(19)
(11)EP 3 667 832 A1

(12)EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43)Veröffentlichungstag:
17.06.2020  Patentblatt  2020/25

(21)Anmeldenummer: 19213353.6

(22)Anmeldetag:  03.12.2019
(51)Int. Kl.: 
H01R 13/422  (2006.01)
H01R 13/432  (2006.01)
H01R 24/86  (2011.01)
H01R 13/426  (2006.01)
(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(30)Priorität: 10.12.2018 DE 102018131561

(71)Anmelder: HARTING Electric GmbH & Co. KG
32339 Espelkamp (DE)

(72)Erfinder:
  • Garske, Stefan
    49152 Bad Essen (DE)
  • Gräff, Uwe
    32339 Espelkamp (DE)

  


(54)KONTAKTTRÄGER FÜR EIN KONTAKTELEMENT UND KONTAKTELEMENT


(57) Kontaktträger (1) mit zumindest einer Aufnahmeöffnung (2) für ein Kontaktelement (3) mit einem Anschluss für einen elektrischen Leiter, wobei die Aufnahmeöffnung (2) einen Führungsbereich (4) für das Kontaktelement (3) aufweist, derart ausgebildet, dass das Kontaktelement (3) von einer Einsteckposition in eine Arretierposition überführbar ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen Kontaktträger für ein Kontaktelement nach dem unabhängigen Anspruch 1.

[0002] Weiterhin geht die Erfindung aus von einem System gemäß der Gattung des unabhängigen Anspruchs 16.

[0003] Eine derartiger Kontaktträger für eine Aufnahme von Kontaktelementen ist zweckmäßig, um beispielsweise ein eine äußere Isolierung aufweisendes und einen elektrisch leitfähigen Kern aufweisenden Kabel zu kontaktieren.

[0004] Es ist gleichermaßen zweckmäßig einen derartigen Kontaktträger als Steckverbindermodul zur Aufnahme eines elektrischen Kontaktelements einzusetzen. Insbesondere handelt es sich dabei um ein elektrisches und/oder optisches und/oder pneumatisches Kontaktelement, beispielsweise ein sogenannter PE-Kontakt - oder eine Vielzahl von Kontaktelementen für eine Datenübertragung.

Stand der Technik



[0005] Der Kontaktträger wird in so genannten Industriesteckverbindern eingesetzt, die auch als Rechtecksteckverbinder oder als schwere Steckverbinder bezeichnet werden. Derartige Steckverbinder und Gegensteckverbinder werden verwendet, um eine elektrische und mechanische Verbindung zwischen zwei elektrischen Leitungen oder einer elektrischen Leitung und einem Gerät oder einer Installation im industriellen Umfeld herzustellen. Insbesondere für die Übertragung großer Ströme sind große, schwere Steckverbinder erforderlich, die durch das Gehäuse gegen Umwelteinflüsse geschützt sind.

[0006] Im Stand der Technik sind eine Vielzahl unterschiedlicher Ausführungsformen von Kontaktträgern für Kontaktelemente sowie verschiedene Ausführungsformen von Kontaktelementen bekannt und je nach Einsatz handelt es sich um hoch- oder niederpolige Steckverbindermodule. So geht aus der Druckschrift DE 10 2014 116 482 A1 ein Kontaktelement hervor, welches an seinem anschlussseitigen Ende eine Aufnahmekammer aufweist für ein Aufnehmen eines Kabels, und wobei die Aufnahmekammer vorsieht gebogene Federelemente aufzunehmen. Die Federelemente ihrerseits halten das elektrische Kabel mechanisch und elektrisch in einer angeschlossenen Position. Das Kontaktelement weist umfänglich ausgespreizte Ärmchen auf für ein Rasten in dem Kontaktträger bei einem Einstecken (vgl. Fig. 3). Nachteilig bei derart ausgebildeter Rastärmchen ist es, dass ein nachträgliches Herausnehmen des Kontaktelements aus seinem Kontaktträger nur sehr umständlich und nur in Kombination mit einem Spezialwerkzeug umgesetzt werden kann. Auch bilden derartige Rastärmchen oder Rastfedern Schwachstellen bezogen auf die Haltekraft der Kontaktelemente.

[0007] Alternativ offenbart die Druckschrift DE 10 2013 108 383 B4 ein elektrisches Steckverbindermodul zur Aufnahme eines elektrischen Kontaktelements. Das Kontaktelement ist mittels eines elektrischen Kontaktmittels gehalten, welches gleichzeitig als Haltefeder ausgebildet ist, wobei der Kontaktträger mit dem Kontaktelement mittels der Haltefeder im vorgesehenen Halterahmen gehalten ist (vgl. Fig. 1, Fig. 3). Auch hier steht der Fachmann vor dem Problem, dass ein nachträgliches Austauschen eines bereits verbauten Kontaktelements sehr aufwändig ist und insbesondere ein Spezialwerkzeug verwendet werden muss.

