(19)
(11)EP 3 771 536 A1

(12)EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43)Veröffentlichungstag:
03.02.2021  Patentblatt  2021/05

(21)Anmeldenummer: 19215573.7

(22)Anmeldetag:  12.12.2019
(51)Int. Kl.: 
B27B 9/00  (2006.01)
B28D 1/18  (2006.01)
B27C 5/10  (2006.01)
(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(30)Priorität: 02.08.2019 EP 19189752

(71)Anmelder: atlas diamant GmbH
95632 Wunsiedel (DE)

(72)Erfinder:
  • Galeski, Peter
    56457 Westerburg (DE)

(74)Vertreter: Flügel Preissner Schober Seidel 
Patentanwälte PartG mbB Nymphenburger Strasse 20
80335 München
80335 München (DE)

 
Bemerkungen:
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
 


(54)HANDBETÄTIGTE SCHNEIDEMASCHINE


(57) Eine handbetätigte Schneidemaschine (100, 200), insbesondere eine Handfräsmaschine (100) zum Bearbeiten einer Oberfläche eines Bodens oder einer Wand, umfasst einen Maschinenkörper (10), der ein Gehäuse (11) zum Aufnehmen eines um eine Werkzeugachse (Aw) rotierbaren Werkzeugs (60) und einen an dem Gehäuse (11) befestigten Haltegriff (12) zum Halten des Maschinenkörpers (10) aufweist und eine Arbeitsebene (EA) definiert, zu welcher sich die Werkzeugachse (Aw) parallel erstreckt, einen Führungsgriff (20) zum Führen der Schneidemaschine (100, 200), der sich um einen Winkel (α) geneigt zu der Arbeitsebene (EA) erstreckt und um eine Schwenkachse (As) schwenkbar an dem Gehäuse (11) gelagert ist, um den Winkel (α) einzustellen, und eine Arretierung (30) zum Feststellen des Führungsgriffs (20) relativ zu der Arbeitsebene (EA).




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine handbetätigte Schneidemaschine, insbesondere eine Handfräsmaschine zum Bearbeiten einer Oberfläche eines Bodens oder einer Wand, oder eine Handkreissäge.

[0002] Schneidemaschinen im Sinne dieser Anmeldung umfassen Maschinen zum Fräsen, Trennen, Bohren oder Schleifen und sind unter anderem aus EP 2 607 036 B1 sowie aus EP 1 044 774 B1 bekannt. Derartige Maschinen finden beispielsweise beim Entfernen von Kleberresten oder ähnlichen Rückständen von Beton oder Estrich Verwendung.

[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine handbetätigte Schneidemaschine vorzuschlagen, die eine bessere Bearbeitung einer Oberfläche, insbesondere in Eckbereichen, ermöglicht.

[0004] Die Aufgabe wird durch eine handbetätigte Schneidemaschine nach Anspruch 1 und eine handbetätigte Schneidemaschine nach Anspruch 2 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der handbetätigten Schneidemaschinen sind Gegenstand der Ansprüche 3 bis 15.

[0005] Erfindungsgemäß umfasst eine handbetätigte Schneidemaschine gemäß einer ersten Ausgestaltung, insbesondere eine Handfräsmaschine zum Bearbeiten einer Oberfläche eines Bodens oder einer Wand, einen Maschinenkörper, der ein Gehäuse zum Aufnehmen eines um eine Werkzeugachse rotierbaren Werkzeugs und einen an dem Gehäuse befestigten Haltegriff zum Halten des Maschinenkörpers aufweist und eine Arbeitsebene definiert, zu welcher sich die Werkzeugachse parallel erstreckt, einen Führungsgriff zum Führen der Schneidemaschine, der sich um einen Winkel geneigt zu der Arbeitsebene erstreckt und um eine Schwenkachse schwenkbar an dem Gehäuse gelagert ist, um den Winkel einzustellen, und eine Arretierung zum Feststellen des Führungsgriffs relativ zu der Arbeitsebene.

[0006] In einer anderen Ausgestaltung umfasst die erfindungsgemäße handbetätigte Schneidemaschine, insbesondere eine Handkreissäge, einen Maschinenkörper zum Aufnehmen eines um eine Werkzeugachse rotierbaren Werkzeugs, der einen an dem Maschinenkörper befestigten Haltegriff zum Halten des Maschinenkörpers aufweist und eine Arbeitsebene definiert, zu welcher sich die Werkzeugachse parallel erstreckt, einen Führungsgriff zum Führen der Schneidemaschine, der sich um einen Winkel geneigt zu der Arbeitsebene erstreckt und um eine Schwenkachse schwenkbar an dem Maschinenkörper gelagert ist, um den Winkel einzustellen, und eine Arretierung zum Feststellen des Führungsgriffs relativ zu der Arbeitsebene.

[0007] Erfindungsgemäße Schneidemaschinen umfassen Maschinen zum Fräsen, Trennen, Bohren oder Schleifen. Das Werkzeug ist für das jeweilige Verfahren geeignet und kann beispielsweise eine Fräswalze, die insbesondere mit monokristallinem oder polykristallinem Diamant (MKD/PKD) besetzt ist, oder eine Trennscheibe sein.

[0008] An dem Maschinenkörper wird das Werkzeug derart befestigt, dass es angetrieben werden und rotieren kann. Üblicherweise weist der Maschinenkörper ein Gehäuse oder eine Abdeckung auf, um ein Greifen in das rotierende Werkzeug zu vermeiden. Das Gehäuse oder die Abdeckung sind zu mindestens einer Seite hin offen, um einen Kontakt des darin befindlichen Werkzeugs zu der zu bearbeitenden Oberfläche herstellen zu können.

[0009] Die Arbeitsebene erstreckt sich parallel zu der Werkzeugachse und stellt die Ebene dar, entlang der die Maschine beim Arbeitsvorgang bewegt wird. Die Arbeitsebene kann durch die Geometrie des Gehäuses oder der Abdeckung definiert werden. Insbesondere können das Gehäuse oder die Abdeckung Flächen oder Kanten aufweisen, entlang denen die Maschine über die zu bearbeitende Oberfläche bewegt wird.

[0010] Der Haltegriff dient zum Halten des Maschinenkörpers mit einer Hand, beispielsweise der linken Hand. Der Führungsgriff dient zum Führen der Maschine entlang oder parallel zu der Arbeitsebene und kann mit der anderen Hand, insbesondere der rechten Hand, bedient werden. Der Haltegriff und der Führungsgriff können vorzugsweise ergonomisch geformt sein, das heißt sie sind der Form einer Hand angepasst, sodass sie auch bei längerem Betrieb angenehm zu greifen und zu handhaben sind. So wird sichergestellt, dass die Maschine entlang der zu bearbeitenden Fläche präzise geführt werden kann und gleichzeitig auch der Maschinenkörper, der bedingt durch den Arbeitsvorgang Vibrationen und Erschütterungen erfährt, stabil gehalten werden kann.

[0011] Dadurch, dass der Führungsgriff relativ zu der Arbeitsebene schwenkbar ist, ist es möglich, den Winkel des Führungsgriffs relativ zu der Arbeitsebene zu verändern. Der Führungsgriff ist vorzugsweise um etwa 180° schwenkbar, das heißt der Winkel kann um 180° verändert werden. Besonders bevorzugt ist der Führungsgriff vollständig schwenkbar, das heißt um 360°. Besonders vorteilhaft ist dies in Eckbereichen, wenn sich die Maschine bei der Bearbeitung einer Wandfläche dem Boden nähert, oder wenn sich die Maschine beim Bearbeiten einer Bodenfläche einer Wand nähert. Der Bediener der Maschine kann dann den Winkel des Führungsgriffs relativ zu der Arbeitsebene verstellen und den Führungsgriff in eine von der Kante abgewandte Richtung schwenken, sodass der Führungsgriff den Weg zu der Kante nicht blockiert. Dadurch lässt sich die Wandfläche oder die Bodenfläche bis an die Kante heran bearbeiten. Randbereiche, welche nicht bearbeitet werden können, werden im Vergleich zu bekannten Schneidemaschinen minimiert.

[0012] Durch die Schwenkbarkeit des Führungsgriffs lässt sich somit eine Änderung von einem ziehenden Betrieb in einen drückenden Betrieb der Schneidemaschine bewerkstelligen, indem zwar die regelmäßig unveränderliche Laufrichtung des Werkzeugs beibehalten wird, jedoch durch Schwenken des Führungsgriffs um die Schwenkachse der Winkel zwischen dem Führungsgriff und der Arbeitsebene um beispielsweise etwa 180° geändert wird. Insbesondere, wenn die Schneidemaschine als Handkreissäge ausgebildet ist, schwenkt eine an dem Führungsgriff befestigte Absaugung mit dem Führungsgriff um die Arbeitsebene, sodass die Absaugung sowohl bei einem ziehenden als auch bei einem drückenden Betrieb stets vorteilhaft zu dem rotierenden Werkzeug platziert ist, um den jeweiligen Abtrag zuverlässig abzusaugen.

[0013] Die Arretierung kann bevorzugt einen Arretierkörper, der wenigstens zwei Ausnehmungen umfasst, und ein Verriegelungselement zum formschlüssigen Eingreifen in eine der Ausnehmungen aufweisen. Jede Ausnehmung stellt eine Position dar, in der die Arretierung den Führungsgriff relativ zu der Arbeitsebene feststellen kann. Je höher die Anzahl der Ausnehmung ist, desto höher ist die Anzahl der Positionen, in denen der Führungsgriff festgestellt werden kann. Die formschlüssige Verbindung ermöglicht eine sichere und stabile Arretierung des Führungsgriffs, sodass sich dieser während der Bearbeitung nicht selbsttätig verstellt.

[0014] Vorzugsweise umfasst die handbetätigte Schneidemaschine einen Handgriff zum Lösen des Verriegelungselements aus der Ausnehmung, um die Arretierung zu entriegeln. Dadurch kann mittels eines einfach bedienbaren Mechanismus die Arretierung gelöst werden.

[0015] In bevorzugter Ausgestaltung ist der Handgriff im Bereich des Haltegriffs angeordnet, sodass die Arretierung insbesondere auch im laufenden Betrieb der Maschine mittels der am Haltegriff befindlichen Hand gelöst werden kann. Dies macht es möglich, dass der Führungsgriff relativ zu Arbeitsebene geschwenkt werden kann, ohne die Maschine anzuhalten oder den Arbeitsvorgang zu unterbrechen.

[0016] Die Arretierung kann vorzugsweise eine Feder aufweisen, welche einer Betätigung des Handgriffs, um das Verriegelungselement aus der Ausnehmung zu lösen, entgegenwirkt. Durch die Feder wird die Arretierung, nachdem sie durch den Bediener gelöst und wieder freigegeben wurde, automatisch in die arretierte Stellung zurückgeführt, um eine sichere und stabile Arretierung des Führungsgriffs zu ermöglichen und ein selbsttätiges Verstellen zu verhindern.

[0017] Die Ausnehmungen können in bevorzugter Ausgestaltung zumindest teilweise die Form einer Kugel oder eines Kugelsegments aufweisen, wobei vorzugsweise die Arretierung eine Kugel zum Eingreifen in die Ausnehmungen aufweist. Diese Ausgestaltung stellt eine zum Herstellen einer formschlüssigen Verbindung geeignete Variante dar, bei der die Kugel in eine der kugel- oder kugelsegmentförmigen Ausnehmungen eingreifen kann, um den Führungsgriff zu arretieren. Die Form einer Kugel hat insbesondere den Vorteil, dass diese nicht verkantet, wenn sie die Ausnehmung freigibt oder in diese eingreift.

[0018] Die Arretierung kann bevorzugt einen Zugstab aufweisen, welcher ein Halteelement zum Halten der Kugel in der Ausnehmung umfasst. Das Halteelement kann insbesondere koaxial zu dem Zugstab angebracht, nämlich an dessen Ende befestigt oder auf diesen aufgeschoben sein, sodass sich der Zugstab durch das Halteelement durch erstreckt. Das Halteelement kann vorzugsweise einen größeren Umfang oder Durchmesser als der Zugstab aufweisen. Das Halteelement ist vorzugsweise so angeordnet und bemessen, dass es die Kugel aufgrund seines Umfangs oder Durchmessers in der Ausnehmung hält. Alternativ zu einem Zugstab sind weitere Ausgestaltungen möglich, um die Arretierung zu betätigen, die eine ziehende oder drückende Bewegung erfordern, beispielsweise ein Druckknopf.

[0019] Vorzugsweise weist das Halteelement eine Einschnürung auf. Die Einschnürung ist so angeordnet und gestaltet, dass sie die Kugel zumindest teilweise aufnehmen kann, damit diese aus der Ausnehmung in die Einschnürung entweichen und die Ausnehmung freigeben kann. Ferner vorzugsweise ist das Halteelement mittels des Zugstabs derart beweglich gelagert, dass in einem nicht betätigten Zustand des Zugstabs die Kugel durch das Halteelement in der Ausnehmung gehalten wird und in einem betätigten Zustand des Zugstabs die Kugel aus der Ausnehmung in die Einschnürung entweicht und die Ausnehmung freigibt.

[0020] Vorzugsweise sind die Ausnehmungen entlang einer Kreisbahn angeordnet. Eine Anordnung entlang einer Kreisbahn entspricht der Schwenkbewegung des Führungsgriffs und ermöglicht somit mehrere Möglichkeiten der Arretierung entlang dieser Kreisbahn. Die Ausnehmungen verteilen sich bevorzugt um einen Winkel von 160°, besonders bevorzugt 180°, entlang der Kreisbahn, sodass der Führungsgriff über diesen Bereich mittels der Arretierung festgestellt werden kann. Besonders bevorzugt weisen die Ausnehmungen gleiche Abstände zueinander auf.

[0021] In bevorzugter Ausgestaltung weist der Maschinenkörper eine Absaugöffnung zum Absaugen von Abtrag und zum Befestigen eines Absaugschlauchs auf, und der Führungsgriff weist vorzugsweise eine Lagerung zum gelenkigen Lagern des Absaugschlauchs auf. Die Absaugöffnung kann an dem Gehäuse angebracht sein, indem in die Gehäusewand die Absaugöffnung für den Absaugschlauch, der mit einem geeigneten Staubsauger verbunden wird, aufweist. An der Absaugöffnung wird der Absaugschlauch befestigt, sodass Abtrag und Staub während der Bearbeitung unmittelbar abgesaugt werden können. Dadurch wird für den Bediener sichergestellt, dass dieser während der Bearbeitung nicht durch Abtrag und Staub belästigt wird. Vorzugsweise ist die Absaugöffnung so angeordnet, dass der Abtrag durch das Werkzeug während der Bearbeitung unmittelbar zu der Absaugöffnung befördert oder geschleudert wird.

[0022] Der Führungsgriff kann in bevorzugter Ausgestaltung einen Antriebsbereich, in dem ein Antrieb für das rotierbare Werkzeug angeordnet ist, und einen von dem Antriebsbereich getrennten Greifbereich aufweisen, an dem vorzugsweise ein Schaltknopf zum Betätigen des Antriebs angeordnet ist. Die getrennte Anordnung ermöglicht eine der Bedienbarkeit und der Schwenkbarkeit des Führungsgriffs förderliche Masseverteilung, indem der Antrieb nahe an der Schwenkachse angeordnet werden kann. Zudem wird durch die Anordnung des Antriebs nahe an der Schwenkachse ein geringer Abstand des Antriebs zu dem Werkzeug sichergestellt. Der Greifbereich kann weiter von der Schwenkachse entfernt angeordnet werden, sodass zum Schwenken aufgrund des größeren Hebelarms nur geringe Kräfte nötig sind.

[0023] Vorzugsweise weist der Führungsgriff in dem Antriebsbereich angeordnete Lüftungsöffnungen, insbesondere Lüftungsschlitze, für den Antrieb auf. Dadurch, dass diese im von dem Greifbereich getrennten Antriebsbereich angeordnet sind, wird vermieden, dass der Bediener die Lüftungsöffnungen im Betrieb ungewollt verdeckt, wie dies bei verfügbaren Maschinen häufig der Fall ist.

[0024] Der Maschinenkörper kann eine Einstellschraube zum Einstellen einer Frästiefe aufweisen. Das Einstellen kann insbesondere stufenlos erfolgen. Vorzugsweise weist der Maschinenkörper Markierungen zum Ablesen der eingestellten Frästiefe auf. Dadurch lässt sich jederzeit die Frästiefe der Maschine ablesen und einstellen.

[0025] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben. In den Zeichnungen zeigt:
Fig. 1
eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen, als Handfräsmaschine ausgebildeten Schneidemaschine;
Fig. 2
eine perspektivische Ansicht der Schneidemaschine aus Fig. 1 in Explosionsansicht;
Fig. 3
eine perspektivische Ansicht der Schneidemaschine aus Fig. 1 in Explosionsansicht;
Fig. 4
eine perspektivische Ansicht des Maschinenkörpers und der Arretierung von der Schneidemaschine aus Fig. 1 in Explosionsansicht;
Fig. 5
eine perspektivische Ansicht der Arretierung von der Schneidemaschine aus Fig. 1 in Explosionsansicht;
Fig. 6
eine Explosionsansicht eines Werkzeugträgers, einer Fräswalze und einer Spannmutter;
Fig. 7
eine perspektivische Ansicht eines Werkzeugträgers, einer Fräswalze und einer Spannmutter in teilmontiertem und in montiertem Zustand;
Fig. 8
eine perspektivische Ansicht eines Werkzeugträgers und einer Fräswalze;
Fig. 9
eine perspektivische Ansicht einer als Handkreissäge ausgebildeten Schneidemaschine;
Fig. 10
eine weitere perspektivische Ansicht der Schneidemaschine aus Fig. 9; und
Fig. 11
eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen, als Handfräsmaschine ausgebildeten Schneidemaschine.


[0026] Fig. 1 bis 3 und Fig. 11 zeigen perspektivische Ansichten einer Schneidemaschine, die als Handfräsmaschine 100 zum Bearbeiten einer Oberfläche eines Bodens oder einer Wand ausgebildet ist, und Fig. 9 und 10 zeigen perspektivische Ansichten einer Schneidemaschine, die als Handkreissäge 200 ausgebildet ist. Die Maschinen 100, 200 weisen jeweils einen Maschinenkörper 10, 110 auf.

[0027] Die Handfräsmaschine 100 gemäß Fig. 1 bis 3 und Fig. 11 umfasst ein Gehäuse 11, in dem als Werkzeug 60 eine insbesondere in Fig. 3 und 6 bis 8 anschaulich gezeigte und um eine Werkzeugachse Aw rotierbare Fräswalze aufgenommen ist. An dem Gehäuse 11 ist ein Haltegriff 12 zum Halten des Maschinenkörpers 10 befestigt. Das Gehäuse 11 definiert eine Arbeitsebene EA, zu welcher sich die Werkzeugachse Aw parallel erstreckt. Die Handfräsmaschine 100 weist ferner einen Führungsgriff 20 auf, mit dem die Handfräsmaschine 100 geführt wird, der sich um einen veränderlichen Winkel α geneigt zu der Arbeitsebene EA erstreckt und um eine Schwenkachse As schwenkbar an dem Gehäuse 11 gelagert ist. Mittels der schwenkbaren Lagerung kann der Führungsgriff 20 relativ zu dem Gehäuse, und damit zu der Arbeitsebene EA geschwenkt werden, um den Winkel α einzustellen. Ferner umfasst die Handfräsmaschine 100 eine Arretierung 30 zum Feststellen des Führungsgriffs 20 relativ zu der Arbeitsebene EA.

[0028] Die Handfräsmaschine 100 umfasst außerdem einen insbesondere in Fig. 3 und 6 bis 8 gezeigten Werkzeugträger 40, auf dem das als Fräswalze ausgebildete Werkzeug 60 aufgenommen wird. Der Werkzeugträger 40 erstreckt sich entlang der Werkzeugachse Aw.

[0029] Auch an dem Maschinenkörper 110 der Handkreissäge 200 gemäß Fig. 9 und 10 ist ein um eine Werkzeugachse Aw rotierbares Werkzeug 160, eine Trennscheibe, aufgenommen. An dem Maschinenkörper 110 ist ein Haltegriff 112 zum Halten des Maschinenkörpers 110 befestigt. Die Werkzeugachse Aw erstreckt sich parallel zu einer Arbeitsebene EA. Die Handkreissäge 200 weist ebenfalls einen Führungsgriff 120 zum Führen der Handkreissäge 200 auf. Der Führungsgriff 120 erstreckt sich um einen Winkel α geneigt zu der Arbeitsebene EA und ist um eine Schwenkachse AS schwenkbar an dem Maschinenkörper 110 gelagert, um den Winkel α einzustellen. Ferner umfasst die Handkreissäge 200 eine Arretierung 130 zum Feststellen des Führungsgriffs 120 relativ zu der Arbeitsebene EA.

[0030] Die Werkzeuge 60, 160 sind jeweils so an den Maschinenkörpern 10, 110 angebracht, dass ein Antrieb sie antreiben kann und sie um die Werkzeugachse Aw rotieren können. Die Handfräsmaschine 100 gemäß Fig. 1 weist außerdem eine Einstellschraube 14 auf, um eine Frästiefe stufenlos einzustellen. Zu diesem Zweck ist die Einstellschraube 14 mit einem Gewindestab 19 verbunden, der entlang einem am Gehäuse 11 vorgesehenen Innengewinde senkrecht zu der Werkzeugachse Aw verfahren werden kann, um die Frästiefe einzustellen. An dem Gehäuse 11 sind Markierungen 15 angebracht, die zum Ablesen der eingestellten Frästiefe dienen. Um den Antrieb unterzubringen, weisen die Führungsgriffe 20, 120 jeweils einen Antriebsbereich 22, 122 auf. Darüber hinaus haben die Führungsgriffe 20, 120 jeweils einen von dem Antriebsbereich 22, 122 abgetrennten Greifbereich 23, 123. Der Antrieb ist in dem Antriebsbereich 22, 122 angeordnet. An dem Greifbereich 23, 123 ist ein Schaltknopf 24 angeordnet, mittels dem der Antrieb betätigt werden kann. Der Antriebsbereich 22, 122 ist näher zu der Schwenkachse As hin angeordnet, als der Greifbereich 23, 123, sodass die Masse des Führungsgriffs 20, 120 und des Antriebs so verteilt ist, dass die eine einfache Bedienbarkeit und Schwenkbarkeit des Führungsgriffs 20, 120 ermöglicht. Außerdem bewirkt dies eine Anordnung des Antriebs nahe an der Schwenkachse As, woraus ein geringer Abstand des Antriebs zu dem Werkzeug 60, 160 resultiert. Der Führungsgriff 20, 120 weist ferner Lüftungsöffnungen 25 für den Antrieb auf, die als Lüftungsschlitze ausgebildet sind. Diese sind in dem Antriebsbereich 22, 122 angeordnet, um zu vermeiden, dass Bediener die Lüftungsöffnungen 25 im Betrieb ungewollt verdecken.

[0031] Das Gehäuse 11 umfasst eine Absaugöffnung 13, an der ein Absaugschlauch befestigt werden kann, um Abtrag und Staub, die im Betrieb entstehen, abzusaugen. Der Führungsgriff 20 weist in den Ausgestaltung gemäß Fig. 11 eine Lagerung 21 auf, an der der Absaugschlauch gelenkig gelagert werden kann. Die Lagerung 21 ist eine optionale Ausgestaltung, die in Abhängigkeit von der Führung des Schlauchs vorgesehen werden kann. Die Absaugöffnung 13 ist an einer Stelle des Gehäuses 11 angeordnet, zu der jeglicher Abtrag durch das Werkzeug 60 während der Bearbeitung befördert oder geschleudert wird. Dies ermöglicht ein zügiges Absaugen, bei dem keine große Belastung durch Abtrag oder Staub entsteht.

[0032] Der Haltegriff 12, 112 dient zum Halten des Maschinenkörpers 10, 110 mit einer Hand, insbesondere der linken Hand. Der Führungsgriff 20, 120 dient zum Führen der Maschine 100, 200 entlang oder parallel zu der Arbeitsebene EA und kann mit der anderen Hand, insbesondere der rechten Hand, bedient werden. Sowohl der Haltegriff 12 als auch der Führungsgriff 20 der Handfräsmaschine 100 gemäß Fig. 1 bis 3 sind ergonomisch geformt, sodass sie der Form einer Hand angepasst sind.

[0033] Wie oben beschrieben, sind die Führungsgriffe 20, 120 jeweils um die Schwenkachse AS relativ zu der Arbeitsebene EA schwenkbar. Dadurch ist es möglich, den Winkel α der Führungsgriffe 20, 120 relativ zu der Arbeitsebene EA zu verändern. Die Führungsgriffe 20, 120 sind um 360° schwenkbar, das heißt der Winkel α kann um 360° verändert werden. Durch die Schwenkbarkeit wird ermöglicht, dass in Eckbereichen, wenn sich die Maschine 100, 200 bei der Bearbeitung einer Wandfläche dem Boden nähert, oder wenn sich die Maschine 100, 200 beim Bearbeiten einer Bodenfläche einer Wand nähert, nahezu der gesamte Eckbereich mit der Maschine 100, 200 bearbeitet werden kann. Bei der Ausgestaltung als Handkreissäge 200 schwenkt ein an dem Führungsgriff 120 befestigter Absaugschlauch (nicht in Fig. 1 bis 3 dargestellt) mit dem Führungsgriff 120 um die Arbeitsebene EA, sodass der Absaugschlauch sowohl bei einem ziehenden als auch bei einem drückenden Betrieb den jeweiligen Abtrag zuverlässig absaugen kann.

[0034] Die Arretierungen 30, 130 der Maschinen 100, 200 weisen jeweils einen Arretierkörper 31, 131, in den jeweils mehrere Ausnehmungen 32, 132 eingebracht sind, auf, wie insbesondere Fig. 4, 5 und 10 anschaulich zeigen. Außerdem umfassen die Arretierungen 30, 130 jeweils ein Verriegelungselement 33, 133, welches in die Ausnehmungen 32, 132 eingreifen kann. Jede Ausnehmung 32, 132 stellt eine Position dar, in der die Arretierung 30, 130 den Führungsgriff 20, 120 relativ zu der Arbeitsebene EA feststellen kann.

[0035] Bei der Handfräsmaschine 100 gemäß Fig. 1 bis 5 sind die Ausnehmungen 32 kugelsegmentförmig ausgebildet. Dementsprechend ist eine Kugel 36 für die Ausnehmungen 32 als Verriegelungselement 33 vorgesehen. Die Handkreissäge 200 weist Ausnehmungen 132 auf, welche als Sacklöcher ausgebildet sind, in die ein als Zugstab 137 ausgebildetes Verriegelungselement 133 eingreifen kann. Die Ausnehmungen 32, 132 sind jeweils entlang einer Kreisbahn mit gleichen Abständen zueinander angeordnet, sodass die Schwenkbewegung des jeweiligen Führungsgriffs 20, 120 abgebildet wird. Die Ausnehmungen 32, 132 ermöglichen mehrere Möglichkeiten der Arretierung entlang dieser Kreisbahn.

[0036] Mittels eines Handgriffs 34, 134 können die jeweiligen Verriegelungselemente 33, 133 aus den Ausnehmung 32, 132 gelöst werden, sodass die Arretierung 30, 130 entriegelt wird. Der Handgriff 34, 134 ist jeweils im Bereich des Haltegriffs 12, 112 angeordnet, sodass die Arretierung 30, 130 auch im laufenden Betrieb der Maschinen 100, 200 mittels der am Haltegriff 12, 112 befindlichen Hand gelöst werden kann. Bei der Handkreissäge 200 geschieht dies, indem der Zugstab 137 direkt mit dem Handgriff 134 verbunden ist und bei einem Betätigen des Handgriffs 134 aus den Ausnehmungen 132 gelöst wird.

[0037] Bei der Handfräsmaschine 100 geschieht dies mittels eines Mechanismus, welcher besonders anschaulich aus Fig. 2, 4 und 5 hervorgeht: Der Zugstab 37 umfasst ein koaxial zu dem Zugstab 37 angeordnetes Halteelement 38, welches die Kugel 36 in einer der Ausnehmungen 32 halten kann. Das Halteelement 38 weist einen größeren Durchmesser als der Zugstab 37 und eine Einschnürung 39 auf. Das Halteelement 38 ist so angeordnet, dass die Kugel 36 aufgrund des Durchmessers des Halteelements 38 in der Ausnehmung 32 gehalten wird. Wenn der Zugstab 37 mittels des Handgriffs 34 betätigt wird, wird das Halteelement 38 so bewegt, dass die Kugel 36 aus der Ausnehmung 32 in die Einschnürung 39 des Halteelements 38 entweichen kann. Die Arretierung 30 wird dann freigegeben, und der Führungsgriff 20, 120 ist um die Schwenkachse As schwenkbar. Wird der Zugstab 37 wieder zurückgeführt, wird die Kugel 36 aufgrund der Geometrie der Einschnürung 39 in eine Ausnehmung 32 befördert, sodass die Arretierung 30 verriegelt wird. Aufgrund der Ausgestaltung als Kugel 36 ist zudem gewährleistet, dass beim Ver- oder Entriegeln kein Verkanten auftreten kann.

[0038] Um die Arretierung 30, 130 beim Lösen des Handgriffs 34, 134 in den verriegelten Zustand zurückzuführen und zuverlässig in diesem zu halten, weisen die Arretierungen 30, 130 jeweils eine Feder 35, 135 auf. Die Federn 35, 135 wirken jeweils einer Betätigung des Handgriffs 34, 134 entgegen.

[0039] Der in Fig. 3 und 6 bis 8 gezeigte Werkzeugträger 40 weist ein dem Antrieb, also dem Führungsgriff 20, zugewandtes erstes Ende 41, ein dem Antrieb abgewandtes zweites Ende 42, eine Umfangsfläche 43 und mehrere an dem ersten Ende 41 angeordnete Verbindungselemente 44 auf, mittels denen ein Werkzeug 60 in Umfangsrichtung U formschlüssig aufgenommen werden kann. Die Verbindungselemente 44 sind als entlang der Umfangsrichtung U angeordnete Vorsprünge 46 ausgebildet, welche gleiche Abstände zueinander aufweisen beziehungsweise in gleichen Winkeln zueinander angeordnet sind. Der Antrieb überträgt beim Betrieb der Handfräsmaschine 100 auf den Werkzeugträger 40 ein Drehmoment zum Erzeugen einer Rotation des Werkzeugträgers 40 in Umfangsrichtung U.

[0040] An dem Werkzeugträger 40 wird das Werkzeug 60, eine Fräswalze, derart befestigt, dass es mittels des Antriebs und des Werkzeugträgers 40 in Umfangsrichtung U angetrieben werden und rotieren kann. Der Werkzeugträger 40 und das Werkzeug 60 werden koaxial angeordnet. Dabei liegt eine innere Umfangsfläche 63 des Werkzeugs 60 an der äußeren Umfangsfläche 43 des Werkzeugträgers 40 an. Die äußere Umfangsfläche 43 weist zu diesem Zweck und zum Führen des Werkzeugs 60 wenigstens einen ersten Abschnitt 51, bevorzugt zwei oder mehr erste Abschnitte 51, einen zweiten Abschnitt 52, der einen kleineren Außendurchmesser als die ersten Abschnitte 51 aufweist, und sich in Umfangsrichtung U erstreckende Absätze 50 auf, die die ersten Abschnitte 51 von dem zweiten Abschnitt 52 trennen. Die ersten Abschnitte 51 sind mit ebenen Flächen 53 versehen, die sich quer zu der Umfangsrichtung U erstrecken. Die ebenen Flächen 53 sind entlang dem Umfang des Werkzeugträgers 40 verteilt und werden beispielweise durch Materialabtrag, insbesondere durch Fräsen, angebracht. Das Werkzeug 60 ist aus einem Rohr hergestellt und weist ein erstes Ende 61, ein zweites Ende 62, eine mit Schneidelementen 67 belegte äußere Umfangsfläche 64 und mehrere an dem ersten Ende 61 angeordnete Verbindungselemente 65 auf, die zum Herstellen einer formschlüssigen Verbindung mit dem Werkzeugträger 40 in Umfangsrichtung U dienen. Die Verbindungselemente 65 sind als entlang der Umfangsrichtung U angeordnete Einbuchtungen 66 ausgebildet, die sich in Axialrichtung des Werkzeugs 60 bis zum ersten Ende 61 erstrecken. Die Einbuchtungen 66 und die Vorsprünge 46 korrespondieren zueinander, sodass im montierten Zustand die Vorsprünge 46 in die Einbuchtungen 66 eingreifen und so eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Werkzeugträger 40 und dem Werkzeug 60 in Umfangsrichtung U bilden. Ferner wird dadurch sichergestellt, dass das Werkzeug 60 nicht falsch herum eingebaut werden kann. Die Schneidelemente 67 sind üblicherweise aus monokristallinem oder polykristallinem Diamant hergestellt.

[0041] Um das Werkzeug 60 in Axialrichtung festzulegen, ist eine Verspannvorrichtung 45 vorgesehen, mit der der Werkzeugträger 40 und das Werkzeug 60 gegen die Handfräsmaschine 100 in Richtung der Werkzeugachse Aw, also in Axialrichtung des Werkzeugträgers 40 und des Werkzeugs 60 verspannt werden können. Die Verspannvorrichtung 45 weist eine Spannschraube 47 und eine Spannmutter 48 zum Anziehen und Lösen der Spannschraube 47 auf. Die Spannschraube 47 wird koaxial zu dem Werkzeug 60 und dem Werkzeugträger 40 angezogen. Dazu dient ein Spannteller 68, welcher nicht lösbar mit dem Werkzeug 60 verbunden, vorzugsweise eingepresst ist. In anderen Ausgestaltungen kann der Spannteller 68 mittels eines am Spannteller 68 angebrachten Gewindes, einer Passung oder mittels Madenschrauben mit dem Werkzeug 60 verbunden sein. Der Spannteller 68 dient als Plattform für die Spannmutter 48, indem er eine Verspannfläche 70 für die Spannmutter 48 ausbildet, und weist eine Durchgangsöffnung 69 für die Spannschraube 47 auf. Die Spannschraube 47 wird durch die Durchgangsöffnung 69 des an dem zweiten Ende 42 des Werkzeugträgers 40 und dem Werkzeug 60 angeordneten Spanntellers 68 geführt und mittels der Spannmutter 48 gegen den Spannteller 68 verspannt. Durch diese Ausgestaltung ist das Werkzeug 60 in Axialrichtung an der Maschine 100 und an dem Werkzeugträger 40 sicher fixiert. Der eingepresste Spannteller 68 liegt an dem Innenumfang des Werkzeugs 60 an und dichtet nach außen, insbesondere gegen Staub, ab. Der Spannteller 68 kann zudem farblich gestaltet oder beschriftet werden, beispielsweise kann er durch den Herstellernamen gekennzeichnet werden.

[0042] Die Spannmutter 48 weist in der Ausgestaltung gemäß Fig. 11 einen anklappbaren Griff 49 zum Anziehen und Lösen der Spannschraube 47 ohne ein zusätzliches Hilfsmittel, wie etwa einen Schraubenschlüssel, auf. Mittels des Griffs 49 ist die Spannmutter 48 mit der Spannschraube 47 werkzeuglos von dem Werkzeugträger 40 lösbar. Die Spannmutter 48 weist eine Vertiefung auf, um den anklappbaren Griff 49 in dieser zu versenken.

[0043] Der Werkzeugträger 40 und das Werkzeug 60 sind in dem Gehäuse 11 aufgenommen, wie insbesondere Fig. 3 anschaulich zeigt. Das Gehäuse 11 weist eine dem zweiten Ende 42 des Werkzeugträgers 40 zugewandte lösbare Abdeckung 16 auf, welche den Wechsel des Werkzeugs 60 erleichtert. Die lösbare Abdeckung 16 des Gehäuses 11 ist an dem zweiten Ende 42 des Werkzeugträgers 40 angeordnet, um einen einfachen Zugang zu dem Werkzeug 60 und dem Werkzeugträger 40 zu erleichtern und einen schnellen Werkzeugwechsel zu ermöglichen.

[0044] Zum schnellen und einfachen Entfernen der Abdeckung 16 weist das Gehäuse 11 eine Führung 17 auf, entlang der die Abdeckung 16 an dem Gehäuse 11 eingeschoben werden kann, um die Abdeckung 16 an dem Gehäuse 11 anzubringen. Die Führung 17 ist durch zwei an gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses 11 angeordnete Führungsschienen ausgebildet, entlang denen die Abdeckung 16 eingeschoben werden kann. Die Führung 17 erstreckt sich dabei rechtwinklig zu der Arbeitsebene EA, sodass die Abdeckung 16 in einem rechten Winkel zu der Arbeitsebene EA hin eingeschoben und in einem rechten Winkel von der Arbeitsebene EA weg entfernt werden kann.

[0045] Ferner ist an dem Gehäuse 11 eine Verriegelung 18 angebracht, die dazu dient, die Abdeckung 16 an dem Gehäuse 11 und in der Führung 17 zu halten. Die Verriegelung 18 ist drehbar gelagert und kann händisch ohne Werkzeug von einer Stellung, in der sie Abdeckung 16 an dem Gehäuse 11 hält, in eine Stellung bewegt werden, in der sie die Abdeckung 16 freigibt, sodass die Abdeckung 16 von dem Gehäuse 11 und aus der Führung 17 entfernt werden kann.
Bezugszeichenliste
10 Maschinenkörper 40 Werkzeugträger
11 Gehäuse 41 erstes Ende
12 Haltegriff 42 zweites Ende
13 Absaugöffnung 43 Umfangsfläche
14 Einstellschraube 44 Verbindungselement
15 Markierung 45 Verspannvorrichtung
16 Abdeckung 46 Vorsprung
17 Führung 47 Spannschraube
18 Verriegelung 48 Spannmutter
19 Gewindestab 49 Griff
    50 Absatz
20 Führungsgriff 51 erster Abschnitt
21 Lagerung 52 zweiter Abschnitt
22 Antriebsbereich 53 ebene Fläche
23 Greifbereich    
24 Schaltknopf 60 Werkzeug
25 Lüftungsöffnung 61 erstes Ende
    62 zweites Ende
30 Arretierung 63 innere Umfangsfläche
31 Arretierkörper 64 äußere Umfangsfläche
32 Ausnehmung 65 Verbindungselement
33 Verriegelungselement 66 Einbuchtung
34 Handgriff 67 Schneidelement
35 Feder 68 Spannteller
36 Kugel 69 Durchgangsöffnung
37 Zugstab 70 Verspannfläche
38 Halteelement    
39 Einschnürung 100 Handfräsmaschine
110 Maschinenkörper    
112 Haltegriff    
120 Führungsgriff    
122 Antriebsbereich    
123 Greifbereich    
130 Arretierung    
131 Arretierkörper    
132 Ausnehmung    
133 Verriegelungselement    
134 Handgriff    
135 Feder    
137 Zugstab    
       
160 Werkzeug    
       
200 Handkreissäge    
       
AS Schwenkachse    
AW Werkzeugachse    
EA Arbeitsebene    
       
U Umfangsrichtung    
       
α Winkel    



Ansprüche

1. Handbetätigte Schneidemaschine (100, 200), insbesondere Handfräsmaschine (100) zum Bearbeiten einer Oberfläche eines Bodens oder einer Wand, umfassend
einen Maschinenkörper (10), der ein Gehäuse (11) zum Aufnehmen eines um eine Werkzeugachse (Aw) rotierbaren Werkzeugs (60) und einen an dem Gehäuse (11) befestigten Haltegriff (12) zum Halten des Maschinenkörpers (10) aufweist und eine Arbeitsebene (EA) definiert, zu welcher sich die Werkzeugachse (Aw) parallel erstreckt;
einen Führungsgriff (20) zum Führen der Schneidemaschine (100, 200), der sich um einen Winkel (α) geneigt zu der Arbeitsebene (EA) erstreckt und um eine Schwenkachse (As) schwenkbar an dem Gehäuse (11) gelagert ist, um den Winkel (α) einzustellen; und
eine Arretierung (30) zum Feststellen des Führungsgriffs (20) relativ zu der Arbeitsebene (EA).
 
2. Handbetätigte Schneidemaschine (100, 200), insbesondere Handkreissäge (200), umfassend
einen Maschinenkörper (110) zum Aufnehmen eines um eine Werkzeugachse (Aw) rotierbaren Werkzeugs (160), der einen an dem Maschinenkörper (110) befestigten Haltegriff (112) zum Halten des Maschinenkörpers (110) aufweist und eine Arbeitsebene (EA) definiert, zu welcher sich die Werkzeugachse (Aw) parallel erstreckt;
einen Führungsgriff (120) zum Führen der Schneidemaschine (100, 200), der sich um einen Winkel (α) geneigt zu der Arbeitsebene (EA) erstreckt und um eine Schwenkachse (AS) schwenkbar an dem Maschinenkörper (110) gelagert ist, um den Winkel (α) einzustellen; und
eine Arretierung (130) zum Feststellen des Führungsgriffs (120) relativ zu der Arbeitsebene (EA).
 
3. Handbetätigte Schneidemaschine (100, 200) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierung (30, 130) einen Arretierkörper (31, 131), der wenigstens zwei Ausnehmungen (32, 132) umfasst, und ein Verriegelungselement (33, 133) zum formschlüssigen Eingreifen in eine der Ausnehmungen (32, 132) aufweist.
 
4. Handbetätigte Schneidemaschine (100, 200) nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch einen Handgriff (34, 134) zum Lösen des Verriegelungselements (33, 133) aus der Ausnehmung (32, 132), um die Arretierung (30, 130) zu entriegeln.
 
5. Handbetätigte Schneidemaschine (100, 200) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Handgriff (34, 134) im Bereich des Haltegriffs (12, 112) angeordnet ist.
 
6. Handbetätigte Schneidemaschine (100, 200) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierung (30, 130) eine Feder (35, 135) aufweist, welche einer Betätigung des Handgriffs (34, 134), um das Verriegelungselement (33, 133) aus der Ausnehmung (32, 132) zu lösen, entgegenwirkt.
 
7. Handbetätigte Schneidemaschine (100, 200) nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (32) zumindest teilweise die Form einer Kugel oder eines Kugelsegments aufweisen und die Arretierung (30, 130) eine Kugel (36) zum Eingreifen in die Ausnehmungen (32) aufweist.
 
8. Handbetätigte Schneidemaschine (100, 200) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierung (30, 130) einen Zugstab (37, 137), welcher ein Halteelement (38) zum Halten der Kugel (36) in der Ausnehmung (32) umfasst, aufweist, wobei das Halteelement (38) eine Einschnürung (39) aufweist, und wobei das Halteelement (38) mittels des Zugstabs (37, 137) derart beweglich gelagert ist, dass in einem nicht betätigten Zustand des Zugstabs (37, 137) die Kugel (36) durch das Halteelement (38) in der Ausnehmung (32) gehalten wird und in einem betätigten Zustand des Zugstabs (37, 137) die Kugel (36) aus der Ausnehmung (32) in die Einschnürung (39) entweicht und die Ausnehmung (32) freigibt.
 
9. Handbetätigte Schneidemaschine (100, 200) nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (32, 132) entlang einer Kreisbahn angeordnet sind.
 
10. Handbetätigte Schneidemaschine (100, 200) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (32, 132) gleiche Abstände zueinander aufweisen.
 
11. Handbetätigte Schneidemaschine (100, 200) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Maschinenkörper (10, 110) eine Absaugöffnung (13) zum Absaugen von Abtrag und zum Befestigen eines Absaugschlauchs aufweist und dass der Führungsgriff (20, 120) eine Lagerung (21) zum gelenkigen Lagern des Absaugschlauchs aufweist.
 
12. Handbetätigte Schneidemaschine (100, 200) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsgriff (20, 120) einen Antriebsbereich (22, 123), in dem ein Antrieb für das rotierbare Werkzeug (60) angeordnet ist, und einen von dem Antriebsbereich (22, 123) getrennten Greifbereich (23, 123), an dem ein Schaltknopf (24, 124) zum Betätigen des Antriebs angeordnet ist, aufweist.
 
13. Handbetätigte Schneidemaschine (100, 200) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsgriff (20, 120) in dem Antriebsbereich (22, 123) angeordnete Lüftungsöffnungen (25, 125) für den Antrieb aufweist.
 
14. Handbetätigte Schneidemaschine (100, 200) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Maschinenkörper (10, 110) eine Einstellschraube (14) zum insbesondere stufenlosen Einstellen einer Frästiefe aufweist.
 
15. Handbetätigte Schneidemaschine (100, 200) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Maschinenkörper (10, 110) Markierungen (15) zum Ablesen der eingestellten Frästiefe aufweist.
 


Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.


1. Handfräsmaschine (100) zum Bearbeiten der Oberfläche eines Bodens oder einer Wand, umfassend:

einen Maschinenkörper (10), der ein Gehäuse (11) zum Aufnehmen eines um eine Werkzeugachse (AW) rotierbaren Werkzeugs (60) und einen an dem Gehäuse (11) befestigten Haltegriff (12) zum Halten des Maschinenkörpers (10) aufweist und eine Arbeitsebene (EA) definiert, zu welcher sich die Werkzeugachse (AW) parallel erstreckt;

einen Führungsgriff (20) zum Führen der Handfräsmaschine (100), der sich um einen Winkel (α) geneigt zu der Arbeitsebene (EA) erstreckt und um eine Schwenkachse (As) schwenkbar an dem Gehäuse (11) gelagert ist, um den Winkel (α) einzustellen; und

eine Arretierung (30) zum Feststellen des Führungsgriffs (20) relativ zu der Arbeitsebene (EA);

wobei die Arretierung (30) einen Arretierkörper (31) aufweist, der wenigstens zwei kugelsegmentförmig ausgebildete Ausnehmungen (32) umfasst, die entlang einer Kreisbahn angeordnet sind und Positionen darstellen, in denen die Arretierung (30) den Führungsgriff (20) relativ zu der Arbeitsebene (EA) feststellt;

wobei die Arretierung (30) ein zum formschlüssigen Eingreifen in eine der Ausnehmungen (32) ausgebildetes Verriegelungselement (33) aufweist, das die Form einer Kugel hat;

wobei die Arretierung (30) einen Zugstab (37) aufweist, der ein zum Halten des Verriegelungselement (36) in der Ausnehmung (32) ausgebildetes Halteelement (38) umfasst;

wobei das Halteelement (38) eine das Verriegelungselement (36) zumindest teilweise aufnehmende Einschnürung (39) aufweist; und

wobei das Halteelement (38) mittels des Zugstabs (37) derart beweglich gelagert ist, dass in einem nicht betätigten Zustand des Zugstabs (37) das Verriegelungselement (36) durch das Halteelement (38) in der Ausnehmung (32) gehalten wird und in einem betätigten Zustand des Zugstabs (37) das Verriegelungselement (36) aus der Ausnehmung (32) in die Einschnürung (39) entweicht und die Ausnehmung (32) freigibt.


 
2. Handfräsmaschine (100) nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen den Zugstab (37) betätigenden Handgriff (34) zum Lösen des Verriegelungselements (33) aus der Ausnehmung (32), um die Arretierung (30) zu entriegeln.
 
3. Handfräsmaschine (100) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Handgriff (34) im Bereich des Haltegriffs (12) angeordnet ist.
 
4. Handfräsmaschine (100) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierung (30) eine Feder (35) aufweist, welche einer Betätigung des Handgriffs (34), um das Verriegelungselement (33) aus der Ausnehmung (32) zu lösen, entgegenwirkt.
 
5. Handfräsmaschine (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (32) gleiche Abstände zueinander aufweisen.
 
6. Handfräsmaschine (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Maschinenkörper (10) eine Absaugöffnung (13) zum Absaugen von Abtrag und zum Befestigen eines Absaugschlauchs aufweist und dass der Führungsgriff (20) eine Lagerung (21) zum gelenkigen Lagern des Absaugschlauchs aufweist.
 
7. Handfräsmaschine (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsgriff (20) einen Antriebsbereich (22), in dem ein Antrieb für das rotierbare Werkzeug (60) angeordnet ist, und einen von dem Antriebsbereich (22) getrennten Greifbereich (23), an dem ein Schaltknopf (24) zum Betätigen des Antriebs angeordnet ist, aufweist.
 
8. Handfräsmaschine (100) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsgriff (20) in dem Antriebsbereich (22) angeordnete Lüftungsöffnungen (25) für den Antrieb aufweist.
 
9. Handfräsmaschine (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Maschinenkörper (10) eine Einstellschraube (14) zum insbesondere stufenlosen Einstellen einer Frästiefe aufweist.
 
10. Handfräsmaschine (100) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Maschinenkörper (10) Markierungen (15) zum Ablesen der eingestellten Frästiefe aufweist.
 




Zeichnung


























IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente