(19)
(11)EP 3 334 563 B1

(12)EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45)Hinweis auf die Patenterteilung:
22.09.2021  Patentblatt  2021/38

(21)Anmeldenummer: 16745437.0

(22)Anmeldetag:  25.07.2016
(51)Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B24B 7/18(2006.01)
B24D 9/08(2006.01)
B24D 11/04(2006.01)
B24B 23/02(2006.01)
B24D 11/02(2006.01)
(52)Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
B24D 11/04; B24D 9/085; B24D 11/02; B24B 23/02; B24D 9/08; B24B 7/186
(86)Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2016/067633
(87)Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2017/025303 (16.02.2017 Gazette  2017/07)

(54)

SCHLEIFTELLER UND DAMIT AUSGESTATTETE SCHLEIFMASCHINE

GRINDING DISC AND GRINDING MACHINE PROVIDED WITH SAME

DISQUE DE PONÇAGE ET MACHINE DE PONÇAGE ÉQUIPÉE D'UN TEL DISQUE


(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30)Priorität: 11.08.2015 DE 102015113190

(43)Veröffentlichungstag der Anmeldung:
20.06.2018  Patentblatt  2018/25

(73)Patentinhaber: Festool GmbH
73240 Wendlingen (DE)

(72)Erfinder:
  • BECK, Florian
    72587 Römerstein-Strohweiler (DE)
  • KNECHT, Nicolai
    72124 Pliezhausen (DE)
  • HARTMANN, Torsten
    73235 Weilheim/Teck (DE)

(74)Vertreter: Patentanwälte Bregenzer und Reule Partnerschaftsgesellschaft mbB 
Neckarstraße 47
73728 Esslingen
73728 Esslingen (DE)


(56)Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 1 291 134
WO-A1-03/002304
DE-A1-102013 213 272
DE-U1- 29 913 046
GB-A- 753 938
US-A- 3 315 420
EP-A1- 2 669 044
DE-A1-102007 059 616
DE-B3-102007 010 195
FR-A1- 2 448 419
US-A- 2 950 584
US-A1- 2006 053 576
  
      
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Schleifteller für eine Schleifmaschine, wobei der Schleifteller eine der Schleifmaschine zugeordnete Maschinenseite und eine einer Bearbeitung eines Werkstücks zugeordnete Bearbeitungsfläche aufweist, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Derartige Schleifteller sind beispielsweise in US 3,315,420 A, DE 299 13 046 U1, GB 753,938 A und WO 03/002304 A1 beschrieben.

    [0003] Üblicherweise ist ein Schleifteller zur Bearbeitung einer ebenen oder planen Oberfläche eines Werkstücks ausgestaltet. Der Schleifteller hat eine plattenartige oder tellerartige Gestalt, d.h. er eignet sich besonders gut für ebene Oberflächen.

    [0004] Für besondere Anwendungszwecke sind Schleifplatten bekannt, die ein besonderes Profil aufweisen, beispielsweise eine Schleifplatte aus DE 101 44 274 A1 zum Bearbeiten gebildeter Flächen. Eine verstärkte Schleifwirkung im mittigen Bereich einer Schleifplatte ist in DE 32 40 917 erläutert.

    [0005] Zur Bearbeitung eines ebenen Werkstücks mit einer Schleifmaschine, deren Gehäuse unmittelbar mit der Hand zu umgreifen ist, sind die bekannten Schleifteller ohne weiteres anwendbar. Bei Schleifmaschinen mit einem Griffstab, insbesondere Decken-Schleifmaschinen und Wand-Schleifmaschinen, sind derartige Schleifteller schwierig zu führen. Durch den relativ großen Abstand zwischen dem Griffbereich am Griffstab und der Bearbeitungsfläche des Schleiftellers entstehen für den Bediener schwer handhabbare Kraftverhältnisse.

    [0006] Zur Lösung der Aufgabe ist ein Schleifteller gemäß der technischen Lehre des Anspruchs 1 vorgesehen.

    [0007] Am Randbereich dreht sich der Schleifteller mit einer höheren Umfangsgeschwindigkeit, was unter anderem auch zu einer höheren Abtragsleistung oder Abrasionsleistung beiträgt.

    [0008] Beispielsweise ist das Schleifmittel in dem Zentralbereich nicht in Kontakt oder nur in leicht reibenden Kontakt mit dem Werkstück. Bevorzugt ist vorgesehen, dass der Anpressdruck im Randbereich der Bearbeitungsfläche in Richtung des Werkstücks etwa 1,5-mal bis 2-mal größer, vorzugsweise etwa dreimal größer oder viermal größer als in dem Zentralbereich ist. Bevorzugt ist es, dass ca. etwa 70-80 %, vorzugweise etwa 80-90 %, noch weiter bevorzugt etwa 90-95 % der Abrasionsleistung des Schleifmittels in dem Randbereich der Bearbeitungsfläche erbracht werden, die restliche Abrasionsleistung des Schleifmittels in dem Zentralbereich.

    [0009] Es ist ein Grundgedanke, dass der ringförmige Randbereich sozusagen den eigentlichen Bearbeitungsbereich des Schleifmittels darstellt, mit dem das Werkstück abrasiv bearbeitet werden kann. Der Zentralbereich hingegen ist im Hinblick auf die Werkstückbearbeitung durch das Schleifmittel wirkungslos oder doch zumindest in geringerem Maße wirksam, zweckmäßigerweise im Wesentlichen wirkungslos, sodass keine Kräfte oder geringe Kräfte aus dem Zentralbereich auf die Werkzeugaufnahme und somit beispielsweise auf den Griffstab oder sonstigen Griffbereich der Schleifmaschine zurückwirken. Die Schleifmaschine kann optimal gehalten und geführt werden. Der Schleifteller lässt sich ruhig und gleichmäßig über die zu bearbeitende Werkstück-Oberfläche führen.

    [0010] Das Schleifmittel kann unmittelbar an der Bearbeitungsfläche angeordnet sein oder die Bearbeitungsfläche bilden. Beispielsweise kann eine abrasive Beschichtung am Schleifteller unmittelbar vorgesehen sein. Die Bearbeitungsfläche kann also beispielsweise die abrasive Beschichtung, die beispielsweise Schleifkorn und/ oder ein Schleifgewirke umfasst oder dadurch gebildet ist, aufweisen.

    [0011] Es ist aber auch möglich, dass das Schleifmittel lösbar am Schleifteller befestigbar ist, sodass es beispielsweise bei Verschleiß entfernt und gegen ein anderes Schleifmittel ausgetauscht werden kann.

    [0012] Das Schleifmittel ist zweckmäßigerweise als Schleifblatt oder Schleifpapier ausgestaltet. Das Schleifmittel kann aber auch ein Schleifgewirke sein oder ein solches aufweisen.

    [0013] Das Haltemittel umfasst beispielsweise in der an sich bekannten Weise Klett-Haltemittel, beispielsweise entsprechende Klett-Haken. Es ist aber auch möglich, dass das Haltemittel einen Klebstoff oder dergleichen andere lösbare Verbindungsmittel zwischen Schleifmittel und Schleifteller umfasst.

    [0014] Auch ein vom Schleifteller lösbares Schleifmittel kann einen insbesondere integralen Bestandteil des Schleiftellers bilden. Mithin ist es denkbar, dass die Wirkung des Schleiftellers in Verbindung mit dem Schleifmittel auftritt.

    [0015] Der Schleifteller kann so ausgebildet sein, dass das Schleifmittel im ringförmigen Randbereich des Schleiftellers stets in Kontakt mit dem Werkstück ist, im Zentralbereich jedoch nicht. Im Zentralbereich ist zweckmäßigerweise ein Abstand der Bearbeitungsfläche zur Werkstückoberfläche vorhanden. Beispielsweise können eine Wölbung und/oder ein Rücksprung im Zentralbereich vorgesehen sein, die oder der dafür sorgt oder dazu beiträgt, dass das Schleifmittel im Zentralbereich einen Abstand zum Werkstück aufweist oder jedenfalls eine geringere abrasive Wirkung entfaltet als am Randbereich.

    [0016] Es ist aber auch möglich, dass ein im Vergleich zum Randbereich nachgiebigerer Zentralbereich vorgesehen ist, beispielsweise ein Zentralbereich mit einem weicheren Material als am Randbereich, so dass die Anpresskraft oder Wirkungskraft des Schleifmittels in dem Zentralbereich geringer ist als in dem Randbereich.

    [0017] Das nachgiebigere Material kann in einer Ebene unmittelbar neben der Bearbeitungsfläche oder an der Bearbeitungsfläche vorgesehen sein. Die Bearbeitungsfläche, beispielsweise zum Tragen des Schleifmittels, kann unmittelbar an dem weicheren Material des Zentralbereichs oder dem härteren Material des Randbereichs vorgesehen sein. Es ist aber auch möglich, dass das weichere Material für den Zentralbereich nicht unmittelbar die Bearbeitungsfläche aufweist, sondern dass beispielsweise noch eine Sandwichschicht zwischen der Bearbeitungsfläche und dem im Randbereich härteren und im Zentralbereich weicheren Material vorgesehen ist. Die Sandwichschicht kann beispielsweise von einem sogenannten Pad oder einem elastischen oder weichen Kissen bereitgestellt werden.

    [0018] Es versteht sich, dass auch eine Kombination möglich ist, d.h. dass beispielsweise der Zentralbereich der Bearbeitungsfläche gegenüber dem Randbereich etwas zurückversetzt oder vertieft ist oder eine Kavität ausbildet und zudem im Zentralbereich ein weicheres, ein kleineres Kompressionsmodul aufweisendes Material als im Randbereich verwendet ist. Beide Maßnahmen in Kombination tragen jedenfalls dazu bei, dass der Schleifteller oder das am Schleifteller angeordnete Schleifmittel im Zentralbereich nicht oder in geringerem Maße als im Randbereich der Bearbeitungsfläche in abrasivem Kontakt mit dem zu bearbeitenden Werkstück ist.

    [0019] Das Schleifmittel zur Bearbeitung des Werkstücks und/oder das Haltemittel zum Halten des Schleifmittels erstrecken sich erfindungsgemäß im Wesentlichen über die gesamte Bearbeitungsfläche einschließlich deren Zentrum. Mithin ist also eine großflächige, unterbrechungsfreie oder mit wenigen Unterbrechungen versehene Schleifmittel-Fläche bzw. Haltemittel-Fläche vorgesehen. Auch der Zentralbereich kann somit zur Bearbeitung des Werkstückes anhand des Schleifmittels genutzt werden.

    [0020] Die Bearbeitungsfläche und/oder das Schleifmittel und/oder das Haltemittel weisen zweckmäßigerweise Luftdurchlässe zur Zufuhr von Frischluft und/oder Abfuhr von Abluft, beispielsweise mit Staub beladener Abluft, auf. Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Luftdurchlässe von Schleifmittel und Bearbeitungsfläche miteinander kommunizieren, so dass mit Staub beladene Luft von der Werkstückoberfläche durch das Schleifmittel hindurch zu einer von der Bearbeitungsfläche abgewandten Seite des Schleiftellers, beispielsweise dessen Oberseite, strömen kann. Die Luftdurchlässe erstrecken sich also zweckmäßigerweise von der Bearbeitungsfläche zu einer von der Bearbeitungsfläche abgewandten Oberseite oder Rückseite des Schleiftellers.

    [0021] Ein bevorzugtes Konzept sieht dabei vor, dass die Luftdurchlässe ringförmig um eine Mittelachse des Schleiftellers angeordnet sind. Es können einer oder mehrere Ringe vorgesehen sein. Die Ringe sind vorzugsweise konzentrisch um die Mittelachse angeordnet.

    [0022] Bevorzugt ist weiterhin, wenn ein Teil der Luftdurchlässe beim Betrieb des Schleiftellers näher bei einer Einströmöffnung einer Staubabfuhreinrichtung des Schleifgerätes ist, so dass Zuluft durch weiter von der Einsaugöffnung entfernte Luftdurchlässe in den Schleifteller, insbesondere bis zur Bearbeitungsfläche und/oder zu dem Haltemittel, vorströmt, quer zur Bearbeitungsfläche beispielsweise das Haltemittel und/oder die Bearbeitungsfläche, insbesondere die dem Werkstück zugewandte Fläche bzw. mit abrasivem Material versehene Fläche, durchströmt und dann durch Luftdurchlässe ausströmt, die jeweils näher bei der Einsaugöffnung sind. Die Rolle der Luftdurchlässe ändert sich natürlich, wenn sich der Schleifteller dreht. Somit wird vorteilhaft eine Querströmung insbesondere im Bereich der Bearbeitungsfläche oder des Haltemittels erzeugt, so dass dieses nicht oder weniger mit Staub zusetzt. Insbesondere ist diese Querströmung im Zentralbereich des Schleiftellers vorgesehen, dort wo also möglichst wenig Druck oder Anpressdruck in Richtung der Bearbeitungsfläche wirkt.

    [0023] Es kann optional vorgesehen sein, dass nur im Zentralbereich des Schleiftellers derartige Luftdurchlässe oder Lufteinlässe zur Abfuhr von mit Staub beladener Luft vorgesehen sind. Es ist weiterhin möglich, dass die Luftdurchlässe eine radiale Komponente haben, d.h., dass sie beispielsweise Luftkanäle umfassen, die sich vom Zentralbereich nach radial außen zur Oberseite oder Rückseite des Schleiftellers, dort wo die Absaugeinrichtung wirkt, erstrecken. Selbstverständlich können Einsaugöffnungen oder Absaugöffnungen auch in dem Randbereich oder ausschließlich in dem Randbereich vorgesehen sein. Möglich ist also Beides, nämlich Absaugöffnungen nur am Randbereich der Bearbeitungsfläche oder nur im Zentralbereich oder sowohl am Randbereich als auch im Zentralbereich. Wenn Absaugöffnungen oder Luftdurchlässe auch oder nur im Zentralbereich vorgesehen sind, entsteht beispielsweise eine Art Absaugglocke an der Bearbeitungsfläche.

    [0024] Erfindungsgemäß weist die Bearbeitungsfläche und/oder das Schleifmittel und/oder das Haltemittel abgesehen von den Luftdurchlässen oder Lufteinlässen keine Unterbrechungen auf.

    [0025] Die Bearbeitungsfläche und/oder das Schleifmittel und/oder das Haltemittel sind zweckmäßigerweise zur flächigen Anlage an dem Werkstück ausgestaltet und/oder vorgesehen.

    [0026] Ein bevorzugtes Konzept sieht vor, dass an der Bearbeitungsfläche und/oder dem Schleifmittel und/oder dem Haltemittel Schlitze oder Unterbrechungen oder Verformungskonturen oder Kombinationen davon vorgesehen sind, die eine Planlage der Bearbeitungsfläche, insbesondere des Randbereichs derselben, an dem Werkstück bei einer Verformung der Bearbeitungsfläche aus einem durch den Anpressdruck unbelasteten Zustand in einen durch den Anpressdruck belasteten Zustand erleichtern oder ermöglichen. Insbesondere ist eine um eine Mittelachse des Schleiftellers ringförmige Planlage bevorzugt. Durch diese Maßnahmen kann beispielsweise ein sogenannter Höhenschlag oder Planschlag vermieden werden.

    [0027] Die Schlitze oder Unterbrechungen weiten sich beispielsweise bei einer Verformung durch den Anpressdruck auf bzw. geben nach. Die Verformungskonturen können beispielsweise wellenförmige Einbuchtungen, Fugen oder dergleichen umfassen. Jedenfalls wird die Bearbeitungsfläche oder das Schleifmittel oder das Haltemittel im Sinne einer Verformbarkeit nachgiebig, insbesondere gleichmäßig nachgiebig, wenn die Verformungskonturen, Schlitze oder Unterbrechungen oder Kombinationen davon vorgesehen sind.

    [0028] Die Schlitze und/oder Unterbrechungen und/oder Verformungskonturen haben vorteilhaft eine Längsgestalt.

    [0029] Die Schlitze und/oder Unterbrechungen und/oder Verformungskonturen sind in Bezug auf eine Mittelachse des Schleiftellers radial oder sternförmig besonders vorteilhaft. Dadurch kann sich der Schleifteller beispielsweise im durch den Anpressdruck unbelasteten Zustand in der Art einer Glocke verformen, während er sich bei Belastung durch den Anpressdruck dann sozusagen flach drücken lässt und dabei die Verformungskonturen, Schlitze oder Unterbrechungen die entsprechende Nachgiebigkeit gewährleisten.

    [0030] Besonders bevorzugt sind Unterbrechungen, Verformungskonturen oder Schlitze bei dem Haltemittel, z.B. wenn dieses Fasern oder eine Gewebestruktur umfasst. Beispielsweise kann eine auf Textilbasis oder Faserbasis oder Gewebebasis hergestellte Klette oder Klettschicht als Haftmittel vorgesehen sein, die jedoch in Bezug auf Kette und Schuss oder jedenfalls der Verlaufrichtung ihrer Fasern zugfester ist als quer dazu. Ein Gewebe einer Klette hat beispielsweise unterschiedliche Steifigkeiten in Webrichtung oder quer zur Webrichtung, was bei einer Erwärmung zu unterschiedlichen Kräften in der Klettschicht führt. Durch die Verformungskonturen ist es möglich, dass diese Fasern bezüglich ihrer Längsrichtung längenveränderbar sind. Durch die Unterbrechungen und/oder Schlitze ist es möglich, dass diese Fasern unterbrochen sind und dementsprechend das Haftmittel bzw. die Klettschicht leichter verformbar oder nachgiebiger ist.

    [0031] Die Schlitze, Unterbrechungen und Verformungskonturen oder Kombinationen davon sind vorzugsweise im ringförmigen Randbereich, jedenfalls dem Bereich, der bei typischer Werkstückbearbeitung in abrasivem Kontakt mit dem Werkstück ist, besonders vorteilhaft. Wenn die Schlitze, Unterbrechungen oder Verformungskonturen bei der Haftschicht vorgesehen sind, kann beispielsweise das Schleifmittel wiederum durchgehend sein, d.h. keine Unterbrechungen oder Schlitze aufweisen, so dass dieses flächig auf dem Werkstück aufliegt.

    [0032] Eine in Kombination mit den vorherigen Maßnahmen oder an sich selbständige Maßnahme sieht vorteilhaft vor, dass das Haltemittel eine Folie oder Extrusionsklette umfasst. Weiterhin ist es zweckmäßig, wenn das Haltemittel keine Fasern enthält. Alle diese Maßnahmen tragen zu einer gleichmäßigen Verformbarkeit des Haltemittels bei, so dass dieses bei Belastung durch den Anpressdruck über den Umfang (also in Umfangsrichtung um die Mittelachse des Schleiftellers) gleichmäßig nachgibt und/oder eine kontinuierliche Planfläche bei Anlage an dem Werkstück ausbildet. Dies wirkt einem sogenannten Höhenschlag oder Planschlag des Schleiftellers entgegen oder vermeidet diesen.

    [0033] Die Extrusionsklette ist beispielsweise deutlich temperaturstabiler und deformiert sich bei geringer Erwärmung, beispielsweise in einem Bereich bis zu 60° noch nicht oder nur unwesentlich. Somit ist weder beim Betrieb des Schleiftellers noch bei der Lagerung eine Verformung der Klette zu befürchten oder zumindest keine ungleichmäßige Verformung, was einem Planschlag entgegenwirkt.

    [0034] Beispielsweise kann die Folie eine Extrusionsfolie oder Klebefolie sein. Beispielsweise kann die Extrusionsfolie oder Klebefolie auch eine Zwischenschicht darstellen, die zwischen dem Haltemittel und einem elastischen Kissen vorgesehen ist.

    [0035] Bevorzugt ist es, dass die Folie oder Extrusionsklette anhand einer Haftvermittlerfolie mit einem elastischen Kissen des Schleiftellers verbunden ist. Das Kissen kann beispielsweise zunächst mit der Haftvermittlerfolie versehen werden, an die wiederum die Folie oder Extrusionsklette angeheftet oder angeklebt wird. Alternativ ist es auch möglich, dass das elastische Kissen, beispielsweise ein entsprechender Schaum, an der Folie oder Extrusionsklette durch eine Anschäumung angebracht ist bzw. angeschäumt ist.

    [0036] Weiterhin wirkt es einem Höhenschlag oder Planschlag entgegen, wenn folgendes vorgesehen ist:
    Eine zweckmäßige Maßnahme sieht vor, dass keine Komponente oder allenfalls ein Stützteller, welcher weiche Komponenten des Schleiftellers (beispielsweise elastisches Kissen oder Haftmittel oder beides) trägt, Fasern enthält. Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn keine Komponente oder nur der Stützteller quer zur Bearbeitungsfläche verlaufende Fasern enthält. Mithin ist es also möglich, dass Fasern bei derartigen Komponenten bzw. bei dem Schleifteller vorhanden sind, die jedoch nicht quer zur Bearbeitungsfläche oder parallel zur Bearbeitungsfläche verlaufen. Derartige Fasern behindern eine Verformung des Schleiftellers bei Belastung durch den Anpressdruck in Richtung einer Planlage an dem Werkstück nicht.

    [0037] Zweckmäßigerweise ist vorgesehen, dass die Bearbeitungsfläche eine Stufe und/oder eine Schrägfläche, beispielsweise eine konische Schrägfläche, zwischen dem Randbereich und dem Zentralbereich aufweist, so dass im Zentralbereich eine Vertiefung, beispielsweise eine Mulde, gebildet ist.

    [0038] Auch der Zentralbereich kann eine ebene Fläche oder plane Fläche aufweisen. Beispielsweise ist es möglich, dass der Zentralbereich radial außen eine Schrägfläche oder Stufe oder beides zum Randbereich in aufweist, wobei die Schrägfläche oder Stufe dann zwischen dem Randbereich und dem inneren Bereich des Zentralbereichs vorgesehen ist und dieser innere Bereich plan oder eben ist.

    [0039] Die Werkzeugaufnahmehalterung kann beispielsweise einen Durchbruch für einen Schraubbolzen aufweisen, sodass der Schleifteller beispielsweise an einer einen Schraubvorsprung oder Schraubbolzen aufweisende Werkzeugaufnahme der Schleifmaschine montierbar ist. Es ist auch möglich, dass die Werkzeugaufnahmehalterung beispielsweise Formschlusskonturen, insbesondere Schraubkonturen oder Bajonettkonturen zum Einschrauben der Werkzeugaufnahme umfasst. Selbstverständlich kann die Werkzeugaufnahmehalterung auch einen Schraubbolzen oder einen sonstigen Befestigungsvorsprung umfassen.

    [0040] Der mechanische Aufbau des Schleiftellers kann verschiedenartig gestaltet sein, was nachfolgend deutlich wird.

    [0041] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass der Schleifteller einen Stützteller aufweist, an welchem ein elastisches Kissen oder Pad angeordnet ist. Der Stützteller weist die Maschinenseite auf. Die vom Kissen oder Pad abgewandte Seite des Stütztellers bildet zweckmäßigerweise die Maschinenseite. An der von dem Stützteller abgewandten Seite des Kissens ist die Bearbeitungsfläche vorgesehen. Die Bearbeitungsfläche kann integral an dem Kissen vorgesehen sein. Es ist aber auch möglich, dass die Bearbeitungsfläche an einer weiteren, an dem Kissen angeordneten Schicht vorgesehen ist. Das Kissen ist vorzugsweise fest mit dem Stützteller verbunden, beispielsweise mit diesem verklebt und/oder verschweißt. Auch eine mechanische Verbindung, beispielsweise eine Verklemmung, zwischen Stützteller und Kissen ist möglich.

    [0042] An dem Stützteller ist beispielsweise die Werkzeugaufnahmehalterung angeordnet. Die Werkzeugaufnahmehalterung kann einen integralen Bestandteil des Stütztellers bilden oder an diesem befestigt sein.

    [0043] Das Kissen bildet beispielsweise ein sogenanntes Pad oder weist ein Pad auf. Zweckmäßigerweise besteht das Kissen oder Pad aus einem elastischen Schaumstoff oder Kunststoff oder weist ein solches Material auf. Das Kissen oder Pad kann auch aus Gummi bestehen oder Gummi aufweisen.

    [0044] Ein der Bearbeitungsfläche zugewandter Haltebereich des Stütztellers zum Halten des Kissens weist beispielsweise einen Stützrandbereich auf, der dem Randbereich der Bearbeitungsfläche oder des Schleifmittels zugeordnet ist, sowie einen Stützzentralbereich, der dem Zentralbereich der Bearbeitungsfläche zugeordnet ist. Der Stützrandbereich steht weiter in Richtung der Bearbeitungsfläche vor als der Stützzentralbereich. Alternativ oder ergänzend ist es auch möglich, dass der Stützteller in dem Zentralbereich etwas weniger biegesteif ist als am Stützrandbereich. Der Stützrandbereich ist also entsprechend steif und wenig nachgiebig, sodass er das Schleifmittel an seinem Randbereich besser abstützt als im Zentralbereich.

    [0045] Somit trägt also der Stützrandbereich dazu bei oder bildet die notwendige Maßnahme, dass der Randbereich des Schleifmittels zur abrasiven Bearbeitung des Werkstücks in Richtung des Werkstücks belastet oder in Kontakt mit dem Werkstück ist. Der Stützzentralbereich hingegen kann beispielsweise einen Rücksprung oder eine Wölbung nach innen in einem Sinne von der Bearbeitungsfläche weg aufweisen, so dass der Zentralbereich der Bearbeitungsfläche weniger stark oder gar nicht in Richtung des Werkstücks belastet ist.

    [0046] An einem derartigen Stützteller kann beispielsweise ein Kissen angeordnet sein, dessen Materialstärke im Randbereich und Zentralbereich gleich oder zumindest im Wesentlichen gleich ist. Vorzugsweise weist nämlich der erfindungsgemäße Schleifteller ein derartiges Kissen auf. Die Maßnahmen zur Ausbildung des planen Randbereichs sind sozusagen von dem Stützteller bereitgestellt.

    [0047] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass eine Materialstärke des Kissens oder des Stütztellers oder beiden im Randbereich und im Zentralbereich im Wesentlichen gleich oder sogar exakt gleich ist. Der Stützteller oder das Kissen sind also sozusagen gleich dick sowohl im Randbereich als auch im Zentralbereich.

    [0048] Es ist möglich, dass eine Materialstärke des Kissens und/oder des Stütztellers über die Projektionsfläche der Bearbeitungsfläche gleich oder im Wesentlichen gleich ist.

    [0049] Dennoch ist es möglich, dass beispielsweise aufgrund unterschiedlicher Kompressionsmodule die erfindungsgemäßen Eigenschaften erzielt werden. Weiterhin können die geometrischen Variationen, nämlich dass der Randbereich weiter zum Werkstück vorsteht als der Zentralbereich, zumindest bei Belastung des Schleiftellers, dadurch erzielt werden, dass beispielsweise bei einem Kissen mit gleicher Materialstärke über den gesamten Querschnitt oder im Randbereich und Zentralbereich der Stützteller die eine geometrische Ausformung derart hat, dass der Randbereich weiter zum zu bearbeitenden Werkstück vorsteht als der Zentralbereich.

    [0050] Es ist aber auch möglich, dass eine Materialstärke des Kissens oder Stütztellers variiert und dennoch die folgende Variante realisierbar ist: ein Abstand einer der Bearbeitungsfläche zugewandten Unterseite des Kissens oder des Stütztellers oder beiden zu der Bearbeitungsfläche in dem Randbereich und dem Zentralbereich im Wesentlichen gleich oder sogar genau gleich ist.

    [0051] Der Stützzentralbereich und der Stützrandbereich können kontinuierlich ineinander übergehen. Beispielsweise ist eine Schrägfläche, insbesondere eine konische Schrägfläche, zwischen dem Stützzentralbereich und dem Stützrandbereich vorgesehen.

    [0052] Es ist aber auch möglich, dass mindestens eine Stufe zwischen dem Stützzentralbereich und dem Stützrandbereich vorgesehen ist.

    [0053] Es ist möglich, dass eine Stufe und eine Schrägfläche zwischen dem Stützzentralbereich und dem Stützrandbereich vorhanden sind.

    [0054] Jedenfalls ist es vorteilhaft, wenn der Stützzentralbereich gegenüber dem Stützrandbereich eine Vertiefung, insbesondere eine Mulde, aufweist.

    [0055] Es versteht sich, dass eine derartige Konfiguration auch bei dem Kissen möglich ist. Das Kissen steht zweckmäßigerweise an seiner der Bearbeitungsfläche zugewandten Unterseite oder die Bearbeitungsfläche bildenden Unterseite weiter zu der Bearbeitungsfläche oder jedenfalls weiter in Richtung des Werkstücks vor als in dem Zentralbereich. Beispielsweise ist an dieser Seite des Kissens eine Vertiefung, insbesondere eine Mulde, ausgebildet. Zwischen dem Zentralbereich und Randbereich der vorgenannten Unterseite des Kissens ist zweckmäßigerweise eine Stufe, Schrägfläche oder beides vorhanden.

    [0056] Der Schleifteller als Ganzes kann im Bereich der Bearbeitungsfläche eine konkave Gestalt haben, sodass der Zentralbereich von der Arbeitsoberfläche bzw. Werkstückoberfläche weg gewölbt ist.

    [0057] Es ist aber auch möglich, dass der Stützteller einen konkaven Haltebereich für das Kissen und/oder das Kissen an seiner zur Werkstückbearbeitung vorgesehenen Bearbeitungsfläche konkav ausgestaltet ist.

    [0058] Am Zentralbereich des Schleiftellers ist zweckmäßigerweise mindestens ein Luftdurchlass für einen Frischluftstrom oder einen mit Staub beladenen Staubluftstrom vorhanden, wobei sich der mindestens eine Luftdurchlass zwischen der Bearbeitungsfläche und der Maschinenseite erstreckt. Somit kann beispielsweise an der von der Bearbeitungsfläche abgewandten Maschinenseite Staubluft abgesaugt und/oder der Bearbeitungsseite Frischluft zugeführt werden.

    [0059] Zweckmäßigerweise bildet der mindestens eine Luftdurchlass einen Bestandteil einer Anordnung von mehreren Luftdurchlässen, beispielsweise ringförmig, linear, sternförmig oder dergleichen nebeneinander angeordneten Luftdurchlässen. Es ist weiterhin denkbar, dass Luftdurchlässe mit unterschiedlicher Funktion vorgesehen sind, von denen mindestens ein Luftdurchlass zur Zufuhr von Frischluft und ein anderer Luftdurchlass zur Abfuhr von Staubluft vorgesehen sind.

    [0060] Zweckmäßigerweise ist der Schleifteller im Wesentlichen kreisringförmig. Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn die Bearbeitungsfläche eine kreisringförmige Fläche darstellt. Selbstverständlich kann der erfindungsgemäße Ansatz auch bei nicht kreisrunden Schleifteller verwendet werden.

    [0061] Ein Flächenverhältnis zwischen dem Randbereich und dem Zentralbereich beträgt beispielsweise ca. drei zu eins oder zwei zu eins. Eine Fläche des Randbereichs ist also beispielsweise zweimal bis dreimal größer als eine Fläche des Zentralbereichs. Der Randbereich kann aber in Bezug auf seine Fläche auch nur beispielsweise 1,5-mal so groß sein wie der Zentralbereich. Weiterhin ist es denkbar, dass der Zentralbereich noch deutlich kleiner ist, so dass beispielsweise eine Fläche des Randbereichs zwischen 3,5-mal und viermal größer ist als eine Fläche des Zentralbereichs.

    [0062] Weiterhin ist es möglich, dass sich das Schleifmittel an dem radial äußersten Abschnitt des Randbereichs von dem zu bearbeitenden Werkstück weg frei bewegen kann, was beispielsweise bei bestimmten Werkstückbearbeitungen günstig ist. Der Außenumfang-Bereich kann aber auch in einem Sinne von der zu bearbeitenden Oberfläche des Werkstücks weg gekrümmt sein oder eine Stufe aufweisen oder beides. Auch diese Maßnahme wirkt im vorgenannten Sinne. Diese Maßnahme kann beispielsweise dazu beitragen, dass sogenannte Riefen oder andere Unregelmäßigkeiten auf der geschliffenen Oberfläche des Werkstücks nicht auftreten oder in geringerem Maße vorhanden sind.

    [0063] Das Schleifmittel kann wie erwähnt beispielsweise plattenartig oder scheibenartig sein, beispielsweise ein Schleifblatt umfassen.

    [0064] Bevorzugt ist vorgesehen, dass eine Kontur des Schleifmittels an eine Kontur der Bearbeitungsfläche angepasst ist, so dass beispielsweise das Schleifmittel eine Vertiefung im Zentralbereich der Bearbeitungsfläche aufweist.

    [0065] Es ist möglich, dass das Schleifmittel einen Teil des Zentralbereichs mit Abstand zu der Bearbeitungsfläche überspannt. Beispielsweise ist es möglich, dass das Schleifmittel eine Vertiefung oder Mulde im Zentralbereich überbrückt. Das Schleifblatt oder Schleifmittel kann in diese Mulde in einem Sinne von dem Werkstück weg ausweichen oder verdrängt werden. Dies verringert die abrasive Wirkung des Schleifmittels.

    [0066] Das Schleifmittel hat beispielsweise eine Projektionsfläche, die derjenigen der Bearbeitungsfläche entspricht. Mithin kann das Schleifmittel also die vollständige Bearbeitungsfläche, einschließlich des Zentralbereichs, überdecken.

    [0067] Das Schleifmittel ist beispielsweise kreisförmig.

    [0068] Zweckmäßigerweise ist vorgesehen, dass das Schleifmittel bei der Bearbeitung des Werkstücks nur im Randbereich in Kontakt mit dem Werkstück ist, während im Zentralbereich ein Abstand zwischen dem Schleifmittel und dem Werkstück vorhanden ist. Diese Situation ist insbesondere dann gegeben, wenn das Werkstück im Wesentlichen plan oder eben ist. Somit findet also im Zentralbereich keine abrasive Bearbeitung des Werkstücks statt. Wenn das Werkstück eine Ausbuchtung oder einen Hügel hat, kann dieser zumindest partiell in den Zentralbereich eingreifen, sodass zumindest ein kurzzeitiger abrasive Kontakt des Zentralbereichs mit der Werkstückoberfläche möglich ist. Die Normalsituation wird aber sein, dass bei einer ebenen oder planen Werkstückoberfläche der Zentralbereich der Bearbeitungsfläche bzw. das dort angeordnete Schleifmittel keinen Kontakt mit der Werkstückoberfläche hat.

    [0069] Bei dem Werkstück kann es sich beispielsweise um die Wand eines Gebäudes oder eines Raumes handeln, aber auch um ein mobiles Werkstück, beispielsweise ein Holzelement, eine Bauplatte, ein Möbel oder dergleichen.

    [0070] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele die nicht der Gegenstand der Erfindung gemäß der beigefügten Ansprüche entsprechen, anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen:
    Figur 1
    eine perspektivische Schrägansicht eines ersten Schleiftellers von schräg unten, der in
    Figur 2
    im Querschnitt entlang einer Schnittlinie A-A in Figur 1 dargestellt ist,
    Figur 3
    den Schleifteller gemäß Figuren 1, 2 von schräg oben,
    Figur 4
    eine perspektivische Schrägansicht eines zweiten Schleiftellers von schräg unten, der in
    Figur 5
    im Querschnitt entlang einer Schnittlinie B-B in Figur 4 dargestellt ist,
    Figur 6
    den Schleifteller gemäß Figuren 3, 4 von schräg oben,
    Figur 7
    einen dritten Schleifteller perspektivisch von schräg unten, der in
    Figur 8
    im Querschnitt entlang einer Schnittlinie C-C in Figur 7 dargestellt ist,
    Figur 9
    den Schleifteller gemäß Figuren 7, 8 von schräg oben,
    Figur 10
    eine schematisch dargestellte Schleifmaschine bei der Nutzung eines der Schleifteller gemäß Figuren 1-9 zur Bearbeitung einer Wandfläche oder einer Deckenfläche,
    Figur 11
    einen weiteren Schleifteller mit Schlitzen an seinem Haltemittel, und
    Figur 12
    ein schematisch angedeutetes Verfahren zur Herstellung eines Schleiftellers oder dessen Bestandteilen.


    [0071] Eine Schleifmaschine 90 weist einen Schleifkopf 91 auf, an dem eine Werkzeugaufnahme 92 für Schleifteller 10, 110, 210 angeordnet ist. Die Werkzeugaufnahme 92 ist durch einen Antriebsmotor 93 antreibbar, der beispielsweise am Schleifkopf 91, insbesondere der Gehäuse 94, oder an einem Handgriff 96 der Schleifmaschine 90 angeordnet ist. Der Antriebsmotor 93 treibt die Werkzeugaufnahme 92 direkt oder über ein Getriebe 95 zumindest rotatorisch und/oder exzentrisch an. Der Antriebsmotor 93 bildet einen Bestandteil einer Antriebseinheit 93A. Gegebenenfalls ist auch das Getriebe 95 in der Antriebseinheit 93A enthalten. Bevorzugt ist zumindest eine rotatorische Komponente vorhanden, sodass der Schleifteller 10, 110, 210 ausschließlich rotatorisch oder rotatorisch mit beispielsweise einer sogenannten hyperzykloiden oder sonstigen überlagerten Bewegung angetrieben oder antreibbar ist.

    [0072] Die Schleifmaschine 90 ist eine handgeführte Schleifmaschine. Prinzipiell denkbar ist, dass die Schleifmaschine 94 direkt an ihrem Gehäuse 94, zum Beispiel einem Handgriffbereich 99, ergriffen und geführt wird. Auf diesem Wege wäre beispielsweise ein Schleifen einer Wandfläche W zumindest in einer Stehhöhe eines Nutzers, beispielsweise in einem unteren, bodennahen Bereich der Wandfläche W, durchaus möglich. Das Schleifen einer Deckenfläche D wäre jedoch beschwerlich. Die Schleifmaschine 90 hat daher einen lang gestreckten Handgriff 96, so dass beispielsweise ein Schleifen über Kopf oder an einem vom Nutzer der Schleifmaschine 90 entfernteren Bereichen leicht fällt. Die Deckenfläche D oder die Wandfläche W bilden beispielsweise Werkstückoberflächen eines allgemein als Werkstück V bezeichneten Werkstücks.

    [0073] Der Handgriff 96 umfasst beispielsweise einen Griffstab 98, der über ein Gelenk 97 zumindest schwenkbeweglich am Schleifkopf 91 angelenkt ist. Somit kann Schleifkopf 91 relativ zum Griffstab 98 schwenken, was seine Positionierung relativ zur zu schleifenden Oberfläche erleichtert. An sich treten von den Schleifteller 10, 110, 210 gewisse Rückwirkungen auf das Gehäuse 94 und somit letztlich auch den Handgriff 96 auf. Derartige Rückwirkungen sind jedoch durch die Schleifteller 10, 110, 210 minimiert oder gar vermieden.

    [0074] Die Schleifteller 10, 110, 210 weisen jeweils eine der Schleifmaschine 90 zugewandte Maschinenseite 11 sowie eine von der Maschinenseite 11 abgewandte, der zu bearbeitenden Werkstückoberfläche, beispielsweise der Wandfläche W oder der Deckenfläche D, zugewandte Bearbeitungsfläche 12,112, 212 auf.

    [0075] Die Maschinenseite 11 ist an einem Stützteller 13, 113, 213 vorgesehen. Die Stützteller 13, 113, 213 umfassen plattenförmigen Tragkörper 14, 114, 214, an deren Maschinenseite 11 eine Werkzeugaufnahmehalterung 15 vorgesehen ist.

    [0076] Die Werkzeugaufnahmehalterung 15 umfasst beispielsweise Formschlusskonturen 16, zum Beispiel Bajonettkonturen oder ein Schraubgewinde, zur Befestigung an der Werkzeugaufnahme 92.

    [0077] Die Werkzeugaufnahmehalterung 15 umfasst beispielsweise eine Aufnahmevertiefung 22, wobei dies nicht als Einschränkung zu verstehen ist, weil z.B. auch ein Haltevorsprung möglich wäre, z.B. ein Schraubzapfen.

    [0078] Um die Werkzeugaufnahmehalterung 15 herum erstreckt sich ein Versteifungsbereich 17, sodass der zentrale Bereich des Schleiftellers 10, 110, 210 zentral mittig an der Maschinenseite 11 relativ steif ist. An einem Außenumfang des beispielsweise plattenartigen Versteifungsbereichs 17 erstreckt sich noch ein Versteifungsvorsprung 18.

    [0079] Es ist möglich, dass der Versteifungsbereich 17 von einem anderen Material gebildet ist als der Tragkörper 14, 114, 214. Beispielsweise ist der Versteifungsbereich 17 durch ein eine Wandscheibe 19 gebildet, die sich zwischen einem Stützvorsprung 20 der Werkzeugaufnahmehalterung 15 und dem sich in einem Radialabstand um den Stützvorsprung 20 erstreckenden weiteren Versteifungsvorsprung 18 erstreckt.

    [0080] Eine Flexibilität oder Nachgiebigkeit Schleiftellers 10, 110, 210 kann aber an bestimmten Stellen gewünscht sein. Dazu ist beispielsweise eine Rille 21 oder eine sonstige Vertiefung an der Maschinenseite 11 vorgesehen.

    [0081] An einer von der Maschinenseite 11 abgewandten Unterseite 23, die man auch als Befestigungsseite bezeichnen könnte, des Stütztellers 13, 113, 213 ist ein Kissen 30, 130, 230 angeordnet. Eine Oberseite 31, die man auch als Tellerseite bezeichnen könnte, des Kissens 30, 130, 230 ist mit einem Haltebereich 28 der Unterseite 23 fest verbunden, beispielsweise an diese angeklebt und/oder angeschweißt oder dergleichen.

    [0082] An einer von der Oberseite 31 abgewandten Unterseite 32 ist die Bearbeitungsfläche 12, 112, 212 vorgesehen. An der Bearbeitungsfläche 12, 112, 212 ist zudem ein Haltemittel 33, beispielsweise Haftmittel, insbesondere eine Klettschicht 34, zum Halten eines Schleifmittels 50, beispielsweise eine Schleifblattes 51, vorgesehen.

    [0083] Das Schleifmittel 50 hat an seiner der Bearbeitungsfläche 12, 112, 212 zugewandten Befestigungsseite oder Oberseite beispielsweise für die Haltemittel 33 geeignete Gegenkonturen 52, zum Beispiel eine Schlingenschicht, die mit den Haltemitteln 33, beispielsweise der Klettschicht 34, im Sinne eines Haltens des Schleifmittels 50 am Kissen 30 oder der Bearbeitungsfläche 12, 112, 212 zusammenwirken.

    [0084] An der von der Bearbeitungsfläche 12, 112, 212 abgewandten Seite haben die Schleifmittel 50 beispielsweise eine Körnung und/oder ein Schleifgewebe und/oder Schleifgewirke oder dergleichen anderes Schleifmaterial 53 zur abrasiven Bearbeitung eine Werkstückoberfläche, beispielsweise der Deckenfläche D oder der Wandfläche W.

    [0085] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass eine Flächenausdehnung der Schleifmittel 50 etwa der Flächenausdehnung der Bearbeitungsfläche 12, 112, 212 entspricht. Es ist aber auch möglich, dass die Schleifmittel 50 eine größere Fläche haben, beispielsweise radial außen über die Bearbeitungsflächen 12, 112, 212 vorstehen.

    [0086] Außenumfangsflächen 35, 135, 235 der Kissen 30, 130, 230 können beispielsweise wie beim Schleifteller 10 einen schrägen Abschnitt 36 und optional noch einen zylindrischen Abschnitt 37, so dass beispielsweise die Bearbeitungsfläche 12 eine größere Flächenausdehnung hat als die Unterseite 23 des Stütztellers 13, oder auch nur einen zylindrischen Abschnitt 137, 237 umfassen, so dass wie bei den Schleiftellern 110 und 210 eine Flächenausdehnung der Unterseite 23 des Stütztellers 113, 213 und eine Flächenausdehnung der Bearbeitungsflächen 112, 212 etwa identisch ist.

    [0087] Die Bearbeitungsflächen 12, 112, 212 haben jeweils einen ringförmigen Randbereich 44, 144, 244, in welchem die Bearbeitungsfläche 12, 112, 212 im Wesentlichen plan auf der zu bearbeitenden Oberfläche, beispielsweise der Deckenfläche D oder der Wandfläche W, aufliegt. Somit wird das Schleifmittel 50 im Randbereich 44 flächig auf die zu bearbeitende Werkstückoberfläche gedrückt, sodass dort eine abrasive Bearbeitung stattfindet.

    [0088] Die Randbereiche 44, 144, 244 umgeben Zentralbereiche 45, 145, 245, wo keine oder nur eine geringfügige abrasive Bearbeitung der Werkstückoberfläche vorgesehen ist. Mithin wirkt also ein Anpressdruck P, der auf die Werkzeugaufnahmehalterung 15 in Richtung der Bearbeitungsfläche 12, 112, 212 ausgeübt wird, im Wesentlichen in den Randbereichen 44, 144, 244, sodass dort das Schleifmaterial 53 das Werkstück V, beispielsweise die Deckenfläche D oder Wandfläche W, abrasiv bearbeitet, zum Beispiel schleift, während im Zentralbereich 45, 145, 245 im Falle der Schleifteller 10, 210 ein Abstand zwischen dem Schleifmaterial 53 und der zu bearbeitenden Werkstückoberfläche vorhanden ist und somit keine abrasive Bearbeitung der Werkstückoberfläche, zum Beispiel der Deckenfläche D oder Wandfläche W, stattfindet oder eine geringe abrasive Bearbeitung, wie beispielsweise im Falle des Schleiftellers 110.

    [0089] An den Zentralbereichen 45, 245 der Bearbeitungsflächen 12, 212 sind Mulden oder Vertiefungen 46, 246 vorgesehen, in die hinein sich das Schleifmittel 50 verformen kann. Das Schleifmittel 50 ist im Bereich der Vertiefungen 46, 246 nicht abgestützt, sodass das Schleifmaterial 53 im Zentralbereich 45, 245 weitgehend wirkungslos in Bezug auf die abrasive Bearbeitung des Werkstücks V ist.

    [0090] Es ist anders als in der Zeichnung dargestellt aber gemäß der Erfindung vorgesehen, dass das Schleifmittel 50 über seine gesamte Fläche an dem Bearbeitungsbereich 12, 212 gehalten ist, so dass die Vertiefung 46, 246 auch an der Frontseite oder Bearbeitungsseite des Schleifmittels 50 vorhanden ist. Das Schleifmittel 50 nimmt also die Kontur der Bearbeitungsfläche 12, 212 an. Mithin ist also in diesem Fall ein Abstand 47, der schematisch in Figur 2 und Figur 9 eingezeichnet ist, zwischen dem Schleifmaterial 53 und einer Werkstückoberfläche des Werkstücks V, beispielsweise der Deckenfläche D oder der Wandfläche W, vorhanden.

    [0091] Bei dem Schleifteller 10 ist die Vertiefung 46 dadurch gebildet, dass eine Materialstärke 38 des Kissens 30 im Randbereich 44 größer ist als eine Materialstärke 39 des Kissens 30 im Zentralbereich 45. Somit ist beispielsweise ein Abstand der Unterseite 23 des Stütztellers 13 zur Bearbeitungsfläche 12 im Randbereich 44 größer als ein Abstand der Unterseite 23 des Stütztellers 13 im Zentralbereich 45.

    [0092] Der Zentralbereich 45 und der Randbereich 44 gehen vorteilhaft kontinuierlich ineinander über. Beispielsweise hat der Zentralbereich 45 einen im Wesentlichen planen oder ebenen Innenbereich 48, der mit konischen Schrägflächen 49 in den Randbereich 44 übergeht. Es ist aber auch denkbar, dass zwischen dem Innenbereich 48 und dem Randbereich 44 eine Stufe 49A vorgesehen ist (schematisch eingezeichnet).

    [0093] Beim Schleifteller 210 hat das Kissen 230 eine kontinuierliche Materialstärke 238. Die Vertiefung 246 ist dadurch gebildet, dass der Stützteller 213 einen Stützrandbereich 24 aufweist, der vor einen Stützzentralbereich 25 vorsteht. Zwischen dem Stützrandbereich 24 und dem Stützzentralbereich 25 ist eine Schrägfläche 26 vorgesehen. Jedenfalls bildet der Stützzentralbereich 25 eine Vertiefung 27 aus. In diese Vertiefung 27 hinein ist das Kissen 230 dauerhaft verformt, sodass seine Unterseite 32 und somit die Bearbeitungsseite 212 in etwa dieselbe Kontur aufweist wie die Unterseite 23 des Stütztellers 213.

    [0094] Die Kissen 30, 130, 230 bestehen beispielsweise aus einem elastischen Material, insbesondere aus einem Schaumstoffmaterial, Gummi oder dergleichen.

    [0095] Somit kann beispielsweise das Kissen 130, das am Stützteller 113 befestigt ist, bei der Bearbeitung des Werkstücks V in Richtung des Stütztellers 113 verformt werden (in gestrichelten Linien angedeutet).

    [0096] Der Stützteller 113 entspricht baulich dem Stützteller 213, das heißt er hat die Vertiefung 27. Wenn das Kissen 130 entlastet ist, wie in Figur 5 dargestellt, ist die Bearbeitungsfläche 112 im Wesentlichen plan oder eben.

    [0097] Das Kissen 130 und somit die Bearbeitungsfläche 112 können sich bei Belastung bzw. beim Anpressdruck P, der in Richtung des Werkstücks V wirkt, in die Vertiefung 27, die beim noch nicht verformten Kissen 130 ein Hohlraum ist, hinein verformen, wodurch sich der Zentralbereich 145 mit keiner oder geringer abrasiver Bearbeitung des Werkstücks V ausbildet, während der Randbereich 144 durch den Stützrandbereich 24 abgestützt ist, sodass das Schleifmaterial 53 das Werkstück V im Randbereich 145 abrasiv bearbeiten kann.

    [0098] Eine Materialstärke 138 des Kissens 130 ist über die gesamte Bearbeitungsfläche 112 hinweg etwa gleich. Beispielsweise können das Kissen 130 und das Kissen 230 baugleich sein. Dadurch ist das Kissen 130, 230 besonders einfach herstellbar.

    [0099] Ohne weiteres kann man aber auch das Kissen 30 mit der Vertiefung 46 mit den unterschiedlichen Materialstärken 38, 39 herstellen, beispielsweise durch Einspritzen geeigneten Kunststoffmaterials in eine entsprechende Form.

    [0100] Weiterhin ist es möglich, dass beispielsweise durch Verwendung unterschiedlicher Kunststoffe, Schaumstoffmaterialien oder dergleichen, unterschiedliche Kompressionsmodule bei einem der Kissen 30, 130, 230 und/oder bei einem der Stützteller 13, 113, 213 vorgesehen sind.

    [0101] So ist beispielsweise möglich, dass bei dem Kissen 30 radial außen, im Randbereich 44, ein Schaumstoffmaterial oder sonstiges elastisches Material 40 mit einem größeren Kompressionsmodul als ein Schaumstoffmaterial oder sonstiges elastisches Material 41, das im Zentralbereich 45 eingesetzt ist. Durch gestrichelte vertikale Linien sind die unterschiedlichen Materialien 40, 41 in Figur 2 angedeutet.

    [0102] Eine vorteilhafte Maßnahme stellt es beispielsweise dar, wenn an einem Außenumfang-Bereich 42 eine Stufe 43 oder auch eine von der Bearbeitungsfläche 12, 112, 212 weg gekrümmte Fläche vorgesehen ist, in die hinein sich das Schleifmittel 50 verformen kann (siehe Figur 5).

    [0103] Bei den Schleifteller 10, 110, 210 sind weiterhin Maßnahmen für eine effektive Staubabsaugung getroffen.

    [0104] So erstreckt sich beispielsweise eine Anordnung 70 von Luftdurchlässen 71 ringförmig um die Werkzeugaufnahmehalterung 15. Die Luftdurchlässe 71 verlaufen von der Maschinenseite 11 bis zu der Bearbeitungsfläche 12, 112, 212. In der Zeichnung teilweise nicht dargestellt, jedoch zweckmäßig, ist es, wenn die Schleifmittel 50, insbesondere koaxial oder zumindest neben den Luftdurchlässen 71, ebenfalls Durchbrüche oder Luftdurchlässe 54 aufweisen.

    [0105] Durch die Vertiefung 27 und/oder die Vertiefung 46, ist es besonders gut möglich, dass durch die Luftdurchlässe 71 ein Luftstrom in Gestalt beispielsweise eines Frischluftstroms und/oder eines Staubluftstroms zwischen der zu bearbeitenden Werkstückoberfläche und der Maschinenseite 11 strömen kann.

    [0106] Bevorzugt hat die Schleifmaschine 90 eine Abdeckung 94A unter der bzw. innerhalb der die Schleifteller 10, 110, 210 angeordnet sind. Die Abdeckung 94B ist strömungsverbunden mit einer Absaugeinrichtung 94A, welche Staub aus der Abdeckung 94B bzw. deren Innenraum absaugt und somit auch Staub, welcher beispielsweise aus den Luftdurchlässen 71 ausströmt, absaugt. Die Staubabfuhreinrichtung 94A ist beispielsweise mit einem Saugschlauch eines Staubsaugers verbunden, um so beim Bearbeiten des Werkstücks V anfallenden Staub abzusaugen.

    [0107] Anhand von Figur 2 wird ein besonders günstiges Strömungskonzept deutlich, bei dem vorgesehen ist, dass die Staubabfuhreinrichtung 94A exzentrisch zu einer Mittelachse M des Schleiftellers 10, 110, 210 angeordnet ist, so dass über näher bei der Staubabfuhreinrichtung 94A befindlichen Luftdurchlässen 71 Abluft AL aus den Luftdurchlässen 71 abgesaugt wird. Eine Einsaugöffnung 94C der Staubabfuhreinrichtung 94A ist exzentrisch zur Mittelachse M angeordnet. Die Ablauf AL strömt als Zuluft ZL durch Luftdurchlässe 71 in den Schleifteller 10, 110, 210 ein, welche weiter von der Staubabfuhreinrichtung 94A entfernt ist. Die Zuluft ZL strömt als eine Querströmung QS vorteilhaft zwischen dem Schleifmittel 50 und dem Haltemittel 33 oder durch das Haltemittel 33 von den zuströmseitigen Luftdurchlässen 71 zu den abströmseitigen Luftdurchlässen 71, so dass die Querströmung QS entsteht. Die Querströmung QS ist insbesondere im Stützzentralbereich 25 vorgesehen.

    [0108] Die Innenbereich 48 haben beispielsweise einen Durchmesser D1, die konischen Schrägflächen Bereiche einschließlich des Innenbereichs einen Durchmesser D2. Somit haben die Zentralbereiche 45, 145, 245 den Durchmesser D2.

    [0109] Die im Wesentlichen planflächigen Randbereiche 44, 144, 244 haben einen Durchmesser D3. Die Randbereiche 44, 144, 244 ringförmig mit einem Innendurchmesser D2 und einem Außendurchmesser D3.

    [0110] Beispielsweise beträgt der Durchmesser D3 ca. 18-42 cm, während der Durchmesser D2 kleiner ist, beispielsweise zwischen 14 und 18 cm. Der kleinere Innendurchmesser D1 liegt etwa im Bereich von 8-12 cm. Diese Angaben sind lediglich beispielhaft zu verstehen, machen aber deutlich, dass eine Flächenausdehnung des Randbereichs in der Regel größer als diejenige des Zentralbereichs ist, sodass die abrasive Wirkung in ausreichendem Maße gewährleistet ist. Dennoch zeigen die Schleifteller 10, 110, 210 ein gutes Schleifverhalten und lassen sich mit der Schleifmaschine 90 gut führen.

    [0111] Das Schleifblatt 51 oder Schleifmittel 50 kann über den Außenumfang der Randbereiche 44, 144, 244 oder der Schleifpads 10, 110, 210 vorstehen. Das Schleifblatt 51 oder Schleifmittel 50 kann beispielsweise einen Durchmesser D4 aufweisen. Der Durchmesser D4 kann beispielsweise etwa 0,5-1 cm größer sein als der Durchmesser D3. Möglich ist es, dass das Schleifblatt 51 oder Schleifmittel 50 wenige Millimeter, beispielsweise 2-5 mm, nach radial außen vor den Schleifteller vorsteht.

    [0112] Ein in Figur 11 dargestellter Schleifteller 310 entspricht im Wesentlichen dem Schleifteller 10 gemäß Figuren 1-3 und hat beispielsweise an seiner in der Zeichnung nicht sichtbaren Seite den Stützteller 13. Entgegengesetzt zu diesem Stützteller 13 ist eine Bearbeitungsfläche 312 des Schleiftellers 310 vorgesehen, die zur Befestigung des Schleifmittels 50 ausgestaltet ist.

    [0113] An der Bearbeitungsfläche 312, die einen ringförmigen Randbereich 344 sowie einen Zentralbereich 345 entsprechend dem Randbereich 44 und dem Zentralbereich 45. In dem Zentralbereich 345 erfolgt eine geringfügige oder geringere abrasive Bearbeitung der Werkstückoberfläche des Werkstücks V als im Randbereich 344, wenn Anpressdruck P auf den in der Zeichnung nicht sichtbaren Stützteller 13 in Richtung der Bearbeitungsfläche 312 wirkt.

    [0114] Die an der Bearbeitungsfläche 312 vorgesehene Halteschicht in Gestalt des Haltemittels 344 umfasst beispielsweise eine Klettschicht 334, welche ein Gewebe 360 mit Fäden oder schematisch angedeuteten Fasern 361, 362 aufweist. Die Fasern 361, 362 stellen beispielsweise Kette und Schuss des Gewebes 360 dar, sind also beispielsweise zueinander orthogonal. Bei einer Verformung oder thermischen Belastung des Haltemittels 333 oder der Klettschicht 334 könnte an sich bedingt durch die Orientierung der Fasern 361, 362 eine ungleichmäßiger Verformung auftreten, deren Effekt jedoch verhindert oder vermieden wird, indem beispielsweise Schlitze 363 vorgesehen sind, die sich radial an der Bearbeitungsfläche 312 erstrecken. Die Schlitze 363 verlaufen beispielsweise vom Außenumfang der Bearbeitungsfläche 312 bis zur Mittelachse M des Schleiftellers 310. Somit sind beispielsweise bei einem erfindungsgemäßen Schleifteller Kreissegmente oder Winkelsegmente der Bearbeitungsfläche ausgebildet, die sich relativ zueinander bewegen können, wenn der Schleifteller durch den Anpressdruck P belastet ist.

    [0115] Insbesondere ist eine Planlage bzw. die Vermeidung eines Höhenschlages oder Planschlages im Randbereich 344 vorteilhaft, wo die hauptsächliche abrasive Bearbeitung des Werkstückes V stattfindet. Dementsprechend ist es ohne weiteres auch möglich, beispielsweise kürzere oder sich nur im Randbereich 344 erstreckende Schlitze oder Unterbrechungen 364 (schematisch angedeutet) an der Bearbeitungsfläche 312, insbesondere am Haltemittel 333 vorzusehen.

    [0116] Anhand von Figur 12 soll schematisch eine weitere eine Planlage eines jeweiligen Schleiftellers an der Werkstückoberfläche verbessernde Maßnahme dargestellt werden, wenn der Schleifteller durch Anpressdruck P in Richtung der Bearbeitungsfläche bzw. Werkstückoberfläche belastet ist. Beispielsweise ist bei einem Schleifteller 410 gemäß Figur 12, der nur schematisch angedeutet ist, ein Haltemittel 433 vorgesehen, welches eine Extrusionsklette 434 umfasst. Die Extrusionsklette 434 ist beispielsweise aus einer Folie 433A hergestellt, welche anhand einer Bearbeitungswalze 490 zu einem Zwischenprodukt 433B verarbeitet wird, welches Klett-Vorsprünge 435 umfasst.

    [0117] Die Klett-Vorsprünge 435 sind beispielsweise durch entsprechende Extrusionsvorsprünge 491 der Walze 490 geformt. Man erkennt jedenfalls, dass das Ausgangsmaterial 433A, die Folie, insgesamt homogen über ihre gesamte Flächenausdehnung ist, d.h., dass die entsprechenden Klett-Vorsprünge 434 gleichmäßig über die gesamte Oberfläche verteilt sind. Die Extrusionsklette 434 wird beispielsweise an ein Kissen 430 anhand einer Haftvermittlerfolie 429 befestigt oder direkt angeklebt. Weiterhin möglich ist es, dass das Kissen 430 beispielsweise im Rahmen eines Anschäumprozesses FOA unmittelbar an die Extrusionsfolie 434 oder die Haftvermittlerfolie 429 angeschäumt wird. Jedenfalls erhält man auf diesem Wege ein homogenes, sich bei Belastung durch den Anpressdruck P gleichmäßig verformendes Produkt bzw. einen entsprechend sich gleichmäßig verformenden Schleifteller 412, derart, dass insbesondere im Randbereich des Schleiftellers 412, dort wo die abrasive Bearbeitung bei Belastung durch Anpressdruck P im Wesentlichen stattfindet, eine gleichmäßig flächig an der Werkstückoberfläche des Werkstückes V anliegende Bearbeitungsfläche entsteht oder ausgebildet wird.

    [0118] Am Beispiel des Kissens 430 soll noch deutlich werden, dass beispielsweise auch eine Verformungskontur 431 dafür sorgen kann, dass sich das Kissen 430 bei Belastung durch den Anpressdruck P (entsprechend der Pfeilrichtung des Pfeils FOA in Figur 12) plan an die Werkstückoberfläche des Werkstücks V anlegt. Beispielsweise umfasst die Verformungskontur 431 eine Kerbe 431. Diese Kerbe 431 verläuft zweckmäßigerweise radial in Richtung zur Mittelachse M. Ohne weiteres könnte die Verformungskontur 431, also beispielsweise eine Nut auch an einem Haltemittel vorgesehen sein, beispielsweise am Haltemittel 333 des Schleiftellers 310.


    Ansprüche

    1. Schleifteller für eine Schleifmaschine (90), wobei der Schleifteller eine der Schleifmaschine (90) zugeordnete Maschinenseite (11) und eine einer Bearbeitung eines Werkstücks (V) zugeordnete Bearbeitungsfläche (12,112, 212) aufweist, wobei an der Maschinenseite (11) eine Werkzeugaufnahmehalterung (15) zur Befestigung an einer Werkzeugaufnahme (92) der Schleifmaschine (90) und an der Bearbeitungsfläche (12,112, 212) ein Schleifmittel (50) zur Bearbeitung eines Werkstücks (V) oder Haltemittel (33) zum lösbaren Halten eines derartigen Schleifmittels (50) angeordnet sind, und wobei die Bearbeitungsfläche (12,112, 212) des Schleiftellers einen ringförmigen Randbereich (44, 144, 244) zur Ausbildung einer planen Auflagefläche des Schleifmittels (50) auf dem Werkstück (V) und einen von dem ringförmigen Randbereich (44, 144, 244) umgebenen Zentralbereich (45, 145, 245) aufweist, wobei der ringförmige Randbereich (44, 144, 244) vor den Zentralbereich (45, 145, 245) zu dem Werkstück (V) hin vorsteht und/oder wobei der Schleifteller in dem Zentralbereich (45, 145, 245) ein kleineres Kompressionsmodul als in dem Randbereich (44, 144, 244) aufweist, so dass bei einem auf die Werkzeugaufnahmehalterung (15) einwirkenden Anpressdruck (P) in Richtung der Bearbeitungsfläche (12,112, 212) im Wesentlichen der Randbereich (44, 144, 244) zur abrasiven Bearbeitung des Werkstücks (V) in Richtung des Werkstücks (V) belastet oder in Kontakt mit dem Werkstück (V) ist, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Schleifmittel (50) zur Bearbeitung des Werkstücks (V) oder das Haltemittel (33) zum lösbaren Halten eines derartigen Schleifmittels (50) im Wesentlichen über die gesamte Bearbeitungsfläche (12, 112, 212) einschließlich deren Zentrum erstreckt.
     
    2. Schleifteller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungsfläche (12,112, 212) eine Stufe und/oder eine Schrägfläche zwischen dem Randbereich (44, 144, 244) und dem Zentralbereich (45, 145, 245) aufweist, so dass in dem Zentralbereich (45, 145, 245) eine Vertiefung (46, 246) gebildet ist und/oder die Bearbeitungsfläche (12,112, 212) in dem Zentralbereich (45, 145, 245) eine Mulde aufweist.
     
    3. Schleifteller nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Zentralbereich (45, 145, 245) radial außen eine Schrägfläche und/oder eine Stufe zu dem Randbereich (44, 144, 244) aufweist, wobei die Schrägfläche oder Stufe zwischen dem Randbereich (44, 144, 244) und einem im Wesentlichen planen Innenbereich des Zentralbereichs (45, 145, 245) vorgesehen ist.
     
    4. Schleifteller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er einen die Maschinenseite (11) aufweisenden Stützteller (13, 113, 213) aufweist, an welchem ein elastisches Kissen (30, 130, 230) angeordnet ist, an dessen von dem Stützteller (13, 113, 213) abgewandten Seite die Bearbeitungsfläche (12,112, 212) vorgesehen ist.
     
    5. Schleifteller nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein der Bearbeitungsfläche (12,112, 212) zugewandter, zum Halten des Kissens (30, 130, 230) vorgesehener Haltebereich (28) des Stütztellers (13, 113, 213) einen dem Randbereich (44, 144, 244) der Bearbeitungsfläche (12,112, 212) zugeordneten Stützrandbereich (24) und einen dem Zentralbereich (45, 145, 245) der Bearbeitungsfläche (12,112, 212) zugeordneten Stützzentralbereich (25) aufweist, wobei der Stützrandbereich (24) weiter in Richtung der Bearbeitungsfläche (12,112, 212) vorsteht als der Stützzentralbereich (25) oder biegesteifer ist als der Stützzentralbereich (25), wobei vorteilhaft vorgesehen ist, dass zwischen dem Stützzentralbereich (25) und dem Stützrandbereich (24) eine insbesondere konische Schrägfläche (26) und/oder eine Stufe angeordnet ist.
     
    6. Schleifteller nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Materialstärke des Kissens (30, 130, 230) und/oder des Stütztellers (13, 113, 213) im Randbereich (44, 144, 244) und im Zentralbereich (45, 145, 245) oder über die projizierte Fläche der Bearbeitungsfläche (12,112, 212) im Wesentlichen gleich oder gleich ist und/oder dass ein Abstand einer der Bearbeitungsfläche (12,112, 212) zugewandten Unterseite des Kissens (30, 130, 230) und/oder des Stütztellers (13, 113, 213) zu der Bearbeitungsfläche (12,112, 212) in dem Randbereich (44, 144, 244) und dem Zentralbereich (45, 145, 245) im Wesentlichen gleich oder gleich ist und/oder dass das Kissen (30, 130, 230) an seiner der Bearbeitungsfläche (12,112, 212) zugewandten Unterseite oder die Bearbeitungsfläche (12,112, 212) bildenden Unterseite im Randbereich (44, 144, 244) weiter zu der Bearbeitungsfläche (12,112, 212) vorsteht als in dem Zentralbereich (45, 145, 245), insbesondere eine Stufe und/oder eine Schrägfläche zwischen dem Zentralbereich (45, 145, 245) und dem Randbereich (44, 144, 244) hat.
     
    7. Schleifteller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Zentralbereich (45, 145, 245) mindestens ein Luftdurchlass (71) für einen Frischluftstrom oder einen mit Staub beladenen Staubluftstrom vorhanden ist, wobei sich der mindestens eine Luftdurchlass (71) zwischen der Bearbeitungsfläche (12,112, 212) und der Maschinenseite (11) erstreckt, wobei der mindestens eine Luftdurchlass (71) zweckmäßigerweise einen Bestandteil einer insbesondere ringförmigen Anordnung (70) von Luftdurchlässen (71) bildet.
     
    8. Schleifteller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Flächenausdehnung des Randbereichs (44, 144, 244) größer, insbesondere ca. 1,5-2-mal größer, vorzugsweise zwei bis dreimal größer, als eine Flächenausdehnung des Zentralbereichs (45, 145, 245) ist und/oder dass das Haltemittel (33) für das Schleifmittel (50) eine Klett-Halterung (34) umfasst und/oder dass ein von dem Zentralbereich (45, 145, 245) abgewandter Außenumfang-Bereich (42) des Randbereichs (44, 144, 244) einem Sinne von der zu bearbeitenden Oberfläche des Werkstücks (V) weg gekrümmt ist oder eine Stufe aufweist.
     
    9. Schleifteller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schleifmittel (50) eine blattartige oder scheibenartige Gestalt aufweist und/oder im an dem Schleifteller montierten Zustand an eine Kontur der Bearbeitungsfläche (12,112, 212) angepasst ist, insbesondere eine Vertiefung oder Mulde in dem Zentralbereich (45, 145, 245) aufweist und/oder dass das Schleifmittel (50) zumindest einen Teil des Zentralbereichs (45, 145, 245) mit Abstand zu der Bearbeitungsfläche überspannt.
     
    10. Schleifteller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungsfläche (12, 112, 212) und/oder das Schleifmittel (50) und/oder das Haltemittel (33) insbesondere in dem Zentralbereich angeordnete Luftdurchlässe (71, 54) zur Zufuhr von Frischluft und/oder Abfuhr von insbesondere mit Staub beladener Abluft aufweist.
     
    11. Schleifteller nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungsfläche (12, 112, 212) und/oder das Schleifmittel (50) und/oder das Haltemittel (33) abgesehen von den Luftdurchlässen (71, 54) an keine Unterbrechungen aufweisen und/oder zur flächigen Anlage an dem Werkstück (V) ausgestaltet und/oder vorgesehen sind.
     
    12. Schleifteller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Bearbeitungsfläche (12, 112, 212) und/oder dem Schleifmittel (50) und/oder dem Haltemittel (33) Schlitze (363) und/oder Unterbrechungen und/oder Verformungskonturen (431) vorgesehen sind, die eine Planlage der Bearbeitungsfläche (12, 112, 212), insbesondere des Randbereichs (44, 144, 244), an dem Werkstück (V) bei einer Verformung der Bearbeitungsfläche (12, 112, 212) aus einem durch den Anpressdruck (P) unbelasteten Zustand in einen durch den Anpressdruck (P) belasteten Zustand erleichtern oder ermöglichen, wobei vorteilhaft vorgesehen ist, dass die Schlitze (363) und/oder die Unterbrechungen (364) und/oder die Verformungskonturen (431) in Bezug auf eine Mittelachse (M) des Schleiftellers (10, 110, 210) radial oder sternförmig verlaufen und/oder dass die Schlitze (363) und/oder die Unterbrechungen (364) und/oder die Verformungskonturen (431) nur oder auch in dem ringförmigen Randbereich (44, 144, 244) vorgesehen sind.
     
    13. Schleifteller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltemittel (33) eine Folie oder Extrusionsklette (434) umfasst oder dadurch gebildet ist und/oder keine Fasern enthält, wobei vorteilhaft vorgesehen ist, dass die Folie eine Extrusionsfolie oder Klebefolie umfasst und/oder dass die Folie oder Extrusionsklette (434) anhand einer Haftvermittlerfolie (429) mit einem elastischen Kissen (430) des Schleiftellers (410) verbunden ist und/oder dass das elastische Kissen (430) an der Folie oder Extrusionsklette (434) durch eine Anschäumung angebracht ist oder angeschäumt ist.
     
    14. Schleifteller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass keine Komponente oder nur ein weiche Komponenten des Schleiftellers tragender Stützteller (13, 113, 213) Fasern (361, 362) oder quer, insbesondere parallel, zur Bearbeitungsfläche (12, 112, 212) verlaufende Fasern enthält und/oder dass die Bearbeitungsfläche (12, 112, 212) und/oder das Schleifmittel (50) und/oder das Haltemittel (33) in Kreissegmente oder Winkelsegmente unterteilt ist.
     
    15. Handgeführte Schleifmaschine (90) mit einer einen Antriebsmotor (93) und insbesondere ein Getriebe (95) aufweisenden Antriebseinheit (93A) zum Antreiben einer Werkzeugaufnahme (92) zum Halten eines Schleiftellers und mit einem Schleifteller (10, 110, 210) gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Antriebseinheit (93A) zum rotatorischen und/oder exzentrischen und/oder hyperzykloiden Antreiben der Werkzeugaufnahme (92) ausgestaltet ist, wobei bei der Schleifmaschine (90) vorteilhaft vorgesehen ist, dass sie einen insbesondere stabförmigen Handgriff (96) aufweist, der zu einer Kraftübertragung auf den Bereich der Werkzeugaufnahme (92) an einem Gehäuse der Schleifmaschine (90) fest angeordnet oder beweglich angelenkt ist, und/oder dass sie eine Staubabfuhreinrichtung (94A) aufweist, wobei eine Einsaugöffnung (94C) oder die Einsaugöffnung (94C) der Staubabfuhreinrichtung (94A) vorteilhaft exzentrisch zu einer Mittelachse (M) des Schleiftellers (10, 110, 210) angeordnet ist und mit der Bearbeitungsfläche (12, 112, 212) sowie der Einsaugöffnung (94C) kommunizierende Luftdurchlässe (71, 54) des Schleiftellers (10, 110, 210) und oder des Schleifmittels (50) ringförmig um die Mittelachse (M) angeordnet sind.
     


    Claims

    1. Grinding disc for a grinding machine (90), wherein the grinding disc has a machine side (11) assigned to the grinding machine (90) and a machining face (12, 112, 212) assigned to the machining of a workpiece (V), wherein there are provided on the machine side (11) a tool holder mounting (15) for attaching to a tool holder (92) of the grinding machine (90), and on the machining face (12, 112, 212) an abrasive means (50) for machining a workpiece (V) or holding means (33) for releasable holding of such abrasive means (50), and wherein the machining face (12, 112, 212) of the grinding disc has an annular edge zone (44, 144, 214) for forming a flat support surface of the abrasive means (50) on the workpiece (V) and a central zone (45, 145, 245) surrounded by the annular edge zone (44, 144, 214), wherein the annular edge zone (44, 144, 214) extends from the central zone (45, 145, 245) towards the workpiece (V) and/or wherein the grinding disc has a lower compressive modulus in the central zone (45, 145, 245) than in the edge zone (44, 144, 214) so that, with a contact pressure (P) acting on the tool holder mounting (15) in the direction of the machining face (12, 112, 212), substantially the edge zone (44, 144, 214) is loaded towards the workpiece (V) for abrasive machining of the workpiece (V) or is in contact with the workpiece (V), characterised in that the abrasive means (50) for machining the workpiece (V) or the holding means (33) for releasable holding of such abrasive means (50) extend substantially over the whole machining face (12, 112, 212) including its centre.
     
    2. Grinding disc according to claim 1, characterised in that the machining face (12, 112, 212) has a step and/or an inclined surface between the edge zone (44, 144, 214) and the central zone (45, 145, 245), so that in the central zone (45, 145, 245) a recess (46, 246) is formed and/or the machining face (12, 112, 212) has a trough in the central zone (45, 145, 245).
     
    3. Grinding disc according to claim 1 or 2, characterised in that the central zone (45, 145, 245) has on the radial outside an inclined surface and/or a step to the edge zone (44, 144, 214), wherein the inclined surface or step is provided between the edge zone (44, 144, 214) and a substantially flat inner part of the central zone (45, 145, 245).
     
    4. Grinding disc according to any of the preceding claims, characterised in that it has a support plate (13, 113, 213) with the machine side (11) and on which is provided a flexible cushion (30, 130, 230) which has the machining face (12, 112, 212) on its side facing away from the support plate (13, 113, 213).
     
    5. Grinding disc according to the claim 4, characterised in that a holding area (28) of the support plate (13, 113, 213) facing the machining face (12, 112, 212) and provided for holding the cushion (30, 130, 230) has a support edge zone (24) assigned to the edge zone (44, 144, 214) of the machining face (12, 112, 212) and a support central zone (25) assigned to the central zone (45, 145, 245) of the machining face (12, 112, 212),wherein the support edge zone (24) protrudes further in the direction of the machining face (12, 112, 212) than the support central zone (25) or is more rigid than the support central zone (25), wherein it is advantageously provided that an inclined surface (26), in particular conical, and/or a step are or is located between the support central zone (25) and the support edge zone (24).
     
    6. Grinding disc according to any of claims 4 or 5, characterised in that a material thickness of the cushion (30, 130, 230) and/or of the support plate (13, 113, 213) in the edge zone (44, 144, 214) and in the central zone (45, 145, 245) are substantially identical or identical over the projected area of the machining face (12, 112, 212) and/or that a distance, between an underside of the cushion (30, 130, 230) and/or the support plate (13, 113, 213) facing the machining face (12, 112, 212) and the machining face (12, 112, 212), is substantially identical or identical in the edge zone (44, 144, 214) and the central zone (45, 145, 245), and/or that the cushion (30, 130, 230) on its underside facing the machining face (12, 112, 212) or the underside forming the machining face (12, 112, 212) protrudes closer to the machining face (12, 112, 212) in the edge zone (44, 144, 214) than in the central zone (45, 145, 245), in particular having a step and/or an inclined surface between the central zone (45, 145, 245) and the edge zone (44, 144, 214).
     
    7. Grinding disc according to any of the preceding claims, characterised in that there is in the central zone (45, 145, 245) at least one airflow passage (71) for a fresh air flow or a dust-laden airflow, wherein the airflow passage or passages (71) extends or extend between the machining face (12, 112, 212) and the machine side (11), wherein the airflow passage or passages (71) expediently form part of an arrangement (70), in particular annular, of airflow passages (71).
     
    8. Grinding disc according to any of the preceding claims, characterised in that a surface area of the edge zone (44, 144, 214) is greater, in particular approx. 1.5-2 times greater, preferably two to three times greater, than a surface area of the central zone (45, 145, 245), and/or that the holding means (33) for the abrasive means (50) comprise a Velcro mounting (34), and/or that an outer peripheral section (42) of the edge zone (44, 144, 214) facing away from the central zone (45, 145, 245) is curved away from the surface of the workpiece (V) to be machined or has a step.
     
    9. Grinding disc according to any of the preceding claims, characterised in that the abrasive means (50) have a sheet-like or disc-like shape and/or are matched to a contour of the machining face (12, 112, 212) when mounted on the grinding disc, in particular having a recess or trough in the central zone (45, 145, 245), and/or that the abrasive means (50) span a portion of the central zone (45, 145, 245) with clearance from the machining face.
     
    10. Grinding disc according to any of the preceding claims, characterised in that the machining face (12, 112, 212) and/or the abrasive means (50) and/or the holding means (33) have or has airflow passages (71, 54), in particular arranged in the central zone, for the supply of fresh air and/or removal of waste air, in particular dust-laden.
     
    11. Grinding disc according to claim 10, characterised in that the machining face (12, 112, 212) and/or the abrasive means (50) and/or the holding means (33) have no interruptions apart from the airflow passages (71, 54) and/or are designed and/or provided for flat contact with the workpiece (V).
     
    12. Grinding disc according to any of the preceding claims, characterised in that there are provided, on the machining face (12, 112, 212) and/or the abrasive means (50) and/or the holding means (33), slits (363) and/or interruptions and/or deformation contours (431) which facilitate or make possible a flat position of the machining face (12, 112, 212), in particular the edge zone (44, 144, 214), on the workpiece (V) during deformation of the machining face (12, 112, 212) from a state in which it is not loaded by the contact pressure (P) into a state in which it is loaded by the contact pressure (P), wherein advantageously it is provided that the slits (363) and/or interruptions (364) and/or deformation contours (431) run radially or in a star-shaped pattern relative to a centre axis (M) of the grinding disc (10, 110, 210), and/or that the slits (363) and/or interruptions (364) and/or deformation contours (431) are provided only or also in the annular edge zone (44, 144, 214).
     
    13. Grinding disc according to any of the preceding claims, characterised in that the holding means (33) include a film or extruded burr (434) or are formed thereby and/or contain no fibres, wherein it is provided advantageously that the film comprises an extruded film or adhesive film and/or that the film or extruded burr (434) is bonded with the aid of a bonding agent film (429) to a flexible cushion (430) of the grinding disc (410) and/or that the flexible cushion (430) is applied to the film or extruded burr (434) by foaming-on.
     
    14. Grinding disc according to any of the preceding claims, characterised in that no component or only a soft component of the grinding disc's support plate (13, 113, 213) contains fibres (361, 362) or fibres running transversely, in particular parallel, to the machining face (12, 112, 212), and/or that the machining face (12, 112, 212) and/or the abrasive means (50) and/or the holding means (33) are or is divided into circular segments or angular segments.
     
    15. Hand-guided grinding machine (90) with a drive unit (93A), having a drive motor (93) and in particular a gearbox (95), for driving a tool holder (92) for holding a grinding disc and with a grinding disc (10, 110, 210) according to one of the preceding claims, wherein the drive unit (93A) is designed for rotary and/or eccentric and/or hypercycloid driving of the tool holder (92), wherein it is advantageously provided for the grinding machine (90) that it has a handle (96), in particular bar-like, which is firmly fixed or movably hinged to a casing of the grinding machine (90) for force transmission in the area of the tool holder (92), and/or that it has a dust removal device (94A), wherein a suction opening (94C) or the suction opening (94C) of the dust removal device (94A) is arranged advantageously eccentric to a centre axis (M) of the grinding disc (10, 110, 210), and airflow passages (71, 54) of the grinding disc (10, 110, 210) and/or of the abrasive means (50) which communicate with the machining face (12, 112, 212) and the suction opening (94C) are arranged in an annular pattern around the centre axis (M).
     


    Revendications

    1. Disque de ponçage pour une ponceuse (90), dans lequel le disque de ponçage présente une face machine (11) associée à la ponceuse (90) et une surface d'usinage (12, 112, 212) associée à un usinage d'une pièce (V), dans lequel un support de logement d'outil (15) à fixer sur un logement d'outil (92) de la ponceuse (90) est disposé sur la face machine (11) et un abrasif (50) pour l'usinage d'une pièce (V) ou un moyen de retenue (33) pour retenir de manière détachable un tel abrasif (50) de ce type sur la surface d'usinage (12, 112, 212), et dans lequel la surface d'usinage (12, 112, 212) du disque de ponçage présente une zone de bord (44, 144, 244) annulaire pour la réalisation d'une surface d'appui plane de l'abrasif (50) sur la pièce (V) et une zone centrale (45, 145, 245) entourée par la zone de bord (44, 144, 244) annulaire, dans lequel la zone de bord (44, 144, 244) annulaire fait saillie de la zone centrale (45, 145, 245) en direction de la pièce (V) et/ou dans lequel le disque de ponçage présente dans la zone centrale (45, 145, 245) un module de compression plus petit que dans la zone de bord (44, 144, 244), de sorte que dans le cas d'une pression d'application (P) agissant sur le support de logement d'outil (15), en direction de la surface d'usinage (12, 112, 212) sensiblement la zone de bord (44, 144, 244) la pièce (V) est sollicitée ou la pièce (V) est mise en contact pour l'usinage abrasif de la pièce (V), caractérisé en ce que l'abrasif (50) pour l'usinage de la pièce (V) ou le moyen de retenue (33) pour la retenue détachable d'un abrasif (50) de ce type s'étend sensiblement sur toute la surface d'usinage (12, 112, 212) y compris le centre de celle-ci.
     
    2. Disque de ponçage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface d'usinage (12, 112, 212) présente une marche et/ou une surface oblique entre la zone de bord (44, 144, 244) et la zone centrale (45, 145, 245), de sorte qu'un évidement (46, 246) est formé dans la zone centrale (45, 145, 245) et/ou la surface d'usinage (12, 112, 212) présente un creux dans la zone centrale (45, 145, 245).
     
    3. Disque de ponçage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la zone centrale (45, 145, 245) présente radialement à l'extérieur une surface oblique et/ou une marche par rapport à la zone de bord (44, 144, 244), dans lequel la surface oblique ou la marche est prévu(e) entre la zone de bord (44, 144, 244) et une zone intérieure sensiblement plane de la zone centrale (45, 145, 245).
     
    4. Disque de ponçage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il présente un disque de soutien (13, 113, 213) présentant la face machine (11), sur lequel un coussin (30, 130, 230) élastique est disposé, sur la face duquel, opposée au disque de soutien (13, 113, 213), est prévue la surface d'usinage (12, 112, 212).
     
    5. Disque de ponçage selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'une zone de retenue (28) du disque de soutien (13, 113, 213) tournée vers la surface d'usinage (12, 112, 212), prévue pour retenir le coussin (30, 130, 230), présente une zone de bord de soutien (24) associée à la zone de bord (44, 144, 244) de la surface d'usinage (12, 112, 212) et une zone centrale de soutien (25) associée à la zone centrale (45, 145, 245) de la surface d'usinage (12, 112, 212), dans lequel la zone de bord de soutien (24) fait davantage saillie en direction de la surface d'usinage (12, 112, 212) que la zone centrale de soutien (25) ou est plus rigide en flexion que la zone centrale de soutien (25), dans lequel il est prévu de manière avantageuse qu'une surface oblique (26) en particulier conique et/ou une marche soit disposée entre la zone centrale de soutien (25) et la zone de bord de soutien (24).
     
    6. Disque de ponçage selon l'une quelconque des revendications 4 ou 5, caractérisé en ce qu'une épaisseur de matériau du coussin (30, 130, 230) et/ou du disque de soutien (13, 113, 213) dans la zone de bord (44, 144, 244) et dans la zone centrale (45, 145, 245) ou sur la surface projetée de la surface d'usinage (12, 112, 212) est sensiblement identique ou identique et/ou qu'une distance d'une face inférieure du coussin (30, 130, 230) et/ou du disque de soutien (13, 113, 213) tournée vers la surface d'usinage (12, 112, 212) par rapport à la surface d'usinage (12, 112, 212) dans la zone de bord (44, 144, 244) et la zone centrale (45, 145, 245) est sensiblement identique ou identique et/ou que le coussin (30, 130, 230) sur sa face inférieure tournée vers la surface d'usinage (12, 112, 212) ou la face inférieure formant la surface d'usinage (12, 112, 212) fait davantage saillie dans la zone de bord (44, 144, 244) par rapport à la surface d'usinage (12, 112, 212) que dans la zone centrale (45, 145, 245), en particulier possède une marche et/ou une surface oblique entre la zone centrale (45, 145, 245) et la zone de bord (44, 144, 244).
     
    7. Disque de ponçage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un passage d'air (71) pour un courant d'air frais ou un courant d'air poussiéreux chargé de poussière est présent dans la zone centrale (45, 145, 245), dans lequel l'au moins un passage d'air (71) s'étend entre la surface d'usinage (12, 112, 212) et la face machine (11), dans lequel l'au moins un passage d'air (71) forme de manière appropriée un composant d'un ensemble (70) en particulier annulaire de passages d'air (71).
     
    8. Disque de ponçage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une étendue de surface de la zone de bord (44, 144, 244) est plus grande, en particulier environ 1,5 à 2 fois plus grande, de préférence deux à trois fois plus grande qu'une étendue de surface de la zone centrale (45, 145, 245) et/ou que le moyen de retenue (33) pour l'abrasif (50) comprend un support à boucles et crochets (34) et/ou qu'une zone de périphérie extérieure (42) de la zone de bord (44, 144, 244) opposée à la zone centrale (45, 145, 245) présente sens courbée de manière à s'éloigner de la surface à usiner de la pièce (V) ou présente une marche.
     
    9. Disque de ponçage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'abrasif (50) présente une forme du type feuille ou du type disque et/ou dans l'état monté sur le disque de ponçage est adapté à un contour de la surface d'usinage (12, 112, 212) présentant en particulier un évidement ou creux dans la zone centrale (45, 145, 245) et/ou que l'abrasif (50) recouvre au moins une partie de la zone centrale (45, 145, 245) à distance de la surface d'usinage.
     
    10. Disque de ponçage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la surface d'usinage (12, 112, 212) et/ou l'abrasif (50) et/ou le moyen de retenue (33) présente en particulier des passages d'air (71, 54) disposés dans la zone centrale pour l'amenée d'air frais et/ou l'évacuation d'air vicié, en particulier, chargé de poussière.
     
    11. Disque de ponçage selon la revendication 10, caractérisé en ce que la surface d'usinage (12, 112, 212) et/ou l'abrasif (50) et/ou le moyen de retenue (33) à l'exception des passages d'air (71, 54) ne présentent pas d'interruptions et/ou sont conçus et/ou prévus pour prendre appui à plat sur la pièce (V).
     
    12. Disque de ponçage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que des fentes (363) et/ou interruptions et/ou contours de déformation (431) sont prévus sur la surface d'usinage (12, 112, 212) et/ou l'abrasif (50) et/ou le moyen de retenue (33), qui facilitent ou permettent une planéité de la surface d'usinage (12, 112, 212), en particulier de la zone de bord (44, 144, 244), sur la pièce (V) lors d'une déformation de la surface d'usinage (12, 112, 212) à partir d'un état non sollicité par la pression d'application (P) dans un état sollicité par la pression d'application (P), dans lequel il est prévu de manière avantageuse que les fentes (363) et/ou les interruptions (364) et/ou les contours de déformation (431) s'étendent de manière radiale ou en forme d'étoile par rapport à un axe médian (M) du disque de ponçage (10, 110, 210) et/ou que les fentes (363) et/ou les interruptions (364) et/ou les contours de déformation (431) soient prévus uniquement ou également dans la zone de bord (44, 144, 244) annulaire.
     
    13. Disque de ponçage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le moyen de retenue (33) comprend une feuille ou des bouclettes et crochets extrudés (434) ou est formé ainsi et/ou ne contient pas de fibres, dans lequel il est prévu de manière avantageuse que la feuille comprenne une feuille extrudée ou feuille adhésive et/ou que la feuille ou les bouclettes et crochets extrudés (434) soient reliés à un coussin (430) élastique du disque de ponçage (410) au moyen d'une feuille d'agent adhésif et/ou que le coussin (430) élastique soit appliqué par un moussage ou moussé sur la feuille ou les bouclettes et crochets extrudés (434).
     
    14. Disque de ponçage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'aucun composant ou seul un disque de soutien (13, 113, 213) portant des composants souples du disque de ponçage contienne des fibres (361, 362) ou des fibres s'étendant transversalement, en particulier parallèlement, par rapport à la surface d'usinage (12, 112, 212) et/ou que la surface d'usinage (12, 112, 212) et/ou l'abrasif (50) et/ou le moyen de retenue (33) soit divisé(e) en segments de cercle ou segments d'angle.
     
    15. Ponceuse (90) guidée à la main avec une unité d'entraînement (93A) présentant un moteur d'entraînement (93) et en particulier une transmission (95) pour l'entraînement d'un logement d'outil (92) pour retenir un disque de ponçage et avec un disque de ponçage (10, 110, 210) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans laquelle l'unité d'entraînement (93A) est conçue pour l'entraînement rotatif et/ou excentré et/ou hypercycloïde du logement d'outil (92), dans lequel il est prévu de manière avantageuse pour la ponceuse (90) qu'elle présente une poignée (96) en particulier en forme de barre, qui est disposée de manière fixe ou articulée de manière mobile sur un boîtier de la ponceuse (90) pour une transmission de force sur la zone du logement d'outil (92), et/ou qu'elle présente un dispositif d'évacuation de poussière (94A), dans laquelle une ouverture d'aspiration (94C) ou l'ouverture d'aspiration (94C) du dispositif d'évacuation de poussière (94A) est disposée avantageusement de manière excentrée par rapport à un axe médian (M) du disque de ponçage (10, 110, 210) et des passages d'air (71, 54) du disque de ponçage (10, 110, 210) et/ou de l'abrasif (50) communiquant avec la surface d'usinage (12, 112, 212) ainsi que l'ouverture d'aspiration (94C) sont disposés de manière annulaire autour de l'axe médian (M).
     




    Zeichnung




















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente