(19)
(11)EP 3 575 655 A1

(12)EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43)Veröffentlichungstag:
04.12.2019  Patentblatt  2019/49

(21)Anmeldenummer: 18174920.1

(22)Anmeldetag:  29.05.2018
(51)Int. Kl.: 
F16L 3/13  (2006.01)
B60T 17/04  (2006.01)
B60R 16/08  (2006.01)
(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(71)Anmelder: TI Automotive (Fuldabrück) GmbH
34277 Fuldabrück (DE)

(72)Erfinder:
  • Häckel, Andre
    34513 Waldeck (DE)

(74)Vertreter: Andrejewski - Honke Patent- und Rechtsanwälte Partnerschaft mbB 
An der Reichsbank 8
45127 Essen
45127 Essen (DE)

  


(54)ROHRLEITUNGS-BEFESTIGUNGSAGGREGAT UND VERFAHREN ZUR BEFESTIGUNG EINER ROHRLEITUNG AN EINEM BEFESTIGUNGSCLIP


(57) Rohrleitungs-Befestigungsaggregat aus zumindest einem Befestigungsclip und zumindest einer an dem Befestigungsclip fixierten Kraftfahrzeug-Rohrleitung. Die Kraftfahrzeug-Rohrleitung weist eine Außenoberfläche aus Kunststoff auf, die mit dem Befestigungsclip verschweißt ist. Der Befestigungsclip weist zumindest ein Verschweißungselement auf, das zumindest bereichsweise aus einem verschweißbaren Kunststoff besteht, der mit der Außenoberfläche der Rohrleitung verschweißt ist. Das Verschweißungselement ist formschlüssig und/oder kraftschlüssig an dem Befestigungsclip fixiert.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Rohrleitungs-Befestigungsaggregat aus zumindest einem Befestigungsclip und zumindest einer an dem Befestigungsclip fixierbaren bzw. fixierten Kraftfahrzeug-Rohrleitung. Die Erfindung betrifft fernerhin ein Verfahren zur Befestigung einer Kraftfahrzeug-Rohrleitung an einem Befestigungsclip. - Die vorstehend genannten Befestigungsclips dienen zur Befestigung einer Kraftfahrzeug-Rohrleitung in Kraftfahrzeugen. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass eine solche Kraftfahrzeuge-Rohrleitung mit einer Mehrzahl von Befestigungsclips über Ihre Länge befestigt wird bzw. in/an einem Kraftfahrzeug befestigt wird. Dadurch sollen unerwünschte axiale Bewegungen und Rotationsbewegungen der Kraftfahrzeug-Rohrleitung vermieden werden. Die Kraftfahrzeug-Rohrleitung ist insbesondere eine Kraftstoffleitung, eine Rohrleitung für Bremsflüssigkeiten oder eine Rohrleitung für ein fluides Temperiermedium. Andere Anwendungen der erfindungsgemäßen Kraftfahrzeug-Rohrleitung sind möglich. Bei der Kraftfahrzeug-Rohrleitung handelt es sich insbesondere um eine mehrschichte Rohrleitung, bei der eine Mehrzahl von Kunststoffschichten übereinander angeordnet sind.

[0002] Rohrleitungs-Befestigungsaggregate der vorstehend beschriebenen Art sind aus der Praxis in unterschiedlichen Ausführungsformen bekannt. Grundsätzlich ist es zunächst bekannt derartige Rohrleitungen lediglich mechanisch zu fixieren. Eine solche mechanische Fixierung ist aber in der Regel nicht ausreichend, wenn die Kraftfahrzeug-Rohrleitungen aus Kunststoffmaterial bzw. Polymermaterial bestehen. Aufgrund der Fließeigenschaften des Polymermaterials ergeben sich dann vor allem bei erwärmten bzw. erhitzten Rohrleitungen Probleme.

[0003] Es ist bereits bekannt Kraftfahrzeug-Rohrleitungen aus Kunststoffmaterial mit Befestigungselementen zu verschweißen. Hier ist es aber erforderlich, das Befestigungselement bzw. das Material des Befestigungselementes so auszuwählen, dass es mit dem Kunststoffmaterial der Kraftfahrzeug-Rohrleitung kompatibel ist bzw. verschweißbar ist. Bei Kraftfahrzeug-Rohrleitungen aus unterschiedlichen Kunststoffen bzw. mit Außenschichten aus unterschiedlichen Kunststoffen ist somit eine Mehrzahl von Befestigungselementen erforderlich um die einzelnen Kraftfahrzeug-Rohrleitungen sicher durch Verschweißen an dem Befestigungselement fixieren zu können. Das ist insbesondere im Hinblick auf die Herstellung und die Lagerung der Mehrzahl von Befestigungselementen sehr aufwendig und kostspielig.

[0004] In der letzten Zeit hat im Übrigen die Laserverschweißung von Kunststoffkomponenten mehr und mehr an Bedeutung gewonnen. Wenn eine Kraftfahrzeug-Rohrleitung aus Kunststoff mit einem Befestigungselement bzw. Befestigungsclip aus Kunststoff verschweißt werden soll, ist es erforderlich, dass das gesamte Befestigungselement bzw. der gesamte Befestigungsclip für eine funktionssichere Laserverschweißung aus optisch transparentem Material bezüglich der Laserwellenlänge besteht. Das ist verhältnismäßig kostspielig.

[0005] Demgegenüber liegt der Erfindung das technische Problem zugrunde, ein Rohrleitungs-Befestigungsaggregat der eingangs genannten Art anzugeben, bei dem die vorstehend geschilderten Nachteile vermieden werden können und das vor allem eine einfache, wenig aufwendige und kostengünstige Befestigung einer Kraftfahrzeug-Rohrleitung an einem Befestigungsclip erlaubt. Der Erfindung liegt weiterhin das technische Problem zugrunde, ein entsprechendes Verfahren zur Befestigung einer Kraftfahrzeug-Rohrleitung an einem Befestigungsclip anzugeben.

[0006] Zur Lösung dieses technischen Problems lehrt die Erfindung ein Rohrleitungs-Befestigungsaggregat aus zumindest einem Befestigungsclip und zumindest einer an dem Befestigungsclip fixierbaren bzw. fixierten Kraftfahrzeug-Rohrleitung, wobei die Kraftfahrzeug-Rohrleitung eine Außenoberfläche aus Kunststoff aufweist, die mit dem Befestigungsclip verschweißbar ist bzw. verschweißt ist, wobei der Befestigungsclip zumindest ein Verschweißungselement aufweist, das zumindest bereichsweise aus einem verschweißbaren Kunststoff besteht, der mit der Außenoberfläche der Rohrleitung verschweißbar ist bzw. verschweißt ist und wobei das Verschweißungselement formschlüssig und/oder kraftschlüssig und/oder stoffschlüssig - vorzugsweise formschlüssig und/oder kraftschlüssig - an dem Befestigungsclip fixierbar ist bzw. fixiert ist.

[0007] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass eine Kraftfahrzeug-Rohrleitung und eine Mehrzahl von Befestigungsclips das erfindungsgemäße Rohrleitungs-Befestigungsaggregat bilden. Zweckmäßigerweise ist eine Kraftfahrzeug-Rohrleitung mit einer Mehrzahl solcher Befestigungsclips an einem Kraftfahrzeug fixiert, wobei die Befestigungsclips über die Länge der Rohrleitung verteilt angeordnet sind und vorzugsweise in konstanten bzw. im Wesentlichen konstanten Abständen voneinander angeordnet sind.

[0008] Es liegt weiterhin im Rahmen der Erfindung, dass der zumindest eine Befestigungsclip aus Kunststoff bzw. im Wesentlichen aus Kunststoff besteht. Dabei weist der Befestigungsclip zumindest ein - vorzugsweise ein - Verschweißungselement auf, das zumindest bereichsweise aus einem mit der Außenoberfläche der Rohrleitung verschweißbaren Kunststoff besteht. Gemäß einer empfohlenen Ausführungsform besteht ein Verschweißungselement vollständig bzw. im Wesentlichen vollständig aus einem mit der Außenoberfläche der Rohrleitung verschweißbaren Kunststoff.

[0009] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der Befestigungsclip im Übrigen bzw. ansonsten aus einem von dem verschweißbaren Kunststoff des Verschweißungselementes unterschiedlichen Material besteht bzw. zumindest im Wesentlichen besteht. Zweckmäßigerweise besteht der Befestigungsclip zu mindestens 90 Gew.-%, vorzugsweise zu mindestens 95 Gew.-% und bevorzugt zu mindestens 98 Gew.-% aus einem von dem verschweißbaren Kunststoff des Verschweißungselementes unterschiedlichen Material und zwar empfohlenermaßen aus einem von dem verschweißbaren Kunststoff des Verschweißungselementes unterschiedlichen Kunststoff. Es empfiehlt sich, dass der gesamte Befestigungsclip (mitsamt Verschweißungselement) aus Kunststoff bzw. im Wesentlichen aus Kunststoff besteht, wobei die Art bzw. die Eigenschaften des Kunststoffes des Verschweißungselementes einerseits und des übrigen Befestigungsclips andererseits zweckmäßigerweise unterschiedlich ist.

[0010] Nach besonders empfohlener Ausführungsform der Erfindung ist das Verschweißungselement formschlüssig und/oder kraftschlüssig und nicht stoffschlüssig an dem Befestigungsclip fixiert. Zweckmäßigerweise ist das Verschweißungselement lediglich formschlüssig und/oder lediglich kraftschlüssig an dem Befestigungsclip fixiert. Dagegen wird das Verschweißungselement mit der in dem zugeordneten Befestigungsclip aufgenommenen Kraftfahrzeug-Rohrleitung verschweißt und somit stoffschlüssig verbunden.

[0011] Eine empfohlene Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Verschweißungselement mit der Maßgabe an dem Befestigungsclip fixierbar ist bzw. fixiert ist, dass der verschweißbare Kunststoff des Verschweißungselementes zumindest bereichsweise an zumindest einer Seite des Befestigungsclips bzw. des Verschweißungselementes abdeckungsfrei bzw. ohne Zwischenschaltung weiterer Komponenten angeordnet ist. Zweckmäßigerweise handelt es sich bei der genannten Seite des Befestigungsclips bzw. des Verschweißungselementes um die der zu befestigenden Rohrleitung zugewandte Seite des Befestigungsclips bzw. des Verschweißungselementes. Dass das Verschweißungselement an der genannten Seite abdeckungsfrei und ohne Zwischenschaltung weiterer Komponenten angeordnet ist, meint im Rahmen der Erfindung insbesondere, dass das Verschweißungselement bzw. der verschweißbare Kunststoff des Verschweißungselementes unmittelbar in Kontakt mit der Außenoberfläche der Rohrleitung bringbar ist, so dass eine Verschweißung des Verschweißungselementes bzw. des verschweißbaren Bereiches des Verschweißungselementes mit der Außenoberfläche der Rohrleitung möglich ist.

[0012] Es liegt somit im Rahmen der Erfindung, dass der verschweißbare Kunststoff des Verschweißungselementes an der der Rohrleitung zugewandten ersten Seite des Befestigungsclips bzw. des Verschweißungselementes zumindest bereichsweise abdeckungsfrei bzw. ohne Zwischenschaltung weiterer Komponenten bzw. Schichten vorgesehen ist. Dadurch kann der verschweißbare Kunststoff unmittelbar in Kontakt mit der Außenoberfläche der Rohrleitung gebracht werden und problemlos mit der Außenoberfläche der Rohrleitung verschweißt werden. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante besteht der der Rohrleitung zugewandte abdeckungsfreie Bereich des Verschweißungselementes vollständig bzw. im Wesentlichen vollständig aus dem verschweißbaren Kunststoff. Eine sehr empfohlene Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das gesamte Verschweißungselement aus dem verschweißbaren Kunststoff bzw. im Wesentlichen aus dem verschweißbaren Kunststoff besteht.

[0013] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass zumindest ein Bereich des Verschweißungselementes bzw. der verschweißbare Kunststoff des Verschweißungselementes zumindest bereichsweise an der der Rohrleitung zugewandten ersten Seite (Innenseite) des Befestigungsclips bzw. des Verschweißungselementes als auch an der der ersten Seite gegenüberliegenden zweiten Seite (Außenseite) des Befestigungsclips bzw. des Verschweißungselementes abdeckungsfrei bzw. ohne Zwischenschaltung weiterer Komponenten angeordnet ist. Diese Ausführungsform eignet sich ganz besonders für ein Verschweißen des Verschweißungselementes mit der Außenoberfläche der Rohrleitung. Zum einen ist das Verschweißungselement bzw. der verschweißbare Kunststoff des Verschweißungselementes unmittelbar mit der Außenoberfläche der Rohrleitung in Kontakt bringbar und zum anderen ist das Verschweißungselement bzw. der verschweißbare Kunststoff des Verschweißungselementes ohne Weiteres von der Außenseite des Befestigungsclips aus für eine Verschweißung zugänglich.

[0014] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass das Verschweißungselement an der der Rohrleitung zugewandten ersten Seite aus einem ersten verschweißbaren Kunststoff besteht bzw. im Wesentlichen besteht und an der der Rohrleitung abgewandten Seite aus zumindest einem bzw. aus einem zweiten Kunststoff besteht bzw. im Wesentlichen besteht. Eine Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Verschweißungselement - insbesondere in radialer Richtung in Bezug auf die Rohrleitung - mehrschichtig ausgebildet ist, insbesondere zweischichtig ausgebildet ist. Eine besonders bevorzugte Ausführungsvariante zeichnet sich dabei dadurch aus, dass eine der Rohrleitung zugewandte Schicht bzw. eine unmittelbar mit der Rohrleitung in Kontakt bringbare Schicht des Verschweißungselementes aus dem verschweißbaren Kunststoff besteht bzw. im Wesentlichen besteht. So kann insbesondere für eine Laserverschweißung der Rohrleitung mit dem Befestigungsclip eine der Rohrleitung zugewandte bzw. unmittelbar mit der Rohrleitung in Kontakt bringbare Schicht des Verschweißungselementes aus dem verschweißbaren Kunststoff bestehen bzw. im Wesentlichen bestehen und zumindest eine weitere Schicht des Verschweißungselementes aus einem lasertransparenten Material bestehen bzw. im Wesentlichen bestehen.

[0015] Nach einer empfohlenen Ausführungsform der Erfindung ist das Verschweißungselement formschlüssig und gemäß einer Ausführungsvariante lediglich formschlüssig in einer Clipaufnahme des Befestigungsclips aufgenommen bzw. fixiert. Diese Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass das Verschweißungselement auf einfache Weise in die Clipaufnahme des Befestigungsclips einführbar ist und gemäß einer Ausführungsvariante auch wieder entnehmbar bzw. austauschbar ist. Eine bewährte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Verschweißungselement sowohl formschlüssig als auch kraftschlüssig in einer Clipaufnahme des Befestigungsclips aufgenommen ist bzw. fixiert ist. So kann das Verschweißungselement beispielsweise mittels einer Klemmverbindung oder dergleichen in der Clipaufnahme des Befestigungsclips fixiert sein. Es liegt auch im Rahmen der Erfindung, dass das Verschweißungselement mittels einer Rastverbindung an dem Befestigungsclip, insbesondere in einer Clipaufnahme des Befestigungsclips fixierbar ist bzw. fixiert ist.

[0016] Gemäß einer Ausführungsform ist das Verschweißungselement plattenförmig bzw. plättchenförmig ausgebildet und hat insbesondere die Form einer ebenen Platte bzw. eines ebenen Plättchens. Es ist aber auch möglich, dass das Verschweißungselement eine dreidimensionale Ausgestaltung aufweist und in diesem Zusammenhang vorzugsweise die Form einer gebogenen Platte bzw. die Form eines gebogenen Plättchens aufweist. Die Biegung des Plättchens ist dabei zweckmäßigerweise an die Form bzw. an die Wölbung einer Rohraufnahme des Befestigungsclips angepasst.

[0017] Eine sehr empfohlene Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsclip eine fensterartige bzw. fensterförmige Clipaufnahme aufweist, die die Wandung des Befestigungsclips durchsetzt bzw. die zwei gegenüberliegende Seiten - insbesondere die Innenseite und die Außenseite - des Befestigungsclips miteinander verbindet. Innenseite meint im Übrigen die der Rohrleitung zugwandte Seite des Befestigungsclips und Außenseite meint die der Rohrleitung abgewandte Seite des Befestigungsclips. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass das Verschweißungselement in der fensterartigen Clipaufnahme - insbesondere formschlüssig und/oder kraftschlüssig - fixierbar ist bzw. fixiert ist. Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung weist die fensterartige Clipaufnahme einen rechteckförmigen Querschnitt bzw. einen im Wesentlichen rechteckförmigen Querschnitt auf. Grundsätzlich sind aber auch andere Querschnittsgestaltungen der fensterartigen Clipaufnahme denkbar. Nach Fixierung des Verschweißungselementes in der fensterartigen Clipaufnahme ist das Verschweißungselement bzw. ist der im Bereich der Fensteröffnungen angeordnete Teil des Verschweißungselementes vorzugsweise an beiden gegenüberliegenden Seiten bzw. an der Innenseite und an der Außenseite abdeckungsfrei ausgestaltet und - vor Verschweißen mit der Rohrleitung - von beiden Seiten frei zugänglich. Zweckmäßigerweise besteht zumindest der im Bereich der Fensteröffnungen von außen zugängliche Bereich des Verschweißungselementes zumindest bereichsweise aus dem mit der Außenoberfläche der Rohrleitung verschweißbaren Kunststoff. Es empfiehlt sich, dass bei dieser Ausführungsform das Verschweißungselement mit zumindest einem Randbereich an zumindest einem Rand der fensterartigen Clipaufnahme an dem Befestigungsclip fixiert ist. Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Verschweißungselement mit zumindest zwei gegenüberliegenden Randbereichen oder über seinen gesamten Rand an dem Rand der fensterartigen Clipaufnahme fixiert. Dabei handelt es sich bevorzugt um eine formschlüssige und/oder kraftschlüssige Fixierung.

[0018] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der Befestigungsclip zumindest eine Rohraufnahme aufweist, in der die Rohrleitung formschlüssig aufgenommen wird. Weiterhin liegt es im Rahmen der Erfindung, dass das Verschweißungselement - insbesondere die Clipaufnahme bzw. fensterartige Clipaufnahme mit dem Verschweißungselement - an der Rohraufnahme des Befestigungsclips angeordnet ist. Es empfiehlt sich, dass das Verschweißungselement bzw. der verschweißbare Kunststoff des Verschweißungselementes an der Innenseite der Rohraufnahme mit der Außenoberfläche der Rohrleitung verschweißbar ist bzw. verschweißt ist.

[0019] Gemäß bevorzugter Ausführungsform der Erfindung weist die Rohraufnahme einen U-förmigen Querschnitt mit zwei gegenüberliegenden U-Schenkeln und einer die U-Schenkel verbindenden U-Basis auf. Eine sehr empfohlene Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass das Verschweißungselement, insbesondere die Clipaufnahme bzw. die fensterartige Clipaufnahme mit dem Verschweißungselement, an der U-Basis der U-förmigen Rohraufnahme angeordnet ist und besonders bevorzugt im Wesentlichen an der U-Basis oder lediglich an der U-Basis angeordnet ist. Zweckmäßigerweise ist das Verschweißungselement, insbesondere die Clipaufnahme bzw. fensterartige Clipaufnahme mit dem Verschweißungselement mittig bzw. im Wesentlichen mittig an der U-Basis der Rohraufnahme vorgesehen. Gemäß einer empfohlenen Ausführungsvariante wird die fensterartige Clipaufnahme bzw. das in der fensterartigen Clipaufnahme fixierte Verschweißungselement von zwei gegenüberliegenden sich in Längsrichtung der U-Basis erstreckenden Basisabschnitten begrenzt. Diese Basisabschnitte bilden somit gleichsam zwei gegenüberliegende Ränder der fensterartigen Clipaufnahme.

[0020] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Rohrleitung im montierten bzw. verschweißten Zustand eine Befestigungsfläche der Rohraufnahme des Befestigungsclips bedeckt. Bei einer bevorzugten U-förmigen Rohraufnahme des Befestigungsclips bedeckt die Rohrleitung dabei zumindest bereichsweise die Innenseite der U-förmigen Schenkel und der U-förmigen Basis der Rohraufnahme. Zur Verschweißung mit der Außenoberfläche der Rohrleitung weist das erfindungsgemäße Verschweißungselement empfohlenermaßen eine zur Rohrleitung hin offene bzw. abdeckungsfreie Fläche auf. Diese der Rohrleitung zugewandte offene bzw. abdeckungsfreie Fläche des Verschweißungselementes beträgt zweckmäßigerweise maximal 40 %, vorzugsweise maximal 35 % und bevorzugt maximal 30 % der Befestigungsfläche, die die Rohrleitung in der Rohraufnahme insgesamt bedeckt.

[0021] Eine empfohlene Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der verschweißbare Kunststoff des Verschweißungselementes dem Kunststoff der Außenoberfläche der Rohrleitung entspricht bzw. im Wesentlichen entspricht. Wenn es sich bei der Außenoberfläche bzw. bei der Außenschicht der Rohrleitung um eine Außenoberfläche bzw. Außenschicht auf Basis eines Polyamids handelt, besteht zweckmäßigerweise auch das Verschweißungselement bzw. der verschweißbare Kunststoff des Verschweißungselementes aus einem Polyamid bzw. im Wesentlichen aus einem Polyamid und/oder aus einem mit einem Polyamid verschweißbaren Polymer. Falls es sich bei dem Material der Außenoberfläche bzw. der Außenschicht der Rohrleitung um ein Material auf Basis eines Polyolefins, insbesondere auf Basis von Polyethylen handelt, besteht vorzugsweise auch das Verschweißungselement bzw. der verschweißbare Kunststoff des Verschweißungselementes aus einem Polyolefin, insbesondere aus Polyethylen oder im Wesentlichen aus Polyolefin bzw. aus Polyethylen.

[0022] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die an dem Befestigungsclip fixierbare Rohrleitung eine mehrschichtige Rohrleitung ist. Das Verschweißungselement bzw. der verschweißbare Kunststoff des Verschweißungselementes ist dann mit der Außenschicht der mehrschichtigen Rohrleitung verschweißbar. Vorzugsweise weist die Rohrleitung des erfindungsgemäßen Befestigungsaggregates zwei bis sechs Schichten auf, bevorzugt zwei bis fünf Schichten.

[0023] Eine ganz besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Verschweißungselement bzw. der verschweißbare Kunststoff des Verschweißungselementes über Laserverschweißung mit der Außenoberfläche der Rohrleitung verschweißt wird bzw. verschweißt ist. Zweckmäßigerweise wird das Verschweißungselement bzw. wird der verschweißbare Kunststoff des Verschweißungselementes mit der Außenoberfläche bzw. mit der Außenschicht der Rohrleitung laserverschweißt. Die Laserverschweißung hat sich im Hinblick auf die Lösung des technischen Problems der Erfindung besonders bewährt. In diesem Zusammenhang liegt es im Rahmen der Erfindung, dass zumindest der verschweißbare Bereich bzw. der verschweißbare Kunststoff des Verschweißungselementes aus lasertransparentem Kunststoff besteht bzw. im Wesentlichen aus lasertransparentem Kunststoff besteht. Vorzugsweise besteht das gesamte Verschweißungselement aus lasertransparentem Kunststoff bzw. im Wesentlichen aus lasertransparentem Kunststoff. Eine Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Verschweißungselement an der der Rohrleitung zugewandten ersten Seite aus einem ersten verschweißbaren Kunststoff - insbesondere aus einem laserabsorbierenden Kunststoff - besteht bzw. im Wesentlichen besteht und an der der Rohrleitung abgewandten Seite aus zumindest einem zweiten Kunststoff, insbesondere aus zumindest einem lasertransparenten zweiten Kunststoff besteht bzw. im Wesentlichen besteht. Wie bereits oben dargelegt ist eine Ausführungsform der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass das Verschweißungselement - insbesondere in Bezug auf die radiale Richtung der Rohrleitung - mehrschichtig, beispielsweise zweischichtig ausgebildet ist. Dabei zeichnet sich eine Ausführungsvariante dadurch aus, dass zumindest eine bzw. eine der Rohrleitung zugewandte bzw. in Kontakt mit der Rohrleitung bringbare Schicht des Verschweißungselementes aus verschweißbarem laserabsorbierenden Kunststoff besteht bzw. im Wesentlichen besteht und zumindest eine, vorzugsweise eine weitere Schicht des Verschweißungselementes aus lasertransparentem Kunststoff besteht bzw. im Wesentlichen besteht.

[0024] Die Laserverschweißung wird im Rahmen der Erfindung besonders bevorzugt. Besondere Bedeutung kommt bei dem bevorzugten Laserschweißen der weiter oben erläuterten Ausführungsvariante mit der fensterartigen Clipaufnahme zu. Zweckmäßigerweise ist das Verschweißungselement in einer solchen fensterartigen Clipaufnahme aufgenommen, die die Wandung des Befestigungsclips durchsetzt. Vorzugsweise ist im Bereich der beiden gegenüberliegenden Fensteröffnungen dieser fensterartigen Clipaufnahme der verschweißbare Kunststoff des Verschweißungselementes angeordnet und dieser verschweißbare Kunststoff ist an seiner einen Seite in Kontakt mit der Außenoberfläche der Rohrleitung bringbar. Das Verschweißungselement ist an seiner der Rohrleitung abgewandten Seite zweckmäßigerweise zugänglich für eine Schweißapparatur, insbesondere für eine Laserschweißapparatur. Bei dieser Ausführungsvariante kann eine besonders effektive und einfache Laserverschweißung vorgenommen werden. Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass das Verschweißungselement vorzugsweise formschlüssig und/oder kraftschlüssig in der fensterartigen Clipaufnahme des Befestigungsclips fixiert ist.

[0025] Eine empfohlene Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass das Verschweißungselement bereits formschlüssig und/oder kraftschlüssig an dem Befestigungsclip fixiert ist und dass in diesem Zustand das Verschweißungselement bzw. das Aggregat aus Befestigungsclips und Verschweißungselement durch Verschweißen mit der Rohrleitung verbunden wird. - Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass zunächst lediglich das Verschweißungselement bzw. der verschweißbare Kunststoff des Verschweißungselementes mit der Rohrleitung verschweißt ist und dass der Befestigungsclip an dem bereits angeschweißten Verschweißungselement befestigbar ist, insbesondere aufschiebbar ist und/oder aufrastbar ist. Eine empfohlene Ausführungsvariante ist zusätzlich dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsclip von dem angeschweißten Verschweißungselement wieder entfernbar ist, beispielsweise von dem Verschweißungselement abschiebbar ist.

[0026] Zur Lösung des erfindungsgemäßen technischen Problems lehrt die Erfindung weiterhin ein Verfahren zur Fixierung einer Kraftfahrzeug-Rohrleitung an zumindest einem Befestigungsclip, wobei die Kraftfahrzeug-Rohrleitung eine Außenoberfläche bzw. eine Außenschicht aus Kunststoff aufweist, die mit dem Befestigungsclip verschweißt wird, wobei ein Befestigungsclip verwendet wird, der zumindest ein Verschweißungselement aufweist, das zumindest bereichsweise aus einem mit der Außenoberfläche bzw. mit der Außenschicht der Rohrleitung verschweißbaren Kunststoff besteht bzw. im Wesentlichen besteht, wobei das an dem Befestigungsclip formschlüssig und/oder kraftschlüssig fixierte Verschweißungselement an der Außenoberfläche der Rohrleitung angeschweißt wird bzw. mit der Außenoberfläche der Rohrleitung verschweißt wird. Vorzugsweise erfolgt dieses Anschweißen bzw. Verschweißen des Verschweißungselementes mit der Außenoberfläche/Außenschicht der Rohrleitung mittels Laserschweißen.

[0027] Nach einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird zunächst das Verschweißungselement formschlüssig und/oder kraftschlüssig an dem Befestigungsclip fixiert und danach wird die Rohrleitung an dem Befestigungsclip bzw. an dem Verschweißungselement des Befestigungsclips angeschweißt, vorzugsweise durch Laserschweißen angeschweißt. Das Verschweißungselement wird dabei empfohlenermaßen selektiv im Hinblick auf die Außenoberfläche bzw. Außenschicht der Rohrleitung ausgewählt, wobei das Verschweißungselement einen verschweißbaren Kunststoff aufweist, der mit der Außenoberfläche bzw. mit der Außenschicht der Rohrleitung verschweißbar ist.

[0028] Eine alternative Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass zunächst das Verschweißungselement an der Außenoberfläche bzw. an der Außenschicht der Rohrleitung angeschweißt wird - vorzugsweise mittels Laserschweißen angeschweißt wird - und dass anschließend der (restliche) Befestigungsclip an dem angeschweißten Verschweißungselement formschlüssig und/oder kraftschlüssig fixiert wird. Das Verschweißungselement wird wiederum selektiv ausgewählt, so dass ein verschweißbarer Kunststoff des Verschweißungselementes mit der Außenoberfläche bzw. mit der Außenschicht der Rohrleitung verschweißbar ist.

[0029] Bei beiden vorstehend beschriebenen Ausführungsformen wird zweckmäßigerweise lediglich das Verschweißungselement bzw. der verschweißbare Kunststoff des Verschweißungselementes entsprechend dem Material der Außenoberfläche bzw. Außenschicht der Rohrleitung ausgewählt.

[0030] Der übrige Befestigungsclip kann im Hinblick auf sein Material unabhängig von der Beschaffenheit der Rohrleitung bzw. von der Beschaffenheit der Außenoberfläche der Rohrleitung ausgewählt werden und kann beispielsweise aus einem Standardkunststoff bestehen. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass das Verschweißungselement bzw. der verschweißbare Kunststoff des Verschweißungselementes aus einem lasertransparenten Kunststoff besteht bzw. im Wesentlichen besteht und dass der übrige Befestigungsclip dagegen aus einem nicht lasertransparenten Material bzw. zumindest im Wesentlichen aus einem nicht lasertransparenten Material besteht.

[0031] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass mit dem erfindungsgemäßen Rohrleitungs-Befestigungsaggregat und mit dem erfindungsgemäßen Verfahren eine sehr variable und flexible Befestigungsmöglichkeit für Rohrleitungen bzw. Kraftfahrzeug-Rohrleitungen an Befestigungsclips geschaffen wird. Die eingesetzten Befestigungsclips können unabhängig von dem Material der Rohrleitungen ausgewählt werden und lediglich das Verschweißungselement muss entsprechend eingerichtet sein. Die Befestigungsclips können dabei problemlos so ausgebildet werden, dass die entsprechend dem Material der Rohrleitung ausgewählten Verschweißungselemente auf einfache Weise formschlüssig und/oder kraftschlüssig an dem Befestigungsclip fixierbar sind. Weiterhin kann der Befestigungsclip mit seinem Verschweißungselement auf sehr einfache und sichere Weise mit der Rohrleitung verschweißt werden, insbesondere mittels Laserschweißen verschweißt werden. Die erfindungsgemäßen Befestigungsclips mit ihren jeweils ausgewählten Verschweißungselementen sind auf einfache und wenig aufwendige Weise herstellbar und sie zeichnen sich vor allem im Vergleich zu den aus dem Stand der Technik bekannten Maßnahmen durch einen geringeren Aufwand im Hinblick auf Herstellung und Lagerhaltung aus. Die gleichen Befestigungsclips (ohne Verschweißungselement) können für eine Vielzahl von unterschiedlichen Rohrleitungen mit verschiedenen Außenoberflächen eingesetzt werden. Lediglich die Verschweißungselemente müssen im Hinblick auf ihr Material auf das Material der Außenoberfläche der Rohrleitung abgestimmt werden. Da die Verschweißungselemente in der Regel deutlich kleiner sind als der übrige Befestigungsclip ergibt sich hier ein deutlich verringerter Materialaufwand im Vergleich zu den bekannten Maßnahmen. Das gilt insbesondere dann, wenn der Befestigungsclip durch Laserschweißen mit der Rohrleitung verbunden werden soll und dazu ein relativ kostspieliges lasertransparentes Kunststoffmaterial erforderlich ist. Hier muss lediglich das verhältnismäßig kleine Verschweißungselement aus lasertransparentem Kunststoff bestehen, während der restliche Befestigungsclip aus einem anderen Material bzw. aus einem anderen Kunststoff bestehen kann. Im Ergebnis zeichnet sich die Erfindung durch Einfachheit, geringen Aufwand und Kostengünstigkeit aus. Außerdem liegt der Erfindung die Erkenntnis zugrunde, dass mit dem erfindungsgemäßen Befestigungsaggregat effektiv und funktionssicher unerwünschte Bewegungen bzw. Verschiebungen der Rohrleitungen verhindert werden können, insbesondere unerwünschte axiale und radiale Bewegungen sowie Rotationsbewegungen und zwar durch eine Kombination des Formschlusses und/oder Kraftschlusses zwischen Befestigungsclip und Verschweißungselement einerseits und einem Stoffschluss zwischen dem Befestigungsclip und der Rohrleitung andererseits.

[0032] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
Fig. 1
einen Schnitt durch ein erfindungsgemäßes Rohrleitungs-Befestigungsaggregat,
Fig. 2
eine Draufsicht auf den Gegenstand nach Fig. 1 und
Fig. 3
eine Unteransicht des Gegenstandes gemäß Fig. 1.


[0033] Die Figuren zeigen ein erfindungsgemäßes Rohrleitungs-Befestigungsaggregat 1 aus einem Befestigungsclip 2 und einer an dem Befestigungsclip 2 fixierten Kraftfahrzeug-Rohrleitung 3. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Kraftfahrzeug-Rohrleitung 3 an einer Mehrzahl von Befestigungsclips 2 der dargestellten Art fixiert ist, wobei die Befestigungsclips insbesondere in einem Kraftfahrzeug befestigt sind. Erfindungsgemäß weist die Kraftfahrzeug-Rohrleitung 3 eine Außenoberfläche 4 aus Kunststoff auf, die mit dem Befestigungsclip 2 verschweißbar ist bzw. verschweißt ist. Im Ausführungsbeispiel nach den Figuren ist erkennbar, dass der Befestigungsclip 2 mit einem Verschweißungselement 5 ausgestattet ist, das vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel vollständig aus einem verschweißbaren Kunststoff besteht, der mit der Außenoberfläche 4 der Rohrleitung 2 verschweißt ist. Zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel handelt es sich bei der Rohrleitung 3 um eine mehrschichtige Rohrleitung 3 und das Verschweißungselement 5 ist mit der Außenschicht 11 der mehrschichtigen Rohrleitung 3 verschweißt. Im Ausführungsbeispiel besteht der übrige Befestigungsclip 2 aus einem von dem verschweißbaren Kunststoff des Verschweißungselementes 5 verschiedenen Kunststoff.

[0034] Zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel ist das Verschweißungselement 5 formschlüssig und kraftschlüssig an dem Befestigungsclip 2 fixiert. Vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel ist der Befestigungsclip 2 zur Fixierung des Verschweißungselementes 5 mit einer fensterartigen Clipaufnahme 8 ausgestattet, die die Wandung des Befestigungsclips 2 durchsetzt bzw. die zwei gegenüberliegende Seiten, nämlich die Innenseite 6 und die Außenseite 7 des Befestigungsclips 2 miteinander verbindet. Das Verschweißungselement 5 ist vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel formschlüssig und kraftschlüssig in der fensterartigen Clipaufnahme 8 aufgenommen. Dadurch ist das Verschweißungselement 5 an der der Rohrleitung 3 zugewandten ersten Seite bzw. Innenseite 6 des Befestigungsclips 2 abdeckungsfrei bzw. ohne Zwischenschaltung weiterer Komponenten angeordnet. Weiterhin ist das Verschweißungselement 5 bevorzugt und im Ausführungsbeispiel auch an der der ersten Seite bzw. der Innenseite 6 gegenüberliegenden zweiten Seite bzw. Außenseite 7 des Befestigungsclips 2 abdeckungsfrei bzw. ohne Zwischenschaltung weiterer Komponenten angeordnet. Aufgrund dieser Anordnung kann das Verschweißungselement 5 mit der Außenoberfläche 4 bzw. mit der Außenschicht 11 der Rohrleitung 3 zwecks Verschweißung problemlos in Kontakt gebracht werden und außerdem ist das Verschweißungselement 5 von der Außenseite 7 her problemlos für eine Verschweißung zugänglich.

[0035] Zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel sind Randbereiche des Verschweißungselementes 5 an den Rändern der fensterartigen Clipaufnahme 8 formschlüssig und kraftschlüssig fixiert. Vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel mag der verschweißbare Kunststoff des Verschweißungselementes 5 dem Kunststoff der Außenoberfläche 4 bzw. dem Kunststoff der Außenschicht 11 der Rohrleitung 3 entsprechen, so dass eine Verschweißung des Verschweißungselementes 5 mit der Außenschicht 11 der Rohrleitung 3 problemlos möglich ist. Empfohlenermaßen und im Ausführungsbeispiel erfolgt die Verschweißung des Verschweißungselementes 5 mit der Außenschicht 11 der Rohrleitung 3 mittels Laserverschweißen. Dazu besteht bevorzugt und im Ausführungsbeispiel das Verschweißungselement 5 aus einem lasertransparenten Kunststoff und aufgrund der Anordnung in der fensterartigen Clipaufnahme 8 ist das Verschweißungselement 5 von der Außenseite 7 her für eine Laserverschweißung problemlos zugänglich.

[0036] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Befestigungsaggregates 1 macht es möglich, dass lediglich das relativ kleine Verschweißungselement 5 in Bezug auf das Material der Rohrleitung 3 ausgewählt werden muss und dass der Befestigungsclip 2 ansonsten aus einem beliebigen Material bzw. Kunststoffmaterial bestehen kann. Somit kann eine aufwendige Herstellung und Lagerhaltung einer Vielzahl von verschiedenen Befestigungsclips 2 entfallen und es müssen lediglich unterschiedliche relativ kleine Verschweißungselemente 5 vorgehalten werden.

[0037] Bevorzugt und im Ausführungsbeispiel weist der Befestigungsclip 2 im Übrigen eine U-förmige Rohraufnahme 9 auf, in welcher die Rohrleitung 3 formschlüssig aufgenommen ist. Das Verschweißungselement 5 bzw. die fensterartige Clipaufnahme 8 mit dem Verschweißungselement 5 ist vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel mittig an der U-Basis 10 der U-förmigen Rohraufnahme 9 angeordnet. Diese Platzierung des Verschweißungselementes 5 hat sich im Rahmen der Erfindung für eine funktionssichere Fixierung besonders bewährt.


Ansprüche

1. Rohrleitungs-Befestigungsaggregat (1) aus zumindest einem Befestigungsclip (2) und zumindest einer an dem Befestigungsclip (2) fixierbaren bzw. fixierten Kraftfahrzeug-Rohrleitung (3), wobei die Kraftfahrzeug-Rohrleitung (3) eine Außenoberfläche (4) aus Kunststoff aufweist, die mit dem Befestigungsclip (2) verschweißbar ist bzw. verschweißt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsclip (2) zumindest ein Verschweißungselement (5) aufweist, das zumindest bereichsweise aus einem verschweißbaren Kunststoff besteht, der mit der Außenoberfläche (4) der Rohrleitung (3) verschweißbar ist bzw. verschweißt ist und wobei das Verschweißungselement (5) formschlüssig und/oder kraftschlüssig und/oder stoffschlüssig - vorzugsweise formschlüssig und/oder kraftschlüssig - an dem Befestigungsclip (2) fixierbar ist bzw. fixiert ist.
 
2. Befestigungsaggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der übrige Befestigungsclip (2) aus einem von dem verschweißbaren Kunststoff des Verschweißungselementes (5) verschiedenen Material bzw. Kunststoff besteht bzw. im Wesentlichen besteht.
 
3. Befestigungsaggregat nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Bereich des Verschweißungselementes (5) bzw. der verschweißbare Kunststoff des Verschweißungselementes (5) an der der Rohrleitung (3) zugewandten ersten Seite (6) des Befestigungsclips (2) bzw. des Verschweißungselementes (5) abdeckungsfrei bzw. ohne Zwischenschaltung weiterer Komponenten angeordnet ist.
 
4. Befestigungsaggregat nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Bereich des Verschweißungselementes (5) bzw. der verschweißbare Kunststoff des Verschweißungselementes (5) an der der Rohrleitung (3) zugewandten ersten Seite (6) (Innenseite) des Befestigungclips (2) als auch an der der ersten Seite (6) gegenüberliegenden zweiten Seite (7) (Außenseite) des Befestigungsclips (2) abdeckungsfrei bzw. ohne Zwischenschaltung weiterer Komponenten angeordnet ist.
 
5. Befestigungsaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschweißungselement (5) formschlüssig, insbesondere lediglich formschlüssig in einer Clipaufnahme (8) des Befestigungsclips (2) aufgenommen ist bzw. fixiert ist.
 
6. Befestigungsaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschweißungselement (5) mittels einer Rastverbindung an dem Befestigungsclip (2), insbesondere in einer Clipaufnahme (8) des Befestigungsclips (2) fixierbar ist bzw. fixiert ist.
 
7. Befestigungsaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsclip (2) eine fensterartige Clipaufnahme (8) aufweist, die die Wandung des Befestigungsclips (2) durchsetzt bzw. die zwei gegenüberliegende Seiten (6, 7) - insbesondere Innenseite (6) und Außenseite (7) - des Befestigungsclips (2) miteinander verbindet, wobei das Verschweißungselement (5) in der fensterartigen Clipaufnahme (8) - insbesondere formschlüssig und/oder kraftschlüssig - fixierbar ist bzw. fixiert ist.
 
8. Befestigungsaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsclip (2) zumindest eine Rohraufnahme (9) aufweist, in welcher die Rohrleitung (3) formschlüssig aufnehmbar ist bzw. aufgenommen ist und dass das Verschweißungselement (5) - insbesondere die Clipaufnahme (8) mit dem Verschweißungselement (5) - an der Rohraufnahme (9) angeordnet ist und vorzugsweise an einer U-Basis (10) einer U-förmigen Rohraufnahme (9) angeordnet ist.
 
9. Befestigungsaggregat nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrleitung (3) im montierten bzw. verschweißten Zustand eine Befestigungsfläche der Rohraufnahme (9) bedeckt und dass die zur Rohrleitung (3) hin offene bzw. abdeckungsfreie Fläche des Verschweißungselementes (5) maximal 40 %, vorzugsweise maximal 35 % und bevorzugt maximal 30 % der Befestigungsfläche beträgt.
 
10. Befestigungsaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der verschweißbare Kunststoff des Verschweißungselementes (5) dem Kunststoff der Außenoberfläche (4) der Rohrleitung (3) entspricht bzw. im Wesentlichen entspricht.
 
11. Befestigungsaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrleitung (3) eine mehrschichtige Rohrleitung (3) ist und dass das Verschweißungselement (5) mit der Außenschicht (11) der mehrschichtigen Rohrleitung (3) verschweißbar ist.
 
12. Befestigungsaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Veschweißungselement (5) mit der Außenoberläche (4) bzw. mit der Außenschicht (11) der Rohrleitung (3) mittels Laserschweißen verschweißbar ist.
 
13. Befestigungsaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der verschweißbare Bereich bzw. der verschweißbare Kunststoff des Verschweißungselementes (5) aus lasertransparentem Kunststoff besteht bzw. im Wesentlichen besteht.
 
14. Befestigungsaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschweißungselement (5) mehrschichtig - beispielsweise zweischichtig - ausgebildet ist und dass eine der Rohrleitung (3) zugewandte Schicht des Verschweißungselementes (5) aus dem verschweißbaren Kunststoff besteht bzw. im Wesentlichen besteht.
 
15. Befestigungsaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschweißungselement (5) mit der Rohrleitung (3) verschweißt ist und der Befestigungsclip (2) an dem angeschweißten Verschweißungselement (5) befestigbar ist, insbesondere auf das angeschweißte Verschweißungselement (5) aufschiebbar ist und/oder aufrastbar ist und nach einer Ausführungsform von dem Verschweißungselement (5) wieder entfernbar ist.
 
16. Verfahren zur Fixierung einer Kraftfahrzeug-Rohrleitung (3) an zumindest einem Befestigungsclip (2), wobei die Kraftfahrzeug-Rohrleitung (3) eine Außenoberfläche (4) bzw. eine Außenschicht (11) aus Kunststoff aufweist, die mit dem Befestigungsclip (2) verschweißt wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein Befestigungsclip (2) eingesetzt wird, der zumindest ein Verschweißungselement (5) aufweist, das zumindest bereichsweise aus einem mit der Außenoberfläche (4) bzw. mit der Außenschicht (11) der Rohrleitung (3) verschweißbaren Kunststoff besteht und dass das an dem Befestigungsclip (2) formschlüssig und/oder kraftschlüssig fixierte Verschweißungselement (5) an der Außenoberfläche (4) bzw. an der Außenschicht (11) der Rohrleitung (3) angeschweißt wird und zwar vorzugsweise mittels Laserschweißen angeschweißt wird.
 
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst das Verschweißungselement (5) formschlüssig und/oder kraftschlüssig an dem Befestigungsclip (2) fixiert wird und dass danach die Rohrleitung (3) an dem Befestigungsclip (2) bzw. an dem Verschweißungselement (5) des Befestigungsclips (2) angeschweißt wird, vorzugsweise durch Laserschweißen angeschweißt wird.
 
18. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst das Verschweißungselement (5) an der Außenoberfläche (4) bzw. an der Außenschicht (11) der Rohrleitung (3) angeschweißt wird - vorzugsweise durch Laserschweißen angeschweißt wird - und dass anschließend der (restliche) Befestigungsclip (2) an dem angeschweißten Verschweißungselement (5) formschlüssig und/oder kraftschlüssig fixiert wird.
 




Zeichnung