(19)
(11)EP 3 342 480 B1

(12)EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45)Hinweis auf die Patenterteilung:
17.06.2020  Patentblatt  2020/25

(21)Anmeldenummer: 17152338.4

(22)Anmeldetag:  20.01.2017
(51)Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B01F 13/00(2006.01)
B01F 7/00(2006.01)

(54)

MISCHER MIT MISCHWERKZEUG

MIXER COMPRISING MIXING TOOL

MÉLANGEUR AVEC OUTIL DE MÉLANGE


(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30)Priorität: 27.12.2016 DE 202016107397 U

(43)Veröffentlichungstag der Anmeldung:
04.07.2018  Patentblatt  2018/27

(73)Patentinhaber: Zeppelin Systems GmbH
88045 Friedrichshafen (DE)

(72)Erfinder:
  • KREIS, Henning
    34292 Ahnatal/Heckershausen (DE)
  • POLLER, Stephan
    44787 Bochum (DE)
  • RICHTER, Ralph
    34225 Baunatal (DE)

(74)Vertreter: Specht, Peter et al
Loesenbeck - Specht - Dantz Patent- und Rechtsanwälte Am Zwinger 2
33602 Bielefeld
33602 Bielefeld (DE)


(56)Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 1 738 862
EP-A2- 2 146 092
WO-A1-94/16804
WO-A1-2014/071993
DE-A1- 4 005 219
DE-B- 1 089 368
DE-U1- 8 814 068
US-A- 4 135 828
US-A- 5 158 434
US-B1- 6 331 070
EP-A2- 0 211 279
EP-B1- 0 963 242
WO-A1-2012/116883
DE-A1- 2 135 531
DE-A1- 19 848 536
DE-B- 1 278 409
US-A- 1 981 392
US-A- 4 571 090
US-A1- 2006 092 762
  
      
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Mischer.

    [0002] Ein Mischer ist beispielsweise aus der EP 0963242 B1 oder der DE198 48 536 A1 bekannt. Ein solcher Mischer, insbesondere ein Containermischer, in dem ein wie dort beschriebenes Mischwerkzeug eingesetzt wird, dient insbesondere der Verarbeitung pulver-, grieß- und/oder granulatförmiger Stoffe.

    [0003] Üblicherweise wird bei derartigen Mischern ein mit Mischgut gefüllter Mischbehälter durch einen Mischerkopf verschlossen. Der Mischerkopf weist dabei das Mischwerkzeug auf.

    [0004] Nach dem Verschließen des Mischbehälters mit dem Mischerkopf wird der geschlossene Mischbehälter um eine horizontale Achse um 180° gedreht, so dass das Mischwerkzeug nun oberhalb des Bodens des Mischerkopfes angeordnet ist.

    [0005] Danach erfolgt der eigentliche Mischprozess, bei dem sich das Mischwerkzeug üblicherweise um eine vertikale Achse in dem Mischbehälter dreht.

    [0006] Der oben beschriebene aus dem Stand der Technik benannte Mischer hat sich in der Praxis an sich bewährt.

    [0007] Aus der US 2006/0092762 A1 ist ein Mischwerkzeug bekannt, bei dem an der Vorder- und der Rückkante von sich radial zu einer Nabe erstreckenden Flügeln winklig zum Flügel ausgerichtete Außenflügel angeformt sind, deren Höhe senkrecht zur Drehebene des jeweiligen Flügels in Drehrichtung der Nabe betrachtet bis nahe eines hinteren Endes zunehmend ausgebildet ist und anschließend bogenförmig wieder abnimmt.

    [0008] Als problematisch bei diesem oder anderen aus dem Stand der Technik bekannten Mischern und den darin eingesetzten Mischwerkzeugen ist nach wie vor eine relativ hoher Temperatureintrag, bewirkt durch die Durchmischung des Mischgutes mit den sich drehenden Werkzeugflügeln des Mischwerkzeugs.

    [0009] Problematisch sind außerdem während des Durchmischens des Mischgutes entstehende Ablagerungen an der Seiteninnenwand sowie dem Boden des Mischerkopfes unterhalb des Mischwerkzeugs, zu deren Vermeidung eine hohe Rotationsgeschwindigkeit erforderlich ist, welche allerdings den Nachteil hoher Temperatureinträge in das Mischgut hat.

    [0010] Auch eine Heranführung der Werkzeugflügel nahe an die Seiteninnenwand oder nahe zum Boden geht mit einer Erhöhung der Leistungsaufnahme des Mischers und hoher Temperatureinträge in das Mischgut einher.

    [0011] EP 0 211 279 A2 und DE 40 05 219 A1 offenbaren jeweils einen Mischer mit einigen Merkmalen des Anspruchs 1.

    [0012] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Mischer mit einem Mischwerkzeug bereitzustellen, mit dem eine qualitativ gute Durchmischung bei geringen Temperatureinträgen und geringer Leistungsaufnahme sowie Reduzierung verbleibender Ablagerungen ermöglicht ist.

    [0013] Weitere Aufgabe der Erfindung ist es, einen Mischer mit geringer Leistungsaufnahme bereitzustellen, der überdies einfacher zu reinigen ist.

    [0014] Diese Aufgaben werden durch einen Mischer mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

    [0015] Vorteilhafte Ausführungsvarianten sind in den Unteransprüchen angegeben.

    [0016] Der erfindungsgemäße Mischer, insbesondere ein Containermischer, weist einen Mischbehälter und einen Mischerkopf mit einem Boden, einer zylindrischen Seiteninnenwand, einem an dem Boden des Mischerkopfes drehbar gelagerten Mischwerkzeug und einen Werkzeugantrieb für das Mischwerkzeug auf. Das Mischwerkzeug weist eine Nabe auf, an der wenigstens zwei radial oder annähernd radial zu einer Drehachse der Nabe vorstehende Flügel angeordnet sind.

    [0017] Die Flügel sind derart geformt, dass deren maximale Dicke in einem, in Rotationsrichtung der Nabe betrachtet, vorderem Abschnitt der Flügel liegt.

    [0018] Wie sich überraschend gezeigt hat, ist bei einer derartigen Ausrichtung der Flügel eine gegenüber Mischwerkzeugen mit beispielsweise keilförmigen Mischflügeln, die an ihrer in Laufrichtung betrachteten Vorderkante ihre minimale Dicke haben, eine verbesserte Durchmischung des Mischguts erreichen.

    [0019] Die Flügel sind tragflächenförmig geformt, mit einer konvex geformten Oberseite mit im Wesentlichen in Drehrichtung der Nabe nach hinten abnehmender Krümmung sowie einer Unterseite, die von einem konvex gekrümmten, in Drehrichtung der Nabe vorderen Abschnitt stetig in einen konkav gekrümmten hinteren Abschnitt übergeht.

    [0020] Die tragflächenförmige Gestalt der Flügel eines solchen Mischwerkzeugs ist in vielerlei Hinsicht vorteilhaft.

    [0021] So kann ein solches Mischwerkzeug aufgrund der durch die Bewegung der Flügel hervorgerufenen verbesserten Auftriebswirkung auf das Mischgut und den geringen Luftwiderstand eines derart geformten Flügels bei vergleichsweise niedriger Laufgeschwindigkeit eine gute Durchmischung des Mischguts erreichen.

    [0022] Solche Flügel können in einem ausreichend großen Abstand vom Boden des Mischerkopfes beabstandet positioniert werden, so dass auch für eine Reinigung des Mischwerkzeuges und des Mischers eine Demontage des Mischwerkzeugs nicht notwendig ist, was mit einer großen Zeitersparnis einhergeht.

    [0023] Die freien Enden der Flügel weisen jeweils einen winklig zum jeweiligen Flügel ausgerichteten Außenflügel auf.

    [0024] Durch einen solchen Außenflügel wird die Verwirbelung des Mischgutes bei der Rotation des Mischwerkzeugs reduziert, so dass dadurch eine Laminarströmung begünstigt wird, mit der das Mischgutes durchmischt wird, was zur Vermeidung von Ablagerungen am Mischwerkzeug und der Seitenwand des Mischers beiträgt.

    [0025] Die Außenflügel sind dabei keilförmig ausgebildet, mit einer konvex geformten Frontfläche.

    [0026] Insbesondere sind die Außenflügel länglich zur Drehachse der Nabe gekippt ausgerichtet.

    [0027] Zur einfachen Herstellung eines solchen Mischwerkzeugs sind die Außenflügel am freien Ende der Flügel bevorzugt montiert. Denkbar ist auch eine einstückige Anformung der Außenflügel am freien Ende der Flügel. Ebenso bevorzugt sind die Flügel an der Nabe montiert.

    [0028] Bei dem erfindungsgemäßen Mischer ist nach einer bevorzugten Ausführungsvariante die Spannweite der Flügel des Mischwerkzeugs derart bemessen, dass der Abstand eines radial äußeren Randes der Flügel von der Seiteninnenwand des Mischerkopfes zwischen 5 % und 60 % der Spannweite der Flügel beträgt.

    [0029] Insbesondere größere Abstände der äußeren Ränder der Flügel von der Seiteninnenwand sind dabei für die Reinigung des Mischbehälters von Vorteil.

    [0030] Durch die tragflächenförmige Gestaltung der Flügel ist trotz eines relativ großen Abstandes der Flügel von der Seiteninnenwand des Mischerkopfes oder des Mischbehälters eine hinreichende Sogwirkung einerseits für die Durchmischung des Mischguts und zum zweiten zur Verhinderung von Ablagerungen an der Seiteninnenwand gewährleistet.

    [0031] Bevorzugt beträgt auch der Abstand der Unterseite der Flügel vom Boden des Mischerkopfes zwischen 1 % und 35 % der Spannweite der Flügel.

    [0032] Auch hier sind insbesondere größere Abstände der Flügel vom Boden des Mischerkopfes für die Reinigung des Mischers von besonderem Vorteil.

    [0033] Der Übergang zwischen dem Boden und der Seiteninnenwand ist nach einer bevorzugten Ausführungsvariante stetig, insbesondere als Kreisumfangsabschnitt ausgebildet, was für einen zusätzlichen Auftrieb des Mischgutes bei Rotation des Mischwerkzeugs sorgt.

    [0034] Denkbar ist auch, den Übergang zwischen Boden und der Seiteninnenwand unstetig als Winkel, insbesondere als rechten Winkel auszubilden.

    [0035] Durch die tragflächenförmige Gestaltung der Flügel ist auch bei einer solchen Geometrie nach wie vor eine hinreichende Durchmischung des Mischgutes, bedingt durch die hinreichend große Auftriebskraft, erzeugt durch die tragflächenförmigem Flügel, ermöglicht.

    [0036] Diese ermöglicht insbesondere auch eine besonders kostengünstige Herstellung eines Mischerkopfes, bei dem der Boden als ebene, kreisscheibenförmige Platte ausgebildet sein kann, an die sich eine umfängliche Seitenwand als Teil des auf den Mischerkopf aufsetzbaren Mischbehälters anschließen kann.

    [0037] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
    Fig. 1
    eine Seitenansicht einer Ausführungsvariante eines Mischers mit Mischbehälter und Mischkopf,
    Fig. 2
    eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsvariante eines Mischerkopfes mit darin angeordnetem Mischwerkzeug,
    Fig. 3
    eine Darstellung einer alternativen Ausführungsvariante eines Mischerkopfes mit durchgängig ebenem Boden,
    Fig. 4
    eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsvariante eines Mischwerkzeuges,
    Fig. 5
    eine Draufsicht auf das in Fig. 4 gezeigte Mischwerkzeug,
    Fig. 6
    eine Seitenansicht auf das in Fig. 4 gezeigte Mischwerkzeug,
    Fig. 7
    eine Querschnittsansicht eines Flügels des Mischwerkzeugs entlang einer in Fig. 5 mit III bezeichneten Schnittebene, und
    Fig. 8
    eine Querschnittsansicht eines Außenflügels des Mischwerkzeugs entlang einer in Fig. 6 mit IV bezeichneten Schnittebene.


    [0038] In der nachfolgenden Figurenbeschreibung beziehen sich Begriffe wie oben, unten, links, rechts, vorne, hinten usw. ausschließlich auf die in den jeweiligen Figuren gewählte beispielhafte Darstellung und Position des Mischwerkzeugs, der Nabe, der Flügel, der Außenflügel und dergleichen. Diese Begriffe sind nicht einschränkend zu verstehen, d.h., durch verschiedene Arbeitsstellungen oder die spiegelsymmetrische Auslegung oder dergleichen können sich diese Bezüge ändern.

    [0039] In der Fig. 1 ist mit dem Bezugszeichen 1 insgesamt ein Mischer für pulver-, grieß- und/oder granulatförmiger Stoffe bezeichnet. Der Mischer 1 weist dabei im Wesentlichen einen Mischbehälter 8 auf, auf den ein Mischerkopf 2 aufsetzbar ist und mit dem der Mischbehälter 8 verschließbar ist.

    [0040] Der Mischbehälter 8 und der Mischerkopf 2 sind dabei an einem Ständer 12 gehaltert. An dem Ständer 12 ist dabei eine Schwenkanordnung zur Verschwenkung des Mischbehälters 8 und des Mischerkopfes 2 um eine horizontale Drehachse 11 mithilfe eines Schwenkantriebs 13 angeordnet, um den Mischbehälter 8 aus einer Befüllungsstellung, in der die von dem Mischerkopf 2 zu verschließende Öffnung des Mischbehälters 8 nach oben ausgerichtet ist, in eine Arbeitsstellung, bei der der Mischbehälter 8, durch den Mischkopf 2 verschlossen, um 180° verschwenkt nach erfolgter Befüllung mit dem zu mischenden Mischgut so verschwenkt ist, dass der Mischerkopf 2 unterhalb des Mischbehälters 8 positioniert ist. Am dem Mischerkopf gegenüber liegenden Ende des Mischbehälters 8 ist ein Auslass 9 vorgesehen, durch den das fertig gemischte Mischgut aus dem Mischbehälters 8 abgeführt werden kann.

    [0041] In dem Mischerkopf 2 ist ein Mischwerkzeug 3 angeordnet, das über einen Antrieb 7 parallel zu einem Boden 21 des Mischerkopfes 2 rotierbar auf einer den Boden 21 des Mischerkopfes 2 durchtretenden und von dem Antrieb 7 antreibbare Antriebsachse 10 gelagert ist. Auf der Antriebsachse 10 ist eine Nabe 4 des Mischwerkzeugs 3 drehfest befestigt.

    [0042] Eine Ausführungsvariante eines solchen Mischwerkzeugs 3, angeordnet in zwei unterschiedlichen Varianten eines Mischerkopfes 2, ist in den Figuren 2 und 3 gezeigt. Die Figuren 4 bis 6 zeigen eine bevorzugte Ausführungsvariante des Mischwerkzeuges 3 in einer Einzeldarstellung aus unterschiedlichen Perspektiven.

    [0043] Das Mischwerkzeug 3 weist drei radial oder annähernd radial zu einer der Antriebsachse 10 des Antriebs 7 entsprechenden Drehachse A vorstehende Flügel 5 auf.

    [0044] Denkbar ist es auch, nur zwei oder mehr als drei solcher Flügel 5 an der Nabe 4 anzuordnen.

    [0045] Die Flügel 5 sind dabei so geformt, dass deren maximale Dicke dmax in einem, in Rotationsrichtung R der Nabe 4 betrachtet, vorderem Abschnitt 53 der Flügel 5 liegt. In einem hinteren Abschnitt 54 der Flügel nimmt die Dicke d der Flügel langsam ab.

    [0046] Wie in Figur 7 zu erkennen ist, sind die Flügel 5 bevorzugt tragflächenförmig geformt. Als tragflächenförmig wird hier eine Formgestalt der Flügel bezeichnet, bei der eine konvex geformten Oberseite 51 mit im Wesentlichen in Drehrichtung D der Nabe 4 nach hinten abnehmender Krümmung ausgebildet ist und bei der eine Unterseite 52 der Flügel 5 von einem konvex gekrümmten, in Drehrichtung D der Nabe 4 vorderen Abschnitt 52a stetig in einen konkav gekrümmten hinteren Abschnitt 52b übergeht.

    [0047] Die Flügel 5 können dabei parallel oder winklig zu einer Ebene senkrecht zur Drehachse A der Nabe 4 gekippt ausgerichtet sein. So sind die Flügel 5 bevorzugt um 0° bis 45° zur Horizontalen nach außen ansteigend ausgerichtet.

    [0048] In radialer Erstreckung sind die Flügel 5 bevorzugt eben ausgebildet. Denkbar ist aber auch, die Flügel 5 gebogen oder geknickt auszubilden. So ist es beispielsweise denkbar, dass die Flügel 5 sich ausgehend von der Nabe 4 zunächst parallel oder winklig zu einer Ebene senkrecht zur Drehachse A der Nabe 4 gekippt ausgerichtet erstrecken und in einem von der Nabe 4 entfernten Bereich nach oben oder unten umzubiegen oder abzuknicken.

    [0049] An den freien Enden der Flügel 5 ist jeweils einen winklig zum jeweiligen Flügel 5 ausgerichteter Außenflügel 6 angeordnet. Die Flügel 5 sind dabei bevorzugt in radiale Richtung parallel und beabstandet zum Boden 21 des Mischerkopfes 2 ausgerichtet. Die Außenflügel 6 sind bevorzugt keilförmig ausgebildet, mit einer konvex geformten Frontfläche 61, die sich in Drehrichtung D der Nabe 4 beim Mischprozess betrachtet, nach hinten zu einem keilförmigen Bereich 62 verjüngen.

    [0050] Wie in den Figuren 2 bis 4 und 6 gezeigt ist, sind die Außenflügel 6 bevorzugt senkrecht zur Längsachse der Flügel 5 ausgerichtet, wobei die konvex geformte Frontfläche 61 der Außenflügel 6 bevorzugt um 15° bis 45°, insbesondere um 20°, aus der Vertikalen nach hinten gekippt ausgerichtet sind.

    [0051] Des Weiteren ist, wie in Figur 5 gezeigt ist, die Flügelbreite b der Flügel 5 mit von der Nabe 4 zunehmendem Abstand abnehmend ausgebildet. Die an der Nabe 4 angeordneten Flügel 5 sind des Weiteren bevorzugt in gleichem Winkelabstand voneinander angeordnet. Die Außenflügel 6 sind bevorzugt am freien Ende der Flügel 5 montiert.

    [0052] Denkbar ist prinzipiell aber auch eine einstückige Ausführung der Flügel 5 mit den Außenflügeln 6, beispielsweise durch ein Umknicken der Flügel 5 am äußeren Ende, wie es weiter oben beschrieben ist.

    [0053] Die Flügel 5 selbst sind bevorzugt an der Nabe 4 drehfest montiert. Denkbar ist prinzipiell aber auch eine einstückige Ausführung der Flügel 5 mit der Nabe 4.

    [0054] Wie in den Figuren 2 und 3 des Weiteren erkennbar ist, sind die Außenflügel 6 abständig von zylindrischen Seiteninnenwänden 22 des Mischerkopfes 2 angeordnet.

    [0055] Der Mischerkopf 2 ist in den in den Figuren 2 und 3 gezeigten Ausführungsvarianten topfförmig ausgebildet, mit einem ebenen Boden 21 und einer sich an den Boden 21 umfänglich anschließenden Seiteninnenwand 22.

    [0056] Der Übergang zwischen dem Boden 21 und der Seiteninnenwand 22 ist hier stetig, insbesondere als Kreisumfangsabschnitt ausgebildet.

    [0057] Die Spannweite der Flügel 5 ist bevorzugt derart bemessen, dass der Abstand eines radial äußeren Randes der Flügel 5 von der Seiteninnenwand 22 des Mischerkopfes 2 zwischen 5 % und 60 % der Spannweite I der Flügel 5 beträgt.

    [0058] Ein solcher Abstand ermöglicht einerseits eine hinreichende Durchmischung des Mischgutes, hervorgerufen durch die Sogwirkung des rotierenden Mischwerkzeugs 3.

    [0059] Zum zweiten ist durch die Beabstandung der Flügel 5 bzw. der Außenflügel 6 von der Seiteninnenwand 22 des Mischerkopfes 2 eine Reinigung des Mischerkopfes 2 bei eingebautem Mischwerkzeug 3 ermöglicht, ohne dies demontieren zu müssen.

    [0060] Der Abstand der Unterseite 52 der Flügel 5 vom Boden 21 des Mischerkopfes 2 beträgt bevorzugt zwischen 1 % und 35 % der Spannweite I der Flügel 5, besonders bevorzugt zwischen 5 % bis 15 %.

    [0061] Die tragflächenförmige Ausformung der Flügel 5 ermöglicht auch hier einen hinreichend großen Abstand der Flügel 5 vom Boden 21 des Mischerkopfes 2, um eine Reinigung ohne Demontage des Mischwerkzeugs 3 durchführen zu können und gleichzeitig bei Rotation des Mischwerkzeugs 3 eine hinreichend große Sogwirkung zu erreichen, um das in dem Mischer 1 zu durchmischende Mischgut hinreichend zu durchmischen, wobei die durch die Tragflächenform der Flügel 5 verursachte Sogwirkung gleichzeitig zur Vermeidung von Ablagerungen auf dem Boden 21 des Mischerkopfes 2 beiträgt.

    [0062] Bei der in Figur 3 dargestellten Ausführungsvariante des Mischerkopfes 2 ist der Boden 21 des Mischerkopfes 2 scheibenförmig geformt, so dass auf diesem unmittelbar der Mischbehälter 8 aufsetzbar ist, so dass in diesem Fall die sich umfänglich an den Boden 21 anschließende Seitenwand 22 als Teil des auf den Mischerkopf 2 aufsetzbaren Mischbehälters 8 ausgebildet ist.

    [0063] Neben der in den Figuren 2 und 3 dargestellten Positionierung des Mischerkopfes 2 ist es auch denkbar, das Mischwerkzeug 3 um 180° gedreht um eine horizontale Drehachse in dem Mischerkopf 2 zu positionieren.

    [0064] Dadurch wird erreicht, dass das zu mischende Mischgut entsprechend im rotierenden Zustand des Mischwerkzeuges 3 in Richtung des Bodens 21 des Mischerkopfes 2 gedrückt bzw. gesogen wird.

    Bezugszeichenliste:



    [0065] 
    1
    Mischer
    2
    Mischerkopf
    3
    Mischwerkzeug
    4
    Nabe
    5
    Flügel
    6
    Außenflügel
    7
    Werkzeugantrieb
    8
    Mischbehälter
    9
    Auslass
    10
    Antriebsachse
    11
    Drehachse
    12
    Ständer
    13
    Schwenkantrieb
    21
    Boden
    22
    Seiteninnenwand
    23
    Seitenaußenwand
    51
    Oberseite
    52
    Unterseite
    52a
    erster Abschnitt
    52b
    zweiter Abschnitt
    53
    vorderer Abschnitt
    54
    hinterer Abschnitt
    61
    Frontfläche
    62
    keilförmiger Bereich
    A
    Drehachse
    b
    Flügelbreite
    D
    Drehrichtung
    I
    Spannweite



    Ansprüche

    1. Mischer (1) für pulver-, grieß- und/oder granulatförmige Stoffe, aufweisend einen Mischbehälter (8) und einen Mischerkopf (2) mit einem Boden (21), einer zylindrischen Seiteninnenwand (22), einem an dem Boden (21) des Mischerkopfes (2) drehbar gelagerten Mischwerkzeug (3) und einen Werkzeugantrieb (7) für das Mischwerkzeug (3), wobei das Mischwerkzeug (3) eine Nabe (4) aufweist, an der wenigstens zwei radial oder annähernd radial zu einer Drehachse (A) der Nabe (4) vorstehende Flügel (5) mit in Drehrichtung (D) der Nabe (4) betrachtet variabler Dicke (d) angeordnet sind, wobei die Flügel (5) tragflächenförmig geformt sind, wobei die Flügel (5) mit einer konvex geformten Oberseite (51) mit im Wesentlichen in Drehrichtung (D) der Nabe (4) nach hinten abnehmender Krümmung und einer Unterseite (52), die von einem konvex gekrümmten in Drehrichtung (D) der Nabe (4) vorderen Abschnitt (52a) stetig in einen konkav gekrümmten hinteren Abschnitt (52b) übergeht, geformt sind und wobei die freien Enden der Flügel (5) jeweils einen winklig zum jeweiligen Flügel ausgerichteten Außenflügel (6) aufweisen, wobei die Flügel (5) derart geformt sind, dass deren maximale Dicke (dmax) in einem, in Drehrichtung (D) der Nabe (4) betrachtet, vorderem Abschnitt (53) der Flügel (5) liegt, und dass die Außenflügel (6) keilförmig ausgebildet sind, mit einer konvex geformten Frontfläche (61).
     
    2. Mischer (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenflügel (6) winklig zur Drehachse (A) der Nabe (4) gekippt ausgerichtet sind.
     
    3. Mischer (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flügel (5) winklig zu einer Ebene senkrecht zur Drehachse (A) der Nabe (4) gekippt ausgerichtet sind.
     
    4. Mischer (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flügel (5) gebogen oder geknickt ausgebildet sind.
     
    5. Mischer (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flügelbreite (b) der Flügel (5) mit von der Nabe (4) zunehmendem Abstand abnimmt.
     
    6. Mischer (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Nabe (4) drei Flügel (5) in gleichem Winkelabstand voneinander angeordnet sind.
     
    7. Mischer (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannweite (I) der Flügel (5) derart bemessen ist, dass der Abstand eines radial äußeren Randes der Flügel (5) von der Seiteninnenwand (22) des Mischerkopfes (2) zwischen 5 % und 60 % der Spannweite (I) der Flügel (5) beträgt.
     
    8. Mischer (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Unterseite (52) der Flügel (5) vom Boden (21) des Mischerkopfes (2) zwischen 1 % und 35 % der Spannweite (I) der Flügel (5) beträgt.
     
    9. Mischer (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Übergang zwischen dem Boden (21) und der Seiteninnenwand (22) stetig, insbesondere als Kreisumfangsabschnitt, oder unstetig als Winkel, insbesondere als rechter Winkel, ausgebildet ist.
     
    10. Mischer (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mischerkopf (2) topfförmig mit dem Boden (21) und einer sich an diesen umfänglich anschließenden Seitenwand (22) ausgebildet ist.
     
    11. Mischer (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (2) des Mischerkopfes (2) scheibenförmig und die sich an diesen umfänglich anschließende Seitenwand (22) als Teil des auf den Mischerkopf (2) aufsetzbaren Mischbehälters (8) ausgebildet ist.
     


    Claims

    1. Mixer (1) for powdery, gritty and/or granular materials, comprising a mixing container (8) and a mixer head (2) having a bottom (21), a cylindrical side inner wall (22), a mixing tool (3) rotatably mounted on the bottom (21) of the mixer head (2) and a tool drive (7) for the mixing tool (3), wherein the mixing tool (3) has a hub (4) on which at least two vanes (5) projecting radially or approximately radially to an axis of rotation (A) of the hub (4) and having a variable thickness (d) as viewed in the direction of rotation (D) of the hub (4) are arranged, wherein the vanes (5) are wing-shaped, wherein the vanes (5) are designed with a convexly shaped upper side (51) having a curvature decreasing rearwardly substantially in the direction of rotation (D) of the hub (4) and a lower side (52) which smoothly changes from a convexly curved front section (52a) in the direction of rotation (D) of the hub (4) to a concavely curved rear section (52b), and wherein the free ends of the vanes (5) each have an outer vane (6) oriented at an angle to the respective vane, wherein the vanes (5) are shaped in such a way that their maximum thickness (dmax) lies in a front section (53) of the vanes (5), as viewed in the direction of rotation (D) of the hub (4), and that the outer vanes (6) are wedge-shaped, having a convexly shaped front surface (61).
     
    2. Mixer (1) according to claim 1, characterized in that the outer vanes (6) are oriented tilted at an angle to the axis of rotation (A) of the hub (4).
     
    3. Mixer (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the vanes (5) are oriented tilted at an angle to a plane perpendicular to the axis of rotation (A) of the hub (4).
     
    4. Mixer (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the vanes (5) are formed in a bent or kinked manner.
     
    5. Mixer (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the width (b) of the vanes (5) decreases with increasing distance from the hub (4).
     
    6. Mixer (1) according to one of the preceding claims, characterized in that three vanes (5) are arranged at the hub (4) at the same angular distance from one another.
     
    7. Mixer (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the span (I) of the vanes (5) is dimensioned in such a way that the distance of a radially outer edge of the vanes (5) from the side inner wall (22) of the mixer head (2) is between 5% and 60% of the span (I) of the vanes (5).
     
    8. Mixer (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the distance of the lower side (52) of the vanes (5) from the bottom (21) of the mixer head (2) is between 1% and 35% of the span (I) of the vanes (5).
     
    9. Mixer (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the transition between the bottom (21) and the side inner wall (22) is continuous, in particular as a circumferential section of a circle, or discontinuous as an angle, in particular as a right angle.
     
    10. Mixer (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the mixer head (2) is pot-shaped with the bottom (21) and a side wall (22) adjoining it circumferentially.
     
    11. Mixer (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the bottom (2) of the mixer head (2) is disc-shaped and the side wall (22) circumferentially adjoining it is designed as part of the mixing container (8) which can be placed on the mixer head (2).
     


    Revendications

    1. Mélangeur (1) pour substances pulvérulentes, grumeleuses et/ou granuleuses, présentant un récipient de mélange (8) et une tête de mélangeur (2) avec un fond (21), une paroi intérieure latérale cylindrique (22), un outil de mélange (3) monté tournant sur le fond (21) de la tête de mélangeur (2) et un entraînement d'outil (7) pour l'outil de mélange (3), dans lequel l'outil de mélange (3) présente un moyeu (4) sur lequel sont disposées au moins deux pales (5) faisant saillie radialement ou approximativement radialement par rapport à un axe de rotation (A) du moyeu (4) et ayant une épaisseur (d) variable vue dans le sens de rotation (D) du moyeu (4), dans lequel les pales (5) sont formées comme des surfaces portantes, dans lequel les pales (5) sont formées avec une face supérieure (51) de forme convexe ayant une courbure diminuant vers l'arrière sensiblement dans le sens de rotation (D) du moyeu (4) et une face inférieure (52) qui passe progressivement d'une partie avant (52a), dans le sens de rotation (D) du moyeu (4), à courbure convexe à une partie arrière (52b) à courbure concave, et dans lequel les extrémités libres des pales (5) présentent chacune une pale extérieure (6) orientée angulairement par rapport à la pale respective, dans lequel les pales (5) sont formées de telle sorte que leur épaisseur maximale (dmax) se situe dans une partie avant (53) des pales (5), vue dans le sens de rotation (D) du moyeu (4), et dans lequel les pales extérieures (6) sont réalisées en forme de coin avec une surface avant (61) de forme convexe.
     
    2. Mélangeur (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que les pales extérieures (6) sont orientées de manière à être inclinées angulairement par rapport à l'axe de rotation (A) du moyeu (4).
     
    3. Mélangeur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les pales (5) sont orientées de manière à être inclinées angulairement par rapport à un plan perpendiculaire à l'axe de rotation (A) du moyeu (4).
     
    4. Mélangeur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les pales (5) sont courbées ou pliées.
     
    5. Mélangeur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la largeur de pale (b) des pales (5) diminue avec l'augmentation de la distance par rapport au moyeu (4).
     
    6. Mélangeur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que trois pales (5) sont disposées sur le moyeu (4) à même distance angulaire les unes des autres.
     
    7. Mélangeur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'envergure (I) des pales (5) est dimensionnée de telle sorte que la distance entre un bord radialement extérieur des pales (5) et la paroi intérieure latérale (22) de la tête de mélangeur (2) est comprise entre 5 % et 60 % de l'envergure (I) des pales (5).
     
    8. Mélangeur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la distance entre la face inférieure (52) des pales (5) et le fond (21) de la tête de mélangeur (2) est comprise entre 1 % et 35 % de l'envergure (I) des pales (5).
     
    9. Mélangeur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la transition entre le fond (21) et la paroi latérale intérieure (22) est continue, en particulier réalisée sous la forme d'une partie de circonférence de cercle, ou discontinue sous la forme d'un angle, en particulier sous la forme d'un angle droit.
     
    10. Mélangeur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tête de mélangeur (2) est réalisée en forme de pot avec le fond (21) et une paroi latérale (22) se raccordant à ce dernier circonférentiellement.
     
    11. Mélangeur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le fond (2) de la tête de mélangeur (2) est réalisé en forme de disque et la paroi latérale (22) qui s'y raccorde circonférentiellement sous la forme d'une partie du récipient de mélange (8) pouvant être monté sur la tête de mélangeur (2).
     




    Zeichnung




















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente