(19)
(11)EP 3 609 775 B1

(12)EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45)Hinweis auf die Patenterteilung:
29.04.2020  Patentblatt  2020/18

(21)Anmeldenummer: 18749756.5

(22)Anmeldetag:  27.07.2018
(51)Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B62D 65/18(2006.01)
(86)Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2018/070447
(87)Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2019/030023 (14.02.2019 Gazette  2019/07)

(54)

FERTIGUNGSANLAGE MIT FAHRERLOSEN TRANSPORTFAHRZEUGEN UND VERBESSERTER WERKSTÜCKPOSITIONIERUNG IN DEN FERTIGUNGSSTATIONEN

MANUFACTURING SYSTEM WITH DRIVERLESS TRANSPORT VEHICLES AND IMPROVED WORKPIECE POSITIONING IN THE MANUFACTURING STATIONS

INSTALLATION DE FABRICATION AVEC VÉHICULES DE TRANSPORT SANS CONDUCTEUR ET POSITIONNEMENT AMÉLIORÉ DES PIÈCES D' UVRE DANS LES STATIONS DE FABRICATION


(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30)Priorität: 05.08.2017 DE 102017007420

(43)Veröffentlichungstag der Anmeldung:
19.02.2020  Patentblatt  2020/08

(73)Patentinhaber: Audi AG
85045 Ingolstadt (DE)

(72)Erfinder:
  • SCHMIDT, Jörg
    85057 Ingolstadt (DE)
  • VEIT, Thorsten
    85072 Eichstätt (DE)


(56)Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 0 285 527
GB-A- 2 439 903
DE-A1-102010 051 789
US-A- 5 347 700
  
      
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Fertigungsanlage bzw. ein Fertigungssystem für die Fertigung, insbesondere Serienfertigung, von Werkstücken, wie insbesondere Kraftfahrzeugen oder Kraftfahrzeugbaugruppen, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

    [0002] Im Automobilbau können zur Produktion bzw. Fertigung und insbesondere zur Serienproduktion bzw. Serienfertigung fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF) eingesetzt werden, um Werkstückträger zusammen mit darauf angeordneten Werkstücken von einer Fertigungsstation zu einer anderen Fertigungsstation zu transportieren. Mit Hilfe einer übergeordneten Produktionsplanung und -steuerung können die fahrerlosen Transportfahrzeuge die Fertigungsstationen in flexibler Reihenfolge anfahren.

    [0003] Die DE 10 2013 113 729 A1 beschreibt ein Transportfahrzeug zum Transportieren von Werkstücken bei der Fertigung, insbesondere zum Transportieren von Fahrzeugkarosserien bei der Endmontage von Kraftfahrzeugen. Das Transportfahrzeug ist insbesondere ein selbstfahrendes Transportfahrzeug. Das Transportfahrzeug umfasst insbesondere eine Werkstückaufnahmevorrichtung zur Aufnahme eines Werkstücks, bspw. einer Fahrzeugkarosserie. Die Werkstückaufnahmevorrichtung ist insbesondere an einer Handhabungsvorrichtung des Transportfahrzeugs angeordnet. Die Handhabungsvorrichtung umfasst insbesondere zwei Hubvorrichtungen. Ein an der Werkstückaufnahmevorrichtung angeordnetes Werkstück kann somit angehoben und abgesenkt werden. Das Transportfahrzeug eignet sich insbesondere zur Verwendung in einer Fertigungsanlage zur Fertigung von Werkstücken, insbesondere zur Fertigung von Kraftfahrzeugen. Die Fertigungsanlage umfasst mehrere Fertigungspositionen (Stationen). An diesen sind jeweils ein oder mehrere Fertigungsschritte zur Fertigung der Werkstücke, insbesondere herzustellender Kraftfahrzeuge, durchführbar. Beispielsweise kann eine Boxenfertigung vorgesehen sein. Mittels der Transportfahrzeuge werden die Werkstücke nacheinander mehreren Fertigungspositionen (Stationen) zugeführt. Ein weiteres Transportfahrzeug ist in DE102010051789 beschrieben.

    [0004] Die Genauigkeit der Positionierung der Werkstücke in den Fertigungspositionen (Stationen) ist dabei nur im Rahmen der Positioniergenauigkeit der Transportfahrzeuge gegeben.

    [0005] Eine Aufgabe der Erfindung ist es, in einer Fertigungsanlage betreffender Art die Genauigkeit der Positionierung der Werkstücke in den Fertigungsstationen zu verbessern.

    [0006] Die Aufgabe wird gelöst durch die erfindungsgemäße Fertigungsanlage mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1. Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen, der nachfolgenden Erfindungsbeschreibung und der Zeichnung.

    [0007] Die erfindungsgemäße Fertigungsanlage für die Fertigung, insbesondere für die Serienfertigung, von Werkstücken umfasst:
    • mehrere Fertigungsstationen bzw. Bearbeitungsstationen, an denen jeweils ein Fertigungsschritt oder mehrere Fertigungsschritte an den Werkstücken durchgeführt werden bzw. durchführbar sind;
    • mehrere Träger bzw. Werkstückträger, auf denen die zu fertigenden Werkstücke angeordnet werden bzw. anordenbar sind; und
    • mehrere fahrerlose Transportfahrzeuge (FTFe), welche die Werkstückträger von einer Fertigungsstation zu einer anderen Fertigungsstation transportieren und hierbei auch in die Fertigungsstationen einfahren können.


    [0008] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die fahrerlosen Transportfahrzeuge als Unterfahr-Flurförderzeuge ausgebildet sind, welche die Werkstückträger zum Transportieren unterfahren, und dass wenigstens eine der Fertigungsstationen, bei der es auf eine genaue Positionierung des Werkstücks ankommt, mit einer Indexiervorrichtung ausgebildet ist, welche den auf einem eingefahrenen fahrerlosen Transportfahrzeug bzw. Unterfahr-Flurförderzeug befindlichen Werkstückträger zur Fertigungsstation ausrichten kann, insbesondere horizontal ausrichten kann.

    [0009] Die Werkstücke werden also mittelbar über die Werkstückträger, auf denen diese typischerweise in vorgegebener Lage angeordnet sind, zur Fertigungsstation ausgerichtet, wobei die Fertigungsstation mit geeigneten Mitteln, nämlich einer sogenannten Indexiervorrichtung, ausgebildet ist, welche die Werkstückträger zur Fertigungsstation ausrichtet. Beim Ausrichten kann der Werkstückträger relativ zum fahrerlosen Transportfahrzeug verschoben werden. Somit ist die Positionierungenauigkeit der fahrerlosen Transportfahrzeuge, die typischerweise im Bereich mehrerer Millimeter liegt, für die Ausrichtung der Werkstücke in der betreffenden Fertigungsstation weitgehend unbedeutend.

    [0010] Bei der erfindungsgemäßen Fertigungsanlage sind die Werkstückträger und die fahrerlosen Transportfahrzeuge, anders als die in der DE 10 2013 113 729 A1 beschriebenen Transportfahrzeuge, separate Objekte. Die fahrerlosen Transportfahrzeuge sind erfindungsgemäß als Unterfahr-Flurförderzeuge ausgebildet, die einen Werkstückträger unterfahren, aufnehmen und transportieren bzw. tragen können. Bevorzugt ist vorgesehen, dass jedes Unterfahr-Flurförderzeug einen einzelnen Werkstückträger aufnehmen und transportieren kann. Die fahrerlosen Transportfahrzeuge bzw. die fahrerlosen Unterfahr-Flurförderzeuge können hierzu mit Hubeinrichtungen oder dergleichen ausgebildet sein. Ferner sind die als Unterfahr-Flurförderzeuge ausgebildeten fahrerlosen Transportfahrzeuge mit eigenen Fahrantrieben ausgebildet, die automatisch gesteuert und berührungslos geführt werden können.

    [0011] Bei den zu fertigenden Werkstücken kann es sich um herzustellende Kraftfahrzeuge handeln, an denen in der erfindungsgemäßen Fertigungsanlage Fertigungsschritte (hierzu zählen im Rahmen der Erfindung auch Montageschritte und dergleichen) durchgeführt werden. Bei den zu fertigenden Werkstücken kann es sich aber auch um herzustellende Kraftfahrzeugbaugruppen handeln, wie z. B. Rohkarosserien, Getriebe, Motoren und dergleichen, an denen Fertigungsschritte durchgeführt werden.

    [0012] Bevorzugt sind die fahrerlosen Transportfahrzeuge bzw. die Unterfahr-Flurförderzeuge und die Werkstückträger so beschaffen bzw. ausgebildet, dass die unterfahrenen bzw. von den fahrerlosen Transportfahrzeugen aufgenommenen Werkstückträger die fahrerlosen Transportfahrzeuge überragen, d. h. zumindest abschnittsweise überstehen bzw. über die Fahrzeugumrisse der fahrerlosen Transportfahrzeuge hinausragen. In den überstehenden bzw. hinausragenden Abschnitten bzw. Bereichen kann ein Werkstückträger, trotz eines darunter befindlichen fahrerlosen Transportfahrzeugs, in einer Fertigungsstation mit der Indexiervorrichtung von unten ausgerichtet werden, sobald diese in die Fertigungsstation eingefahren sind.

    [0013] Ferner ist bevorzugt vorgesehen, dass die Werkstückträger (in den überstehenden Abschnitten) mit nach unten weisenden Öffnungen ausgebildet sind und dass die Indexiervorrichtung mehrere vertikal verfahrbare bzw. verstellbare Kegelbolzen umfasst, wobei die Kegelbolzen so von unten in die Öffnungen eingreifen können, dass dadurch der Werkstückträger zur Bearbeitungsstation ausgerichtet wird. Bevorzugt sind vier Kegelbolzen und am Werkstückträger vier komplementäre Öffnungen vorgesehen.

    [0014] Die Öffnungen im Werkstückträger sind insbesondere als Kreisöffnungen ausgebildet und können einen Durchmesser von 20 mm bis 50 mm, bevorzugt von 30 mm bis 40 mm, aufweisen. Die Kegelbolzen sind entsprechend ausgebildet.

    [0015] Die Indexiervorrichtung kann wenigstens einen elektrischen, pneumatischen oder hydraulischen Antrieb für die Kegelbolzen aufweisen, mit dem die vertikalen Verfahr- bzw. Verstellbewegungen erzeugt werden können.

    [0016] Die Kegelbolzen können auch dazu vorgesehen sei, den Werkstückträgerträger anzuheben. Der Werkstückträgerträger kann z. B. um 1 mm bis 5 mm, bevorzugt um 2 mm bis 3 mm, angehoben werden. Die Kegelbolzen, die Bolzenführungen, der Antrieb und dergleichen sind in geeigneter Weise ausgebildet. Der Werkstückträger kann dadurch soweit angehoben werden, dass während der Werkstückbearbeitung keine Kräfte, insbesondere keine vertikalen Kräfte, in das fahrerlose Transportfahrzeug eingeleitet werden. Stattdessen können die Kräfte über die Kegelbolzen, die in den überstehenden Abschnitten von unten in den Werkstückträger eingreifen, abgestützt werden. Die Kegelbolzen haben insofern nicht nur eine Ausrichtungsfunktion, sondern auch eine Hubfunktion und gegebenenfalls auch eine Abstützfunktion.

    [0017] Ferner kann vorgesehen sein, dass die Fertigungsstation auch wenigstens eine Abstützvorrichtung aufweist, mit der ein angehobener Werkstückträger von unten abgestützt werden kann, nachdem das fahrerlose Transportfahrzeug aus der Fertigungsstation herausgefahren ist. Mit der Abstützvorrichtung können auch größere Kräfte, insbesondere vertikale Kräfte, während der Werkstückbearbeitung abgestützt werden. Das fahrerlose Transportfahrzeug kann nach der Werkstückbearbeitung wieder einfahren und der Werkstückträger kann darauf abgesetzt werden.

    [0018] Die Indexiervorrichtung kann außerdem dazu ausgebildet sein, einen angehobenen Werkstückträger wieder in der ursprünglichen Position auf dem fahrerlosen Transportfahrzeug abzusetzen. D. h., beim Absetzen kann die ursprüngliche Relativposition zwischen dem Werkstückträger und dem fahrerlosen Transportfahrzeug wieder hergestellt werden.

    [0019] Bevorzugt weist die Indexiervorrichtung auch wenigstens eine Verriegelungseinrichtung für die Kegelbolzen auf. Die Verriegelungseinrichtung ist insbesondere dazu ausgebildet, die Kegelbolzen in ihrer Position zu arretieren, sobald der Werkstückträger angehoben ist.

    [0020] Die Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die Zeichnung näher erläutert.
    Fig. 1
    zeigt schematisch ein fahrerloses Transportfahrzeug mit einem aufgenommenen Werkstückträger.
    Fig. 2
    veranschaulicht schematisch die Ausrichtung des Werkstückträgers aus Fig. 1 in einer Fertigungsstation.


    [0021] Das in Fig. 1a in einer schematischen Seitenansicht gezeigte fahrerlose Transportfahrzeug (FTF) 300 ist als Unterfahr-Flurförderzeug ausgebildet. Das fahrerlose Transportfahrzeug bzw. Unterfahr-Flurförderzeug 300 kann einen zu transportierenden Werkstückträger 200 unterfahren und aufnehmen. Der Werkstückträger 200 kann eine Plattform, ein Gestell oder dergleichen sein. Auf dem Werkstückträger 200 ist ein Werkstück 100, z. B. ein herzustellendes Kraftfahrzeug, angeordnet.

    [0022] Innerhalb einer erfindungsgemäßen Fertigungsanlage wird der Werkstückträger 200 zusammen mit dem darauf angeordneten Werkstück 100 mithilfe des fahrerlosen Transportfahrzeugs 300 von einer Fertigungsstation zu einer anderen Fertigungsstation transportiert. Hierbei kann das fahrerlose Transportfahrzeug 300 zusammen mit dem Werkstückträger 200 und dem Werkstück 100 in die Fertigungsstationen einfahren, wo dann am Werkstück 100 Fertigungsschritte durchgeführt werden.

    [0023] Das fahrerlose Transportfahrzeug bzw. das Unterfahr-Flurförderzeug 300 und der Werkstückträger 200 sind so ausgebildet, dass der aufgenommene Werkstückträger 200 das fahrerlose Transportfahrzeug 300 überragt, d.h. nach vorne, nach hinten und/oder seitlich, gegebenenfalls auch umlaufend, übersteht. Der überstehende Bereiche ist in der in Fig. 1b gezeigten schematischen Draufsicht schraffiert und mit dem Bezugszeichen A bezeichnet. In diesem überstehenden Außenbereich A ist der Werkstückträger 200 in den Ecken mit vier nach unten weisenden Öffnungen 210 ausgebildet.

    [0024] Wenigstens eine der zur erfindungsgemäßen Fertigungsanlage gehörenden Fertigungsstationen ist mit einer Indexiervorrichtung ausgebildet, die den vom eingefahrenen fahrerlosen Transportfahrzeug 300 aufgenommenen bzw. getragenen Werkstückträger 200 zusammen mit dem darauf angeordneten Werkstück 100 zur Fertigungsstation ausrichtet und dadurch das Werkstück 100 innerhalb der Fertigungsstation möglichst genau positioniert.

    [0025] Diese Indexiervorrichtung 400 umfasst vier vertikal verfahrbare Kegelbolzen 410, die von unten in die Öffnungen 210 am Werkstückträger 200 eingreifen und dabei aufgrund eines Zentriervorgangs zwischen den Kegelbolzen 410 und den Öffnungen 210 den Werkstückträger 200 horizontal verschieben und zur Fertigungsstation ausrichten. Dies ist für eine der Öffnungen 210 in einer schematischen Schnittansicht in der Fig. 2 gezeigt. Die vertikale Verfahrbewegung des Kegelbolzens 410 ist durch den Pfeil V veranschaulicht und die horizontale Ausrichtungsbewegung des Werkstückträgers 200 ist durch den Pfeil H veranschaulicht. Der gezeigte Kegelbolzen 410 ist als Pinole mit einer nach oben weisenden Kegelspitze ausgebildet. Der Antrieb ist nicht gezeigt.

    [0026] Ferner kann vorgesehen sein, dass der Werkstückträger 200 mithilfe der in die Öffnungen 210 eingreifenden Kegelbolzen 410 angehoben und dabei insbesondere auch vom fahrerlosen Transportfahrzeug 300 abgehoben wird, wie bereits erläutert. Das Ausrichten und Anheben erfolgt dabei quasi gleichzeitig.


    Ansprüche

    1. Fertigungsanlage für die Fertigung von Werkstücken (100), insbesondere Kraftfahrzeugen oder Kraftfahrzeugbaugruppen, mit:

    - mehreren Fertigungsstationen, an denen jeweils ein oder mehrere Fertigungsschritte an den Werkstücken (100) durchgeführt werden;

    - mehreren Werkstückträgern (200), auf denen die zu fertigenden Werkstücke (100) angeordnet sind;

    - mehreren fahrerlosen Transportfahrzeugen (300), welche die Werkstückträger (200) von einer Fertigungsstation zu einer anderen Fertigungsstation transportieren und hierbei auch in die Fertigungsstationen einfahren;

    dadurch gekennzeichnet,
    dass die fahrerlosen Transportfahrzeuge (300) als Unterfahr-Flurförderzeuge ausgebildet sind, welche die Werkstückträger (200) zum Transportieren unterfahren, und
    dass wenigstens eine Fertigungsstation mit einer Indexiervorrichtung (400) ausgebildet ist, welche den auf einem eingefahrenen fahrerlosen Transportfahrzeug (300) befindlichen Werkstückträger (200) zur Fertigungsstation ausrichtet.
     
    2. Fertigungsanlage nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die fahrerlosen Transportfahrzeuge (300) und die Werkstückträger (200) so ausgebildet sind, dass die unterfahrenen Werkstückträger (200) die fahrerlosen Transportfahrzeuge (300) überragen und dadurch mit der Indexiervorrichtung (400) von unten ausgerichtet werden können.
     
    3. Fertigungsanlage nach Anspruch 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Werkstückträger (200) mit nach unten weisenden Öffnungen (210) ausgebildet sind und dass die Indexiervorrichtung (400) mehrere vertikal verfahrbare Kegelbolzen (410) umfasst, wobei die Kegelbolzen (410) so von unten in die Öffnungen (210) eingreifen können, dass dadurch der Werkstückträger (200) zur Fertigungsstation ausgerichtet wird.
     
    4. Fertigungsanlage nach Anspruch 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Öffnungen (210) als Kreisöffnungen mit einem Durchmesser von 30 mm bis 40 mm ausgebildet sind.
     
    5. Fertigungsanlage nach Anspruch 3 oder 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Indexiervorrichtung (400) wenigstens einen elektrischen, pneumatischen oder hydraulischen Antrieb für die Kegelbolzen (410) aufweist.
     
    6. Fertigungsanlage nach Anspruch 3, 4 oder 5,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Kegelbolzen (410) auch dazu vorgesehen sind, den Werkstückträgerträger (200) anzuheben.
     
    7. Fertigungsanlage nach Anspruch 5,
    dadurch gekennzeichnet,
    die Fertigungsstation eine Abstützvorrichtung aufweist, mit der ein angehobener Werkstückträger (200) von unten abgestützt werden kann, nachdem das fahrerlose Transportfahrzeug (300) aus der Fertigungsstation ausgefahren ist.
     
    8. Fertigungsanlage nach Anspruch 5 oder 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Indexiervorrichtung (400) dazu ausgebildet ist, einen angehobenen Werkstückträger (200) wieder in der ursprünglichen Position auf dem fahrerlosen Transportfahrzeug (300) abzusetzen.
     
    9. Fertigungsanlage nach einem der Ansprüche 3 bis 7,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Indexiervorrichtung (400) eine Verriegelungseinrichtung für die vertikal verfahrbaren Kegelbolzen (410) aufweist.
     


    Claims

    1. Manufacturing system for manufacturing workpieces (100), in particular motor vehicles or motor vehicle assemblies comprising:

    - a plurality of manufacturing stations, at which one or more manufacturing processes are performed respectively on the workpieces (100);

    - a plurality of workpiece carriers (200), on which the workpieces (100) to be manufactured are arranged;

    - a plurality of driverless transport vehicles (300), which transport the workpiece carriers (200) from one manufacturing station to another manufacturing station and hereby also drive into the manufacturing stations;

    characterised in that
    the driverless transport vehicles (300) are designed as underrunning industrial trucks which drive underneath the workpiece carriers (200) for transportation purposes and
    at least one manufacturing station is designed with an indexing device (400), which aligns the workpiece carrier (200), which is located on a driverless transport vehicle (300) that has been brought in, with the manufacturing station.
     
    2. Manufacturing system according to claim 1,
    characterised in that
    the driverless transport vehicles (300) and the workpiece carriers (200) are designed so that the workpiece carriers (200) driven underneath project over the driverless transport vehicles (300) and thereby can be aligned from below with the indexing device (400).
     
    3. Manufacturing system according to claim 2,
    characterised in that
    the workpiece carriers (200) are designed to have downwardly directed openings (210) and in that the indexing device (400) comprises a plurality of vertically movable taper pins (410), wherein the taper pins (410) can thus engage from below into the openings (210) so that the workpiece carrier (200) is aligned relative to the manufacturing station.
     
    4. Manufacturing system according to claim 3,
    characterised in that
    the openings (210) are designed as circular openings with a diameter of 30 mm to 40 mm.
     
    5. Manufacturing system according to claim 3 or 4,
    characterised in that
    the indexing device (400) has at least one electric, pneumatic or hydraulic drive for the taper pins (410).
     
    6. Manufacturing system according to claim 3, 4 or 5,
    characterised in that
    the taper pins (410) are also provided to lift the workpiece carrier (200).
     
    7. Manufacturing system according to claim 5,
    characterised in that
    the manufacturing station has a support device, by means of which a lifted workpiece carrier (200) can be supported from below, once the driverless transport vehicle (300) has been moved out of the manufacturing station.
     
    8. Manufacturing system according to claim 5 or 6,
    characterised in that
    the indexing device (400) is designed to set down a lifted workpiece carrier (200) back into the original position on the driverless transport vehicle (300).
     
    9. Manufacturing system according to any of claims 3 to 7,
    characterised in that
    the indexing device (400) has a locking device for the vertically movable taper pins (410).
     


    Revendications

    1. Installation de fabrication pour la fabrication de pièces à usiner (100), en particulier de véhicules automobiles ou sous-ensembles de véhicule automobile, avec :

    - plusieurs stations de fabrication au niveau desquelles respectivement une ou plusieurs étapes de fabrication de pièces à usiner (100) sont réalisées ;

    - plusieurs porte-pièces (200) sur lesquels sont agencées les pièces à usiner (100) à fabriquer ;

    - plusieurs véhicule de transport (300) sans conducteur qui transportent les porte-pièces (200) d'une station de fabrication à une autre station de fabrication et entrent ici aussi dans les stations de fabrication ;

    caractérisée en ce
    que les véhicules de transport (300) sans conducteur sont réalisés comme chariots de manutention à positionnement par le dessous qui se positionnent sous les porte-pièces (200) pour le transport, et
    qu'au moins une station de véhicule est réalisée avec un dispositif d'indexage (400) qui oriente le porte-pièces (200) se trouvant sur un véhicule de transport (300) sans conducteur entré vers la station de fabrication.
     
    2. Installation de fabrication selon la revendication 1,
    caractérisée en ce
    que les véhicules de transport (300) sans conducteur et les porte-pièces (200) sont réalisés de sorte que les porte-pièces (200) positionnés dessous dépassent des véhicules de transport (300) sans conducteur et puissent être orientés ainsi avec le dispositif d'indexage (400) par le bas.
     
    3. Installation de fabrication selon la revendication 2,
    caractérisée en ce
    que les porte-pièces (200) sont réalisés avec des ouvertures (210) tournées vers le bas et que le dispositif d'indexage (400) comporte plusieurs boulons coniques (410) déplaçables verticalement, dans laquelle les boulons coniques (410) peuvent venir en prise par le bas dans les ouvertures (210) de sorte que le porte-pièces (200) soit ainsi orienté vers la station de fabrication.
     
    4. Installation de fabrication selon la revendication 3,
    caractérisée en ce
    que les ouvertures (210) sont réalisées comme des ouvertures circulaires avec un diamètre de 30 mm à 40 mm.
     
    5. Installation de fabrication selon la revendication 3 ou 4,
    caractérisée en ce
    que le dispositif d'indexage (400) présente au moins un entraînement électrique, pneumatique ou hydraulique pour les boulons coniques (410).
     
    6. Installation de fabrication selon la revendication 3, 4 ou 5,
    caractérisée en ce
    que les boulons coniques (410) sont aussi prévus afin de lever le support de porte-pièces (200).
     
    7. Installation de fabrication selon la revendication 5,
    caractérisée en ce
    que la station de fabrication présente un dispositif d'appui avec lequel un porte-pièces (200) levé peut être en appui par le bas, après que le véhicule de transport (300) sans conducteur a été sorti de la station de fabrication.
     
    8. Installation de fabrication selon la revendication 5 ou 6,
    caractérisée en ce
    que le dispositif d'indexage (400) est réalisé afin de déposer à nouveau un porte-pièces (200) levé dans la position d'origine sur le véhicule de transport (300) sans conducteur.
     
    9. Installation de fabrication selon l'une quelconque des revendications 3 à 7,
    caractérisée en ce
    que le dispositif d'indexage (400) présente un dispositif de verrouillage pour les boulons coniques (410) déplaçables verticalement.
     




    Zeichnung








    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente