(19)
(11)EP 3 432 692 B1

(12)EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45)Hinweis auf die Patenterteilung:
10.06.2020  Patentblatt  2020/24

(21)Anmeldenummer: 18178017.2

(22)Anmeldetag:  15.06.2018
(51)Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H05K 1/02(2006.01)
H05K 1/11(2006.01)

(54)

THERMISCHE KOPPLUNG VON KUPFERSPREIZFLÄCHEN

THERMAL COUPLING OF COPPER HEAT SPREADING SURFACES

COUPLAGE THERMIQUE DE SURFACES DE DISTRIBUTION DE CHALEUR EN CUIVRE


(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30)Priorität: 18.07.2017 AT 506012017

(43)Veröffentlichungstag der Anmeldung:
23.01.2019  Patentblatt  2019/04

(73)Patentinhaber: ZKW Group GmbH
3250 Wieselburg (AT)

(72)Erfinder:
  • Edlinger, Erik
    1090 Wien (AT)

(74)Vertreter: Patentanwaltskanzlei Matschnig & Forsthuber OG 
Biberstraße 22 Postfach 36
1010 Wien
1010 Wien (AT)


(56)Entgegenhaltungen: : 
EP-A2- 2 397 749
EP-A2- 2 685 153
EP-A2- 2 469 593
US-A1- 2004 223 327
  
      
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Leiterplatte, umfassend eine Basisschicht mit einer Ober- und einer Unterseite, wobei zumindest die Oberseite zumindest eine erste Lage von zur Stromführung vorgesehene Leiterbahnen und zumindest ein erstes und ein zweites elektrisches Bauteil aufweist, wobei ferner je einem Bauteil zumindest zwei Leiterbahnen zur Ansteuerung der Bauteile zugeordnet sind, wobei nächst benachbarte Leiterbahnen auf je einer Seite der Basisschicht zur gegenseitigen elektrischen Isolation zueinander beabstandete Grenzflächen aufweisen.

    [0002] Eine Leiterplatte ist im Allgemeinen ein mit Hilfe von Kunstharz verpresstes Laminat aus kupferbeschichteten Kunststoffplatten, wobei heutzutage üblicherweise in Epoxidharz getränkte Glasfasermatten - kurz FR4 (Flame Retardant 4) genannt - für die Herstellung von Leiterplatten verwendet werden.

    [0003] Das üblicherweise aus Kupfer gebildete Leiterbild auf der Ober- und Unterseite wird dabei photochemisch durch Ätzung erzeugt. Die Temperaturbeständigkeit einer solchen Leiterplatte ist allerdings beschränkt. Bei dem für Leiterplatten üblicherweise verwendeten Standardmaterial FR4 liegt die empfohlene Betriebstemperatur bei einer Dauerbelastung bei ungefähr 120 Grad Celsius, abhängig vom jeweiligen Glaspunkt des FR4. Bei höheren Temperaturen kann es zu chemischen Reaktionen, Delamination sowie Verbiegungen und dadurch zu einem Verlust der elektrischen Funktionsfähigkeit kommen. Ebenso altert das entsprechende Lot stärker und neigt zu ungewünschter Diffusion zu einer intermetallischen Zone, die anfälliger für Risse ist.

    [0004] Die auf einer Leiterplatte angeordneten Bauteile, beispielsweise LEDs, besitzen eine ähnliche Temperaturgrenze und müssen entsprechend gekühlt werden bzw. muss dafür gesorgt werden, dass die von diesen Bauteilen erzeugte Wärme abgegeben wird.

    [0005] Es kann sich grundsätzlich um sogenannte Leistungsbauteile handeln, deren produzierte Wärme abgeführt werden soll, beispielsweise Transistoren.

    [0006] Nicht nur die Bauteile können Wärme erzeugen, die abgeführt werden sollte, sondern auch die Leiterbahnen selbst, wenn durch diese ein genügend hoher Strom fließt. Dies kann unter Umständen zu lokalen Zerstörungseffekten führen, die sich auf die gesamte Leiterplatte und deren Funktionalität auswirken können.

    [0007] Die auf einer Leiterplatte angeordneten Leiterbahnen sind im Allgemeinen Leiterflächen mit unterschiedlichen Potentialen, wobei die Größe einer Leiterfläche proportional zur Wärmeabgabe an die Umgebung ist, d.h. eine größere Leiterfläche kann mehr Wärme speichern und diese auch verbessert durch deren größere Oberfläche abgeben.

    [0008] Die Wärmeleitfähigkeit der beteiligten Materialien der verwendeten Bauteile ist im Gegensatz zum Kupfer der Leiterbahnen bzw. der Leiterflächen vergleichsweise schlecht. Die meisten Bauteile, beispielsweise LEDs, besitzen in der Regel nicht die für die notwendige Wärmeübertragung erforderliche Oberflächengröße und würden bei Betrieb ohne hinreichende Kühlung Schaden nehmen.

    [0009] Zur gegenseitigen elektrischen Isolation sind die Grenzflächen der Leiterbahnen bzw. Leiterflächen von nächst benachbarten Leiterbahnen beabstandet zueinander angeordnet. Die Grenzflächen der Leiterbahnen einer Leiterplatte aus dem Stand der Technik verlaufen in der Regel jedoch im Wesentlichen geradlinig zueinander, sodass eine gewünschte Wärmeabfuhr von einer Leiterbahn zu einer nächst benachbarten Leiterbahn, um eine größere Oberfläche zur Wärmeabgabe eines betriebenen Bauteils an die Umgebung zu erhalten, d.h. eine sogenannte Wärmespreizung, nur unzureichend stattfinden kann.

    [0010] Es sei darauf hingewiesen, dass hierfür ein Temperaturgradient bzw. Temperaturgefälle von der Wärme abgebenden Leiterbahn zu einer nächst benachbarten Leiterbahn erforderlich ist. Erst durch eine Wärmeübertragung in die bzw. durch die Leiterplatte bzw. die FR4-Basisschicht und die dortige sogenannte Wärmespreizung kann die Wärme in der Regel ausreichend an die Umgebung abgegeben werden.

    [0011] Relevanter Stand der Technik wird durch EP 2 685 153 A2 und EP 2 469 593 A2 dargestellt.

    [0012] Jedoch führt eine immer kleinere Bauweise solcher Leiterplatten mit einem entsprechenden Layout zu Problemen in der Wärmeabgabe der auf einer Leiterplatte angeordneten Bauteile in die bzw. durch die Leiterplatte, um die Wärme mittels Wärmespreizung abzugeben.

    [0013] Es ist eine Aufgabe der Erfindung eine verbesserte Leiterplatte bereitzustellen, um oben erwähnte Nachteile und andere Einschränkungen des Standes der Technik zu vermeiden.

    [0014] Diese Aufgabe wird durch eine Leiterplatte gemäß Anspruch 1 gelöst. Erfindungsgemäß weisen zumindest die Grenzfläche einer Leiterbahn des ersten Bauteils zumindest abschnittsweise einen ersten Satz Vorsprünge und die Grenzfläche einer dazu nächst benachbarten Leiterbahn des zweiten Bauteils zumindest abschnittsweise einen zweiten Satz Vorsprünge auf, wobei sich der erste Satz Vorsprünge und der zweite Satz Vorsprünge komplementär ergänzen.

    [0015] Unter "komplementär ergänzen" ist in diesem Zusammenhang im Allgemeinen zu verstehen, dass die Sätze von Vorsprüngen so zueinander angeordnet sind und ineinandergreifen, dass der Abstand der jeweiligen Grenzflächen, d.h. der elektrisch isolierende Abstand der nächst benachbarten Leiterbahnen, deren Sätze von Vorsprünge ineinandergreifen, im Wesentlichen gleich bleibt.

    [0016] Mit anderen Worten erzeugt jeder Satz von Vorsprüngen auf einer Grenzfläche auch "Vertiefungen", die sich zwangsläufig ergeben. Die Vorsprünge eines Satzes sind in den entstandenen "Vertiefungen" des anderen angeordnet, und zwar dermaßen, dass die Abstände aller von einer "Vertiefung" umgebenden Seiten eines Vorsprungs im Wesentlichen konstant sind.

    [0017] Im Gegensatz zu den Grenzflächen einer Leiterbahn des ersten Bauteils und einer dazu nächst benachbarten Leiterbahn des zweiten Bauteils, welche Grenzflächen im Wesentlichen über weite Strecken der Leiterplatte geradlinig verlaufen, weisen die erfindungsgemäßen Sätze von Vorsprüngen eine größere Oberfläche der jeweiligen Grenzflächen auf, sodass eine gegenseitige Wärmeabgabe begünstigt wird.

    [0018] Die Wärme übertragenden Grenzflächen könnten beispielsweise zusätzlich durch eine Erhöhung der Kupferstärke der jeweiligen Leiterbahn vergrößert werden.

    [0019] Da im Allgemeinen versucht wird Leiterplatten immer kleiner zu gestalten, tritt das Wärmemanagement solcher Leiterplatten weiter in den Vordergrund, insbesondere bei Leiterplatten, deren Ober- als auch Unterseite mit Leiterbahnen und entsprechenden Bauteilen versehen sind und somit kein Platz für etwaige Kühlkörper zur Verfügung steht.

    [0020] Daher ist durch sich komplementär ergänzende Sätze von Vorsprüngen ein verbessertes Wärmemanagement möglich; die Leiterbahn fungiert selbst als Kühlkörper, dessen Eigenschaften durch die Anordnung der Vorsprünge verbessert wird.

    [0021] Es sei darauf hingewiesen, dass sich die Begriffe "Ober- und Unterseite" nicht auf eine ausgezeichnete Richtung oder Lage der Leiterplatte beziehen, sondern den für einen Fachmann bekannten Fachterminus - im Englischen auch als Top- bzw. Bottom-Layer bezeichnet- entsprechen, wobei die Ober- und Unterseite zueinander abgewandt sind.

    [0022] Im Allgemeinen ist durch die Anordnung der Leiterbahnen auf der Ober- oder Unterseite der Leiterplatte zwischen nächst benachbarten Leiterflächen zweier Leiterbahnen ein solcher Abstand bzw. Zwischenraum gebildet, dass eine elektrische Isolation bei gleichzeitiger Wärmeübertragung durch Wärmeleitung bzw. Konvektion gegeben ist.

    [0023] Wie bereits erwähnt, wird durch die sich komplementär ergänzenden Vorsprünge von nächst benachbarten Leiterbahnen unterschiedlicher Bauteile jeweils eine vergrößerte Oberfläche erzeugt, die eine bessere Wärmeübertragung zwischen zwei nächst benachbarten, aber elektrisch potentialgetrennten Leiterbahnen gewährleistet.

    [0024] Dadurch kann nicht nur die üblicherweise verwendete Wärmeübertragung an die Umgebung über bzw. durch die Basisschicht mit anschließender Wärmespreizung, sondern auch eine Wärmespreizung "in-plane" genutzt werden.

    [0025] Mit dem Begriff "in-plane" ist jeweils die Ober- bzw. die Unterseite der Basisschicht sowie die möglichen Lagen von Leiterbahnen gemeint, auf der die zumindest zwei Bauteile angeordnet sind.

    [0026] Bevorzugt sind solche Vorsprünge abschnittsweise dort angeordnet, wo die Wärmeentwicklung am höchsten ist, beispielsweise im Bereich bzw. auf Höhe des ersten und/oder des zweiten Bauteils.

    [0027] Grundsätzlich ist vorgesehen, dass die zumindest zwei Bauteile die Leiterbahn des jeweils anderen mit Hilfe der sich komplementär ergänzenden Vorsprünge als Wärmespreizfläche nutzen können.

    [0028] Dafür muss allerdings ein Temperaturunterschied zwischen den nächst benachbarten Leiterbahnen der zumindest zwei Bauteile vorhanden sein, da sonst kein Wärmetransport bzw. Wärmeübergang im herkömmlichen Sinn stattfinden kann.

    [0029] Damit ein Temperaturunterschied auftreten kann, sind mindestens zwei Szenarien möglich: 1. die zumindest zwei Bauteile haben gleiche Leistungseinträge, gleiche thermische Package-Widerstände und sind thermisch gleich gut an die Leiterplatte angebunden, 2. die zumindest zwei Bauteile haben unterschiedliche Leistungseinträge, unterschiedliche thermische Package-Widerstände oder sind thermisch unterschiedlich gut an die Leiterplatte angebunden.

    [0030] Falls die zumindest zwei Bauteile Punkt 1 entsprechen, kann ein Temperaturunterschied nur auftreten, wenn diese nicht in gleicher Weise betrieben werden. Hierbei kann beispielsweise vorgesehen sein, dass jeweils immer nur eines der zumindest zwei Bauteile in Betrieb ist und das andere nicht. Dadurch kann die Leiterbahn bzw. die Leiterflächen des temporär nicht betriebenen Bauteils als Wärmespreizfläche zur Wärmeabgabe des temporär betriebenen Bauteils genutzt werden. Ebenso gibt es die Möglichkeit, dass ein Bauteil mit geringerer Leistung betrieben wird bzw. effizienter arbeitet als das andere.

    [0031] Erfindungsgemäß ist auf der Ober- und Unterseite der Leiterplatte je zumindest eine erste Lage von Leiterbahnen angeordnet.

    [0032] Auf der Unterseite sind zumindest ein drittes und viertes Bauteil angeordnet.

    [0033] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass zumindest die Grenzfläche einer Leiterbahn des dritten Bauteils zumindest abschnittsweise einen dritten Satz Vorsprünge und die Grenzfläche einer dazu nächst benachbarten Leiterbahn des vierten Bauteils zumindest abschnittsweise einen vierten Satz Vorsprünge aufweisen, wobei sich der dritte Satz Vorsprünge und der vierte Satz Vorsprünge komplementär ergänzen.

    [0034] Mit Vorteil kann vorgesehen sein, wenn die Sätze von Vorsprüngen der jeweiligen Grenzbereiche der Leiterbahnen als periodisch vorragende Rechtecke ausgebildet sind.

    [0035] Eine Erhöhung der Anzahl der vorragenden Rechtecke vergrößert die Oberfläche, an der Wärme abgeführt werden soll, was zu einem verbesserten Wärmeübertrag führt, wobei es abhängig von der Breite und Länge der Vorsprünge ein Maximum gibt, das im Allgemeinen bei einem Verhältnis von Breite zu Länge bei etwa 1:1 bzw. 1:2 liegt.

    [0036] Jedoch ist eine Leiterfläche durch das jeweilige Leiterbahnenlayout bzw. Leiterbahn in seiner Ausdehnung begrenzt, sodass nur eine begrenzte Anzahl an vorragenden Rechtecken realisierbar ist.

