(19)
(11)EP 3 643 208 A1

(12)EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43)Veröffentlichungstag:
29.04.2020  Patentblatt  2020/18

(21)Anmeldenummer: 19205478.1

(22)Anmeldetag:  25.10.2019
(51)Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47F 5/04(2006.01)
(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(30)Priorität: 26.10.2018 DE 202018106151 U

(71)Anmelder:
  • Weinzierl, Klaus
    94342 Straßkirchen (DE)
  • Enne, Thomas
    3433 Königstetten (AT)

(72)Erfinder:
  • Peitl, Reinhard
    4030 Linz (AT)
  • Peitl, Friedrich
    4030 Linz (AT)

(74)Vertreter: Prüfer & Partner mbB Patentanwälte · Rechtsanwälte 
Sohnckestraße 12
81479 München
81479 München (DE)

  


(54)LAGERGESTELL FÜR FLASCHEN


(57) Die Erfindung betrifft ein modulares Lagergestell zum Lagern von Flaschen, vorzugsweise von Weinflaschen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Lagergestell anzugeben. Offenbart wird ein Lagergestell (1) für Flaschen, insbesondere Weinflaschen, wobei das Lagergestell (1) eine Fußplatte (2), eine Säule (3) und mindestens zwei modulare Stockwerke (4) für Flaschen aufweist, wobei die Fußplatte (2) eine Halterung (21) für die Säule aufweist, und wobei die Säule (3) in der Halterung der Fußplatte angeordnet ist, und die Säule eine Dreheinrichtung (32) und eine Trageplatte (31) für die Stockwerke (4) aufweist, und wobei die modularen Stockwerke (4) übereinander auf der Trageplatte (31) angeordnet sind und von der Säule (3) durchgriffen werden, und dass jedes modulare Stockwerk (4) aus mehrere Flaschenhaltern (41) und Zwischenstücken (42) gebildet ist, und wobei jeder Flaschenhalter (41) ein Fach (43) zum Lagern einer Flasche aufweist und an jedem Flaschenhalter (41) und jedem Zwischenstück (42) auf der Oberseite Zapfen (44) und auf der Unterseite Löcher ausgebildet sind, und wobei mehrere Stockwerke (4) derart übereinander angeordnet sind, dass die Zapfen (44) jedes Flaschenhalters (41) oder Zwischenstücks (42) des unteren Stockwerks (4) in die Löcher des Flaschenhalters (41) oder Zwischenstücks (42) des darüber liegenden Stockwerks (4) eingreifen, wobei das Lagergestell (1) freistehend ausgebildet ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein modulares Lagergestell zum Lagern von Flaschen, vorzugsweise von Weinflaschen. Die modulare Bauweise betrifft die Anzahl der Flaschen, welche pro Stockwerk gelagert werden können.

[0002] Es sind bereits modulare Lagergestelle bekannt, wobei hier die Flaschenhalter zwar gedreht werden können, aber das Lagergestell an der Decke des Raumes befestigt werden muss, und somit nicht verschoben werden kann oder auf Tischen abgestellt werden kann.

[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Lagergestell anzugeben.

[0004] Die Aufgabe wird gelöst mit dem Gegenstand des Anspruchs 1. Es handelt sich um ein Lagergestell für Flaschen, insbesondere Weinflaschen, wobei das Lagergestell eine Fußplatte, eine Säule und mindestens zwei modulare Stockwerke für Flaschen aufweist. Die Fußplatte weist eine Halterung für die Säule auf, wobei die Säule in der Halterung der Fußplatte angeordnet ist, und die Säule eine Dreheinrichtung und eine Trageplatte für die Stockwerke aufweist. Die modularen Stockwerke sind übereinander auf der Trageplatte angeordnet und von der Säule durchgriffen. Jedes modulare Stockwerk ist aus mehreren Flaschenhaltern und Zwischenstücken gebildet. Jeder Flaschenhalter weist ein Fach zum Lagern einer Flasche auf und an jedem Flaschenhalter und jedem Zwischenstück sind auf der Oberseite Zapfen und auf der Unterseite entsprechende Löcher ausgebildet. Die mehreren Stockwerke sind derart übereinander angeordnet, dass die Zapfen des Flaschenhalters oder Zwischenstücks des unteren Stockwerks in die Löcher des Flaschenhalters oder Zwischenstücks des darüber liegenden Stockwerks eingreifen. Wesentlich dabei ist, dass das Lagergestell freistehend ausgebildet ist.

[0005] Das Lagergestell kann als modulares Lagergestell ausgebildet sein. Modulares Lagergestell bedeutet vorzugsweise, dass einzelne Komponenten des Lagergestells austauschbar und/oder variierbar bzw. erweiterbar sind. Insbesondere kann die Fußplatte gegen eine größere oder kleinere Fußplatte getauscht werden und/oder die Anzahl der Stockwerke kann variiert werden und/oder die Anzahl der Flaschenhalter kann vergrößert oder verkleinert werden.

[0006] Unter dem modularen Stockwerk versteht man hier die unterschiedliche Anzahl der Flaschenhalter welche pro Stockwerk ausgebildet sein können, dabei setzt sich jedes Stockwerk aus einer gewissen Anzahl Flaschenhalter und Zwischenstücken zusammen. Bei dem erfindungsgemäßen Lagergestell sind mehrere Flaschenhalter, vorzugsweise vier, sechs, acht oder zehn Flaschenhalter, pro Stockwerk möglich. Durch die Dreheinrichtung sind die Stockwerke des Lagergestells drehbar gelagert, wobei die Drehachse parallel zur Säule ausgebildet ist. Vorzugsweise kann die Anzahl der Flaschenhalter pro Stockwerk nach oben hin auch verringert werden, d.h. dass z.B. ein Stockwerk mit vier Flaschenhaltern über einem Stockwerk mit sechs Flaschenhaltern angeordnet wird.

[0007] Insbesondere bedeutet freistehend, dass keine Verbindung mit einer Wand oder einer Decke vorhanden ist. Der Vorteil eines freistehenden Lagergestells ist die Mobilität des Lagergestells, da keine Befestigung mit einer Zimmerdecke oder Wand benötigt wird und dadurch das Lagergestell ohne eine zusätzliche Befestigung an einem anderen Ort aufgestellt werden kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Lagergestell auch auf beweglichen Teilen, wie z.B. Tischen aufgestellt werden kann. Das Lagergestell kann in Innenräumen und/oder auch im Freien aufgestellt bzw. verwendet werden.

[0008] Es kann vorgesehen sein, dass an der Fußplatte Füße ausgebildet sind. Die Füße können sowohl aus rutschfestem und/oder aus weichem Material ausgebildet sein. Eine Ausbildung des Lagergestells mit Füßen kann besonders bevorzugt auf einem Tisch abgestellt werden. Ein rutschfestes Material ermöglicht einen sicheren Stand und ein sicheres Drehen der Stockwerke während sich die Fußplatte des Lagergestells nicht verschiebt. Vorzugsweise erlaubt ein weiches Material das Aufstellen auf mobilen Gegenständen, wie z.B. Tischen, ohne deren Oberfläche zu zerkratzen.

[0009] Es kann vorgesehen sein, dass an der Fußplatte Laufrollen ausgebildet oder mit der Fußplatte verbunden sind. Dadurch ist das Lagergestell transportierbar bzw. verfahrbar oder mobil ausgebildet und kann verschoben werden. Vorzugsweise ist das Lagergestell mit Laufrollen am Boden angeordnet.

[0010] Es kann vorgesehen sein, dass mehr als zwei modulare Stockwerke übereinander angeordnet sind, wobei entsprechend der möglichen maximalen Anzahl der modularen Stockwerke die Größe der Fußplatte variieren kann. Beispielsweise kann die Fußplatte bei 2 bis 5 Stockwerken eine Länge der Seitenkanten zwischen einschließlich 20 cm bis 40 cm Seitenkante aufweisen. Bei 6 bis 10 Stockwerken kann eine Fußplatte mit einer Länge der Seitenkanten zwischen einschließlich 30 cm bis 70 cm Seitenkante vorgesehen sein. Bei 11 bis 15 Stockwerken kann eine Fußplatte mit einer Länge der Seitenkanten zwischen einschließlich 60 cm bis 120 cm Seitenkante vorgesehen sein.

[0011] Um die Standfestigkeit zu erhöhen kann vorgesehen sein, dass die Fußplatte ein Material mit einer hohen Dichte aufweist oder mit einem Material hoher Dichte verbunden ist oder aus einem Material mit einer hohen Dichte besteht. Dadurch wird das Gewicht der Fußplatte erhöht und die Standfestigkeit verbessert. Die Dichte des Materials kann im Bereich zwischen einschließlich 2 g/cm3 und 14 g/cm3, vorzugsweise im Bereich zwischen 4 g/cm3 und 12 g/cm3 liegen. Als Material kann Beispielsweise ein Metall, insbesondere Eisen oder Stahl oder Gusseisen, oder ein Stein, zum Beispiel Marmor oder Granit oder Beton verwendet werden. Das Material kann als massives Material in kraftschlüssiger Verbindung mit der Fußplatte vorgesehen sein oder als Granulat in einen Hohlraum der Fußplatte eingebracht werden. Alternativ kann die Fußplatte aus dem Material bestehen, beispielsweise aus Stahl, oder Gusseisen, oder Stein.

[0012] Es kann vorgesehen sein, dass die Flaschenhalter und Zwischenstücke jedes Stockwerks derart zueinander angeordnet sind, dass die Anordnung in der Mitte einen quadratischen Freiraum bildet. Durch den quadratischen Freiraum können die Stockwerke um die Säule herum angeordnet werden.

[0013] Es kann vorgesehen sein, dass mindestens eine Lochscheibe auf mindestens einem der modularen Stockwerke derart angeordnet ist, dass die Löcher der Lochscheibe von den Zapfen des darunter angeordneten Flaschenhalters und/oder Zwischenstücks durchgriffen werden. Damit wird das Stockwerk, welches aus mehreren Flaschenhaltern und mehreren Zwischenstücken besteht, stabilisiert. Die Lochscheibe hält die Stockwerke zusammen.

[0014] Es kann vorgesehen sein, dass mindestens eine Lochscheibe auf dem obersten modularen Stockwerk derart angeordnet ist, dass die Löcher der Lochscheibe von den Zapfen des darunter angeordneten Flaschenhalters und/oder Zwischenstücks durchgriffen werden. Vorzugsweise sind auf dem obersten modularen Stockwerk mehrere Lochscheiben angeordnet, um die Zapfen des obersten Stockwerks komplett zu bedecken.

[0015] Es kann vorgesehen sein, dass das modulare Stockwerk vier, sechs, acht oder zehn Flaschenhalter für Flaschen aufweist, wobei jeweils zwei, drei, vier oder fünf Flaschenhalter parallel nebeneinander ausgebildet sind und sich ein Flaschenhalter-paar/-tripel/-quartett oder -quintett von der Säule aus gesehen in Nordrichtung und das zweite Flaschenhalter-paar/-tripel/-quartett oder -quintett in die Südrichtung erstreckt.

[0016] Es kann vorgesehen sein, dass mehrere modulare Stockwerke mit vier, sechs, acht oder zehn Flaschenhalter übereinander angeordnet sind, wobei die Stockwerke jeweils um 90° gedreht zueinander angeordnet sind, um eine Nord-Süd und eine Ost-West Ausrichtung der Flaschenhalter zu ermöglichen. Durch die gedrehte Anordnung wird ein genügend großer Abstand zwischen den in dieselbe Richtung (z.B. Nord-Süd) angeordneten Stockwerken sichergestellt, um Flaschen zu lagern.

[0017] Es kann vorgesehen sein, dass bei einer Nord-Süd Ausrichtung der Flaschenhalter Zwischenstücke in der Ost-West Richtung angeordnet sind.

[0018] Es kann vorgesehen sein, dass bei einer Ost-West Ausrichtung der Flaschenhalter Zwischenstücke in der Nord-Süd Richtung angeordnet sind.

[0019] Es kann vorgesehen sein, dass zwischen dem Flaschenhalter-paar/-tripel/-quartett oder -quintett jeweils ein, zwei, drei oder vier Zwischenstücke derart angeordnet sind, dass das Stockwerk in der Mitte einen quadratischen Freiraum ausbildet.

[0020] Es kann vorgesehen sein, dass die Säule zweiteilig ausgebildet ist, und der untere Säulenteil in der Halterung der Fußplatte angeordnet ist und am oberen Säulenteil die Trageplatte für die Stockwerke angeordnet ist, wobei der untere und der obere Säulenteil über die Dreheinrichtung miteinander verbunden sind. Dadurch kann der untere Säulenteil fest in der Halterung der Fußplatte gehalten werden. Durch die Dreheinrichtung ist der obere Bereich des Lagergestells, d.h. die Stockwerke um eine Drehachse A drehbar gelagert, wobei die Drehachse parallel zur Säule ausgebildet ist.

[0021] Es kann vorgesehen sein, dass die Dreheinrichtung unterhalb der Trageplatte ausgebildet ist.

[0022] Es kann vorgesehen sein, dass die Dreheinrichtung als Kugellager ausgebildet ist.

[0023] Es kann vorgesehen sein, dass über den Stockwerken auf der Säule eine Ablage für Gläser angeordnet ist. Vorzugsweise wird die Ablage für die Gläser nicht von der Säule durchgriffen.

[0024] Im Folgenden wird die Erfindung anhand mehrerer Ausführungsbeispiele unter Zuhilfenahme der beiliegenden Zeichnung erläutert. Es zeigen:

Fig.1: Explosionsdarstellung des modularen Lagergestells 1;

Fig. 2: eine Fußplatte 2 aus Fig. 1 mit Laufrollen 23;

Fig. 3: eine Fußplatte 2 aus Fig. 1 mit Füßen 22;

Fig. 4: ein Flaschenhalter 41 aus Fig. 1;

Fig. 5: ein Zwischenstück 42 aus Fig. 1;

Fig. 6: Draufsicht auf ein Stockwerk 4 aus vier Flaschenhaltern 41 und zwei Zwischenstücken 42;

Fig. 7: Draufsicht auf zwei Stockwerke 4 aus jeweils vier Flaschenhaltern 41 und zwei Zwischenstücken 42.



[0025] Fig. 1 zeigt eine Explosionsdarstellung des modularen Flaschenkarussells 1 mit einer Fußplatte 2, einer Säule 3, Stockwerken 4, einer Lochscheibe 5 und einer Ablage 6.

[0026] Die Fußplatte 2 weist eine Halterung 21 für die Säule 3 auf. Die Länge und Breite der Fußplatte 2 ist so bemessen, dass bei entsprechend vielen Stockwerken das Flaschenkarussell 1 auch ohne eine Befestigung an der Decke oder Wand stehen kann.

[0027] In dem in Fig. 1 dargestellten Fall ist die Halterung 21 aus einem Metallrohr ausgebildet, in dem die Säule 3 eingesteckt werden kann. Am Boden der Halterung 21 ist ein Stift oder ein Deckel (in den Figuren nicht dargestellt) vorgesehen, welcher die Einstecktiefe der Säule 3 begrenzt. Es sind auch Ausführungen möglich, bei denen die Halterung 21 als Metallrohr auf der Fußplatte angeordnet, z.B. verschweißt ist und die Fußplatte die Einstecktiefe der Säule 3 begrenzt. In einer anderen Ausführung durchgreift die Halterung 21 die Fußplatte 3, wobei an der Unterseite der Halteplatte zusätzlich sogenannte Knotenbleche zwischen Fußplatte 3 und Halterung 21 zur Stabilisierung ausgebildet sein können.

[0028] Wie in den Fig. 2 und Fig. 3 dargestellt, weist die Fußplatte 2 aus Fig. 1 entweder Laufrollen 23 oder Füße 22 auf. Die Laufrollen 23 in Fig. 2 sind so ausgebildet, dass das gesamte Flaschenkarussell 1 auf dem Boden oder Tisch verschoben werden kann. Die Laufrollen sind dabei noch zusätzlich um eine Achse parallel zur Säule drehbar gelagert, damit das Flaschenkarussell in alle Richtungen verschoben werden kann. Die Füße 22 in Fig. 3 sind als flache Rechtecke ausgebildet, damit das Flaschenkarussell 1 auf einem Tisch abgestellt werden kann. Um den Tisch nicht zu beschädigen und auch einen rutschsicheren Stand zu gewährleisten, kann an der Unterseite der Füße 22 ein Bodenschutz aus Gummi oder Filz angeordnet sein. Es ist auch möglich, dass die Füße 22 aus einem rutschfesten Material bestehen.

[0029] Die Säule 3 setzt sich, wie in Fig. 1 gezeigt, aus einem unteren Säulenabschnitt 33 und einem oberen Säulenabschnitt 34 zusammen. Der untere Säulenabschnitt 33 ist in der Halterung 21 gehalten. Der obere Säulenabschnitt 34 weist die mit der Säule fest verbundene Trageplatte 31, die modularen Stockwerke 4 und falls vorhanden auch die Ablage 6 für Gläser auf.

[0030] Die beiden Säulenabschnitte sind über eine Dreheinrichtung 32 miteinander verbunden. Dadurch ist der obere Säulenabschnitt 34 unabhängig von der Fußplatte 2 um eine Drehachse A drehbar gelagert. Die Drehachse A ist parallel zur Säule 3 ausgebildet. Die Dreheinrichtung 32 ist im dargestellten Fall als Kugellager ausgebildet. Um die Stabilität zu erhöhen, können mehrere Kugellager mit Abstand zueinander als Dreheinrichtung 32 ausgebildet sein oder die Dreheinrichtung 32 als Kegelrollenlager ausgebildet sein.

[0031] Die modularen Stockwerke 4, bestehend aus Flaschenhalter 41 und Zwischenstück 42 werden auf die Trageplatte 31 um die Säule 3 herum angeordnet. Flaschenhalter 41 und Zwischenstück 42 sind die Module, mit denen jedes Stockwerk 4 aufgebaut wird. Ein Stockwerk 4 setzt sich aus mehreren Flaschenhaltern 41 und Zwischenstücken 42 zusammen. In Fig. 1 sind zwei Stockwerke 4 nur durch jeweils zwei Flaschenhalter 41 in Nord- und West-Richtung und je ein Zwischenstück 42 in West- und Nord-Richtung angedeutet. Ein Stockwerk 4 setzt sich aus der gleichen Anzahl Flaschenhalter 41 in Nord- und Süd-Richtung, bzw. West- und Ostrichtung zusammen, wie im Folgenden beschrieben wird.

[0032] Die Flaschenhalter 41 und die Zwischenstücke 42 werden in den Fig. 4 und Fig. 5 dargestellt. Wie die Flaschenhalter 41 und die Zwischenstücke 42 zueinander angeordnet sind, um ein Stockwerk 4 auszubilden wird in den Fig. 6 und Fig. 7 dargestellt.

[0033] Fig. 4 zeigt einen Flaschenhalter 41, welcher ein Teil eines Stockwerks 4 darstellt. Der Flaschenhalter 41 besteht aus einem annähernd quaderförmig ausgebildeten Gehäuse mit einem von oben gesehenen, rechteckigen Durchbruch 46. Die Ablagefläche, d.h. das Fach 43 für die Flasche, wird gebildet aus einer Auflagefläche 47 und den Seitenrändern 48 (in Fig. 4 fett) des Durchbruchs 46. Die gebogene Auflagefläche 47 ist an einer oberen Gehäusefläche der einen Längsseite des Flaschenhalters 41 ausgebildet.

[0034] Die Flasche (in Fig. 4 mit gestrichelten Linien schematisch dargestellt) kann auf der Ablagefläche derart angeordnet werden, dass der Flaschenkopf von der Säule 3 weg nach außen zeigt und der Flaschenkörper auf den Seitenrändern 48 und der Auflagefläche 47 aufliegt.

[0035] An der Längsseite des Flaschenhalters 41, die in Richtung der Säule 3 ausgebildet ist, sind auf der Oberseite Zapfen 44 und auf der Unterseite Löcher (in den Figuren nicht dargestellt) ausgebildet.

[0036] Fig. 5 zeigt ein Zwischenstück 42, welches ein Teil eines Stockwerks 4 dargestellt. Das Zwischenstück 42 ist quaderförmig ausgebildet und weist an der Oberseite Zapfen 44 und auf der Unterseite Löcher (in den Figuren nicht dargestellt) auf.

[0037] Die Löcher und Zapfen 44 der Flaschenhalter 41 und der Zwischenstücke 42 sind so ausgebildet, dass bei übereinander angeordneten Flaschenhaltern 41 und/oder Zwischenstücken 42 die Zapfen 44 in die Löcher der darüber angeordneten Flaschenhalter 41 und/oder Zwischenstücke 42 eingreifen können. Damit werden die übereinander angeordneten Stockwerke 4 stabilisiert.

[0038] In Fig. 6 ist eine Draufsicht eines Stockwerks 4 mit vier Flaschenhaltern 41 dargestellt. Jeweils zwei Flaschenhalter 41 sind in Nord- und Süd-Richtung parallel zueinander angeordnet und bilden jeweils ein Flaschenhalterpaar. Zwischen den Flaschenhalterpaaren sind zwei Zwischenstücke 42 derart angeordnet, dass in der Mitte des Stockwerks 4 ein rechteckiger Freiraum 45 ausgebildet wird, in welchem im zusammengesetzten Zustand des Lagergestells 1 die Säule 3 angeordnet ist.

[0039] Es ist auch möglich, ein Stockwerk 4 mit sechs, acht oder zehn Flaschenhaltern 41 auszubilden. Dazu sind jeweils drei, vier oder fünf Flaschenhalter 41 jeweils zueinander parallel in Nord- und in Süd-Richtung angeordnet. Zwischen den Flaschenhaltern 41 sind entsprechend viele Zwischenstücke 42 (zwei, drei oder vier) angeordnet, um einen rechteckigen Freiraum 45 auszubilden.

[0040] In Fig. 7 sind zwei Stockwerke 4 aus Fig. 6 übereinander dargestellt. Das obere Stockwerk 4 ist in Nord-/Süd-Richtung angeordnet. Das untere Stockwerk 4 ist in West-/Ost-Richtung angeordnet. Dabei greifen die Zapfen 44 der Flaschenhalter 41 und der Zwischenstücke 42 des unteren Stockwerks 4 in die Löcher der Flaschenhalter 41 und der Zwischenstücke 42 des oberen Stockwerks 4 ein. Es sind Ausführungen möglich mit mehr als zwei Stockwerken übereinander, dabei ist zu beachten, dass das jeweils obere Stockwerk 4 um 90° gedreht zum darunter liegenden Stockwerk 4 angeordnet ist. Damit wird ein genügend großer Abstand zwischen den in dieselbe Richtung (z.B. Nord-Süd) angeordneten Stockwerken sichergestellt, um Flaschen zu lagern.

[0041] Wie in Fig. 1 weiter dargestellt, ist bei dem Lagergestell 1 eine Lochscheibe 5 ausgebildet. Die Lochscheibe 5 weist in der Mitte ein Loch für die Säule 3 auf und am Rand mehrere Löcher 51 für die Zapfen 44 der Flaschenhalter 41 und der Zwischenstücke 42. Mehrere Lochscheiben 5 sind auf dem obersten Stockwerk 4 angeordnet und stabilisieren dadurch die darunterliegenden Stockwerke 4.

[0042] Es sind auch Ausführungen möglich, bei denen zur Stabilisation der Stockwerke bereits zwischen den Stockwerken 4 jeweils eine Lochscheibe 5 angeordnet ist. Dabei durchgreifen die Zapfen 44 des unteren Stockwerks 4 die Lochscheibe 5 und greifen weiter in die Löcher des darüber angeordneten Stockwerks 4 ein.

Bezugszeichenliste



[0043] 
1
Lagergestell
2
Fußplatte
3
Säule
4
Stockwerk
5
Lochscheibe
6
Ablage
A
Drehachse
21
Halterung für Säule
22
Fuß
23
Laufrolle
31
Trageplatte
32
Dreheinrichtung
33
unterer Säulenabschnitt
34
oberer Säulenabschnitt
41
Flaschenhalter
42
Zwischenstück
43
Fach für Flasche
44
Zapfen
45
Freiraum
46
Durchbruch
47
Auflagefläche
48
Seitenrand
51
Loch für Zapfen



Ansprüche

1. Ein Lagergestell (1) für Flaschen, insbesondere Weinflaschen, wobei das Lagergestell (1) eine Fußplatte (2), eine Säule (3) und mindestens zwei modulare Stockwerke (4) für Flaschen aufweist,

- wobei die Fußplatte (2) eine Halterung (21) für die Säule aufweist, und

- wobei die Säule (3) in der Halterung der Fußplatte angeordnet ist, und die Säule eine Dreheinrichtung (32) und eine Trageplatte (31) für die Stockwerke (4) aufweist, und

- wobei die modularen Stockwerke (4) übereinander auf der Trageplatte (31) angeordnet sind und von der Säule (3) durchgriffen werden, und dass jedes modulare Stockwerk (4) aus mehreren Flaschenhaltern (41) und Zwischenstücken (42) gebildet ist, und

- wobei jeder Flaschenhalter (41) ein Fach (43) zum Lagern einer Flasche aufweist und an jedem Flaschenhalter (41) und jedem Zwischenstück (42) auf der Oberseite Zapfen (44) und auf der Unterseite Löcher ausgebildet sind, und

- wobei mehrere Stockwerke (4) derart übereinander angeordnet sind, dass die Zapfen (44) jedes Flaschenhalters (41) oder Zwischenstücks (42) des unteren Stockwerks (4) in die Löcher des Flaschenhalters (41) oder Zwischenstücks (42) des darüber liegenden Stockwerks (4) eingreifen,

- wobei das Lagergestell (1) freistehend ausgebildet ist.


 
2. Das Lagergestell (1) nach Anspruch 1, wobei an der Fußplatte (2) Füße (22) oder Laufrollen (23) ausgebildet sind.
 
3. Das Lagergestell (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Flaschenhalter (41) und Zwischenstücke (42) jedes Stockwerks (4) derart zueinander angeordnet sind, dass die Anordnung in der Mitte einen quadratischen Freiraum (45) bildet.
 
4. Das Lagergestell (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei mindestens eine Lochscheibe (5) auf mindestens einem der modularen Stockwerke (4) derart angeordnet ist, dass die Löcher (51) der Lochscheibe (5) von den Zapfen (44) des Flaschenhalters (41) und/oder Zwischenstücks (42) durchgriffen werden.
 
5. Das Lagergestell (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei mindestens eine Lochscheibe (5) auf dem obersten modularen Stockwerk (4) derart angeordnet ist, dass die Löcher (51) der Lochscheibe (5) von den Zapfen (44) des Flaschenhalters (41) und/oder Zwischenstücks (42) durchgriffen werden.
 
6. Das Lagergestell (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das modulare Stockwerk (4) vier, sechs, acht oder zehn Flaschenhalter (41) für Flaschen aufweist, wobei jeweils zwei, drei, vier oder fünf Flaschenhalter (41) parallel nebeneinander ausgebildet sind und sich ein Flaschenhalterpaar/-tripel/-quartett oder -quintett von der Säule (3) aus gesehen in Nordrichtung (N) und das zweite Flaschenhalter-paar/- tripel/-quartett oder -quintett in die Südrichtung (S) erstreckt.
 
7. Das Lagergestell (1) nach Anspruch 6, wobei mehrere modulare Stockwerke (4) mit vier, sechs, acht oder zehn Flaschenhalter (41) übereinander angeordnet sind, wobei die Stockwerke (4) jeweils um 90° gedreht zueinander angeordnet sind, um eine Nord-Süd und eine Ost-West Ausrichtung der Flaschenhalter (41) zu ermöglichen.
 
8. Das Lagergestell (1) nach Anspruch 7, wobei bei einer Nord-Süd Ausrichtung der Flaschenhalter (41) Zwischenstücke (42) in der Ost-West Richtung angeordnet sind.
 
9. Das Lagergestell (1) nach Anspruch 7, wobei bei einer Ost-West Ausrichtung der Flaschenhalter (41) Zwischenstücke (42) in der Nord-Süd Richtung angeordnet sind.
 
10. Das Lagergestell (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 9, wobei zwischen dem Flaschenhalterpaar/-tripel/-quartett oder -quintett jeweils ein, zwei, drei oder vier Zwischenstücke (42) derart angeordnet sind, dass das Stockwerk (4) in der Mitte einen quadratischen Freiraum (45) ausbildet.
 
11. Das Lagergestell (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Säule (3) zweiteilig ausgebildet ist, und der untere Säulenteil (33) in der Halterung (21) der Fußplatte (2) angeordnet ist und am oberen Säulenteil (34) die Trageplatte (31) für die Stockwerke (4) angeordnet ist, wobei der untere und der obere Säulenteil über die Dreheinrichtung (32) miteinander verbunden sind.
 
12. Das Lagergestell (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Dreheinrichtung (32) als Kugellager ausgebildet ist.
 
13. Das Lagergestell (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Dreheinrichtung (32) unterhalb der Trageplatte (31) ausgebildet ist.
 
14. Das Lagergestell (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei über den Stockwerken (4) auf der Säule (3) eine Ablage (6) für Gläser angeordnet ist.
 




Zeichnung













Recherchenbericht









Recherchenbericht