[0008] Es ist weiterhin aus der EP 0 935 310 B1 bekannt ein Kontaktelement mit einem Schraubanschluss für einen elektrischen Leiter vorzusehen, wobei das Kontaktelement mit einer Bohrung für eine Aufnahme des elektrischen Leiters ausgebildet ist. Damit der elektrische Leiter in der Bohrung gehalten ist, wird eine Klemmschraube quer zur Achse der Bohrung festgeklemmt. Bei derartigen Schraubanschlüssen ist dann ein Drahtschutzblech vorgesehen, um den anzuschließenden Leiter nicht zu beschädigen. Eine derartige Anordnung ist in seiner Montage sehr aufwändig, da für jedes Kontaktelement eine Klemmschraube festzuschrauben ist. Für jede Klemmschraube ist wiederum jeweils ein Drahtschutzblech vorgesehen, so dass derartige Steckverbindermodule in seiner Herstellung sehr kostenaufwändig sind. Wollte der Fachmann ein solches Kontaktelement austauschen, wäre dies mit sehr viel zeitlichem und technischen Aufwand verbunden.

[0009] Aus dem Stand der Technik wird erkennbar, dass ein separates Verrastelement für das Kontaktelement vorgesehen ist, so dass das Kontaktelement an oder in seinem Kontaktträger gehalten ist. Ein nachträgliches Herausnehmen und Austauschen eines beispielsweise defekten Kontaktelements gestaltet sich dabei als zeitlich und technisch sehr aufwändig und ist nur mit Hilfe eines Spezialwerkzeugs zu lösen.

Aufgabenstellung



[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, vorbesagte Nachteile zu überwinden und einen Kontaktträger mit einem Kontaktelement bereitzustellen, welches insbesondere im verbauten Zustand ein einfaches, bedienerfreundliches Austauschen besagter Kontaktelemente ermöglicht.

[0011] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 und durch ein System gemäß Anspruch 16 gelöst.

[0012] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

[0013] Der erfindungsgemäße Kontaktträger weist zumindest eine Aufnahmeöffnung für ein Kontaktelement auf, mit einem Anschluss für einen elektrischen Leiter. Die Aufnahmeöffnung des Kontaktträgers weist zumindest einen Führungsbereich für das Kontaktelement auf, wobei das Kontaktelement von einer Einsteckposition in eine Arretierposition überführbar ist.

[0014] Der erfindungsgemäße Kontaktträger wird beispielsweise in so genannten Industriesteckverbindern eingesetzt, die auch als Rechtecksteckverbinder oder als schwere Steckverbinder bezeichnet werden. Derartige Steckverbinder und Gegensteckverbinder werden verwendet, um eine elektrische und mechanische Verbindung zwischen zwei elektrischen Leitungen oder einer elektrischen Leitung und einem Gerät oder einer Installation im industriellen Umfeld herzustellen. Insbesondere für die Übertragung großer Ströme sind große, schwere Steckverbinder erforderlich, die durch das Gehäuse gegen Umwelteinflüsse geschützt sind.

[0015] Die hier betrachteten Steckverbinder sind zur Verbindung von einer Mehrzahl elektrischer Leiter ausgeführt, von denen einer ein Schutzleiter (PE-Kontakt) ist. Der Schutzleiter kann auch kombiniert mit einem Neutralleiter als PEN-Kontakt ausgeführt sein. Der Schutzleiter ist vorteilhafterweise mit der Schutzleiterbrücke verbunden, um eine entsprechende Schutzleiterfunktion zu ermöglichen und die Schutzleiter von Steckverbinder und Gegensteckverbinder miteinander in Kontakt zu bringen. Die übrigen Leiter sind mit elektrischen Kontakten eines Steckereinsatzes verbunden.

[0016] Der Steckverbinder weist in einer bevorzugten Ausgestaltung zumindest einen erfindungsgemäßen im Steckverbindergehäuse fixierten Kontaktträger auf. In dem Kontaktträger, der auch als Isolierkörper bezeichnet wird, ist zumindest ein erfindungsgemäßes Kontaktelement angeordnet. Insbesondere handelt es sich dabei um ein elektrisches und/oder optisches und/oder pneumatisches Kontaktelement. Vorzugsweis besitzt ein solches Kontaktelement einen Steckbereich und einen Kabelanschlussbereich. Dieser Kabelanschlussbereich dient der Versorgung der Kontaktelemente mit entsprechenden digitalen und/oder analogen Signalen und/oder mit Energie. Weiterhin kann im Steckverbindergehäuse zumindest eine Kabeleinführöffnung zur Einführung eines elektrischen und/oder optischen und/oder hydraulischen Kabels angeordnet sein.

[0017] Steckseitig ist der Steckverbinder unter anderem durch eine entsprechende Stecköffnung und insbesondere durch ein entsprechendes sogenanntes "Steckgesicht" zum Stecken mit einem entsprechenden Gegensteckverbinder, z. B. zur Signal- und/oder Energieübertragung, vorgesehen.

[0018] Das erfindungsgemäße Kontaktelement ist von der Einsteckposition in die Arretierposition überführbar, wobei mit Einsteckposition die Position gemeint ist, in welche das Kontaktelement steckseitig im Kabelanschlussbereich des Kontaktträgers einführbar ist. Insbesondere wird das Kontaktelement in seine steckseitige Aufnahmeöffnung des Kontaktträgers eingeführt und entlang seines Führungsbereiches in seine Arretierposition geführt. Arretierposition meint die Position, in welcher das Kontaktelement im Kontaktträger fixiert gehalten ist. Insbesondere ist das Kontaktelement in seiner Arretierposition auch bei einem steckseitigen Ziehen am angeschlossenen elektrischen Leiter fixiert gehalten.

[0019] Eine mögliche Ausgestaltungsform sieht vor das Kontaktelement axial in Einsteckrichtung einzuführen und über eine Drehbewegung in seiner Arretierposition zu überführen. Die Drehbewegung kann am Kabel, am Kontaktelement oder über ein Werkzeug erfolgen.

[0020] Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist der Führungsbereich derart ausgebildet ist, dass das Kontaktelement von der Arretierposition in die Einsteckposition überführbar ist. Ein reversibles Einsetzen des Kontaktelements ist auf diese Weise ermöglicht. Über eine Drehbewegung beispielsweise am angeschlossenen Kabel ist das Kontaktelement dann in seine Einsteckposition zu überführen. Dies ist besonders vorteihaft, da auf diese Weise die Bestückung des Kontaktträgers feldkonfektionierbar ist, das heißt das Kontaktelement ist ohne Spezialwerkzeug einbaubar sowie ausbaubar und auf einfache Weise ersetzbar.

[0021] Es ist alternativ oder ergänzend genauso denkbar das Kontaktelement unter lediglich einer leichten Druckausübung in Einsteckrichtung entlang seines Führungsbereiches von der Einsteckposition in die Arretierposition zu überführen. Beispielsweise können der Führungsbereich und das Kontaktelement in Form eines Bajonettverschlusses zusammenwirken.

[0022] Nach einer bevorzugten Ausgestaltungsform weist der Führungsbereich einen ersten Anschlag für ein erstes Anschlagen des Kontaktelements in der Einsteckrichtung auf. Der Anschlag kann beispielsweise eine auf dem Kontaktträger ausformte Erhöhung sein. In einer denkbaren Ausgestaltung erstreckt sich diese Erhöhung innerhalb der kreisförmigen Aufnahmeöffnung in Umfangsrichtung. Der erste Anschlag erlaubt ein leichtes Erkennen für den Installateur, wenn eine gewünschte Tiefe in Einsteckrichtung erreicht ist,

[0023] Ferner weist der Führungsbereich vorzugsweise zumindest eine Führungsbahn und/oder zumindest eine Führungsnut für ein Führen des Kontaktelements von der Einsteckposition in die Arretierposition oder umgekehrt auf. Ein derartiger Führungsbereich mit den jeweiligen Aschlägen und/oder der Führungsnut kann an dem Kontaktträger angeformt sein, beispielsweise als einstückiges Spritzgussteil. Der Herstellungsprozess eines erfindungsgemäßen Führungsbereiches für ein Führen des Kontaktelementes ist vorteilhafterweise in den Herstellungsprozess des Kontaktträgers integrierbar. Materialkosten und Herstellungskosten sind derart minimiert.

[0024] Eine weitere Ausgestaltungsmöglichkeit sieht vor, dass der Führungsbereich zumindest eine Arretierbegrenzung für ein Arretieren des Kontaktelements in der Arretierposition aufweist. Die Arretierbegrenzung kann in Form einer Einkerbung und/oder Haltenut ausgestaltet sein, insbesondere eine an dem Kontaktträger angeformte Einkerbung und/oder Haltenut. So ist es beispielsweise denkbar die Führungsbahn und/oder Führungsnut in einer vorgesehenen Tiefe in Einsteckrichtung umfänglich laufend auszugestalten. Die sich umfänglich erstreckende Führungsbahn und/oder Führungsnut kann dann eine Einkerbung und/oder Vertiefung entgegengesetzt der Einsteckrichtung aufweisen, nämlich in Form der Haltenut und/oder Einkerbung. Dies ist besonders vorteilhaft, da auf eine besonders einfache Weise eine sicher fixierende Arretierbegrenzung realisiert ist.

[0025] Eine weitere und/oder ergänzende Ausgestaltungsmöglichkeit kann vorsehen, dass der Führungsbereich einen dritten Anschlag für ein Anschlagen des Kontaktelements bei Erreichen der Arretierbegrenzung aufweist. Auch der dritte Anschlag kann vorteilhafterweise an den Kontaktträger angeformt ausgebildet sein, und besonders vorteilhaft ist der dritte Anschlag eine an den Kontaktträger angeformte Erhöhung. Der dritte Anschlag ermöglicht dem Installateur das Erkennen, wenn die begrenzende Arretierung, beispielsweise in Form der Haltenut, erreicht ist. Es ist derart eine hohe Bedienfreundlichkeit für das sichere Einführen des Kontaktelementes in seiner Arretierbegrenzung realisiert.

[0026] Ferner ist der Führungsbereich für das Kontaktelement nach einer bevorzugten Ausgestaltungsform derart ausgebildet ist, dass das Kontaktelement in Einsteckrichtung an einem ersten Anschlag anschlägt, und/oder mittels einer ersten Führungsbahn und/oder Führungsnut zu einer zweiten Führungsbahn geführt ist, und/oder mittels der zweiten Führungsbahn zu der Arretierbegrenzung geführt ist, und/oder in der Arretierbegrenzung in der Arretierposition gehalten ist.

[0027] Die erste und die zweite Führungsbahn ist nach einer bevorzugten Ausgestaltung in einer vorgesehenen axialen Tiefe der Aufnahmeöffnung in Einsteckrichtung eine umfänglich laufend ausgestaltete Erhöhung. Das in Einsteckrichtung eingeführte Kontaktelement weist ein zu den Anschlägen und/oder zu der Führungsbahn entsprechend korrespondierenden Anschlagssegment auf. Derart ist für den Installateur das sichere Überführen des Kontaktelements von seiner Einsteckposition in seine Arretierposition problemlos gewährleistet.

[0028] Insbesondere ist derart auch ein sicheres Überführen des erfindungsgemäßen Kontaktelements aus seiner Arretierposition oder aus seinem verbauten Zustand in seine Einsteckposition gewährleistet. Dafür kann der Installateur beispielsweise unter Ausübung einer Drehbewegung in entsprechend entgegengesetzter Richtung zur Einführrichtung das Kontaktelement analog geführt an den jeweiligen Anschlägen und der Führungsbahn und/oder Führungsnut sicher aus seiner fixierten Arretierposition in seine freie Einsteckposition überführen. Das Austauschen eines erfindungsgemäßen Kontaktelements ist derart bedienungsfreundlich, sicher und schnell sichergestellt.

[0029] Alternativ und/oder ergänzend ist der erste Anschlag und/oder der zweite Anschlag und/oder ein weiterer Anschlag eine an dem Kontaktträger einstückig angeformte Komponente. Besonders vorteilhaft ist es die Komponente aus einem Kunststoffmaterial, insbesondere einem Gummimaterial, auszubilden.

[0030] In einer weiteren besonders alternativen oder ergänzenden Ausgestaltung ist der erste Anschlag für das Kontaktelement eine Feder, insbesondere eine Wellenfeder. Ergänzend weist der erste Anschlag für das Kontaktelement eine Haltekraft entgegengesetzt der Einsteckrichtung auf, wobei die Haltekraft zumindest einer Anschlusskraft in Einsteckrichtung des an das Kontaktelement angeschlossenen elektrischen Leiters entspricht. Der erste Anschlag beispielsweise in Form einer Wellenfeder übt eine Zugkraft entgegengesetzt der Einsteckrichtung auf das Kontaktelement in seinem verbauten Zustand aus, so dass das Kontaktelement sicher in seiner Arretierbegrenzung gehalten ist. Insbesondere kann der erste Anschlag in Einsteckrichtung verformbar sein und dabei gleichzeitig eine Zugkraft entgegengesetzt der Einsteckrichtung aufbaubar sein. Die sich entgegen der Einsteckrichtung aufbauende Zugkraft wirkt dann auf das Kontaktelement in der Form, dass dieses sicher in seiner Arretierbegrenzung gehalten ist. Derart ist eine besonders kostengünstige und einfache Ausgestaltungsform realisiert, da der erste Anschlag als Erkennungsmerkmal bei Erreichen einer gewünschten Tiefe in Einsteckrichtung dient und zeitgleich als Fixierhilfsmittel des Kontaktelements im verbauten Zustand dient.

[0031] Die Kraft zum Erreichen und Gehaltenwerden in der Arretierposition kann über die Feder, aber auch über eine Weichkomponente oder eine andere denkbare Konstruktion aufgebracht werden.

[0032] Alternativ oder ergänzend ist der Führungsbereich für das Kontaktelement zumindest eine zu einer Einsteckebene senkrecht und/oder neigend verlaufende Führungsnut, und/oder der Führungsbereich für das Kontaktelement ist zumindest eine zur Einsteckebene parallel verlaufende Führungsbahn. Insbesondere erstreckt sich die Führungsbahn und/oder Führungsnut umfänglich in einer vorgesehenen Tiefe in Einsteckrichtung der Aufnahmeöffnung des Kontaktträgers. So kann es vorgesehen sein den ersten Anschlag als eine erste parallel zur Einsteckebene umfänglich verlaufende Führungsbahn auszugestalten. Von einem derartig verlaufenden Anschlag erstreckt sich dann bevorzugt eine Führungsnut neigend und/oder senkrecht zur Einsteckebene in Einsteckrichtung. In einer vorgesehenen Tiefe in Einsteckrichtung kann der Führungsbereich dann begrenzt sein durch eine weitere zweite umfänglich und parallel zur Einsteckebene verlaufende Führungsbahn. Ferner ist es vorteilhaft in eine derartig ausgestaltete zweite Führungsbahn für das Kontaktelement eine Einkerbung in entgegengesetzter Einsteckrichtung auszuformen. Das Kontaktelement ist dann mittels seines Anschlagsegments im Führungsbereich sicher geführt und in der Einkerbung mittels der Haltekraft des ersten Anschlags sicher und fixiert gehalten.

[0033] Es ist alternativ oder ergänzend denkbar die Haltekraft des Kontaktelements dadurch zu erhöhen, dass eine Arretierbegrenzung in Form eines Materialhinterschnitts oder einer Materialausbuchtung im Kontaktträger für das Aufnehmen oder Arretieren eines korrespondierenden Rastelements am Kontaktelement ausgeformt ist. Dadurch ist das Halten in sicherer Arretierposition unabhängig von Rastelementen möglich.

[0034] Nach einer besonders bevorzugten Ausgestaltungsform ist das Kontaktelement ein einstückig ausgeformtes Stanzteil. Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist das Kontaktelement zumindest eine Führungsnase, bevorzugt zwei Führungsnasen, für ein Geführtwerden im Führungsbereich auf. Die zumindest eine Führungsnase kann also im Stanzprozess des Kontaktelements integriert sein und ist auf diese Weise sehr einfach in der Herstellung. Es ist aber genauso denkbar ein gedrehtes Kontaktelement vorzusehen.

[0035] Vorteilhafterweise wirkt die zumindest eine Führungsnase derart mit dem Führungsbereich zusammen, dass die Führungsnase in Einsteckrichtung an dem ersten Anschlag anschlägt, und/oder mittels zumindest einer Führungsbahn und/oder Führungsnut zu zumindest einer zweiten Führungsbahn geführt ist, und/oder mittels der zweiten Führungsbahn zu der zumindest einen Arretierbegrenzung geführt ist, und/oder in der Arretierbegrenzung in der Arretierposition gehalten ist. Es ist derart eine einfache und reversible Montage des Kontaktelements in seinem Kontaktträger realisiert.

[0036] Nach einer alternativen oder ergänzenden Ausgestaltungsform wirkt die zumindest eine Führungsnase derart mit dem Führungsbereich zusammen, dass die Führungsnase an dem ersten Anschlag anschlägt, und/oder mittels einer Führungsbahn und/oder Führungsnut zu dem zweiten Anschlag geführt ist, und/oder mittels der Führungsbahn und/oder Führungsnut zu dem dritten Anschlag geführt ist, und/oder in der Arretierbegrenzung in der Arretierposition gehalten ist. Es ist derart eine einfache und reversible Montage des Kontaktelements in seinem Kontaktträger realisiert.

[0037] Im Falle einer gewünschten Demontage ist ein Geführtwerden der Führungsnase entlang des Führungsbereichs in einer entsprechend einfachen Handhabung entnehmbar. Dafür würde der Fachmann das Kontaktelement zunächst aus seiner Arretierposition durch Drücken in Einsteckrichtung herauslösen. In einer anschließenden Drehbewegung und/oder mittels der Federkraft, die auf das Kontaktelement wirkt, ist das Kontaktelement mit seiner Führungsnase entlang des Führungsbereichs entgegengesetzt der Einsteckrichtung geführt und kann dann entnommen werden.

[0038] System aus einem Kontaktträger und einem Kontaktelement, wobei der Kontaktträger eine Aufnahmeöffnung für das Kontaktelement aufweist, wobei die Aufnahmeöffnung einen Führungsbereich für das Kontaktelement aufweist, und der Führungsbereich derart ausgebildet ist, dass das Kontaktelement von einer Einsteckposition in eine Arretierposition überführbar ist.

[0039] Diese Ausführungsform der Führungsbahn mit seinen Aussparungen und Vertiefungen für das korrespondierende Kontaktelement mit seinen hervorstehenden Konturen erlaubt eine bedienerfreundliche, stabile und gleichzeitig reversible Verbindung, so dass ein nachträgliches Austauschen des Kontaktelementes problemlos möglich ist.

Ausführungsbeispiel



[0040] Verschiedene Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme der Figuren 1 bis 3 näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1
eine perspektivische Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Kontaktträgers;
Fig. 2
eine schematische Draufsicht auf eine Schnittdarstellung einer Aufnahmeöffnung des erfindungsgemäßen Kontaktträgers;
Fig. 3
eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Kontaktträger mit Kontaktelement, und
Fig. 4
eine weitere perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Kontaktträger mit Kontaktelement, und
Fig. 5
eine weitere perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Kontaktträger mit Kontaktelement, und
Fig. 6
eine perspektivische kabelanschlussseitige Darstellung eines Kontaktträgers mit Aufnahmeöffnungen, und
Fig. 7
eine Draufsicht auf eine Aufnahmeöffnung des erfindungsgemäßen Kontaktträgers, sowie
Fig. 8
eine perspektivische steckseitige Draufsicht auf eine Aufnahmeöffnung des erfindungsgemäßen Kontaktträgers


[0041] Die Figuren enthalten teilweise vereinfachte, schematische Darstellungen. Zum Teil werden für gleiche, aber gegebenenfalls nicht identische Elemente identische Bezugszeichen verwendet. Verschiedene Ansichten gleicher Elemente könnten unterschiedlich skaliert sein.

[0042] Die Fig. 1 zeigt eine perspektivische Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Kontaktträgers 1 mit einer Aufnahmeöffnung 2 für ein aufgenommenes Kontaktelement 3. Das gezeigte Kontaktelement 3 ist ein vorzugsweise aus Bronze ausgestanztes und ein in Stiftform gebogenes Kontaktelement 3.

[0043] Die im Kontaktträger 1 aufgenommenen Kontaktelemente 3 weisen eine Anschlussseite und eine Steckseite auf, wobei die Anschlussseite einem Kontaktieren eines elektrischen Kabels/einer Gegensteckverbindung dient. Die Steckseite kann als Stiftkontakt oder als Buchsenkontakt ausgeführt sein. Auch andere aus dem Stand der Technik bekannten Ausführungen von Steckseiten für elektrische Kontaktelemente sind denkbar und anwendbar.

[0044] Die Aufnahmeöffnung 2 des Kontaktträgers 1 weist in axialer Richtung eine angeformte radial verlaufende holzylindrische Kontur auf, einen so genannten Führungsbereich 4 für zwei Rastnasen 3.1 am Kontaktelement 3 (vgl. Fig. 3). Der Führungsbereich 4 weist jeweils eine Montageöffnung 4.1 (vgl. Fig. 2) und jeweils eine zur Montageöffnung 4.1 umfänglich versetzte Arretierbegrenzung 4.2 für jeweils eine Rastnase 3.1 auf.

[0045] Die zumindest eine Montageöffnung 4.1 ist als eine sich in axialer Richtung erstreckende Führungsnut 4.1 ausgebildet. Die zumindest eine Arretierbegrenzung 4.2 ist als eine Materialeinkerbung aus dem Kontaktträgermaterial entlang einer Führungskontur des Führungsbereiches 4 ausgeformt.

[0046] Das Kontaktelement 3 wird zunächst in Pfeilrichtung (vgl. Fig. 1) oder Einsteckrichtung in die Aufnahmeöffnung 2 geführt. Die beiden Rastnasen 3.1 gleiten entlang der Montageöffnung oder Führungsnut 4.1 in eine tiefere Ebene in Einsteckrichtung. In dieser tieferen Ebene sind in Umfangsrichtung folgend die bevorzugt zwei Arretierbegrenzungen 4.2 vorgesehen. Durch eine anschließende Drehbewegung des Kontaktelements 3 werden seine Rastnasen 3.1 im Uhrzeigersinn in Richtung der Arretierbegrenzungen 4.2 verdreht, so dass das Kontaktelement 3 sicher und bedienungsfreundlich seine Arretierposition überführbar ist. Durch Verdrehen des Kontaktelements 3 im Gegenuhrzeigersinn ist ein Überführen des Kontaktelements 3 aus seiner Arretierposition in seine Einsteckposition realisierbar, wobei ein Herausbringen der Rastnasen 3.1 aus den Arretierbegrenzungen 4.2 mittels Drücken in Einsteckrichtung realisierbar ist. Ein sehr einfaches Einführen in die Arretierposition sowie ein Herausnehmen aus der Arretierposition ist durch einfaches axiales Drücken und/oder Verdrehen im Uhrzeiger- oder Gegenuhrzeigersinn und/oder axiales Ziehen des Kontaktelements realisiert.

[0047] Zudem weist der hohlzylindrische Führungsbereich 4 parallel zueinander ausgebildete Führungsbahnen 4.3, 4.3' auf, wobei die beiden Führungsbahnen 4.3, 4.3' in unterschiedlichen Tiefen parallel zueinander ausgerichtet sind und jeweils durch die beiden Montageöffnungen 4.1 unterbrochen sind. Die Montageöffnungen 4.1 dienen zeitgleich als Verbindung zwischen der ersten und zweiten Führungsbahn 4.3, 4.3'.

[0048] Die erste Führungsbahn 4.3 in Einsteckrichtung kann auch als erster Anschlag 4.3 vorgesehen sein. Der erste Anschlag 4.3 kann eine an den Kontaktträger angeformte elastische Weichkomponente sein. Es ist dann ein zusätzliches Rastmittel, wie eine Feder, verzichtbar.

[0049] An der zweiten Führungsbahn 4.3' ist zumindest ein axialer Versatz entgegengesetzt der Einsteckrichtung ausgeformt, welcher genau die zumindest eine Arretierbegrenzung 4.2 bildet.

[0050] Das Kontaktelement 3 befindet sich in der Fig. 1 in einem arretierten und verliersicheren Zustand, wobei die beiden Rastnasen 3.1 in den korrespondierenden Arretierbegrenzungen 4.2 aufgenommen sind.

[0051] Eine am Kontaktträger 1 integrierte oder angeformte Feder 5, beispielsweise eine Wellenfeder 5, ist besonders bevorzugt am Führungsbereich 4 der Aufnahmeöffnung 2 vorgesehen. Die Feder 5 bringt dabei insbesondere eine Kraft für ein sicheres Positionieren und/oder Halten des Kontaktelements 3 im vorgesehenen Führungsbereich 4 auf, wobei die Kraft entgegen der Einsteckrichtung wirkt, so dass die Feder 5 eine Haltekraft auf das Kontaktelement 3 entgegen der Einsteckrichtung ausübt.

[0052] Die zwei Rastnasen 3.1 sind in Umfangsrichtung um 180° voneinander versetzt angeordnet. Entsprechend sind auch die jeweils zwei korrespondierenden Montageöffnungen 4.1 für ein Führen oder Halten der Rastnasen 3.1 in Umfangsrichtung um 180° voneinander versetzt angeordnet, und die jeweils zwei Arretierbegrenzungen 4.2 für ein Halten der Rastnasen 3.1 in der Arretierposition in Umfangsrichtung um 180° voneinander versetzt angeordnet.

[0053] Die Fig. 2 zeigt eine schematische Draufsicht auf eine Schnittdarstellung der Aufnahmeöffnung 2 des erfindungsgemäßen Kontaktträgers 1, wobei sich die axial erstreckenden Montageöffnungen 4.1 deutlich erkennbar sind, sowie die zweite Führungsbahn 4.3'. Die zweite Führungsbahn 4.3' ist umfänglich der kreisförmigen Aufnahmeöffnung 2 angeformt, wobei die Führungsbahn 4.3' durch die beiden Montageöffnungen 4.1 unterbrochen ist. In Umfangsrichtung versetzt von den Montageöffnungen 4.1 sind die beiden Arretierbegrenzungen 4.2 angeordnet, wobei die beiden Arretierbegrenzungen 4.2 als nutförmige Vertiefungen in axialer Richtung und entgegengesetzt der Einsteckrichtung ausgeformt sind.

[0054] Wie in Fig. 3, 4 und 5 perspektivisch dargestellt, ist das Kontaktelement 3 in dem Kontaktträger reversibel aufgenommen. Die Rastnasen 3.1 wirken mit den Arretierbegrenzungen 4.2 derart zusammen, dass das Kontaktelement 3 verliersicher in seiner Arretierposition gehalten ist.

[0055] Ferner ist ein Anschlagbauch 3.2 am Kontaktelement 3 vorgesehen, wobei der Anschlagbauch 3.2 für ein Anschlagen am ersten Anschlag oder der ersten Führungsbahn 4.3 vorgesehen ist. Es ist jedoch genauso denkbar, dass die Feder 5 eine Funktion des ersten Anschlags übernimmt, so dass der Anschlagbauch 3.2 zur Feder 5 korrespondierbar ist (vgl. Fig. 1).

[0056] Das gestanzte Kontaktelement 5 weist Öffnungen auf, die sich bilden, wenn beispielsweise seine Rastnasen 3.1 herausgebogen werden, so dass Material eingespart ist und das Kontaktelement 3 einfach in seiner Herstellung gehalten ist.

[0057] In Fig. 6 ist ein erfindungsgemäßer Kontaktträger 1 mit Aufnahmeöffnungen 2 perspektivisch dargestellt, wobei die Draufsicht den Kabelanschlussbereich zeigt. Die axial verlaufenden Montageöffnungen 4.1, die eine nutförmige Ausgestaltung aufweisen sind dargestellt. Auch die axialen Versatze oder Arretierbegrenzungen 4.2 ausgehend von den umfänglich verlaufenden Führungsbahnen 4.3' sind klar als Arretierbegrenzungen erkennbar.

[0058] Fig. 7 und 8 zeigen weitere Perspektiven auf den Kontaktträger mit Aufnahmeöffnungen 2, wobei in den Aufnahmeöffnungen 2 der Führungsbereich 4 für ein Führen des Kontaktelements 2 vorgesehen ist. Nach einer weiteren und/oder ergänzenden Ausgestaltungsform ist ein weiterer Anschlag 4.4 vorgesehen, wobei der weitere Anschlag 4.4 mit einem weiteren Anschlagbauch zusammenwirkt. Der weitere Anschlag 4.4 ist an den Kontaktträger umfänglich angeformt.

[0059] Die Aussparungen und Vertiefungen in der Aufnahmeöffnung 2, insbesondere im Führungsbereich 4 der Aufnahmeöffnung 2, stehen in Verbindung mit hervorstehenden Konturen am Kontaktelement 3, so dass ein Zusammenwirken der beiden Komponenten auf einfache kostengünstige Weise realisiert ist.

[0060] Auch wenn in den Figuren verschiedene Aspekte oder Merkmale der Erfindung jeweils in Kombination gezeigt sind, ist für den Fachmann - soweit nicht anders angegeben - ersichtlich, dass die dargestellten und diskutierten Kombinationen nicht die einzig möglichen sind. Insbesondere können einander entsprechende Einheiten oder Merkmalskomplexe aus unterschiedlichen Ausführungsbeispielen miteinander ausgetauscht werden.

Bezugszeichenliste



[0061] 
1
Kontaktträger
2
Aufnahmeöffnung
3
Kontaktelement
3.1
Rastnasen
3.2
Anschlagbauch
4
Führungsbereich
4.1
Montageöffnung oder Führungsnut
4.2
Arretierbegrenzung
4.3
Erste Führungsbahn oder erster Anschlag
4.3'
Zweite Führungsbahn
4.4
Weiterer Anschlag



Ansprüche

1. Kontaktträger (1) mit zumindest einer Aufnahmeöffnung (2) für ein Kontaktelement (3) mit einem Anschluss für einen elektrischen Leiter, wobei die Aufnahmeöffnung (2) einen Führungsbereich (4) für das Kontaktelement (3) aufweist, wobei das Kontaktelement (3) von einer Einsteckposition in eine Arretierposition überführbar ist.
 
2. Kontaktträger nach Anspruch 1, wobei der Führungsbereich (4) derart ausgebildet ist, dass das Kontaktelement (3) von der Arretierposition in die Einsteckposition überführbar ist.
 
3. Kontaktträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Führungsbereich (4) einen ersten Anschlag (4.3) für ein erstes Anschlagen des Kontaktelements (3) in einer Einsteckrichtung aufweist.
 
4. Kontaktträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Führungsbereich (4) zumindest eine Führungsbahn (4.3, 4.3') und/oder zumindest eine Führungsnut (4.1) für ein Führen des Kontaktelements (3) von der Einsteckposition in die Arretierposition aufweist.
 
5. Kontaktträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Führungsbereich (4) eine Arretierbegrenzung für ein Arretieren des Kontaktelements (3) in der Arretierposition aufweist.
 
6. Kontaktträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Führungsbereich (4) für das Kontaktelement (3) derart ausgebildet ist, dass das Kontaktelement (3) in Einsteckrichtung an einem ersten Anschlag (4.3) anschlägt, und/oder mittels einer ersten Führungsbahn (4.3) und/oder Führungsnut (4.1) zu einer zweiten Führungsbahn (4.3') geführt ist, und/oder mittels der zweiten Führungsbahn (4.3') zu der Arretierbegrenzung (4.2) geführt ist, und/oder in der Arretierbegrenzung (4.2) in der Arretierposition gehalten ist.
 
7. Kontaktträger nach Anspruch 6, wobei die erste und die zweite Führungsbahn (4.3, 4.3') in einer vorgesehenen axialen Tiefe der Aufnahmeöffnung (2) in Einsteckrichtung eine umfänglich laufend ausgestaltete Erhöhung ist.
 
8. Kontaktträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein erster Anschlag (4.3) und/oder ein zweiter Anschlag und/oder ein weiterer Anschlag eine an dem Kontaktträger (1) einstückig angeformte Komponente ist.
 
9. Kontaktträger nach Anspruch 8, wobei die Komponente aus einem Kunststoffmaterial, insbesondere einem Gummimaterial, ausgebildet ist.
 
10. Kontaktträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein erster Anschlag (4.3) für das Kontaktelement (3) eine Feder (5), insbesondere eine Wellenfeder, ist.
 
11. Kontaktträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein erster Anschlag (4.3) für das Kontaktelement (3) eine Haltekraft entgegengesetzt einer Einsteckrichtung aufweist, wobei die Haltekraft zumindest einer Anschlusskraft in Einsteckrichtung eines an das Kontaktelement (3) angeschlossenen elektrischen Leiters entspricht.
 
12. Kontaktträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Führungsbereich (4) für das Kontaktelement (3) zumindest eine zu einer Einsteckebene senkrecht und/oder neigend verlaufende Führungsnut (4.1) ist, und/oder der Führungsbereich (4) für das Kontaktelement (3) zumindest eine zur Einsteckebene parallel verlaufende Führungsbahn (4.3, 4.3') ist.
 
13. Kontaktträger nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Kontaktelement (3) ein einstückig ausgeformtes Stanzteil ist.
 
14. Kontaktträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Kontaktelement (3) zumindest eine Führungsnase (3.1), bevorzugt zwei Führungsnasen (3.1) für ein Geführtwerden im Führungsbereich (4) aufweist.
 
15. Kontaktträger nach Anspruch 14, wobei die zumindest eine Führungsnase (3.1) derart mit dem Führungsbereich (4) zusammenwirkt, dass die Führungsnase (3.1) in Einsteckrichtung an einem ersten Anschlag (4.3) anschlägt, und/oder mittels zumindest einer ersten Führungsbahn (4.3) und/oder Führungsnut (4.1) zu zumindest einer zweiten Führungsbahn (4.3') geführt ist, und/oder mittels der zweiten Führungsbahn (4.3') zu der zumindest einen Arretierbegrenzung (4.2) geführt ist, und/oder in der Arretierbegrenzung (4.2) in der Arretierposition gehalten ist.
 
16. System aus einem Kontaktträger (1) und einem Kontaktelement (3), wobei der Kontaktträger (1) eine Aufnahmeöffnung (2) für das Kontaktelement (3) aufweist, wobei die Aufnahmeöffnung (3) einen Führungsbereich (4) für das Kontaktelement (3) aufweist, wobei das Kontaktelement (3) von einer Einsteckposition in eine Arretierposition überführbar ist.
 




Zeichnung





























IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente