(19)
(11)EP 3 683 637 A1

(12)EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43)Veröffentlichungstag:
22.07.2020  Patentblatt  2020/30

(21)Anmeldenummer: 19152018.8

(22)Anmeldetag:  16.01.2019
(51)Internationale Patentklassifikation (IPC): 
G05B 19/418(2006.01)
(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(71)Anmelder: Siemens Aktiengesellschaft
80333 München (DE)

(72)Erfinder:
  • Huck, Ralf
    63538 Großkrotzenburg (DE)

  


(54)VERFAHREN ZUM HERSTELLEN EINER BIDIREKTIONALEN VERBINDUNG ZWISCHEN EINEM GERÄT, INSBESONDERE EINEM FELDGERÄT, UND EINER APPLIKATION IN EINER ZENTRALEN EINRICHTUNG


(57) Zwischen einem Gerät (1, 2, 3, 4), insbesondere einem Feldgerät, und einer Applikation (13) in einer zentralen Einrichtung (10) wird eine bidirektionalen Verbindung (19) hergestellt, indem eine auf einem mobilen Kommunikationsendgerät (7) laufende Bridge-Funktion (18),
eine kurzreichweitige Funkverbindung (5) zu dem Gerät (1, 2, 3, 4) aufbaut,
eine langreichweitige Funkverbindung (8, 9) zu der Applikation (13) in der zentralen Einrichtung (10) aufbaut und einen Datenkanal (19) zur bidirektionalen Kommunikation zwischen der Applikation (13) in der zentralen Einrichtung (10) über die langreichweitige Funkverbindung (8, 9) und dem Gerät (1, 2, 3, 4) über die kurzreichweitige Funkschnittstelle (5) aufbaut.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer bidirektionalen Verbindung zwischen einem Gerät, insbesondere einem Feldgerät, und einer Applikation in einer zentralen Einrichtung.

[0002] In automatisierten Prozessanlagen dienen Feldgeräte zur Erfassung und/oder Beeinflussung von Prozessgrößen (Prozessvariablen). Dabei werden Prozessgrößen wie zum Beispiel Füllstand, Durchfluss, Druck, Temperatur oder pH-Wert von Messumformern (Sensoren) erfasst, während Aktoren, wie zum Beispiel Ventile oder Pumpen, zur Beeinflussung von Prozessvariablen, z. B. dem Durchfluss einer Flüssigkeit in einem Rohrleitungsabschnitt oder dem Füllstand in einem Behälter, dienen.

[0003] Feldgeräte erzeugen neben den unmittelbar für die Prozesssteuerung bzw. -regelung benötigten Daten (z. B. Messwerte) viele Zusatzinformationen, die es erlauben, Prozesse ständig zu optimieren und ungeplante Anlagenstillstände beispielsweise durch vorausschauende Wartung auf Basis von Diagnosedatenaus den Feldgeräten zu vermeiden.

[0004] Bei der Parametrierung von Feldgeräten in einer Anlage besteht das Erfordernis, dass neben den geänderten Daten in dem Gerät auch die entsprechenden zentral, z. B. in einem Server oder einer Cloud, gehaltenen Daten konsistent geändert werden.

[0005] Da Feldgeräte in vielen Anwendungen nur über analoge Ein-/ Ausgangskarten an Steuerungen oder Leitsysteme angebunden sind, können diese nicht auf die digitalen Daten der Feldgeräte zugreifen und an die zentrale Einrichtung übergeben. Die Daten von batteriebetriebenen Geräten können auch nicht ohne weitere Hilfsmittel an einen zentralen Server übergeben werden, weil diese Geräte nicht über eine elektrische Leitung oder einer langreichweitigen Funkverbindung mit dem zentralen Server verbunden sind.

[0006] In beiden Fällen können die Daten also lediglich vor Ort über ein Parametriertool und eine elektrische Punkt-zu-Punkt Serviceschnittstelle oder eine kurzreichweitige Funkschnittstelle des Gerätes ausgelesen werden. In Multiuser-Anwendungen wäre es jedoch von Vorteil, wenn die Daten jederzeit mit einer Datenbank auf einem zentralen Server abgeglichen werden können. Derartige bekannte Systeme (z. B. PDM Maintenance Station), erfordern jedoch eine datentechnische Verbindung zwischen dem zentralen Server und dem Feldgerät. Insbesondere in Brownfield-Anlagen ist die entsprechende Infrastruktur jedoch oft nicht vorhanden, und eine Nachrüstung wäre sehr aufwendig z. B. über die parallele Installation einer funktechnischen Infrastruktur oder die nachträglich Installation von HART Multiplexern/Gateways.

[0007] Bei den digitalen Daten kann es sich in der umfangreichsten Anwendung um Messwerte, Diagnose-, Kalibrier-, Konfigurations- oder Parametrierdaten der Geräte handeln.

[0008] Eine mögliche Lösungen für das beschriebene Problem wäre die Modernisierung der Ein-/Ausgangsebene durch Austausch rein analoger Baugruppen durch Baugruppen mit zusätzlichen digitalen Kommunikationsmöglichkeiten (z. B. HART Kommunikation) oder das Nachrüsten aller Ein-/Ausgangskarten mit HART Multiplexern zum parallelen Auslesen der Daten. Beides ist mit hohem Aufwand und im erstgenannten Fall mit einem Anlagenstillstand (Produktionsausfall) für den Anlagenbetreiber verbunden.

[0009] Eine Alternative wären die Nachrüstung aller Feldgeräte mit einer Funkschnittstelle (second data channel) und der Aufbau einer funktechnischen Infrastruktur mit ortsfesten Access Points, Leitungen oder Repeatern und Gateways. In weit verteilten Anlagen kann eine solche funktechnische Infrastruktur sehr aufwendig und bei Fehlen geeigneter Energiequellen zu Versorgung der zusätzlich benötigten Komponenten auch unmöglich werden.

[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einfachen Mitteln bzw. auf einfache Weise eine temporären bidirektionalen Datenaustausch zwischen einem Gerät, insbesondere einem Feldgerät, und einer zentralen Einrichtung zu ermöglichen, so dass z. B. beim Ändern von Daten in einzelnen Geräten immer auch die zentral gehaltenen Daten konsistent geändert werden können.

[0011] Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe durch das in Anspruch 1 angegebene Verfahren gelöst, von dem vorteilhafte Weiterbildungen in den Unteransprüchen angegeben sind.

[0012] Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zum Herstellen einer bidirektionalen Verbindung zwischen einem Gerät, insbesondere einem Feldgerät, und einer Applikation in einer zentralen Einrichtung mittels einer auf einem mobilen Kommunikationsendgerät laufenden Bridge-Funktion, die eine kurzreichweitige Funkverbindung zu dem Gerät aufbaut, eine langreichweitige Funkverbindung zu der Applikation in der zentralen Einrichtung aufbaut und
einen Datenkanal zur bidirektionalen Kommunikation zwischen der Applikation in der zentralen Einrichtung über die langreichweitige Funkverbindung und dem Gerät über die kurzreichweitige Funkschnittstelle aufbaut.

[0013] Als mobiles Kommunikationsendgerät kommen z. B. Smartphones, Tabletcomputer, Laptops oder andere geeignete Consumergeräte in Frage.

[0014] Die kurzreichweitige Funkverbindung zwischen dem Kommunikationsendgerät und dem zu parametrierenden Gerät kann zum Beispiel nach dem Bluetooth-Standard oder einem anderem von dem Kommunikationsendgerät unterstützten Standard erfolgen.

[0015] Die Bridge-Funktion kann autonom im Hintergrund auf dem mobilen Kommunikationsendgerät laufen und automatisch die kurzreichweitige Funkverbindung zu dem Gerät oder mehreren Geräten aufbauen, sobald sich das Kommunikationsendgerät in Funkreichweite des Gerätes oder der Geräte befindet. Die sich jeweils aktuell in Funkreichweite befindenden Geräte können automatisch auf dem Kommunikationsendgerät angezeigt werden, so dass der Benutzer unter den angezeigten Geräten das für den Datenaustausch mit der zentralen Einheit jeweils vorgesehene Geräte auswählen kann.

[0016] Die langreichweitige Funkverbindung zwischen dem Kommunikationsendgerät und der zentralen Einrichtung kann nach einem Mobilfunk-Standard, z. B. GSM, oder über WLAN und einen drahtlosen Zugangspunkt der zentralen Einrichtung erfolgen. Auch hier kann die langreichweitige Funkverbindung zu der Applikation automatisch aufgebaut werden, sobald sich das Kommunikationsendgerät in Funkreichweite des drahtlosen Zugangspunkts befindet. Bei der zentralen Einrichtung kann es sich z. B. um einen lokalen Server oder eine Cloud handeln.

[0017] Sobald die die kurzreichweitige Funkverbindung zu dem Gerät und die langreichweitige Funkverbindung zu der zentralen Einrichtung besteht, kann die Bridge-Funktion den Datenkanal für die bidirektionale Kommunikation zwischen der Applikation in der zentralen Einrichtung und dem Gerät herstellen. Um mit Hilfe der zentralen Applikation Daten des Gerätes anzuzeigen oder zu verändern, beispielsweise Diagnosedaten, Parameter- oder Kalibrierdaten aus dem Gerät zu lesen oder Parameter- oder Kalibrierdaten in das Gerät zu übertragen oder dort zu ändern, kann mittels eines in dem mobilen Kommunikationsendgerät enthaltenen Browsers über die langreichweitige Funkverbindung auf die Applikation zugegriffen werden. Der Browser und die Bridge-Funktion stellen dabei zwei voneinander unabhängige, parallel arbeitende Funktionen dar. Weil über den Browser auf ein Parametriertool in Form der zentralen Applikation zugegriffen wird, wird auf dem mobilen Kommunikationsendgerät selbst keine eigene Parametrierfunktion benötigt.

[0018] Durch den ausschließlichen Zugriff auf nur eine zentrale Applikation und durch den bidirektionalen Datenaustausch über den Datenkanal wird eine permanent konsistente Datenhaltung zwischen dem Gerät und der Applikation in der zentralen Einrichtung erreicht, d. h., bei Änderung von Daten in einzelnen Geräten werden immer auch die zentral gehaltenen Daten entsprechend geändert.

[0019] Im Weiteren wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels und unter Bezugnahme auf die Figur der Zeichnung erläutert.

[0020] Die Figur zeigt einige Feldgeräte 1, 2, 3, 4, wie sie in einer Vielzahl in einer Prozessanlage vorhanden und oft weit verteilt sind. Die Geräte 1, 2, 3, 4 weisen Funkschnittstellen auf, die kurzreichweitige Funkverbindungen 5 nach dem Bluetooth- oder NFC-Standard ermöglichen. Ein sich in der Anlage aufhaltender Techniker 6 ist mit einem mobilen Kommunikationsendgerät 7, wie ein Smartphone, Tablet oder anderes mobiles Gerät mit vergleichbaren Funktionen, ausgestattet, welches über drahtlose Kommunikationsmöglichkeiten (Funkschnittstellen) wie Bluetooth oder NFC 5, WLAN 8 und Mobilfunk (GSM) 9 verfügt.

[0021] In einer zentralen Einrichtung 10, bei der es sich um einen lokalen Server 11 oder eine Cloud 12 handeln kann, ist eine Applikation 13 zur Parametrierung der Feldgeräte 1, 2, 3, 4 enthalten. Der Zugriff auf die Applikation 13 in der Cloud 12 kann direkt über Mobilfunk 9 oder indirekt über WLAN 8 und einen drahtlosen Zugangspunkt 14 mit Cloud-Konnektivität erfolgen. Der lokale Server 13 ist über WLAN 8 erreichbar und über ein lokales Netzwerk 15 mit verteilten drahtlosen Zugangspunkten (Wireless Access Point) 16, 17 verbunden.

[0022] Das mobile Kommunikationsendgerät 7 enthält ein im Hintergrund laufende Bridge-Funktion 18, die dazu ausgebildet ist, automatisch eine kurzreichweitige Funkverbindung 5 beispielsweise zu dem Feldgerät 3 und eine WLAN-Verbindung 8 oder Mobilfunkverbindung 9 zu der Applikation 13 in der zentralen Einrichtung 10 aufzubauen und anschließend einen bidirektionalen Datenkanal 20 zwischen dem Feldgerät 3 und der Applikation 13 in der zentralen Einrichtung 10 herzustellen. Bei dem Datenkanal 20 handelt es sich um eine temporäre, im Hintergrund des Kommunikationsendgerätes 7 laufende Verbindung. Das mobile Kommunikationsendgerät 7 enthält ferner einen Browser 20, der es dem Benutzer 6 ermöglicht, auf die Applikation 13 zuzugreifen und über diese Applikation 13 und den Datenkanal 20 das Feldgerät 3 zu parametrieren. Das Kommunikationsendgerät benötigt daher keine eigene Parametrierfunktion. Durch den Datenaustausch über den bidirektionalen Datenkanal 20 wird sichergestellt, dass die Parameterdaten in der Applikation 13 und dem Feldgerät 5 konsistent sind. Der Browser 20 und die Bridge-Funktion 18 stellen also zwei voneinander unabhängige, parallel arbeitende Funktionen des mobilen Kommunikationsendgerätes 7 dar. Das Kommunikationsendgerät 7 mit dem Browser-Zugang zu der zentralen Applikation 13 kann daher auch dann genutzt werden, wenn noch keine Verbindung zwischen der Applikation 13 und dem Gerät besteht.

[0023] Die auf dem mobilen Kommunikationsendgerät 7 im Hintergrund laufende Bridge-Funktion 18 zum Aufbau des parallelen Datenkanals 19 und der Browser 20 haben in Verbindung mit der Applikation 13 in der zentralen Einrichtung 10 beispielsweise folgende Funktionalität:
  • Automatischer temporärer Verbindungsaufbau durch die Bridge-Funktion 18 mit der kurzreichweitigen Funkschnittstelle eines der Feldgeräte 1, 2, 3, 4, sobald sich das Kommunikationsendgerät 7 in Reichweite des entsprechenden Gerätes, z. B. 3, befindet. Falls das Feldgerät nicht über eine Funkschnittstelle verfügt, kann zunächst eine elektrische Punkt-zu-Punkt Verbindung mit dem Kommunikationsendgerät 7 und einem geeigneten Modem hergestellt werden.
  • Automatischer Verbindungsaufbau durch die Bridge-Funktion 18 zu der Applikation 13 in der zentralen Einrichtung 10, z. B. in dem lokalen Server 11 über WLAN 8 oder in der Cloud 12 über Mobilfunk 9.
  • Automatischer Aufbau des Datenkanals 19 zur bidirektionalen Kommunikation zwischen der Applikation 13 in der zentralen Einrichtung 10 über WLAN 8 bzw. Mobilfunk 9 und einer Serviceschnittstelle des Feldgerätes 3 über die kurzreichweitige Funkschnittstelle 5 oder ggf. die oben erwähnte elektrische Punkt-zu-Punkt Verbindung.
  • Meldung der temporär und bidirektional erreichbaren Feldgeräte (z. B. 2, 3 und 4), die durch die im Hintergrund laufenden Bridge-Funktion 18 zeitgleich mit der zentralen Applikation 13 gefunden werden.
  • Ermöglichen des Zugriffs auf die Applikation 13 zur Geräteparametrierung durch den Benutzer 6 über den Browser 20 und die WLAN-Verbindung 8 oder Mobilfunkverbindung 9. Der Benutzer 6 kann auf seinem Kommunikationsendgerät 7 z.B.
    • ein Feldgerät, z. B. 3, aus der Liste der temporär mit dem Kommunikationsendgerät 7 verbundenen Feldgeräte 2, 3 und 4 auswählen,
    • Messwerte, Diagnose-, Kalibrier-, Konfigurations- oder Parametrierdaten des temporär verbundenen Feldgerätes 3 auf der cloud- oder server-basierten Applikation 13 ansehen und ggf. mit archivierten und im Gerät 3 vorgefundenen Daten vergleichen,
    • über die Applikation 13 Daten in einer cloud- oder server-basierten Datenbank modifizieren (z. B. durch manuelles Ändern einzelner Daten oder Reaktivierung archivierter Datensätze)
    • durch Up- oder Download über den Datenkanal 19 eine Synchronisierung der Daten zwischen der zentralen Einrichtung 10 und dem Feldgerät 3 herbeiführen.


[0024] Im Unterschied zu einer bisherigen direkten Punkt-zu-Punkt Verbindung zwischen einem Parametriergerät und dem Feldgerät 3 erfolgt die Verbindung jetzt indirekt über die zentrale Einrichtung 10 (lokaler Server 11 oder Cloud 12) und von dort wieder zurück zu dem Feldgerät 3. Die Verbindung (Datenkanal 19) besteht im Hintergrund und nur temporär. Hieraus ergeben sich folgende Vorteile:
  • Es handelt sich um eine rein softwarebasierte Lösung zur Kommunikation mit Geräten, die selbst nicht permanent mit einem digitalen Netzwerk verbunden sein müssen.
  • Es wird die vorhandene Tool-Infrastruktur verwendet, so dass keine Investitionen in neue Hardware erforderlich sind.
  • Es erfolgt kein Eingriff in die Ein-/Ausgangsebene der Anlage, der zu Anlagenstillständen/Produktionsausfällen führen könnte.
  • Die Lösung läuft automatisch im Hintergrund auf einem mobilen Kommunikationsendgerät, so dass keine manuellen Eingriffe an den Feldgeräten erforderlich sind, wenn diese über eine Funkschnittstelle verfügen. Andernfalls muss lediglich kurzzeitig eine elektrische Punkt-zu-Punkt-Verbindung mit dem entsprechenden Gerät aufgebaut werden. Der bidirektionale Datenkanal zwischen Server/Cloud und Feldgerät wird auch dann automatisch aufgebaut.
  • Die Lösung ist multiuser-fähig, d. h. paralleles Arbeiten mit mehreren mobilen Kommunikationsendgeräten (Browsern) ist möglich, ohne dass dabei die Datenkonsistenz verloren geht, da alle Anwender auf der gleichen Datenbank arbeiten.
  • Es ist ein lesender Zugriff auf den gesamten Datenbestand der Anlage möglich, also nicht nur die Punkt-zu-Punkt erreichbaren Daten.
  • Für die im Hintergrund laufende Funktion zum Aufbau der bidirektionalen Kommunikation wird nur geringe Rechenleistung benötigt.
  • Neben dem einfachen Browser mit Zugriff auf ein zentrales Parametriertool ist kein zusätzliches Parametriertool auf dem mobilen Kommunikationsendgerät erforderlich. Damit kann die Lösung auf beliebigen Smartphones oder Tablets realisiert werden.



Ansprüche

1. Verfahren zum Herstellen einer bidirektionalen Verbindung (19) zwischen einem Gerät (1, 2, 3, 4), insbesondere einem Feldgerät, und einer Applikation (13) in einer zentralen Einrichtung (10) mittels einer auf einem mobilen Kommunikationsendgerät (7) laufenden Bridge-Funktion (18), die eine kurzreichweitige Funkverbindung (5) zu dem Gerät (1, 2, 3, 4) aufbaut,
eine langreichweitige Funkverbindung (8, 9) zu der Applikation (13) in der zentralen Einrichtung (10) aufbaut und
einen Datenkanal (19) zur bidirektionalen Kommunikation zwischen der Applikation (13) in der zentralen Einrichtung (10) über die langreichweitige Funkverbindung (8, 9) und dem Gerät (1, 2, 3, 4) über die kurzreichweitige Funkschnittstelle (5) aufbaut.
 
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die kurzreichweitige Funkverbindung (5) nach dem Bluetooth, NFC- (near field communication-) oder ZigBee-Standard erfolgt.
 
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die kurzreichweitige Funkverbindung (5) zu dem Gerät (1, 2, 3, 4) oder mehreren Geräten aufgebaut wird, sobald sich das Kommunikationsendgerät (7) in Funkreichweite des Gerätes (1, 2, 3, 4) oder der Geräte befindet.
 
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich in Funkreichweite befindende Geräte (1, 2, 3, 4) von der Bridge-Funktion (18) auf dem Kommunikationsendgerät (7) automatisch angezeigt werden.
 
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die langreichweitige Funkverbindung (9) nach einem Mobilfunk-Standard erfolgt.
 
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die langreichweitige Funkverbindung (8) über einen drahtlosen Zugangspunkt (14, 16, 17) der zentralen Einrichtung (10) erfolgt.
 
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die langreichweitige Funkverbindung (8) zu der Applikation (13) automatisch aufgebaut wird, sobald sich das Kommunikationsendgerät (7) in Funkreichweite des drahtlosen Zugangspunkts (14, 16, 17) befindet.
 
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bridge-Funktion (18) autonom im Hintergrund läuft.
 
9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Änderung und/oder Anzeige von Daten des jeweils über den Datenkanal (19) mit der Applikation (13) in der zentralen Einrichtung (10) verbundenes Gerätes (1, 2, 3, 4) mittels eines in dem mobilen Kommunikationsendgerät (7) enthaltenen Browsers (20) über die langreichweitige Funkverbindung (8, 9) auf die Applikation (13) zugegriffen und mittels dieser Applikation (13) Daten geändert und über den Datenkanal (19) in das verbundene Gerät (1, 2, 3, 4) geladen oder Daten aus dem Gerät (1, 2, 3, 4) über den Datenkanal (19) gelesen und zur Anzeige gebracht werden.
 
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass durch den ausschließlichen Zugriff auf nur eine zentrale Applikation (13) und durch Datenaustausch über den Datenkanal (19) eine permanent konsistente Datenhaltung zwischen dem Gerät (1, 2, 3, 4) und der Applikation (13) in der zentralen Einrichtung (10) erreicht wird.
 




Zeichnung







Recherchenbericht









Recherchenbericht