplungsvorrichtungen mit der Sprühvorrichtung verbunden werden. Die Zulaufvorrichtung kann beispielsweise eine Versorgungsleitung umfassen. Die Zulaufvorrichtung kann von der Sprühvorrichtung an einem anderen Ort des Straßenfertigers verlaufen und dadurch den Anschluss der Sprühvorrichtung an eine Flüssigkeitsversorgung, wie z.B. einen Hydranten, einen Tankwagen oder eine am oder im Straßenfertiger mitgeführte Flüssigkeitsversorgung oder einen mitgeführten Flüssigkeitsspeicher, erleichtern.

    [0014] Es ist vorteilhaft, wenn die Zulaufvorrichtung lösbar an der Sprühvorrichtung befestigt ist. So kann situationsbedingt entschieden werden, ob und/oder wo die Zulaufvorrichtung erforderlich oder zweckdienlich ist, und es ist denkbar, dass der Anschluss der Flüssigkeitsversorgung direkt, d. h. ohne die Verwendung einer Zulaufvorrichtung, an die Sprühvorrichtung, beispielsweise über die Kupplungsvorrichtung, erfolgt.

    [0015] Besonders günstig ist es, wenn eine Einstelleinheit zum variablen Einstellen eines Flüssigkeitsstroms zu der Sprühvorrichtung vorgesehen ist. Dadurch kann eine Anpassung des Flüssigkeitsstroms zu der Sprühvorrichtung bis hin zu einer kompletten Abschaltung gewährleistet sein. Gegenüber einer einzelnen Einstellung an der Auslassvorrichtung kann dies vorteilhaft sein. Es kann sich beispielsweise um ein Ventil oder einen Stromregler handeln. Eine Einstelleinheit kann alternativ oder ergänzend zu dem/den Einstellelement/en vorgesehen sein.

    [0016] Es sind verschiedene Varianten der Anordnung der Einstelleinheit denkbar. Es ist z.B. vorstellbar, dass die Einstelleinheit an der Zulaufvorrichtung und/oder an der Sprühvorrichtung angeordnet ist. Eine Anordnung an der Zulaufvorrichtung und der Sprühvorrichtung kann z.B. dann gegeben sein, wenn die Einstelleinheit zwischen den beiden vorgesehen ist. Die Einstelleinheit kann beispielsweise an einem der Sprühvorrichtung abgewandten Endabschnitt der Zulaufvorrichtung oder an einem der Sprühvorrichtung zugewandten Endabschnitt der Zulaufvorrichtung angeordnet sein.

    [0017] Es ist vorteilhaft, wenn die Einstelleinheit elektronisch ansteuerbar ist. Die Aktivierung, Deaktivierung oder Einstellung des Flüssigkeitsstroms kann so in Abhängigkeit verschiedener Parameter automatisch erfolgen. Beispiele für solche Parameter sind z.B. die Betätigung eines Fahrhauptschalters, die Geschwindigkeit verschiedener Fördereinrichtungen des Straßenfertigers, wie z.B. der Materialverteilschnecke oder aber gegebenenfalls vorgesehener sogenannter Kratzerbänder, oder der Zustand von verschiedenen Materialmengensensoren, wie z.B. Ultraschall- oder Paddelsensoren. Ergänzend oder alternativ zu einer elektronischen Ansteuerung ist auch eine hydraulische oder pneumatische Ansteuerung der Einstelleinheit denkbar. Auch diese können die oben erläuterte Automatisierung ermöglichen oder erleichtern.

    [0018] In einer weiteren Variante kann die Einstelleinheit einen einstellbaren Stromregler zum Regeln des Flüssigkeitsstroms aufweisen.

    [0019] Unabhängig von der Ansteuerung der Einstelleinheit ist es außerdem vorteilhaft, wenn das/die Einstellelemente elektronisch ansteuerbar sind. Die Aktivierung, Deaktivierung oder Einstellung des Flüssigkeitsstroms kann so in Abhängigkeit verschiedener Parameter automatisch erfolgen. Beispiele für solche Parameter sind z.B. die Betätigung eines Fahrhauptschalters, die Geschwindigkeit verschiedener Fördereinrichtungen des Straßenfertigers, wie z.B. der Materialverteilschnecke oder aber gegebenenfalls vorgesehener sogenannter Kratzerbänder, oder der Zustand von verschiedenen Materialmengensensoren, wie z.B. Ultraschall- oder Paddelsensoren. Ergänzend oder alternativ zu einer elektronischen Ansteuerung ist auch eine hydraulische oder pneumatische Ansteuerung des/der Einstellelemente denkbar. Auch diese können die oben erläuterte Automatisierung ermöglichen oder erleichtern.

    [0020] In einer weiteren Variante kann das/die Einstellelement/e einen einstellbaren Stromregler zum Regeln des Flüssigkeitsstroms aufweisen.

    [0021] Es ist vorstellbar, dass die Sprühvorrichtung zwischen zwei von den Zugarmen angeordnet ist. Eine solche Anordnung ist insbesondere bei starren, nicht erweiterten Einbaubohlen vorteilhaft. Bei Ausziehbohlen oder durch starre Verbreiterungsteile verbreiterten Bohlen können gegebenenfalls Verbreiterungseinheiten an der Sprühvorrichtung montierbar sein, insbesondere durch eine oder mehrere der zuvor erwähnten Kupplungsvorrichtungen. Diese können eine oder mehrere weitere Auslassvorrichtungen aufweisen, die denen der Sprühvorrichtung entsprechen können. Es ist vorstellbar, dass die Verbreiterungseinheiten nicht zwischen zwei Zugarmen sondern lediglich neben einem davon angeordnet sind. Es ist auch vorstellbar, dass die Verbreiterungseinheiten seitlich über die Breite der Zugmaschine hinausragen. Es ist vorteilhaft, wenn die Verbreiterungseinheiten eine variable Breite aufweisen, z. B. durch Ausziehvorrichtungen.

    [0022] Die Erfindung bezieht sich auf einen Straßenfertiger der vorstehend beschriebenen Art. Ein Ausführungsbeispiel wird im Folgenden anhand von Zeichnungen näher erläutert.
    Figur 1
    zeigt eine perspektivische Ansicht eines konventionellen Straßenfertigers.
    Figur 2
    zeigt eine Detailansicht von Teilen eines erfindungsgemäßen Straßenfertigers mit einer Sprühvorrichtung.
    Figur 3
    zeigt eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Sprühvorrichtung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel.
    Figur 4
    zeigt eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Sprühvorrichtung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel.
    Figur 5
    zeigt eine schematische Darstellung von verschiedenen Komponenten, die zur Steuerung bzw. Regelung einer durch die Sprühvorrichtung verteilten Flüssigkeitsmenge vorgesehen sein können.
    Figur 6
    zeigt eine perspektivische Ansicht eines Straßenfertigers gemäß einem nicht zur Erfindung gehörenden Beispiel.
    Figur 7
    zeigt eine Detailansicht von Teilen eines erfindungsgemäßen Straßenfertigers mit einer Sprühvorrichtung gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel.


    [0023] Figur 1 zeigt einen Straßenfertiger 1, wie er aus dem Stand der Technik bekannt ist. Er umfasst eine Zugmaschine 2 und eine in Fahrtrichtung dahinter angeordnete Einbaubohle 3. Die Zugmaschine 2 umfasst einen Maschinenrahmen 4 und einen Materialbunker 5, der an dem Maschinenrahmen 4 befestigt sein kann. Im Bereich des Materialbunkers 5 ist eine Längsfördervorrichtung vorgesehen, die z. B. ein oder zwei Kratzerbänder 22 umfassen kann. Die Längsfördereinrichtung verläuft durch einen Tunnel 26 zwischen dem Materialbunker 5 und dem Zwischenraum 7. Die Einbaubohle 3 ist mittels Zugarmen 6 an dem Maschinenrahmen 4 schwenkbar montiert. Zwischen der Zugmaschine 2 und der Einbaubohle 3 ist ein Zwischenraum 7 vorgesehen. Der Einfachheit halber werden im Folgenden für die Beschreibung eines erfindungsgemäßen Straßenfertigers die vorstehend eingefügten Bezugszeichen für die entsprechenden Komponenten weiter verwendet.

    [0024] Figur 2 zeigt eine Detailansicht, in der zur besseren Übersicht nur ausgewählte Komponenten eines erfindungsgemäßen Straßenfertigers 1 dargestellt sind. Von den vorher erwähnten Komponenten sind insbesondere die Zugarme 6 sichtbar. Desweiteren ist der Zwischenraum 7 erkennbar, der zwischen der Zugmaschine 2 und der Einbaubohle 3 vorgesehen ist. Durch die Darstellung lediglich ausgewählter Komponenten ist nun auch erkennbar, dass in dem Zwischenraum 7 eine Materialverteilschnecke 8 angeordnet ist. Ebenfalls ist eine Befestigungsvorrichtung 9 zu erkennen, die zum Verbinden der Einbaubohle 3 mit den Zugarmen 6 eingerichtet ist. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist eine Sprühvorrichtung 10 vorgesehen. Diese kann z. B. in dem Zwischenraum 7 angeordnet sein. Sie ist durch eine Kupplungsvorrichtung 11 mit einer Zulaufvorrichtung 12 verbunden. An einem der Sprühvorrichtung 10 abgewandten Endabschnitt der Zulaufvorrichtung 12 ist ein Kupplungsstück 13 vorgesehen. Das Kupplungsstück 13 kann zur Verbindung mit einer Flüssigkeitsversorgung eingerichtet sein. Bei der Flüssigkeitsversorgung kann es sich z.B. um einen Hydranten, einen Tankwagen oder einen auf den Straßenfertiger 1 mitgeführten Flüssigkeitstank handeln.

    [0025] In Figur 3 ist die Sprühvorrichtung 10 dargestellt. Nun ist erkennbar, dass sie im vorliegenden Ausführungsbeispiel zwei Kupplungsvorrichtungen 11a, 11b aufweist. Diese sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel an gegenüberliegenden Abschnitten der Sprühvorrichtung 10 angeordnet. Dies kann jedoch je nach Einbausituation unterschiedlich vorgesehen sein. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist nur eine Zulaufvorrichtung 12 vorgesehen, die mit einer ersten Kupplungsvorrichtung 11a verbunden ist. Eine zweite Kupplungsvorrichtung 11b ist durch einen Verschluss 14 verschlossen. Es sind auch Ausführungsbeispiele der Erfindung denkbar, in denen mehrere Zulaufvorrichtungen 12 vorgesehen sind, die entsprechend mit mehreren Kupplungsvorrichtungen 11 verbunden sein können.

    [0026] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist eine Einstelleinheit 15 vorgesehen. Diese kann dazu dienen einen Flüssigkeitsstrom zu der Sprühvorrichtung 10 variabel einzustellen. Beispielhaft für eine für diesen Zweck geeignete Anordnung zeigt Figur 3 die Anordnung der Einstelleinheit zwischen der Sprühvorrichtung 10 und der Zulaufvorrichtung 12. Alternativ könnte die Einstelleinheit 15 jedoch auch beispielsweise an dem der Sprühvorrichtung 10 abgewandten Endabschnitt der Zulaufvorrichtung 12 vorgesehen sein.

    [0027] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind sechs Auslassvorrichtungen 16 vorgesehen. Diese Anzahl ist jedoch lediglich als beispielhaft anzusehen und kann je nach Einsatzzweck geeignet angepasst werden. Zum variablen Einstellen eines aus der jeweiligen Auslassvorrichtung 16 ausströmenden Flüssigkeitsstroms ist an jeder Auslassvorrichtung 16 jeweils ein Einstellelement 17 vorgesehen. Wie in Figur 3 angedeutet, kann es sich dabei z.B. um Kugelhähne handeln. Desweiteren umfassen die Auslassvorrichtungen 16 des beschriebenen Ausführungsbeispiels Verteilelemente 18. Diese können dazu eingerichtet sein, den aus der jeweiligen Auslassvorrichtung 16 ausströmenden Flüssigkeitsstrom zu verteilen und/oder in eine bestimmte Richtung zu lenken. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind beispielshaft Zungendüsen als Verteilerelemente 18 gezeigt, mit denen sowohl eine Verteilung als auch eine Ausrichtung des Flüssigkeitsstroms bewerkstelligt werden kann. Es sind jedoch auch andere Verteilelemente 18 denkbar, z.B. Sprühdüsen, Zerstäubungseinrichtungen oder ein einfaches Rohrende.

    [0028] In Figur 4 ist eine Sprühvorrichtung 10 gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel dargestellt. An den Kupplungsvorrichtungen 11a und 11b ist jeweils eine Verbreiterungseinheit 19a, 19b vorgesehen. Diese können, wie in Figur 4 gezeigt, jeweils eine Verzweigung 20a, 20b aufweisen. An einer ersten Verzweigung 20a einer ersten Verbreiterungseinheit 19a kann die Zulaufvorrichtung 12 angeschlossen sein. Eine zweite Verzweigung 20b der zweiten Verbreiterungseinheit 19b ist durch den Verschluss 14 verschlossen. Es ist jedoch auch denkbar, dass an der zweiten Verzweigung 20b eine zweite Zulaufeinrichtung 12 vorgesehen ist. Auch an den Verbreiterungseinheiten 19a, 19b sind Auslassvorrichtungen 16 vorgesehen. Diese weisen die gleichen Konfigurationsmöglichkeiten auf wie die mit Bezug auf das erste Ausführungsbeispiel beschriebenen Auslassvorrichtungen 16. Es ist denkbar, dass sie die gleichen Konfigurationen aufweisen wie die an der Sprühvorrichtung 10 vorgesehenen Auslassvorrichtungen 16. Alternativ ist es denkbar, dass die Auslassvorrichtungen 16 unterschiedlich konfiguriert sind.

    [0029] Sowohl die Einstellelemente 17 als auch die Einstelleinheit 15 sind in den beschriebenen Ausführungsbeispielen als einfache Kugelhähne dargestellt. Dies ist jedoch lediglich beispielhaft zu verstehen. Es sind beliebige Vorrichtungen denkbar, die dazu geeignet sind, eine Flüssigkeitsmenge, die pro Zeiteinheit das jeweilige Teil durchfließt, variabel einzustellen. Insbesondere sind Ventile denkbar, die dazu eingerichtet sind, einen Durchflussquerschnitt zu variieren. Es ist z. B denkbar, dass das/die Einstellelement/e 17 bzw. die Einstelleinheit/en 15 jeweils einen einstellbaren Stromregler 17a, 15a umfassen. Außerdem sind Vorrichtungen zur Erzeugung eines variablen Pulsbetriebs, der eine variable Anzahl Sprühstöße pro Zeiteinheit erzeugt, oder Vorrichtungen zur Änderung des Drucks im jeweiligen Rohr denkbar.

    [0030] Eine Verstellung der Flüssigkeitsmenge pro Zeiteinheit kann z. B. mechanisch, elektromechanisch, hydraulisch oder pneumatisch erfolgen. Es ist desweiteren denkbar, dass die Verstellung an dem jeweiligen Einstellelement 17 beziehungsweise der Einstelleinheit 15 vornehmbar ist. Zusätzlich oder alternativ kann eine entfernte Betätigung vorgesehen sein. Besonders vorteilhaft ist eine elektromechanische, hydraulische oder pneumatische Betätigung, die entfernt von einer Steuervorrichtung 21 (siehe Figur 5) ausgelöst und/oder vorgenommen werden kann. Es kann sich dabei um eine elektronische, eine hydraulische oder eine pneumatische Steuervorrichtung 21 handeln. Diese kann einen geschlossenen Regelkreis oder eine offene Steuerstrecke umfassen.

    [0031] Die Betätigung kann automatisiert in Abhängigkeit von verschiedenen Parametern des Straßenfertigers erfolgen, wie z.B. der Betätigung eines Fahrhauptschalters 23, einer Geschwindigkeit von verschiedenen Fördervorrichtungen des Straßenfertigers 1, beispielsweise der Materialverteilschnecke 8 oder der Kratzerbänder 22, oder einem oder mehreren Ausgangssignalen eines oder mehrerer Materialmengensensoren 24 (siehe Figur 5), die zur Erfassung verschiedener Materialmengen an verschiedenen Orten in oder an dem Straßenfertiger 1 vorgesehen sein können.

    [0032] In Figur 5 ist beispielhaft eine mögliche Ausführungsform der Betätigung des/der Einstellelement/e 17 und/oder der Einstelleinheit/en 15 schematisch dargestellt. Dabei werden Eingänge 25 bei der Betätigung des/der Einstellelement/e 17 und/oder der Einstelleinheit/en 15 berücksichtigt. Als Eingänge 25 sind Parameter zu verstehen, die bei einer automatisierten Betätigung des/der Einstellelement/e 17 und/oder der Einstelleinheit/en 15 berücksichtigt werden können; beispielhaft sind die im vorangehenden Absatz genannten in Figur 5 dargestellt.

    [0033] Es sollte klar sein, dass nicht alle in Figur 5 oben dargestellten Eingänge 25 realisiert werden müssen. Es ist auch vorstellbar, nur einen oder mehrere dieser Eingänge 25 bei der Betätigung des/der Einstellelement/e 17 und/oder der Einstelleinheit/en 15 zu berücksichtigen. Es sollte ebenfalls klar sein, dass alternativ nur das/die Einstellelement/e 17 oder nur die Einstelleinheit/en 15 durch die Steuervorrichtung 21 und/oder in Abhängigkeit von einem oder mehreren der Eingänge 25 betätigt werden kann.

    [0034] Figur 6 zeigt einen Straßenfertiger 1 gemäß einem nicht zur Erfindung gehörenden Beispiel. Dieser weist eine Sprühvorrichtung 10 auf, die zum Einsprühen einer Flüssigkeit in den Materialbunker 5 eingerichtet ist. Sie ist an dem Maschinenrahmen 4 befestigt. Auch in diesem Ausführungsbeispiel weist die Sprühvorrichtung 10 mehrere Auslassvorrichtungen 16 auf. Diese weisen die gleichen Konfigurationsmöglichkeiten auf wie die mit Bezug auf das erste und zweite Ausführungsbeispiel beschriebenen Auslassvorrichtungen 16.

    [0035] Figur 7 zeigt eine Detailansicht eine Straßenfertigers 1 gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung. Durch gestrichelte Linien ist angedeutet, dass eine Sprühvorrichtung 10 innerhalb des Tunnels 26 angeordnet ist. Diese ist zum Einsprühen von Flüssigkeit in den Tunnel 26, insbesondere auf das durch den Tunnel 26 geförderte Material, eingerichtet. Auch in diesem Ausführungsbeispiel weist die Sprühvorrichtung 10 mehrere Auslassvorrichtungen 16 auf. Diese weisen die gleichen Konfigurationsmöglichkeiten auf wie die mit Bezug auf das erste und zweite Ausführungsbeispiel beschriebenen Auslassvorrichtungen 16. Denkbar ist alternativ, dass die Sprühvorrichtung 10 außerhalb des Tunnels 26 angeordnet und zum Einsprühen von Flüssigkeit in den Tunnel eingerichtet ist.


    Ansprüche

    1. Straßenfertiger (1), umfassend: eine Zugmaschine (2) mit einem Materialbunker (5) und einem Maschinenrahmen (4), wobei der Maschinenrahmen (4) durch Zugarme (6) schwenkbar mit einer Einbaubohle (3) verbunden und eine Materialverteilschnecke (8) in einem Zwischenraum (7) zwischen der Zugmaschine (2) und der Einbaubohle (3) angeordnet ist, und wobei zwischen dem Materialbunker (5) und dem Zwischenraum (7) eine Längsfördereinrichtung (22) durch einen Tunnel (26) verläuft, gekennzeichnet durch eine Sprühvorrichtung (10), die zum Einsprühen einer Flüssigkeit in den Tunnel (26) eingerichtet ist.
     
    2. Straßenfertiger nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprühvorrichtung (10) eine oder mehrere Auslassvorrichtungen (16) aufweist, an denen die Flüssigkeit wahlweise austritt.
     
    3. Straßenfertiger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslassvorrichtungen (16) jeweils ein Einstellelement (17) aufweisen, das zum variablen Einstellen eines Flüssigkeitsstroms aus der jeweiligen Auslassvorrichtung (16) konfiguriert ist.
     
    4. Straßenfertiger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Einstellelement (17) vorgesehen ist, das zum variablen Einstellen eines Flüssigkeitsstroms zu einer Gruppe von Auslassvorrichtungen (16) konfiguriert ist, wobei eine Gruppe mindestens zwei Auslassvorrichtungen (16) umfasst.
     
    5. Straßenfertiger nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Sprühvorrichtung (10) eine Zulaufvorrichtung (12) vorgesehen ist.
     
    6. Straßenfertiger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zulaufvorrichtung (12) lösbar an der Sprühvorrichtung (10) befestigt ist.
     
    7. Straßenfertiger nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einstelleinheit (15) zum variablen Einstellen eines Flüssigkeitsstroms zu der Sprühvorrichtung (10) vorgesehen ist.
     
    8. Straßenfertiger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelleinheit (15) an der Zulaufvorrichtung (12) und/oder an der Sprühvorrichtung (10) angeordnet ist.
     
    9. Straßenfertiger nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelleinheit (15) zwischen der Sprühvorrichtung (10) und der Zulaufvorrichtung (12) angeordnet ist.
     
    10. Straßenfertiger nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelleinheit (15) elektronisch ansteuerbar ist.
     
    11. Straßenfertiger nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelleinheit (15) einen einstellbaren Stromregler (15a) zum Regeln des Flüssigkeitsstroms aufweist.
     
    12. Straßenfertiger nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprühvorrichtung (10) zwischen zwei von den Zugarmen (6) angeordnet ist.
     


    Claims

    1. Road paver (1), comprising: a tractor (2) with a material hopper (5) and a machine frame (4), wherein the machine frame (4) is pivotably connected to a paving screed (3) by pulling arms (6) and wherein a material spreading auger (8) is disposed in a gap (7) between the tractor (2) and the paving screed (3) and wherein a longitudinal conveyor device (22) extends through a tunnel (26) between the material hopper (5) and the gap (7), characterized by a spraying device (10) that is configured for injecting a liquid into the tunnel (26).
     
    2. Road paver according to one of the preceding claims, characterized in that the spraying device (10) has one or several outlet devices (16) where the liquid selectively flows out.
     
    3. Road paver according to Claim 2, characterized in that the outlet devices (16) each have an adjusting element (17) that is configured for variable adjustment of a liquid flow out of the respective outlet device (16).
     
    4. Road paver according to Claim 2, characterized in that an adjusting element (17) is provided, which is configured for variable adjustment of a liquid flow to a group of outlet devices (16), wherein a group comprises at least two outlet devices (16).
     
    5. Road paver according to one of the preceding claims, characterized in that an inflow device (12) is provided on the spraying device (10).
     
    6. Road paver according to Claim 5, characterized in that the inflow device (12) is detachably fastened on the spraying device (10).
     
    7. Road paver according to one of the preceding claims, characterized in that an adjusting unit (15) for variable adjustment of a liquid flow to the spraying device (10) is provided.
     
    8. Road paver according to Claim 7, characterized in that the adjusting unit (15) is disposed on the inflow device (12) and/or on the spraying device (10).
     
    9. Road paver according to Claim 7 or 8, characterized in that the adjusting unit (15) is disposed between the spraying device (10) and the inflow device (12).
     
    10. Road paver according to one of the claims 7 to 9, characterized in that the adjusting unit (15) is electronically controllable.
     
    11. Road paver according to one of the claims 7 to 10, characterized in that the adjusting unit (15) has an adjustable flow controller (15a) for controlling the liquid flow.
     
    12. Road paver according to one of the preceding claims, characterized in that the spraying device (10) is arranged between two of the pulling arms (6).
     


    Revendications

    1. Finisseur de route (1) comprenant une machine de traction (2) avec une trémie à matériau (5) et un châssis de machine (4), finisseur de route dans lequel le châssis de machine (4) est relié de manière pivotante, par l'intermédiaire de bras de traction (6), à une table lisseuse de pose de revêtement (3), et une vis sans fin de distribution de matériau (8) est agencée dans un espace intermédiaire (7) entre la machine de traction (2) et la table lisseuse de pose de revêtement (3),
    et dans lequel entre la trémie à matériau (5) et l'espace intermédiaire (7), un dispositif de transport longitudinal (22) s'étend à travers un tunnel (26), caractérisé par un dispositif de pulvérisation (10), qui est conçu pour pulvériser un liquide dans le tunnel (26).
     
    2. Finisseur de route selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de pulvérisation (10) présente un ou plusieurs dispositifs de sortie (16) par lesquels s'échappe sélectivement le liquide.
     
    3. Finisseur de route selon la revendication 2, caractérisé en ce que les dispositifs de sortie (16) comprennent respectivement un élément de réglage (17), qui est configuré pour régler de manière variable l'écoulement de liquide sortant du dispositif de sortie (16) respectivement correspondant.
     
    4. Finisseur de route selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'il est prévu un élément de réglage (17), qui est configuré pour régler de manière variable un écoulement de liquide correspondant à un groupe de dispositifs de sortie (16), un groupe comprenant au moins deux dispositifs de sortie (16).
     
    5. Finisseur de route selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que pour le dispositif de pulvérisation (10), il est prévu un dispositif d'alimentation (12).
     
    6. Finisseur de route selon la revendication 5, caractérisé en ce que le dispositif d'alimentation (12) est fixé de manière amovible au dispositif de pulvérisation (10).
     
    7. Finisseur de route selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu une unité de réglage (15) pour régler de manière variable un écoulement de liquide vers le dispositif de pulvérisation (10).
     
    8. Finisseur de route selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'unité de réglage (15) est agencée sur le dispositif d'alimentation (12) et/ou sur le dispositif de pulvérisation (10).
     
    9. Finisseur de route selon la revendication 7 ou la revendication 8, caractérisé en ce que l'unité de réglage (15) est agencée entre le dispositif de pulvérisation (10) et le dispositif d'alimentation (12).
     
    10. Finisseur de route selon l'une des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que l'unité de réglage (15) peut être commandée par voie électronique.
     
    11. Finisseur de route selon l'une des revendications 7 à 10, caractérisé en ce que l'unité de réglage (15) comprend un régulateur de débit réglable (15a), pour réguler l'écoulement de liquide.
     
    12. Finisseur de route selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de pulvérisation (10) est agencé entre deux des bras de traction (6).
     




    Zeichnung
























    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente