(19)
(11)EP 3 599 342 A1

(12)EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43)Veröffentlichungstag:
29.01.2020  Patentblatt  2020/05

(21)Anmeldenummer: 18000631.4

(22)Anmeldetag:  27.07.2018
(51)Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E21B 43/34(2006.01)
B63B 35/44(2006.01)
(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(71)Anmelder: Alphakat Holding International Ltd.
3106 Limassol (CY)

(72)Erfinder:
  • Koch, Christian
    96155 Buttenheim (DE)

(74)Vertreter: Kayser, Christoph 
Kayser & Cobet Patentanwälte Partnerschaft Am Borsigturm 9
13507 Berlin
13507 Berlin (DE)

 
Bemerkungen:
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
 


(54)PLATTFORM ZUR ÖLFÖRDERUNG


(57) Eine Plattform zur Ölförderung mit einem Grundkörper, der eine Ölfördereinrichtung umfasst, und mit einer Trägerstruktur für den Grundkörper, ist dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper zusätzlich eine Erdölraffinerie umfasst.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Plattform zur Ölförderung mit einem Grundkörper, der eine Ölförderanlage umfasst, und mit einer Trägerstruktur für den Grundkörper.

[0002] Solche Plattformen zur Ölforderung sind aus dem Stand der Technik allgemein bekannt. In der Regel werden solche Plattformen Offshore eingesetzt und haben eine Trägerstruktur, mit der sie entweder auf einem Untergrund fixiert sind oder im Wasser schwimmen können. Für die vorliegende Erfindung ist die Trägerstruktur nicht wesentlich, so dass auf diese nicht näher eingegangen wird.

[0003] Die Plattformen zur Ölförderung weisen jeweils eine Ölförderanlage auf, mit der Öl aus einer Erdöllagerstätte entnommen werden kann. Dies erfolgt regelmäßig mithilfe einer Bohreinrichtung, mit der in tiefere Erdschichten eingedrungen und Erdöl aus der Lagerstätte an die Oberfläche gefördert und über Pipelines an einen Lagerort befördert werden kann. Auch die Technik der Ölförderanlage ist für die vorliegende Erfindung an sich nicht relevant, so dass auch auf diese nicht in Einzelheiten eingegangen wird.

[0004] Der Nachteil einer zur Ölförderung betriebenen Plattform des Standes der Technik besteht darin, dass das über eine solche Plattform geförderte Erdöl über Pipelines oder über eine Kombination aus Tankschiffen und Pipelines zu einer Raffinerie verbracht werden muss, die in räumlicher Entfernung zu der Plattform auf dem Festland für die Verarbeitung von Erdöl errichtet worden ist.

[0005] Der Transport des an der Plattform geförderten Erdöls zu einer entfernten Raffinerie ist mit Kosten und mit Materialverlusten verbunden. Die Kosten entstehen durch den Bau und den Betrieb von Pipelines sowie durch Umladung oder Weiterleitung verbundenen Arbeitskosten. Materialverluste entstehen durch Leckagen, durch nicht verwertbare Restmengen in Zwischenlagern etc.

[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher, die Gewinnung eines auf Erdöl basierenden organischen Brennstoffs zu optimieren.

[0007] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Grundkörper zusätzlich eine Erdölraffinerie umfasst.

[0008] Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Idee ist, eine vollständige Erdölraffinerie in eine Plattform zur Ölforderung zu integrieren. Das klingt zunächst visionär, ist aber aufgrund bekannter Verfahren, zum Beispiel aus DE 10 2006 054 506 A1, DE 10 2005 056 735 A1 und EP 1 538 191 A1 technisch umsetzbar. Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit der konstruktiven Anpassung einer Plattform zur Ölforderung zur zusätzlichen Durchführung eines zum Beispiel aus dem vorgenannten Stand der Technik bekannten Verfahrens. Natürlich können auch andere Verfahren zur Verarbeitung von Erdöl auf einer erfindungsgemäßen Plattform zur Ölforderung umgesetzt werden, nachweislich durchführbar sind aber in jedem Falle die in den vorgenannten Druckschriften des Standes der Technik genannten Verfahren, wenn der Raum begrenzt ist. Für die Durchführung des an sich bereits bekannten Verfahrens ist die Anpassung des begrenzten Raumes auf einer Ölplattform erforderlich. Das ist das Ziel der vorliegenden Erfindung.

[0009] Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass die Erdölraffinerie konzentrisch zum Grundkörper angeordnet ist. Die konzentrische Anordnung zum Grundkörper der Plattform sorgt für eine günstige Gewichtsverteilung am Grundkörper und somit auf der Plattform.

[0010] Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass die Erdölraffinerie einen Ringbehälter umfasst, der im Wesentlichen um den Grundkörper herum angeordnet ist. Der Ringbehälter dient zur Aufnahme von Erdöl bzw. eines Erdölgemischs mit diversen Beiprodukten, zum Beispiel einem Katalysator und Kalk, das in dem Ringbehälter in einer Hauptrichtung strömen kann.

[0011] Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass die Erdölraffinerie wenigstens eine Mischturbine aufweist. In einer Mischturbine werden Teile des im Ringbehälter strömenden Fluids mit Zusatzstoffen, wie zum Beispiel einem Katalysator und Kalk, gemischt und dem Ringbehälter wieder zugeführt.

[0012] Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist auch, dass die Erdölraffinerie wenigstens eine Destillationskolonne aufweist. In der Destillationskolonne können Dampfanteile des im Ringbehälter strömenden Fluids destilliert werden.

[0013] Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass die Destillationskolonne und die wenigstens eine Mischturbine auf einer Ebene des Grundkörpers angeordnet sind. Durch die Anordnung der Destillationskolonne und der wenigstens einen Mischturbine auf einer Ebene des Grundkörpers ist eine geometrische Anordnung in Bezug zur Plattform leichter möglich.

[0014] Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass der Ringbehälter eine Ringbarriere um die Ebene des Grundkörpers bildet. Dadurch schließt der Ringbehälter die für die Erdölraffinerie vorgesehene Ebene des Grundkörpers räumlich nach außen ab und ermöglicht eine geometrische Anordnung weiterer Bauteile im Zentrum des Ringbehälters.

[0015] Weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den weiteren Merkmalen der Unteransprüche.

[0016] Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird im Folgenden anhand der einzigen Figur näher beschrieben.

[0017] Die Figur zeigt eine Draufsicht auf eine Plattform gemäß vorliegender Erfindung mit einer in die Plattform integrierten Erdölraffinerie.

[0018] Die Darstellung in der Figur ist rein schematisch und dient zur klaren Darstellung der vorliegenden Erfindung. Insofern sind alle Einzelheiten einer Ölförderanlage, einer Trägerstruktur, aber auch einer Erdölraffinerie, die für die Konstruktion und den Betrieb üblich sind und dem Fachmann daher bekannt sind, hier weggelassen.

[0019] Für die Durchführung der vorliegenden Erfindung kann eine herkömmliche Plattform zur Ölforderung genutzt werden, in welche eine Erdölraffinerie mit den üblichen Mitteln, aber unter Berücksichtigung der konstruktiven Voraussetzungen gemäß vorliegender Erfindung integriert werden kann.

[0020] Für die Durchführung der vorliegenden Erfindung ist es also nicht wesentlich, in welcher Form die einzelnen Leitungen an jeweiligen Bauteilen angeschlossen sind oder welche Durchmesser einzelne Leitungen haben. Auch die genaue Führung der Leitungen auf der Plattform ist nicht wesentlich. Zudem gibt es eine Vielzahl von Ventilen, Steuereinrichtungen zum Steuern einer Durchflussmenge, einer Temperatur, eines Druckes und anderer Parameter, die hier für die vorliegende Erfindung nicht von Bedeutung sind. Es können übliche Ventile, Antriebe und/oder Steuereinrichtungen verwendet werden.

[0021] Die Plattform zur Ölforderung gemäß vorliegender Erfindung weist einen Grundkörper 1 auf, der schematisch als Rechteck dargestellt ist. In der Praxis wird der Grundkörper in Draufsicht kein ideales Rechteck darstellen, sondern eine mehreckige Kontur haben. Die ideale Darstellung als Rechteck dient nur zur besseren Erklärung der vorliegenden Erfindung.

[0022] An dem Grundkörper 1 ist eine Erdölraffinerie 3 angeschlossen. Der Anschluss der Erdölraffinerie 3 an dem Grundkörper 1 erfolgt durch eine mechanische Verbindung, die dem Fachmann bekannt ist. So sind tragende Bauteile (nicht dargestellt) der Erdölraffinerie 3 an den Grundkörper 1 z.B. angeschweißt. Alternativ kann die Erdölraffinerie 3 auch mit tragenden Bauteilen (nicht dargestellt) über eine lösbare Verbindung, zum Beispiel durch eine Verschraubung, mit dem Grundkörper 1 verbunden sein. Auch eine solche lösbare Verbindung mittels Verschraubung tragender Bauteile ist dem Fachmann allgemein bekannt.

[0023] Die Erdölraffinerie 3 ist in Bezug zum Grundkörper 1 konzentrisch angeordnet. Den äußersten Teil der Erdölraffinerie 3 bildet ein Ringbehälter 5, der in Draufsicht ringartig um den Grundkörper 1 herum angeordnet ist.

[0024] Der Grundkörper 1 bildet eine Arbeitsebene 7, auf der in der vorliegenden Ausführungsform acht Mischturbinen 9.1, 9.2, 9.3, 9.4, 9.5, 9.6, 9.7, 9.8 angeordnet sind. Der Ringbehälter 5 steht in der vorliegenden Ausführungsform in der Richtung des Betrachters über die Arbeitsebene 7 nach oben vor und bildet eine Ringbarriere um die Arbeitsebene 7 herum. In anderen Ausführungsformen können auch weniger oder mehr als acht Mischturbinen 9.1, 9.2, 9.3, 9.4, 9.5, 9.6, 9.7, 9.8 auf der Arbeitsebene 7 angeordnet sein. Auf der Arbeitsebene 7 ist auch eine Ölfördereinrichtung 10 angeordnet, die über ein Zuführrohr 10.1 mit dem Ringbehälter 5 in Verbindung steht, um gefördertes Erdöl in den Ringbehälter 5 einzuleiten.

[0025] In der vorliegenden Ausführungsform ist im Zentrum der Arbeitsebene 7 eine Destillationskolonne 11 angeordnet, die sich in Richtung des Betrachters nach oben erstreckt. In anderen Ausführungsformen können auch mehrere Destillationskolonnen 11 geometrisch auf der Arbeitsebene 7 versetzt angeordnet sein, so dass eine günstige Gewichtsverteilung erhalten bleibt.

[0026] In anderen Ausführungsformen kann auch eine andere Anzahl von Mischturbinen 9.1 bis 9.8 zweckmäßig sein. In den Ausführungsformen, in denen eine größere Mehrzahl von Mischturbinen 9.1 bis 9.8 vorgesehen ist, wie zum Beispiel in der vorliegenden Ausführungsform, sind diese konzentrisch auf der Arbeitsebene 7 angeordnet. In einer bevorzugten Ausführungsform, wie in der Figur dargestellt, sind die acht Mischturbinen 9.1 bis 9.8 tangential zu einer Innenseite des Ringbehälters 5 angeordnet. In der Regel sind die Mischturbinen 9.1 bis 9.8 zylinderförmig ausgebildet. Es sind aber auch Ausführungsformen denkbar, in denen die Mischturbinen 9.1 bis 9.8 an den Kreisbogen angepasst sind, auf dem diese konzentrisch angeordnet sind.

[0027] Der Ringbehälter 5 ist über eine erste Fluid-Abführleitung 12.1 mit der Mischturbine 9.1 verbunden. Ebenso ist der Ringbehälter 5 mit allen weiteren Mischturbinen 9.2 bis 9.8 über jeweils eine Fluid-Abführleitung 12.2 bis 12.8 verbunden. Die Mischturbine 9.1 ist über eine Fluid-Zuführleitung 13.1 mit dem Ringbehälter 5 verbunden. Ebenso sind die Mischturbinen 9.2 bis 9.8 jeweils mit einer Fluid-Zuführleitung 13.2 bis 13.8 mit dem Ringbehälter 5 verbunden.

[0028] Die Destillationskolonne 11 ist über ein Ausgangsende 15 an einen Tank 17 angeschlossen. Aus diesem Tank 17 kann ein fertiges Produkt, zum Beispiel Dieselöl, entnommen werden.

[0029] Der Ringbehälter 5 ist über eine Dampfleitung mit der Destillationskolonne 11 verbunden, so dass Fluidanteile in der Dampfphase in die Destillationskolonne 11 abgeleitet werden.

[0030] Die Destillationskolonne 11 an sich ist in der vorliegenden Erfindung auch nicht in Einzelheiten beschrieben, da diese bereits aus dem Stand der Technik allgemein bekannt ist. Es können übliche Destillationskolonnen aus den eingangs genannten Verfahren des Standes der Technik verwendet werden. Zu der Destillationskolonne 11 gehört auch ein Kondensator, der nicht dargestellt ist, der aber in der vorliegenden Konstruktion mehrwassergekühlt sein soll.

[0031] Die Mischturbinen 9.1 bis 9.8 sorgen für eine innige Vermischung des Katalysators mit Luft. Diese innige Vermischung erfolgt im Wesentlichen durch die katalytische CO2-Bildung. Die tangentiale Anordnung der Mischturbinen 9.1 bis 9.8 zum Ringbehälter 5 führt dazu, dass das Öl-Katalysator-Gemisch im Ringbehälter 5 zu einer raschen Bewegung in Pfeilrichtung (in der vorliegenden Ausführungsform im Uhrzeigersinn) angeregt wird, so dass neu eintretendes Erdöl mit dem Öl-Katalysator-Gemisch (dem Fluid im Ringraum 5) gut vermischt wird.

[0032] Verfahrenstechnisch bekommen die Mischturbinen 9.1 bis 9.8 durch eine Vordruckänderung so viel Luft injiziert, dass die Reaktionstemperatur immer bei etwa 270°C eingestellt ist, bei der eine vollständige Umwandlung der schweren Komponenten des Erdöls erfolgt. Die leichteren Anteile des Erdöls verdampfen bei dieser Temperatur und die schweren Anteile des Erdöls folgen der Verdampfung nach der katalytischen Reaktion.

[0033] Durch den Vordruck der Luftinjektion wird die Erdölraffinerie auf die wechselnden Mengen an gefördertem Erdöl angepasst. Sinkt die Fördermenge des Erdöls, dann wird der Luftinjektionsdruck in den Mischturbinen 9.1 bis 9.8 wieder abgesenkt und damit die Reaktionstemperatur im Normbereich zwischen 250°C und 300°C gehalten. Verfahrenstechnisch wichtig ist, dass die Zufuhr von Kalk und Katalysator in Abhängigkeit von den Produktionsbedingungen geregelt wird. So sollte ein pH-Wert von > 8 eingestellt sein. Auch der Durchsatz sollte bei der Normtemperatur von 270°C durch Katalysatorzugabe auf ein vorgegebenes Niveau eingestellt sein.

[0034] Die auf der erfindungsgemäßen Plattform angeordneten Mischturbinen 9.1 bis 9.8 verbrauchen zusätzlich zu dem Strombedarf der Plattform 1 mit allen Zusatzaggregaten etwa 1 MW. Dieser Strom wird in einem Zusatzgenerator mit dem Einsatzstoff des erzeugten Diesels, also dem aus dem Tank 17 zu entnehmenden Produkt, oder im Falle der Gasverwertung mit Gas erzeugt.

[0035] Die Mischturbinen 9.1 bis 9.8 bzw. die wenigstens eine Mischturbine 9.1 bis 9.8 saugen aus dem Ringbehälter 5 das Öl-Katalysator-Gemisch an, wandeln dieses

[0036] Gemisch in Treibstoff, Wasser und CO2 um und drücken das dampfhaltige Gemisch wieder tangential in den Ringbehälter 5, so dass in dem Ringbehälter 5 eine Strömungsgeschwindigkeit in Pfeilrichtung erzeugt wird, die derjenigen in einem Rührbehälter entspricht. Als Katalysator wird ein aus der Natur bei der Osmose bekanntes Mineral verwendet. Es handelt sich dabei um ein Kation-Aluminium-Silikat mit den Kathoden Kalium, Kalzium und Eisen. Dieses ist auch als Mineral in der Kohle enthalten. Zusätzlich neben dem Katalysator wird Kalk oder Kalkstein zur Bindung der Säuren hinzugegeben, so dass der pH-Wert über 8 liegt. Der Anteil des Katalysators im Öl-Katalysator-Gemisch (Fluid im Ringbehälter 5) beträgt in der vorliegenden Ausführungsform etwa 3 Gew.-%.

[0037] Der eingebrachte Kalk wandelt sich durch den Schwefel- und Chlorgehalt des Erdöls in Salz um, welches in Abhängigkeit von einer Viskositätsmessung aus dem System ausgebracht wird. Dies erfolgt durch eine Stromaufnahme einer Umlaufpumpe, die das Bitumenventil öffnet, wenn ein Grenzwert erreicht wird.

[0038] In einer bevorzugten Ausführungsform hat der Ring des Ringbehälter 5 einen Außendurchmesser von etwa 50m (Innendurchmesser etwa 48m) und eine Höhe von etwa 2m. Die Destillationskolonne 11 hat einen Durchmesser von etwa 1,6m. Der Kondensator hat eine Kühlleistung von etwa 2MW. Es stehen 16 Mischturbinen 9.1 bis 9.8 zur Verfügung. Eine Druckluftinjektion erfolgt mit 0,2 bis 2bar. Elektromotoren der 16 Mischturbinen haben einen Strombedarf von 2MW, der von drei Dieselgeneratoren von je 1MW gedeckt wird.

[0039] Zur Erzeugung von Mitteldestillat mit einem Durchsatz von etwa 5.000 bis 15.000 1/h Mittel wird in einer bevorzugten Ausführungsform das geförderte Erdöl zusammen mit 30kg Katalysator und 30kg Kalkstein (zermahlen) über eine Förderschnecke in den Ringbehälter 5 eingegeben.

Bezugszeichenliste



[0040] 
1
Grundkörper
3
Erdölraffinerie
5
Ringbehälter
7
Arbeitsebene
9.1
erste Mischturbine
9.2
zweite Mischturbine
9.3
dritte Mischturbine
9.4
vierte Mischturbine
9.5
fünfte Mischturbine
9.6
sechste Mischturbine
9.7
siebte Mischturbine
9.8
achte Mischturbine
10
Ölfördereinrichtung
10.1
Zuführrrohr
11
Destillationskolonne
12.1
erste Fluid-Abführleitung
12.2
zweite Fluid-Abführleitung
12.3
dritte Fluid-Abflihrleitung
12.4
vierte Fluid-Abführleitung
12.5
fünfte Fluid-Abführleitung
12.6
sechste Fluid-Abführleitung
12.7
siebte Fluid-Abführleitung
12.8
achte Fluid-Abführleitung
13.1
erste Fluid-Zuführleitung
13.2
zweite Fluid-Zuführleitung
13.3
dritte Fluid-Zuführleitung
13.4
vierte Fluid-Zuführleitung
13.5
fünfte Fluid-Zuführleitung
13.6
sechste Fluid-Zuführleitung
13.7
siebte Fluid-Zuführleitung
13.8
achte Fluid-Zuführleitung
15
Ausgangsende
17
Tank



Ansprüche

1. Plattform zur Ölförderung mit einem Grundkörper (1), der eine Ölfördereinrichtung (10; 10.1) umfasst, und mit einer Trägerstruktur für den Grundkörper (1), dadurch gekennzeichnet,
dass der Grundkörper (1) zusätzlich eine Erdölraffinerie (3) umfasst.
 
2. Plattform nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Erdölraffinerie (3) konzentrisch zum Grundkörper (1) angeordnet ist.
 
3. Plattform nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Erdölraffinerie (3) einen Ringbehälter (5) umfasst, der im Wesentlichen um den Grundkörper (1) herum angeordnet ist.
 
4. Plattform nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Erdölraffinerie (3) wenigstens eine Mischturbine (9.1; 9.2; 9.3; 9.4; 9.5; 9.6; 9.7; 9.7; 9.8) aufweist.
 
5. Plattform nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Erdölraffinerie (3) wenigstens eine Destillationskolonne (11) aufweist.
 
6. Plattform nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Destillationskolonne (11) und die wenigstens eine Mischturbine (9.1; 9.2; 9.3; 9.4; 9.5; 9.6; 9.7; 9.7; 9.8) auf einer Arbeitsebene (7) des Grundkörpers (1) angeordnet sind.
 
7. Plattform nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Ringbehälter (5) eine Ringbarriere um die Arbeitsebene (7) des Grundkörpers (1) bildet.
 
8. Plattform nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Ringbehälter (5) über eine Dampfleitung mit der Destillationskolonne (11) verbunden ist.
 
9. Plattform nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Ringbehälter (5) mit der wenigsten eine Mischturbine (9.1; 9.2; 9.3; 9.4; 9.5; 9.6; 9.7; 9.7; 9.8) über jeweils eine Fluid-Abführleitung (12.1; 12.2; 12.3; 12.4; 12.5; 12.6; 12.7; 12.8) zum Abführen eines Fluids aus dem Ringbehälter (5) in die wenigstens eine Mischturbine (9.1; 9.2; 9.3; 9.4; 9.5; 9.6; 9.7; 9.7; 9.8) und jeweils eine Fluid-Zuführleitung (13.1; 13.2; 13.3; 13.4; 13.5; 13.6; 13.7; 13.8) zum Zuführen eines Fluids aus der wenigstens einen Mischturbine (9.1; 9.2; 9.3; 9.4; 9.5; 9.6; 9.7; 9.7; 9.8) in den Ringbehälter (5) verbunden ist.
 
10. Plattform nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Mehrzahl von Mischturbinen (9.1; 9.2; 9.3; 9.4; 9.5; 9.6; 9.7; 9.7; 9.8) auf der Arbeitsebene (7) angeordnet sind und die Destillationskolonne (11) ein Zentrum der Arbeitsebene (7) bildet.
 
11. Plattform nach einem der Ansprüche 6 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mehrzahl von Mischturbinen (9.1; 9.2; 9.3; 9.4; 9.5; 9.6; 9.7; 9.7; 9.8) tangential an einer Innenseite des Ringbehälters (5) angeordnet sind.
 
12. Plattform nach einem der Ansprüche 4 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Destillationskolonne (11) mit einem Ausgangsende (15) an einen Tank (17) angeschlossen ist.
 


Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.


1. Plattform zur Ölförderung mit einem Grundkörper (1), der eine Ölfördereinrichtung (10; 10.1) umfasst, und mit einer Trägerstruktur für den Grundkörper (1),
dadurch gekennzeichnet,
dass der Grundkörper (1) zusätzlich eine Anlage (3) zur Verarbeitung von Erdöl aufweist, die einen Ringbehälter (5) umfasst, der im Wesentlichen um den Grundkörper (1) herum angeordnet ist.
 
2. Plattform nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anlage (3) konzentrisch zum Grundkörper (1) angeordnet ist.
 
3. Plattform nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anlage (3) wenigstens eine Mischturbine (9.1; 9.2; 9.3; 9.4; 9.5; 9.6; 9.7; 9.7; 9.8) aufweist.
 
4. Plattform nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anlage (3) wenigstens eine Destillationskolonne (11) aufweist.
 
5. Plattform nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Destillationskolonne (11) und die wenigstens eine Mischturbine (9.1; 9.2; 9.3; 9.4; 9.5; 9.6; 9.7; 9.7; 9.8) auf einer Arbeitsebene (7) des Grundkörpers (1) angeordnet sind.
 
6. Plattform nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Ringbehälter (5) eine Ringbarriere um die Arbeitsebene (7) des Grundkörpers (1) bildet.
 
7. Plattform nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Ringbehälter (5) über eine Dampfleitung mit der Destillationskolonne (11) verbunden ist.
 
8. Plattform nach einem der Ansprüche 3 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Ringbehälter (5) mit der wenigsten eine Mischturbine (9.1; 9.2; 9.3; 9.4; 9.5; 9.6; 9.7; 9.7; 9.8) über jeweils eine Fluid-Abführleitung (12.1; 12.2; 12.3; 12.4; 12.5; 12.6; 12.7; 12.8) zum Abführen eines Fluids aus dem Ringbehälter (5) in die wenigstens eine Mischturbine (9.1; 9.2; 9.3; 9.4; 9.5; 9.6; 9.7; 9.7; 9.8) und jeweils eine Fluid-Zuführleitung (13.1; 13.2; 13.3; 13.4; 13.5; 13.6; 13.7; 13.8) zum Zuführen eines Fluids aus der wenigstens einen Mischturbine (9.1; 9.2; 9.3; 9.4; 9.5; 9.6; 9.7; 9.7; 9.8) in den Ringbehälter (5) verbunden ist.
 
9. Plattform nach einem der Ansprüche 4 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Mehrzahl von Mischturbinen (9.1; 9.2; 9.3; 9.4; 9.5; 9.6; 9.7; 9.7; 9.8) auf der Arbeitsebene (7) angeordnet sind und die Destillationskolonne (11) ein Zentrum der Arbeitsebene (7) bildet.
 
10. Plattform nach einem der Ansprüche 4 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mehrzahl von Mischturbinen (9.1; 9.2; 9.3; 9.4; 9.5; 9.6; 9.7; 9.7; 9.8) tangential an einer Innenseite des Ringbehälters (5) angeordnet sind.
 
11. Plattform nach einem der Ansprüche 4 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Destillationskolonne (11) mit einem Ausgangsende (15) an einen Tank (17) angeschlossen ist.
 




Zeichnung







Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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