(19)
(11)EP 3 892 860 A1

(12)EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43)Veröffentlichungstag:
13.10.2021  Patentblatt  2021/41

(21)Anmeldenummer: 21177046.6

(22)Anmeldetag:  09.10.2017
(51)Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F04D 19/00(2006.01)
F04D 29/32(2006.01)
(52)Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
F04D 19/002; F04D 29/329
(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30)Priorität: 26.10.2016 DE 102016012801

(62)Anmeldenummer der früheren Anmeldung nach Art. 76 EPÜ:
17195492.8 / 3315788

(71)Anmelder: MAN Truck & Bus SE
80995 München (DE)

(72)Erfinder:
  • Neff, Andreas
    81247 München (DE)
  • Gell, Christian
    85293 Reichertshausen (DE)

(74)Vertreter: v. Bezold & Partner Patentanwälte - PartG mbB 
Akademiestraße 7
80799 München
80799 München (DE)

 
Bemerkungen:
Diese Anmeldung ist am 01-06-2021 als Teilanmeldung zu der unter INID-Code 62 erwähnten Anmeldung eingereicht worden.
 


(54)AXIALLÜFTERRAD


(57) Ein Axiallüfterrad (102), insbesondere für den Kühler eines Kraftfahrzeugmotors, wird beschrieben. Das Axiallüfterrad (102) umfasst einen Kranzring (108) mit einer Vielzahl an Laufschaufeln (104); und eine Nabe (112) mit einem mit einer Antriebswelle verbundenen oder verbindbaren Innenring (114) und zur Drehmomentübertragung mit dem Innenring (114) und dem Kranzring (108) verbundenen Anschlussflächen entlang eines Außenumfangs (118) der Nabe (112). Die Nabe (112) weist zwischen Innenring (114) und Außenumfang (118) Durchgangsausnehmungen (120) auf, wobei der Innenring (114) außerhalb einer durch die Anschlussflächen definierten Drehebene angeordnet ist. Mindestens ein innerhalb des Kranzrings (108) drehfest am Axiallüfterrad angeordnetes Element (117; 126) ist dazu ausgebildet ist, bei rotierendem Axiallüfterrad (102) eine Druckdifferenz in axialer Richtung aufrechtzuerhalten, wobei das mindestens eine Element (126) die Durchgangsausnehmungen (120) zwischen dem Innenring (114) und dem Außenumfang (118) und/oder das Innere des Kranzrings (108) verschließt.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Axiallüfterrad. Insbesondere sind ein Axiallüfterrad für den Kühler eines Kraftfahrzeugmotors und ein damit ausgestattetes Nutzfahrzeug beschrieben.

[0002] Um dem Kühler eines Kühlkreislaufs Umgebungsluft zuzuführen, ist beispielsweise in Strömungsrichtung hinter dem Kühler ein Axiallüfterrad zur Erzeugung eines Unterdrucks am Kühler angeordnet. Abhängig von Umgebungslufttemperatur und Kühlleistung muss eine Lüfternabe des Axiallüfterrads eine erhebliche mechanische Leistung an die Laufschaufeln des Axiallüfterrads übertragen, die im Nutzfahrzeugbereich über 10 kW betragen kann. Dabei treten in der Lüfternabe entsprechend große Zentrifugalkräfte und, zur Leistungsübertragung und bei Drehzahländerungen, große Scherkräfte auf.

[0003] Das Dokument EP 1 519 052 B1 beschreibt ein Axiallüfterrad, dessen Nabenstirnfläche eine Mechanik mit verschiebbaren Blendenscheiben umfasst. Bei Drehung des Axiallüfterrads verschließen die Blendenscheiben die Nabenstirnfläche. Bei abgeschaltetem Lüfter wird die Nabenstirnfläche durch eine Vorspannung partiell geöffnet.

[0004] Jedoch steht eine in die rotierende Lüfternabe integrierte Mechanik mit beweglichen Teilen, insbesondere mit in Drehrichtung gegenüber der Lüfternabe verschiebbaren Blendenscheiben, einem leistungseffizienten Betrieb des Axiallüfterrads entgegen. Durch die zusätzliche rotierende Masse der Mechanik wird die Leistungsaufnahme des Axiallüfterrads, und damit beispielsweise der Kraftstoffverbrauch, erhöht. Ferner ist eine in die Lüfternabe integrierte Mechanik den genannten Kräften ausgesetzt und kann im Luftstrom durch Verschmutzung blockieren. Zwar ist es zur Reduzierung der rotierenden Masse grundsätzlich möglich, die Lüfternabe mit permanenten Öffnungen zu versehen. Jedoch wird durch die Öffnungen der kühlerseitig aufgebaute Unterdrucks gemindert.

[0005] Somit ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein energieeffizienteres Axiallüfterrad anzugeben, das den Belastungsanforderungen beispielsweise im Nutzfahrzeugbereich genügt.

[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Axiallüfterrad und ein damit ausgestattetes Kraftfahrzeug gemäß den unabhängigen Patentansprüchen gelöst. Vorteilhafte Ausführungen und Anwendungen sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche und werden im Folgenden unter teilweise Bezugnahme auf die Figuren näher erläutert.

[0007] Gemäß einem Aspekt ist ein Axiallüfterrad, insbesondere für den Kühler eines Kraftfahrzeugmotors, bereitgestellt. Das Axiallüfterrad umfasst einen Kranzring mit einer Vielzahl an Laufschaufeln; und eine Nabe mit einem mit einer Antriebswelle verbundenen oder verbindbaren Innenring und zur Drehmomentübertragung mit dem Innenring und dem Kranzring verbundenen Anschlussflächen entlang eines Außenumfangs der Nabe. Die Nabe weist zwischen dem Innenring und dem Außenumfang Durchgangsausnehmungen auf. Mindestens ein innerhalb des Kranzrings drehfest am Axiallüfterrad angeordnetes Element ist dazu ausgebildet, bei rotierendem Axiallüfterrad eine Druckdifferenz in axialer Richtung aufrecht zu erhalten.

[0008] Die Laufschaufeln können sich vom Kranzring radial außerhalb des Kranzrings erstrecken. Die Laufschaufeln können einen Luftstrom antreiben. Durch das mindestens eine Element kann eine Rezirkulation (auch: Rückströmung) des Luftstroms im Umfang der Nabe (beispielsweise innerhalb des Außenumfangs) verhindert werden.

[0009] Indem am Axiallüfterrad das mindestens eine Element drehfest, insbesondere ohne Relativbewegung zur Nabe, angeordnet ist, können Ausführungsbeispiele des Axiallüfterrads den Belastungs-und Leistungsanforderungen im Nutzfahrzeugbereich genügen. Alternativ oder ergänzend kann aufgrund der Durchgangsausnehmungen die rotierende Masse der Nabe zur Verringerung der notwendigen Antriebsleistung, insbesondere bei wechselnden Drehzahlen, reduziert werden.

[0010] Das mindestens eine Element kann einen Druckausgleich oder eine Druckabschwächung der Luft über die Durchgangsausnehmungen verhindern. Dabei kann das mindestens eine Element ohne oder ohne wesentlichen Beitrag zur rotierenden Masse der Nabe ausgeführt sein, beispielsweise da das mindestens eine Element nicht an der Drehmomentübertragung (vom Innenring über die Anschlussflächen auf den Kranzring) beteiligt ist.

[0011] Die Anschlussflächen entlang des Außenumfangs können durch einen Außenring und/oder Ringsegmente entlang des Außenumfangs realisiert sein. Der Außenring kann umlaufend geschlossen sein. Die Ringsegmente können voneinander beabstandet sein. Die Anschlussflächen können in einer Drehebene des Axiallüfterrads bzw. der Nabe liegen.

[0012] Der Außenumfang, beispielsweise der Außenring und/oder die Ringsegmente, können radial innerhalb des Kranzrings angeordnet sein. Der Innenring kann radial innerhalb des Au-βenumfangs angeordnet sein. Die Drehmomentübertragung zwischen dem Innenring und dem Kranzring kann ausschließlich über die Anschlussflächen erfolgen.

[0013] Die Nabe kann in Leichtbauweise ausgeführt sein, insbesondere zwischen Innenring und Außenumfang (beispielsweise dem Außenring). Alternativ oder ergänzend kann der Innenring außerhalb einer Drehebene der Anschlussflächen (beispielsweise außerhalb einer Drehebene des Außenrings) liegen. Beispielsweise kann die Nabe zumindest am Innenring als Verbindungsstelle zur Antriebswelle hin ausbauchen oder gewölbt sein.

[0014] Herkömmliche Lüfternaben für den Lüfterantrieb sind so ausgeführt, dass die Lüfternabe selbst die Unterdruckseite (auch: Lüftersaugseite) von der Überdruckseite (z. B. dem Motorraum) trennt, wodurch aufgrund einer zur Drehmomentübertragung ausgebildeten Wanddicke der Lüfternabe deren Trägheitsmoment höher als bei Ausführungsbeispielen ist. Würde das Trägheitsmoment der Lüfternabe durch Öffnungen reduziert, würde sich die Kühlleistung bei gleicher Drehzahl verschlechtern, und es müsste zum Aufbau derselben Druckdifferenz die Drehzahl erhöht werden. Dagegen können Ausführungsbeispiele mit dem am Axiallüfterrad drehfest befestigten Element die Luftrezirkulation verhindern, ohne das Trägheitsmoment des Axiallüfterrads oder dessen Nabe signifikant zu erhöhen. So kann bei gleicher Drehzahl mit geringerer Leistungsaufnahme dieselbe Druckdifferenz erzeugt werden.

[0015] Das mindestens eine Element kann ein zusätzliches Abdeckblech und/oder eine Luftleiteinrichtung, welche der Rezirkulation entgegenwirkt, umfassen. Die Luftleiteinrichtung kann weitere Laufschaufeln innerhalb des Umfangs des Kranzrings umfassen. Die Luftleiteinrichtung kann mit der Nabe einstückig-integral sein (beispielsweise durch Formgebung der Nabe ohne zusätzliche Masse) oder als zusätzliches Blech angeschraubt sein. Der Leichtbau der Nabe mit den Durchgangsausnehmungen ermöglicht beispielsweise eine Kraftstoffreduzierung ohne Rezirkulation der Kühlluft.

[0016] Die Druckdifferenz in axialer Richtung kann durch die rotierenden Laufschaufeln aufgebaut werden, beispielsweise radial außerhalb des Kranzrings. Die Druckdifferenz in axialer Richtung kann durch das mindestens eine Element radial innerhalb des Kranzrings aufrechterhalten werden.

[0017] Der Innenring kann über eine Presspassung mit der Antriebswelle verbunden oder verbindbar sein. Das Axiallüfterrad kann hydrostatisch, elektrisch oder mechanisch (z. B. über einen Riemen) angetrieben sein.

[0018] Ein in die Drehebene (d. h. axial) projizierter Flächenanteil der Nabe zwischen Innenring und Außenumfang (beispielsweise Außenring) kann kleiner sein als ein in die Drehebene (d. h. axial) projizierter Flächenanteil der Durchgangsausnehmungen zwischen Innenring und Au-βenumfang (beispielsweise Außenring). Alternativ oder ergänzend kann eine radiale Weite der Durchgangsausnehmungen größer sein als ein Durchmesser (z. B. ein Innendurchmesser oder Inkreisdurchmesser) des Innenrings.

[0019] Das mindestens eine Element kann das Innere des Kranzrings und/oder die Durchgangsausnehmungen zwischen Innenring und Außenumfang (beispielsweise Außenring) überdecken und/oder (zumindest teilweise) verschließen. Das überdeckende oder verschließende Element wird auch als Abdeckung bezeichnet.

[0020] Das mindestens eine Element kann weitere Laufschaufeln umfassen. An dem mindestens einen Element (beispielsweise der Abdeckung) können weitere Laufschaufeln angeformt sein.

[0021] Das mindestens eine Element kann Speichen zur Drehmomentübertragung zwischen Innenring und Außenumfang (beispielsweise Außenring) umfassen. Die Speichen können als weitere Laufschaufeln ausgebildet sein. Die Nabe kann zwischen den Speichen die Durchgangsausnehmungen aufweisen.

[0022] Die weiteren Laufschaufeln, die beispielsweise durch Speichen ausgebildet sind und/oder an der Abdeckung angeformt sind, können gegenüber einer Drehebene des Axiallüfterrads angestellt sein und/oder in Umlaufrichtung (oder Drehrichtung) gekrümmt sein. Die weiteren Laufschaufeln können einen Anstellwinkel mit der Drehebene einschließen oder eine Steigung aufweisen. Der Anstellwinkel kann (beispielsweise am Außenumfang oder am Umfang des Außenrings) mindestens 5° bis 15° betragen.

[0023] Das mindestens eine Element kann an der Nabe starr angeordnet sein. Das mindestens eine Element kann im Betrieb des Axiallüfterrads bezüglich der Nabe unbeweglich (insbesondere drehfest und schwenkfest bezüglich der Nabe) sein. Beispielsweise kann eine Lage des mindestens einen Elements in Bezug zur Nabe drehzahlunabhängig sein.

[0024] Das mindestens eine Element kann aus einem Leichtmetall (z. B. Aluminium) oder einem Faserverbundwerkstoff (z. B. mit Glas- oder Kohlenstoff-Fasern) gefertigt sein. Das mindestens eine Element, beispielsweise die Abdeckung, kann dünnwandig sein. Beispielsweise kann eine axiale Wanddicke der Abdeckung kleiner sein als eine axiale Wanddicke der Nabe. Das mindestens eine Element, beispielsweise die Abdeckung, kann aus Aluminiumblech gefertigt sein.

[0025] Das mindestens eine Element, beispielsweise die Abdeckung, kann ohne Beitrag zur Drehmomentübertragung (insbesondere ohne einen Beitrag zur Übertragung von Antriebsmoment von der Antriebswelle) an den Kranzring sein.

[0026] Ein Durchmesser des mindestens einen Elements kann größer sein als ein Außendurchmesser des Außenumfangs (beispielsweise des Außenrings). Der Durchmesser des mindestens einen Elements kann (zumindest im Wesentlichen) gleich oder kleiner als ein Innendurchmesser des Kranzrings sein.

[0027] Das mindestens eine Element kann in axialer Richtung versetzt zur Nabe angeordnet sein. Alternativ oder ergänzend kann der Innenring außerhalb einer durch die Anschlussflächen oder den Außenring definierten Drehebene angeordnet sein. Beispielsweise kann die Abdeckung auf einer stromaufwärtigen Seite der durch die Anschlussflächen oder den Außenring definierten Drehebene angeordnet sein. Der Innenring kann auf einer stromabwärtigen Seite der durch die Anschlussflächen oder den Außenring definierten Drehebene angeordnet sein.

[0028] Gemäß einem weiteren Aspekt ist ein Kraftfahrzeug, insbesondere ein Nutzfahrzeug, bereitgestellt. Das Kraftfahrzeug umfasst eine Lüfteranordnung mit einem Axiallüfterrad gemäß einer Ausführung des vorgenannten Aspekts. Die Lüfteranordnung kann einen Kühler zur Kühlung eines Aggregates des Antriebsstrangs, beispielsweise einer Brennkraftmaschine und/oder eines elektrischen Traktionsenergiespeichers, umfassen.

[0029] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden im Folgenden unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
Figur 1
eine schematische Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels einer Nabe für ein Axiallüfterrad;
Figur 2
eine schematische Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels einer Nabe für ein Axiallüfterrad;
Figur 3
eine perspektivische Darstellung einer Lüfteranordnung mit einem ersten Ausführungsbeispiel eines Axiallüfterrads;
Figur 4
eine perspektivische Darstellung einer Lüfteranordnung mit einem zweiten Ausführungsbeispiel eines Axiallüfterrads,
Figuren 5A und 5B
eine perspektivische Darstellung einer Lüfteranordnung mit einem dritten Ausführungsbeispiel eines Axiallüfterrads; und
Figur 6
eine schematische Schnittdarstellung eines Ausführungsbeispiels der Lüfteranordnung mit Axiallüfterrad und Kühlerwanne.


[0030] Figur 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines allgemein mit Bezugszeichen 102 bezeichneten Axiallüfterrads. Das Axiallüfterrad umfasst eine Vielzahl an Laufschaufeln 104, die radial außenseitig in einen Mantelring 106 und radial innenseitig in einen Kranzring 108 eingefasst sind. Am Kranzring 108 können radial innenseitig Kranzstege 110 auskragen, mit Befestigungsstellen zur verdrehfesten Verbindung (beispielsweise Verschraubung) mit einer Nabe 112.

[0031] Die Nabe 112 umfasst einen mit einer Antriebswelle verbindbaren Innenring 114 und Anschlussflächen an einem Außenumfang 118 der Nabe 112, beispielsweise einen Außenring oder Segmente eines solchen Rings. Über die Anschlussflächen, beispielsweise über den Außenring, ist die Nabe 112 mit dem Kranzring 108 verbunden.

[0032] Zur Klarheit der Beschreibung wird in der folgenden Beschreibung davon ausgegangen, dass die Anschlussflächen entlang des Außenumfangs durch einen Außenring 118 gebildet sind. Wo im Folgenden auf den Außenring 118 abgestellt wird, kann dieser dahingehend modifiziert sein, dass nur Segmente des beschriebenen Außenrings 118 vorhanden sind und die Anschlussflächen bilden.

[0033] Über einen Bereich 116 zwischen dem Innenring 114 und dem Außenring 118 ist Drehmoment (beispielsweise ein Antriebsmoment und/oder ein Verzögerungsmoment des Axiallüfterrads 102) übertragbar. Der Zwischenbereich 116 umfasst eine Vielzahl an Durchgangsausnehmungen 120.

[0034] Der Zwischenbereich 116 ist aufgrund der Durchgangsausnehmungen 120 in Leichtbauweise ausgeführt. Beispielsweise ist die Masse und/oder das Trägheitsmoment des Zwischenbereichs 116 minimiert unter der Nebenbedingung der Übertragung des Drehmoments zwischen Innenring 114 und Außenring 118 der Nabe 112.

[0035] Im in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel umfasst der Zwischenbereich 116 mindestens einen Ring, der über radiale Stege innenseitig mit dem Innenring 114 und außenseitig mit dem Außenring 118 zur Übertragung des Drehmoments verbunden ist. Die innenseitigen radialen Stege und die außenseitigen radialen Stege sind umlaufend gleichmäßig verteilt, d. h. mit gleichen Winkelabständen. Beispielsweise schließen drei innenseitige radiale Stege jeweils paarweise einen Winkel von 120° ein. Ebenso schließen drei außenseitige radiale Stege paarweise einen Winkel von 120° ein. Dabei sind außenseitige und innenseitige Stege nicht radialfluchtend angeordnet. Beispielsweise schließt bei drei innenseitigen radialen Stegen und drei außenseitigen radialen Stegen jeder innenseitige radiale Steg mit einem au-ßenseitigen radialen Steg einen Winkel von 60° ein. Bei einer doppelt so großen Anzahl an Stegen sind die entsprechenden Winkel halb so groß.

[0036] Figur 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer Nabe 112 für ein Axiallüfterrad 102. Gleiche oder funktional entsprechende Merkmale sind mit übereinstimmenden Bezugszeichen in den Figuren bezeichnet.

[0037] Das in Figur 2 gezeigte zweite Ausführungsbeispiel der Nabe 112 umfasst im Zwischenbereich 116 eine Vielzahl an Speichen 117, die jeweils radial vom Innenring 114 zum Außenring 118 verlaufen. Zwischen den Speichen 117 sind die Durchgangsausnehmungen 120 der Nabe 112.

[0038] In jedem Ausführungsbeispiel der Nabe 112 kann deren Leichtbau durch einen Flächenanteil der Nabe 112 im Zwischenbereich 116 erreicht werden, der kleiner ist als ein Flächenanteil der Durchgangsausnehmungen 120. Beispielsweise ist im Zwischenbereich 116 zwischen Innenring 114 und Außenring 118 der in axialer Richtung auf die Drehebene projizierte Anteil der Nabe 112 (d. h. der geschlossene Flächenanteil des Zwischenbereichs 116) kleiner als der entsprechend projizierte Anteil der Durchgangsausnehmungen 120.

[0039] Alternativ oder ergänzend ist eine radiale Weite des Zwischenbereichs 116 (beispielsweise die Länge der Speichen 117) größer als ein Durchmesser 115 des Innenrings 114.

[0040] Das Axiallüfterrad 102 umfasst ferner (beispielsweise in Kombination mit jedem vorgenannten Ausführungsbeispiel der Nabe 112) ein innerhalb des Kranzrings 108 drehfest am Axiallüfterrad 102 angeordnetes Element, das dazu ausgebildet ist, bei rotierendem Axiallüfterrad 102 eine Druckdifferenz in axialer Richtung aufrecht zu erhalten. Das mindestens eine Element hält die Druckdifferenz aufrecht, beispielsweise indem die Durchgangsausnehmungen 120 verschlossen oder überdeckt werden. Alternativ oder ergänzend erzeugt das mindestens eine Element aufgrund der Drehung der Nabe 112 lokal eine Druckdifferenz, die der aufrechtzuerhaltenden Druckdifferenz entspricht.

[0041] Vorteilhafterweise trägt das mindestens eine Element nicht oder nicht wesentlich zur Masse oder zum Trägheitsmoment der Nabe 112 oder des Axiallüfterrads 102 bei. Beispielsweise umfasst das mindestens eine Element eine dünnwandige Abdeckung, die eine Luftrezirkulation (oder Teilrückströmung) durch die Durchgangsausnehmungen 120 verhindert. Alternativ oder ergänzend umfasst das mindestens eine Element weitere Laufschaufeln, die an einer Abdeckung der Durchgangsausnehmungen 120 angeformt sind oder die zugleich Teil der drehmomentübertragenden Struktur im Zwischenbereich 116 sind.

[0042] Figur 3 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel des Axiallüfterrads 102 im Kontext einer beispielhaften Lüfteranordnung 100. Die Nabe 112 des Axiallüfterrads 102 kann alternative oder ergänzende Merkmale gemäß jedem der mit Bezug auf die Figuren 1 und 2 beschriebenen Beispiele der Nabe 112 umfassen.

[0043] Optional umfasst der Außenring 118 der Nabe 112 vom Außenring 118 in radialer Richtung auskragende Nabenstege 122 mit Befestigungsöffnungen 124, durch welche die Nabe 112 mit dem Kranzring 108 (beispielsweise an den Kranzstegen 110) verdrehfest verbunden ist.

[0044] Am Außenring 118 ist als das die Druckdifferenz aufrechterhaltende Element eine Abdeckung 126 auf der stromaufwärtigen Seite der Nabe 112 angeordnet (d. h. auf der Rückseite der Ansicht in Figur 3). Die Abdeckung 126 umfasst eine Kreisscheibenfläche oder eine Kegelfläche, deren Spitze in Verlängerung der Achse der Nabe 112 liegt. Ein Außendurchmesser der Abdeckung 126 entspricht im Wesentlichen einem Innendurchmesser des Kranzrings 108, so dass das Innere des Kranzrings 108 durch die Abdeckung 126 gegen Luftrezirkulation verschlossen ist.

[0045] Die Abdeckung 126 ist an einer Vielzahl von Befestigungsöffnungen 128 im Außenring 118 umlaufend befestigt. Da die tragende Struktur der Nabe 112, insbesondere zur Übertragung des Drehmoments, durch Innenring 114, Zwischenbereich 116 (beispielsweise die in Figur 3 gezeigten Speichen 117) und Außenring 118 gebildet ist, ist die Abdeckung 126 keiner Kraftübertragung oder Drehmomentübertragung auf die Laufschaufeln 104 des Axiallüfterrads 102 ausgesetzt. Dementsprechend kann die Abdeckung 126 dünnwandig sein, ohne wesentlichen Beitrag zur Masse und zum Trägheitsmoment der Nabe 112 oder des Axiallüfterrads 102. Vorzugsweise ist die Abdeckung 126 aus Aluminiumblech gefertigt.

[0046] Beispielsweise kann die Abdeckung 126 auch eine Öffnung 130 zwischen Außenring 118 und Kranzring 108 verschließen, die aufgrund der vom Außenring 118 radial nach außen auskragenden Nabenstege 122 entsteht.

[0047] Die in Figur 3 gezeigte beispielhafte Lüfteranordnung 100 umfasst das Axiallüfterrad 102 und einen Kühler, der stromaufwärts auf der Unterdruckseite des Axiallüfterrads 102 angeordnet ist. Zur besseren Übersichtlichkeit ist in Figur 3 nur eine Kühlerwanne 132 des Kühlers gezeigt. Die Kühlerwanne 132 umfasst mindestens zwei Aussparungen 134 für einen in axialer Richtung geführten Kühlwasserkreislauf und Langlöcher 136 zur Montage der Kühlerwanne 132, beispielsweise in einem Kraftfahrzeug.

[0048] Figur 4 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel des Axiallüfterrads 102 im Kontext einer beispielhaften Lüfteranordnung 100. Merkmale, die mit jenen der Figuren 1 bis 3 (strukturell oder funktional) übereinstimmen oder austauschbar sind, sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.

[0049] Beim in Figur 4 gezeigten zweiten Ausführungsbeispiel des Axiallüfterrads 102 sind die Speichen 117 zwischen Innenring 114 und Außenring 118 als weitere Laufschaufeln ausgebildet. Diese weiteren Laufschaufeln sind ein Beispiel für das die Druckdifferenz aufrechterhaltende Element.

[0050] Beispielsweise umfassen die Speichen 117 Abschnitte einer Dreiecksfläche, die um einen Anstellwinkel gegenüber der Drehebene geneigt ist. Alternativ umfassen die Speichen 117 eine gekrümmte Fläche, beispielsweise ein Abschnitt eines hyperbolischen Paraboloids, wobei die zwei Kanten jeder Speiche 117 nicht parallel zur Drehebene des Axiallüfterrads 102 sind. Die beiden Kanten jeder Speiche 117 sind beim in Figur 4 gezeigten zweiten Ausführungsbeispiel windschiefe Geraden.

[0051] Beim zweiten Ausführungsbeispiel des Axiallüfterrads 102 kann die Abdeckung 126 entfallen. Vorzugsweise sind die Befestigungsöffnungen 124 direkt im Außenring 118 der Nabe 112 eingebracht (beispielsweise ohne auskragende Nabenstege 122), so dass der Außenring 118 am Kranzring 108 anliegt (beispielsweise ohne eine Öffnung 130 zwischen Außenring 118 und Kranzring 108).

[0052] Die Figuren 5A und 5B zeigen schematisch eine Vorderansicht bzw. eine Rückansicht eines dritten Ausführungsbeispiels des Axiallüfterrad 102 in Kontext einer beispielhaften Lüfteranordnung 100.

[0053] Das dritte Ausführungsbeispiel kann als eine Variante des ersten Ausführungsbeispiels beschrieben werden. Übereinstimmende oder funktional entsprechende Merkmale sind mit gleichen Bezugszeichen wie beim ersten Ausführungsbeispiel der Figur 3 versehen.

[0054] Die Abdeckung 126 umfasst eine ebene und zur Drehebene parallele Grundfläche. Aus der Grundfläche ragen weitere Laufschaufeln 138 in axialer Richtung auf der stromaufwärtigen Seite (d. h. auf der Unterdruckseite) hervor. Jede der weiteren Laufschaufeln 138 umfasst eine in Drehrichtung offene Eingangsseite, die durch eine von der jeweiligen Laufschaufel 138 überdeckte Öffnung in der Grundfläche mit der stromabwärtigen Seite der Nabe 112 (d. h. der Überdruckseite des Axiallüfterrads 102) in Fluidverbindung steht.

[0055] Durch die Weiterbildung des ersten Ausführungsbeispiels gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel kann nicht nur die Luftrezirkulation durch die Durchgangsausnehmungen 120 verhindert werden, sondern ein zusätzlicher Beitrag zum Lufttransport durch die Nabe 112 kann den Hauptlufttransport durch die Laufschaufeln 104 ergänzen. Ferner sind insbesondere das zweite und dritte Ausführungsbeispiel kombinierbar. Beispielsweise ist die mit weiteren Laufschaufeln 138 versehene Abdeckung 126 auf der stromaufwärtigen Seite mit der Nabe 112 verschraubbar, deren Speichen 117 als weitere Laufschaufeln ausgebildet sind.

[0056] Figur 6 zeigt eine mit jedem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel kombinierbare Ausgestaltung der Kühlerwanne 132 und des Mantelrings 106. An einer lüfterseitigen Öffnung 140 der Kühlerwanne 132 ist ein die Öffnung 140 umlaufender Kragen 142 ausgebildet. Ein Kreisdurchmesser des Kragens 142 ist kleiner, beispielsweise um weniger als 5% kleiner, als ein Kreisdurchmesser des kühlerseitigen Mantelrings 106. Der Mantelring 106 und der Kragen 142 sind in axialer Richtung (d. h. in horizontaler Richtung in Figur 6) überlappend angeordnet, so dass zwischen dem rotierenden Mantelring 106 und dem stationären Kragen 142 ein schmaler Luftspalt die Luftrezirkulation am Randbereich der Lüfteranordnung 100 verhindert.

[0057] Die Erfindung umfasst insbesondere auch folgende Aspekte:
  1. 1. Axiallüfterrad 102, insbesondere für den Kühler eines Kraftfahrzeugmotors, umfassend:

    einen Kranzring 108 mit einer Vielzahl an Laufschaufeln 104; und

    eine Nabe 112 mit einem mit einer Antriebswelle verbundenen oder verbindbaren Innenring 114 und zur Drehmomentübertragung mit dem Innenring 114 und dem Kranzring 108 verbundenen Anschlussflächen entlang eines Außenumfangs 118 der Nabe 112, wobei die Nabe 112 zwischen dem Innenring 114 und dem Außenumfang 118 Durchgangsausnehmungen 120 aufweist, und

    wobei mindestens ein innerhalb des Kranzrings 108 drehfest am Axiallüfterrad angeordnetes Element 117; 126; 138 dazu ausgebildet ist, bei rotierendem Axiallüfterrad 102 eine Druckdifferenz in axialer Richtung aufrechtzuerhalten.

  2. 2. Axiallüfterrad nach Aspekt 1, wobei ein in die Drehebene projizierter Flächenanteil der Nabe 112 zwischen dem Innenring 114 und dem Außenumfang 118 kleiner ist als ein in die Drehebene projizierter Flächenanteil der Durchgangsausnehmungen 120 zwischen dem Innenring 114 und dem Außenumfang 118.
  3. 3. Axiallüfterrad nach Aspekt 1 oder 2, wobei eine radiale Weite der Durchgangsausnehmungen 120 größer ist als ein Durchmesser 115 des Innenrings 114.
  4. 4. Axiallüfterrad nach einem der Aspekte 1 bis 3, wobei das mindestens eine Element 126 die Durchgangsausnehmungen 120 zwischen dem Innenring 114 und dem Au-βenumfang 118 und/oder das Innere des Kranzrings 108 verschließt.
  5. 5. Axiallüfterrad nach einem der Aspekte 1 bis 4, wobei an dem mindestens einen Element 126 weitere Laufschaufeln 138 angeformt sind.
  6. 6. Axiallüfterrad nach einem der Aspekte 1 bis 5, wobei das mindestens eine Element Speichen 117 zur Drehmomentübertragung zwischen dem Innenring 114 und dem Au-βenumfang 118 umfasst, und wobei die Nabe 112 zwischen den Speichen 117 die Durchgangsausnehmungen 120 aufweist.
  7. 7. Axiallüfterrad nach Aspekt 6, wobei die Speichen 117 als weitere Laufschaufeln ausgebildet sind.
  8. 8. Axiallüfterrad nach einem der Aspekte 1 bis 7, wobei das mindestens eine Element 117; 126; 138 an der Nabe 112 starr angeordnet ist.
  9. 9. Axiallüfterrad nach einem der Aspekte 1 bis 8, wobei das mindestens eine Element 126; 138 aus Aluminiumblech gefertigt ist.
  10. 10. Axiallüfterrad nach einem der Aspekte 1 bis 9, wobei das mindestens eine Element 126; 138 kein Drehmoment an den Kranzring überträgt.
  11. 11. Axiallüfterrad nach einem der Aspekte 1 bis 10, wobei ein Durchmesser des mindestens einen Elements 126 größer ist als ein Außendurchmesser des Außenumfangs 118.
  12. 12. Axiallüfterrad nach einem der Aspekte 1 bis 11, wobei ein Durchmesser des mindestens einen Elements 126 gleich oder kleiner als ein Innendurchmesser des Kranzrings 108 ist.
  13. 13. Axiallüfterrad nach einem der Aspekte 1 bis 12, wobei das mindestens eine Element 126; 138 in axialer Richtung versetzt zur Nabe 112 angeordnet ist.
  14. 14. Axiallüfterrad nach einem der Aspekte 1 bis 13, wobei der Innenring 114 außerhalb einer durch die Anschlussflächen definierten Drehebene angeordnet ist.
  15. 15. Kraftfahrzeug, insbesondere Nutzfahrzeug, das einen Kühler mit einem Axiallüfterrad nach einem der Aspekte 1 bis 14 umfasst.


[0058] Obwohl die Erfindung unter Bezugnahme auf bestimmte Ausführungsbeispiele beschrieben worden ist, ist es für einen Fachmann ersichtlich, dass verschiedene Änderungen vorgenommen werden können und Äquivalente als Ersatz verwendet werden können. Ferner können viele Modifikationen vorgenommen werden, um eine bestimmte Situation oder ein bestimmtes Material an die Lehre der Erfindung anzupassen. Folglich ist die Erfindung nicht auf die offenbarten Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern umfasst alle Ausführungsbeispiele, die in den Bereich der beigefügten Patentansprüche fallen.

Bezugszeichenliste



[0059] 
100
Lüfteranordnung
102
Axiallüfterrad
104
Laufschaufeln
106
Mantelring
108
Kranzring
110
Kranzsteg
112
Nabe
114
Innenring der Nabe
115
Durchmesser des Innenrings
116
Zwischenbereich der Nabe
117
Nabenspeichen
118
Außenumfang oder Außenring der Nabe
120
Durchgangsausnehmung in Nabe
122
Nabensteg
124
Befestigungsöffnung in Nabe für Kranzring
126
Abdeckung
128
Befestigungsöffnung im Außenring für Abdeckung
130
Öffnungen zwischen Außenring und Kranzring
132
Kühlerwanne
134
Aussparungen für Kühlwasserkreislauf
136
Langloch
138
Laufschaufeln in Abdeckung
140
Lüfterseitige Öffnung der Kühlerwanne
142
Kragen der Kühlerwanne



Ansprüche

1. Axiallüfterrad (102), insbesondere für den Kühler eines Kraftfahrzeugmotors, umfassend:

einen Kranzring (108) mit einer Vielzahl an Laufschaufeln (104); und

eine Nabe (112) mit einem mit einer Antriebswelle verbundenen oder verbindbaren Innenring (114) und zur Drehmomentübertragung mit dem Innenring (114) und dem Kranzring (108) verbundenen Anschlussflächen entlang eines Außenumfangs (118) der Nabe (112), wobei die Nabe (112) zwischen dem Innenring (114) und dem Außenumfang (118) Durchgangsausnehmungen (120) aufweist, wobei der Innenring (114) außerhalb einer durch die Anschlussflächen definierten Drehebene angeordnet ist, und

wobei mindestens ein innerhalb des Kranzrings (108) drehfest am Axiallüfterrad angeordnetes Element (117; 126) dazu ausgebildet ist, bei rotierendem Axiallüfterrad (102) eine Druckdifferenz in axialer Richtung aufrechtzuerhalten, wobei das mindestens eine Element (126) die Durchgangsausnehmungen (120) zwischen dem Innenring (114) und dem Außenumfang (118) und/oder das Innere des Kranzrings (108) verschließt.


 
2. Axiallüfterrad nach Anspruch 1, wobei ein in die Drehebene projizierter Flächenanteil der Nabe (112) zwischen dem Innenring (114) und dem Außenumfang (118) kleiner ist als ein in die Drehebene projizierter Flächenanteil der Durchgangsausnehmungen (120) zwischen dem Innenring (114) und dem Außenumfang (118).
 
3. Axiallüfterrad nach Anspruch 1 oder 2, wobei eine radiale Weite der Durchgangsausnehmungen (120) größer ist als ein Durchmesser (115) des Innenrings (114).
 
4. Axiallüfterrad nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das mindestens eine Element (117; 126) an der Nabe (112) starr angeordnet ist.
 
5. Axiallüfterrad nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das mindestens eine Element (126) aus Aluminiumblech gefertigt ist.
 
6. Axiallüfterrad nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das mindestens eine Element (126) kein Drehmoment an den Kranzring überträgt.
 
7. Axiallüfterrad nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei ein Durchmesser des mindestens einen Elements (126)

a) größer ist als ein Außendurchmesser des Außenumfangs (118), und/oder

b) gleich oder kleiner als ein Innendurchmesser des Kranzrings (108) ist.


 
8. Axiallüfterrad nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das mindestens eine Element (126) in axialer Richtung versetzt zur Nabe (112) angeordnet ist.
 
9. Axiallüfterrad nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei das mindestens eine Element (117; 126)

a) eine Rezirkulation des Luftstroms im Umfang der Nabe (112), beispielsweise innerhalb des Außenumfangs (118), verhindert, und/oder

b) drehfest, insbesondere ohne Relativbewegung zur Nabe (112), am Axiallüfterrad angeordnet ist, und/oder

c) einen Druckausgleich oder eine Druckabschwächung der Luft über die Durchgangsausnehmungen (120) verhindert, und/oder

d) ohne oder ohne wesentlichen Beitrag zur rotierenden Masse der Nabe (112) ausgeführt ist, da das mindestens eine Element (117; 126) nicht an der Drehmomentübertragung vom Innenring (114) über die Anschlussflächen auf den Kranzring (108) beteiligt ist, und/oder

e) aus einem Leichtmetall oder einem Faserverbundwerkstoff gefertigt ist.


 
10. Axiallüfterrad nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei das mindestens eine Element (117; 126) als eine Abdeckung (126) ausgebildet ist, wobei:

a) die Abdeckung (126) dünnwandig ist, und/oder

b) eine axiale Wanddicke der Abdeckung (126) kleiner ist als eine axiale Wanddicke der Nabe (112), und/oder

c) die Abdeckung (126) auf einer stromaufwärtigen Seite der durch die Anschlussflächen definierten Drehebene angeordnet ist.


 
11. Axiallüfterrad nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Anschlussflächen

a) entlang des Außenumfangs (118) durch einen, vorzugsweise umlaufend geschlossenen und/oder radial innerhalb des Kranzrings (108) angeordneten, Außenring entlang des Außenumfangs realisiert sind, und/oder

b) in einer Drehebene des Axiallüfterrads liegen.


 
12. Axiallüfterrad nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei die Nabe (112)

a) in Leichtbauweise ausgeführt ist, insbesondere zwischen Innenring (114) und Au-ßenumfang (118), und/oder

b) zumindest am Innenring (114) als Verbindungsstelle zur Antriebswelle hin ausbauchen oder gewölbt sein.


 
13. Axiallüfterrad nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei der Innenring (114) auf einer stromabwärtigen Seite der durch die Anschlussflächen definierten Drehebene angeordnet ist.
 
14. Axiallüfterrad nach Anspruch 1, wobei als das mindestens eine Element (117; 126) am Außenring (118) eine Abdeckung (126) auf der stromaufwärtigen Seite der Nabe (112) angeordnet ist, die eine Kreisscheibenfläche umfasst, wobei ein Außendurchmesser der Abdeckung (126) im Wesentlichen einem Innendurchmesser des Kranzrings (108) entspricht, sodass das Innere des Kranzrings (108) durch die Abdeckung (126) gegen Luftzirkulation verschlossen ist.
 
15. Axiallüfterrad nach Anspruch 14, wobei die Abdeckung (126) an einer Vielzahl von Befestigungsöffnungen (128) im Außenring (118) umlaufend befestigt ist.
 
16. Axiallüfterrad nach Anspruch 15, wobei der Außenring (118) der Nabe (112) vom Au-βenring (118) in radialer Richtung auskragende Nabenstege (122) mit Befestigungsöffnungen (124) umfasst, durch welche die Nabe (112) mit dem Kranzring (108) verdrehfest verbunden ist.
 
17. Axiallüfterrad nach Anspruch 16, wobei die Abdeckung (126) eine Öffnung (130) zwischen Außenring (118) und Kranzring (108) verschließt, die aufgrund der vom Außenring (118) radial nach außen auskragenden Nabenstege (122) entsteht.
 
18. Kraftfahrzeug, insbesondere Nutzfahrzeug, das einen Kühler mit einem Axiallüfterrad nach einem der Ansprüche 1 bis 17 umfasst.
 




Zeichnung






















Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente