(19)
(11)EP 4 018 869 A1

(12)EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43)Veröffentlichungstag:
29.06.2022  Patentblatt  2022/26

(21)Anmeldenummer: 21210737.9

(22)Anmeldetag:  26.11.2021
(51)Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A43B 7/24(2006.01)
A43B 1/00(2006.01)
A43B 17/00(2006.01)
A43B 7/148(2022.01)
A43B 13/12(2006.01)
(52)Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
A43B 7/24; A43B 7/148; A43B 1/0054; A43B 13/12; A43B 17/006
(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(30)Priorität: 23.12.2020 DE 102020134862
09.11.2021 DE 102021129081

(71)Anmelder: Meditex Ltd.
3688523 Nesher (IL)

(72)Erfinder:
  • Rosen, Uriel
    36885 Tel-Hanan Haifa (Nesher) (IL)

(74)Vertreter: Schulte & Schulte 
Patentanwälte Hauptstraße 2
45219 Essen
45219 Essen (DE)

  


(54)SCHUH ODER EINLAGE FÜR EINEN SCHUH


(57) Ein Schuh 1 bzw. eine Einlage 3 für einen Schuh 1 verfügt über eine in den Schuh 1 bzw. in die Einlage 3 integrierte taschenartige Aufnahme 7 für mindestens einen keilartigen Einsatz 8, 9, der dem menschlichen Fuß 50 bzw. dem Längsgewölbe 51 eine gute Anlage und entsprechende Abstützung bringt. Der Einsatz 8, 9 wird in der taschenartigen Aufnahme 7 fixiert, sodass er auch bei wechselnder Belastung immer seine optimale Unterstützungsposition für den Fuß 50 behält.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen Schuh, insbesondere Sandale, mit einer unteren Laufsohle und einer oberen Innensohle mit Fußbett, ggf. einer oder mehreren Zwischensohlen und einen den Schuh oder die Sandale am Fuß des Schuhträgers fixierenden Verschluss.

[0002] Außerdem betrifft die Erfindung eine Einlage für einen Schuh oder eine Sandale mit einer unteren Laufsohle und einer oberen Innensohle mit Fußbett und einer oder mehreren Zwischensohlen.

[0003] Gutes Schuhwerk ist vor allem aus gesundheitlichen, vorwiegend aus orthopädischen Gründen für den Menschen wichtig. Grundsätzlich lässt sich behaupten, dass gerade eine optimale Anpassung des Schuhwerks an die Physionomie des Fußes aus orthopädischer Sicht sinnvoll ist. Bisher sind die Möglichkeiten der Anpassung von Schuhen allerdings begrenzt. Man kauft sich neue Schuhe und stellt dann häufig erst nach mehrfachem Gebrauch fest, dass dieser dem Fuß in nicht ausreichender Weise angepasst ist. Häufig werden dann Einlegesohlen gekauft und eingesetzt, deren primärer Zweck orthopädisch ist und welche auf die Innensohle aufgelegt werden und damit die Funktion der "alten" Innensohle übernehmen, wobei dann die alte Innensohle entfernt werden muss und die neue genau der Form des Fußes entsprechen soll, weil es sonst zu Verlagerungen der Einlegesohlen und damit zu Schmerzen kommt. Besonders geeignet für Einlagen und Sandalen ist ein sog. Wechselfußbett. Man kann das Fußbett einfach komplett herausnehmen und durch eine individuelle Einlegesohle ersetzen. Der Schuh hat die perfekte Passform und der Fuß genügend Platz. Bei solchen Schuhen mit Wechselfußbett ist die Innensohle anders als bei regulären Fußbetten nicht verklebt, sondern liegt lose auf und kann unter Umständen verrutschen. Dieses Wechselfußbett kann leicht herausgenommen und durch andere ersetzt werden, wobei orthopädische Einlagen häufig zum Einsatz kommen. Vorteilhaft ist, dass es somit durch diese Wechselfußbetten möglich ist, eine "eigene" Sohle, die genau auf den jeweiligen Fuß ausgerichtet ist, in den Schuh zu integrieren. Nachteilig ist jedoch, dass auch diese Wechselfußbetten unter Umständen verrutschen können, sodass es zu unglücklichen Beeinflussungen des Fußes bzw. der Fußsohle kommen kann, was zu erheblichen Beeinträchtigungen und Schmerzen führen kann.

[0004] Ausgehend von diesem Stand der Technik stellt sich der vorliegenden Erfindung die Aufgabe, einen Schuh, insbesondere eine Sandale zu schaffen, die sich auch im Nachhinein an den Fuß der Trägerin oder des Trägers gut anpassen lässt. Entsprechendes gilt für eine Einlage für einen solchen Schuh.

[0005] Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, dass eine in den Schuh oder die Sandale integrierte, zwischen Laufsohle und Innensohle angeordnete, taschenartige Aufnahme für mindestens einen keilartigen Einsatz zur Stützung und Anpassung an das Längsgewölbe des Fußes des Schuhträgers vorgesehen ist, wobei der Einsatz auf seiner Unterseite ein mit dem Boden der Aufnahme korrespondierendes und ihr angepasst ausgebildetes, von der taschenartigen Aufnahme wieder trennbares Arretiermittel aufweist. Bei einer so ausgebildeten Sandale oder einem Schuh kann genau der für den Tragekomfort wichtige und Unterstützungsbereich des Längsgewölbes dem jeweiligen Träger bzw. der Trägerin angepasst werden, wobei es problemlos möglich ist, den Einsatz zu wechseln, bis der für den jeweiligen Tragekomfort richtige Einsatz gefunden ist. Dieser einmal eingesetzte keilartige Einsatz kann sich in der taschenartigen Aufnahme nicht verschieben, sondern ist an die einmal eingenommene Position gehalten und vorteilhafterweise braucht eben nur dieser Einsatz gewechselt werden, nicht dagegen die gesamte Sohle, wie bei den bekannten Wechselfußbetten. Da der keilartige Einsatz aus der taschenartigen Aufnahme bei Belastung durch den Fuß wieder herausgedrückt werden könnte, ist erfindungsgemäß eine Arretierung vorgesehen, die dadurch erreicht wird, dass die Aufnahme und der Einsatz korrespondierende Arretiermittel bzw. Gegenmittel hat, die nach dem Einschieben des keilartigen Einsatzes in die taschenartige Aufnahme das wieder Herausrutschen auch bei starker Belastung durch den Fuß sicher verhindert. In der Regel bleibt die Innensohle unverändert, d. h. das Fußbett ist vorhanden und unterstützt die Anpassung an das Laufgewölbe. Natürlich kann auch eine Innensohle ohne Fußbett eingesetzt werden.

[0006] Gleiches gilt im Verhältnis auch für eine Einlage, in die dann eine taschenartige Aufnahme integriert ist, in die entsprechende keilartige Einsätze einzufügen sind, wenn dies der gewünschte Tragekomfort erwarten lässt. Auch hier kann der keilartige Einsatz und die taschenartige Aufnahme mit korrespondierenden Arretier- bzw. Gegenmitteln bestückt werden, sodass der einmal eingeschobene keilartige Einsatz nur bewusst wieder aus der taschenartigen Aufnahme herausgenommen werden kann.

[0007] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die taschenartige Aufnahme jeweils auf der Innenseite des Schuhs oder der Sandale oder der Einlage angeordnet ist. Der normale Betrachter kann also am normalen Schuh oder der Einlage ohne weiteres gar nicht erkennen, dass es hier um eine korrigierbare Einlage geht.

[0008] Ergänzend sieht die Erfindung hierzu vor, dass die taschenartige Aufnahme in dem mit dem medialen Längsgewölbe des Fußes des Schuhträgers korrespondierenden Bereich des Schuhs oder der Einlage angeordnet ist, sodass sich ein Austausch bzw. eine neue Zusammenstellung der erfindungsgemäßen Aufnahme und des Einsatzes genau dort bemerkbar macht, wo die Anpassung an den Fuß des Schuhträgers oder der Schuhträgerin besonders wichtig und wirksam ist, etwa in Bezug auf die Höhe. Dazu werden ein, zwei oder auch mehr dieser keilartigen Einsätze seitlich in eine Sohle des Schuhs bzw. in die Einlage eingesetzt und dort verrastet.

[0009] Zweckmäßig ist es, die taschenartige Aufnahme unterhalb der Innensohle vorzusehen, sodass diese gewissermaßen auch in der Sohle oder zwischen verschiedenen Sohlen verschwindet und zu einem gewissen Ausgleich von Kanten und Ecken führt. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die taschenartige Aufnahme in der Zwischensohle oder zwischen der Zwischensohle und einem den Fuß mit umspannenden und als Verschluss dienenden Riemen angeordnet ist, sodass der Riemen einerseits und die Innensohle andererseits die beiden Seitenflächen der Tasche bilden.

[0010] Um einen sicheren Sitz des oder der keilartigen Einsätze in der Aufnahme zu gewährleisten, ist vorgesehen, dass die taschenartige Aufnahme die Form eines Kreissegmentes aufweist, wozu selbstredend der Einsatz korrespondierend ausgebildet und angeordnet sein sollte, speziell was seine Höhe betrifft.

[0011] Zwecks Realisierung der angesprochenen Tasche zur Aufnahme der verschiedenen Einsätze ist es vorteilhaft, wenn die taschenartige Aufnahme innenseitig durch eine Naht begrenzt ist. Diese, durch die Naht begrenzte Aufnahme korrespondiert dann wiederum genau mit den Höhenanpassungseinsätzen, sodass diese dort sicher und dauerhaft untergebracht werden können.

[0012] Das Einschieben der keilartigen Einsätze wird gemäß einer Ausführung der Erfindung dadurch erleichtert, dass die taschenartige Aufnahme eine Wandung aufweist, die geglättet ist und das Einschieben des keilartigen Einsatzes begünstigend ausgebildet oder mit entsprechendem Stoff bespannt ist. Hat der Einsatz dann seine Endposition erreicht, rastet er wie später noch genauer zu erläutern ist, ein und ist vor einem unbeabsichtigten Herausrutschen aus der taschenartigen Aufnahme geschützt.

[0013] Um das gezielte Einführen der Einlage in die Aufnahme zu sichern, sieht die Erfindung vor, dass die taschenartige Aufnahme im Boden und/oder im Dach in Richtung Einschubhintergrund verlaufende Kerben aufweist, die mit Stegen korrespondieren, die auf der Ober- und/oder der Unterseite des keilartigen Einsatzes angeordnet und ausgebildet sind. So ist es nicht zu befürchten, dass sich der keilartige Einsatz verkantet, wenn er in die Aufnahme eingeschoben wird und der Wechsel eines Einsatzes kann gezielt und schnell ablaufen.

[0014] Weiter vorn ist schon erwähnt worden, dass die Unterseite des Einsatzes und andererseits der Boden der Aufnahme korrespondierende Arretiermittel aufweisen. Ergänzend ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass dem auf der Unterseite des keilartigen Einsatzes angeordneten Arretiermittel ein korrespondierendes Gegenstück am oder im Boden der Aufnahme zugeordnet ist. In einer weiteren ergänzenden Ausführung der Erfindung weist der Einsatz auf seiner Unterseite als Arretiermittel dienende Stifte und die Aufnahme im Boden mit als Gegenstück wirkende, korrespondierend geformt und angeordnete Löcher auf. Auf diese Weise kann z. B. mit zwei Stiften und zwei Löchern schon eine ausreichende Arretierung des Einsatzes in der taschenartigen Aufnahme erreicht werden.

[0015] Als besonders zweckmäßig hat es sich herausgestellt, dass der Einsatz aus Kunststoff hergestellt ist und Einsatz und Stifte einteilig ausgebildet sind. Damit ist u. a. auch sichergestellt, dass die Löcher im Boden und die Stifte auf der Unterseite des Einsatzes immer sicher miteinander korrespondieren, sodass beim Einschieben des keilartigen Einsatzes in die taschenartige Aufnahme immer das notwendige Einrasten sichergestellt werden kann.

[0016] Eine weitere Form der Arretierhilfe oder Arretiersicherung ist die, bei der der Einsatz auf seiner Unterseite und die Aufnahme auf ihrem Boden einen Klettverschluss bildende Flächen aufweisen, sodass nach dem Einschieben des Einsatzes in die Aufnahme und bei Erreichen der korrespondierenden Flächen ebenfalls eine Absicherung des Einsatzes in der Aufnahme erreicht wird.

[0017] Mit etwas mehr Aufwand, aber auch einem guten Absichern des keilartigen Einsatzes ist die Weiterbildung der Erfindung gekennzeichnet, nach der im Einschubhintergrund der Aufnahme auf dem Boden im Abstand zum Einschubhintergrund eine eine Rastrille vorgebende Erhebung vorgesehen ist, in die ein auf der Unterseite des keilartigen Einsatzes ausgeformter Rundsteg einrastbar ausgebildet ist. Auch auf diese Weise ist sichergestellt, dass der einmal eingeschobene keilartige Einsatz in dieser Position auch bleibt, wenn die Sandale oder der Schuh durch den Fuß des Trägers oder der Trägerin belastet wird.

[0018] Eine weitere Ausbildung der Einrastsicherung sieht vor, dass der Einschubhintergrund der Aufnahme dort befestigte Kleinmagnete aufweist, die mit einem der Vorderkante des keilartigen Einsatzes zugeordneten Metalldraht korrespondierend ausgebildet und angeordnet sind. Diese Kleinmagnete brauchen nicht allzu stark ausgebildet zu werden, weil ja mehrere Kleinmagnete zum Einsatz kommen können, die im Zusammenwirken mit dem Metalldraht dafür sorgen, dass der keilartige Einsatz nach Erreichen seiner Endposition in dieser Position verbleibt, wenn eine Belastung erfolgt.

[0019] Die individuelle Anpassung der erfindungsgemäßen Einsätze umfasst ferner den Vorschlag, dass die Aufnahme für zwei oder mehr übereinander anzuordnende und miteinander zu koppelnde Einsätze ausgebildet ist, die dann gemeinsam in der taschenartigen Aufnahme gewissermaßen verschwinden. Auch zwei solcher Einsätze werden durch Stifte und angepasste Löcher gesichert.

[0020] Schließlich sieht die Erfindung noch vor, dass die keilartigen Einsätze unterschiedliche Form, vorzugsweise Dicke und/oder Härte aufweisen, sodass über die einfache Variation mit zwei identischen Keilen bzw. Einsätzen hinaus, weitere individuelle Anpassungen an unterschiedliche Fußformen möglich sind, etwa unter Berücksichtigung der Reihenfolge, in der man die Einsätze in der dafür vorgesehene Aufnahme positioniert.

[0021] Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass ein Schuh, insbesondere eine Sandale sowie eine Einlage für einen Schuh geschaffen sind, die sich durch eine individuelle Anpassung an den jeweiligen Fuß auszeichnet. Es geht dabei maßgeblich um eine in den Schuh bzw. in die Einlage integrierte taschenartige Aufnahme, die für mindestens einen Einsatz für den Fuß ausgeführt sind, sodass die Sohle bzw. Einlage den individuellen Bedürfnissen und orthopädischen Zusammenhängen einer Schuhträgerin oder eines Schuhträgers angepasst werden können. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass die Höhe des Längsgewölbes bei den Menschen unterschiedlich ausfällt. Diese taschenartige Aufnahme befindet sich zweckmäßigerweise unter dem Längsgewölbe des Fußes der Schuhträgerin oder des Schuhträgers als aus orthopädischer Sicht besonders wichtigem Bereich von Sohle und Einlage. Befestigungsmittel zwischen den keilartigen Einsätzen und den Sohlen bzw. Einsätzen sichern die Position von Einsatz oder Einlage dauerhaft und sicher und zwar auch bei wechselnden Belastungen. Besonders vorteilhaft ist, dass die vom Schuhträger oder Schuhträgerin gewünschte Unterstützung des Fußes genau und zwar punktgenau dort erfolgt, wo es orthopädisch am wichtigsten ist. Auch bei ungünstiger Belastung des keilartigen Einsatzes ist eine Verlagerung aus dieser optimalen Position nicht möglich, weil dies durch die beschriebenen Arretiermittel sicher verhindert wird. Da der Einsatz immer durch die Innensohle abgedeckt ist, kommt es beim Einschieben des Einsatzes in die taschenartige Aufnahme immer zu einer schonenden Unterstützung des Laufgewölbes.

[0022] Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:
Figur 1
einen perspektivisch wiedergegebenen Fuß mit darunter liegender Sandale,
Figur 2.1
eine Sandale mit Einsätzen in perspektivischer Ansicht,
Figur 2.2
die Sandale aus Figur 2.1 in Seitenansicht,
Figur 3
eine Zwischensohle ohne Befestigungsmittel,
Figur 4
eine Zwischensohle mit Befestigungsmitteln,
Figur 5
einen Riemen,
Figur 6
einen installierten Riemen,
Figur 7
einen Riemen mit Schnallen,
Figur 8
eine Sandale von unten,
Figur 9
eine Sandale von oben,
Figur 10
eine Einlegesohle mit Einsätzen,
Figur 11
einen Schnitt durch den Sohlenbereich einer Sandale mit Aufnahme und Einsatz,
Figur 12
der Boden einer Aufnahme in vereinfachter Wiedergabe,
Figur 13
einen keilartigen Einsatz in perspektivischer Sicht mit Stegen,
Figur 14
eine taschenartige Aufnahme mit Kerben,
Figur 15
einen Teilschnitt durch Aufnahme und Einsatz und
Figur 16
eine Draufsicht auf einen keilartigen Einsatz kurz vor Erreichen seiner Endposition in der taschenartigen Aufnahme.


[0023] Figur 1 zeigt einen Fuß 50 eines Menschen mit dem Längsgewölbe 51, das mit Hilfe entsprechender Maßnahmen an dem Schuh 1 oder der Sandale 2 gezielt unterstützt werden soll. Von der Sandale 2 ist eine Ansicht von ihrer Innenseite her wiedergegeben, sodass erkennbar ist, dass in der Zwischensohle 24 eine taschenartige Aufnahme 7 ausgebildet ist, in die hier nicht gezeigte Einsätze eingefügt werden können. Durch die Aufnahme 7 und die nicht dargestellten Einsätze wird gezielt das Fußbett 11 so unterstützt bzw. ausgebildet, dass das Längsgewölbe 51 orthopädisch optimal abgestützt werden kann. Erkennbar ist, dass die Sandale 2 eine Laufsohle 4 und eine Innensohle 5 aufweist, zwischen die Zwischensohle oder Zwischensohlen 24 eingefügt werden. Mit 10 ist eine weitere solche Zwischensohle bezeichnet. Mit Hilfe des Riemens 6 und des Verschlusses 40 bzw. der Schnalle 28 kann diese Sandale 2 optimal am Fuß 50 fixiert getragen werden. Mit 12 ist die Innenseite bezeichnet, von der aus der hier nicht erkennbare Einsatz in die taschenartige Aufnahme 7 eingeführt werden kann.

[0024] Die Figur 2.1 zeigt in perspektivischer Ansicht einen als Sandale 2 ausgebildeten Schuh 1 mit einer oberen Innensohle 5 und einer unteren Laufsohle 4. Dabei dient bei solch einer Sandale 2 der den Fuß 50 des Schuhträgers umspannende Riemen 6 als eine Art Oberschuh, wobei der Riemen 6 zugleich unterhalb der Innensohle 5 gehalten ist. Der Riemen 6 ist hier zweiteilig mit einem vorderen Riemenabschnitt 25 und einem hinteren Riemenabschnitt 26 ausgestattet. Schnallen 27, 28 dienen zur Verbindung, gewissermaßen zur Herstellung des Oberschuhs. An der Innenseite 12 der Sandale 2 ist die Aufnahme 7 wieder erkennbar, die für die Höhenanpassungseinsätze bzw. die Einsätze 8, 9 zwischen Riemen 6 und Zwischensohle 10 vorgesehen ist. Die Zwischensohlen 10, 24 sind vorwiegend aus Kork hergestellt. Die Einsätze sind auf der Oberseite 41 gewölbeartig ausgeführt, um das Laufgewölbe 51 optimal abzustützen.

[0025] Den Schuh 1 nach Figur 2.1 zeigt dann auch Figur 2.2 in der Seitenansicht mit optimalem Blick auf die Laufsohle 4 und den Riemen 6 mit dem vorderen Riemenabschnitt 25 und dem hinteren Riemenabschnitt 26.

[0026] Im Rahmen der Fertigung des erfindungsgemäßen Schuhwerks zeigt Figur 3 die Zwischensohle 10 mit Klebestreifen 29, 30 zur Befestigung der Sohlen 4, 5, 10 untereinander.

[0027] In Figur 4 ist ein Kissen 32 im Bereich der Ferse dargestellt. Gut zu erkennen ist die Aufnahme 7 in Form eines Kreissegmentes 14 im Bereich unterhalb des Längsgewölbes 51 des menschlichen Fußes 50 mit den beiden keilartigen Einsätze 8 und 9 mit Pinnen 16, 17, 18 bzw. 16a, 17a, 18a seitens des Einsatzes 8 und Pinnen 16, 17, 18 seitens des Stabilisierungseinsatzes bzw. des Einsatzes 9. Löcher 19, 20, 21 im Bereich der Aufnahme 7 korrespondieren mit den Pinnen 16, 17, 18 bzw. 16a, 17a, 18a, gemeinsam als Befestigungsmittel bzw. Arretierungsmittel 15. Mit 31 ist ein mit Kleber versehenes Feld bezeichnet.

[0028] Dazu veranschaulicht Figur 5 den Riemen 6 der zum Umspannen des Fußes 50 dient, mit Vorderriemen 25 und Hinterriemen 26 ohne installierte Schnallen. Die Riemen 25, 26 mit mehreren Löchern, die zu den Schnallen korrespondieren, sind im Bereich der hinteren Riemen 26, beispielhaft mit dem Bezugszeichen 36 versehen.

[0029] In Figur 6 ist der Riemen 6 dann über die Naht 37 mit der Zwischensohle 10 aus Kork verbunden. Angedeutet ist dabei auch die taschenartige Aufnahme 7, welche an ihrer Innenseite 23 eine Naht 22 aufweist, die gewissermaßen die Größe der taschenartigen Aufnahme 7 vorgibt und hier auch in Art eines Kreissegmentes ausgebildet ist.

[0030] Figur 7 zeigt die Unterseite der Zwischensohle 10, wo über Klebestreifen 29, 30 eine Fixierung in Richtung Laufsohle 4 erfolgt. Mit den Bezugszeichen 6, 25, 26 sind wiederum die Riemen bezeichnet.

[0031] In der Darstellung gemäß Figur 8 ist dann die Verbindung zwischen Riemen 6, 25, 26 einerseits und der unteren Laufsohle 4 andererseits erfolgt. Mit den Bezugszeichen 8 und 9 sind wiederum die beiden keilartigen Einsätze bezeichnet.

[0032] Figur 9 zeigt einen Blick auf eine Innensohle 5 mit den Zehenstegen 38 und 39.

[0033] Schließlich zeigt Figur 10 eine Einlegesohle 3 mit der Aufnahme 7 in dem Bereich 13, welcher mit dem Längsgewölbe 51 des Fußes 50 der Schuhträgerin oder des Schuhträgers korrespondiert. Hier können beliebig ausgebildete Stabilisierungseinsätze in Art von kleinen Formkörpern eingesetzt und den Bedürfnissen des Trägers entsprechend angepasst werden. Befestigungsmittel bzw. Arretierungsmittel 15 sind mit den Bezugszeichen 16-18 bzw. 19-21 bezeichnet.

[0034] Die Figur 11 zeigt eine taschenartige Aufnahme 7 in vergrößerter Wiedergabe in die ein keilartiger Einsatz 8 bereits eingeschoben ist. Die taschenartige Aufnahme 7 ist hier etwas vergrößert, um zu verdeutlichen, dass der keilartige Einsatz 8 nach dem Einschieben in die taschenartige Aufnahme 7 nach unten geschoben werden kann, sodass die Arretiermittel 15 in Form der Stifte 16, 17 in die dafür vorgesehenen Löcher 19, 20 bzw. das Gegenstück 45 zum Arretiermittel 15 eingeschoben werden können. Nachdem dies geschehen ist, kann der keilartige Einsatz 8, 9 nur wieder aus der taschenartigen Aufnahme 7 entfernt werden, wenn er bewusst etwas angehoben wird, wobei noch einmal darauf hingewiesen wird, dass hier die taschenartige Aufnahme 7 zu groß wiedergegeben ist. Die Löcher 19, 20 sind in den Boden 43 der taschenartigen Aufnahme 7 eingebracht und haben genau die Form der Stifte 16, 17. Die Stifte 16, 17 sind Teil der Unterseite 42 des keilartigen Einsatzes 8, 9, wobei die Oberseite 41 an das Dach 46 der taschenartigen Aufnahme 7 angepasst ist und dort anliegt. Hier nicht gezeigt ist, dass die Wandung 44 der taschenartigen Aufnahme 7 geglättet ausgeführt ist oder aber mit einem entsprechenden Tuch bespannt ist, um so das Einschieben des keilartigen Einsatzes 8, 9 zu erleichtern.

[0035] Figur 12 zeigt eine Draufsicht auf die taschenartige Aufnahme 7, wobei deutlich wird, dass die Gegenstücke 45 bzw. die Stifte 16, 17 genau in die Löcher 19, 20 hineinpassen, sodass dann der hier nicht gezeigte keilartige Einsatz 8 nicht mehr verrutschen kann.

[0036] Gewisse Varianten zeigen die Figuren 13 und 14, wobei hier die keilartigen Einsätze 8, 9 mit Stegen 49, 49' versehen sind, die mit den Kerben 48, 48' im Dach 46 bzw. im Boden 43 übereinstimmend so angebracht sind, dass der keilartige Einsatz 8 glatt und geführt bis in den hier mit 47 bezeichneten Einschubhintergrund in die taschenartige Aufnahme 7 eingeschoben werden kann.

[0037] Nach Figur 15 ist vorgesehen, dass im Abstand zum Einschubhintergrund 47 eine Erhebung 54 ausgebildet ist, sodass eine Rastrille 58 entsteht, in die ein entsprechend ausgebildeter Rundsteg 55 des keilartigen Einsatzes 8, 9 einrasten kann, wenn der keilartige Einsatz 8, 9 in der taschenartigen Aufnahme 7 den Einschubhintergrund 47 erreicht hat.

[0038] Figur 16 zeigt schließlich noch eine Ausführungsform, bei der mit Kleinmagneten 56 gearbeitet wird, die im Einschubhintergrund 47 so angeordnet sind, dass der der Vorderkante 57 des keilartigen Einsatzes 8, 9 zugeordnete Metalldraht 58 mit ihnen zusammen ein Festlegen des keilartigen Einsatzes 8, 9 in der Aufnahme 7 sicherstellt.

[0039] Bei allen genannten Ausführungsformen wird der Einsatz 8, 9 in der taschenartigen Aufnahme 7 durch die Arretiermittel 15 so fixiert und festgelegt, dass die optimale Abstützung des Fußes 50, die ermittelt worden ist, immer erhalten bleibt. Der keilartige Einsatz 8, 9 kann nicht verrutschen - wie die Einlegesohlen - und auch nicht aus der taschenartigen Aufnahme 7 herausfallen.

[0040] Ein Fußbett 11 muss nicht unbedingt in der Innensohle 5 ausgeformt sein, weil ja der jeweils in die taschenartige Aufnahme 7 eingeschobene keilartige Einsatz 8, 9 die notwendige "Aufwölbung" erbringt, also eine Art Fußbett. In der Regel ist es aber optimal, wenn ein Normfußbett 11 in der Innensohle ausgeprägt wird, damit zumindest eine Vorgabe für die dann durch den Einsatz 8, 9 zu bewirkende Aufwölbung vorgegeben ist. Mit diesem keilartigen Einsatz 8, 9 wird also das Fußbett 11 quasi optimiert.

[0041] Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden, werden allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen.


Ansprüche

1. Schuh (1), insbesondere Sandale (2), mit einer unteren Laufsohle (4) und einer oberen Innensohle (5) mit Fußbett (11), ggf. einer oder mehreren Zwischensohlen (10) und einen den Schuh (1) oder die Sandale (2) am Fuß (50) des Schuhträgers fixierenden Verschluss (40),
dadurch gekennzeichnet,
dass eine in den Schuh (1) oder die Sandale (2) integrierte, zwischen Laufsohle (4) und Innensohle (5) angeordnete, taschenartige Aufnahme (7) für mindestens einen keilartigen Einsatz (8, 9) zur Stützung und Anpassung an das Längsgewölbe (51) des Fußes (5) des Schuhträgers vorgesehen ist, wobei der Einsatz (8, 9) auf seiner Unterseite (42) ein mit dem Boden (43) der Aufnahme (7) korrespondierendes und ihr angepasst ausgebildetes, von der taschenartigen Aufnahme (7) wieder trennbares Arretiermittel (15) aufweist.
 
2. Einlage (3) für einen Schuh (1) oder eine Sandale (2) mit einer unteren Laufsohle (4) und einer oberen Innensohle (5) mit Fußbett (11) und einer oder mehreren Zwischensohlen (10),
dadurch gekennzeichnet,
dass eine in die Einlage (3) integrierte, taschenartige Aufnahme (7) in die keilartige Einsätze (8, 9) zur Anpassung an den Fuß (50) einführbar sind, wobei die Einsätze (8, 9) auf der Unterseite (42) ein wieder trennbares, mit dem dem Boden (43) der Aufnahme (7) zugeordneten Gegenstück (45) korrespondierend geformtes Arretiermittel (15) aufweisen.
 
3. Schuh (1) nach Anspruch 1 oder Einlage (3) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die taschenartige Aufnahme (7) jeweils auf der Innenseite (12) des Schuhs (1) oder der Einlage (3) angeordnet ist.
 
4. Schuh (1) nach Anspruch 1 oder Einlage (3) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die taschenartige Aufnahme (7) in dem mit dem medialen Längsgewölbe (51) des Fußes (50) des Schuhträgers korrespondierenden Bereich (13) des Schuhs (1) oder der Einlage (3) angeordnet ist.
 
5. Schuh (1) nach Anspruch 1 oder Einlage (3) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die taschenartige Aufnahme (7) in der Zwischensohle (10) oder zwischen der Zwischensohle (10) und einem den Fuß (50) mit umspannenden und als Verschluss (40) dienenden Riemen (6) angeordnet ist.
 
6. Schuh (1) nach Anspruch 1 oder Einlage (3) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die taschenartige Aufnahme (7) die Form eines Kreissegmentes aufweist.
 
7. Schuh (1) nach Anspruch 1 oder Einlage (3) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die taschenartige Aufnahme (7) innenseitig durch eine Naht (22) begrenzt ist.
 
8. Schuh (1) nach Anspruch 1 oder Einlage (3) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die taschenartige Aufnahme (7) eine Wandung (44) aufweist, die geglättet ist und das Einschieben des keilartigen Einsatzes (8, 9) begünstigend ausgebildet oder mit entsprechendem Stoff bespannt ist.
 
9. Schuh (1) nach Anspruch 1 oder Einlage (3) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die taschenartige Aufnahme (7) im Boden (43) und/oder im Dach (46) in Richtung Einschubhintergrund (47) verlaufende Kerben (48) aufweist, die mit Stegen (49) korrespondieren, die auf der Ober- (41) und/oder der Unterseite (42) des keilartigen Einsatzes (8, 9) angeordnet und ausgebildet sind.
 
10. Schuh (1) nach Anspruch 1 oder Einlage (3) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass dem auf der Unterseite (42) des keilartigen Einsatzes (8, 9) angeordneten Arretiermittel (15) ein korrespondierendes Gegenstück (45) am oder im Boden (43) der Aufnahme (7) zugeordnet ist.
 
11. Schuh (1) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Einsatz (8, 9) auf seiner Unterseite (42) als Arretiermittel (15) dienende Stifte (16-18) und die Aufnahme (7) im Boden (43) mit als Gegenstück (45) wirkende, korrespondierend geformt und angeordnete Löcher (19-21) aufweist.
 
12. Schuh (1) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Einsatz (8, 9) aus Kunststoff hergestellt ist und Einsatz (8, 9) und Stifte (16-18) einteilig ausgebildet sind.
 
13. Schuh (1) nach Anspruch 1 oder Einlage (3) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Einsatz (8, 9) auf seiner Unterseite (42) und die Aufnahme (7) auf ihrem Boden (43) einen Klettverschluss bildende Flächen aufweisen.
 
14. Schuh (1) nach Anspruch 1 oder Einlage (3) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Einschubhintergrund (47) der Aufnahme (7) auf dem Boden (43) im Abstand zum Einschubhintergrund (47) eine eine Rastrille (53) vorgebende Erhebung (54) vorgesehen ist, in die ein auf der Unterseite (42) des keilartigen Einsatzes (8, 9) ausgeformter Rundsteg (55) einrastbar ausgebildet ist.
 
15. Schuh (1) nach Anspruch 1 oder Einlage (3) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Einschubhintergrund (47) der Aufnahme (7) dort befestigte Kleinmagnete (56) aufweist, die mit einem der Vorderkante (57) des keilartigen Einsatzes (8, 9) zugeordneten Metalldraht (58) korrespondierend ausgebildet und angeordnet sind.
 
16. Schuh (1) nach Anspruch 1 oder Einlage (3) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahme (7) für zwei oder mehr übereinander anzuordnende und miteinander zu koppelnde Einsätze (8, 9) ausgebildet ist.
 
17. Schuh (1) nach Anspruch 1 oder Einlage (3) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die keilartigen Einsätze (8, 9) unterschiedliche Form, vorzugsweise Dicke und/oder Härte aufweisen.
 




Zeichnung




























Recherchenbericht









Recherchenbericht