(19)
(11)EP 3 578 495 A1

(12)EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43)Veröffentlichungstag:
11.12.2019  Patentblatt  2019/50

(21)Anmeldenummer: 18176398.8

(22)Anmeldetag:  07.06.2018
(51)Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B66B 7/06(2006.01)
(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(71)Anmelder: Inventio AG
6052 Hergiswil (CH)

(72)Erfinder:
  • WEIBEL, André
    6275 Ballwil (CH)
  • STUDER, Christian
    6010 Kriens (CH)
  • WEBER, Stefan
    5524 Niederwil (CH)

  


(54)AUFZUGANLAGE MIT EINER SELBSTSPANNENDEN SEILARTIGEN KOMPENSATIONSGEWICHTSANORDNUNG


(57) Es wird eine Aufzuganlage (1) beschrieben, welche eine Kabine (3), ein Gegengewicht (5), eine seilartige Tragmittelanordnung (7), eine seilartige Kompensationsgewichtsanordnung (9) und eine Antriebsanordnung (11) aufweist. Die Kompensationsgewichtsanordnung (9) wird an einer unteren Umlenkposition (15) umgelenkt und ist an der Kabine (3) und an dem Gegengewicht (5) derart wirkmäßig angebunden, dass einerseits eine Last eines kabinenseitigen Teils (17) der Kompensationsgewichtsanordnung (9), der sich zwischen einer Anbindungsposition (19) an der Kabine (3) und der unteren Umlenkposition (15) erstreckt, auf die Kabine (3) wirkt und andererseits eine Last eines gegengewichtseitigen Teils (21) der Kompensationsgewichtsanordnung (9), der sich zwischen einer Anbindungsposition (23) an dem Gegengewicht (5) und der unteren Umlenkposition (15) erstreckt, auf das Gegengewicht (5) wirkt. Der gegengewichtseitige Teil (21) der Kompensationsgewichtsanordnung (9) ist an dem Gegengewicht (5) über ein um eine Drehachse (25) drehbares gegengewichtseitiges Umlenkelement (27) derart angebunden, dass zumindest ein mechanisch spannender Teil (29) des Gegengewichts (5) mechanisch spannend auf die Kompensationsgewichtsanordnung (7) wirkt.
In der Aufzuganlage (1) wird die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung (9) somit ohne zusätzliche Spannvorrichtungen, sondern durch geschickten Einsatz zumindest eines Teils des Gewichts des Gegengewichts (5) mechanisch auf Spannung gehalten.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Aufzuganlage. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Aufzuganlage mit einer seilartigen Kompensationsgewichtsanordnung.

[0002] In einer Aufzuganlage sind typischerweise eine Aufzugkabine und ein Gegengewicht innerhalb eines Aufzugschachts vertikal verlagerbar. Die Aufzugkabine und das Gegengewicht werden dabei beide durch eine gemeinsame seilartige Tragmittelanordnung gehalten. Unter einer "seilartigen" Anordnung kann hierin eine Anordnung verstanden werden, welche länglich und in Erstreckungsrichtung hoch belastbar ist, quer zur Erstreckungsrichtung jedoch biegbar ist. Seilartige Tragmittelanordnungen können beispielsweise über ein oder mehrere Tragseile oder Tragriemen verfügen. In der Aufzuganlage ist ferner eine Antriebsanordnung vorgesehen, um die Tragmittelanordnung zu bewegen und auf diese Weise die Aufzugkabine und das Gegengewicht in entgegengesetzte Richtungen innerhalb des Aufzugschachts zu verlagern.

[0003] Insbesondere bei Aufzuganlagen für sehr hohe Gebäude muss die Tragmittelanordnung sehr lang sein, beispielsweise über 200 m lang, in manchen Fällen bis zu 500 m oder mehr lang. Dabei ist häufig ein Gewicht der Tragmittelanordnung, welche auf der einen Seite das Gegengewicht hält und welche auf der anderen Seite die Aufzugkabine hält, ähnlich groß oder sogar größer als das Gewicht des Gegengewichts bzw. der Aufzugkabine selbst. Insbesondere hängen eine freihängende Länge und damit das Gewicht desjenigen Anteils der Tragmittelanordnung, welcher das Gegengewicht bzw. die Aufzugkabine hält, davon ab, wo sich diese beiden gegenläufig zu bewegenden Aufzugkomponenten innerhalb des Aufzugschachts aktuell befinden.

[0004] Um Gewichtsunterschiede zwischen demjenigen Anteil der Tragmittelanordnung, welcher das Gegengewicht hält, und demjenigen Anteil der Tragmittelanordnung, welcher die Aufzugkabine hält, auszugleichen, ist bei hohen Aufzuganlagen oft eine seilartige Kompensationsgewichtsanordnung zwischen der Aufzugkabine und dem Gegengewicht nach unten hängend angehängt. Diese seilartige Kompensationsgewichtsanordnung kann beispielsweise über eine oder mehrere Kompensationsketten oder ein oder mehrere Kompensationsseile oder Kompensationsriemen verfügen (nachfolgend sollen diese verschiedenen länglichen Kompensationsgewichtsmittel stellvertretend als "Kompensationsseile" bezeichnet werden).

[0005] Die Kompensationsseile der Kompensationsgewichtsanordnung hängen dabei von der Aufzugkabine und dem Gegengewicht nach unten in den Aufzugschacht hinab bis in die Nähe von dessen Schachtboden. Dabei müssen diese seilartigen Komponenten der Kompensationsgewichtsanordnung in der Regel in irgendeiner Weise mechanisch gespannt werden, um zu vermeiden, dass sie übermäßig in dem Aufzugschacht umherschwingen können, da sie ansonsten einander überkreuzen oder an anderen Komponenten in dem Aufzugschacht hängen bleiben könnten, wodurch unsichere Situationen während des Betriebs der Aufzuganlage entstehen könnten. Insbesondere sollten die seilartigen Komponenten der Kompensationsgewichtsanordnung derart mechanisch gespannt werden, dass sie keine anderen Aufzugausstattungen berühren, beschädigen oder sogar zerstören können. Auch ein Kontakt mit der sich bewegenden seilartigen Tragmittelanordnung sollte vermieden werden.

[0006] In herkömmlichen Aufzuganlagen wird zu diesem Zweck die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung meist mithilfe einer Spannvorrichtung mechanisch gespannt. Eine solche Spannvorrichtung ist im Regelfall in einer Schachtgrube des Aufzugschachts installiert. Im Allgemeinen ist die Spannvorrichtung dabei dazu ausgelegt, eine seilartige Komponente einerseits umzulenken. Andererseits soll die Spannvorrichtung die seilartige Komponente derart weg von der Aufzugkabine und dem Gegengewicht, das heißt in einer Abwärtsrichtung, mechanisch belasten, dass die seilartige Komponente mechanisch gespannt wird und somit an einem freien Schwingen innerhalb des Aufzugschachts gehindert wird.

[0007] Allerdings sind herkömmlich in Aufzuganlagen eingesetzte Spannvorrichtungen verhältnismäßig komplex aufgebaut und/oder aufwändig zu installieren. Einerseits soll die Spannvorrichtung die seilartige Komponente der Kompensationsgewichtsanordnung zuverlässig und stets ausreichend unter mechanischer Spannung halten. Andererseits soll die Spannvorrichtung aber auch in der Lage sein, bei übermäßigen Belastungen durch die seilartige Komponente ausreichend nachgeben zu können, um eine Integrität der seilartigen Komponente nicht zu gefährden.

[0008] Hierzu muss sich bei herkömmlichen Spannvorrichtungen beispielsweise eine als Umlenkelement eingesetzte Rolle relativ zu dem Schachtboden vertikal verlagern können. Ein solches Verlagern sollte möglichst mechanisch gedämpft sein, um übermäßige Schwingungen innerhalb der Spannvorrichtung und/oder der seilartigen Komponente zu verhindern und /oder um einen Sprung der Kabine und/oder des Gegengewichts zu verhindern. Dementsprechend verfügen herkömmliche Spannvorrichtungen meist über zumindest ein bewegliches und verlagerbares Umlenkelement, welches zum Beispiel mithilfe eines Federelements hin zu einer Sollposition belastet wird und dessen Verlagerung durch ein Dämpfungselement mechanisch gedämpft wird.

[0009] Außerdem bewirkt eine in einer Aufzuganlage herkömmlich eingesetzte Spannvorrichtung eine zusätzliche mechanische Belastung auf die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung, welche wie ein zusätzlich zu haltendes Gewicht in der Aufzuganlage wirkt. Allerdings unterstützt dieses zusätzliche Gewicht nicht die durch die Kompensationsgewichtsanordnung zu bewirkende Gewichtskompensation innerhalb der Aufzuganlage und ist somit als "totes Gewicht" anzusehen.

[0010] Es kann unter anderem ein Bedarf an einer Aufzuganlage bestehen, bei der eine seilartige Kompensationsgewichtsanordnung in einer alternativen Weise mechanisch auf Spannung gehalten wird. Insbesondere kann ein Bedarf an einer Aufzuganlage bestehen, welche über eine seilartige Kompensationsgewichtsanordnung verfügt und dabei verhältnismäßig einfach aufgebaut ist und/oder bei der die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung ohne übermäßiges "totes Gewicht" zu erzeugen gespannt gehalten werden kann.

[0011] Einem solchen Bedarf kann durch die Aufzuganlage gemäß dem unabhängigen Anspruch entsprochen werden. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen definiert sowie in der nachfolgenden Beschreibung erläutert.

[0012] Gemäß einem Aspekt der Erfindung wird eine Aufzuganlage vorgeschlagen, welche eine Kabine, ein Gegengewicht, eine seilartige Tragmittelanordnung, eine seilartige Kompensationsgewichtsanordnung sowie eine Antriebsanordnung aufweist. Die Tragmittelanordnung wird dabei an einer oberen Umlenkposition umgelenkt und ist einerseits an der Kabine und andererseits an dem Gegengewicht wirkmäßig angebunden, um deren Last zu halten. Die Antriebsanordnung wirkt mit der Tragmittelanordnung zusammen, um die Kabine und das Gegengewicht in entgegengesetzte Richtungen zu verlagern. Die Kompensationsgewichtsanordnung wird an einer unteren Umlenkposition umgelenkt und ist einerseits an der Kabine und andererseits an dem Gegengewicht derart wirkmäßig angebunden, dass einerseits eine Last eines kabinenseitigen Teils der Kompensationsgewichtsanordnung, der sich zwischen einer Anbindungsposition an der Kabine und der unteren Umlenkposition erstreckt, auf die Kabine wirkt und andererseits eine Last eines gegengewichtseitigen Teils der Kompensationsgewichtsanordnung, der sich zwischen einer Anbindungsposition an dem Gegengewicht und der unteren Umlenkposition erstreckt, auf das Gegengewicht wirkt. Der gegengewichtseitige Teil der Kompensationsgewichtsanordnung ist an dem Gegengewicht über ein um eine Drehachse drehbares gegengewichtseitiges Umlenkelement derart angebunden, dass zumindest ein Teil des Gegengewichts, der hierin als mechanisch spannender Teil bezeichnet wird, mechanisch spannend auf die Kompensationsgewichtsanordnung wirkt.

[0013] Mögliche Merkmale und Vorteile von Ausführungsformen der Erfindung können unter anderem und ohne die Erfindung einzuschränken als auf nachfolgend beschriebenen Ideen und Erkenntnissen beruhend angesehen werden.

[0014] Als eine Grundidee, die Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung zugrunde liegt, kann es angesehen werden, die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung in einer Aufzuganlage mithilfe eines gegengewichtseitigen Umlenkelements derart auszugestalten und zu führen, dass die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung nicht mehr notwendigerweise mithilfe einer zusätzlich vorzusehenden Spannvorrichtung mechanisch auf Spannung gehalten werden braucht. Stattdessen kann die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung mithilfe des Gegengewichts der Aufzuganlage bzw. zumindest mit einem Teil des Gegengewichts der Aufzuganlage mechanisch auf Spannung gehalten werden. Das Gegengewicht bzw. der mechanisch spannende Teil des Gegengewichts kann hierbei als Last auf die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung derart wirken, dass diese gespannt wird. Dabei ist die Ausgestaltung und Anordnung der Kompensationsgewichtsanordnung und des gegengewichtseitigen Umlenkelements derart gewählt, dass das Gegengewicht einerseits wie bei einer herkömmlichen Aufzuganlage zur zumindest teilweisen Kompensation des Gewichts der Aufzugkabine dient, andererseits aber zumindest ein Teil des Gegengewichts auch die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung auf Zug belastet und somit mechanisch unter Spannung hält.

[0015] Nachfolgend sollen Details zu Ausführungsformen der Erfindung sowie in diesem Bezug verwendete Begrifflichkeiten erläutert werden.

[0016] Die Kabine dient dazu, Passagiere aufzunehmen und mithilfe der Aufzuganlage innerhalb eines Bauwerks in vertikaler Richtung zu befördern.

[0017] Das Gegengewicht ist über die seilartige Tragmittelanordnung mit der Kabine gekoppelt und dient dazu, ein Gewicht der Kabine sowie gegebenenfalls zumindest ein Teil des Gewichts von darin befindlichen Passagieren zu kompensieren, um zum Befördern der Kabine geringere Kräfte aufwenden zu müssen. Das Gegengewicht kann einstückig sein, kann aber auch aus mehreren Teilelementen zusammengesetzt sein. Insbesondere kann das Gegengewicht einen Rahmen aufweisen, in dem ein oder mehrere Gewichtselemente gehalten sind.

[0018] Die seilartige Tragmittelanordnung kann dazu dienen, die Last der Kabine sowie des Gegengewichts zu halten. Hierfür ist die seilartige Tragmittelanordnung für eine vorgegebene mechanische Belastbarkeit auf Zug ausgelegt. Für eine solche Auslegung wird das Gewicht des Gegengewichts sowie das maximal zulässige Gewicht der beladenen Kabine herangezogen und ergänzend vorgegebene Sicherheitsfaktoren berücksichtigt. Die seilartige Tragmittelanordnung kann dabei direkt mit der Kabine und/oder dem Gegengewicht verbunden sein, beispielsweise indem ein Ende der Tragmittelanordnung über eine Kopplungseinrichtung fest an der Kabine bzw. dem Gegengewicht angebunden ist. Alternativ kann die seilartige Tragmittelanordnung indirekt mit der Kabine und/oder dem Gegengewicht verbunden sein, beispielsweise durch Zwischenschalten eines Kopplungselements wie beispielsweise einer Umlenkrolle. In beiden Fällen ist die Tragmittelanordnung einerseits an der Kabine und andererseits an dem Gegengewicht wirkmäßig angebunden, d.h. die Gewichte jeweils der Kabine und des Gegengewichts wirken auf die Tragmittelanordnung.

[0019] Die Antriebsanordnung ist dazu ausgelegt, die seilartige Tragmittelanordnung anzutreiben und somit die Kabine und das Gegengewicht in entgegengesetzte Richtungen zu verlagern. Hierfür verfügt die Antriebsanordnung in der Regel über einen Motor, der eine Treibscheibe antreibt, welche wiederum die Tragmittelanordnung bewegt.

[0020] Die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung kann dazu dienen, Gewichtsunterschiede zumindest teilweise zu kompensieren, wie sie beim Betrieb der Aufzuganlage in Abhängigkeit von einer Relativposition zwischen dem Gegengewicht und der Kabine entstehen, da Teilstücke der seilartigen Tragmittelanordnung, welche auf einer Seite der Antriebsanordnung das Gegengewicht und auf einer anderen Seite der Antriebsanordnung die Kabine halten, je nach aktueller Relativposition zwischen dem Gegengewicht und der Kabine unterschiedlich lang sind und somit unterschiedlich schwer sind und damit unterschiedliche mechanische Belastungen auf die Antriebsanordnung ausüben.

[0021] Die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung kann ein oder mehrere Kompensationsseile und/oder ein oder mehrere Kompensationsriemen und/oder ein oder mehrere Kompensationsketten umfassen. Die Kompensationsseile, -riemen bzw. -ketten können, brauchen aber nicht zwingend, gleich oder ähnlich ausgebildet sein, wie seilartige Komponenten der Tragmittelanordnung.

[0022] Die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung kann ähnlich wie die seilartige Tragmittelanordnung direkt oder indirekt mit der Kabine verbunden sein. Anders ausgedrückt kann die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung mit einem Ende direkt an der Kabine befestigt sein. Alternativ kann die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung über eine an der Kabine befestigte Umlenkrolle geführt sein und mit ihrem Ende beispielsweise fest am Schachtboden der Aufzuganlage verankert sein.

[0023] Von der Kabine her kommend erstreckt sich der kabinenseitige Teil der Kompensationsgewichtsanordnung zwischen einer Position, an der die Kompensationsgewichtsanordnung an der Kabine oder einer an dieser befestigten Komponente angreift, und der unteren Umlenkposition, an der die Kompensationsgewichtsanordnung umgelenkt wird. Zumindest dieser kabinenseitige Teil der Kompensationsgewichtsanordnung bewirkt ein zusätzliches Gewicht auf die Kabine, dessen Ausmaß davon abhängt, wie lange der kabinenseitige Teil der Kompensationsgewichtsanordnung aktuell ist, d.h. wie weit entfernt die Kabine aktuell von der unteren Umlenkposition entfernt ist.

[0024] An der unteren Umlenkposition wird die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung umgelenkt, beispielsweise um 180°, um sich dann hinauf bis zu dem Gegengewicht zu erstrecken. Hierzu können an der unteren Umlenkposition ein oder mehrere Umlenkrollen vorgesehen sein. Ein gegengewichtseitiger Teil der Kompensationsgewichtsanordnung erstreckt sich dabei zwischen der Anbindungsposition, an der die Kompensationsgewichtsanordnung an dem Gegengewicht angebracht ist, und der unteren Umlenkposition. Zumindest dieser gegengewichtseitige Teil der Kompensationsgewichtsanordnung bewirkt ein zusätzliches Gewicht auf das Gegengewicht, dessen Ausmaß wiederum davon abhängt, wie lange der gegengewichtseitige Teil der Kompensationsgewichtsanordnung aktuell ist, das heißt wie weit das Gegengewicht aktuell von der unteren Umlenkposition entfernt ist.

[0025] Der gegengewichtseitige Teil der Kompensationsgewichtsanordnung ist dann an dem Gegengewicht oder zumindest einem mechanisch spannenden Teil des Gegengewichts wirkmäßig angebunden. Dabei verläuft der gegengewichtseitige Teil der Kompensationsgewichtsanordnung jedoch nicht direkt von der unteren Umlenkposition hin zu dem Gegengewicht. Stattdessen ist der gegengewichtseitige Teil der Kompensationsgewichtsanordnung an dem Gegengewicht über ein drehbares gegengewichtseitiges Umlenkelement angebunden. Das Umlenkelement ist dabei um eine Drehachse drehbar, rotierbar und/oder schwenkbar. Eventuell kann das Umlenkelement auch aus mehreren Teil-Umlenkelementen zusammengesetzt sein, welche jedes um eine eigene Drehachse drehbar sind. Eine Wirkrichtung einer auf die Kompensationsgewichtsanordnung wirkenden Kraft wird dabei durch das Umlenkelement umgelenkt, beispielsweise um 180°.

[0026] Somit kann der gegengewichtseitige Teil der Kompensationsgewichtsanordnung beispielsweise an einer Seite des Umlenkelements nach unten hängen, hin zu der unteren Umlenkposition, und somit eine nach unten gerichtete Gewichtskraft ausüben. Diese nach unten gerichtete Gewichtskraft bewirkt an einer gegenüberliegenden Seite des Umlenkelements dann eine nach oben gerichtete Kraft auf einen dort verlaufenden Teil der Kompensationsgewichtsanordnung bzw. des daran angebrachten Gegengewichts bzw. spannenden Teils des Gegengewichts.

[0027] In entgegengesetzter Wirkrichtung ausgedrückt bewirkt das Gegengewicht bzw. der spannende Teil des Gegengewichts eine nach unten gerichtete Kraft an einer Seite des Umlenkelements, aufgrund welcher dann der gegengewichtseitige Teil der Kompensationsgewichtsanordnung an der anderen Seite des Umlenkelements nach oben gezogen und gespannt wird.

[0028] Aufgrund dieser Anbindung der Kompensationsgewichtsanordnung nach Umlenkung über das Umlenkelement kann bewirkt werden, dass das Gegengewicht oder zumindest ein Teil desselben nicht nur als Last auf die Tragmittelanordnung, sondern auch als Last auf die Kompensationsgewichtsanordnung wirkt und somit auch die Kompensationsgewichtsanordnung mechanisch auf Zug vorspannt.

[0029] Gemäß einer Ausführungsform ist das gegengewichtseitige Umlenkelement oberhalb des mechanisch spannenden Teils des Gegengewichts angeordnet.

[0030] Anders ausgedrückt sollte sich das gegengewichtseitige Umlenkelement direkt vertikal oberhalb oder eventuell auch seitlich versetzt vertikal oberhalb des mechanisch spannend wirkenden Teils des Gegengewichts befinden. Der mechanisch spannende Teil des Gegengewichts kann somit aufgrund von Gravitation eine nach unten gerichtete Kraft auf eine Seite des darüber befindlichen gegengewichtseitigen Umlenkelements bewirken, welche dann auf einer bezogen auf die Drehachse des Umlenkelements gegenüberliegenden Seite des Umlenkelements eine nach oben gerichtete und somit auf die Kompensationsgewichtsanordnung spannend wirkende Kraft bewirkt. Das gegengewichtseitige Umlenkelement braucht dabei eventuell lediglich geringfügig oberhalb des spannend wirkenden Teils des Gegengewichts angeordnet sein, vorzugsweise jedoch zumindest um eine Distanz, um die sich maximal von der Drehachse entfernt befindliche Teile des Umlenkelements vertikal bewegen können sollen. Beispielsweise kann das gegengewichtseitige Umlenkelement wenigstens 10 cm, vorzugsweise wenigstens 20 cm, stärker bevorzugt wenigstens 50 cm oberhalb des mechanisch spannenden Teils des Gegengewichts angeordnet sein. Dabei ist zu betonen, dass das Umlenkelement bzw. zumindest dessen Drehachse zwar oberhalb des gesamten Gegengewichts angeordnet sein kann, dies jedoch nicht zwingend der Fall sein braucht. Das Umlenkelement kann auch an dem Gegengewicht selbst angebracht sein, sofern das Gegengewicht zumindest zweiteilig ist und das Umlenkelement beispielsweise oberhalb des mechanisch spannend wirkenden Teils des Gegengewichts, der beweglich relativ zu einem Rest des Gegengewichts sein kann, angeordnet ist.

[0031] Bei einer alternativen Ausführungsform kann das gegengewichtseitige Umlenkelement auch unterhalb des mechanisch spannenden Teils des Gegengewichts angeordnet sein.

[0032] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist das gegengewichtseitige Umlenkelement mit einer Rolle ausgebildet, die um die Drehachse drehbar ist, wobei die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung über die Rolle geführt ist und an dem mechanisch spannenden Teil des Gegengewichts angebunden ist.

[0033] Anders ausgedrückt kann die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung mithilfe einer Rolle umgelenkt werden, über deren Mantelfläche die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung verläuft, beispielsweise über einen Winkelbereich von etwa 180° hin. Die Rolle kann zylindrisch sein. Da die Rolle im angegebenen Einsatzzweck sich in der Regel nur um wenige Grad oder wenige zehn Grad drehen braucht, kann die Rolle aber auch einen von einer Kreisform abweichenden Querschnitt aufweisen. Die Rolle kann direkt oder indirekt mit der seilartigen Tragmittelanordnung wirkmäßig verbunden sein. Beispielsweise kann die Rolle von einem Halter gehalten werden, der einerseits die Rolle an ihrer Drehachse drehbar hält und der andererseits von der seilartigen Tragmittelanordnung gehalten wird. Die über die Rolle geführte seilartige Kompensationsgewichtsanordnung kann somit einerseits ihr Eigengewicht, insbesondere das Gewicht des gegengewichtseitigen Teils der Kompensationsgewichtsanordnung, und andererseits das an ihrem Ende angehängte Gewicht des Gegengewichts auf die Rolle übertragen und über die Rolle an die die Rolle haltende Tragmittelanordnung weitergeben.

[0034] Eine Ausbildung des Umlenkelements mit einer bzw. als Rolle ist technisch einfach zu realisieren und/oder einfach zu installieren.

[0035] Gemäß einer alternativen Ausführungsform ist das gegengewichtseitige Umlenkelement mit einem Hebel ausgebildet, der um die Drehachse drehbar ist, wobei der mechanisch spannende Teil des Gegengewichts an einer ersten Seite des Hebels angebunden ist und der gegengewichtseitige Teil der Kompensationsgewichtsanordnung an einer gegenüberliegenden zweiten Seite des Hebels angebunden ist.

[0036] Mit anderen Worten kann als gegengewichtseitiges Umlenkelement ein Hebel vorgesehen sein, dessen zwei Arme sich an entgegengesetzten Seiten der Drehachse erstrecken. Die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung braucht in diesem Fall nicht durchgängig über das Umlenkelement geführt sein. Stattdessen kann die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung beispielsweise zweiteilig sein, wobei ein Ende des gegengewichtseitigen Teils der Kompensationsgewichtsanordnung an einem der Arme des Hebels angreift, wohingegen ein mit dem spannenden Teil des Gegengewichts verbundener Teil der Kompensationsgewichtsanordnung an dem anderen Arm des Hebels angreift. Gegebenenfalls kann die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung auch lediglich an einem der Arme des Hebels angreifen und der andere Arm des Hebels starr mit dem spannenden Teil des Gegengewichts verbunden sein.

[0037] Über den Hebel kann somit das Gewicht des gegengewichtseitigen Teils der Kompensationsgewichtsanordnung umgelenkt werden und als nach oben gerichtete Kraft auf den spannenden Teil des Gegengewichts übertragen werden.

[0038] Gegebenenfalls können die beiden Arme des Hebels unterschiedlich lang sein, das heißt die Drehachse des Hebels nicht in dessen Zentrum, sondern außermittig angeordnet sein. Hierdurch kann den Hebelgesetzen entsprechend eine bewirkte Verlagerung und eine damit einhergehende Kraft eingestellt werden.

[0039] Eine Ausbildung des Umlenkelements mit einem bzw. als Hebel ist technisch einfach zu realisieren und/oder zu installieren.

[0040] Gemäß einer Ausführungsform ist die Tragmittelanordnung mit dem gegengewichtseitigen Umlenkelement an einer Halteposition wirkverbunden, welche sich in einer vertikalen Ebene befindet, welche die Drehachse des gegengewichtseitigen Umlenkelements einschließt.

[0041] Anders ausgedrückt kann das gegengewichtseitige Umlenkelement derart ausgestaltet und angeordnet sein, dass es von der Tragmittelanordnung gehalten werden kann. Eine Halteposition, an der das Tragmittel an dem Umlenkelement oder einem das Umlenkelement haltenden Halter angreift, soll sich dabei in einer Ebene befinden, welche vertikal verläuft und welche die Drehachse des gegengewichtseitigen Umlenkelements einschließt. Mit anderen Worten kann die Tragmittelanordnung das gegengewichtseitige Umlenkelement derart halten, dass sich dessen Drehachse lotrecht unterhalb der Halteposition einpendelt. Ein derart gehaltenes gegengewichtseitiges Umlenkelement kann als Rolle oder als Hebel ausgebildet sein. Das Gewicht des an dem Umlenkelement angehängten gegengewichtseitigen Teils der Kompensationsgewichtsanordnung sowie das Gewicht des mechanisch spannenden Teils des Gegengewichts wirken dabei über das gegengewichtseitige Umlenkelement auf die dieses haltende Tragmittelanordnung.

[0042] Gemäß einer Ausführungsform ist der gegengewichtseitige Teil der Kompensationsgewichtsanordnung an dem Gegengewicht über das drehbare gegengewichtseitige Umlenkelement derart angebunden, dass ein Gesamtgewicht des Gegengewichts mechanisch spannend auf die Kompensationsgewichtsanordnung wirkt.

[0043] Anders ausgedrückt kann es vorteilhaft sein, wenn das gesamte Gegengewicht als mechanisch spannender Teil des Gegengewichts wirkt, um die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung auf Zug gespannt zu halten. Aufgrund des hohen Gesamtgewichts des Gegengewichts wird die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung dabei zuverlässig daran gehindert, übermäßig in seitlicher Richtung zu schwingen.

[0044] Gemäß einer alternativen Ausführungsform ist der gegengewichtseitige Teil der Kompensationsgewichtsanordnung an dem Gegengewicht über das drehbare gegengewichtseitige Umlenkelement derart angebunden, dass lediglich ein Teilgewichtselement mechanisch spannend auf die Kompensationsgewichtsanordnung wirkt, wobei das Teilgewichtselement einen Teil des Gegengewichts bildet und relativ zu einem Rest des Gegengewichts in einer Vertikalrichtung verlagerbar ist.

[0045] Mit anderen Worten braucht nicht das gesamte Gegengewicht als Last eingesetzt zu werden, um die Kompensationsgewichtsanordnung unter Zug zu setzen. Stattdessen kann es genügen, an dem Gegengewicht ein Teilgewichtselement vorzusehen, dass zwar auch zum Gesamtgewicht des Gegengewichts beiträgt, das aber relativ zu einem Rest des Gegengewichts in Vertikalrichtung zumindest über eine kleine Distanz hin, beispielsweise um wenige Zentimeter oder wenige Dezimeter, verlagert werden kann. In diesem Fall braucht dann nur das Teilgewichtselement mit seinem Teilgewicht auf dem gegengewichtseitigen Teil der Kompensationsgewichtsanordnung lasten und diesen spannen. Dementsprechend können die auf die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung ausgeübten Kräfte geringer sein, als wenn das gesamte Gewicht des Gegengewichts als spannende Kraft eingesetzt würde. Somit können beispielsweise die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung selbst, aber auch das gegengewichtseitige Umlenkelement und/oder andere Komponenten geringer dimensioniert und/oder für geringere Lasten ausgelegt sein.

[0046] Gemäß einer Ausführungsform wird die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung an der unteren Umlenkposition durch zumindest ein ortsfest angebrachtes bodennahes Umlenkelement umgelenkt.

[0047] Somit kann die zwischen der Kabine und dem Gegengewicht verlaufende seilartige Kompensationsgewichtsanordnung nicht nur lediglich lose nach unten in dem Aufzugschacht durchhängen, sondern wird durch das bodennahe Umlenkelement in einem Teilbereich nahe dem Boden gehalten und dort umgelenkt. Das bodennahe Umlenkelement kann ähnlich wie das gegengewichtseitige Umlenkelement als Rolle, Hebel oder Ähnliches ausgebildet sein und um eine Drehachse drehbar sein.

[0048] Im Gegensatz zu herkömmlichen Aufzuganlagen, bei denen ein Halten und eine Umlenkung eines Kompensationsseils mit einer Spannvorrichtung stattfindet, in der ein Umlenkelement schwenkbar oder in anderer Weise vertikal verlagerbar gehalten ist, braucht bei der vorliegend beschriebenen Ausführungsform das Umlenkelement lediglich drehbar, nicht aber verlagerbar, insbesondere nicht vertikal verlagerbar, sein. Mit anderen Worten kann die Drehachse des Umlenkelements stationär beispielsweise relativ zum Schachtboden der Aufzuganlage angeordnet sein. Das bodennahe Umlenkelement kann somit verhältnismäßig einfach ausgestaltet sein und/oder installiert werden.

[0049] Gemäß einer besonders einfach zu implementierenden Ausführungsform umfasst das bodennahe Umlenkelement eine in einem Aufzugschacht ortsfest angebrachte, drehbare Rolle.

[0050] Die Rolle kann an oder nahe dem Boden des Aufzugschachts angebracht sein. Hierzu kann eine Halterung einerseits die Rolle an ihrer Drehachse halten und andererseits fest in dem Aufzugschacht verankert sein. Die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung kann in diesem Fall wiederum um eine Mantelfläche der Rolle geführt sein und hierbei insbesondere um etwa 180° umgelenkt werden. Das bodennahe Umlenkelement kann auch mit Hilfe mehrerer Teil-Umlenkelemente, d.h. beispielsweise mehrerer Rollen, ausgebildet sein, wobei sich die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung in diesem Beispiel um Teile der Mantelfläche solcher Rollen, beispielsweise um etwa 90° umgelenkt, erstreckt.

[0051] Insbesondere kann gemäß einer Ausführungsform das bodennahe Umlenkelement ein Verlagern der seilartigen Kompensationsanordnung im Wesentlichen ungedämpft zulassen.

[0052] Anders ausgedrückt war es bei herkömmlichen Spannvorrichtungen für Kompensationsseile in Aufzuganlagen meist nötig, ein verlagerbares Umlenkelement wie beispielsweise eine an einem Schwenkarm gehaltene Rolle in seiner Bewegung derart zu dämpfen, dass sich das Umlenkelement bei wechselnden Belastungen durch das darüber geführte Kompensationsseil nicht übermäßig in Schwingung versetzen lässt. Dabei wurde meist eine Schwenkbewegung des Schwenkarms und/oder eine Drehbewegung der Rolle mechanisch gedämpft.

[0053] Bei der vorliegend beschriebenen Aufzuganlage hingegen soll das bodennahe Umlenkelement möglichst gar nicht vertikal verlagerbar sein, braucht aber zumindest nicht notwendigerweise in seiner Bewegung gedämpft sein. Insbesondere ist keine oder zumindest keine wesentliche Dämpfung des bodennahen Umlenkelements nötig, um die seilartige Kompensationsanordnung hinsichtlich einer Verlagerung derselben zu dämpfen. Dementsprechend kann das bodennahe Umlenkelement verhältnismäßig einfach aufgebaut sein, beispielsweise als ortsfest installierte und/oder in seiner Drehbewegung im Wesentlichen ungedämpfte Rolle.

[0054] Gemäß einer Ausführungsform kann die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung für eine gleiche mechanische Belastbarkeit auf Zug ausgelegt sein wie die Tragmittelanordnung.

[0055] Anders ausgedrückt sollte die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung zwar im Regelfall auch ähnlich wie herkömmlich in Aufzuganlagen eingesetzte Kompensationsseile ein Gewicht pro Seillänge aufweisen, welches etwa demjenigen der in der gleichen Aufzuganlage eingesetzten seilartigen Tragmittel entspricht, um Ungleichgewichte zwischen den hin zu der Kabine bzw. hin zu dem Gegengewicht führenden Teilen des seilartigen Tragmittels ausgleichen zu können. Zusätzlich kann es bei der hierin vorgeschlagenen seilartigen Kompensationsgewichtsanordnung vorteilhaft sein, diese hinsichtlich ihrer mechanischen Belastbarkeit auf Zug ähnlich oder gleich auszulegen bzw. zu dimensionieren wie die seilartige Tragmittelanordnung.

[0056] Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn nicht mehr, wie bei herkömmlichen Aufzuganlagen, das gesamte Gewicht des Gegengewichts ausschließlich von der Tragmittelanordnung gehalten wird und die Kompensationsgewichtsanordnung lediglich ihr Eigengewicht halten braucht, sondern stattdessen Teile der seilartigen Kompensationsgewichtsanordnung auch das Gewicht des Gegengewichts oder zumindest des spannenden Teils des Gegengewichts halten sollen.

[0057] Unter einer "gleichen mechanischen Belastbarkeit auf Zug" kann hierbei verstanden werden, dass die Tragmittelanordnung und die Kompensationsgewichtsanordnung gegebenenfalls unter Berücksichtigung von in beiden Fällen gleichen Sicherheitsfaktoren für eine Zugbelastung bis zu einer vorgegebenen Maximalkraft ausgelegt sind, wobei die vorgegebenen Maximalkräfte in beiden Fällen gleich sind oder sich allenfalls um höchstens 30 %, vorzugsweise um höchstens 10 %, voneinander unterscheiden. Beispielsweise kann es vorteilhaft sein, für die seilartige Tragmittelanordnung und die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung die gleichen Seile oder Riemen einzusetzen. Hierdurch kann insbesondere eine hohe Sicherheit für die Aufzuganlage erreicht werden. Außerdem brauchen nicht verschiedene Arten von seilartigen Tragmitteln vorgehalten werden.

[0058] Es wird darauf hingewiesen, dass einige der möglichen Merkmale und Vorteile der Erfindung hierin mit Bezug auf unterschiedliche Ausführungsformen der Aufzuganlage beschrieben sind. Ein Fachmann erkennt, dass die Merkmale in geeigneter Weise kombiniert, angepasst oder ausgetauscht werden können, um zu weiteren Ausführungsformen der Erfindung zu gelangen.

[0059] Nachfolgend werden Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, wobei weder die Zeichnungen noch die Beschreibung als die Erfindung einschränkend auszulegen sind.

Fig. 1 zeigt eine Aufzuganlage gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Fig. 2 zeigt eine Aufzuganlage gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.



[0060] Die Figuren sind lediglich schematisch und nicht maßstabsgetreu. Gleiche Bezugszeichen bezeichnen in den verschiedenen Figuren gleiche oder gleichwirkende Merkmale

[0061] Fig. 1 zeigt eine Aufzuganlage 1 gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die Aufzuganlage 1 verfügt über eine Kabine 3, ein Gegengewicht 5, eine seilartige Tragmittelanordnung 7, eine seilartige Kompensationsgewichtsanordnung 9 und eine Antriebsanordnung 11.

[0062] Die Kabine 3 und das Gegengewicht 5 werden beide von der Tragmittelanordnung 7 wirkmäßig entgegen der Gravitation gehalten. Durch Verlagern der Tragmittelanordnung 7 mittels der Antriebsanordnung 11 können die Kabine 3 und das Gegengewicht 5 vertikal innerhalb eines Aufzugschachts 49 in entgegengesetzte Richtungen verlagert werden. Die Tragmittelanordnung 7 wird dabei an einer zumindest teilweise durch die Antriebsanordnung 11 gebildeten oberen Umlenkposition 13 umgelenkt. Im dargestellten Beispiel ist die Antriebsanordnung 11 in einem Maschinenraum und somit oberhalb einer Schachtdecke 55 angeordnet, könnte jedoch auch innerhalb des Aufzugschachts 49 montiert sein.

[0063] Insbesondere bei einer sehr hohen Aufzuganlage 1 kann das Gewicht desjenigen Teils der Tragmittelanordnung 7, der das Gegengewicht 5 hält, und desjenigen Teils der Tragmittelanordnung 7, der die Kabine 3 hält, abhängig von der aktuellen Relativposition zwischen der Kabine 3 und dem Gegengewicht 5 stark variieren. Resultierende Gewichtsunterschiede können insbesondere die Antriebsanordnung 11 belasten.

[0064] Um diesen Effekt zu kompensieren, ist in der Aufzuganlage 1 die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung 9 vorgesehen. Die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung 9 kann ebenso wie die Tragmittelanordnung 7 über ein oder mehrere Seile, Riemen oder Ähnliches verfügen. Die Kompensationsgewichtsanordnung 9 ist dabei einerseits wirkmäßig an der Kabine 3 und andererseits wirkmäßig an dem Gegengewicht 5 angebunden. Zwischen der Kabine 3 und dem Gegengewicht 5 verläuft einerseits ein kabinenseitiger Teil 17 der Kompensationsgewichtsanordnung 9 und andererseits ein gegengewichtseitiger Teil 21 der Kompensationsgewichtsanordnung 9 in dem Aufzugschacht 49 nach unten hin zu einer unteren Umlenkposition 15. Ein Gewicht des kabinenseitigen Teils 17 der Kompensationsgewichtsanordnung 9 einerseits und ein Gewicht des gegengewichtseitigen Teils 21 der Kompensationsgewichtsanordnung 9 andererseits hängen dabei wiederum von der aktuellen Position der Kabine 3 und des Gegengewichts 5 ab, wobei die Abhängigkeit umgekehrt wie im Falle der Tragmittelanordnung 7 ist, sodass Gewichtsunterschiede insgesamt kompensiert werden.

[0065] Im dargestellten Beispiel wird die Kompensationsgewichtsanordnung 9 an der unteren Umlenkposition 15 durch ein bodennahes Umlenkelement 45 umgelenkt. Das bodennahe Umlenkelement 45 verfügt über zwei zylindrische Rollen 47, über deren Mantelflächen die Kompensationsgewichtsanordnung 9 geführt und umgelenkt wird. Das bodennahe Umlenkelement 45 inklusive seiner Rollen 47 ist ortsfest innerhalb des Aufzugschachts 49, insbesondere in einer Aufzugschachtgrube 51, montiert, d.h., die Rollen 47 können sich zwar drehen, brauchen aber nicht verlagerbar sein.

[0066] An der Kabine 3 ist die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung 9 im dargestellten Beispiel über eine an der Kabine 3 befestigte Rolle wirkmäßig angebunden, welche somit eine Anbindungsposition 19 an der Kabine 3 bildet. Ein Ende der seilartigen Kompensationsgewichtsanordnung 9 ist dabei am Schachtboden 53 fixiert. Von dort aus verläuft die Kompensationsgewichtsanordnung 9 zur Anbindungsposition 19 an der Kabine 3 nach oben und anschließend zurück nach unten hin zu der unteren Umlenkposition 15. Von der unteren Umlenkposition 15 aus verläuft die Kompensationsgewichtsanordnung 9 nach oben hin zu einer Anbindungsposition 23 an dem Gegengewicht 5 und ist letztendlich unterhalb dieser Anbindungsposition 23 an dem Gegengewicht 5 befestigt. Insgesamt verläuft die Kompensationsgewichtsanordnung 9 bei dieser Ausführungsform in einer 2:1-artigen Konfiguration.

[0067] Von herkömmlichen Kompensationsgewichtsanordnungen unterscheidet sich die für die hier vorgestellte Aufzuganlage 1 eingesetzte seilartige Kompensationsgewichtsanordnung 9 insbesondere dadurch, dass die Anbindungsposition 23, bis zu der der gegengewichtseitige Teil 21 der Kompensationsgewichtsanordnung 9 nach oben verläuft und über die die Kompensationsgewichtsanordnung 9 wirkmäßig mit dem Gegengewicht 5 gekoppelt ist, oberhalb des Gegengewichts 5 angeordnet ist. Durch diese Anordnung ist das Gegengewicht 5 in der Lage, aufgrund seines Gewichts eine Kraft auf die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung 9 auszuüben, die diese mechanisch spannt.

[0068] Im in Fig. 1 dargestellten Beispiel wird diese mechanische Spannung auf die Kompensationsgewichtsanordnung 9 dadurch erzielt, dass an der Anbindungsposition 23 ein gegengewichtseitiges Umlenkelement 27 in Form einer Rolle 31 vorgesehen wird. Das gegengewichtseitige Umlenkelement 27 kann um eine Drehachse 25 gedreht werden und wird an einer Halteposition 39 von einem gegengewichtseitigen Teil der Tragmittelanordnung 7 gehalten. Die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung 9 verläuft von der unteren Umlenkposition 15 kommend hoch bis zur Anbindungsposition 23 und über eine Mantelfläche der dort vorgesehenen Rolle 31 des gegengewichtseitigen Umlenkelements 27, bevor sie weiter unterhalb an dem Gegengewicht 5 angebracht ist bzw. mit diesem wirkmäßig verbunden ist.

[0069] Insgesamt ist der gegengewichtseitige Teil 21 der Kompensationsgewichtsanordnung 9 somit an dem Gegengewicht 5 über das um die Drehachse 25 drehbare gegengewichtseitige Umlenkelement 27 derart angebunden, dass ein mechanisch spannender Teil 29 des Gegengewichts 5, der in diesem Beispiel dem Gesamtgewicht des Gegengewichts 5entspricht, mechanisch spannend auf die Kompensationsgewichtsanordnung 9 wirkt.

[0070] Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform sind die meisten der oben beschriebenen Aufzugkomponenten ähnlich ausgebildet wie bei der vorangehend beschriebenen Ausführungsform und werden daher nicht erneut erläutert. Im Gegensatz zur vorangehend beschriebenen Ausführungsform ist die Kompensationsgewichtsanordnung 9 und deren Anbindung an einen mechanisch spannend wirkenden Teil 29 des Gegengewichts 5 jedoch anders ausgebildet.

[0071] Insbesondere wird bei dieser Ausführungsform das gegengewichtseitige Umlenkelement 27 von einem Hebel 33 gebildet. Im dargestellten Beispiel ist der Hebel 33 an einem Rahmen des Gegengewichts 5 befestigt und kann sich um eine Drehachse 25 drehen. Ferner verfügt das Gegengewicht 5 über mehrere Teile, wobei ein Teilgewichtselement 41 relativ zu einem Rest 43 des Gegengewichts vertikal verlagerbar ist.

[0072] Eine Anbindungsposition 23, an der der gegengewichtseitige Teil 21 der Kompensationsgewichtsanordnung 9 an dem Hebel 33 des Umlenkelements angebracht ist, befindet sich auch in diesem Fall wieder oberhalb des mechanisch spannenden Teils 29 des Gegengewichts 5, wobei dieser mechanisch spannende Teil 29 von dem Teilgewichtselement 41 gebildet wird. Bei einer alternativen Ausführungsform könnte die Anbindungsposition 23, an der der gegengewichtseitige Teil 21 der Kompensationsgewichtsanordnung 9 an dem Hebel 33 des Umlenkelements angebracht ist, sich auch unterhalb des mechanisch spannenden Teils 29 des Gegengewichts 5 befinden. Der mechanisch spannende Teil 29 des Gegengewichts 5 ist dabei wirkmäßig mit einer ersten Seite 35 des Hebels 33 gekoppelt. Der gegengewichtseitige Teil 21 der Kompensationsgewichtsanordnung 9 greift an einer bezogen auf die Drehachse 25 entgegengesetzten zweiten Seite 37 des Hebels 33 an. Hebelarme an der ersten und zweiten Seite 35, 37 können gleich lang oder zur Erzielung unterschiedlicher Weg-Kraft-Verhältnisse auch unterschiedlich lang sein.

[0073] Auch bei dieser zweiten Ausführungsform ist der gegengewichtseitige Teil 21 der Kompensationsgewichtsanordnung 9 an dem Gegengewicht 5 über das um die Drehachse 25 drehbare gegengewichtseitige Umlenkelement 27 in Form des Hebels 33 derart angebunden, dass die Kompensationsgewichtsanordnung 9 permanent gespannt gehalten wird. Dabei wird der mechanisch spannende Teil 29 des Gegengewichts 5 von dem Teilgewichtselement 41 gebildet.

[0074] In Ausführungsformen der hierin vorgeschlagenen Aufzuganlage 1 kann die zum mechanischen Spannen der seilartigen Kompensationsgewichtsanordnung 9 eingesetzte Kraft sehr groß sein und bis hin zur gesamten Gewichtskraft des Gegengewichts 5 betragen. Insbesondere kann die Spannkraft deutlich größer sein, als dies im Allgemeinen mit herkömmlich in Aufzuganlagen eingesetzten Spannvorrichtungen möglich war. Hierdurch lässt sich zuverlässiger verhindern, dass die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung 9 innerhalb des Aufzugschachts 49 übermäßig in lateraler Richtung schwingen kann. Außerdem ermöglicht die für die vorgeschlagene Aufzuganlage 1 eingesetzte spezielle Konfiguration der Kompensationsgewichtsanordnung 9 und der Umlenkelemente 27, dass in der Aufzuganlage 1 vorzugsweise auf eine komplizierte mechanische Spannvorrichtung mit verlagerbaren und vorzugsweise sich gedämpft bewegenden Komponenten verzichtet werden kann. Hierdurch ergibt sich letztendlich die Möglichkeit niedrigerer Kosten für die Aufzuganlage 1 und/oder eines geringeren Platzbedarfs, insbesondere im Bereich der Aufzugschachtgrube 51.

[0075] Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass Begriffe wie "aufweisend", "umfassend", etc. keine anderen Elemente oder Schritte ausschließen und Begriffe wie "eine" oder "ein" keine Vielzahl ausschließen. Ferner sei darauf hingewiesen, dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als Einschränkung anzusehen.

Bezugszeichenliste



[0076] 
1
Aufzuganlage
3
Kabine
5
Gegengewicht
7
seilartige Tragmittelanordnung
9
seilartige Kompensationsgewichtsanordnung
11
Antriebsanordnung
13
obere Umlenkposition
15
untere Umlenkposition
17
kabinenseitiger Teil der Kompensationsgewichtsanordnung
19
Anbindungsposition an der Kabine
21
gegengewichtseitiger Teil der Kompensationsgewichtsanordnung
23
Anbindungsposition an dem Gegengewicht
25
Drehachse des gegengewichtseitigen Umlenkelements
27
gegengewichtseitiges Umlenkelement
29
mechanisch spannender Teil des Gegengewichts
31
Rolle
33
Hebel
35
erste Seite des Hebels
37
zweite Seite des Hebels
39
Halteposition
41
Teilgewichtselement
43
Rest des Gegengewichts
45
bodennahes Umlenkelement
47
Rolle
49
Aufzugschacht
51
Aufzugschachtgrube
53
Schachtboden
55
Schachtdecke



Ansprüche

1. Aufzuganlage (1), aufweisend:

eine Kabine (3),

ein Gegengewicht (5),

eine seilartige Tragmittelanordnung (7),

eine seilartige Kompensationsgewichtsanordnung (9),

eine Antriebsanordnung (11),

wobei die Tragmittelanordnung (7) an einer oberen Umlenkposition (13) umgelenkt wird und einerseits an der Kabine (3) und andererseits an dem Gegengewicht (5) wirkmäßig angebunden ist, um deren Last zu halten,

wobei die Antriebsanordnung (11) mit der Tragmittelanordnung (7) zusammenwirkt, um die Kabine (3) und das Gegengewicht (5) in entgegengesetzte Richtungen zu verlagern,

wobei die Kompensationsgewichtsanordnung (9) an einer unteren Umlenkposition (15) umgelenkt wird und einerseits an der Kabine (3) und andererseits an dem Gegengewicht (5) derart wirkmäßig angebunden ist, dass einerseits eine Last eines kabinenseitigen Teils (17) der Kompensationsgewichtsanordnung (9), der sich zwischen einer Anbindungsposition (19) an der Kabine (3) und der unteren Umlenkposition (15) erstreckt, auf die Kabine (3) wirkt und andererseits eine Last eines gegengewichtseitigen Teils (21) der Kompensationsgewichtsanordnung (9), der sich zwischen einer Anbindungsposition (23) an dem Gegengewicht (5) und der unteren Umlenkposition (15) erstreckt, auf das Gegengewicht (5) wirkt,

wobei der gegengewichtseitige Teil (21) der Kompensationsgewichtsanordnung (9) an dem Gegengewicht (5) über ein um eine Drehachse (25) drehbares gegengewichtseitiges Umlenkelement (27) derart angebunden ist, dass zumindest ein mechanisch spannender Teil (29) des Gegengewichts (5) mechanisch spannend auf die Kompensationsgewichtsanordnung (9) wirkt.


 
2. Aufzuganlage nach Anspruch 1, wobei das gegengewichtseitige Umlenkelement (27) oberhalb des mechanisch spannenden Teils (29) des Gewichts des Gegengewichts (5) angeordnet ist.
 
3. Aufzuganlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das gegengewichtseitige Umlenkelement (27) mit einer Rolle (31) ausgebildet ist, die um die Drehachse (25) drehbar ist und wobei die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung (9) über die Rolle (31) geführt ist und an dem mechanisch spannenden Teil (29) des Gegengewichts (5) angebunden ist.
 
4. Aufzuganlage nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 3, wobei das gegengewichtseitige Umlenkelement (27) mit einem Hebel (33) ausgebildet ist, der um die Drehachse (25) drehbar ist und wobei der mechanisch spannende Teil (29) des Gegengewichts (5) an einer ersten Seite (35) des Hebels (33) angebunden ist und der gegengewichtseitige Teil (21) der Kompensationsgewichtsanordnung (9) an einer gegenüberliegenden zweiten Seite (37) des Hebels (33) angebunden ist.
 
5. Aufzuganlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Tragmittelanordnung (7) mit dem gegengewichtseitigen Umlenkelement (27) an einer Halteposition (39) wirkverbunden ist, welche sich in einer vertikalen Ebene befindet, welche die Drehachse (25) des gegengewichtseitigen Umlenkelements (27) einschließt.
 
6. Aufzuganlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der gegengewichtseitige Teil (21) der Kompensationsgewichtsanordnung (9) an dem Gegengewicht (5) über das drehbare gegengewichtseitige Umlenkelement (27) derart angebunden ist, dass ein Gesamtgewicht des Gegengewichts (5) mechanisch spannend auf die Kompensationsgewichtsanordnung (9) wirkt.
 
7. Aufzuganlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der gegengewichtseitige Teil (21) der Kompensationsgewichtsanordnung (9) an dem Gegengewicht (5) über das drehbare gegengewichtseitige Umlenkelement (27) derart angebunden ist, dass lediglich ein Teilgewichtselement (41) mechanisch spannend auf die Kompensationsgewichtsanordnung (9) wirkt, wobei das Teilgewichtselement (41) einen Teil des Gegengewichts (5) bildet und relativ zu einem Rest (43) des Gegengewichts (5) in einer Vertikalrichtung verlagerbar ist.
 
8. Aufzuganlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung (9) an der unteren Umlenkposition (15) durch zumindest ein ortsfest angebrachtes bodennahes Umlenkelement (45) umgelenkt wird.
 
9. Aufzuganlage nach Anspruch 8, wobei das bodennahe Umlenkelement (45) eine in einem Aufzugschacht (49) ortsfest angebrachte, drehbare Rolle (47) umfasst.
 
10. Aufzuganlage nach einem der Ansprüche 8 und 9, wobei das bodennahe Umlenkelement (45) ein Verlagern der seilartigen Kompensationsanordnung (9) im Wesentlichen ungedämpft zulässt.
 
11. Aufzuganlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die seilartige Kompensationsgewichtsanordnung (9) für eine gleiche mechanische Belastbarkeit auf Zug ausgelegt ist wie die Tragmittelanordnung (7).
 




Zeichnung










Recherchenbericht









Recherchenbericht