(19)
(11)EP 3 617 358 B1

(12)EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45)Hinweis auf die Patenterteilung:
27.07.2022  Patentblatt  2022/30

(21)Anmeldenummer: 19211907.1

(22)Anmeldetag:  27.11.2019
(51)Internationale Patentklassifikation (IPC): 
D04B 27/06(2006.01)
D04B 27/24(2006.01)
(52)Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
D04B 27/24; D04B 27/06

(54)

KETTENWIRKMASCHINE

WARP KNITTING MACHINE

MÉTIER À TRICOTER À CHAÎNE


(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(43)Veröffentlichungstag der Anmeldung:
04.03.2020  Patentblatt  2020/10

(73)Patentinhaber: KARL MAYER STOLL R&D GmbH
63179 Obertshausen (DE)

(72)Erfinder:
  • Oppolzer, Frank
    63110 Rodgau (DE)
  • Tussing, Joachim
    63505 Langenselbold (DE)

(74)Vertreter: Keil & Schaafhausen Patentanwälte PartGmbB 
Friedrichstraße 2-6
60323 Frankfurt am Main
60323 Frankfurt am Main (DE)


(56)Entgegenhaltungen: : 
DE-A1- 3 803 315
US-A- 3 857 260
DE-B- 1 164 016
  
      
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Kettenwirkmaschine vom Typ einer Raschelmaschine mit einer Wirknadelbarre, an der Wirknadeln befestigt sind, mit einer Legebarre, an der Legenadeln befestigt sind, und mit einer Stechkammbarre, wobei die Stechkammbarre Niederhalter aufweist, die dazu vorgesehen sind, eine von der Kettenwirkmaschine erzeugte Wirkware niederzuhalten, wenn die Wirknadelbarre in Richtung der Legebarre aufsteigt, wobei die Stechkammbarre mit der Legebarre durch mindestens einen Tragkörper verbunden ist.

    [0002] Kettenwirkmaschinen weisen Wirkwerkzeuge auf, die Kettfäden bei einem Wirkprozess zu einem flächigen Textilmaterial, einer sogenannten Wirkware, verarbeiten. Kettenwirkmaschinen weisen ferner mehrere Barren auf, wobei an einer Barre jeweils eine Vielzahl von Wirkwerkzeugen angeordnet sind. Unter einer Barre ist ein Halteelement zu verstehen, das beispielsweise aus einem Metall oder einem faserverstärkten Kunststoff gefertigt sein kann. Da mittels einer Barre eine Vielzahl von Wirkwerkzeugen gleichzeitig bewegt werden können, werden bei dem Wirkprozess eine Vielzahl von Maschen gleichzeitig gebildet. Zu den gängigen Wirkwerkzeugen zählen Wirknadeln und Legenadeln. Einige Kettenwirkmaschinen weisen ferner Niederhalter auf. Deren Zweck wird nachfolgend beschrieben. Bei dem Wirkprozess steigen die Wirknadeln in Richtung der Legebarren auf, um einen Kettfaden zu fangen. Dabei kann ein an der Wirknadel anliegender Kettfaden aufgrund von Reibungskräften mit nach oben steigen. Dies wird durch die Niederhalter verhindert, die beim Aufsteigen der Wirknadeln zwischen die Wirknadeln greifen. Mehrere Niederhalter bilden gemeinsam einen sogenannten Stechkamm.

    [0003] Niederhalter und die sie tragenden Stechkammbarren sind aus dem Stand der Technik bekannt. So zeigt die DE 19719125 A1 eine Kettenwirkmaschine mit einer Stechkammbarre, die durch einen Antrieb in einem Maschinenbett der Kettenwirkmaschine beweglich ist. Bei der dargestellten Kettenwirkmaschine vom Typ einer Raschelmaschine lässt sich eine Position einer Abschlagkammbarre relativ zu der Stechkammbarre ändern. Die DE 19755634 A1 beschreibt ebenfalls eine Raschelmaschine, die eine Stechkammbarre aufweist.

    [0004] Die Druckschrift DE 38 03 315 A1 beschreibt eine Kettenwirkmaschine mit einer Anordnung zur Schlingenbildung.

    [0005] Bei dieser Kettenwirkmaschine sind Platinen sowie Fadenführungselemente an derselben Barre befestigt. Die Druckschrift DE 11 64 016 B beschreibt eine Kettenwirkmaschine mit einer Lochnadelbarre und einer Platinenbarre, welche jeweils separat angetrieben sind. Die Druckschrift US 3 857 260 A beschreibt eine Raschelmaschine, die neben Wirknadeln, Legenadeln und Abschlagplatinen auch Niederhalter aufweist, die an einem Stechkamm angeordnet sind.

    [0006] Bekannte Kettenwirkmaschinen stützen die Stechkammbarre von unten. Es werden somit stets ein oder mehrere Stützelemente benötigt, die die Stechkammbarre tragen. Der dazu notwendige Aufbau kann materialaufwändig sein und verbraucht Platz, der stattdessen für andere Maschinenelemente genutzt werden könnte. Vibrationen aus dem Bereich des Maschinenbetts, die über das Stützelement übertragen werden, können sich negativ auf die Qualität der erzeugten Wirkware auswirken. Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zu Grunde, die bestehenden Nachteile bei der Anbringung der Stechkammbarre zu beheben.

    [0007] Die Aufgabe wird gelöst, indem eine Kettenwirkmaschine der eingangs genannten Gattung bereitgestellt wird, bei der die Stechkammbarre ausschließlich durch einen oder mehrere Tragkörper getragen wird, wobei jeder der Tragkörper auch eine Legebarre trägt.Hierdurch ergibt sich ein einfacher und platzsparender Aufbau. Die Verbindung des Stechkamms mit der Legebarre ist der Qualität der erzeugten Wirkware nicht abträglich.

    [0008] Die Stechkammbarre ist mit der Legebarre durch mindestens einen Tragkörper verbunden. Es können zusätzliche Verbindungselemente zum Einsatz kommen, sodass die Stechkammbarre und/oder die Legebarre indirekt mit dem Tragkörper in Verbindung steht. So kann gemäß einer Variante der Erfindung die Legebarre mittels eines Haltearms oder mehrerer Haltearme an dem Tragkörper befestigt sein. Der Tragkörper kann erfindungsgemäß aus einem Metall oder einer Metalllegierung gefertigt sein. Es kann erfindungsgemäß mehr als ein Tragkörper zum Einsatz kommen, um die Legebarre und die Stechkammbarre zu halten.

    [0009] Es ist bevorzugt, wenn die Stechkammbare mit der Legebarre nicht über eine Seitenwand, eine Traverse und/oder ein Maschinenbett der Kettenwirkmaschine verbunden ist. Bevorzugt ist der Tragkörper auch nicht Teil von einer Seitenwand, einer Traverse und/oder eines Maschinenbetts der Kettenwirkmaschine. Es sollte es sich bei dem Tragkörper bevorzugt um ein von einer Seitenwand, einer Traverse und/oder Traverse separates Bauteil handeln. Bei einem Maschinenbett handelt es sich um ein Basiselement einer Kettenwirkmaschine, das einen Hohlraum bildet, in dem Antriebselemente der Kettenwirkmaschine angeordnet sind. Bei einer Seitenwand handelt es sich um ein stützendes Bauteil einer Kettenwirkmaschine, das sich vertikal aus dem Maschinenbett in die Höhe erstreckt. Bei einer Traverse handelt es sich um ein tragfähiges Bauteil einer Kettenwirkmaschine, das an mindestens zwei Seitenwänden einer Kettenwirkmaschine befestigt ist. Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind sämtliche Elemente des Tragkörpers und/oder sonstige Verbindungselemente, die die Stechkammbarre mit der Legebarre verbinden, ober- und außerhalb des Maschinenbetts angeordnet.

    [0010] Es ist vorteilhaft, wenn an dem Tragkörper mehrere Legebarren befestigt sind. Der Tragkörper trägt somit mehrere Legebarren und darüber hinaus auch noch die Stechkammbarre. Es ergibt sich eine kompakte Aufhängung mehrerer Legebarren und der Stechkammbarre an dem Tragkörper.

    [0011] Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist die Stechkammbarre an dem Tragkörper unterhalb der Legebarre befestigt. Wenn mehrere Legebarren an dem Tragkörper befestigt sind, dann versteht es sich, dass auch dann die Stechkammbarre diejenige Barre bildet, die zuunterst angeordnet ist. Dieser Aufbau ist deshalb sinnvoll, da ein von der Kettenwirkmaschine geführter Kettfaden zunächst durch Legenadeln hindurchläuft, bevor er die Wirknadeln erreicht. Örtlich zwischen den Wirknadeln und den Legenadeln sind die Niederhalter angeordnet, die durch die Stechkammbarre getragen werden.

    [0012] Die Stechkammbarre wird ausschließlich durch einen oder mehrere Tragkörper getragen, wobei jeder der Tragkörper auch eine Legebarre trägt. Die Tragkörper können in Längsrichtung der Legebarre versetzt an der Kettenwirkmaschine vorgesehen sein. Die Stechkammbarre wird nicht durch ein Stützelement gestützt, das sich ausgehend von einem Maschinenbett der Kettenwirkmaschine in Richtung der Stechkammbarre erstreckt.

    [0013] Es kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass der Tragkörper eine gekrümmte Form aufweist, wobei an dem Tragkörper befestigte Barren auf einer Seite des Tragkörpers angeordnet sind, die eine konkave Oberfläche aufweist. Der Tragkörper weist somit eine Form auf, die eine Ausrichtung der daran angebrachten Legebarren ermöglicht, bei der die Legenadeln unterschiedlicher Legebarren sehr nahe beieinander angeordnet sind. Dies ist vorteilhaft, da bei einem solchen Aufbau die an der Maschenbildung beteiligten Wirkwerkzeuge nur sehr kurze Wege zurücklegen müssen.

    [0014] Die an dem Tragkörper befestigen Barren sind vorzugsweise zueinander fächerförmig angeordnet. Bei einer Ansicht auf Stirnseiten der Barren ist somit ein fächerförmiges Profil erkennbar. Somit sind die Legenadeln besonders nahe beieinander angeordnet und insbesondere die Wirknadeln müssen bei dem Wirkprozess nur sehr kurze Wege zurücklegen. Dadurch ergibt sich wiederum eine höhere Wirkgeschwindigkeit und ein niedrigerer Energiebedarf der Kettenwirkmaschine.

    [0015] Es ist vorteilhaft, wenn der Tragkörper an einer Seitenwand oder an einer Traverse der Kettenwirkmaschine befestigt ist. Dies dient der Befestigung des Tragkörpers. Somit wird der Tragkörper an der Kettenwirkmaschine gestützt.

    [0016] Der Tragkörper ist beim Betrieb der Kettenwirkmaschine vorzugsweise ortsfest. Dies bedeutet, dass der Tragkörper beim Betrieb der Kettenwirkmaschine nicht verlagerbar ist, nicht verschwenkbar ist oder in sonstiger Weise seine Position ändern kann. Dies ist maschinendynamisch vorteilhaft, da nun nicht eine große, sowohl durch die Stechkammbarre als auch durch die mindestens eine an dem Tragkörper befestigte Legebarre gebildete Masse mittels des Tragkörpers bewegt werden muss. Gemäß Ausführungsformen der Erfindung kann es gleichwohl vorgesehen sein, dass der Tragkörper verschwenkbar an einem tragenden Bauteil der Kettenwirkmaschine aufgehängt ist, sodass sowohl die Stechkammbarre als auch die mindestens eine Legebarre in einer Richtung quer zu einer Längsrichtung der Stechkammbarre beziehungsweise der Legebarre verlagerbar ist.

    [0017] Es ist bevorzugt, wenn die Legebarre in ihrer Längsrichtung relativ zu dem Tragkörper verlagerbar ist. Ganz besonders bevorzugt ist die Legebarre ausschließlich in ihrer Längsrichtung relativ zu dem Tragkörper verlagerbar. Wenn der Tragkörper beim Betrieb der Kettenwirkmaschine ortsfest ist, dann führt die Legebarre keine Schwingbewegung in einer Richtung quer zu ihrer Längsrichtung aus. Hingegen kann die Wirknadelbarre eine Durchschwingbewegung ausführen, sodass die Wirknadeln der Wirknadelbarre an den Legenadeln der Legebarre vorbeischwingen. Eine für den Wirkprozess notwendige Ein- und Ausschwingbewegung der Wirkelemente ist somit gegeben. Damit die Wirknadeln zwischen unterschiedlichen Legenadeln hindurchschwingen können, wird die Legebarre entlang ihrer Längsrichtung verlagert. Dazu können erfindungsgemäß Aufsatzelemente der Legebarre auf Zapfen verlagerbar aufsitzen.

    [0018] Die Stechkammbarre ist beim Betrieb der Kettenwirkmaschine vorzugsweise ortsfest. Dies bedeutet, dass die Stechkammbarre beim Betrieb der Kettenwirkmaschine nicht verlagerbar ist, nicht verschwenkbar ist oder in sonstiger Weise ihre Position ändern kann. Dies kann erfindungsgemäß dadurch bewirkt sein, dass die Stechkammbarre an einem Tragkörper befestigt ist, der wiederum ortsfest ist. Die Stechkammbarre ist bevorzugt fest und nicht verlagerbar an dem Tragkörper angebracht.

    [0019] Es ist vorteilhaft, wenn die Kettenwirkmaschine ein Getriebe aufweist, das dazu eingerichtet ist, eine Gangbewegung der Wirknadelbarre herbeizuführen, bei der die an der Wirknadelbarre befestigen Wirknadeln beim Aufsteigen in Richtung der Legebarre durch Zwischenräume zwischen den Niederhaltern hindurchbewegt werden. Die Niederhalter verhindern dabei, dass an den Wirknadeln anliegende Kettfäden und eine durch diese gebildete Wirkware beim Aufsteigen der Wirknadeln ebenfalls aufsteigen. Stattdessen halten die Niederhalter die Wirkware in einem unteren Schaftbereich der Wirknadeln.

    [0020] Vorangehend wurden unterschiedliche Bewegungseigenschaften von Barren der erfindungsgemäßen Kettenwirkmaschine beschrieben. Die erfindungsgemäße Kettenwirkmaschine kann aber auch durchaus so betrieben werden, dass die Barren abweichende Bewegungseigenschaften aufweisen. Die erfindungsgemäße Verbindung der Stechkammbarre mit der Legebarre ist auch dann vorteilhaft und technisch umsetzbar.

    [0021] Es ist vorteilhaft, wenn die Niederhalter Löcher zur Führung von Kettfäden aufweisen. Die Niederhalter können somit zusätzlich die Funktion von Legenadeln übernehmen. Bei manchen Ausführungsformen bedeutet dies, dass eine Legebarre eingespart werden kann. Die Löcher eignen sich insbesondere zur Führung von elastischen Kettfäden.

    [0022] Bei der Kettenwirkmaschine handelt es sich um eine Raschelmaschine. Bei Raschelmaschinen steigt die Wirkware beim Aufsteigen der Wirknadeln häufig nach oben, was den Einsatz eines Niederhalter aufweisenden Stechkamms erforderlich macht.

    [0023] Bei den Wirknadeln kann es sich erfindungsgemäß um Schiebernadeln, Spitzennadeln, Zungennadeln oder Wirknadeln sonstigen Typs handeln. Bei den Legenadeln kann es sich erfindungsgemäß um Lochnadeln handeln.

    [0024] Die Zeichnungen stellen bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung dar. Dabei zeigt:

    Fig. 1 eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kettenwirkmaschine mit drei Legebarren und einer Stechkammbarre in einer Seitenansicht und

    Fig. 2 eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kettenwirkmaschine mit einer Legebarre und einer Stechkammbarre in einer Frontalansicht.



    [0025] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kettenwirkmaschine 1 mit drei Legebarren 2 und einer Stechkammbarre 3 in einer Seitenansicht. Jede Legebarre 2 trägt Legenadeln 4. Die Legenadeln 4 sind zur Führung von Kettfäden vorgesehen und verlagern die Kettfäden entsprechend einer gewünschten Legung. Die Stechkammbarre 3 trägt mehrere Niederhalter 5. Die Legebarren 2 und die Stechkammbarre 3 sind über einen Tragkörper 6 fest miteinander verbunden. Haltearme 7 verbinden die Legebarren 2 und die Stechkammbarre 3 mit dem Tragkörper 6. Die Kettenwirkmaschine 1 weist ferner eine Wirknadelbarre 8 mit Wirknadeln 9 auf. Die Wirknadelbarre 8 ist über nicht dargestellte Traghebel mit einem Maschinenbett der Kettenwirkmaschine 1 verbunden und wird beim Betrieb der Kettenwirkmaschine 1 in eine ungefähr elliptische Gangbewegung versetzt, sodass sie die von den Legebarren 2 geführten Kettfäden fängt. Dabei bewegt sich die Wirknadel 9 aufwärts und seitlich an dem Niederhalter 5 vorbei, der dabei einen Kettfaden auf einem Nadelschaft der Wirknadel 9 hält, wodurch verhindert wird, dass der Kettfaden mit der Wirknadel 9 nach oben steigt.

    [0026] Der Niederhalter 5 weist ein Loch 10 zur Führung von Elastanfäden auf. Er kann somit die Funktion einer Legebarre 2 übernehmen. Der Tragkörper 6 ist an einer nicht dargestellten Seitenwand der Kettenwirkmaschine 1 befestigt. Der Tragkörper 6 ist stationär, bewegt sich also beim Betrieb der Kettenwirkmaschine 1 nicht.

    [0027] Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kettenwirkmaschine 1.

    [0028] Die Kettenwirkmaschine 1 weist eine Legebarre 2 mit Legenadeln 4, eine Stechkammbarre 3 mit Niederhaltern 5 und eine Wirknadelbarre 8 mit Wirknadeln 9 auf. Die Legebarre 2 und die Stechkammbarre 3 sind miteinander über mehrere Tragkörper 6 verbunden. Haltearme 7 stellen eine Verbindung zwischen dem Tragkörper 6 und der Legebarre 2 her. Die Legebarre 2 ist an den Haltearmen 7 entlang ihrer Längsrichtung verlagerbar angebracht und in vorliegender Darstellung leicht nach links verlagert.

    [0029] Die Kettenwirkmaschine 1 weist ferner ein Maschinenbett 11 auf. In diesem sind Antriebselemente zum Antrieb der Wirknadelbarre 8, der Legebarre 2 und sonstiger Wirkwerkzeugträger der Kettenwirkmaschine 1 angeordnet. Aus dem Maschinenbett 11 erstrecken sich zwei Seitenwände 12. Die Seitenwände 12 sind über eine Traverse 13 miteinander verbunden. Die Tragkörper 6 sind gemäß dieser Ausführungsform an der Traverse 13 befestigt. Da die Stechkammbarre 3 gemeinsam mit der Legebarre 2 aufgehängt ist, ist kein zusätzliches Stützelement für die Stechkammbarre 3 erforderlich. Unterhalb der Stechkammbarre 3 ergibt sich ein freibleibender Arbeitsraum 14.

    BEZUGSZEICHENLISTE



    [0030] 
    1.
    Kettenwirkmaschine
    2.
    Legebarre
    3.
    Stechkammbarre
    4.
    Legenadel
    5.
    Niederhalter
    6.
    Tragkörper
    7.
    Haltearm
    8.
    Wirknadelbarre
    9.
    Wirknadel
    10.
    Loch
    11.
    Maschinenbett
    12.
    Seitenwand
    13.
    Traverse
    14.
    Arbeitsraum



    Ansprüche

    1. Kettenwirkmaschine (1) vom Typ einer Raschelmaschine mit einer Wirknadelbarre (8), an der Wirknadeln (9) befestigt sind, mit einer Legebarre (2), an der Legenadeln (4) befestigt sind, und mit einer Stechkammbarre (3), wobei die Stechkammbarre (3) Niederhalter (5) aufweist, die dazu vorgesehen sind, eine von der Kettenwirkmaschine (1) erzeugte Wirkware niederzuhalten, wenn die Wirknadelbarre (8) in Richtung der Legebarre (2) aufsteigt, wobei die Stechkammbarre (3) mit der Legebarre (2) durch mindestens einen Tragkörper (6) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Stechkammbarre (3) ausschließlich durch einen oder mehrere Tragkörper (6) getragen wird, wobei jeder der Tragkörper (6) auch eine Legebarre (2) trägt.
     
    2. Kettenwirkmaschine (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stechkammbare (3) mit der Legebarre nicht über eine Seitenwand (12), eine Traverse (13) und/oder ein Maschinenbett (11) der Kettenwirkmaschine (1) verbunden ist.
     
    3. Kettenwirkmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Tragkörper (6) mehrere Legebarren (2) befestigt sind.
     
    4. Kettenwirkmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stechkammbarre (3) an dem Tragkörper (6) unterhalb der Legebarre (2) befestigt ist.
     
    5. Kettenwirkmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragkörper (6) eine gekrümmte Form aufweist, wobei an dem Tragkörper (6) befestigte Barren (2, 3) auf einer Seite des Tragkörpers (6) angeordnet sind, die eine konkave Oberfläche aufweist.
     
    6. Kettenwirkmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die an dem Tragkörper (6) befestigen Barren (2, 3) zueinander fächerförmig angeordnet sind.
     
    7. Kettenwirkmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragkörper (6) an einer Seitenwand (12) oder einer Traverse (13) der Kettenwirkmaschine (1) befestigt ist.
     
    8. Kettenwirkmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragkörper (6) beim Betrieb der Kettenwirkmaschine (1) ortsfest ist.
     
    9. Kettenwirkmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Legebarre (2) in ihrer Längsrichtung relativ zu dem Tragkörper (6) verlagerbar ist.
     
    10. Kettenwirkmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stechkammbarre (3) beim Betrieb der Kettenwirkmaschine (1) ortsfest ist.
     
    11. Kettenwirkmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kettenwirkmaschine (1) ein Getriebe aufweist, das dazu eingerichtet ist, eine Gangbewegung der Wirknadelbarre (8) herbeizuführen, bei der die an der Wirknadelbarre (8) befestigen Wirknadeln (9) beim Aufsteigen in Richtung der Legebarre (2) durch Zwischenräume zwischen den Niederhaltern (5) hindurchbewegt werden.
     
    12. Kettenwirkmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Niederhalter (5) Löcher (10) zur Führung von Kettfäden aufweisen.
     


    Claims

    1. Warp knitting machine (1) of the type of a raschel machine having a knitting needle bar (8) to which knitting needles (9) are fastened, a guide bar (2) to which guide needles (4) are fastened, and a stitch comb bar (3), wherein the stitch comb bar (3) comprises hold-down devices (5) which are provided for holding down a knitted fabric produced by the warp knitting machine (1), when the knitting needle bar (8) rises in the direction of the guide bar (2), the stitch comb bar (3) being connected to the guide bar (2) by at least one supporting body (6), characterized in that the stitch comb bar (3) is supported exclusively supported by one or more supporting bodies (6), each of the supporting bodies (6) also supporting a guide bar.
     
    2. Warp knitting machine (1) according to claim 1, characterized in that the stitch comb bar (3) is not connected to the guide bar via a side wall (12), a cross bar (13) and/or a machine bed (11) of the warp knitting machine (1).
     
    3. Warp knitting machine (1) according to one of claims 1 or 2, characterized in that a plurality of guide bars (2) is attached to the supporting body (6).
     
    4. Warp knitting machine (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the stitch comb bar (3) is attached to the supporting body (6) below the guide bar (2).
     
    5. Warp knitting machine (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the support body (6) has a curved shape, bars (2, 3) attached to the supporting body (6) being arranged on a side of the supporting body (6) having a concave surface.
     
    6. Warp knitting machine (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the bars (2, 3) attached to the supporting body (6) are arranged in a fan shape with respect to each other.
     
    7. Warp knitting machine (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the supporting body (6) is fastened to a side wall (12) or a cross bar (13) of the warp knitting machine (1).
     
    8. Warp knitting machine (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the supporting body (6) is stationary during operation of the warp knitting machine (1).
     
    9. Warp knitting machine (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the guide bar (2) is displaceable in its longitudinal direction relative to the supporting body (6).
     
    10. Warp knitting machine (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the stitch comb bar (3) is stationary during operation of the warp knitting machine (1).
     
    11. Warp knitting machine (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the warp knitting machine (1) has a transmission which is arranged to bring about a gear movement of the knitting needle bar (8), in which the knitting needles (9) fastened to the knitting needle bar (8) are moved through intermediate spaces between the hold-down devices (5) when ascending in the direction of the guide bar (2).
     
    12. Warp knitting machine (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the hold-down devices (5) have holes (10) for guiding warp threads.
     


    Revendications

    1. Métier à tricoter chaîne (1) du type d'un métier Raschel avec une barre d'aiguilles à tricoter (8), sur laquelle sont fixées des aiguilles à tricoter (9), avec une barre à passettes (2), sur laquelle sont fixées des aiguilles à passettes (4) et avec une barre de piquage (3), sachant que la barre de piquage (3) comporte des serre-flans (5) qui sont prévus pour maintenir en bas le produit tricoté produit sur le métier à tricoter chaîne (1), lorsque la barre d'aiguilles à tricoter (8) monte en direction de la barre à passettes (2), sachant que la barre de piquage (3) est reliée à la barre à passettes (2) par au moins un corps de support (6), caractérisé en ce que la barre de piquage (3) est exclusivement supportée par un ou plusieurs corps de support (6), sachant que chacun des corps de support (6) porte également une barre à passettes (2).
     
    2. Métier à tricoter chaîne (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la barre à piquage (3) n'est pas reliée à la barre à passettes par une paroi latérale (12), une traverse (13) et/ou une fonture de machine (11) du métier à tricoter chaîne (1).
     
    3. Métier à tricoter chaîne (1) selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que plusieurs barres à passettes (2) sont fixées sur le corps de support (6).
     
    4. Métier à tricoter chaîne (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la barre de piquage (3) est fixée au corps de support (6) en dessous de la barre à passettes (2).
     
    5. Métier à tricoter chaîne (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le corps de support (6) comporte une forme courbée, sachant que les barres (2, 3) fixées au corps de support (6) sont disposées sur un côté du corps de support (6), qui comporte une surface concave.
     
    6. Métier à tricoter chaîne (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les barres (2, 3) fixées au corps de support (6) sont disposées en éventail l'une par rapport à l'autre.
     
    7. Métier à tricoter chaîne (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le corps de support (6) est fixé à une paroi latérale (12) ou une traverse (13) du métier à tricoter chaîne (1).
     
    8. Métier à tricoter chaîne (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le corps de support (6) est fixe lors du fonctionnement du métier à tricoter chaîne (1).
     
    9. Métier à tricoter chaîne (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la barre à passettes (2) peut être déplacée dans sa direction longitudinale par rapport au corps de support (6) .
     
    10. Métier à tricoter chaîne (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la barre de piquage (3) est fixe lors du fonctionnement du métier à tricoter chaîne (1).
     
    11. Métier à tricoter chaîne (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes caractérisé en ce que le métier à tricoter chaîne (1) comporte un mécanisme, qui est agencé pour entraîner un mouvement de marche de la barre d'aiguilles à tricoter (8) lors duquel les aiguilles à tricoter (9) fixées à la barre d'aiguilles à tricoter (8) sont déplacées à travers les espaces intermédiaires entre les serre-flans (5) lors de la montée en direction de la barre à passettes (2).
     
    12. Métier à tricoter chaîne (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes caractérisé en ce que les serre-flans (5) comportent des trous (10) pour le guidage des fils de chaîne.
     




    Zeichnung








    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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