    [0037] Überdies kann eine zu hohe Dichte bzw. eine zu hohe Anzahl an vorragenden Rechtecken und eine zu enge Anordnung der vorragenden Rechtecke zu thermischen Einschnürungen bzw. einem sogenannten "by pass"- Effekt zwischen den Rechtecken führen.

    [0038] Es kann jedoch auch günstig sein, wenn die Sätze von Vorsprüngen der jeweiligen Grenzbereiche der Leiterbahnen als periodisch vorragende Zacken ausgebildet sind.

    [0039] Die oben getroffenen Definitionen und Erläuterungen betreffen ebenso die Ausführungsform mit periodisch vorragenden Zacken.

    [0040] Die Maximalgröße der Vorsprünge hängt stark von der Maximalgröße der Leiterplatte bzw. der Leiterbahn, auf der die jeweiligen Vorsprünge angeordnet sind, ab. So können die Breiten und Längen der Rechtecke variieren, beispielsweise von 1 mm bis 3 cm bzw. von 1 mm bis 6 cm. Für die Zacken können die gleichen Größenordnungen gelten.

    [0041] Ebenso kann es sinnvoll sein, dass der erste und der zweite Satz von Vorsprüngen, die von den jeweiligen Grenzflächen vorragen, die gleiche Fläche einnehmen, d.h. dass sich die Gesamtfläche, die von dem ersten und zweiten Satz Vorsprünge gebildet wird, im Verhältnis 50:50 auf die Sätze von Vorsprüngen aufteilt, ausgehend von jeweils einer Lage von Leiterbahnen. Andere Verhältnisse sind zwar ebenso denkbar, jedoch nicht so effizient wie das Aufteilungsverhältnis von 50:50.

    [0042] Erfindungsgemäß bilden der erste und der zweite Satz von Vorsprüngen eine erste periodische Struktur.

    [0043] Der dritte und der vierte Satz von Vorsprüngen bilden eine zweite periodische Struktur.

    [0044] Wie bereits erwähnt müssen die Länge einer sich wiederholenden Periode der periodischen Strukturen und die Länge der vorragenden Strukturen selbst, bei den oben genannten Beispielen Rechtecke bzw. Zacken, begrenzt werden, da es sonst zu thermischen Einschnürungen kommen kann, welche die Kühlleistung verringern bzw. der "in-plane" Wärmespreizung entgegenstehen.

    [0045] Erfindungsgemäß ist die erste periodische Struktur auf der Oberseite der Leiterplatte derart über der zweiten periodischen Struktur auf der Unterseite der Leiterplatte angeordnet, dass die periodischen Strukturen um eine halbe Periode versetzt zueinander und überlappend angeordnet sind.

    [0046] Mit dem Begriff "überlappend" ist gemeint, dass die von einer Grenzfläche vorragenden Rechtecke, Zacken oder auch andere Strukturen der ersten periodischen Struktur und die von einer Grenzfläche vorragenden Rechtecke, Zacken oder andere Strukturen der zweiten periodischen Struktur, die jedoch um eine halbe Periode versetzt sind, in einer Sicht von oben auf die Oberseite der Leiterplatte bzw. einer Sicht von unten auf die Unterseite der Leiterplatte übereinander angeordnet sind.

    [0047] Es kann vorgesehen sein, dass die Basisschicht im Bereich der übereinanderliegenden ersten und zweiten periodischen Struktur ein Keramik-Inlay aufweist.

    [0048] Eine solche Keramik begünstigt vorzugsweise in diesem Bereich die Wärmeübertragung durch die Basisschicht.

    [0049] Weiters kann es vorteilhaft sein, wenn auf der Oberseite der Leiterplatte ferner zumindest eine zweite Lage von Leiterbahnen angeordnet ist, wobei zumindest die Grenzfläche einer Leiterbahn zumindest abschnittsweise einen ersten Satz Vorsprünge und die Grenzfläche einer dazu nächst benachbarten Leiterbahn zumindest abschnittsweise einen zweiten Satz Vorsprünge aufweisen, wobei sich der erste Satz Vorsprünge und der zweite Satz Vorsprünge komplementär ergänzen.

    [0050] Ebenso kann es vorteilhaft sein, wenn auf der Unterseite der Leiterplatte ferner zumindest eine zweite Lage von Leiterbahnen angeordnet ist, wobei zumindest die Grenzfläche einer Leiterbahn zumindest abschnittsweise einen ersten Satz Vorsprünge und die Grenzfläche einer dazu nächst benachbarten Leiterbahn zumindest abschnittsweise einen zweiten Satz Vorsprünge aufweisen, wobei sich der erste Satz Vorsprünge und der zweite Satz Vorsprünge komplementär ergänzen.

    [0051] Dabei kann es günstig sein, wenn der erste und der zweite Satz von Vorsprüngen der zweiten Lage auf der Oberseite der Leiterplatte eine zweite periodische Struktur bilden.

    [0052] Ebenso kann es günstig sein, wenn der erste und der zweite Satz von Vorsprüngen der zweiten Lage auf der Unterseite der Leiterplatte eine zweite periodische Struktur bilden.

    [0053] Mit Vorteil ist vorgesehen, wenn die erste periodische Struktur der ersten Lage auf der Oberseite der Leiterplatte derart über der zweiten periodischen Struktur der zweiten Lage auf der Oberseite der Leiterplatte angeordnet ist, dass die periodischen Strukturen um eine halbe Periode versetzt zueinander und überlappend angeordnet sind.

    [0054] Es kann weiterhin vorteilhaft sein, wenn die erste periodische Struktur der ersten Lage auf der Unterseite der Leiterplatte derart über der zweiten periodischen Struktur der zweiten Lage auf der Unterseite der Leiterplatte angeordnet ist, dass die periodischen Strukturen um eine halbe Periode versetzt zueinander und überlappend angeordnet sind.

    [0055] Vorteilhafterweise kann zumindest das erste und das zweite Bauteil als optoelektronisches Bauteil ausgebildet sein.

    [0056] Es kann vorgesehen sein, dass zumindest das erste und das zweite Bauteile als LED ausgebildet ist.

    [0057] In einer weiteren Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass zumindest das erste und das zweite Bauteil als Laserdiode ausgebildet sind.

    [0058] Mit Vorteil kann vorgesehen sein, dass zumindest ein Betriebsmodus vorgesehen ist, bei welchem die Bauteile abwechselnd betreibbar sind.

    [0059] Weiters kann es vorteilhaft sein, wenn die Basisschicht aus einem elektrisch isolierenden Verbundwerkstoff gebildet ist.

    [0060] Hierbei kann es günstig sein, wenn die Basisschicht aus FR4 gebildet ist.

    [0061] Für die Erfindung können vor allem auch Leiterplatten vorgesehen sein, die keinen zusätzlichen Kühlkörper verwenden.

    [0062] Ebenso sind aber auch Leiterplatten mit einem zusätzlichen Kühlkörper denkbar, um beispielsweise den Kühlkörper zu entlasten. Hierbei kann es sich beispielsweise um eine IMS (Insulated Metal Substrate) Leiterplatte handeln, die üblicherweise aus Aluminium gefertigt ist und nur auf einer Seite mit einem Leiterbahnenlayout mit Bauteilen versehen ist und üblicherweise mit einem separaten Kühlkörper betrieben wird.

    [0063] Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand von Zeichnungen näher erläutert.

    Hierbei zeigt



    [0064] 

    Fig. 1 einen Ausschnitt einer Leiterplatte mit elektrischen Bauteilen aus dem Stand der Technik,

    Fig. 2 einen Ausschnitt einer beispielhaften Leiterplatte mit elektrischen Bauteilen, wobei nächst benachbarte Leiterbahnen der verschiedenen Bauteile eine sich komplementär ergänzende, periodische Struktur aufweisen,

    Fig. 3 eine Ansicht von oben des Ausschnitts der Leiterplatte aus Fig. 2,

    Fig. 4 eine Ansicht von oben durch den Ausschnitt der Leiterplatte aus Fig. 2 auf die Unterseite der Leiterplatte,

    Fig. 5 einen Ausschnitt der nächst benachbarten Leiterbahnen auf der Ober- und Unterseite der beispielhaften Leiterplatte, wobei sich die periodischen Strukturen der Ober- bzw. Unterseite, welche als vorragende Rechtecke ausgebildet sind, um eine halbe Periode verschoben überlappen,

    Fig. 6 eine Ansicht von oben einer weiteren beispielhaften Leiterplatte,

    Fig. 7 eine Ansicht von oben durch die Leiterplatte aus Fig. 6 auf die Unterseite der Leiterplatte,

    Fig. 8 eine schematische Darstellung der Wärmeentwicklung einer Leiterplatte aus dem Stand der Technik,

    Fig. 9 eine schematische Darstellung der Wärmeentwicklung bzw. Wärmespreizung der beispielhaften Leiterplatte aus Fig. 2, 3 und 4.

    Fig. 10 einen Ausschnitt der nächst benachbarten Leiterbahnen auf der Ober- und Unterseite der beispielhaften Leiterplatte, wobei sich die periodischen Strukturen der Ober- bzw. Unterseite, welche als vorragende Zacken ausgebildet sind, um eine halbe Periode verschoben überlappen,

    Fig. 11 eine Ansicht von oben bzw. eine Draufsicht des Ausschnitts aus Fig. 10, wobei die Unterseite strichliert dargestellt ist,

    Fig. 12 eine weitere Leiterplatte aus dem Stand der Technik mit zwei Lagen von Leiterbahnen auf der Oberseite,

    Fig. 13 eine Leiterplatte mit zwei Lagen von Leiterbahnen auf der Oberseite, welche Lagen jeweils eine periodische Struktur auf den Grenzflächen aufweisen, und

    Fig. 14 eine Leiterplatte mit jeweils zwei Lagen von Leiterbahnen auf der Ober- und Unterseite, wobei die Basisschicht im Bereich der übereinanderliegenden periodischen Strukturen ein Keramik-Inlay aufweist.



    [0065] In Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht eines Ausschnitts einer Leiterplatte 1 aus dem Stand der Technik gezeigt, wobei die Leiterplatte 1 in dieser Figur eine aus FR4 gebildete Basisschicht 110 mit einer Ober- und einer Unterseite 120, 130 umfasst, welche jeweils eine erste Lage 150, 160 von zur Stromführung vorgesehene Leiterbahnen 200 aufweisen, wobei die Oberseite 120 ein erstes 310 und ein zweites Bauteil 320 umfasst, die hier als LED ausgeführt sind. Auf der Unterseite 130 der Basisschicht 110 ist ein drittes 330 und ein viertes Bauteil 340 angeordnet, welche jedoch in der Figur nicht sichtbar sind.

    [0066] Hierbei sind jedem Bauteil 310, 320, 330, 340 jeweils zwei Leiterbahnen 200 mit unterschiedlichen Potentialen zur Ansteuerung zugeordnet, wie unter anderem in Fig. 1 dargestellt. Zur gegenseitigen elektrischen Isolation weisen die Leiterbahnen 200 eine zueinander beabstandete Grenzfläche 210 auf, wobei deren Abstand in der Regel einen gegenseitigen Wärmeübertrag bzw. Wärmeaustausch ermöglicht.

    [0067] Bei einer übermäßigen Wärmeentwicklung eines Bauteils, d.h. wenn Temperaturen erreicht werden, die der optimalen Funktionsweise entgegenstehen, kann und wird die Wärme hauptsächlich durch die Basisschicht 110 und über weitere Wärmespreizung an die Umgebung abgeführt.

    [0068] Fig. 2 zeigt eine beispielhafte Ausführungsform der Erfindung, wobei im Gegensatz zu einer Leiterplatte 1 aus dem Stand der Technik die beabstandete Grenzfläche 210 einer Leiterbahn 200 des ersten Bauteils 310 und die Grenzfläche 210 einer dazu nächst benachbarten Leiterbahn 200 des zweiten Bauteils 320 nicht geradlinig verlaufen, sondern eine erste zueinander komplementäre periodische Struktur 410 aufweisen, die von einem ersten und einem zweiten Satz von Vorsprüngen 401, 402 der jeweiligen Grenzflächen 210 der Leiterbahnen 200 auf der Oberseite 120 gebildet wird, wobei die Sätze von Vorsprünge als periodisch vorragende Rechtecke ausgebildet sind, wie in Fig. 2 zu sehen ist.

    [0069] Es sei darauf hingewiesen, dass aufgrund der Übersichtlichkeit und der weiteren Erklärungen die Figuren lediglich Ausschnitte einer Leiterplatte darstellen und es vorgesehen sein kann, dass weitere Bauteile und Leiterbahnen auf der Basisschicht angeordnet sind.

    [0070] Weiters beziehen sich die Begriffe "Ober- und Unterseite" nicht auf eine ausgezeichnete Richtung oder Lage der Leiterplatte, sondern entspricht den für einen Fachmann bekannten Fachterminus - im Englischen auch als Top- bzw. Bottom-Layer bezeichnet.

    [0071] Ebenso sind räumliche Angaben wie "oben", "unten", "über", "unter" hinsichtlich der Ausrichtungen in den Figuren zu verstehen, falls keine ergänzenden Richtungsangaben bzw. Ausrichtungen zu einer Figur beschrieben sind.

    [0072] Hierzu zeigt Fig. 3 eine Sicht von oben bzw. eine Draufsicht der Oberseite 120 der Leiterplatte 100 aus Fig. 2 mit dem ersten und dem zweiten Bauteil 310, 320 sowie der ersten periodischen Struktur 410.

    [0073] Auf der Unterseite 130 der Basisschicht 110, welche in Fig. 2 jedoch nicht eindeutig zu sehen ist, weisen die Grenzfläche 210 einer Leiterbahn 200 des dritten Bauteils 330 und die Grenzfläche 210 einer dazu nächst benachbarten Leiterbahn 200 des vierten Bauteils 340 auf der Unterseite eine erste zueinander komplementäre Struktur 420 auf, die ebenfalls von den jeweiligen Grenzflächen 210 der Leiterbahnen 200 als periodisch vorragende Rechtecke ausgebildet ist.

    [0074] Hierzu zeigt Fig. 4 eine Sicht von oben bzw. eine Durchsicht auf die Unterseite 130 der Leiterplatte 100 aus Fig. 2 mit dem dritten und dem vierten Bauteil 330, 340 sowie der ersten periodischen Struktur 420 auf der Unterseite.

    [0075] Die ersten periodischen Strukturen 410, 420 weisen beide eine definierte Periode T auf, wobei die ersten periodischen Strukturen 410, 420 in Fig. 2 derart übereinander angeordnet sind, dass die periodischen Strukturen um eine halbe Periode T versetzt zueinander und überlappend angeordnet sind.

    [0076] Mit dem Begriff "überlappend" ist gemeint, dass die von einer Grenzfläche 210 vorragenden Rechtecke der ersten periodischen Struktur 410 auf der Oberseite 120 der Leiterplatte und die von einer Grenzfläche 210 vorragenden Rechtecke der ersten periodischen Struktur 420 der Unterseite 130 der Leiterplatte, welche Strukturen jedoch um eine halbe Periode T versetzt sind, in einer Sicht von oben auf die Oberseite 120 der Leiterplatte 100 bzw. einer Sicht von oben durch die Leiterplatte auf die Unterseite 130 der Leiterplatte 100 übereinander angeordnet sind.

    [0077] Hierzu zeigt Fig. 5 die Leiterbahnen 200 und die Bauteile 310, 320 der Oberseite 120 der Leiterplatte 100 sowie die Leiterbahnen 200 der Unterseite 130 der Leiterplatte 100, wobei die Basisschicht 110 nicht dargestellt ist, um die zueinander um eine halbe Periode T versetzt und überlappend angeordneten periodischen Strukturen 410, 420 besser zu veranschaulichen.

    [0078] Die periodischen Strukturen 410, 420, die jeweils als zueinander komplementär ergänzende, vorragende Rechtecke ausgebildet sind, können auch als von den jeweiligen Grenzflächen 210 vorragende Zacken ausgebildet sein, die sich zueinander komplementär ergänzen, wie in Fig. 6, 7, 10 und 11 gezeigt ist.

    [0079] Fig. 6 zeigt eine Sicht von oben bzw. eine Draufsicht der Oberseite 120 der Leiterplatte 100 mit dem ersten und dem zweiten Bauteil 310, 320 sowie der ersten periodischen Struktur 510, welche in diesem Beispiel von einem ersten und zweiten Satz von Vorsprüngen 501, 502 der jeweiligen Grenzflächen 210 gebildet ist, wobei die Sätze von Vorsprüngen 501, 502 als periodisch vorragende Zacken ausgebildet sind.

    [0080] Fig. 7 zeigt eine Sicht von oben bzw. eine Durchsicht auf die Unterseite 130 der Leiterplatte 100 mit dem dritten und dem vierten Bauteil 330, 340 sowie der ersten periodischen Struktur 520 auf der Unterseite der Leiterplatte, welche in diesem Beispiel als von den jeweiligen Grenzflächen 210 periodisch vorragende Zacken ausgebildet ist.

    [0081] In der bevorzugten Ausführungsform, die in den Figuren gezeigt, aber nicht als einschränkendes Beispiel zu verstehen ist, ist das erste und das zweite Bauteil 310, 320 als LED ausgebildet, wobei diese in einem Betriebsmodus betrieben werden, bei welchem jeweils nur eine der LEDs aktiv bzw. eingeschalten und die andere inaktiv bzw. ausgeschalten ist.

    [0082] Bei diesem Betriebsmodus, der jeweils in Fig. 8 und 9 illustriert ist, wird sichergestellt, dass die der jeweils inaktiven bzw. ausgeschalteten LED zugeordneten Leiterbahnen 200 eine niedrigere Temperatur aufweisen als die Leiterbahnen 200, die der jeweils aktiven bzw. eingeschalteten LED zugeordnet sind.

    [0083] Hierzu zeigt Fig. 8 eine Sicht von oben bzw. eine Draufsicht der Oberseite 120 der Leiterplatte 1 aus dem Stand der Technik mit einer aktiven bzw. eingeschalteten ersten LED 310, deren Aktivität durch eine von links unten, nach rechts oben gerichtete Schraffur dargestellt ist, und einer inaktiven bzw. ausgeschalteten zweiten LED 320.

    [0084] Für weitere Erläuterungen werden Leiterbahnen 200, die dem ersten Bauteil bzw. der ersten LED 310 zugeordnet sind, auch als erstes Leiterbahnenpaar 201 und Leiterbahnen 200, die dem zweiten Bauteil bzw. der zweiten LED 320 zugeordnet sind, auch als zweites Leiterbahnenpaar 202 bezeichnet.

    [0085] Das durch den Betrieb der ersten LED 310 erwärmte Leiterbahnenpaar 201 ist durch eine von links oben, nach rechts unten gerichtete Schraffur gekennzeichnet.

    [0086] Es hat sich gezeigt, dass die Grenzflächen der im Stand der Technik zueinander beabstandeten Leiterbahnenpaare 201, 202, welche Grenzflächen im Wesentlichen geradlinig zueinander verlaufen, keinen ausreichenden, gegenseitigen Wärmeübertrag gewährleisten, sodass, wie im Beispiel aus Fig. 8, das erste Leiterbahnenpaar 201 die Wärme nicht über die zueinander beabstandeten Grenzflächen der Leiterbahnenpaare 201, 202 übertragen kann, selbst wenn, wie im Beispiel aus Fig. 8, das zweite Leiterbahnenpaar 202 aufgrund der inaktiven bzw. ausgeschalteten LED 320 eine niedrigere Temperatur aufweist als das erste Leiterbahnenpaar 201.

    [0087] Im Gegensatz dazu zeigt Fig. 9 eine Sicht von oben bzw. eine Draufsicht auf die Oberseite 120 der Leiterplatte 100 mit einer aktiven bzw. eingeschalteten ersten LED 310, deren Aktivität durch eine von links unten, nach rechts oben gerichtete Schraffur dargestellt ist, und einer inaktiven bzw. ausgeschalteten zweiten LED 320, wobei die erfindungsgemäße erste periodische Struktur 410 auf der Oberseite 120 der Leiterplatte - hier als von den Grenzflächen 210 vorragende, sich zueinander komplementär ergänzende Rechtecke ausgebildet - einen Wärmeübertrag des ersten Leiterbahnenpaares 201, das durch den Betrieb der ersten LED 310 eine höhere Temperatur als das zweite Leiterbahnenpaar 202 aufweist und wie in Fig. 8 durch eine von links oben, nach rechts unten gerichtete Schraffur gekennzeichnet ist, auf die zum ersten Leiterbahnenpaar 201 nächst benachbarte Leiterbahn 200 des zweiten Leiterbahnenpaares 202 ermöglicht, was ebenfalls durch eine von links oben, nach rechts unten gerichtete Schraffur gekennzeichnet ist.

    [0088] Der Wärmeübertrag wird durch die vergrößerte Oberfläche der jeweiligen Grenzflächen 201 der nächst benachbarten Leiterbahnenpaare 201, 202 ermöglicht.

    [0089] Es sei darauf hingewiesen, dass neben dem oben beschriebenen Betriebsmodus auch andere Betriebsmodi möglich sind, solange die Leiterbahnenpaare 201, 202 eine unterschiedlich hohe Temperatur aufweisen, also ein Temperaturgradient zwischen den Leiterbahnenpaaren 201, 202 vorhanden ist.

    [0090] So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass eine LED gedimmt betrieben wird, wohingegen die andere LED mit maximaler Leuchtkraft betrieben wird. Ferner kann vorgesehen sein, dass das erste Bauteil verschieden von dem zweiten Bauteil ist, wobei die beiden Bauteile eine unterschiedlich hohe maximale Betriebstemperatur besitzen.

    [0091] Fig. 10 zeigt wie Fig. 5 die Leiterbahnen 200 und die Bauteile 310, 320 der Oberseite 120 der Leiterplatte 100 sowie die Leiterbahnen 200 der Unterseite 130 der Leiterplatte, wobei die Basisschicht 110 und die Bauteile 330, 340 der Unterseite 130 nicht dargestellt sind. Die periodischen Strukturen 510, 520 sind hierbei als vorragende Zacken der jeweiligen Grenzflächen 210 ausgebildet, wobei sich die periodischen Strukturen um eine halbe Periode T versetzt überlappen.

    [0092] Zur besseren Veranschaulichung zeigt Fig. 11 die Leiterplattenanordnung aus Fig. 10 in einer Sicht von oben, wobei die erste periodische Struktur 520 der Unterseite 130 strichliert dargestellt ist.

    [0093] Fig. 12 zeigt eine weitere Leiterplatte 2 aus dem Stand der Technik mit einem ersten und einem zweiten Bauteil 310, 320, wobei auf der Oberseite dieser Leiterplatte eine zweite Lage 151 von Leiterbahnen 200 angeordnet ist.

    [0094] Fig. 13 zeigt einen Ausschnitt einer Leiterplatte mit einer zusätzlichen zweiten Lage 151 auf der Oberseite der Leiterplatte 100 sowie einem ersten und zweiten Bauteil 310, 320, wobei die Grenzflächen 210 der ersten und der zweiten Lage 150, 151 von Leiterbahnen 200 auf der Oberseite 120 jeweils einen ersten und einen zweiten Satz von Vorsprüngen 401, 402, 405, 406 aufweisen, die jeweils eine periodische Struktur 410, 411 mit einer Periode T bilden, wobei die Sätze von Vorsprüngen 401, 402 von der ersten Lage 150 in dieser Figur nicht zu sehen sind, und wobei die erste periodische Struktur 410 der ersten Lage 150 auf der Oberseite 120 der Leiterplatte 100 derart zu der zweiten periodischen Struktur 411 der zweiten Lage 151 auf der Oberseite 120 der Leiterplatte 100 angeordnet ist, dass die periodischen Strukturen 410, 411 um eine halbe Periode T versetzt zueinander und überlappend angeordnet sind.

    [0095] Der gleiche Sachverhalt trifft in Fig. 14 ebenfalls auf die erste und zweite Lage 160, 161 auf der Unterseite 130 der Leiterplatte zu, wobei die periodischen Strukturen 411, 421 der jeweils zweiten Lagen 160 der Ober- und Unterseite 120, 130 derart übereinander angeordnet sind, dass die periodischen Strukturen 411, 421 um eine halbe Periode T versetzt zueinander und überlappend angeordnet sind.

    [0096] Zusätzlich kann vorgesehen sein, dass in der Basisschicht 110 im Bereich der übereinanderliegenden periodischen Strukturen 410, 411, 420, 421 ein Keramik-Inlay 600 angeordnet ist, wie in Fig. 14 dargestellt ist.
    BEZUGSZEICHENLISTE
    Leiterplatte aus dem Stand der Technik... 1, 2
    Leiterplatte... 100
    Basisschicht... 110
    Oberseite... 120
    Unterseite... 130
    Erste Lage Leiterbahnen... 150, 160
    Zweite Lage Leiterbahnen... 151, 161
    Leiterbahn... 200
    erstes Leiterbahnenpaar... 201
    zweites Leiterbahnenpaar... 202
    Grenzfläche... 210
    Bauteile... 310, 320, 330, 340
    geradlinige Struktur... 400
    erste Sätze Vorsprünge auf der Oberseite... 401, 405, 501
    zweite Sätze Vorsprünge auf der Oberseite... 402, 406, 502
    erste Sätze Vorsprünge auf der Unterseite... 403, 503
    zweite Sätze Vorsprünge auf der Unterseite... 404, 504
    erste periodische Struktur... 410, 420, 510, 520
    zweite periodische Struktur... 411, 421
    Keramik-Inlay... 600



    Ansprüche

    1. Leiterplatte (100), umfassend eine Basisschicht (110) mit einer Ober- und einer Unterseite (120,130), wobei die Ober- und Unterseite (120, 130) der Leiterplatte je zumindest eine erste Lage (150, 160) von zur Stromführung vorgesehene Leiterbahnen (200) und zumindest ein erstes und ein zweites elektrisches Bauteil (310, 320) aufweist, wobei ferner je einem Bauteil (310, 320, 330, 340) zumindest zwei Leiterbahnen (200) zur Ansteuerung der Bauteile zugeordnet sind, wobei nächst benachbarte Leiterbahnen (200) auf je einer Seite (120, 130) der Basisschicht (110) zur gegenseitigen elektrischen Isolation zueinander beabstandete Grenzflächen (210) aufweisen,
    wobei zumindest die Grenzfläche (210) einer Leiterbahn (200) des ersten Bauteils (310) zumindest abschnittsweise einen ersten Satz Vorsprünge (401, 405, 501) und die Grenzfläche (210) einer dazu nächst benachbarten Leiterbahn (200) des zweiten Bauteils (320) zumindest abschnittsweise einen zweiten Satz Vorsprünge (402, 406, 502) aufweisen, wobei sich der erste Satz Vorsprünge (401, 405, 501) und der zweite Satz Vorsprünge (402, 406, 502) komplementär ergänzen, wobei der erste und der zweite Satz von Vorsprüngen (401, 402, 501, 502) der zumindest einen ersten Lage (150) auf der Oberseite (120) der Leiterplatte eine erste periodische Struktur (410, 510) mit einer Periode (T) bilden,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    auf der Unterseite (130) zumindest ein drittes und viertes Bauteil (330, 340) angeordnet sind, wobei zumindest die Grenzfläche (210) einer Leiterbahn (200) des dritten Bauteils (330) zumindest abschnittsweise einen ersten Satz Vorsprünge (403, 503) und die Grenzfläche (210) einer dazu nächst benachbarten Leiterbahn (200) des vierten Bauteils (340) zumindest abschnittsweise einen zweiten Satz Vorsprünge (404, 504) aufweisen, wobei sich der erste Satz Vorsprünge (403, 503) und der zweite Satz Vorsprünge (404, 504) komplementär ergänzen, wobei der erste und der zweite Satz von Vorsprüngen (403, 404, 503, 504) der zumindest einen ersten Lage (160) auf der Unterseite (130) der Leiterplatte eine erste periodische Struktur (420, 520) mit einer Periode (T) bilden, und wobei die erste periodische Struktur (410, 510) der zumindest einen ersten Lage (150) auf der Oberseite (120) der Leiterplatte (100) derart über der ersten periodischen Struktur (420, 520) der zumindest einen ersten Lage (160) auf der Unterseite (130) der Leiterplatte (100) angeordnet ist, dass die periodischen Strukturen (410, 420, 510, 520) um eine halbe Periode (T) versetzt zueinander und überlappend angeordnet sind, wobei vorzugsweise die Basisschicht (110) im Bereich der übereinanderliegenden ersten periodischen Struktur (410, 420, 510, 520) ein Keramik-Inlay aufweist.
     
    2. Leiterplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sätze von Vorsprüngen (401, 402, 403, 404) der jeweiligen Grenzflächen (210) der Leiterbahnen (200) als vorragende Rechtecke ausgebildet sind.
     
    3. Leiterplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sätze von Vorsprüngen (501, 502, 503, 504) der jeweiligen Grenzflächen (210) der Leiterbahnen (200) als vorragende Zacken ausgebildet sind.
     
    4. Leiterplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Oberseite (120) der Leiterplatte ferner zumindest eine zweite Lage (151) von Leiterbahnen (200) angeordnet ist, wobei zumindest die Grenzfläche (210) einer Leiterbahn (200) zumindest abschnittsweise einen ersten Satz Vorsprünge (405) und die Grenzfläche (210) einer dazu nächst benachbarten Leiterbahn (200) zumindest abschnittsweise einen zweiten Satz Vorsprünge (406) aufweisen, wobei sich der erste Satz Vorsprünge (405) und der zweite Satz Vorsprünge (406) komplementär ergänzen.
     
    5. Leiterplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Unterseite (130) der Leiterplatte ferner zumindest eine zweite Lage (161) von Leiterbahnen (200) angeordnet ist, wobei zumindest die Grenzfläche (210) einer Leiterbahn (200) zumindest abschnittsweise einen ersten Satz Vorsprünge und die Grenzfläche (210) einer dazu nächst benachbarten Leiterbahn (200) zumindest abschnittsweise einen zweiten Satz Vorsprünge aufweisen, wobei sich der erste Satz Vorsprünge und der zweite Satz Vorsprünge komplementär ergänzen.
     
    6. Leiterplatte nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und der zweite Satz von Vorsprüngen (405, 406) der zweiten Lage (151) auf der Oberseite (120) der Leiterplatte eine zweite periodische Struktur (411) mit einer Periode (T) bilden.
     
    7. Leiterplatte nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und der zweite Satz von Vorsprüngen der zweiten Lage (160) auf der Unterseite (130) der Leiterplatte eine zweite periodische Struktur (421) mit einer Periode (T) bilden, wobei vorzugsweise die erste periodische Struktur (410) der ersten Lage (150) auf der Oberseite (120) der Leiterplatte (100) derart zu der zweiten periodischen Struktur (411) der zweiten Lage (151) auf der Oberseite (120) der Leiterplatte (100) angeordnet ist, dass die periodischen Strukturen (410, 411) um eine halbe Periode (T) versetzt zueinander und überlappend angeordnet sind.
     
    8. Leiterplatte nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die erste periodische Struktur (420) der ersten Lage (160) auf der Unterseite (130) der Leiterplatte (100) derart zu der zweiten periodischen Struktur (421) der zweiten Lage (161) auf der Unterseite (130) der Leiterplatte (100) angeordnet ist, dass die periodischen Strukturen (420, 421) um eine halbe Periode (T) versetzt zueinander und überlappend angeordnet sind.
     
    9. Leiterplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest das erste und/oder das zweite Bauteil (310, 320) als optoelektronisches Bauteil ausgebildet ist, wobei vorzugsweise zumindest das erste und/oder das zweite Bauteil (310, 320) als LED ausgebildet ist, wobei insbesonders zumindest das erste und/oder das zweite Bauteil (310, 320) als Laserdiode ausgebildet ist.
     
    10. Leiterplatte nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Betriebsmodus vorgesehen ist, bei welchem die Bauteile (310, 320) abwechselnd betreibbar sind.
     
    11. Kraftfahrzeugscheinwerfer, umfassend eine oder mehrere Leiterplatten (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10.
     


    Claims

    1. A printed circuit board (100) comprising a base layer (110) with a top and a bottom side (120, 130), wherein the top and bottom sides (120, 130) of the printed circuit board each comprise at least one first layer (150, 160) of conductor tracks (200) provided for conducting current and at least one first and one second electrical component (310, 320), wherein further at least two conductor tracks (200) are associated with each component (310, 320, 330, 340) for driving the components, wherein next adjacent conductor tracks (200) on each side (120, 130) of the base layer (110) have mutually spaced boundary surfaces (210) for mutual electrical insulation, wherein at least the boundary surface (210) of a conductor track (200) of the first component (310) has at least in sections a first set of projections (401, 405, 501) and the boundary surface (210) of a conductor track (200) of the second component (320) next thereto has at least in sections a second set of projections (402, 406, 502), wherein the first set of projections (401, 405, 501) and the second set of projections (402, 406, 502) complement each other, wherein the first and the second set of projections (401, 402, 501, 502) of the at least one first layer (150) on the top side (120) of the printed circuit board form a first periodic structure (410, 510) with a period (T),
    characterised in that
    at least one third and one fourth component (330, 340) are arranged on the underside (130), wherein at least the boundary surface (210) of a conductor track (200) of the third component (330) has at least in sections a first set of projections (403, 503) and the boundary surface (210) of a conductor track (200) of the fourth component (340) next thereto has at least in sections a second set of projections (404), 504), wherein the first set of projections (403, 503) and the second set of projections (404, 504) complement each other, wherein the first and the second set of projections (403, 404, 503, 504) of the at least one first layer (160) on the underside (130) of the printed circuit board form a first periodic structure (420, 520) with a period (T), and wherein
    the first periodic structure (410, 510) of the at least one first layer (150) on the upper side (120) of the printed circuit board (100) is arranged in such a way above the first periodic structure (420, 520) of the at least one first layer (160) on the lower side (130) of the printed circuit board (100), in that the periodic structures (410, 420, 510, 520) are arranged offset from one another by half a period (T) and overlapping, preferably the base layer (110) having a ceramic inlay in the region of the first periodic structure (410, 420, 510, 520) lying one above the other.
     
    2. A printed circuit board according to claim 1, characterised in that the sets of projections (401, 402,403,404) of the respective boundary surfaces (210) of the conductor tracks (200) are formed as projecting rectangles.
     
    3. A printed circuit board according to claim 1, characterized in that the sets of projections (501, 502, 503, 504) of the respective boundary surfaces (210) of the conductor tracks (200) are formed as projecting prongs.
     
    4. A printed circuit board according to any one of claims 1 to 3, characterized in that at least one second layer (151) of conductor tracks (200) is further arranged on the upper side (120) of the printed circuit board, wherein at least the boundary surface (210) of a conductor track (200) has at least in sections a first set of projections (405) and the boundary surface (210) of a conductor track (200) next thereto has at least in sections a second set of projections (406), wherein the first set of projections (405) and the second set of projections (406) complement each other in a complementary manner.
     
    5. A printed circuit board according to one of claims 1 to 4, characterized in that at least one second layer (161) of conductor tracks (200) is also arranged on the underside (130) of the printed circuit board, at least the boundary surface (210) of a conductor track (200) having at least in sections a first set of projections and the boundary surface (210) of a conductor track (200) next thereto having at least in sections a second set of projections, the first set of projections and the second set of projections complementing one another in a complementary manner.
     
    6. A printed circuit board according to claim 4 or 5, characterized in that the first and the second set of projections (405, 406) of the second layer (151) on the upper side (120) of the printed circuit board form a second periodic structure (411) with a period (T).
     
    7. A printed circuit board according to any one of claims 4 to 6, characterized in that the first and the second set of projections of the second layer (160) on the underside (130) of the printed circuit board form a second periodic structure (421) with a period (T), preferably the first periodic structure (410) of the first layer (150) on the upper side (120) of the printed circuit board (100) being aligned with the second periodic structure (411) of the second layer (151) on the underside (130) of the printed circuit board (100) in such a way that the first periodic structure (410) of the first layer (150) is aligned with the second periodic structure (411) of the second layer (151) on the upper side (120) of the printed circuit board (100).
     
    8. A printed circuit board according to claim 7, characterized in that the first periodic structure (420) of the first layer (160) on the underside (130) of the printed circuit board (100) is arranged on the underside (130) of the printed circuit board (100) in such a way relative to the second periodic structure (421) of the second layer (161) on the underside (130) of the printed circuit board (100) that the periodic structures (420, 421) are arranged offset from one another by half a period (T) and overlap.
     
    9. A printed circuit board according to one of claims 1 to 8, characterized in that at least the first and/or the second component (310, 320) is designed as an optoelectronic component, preferably at least the first and/or the second component (310, 320) being designed as an LED, in particular at least the first and/or the second component (310, 320) being designed as a laser diode.
     
    10. A printed circuit board according to one of claims 7 to 9, characterized in that at least one operating mode is provided in which the components (310, 320) can be operated alternately.
     
    11. Motor vehicle headlamp comprising one or more printed circuit boards (100) according to one of claims 1 to 10.
     


    Revendications

    1. Carte de circuit imprimé (100) comprenant une couche de base (110) avec une face supérieure et une face inférieure (120, 130), dans laquelle les faces supérieure et inférieure (120, 130) de la carte de circuit imprimé comprennent chacune au moins une première couche (150, 160) de pistes conductrices (200) prévues pour conduire le courant et au moins un premier et un deuxième composants électriques (310, 320), dans lequel en outre au moins deux pistes conductrices (200) sont associées à chaque composant (310, 320, 330, 340) pour l'entraînement des composants, dans lequel des pistes conductrices (200) voisines de chaque côté (120, 130) de la couche de base (110) présentent des surfaces limites (210) espacées les unes des autres pour l'isolation électrique mutuelle, dans lequel au moins la surface limite (210) d'une piste conductrice (200) du premier composant (310) présente au moins par sections un premier ensemble de saillies (401, 405, 501) et la surface limite (210) d'une piste conductrice (200) du deuxième composant (320) voisin présente au moins par sections un deuxième ensemble de saillies (402, 406, 502), dans lequel le premier ensemble de projections (401, 405, 501) et le deuxième ensemble de projections (402, 406, 502) se complètent l'un l'autre, dans lequel le premier et le deuxième ensemble de projections (401, 402, 501, 502) de la au moins une première couche (150) sur la face supérieure (120) de la carte de circuit imprimé forment une première structure périodique (410, 510) avec une période (T),
    caractérisé en ce que
    au moins un troisième et un quatrième composant (330, 340) sont disposés sur la face inférieure (130), dans lequel au moins la surface de délimitation (210) d'une piste conductrice (200) du troisième composant (330) présente au moins par sections un premier jeu de saillies (403, 503) et la surface de délimitation (210) d'une piste conductrice (200) du quatrième composant (340) qui lui fait suite présente au moins par sections un deuxième jeu de saillies (404), 504), dans lequel le premier ensemble de projections (403, 503) et le deuxième ensemble de projections (404, 504) se complètent l'un l'autre, dans lequel le premier et le deuxième ensemble de projections (403, 404, 503, 504) de la au moins une première couche (160) sur la face inférieure (130) de la carte de circuit imprimé forment une première structure périodique (420, 520) avec une période (T), et dans lequel
    la première structure périodique (410, 510) de la au moins une première couche (150) sur la face supérieure (120) de la carte de circuit imprimé (100) est disposée de telle manière au-dessus de la première structure périodique (420,520) de la au moins une première couche (160) sur la face inférieure (130) de la carte de circuit imprimé (100), en ce que les structures périodiques (410, 420, 510, 520) sont disposées décalées les unes par rapport aux autres d'une demi-période (T) et se chevauchent, de préférence la couche de base (110) présentant un inlay céramique dans la zone de la première structure périodique (410, 420, 510, 520) se trouvant l'une au-dessus de l'autre.
     
    2. Carte de circuit imprimé selon la revendication 1, caractérisée en ce que les ensembles de saillies (401, 402, 403, 404) des surfaces limites respectives (210) des pistes conductrices (200) sont formés comme des rectangles en saillie.
     
    3. Carte de circuit imprimé selon la revendication 1, caractérisée en ce que les ensembles de saillies (501, 502, 503, 504) des surfaces limites respectives (210) des pistes conductrices (200) sont formés comme des dents en saillie.
     
    4. Carte de circuit imprimé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'au moins une deuxième couche (151) de pistes conductrices (200) est en outre disposée sur la face supérieure (120) de la carte de circuit imprimé, dans lequel au moins la surface limite (210) d'une piste conductrice (200) présente au moins par sections un premier ensemble de saillies (405) et la surface limite (210) d'une piste conductrice (200) voisine présente au moins par sections un deuxième ensemble de saillies (406), dans lequel le premier ensemble de saillies (405) et le deuxième ensemble de saillies (406) se complètent de manière complémentaire.
     
    5. Carte de circuit imprimé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce qu'au moins une deuxième couche (161) de pistes conductrices (200) est également disposée sur la face inférieure (130) de la carte de circuit imprimé, au moins la surface de délimitation (210) d'une piste conductrice (200) présentant au moins par sections un premier jeu de saillies et la surface de délimitation (210) d'une piste conductrice (200) voisine de celle-ci présentant au moins par sections un deuxième jeu de saillies, le premier jeu de saillies et le deuxième jeu de saillies se complétant de manière complémentaire.
     
    6. Carte de circuit imprimé selon la revendication 4 ou 5, caractérisée en ce que le premier et le deuxième ensemble de saillies (405, 406) de la deuxième couche (151) sur la face supérieure (120) de la carte de circuit imprimé forment une deuxième structure périodique (411) avec une période (T).
     
    7. Carte de circuit imprimé selon l'une quelconque des revendications 4 à 6, caractérisée en ce que le premier et le second jeu de saillies de la seconde couche (160) sur la face inférieure (130) de la carte de circuit imprimé forment une seconde structure périodique (421) avec une période (T), de préférence la première structure périodique (410) de la première couche (150) sur la face supérieure (120) de la carte de circuit imprimé (100) étant alignée avec la seconde structure périodique (411) de la seconde couche (151) sur la face inférieure (130) de la carte de circuit imprimé (100) de telle sorte que la première structure périodique (410) de la première couche (150) est alignée avec la seconde structure périodique (411) de la seconde couche (151) sur la face supérieure (120) de la carte de circuit imprimé (100).
     
    8. Carte de circuit imprimé selon la revendication 7, caractérisée en ce que la première structure périodique (420) de la première couche (160) sur la face inférieure (130) de la carte de circuit imprimé (100) est disposée sur la face inférieure (130) de la carte de circuit imprimé (100) de telle manière par rapport à la deuxième structure périodique (421) de la deuxième couche (161) sur la face inférieure (130) de la carte de circuit imprimé (100) que les structures périodiques (420, 421) sont disposées décalées l'une par rapport à l'autre d'une demi-période (T) et se chevauchent.
     
    9. Carte de circuit imprimé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce qu'au moins le premier et/ou le deuxième composant (310, 320) est conçu comme un composant optoélectronique, de préférence au moins le premier et/ou le deuxième composant (310, 320) étant conçu comme une DEL, en particulier au moins le premier et/ou le deuxième composant (310, 320) étant conçu comme une diode laser.
     
    10. Carte de circuit imprimé selon l'une des revendications 7 à 9, caractérisée en ce qu'il est prévu au moins un mode de fonctionnement dans lequel les composants (310, 320) peuvent être utilisés alternativement.
     
    11. projecteur de véhicule automobile comportant une ou plusieurs cartes de circuits imprimés (100) selon l'une des revendications 1 à 10.
     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente