(19)
(11)EP 3 337 645 B1

(12)EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45)Hinweis auf die Patenterteilung:
04.12.2019  Patentblatt  2019/49

(21)Anmeldenummer: 16762963.3

(22)Anmeldetag:  18.08.2016
(51)Int. Kl.: 
B25H 3/02  (2006.01)
(86)Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE2016/100374
(87)Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2017/028845 (23.02.2017 Gazette  2017/08)

(54)

STAPELBARER KOFFER, ANORDNUNG MIT ZWEI ÜBEREINANDER GESTAPELTEN KOFFERN UND VERFAHREN ZUM AUFSTAPELN ZWEIER KOFFER

STACKABLE SUITCASE, ARRANGEMENT COMPRISING TWO SUITCASES STACKED ONE ABOVE THE OTHER AND METHOD FOR STACKING TWO SUITCASES

BOÎTE EMPILABLE, ENSEMBLE COMPRENANT DEUX BOÎTES EMPILÉES L'UNE SUR L'AUTRE ET PROCÉDÉ D'EMPILAGE DE DEUX BOÎTES


(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30)Priorität: 18.08.2015 DE 202015005752 U

(43)Veröffentlichungstag der Anmeldung:
27.06.2018  Patentblatt  2018/26

(60)Teilanmeldung:
19205215.7

(73)Patentinhaber:
  • Rothenberger AG
    65779 Kelkheim (DE)
  • Plaston AG
    9443 Widnau (CH)

(72)Erfinder:
  • BURCHIA, Rolf
    9443 Widnau (CH)

(74)Vertreter: Launhardt, Thomas 
Parkstraße 11-13
65549 Limburg
65549 Limburg (DE)


(56)Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 1 018 473
DE-A1-102011 086 800
DE-U1- 20 112 393
US-A- 4 643 494
EP-A1- 2 346 741
DE-A1-102013 202 869
DE-U1-202012 002 819
US-A1- 2011 155 613
  
      
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Koffer zum Stapeln mit einem weiteren Koffer. Die Erfindung betrifft ferner eine Anordnung mit wenigstens zwei übereinander gestapelten Koffern. Darüber hinaus betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Aufstapeln wenigstens zweier Koffer.

    [0002] Koffer dienen üblicherweise dem Transport und/oder der Lagerung von Gegenständen, wie beispielsweise Werkzeugen. Häufig sind die Koffer stapelbar ausgebildet, so dass mehrere Koffer beispielsweise übereinander gestapelt werden können. Derartige Koffer weisen für gewöhnlich Befestigungsmittel auf, um einen aufgestapelten Koffer festzuhalten. Entsprechende Koffer sind zum Beispiel aus DE 10 2013 202869 A1, DE 20 2012 002819 U1, US 2011/155613 A1, EP 2 346 741 B1 oder EP 1 018 473 A1 bekannt.

    [0003] Einer Ausführungsform der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, wenigstens eine Möglichkeit vorzuschlagen, um ein Aufstapeln eines Koffers auf einen weiteren Koffer und ein gegenseitiges Befestigen der Koffer im aufgestapelten Zustand bedienungs- und handhabungsfreundlich zu ermöglichen.

    [0004] Diese Aufgabe wird mit einem Koffer gelöst, welcher die Merkmale des Anspruches 1 aufweist. Ferner wird zur Lösung der Aufgabe eine Anordnung mit wenigstens zwei übereinander gestapelten Koffern vorgeschlagen, welche die Merkmale des Anspruches 11 aufweist. Darüber hinaus wird zur Lösung der Aufgabe ein Verfahren zum Aufstapeln wenigstens zweier Koffer mit den Merkmalen des Anspruches 12 vorgeschlagen.

    [0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und den Figuren.

    [0006] Nach einer Ausführungsform der Erfindung ist ein Koffer zum Stapeln mit einem weiteren Koffer vorgesehen. Der Koffer hat eine Aufsetzfläche zum Aufstapeln des weiteren Koffers und wenigstens ein Kopplungsteil, welches mit einem Gegenkopplungsteil des weiteren Koffers unter Ausbildung einer Steckverbindung zusammenbringbar ist. Das Kopplungsteil ist derart ausgerichtet, dass durch Verschieben des weiteren Koffers entlang der Aufsetzfläche die Steckverbindung mit dem Gegenkopplungsteil gebildet wird.

    [0007] Weiterhin hat der Koffer mindestens ein Verriegelungselement zum Sichern der Steckverbindung gegen ein Lösen, insbesondere willkürliches Lösen. Das Verriegelungselement ist an dem Koffer bewegbar gelagert, insbesondere an dem Koffer befestigt oder ausgebildet, beispielsweise angeformt. Es ist vorgesehen, dass das Verriegelungselement von einer Ausgangsposition in eine Zwischen- oder Endposition bewegbar ist, insbesondere zwangsgeführt bewegbar ist, und in der Ausgangsposition sich in einem Aufnahmebereich für den weiteren Koffer befindet, wobei der Aufnahmebereich bei oder zu einem Aufsetzen des weiteren Koffers auf die Aufsetzfläche genutzt ist.

    [0008] Bei einem derartigen Koffer lässt sich der weitere Koffer bedienungs- und handhabungsfreundlich aufstapeln und eine Befestigung des aufgestapelten weiteren Koffers bedienungs- und handhabungsfreundlich realisieren. Denn durch das vorgesehene Kopplungsteil zum Ausbilden einer Steckverbindung lässt sich eine Kopplungsverbindung des Koffers mit dem weiteren Koffer durch einfaches Einstecken oder Aufstecken des Kopplungsteils in oder auf das Gegenkopplungsteil des weiteren Koffers erreichen. Das Ausbilden der Steckverbindung ist durch die besondere Ausgestaltung des Kopplungsteils erleichtert, was die Bedienungs- und Handhabungsfreundlichkeit unterstützt. Denn es ist zugelassen, insbesondere ausschließlich zugelassen, dass die Steckverbindung des Kopplungsteils mit dem Gegenkopplungsteils durch eine gezielte Bewegung, insbesondere eine geführte Bewegung, nämlich durch Verschieben des weiteren Koffers entlang der Aufsetzfläche, erreicht wird. Das Kopplungsteil kann eine Einsteckaufnahme sein. Insofern kann das Gegenkopplungsteil ein mit der Einsteckaufnahme, vorzugsweise korrespondierendes Einsteckelement, sein, welches in die Einsteckaufnahme einsteckbar ist. Auch kann in umgekehrter Weise das Kopplungsteil ein Einsteckelement und das Gegenkopplungsteil die Einsteckaufnahme für das Einsteckelement bilden.

    [0009] Durch das vorgesehene Verriegelungselement ist es möglich, die Steckverbindung des Kopplungsteils mit dem Gegenkopplungsteil des weiteren Koffers gegen ein Auseinandergehen, insbesondere Auseinanderziehen entgegen der Zusammensteckrichtung, wirkungsvoll zu sichern. Indem das Verriegelungselement in der Ausgangsposition in dem Aufnahmebereich für den weiteren Koffer vorliegt, ist erreicht, dass der weitere Koffer in Kontakt mit dem Verriegelungselement gelangt und das Verriegelungselement betätigt und somit eine Bewegung des Verriegelungselementes bewirkt, wenn der weitere Koffer eine Aufsetzbewegung in Richtung zu der Aufsetzfläche ausführt und dabei in den Aufnahmebereich gelangt. Dadurch wird die von dem weiteren Koffer ausgeführte Aufsetzbewegung ebenso zur Betätigung des Verriegelungselementes genutzt. Eine separate manuelle Betätigung durch einen Bediener ist eingespart. Auch diese Maßnahme zielt daher darauf ab, die Bedienungs- und Handhabungsfreundlichkeit zu unterstützen.

    [0010] In technisch einfacher Weise kann eine Kontaktierung des Verriegelungselementes mit dem weiteren Koffer im Zuge seiner Aufsetzbewegung erreicht werden, wenn in der Ausgangsposition das Verriegelungselement eine Bodenfläche des Aufnahmebereiches überragt und/oder in der Ausgangsposition das Verriegelungselement sich bis über die Bodenfläche erstreckt und/oder in der Ausgangsposition das Verriegelungselement erhaben zu einer Bodenfläche des Aufnahmebereiches vorliegt.

    [0011] Beispielsweise ist es vorgesehen, dass in der Ausgangsposition das Verriegelungselement mit einem Ende eine Bodenfläche des Aufnahmebereiches überragt und in der Zwischen- oder Endposition das eine Ende des Verriegelungselementes gegenüber der Ausgangsposition herabgesetzt ist. In der Zwischen- oder Endposition ist dann das Verriegelungselement beispielsweise außerhalb des Aufnahmebereichs gebracht und damit ein Aufsetzen des weiteren Koffers auf die Aufsetzfläche und/oder ein Verschieben des aufgesetzten weiteren Koffers zur Ausbildung der Steckverbindung ermöglicht.

    [0012] Es kann vorgesehen sein, dass die Bodenfläche des Aufnahmebereiches zumindest einen Teil der Aufsetzfläche bildet. Dadurch dient der Aufnahmebereich als Bereich, in dem der weitere Koffer aufgesetzt wird.

    [0013] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass das Verriegelungselement federbelastet bewegbar ist.
    Dadurch kann die Energie aus einer Bewegung des Verriegelungselementes in technisch einfacher Weise gespeichert werden.

    [0014] Beispielsweise ist es vorgesehen, dass das Verriegelungselement von der Ausgangsposition gegen eine Federkraft in die Zwischen- oder Endposition bewegbar ist. Dadurch wird das Verriegelungselement von der Zwischen- oder Endposition in Richtung der Ausgangsposition und/oder in die Ausgangsposition durch die Federkraft selbsttätig zurückbewegt. Auch durch diese Maßnahme ist die Bedienungs- und Handhabungsfreundlichkeit unterstützt.

    [0015] Es kann ferner vorgesehen sein, dass das Verriegelungselement in der Ausgangsposition federbelastet gehalten ist. Das Verriegelungselement ist dadurch unter Federvorspannung in der Ausgangsposition gehalten. Dadurch ist einem möglichen ungewollten Wackeln des Verriegelungselementes in der Ausgangsposition entgegengewirkt.

    [0016] Um das Verriegelungselement federbelastet verschieben zu können, ist beispielsweise ein Federelement oder ein sonstiger Kraftspeicher vorgesehen. Es kann eine Druckfeder zum Einsatz kommen. Auch können Elastomerfedern, Blattfedern, Spiralfedern oder Federn allgemeiner Art genutzt sein. Ebenso können Dreh- oder Tellerfedern genutzt sein.

    [0017] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass das Verriegelungselement als Verriegelungsschieber ausgebildet ist, welcher von der Ausgangsposition in die Zwischen- oder Endposition verschiebbar ist, insbesondere translatorisch verschiebbar ist. Ein derartiges Verriegelungselement ist in technisch relativ einfacher Art und Weise zu realisieren.

    [0018] Das als Verriegelungsschieber ausgebildete Verriegelungselement kann ein gehäusefest bezüglich des Koffers angeordnetes Halteteil bzw. Bodenteil und ein daran bewegbar gelagertes Schiebeteil, insbesondere Schieberiegel, aufweisen oder daraus bestehen. Es ist das Halteteil an dem Koffer angeordnet, insbesondere daran befestigt oder ausgebildet, wie beispielsweise angeformt oder ausgeformt.

    [0019] In technisch einfacher Weise lässt sich der Verriegelungsschieber realisieren, wenn das Halteteil und das Schiebeteil im Querschnitt U-förmig ausgebildet sind und zueinander entgegengerichtet ineinandergestülpt sind, wobei zwischen den Schenkeln der Teile eine Druckfeder angeordnet ist, welche sich einerseits gegen eine Bodenfläche des einen Halteteils und andererseits gegen eine Bodenfläche des Schieberteils abstützt. Durch die Schenkel des Halteteiles und des Schiebeteiles ist bei dieser Ausgestaltung des Verriegelungsschiebers eine geführte Bewegung des Schiebeteiles relativ gegenüber dem Halteteil in einfacher Weise gewährleistet.

    [0020] Es bietet sich an, dass das Schieberteil relativ gegenüber dem Halteteil anschlagsbegrenzt verschiebbar ist. Dadurch ist gewährleistet, dass die Verschiebebewegung des Verriegelungsschiebers innerhalb vorgegebener Grenzen zurückgelegt wird und darin verbleibt.

    [0021] Nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass das Verriegelungselement als Schwenkhebel ausgebildet ist, welcher von der Ausgangsposition in die Zwischen- oder Endposition um eine Schwenkachse, insbesondere gehäusefeste Schwenkachse, verschwenkbar ist. Auch kann das Verriegelungselement als Drehhebel ausgebildet sein, welcher von der Ausgangsposition in die Zwischen- oder Endposition um eine Drehachse, insbesondere gehäusefeste Drehachse, drehbar ist. Grundsätzlich ist es auch möglich, dass das Verriegelungselement einen Drehverschluss aufweist oder durch einen Drehverschluss gebildet ist, welcher zum Verdrehen gegenüber einem Basisteil, insbesondere gehäusefestem Basisteil, von der Ausgangsposition in die Zwischen- oder Endposition verdrehbar ist.

    [0022] Nach einer möglichen Ausführungsform weist der Koffer eine Oberseite, eine Unterseite, eine Vorderseite und eine Rückseite auf, wobei die Erstreckung des Koffers von der Vorderseite zu der Rückseite eine Längserstreckung bildet. Insbesondere sind die Oberseite und die Unterseite einander gegenüberliegend und bilden beispielsweise Flachseiten bzw. Flächenseiten aus. Insbesondere sind die Vorderseite und die Rückseite einander gegenüberliegend und bilden beispielsweise Schmalseiten aus. Insbesondere sind die Oberseite und die Unterseite jeweils gegenüber der Vorderseite und der Rückseite querliegend angeordnet, insbesondere in einem rechten Winkel zueinander liegend angeordnet.

    [0023] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass die Aufsetzfläche der Oberseite zugeordnet ist und an der Vorderseite des Koffers ein Tragegriff angeordnet ist, so dass beim Tragen des Koffers an dem Tragegriff die Rückseite nach unten gewandt ist. Der Koffer ist dadurch aufgestellt, wenn der Koffer an dem Tragegriff gehalten ist. Das Kopplungsteil des Koffers und das Gegenkopplungsteil des weiteren Koffers sind dann zur Ausbildung der Steckverbindung gegeneinander einzuhängen, da die Aufsetzfläche als seitlich liegende Seitenfläche vorliegt. Insofern bildet die Steckverbindung eine Einhängeverbindung.

    [0024] Beispielsweise ist es vorgesehen, dass die Einhängeverbindung durch einen Einhängeansatz mit einer Einhängeöffnung und einem in die Einhängeöffnung in Eingriff bringbare beispielsweise lappenförmige Einhängelasche gebildet ist. Es können das Kopplungsteil den Einhängeansatz und das Gegenkopplungsteil die Einhängelasche bilden. Auch können das Kopplungsteil die Einhängelasche und das Gegenkopplungsteil den Einhängeansatz bilden.

    [0025] Die Einhängelasche kann angeschrägt sein. Auch kann die Einhängeöffnung bzw. der Einhängeansatz wenigstens eine Einführschräge aufweisen, um eine verschiebungsgesicherte und relativ spielfreie Einhängeverbindung zwischen den einander zugeordneten Koffern bzw. Kofferflächen zu ermöglichen.

    [0026] Eine mögliche Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass Koffer ein Unterteil und ein daran schwenkbar angeordnetes Deckelteil hat, wobei die Oberseite des Koffers durch die Unterseite des Deckelteils und die Unterseite des Koffers durch die Unterseite des Unterteils gebildet sind und der Tragegriff an dem Unterteil angeordnet ist. Das Verriegelungselement ist dann beispielsweise dem Deckelteil zugeordnet.

    [0027] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass das Kopplungsteil in Richtung zu dem Tragegriff gerichtet ist, so dass die Steckverbindung mit dem Gegenkopplungsteil des weiteren Koffers durch Verschieben des weiteren Koffers von der Vorderseite weg in Richtung zu der Rückseite des Koffers gebildet wird. Dadurch unterstützt die Steckverbindung die Kopplung des Koffers mit dem weiteren Koffer, wenn der Koffer an dem Tragegriff getragen wird, da die Gewichtskraft des weiteren Koffers in Steckrichtung auf das Kopplungsteil des Koffers wirkt. Denn die Gewichtskraft wirkt in die Einsteckrichtung, welche in Richtung von dem Tragegriff weg in Richtung zu der Rückseite des Koffers gerichtet ist.

    [0028] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass der Aufnahmebereich für den weiteren Koffer der Oberseite zugeordnet ist und das Verriegelungselement im Bereich der Vorderseite angeordnet ist und in der Ausgangsposition aus der Oberseite herausragt.

    [0029] Es bietet sich an, dass die Oberseite des Koffers wenigstens eine Querrippe aufweist, welche quer zur Längserstreckung des Koffers verläuft und eine nach außen stehende und der Vorderseite zugewandte Seitenfläche hat. Es ist die Seitenfläche als Anschlag für den weiteren Koffer nutzbar, beispielsweise wenn der Koffer an seinem Tragegriff gehalten wird und damit die Oberseite des Koffers aufgrund seiner aufrechten Lage seitlich aufgestellt liegt. In diesem Fall kann sich dann der weitere Koffer mit einer Gegenfläche gegen die Seitenfläche der Querrippe abstützen, so dass auf diese Art und Weise die Steckverbindung zwischen dem Kopplungsteil und dem Gegenkopplungsteil kraftmäßig entlastet ist.

    [0030] Es kann vorgesehen sein, dass an der Querrippe das Kopplungsteil befestigt oder angeformt ist. Dadurch ist die Stabilität des Kopplungsteiles selbst verbessert, da auf das Kopplungsteil wirkende Kräfte von der Querrippe aufgenommen werden.

    [0031] Es kann ferner vorgesehen sein, dass die Oberseite des Koffers zwei Querrippen aufweist, welche jeweils quer zur Längserstreckung des Koffers verlaufen und eine nach außen stehende und der Vorderseite zugewandte Seitenfläche haben, wobei die Querrippen eine dazwischen verlaufende Quernut begrenzen. Auch diese Maßnahme zielt darauf ab, eine auf den Koffer wirkende Gewichtskraft des weiteren Koffers aufnehmen zu können und die Steckverbindung zu entlasten, wenn der Koffer an dem Tragegriff getragen ist. Denn durch die beiden Querrippen stehen zwei Seitenflächen zur Verfügung, an welchen sich der weitere Koffer mit jeweils einer korrespondierenden Gegenfläche abstützen kann.

    [0032] Auch ist eine hohe Stabilität gegeben, wenn der Koffer beispielsweise in umgekehrter Richtung getragen werden sollte, in der dann der Tragegriff nach unten gewandt ist. Denn durch die vorgesehene Quernut kann ein Vorsprung des weiteren Koffers ein Eingriff gebracht werden, so dass sich der weitere Koffer gegen den Koffer sowohl mit nach unten gewandtem Tragegriff als auch mit nach oben gewandtem Tragegriff abstützt.

    [0033] Es bietet sich an, die Unterseite des Koffers korrespondierend zu seiner Oberseite auszubilden, so dass der Koffer mit seiner Unterseite auf einen anderen Koffer aufstapelbar ist, welche eine zu dem Koffer entsprechend ausgebildete Oberseite aufweist. Insbesondere ist die Unterseite des Koffers entsprechend der Unterseite des weiteren Koffers ausgebildet. Es ist dadurch eine Aufstapelung einer beliebigen Anzahl von Koffern in einfacher Weise zu realisieren, da dazu die Koffer als Gleichteil ausgebildet sind und somit ein Aufstapeln nach unten hin und nach oben hin der Koffer, ausgehend von beispielsweise einem Bezugskoffer, stattfinden kann.

    [0034] Aus Stabilitätsgründen sind nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung zwei Kopplungsteile vorgesehen, welche jeweils mit einem zugehörigen Gegenkopplungsteil des weiteren Koffers unter Ausbildung einer Steckverbindung zusammenbringbar sind und derart ausgerichtet sind, dass durch Verschieben des weiteren Koffers entlang der Aufsetzfläche die Steckverbindung mit dem Gegenkopplungsteil gebildet wird, wobei die Kopplungsteile bezüglich der Einsteckrichtung bzw. Steckrichtung zum Herstellen der Steckverbindung nebeneinander liegend angeordnet sind.

    [0035] In die gleiche Richtung zielt die Maßnahme, wonach nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wenigstens ein weiteres Kopplungsteil vorgesehen ist, welches mit einem zugehörigen Gegenkopplungsteil des weiteren Koffers unter Ausbildung einer Steckverbindung zusammenbringbar ist und derart ausgerichtet ist, dass durch Verschieben des weiteren Koffers entlang der Aufsetzfläche die Steckverbindung mit dem Gegenkopplungsteil gebildet ist, wobei das weitere Kopplungsteil und das Kopplungsteil bezüglich der Einsteckrichtung zum Herstellen der Steckverbindung hintereinander liegend angeordnet sind.

    [0036] Beispielsweise ist das Kopplungsteil im Bereich des der Vorderseite zugewandten Randes der Oberseite angeordnet. Beispielsweise ist das weitere Kopplungsteil im Bereich des der Rückseite zugewandten Randes der Oberseite angeordnet. Auch kann das Kopplungsteil und/oder das weitere Kopplungsteil in einem mittleren Bereich der Oberseite des Koffers angeordnet sein.

    [0037] Es kann ausschließlich das eine Verriegelungselement vorgesehen sein. Auch kann das Verriegelungselement mehrfach vorgesehen sein. In diesem Fall können die Verriegelungselemente quer zur Längsrichtung des Koffer hintereinander liegend angeordnet sein.

    [0038] Das wenigstens eine Verriegelungselement kann im Koffer selbst integriert sein, beispielsweise mit den Kofferaußenflächen abschließen bzw. bündig sein oder dahinter liegen bzw. enden. Auch kann es vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Verriegelungselement als separates Teil oder Einheit vorliegt und insbesondere werkstoffein- oder mehrstückig mit dem zugehörigen Kofferflächen verbunden ist. Darüber hinaus kann das Verriegelungselement als separates Teil oder Baueinheit auf eine Außenwand des Koffers angebunden sein. Dadurch ist eine nachträgliche Umrüstung eines Koffers mit dem Verriegelungselement erleichtert.

    [0039] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist eine Anordnung mit wenigstens zwei übereinander gestapelten Koffern vorgesehen, von denen wenigstens einer der Koffer eine Aufsetzfläche und wenigstens ein Kopplungsteil hat, wobei auf der Aufsetzfläche der andere Koffer aufgesetzt ist und das Kopplungsteil mit einem Gegenkopplungsteil des anderen Koffers eine Steckverbindung ausbildet, welche durch Verschieben des anderen Koffers entlang und/oder auf der Aufsetzfläche gebildet ist. Es ist ferner mindestens ein Verriegelungselement vorgesehen, welches in einer die Steckverbindung gegen Lösen, insbesondere willkürliches Lösen, sichernden Verriegelungsposition vorliegt. In der Verriegelungsposition befindet sich das Verriegelungselement in einem Aufnahmebereich für den anderen Koffer, welcher bei einem Aufsetzen des anderen Koffers auf die Aufsetzfläche genutzt ist. Beispielsweise ist oder wurde durch das Aufsetzen des anderen Koffers auf die Aufsetzfläche das Verriegelungselement von der Verriegelungsposition in eine Entriegelungsposition bezüglich der Sicherung der Steckverbindung und/oder in eine Freigabeposition bewegt, in welcher ein Zusammenschieben der Koffer zum Ausbilden der Steckverbindung zwischen den Koffern zugelassen ist. Die Verriegelungsposition kann eine Ausgangsposition, beispielsweise die vorstehend beschriebenen Ausgangsposition sein.

    [0040] Der wenigstens eine Koffer mit der Aufsetzfläche und dem wenigstens einen Kopplungsteil kann der vorstehend beschriebene Koffer sein. Der darauf gestapelte Koffer der Anordnung kann der vorstehend beschriebene weitere Koffer sein. Für diesen Fall entsprechen die Verriegelungsposition der Ausgangsposition des vorstehend beschriebenen Koffers und die Entriegelungsposition und/oder die Freigabeposition der vorstehend beschriebenen Zwischen- oder Endposition.

    [0041] Beispielsweise ist bei dem aufgesetzten Koffer eine Fläche oder ein Flächenabschnitt als Anschlagfäche genutzt oder nutzbar, welche in der Verriegelungsposition des Verriegelungselementes in Anlage gegen das Verriegelungselement gebracht ist oder bringbar ist. Die Anschlagfläche kann an einer Stirnseite, beispielsweise der der Vorderseite aufgestapelten Koffers vorgesehen sein, insbesondere dort ausgebildet sein. Die Anschlagfläche kann auch durch eine zurückgesetzte Fläche oder eine mit einer Einführschräge versehene Fläche gebildet sein, um dadurch eine zusätzliche Vorspannung des Verriegelungselementes auf die Steckverbindung bzw. Einhängeverbindung zwischen den aufgestapelten Koffern zu erreichen.

    [0042] Es kann das Verriegelungselement im Wesentlichen rechteckförmig profiliert sein, um die Steckverbindung zwischen dem Kopplungsteil und dem Gegenkopplungsteil mit etwas Spiel zu sichern, so dass das Kopplungsteil und das Gegenkopplungsteil bei ausgebildeter Steckverbindung noch ein Bewegungsspiel zueinander aufweisen, beispielsweise ein Spiel in Steckrichtung von beispielsweise etwa 1 bis 2 mm vorliegt, ohne dass die Steckverbindung auseinander geht, beispielsweise manuell entkoppelt wird.

    [0043] Es kann ferner vorgesehen sein, dass das Verriegelungselement selbst oder die Anschlagfläche, an welcher das Verriegelungselement in der Verriegelungsposition anliegt oder als Anschlag nutzbar ist, keilförmig ausgebildet ist, so dass das Verriegelungselement die Steckverbindung in Steckrichtung bzw. Einsteckrichtung noch zusätzlich vorspannt und gegen die Bewegung der beiden aufgestapelten Koffer relativ zueinander in Steckrichtung sichert.

    [0044] Die Erfindung umfasst auch ein Verfahren zum Aufstapeln wenigstens zweier Koffer. Mindestens einer der Koffer kann der vorstehend beschriebene Koffer sein. Es können auch die beiden Koffer, insbesondere sämtliche Koffer durch den vorstehend beschriebenen Koffer gebildet sein.

    [0045] Bei dem Verfahren ist es vorgesehen, dass einer der Koffer auf eine Aufsetzfläche des anderen Koffers aufgesetzt wird und anschließend der Koffer über einen Verschiebeweg und entlang der Aufsetzfläche in eine Steckverbindung mit dem anderen Koffer verschoben wird, wobei durch das Aufsetzen des Koffers auf den anderen Koffer ein bewegbares Verriegelungselement betätigt wird, indem der Koffer das Verriegelungselement von einer Ausgangsposition in eine Zwischen-oder Endposition bewegt. In der Ausgangsposition befindet sich das Verriegelungselement in einer Sperrstellung bzw. Sperrposition, in welcher das Verriegelungselement in den Verschiebeweg für den weiteren Koffer eingreift. In der Zwischen- oder Endposition befindet sich das Verriegelungselement in einer Freigabestellung bzw. Freigabeposition, in welcher das Verriegelungselement den Verschiebeweg freigibt.

    [0046] Dadurch ist erreicht, dass der Koffer in Kontakt mit dem Verriegelungselement gelangt und das Verriegelungselement betätigt und somit eine Bewegung des Verriegelungselementes bewirkt, wenn der Koffer eine Aufsetzbewegung in Richtung zu der Aufsetzfläche ausführt und dabei in den Aufnahmebereich gelangt. Es wird somit die von dem Koffer ausgeführte Aufsetzbewegung ebenso zur Betätigung des Verriegelungselementes genutzt. Eine separate manuelle Betätigung durch einen Bediener ist eingespart. Dadurch ergeben sich Vorteile bezüglich der Bedienung und Handhabung.

    [0047] Weiterhin umfasst die Erfindung eine Verwendung vorstehend beschriebenen Koffers zum Transport und/oder zur Lagerung von Werkzeug und/oder Handwerkermaterial.

    [0048] Im Zuge der Erfindung ist der Begriff "Koffer" in weiten Grenzen zu verstehen. Insbesondere ist der Koffer ein Behältnis. Der Koffer kann ein beispielsweise allseits geschlossener mit einem Deckel versehener Behälter sein. Der Deckel kann an dem Behälter schwenkbar angeordnet sein. Auch können der Behälter und der Deckel ohne eine solche Verbindung vorliegen. Der auf den Koffer aufsetzbare Koffer kann in gleicher Weise ausgebildet sein. Auch ist es möglich, dass der aufsetzbare Koffer als halb offene Schale oder als Platte, insbesondere Adapterplatte, ausgebildet ist.

    [0049] Der Koffer ist insbesondere geeignet, Gegenstände zu transportieren und/oder zu lagern. Beispielsweise ist der Koffer ein Werkzeugkoffer, welcher zur Aufbewahrung und/oder zum Transport von Werkzeug, Material und/oder Geräten dient oder nutzbar ist.

    [0050] Durch die Erfindung ist es möglich, dass zwei übereinander gestapelte Koffer zueinander in eine Kopplungsverbindung, beispielsweise Steckverbindung bzw. Einhängeverbindung gebracht werden, wobei die Bodenfläche des oberen Koffers auf die Deckenfläche des unteren Koffers aufgesetzt wird und eine Verschiebung der beiden Koffer in Einhängeverbindung bzw. Kopplung zwischen den Koffern hergestellt wird.

    [0051] Durch die Erfindung kann eine Sicherung der Steckverbindung bzw. Kopplungsverbindung durch mindestens ein Verriegelungselement, wie beispielsweise einen federbelasteten Verriegelungsschieber, erfolgen, welcher beispielsweise am unteren Koffer angeordnet ist und der durch die Bodenfläche des oberen Koffers betätigbar ist. Durch die Erfindung kann ferner realisiert sein, dass nach erfolgter Betätigung sich das Verriegelungselement an einer Anschlagfläche des oberen Koffers anlegt und so die Einhängeverbindung bzw. Steckverbindung zwischen den beiden Koffern gegen unbeabsichtigtes Aushängen sichert.

    [0052] Durch die Erfindung lässt sich das Verriegelungselement im Frontbereich des jeweils unteren Koffers anordnen und beispielsweise durch ein aus der Oberseite bzw. Deckenfläche heraus verschiebbares Verriegelungselement so ausgebildet sein, dass das Verriegelungselement in einer Verriegelungsstellung bzw. in einem Sicherungszustand an einer zugeordneten Anschlagfläche an dem darüber liegenden Koffer anliegt und gegen eine Entkopplung des einen Koffers gegenüber dem anderen Koffers sichert. Zum Lösen dieser gesicherten Einhängeverbindung bzw. Steckverbindung kann das Verriegelungselement manuell betätigt werden, um das Verriegelungselement von der Ausgangsposition bzw. Verriegelungsstellung bzw. Sicherungsstellung in eine Zwischen- oder Endposition und/oder Entriegelungsstellung und/oder Öffnungsstellung zu bringen und so außer Eingriff mit der zugeordneten Anschlagfläche am gegenüberliegenden Kofferteil zu bringen.

    [0053] Weitere Ziele, Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung.

    [0054] Es zeigen:
    Fig. 1
    eine mögliche Ausführungsform eines stapelbaren Koffers in perspektivischer Darstellung von oben,
    Fig. 2
    der Koffer gemäß der Figur 1 in einer perspektivischen Darstellung von unten,
    Fig. 3
    eine Abwandlung des Koffer gemäß der Figuren 1 und 2, auf welchen ein weiterer Koffer aufgestapelt wird, in einem ersten Montagezustand bezüglich des Aufstapeln, dargestellt in einer Schnittdarstellung der beiden Koffer,
    Fig. 4
    die beiden Koffer gemäß der Figur 3 in einem zweiten Montagezustand, in dem der weitere Koffer auf dem Koffer aufgestapelt ist,
    Fig. 5
    die beiden Koffer gemäß der Figur 3 in einem dritten Montagezustand, in dem der weitere Koffer auf dem Koffer aufgestapelt und in eine Befestigungsposition gegen den Koffer gebracht ist,
    Fig. 6
    eine schematische Darstellung des Verriegelungsprinzips, wie es aus den Figuren 3 bis 5 ersichtlich ist,
    Fig. 7
    das Verriegelungsprinzip nach der Figur 6 im verriegelten Zustand,
    Fig. 8
    eine weitere mögliche Ausführungsform eines stapelbaren Koffers mit einem als Schwenkhebel ausgebildeter Verriegelungselement in schematisierter Darstellung und
    Fig. 9
    eine weitere mögliche Ausführungsform eines Koffers, auf welchen ein weiterer Koffer aufgestapelt wird, in einem ersten Montagezustand bezüglich des Aufstapeln, dargestellt in einer Schnittdarstellung der beiden Koffer.


    [0055] Figuren 1 und 2 zeigen - in schematischer Darstellung - eine mögliche Ausführungsform eines stapelbaren Koffers 1 in perspektivischer Ansicht von oben (Figur 1) und in perspektivischer Ansicht von unten (Figur 2). Der Koffer 1 ist zum Transportieren und/oder Lagern von Gegenständen nutzbar. Beispielsweise ist der Koffer 1 ein Werkzeugkoffer, welcher beispielsweise zum Transportieren und/oder Lagern von Werkzeug und/oder Material und/oder Geräten eines Handwerkers oder Technikers dient.

    [0056] Der Koffer 1 hat eine Oberseite 41, eine Unterseite 42, eine Vorderseite 43 und eine Rückseite 44. Bevorzugt bildet die Erstreckung des Koffers 1 von der Vorderseite 43 zu der Rückseite 44 eine Längserstreckung, welche in der Figur 1 auch als Y-Richtung angegeben ist. Bevorzugt bildet die Erstreckung des Koffers 1 von der Unterseite 42 zu der Oberseite 41 eine Höhenerstreckung, welche in der Figur 1 als Z-Richtung angegeben ist. Die Erstreckung des Koffers 1 quer zur Längserstreckung ist in der Figur 1 als X-Richtung angegeben.

    [0057] Bevorzugt weist der Koffer 1 ein Deckelteil 2 und ein von dem Deckelteil 2 abdeckbares Unterteil 4 auf. Bevorzugt sind die Oberseite 41 des Koffers 1 durch die Oberseite des Deckelteils 2 und die Unterseite 42 des Koffers 1 durch die Unterseite des Unterteils 4 gebildet. Das Deckelteil 2 kann an dem Unterteil 4 schwenkbar angebunden sein, beispielsweise über eine insbesondere horizontale Scharnierachse 3 an dem Unterteil 4 schwenkbar gelagert sein, welche beispielsweise der Rückseite 44 zugeordnet ist. Um das Deckelteil 2 gegen ungewolltes öffnen gegenüber dem Unterteil 4 zu sichern, können Verschlusselemente 16, wie beispielsweise Verschlussriegel, vorgesehen sein. Bevorzugt sind die Verschlusselemente 16 der Vorderseite 43 zugeordnet.

    [0058] Bevorzugt weist der Koffer 1 einen Tragegriff 19. Bevorzugt ist der Tragegriff 19 an der Vorderseite 19 angeordnet, so dass beim Tragen des Koffers 1 an dem Tragegriff 19 die Rückseite 44 nach unten gewandt ist. Bevorzugt ist der Tragegriff 19 an der Vorderseite 43 schwenkbar gelagert. Der Tragegriff 19 kann dem Unterteil 4 oder dem Deckelteil 2 zugeordnet sein, insbesondere daran angeordnet sein. Der Koffer 1 kann an der Vorderseite 43 eine Anlagefläche aufweisen, an welche der Tragegriff 19 angelegt ist bzw. anlegbar. Bevorzugt ist die Anlagefläche in Y-Richtung nach hinten versetzt. Grundsätzlich kann auch wenigstes ein weiterer Tragegriff vorgesehen sein, welcher beispielsweise der Oberseite 41 zugeordnet ist.

    [0059] Der Koffer 1 ist zum Stapeln mit wenigstens einem weiteren Koffer geeignet. Dazu weist der Koffer 1 eine Aufsetzfläche 13 für den weiteren Koffer und wenigstens ein, vorzugsweise wenigstens zwei Kopplungsteile 10, 11 auf, welche jeweils mit einem zughörigen Gegenkopplungsteil des weiteren Koffers unter Ausbildung einer Steckverbindung zusammen bringbar sind. Figur 3 zeigt beispielhaft einen weiteren Koffer 1a, welcher auf den Koffer 1 aufgestapelt werden kann. Der weitere Koffer 1a weist wenigstes zwei Gegenkopplungsteile 28a, 29a auf, welche mit den Kopplungsteilen 10, 11 des Koffers 1 unter Ausbildung einer Steckverbindung zusammen bringbar sind. Im Zuge der weiteren Beschreibung des Koffers 1 bezüglich der vorgesehenen Funktionen zum Aufstapeln eines weiteren Koffers wird nachfolgend bereits der Koffer 1a der Figur 3 herangezogen.

    [0060] Bei dem Koffer 1 ist es vorgesehen, dass die Steckverbindung mit dem weiteren Koffer 1a erst nach dem Aufsetzen des weiteren Koffers 1a auf die Aufsetzfläche 13 durchgeführt werden kann. Dazu sind die Kopplungsteile 10, 11 derart ausgerichtet, dass durch Verschieben des weiteren Koffers 1a entlang und/oder auf der Aufsetzfläche 13 die Steckverbindung mit dem jeweils zugeordneten Gegenkopplungsteil 28a bzw. 29a gebildet wird.

    [0061] Bevorzugt sind die Kopplungsteile 10, 11 in Längsrichtung bzw. Y-Richtung in der Weise ausgerichtet, dass die Einsteckverbindung durch Verschieben des weiteren Koffers 1a von der Vorderseite 43 weg in Richtung zu der Rückseite 44 des Koffers 1 gebildet wird. Beispielsweise sind die Kopplungsteile 10, 11 jeweils als Einsteckaufnahme und die Gegenkopplungsteile 28a, 29a als Einsteckelement ausgebildet, welches durch eine Einstecköffnung 12 in die zugehörige Einsteckaufnahme einsteckbar ist. Beispielsweise bilden die Einsteckaufnahme einen Einhängeansatz und das Einsteckelement eine Einhängelasche, welche durch die als Einhängeöffnung ausgebildete Einstecköffnung 12 gegen den Einhängeansatz einhängbar ist. Beispielsweise ist die Einhängelasche durch einen einseitig nach außen stehenden Ansatz bzw. Lasche gebildet.

    [0062] Bevorzugt sind die Einsteckelemente bzw. Einhängelaschen in Einsteckrichtung keilförmig verlaufend ausgebildet, so dass die Einsteckelemente in die zugehörigen Einsteckaufnahmen spielfrei einsteckbar sind und damit in X-Richtung und Y-Richtung die Steckverbindung gegen Verschieben gesichert ist. Bevorzugt sind die Einsteckaufnahmen bzw. Einhängeansätze korrespondierend zu den Einsteckelementen keilförmig profiliert. Durch die Einsteckverbindung sind zudem das jeweilige Einsteckelement und die zugehörige Einsteckaufnahmen relativ zueinander gegen ein Abheben in Z-Richtung gesichert.

    [0063] Bevorzugt ist die Aufsetzfläche 13 der Oberseite 41 zugeordnet, insbesondere an der Oberseite 41 ausgebildet. Bevorzugt sind die Kopplungsteile 10, 11 der Oberseite 41 zugeordnet, insbesondere an der Oberseite 41 ausgebildet. Bevorzugt weist der Koffer 1 an der Oberseite 41 wenigstens eine, vorzugsweise zwei Querrippen 6, 7 auf, welche jeweils quer zur Längserstreckung des Koffers 1, insbesondere in X-Richtung, verlaufen und jeweils eine nach außen stehende und der Vorderseite 43 zugewandte Seitenfläche 45 haben.

    [0064] Bevorzugt begrenzen die Querrippen 6, 7 eine dazwischen verlaufende Quernut 5. Beispielsweise weist das Deckelteil 2 an seiner Oberseite einen im Wesentlichen flachen Teil auf, welches in seinem mittleren Bereich die Quernut 5 hat und seitlich von den erhöht ausgebildeten Querrippen 6, 7 begrenzt ist. Durch die Quernut 5 kann ein weiterer Koffer aufgestapelt werden, welcher gegenüber dem Koffer 1a in Längsrichtung kürzer ausgebildet ist, wobei dann in die Quernut 5 und/oder gegen die Seitenfläche 45 der Querrippe 7 der weiteren Koffer sich mit seinem hinteren Ende, welches der Rückseite 44 des Koffers 1 zugewandt ist, eingreifen bzw. abstützen kann.

    [0065] Bevorzugt sind die Kopplungsteile 10, 11 in Querrichtung bzw. X-Richtung beabstandet zueinander angeordnet. Bevorzugt sind die Kopplungsteile 10, 11 jeweils mit der Querrippe 6 verbunden oder an der Querrippe 6 angeformt. Bevorzugt sind zwei weitere Kopplungsteile 10', 11' vorgesehen, welche jeweils mit einem zugehörigen weiteren Gegenkopplungsteil 24a bzw. 25a des weiteren Koffers 1a unter Ausbildung einer Steckverbindung zusammen bringbar sind und derart ausgerichtet sind, dass durch Verschieben des weiteren Koffers 1a entlang und/oder auf der Aufsetzfläche 13 die Steckverbindung mit dem zugehörigen Gegenkopplungsteil 24a bzw. 25a gebildet ist. Bevorzugt sind die weiteren Kopplungsteile 10', 11' und die Kopplungsteile 10, 11 bezüglich der Einsteckrichtung zum Herstellen der Steckverbindung, also in Y-Richtung, hintereinanderliegend angeordnet.

    [0066] Bevorzugt sind die Kopplungsteile 10, 11 angrenzend an einen Aufnahmebereich 8 für den weiteren Koffer 1a, insbesondere in Y-Richtung angrenzend an den Aufnahmebereich 8, angeordnet. Bevorzugt sind die weiteren Kopplungsteile 10', 11' angrenzend an einen weiteren Aufnahmebereich 9 für den weiteren Koffer 1a, insbesondere in Y-Richtung angrenzend an den weiteren Aufnahmebereich 9, angeordnet. Bevorzugt ist der Aufnahmebereich 8 an der Oberseite 41 im vorderen Bereich angeordnet, welcher sich beispielsweise im Randbereich zu der Vorderseite 43 befindet. Bevorzugt ist der weitere Aufnahmebereich 9 an der Oberseite 41 im hinteren Bereich angeordnet, welcher sich beispielsweise im Randbereich zu der Rückseite 44 befindet.

    [0067] Bevorzugt weist zur Aufnahme in den Aufnahmebereich 8 und den weiteren Aufnahmebereich 9 der weitere Koffer 1a jeweils eine entsprechende Fußleiste 22a auf, welche sich beispielsweise in Querrichtung bzw. X-Richtung erstreckt und nach unten heraus steht. Die Fußleiste 22a kann jeweils soweit nach unten heraus stehen, dass der weitere Koffer 1a über die Fußleisten 22a auf die Bodenfläche 14 der Aufnahmebereiche 8 und 9 aufsetzt. Die Bodenfläche 14 bildet dann die Aufsetzfläche 13. Alternativ kann die Fußleiste 22a jeweils soweit nach unten heraus stehen, dass der weitere Koffer 1a auf die Querrippen 6, 7 aufsetzt und die Fußleisten 22a in Abstand zu der Bodenfläche 14 der Aufnahmebereiche 8 und 9 liegen oder ebenfalls auf die Bodenfläche 14 der Aufnahmebereiche 8 und 9 aufsetzen. In diesem Fall bildet die Oberseite der Querrippen 6, 7 zumindest teilweise eine Aufsetzfläche für den weiteren Koffer 1a.

    [0068] Bevorzugt verlaufen die Fußleisten 22a quer zur Längserstreckung des weiteren Koffers 1a und begrenzen eine dazwischen verlaufende Freistellung 21a, die beispielsweise als quer verlaufende Nut ausgebildet ist. Die Freistellung 21a ist beispielsweise zur Aufnahme der Querrippen 6, 7 des Koffers 1 vorgesehen. Bevorzugt schließen die Fußleisten 22a etwa mit der Rückwand 23a und der Vorderseite 43a des weiteren Koffers 1a ab. Bevorzugt sind die Fußleisten 22a durchgehend ausgebildet. Grundsätzlich können die Fußleisten 22a auch nur stückweise vorhanden sein oder ganz entfallen.

    [0069] Bevorzugt ist die Unterseite 42 des Koffers 1 entsprechend der Unterseite des Koffers 1a ausgebildet, so dass der Koffer 1 selbst zum Aufstapeln auf einen Koffer genutzt werden kann. Bevorzugt ist dazu die Unterseite 42 des Koffers 1 korrespondierend zu seiner Oberseite 41 ausgeführt. Bevorzugt sind dazu zumindest einzelne der bezüglich des weiteren Koffers 1a beschriebenen Bauteile, nämlich die Gegenkopplungsteile 28a, 29a, die weiteren Gegenkopplungsteile 24a, 25a, die Freistellung 21a und die Rückwand 23a bei dem Koffer 1 als Gegenkopplungsteile 28, 29, weitere Gegenkopplungsteile 24, 25, Freistellung 21 und Rückwand 23 vorgesehen.

    [0070] Weiterhin hat der Koffer 1 mindestens ein Verriegelungselement 18 zum Sichern der von den Kopplungsteilen 10, 11 und Gegenkopplungsteilen 28a, 29a ausbildbaren Steckverbindung gegen ein Lösen. Das Verriegelungselement 18 ist von einer Ausgangsposition A bzw. Ruhestellung, welche in der Figur 1 dargestellt ist, in eine Zwischen- oder Endposition bewegbar ist und befindet sich in der Ausgangsposition A in dem Aufnahmebereich 8 für den weiteren Koffer 1a. Dadurch ist es möglich, dass das Verriegelungselement 18 beim Aufsetzen des weiteren Koffers 1a auf die Aufsetzfläche 13 durch den weiteren Koffer 1a betätigt wird. Dazu ist es bevorzugt vorgesehen, dass das Verriegelungselement 18 in der Ausgangsposition A mit einem Ende 15 die Bodenfläche 14 des Aufnahmebereichs 8 überragt. Bevorzugt ist in der Zwischen- oder Endposition das Ende 15 gegenüber der Ausgangsposition A herabgesetzt.

    [0071] Bevorzugt ist das Verriegelungselement 18 der Oberseite 41 zugeordnet und im Bereich der Vorderseite 43 des Koffers 1, beispielsweise des Deckelteils 2, angeordnet. Beispielsweise ist das Verriegelungselement 18 in einer Ausnehmung 17 an der Vorderseite 43 angeordnet.

    [0072] Bevorzugt ist das Verriegelungselement 18 federbelastet bewegbar. Beispielsweise ist das Verriegelungselement 18 von der Ausgangsposition A gegen eine Federkraft in die Zwischen-oder Endposition bewegbar, so dass beispielsweise das Verriegelungselement 18 von der Zwischen- oder Endposition in die Ausgangsposition A durch Federkraft sich selbsttätig zurückbewegt.

    [0073] Die Figur 3 zeigt eine Abwandlung des Koffers 1 in einer Schnittdarstellung, wie daraus ersichtlich ist, kann das Verriegelungselement 18 als Verriegelungsschieber ausgebildet sein, welcher von der Ausgangsposition A in die Zwischen- oder Endposition verschiebbar ist. Dazu kann ein Halteteil 32 oder Bodenteil vorgesehen sein, welches dem Deckelteil 2 zugeordnet ist, insbesondere daran angebunden oder ausgeformt ist. Das Halteteil 32 kann u-förmig profiliert oder becherförmig ausgebildet sein, in dessen nach oben geöffneter Ausnehmung eine Druckfeder 31 angeordnet sein kann. Die Druckfeder 31 kann sich an der Innenseite eines Schiebeteiles 30, insbesondere Schieberiegels, abstützen, welches verschiebbar am Halteteil 32 geführt ist.

    [0074] Bevorzugt sind Anschläge vorhanden, um zu vermeiden, dass das Schiebeteil 30 aus dem u-förmig profilierten Halteteil 32 durch die Kraft der Druckfeder 31 vollständig heraus geschoben wird. Bevorzugt ist das Schiebeteil 30 u-förmig oder becherförmig ausgebildet und mit seiner Öffnung zuerst kommend in das Halteteil 32 eingestülpt, wobei sich die Druckfeder 31 gegen die Bodenfläche des Schiebeteils 30 abstützt.

    [0075] Die Figur 3 zeigt einen möglichen ersten Montagezustand bezüglich des Aufstapelns des weiteren Koffers 1a auf den Koffer 1. Figur 4 zeigt einen möglichen zweiten Montagezustand und Figur 5 zeigt einen möglichen dritten Montagezustand. Bauteile des weiteren Koffers 1a, welche mit Bauteilen des Koffers 1 identisch oder funktionsgleich sind, sind mit gleichen Bezugszeichen und dem Zusatz "a" versehen. Bei dem weiteren Koffer 1a kann es sich um einen gegenüber dem Koffer 1 baugleichen Koffer handeln.

    [0076] In dem ersten Montagezustand gemäß der Figur 3 ist der weitere Koffer 1a gegenüber dem Koffer 1 in eine Position gebracht, um den weiteren Koffer 1a auf die Aufsetzfläche 13 des Koffers 1 aufzusetzen und den weiteren Koffer 1a in den Aufnahmebereichen 8, 9 aufzunehmen. Um das Aufsetzen des weiteren Koffers 1a auf den Koffer 1 zu ermöglichen, ist der weitere Koffer 1a gegenüber dem Koffer 1 soweit in Richtung der Y-Achse versetzt positioniert, dass bei einer Aufsetzbewegung in Pfeilrichtung 33 eine Kollision der Gegenkopplungsteile 28a, 29a, 24a, 25a des weiteren Koffers 1a mit den Kopplungsteilen 10, 11, 10', 11' des Koffer 1 vermieden ist.

    [0077] Das Verriegelungselement 18 liegt noch in seiner Ausgangsposition A vor, in welcher es sich in dem Aufnahmebereich 8 für den weiteren Koffer 1a befindet. In der Ausgangsposition A greift das Verriegelungselement 18 in einen Verschiebeweg bzw. eine Verschiebestrecke W ein, über welchen der weitere Koffer 1a gegenüber dem Koffer 1 zu verschieben ist, um - im aufgesetzten Zustand - zur Ausbildung der Steckverbindung zu gelangen. Insofern nimmt das Verriegelungselement 18 in der Ausgangsposition A eine Sperrposition S bezüglich des Verschiebeweges W ein.

    [0078] Im Zuge einer Aufsetzbewegung des weiteren Koffers 1a in die Pfeilrichtung 33 findet eine Betätigung des Verriegelungselementes 18 durch den weiteren Koffer 1a statt, in dem der weitere Koffer 1a, beispielsweise mit der einen Fußleiste 22a, auf das Verriegelungselement 18 drückt und von der Ausgangsposition A heraus gegen die Kraft der Druckfeder 31 in die Zwischen- oder Endposition bewegt wird. In der Zwischen- oder Endposition befindet sich das Verriegelungselement 18 in einer Freigabeposition F, in welcher das Verriegelungselement 18 den Verschiebeweg W freigibt, so dass ein Verschieben des weiteren Koffers 1a gegenüber dem Koffer 1 zur Ausbildung der Steckverbindung zugelassen ist. In dem zweiten Montagezustand gemäß der Figur 4 ist durch den weiteren Koffer 1a das Verriegelungselement 18 in die Freigabeposition F gebracht.

    [0079] Anschließend wird der weitere Koffer 1a relativ gegenüber dem Koffer 1 in Pfeilrichtung 34, also in Y-Richtung, verschoben und die Kopplungsteile 10, 11, 10', 11' des Koffers 1 mit den Gegenkopplungsteilen 28a, 29a, 24a, 25a jeweils unter Ausbildung der Steckverbindung zusammengebracht bzw. zusammengesteckt. Im Zuge dieser Verschiebebewegung wird das Verriegelungselement 18 von dem weiteren Koffer 1a freigegeben und bewegt sich aufgrund der Rückstellkraft der Druckfeder 31 selbsttätig zurück vorzugsweise in die Ausgangsposition A. In der zurückgestellten Position, insbesondere der Ausgangsposition A, nimmt das Verriegelungselement 18 eine Verriegelungsposition V ein, in welcher das Verriegelungselement 18 die Steckverbindung gegen Auseinanderbewegen bzw Aushängen entgegen der Zusammenführrichtung, also entgegen der Pfeilrichtung 34, sichert. Im dem dritten Montagezustand gemäß der Figur 5 liegen die Koffer 1, 1a im aufeinander gestapelten Zustand und bei ausgebildeter Steckverbindung vor, wobei das Verriegelungselement 18 die sichernde Verriegelungsposition V eingenommen hat.

    [0080] In der Verriegelungsposition V dient das Verriegelungselement 18 somit als Anschlag für den weiteren Koffer 1a. Als dazu korrespondierende Anschlagfläche 20a dient bei dem weiteren Koffer 1a beispielsweise der Bereich der Vorderseite 43a, welche beispielsweise in Y-Richtung nach hinten versetzt sein kann. An dieser Anschlagfläche 20a kann sich der Tragegriff 19, wie er in der Figur 1 beschrieben ist, anlegen oder daran geführt sein.

    [0081] Im Zuge der Verschiebebewegung des weiteren Koffers 1a gegenüber dem Koffer 1 zum Ausbilden der Steckverbindung legt sich das Verriegelungselement 18 beispielsweise an die Anschlagfläche 20a an. In der Verriegelungsposition v nach der Figur 5 legt sich somit das Schiebeteil 30 an der Vorderseite 43a des Koffers 1a an und sichert die Kopplungsverbindung zwischen den Koffern 1 und 1a gegen unbeabsichtigtes Aushängen.

    [0082] Um diese Kopplungsverbindung bzw. Steckverbindung wieder außer Eingriff zu bringen, ist es beispielsweise notwendig, das Schiebeteil 30 per Hand nach unten zu drücken, um das Verriegelungselement 18 in die Freigabeposition F nach der Figur 4 zu bringen. Es können dann der weitere Koffer 1a gegenüber dem Koffer 1 entgegen der Pfeilrichtung 34 verschoben werden und somit die vorhandene Einhängeverbindung bzw. Steckverbindung geöffnet werden.

    [0083] Figuren 6 und 7 zeigen in vergrößerter Darstellung den Verriegelungsschieber 18 des Koffers 1 zusammen mit einem Ausschnitt des weiteren Koffers 1a. Wie aus der Figur 7 ersichtlich ist, kann eine Vorspannung der Steckverbindung bzw. Einhängeverbindung dadurch erfolgen, dass entweder das Schiebeteil 30 und/oder die Vorderseite 43a in dem Bereich, wo das Schiebeteil 30 anliegt, zugeordnete Keilflächen 36 aufweisen, um so die Einhängeverbindung bzw. Steckverbindung in Pfeilrichtung 34 noch zusätzlich vorzuspannen. Die Vorspannung erfolgt federbelastet durch die Druckfeder 31. Es kann als Betätigungsfläche für das Verriegelungselement 18 stets eine bodenseitige Anschlagfläche oder Betätigungsfläche 35 des weiteren Koffers 1a verwendet werden. Die Betätigungsfläche 35 ist jedoch nicht zwangsläufig eine Bodenfläche. Die Betätigungsfläche 35 kann als versetzte Anschlagfläche oder dergleichen oder als Fußleiste oder dergleichen ausgebildet sein.

    [0084] Figur 8 zeigt in vergrößerter Darstellung eine weitere Ausführungsform des Koffers 1' und eines Verriegelungselementes 38. Das Verriegelungselement 38 ist dort als Schwenkhebel ausgebildet, welcher von der Ausgangsposition A in die Zwischen- oder Endposition um eine Schwenkachse 39 verschwenkbar ist. Das Verriegelungselement 38 ist mittels der Schwenkachse 39 in den Pfeilrichtungen 40 verschwenkbar. Die zur Federvorbelastung notwendige Druckfeder ist nicht gezeichnet.

    [0085] Figur 9 zeigt eine nochmals weitere Ausführungsform eines Koffers 1" mit einer weiteren Ausführungsform eines weiteren Koffers 1a", Die Figur 9 lehnt sich an die Darstellung in der Figur 2 an. Die Koffer 1" und 1a" unterscheiden sich von den Koffern 1 und 1a dadurch, dass an der Unterseite 42 ein Vorsprung 46 vorgesehen ist, welcher in die Quernut 5 eingreift bzw. zum Eingreifen vorgesehen ist.

    Bezugszeichenliste



    [0086] 
    1, 1a
    Koffer
    1'
    Koffer
    1'', 1''a
    Koffer
    2, 2a
    Deckelteil
    3, 3a
    Scharnierachse
    4, 4a
    Unterteil
    5, 5a
    Quernut
    6, 6a
    Querrippe
    7, 7a
    Querrippe
    8, 8a
    Aufnahmebereich
    9, 9a
    Aufnahmebereich
    10, 10a
    Kopplungsteil
    11, 11a
    Kopplungsteil
    10', 10'a
    weiteres Kopplungsteil
    11', 11'a
    weiteres Kopplungsteil
    12, 12a
    Einstecköffnung
    13, 13a
    Aufsetzfläche
    14, 14a
    Bodenfläche
    15, 15a
    Ende
    16
    Verschlusselement
    17
    Ausnehmung
    18, 18a
    verriegelungselement
    19
    Tragegriff
    20, 20a
    Anschlagfläche
    21, 21a
    Freistellung
    22, 22a
    Fußleiste
    23, 23a
    Rückwand
    24, 24a
    Gegenkopplungsteil
    25, 25a
    Gegenkopplungsteil
    28, 28a
    Gegenkopplungteil
    29, 29a
    Gegenkopplungsteil
    30, 30a
    Schiebeteil
    31, 31a
    Druckfeder
    32, 32a
    Halteteil
    33
    Pfeilrichtung
    34
    Pfeilrichtung
    35
    Betätigungsfläche
    36
    Keilfläche
    38
    Verriegelungselement
    39
    Schwenkachse
    40
    Pfeilrichtung
    41
    Oberseite
    42
    Unterseite
    43, 43a
    Vorderseite
    44
    Rückseite
    45
    Seitenfläche
    46, 46a
    Vorsprung
    A
    Ausgangsposition
    S
    Sperrposition
    F
    Freigabeposition
    V
    Verriegelungsposition
    W
    Verschiebeweg



    Ansprüche

    1. Koffer (1) zum Stapeln mit einem weiteren Koffer (1a), mit einer Aufsetzfläche (13) zum Aufstapeln des weiteren Koffers (1a), wenigstens einem Kopplungsteil (10; 11), welches mit einem Gegenkopplungsteil (28a; 29a) des weiteren Koffers (1a) unter Ausbildung einer Steckverbindung zusammenbringbar ist, wobei das wenigstens eine Kopplungsteil (10; 11) derart ausgerichtet ist, dass nach einem Aufsetzen des weiteren Koffers (1a) auf der Aufsetzfläche (13) die Steckverbindung durch Verschieben des weiteren Koffers (1a) entlang der Aufsetzfläche (13) gebildet wird, und mit mindestens einem Verriegelungselement (18; 38) zum Sichern der Steckverbindung gegen ein Lösen, wobei das Verriegelungselement (18; 38) von einer Ausgangsposition (A) in eine Zwischen- oder Endposition bewegbar ist, wobei in der Ausgangsposition (A) die Steckverbindung verriegelt ist und in der Zwischen- oder Endposition die Steckverbindung entriegelt ist, und wobei in der Ausgangsposition (A) das Verriegelungselement (18; 38) sich in einem Aufnahmebereich (8) für den weiteren Koffer (1a) befindet, welcher bei einem Aufsetzen des weiteren Koffers (1a) auf die Aufsetzfläche (13) derart genutzt ist, dass durch das Aufsetzen des weiteren Koffers (1a) auf die Aufsetzfläche (13) das Verriegelungselement (18; 38) betätigt wird.
     
    2. Koffer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Ausgangsposition (A) das Verriegelungselement (18; 38) mit einem Ende (15) eine Bodenfläche (14) des Aufnahmebereiches (8) überragt und in der Zwischen- oder Endposition das eine Ende (15) des Verriegelungselementes (18; 38) gegenüber der Ausgangsposition (A) herabgesetzt ist.
     
    3. Koffer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (18; 38) in der Ausgangsposition (A) federbelastet gehalten ist.
     
    4. Koffer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Koffer (1) eine Oberseite (41), eine Unterseite (42), eine Vorderseite (43) und eine Rückseite (44) hat, wobei die Erstreckung des Koffers (1) von der Vorderseite (43) zu der Rückseite (44) eine Längserstreckung bildet und wobei die Aufsetzfläche (13) der Oberseite (41) zugeordnet ist und an der Vorderseite (43) ein Tragegriff (19) angeordnet ist, so dass beim Tragen des Koffers (1) an dem Tragegriff (19) die Rückseite (44) nach unten gewandt ist.
     
    5. Koffer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopplungsteil (10; 11) in Richtung zu dem Tragegriff (19) gerichtet ist, so dass die Steckverbindung mit dem Gegenkopplungsteil (28a; 29a) des weiteren Koffers (1a) durch Verschieben des weiteren Koffers (1a) von der Vorderseite (43) weg in Richtung zu der Rückseite (44) des Koffers (1) gebildet wird.
     
    6. Koffer nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmebereich (8) für den weiteren Koffer (1a) der Oberseite (41) zugeordnet ist und das Verriegelungselement (18; 38) im Bereich der Vorderseite (43) angeordnet ist und in der Ausgangsposition (A) die Oberseite (41) überragt.
     
    7. Koffer nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite (41) des Koffers (1) wenigstens eine Querrippe (6, 7) aufweist, welche quer zur Längserstreckung des Koffers (1) verläuft und eine nach außen hervorstehende und der Vorderseite (43) zugewandte Seitenfläche (45) hat.
     
    8. Koffer nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite (41) des Koffers (1) zwei Querrippen (6, 7) aufweist, welche jeweils quer zur Längserstreckung des Koffers (1) verlaufen und eine nach außen hervorstehende und der Vorderseite (43) zugewandte Seitenfläche (45) haben, wobei die Querrippen (6, 7) eine dazwischen verlaufende Quernut (5) begrenzen.
     
    9. Koffer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Kopplungsteile (10, 11) vorgesehen sind, welche jeweils mit einem zugehörigen Gegenkopplungsteil (28a, 29a) des weiteren Koffers (1a) unter Ausbildung einer Steckverbindung zusammenbringbar sind und derart ausgerichtet sind, dass durch Verschieben des weiteren Koffers (1a) entlang der Aufsetzfläche (13) die Steckverbindung mit dem Gegenkopplungsteil (28a; 29a) gebildet wird, wobei die Kopplungsteile (10, 11) bezüglich der Einsteckrichtung zum Herstellen der Steckverbindung nebeneinander liegend angeordnet sind.
     
    10. Koffer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein weiteres Kopplungsteil (10'; 11') vorgesehen ist, welches mit einem zugehörigen Gegenkopplungsteil (24a; 25a) des weiteren Koffers (1a) unter Ausbildung einer Steckverbindung zusammenbringbar ist und derart ausgerichtet ist, dass durch Verschieben des weiteren Koffers (1a) entlang der Aufsetzfläche (13) die Steckverbindung mit dem zugehörigen Gegenkopplungsteil (24a; 25a) gebildet ist, wobei das weitere Kopplungsteil (10'; 11') und das Kopplungsteil (10; 11) bezüglich der Einsteckrichtung zum Herstellen der Steckverbindung hintereinander liegend angeordnet sind.
     
    11. Anordnung mit wenigstens zwei übereinander gestapelten Koffern (1, 1a), von denen wenigstens ein Koffer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet ist, wobei auf der Aufsetzfläche (13) des einen Koffers (1) der andere Koffer (1a) aufgesetzt ist und das Kopplungsteil (10; 11) des einen Koffers (1) mit einem Gegenkopplungsteil (28a; 29a) des anderen Koffers (1a) eine Steckverbindung ausbildet, welche durch Verschieben des anderen Koffers (1a) entlang und/oder auf der Aufsetzfläche (13) gebildet ist, und wobei das mindestens eine Verriegelungselement (18; 38) des einen Koffers (1) sich in der die Steckverbindung verriegelnden Ausgangsposition (A) befindet.
     
    12. Verfahren zum Aufstapeln wenigstens zweier Koffer (1, 1a), bei dem einer der Koffer (1, 1a) auf eine Aufsetzfläche (13) des anderen Koffers (1) aufgesetzt wird und anschließend der Koffer (1a) über einen Verschiebeweg (W) und entlang der Aufsetzfläche (13) in eine Steckverbindung mit dem anderen Koffer (1) verschoben wird, wobei durch das Aufsetzen des Koffers (1a) auf den anderen Koffer (1) ein Verriegelungselement (18; 38) betätigt wird, indem der Koffer (1a) das Verriegelungselement (18; 38) von einer Ausgangsposition (A) in eine Zwischen- oder Endposition bewegt, wobei in der Ausgangsposition (A) das Verriegelungselement (18; 38) sich in einer Sperrposition (S) befindet, in welcher das Verriegelungselement (18; 38) in den Verschiebeweg (W) für den weiteren Koffer (1a) eingreift, und in der Zwischen- oder Endposition das Verriegelungselement (18; 38) sich in einer Freigabeposition (F) befindet, in welcher das Verriegelungselement (18; 38) den Verschiebeweg (W) freigibt.
     
    13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der andere Koffer (1) nach Anspruch 1 ausgebildet ist, wobei die Steckverbindung durch das Kopplungsteil (10; 11) des anderen Koffers (1) und ein Gegenkopplungsteil (28a; 29a) des einen Koffers (1a) gebildet ist und das Verriegelungselement (18; 38) an dem anderen Koffer (1) bewegbar gelagert ist.
     


    Claims

    1. Suitcase (1) for stacking with a further suitcase (1a), having a put-on surface (13) for stacking the further case (1a) on, at least one coupling part (10; 11), which can be brought together with a mating coupling part (28a; 29a) of the further suitcase (1a), with a plug-in connection being formed, wherein the at least one coupling part (10; 11) is oriented in such a manner that, after the further suitcase (1a) is put onto the put-on surface (13), the plug-in connection is formed by displacement of the further suitcase (1a) along the put-on surface (13), and having at least one locking element (18; 38) for securing the plug-in connection against release, wherein the locking element (18; 38) is movable from a starting position (A) into an intermediate or end position, wherein, in the starting position (A), the plug-in connection is locked and, in the intermediate or end position, the plug-in connection is unlocked, and wherein, in the starting position (A), the locking element (18; 38) is in a receiving region (8) for the further suitcase (1a), which receiving region is used, when the further suitcase (1a) is put onto the put-on surface (13), in such a manner that the locking element (18; 38) is actuated by the further suitcase (1a) being put onto the put-on surface (13).
     
    2. Suitcase according to Claim 1, characterized in that, in the starting position (A), the locking element (18; 38) protrudes at one end (15) over a base surface (14) of the receiving region (8) and, in the intermediate or end position, the one end (15) of the locking element (18; 38) is reduced in relation to the starting position (A).
     
    3. Suitcase according to Claim 1 or 2, characterized in that the locking element (18; 38) is held in a spring-loaded manner in the starting position (A).
     
    4. Suitcase according to one of the preceding claims, characterized in that the suitcase (1) has an upper side (41), a lower side (42), a front side (43) and a rear side (44), wherein the extent of the suitcase (1) from the front side (43) to the rear side (44) forms a longitudinal extent, and wherein the put-on surface (13) is assigned to the upper side (41) and a carrying handle (19) is arranged on the front side (43), and therefore the rear side (44) faces downwards when the suitcase (1) is being carried by means of the carrying handle (19).
     
    5. Suitcase according to Claim 4, characterized in that the coupling part (10; 11) is directed towards the carrying handle (19), and therefore the plug-in connection to the mating coupling part (28a; 29a) of the further suitcase (1a) is formed by displacement of the further suitcase (1a) away from the front side (43) in the direction of the rear side (44) of the suitcase (1).
     
    6. Suitcase according to Claim 4 or 5, characterized in that the receiving region (8) for the further suitcase (1a) is assigned to the upper side (41) and the locking element (18; 38) is arranged in the region of the front side (43) and protrudes over the upper side (41) in the starting position (A).
     
    7. Suitcase according to one of Claims 4 to 6, characterized in that the upper side (41) of the suitcase (1) has at least one transverse rib (6, 7) which runs transversely with respect to the longitudinal extent of the suitcase (1) and has a side surface (45) which protrudes outwards and faces the front side (43).
     
    8. Suitcase according to one of Claims 4 to 7, characterized in that the upper side (41) of the suitcase (1) has two transverse ribs (6, 7) which each run transversely with respect to the longitudinal extent of the suitcase (1) and have a side surface (45) which protrudes outwards and faces the front side (43), wherein the transverse ribs (6, 7) bound a transverse groove (5) running in between.
     
    9. Suitcase according to one of the preceding claims, characterized in that two coupling parts (10, 11) are provided which can each be brought together with an associated mating coupling part (28a, 29a) of the further suitcase (1a), with a plug-in connection being formed, and are oriented in such a manner that, by displacement of the further suitcase (1a) along the put-on surface (13), the plug-in connection to the mating coupling part (28a; 29a) is formed, wherein the coupling parts (10, 11) are arranged lying next to each other with respect to the plugging-in direction in order to produce the plug-in connection.
     
    10. Suitcase according to one of the preceding claims, characterized in that at least one further coupling part (10'; 11') is provided which can be brought together with an associated mating coupling part (24a; 25a) of the further suitcase (1a), with a plug-in connection being formed, and is oriented in such a manner that, by displacement of the further suitcase (1a) along the put-on surface (13), the plug-in connection to the associated mating coupling part (24a; 25a) is formed, wherein the further coupling part (10'; 11') and the coupling part (10; 11) are arranged lying one behind the other with respect to the plugging-in direction in order to produce the plug-in connection.
     
    11. Arrangement having at least two suitcases (1, 1a) which are stacked one above another and of which at least one suitcase (1) is designed according to one of the preceding claims, wherein the other suitcase (1a) is put onto the put-on surface (13) of the one suitcase (1), and the coupling part (10; 11) of the one suitcase (1) forms a plug-in connection with a mating coupling part (28a; 29a) of the other suitcase (1a), said plug-in connection being formed along and/or on the put-on surface (13) by displacement of the other suitcase (1a), and wherein the at least one locking element (18; 38) of the one suitcase (1) is in the starting position (A) locking the plug-in connection.
     
    12. Method for stacking at least two suitcases (1, 1a), in which one of the suitcases (1, 1a) is put onto a put-on surface (13) of the other suitcase (1) and then the suitcase (1a) is displaced over a displacement path (W) and along the put-on surface (13) into a plug-in connection with the other suitcase (1), wherein, by the suitcase (1a) being put onto the other suitcase (1), a locking element (18; 38) is actuated by the suitcase (1a) moving the locking element (18; 38) from a starting position (A) into an intermediate or end position, wherein, in the starting position (A), the locking element (18; 38) is in a locking position (S) in which the locking element (18; 38) engages in the displacement path (W) for the further suitcase (1a), and, in the intermediate or end position, the locking element (18; 38) is in a release position (F) in which the locking element (18; 38) releases the displacement path (W).
     
    13. Method according to Claim 12, characterized in that the other suitcase (1) is designed according to Claim 1, wherein the plug-in connection is formed by the coupling part (10; 11) of the other suitcase (1) and a mating coupling part (28a; 29a) of the one suitcase (1a) and the locking element (18; 38) is mounted movably on the other suitcase (1).
     


    Revendications

    1. Valise (1) destinée à être empilée avec une valise supplémentaire (1a), comprenant une face de pose (13) servant à l'empilement de la valise supplémentaire (1a), au moins une partie de couplage (10 ; 11), laquelle peut être réunie avec une partie de couplage homologue (28a ; 29a) de la valise supplémentaire (1a) en formant une liaison par enfichage, l'au moins une partie de couplage (10 ; 11) étant orientée de telle sorte qu'après une pose de la valise supplémentaire (1a) sur la face de pose (13), la liaison par enfichage est formée par le coulissement de la valise supplémentaire (1a) le long de la face de pose (13), et comprenant au moins un élément de verrouillage (18 ; 38) destiné à bloquer la liaison par enfichage pour qu'elle ne puisse pas se détacher, l'élément de verrouillage (18 ; 38) pouvant être déplacé d'une position initiale (A) dans une position intermédiaire ou finale, la liaison par enfichage étant verrouillée dans la position initiale (A) et la liaison par enfichage étant déverrouillée dans la position intermédiaire ou finale, et dans la position initiale (A), l'élément de verrouillage (18 ; 38) se trouvant dans une zone d'accueil (8) pour la valise supplémentaire (1a) qui, lors d'une pose de la valise supplémentaire (1a) sur la face de pose (13), est utilisée de telle sorte que l'élément de verrouillage (18 ; 38) est actionné par la pose de la valise supplémentaire (1a) sur la face de pose (13) .
     
    2. Valise selon la revendication 1, caractérisée en ce que dans la position initiale (A), l'élément de verrouillage (18 ; 38) dépasse avec une extrémité (15) d'une face de fond (14) de la zone d'accueil (8) et, dans la position intermédiaire ou finale, ladite extrémité (15) de l'élément de verrouillage (18 ; 38) est abaissée par rapport à la position initiale (A).
     
    3. Valise selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que dans la position initiale (A), l'élément de verrouillage (18 ; 38) est maintenu sous une contrainte de ressort.
     
    4. Valise selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la valise (1) comprend un côté supérieur (41), un côté inférieur (42), un côté avant (43) et un côté arrière (44), l'extension de la valise (1) du côté avant (43) au côté arrière (44) formant une extension longitudinale et la face de pose (13) étant associée au côté supérieur (41) et une poignée de transport (19) étant disposée au niveau du côté avant (43), de sorte que le côté arrière (44) est orienté vers le bas lors du port de la valise (1) par la poignée de transport (19).
     
    5. Valise selon la revendication 4, caractérisée en ce que la partie de couplage (10 ; 11) est dirigée vers la poignée de transport (19), de sorte que la liaison par enfichage avec la partie de couplage homologue (28a ; 29a) de la valise supplémentaire (1a) est formée par le coulissement de la valise supplémentaire (1a) à l'écart du côté avant (43) en direction du côté arrière (44) de la valise (1).
     
    6. Valise selon la revendication 4 ou 5, caractérisée en ce que la zone d'accueil (8) pour la valise supplémentaire (1a) est associée au côté supérieur (41) et l'élément de verrouillage (18 ; 38) est disposé dans la zone du côté avant (43) et, dans la position initiale (A), fait saillie au-dessus du côté supérieur (41) .
     
    7. Valise selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisée en ce que le côté supérieur (41) de la valise (1) possède au moins une nervure transversale (6, 7) qui suit un tracé transversal par rapport à l'extension longitudinale de la valise (1) et comporte une face latérale (45) dépassant vers l'extérieur et faisant face au côté avant (43).
     
    8. Valise selon l'une des revendications 4 à 7, caractérisée en ce que le côté supérieur (41) de la valise (1) possède deux nervures transversales (6, 7) qui suivent respectivement un tracé transversal par rapport à l'extension longitudinale de la valise (1) et comportent une face latérale (45) dépassant vers l'extérieur et faisant face au côté avant (43), les nervures transversales (6, 7) délimitant une rainure transversale (5) qui chemine entre celles-ci.
     
    9. Valise selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que deux parties de couplage (10, 11) sont présentes, lesquelles peuvent respectivement être réunies avec une partie de couplage homologue (28a ; 29a) de la valise supplémentaire (1a) en formant une liaison par enfichage et sont orientées de telle sorte que la liaison par enfichage avec la partie de couplage homologue (28a; 29a) est formée par le coulissement de la valise supplémentaire (1a) le long de la face de pose (13), les parties de couplage (10, 11) étant disposées l'une à côté de l'autre par rapport à la direction d'enfichage en vue d'établir la liaison par enfichage.
     
    10. Valise selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins une partie de couplage supplémentaire (10' ; 11') est présente, laquelle peut être réunie avec une partie de couplage homologue (24a ; 25a) de la valise supplémentaire (1a) en formant une liaison par enfichage et est orientée de telle sorte que la liaison par enfichage avec la partie de couplage homologue (24a ; 25a) associée est formée par le coulissement de la valise supplémentaire (1a) le long de la face de pose (13), la partie de couplage supplémentaire (10' ; 11') et la partie de couplage (10 ; 11) étant disposées l'une derrière l'autre par rapport à la direction d'enfichage en vue d'établir la liaison par enfichage.
     
    11. Arrangement comprenant au moins deux valises (1, 1a) empilées l'une au-dessus de l'autre, parmi lesquelles au moins une valise (1) est configurée selon l'une des revendications précédentes, l'autre valise (1a) étant posée sur la face de pose (13) de ladite valise (1) et la partie de couplage (10 ; 11) de ladite valise (1) formant une liaison par enfichage avec une partie de couplage homologue (28a ; 29a) de l'autre valise (1a), laquelle est formée par le coulissement de l'autre valise (1a) le long de la face de pose (13) et/ou sur celle-ci, et l'au moins un élément de verrouillage (18 ; 38) de ladite valise (1) se trouvant dans la position initiale (A) de verrouillage de la liaison par enfichage.
     
    12. Procédé d'empilage d'au moins deux valises (1, 1a), avec lequel l'une des valises (1, 1a) est posée sur une face de pose (13) de l'autre valise (1) et la valise (1a) est ensuite coulissée dans une liaison par enfichage avec l'autre valise (1) par le biais d'une course de coulissement (W) et le long de la face de pose (13), un élément de verrouillage (18 ; 38) étant actionné par la pose de la valise (1a) sur l'autre valise (1) par le fait que la valise (1a) déplace l'élément de verrouillage (18 ; 38) d'une position initiale (A) dans une position intermédiaire ou finale, l'élément de verrouillage (18 ; 38) dans la position initiale (A) se trouvant dans une position de blocage (S) dans laquelle l'élément de verrouillage (18 ; 38) vient en prise dans la course de coulissement (W) pour la valise supplémentaire (1a), et dans la position intermédiaire ou finale, l'élément de verrouillage (18 ; 38) se trouvant dans une position de libération (F) dans laquelle l'élément de verrouillage (18 ; 38) libère la course de coulissement (W).
     
    13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'autre valise (1) est configurée selon la revendication 1, la liaison par enfichage étant formée par la partie de couplage (10 ; 11) de l'autre valise (1) et une partie de couplage homologue (28a ; 29a) de ladite valise (1a), et l'élément de verrouillage (18; 38) au niveau de l'autre valise (1) étant monté mobile.
     




    Zeichnung
























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