(19)
(11)EP 3 320 073 B1

(12)EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45)Hinweis auf die Patenterteilung:
09.09.2020  Patentblatt  2020/37

(21)Anmeldenummer: 16732315.3

(22)Anmeldetag:  28.06.2016
(51)Internationale Patentklassifikation (IPC): 
C11D 3/37(2006.01)
(86)Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2016/064904
(87)Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2017/009030 (19.01.2017 Gazette  2017/03)

(54)

DIE PRIMÄRWASCHKRAFT VERBESSERNDE POLYMERE WIRKSTOFFE

DETERGENT POWER-IMPROVING POLYMER ACTIVE INGREDIENTS

PRINCIPES ACTIFS POLYMÈRES AMÉLIORANT LE POUVOIR DÉTERGENT


(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30)Priorität: 10.07.2015 DE 102015212963

(43)Veröffentlichungstag der Anmeldung:
16.05.2018  Patentblatt  2018/20

(73)Patentinhaber: Henkel AG & Co. KGaA
40589 Düsseldorf (DE)

(72)Erfinder:
  • LUNEAU, Benoit
    40885 Ratingen (DE)
  • SCHULZ, Alexander
    40223 Düsseldorf (DE)
  • HELLMUTH, Hendrik
    64297 Darmstadt (DE)


(56)Entgegenhaltungen: : 
EP-A2- 0 181 204
WO-A1-2013/034437
EP-B1- 1 570 037
DE-A1-102012 024 440
  
      
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung bestimmter Terpolymere zur Verstärkung der Primärwaschkraft von Wasch- oder Reinigungsmitteln beim Waschen von Textilien oder Reinigen harter Oberflächen gegenüber insbesondere bleich- oder enzymsensitiven Anschmutzungen, und Wasch- und Reinigungsmittel, welche derartige Polymere enthalten.

    [0002] Waschmittel enthalten neben den für den Waschprozess unverzichtbaren Inhaltsstoffen wie Tensiden und Buildermaterialien in der Regel weitere Bestandteile, die man unter dem Begriff Waschhilfsstoffe zusammenfassen kann und die so unterschiedliche Wirkstoffgruppen wie Schaumregulatoren, Vergrauungsinhibitoren, Bleichmittel, Bleichaktivatoren und Farbübertragungsinhibitoren umfassen. Zu derartigen Hilfsstoffen gehören auch Substanzen, deren Anwesenheit die Waschkraft von Tensiden verstärkt, ohne dass sie in der Regel selbst ein ausgeprägtes tensidisches Verhalten aufzuweisen müssen. Gleiches gilt sinngemäß auch für Reinigungsmittel für harte Oberflächen. Derartige Substanzen werden oft als Waschkraftverstärker bezeichnet.

    [0003] Der Einsatz von Poly-(N-vinylpyrrolidon) in Waschmitteln ist bekannt. So beschreibt zum Beispiel die internationale Patentanmeldung WO 2011/001173 A1 Flüssigwaschmittel, die 0,01 bis 5 Gew.-% Cellulase und 0,01 bis 5 Gew.-% Poly-(N-vinylpyrrolidon) und/oder dessen Salz mit einem mittleren Molekulargewicht von 20000 g/mol bis 60000 g/mol enthalten.

    [0004] Aus der internationalen Patentanmeldung WO 97/29139 A1 sind vernetzte Polymere aus 10 bis 50 Gew.-% N-Vinylcaprolactam und 50 bis 90 Gew.-% N-Vinylpyrrolidon bekannt, die in Gegenwart von 0,5 bis 7 Gew.-% eines Vernetzers, der auch in situ erzeugtes 1-Vinyl-3(E)-ethylidenpyrrolidon sein kann, hergestellt werden können. Derartige vernetzte Polymere sind zum Herausfiltern von Polyphenolen aus Bier geeignet.

    [0005] Die soil-release-Wirkung von N-Vinylcaprolactam-Homopolymeren und -Copolymeren mit untergeordneten Mengen an anderen Monomeren wie beispielsweise N-Vinylpyrrolidon ist aus der europäischen Patentanmeldung EP 0 181 204 A2 bekannt. Aus der europäischen Patentanmeldung EP 0 181 205 A2 ist bekannt, dass solche Polymere zum Erzielen des soil-release-Effekts auch als Umhüllungsmaterialien auf Fasern, insbesondere aus Polyester, aufgebracht werden können.

    [0006] Aus der US-amerikanischen Patentanmeldung US 2002/0177542 sind Waschmittel bekannt, die eine soil-release-Effekt-aufweisende und gewebeweichmachende Menge an N-Vinylcaprolactam-Homopolymer mit einem K-Wert von mindestens 40 enthalten.

    [0007] Die internationale Patentanmeldung WO 2004/014326 A1 beschreibt aniontensidhaltige Haarwaschmittel, die Amino- und Hydroxygruppen aufweisende Silikonderivate und wasserlösliche kationische Polymere mit mittlerem Molekulargewicht von 100000 g/mol bis 2000000 g/mol und Ladungsdichten von 0,6 bis 4 meq/g enthalten, wobei unter diesen auch N-Vinylpyrrolidon/Alkylaminoacrylat/N-Vinylcaprolactam-Copolymere genannt werden, und die dort wegen ihres konditionierenden Effekts eingesetzt werden. Aus der Patentanmeldung DE 10 2012 024 440 A1 ist die Verwendung von durch Polymerisation von N-Vinylcaprolactam, N-Vinylpyrrolidon, N-Vinylpiperidon, N-Vinylsuccinimid, N-Vinylglutarimid, N-Vinylacetamid, N-Alkyl-N-Vinylacetamid, N-Vinylformamid, N-Alkyl-N-Vinylformamid und/oder Mischungen aus mindestens 2 dieser Monomeren zugänglichen Polymeren zur Verstärkung der Primärwaschkraft von Wasch- oder Reinigungsmitteln beim Waschen von Textilien oder beim Reinigen harter Oberflächen gegenüber Anschmutzungen bekannt. Die europäische Patentanmeldung EP 1 570 037 A1 betrifft Waschmittel, die Polymere mit Vinylpyrrolidon-Rückgrat und C4-20-Alkylseitenketten enthalten. Aus der internationalen Patentanmeldung WO 2013/034437 A1 ist bekannt, dass Poly-(N,N-Dimethylacrylamid) und/oder durch Copolymerisation von N,N-Dimethylacrylamid mit einem CoMonomer, ausgewählt aus Acrylamid, Methacrylamid, N,N-disubstituiertem Acrylamid, N,N-disubstituiertem Methacrylamid, N',N'-disubstituiertem Aminoalkylmethacrylamid, N,N-disubstituiertem Aminoalkylacrylamid, N-Acryloylmorpholin, N-Acryloylpyrrolidin, N-Acryloylpyrrolidon, N-Acryloylpiperidon, N-Acryloylcaprolactam, N-Methacryloylmorpholin, N-Methacryloylpyrrolidin, N-Methacryloylpyrrolidon, N-Methacryloylpiperidon, N-Methacryloylcaprolactam und deren Mischungen, zugängliche Polymere die Primärwaschkraft von Wasch- oder Reinigungsmitteln verstärken.

    [0008] Dass durch Polymerisation von N-Vinylcaprolactam, N-Vinylpyrrolidon, N-Vinylpiperidon, N-Vinylsuccinimid, N-Vinylglutarimid, N-Vinylacetamid, N-Alkyl-N-Vinylacetamid, N-Vinylformamid, N-Alkyl-N-Vinylformamid und/oder Mischungen aus mindestens 2 dieser Monomeren zugängliche Polymere zur Primärwaschkraft von Wasch- und Reinigungsmitteln beitragen, ist aus der internationalen Patentanmeldung WO 2013/034438 bekannt.

    [0009] Überraschenderweise wurde gefunden, dass bestimmte Terpolymere aus N-Vinylpyrrolidon, N-Vinylcaprolactam und einem weiteren ethylenisch ungesättigten Monomer besonders gute die Primärwaschkraft verstärkende Eigenschaften haben.

    [0010] Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung von durch Copolymerisation von N-Vinylpyrrolidon, N-Vinylcaprolactam und einer weiteren ethylenisch ungesättigten Verbindung, ausgewählt aus gegebenenfalls alkoxyliertem C1-C24-Alkyl-(meth)acrylat, Polyalkylenglykol-(meth)acrylat, N-Alkylsubstituiertem (Meth)acrylamid, Acrylnitril und deren Mischungen erhältlichen Polymeren zur Verstärkung der Primärwaschkraft von Wasch- oder Reinigungsmitteln beim Waschen von Textilien oder beim Reinigen harter Oberflächen gegenüber insbesondere bleich- oder enzymsensitiven Anschmutzungen.

    [0011] Unter den neben N-Vinylpyrrolidon und N-Vinylcaprolactam vorliegenden weiteren ethylenisch ungesättigten Verbindungen sind Polyalkylenglykolmethacrylate und darunter die Polyethylenglykolmethacrylate bevorzugt, wobei die Polymerisationsgrade, die ganze oder gebrochene Zahlenwerte annehmen können, in diesen Verbindungen vorzugsweise im Bereich von größer 1 bis 60, insbesondere 2 bis 60, liegen. C1-C24-Alkyl(meth)acrylate, in denen die Alkylgruppe linear oder verzweigt sein kann, werden vorzugsweise ausgewählt aus Methyl(meth)acrylat, Ethyl(meth)acrylat, Butyl(meth)acrylat, Ethylhexyl(meth)acrylat, Octyl(meth)acrylat, Decyl(meth)acrylat, Dodecyl(meth)acrylat und Mischungen aus mindestens zweien von diesen, wobei die Anwesenheit von Butylmethacrylat besonders bevorzugt ist. Die hier als bevorzugt genannten Verbindungen können allein oder in Gemischen eingesetzt werden.

    [0012] Die erfindungsgemäß eingesetzten Copolymere sind vorzugsweise nicht vernetzt und weisen, außer gegebenenfalls aus üblichen Radikalstarter- und/oder Radikalkettenabbruchverbindungen hervorgehenden Gruppen keine aus anderen als den genannten Monomeren stammenden Anteile auf. Sie sind vorzugsweise erhältlich durch Copolymerisation von 60 Gew.-% bis 98 Gew.-% N-Vinylpyrrolidon, 1 Gew.-% bis 39 Gew.-% N-Vinylcaprolactam und 1 Gew.-% bis 20 Gew.-% der genannten weiteren ethylenisch ungesättigten Verbindung, wobei sich die Gewichtsprozent-Angaben hier auf die Gesamtmenge an in der Copolymerisation vorhandenen Monomeren beziehen.

    [0013] Der polymere Wirkstoff weist vorzugsweise ein mittleres Molekulargewicht (hier und im Folgenden bei mittleren Molekulargewichtsangaben: Zahlenmittel) im Bereich von 1000 g/mol bis 500000 g/mol, insbesondere von 1100 g/mol bis 150000 g/mol auf.

    [0014] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Entfernen von insbesondere bleich- oder enzymsensitiven Anschmutzungen von Textilien oder harten Oberflächen, bei dem ein Wasch- oder Reinigungsmittel und ein genannter polymerer Wirkstoff zum Einsatz kommen. Dieses Verfahren kann manuell oder maschinell, zum Beispiel mit Hilfe einer Haushaltswaschmaschine oder Geschirrspülmaschine, ausgeführt werden. Dabei ist es möglich, das insbesondere flüssige Mittel und den Wirkstoff gleichzeitig oder nacheinander anzuwenden. Die gleichzeitige Anwendung lässt sich besonders vorteilhaft durch den Einsatz eines Mittels, welches den Wirkstoff enthält, durchführen. Unter bleich- oder enzymsensitiven Anschmutzungen werden solche verstanden, die üblicherweise von Bleichmitteln oder mit Hilfe von Enzymen zumindest anteilsweise entfernbar sind, wie zum Beispiel Anschmutzungen von Rotwein oder Mousse au chocolat.

    [0015] Die erfindungsgemäß verwendeten Wirkstoffe sind auf einfachem Wege durch radikalische Polymerisation der ethylenisch ungesättigten Monomere herstellbar. Die Polymerisation kann als Blockcopolymerisation oder als statistische Copolymerisation durchgeführt werden. Vorzugsweise wird sie als statistische Copolymerisation durchgeführt. Alternativ kann sie als Blockcopolymerisation durchgeführt werden, bei der man zunächst N-Vinylpyrrolidon-Oligomerblöcke herstellt und daran die anderen Monomere anpolymerisiert. Der Einsatz der aus den genannten Monomeren erhältlichen Copolymere führt zu einer signifikant besseren Ablösung von insbesondere bleich- oder enzymsensitiven Anschmutzungen auf harten Oberflächen und auf Textilien, auch solchen aus Baumwolle oder mit einem Anteil von Baumwolle, als dies bei Verwendung bisher für diesen Zweck bekannter Verbindungen der Fall ist. Alternativ können bei gleich bleibendem Schmutzablösevermögen bedeutende Mengen an Tensiden eingespart werden. Als weiterer Vorteil der erfindungsgemäß verwendeten Copolymere ist zu nennen, dass sie ohne weiteres stabil in flüssige wasserhaltige Wasch- und Reinigungsmittel eingearbeitet werden können, ohne dass dies zu Phasentrennungen führt. Ein weiterer Gegenstand der Erfindung sind daher Wasch- und Reinigungsmittel, insbesondere flüssige wasserhaltige Wasch- und Reinigungsmittel, die ein genanntes Copolymer enthalten.

    [0016] Die erfindungsgemäße Verwendung kann im Rahmen eines Wasch- oder Reinigungsprozesses derart erfolgen, dass man den Wirkstoff einer wasch- oder reinigungsmittelhaltigen Flotte zusetzt oder vorzugsweise den Wirkstoff als Bestandteil eines Wasch- oder Reinigungsmittels in die Flotte einbringt, wobei die Konzentration an Wirkstoff in der Flotte vorzugsweise im Bereich von 0,01 g/l bis 0,5 g/l, insbesondere von 0,02 g/l bis 0,2 g/l liegt.

    [0017] Wasch- oder Reinigungsmittel, die einen erfindungsgemäß zu verwendenden Wirkstoff enthalten oder mit diesem zusammen verwendet oder im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzt werden, können alle üblichen sonstigen Bestandteile derartiger Mittel enthalten, die nicht in unerwünschter Weise mit dem erfindungswesentlichen Wirkstoff wechselwirken. Vorzugsweise wird ein oben definierter polymerer Wirkstoff in Mengen von 0,1 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere 0,2 Gew.-% bis 5 Gew.-% in Wasch- oder Reinigungsmittel eingearbeitet.

    [0018] Überraschenderweise wurde gefunden, dass derartige Wirkstoffe die Wirkung bestimmter anderer Wasch- und Reinigungsmittelinhaltsstoffe positiv beeinflussen und dass umgekehrt die Wirkung des Wirkstoffs durch bestimmte andere Inhaltsstoffe noch zusätzlich verstärkt wird. Diese Effekte treten insbesondere bei Bleichmitteln, bei enzymatischen Wirkstoffen, insbesondere Proteasen und Lipasen, bei wasserlöslichen anorganischen und/oder organischen Buildern, insbesondere auf Basis oxidierter Kohlenhydrate oder polymeren Polycarboxylaten und bei synthetischen Aniontensiden vom Sulfat- und Sulfonattyp, auf, weshalb der Einsatz mindestens eines der genannten weiteren Inhaltsstoffe zusammen mit erfindungsgemäß zu verwendendem Wirkstoff bevorzugt ist.

    [0019] Ein Mittel, welches einen erfindungsgemäß zu verwendenden Wirkstoff enthält oder mit diesem zusammen verwendet wird oder im erfindungsgemäßen Verfahren zum Einsatz kommt, kann vorzugsweise Bleichmittel auf Persauerstoffbasis, insbesondere in Mengen im Bereich von 5 Gew.-% bis 70 Gew.-%, sowie gegebenenfalls Bleichaktivator, insbesondere in Mengen im Bereich von 2 Gew.-% bis 10 Gew.-%, enthalten. Die in Betracht kommenden Bleichmittel sind vorzugsweise die in Waschmitteln in der Regel verwendeten Persauerstoffverbindungen wie Percarbonsäuren, beispielsweise Dodecandipersäure oder Phthaloylaminoperoxicapronsäure, Wasserstoffperoxid, Alkaliperborat, das als Tetra- oder Monohydrat vorliegen kann, Percarbonat, Perpyrophosphat und Persilikat, die in der Regel als Alkalisalze, insbesondere als Natriumsalze, vorliegen. Derartige Bleichmittel sind in Waschmitteln, welche einen erfindungsgemäß verwendeten Wirkstoff enthalten, vorzugsweise in Mengen bis zu 25 Gew.-%, insbesondere bis zu 15 Gew.-% und besonders bevorzugt von 5 Gew.-% bis 15 Gew.-%, jeweils bezogen auf gesamtes Mittel, vorhanden, wobei insbesondere Percarbonat zum Einsatz kommt. Die fakultativ vorhandene Komponente der Bleichaktivatoren umfasst die üblicherweise verwendeten N- oder O-Acylverbindungen, beispielsweise mehrfach acylierte Alkylendiamine, insbesondere Tetraacetylethylendiamin, acylierte Glykolurile, insbesondere Tetraacetylglykoluril, N-acylierte Hydantoine, Hydrazide, Triazole, Urazole, Diketopiperazine, Sulfurylamide und Cyanurate, außerdem Carbonsäureanhydride, insbesondere Phthalsäureanhydrid, Carbonsäureester, insbesondere Natrium-isononanoyl-phenolsulfonat, und acylierte Zuckerderivate, insbesondere Pentaacetylglukose, sowie kationische Nitrilderivate wie Trimethylammoniumacetonitril-Salze. Die Bleichaktivatoren können zur Vermeidung der Wechselwirkung mit den Perverbindungen bei der Lagerung in bekannter Weise mit Hüllsubstanzen überzogen und/oder granuliert worden sein, wobei mit Hilfe von Carboxymethylcellulose granuliertes Tetraacetylethylendiamin mit mittleren Korngrößen von 0,01 mm bis 0,8 mm, granuliertes 1,5-Diacetyl-2,4-dioxohexahydro-1,3,5-triazin, und/oder in Teilchenform konfektioniertes Trialkylammoniumacetonitril besonders bevorzugt ist. In Waschmitteln sind derartige Bleichaktivatoren vorzugsweise in Mengen bis zu 8 Gew.-%, insbesondere von 2 Gew.-% bis 6 Gew.-%, jeweils bezogen auf gesamtes Mittel, enthalten.

    [0020] In einer bevorzugten Ausführungsform enthält ein erfindungsgemäßes oder im Rahmen der erfindungsgemäßen Verwendung eingesetztes Mittel synthetisches Aniontensid vom Sulfat- und/oder Sulfonattyp, insbesondere Alkylbenzolsulfonat, Fettalkylsulfat, Fettalkylethersulfat, Alkyl- und/oder Dialkylsulfosuccinat, Sulfofettsäureester und/oder Sulfofettsäuredisalze, insbesondere in einer Menge im Bereich von 2 Gew.-% bis 25 Gew.-%. Bevorzugt wird das Aniontensid aus den Alkylbenzolsulfonaten, den Alkyl- oder Alkenylsulfaten und/oder den Alkyl- oder Alkenylethersulfaten ausgewählt, in denen die Alkyl- oder Alkenylgruppe 8 bis 22, insbesondere 12 bis 18 C-Atome besitzt. Bei diesen handelt es sich üblicherweise nicht um Einzelsubstanzen, sondern um Schnitte oder Mischungen. Darunter sind solche bevorzugt, deren Anteil an Verbindungen mit längerkettigen Resten im Bereich von 16 bis 18 C-Atomen über 20 Gew.-% beträgt.

    [0021] Eine weitere Ausführungsform derartiger Mittel umfasst die Anwesenheit von nichtionischem Tensid, ausgewählt aus Fettalkylpolyglykosiden, Fettalkylpolyalkoxylaten, insbesondere -ethoxylaten und/oder -propoxylaten, Fettsäurepolyhydroxyamiden und/oder Ethoxylierungs- und/oder Propoxylierungsprodukten von Fettalkylaminen, vicinalen Diolen, Fettsäurealkylestern und/oder Fettsäureamiden sowie deren Mischungen, insbesondere in einer Menge im Bereich von 2 Gew.-% bis 25 Gew.-%.

    [0022] Zu den in Frage kommenden nichtionischen Tensiden gehören die Alkoxylate, insbesondere die Ethoxylate und/oder Propoxylate von gesättigten oder ein- bis mehrfach ungesättigten linearen oder verzweigtkettigen Alkoholen mit 10 bis 22 C-Atomen, vorzugsweise 12 bis 18 C-Atomen. Der Alkoxylierungsgrad der Alkohole liegt dabei in der Regel zwischen 1 und 20, vorzugsweise zwischen 3 und 10. Sie können in bekannter Weise durch Umsetzung der entsprechenden Alkohole mit den entsprechenden Alkylenoxiden hergestellt werden. Geeignet sind insbesondere die Derivate der Fettalkohole, obwohl auch deren verzweigtkettige Isomere, insbesondere sogenannte Oxoalkohole, zur Herstellung verwendbarer Alkoxylate eingesetzt werden können. Brauchbar sind demgemäß die Alkoxylate, insbesondere die Ethoxylate, primärer Alkohole mit linearen, insbesondere Dodecyl-, Tetradecyl-, Hexadecyl- oder Octadecyl-Resten sowie deren Gemische. Außerdem sind entsprechende Alkoxylierungsprodukte von Alkylaminen, vicinalen Diolen und Carbonsäureamiden, die hinsichtlich des Alkylteils den genannten Alkoholen entsprechen, verwendbar. Darüberhinaus kommen die Ethylenoxid- und/oder Propylenoxid-Insertionsprodukte von Fettsäurealkylestern sowie Fettsäurepolyhydroxyamide in Betracht. Zur Einarbeitung in die erfindungsgemäßen Mittel geeignete sogenannte Alkylpolyglykoside sind Verbindungen der allgemeinen Formel (G)n-OR12, in der R12 einen Alkyl- oder Alkenylrest mit 8 bis 22 C-Atomen, G eine Glykoseeinheit und n eine Zahl zwischen 1 und 10 bedeuten. Bei der Glykosidkomponente (G)n handelt es sich um Oligo- oder Polymere aus natürlich vorkommenden Aldose- oder Ketose-Monomeren, zu denen insbesondere Glucose, Mannose, Fruktose, Galaktose, Talose, Gulose, Altrose, Allose, Idose, Ribose, Arabinose, Xylose und Lyxose gehören. Die aus derartigen glykosidisch verknüpften Monomeren bestehenden Oligomere werden außer durch die Art der in ihnen enthaltenen Zucker durch deren Anzahl, den sogenannten Oligomerisierungsgrad, charakterisiert. Der Oligomerisierungsgrad n nimmt als analytisch zu ermittelnde Größe im allgemeinen gebrochene Zahlenwerte an; er liegt bei Werten zwischen 1 und 10, bei den vorzugsweise eingesetzten Glykosiden unter einem Wert von 1,5, insbesondere zwischen 1,2 und 1,4. Bevorzugter Monomer-Baustein ist wegen der guten Verfügbarkeit Glucose. Der Alkyl- oder Alkenylteil R12 der Glykoside stammt bevorzugt ebenfalls aus leicht zugänglichen Derivaten nachwachsender Rohstoffe, insbesondere aus Fettalkoholen, obwohl auch deren verzweigtkettige Isomere, insbesondere sogenannte Oxoalkohole, zur Herstellung verwendbarer Glykoside eingesetzt werden können. Brauchbar sind demgemäß insbesondere die primären Alkohole mit linearen Octyl-, Decyl-, Dodecyl-, Tetradecyl-, Hexadecyl- oder Octadecylresten sowie deren Gemische. Besonders bevorzugte Alkylglykoside enthalten einen Kokosfettalkylrest, das heißt Mischungen mit im wesentlichen R12=Dodecyl und R12=Tetradecyl.

    [0023] Nichtionisches Tensid ist in Mitteln, welche einen erfindungsgemäß verwendeten Wirkstoff enthalten oder im Rahmen der erfindungsgemäßen Verwendung eingesetzt werden, vorzugsweise in Mengen von 1 Gew.-% bis 30 Gew.-%, insbesondere von 1 Gew.-% bis 25 Gew.-% enthalten, wobei Mengen im oberen Teil dieses Bereiches eher in flüssigen Waschmitteln anzutreffen sind und teilchenförmige Waschmittel vorzugsweise eher geringere Mengen von bis zu 5 Gew.-% enthalten.

    [0024] Die Mittel können stattdessen oder zusätzlich weitere Tenside, vorzugsweise synthetische Aniontenside des Sulfat- oder Sulfonat-Typs, zu denen beispielsweise die bereits genannten Alkylbenzolsulfonate, in Mengen von vorzugsweise nicht über 20 Gew.-%, insbesondere von 0,1 Gew.-% bis 18 Gew.-%, jeweils bezogen auf gesamtes Mittel, enthalten. Als für den Einsatz in derartigen Mitteln besonders geeignete synthetische Aniontenside sind die Alkyl- und/oder Alkenylsulfate mit 8 bis 22 C-Atomen, die ein Alkali-, Ammonium- oder Alkyl- oder Hydroxyalkyl-substituiertes Ammoniumion als Gegenkation tragen, zu nennen. Bevorzugt sind die Derivate der Fettalkohole mit insbesondere 12 bis 18 C-Atomen und deren verzweigtkettiger Analoga, der sogenannten Oxoalkohole. Die Alkyl- und Alkenylsulfate können in bekannter Weise durch Reaktion der entsprechenden Alkoholkomponente mit einem üblichen Sulfatierungsreagenz, insbesondere Schwefeltrioxid oder Chlorsulfonsäure, und anschließende Neutralisation mit Alkali-, Ammonium- oder Alkyl- oder Hydroxyalkyl-substituierten Ammoniumbasen hergestellt werden. Zu den einsetzbaren Tensiden vom Sulfat-Typ gehören auch die sulfatierten Alkoxylierungsprodukte der genannten Alkohole, sogenannte Ethersulfate. Vorzugsweise enthalten derartige Ethersulfate 2 bis 30, insbesondere 4 bis 10 Ethylenglykol-Gruppen pro Molekül. Zu den geeigneten Aniontensiden vom Sulfonat-Typ gehören die durch Umsetzung von Fettsäureestern mit Schwefeltrioxid und anschließender Neutralisation erhältlichen α-Sulfoester, insbesondere die sich von Fettsäuren mit 8 bis 22 C-Atomen, vorzugsweise 12 bis 18 C-Atomen, und linearen Alkoholen mit 1 bis 6 C-Atomen, vorzugsweise 1 bis 4 C-Atomen, ableitenden Sulfonierungsprodukte, sowie die durch formale Verseifung aus diesen hervorgehenden Sulfofettsäuren. Bevorzugte Aniontenside sind auch die Salze von Sulfobernsteinsäurestern, die auch als Alkylsulfosuccinate oder Dialkylsulfosuccinate bezeichnet werden, und die Monoester oder Diester der Sulfobernsteinsäure mit Alkoholen, vorzugsweise Fettalkoholen und insbesondere ethoxylierten Fettalkoholen darstellen. Bevorzugte Sulfosuccinate enthalten C8- bis C18-Fettalkoholreste oder Mischungen aus diesen. Insbesondere bevorzugte Sulfosuccinate enthalten einen ethoxylierten Fettalkoholrest, der für sich betrachtet ein nichtionisches Tenside darstellt. Dabei sind wiederum Sulfosuccinate, deren Fettalkohol-Reste sich von ethoxylierten Fettalkoholen mit eingeengter Homologenverteilung ableiten, besonders bevorzugt.

    [0025] Als weitere fakultative tensidische Inhaltsstoffe kommen Seifen in Betracht, wobei gesättigte Fettsäureseifen, wie die Salze der Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure oder Stearinsäure, sowie aus natürlichen Fettsäuregemischen, zum Beispiel Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren, abgeleitete Seifen geeignet sind. Insbesondere sind solche Seifengemische bevorzugt, die zu 50 Gew.-% bis 100 Gew.-% aus gesättigten C12-C18-Fettsäureseifen und zu bis 50 Gew.-% aus Ölsäureseife zusammengesetzt sind. Vorzugsweise ist Seife in Mengen von 0,1 Gew.-% bis 5 Gew.-% enthalten. Insbesondere in flüssigen Mitteln, welche einen erfindungsgemäß verwendeten Wirkstoff enthalten, können jedoch auch höhere Seifenmengen von in der Regel bis zu 20 Gew.-% enthalten sein.

    [0026] Gewünschtenfalls können die Mittel auch Betaine und/oder kationische Tenside enthalten, die - falls vorhanden - vorzugsweise in Mengen von 0,5 Gew.-% bis 7 Gew.-% eingesetzt werden.

    [0027] In einer weiteren Ausführungsform enthält das Mittel wasserlöslichen und/oder wasserunlöslichen Builder, insbesondere ausgewählt aus Alkalialumosilikat, kristallinem Alkalisilikat mit Modul über 1, monomerem Polycarboxylat, polymerem Polycarboxylat und deren Mischungen, insbesondere in Mengen im Bereich von 2,5 Gew.-% bis 60 Gew.-%.

    [0028] Das Mittel enthält vorzugsweise 20 Gew.-% bis 55 Gew.-% wasserlöslichen und/oder wasserunlöslichen, organischen und/oder anorganischen Builder. Zu den wasserlöslichen organischen Buildersubstanzen gehören insbesondere solche aus der Klasse der Polycarbonsäuren, insbesondere Citronensäure und Zuckersäuren, sowie der polymeren (Poly-)carbonsäuren, insbesondere die durch Oxidation von Polysacchariden zugänglichen Polycarboxylate, polymere Acrylsäuren, Methacrylsäuren, Maleinsäuren und Mischpolymere aus diesen, die auch geringe Anteile polymerisierbarer Substanzen ohne Carbonsäurefunktionalität einpolymerisiert enthalten können. Die relative Molekülmasse der Homopolymeren ungesättigter Carbonsäuren liegt im allgemeinen zwischen 5000 g/mol und 200000 g/mol, die der Copolymeren zwischen 2000 g/mol und 200000 g/mol, vorzugsweise 50000 g/mol bis 120000 g/mol, bezogen auf freie Säure. Ein besonders bevorzugtes Acrylsäure-Maleinsäure-Copolymer weist eine relative Molekülmasse von 50000 g/mol bis 100000 g/mol auf. Geeignete, wenn auch weniger bevorzugte Verbindungen dieser Klasse sind Copolymere der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Vinylethern, wie Vinylmethylethern, Vinylester, Ethylen, Propylen und Styrol, in denen der Anteil der Säure mindestens 50 Gew.-% beträgt. Als wasserlösliche organische Buildersubstanzen können auch Terpolymere eingesetzt werden, die als Monomere zwei Carbonsäuren und/oder deren Salze sowie als drittes Monomer Vinylalkohol und/oder ein Vinylalkohol-Derivat oder ein Kohlenhydrat enthalten. Das erste saure Monomer oder dessen Salz leitet sich von einer monoethylenisch ungesättigten C3-C8-Carbonsäure und vorzugsweise von einer C3-C4-Monocarbonsäure, insbesondere von (Meth-)acrylsäure ab. Das zweite saure Monomer oder dessen Salz kann ein Derivat einer C4-C8-Dicarbonsäure sein, wobei Maleinsäure besonders bevorzugt ist. Die dritte monomere Einheit wird in diesem Fall von Vinylalkohol und/oder vorzugsweise einem veresterten Vinylalkohol gebildet. Insbesondere sind Vinylalkohol-Derivate bevorzugt, welche einen Ester aus kurzkettigen Carbonsäuren, beispielsweise von C1-C4-Carbonsäuren, mit Vinylalkohol darstellen. Bevorzugte Terpolymere enthalten dabei 60 Gew.-% bis 95 Gew.-%, insbesondere 70 Gew.-% bis 90 Gew.-% (Meth)acrylsäure und/oder (Meth)acrylat, besonders bevorzugt Acrylsäure und/oder Acrylat, und Maleinsäure und/oder Maleinat sowie 5 Gew.-% bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 10 Gew.-% bis 30 Gew.-% Vinylalkohol und/oder Vinylacetat. Ganz besonders bevorzugt sind dabei Terpolymere, in denen das Gewichtsverhältnis (Meth)acrylsäure und/oder (Meth)acrylat zu Maleinsäure und/oder Maleat zwischen 1:1 und 4:1, vorzugsweise zwischen 2:1 und 3:1 und insbesondere 2:1 und 2,5:1 liegt. Dabei sind sowohl die Mengen als auch die Gewichtsverhältnisse auf die Säuren bezogen. Das zweite saure Monomer oder dessen Salz kann auch ein Derivat einer Allylsulfonsäure sein, die in 2-Stellung mit einem Alkylrest, vorzugsweise mit einem C1-C4-Alkylrest, oder einem aromatischen Rest, der sich vorzugsweise von Benzol oder Benzol-Derivaten ableitet, substituiert ist. Bevorzugte Terpolymere enthalten dabei 40 Gew.-% bis 60 Gew.-%, insbesondere 45 bis 55 Gew.-% (Meth)acrylsäure und/oder (Meth)acrylat, besonders bevorzugt Acrylsäure und/oder Acrylat, 10 Gew.-% bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 15 Gew.-% bis 25 Gew.-% Methallylsulfonsäure und/oder Methallylsulfonat und als drittes Monomer 15 Gew.-% bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 20 Gew.-% bis 40 Gew.-% eines Kohlenhydrats. Dieses Kohlenhydrat kann dabei beispielsweise ein Mono-, Di-, Oligo- oder Polysaccharid sein, wobei Mono-, Di- oder Oligosaccharide bevorzugt sind, besonders bevorzugt ist Saccharose. Durch den Einsatz des dritten Monomers werden vermutlich Sollbruchstellen in dem Polymer eingebaut, die für die gute biologische Abbaubarkeit des Polymers verantwortlich sind. Diese Terpolymere weisen im Allgemeinen eine relative Molekülmasse zwischen 1000 g/mol und 200000 g/mol, vorzugsweise zwischen 2000 g/mol und 50000 g/mol und insbesondere zwischen 3000 g/mol und 10000 g/mol auf. Sie können, insbesondere zur Herstellung flüssiger Mittel, in Form wässriger Lösungen, vorzugsweise in Form 30- bis 50-gewichtsprozentiger wässriger Lösungen eingesetzt werden. Alle genannten Polycarbonsäuren werden in der Regel in Form ihrer wasserlöslichen Salze, insbesondere ihre Alkalisalze, eingesetzt.

    [0029] Derartige organische Buildersubstanzen sind vorzugsweise in Mengen bis zu 40 Gew.-%, insbesondere bis zu 25 Gew.-% und besonders bevorzugt von 1 Gew.-% bis 5 Gew.-% enthalten. Mengen nahe der genannten Obergrenze werden vorzugsweise in pastenförmigen oder flüssigen, insbesondere wasserhaltigen, Mitteln eingesetzt.

    [0030] Als wasserunlösliche, wasserdispergierbare anorganische Buildermaterialien werden insbesondere kristalline oder amorphe Alkalialumosilikate, in Mengen von bis zu 50 Gew.-%, vorzugsweise nicht über 40 Gew.-% und in flüssigen Mitteln insbesondere von 1 Gew.-% bis 5 Gew.-%, eingesetzt. Unter diesen sind die kristallinen Alumosilikate in Waschmittelqualität, insbesondere Zeolith NaA und gegebenenfalls NaX, bevorzugt. Mengen nahe der genannten Obergrenze werden vorzugsweise in festen, teilchenförmigen Mitteln eingesetzt. Geeignete Alumosilikate weisen insbesondere keine Teilchen mit einer Korngröße über 30 µm auf und bestehen vorzugsweise zu wenigstens 80 Gew.-% aus Teilchen mit einer Größe unter 10 µm. Ihr Calciumbindevermögen, das nach den Angaben der deutschen Patentschrift DE 24 12 837 bestimmt werden kann, liegt im Bereich von 100 bis 200 mg CaO pro Gramm. Geeignete Substitute oder Teilsubstitute für das genannte Alumosilikat sind kristalline Alkalisilikate, die allein oder im Gemisch mit amorphen Silikaten vorliegen können. Die in den Mitteln als Gerüststoffe brauchbaren Alkalisilikate weisen vorzugsweise ein molares Verhältnis von Alkalioxid zu SiO2 unter 0,95, insbesondere von 1:1,1 bis 1:12 auf und können amorph oder kristallin vorliegen. Bevorzugte Alkalisilikate sind die Natriumsilikate, insbesondere die amorphen Natriumsilikate, mit einem molaren Verhältnis Na2O:SiO2 von 1:2 bis 1:2,8. Derartige amorphe Alkalisilikate sind beispielsweise unter dem Namen Portil® im Handel erhältlich. Solche mit einem molaren Verhältnis Na2O:SiO2 von 1:1,9 bis 1:2,8 werden im Rahmen der Herstellung bevorzugt als Feststoff und nicht in Form einer Lösung zugegeben. Als kristalline Silikate, die allein oder im Gemisch mit amorphen Silikaten vorliegen können, werden vorzugsweise kristalline Schichtsilikate der allgemeinen Formel Na2SixO2x+1 · yH2O eingesetzt, in der x, das sogenannte Modul, eine Zahl von 1,9 bis 4 und y eine Zahl von 0 bis 20 ist und bevorzugte Werte für x 2, 3 oder 4 sind. Kristalline Schichtsilikate, die unter diese allgemeine Formel fallen, werden beispielsweise in der europäischen Patentanmeldung EP 0 164 514 beschrieben. Bevorzugte kristalline Schichtsilikate sind solche, bei denen x in der genannten allgemeinen Formel die Werte 2 oder 3 annimmt. Insbesondere sind sowohl ß- als auch δ-Natriumdisitikate (Na2Si2OyH2O) bevorzugt. Auch aus amorphen Alkalisilikaten hergestellte, praktisch wasserfreie kristalline Alkalisilikate der obengenannten allgemeinen Formel, in der x eine Zahl von 1,9 bis 2,1 bedeutet, können in Mitteln, welche einen erfindungsgemäß zu verwendenden Wirkstoff enthalten, eingesetzt werden. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform erfindungsgemäßer Mittel wird ein kristallines Natriumschichtsilikat mit einem Modul von 2 bis 3 eingesetzt, wie es aus Sand und Soda hergestellt werden kann. Kristalline Natriumsilikate mit einem Modul im Bereich von 1,9 bis 3,5, werden in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform von Waschmitteln, welche einen erfindungsgemäß verwendeten Wirkstoff enthalten, eingesetzt. Deren Gehalt an Alkalisilikaten beträgt vorzugsweise 1 Gew.-% bis 50 Gew.-% und insbesondere 5 Gew.-% bis 35 Gew.-%, bezogen auf wasserfreie Aktivsubstanz. Falls als zusätzliche Buildersubstanz auch Alkalialumosilikat, insbesondere Zeolith, vorhanden ist, beträgt der Gehalt an Alkalisilikat vorzugsweise 1 Gew.-% bis 15 Gew.-% und insbesondere 2 Gew.-% bis 8 Gew.-%, bezogen auf wasserfreie Aktivsubstanz. Das Gewichtsverhältnis Alumosilikat zu Silikat, jeweils bezogen auf wasserfreie Aktivsubstanzen, beträgt dann vorzugsweise 4:1 bis 10:1. In Mitteln, die sowohl amorphe als auch kristalline Alkalisilikate enthalten, beträgt das Gewichtsverhältnis von amorphem Alkalisilikat zu kristallinem Alkalisilikat vorzugsweise 1:2 bis 2:1 und insbesondere 1:1 bis 2:1.

    [0031] Zusätzlich zum genannten anorganischen Builder können weitere wasserlösliche oder wasserunlösliche anorganische Substanzen in den Mitteln, welche einen erfindungsgemäß zu verwendenden Wirkstoff enthalten, mit diesem zusammen verwendet oder in erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzt werden, enthalten sein. Geeignet sind in diesem Zusammenhang die Alkalicarbonate, Alkalihydrogencarbonate und Alkalisulfate sowie deren Gemische. Derartiges zusätzliches anorganisches Material kann in Mengen bis zu 70 Gew.-% vorhanden sein.

    [0032] Zusätzlich können die Mittel weitere in Wasch- oder Reinigungsmitteln übliche Bestandteile enthalten. Zu diesen fakultativen Bestandteilen gehören insbesondere Enzyme, Enzymstabilisatoren, Komplexbildner für Schwermetalle, beispielsweise Aminopolycarbonsäuren, Aminohydroxypolycarbonsäuren, Polyphosphonsäuren und/oder Aminopolyphosphonsäuren, Schauminhibitoren, beispielsweise Organopolysiloxane oder Paraffine, Lösungsmittel und optische Aufheller, beispielsweise Stilbendisulfonsäurederivate. Vorzugsweise sind in Mitteln, welche einen erfindungsgemäß verwendeten Wirkstoff enthalten, bis zu 1 Gew.-%, insbesondere 0,01 Gew.-% bis 0,5 Gew.-% optische Aufheller, insbesondere Verbindungen aus der Klasse der substituierten 4,4'-Bis-(2,4,6-tri-amino-s-triazinyl)-stilben-2,2'-disulfonsäuren, bis zu 5 Gew.-%, insbesondere 0,1 Gew.-% bis 2 Gew.-% Komplexbildner für Schwermetalle, insbesondere Aminoalkylenphosphonsäuren und deren Salze und bis zu 2 Gew.-%, insbesondere 0,1 Gew.-% bis 1 Gew.-% Schauminhibitoren enthalten, wobei sich die genannten Gewichtsanteile jeweils auf gesamtes Mittel beziehen.

    [0033] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Mittel flüssig und enthält 1 Gew.-% bis 90 Gew.-%, insbesondere 10 Gew.-% bis 85 Gew.-%, bevorzugt 25 Gew.-% bis 75 Gew.-%, und besonders bevorzugt 35 Gew.-% bis 65 Gew.-% Wasser, wassermischbares Lösungsmittel oder eines Gemisches aus Wasser und wassermischbarem Lösungsmittel. Zu wassermischbaren Lösungsmitteln gehören beispielsweise einwertige Alkohole mit 1 bis 4 C-Atomen, insbesondere Methanol, Ethanol, Isopropanol und tert.-Butanol, Diole und Triole mit 2 bis 4 C-Atomen, insbesondere Ethylenglykol, Propylenglykol und Glycerin, sowie deren Gemische und die aus den genannten Verbindungsklassen ableitbaren Ether. Derartige wassermischbare Lösungsmittel sind in den erfindungsgemäßen Mitteln vorzugsweise in Mengen nicht über 30 Gew.-%, insbesondere von 2 Gew.-% bis 20 Gew.-%, vorhanden. In derartigen flüssigen Mitteln liegen die erfindungsgemäß verwendeten Wirkstoffe in der Regel gelöst oder in suspendierter Form vor.

    [0034] Die vorzugsweise anwesenden Enzyme werden insbesondere aus der Gruppe umfassend Protease, Amylase, Lipase, Cellulase, Hemicellulase, Oxidase, Peroxidase, Pektinase und Mischungen aus diesen ausgewählt. In erster Linie kommt aus Mikroorganismen, wie Bakterien oder Pilzen, gewonnene Protease in Frage. Sie kann in bekannter Weise durch Fermentationsprozesse aus geeigneten Mikroorganismen gewonnen werden. Proteasen sind im Handel beispielsweise unter den Namen BLAP®, Savinase®, Esperase®, Maxatase®, Optimase®, Alcalase®, Durazym® oder Maxapem® erhältlich. Die einsetzbare Lipase kann beispielsweise aus Humicola lanuginosa, aus Bacillus-Arten, aus Pseudomonas-Arten, aus Fusarium-Arten, aus Rhizopus-Arten oder aus Aspergillus-Arten gewonnen werden. Geeignete Lipasen sind beispielsweise unter den Namen Lipolase®, Lipozym®, Lipomax®, Lipex®, Amano®-Lipase, Toyo-Jozo®-Lipase, Meito®-Lipase und Diosynth®-Lipase im Handel erhältlich. Geeignete Amylasen sind beispielsweise unter den Namen Maxamyl®, Termamyl®, Duramyl® und Purafect® OxAm handelsüblich. Die einsetzbare Cellulase kann ein aus Bakterien oder Pilzen gewinnbares Enzym sein, welches ein pH-Optimum vorzugsweise im schwach sauren bis schwach alkalischen Bereich von 6 bis 9,5 aufweist. Derartige Cellulasen sind unter den Namen Celluzyme®, Carezyme® und Ecostone® handelsüblich. Geeignete Pektinasen sind beispielsweise unter den Namen Gamanase®, Pektinex AR®, X-Pect® oder Pectaway® von Novozymes, unter dem Namen Rohapect UF®, Rohapect TPL®, Rohapect PTE100®, Rohapect MPE®, Rohapect MA plus HC, Rohapect DA12L®, Rohapect 10L®, Rohapect B1L® von AB Enzymes und unter dem Namen Pyrolase® von Diversa Corp., San Diego, CA, USA erhältlich.

    [0035] Zu den gegebenenfalls, insbesondere in flüssigen Mitteln vorhandenen üblichen Enzymstabilisatoren gehören Aminoalkohole, beispielsweise Mono-, Di-, Triethanol- und -propanolamin und deren Mischungen, niedere Carbonsäuren, Borsäure, Alkaliborate, Borsäure-Carbonsäure-Kombinationen, Borsäureester, Boronsäurederivate, Calciumsalze, beispielsweise Ca-Ameisensäure-Kombination, Magnesiumsalze, und/oder schwefelhaltige Reduktionsmittel.

    [0036] Zu den geeigneten Schauminhibitoren gehören langkettige Seifen, insbesondere Behenseife, Fettsäureamide, Paraffine, Wachse, Mikrokristallinwachse, Organopolysiloxane und deren Gemische, die darüber hinaus mikrofeine, gegebenenfalls silanierte oder anderweitig hydrophobierte Kieselsäure enthalten können. Zum Einsatz in partikelförmigen Mitteln sind derartige Schauminhibitoren vorzugsweise an granulare, wasserlösliche Trägersubstanzen gebunden.

    [0037] Zu den bekanntlich polyesteraktiven schmutzablösevermögenden Polymeren, die gemeinsam mit den erfindungswesentlichen Wirkstoffen eingesetzt werden können, gehören Copolyester aus Dicarbonsäuren, beispielsweise Adipinsäure, Phthalsäure oder Terephthalsäure, Diolen, beispielsweise Ethylenglykol oder Propylenglykol, und Polydiolen, beispielsweise Polyethylenglykol oder Polypropylenglykol. Zu den bevorzugt eingesetzten schmutzablösevermögenden Polyestern gehören solche Verbindungen, die formal durch Veresterung zweier Monomerteile zugänglich sind, wobei das erste Monomer eine Dicarbonsäure HOOC-Ph-COOH und das zweite Monomer ein Diol HO-(CHR11-)aOH, das auch als polymeres Diol H-(O-(CHR11-)a)bOH vorliegen kann, ist. Darin bedeutet Ph einen o-, m- oder p-Phenylenrest, der 1 bis 4 Substituenten, ausgewählt aus Alkylresten mit 1 bis 22 C-Atomen, Sulfonsäuregruppen, Carboxylgruppen und deren Mischungen, tragen kann, R11 Wasserstoff, einen Alkylrest mit 1 bis 22 C-Atomen und deren Mischungen, a eine Zahl von 2 bis 6 und b eine Zahl von 1 bis 300. Vorzugsweise liegen in den aus diesen erhältlichen Polyestern sowohl Monomerdioleinheiten -O-(CHR11-)aO- als auch Polymerdioleinheiten -(O-(CHR11-)a)bO- vor. Das molare Verhältnis von Monomerdioleinheiten zu Polymerdioleinheiten beträgt vorzugsweise 100:1 bis 1:100, insbesondere 10:1 bis 1:10. In den Polymerdioleinheiten liegt der Polymerisationsgrad b vorzugsweise im Bereich von 4 bis 200, insbesondere von 12 bis 140. Das Molekulargewicht oder das mittlere Molekulargewicht oder das Maximum der Molekulargewichtsverteilung bevorzugter schmutzablösevermögender Polyester liegt im Bereich von 250 bis 100 000, insbesondere von 500 bis 50 000. Die dem Rest Ph zugrundeliegende Säure wird vorzugsweise aus Terephthalsäure, Isophthalsäure, Phthalsäure, Trimellithsäure, Mellithsäure, den Isomeren der Sulfophthalsäure, Sulfoisophthalsäure und Sulfoterephthalsäure sowie deren Gemischen ausgewählt. Sofern deren Säuregruppen nicht Teil der Esterbindungen im Polymer sind, liegen sie vorzugsweise in Salzform, insbesondere als Alkali- oder Ammoniumsalz vor. Unter diesen sind die Natrium- und Kaliumsalze besonders bevorzugt. Gewünschtenfalls können statt des Monomers HOOC-Ph-COOH geringe Anteile, insbesondere nicht mehr als 10 Mol-% bezogen auf den Anteil an Ph mit der oben gegebenen Bedeutung, anderer Säuren, die mindestens zwei Carboxylgruppen aufweisen, im schmutzablösevermögenden Polyester enthalten sein. Zu diesen gehören beispielsweise Alkylen- und Alkenylendicarbonsäuren wie Malonsäure, Bernsteinsäure, Fumarsäure, Maleinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Pimelinsäure, Korksäure, Azelainsäure und Sebacinsäure. Zu den bevorzugten Diolen HO-(CHR11-)aOH gehören solche, in denen R11 Wasserstoff und a eine Zahl von 2 bis 6 ist, und solche, in denen a den Wert 2 aufweist und R11 unter Wasserstoff und den Alkylresten mit 1 bis 10, insbesondere 1 bis 3 C-Atomen ausgewählt wird. Unter den letztgenannten Diolen sind solche der Formel HO-CH2-CHR11-OH, in der R11 die obengenannte Bedeutung besitzt, besonders bevorzugt. Beispiele für Diolkomponenten sind Ethylenglykol, 1,2-Propylenglykol, 1,3-Propylenglykol, 1,4-Butandiol, 1,5-Pentandiol, 1,6-Hexandiol, 1,8-Octandiol, 1,2-Decandiol, 1,2-Dodecandiol und Neopentylglykol. Besonders bevorzugt unter den polymeren Diolen ist Polyethylenglykol mit einer mittleren Molmasse im Bereich von 1000 g/mol bis 6000 g/mol.

    [0038] Gewünschtenfalls können diese wie oben beschrieben zusammengesetzten Polyester auch endgruppenverschlossen sein, wobei als Endgruppen Alkylgruppen mit 1 bis 22 C-Atomen und Ester von Monocarbonsäuren in Frage kommen. Den über Esterbindungen gebundenen Endgruppen können Alkyl-, Alkenyl- und Arylmonocarbonsäuren mit 5 bis 32 C-Atomen, insbesondere 5 bis 18 C-Atomen, zugrundeliegen. Zu diesen gehören Valeriansäure, Capronsäure, Önanthsäure, Caprylsäure, Pelargonsäure, Caprinsäure, Undecansäure, Undecensäure, Laurinsäure, Lauroleinsäure, Tridecansäure, Myristinsäure, Myristoleinsäure, Pentadecansäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, Petroselinsäure, Petroselaidinsäure, Ölsäure, Linolsäure, Linolaidinsäure, Linolensäure, Eläostearinsäure, Arachinsäure, Gadoleinsäure, Arachidonsäure, Behensäure, Erucasäure, Brassidinsäure, Clupanodonsäure, Lignocerinsäure, Cerotinsäure, Melissinsäure, Benzoesäure, die 1 bis 5 Substituenten mit insgesamt bis zu 25 C-Atomen, insbesondere 1 bis 12 C-Atomen tragen kann, beispielsweise tert.-Butylbenzoesäure. Den Endgruppen können auch Hydroxymonocarbonsäuren mit 5 bis 22 C-Atomen zugrundeliegen, zu denen beispielsweise Hydroxyvaleriansäure, Hydroxycapronsäure, Ricinolsäure, deren Hydrierungsprodukt Hydroxystearinsäure sowie o-, mund p-Hydroxybenzoesäure gehören. Die Hydroxymonocarbonsäuren können ihrerseits über ihre Hydroxylgruppe und ihre Carboxylgruppe miteinander verbunden sein und damit mehrfach in einer Endgruppe vorliegen. Vorzugsweise liegt die Anzahl der Hydroxymonocarbonsäureeinheiten pro Endgruppe, das heißt ihr Oligomerisierungsgrad, im Bereich von 1 bis 50, insbesondere von 1 bis 10. In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung werden Polymere aus Ethylenterephthalat und Polyethylenoxid-terephthalat, in denen die Polyethylenglykol-Einheiten Molgewichte von 750 g/mol bis 5000 g/mol aufweisen und das Molverhältnis von Ethylenterephthalat zu Polyethylenoxid-terephthalat 50:50 bis 90:10 beträgt, in Kombination mit einem erfindungswesentlichen Wirkstoff verwendet.

    [0039] Die schmutzablösevermögenden Polymere sind vorzugsweise wasserlöslich, wobei unter dem Begriff "wasserlöslich" eine Löslichkeit von mindestens 0,01 g, vorzugsweise mindestens 0,1 g des Polymers pro Liter Wasser bei Raumtemperatur und pH 8 verstanden werden soll. Bevorzugt eingesetzte Polymere weisen unter diesen Bedingungen jedoch eine Löslichkeit von mindestens 1 g pro Liter, insbesondere mindestens 10 g pro Liter auf.

    [0040] Die Herstellung erfindungsgemäßer fester Mittel bietet keine Schwierigkeiten und kann auf bekannte Weise, zum Beispiel durch Sprühtrocknen oder Granulation, erfolgen, wobei Enzyme und eventuelle weitere thermisch empfindliche Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Bleichmittel gegebenenfalls später separat zugesetzt werden. Zur Herstellung erfindungsgemäßer Mittel mit erhöhtem Schüttgewicht, insbesondere im Bereich von 650 g/l bis 950 g/l, ist ein einen Extrusionsschritt aufweisendes Verfahren bevorzugt.

    [0041] Zur Herstellung von erfindungsgemäßen Mitteln in Tablettenform, die einphasig oder mehrphasig, einfarbig oder mehrfarbig und insbesondere aus einer Schicht oder aus mehreren, insbesondere aus zwei Schichten bestehen können, geht man vorzugsweise derart vor, dass man alle Bestandteile - gegebenenfalls je einer Schicht - in einem Mischer miteinander vermischt und das Gemisch mittels herkömmlicher Tablettenpressen, beispielsweise Exzenterpressen oder Rundläuferpressen, mit Preßkräften im Bereich von etwa 50 bis 100 kN, vorzugsweise bei 60 bis 70 kN verpresst. Insbesondere bei mehrschichtigen Tabletten kann es von Vorteil sein, wenn mindestens eine Schicht vorverpresst wird. Dies wird vorzugsweise bei Preßkräften zwischen 5 und 20 kN, insbesondere bei 10 bis 15 kN durchgeführt. Man erhält so problemlos bruchfeste und dennoch unter Anwendungsbedingungen ausreichend schnell lösliche Tabletten mit Bruch- und Biegefestigkeiten von normalerweise 100 bis 200 N, bevorzugt jedoch über 150 N. Vorzugsweise weist eine derart hergestellte Tablette ein Gewicht von 10 g bis 50 g, insbesondere von 15 g bis 40 g auf. Die Raumform der Tabletten ist beliebig und kann rund, oval oder eckig sein, wobei auch Zwischenformen möglich sind. Ecken und Kanten sind vorteilhafterweise abgerundet. Runde Tabletten weisen vorzugsweise einen Durchmesser von 30 mm bis 40 mm auf. Insbesondere die Größe von eckig oder quaderförmig gestalteten Tabletten, welche überwiegend über die Dosiervorrichtung beispielsweise der Geschirrspülmaschine eingebracht werden, ist abhängig von der Geometrie und dem Volumen dieser Dosiervorrichtung. Beispielhaft bevorzugte Ausführungsformen weisen eine Grundfläche von (20 bis 30 mm) x (34 bis 40 mm), insbesondere von 26x36 mm oder von 24x38 mm auf.

    [0042] Flüssige oder pastöse erfindungsgemäße Mittel in Form von übliche Lösungsmittel, insbesondere Wasser, enthaltenden Lösungen werden in der Regel durch einfaches Mischen der Inhaltsstoffe, die in Substanz oder als Lösung in einen automatischen Mischer gegeben werden können, hergestellt.

    [0043] In einer bevorzugten Ausführungsform ist ein Mittel, in das erfindungsgemäß zu verwendender Wirkstoff eingearbeitet wird, flüssig und enthält 1 Gew.-% bis 15 Gew.-%, insbesondere 2 Gew.-% bis 10 Gew.-% nichtionisches Tensid, 2 Gew.-% bis 30 Gew.-%, insbesondere 5 Gew.-% bis 20 Gew.-% synthetisches Aniontensid, bis zu 15 Gew.-%, insbesondere 2 Gew.-% bis 12,5 Gew.-% Seife, 0,5 Gew.-% bis 5 Gew.-%, insbesondere 1 Gew.-% bis 4 Gew.-% organischen Builder, insbesondere Polycarboxylat wie Citrat, bis zu 1,5 Gew.-%, insbesondere 0,1 Gew.-% bis 1 Gew.-% Komplexbildner für Schwermetalle, wie Phosphonat, und neben gegebenenfalls enthaltenem Enzym, Enzymstabilisator, Farb- und/oder Duftstoff Wasser und/oder wassermischbares Lösungsmittel.

    [0044] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist ein Mittel, in das erfindungsgemäß zu verwendender Wirkstoff eingearbeitet wird, teilchenförmig und enthält bis zu 25 Gew.-%, insbesondere 5 Gew.-% bis 20 Gew.-% Bleichmittel, insbesondere Alkalipercarbonat, bis zu 15 Gew.-%, insbesondere 1 Gew.-% bis 10 Gew.-% Bleichaktivator, 20 Gew.-% bis 55 Gew.-% anorganischen Builder, bis zu 10 Gew.-%, insbesondere 2 Gew.-% bis 8 Gew.-% wasserlöslichen organischen Builder, 10 Gew.-% bis 25 Gew.-% synthetisches Aniontensid, 1 Gew.-% bis 5 Gew.-% nichtionisches Tensid und bis zu 25 Gew.-%, insbesondere 0,1 Gew.-% bis 25 Gew.-% anorganische Salze, insbesondere Alkalicarbonat und/oder -hydrogencarbonat.

    Beispiele


    Beispiel 1: Herstellung von Polymeren


    A: Herstellung des Terpolymers NVP/NVCap/PEGMA (85:5:10) (Polymer A)



    [0045] 382 mg 2,2'-Azobis(2-methylpropionamidin)-dihydrochlorid (AAPH) und 18,55 g N-Vinylpyrrolidon (NVP) wurden in 167 ml Wasser gelöst. Die Lösung wurde entgast und in Stickstoffatmosphäre unter Rühren auf 70 °C erhitzt. Nach 30 Minuten wurde ein Gemisch aus 3,44 g AAPH, 37,8 g NVP, 4,09 g N-Vinylcaprolactam (NVCap) und 17,7 g Polyethylenglykol-methacrylat (300 g/mol, PEGMA) in 185 ml Wasser innerhalb von 1 Stunde zugegeben und der Reaktionsansatz wurde für 3 Stunden bei 70°C weiter gerührt. Das entstandene Terpolymer wurde durch Zugabe von Tetrahydrofuran (THF) ausgefällt. Man erhielt 75 g des Polymers A (Mw 73760 g/mol, gemessen durch GPC mit Polystyrolstandards Ready-Cal Kit®; der Polydispersitätsindex (PDI) mit PDI = Mw/ Mn, wobei Mw das gewichtsmittlere Molgewicht und Mn das zahlenmittlere Molgewicht ist, betrug 2,2).

    B: Herstellung des Terpolymers NVP/NVCap/PEGMA (90:5:5) (Polymer B)



    [0046] 382 mg AAPH und 21,32 g NVP wurden in 167 ml Wasser gelöst. Die Lösung wurde entgast und in Stickstoffatmosphäre unter Rühren auf 70 °C erhitzt. Nach 30 Minuten wurde ein Gemisch aus 3,44 g AAPH, 43,28 g NVP, 4,28 g NVCap und 9,2 g PEGMA in 185 ml Wasser innerhalb von 1 Stunde zugegeben und der Reaktionsansatz wurde für 3 Stunden bei 70°C weiter gerührt. Das entstandene Terpolymer wurde durch Zugabe von THF ausgefällt. Man erhielt 75 g des Polymers B (Mw53189 g/mol, PDI 2,2).

    C: Herstellung des Terpolymers NVP/NVCap/BuMA (90:5:5) (Polymer C)



    [0047] 1,53 g 2,2'-Azobis(2-methylpropionitril) (AIBN), 7,23 g NVP, 510 mg NVCap und 521 mg Butylmethacrylat (BuMA) wurden in 23 ml 1-Methoxy-2-propanol (MPG) gelöst. Die Lösung wurde entgast, unter Stickstoffatmosphäre gesetzt und die Temperatur wurde auf 75 °C erhöht. Dann wurde ein Gemisch von 1,53 g AIBN, 65,05 g NVP, 4,58 g NVCap und 4,69 g BuMA in 208 ml MPG wurde innerhalb von 2 Stunden zugegeben und der Reaktionsansatz wurde für weitere 3 Stunden bei 75°C gerührt. Das entstandene Terpolymer wurde durch Zugabe von Tert-butyl-methylether (TBME) ausgefällt. Man erhielt 83 g des Polymers C (Mw31982 g/mol, PDI 1,7).

    D: Herstellung des Terpolymers NVP/NVCap/BuMA (85:5:10) (Polymer D)



    [0048] 1,54 g AIBN, 6,83 g NVP, 509 mg NVCap und 1,04 g BuMA wurden in 217 ml MPG gelöst. Die Lösung wurde entgast, unter Stickstoffatmosphäre gesetzt und die Temperatur wurde auf 75 °C erhöht. Dann wurde ein Gemisch von 1,54 g AIBN, 61,43 g NVP, 4,58 g NVCap und 9,32 g BuMA in 217 ml MPG wurde innerhalb von 2 Stunden zugegeben und der Reaktionsansatz wurde für weitere 3 Stunden bei 75°C gerührt. Das entstandene Terpolymer wurde durch Zugabe TBME ausgefällt. Man erhielt 83 g des Polymers D (Mw 38352 g/mol, PDI 1,9).

    Beispiel 2: Waschversuche



    [0049] Die Leistungsfähigkeit der in Beispiel 1 hergestellten Polymere wurde in Waschversuchen bei einer Waschtemperatur von 20 °C unter europäischen Bedingungen (16 °dH) in Miele Waschmaschinen getestet. Die Polymere wurden dabei jeweils in Mengen von 2 Gew.-%, bezogen auf das Waschmittel, in ein handelsübliches Flüssigwaschmittel eingearbeitet und dieses anschließend in der Wäsche von mit 111 standardisierten Anschmutzungen versehenen Textilien eingesetzt. Zum Vergleich kam auch das von den jeweiligen Polymeren freie Flüssigwaschmittel unter den gleichen Bedingungen zum Einsatz. Das Mittel mit Polymer A wies im Vergleich zum von dem Polymer freien Flüssigwaschmittel an 14 der Anschmutzungen eine signifikant bessere Waschleistung auf, das Mittel mit Polymer B an 23 Anschmutzungen, das Mittel mit Polymer C an 22 Anschmutzungen, und das Mittel mit Polymer C an 21 Anschmutzungen.


    Ansprüche

    1. Verwendung von durch Copolymerisation von N-Vinylpyrrolidon, N-Vinylcaprolactam und einer weiteren ethylenisch ungesättigten Verbindung, ausgewählt aus gegebenenfalls alkoxyliertem C1-C24-Alkyl-(meth)acrylat, Polyalkylenglykol-(meth)acrylat, N-Alkylsubstituiertem (Meth)acrylamid, Acrylnitril und deren Mischungen erhältlichen Polymeren zur Verstärkung der Primärwaschkraft von Wasch- oder Reinigungsmitteln beim Waschen von Textilien oder beim Reinigen harter Oberflächen gegenüber Anschmutzungen.
     
    2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den Anschmutzungen um bleich- oder enzymsensitive Anschmutzungen handelt.
     
    3. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere ethylenisch ungesättigte Verbindung ausgewählt wird aus Polyalkylenglykolmethacrylaten, insbesondere Polyethylenglykolmethacrylaten, C1-C24-Alkyl(meth)acrylaten, in denen die Alkylgruppe linear oder verzweigt sein kann, insbesondere Methyl(meth)acrylat, Ethyl(meth)acrylat, Butyl(meth)acrylat, Ethylhexyl(meth)acrylat, Octyl(meth)acrylat, Decyl(meth)acrylat, Dodecyl(meth)acrylat, allein oder in Gemischen
     
    4. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Polymer durch Copolymerisation von 60 Gew.-% bis 98 Gew.-% N-Vinylpyrrolidon, 1 Gew.-% bis 39 Gew.-% N-Vinylcaprolactam und 1 Gew.-% bis 20 Gew.-% der weiteren ethylenisch ungesättigten Verbindung erhältlich ist, wobei sich die Gewichtsprozent-Angaben auf die Gesamtmenge an in der Copolymerisation vorhandenen Monomeren beziehen.
     
    5. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Polymer ein mittleres Molekulargewicht in Bereich von 1000 g/mol bis 500000 g/mol, insbesondere von 1100 g/mol bis 150000 g/mol aufweist.
     
    6. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man das Polymer einer wasch- oder reinigungsmittelhaltigen Flotte zusetzt oder als Bestandteil eines Wasch- oder Reinigungsmittels in die Flotte einbringt.
     
    7. Verfahren zum Entfernen von insbesondere bleich- oder enzymsensitiven Anschmutzungen von Textilien oder harten Oberflächen, bei dem ein Wasch- oder Reinigungsmittel und ein durch Copolymerisation von N-Vinylpyrrolidon, N-Vinylcaprolactam und einer weiteren ethylenisch ungesättigten Verbindung, ausgewählt aus gegebenenfalls alkoxyliertem C1-C24-Alkyl-(meth)acrylat, Polyalkylenglykol-(meth)acrylat, N-Alkylsubstituiertem (Meth)acrylamid, Acrylnitril und deren Mischungen erhältliches Polymer zum Einsatz kommen.
     
    8. Wasch- oder Reinigungsmittel, enthaltend ein durch Copolymerisation von N-Vinylpyrrolidon, N-Vinylcaprolactam und einer weiteren ethylenisch ungesättigten Verbindung, ausgewählt aus gegebenenfalls alkoxyliertem C1-C24-Alkyl-(meth)acrylat, Polyalkylenglykol-(meth)acrylat, N-Alkylsubstituiertem (Meth)acrylamid, Acrylnitril und deren Mischungen erhältliches Polymer.
     
    9. Mittel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass es das Polymer in Mengen von 0,1 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere 0,2 Gew.-% bis 5 Gew.-% enthält.
     
    10. Mittel nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass es flüssig ist und 1 Gew.-% bis 90 Gew.-%, insbesondere 10 Gew.-% bis 85 Gew.-%, Wasser, wassermischbares Lösungsmittel oder eines Gemisches aus Wasser und wassermischbarem Lösungsmittel enthält.
     


    Claims

    1. The use of polymers obtained by copolymerization of N-vinylpyrrolidone, N-vinylcaprolactam and an additional ethylenically unsaturated compound selected from optionally alkoxylated C1-C24 alkyl (meth)acrylate, polyalkylene glycol (meth)acrylate, N-alkyl-substituted (meth)acrylamide, acrylonitrile and mixtures thereof for enhancing the primary detergency of washing or cleaning agents when washing textiles or when cleaning hard surfaces of stains.
     
    2. The use according to claim 1, characterized in that the stains are bleach-sensitive or enzyme-sensitive stains.
     
    3. The use according to claim 1 or 2, characterized in that the additional ethylenically unsaturated compound is selected from polyalkylene glycol methacrylates, in particular polyethylene glycol methacrylates, C1-C24 alkyl (meth)acrylates, in which the alkyl group can be linear or branched, in particular methyl (meth)acrylate, ethyl (meth)acrylate, butyl (meth)acrylate, ethylhexyl (meth)acrylate, octyl (meth)acrylate, decyl (meth)acrylate, dodecyl (meth)acrylate, alone or in mixtures.
     
    4. The use according to one of claims 1 to 3, characterized in that the polymer can be obtained by copolymerization of from 60 wt.% to 98 wt.% N-vinylpyrrolidone, from 1 wt.% to 39 wt.% N-vinylcaprolactam and from 1 wt.% to 20 wt.% of the additional ethylenically unsaturated compound, the percentages by weight relating to the total amount of monomers present in the copolymerization.
     
    5. The use according to one of claims 1 to 4, characterized in that the polymer has an average molecular weight in the range of from 1000 g/mol to 500,000 g/mol, in particular from 1100 g/mol to 150,000 g/mol.
     
    6. The use according to one of claims 1 to 5, characterized in that the polymer is added to a liquor containing a washing or cleaning agent or is introduced into the liquor as a component of a washing or cleaning agent.
     
    7. A method for removing in particular bleach-sensitive or enzyme-sensitive stains from textiles or hard surfaces, in which method a washing or cleaning agent and a polymer, which can be obtained by copolymerization of N-vinylpyrrolidone, N-vinylcaprolactam and an additional ethylenically unsaturated compound, selected from optionally alkoxylated C1-C24 alkyl (meth)acrylate, polyalkylene glycol (meth)acrylate, N-alkyl-substituted (meth)acrylamide, acrylonitrile and mixtures thereof, are used.
     
    8. A washing or cleaning agent containing a polymer which can be obtained by copolymerization of N-vinylpyrrolidone, N-vinylcaprolactam and an additional ethylenically unsaturated compound, selected from optionally alkoxylated C1-C24 alkyl (meth)acrylate, polyalkylene glycol (meth)acrylate, N-alkyl-substituted (meth)acrylamide, acrylonitrile and mixtures thereof.
     
    9. The agent according to claim 8, characterized in that it contains the polymer in amounts of from 0.1 wt.% to 10 wt.%, in particular from 0.2 wt.% to 5 wt.%.
     
    10. The agent according to claim 8 or 9, characterized in that it is liquid and contains from 1 wt.% to 90 wt.%, in particular from 10 wt.% to 85 wt.%, water, water-miscible solvent, or a mixture of water and water-miscible solvent.
     


    Revendications

    1. Utilisation de polymères pouvant être obtenus par copolymérisation de N-vinylpyrrolidone, de N-vinylcaprolactame et d'un autre composé à insaturation éthylénique, choisi parmi le (méth)acrylate d'alkyle en C1-C24 éventuellement alcoxylé, le (méth)acrylate de polyalkylène glycol, le (méth)acrylamide à substitution N-alkyle, l'acrylonitrile et leurs mélanges, pour renforcer la performance de lavage primaire d'agents de lavage ou de nettoyage lors du lavage de textiles ou lors du nettoyage de surfaces dures contre des salissures.
     
    2. Utilisation selon la revendication 1, caractérisée en ce que les salissures sont des salissures sensibles au blanchiment ou aux enzymes.
     
    3. Utilisation selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'autre composé à insaturation éthylénique est choisi parmi les méthacrylates de polyalkylène glycol, en particulier les méthacrylates de polyéthylène glycol, les (méth)acrylates d'alkyle en C1-C24 dans lesquels le groupe alkyle peut être linéaire ou ramifié, en particulier le (méth)acrylate de méthyle, le (méth)acrylate d'éthyle, le (méth)acrylate de butyle, le (méth)acrylate d'éthylhexyle, le (méth)acrylate d'octyle, le (méth)acrylate de décyle, le (méth)acrylate de dodécyle, seuls ou en mélanges.
     
    4. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le polymère peut être obtenu par copolymérisation de 60 à 98 % en poids de N-vinylpyrrolidone, de 1 à 39 % en poids de N-vinylcaprolactame et de 1 à 20 % en poids de l'autre composé à insaturation éthylénique, les pourcentages en poids étant basés sur la quantité totale de monomères présents dans la copolymérisation.
     
    5. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le polymère présente un poids moléculaire moyen (en nombre) compris entre 1 000 et 500 000 g/mol, en particulier entre 1 100 et 150 000 g/mol.
     
    6. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que le polymère est ajouté à un bain contenant un agent de lavage ou de nettoyage ou est introduit dans le bain en tant que constituant d'un agent de lavage ou de nettoyage.
     
    7. Procédé d'élimination en particulier de salissures sensibles au blanchiment ou aux enzymes de textiles ou de surfaces dures, lequel procédé met en œuvre un agent de lavage ou de nettoyage et un polymère pouvant être obtenu par copolymérisation de N-vinylpyrrolidone, de N-vinylcaprolactame et d'un autre composé à insaturation éthylénique, choisi parmi le (méth)acrylate d'alkyle en C1-C24 éventuellement alcoxylé, le (méth)acrylate de polyalkylène glycol, le (méth)acrylamide à substitution N-alkyle, l'acrylonitrile et leurs mélanges.
     
    8. Agent de lavage ou de nettoyage contenant un polymère pouvant être obtenu par copolymérisation de N-vinylpyrrolidone, de N-vinylcaprolactame et d'un autre composé à insaturation éthylénique, choisi parmi le (méth)acrylate d'alkyle en C1-C24 éventuellement alcoxylé, le (méth)acrylate de polyalkylène glycol, le (méth)acrylamide à substitution N-alkyle, l'acrylonitrile et leurs mélanges.
     
    9. Agent selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'il contient le polymère en des quantités de 0,1 à 10 % en poids, en particulier de 0,2 à 5 % en poids.
     
    10. Agent selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce qu'il est liquide et en ce qu'il contient 1 à 90 % en poids, en particulier 10 à 85 % en poids d'eau, d'un solvant hydromiscible ou d'un mélange d'eau et d'un solvant hydromiscible.
     






    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente