(19)
(11)EP 3 652 817 B1

(12)EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45)Hinweis auf die Patenterteilung:
07.04.2021  Patentblatt  2021/14

(21)Anmeldenummer: 18752084.6

(22)Anmeldetag:  09.07.2018
(51)Int. Kl.: 
H01R 43/052  (2006.01)
(86)Internationale Anmeldenummer:
PCT/AT2018/060140
(87)Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2019/010510 (17.01.2019 Gazette  2019/03)

(54)

DRAHTHANDLINGVORRICHTUNG

WIRE HANDLING DEVICE

DISPOSITIF DE MANIPULATION DE FIL ÉLECTRIQUE


(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30)Priorität: 11.07.2017 AT 505742017

(43)Veröffentlichungstag der Anmeldung:
20.05.2020  Patentblatt  2020/21

(73)Patentinhaber: SW Automatisierung GmbH
5440 Golling an der Salzach (AT)

(72)Erfinder:
  • SCHAUER, Johannes
    5431 Kuchl (AT)

(74)Vertreter: Torggler & Hofinger Patentanwälte 
Postfach 85
6010 Innsbruck
6010 Innsbruck (AT)


(56)Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 0 989 637
US-A1- 2001 013 162
EP-A2- 1 993 175
US-A1- 2001 025 870
  
      
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Drahthandlingvorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 und eine Konfektioniervorrichtung mit einer solchen Drahthandlingvorrichtung.

    [0002] Beim Konfektionieren von Drähten mittels einer Konfektioniervorrichtung wird ein Draht aus einem Drahtreservoir, beispielsweise einer Drahtrolle, einer Drahthandlingvorrichtung zugeführt, welche dazu dient, den Draht zu führen und an Drahtbearbeitungsstationen zu übergeben. Üblicherweise wird dabei zunächst solange Draht aus dem Drahtreservoir durch die Drahthandlingvorrichtung hindurch geführt, bis die gewünschte Drahtlänge vorliegt, woraufhin der Draht abgelängt wird, beispielsweise durch eine zwischen dem Drahtreservoir und der Drahthandlingvorrichtung angeordnete Schneidvorrichtung. Sodann wird das erste Drahtende des in der Drahthandlingvorrichtung geführten und gehaltenen Drahtes von der Drahthandlingvorrichtung zu einer Bearbeitungsstation in Form einer Drahtkonfektioniereinrichtung geführt. In der Drahtkonfektioniereinrichtung wird das Drahtende bearbeitet, indem beispielsweise das Drahtende abisoliert wird und/oder am Drahtende ein Drahtabschluss (z.B. Kabelschuh, Flachstecker, Crimp-Kontakt, Strumpfschlauch, Kabelmuffe, Tülle oder ähnliches) angebracht wird. In weiterer Folge wird der Draht wiederum durch die Drahthandlingvorrichtung hindurch bewegt (nun in entgegengesetzter Richtung) und das zweite Drahtende zur selben oder einer weiteren Bearbeitungsstation geführt, sodass auch das zweite Drahtende mit einem Drahtabschluss versehen werden kann. Der entsprechend konfektionierte Draht wird dann von einer Übergabevorrichtung (beispielsweise einem Roboterarm) von der Drahthandlingvorrichtung entnommen und allfälligen weiteren Bearbeitungsstationen, wie beispielsweise einer Markierstation oder einer Ordnungsstation, übergeben.

    [0003] Im Rahmen der vorliegenden Offenbarung umfasst der Begriff Draht einzelne isolierte oder blanke Drähte, einadrige oder mehradrige Drähte oder Kabel mit Ummantelung, Kabelstränge, Litzen, Glasfaserkabel oder dergleichen.

    [0004] Bekannte Drahthandlingvorrichtungen weisen zwei Drahtführungsvorrichtungen auf, die in einem gewissen Abstand zueinander angeordnet sind, sodass sich zwischen den Führungsabschnitten der Drahtführungsvorrichtungen eine Lücke ergibt, die das vordere Drahtende beim Durchführen des Drahtes durch die Drahtführungsvorrichtungen überbrücken muss. Damit das Drahtende nach dieser Lücke auch tatsächlich in den Führungsabschnitt der aus Sicht des Drahtes hinteren bzw. zweiten Drahtführungsvorrichtung eintreten kann, ist es wichtig, dass der Draht bereits vor dem Einführen in den ersten Führungsabschnitt der aus Sicht des Drahtes vorderen bzw. ersten Drahtführungsvorrichtung im Wesentlichen exakt geradlinig gerichtet wird, wofür aufwändige und komplizierte Drahtrichtvorrichtungen vonnöten sind

    [0005] EP1993175 A2 offenbart eine Drahthandlingvorrichtung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.

    [0006] Aufgabe der Erfindung ist es, die vorbeschriebenen Nachteile zu vermeiden und eine Drahthandlingvorrichtung bereitzustellen, die eine verbesserte Drahtführung ermöglicht. Diese Aufgabe wird durch eine Drahthandlingvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und eine Konfektioniervorrichtung mit einer solchen Drahthandlingvorrichtung gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.

    [0007] Bei der Erfindung ist vorgesehen, dass die erste Drahtführungsvorrichtung und die zweite Drahtführungsvorrichtung relativ zueinander bewegbar angeordnet sind. Dadurch können die beiden Führungsabschnitte der zwei Drahtführungsvorrichtungen in unmittelbare Nähe gebracht werden, sodass die Lücke zwischen den beiden Führungsabschnitten minimiert werden kann. Besonders günstig ist es, wenn die beiden Drahtführungsvorrichtungen so weit relativ zueinander bewegt werden, dass die beiden Drahtführungsvorrichtungen unmittelbar aneinander anliegen und somit der zweite Führungsabschnitt unmittelbar an den ersten Führungsabschnitt anschließt, wodurch die beiden Führungsabschnitte einen durchgehenden Führungsabschnitt bilden, der sich durch beide Drahtführungsvorrichtungen hindurch erstreckt. Da somit keine Lücke mehr zwischen den Führungsabschnitten vorhanden ist, die der Draht überwinden muss, ist es auch nicht mehr nötig, dass der Draht vor dem Eintritt in die Drahthandlingvorrichtung exakt geradlinig gerichtet ist. Ein Richten des Drahtes kann somit entweder weniger präzise und daher mit weniger Aufwand vorgenommen werden oder aber sogar gänzlich entfallen.

    [0008] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die erste Drahtführungsvorrichtung und/oder die zweite Drahtführungsvorrichtung im Wesentlichen rohrförmig ausgebildet ist bzw. sind, wobei vorzugsweise der erste Führungsabschnitt und/oder der zweite Führungsabschnitt im Wesentlichen als zylindrischer Hohlraum ausgebildet ist bzw. sind. Grundsätzlich kann ein Querschnitt des ersten Führungsabschnitts und/oder des zweiten Führungsabschnitts quer zur Längserstreckung unter anderem rund, oval, quadratisch oder rechteckig ausgebildet sein.

    [0009] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der erste Führungsabschnitt im Wesentlichen geradlinig entlang einer Längsrichtung ausgebildet ist und/oder der zweite Führungsabschnitt im Wesentlichen geradlinig entlang der Längsrichtung ausgebildet ist.

    [0010] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass die erste Drahtführungsvorrichtung und die zweite Drahtführungsvorrichtung in Längsrichtung hintereinander angeordnet sind. Es kann insbesondere vorgesehen sein, dass der erste Führungsabschnitt und der zweite Führungsabschnitt in Längsrichtung fluchtend zueinander ausgerichtet sind.

    [0011] Eine bevorzugte Ausführungsvariante sieht vor, dass die erste Drahtführungsvorrichtung in Längsrichtung relativ zur zweiten Drahtführungsvorrichtung bewegbar ist und/oder die zweite Drahtführungsvorrichtung in Längsrichtung relativ zur ersten Drahtführungsvorrichtung bewegbar ist.

    [0012] Hierbei kann also eine der beiden Drahtführungsvorrichtungen oder auch beide Drahtführungsvorrichtungen entlang der Längsrichtung translatorisch bewegt werden.

    [0013] Insbesondere wenn die Drahtführungsvorrichtungen rohrförmig ausgebildet sind, stellt die Längsrichtung eine Längsachse der die Führungsabschnitte bildenden zylindrischen Hohlräume dar und die translatorische Bewegung kann axial entlang der Längsachse erfolgen.

    [0014] Besonders vorteilhaft ist jene Ausführungsform der Erfindung, bei der die erste Drahtführungsvorrichtung und die zweite Drahtführungsvorrichtung in eine Durchführstellung bewegbar sind, wobei in der Durchführstellung die erste Drahtführungsvorrichtung und die zweite Drahtführungsvorrichtung in Längsrichtung im Wesentlich unmittelbar hintereinander angeordnet sind. In diesem Fall berühren sich die einander zugewandten Stirnseiten der Drahtführungsvorrichtungen und die beiden Führungsabschnitte bilden einen durchgehenden Führungsabschnitt, der sich durch beide Drahtführungsvorrichtungen hindurch erstreckt.

    [0015] Eine Bewegung der Drahtführungsvorrichtungen in die Durchführstellung kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass die erste Drahtführungsvorrichtung ortsfest ist und die zweite Drahtführungsvorrichtung in Richtung der ersten Drahtführungsvorrichtung bewegt wird. Ebenso kann diese Bewegung dadurch erfolgen, dass die zweite Drahtführungsvorrichtung ortsfest ist und die erste Drahtführungsvorrichtung in Richtung der zweiten Drahtführungsvorrichtung bewegt wird. Es kann natürlich auch vorgesehen sein, dass sich beide Drahtführungsvorrichtungen aufeinander zu bewegen.

    [0016] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die erste Drahtführungsvorrichtung und die zweite Drahtführungsvorrichtung in eine Förderstellung bewegbar sind, wobei in der Förderstellung die erste Drahtführungsvorrichtung und die zweite Drahtführungsvorrichtung in Längsrichtung voneinander beabstandet angeordnet sind. Dabei ist vorgesehen, dass die Drahthandlingvorrichtung eine Drahtfördervorrichtung umfasst, wobei die Drahtfördervorrichtung in der Förderstellung zwischen die erste Drahtführungsvorrichtung und die zweite Drahtführungsvorrichtung bewegbar ist. Hierbei ist die Drahtfördervorrichtung in der Förderstellung der Drahtführungsvorrichtungen mit einem zwischen der ersten Drahtführungsvorrichtung und der zweiten Drahtführungsvorrichtung verlaufenden Draht in Eingriff bringbar, wodurch der Draht in Vorwärtsrichtung oder Rückwärtsrichtung (in Bezug auf die Längsrichtung) transportiert werden kann. Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass die Drahtfördervorrichtung während des Übergangs der Drahtführungsvorrichtungen von der Durchführstellung zur Förderstellung mit dem Draht in Eingriff bringbar ist.

    [0017] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass die Drahtfördervorrichtung zwei gegenläufig rotierende Transportrollen umfasst. Dabei kann vorgesehen sein, dass die zwei Transportrollen quer zur Längsrichtung aufeinander zubewegbar sind, zum Beispiel mittels eines Linearantriebs oder eines pneumatischen Zylinders. Die Drahtfördervorrichtung kann auch zwei Gurtsysteme umfassen, bei denen um jeweils zumindest zwei Rollen ein Gurt angeordnet ist und von den Rollen angetrieben wird, wobei die zwei Gurtsysteme mit dem Draht in Eingriff gebracht werden können und somit der Draht zwischen den zwei Gurten eingeklemmt und von den zwei Gurten fortbewegt werden kann.

    [0018] Die beiden Transportrollen können den Draht zwischen den Laufflächen der Transportrollen einklemmen und somit bei gegenläufiger Rotation der Transportrollen den Draht in Längsrichtung und entgegengesetzt dazu bewegen.

    [0019] Die Drahthandlingvorrichtung umfasst eine Trägervorrichtung, wobei die erste Drahtführungsvorrichtung und die zweite Drahtführungsvorrichtung auf der Trägervorrichtung angeordnet sind.

    [0020] Die Trägervorrichtung kann dabei plattenförmig oder scheibenförmig bzw. tellerförmig ausgebildet sein.

    [0021] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass die erste Drahtführungsvorrichtung und/oder die zweite Drahtführungsvorrichtung translatorisch bewegbar, vorzugsweise in Längsrichtung, auf der Trägervorrichtung angeordnet ist bzw. sind.

    [0022] Die erste Drahtführungsvorrichtung und/oder die zweite Drahtführungsvorrichtung kann also in Längsrichtung beweglich auf der Trägervorrichtung gelagert sein und eine Bewegung der ersten Drahtführungsvorrichtung und/oder der zweiten Drahtführungsvorrichtung kann beispielsweise mittels eines Linearantriebs erfolgen. Dabei kann auch vorgesehen sein, dass eine der beiden Drahtführungsvorrichtungen ortsfest auf der Trägervorrichtung angeordnet ist und die andere der beiden Drahtführungsvorrichtungen in Längsrichtung beweglich auf der Trägervorrichtung gelagert ist. Es kann natürlich auch vorgesehen sein, dass beide Drahtführungsvorrichtungen in Längsrichtung beweglich auf der Trägervorrichtung gelagert sind.

    [0023] Die Trägervorrichtung ist um eine Rotationsachse drehbar gelagert. Vorzugsweise verläuft dabei die Rotationsachse im Wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung.

    [0024] Die Trägervorrichtung kann beispielsweise auf einem Gestell oder einem Rahmen um die Rotationsachse drehbar gelagert sein, sodass das Drahtende einer in der entsprechenden Winkelstellung angeordneten Bearbeitungseinheit zugeführt werden kann. Insbesondere kann dadurch auch dieselbe Bearbeitungseinheit für beide Drahtenden verwendet werden, da nach der Bearbeitung des vorderen bzw. ersten Drahtendes die Trägervorrichtung um 180° um die Rotationsachse verschwenkt werden kann und somit das hintere bzw. zweite Drahtende der Bearbeitungseinheit zugeführt werden kann.

    [0025] Eine besondere Ausführungsvariante sieht vor, dass die Trägervorrichtung translatorisch bewegbar gelagert ist.

    [0026] Dadurch kann ein Drahtende nicht nur in Richtung einer Bearbeitungseinheit verschwenkt werden, sondern das Drahtende kann auch zur Bearbeitungseinheit hingeführt und an die Bearbeitungseinheit übergeben werden, ohne dass der Draht relativ zu den Drahtführungsvorrichtungen bewegt werden müsste.

    [0027] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass die Trägervorrichtung eine erste Trägerplatte und eine zweite Trägerplatte umfasst, wobei die erste Trägerplatte relativ zur zweiten Trägerplatte bewegbar ist.

    [0028] Hierbei kann insbesondere vorgesehen sein, dass die erste Trägerplatte translatorisch bewegbar auf der zweiten Trägerplatte angeordnet ist. Dies vereinfacht die Konstruktion einer auch um eine Rotationsachse drehbar gelagerten Trägervorrichtung, da durch Rotation der zweiten Trägerplatte automatisch auch die erste Trägerplatte mit rotiert wird und zur Zuführung des Drahtendes an die Bearbeitungseinheit nur mehr die erste Trägerplatte relativ zur zweiten Trägerplatte bewegt werden muss.

    [0029] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass an der zweiten Trägerplatte ein Führungssteg angeordnet ist, wobei die erste Trägerplatte entlang des Führungsstegs verfahrbar angeordnet ist. Die Bewegung der ersten Trägerplatte relativ zur zweiten Trägerplatte kann wiederum z.B. mittels eines Linearantriebs erfolgen.

    [0030] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass die erste Drahtführungsvorrichtung entlang des ersten Führungsabschnitts in wenigstens zwei Teile teilbar ausgebildet ist und/oder die zweite Drahtführungsvorrichtung entlang des zweiten Führungsabschnitts in wenigstens zwei Teile teilbar ausgebildet ist.

    [0031] Durch eine teilbare Ausbildung der Drahtführungsvorrichtungen entlang der Führungsabschnitte kann auch ein mit einem Drahtabschluss versehenes Drahtende, welches wegen dem Drahtabschluss einen gegenüber dem Drahtdurchmesser vergrößerte Außenabmessungen aufweist, entlang der entsprechend vergrößerten Führungsabschnitte durch die Drahtführungsvorrichtungen hindurch geführt werden. Mit anderen Worten wird dadurch ermöglicht, verschieden dicke Drähte oder Drähte mit angebrachten Drahtabschlüssen durch die Drahtführungsvorrichtungen hindurch zu führen.

    [0032] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante kann vorgesehen sein, dass die wenigstens zwei Teile relativ zueinander bewegbar sind.

    [0033] Die Drahtführungsvorrichtungen können also entlang einer jeweiligen Längserstreckung in wenigstens zwei Teile teilbar ausgebildet sein, die relativ zueinander beweglich gelagert sind. Die Bewegung kann dabei radial in Bezug auf eine Längsrichtung oder Längsachse der Drahtführungsvorrichtungen oder deren Führungsabschnitte erfolgen.

    [0034] Besonders günstig ist es, wenn vorgesehen ist, dass die wenigstens zwei Teile ein erstes Führungsteil und ein zweites Führungsteil umfassen, wobei das zweite Führungsteil vom ersten Führungsteil abhebbar ist.

    [0035] Dies stellt eine konstruktiv besonders einfache Variante dar, bei der die Drahtführungsvorrichtungen entlang ihrer Längserstreckungen in jeweils zwei Hälften geteilt werden (unterer erster Führungsteil und oberer zweiter Führungsteil) und zur Vergrößerung der Führungsabschnitte jeweils die oberen Hälften von den unteren Hälften abgehoben werden. Das Abheben der oberen Führungsteile kann dabei radial bzw. quer zu den Längserstreckungen der Drahtführungsvorrichtungen erfolgen. Schutz wird auch begehrt für eine Konfektioniervorrichtung mit einer vorgeschlagenen Drahthandlingvorrichtung.

    [0036] In einer bevorzugten Ausführungsvariante kann vorgesehen sein, dass die Konfektioniervorrichtung wenigstens eine Bearbeitungseinheit in Form einer Drahtkonfektioniereinrichtung umfasst. Ein Drahtende des von der Drahthandlingvorrichtung geführten Drahtes kann von der Drahthandlingvorrichtung an die Drahtkonfektioniereinrichtung übergeben werden, um das Drahtende beispielsweise mit einem Drahtabschluss zu versehen.

    [0037] Bei der wenigstens einen Bearbeitungseinheit kann es sich beispielsweise um eine offene, freistehende oder um eine eingehauste Drahtkonfektioniereinrichtung mit einer Öffnung zur Einführung eines Drahtendes handeln.

    [0038] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass die Drahtkonfektioniereinrichtung eine Öffnung zur Einführung eines Drahtendes aufweist, wobei die Öffnung trichterförmig ausgebildet ist. Durch die trichterförmige Öffnung kann das Einführen des Drahtendes erleichtert werden, da bei nicht exakt zentrischer Übergabe des Drahtendes das Drahtende entlang der Trichterform zur Öffnung geführt wird.

    [0039] Es kann auch vorgesehen sein, dass die Drahthandlingvorrichtung wenigstens eine Anschlussvorrichtung zum Andocken der Drahthandlingvorrichtung an die Drahtkonfektioniereinrichtung aufweist, wobei die wenigstens eine Anschlussvorrichtung einen zur trichterförmigen Öffnung korrespondierenden konischen Bereich aufweist. Bei Vorsehen eines zur trichterförmigen Öffnung korrespondierenden konischen Bereichs an der Anschlussvorrichtung kann ein formschlüssiges Andocken der Anschlussvorrichtung an der trichterförmigen Öffnung erfolgen und das Drahtende kann ungehindert durch die Öffnung in die Drahtkonfektioniereinrichtung eingebracht werden.

    [0040] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass an den einander abgewandten Enden der ersten Drahtführungsvorrichtung und der zweiten Drahtführungsvorrichtung jeweils eine Anschlussvorrichtung angeordnet ist. Dadurch kann ein zentrisches Andocken der Drahthandlingvorrichtung an die Drahtkonfektioniereinrichtung für beide Drahtenden sichergestellt werden.

    [0041] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der nachfolgenden Figurenbeschreibung erläutert. Dabei zeigen:
    Fig. 1
    eine schematische Darstellung einer Konfektioniervorrichtung mit einer vorgeschlagenen Drahthandlingvorrichtung,
    Fig. 2a und 2b
    ein Ausführungsbeispiel einer vorgeschlagenen Drahthandlingvorrichtung in einer perspektivischen Schrägansicht und in einer Draufsicht und
    Fig. 3a bis 15b
    verschiedene Stellungen einer vorgeschlagenen Drahthandlingvorrichtung während eines beispielhaften Ablaufs einer Drahtkonfektionierung in perspektivischen Schrägansichten und in Draufsichten.


    [0042] Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Konfektioniervorrichtung 2 mit einer vorgeschlagenen Drahthandlingvorrichtung 1. Die Drahthandlingvorrichtung 1 umfasst eine erste Drahtführungsvorrichtung 3 mit einem ersten Führungsabschnitt 4 für einen entlang des ersten Führungsabschnitts 4 zu führenden Draht 5 sowie eine zweite Drahtführungsvorrichtung 6 mit einem zweiten Führungsabschnitt 7 für einen entlang des zweiten Führungsabschnitts 7 zu führenden Draht 5. Die beiden Drahtführungsvorrichtungen 3, 6 sind auf einer Trägervorrichtung 10 angeordnet und rohrförmig ausgebildet, wobei die beiden Führungsabschnitte 6, 7 als zylindrische Hohlräume ausgebildet sind. Die beiden Drahtführungsvorrichtungen 3, 6 sind in Richtung der Längsachsen der beiden zylindrischen Hohlräume hintereinander angeordnet und in Richtung der Längsachsen relativ zueinander beweglich auf der Trägervorrichtung 10 angeordnet.

    [0043] Bei der gezeigten Konfektioniervorrichtung 2 wird Draht 5 aus einem Drahtreservoir 18 in Form einer Drahtrolle mittels einer Vorschubvorrichtung 19 durch die beiden Führungsabschnitte 6, 7 der beiden Drahtführungsvorrichtungen 3, 6 hindurchgeführt und ein erstes Drahtende 5a in eine Bearbeitungseinheit in Form einer Drahtkonfektioniereinrichtung 14 eingeführt, um das erste Drahtende 5a mit einem hier nicht gezeigten Drahtabschluss 22 zu versehen. Zum Ablängen des Drahtes 5 in der gewünschten Länge ist darüber hinaus eine Schneidvorrichtung 20 vorgesehen.

    [0044] Figur 2a zeigt ein Ausführungsbeispiel einer vorgeschlagenen Drahthandlingvorrichtung 1 in einer perspektivischen Ansicht und Figur 2b zeigt eine Draufsicht auf diese Drahthandlingvorrichtung 1.

    [0045] Die Drahthandlingvorrichtung 1 umfasst eine erste Drahtführungsvorrichtung 3 mit einem ersten Führungsabschnitt 4 für einen entlang des ersten Führungsabschnitts 4 zu führenden Draht 5 sowie eine zweite Drahtführungsvorrichtung 6 mit einem zweiten Führungsabschnitt 7 für einen entlang des zweiten Führungsabschnitts 7 zu führenden Draht 5. Der erste Führungsabschnitt 4 ist im Wesentlichen geradlinig entlang einer Längsrichtung L ausgebildet und der zweite Führungsabschnitt 7 ist ebenfalls im Wesentlichen geradlinig entlang der Längsrichtung L ausgebildet. Die beiden Führungsabschnitte 6, 7 sind im Wesentlichen als zylindrische Hohlräume ausgebildet. Die erste Drahtführungsvorrichtung 3 und die zweite Drahtführungsvorrichtung 6 sind in Längsrichtung L hintereinander angeordnet, wobei der erste Führungsabschnitt 4 und der zweite Führungsabschnitt 7 in Längsrichtung L fluchtend zueinander ausgerichtet sind. In Figur 2b sind die beiden Führungsabschnitte 6, 7 im Inneren der Drahtführungsvorrichtungen 3, 6 strichliert angedeutet.

    [0046] Die beiden Drahtführungsvorrichtungen 3, 6 befinden sich in der gezeigten Darstellung in ihrer Durchführstellung A, in der die erste Drahtführungsvorrichtung 3 und die zweite Drahtführungsvorrichtung 6 in Längsrichtung L im Wesentlich unmittelbar hintereinander angeordnet sind. Die beiden einander zugewandten Enden der Drahtführungsvorrichtungen 3, 6 verjüngen sich in Richtung der Führungsabschnitte 6, 7, um beim Übergang von der Durchführstellung A zur Förderstellung B ein Ineingriffbringen der Transportrollen 9 der Drahtfördervorrichtung 8 mit dem Draht 5 zu erleichtern.

    [0047] Die erste Drahtführungsvorrichtung 3 ist in diesem Beispiel entlang des ersten Führungsabschnitts 4 in zwei Teile - einem ersten Führungsteil 3a und einem zweiten Führungsteil 3b - teilbar ausgebildet und die zweite Drahtführungsvorrichtung 6 ist entlang des zweiten Führungsabschnitts 7 ebenfalls in zwei Teile - einem ersten Führungsteil 6a und einem zweiten Führungsteil 6b -teilbar ausgebildet. Die zwei Führungsteile 3a, 3b der ersten Drahtführungsvorrichtung 3 sind relativ zueinander bewegbar, wobei das zweite Führungsteil 3b vom ersten Führungsteil 3a abhebbar ist. Ebenso sind auch die zwei Führungsteile 6a, 6b der zweiten Drahtführungsvorrichtung 6 relativ zueinander bewegbar, wobei das zweite Führungsteil 6b vom ersten Führungsteil 6a abhebbar ist. In der gezeigten Stellung liegen die beiden zweiten Führungsteile 3b, 6b auf den beiden ersten Führungsteilen 3a, 6a auf, wodurch die beiden Führungsabschnitte 4, 7 entlang der Längsrichtung L innerhalb der beiden Drahtführungsvorrichtungen 3, 6 verlaufen. In den beiden jeweils aneinander anliegenden Führungsteilen 3a und 3b bzw. 6a und 6b ist jeweils eine in Längsrichtung L durchgehend wannenförmige Ausnehmung ausgebildet, sodass die beiden Führungsabschnitte 6, 7 insgesamt im Wesentlichen als zylindrische Hohlräume ausgebildet sind.

    [0048] Die Drahthandlingvorrichtung 1 umfasst darüber hinaus eine Trägervorrichtung 10, wobei die erste Drahtführungsvorrichtung 3 und die zweite Drahtführungsvorrichtung 6 auf der Trägervorrichtung 10 angeordnet sind. Die Trägervorrichtung 10 umfasst eine erste Trägerplatte 11 und eine zweite Trägerplatte 12, wobei die erste Trägerplatte 11 relativ zur zweiten Trägerplatte 12 bewegbar ist, indem an der zweiten Trägerplatte 12 ein Führungssteg 13 angeordnet ist, wobei die erste Trägerplatte 11 entlang des Führungsstegs 13 verfahrbar angeordnet ist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die erste Drahtführungsvorrichtung 3 ortsfest auf der ersten Trägerplatte 11 angeordnet und die zweite Drahtführungsvorrichtung 6 ist translatorisch in Längsrichtung L bewegbar auf der Trägervorrichtung 10 angeordnet, indem die zweite Drahtführungsvorrichtung 6 entlang des Führungsstegs 13 verfahrbar angeordnet ist.

    [0049] Die Trägervorrichtung 10 bzw. deren zweite Trägerplatte 12 ist auf einem hier nicht gezeigten Gestell oder Rahmen um eine Rotationsachse R drehbar gelagert.

    [0050] Anhand der nachfolgenden Figuren 3a bis 15b wird beispielhaft ein Ablauf des Konfektionieren eines Drahtes 5 mit einer vorgeschlagenen Drahthandlingvorrichtung 1 gemäß den Figuren 2a und 2b beschrieben. Die dabei auftretenden unterschiedlichen Stellungen der Drahthandlingvorrichtung 1 sind jeweils in einer perspektivischen Ansicht und in einer Draufsicht dargestellt.

    [0051] In der Stellung der Drahthandlingvorrichtung 1 gemäß den Figuren 3a und 3b wird ein Draht 5 aus einem hier nicht gezeigten Drahtreservoir 18 mittels einer hier nicht dargestellten Vorschubvorrichtung 19 durch die beiden Führungsabschnitte 6, 7 der beiden Drahtführungsvorrichtungen 3, 6 hindurchgeführt. Die beiden Drahtführungsvorrichtungen 3, 6 befinden sich in ihrer Durchführstellung A, in der die erste Drahtführungsvorrichtung 3 und die zweite Drahtführungsvorrichtung 6 in Längsrichtung L im Wesentlich unmittelbar hintereinander angeordnet sind und die beiden Führungsabschnitte 6, 7 in Längsrichtung L fluchtend zueinander ausgerichtet sind, sodass sie einen durchgehenden Führungsabschnitt für den Draht 5 bilden, der sich entlang der beiden Drahtführungsvorrichtungen 3, 6 erstreckt. Der Draht 5 wurde so weit durch die Führungsabschnitte 6, 7 hindurchgeführt, dass er in Längsrichtung L über die zweite Drahtführungsvorrichtung 6 vorsteht.

    [0052] In der Stellung gemäß den Figuren 4a und 4b wurde die zweite Drahtführungsvorrichtung 6 in Längsrichtung L relativ zur ersten Drahtführungsvorrichtung 3 bewegt, sodass die beiden Drahtführungsvorrichtungen 3, 6 von ihrer Durchführstellung A in ihre Förderstellung B übergeführt wurden, in der die erste Drahtführungsvorrichtung 3 und die zweite Drahtführungsvorrichtung 6 in Längsrichtung L voneinander beabstandet angeordnet sind. Während des Übergangs von der Durchführstellung A in die Förderstellung B wurden die beiden Transportrollen 9 der Drahtfördervorrichtung 8 in Bezug auf die Längsrichtung L radial in die entstehende Lücke zwischen der ersten Drahtführungsvorrichtung 3 und der zweiten Drahtführungsvorrichtung 6 bewegt, sodass der Draht 5 zwischen den Transportrollen 9 eingeklemmt ist und durch gegenläufige Rotation der Transportrollen 9 in Längsrichtung L bewegt werden kann. Der Draht 5 wird nun durch die Drahtfördervorrichtung 8 so lange in Längsrichtung L bewegt, bis die gewünschte Drahtlänge für diesen zu konfektionieren Draht 5 erreicht ist. Sodann wird der Draht 5 durch eine Schneidvorrichtung 20 entsprechend abgelängt.

    [0053] Die Figuren 5a und 5b zeigen eine Stellung der Drahthandlingvorrichtung 1, bei der der Draht 5 mittels der Schneidvorrichtung 20 bereits abgelängt wurde und die beiden Drahtführungsvorrichtungen 3, 6 in Längsrichtung L relativ zur zweiten Trägerplatte 12 der Trägervorrichtung 10 bewegt wurden, indem sowohl die zweite Drahtführungsvorrichtung 6 als auch die erste Trägerplatte 11 - auf der die erste Drahtführungsvorrichtung 3 und die Drahtfördervorrichtung 8 angeordnet sind - in Längsrichtung L entlang des Führungsstegs 13 verfahren wurden. Die beiden Drahtführungsvorrichtungen 3, 6 wurden dabei jedoch nicht relativ zueinander bewegt, sodass sie sich immer noch in ihrer Förderstellung B befinden.

    [0054] In der Stellung der Drahthandlingvorrichtung 1 gemäß den Figuren 6a und 6b wurde die Trägervorrichtung 10 um die Rotationsachse R um 90° im Uhrzeigersinn (bei Betrachtung der Draufsicht) gedreht, sodass nunmehr das soeben abgelängte erste Drahtende 5a des Drahtes 5 in Richtung einer Öffnung 15 einer Drahtkonfektioniereinrichtung 14 ausgerichtet ist. Die Rotation der Trägervorrichtung 10 um die Rotationsachse R erfolgte, indem die auf einem hier nicht dargestellten Rahmen oder Gestell drehbar gelagerte zweite Trägerplatte 12 der Trägervorrichtung 10 entsprechend gedreht wurde. Selbstverständlich kann die Trägervorrichtung 10 je nach Anordnung einer Bearbeitungseinheit in jede beliebige gewünschte Winkelstellung gedreht werden.

    [0055] In der Stellung gemäß den Figuren 7a und 7b wurden die beiden Drahtführungsvorrichtungen 3, 6 entgegengesetzt zur Längsrichtung L relativ zur zweiten Trägerplatte 12 der Trägervorrichtung 10 bewegt, indem sowohl die zweite Drahtführungsvorrichtung 6 als auch die erste Trägerplatte 11 - auf der die erste Drahtführungsvorrichtung 3 und die Drahtfördervorrichtung 8 angeordnet sind - entgegengesetzt zur Längsrichtung L entlang des Führungsstegs 13 verfahren wurden. Dadurch wurde das erste Drahtende 5a von der Drahthandlingvorrichtung 1 an die Drahtkonfektioniereinrichtung 14 übergeben, indem das erste Drahtende 5a durch die Öffnung 15 der Drahtkonfektioniereinrichtung 14 in die Drahtkonfektioniereinrichtung 14 eingeführt wurde. Zum Erleichtern des Einführens des ersten Drahtendes 5a ist die Öffnung 15 trichterförmig ausgebildet.

    [0056] Figur 7c zeigt eine alternative Ausführungsvariante der ersten Drahtführungsvorrichtung 3. Hierbei ist an dem der Drahtkonfektioniereinrichtung 14 zugewandten Ende der ersten Drahtführungsvorrichtung 3 eine Anschlussvorrichtung 16 angeordnet, wobei die Anschlussvorrichtung 16 einen zur hier strichliert angedeuteten trichterförmigen Öffnung 15 korrespondierenden konischen Bereich 17 aufweist. Dadurch kann ein formschlüssiges Andocken der Anschlussvorrichtung 16 an der trichterförmigen Öffnung 15 erfolgen und das erste Drahtende 5a kann ungehindert durch die Öffnung 15 in die Drahtkonfektioniereinrichtung 14 eingebracht werden. Es kann auch vorgesehen sein, dass an den einander abgewandten Enden von erster Drahtführungsvorrichtung 3 und zweiter Drahtführungsvorrichtung 6 jeweils eine Anschlussvorrichtung 16 angeordnet ist.

    [0057] Die Figuren 8a und 8b zeigen eine Stellung der Drahthandlingvorrichtung 1, bei der das erste Drahtende 5a in der Drahtkonfektioniereinrichtung 14 mit einem Drahtabschluss 22 in Form eines Kabelschuhs versehen wurde. In der gezeigten Stellung wurden die beiden Drahtführungsvorrichtungen 3, 6 in Längsrichtung L relativ zur zweiten Trägerplatte 12 der Trägervorrichtung 10 bewegt, indem sowohl die zweite Drahtführungsvorrichtung 6 als auch die erste Trägerplatte 11 in Längsrichtung L entlang des Führungsstegs 13 verfahren wurden. Dabei wurde das mit dem Drahtabschluss 22 versehene erste Drahtende 5a durch die Öffnung 15 aus der Drahtkonfektioniereinrichtung 14 herausgeführt.

    [0058] In der Stellung gemäß den Figuren 9a und 9b wurde die Trägervorrichtung 10 um die Rotationsachse R um 180° im Uhrzeigersinn gedreht, sodass nunmehr das zweite Drahtende 5b des Drahtes 5 in Richtung der Öffnung 15 der Drahtkonfektioniereinrichtung 14 ausgerichtet ist. Selbstverständlich kann die Trägervorrichtung 10 je nach Anordnung einer Bearbeitungseinheit in jede beliebige gewünschte Winkelstellung gedreht werden.

    [0059] Die Stellungen gemäß den Figuren 10a und 10b bzw. 11a und 11b entsprechen im Wesentlichen den Stellungen gemäß den Figuren 7a und 7b bzw. 8a und 8b mit dem Unterschied, dass nunmehr das zweite Drahtende 5b in der Drahtkonfektioniereinrichtung 14 mit einem Drahtabschluss 22 in Form eines Kabelschuhs versehen wurde. Zudem wurde eine Übergabevorrichtung 21 in Form eines Roboterarms mit Greifzange zur ersten Drahtführungsvorrichtung 3 herangeführt.

    [0060] In der Stellung der Drahthandlingvorrichtung 1 gemäß den Figuren 12a und 12b wurde das zweite Führungsteil 6b der zweiten Drahtführungsvorrichtung 6 vom ersten Führungsteil 6a der zweiten Drahtführungsvorrichtung 6 in einer Richtung quer zu Längsrichtung L - im konkreten Beispiel in einer Richtung parallel zur Rotationsachse R - abgehoben. Dadurch wurde der zweite Führungsabschnitt 7 vergrößert, sodass nunmehr auch das wegen des Drahtabschlusses 22 gegenüber dem Drahtdurchmesser dickere zweite Drahtende 5b entlang des zweiten Führungsabschnitts 7 durch die zweite Drahtführungsvorrichtung 6 hindurchgeführt werden kann. Zu erkennen ist außerdem die in Längsrichtung L durchgehend wannenförmige Ausnehmung im ersten Führungsteil 6a der zweiten Drahtführungsvorrichtung 6, die in Verbindung mit einer ebenfalls in Längsrichtung L durchgehend wannenförmige Ausnehmung im zweiten Führungsteil 6b der zweiten Drahtführungsvorrichtung 6 den zweiten Führungsabschnitt 7 bildet. In der gezeigten Stellung wurde der Draht 5 durch die Drahtfördervorrichtung 8 bereits in einer Richtung entgegengesetzt zu Längsrichtung L bewegt, das zweite Drahtende 5b befindet sich aber noch im Bereich der zweiten Drahtführungsvorrichtung 6.

    [0061] In der Stellung gemäß den Figuren 13a und 13b wurde die zweite Drahtführungsvorrichtung 6 entgegengesetzt zur Längsrichtung L relativ zur ersten Drahtführungsvorrichtung 3 bewegt, sodass die beiden Drahtführungsvorrichtungen 3, 6 von ihrer Förderstellung B in ihre Durchführstellung A übergeführt wurden, in der die erste Drahtführungsvorrichtung 3 und die zweite Drahtführungsvorrichtung 6 in Längsrichtung L im Wesentlich unmittelbar hintereinander angeordnet sind. Gleichzeitig wurden die Transportrollen 9 der Drahtfördervorrichtung 8 in Bezug auf die Längsrichtung L radial nach außen bewegt und somit außer Eingriff mit dem Draht 5 gebracht.

    [0062] In der Stellung gemäß den Figuren 14a und 14b wurde auch das zweite Führungsteil 3b der ersten Drahtführungsvorrichtung 3 vom ersten Führungsteil 3a der ersten Drahtführungsvorrichtung 3 in einer Richtung quer zu Längsrichtung L - im konkreten Beispiel in einer Richtung parallel zur Rotationsachse R - abgehoben. Dadurch wurde auch der ersten Führungsabschnitt 4 vergrößert, sodass das wegen des Drahtabschlusses 22 gegenüber dem Drahtdurchmesser dickere zweite Drahtende 5b auch entlang des ersten Führungsabschnitts 4 durch die erste Drahtführungsvorrichtung 3 hindurchgeführt werden kann. Zu erkennen ist außerdem die in Längsrichtung L durchgehend wannenförmige Ausnehmung im ersten Führungsteil 3a der ersten Drahtführungsvorrichtung 3, die in Verbindung mit einer ebenfalls in Längsrichtung L durchgehend wannenförmige Ausnehmung im zweiten Führungsteil 3b der ersten Drahtführungsvorrichtung 3 den ersten Führungsabschnitt 4 bildet.

    [0063] In der Stellung der Drahthandlingvorrichtung 1 gemäß den Figuren 15a und 15b wurde der fertig konfektionierte Draht 5 von der Greifzange der Übergabevorrichtung 21 erfasst und von der Übergabevorrichtung 21 aus der Drahthandlingvorrichtung 1 entnommen. Der Draht 5 kann nun von der Übergabevorrichtung 21 allfälligen weiteren Bearbeitungsstationen, wie beispielsweise einer Markierstation oder einer Ordnungsstation, übergeben werden.

    [0064] Der beschriebene Ablauf stellt nur ein mögliches Beispiel eines Konfektioniervorgangs eines Drahtes 5 dar. Selbstverständlich ist es auch möglich, dass der Draht 5 von der anderen Seite her - also beginnend mit der zweiten Drahtführungsvorrichtung 6 - an die Drahthandlingvorrichtung 1 übergeben wird oder dass nur eines der beiden Drahtenden von einer Bearbeitungseinheit bearbeitet wird.

    Bezugszeichenliste:



    [0065] 
    1
    Drahthandlingvorrichtung
    2
    Konfektioniervorrichtung
    3
    erste Drahtführungsvorrichtung
    3a
    erster Führungsteil der ersten Drahtführungsvorrichtung
    3b
    zweiter Führungsteil der ersten Drahtführungsvorrichtung
    4
    erster Führungsabschnitt
    5
    Draht
    5a
    erstes Drahtende
    5b
    zweites Drahtende
    6
    zweite Drahtführungsvorrichtung
    6a
    erster Führungsteil der zweiten Drahtführungsvorrichtung
    6b
    zweiter Führungsteil der zweiten Drahtführungsvorrichtung
    7
    zweiter Führungsabschnitt
    8
    Drahtfördervorrichtung
    9
    Transportrolle
    10
    Trägervorrichtung
    11
    erste Trägerplatte
    12
    zweite Trägerplatte
    13
    Führungssteg
    14
    Drahtkonfektioniereinrichtung
    15
    Öffnung
    16
    Anschlussvorrichtung
    17
    konischer Bereich der Anschlussvorrichtung
    18
    Drahtreservoir
    19
    Vorschubvorrichtung
    20
    Schneidvorrichtung
    21
    Übergabevorrichtung
    22
    Drahtabschluss
    L
    Längsrichtung
    A
    Durchführstellung
    B
    Förderstellung
    R
    Rotationsachse



    Ansprüche

    1. Drahthandlingvorrichtung (1) für eine Konfektioniervorrichtung (2), umfassend eine längserstreckte erste Drahtführungsvorrichtung (3) mit einem ersten Führungsabschnitt (4) für einen entlang des ersten Führungsabschnitts (4) zu führenden Draht (5) und eine längserstreckte zweite Drahtführungsvorrichtung (6) mit einem zweiten Führungsabschnitt (7) für einen entlang des zweiten Führungsabschnitts (7) zu führenden Draht (5), wobei die Drahthandlingvorrichtung (1) eine Trägervorrichtung (10) umfasst, wobei die erste Drahtführungsvorrichtung (3) und die zweite Drahtführungsvorrichtung (6) auf der Trägervorrichtung (10) angeordnet sind, wobei die Trägervorrichtung (10) um eine Rotationsachse (R) drehbar gelagert ist, wobei die erste Drahtführungsvorrichtung (3) und die zweite Drahtführungsvorrichtung (6) relativ zueinander bewegbar angeordnet sind wobei der erste Führungsabschnitt (4) im Wesentlichen geradlinig entlang einer Längsrichtung (L) ausgebildet ist und/oder der zweite Führungsabschnitt (7) im Wesentlichen geradlinig entlang der Längsrichtung (L) ausgebildet ist, wobei die erste Drahtführungsvorrichtung (3) und die zweite Drahtführungsvorrichtung (6) in eine Förderstellung (B) bewegbar sind, wobei in der Förderstellung (B) die erste Drahtführungsvorrichtung (3) und die zweite Drahtführungsvorrichtung (6) in Längsrichtung (L) voneinander beabstandet angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Drahthandlingvorrichtung (1) eine Drahtfördervorrichtung (8) umfasst, wobei die Drahtfördervorrichtung (8) in der Förderstellung (B) zwischen die erste Drahtführungsvorrichtung (3) und die zweite Drahtführungsvorrichtung (6) bewegbar ist.
     
    2. Drahthandlingvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Drahtführungsvorrichtung (3) und/oder die zweite Drahtführungsvorrichtung (6) im Wesentlichen rohrförmig ausgebildet ist bzw. sind, wobei vorzugsweise der erste Führungsabschnitt (4) und/oder der zweite Führungsabschnitt (7) im Wesentlichen als zylindrischer Hohlraum ausgebildet ist bzw. sind.
     
    3. Drahthandlingvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Drahtführungsvorrichtung (3) und die zweite Drahtführungsvorrichtung (6) in Längsrichtung (L) hintereinander angeordnet sind.
     
    4. Drahthandlingvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Führungsabschnitt (4) und der zweite Führungsabschnitt (7) in Längsrichtung (L) fluchtend zueinander ausgerichtet sind.
     
    5. Drahthandlingvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Drahtführungsvorrichtung (3) in Längsrichtung (L) relativ zur zweiten Drahtführungsvorrichtung (6) bewegbar ist und/oder die zweite Drahtführungsvorrichtung (6) in Längsrichtung (L) relativ zur ersten Drahtführungsvorrichtung (3) bewegbar ist.
     
    6. Drahthandlingvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Drahtführungsvorrichtung (3) und die zweite Drahtführungsvorrichtung (6) in eine Durchführstellung (A) bewegbar sind, wobei in der Durchführstellung (A) die erste Drahtführungsvorrichtung (3) und die zweite Drahtführungsvorrichtung (6) in Längsrichtung (L) im Wesentlich unmittelbar hintereinander angeordnet sind.
     
    7. Drahthandlingvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Drahtfördervorrichtung (8) zwei gegenläufig rotierende Transportrollen (9) umfasst.
     
    8. Drahthandlingvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Drahtführungsvorrichtung (3) und/oder die zweite Drahtführungsvorrichtung (6) translatorisch bewegbar, vorzugsweise in Längsrichtung (L), auf der Trägervorrichtung (10) angeordnet ist bzw. sind.
     
    9. Drahthandlingvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägervorrichtung (10) translatorisch bewegbar gelagert ist.
     
    10. Drahthandlingvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägervorrichtung (10) eine erste Trägerplatte (11) und eine zweite Trägerplatte (12) umfasst, wobei die erste Trägerplatte (11) relativ zur zweiten Trägerplatte (12) bewegbar ist, wobei vorzugsweise an der zweiten Trägerplatte (12) ein Führungssteg (13) angeordnet ist, wobei die erste Trägerplatte (11) entlang des Führungsstegs (13) verfahrbar angeordnet ist.
     
    11. Drahthandlingvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Drahtführungsvorrichtung (3) entlang des ersten Führungsabschnitts (4) in wenigstens zwei Teile (3a, 3b) teilbar ausgebildet ist und/oder die zweite Drahtführungsvorrichtung (6) entlang des zweiten Führungsabschnitts (7) in wenigstens zwei Teile (6a, 6b) teilbar ausgebildet ist, wobei vorzugsweise die wenigstens zwei Teile (3a, 3b; 6a, 6b) relativ zueinander bewegbar sind.
     
    12. Drahthandlingvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei Teile (3a, 3b; 6a, 6b) ein erstes Führungsteil (3a; 6a) und ein zweites Führungsteil (3b; 6b) umfassen, wobei das zweite Führungsteil (3b; 6b) vom ersten Führungsteil (3a; 6a) abhebbar ist.
     
    13. Konfektioniervorrichtung (2) mit wenigstens einer Drahthandlingvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12.
     
    14. Konfektioniervorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Konfektioniervorrichtung (2) wenigstens eine Bearbeitungseinheit in Form einer Drahtkonfektioniereinrichtung (14) umfasst.
     
    15. Konfektioniervorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Drahtkonfektioniereinrichtung (14) eine Öffnung (15) zur Einführung eines Drahtendes (5a, 5b) aufweist, wobei die Öffnung (15) trichterförmig ausgebildet ist.
     
    16. Konfektioniervorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Drahthandlingvorrichtung (1) wenigstens eine Anschlussvorrichtung (16) zum Andocken der wenigstens einen Drahthandlingvorrichtung (1) an die Drahtkonfektioniereinrichtung (14) aufweist, wobei die wenigstens eine Anschlussvorrichtung (16) einen zur trichterförmigen Öffnung (15) korrespondierenden konischen Bereich (17) aufweist, wobei vorzugsweise an den einander abgewandten Enden von erster Drahtführungsvorrichtung (3) und zweiter Drahtführungsvorrichtung (6) jeweils eine Anschlussvorrichtung (16) angeordnet ist.
     


    Claims

    1. A wire handling apparatus (1) for a manufacturing apparatus (2) including an elongate first wire guide device (3) having a first guide portion (4) for a wire (5) to be guided along the first guide portion (4) and an elongate second wire guide device (6) having a second guide portion (7) for a wire (5) to be guided along the second guide portion (7), wherein the wire handling apparatus (1) includes a support device (10), wherein the first wire guide device (3) and the second wire guide device (6) are arranged on the support device (10), wherein the support device (10) is mounted rotatably about an axis of rotation (R), wherein the first wire guide device (3) and the second wire guide device (6) are arranged moveably relative to each other, wherein the first guide portion (4) is of a substantially rectilinear configuration along a longitudinal direction (L) and/or the second guide portion (7) is of a substantially rectilinear configuration along the longitudinal direction (L), wherein the first wire guide device (3) and the second wire guide device (6) are moveable into a conveyor position (B), wherein in the conveyor position (B) the first wire guide device (3) and the second wire guide device (6) are arranged in mutually spaced relationship in the longitudinal direction (L), characterized in that the wire handling apparatus (1) includes a wire conveyor apparatus (8), wherein the wire conveyor apparatus (8) is moveable in the conveyor position (B) between the first wire guide device (3) and the second wire guide device (6).
     
    2. A wire handling apparatus according to claim 1 characterized in that the first wire guide device (3) and/or the second wire guide device (6) is or are of a substantially tubular configuration, wherein preferably the first guide portion (4) and/or the second guide portion (7) is or are substantially in the form of a cylindrical hollow space.
     
    3. A wire handling apparatus according to claim 1 or 2 characterized in that the first wire guide device (3) and the second wire guide device (6) are arranged in succession in the longitudinal direction (L).
     
    4. A wire handling apparatus according to one of the claims 1 to 3 characterized in that the first wire guide portion (4) and the second wire guide portion (7) are arranged in mutually aligned relationship in the longitudinal direction (L).
     
    5. A wire handling apparatus according to one of the claims 1 to 4 characterized in that the first wire guide device (3) is moveable in the longitudinal direction (L) relative to the second wire guide device (6) and/or the second wire guide device (6) is moveable in the longitudinal direction (L) relative to the first wire guide device (3).
     
    6. A wire handling apparatus according to one of the claims 1 to 5 characterized in that the first wire guide device (3) and the second wire guide device (6) are moveable into a pass-through position (A), wherein in the pass-through position (A) the first wire guide device (3) and the second wire guide device (6) are arranged substantially directly in succession in the longitudinal direction (L).
     
    7. A wire handling apparatus according to one of the claims 1 to 6 characterized in that the wire conveyor apparatus (8) includes two mutually oppositely rotating transport rollers (9).
     
    8. A wire handling apparatus according to one of the claims 1 to 7 characterized in that the first wire guide device (3) and/or the second wire guide device (6) is or are arranged moveably with a translation movement, preferably in the longitudinal direction (L), on the support device (10).
     
    9. A wire handling apparatus according to one of the claims 1 to 8 characterized in that the support device (10) is mounted moveably in a translation movement.
     
    10. A wire handling apparatus according to one of the claims 1 to 9 characterized in that the support device (10) includes a first support plate (11) and a second support plate (12), the first support plate (11) being moveable relative to the second support plate (12), wherein preferably a guide bar (13) is arranged at the second support plate (12), the first support plate (11) being arranged displaceably along the guide bar (13).
     
    11. A wire handling apparatus (1) according to one of the claims 1 to 10, characterized in that the first wire guide device (3) is adapted to be divisible along the first guide portion (4) into at least two parts (3a, 3b) and/or the second wire guide device (6) is adapted to be divisible along the second guide portion (7) into at least two parts (6a, 6b), wherein preferably the at least two parts (3a, 3b; 6a, 6b) are moveable relative to each other.
     
    12. A wire handling apparatus according to claim 11 characterized in that the at least two parts (3a, 3b; 6a, 6b) include a first guide part (3a; 6a) and a second guide part (3b; 6b), wherein the second guide part (3b; 6b) can be lifted off the first guide part (3a; 6a).
     
    13. A manufacturing apparatus (2) having at least one wire handling apparatus (1) according to one of the claims 1 to 12.
     
    14. A manufacturing apparatus according to claim 13 characterized in that the manufacturing apparatus (2) includes at least one processing unit in the form of a wire manufacturing device (14).
     
    15. A manufacturing apparatus according to claim 14 characterized in that the wire manufacturing device (14) has an opening (15) for the introduction of a wire end (5a, 5b), the opening (15) being of a funnel-shaped configuration.
     
    16. A manufacturing apparatus according to claim 15 characterized in that the at least one wire handling apparatus (1) has at least one connecting device (16) for docking the at least one wire handling apparatus (1) to the wire manufacturing device (14), wherein the at least one connecting device (16) has a conical region (17) corresponding to the funnel-shaped opening (15), wherein preferably a respective connecting device (16) is arranged at the mutually remote ends of the first wire guide device (3) and the second wire guide device (6).
     


    Revendications

    1. Dispositif de manipulation de fil (1) pour un dispositif de fabrication (2), comprenant un premier dispositif de guidage de fil (3) étiré en longueur avec une première section de guidage (4) pour un fil (5) à guider le long de la première section de guidage (4) et un deuxième dispositif de guidage de fil (6) étiré en longueur avec une deuxième section de guidage (7) pour un fil (5) à guider le long de la deuxième section de guidage (7), dans lequel le dispositif de manipulation de fil (1) comprend un dispositif de support (10), dans lequel le premier dispositif de guidage de fil (3) et le deuxième dispositif de guidage de fil (6) sont disposés sur le dispositif de support (10), dans lequel le dispositif de support (10) est monté de manière à pouvoir tourner autour d'un axe de rotation (R), dans lequel le premier dispositif de guidage de fil (3) et le deuxième dispositif de guidage de fil (6) sont disposés de manière à pouvoir être déplacés l'un par rapport à l'autre, dans lequel la première section de guidage (4) est réalisée de manière sensiblement rectiligne le long d'un sens longitudinal (L) et/ou la deuxième section de guidage (7) est réalisée de manière sensiblement rectiligne le long du sens longitudinal (L), dans lequel le premier dispositif de guidage de fil (3) et le deuxième dispositif de guidage de fil (6) peuvent être déplacés dans une position de convoyage (B), dans lequel dans la position de convoyage (B), le premier dispositif de guidage de fil (3) et le deuxième dispositif de guidage de fil (6) sont disposés de manière espacée l'un de l'autre dans le sens longitudinal (L), caractérisé en ce que le dispositif de manipulation de fil (1) comprend un dispositif de convoyage de fil (8), dans lequel le dispositif de convoyage de fil (8) peut être déplacé, dans la position de convoyage (B), entre le premier dispositif de guidage de fil (3) et le deuxième dispositif de guidage de fil (6).
     
    2. Dispositif de manipulation de fil selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier dispositif de guidage de fil (3) et/ou le deuxième dispositif de guidage de fil (6) sont réalisés de manière sensiblement tubulaire, dans lequel de préférence la première section de guidage (4) et/ou la deuxième section de guidage (7) sont réalisées sensiblement en tant qu'un espace creux cylindrique.
     
    3. Dispositif de manipulation de fil selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le premier dispositif de guidage de fil (3) et le deuxième dispositif de guidage de fil (6) sont disposés l'un après l'autre dans le sens longitudinal (L).
     
    4. Dispositif de manipulation de fil selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la première section de guidage (4) et la deuxième section de guidage (7) sont alignées en affleurement l'une par rapport à l'autre dans le sens longitudinal (L).
     
    5. Dispositif de manipulation de fil selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le premier dispositif de guidage de fil (3) peut être déplacé dans le sens longitudinal (L) par rapport au deuxième dispositif de guidage de fil (6) et/ou le deuxième dispositif de guidage de fil (6) peut être déplacé dans le sens longitudinal (L) par rapport au premier dispositif de guidage de fil (3).
     
    6. Dispositif de manipulation de fil selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le premier dispositif de guidage de fil (3) et le deuxième dispositif de guidage de fil (6) peuvent être déplacés dans une position de passage (A), dans lequel dans la position de passage (A), le premier dispositif de guidage de fil (3) et le deuxième dispositif de guidage de fil (6) sont disposés sensiblement directement l'un après l'autre dans le sens longitudinal (L).
     
    7. Dispositif de manipulation de fil selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le dispositif de convoyage de fil (8) comprend deux rouleaux de transport (9) tournant en sens inverse.
     
    8. Dispositif de manipulation de fil selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le premier dispositif de guidage de fil (3) et/ou le deuxième dispositif de guidage de fil (6) sont disposés sur le dispositif de support (10) de manière à pouvoir être déplacés par translation, de préférence dans le sens longitudinal (L).
     
    9. Dispositif de manipulation de fil selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le dispositif de support (10) est monté de manière à pouvoir être déplacé par translation.
     
    10. Dispositif de manipulation de fil selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le dispositif de support (10) comprend une première plaque de support (11) et une deuxième plaque de support (12), dans lequel la première plaque de support (11) peut être déplacée par rapport à la deuxième plaque de support (12), dans lequel une entretoise de guidage (13) est disposée de préférence sur la deuxième plaque de support (12), dans lequel la première plaque de support (11) est disposée de manière à pouvoir être déplacée le long de l'entretoise de guidage (13).
     
    11. Dispositif de manipulation de fil (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le premier dispositif de guidage de fil (3) est réalisé de manière à pouvoir être divisé en au moins deux parties (3a, 3b) le long de la première section de guidage (4) et/ou le deuxième dispositif de guidage de fil (6) est réalisé de manière à pouvoir être divisé en au moins deux parties (6a, 6b) le long de la deuxième section de guidage (7), dans lequel de préférence les au moins deux parties (3a, 3b ; 6a, 6b) peuvent être déplacées l'une par rapport à l'autre.
     
    12. Dispositif de manipulation de fil selon la revendication 11, caractérisé en ce que les au moins deux parties (3a, 3b ; 6a, 6b) comprennent une première partie de guidage (3a ; 6a) et une deuxième partie de guidage (3b ; 6b), dans lequel la deuxième partie de guidage (3b ; 6b) peut être soulevée de la première partie de guidage (3a ; 6a).
     
    13. Dispositif de fabrication (2) avec au moins un dispositif de manipulation de fil (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 12.
     
    14. Dispositif de fabrication selon la revendication 13, caractérisé en ce que le dispositif de fabrication (2) comprend au moins une unité d'usinage sous la forme d'un système de fabrication de fil (14).
     
    15. Dispositif de fabrication selon la revendication 14, caractérisé en ce que le système de fabrication de fil (14) présente une ouverture (15) pour introduire une extrémité de fil (5a, 5b), dans lequel l'ouverture (15) est réalisée en forme d'entonnoir.
     
    16. Dispositif de fabrication selon la revendication 15, caractérisé en ce que l'au moins un dispositif de manipulation de fil (1) présente au moins un dispositif de raccordement (16) pour amarrer l'au moins un dispositif de manipulation de fil (1) au système de fabrication de fil (14), dans lequel l'au moins un dispositif de raccordement (16) présente une zone (17) conique correspondant à l'ouverture (15) en forme d'entonnoir, dans lequel un dispositif de raccordement (16) est disposé, de préférence, respectivement sur les extrémités opposées les unes aux autres d'un premier dispositif de guidage de fil (3) et d'un deuxième dispositif de guidage de fil (6).
     




    Zeichnung
















































    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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