(19)
(11)EP 4 027 101 A1

(12)EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43)Veröffentlichungstag:
13.07.2022  Patentblatt  2022/28

(21)Anmeldenummer: 21212363.2

(22)Anmeldetag:  03.12.2021
(51)Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F41G 11/00(2006.01)
G03B 17/56(2021.01)
G02B 23/16(2006.01)
(52)Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
G02B 23/16; G03B 17/561; F41G 1/38
(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(30)Priorität: 11.01.2021 DE 102021200186

(71)Anmelder: EP Arms GmbH
90552 Röthenbach an der Pegnitz (DE)

(72)Erfinder:
  • ENGELBREIT, Philipp
    91207 Lauf an der Pegnitz (DE)

(74)Vertreter: FDST Patentanwälte 
Nordostpark 16
90411 Nürnberg
90411 Nürnberg (DE)

  


(54)ADAPTERVORRICHTUNG ZUR BEFESTIGUNG EINES VORSATZGERÄTS AN EINEM ZIELFERNROHR


(57) Die Erfindung betrifft eine Adaptervorrichtung (4) zur Befestigung eines Vorsatzgeräts (6) an einem Zielfernrohr (2), aufweisend einen an dem Zielfernrohr (2) befestigbaren Klemmring (8),-wobei der Klemmring (8) eine Haltekontur (12, 12') zur lösbaren form- und/oder kraftschlüssigen Befestigung mit einer an dem Vorsatzgerät (6) angeordneten oder anordenbaren Gegenkontur (14, 14') aufweist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Adaptervorrichtung zur Befestigung eines Vorsatzgeräts an einem Zielfernrohr.

[0002] Ein Zielfernrohr ist eine fernoptische Einrichtung, welche als eine Primäroptik beispielsweise an einer Schusswaffe montierbar ist. Ein solches Zielfernrohr dient einer optischen Vergrößerung von durch dieses in der Ferne betrachteten Objekten. Hierfür weist das Zielfernrohr einen Tubus mit einem objektseitigen Objektiv und mit einem benutzer- oder augenseitigen Okular auf. Zwischen dem Objektiv und dem Okular ist ein optischer Kanal gebildet, in welchem beispielsweise mehrere optische, insbesondere optisch vergrößernde, Elemente, zum Beispiel Linsen und/oder Prismen, angeordnet sind. In dem optischen Kanal befindet sich typischerweise weiterhin ein Absehen, also eine Zielmarkierung.

[0003] Um bei eingeschränkten oder schlechten Lichtverhältnissen ein zuverlässiges Zielen zu ermöglichen, werden beispielsweise sogenannte Vorsatz- oder Aufsatzgeräte, beispielsweise in Form von Nachtsichtgeräten oder Wärmebildgeräten, eingesetzt, welche vor dem Objektiv des Zielfernrohrs angeordnet werden. Bei einem solchen Vorsatzgerät wird mit dem Zielfernrohr auf ein von dem Vorsatzgerät erzeugtes Bild gezielt. Mit anderen Worten ist das Absehen auf ein Bild ausgerichtet. Dadurch ist es notwendig, dass ein solches Vorsatzgerät möglichst fluchtend mit dem Zielfernrohr angeordnet wird. Dies bedeutet, dass die optischen Achsen oder Kanäle des Zielfernrohrs und des Vorsatzgeräts möglichst versatzfrei aufeinander ausgerichtet sein sollten.

[0004] Typischerweise berühren sich das Vorsatzgerät und das Zielfernrohr beziehungsweise das Objektiv nicht. Hintergrund ist, dass das Vorsatzgerät ein vergleichsweise hohes Baugewicht, beispielsweise zwischen 300 g (Gramm) und 800 g, aufweist, und bei einer Schussabgabe der Schusswaffe durch den Hochschlag einer starken Belastung ausgesetzt ist. Insbesondere ist hierbei eine gleichbleibende, festen Fixierung des Vorsatzgeräts gewünscht, so dass nach einer Schussabgabe kein Versatz zwischen den optischen Achsen auftritt.

[0005] Das Vorsatzgerät kann hierbei beispielsweise mittels einer Montageschiene vor das Zielfernrohr montiert werden. Die Montageschiene ist hierbei insbesondere an der Schusswaffe befestigt.

[0006] Ebenso denkbar ist beispielsweise der Einsatz von Adaptervorrichtungen als Montageadapter, welche als mechanische Schnittstelle zwischen dem Zielfernrohr und dem Vorsatzgerät angeordnet sind. Beispielsweise sind als Klemmringe ausgeführte Adaptervorrichtungen mit einem Schnellverschluss oder Schnellspanner möglich, welche einerseits an einem objektivseitigen Tubusende des Zielfernrohrs und anderseits and dem Vorsatzgerät klemmbefestigbar sind. Das Vorsatzgerät ist somit über die Adaptervorrichtung mittelbar an dem Zielfernrohr befestigt, und wird somit von dem Zielfernrohr getragen.

[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen besonders geeigneten Adapter zur Befestigung eines optische Vorsatzgeräts an einem Zielfernrohr anzugeben. Insbesondere soll eine möglichst wiederholgenaue exakte Halterung oder Befestigung des Vorsatzgeräts zum Zentrum des Zielfernrohrs (optischen Achse) ermöglicht werden.

[0008] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.

[0009] Die erfindungsgemäße Adaptervorrichtung ist zur Befestigung eines Vorsatzgeräts an einem Zielfernrohr vorgesehen, sowie dafür geeignet und eingerichtet. Bei dem Zielfernrohr handelt es sich vorzugsweise um ein an einer Schusswaffe, insbesondere an einer handgeführten Schusswaffe, wie beispielsweise einem Jagdgewehr, befestigtes oder montiertes Zielfernrohr. Das Vorsatz- oder Aufsatzgerät ist beispielsweise als ein Wärmebild- oder Nachtsichtgerät ausgebildet.

[0010] Die Adaptervorrichtung weist hierbei einen an dem Zielfernrohr befestigten oder befestigbaren Klemmring auf, wobei der Klemmring eine Haltekontur zur lösbaren form- und/oder kraftschlüssigen Befestigung, Arretierung, Verrastung oder Verriegelung mit einer an dem Vorsatzgerät angeordneten oder anordenbaren Gegenkontur aufweist.

[0011] Die Konjunktion "und/oder" ist hier und im Folgenden derart zu verstehen, dass die mittels dieser Konjunktion verknüpften Merkmale sowohl gemeinsam als auch als Alternativen zueinander ausgebildet sein können.

[0012] Unter einem "Formschluss" oder einer "formschlüssigen Verbindung" zwischen wenigstens zwei miteinander verbundenen Teilen wird hier und im Folgenden insbesondere verstanden, dass der Zusammenhalt der miteinander verbundenen Teile zumindest in einer Richtung durch ein unmittelbares Ineinandergreifen von Konturen der Teile selbst oder durch ein mittelbares Ineinandergreifen über ein zusätzliches Verbindungsteil erfolgt. Das "Sperren" einer gegenseitigen Bewegung in dieser Richtung erfolgt also formbedingt.

[0013] Unter einem "Kraftschluss" oder einer "kraftschlüssigen Verbindung" zwischen wenigstens zwei miteinander verbundenen Teilen wird hier und im Folgenden insbesondere verstanden, dass die miteinander verbundenen Teile aufgrund einer zwischen ihnen wirkenden Reibkraft gegen ein Abgleiten aneinander gehindert sind. Fehlt eine diese Reibkraft hervorrufende "Verbindungskraft" (dies bedeutet diejenige Kraft, welche die Teile gegeneinander drückt, beispielsweise eine Schraubenkraft oder die Gewichtskraft selbst), kann die kraftschlüssige Verbindung nicht aufrecht erhalten und somit gelöst werden.

[0014] Durch die Adaptervorrichtung ist somit eine zerstörungsfreie und wiederholgenaue Befestigung des Vorsatzgeräts am Zielfernrohr ermöglicht. Insbesondere ist es möglich die optischen Achsen von Zielfernrohr und Vorsatzgerät reproduzierbar möglichst versatzfrei zueinander anzuordnen. Mit anderen Worten ermöglicht die Adaptervorrichtung eine wiederholgenaue präzise Ausrichtung des Sehfeldes des Vorsatzgerätes mit dem Mittelpunkt des Sehfeldes des Zielfernrohrs, so dass stets eine optimale Beobachtungsposition realisiert wird. Dadurch ist eine besonders geeignete Adaptervorrichtung realisiert.

[0015] Die Haltekontur und Gegenkontur können hierbei - ohne Beschränkung der Allgemeinheit - beispielsweise als eine Gewindeverbindung, eine Bajonettverbindung, oder als eine Schwertverriegelung ausgeführt sein. Wesentlich ist, dass eine zerstörungsfrei lösbare, form- und/oder kraftschlüssige, Fügeverbindung realisierbar ist.

[0016] Unter "axial" oder einer "Axialrichtung" wird hier und im Folgenden insbesondere eine Richtung parallel (koaxial) zur optischen Achse beziehungsweise entlang einer Längsrichtung des Zielfernrohrs, also senkrecht zu den Stirnseiten des etwa zylindrischen Tubus verstanden. Entsprechend wird hier und im Folgenden unter "radial" oder einer "Radialrichtung" insbesondere eine senkrecht (quer) zur optischen Achse des Zielfernrohrs orientierte Richtung entlang eines Radius des Zielfernrohrs oder Tubus verstanden. Unter "tangential" oder einer "Tangentialrichtung" wird hier und im Folgenden insbesondere eine Richtung entlang des Umfangs des Zielfernrohrs oder Tubus (Umfangsrichtung, Azimutalrichtung), also eine Richtung senkrecht zur Axialrichtung und zur Radialrichtung, verstanden.

[0017] Die Adaptervorrichtung kann hierbei beispielsweise als ein spezieller Montageadapter ausgeführt sein, dessen Haltekontur an eine vorgegebene Gegenkontur des Vorsatzgeräts angepasst ist. In einer geeigneten Ausführung weist die Adaptervorrichtung jedoch einen an dem Vorsatzgerät befestigbaren Haltering auf, welcher mit der Gegenkontur versehen ist. Der Haltering kann hierbei für verschiedenste Vorsatzgeräte hergestellt werden. Der Haltering ist hierbei an eine jeweilige Verriegelungsart des Vorsatzgeräts angepasst. Beispielsweise weist der Haltering einen an ein Befestigungsgewinde des Vorsatzgeräts Gewindedurchmesser auf. Dadurch ist es möglich das Vorsatzgerät mittels des Halterings für eine Befestigung an dem Klemmring nachzurüsten, der Haltering wirkt somit quasi als ein Adapterring für die Adaptervorrichtung. Insbesondere ist es somit möglich ohne einen Wechsel oder Austausch des Halterings das Vorsatzgerät an verschiedensten Zielfernrohren zu montieren, wobei ein erneutes Einschießen nicht notwendig ist.

[0018] In einer denkbaren Weiterbildung weist der Klemmring zwei schellenartig gegeneinander verspannbare Ringhälften oder Halbschalen auf. Die Ringhälften umgreifen hierbei ein objektivseitiges Tubusende des Zielfernrohrs, welches im verspannten oder montierten Zustand form- und kraftschlüssig von dem Klemmring tangential und radial geklemmt ist. Dadurch ist eine einfache und zerstörungsfrei lösbare Befestigung des Klemmrings an dem Zielfernrohr ermöglicht.

[0019] In einer denkbaren Ausgestaltung sind die Ringhälften beispielsweise mittels zweier etwa diametral gegenüberliegender Befestigungsschrauben gegeneinander verspannbar. Beispielsweise weisen die Ringhälften hierbei jeweils zwei diametral gegenüberliegende Flanschbereiche mit einer (Gewinde-)Bohrung auf, wobei die Flanschbereiche der Ringhälften übereinander fluchtend angeordnet werden. Dadurch ist eine einfache und aufwandreduzierte Klemmbefestigung an dem Zielfernrohr realisiert.

[0020] Der Klemmring wird somit mittels zweier Befestigungsschrauben über eine Flächenpressung der Ringhälften an dem Zielfernrohr montiert. Dadurch ist weiterhin eine einfache Anpassung des Klemmrings an Zielfernrohre mit unterschiedlichem (Tubus-)Durchmessern möglich. In einer besonders vorteilhaften Ausbildung weisen die Ringhälften beziehungsweise die Flächenpressung eine Spann- oder Anlagefläche mit einer axialen Breite von weniger als 20 mm (Millimeter), insbesondere weniger als 17 mm, vorzugsweise etwa 15 mm, auf. Mit anderen Worten wird beispielsweise lediglich eine Spannfläche mit 15 mm Breite benötigt. Dies hat zur Folge, dass ebenso kombinierte Waffen wie ein Drilling oder eine Bockbüchsflinte mit einem Vorsatzgerät verwendet werden können.

[0021] Ein zusätzlicher oder weiterer Aspekt der Erfindung sieht vor, dass die Haltekontur und die Gegenkontur als eine Gewindeverbindung ausgeführt sind. Beispielsweise ist die Haltekontur hierbei als ein Außengewinde und die Gegenkontur als ein korrespondierendes Innengewinde ausgeführt.

[0022] Vorzugsweise sind die Haltekontur und die Gegenkontur derart ausgeführt sind, dass sie über eine Drehbewegung, insbesondere mittels einer 45°-Drehbewegung, der Gegenkontur beziehungsweise des Halterings miteinander fügbar sind. Hierzu sind die Haltekontur und die Gegenkontur in einer bevorzugten Ausführung als unterbrochene Rundgewinde ausgeführt. Geeigneterweise ist hierbei eine Feinzentrierung, beispielsweise am Klemmring vorgesehen, welche als Passungsdurchmesser eine Fläche im Gewindespiel abfängt, so dass durch die Plananlage der Konturen und der Feinzentrierung eine Wiederholgenauigkeit von beispielsweise ± 0.05 mm gewährleistet ist.

[0023] In einer zweckmäßigen Weiterbildung weist die Adaptervorrichtung ein einstellbares Verriegelungselement, beispielsweise einen betätigbaren Verriegelungsstift auf, welches(r) eine relative Bewegung der Konturen blockiert. Der Verriegelungsstift ist hierbei beispielsweise an dem Klemmring und/oder an dem Haltering angeordnet. Bei einer Ausführung der Konturen als unterbrochene Rundgewinde greift der Verriegelungsstift hierbei beispielsweise in einen durch die Unterbrechungen gebildeten Zwischenraum ein. Damit ist eine stets gleichbleibende Position (Rotation) bei der Befestigung des Vorsatzgeräts an dem Klemmring sichergestellt. Beispielsweise weist der Haltering einen Verriegelungsstift auf der durch drücken eines Hebels entriegelt wird.

[0024] In einer alternativen Ausgestaltung sind die Haltekontur und die Gegenkontur nach Art einer Bajonett-Verbindung ausgeführt. In einer denkbaren Ausführung ist die Haltekontur hierbei als zwei emporstehende Stifte ausgeführt, welche an diametral gegenüberliegenden Stellen des Klemmrings radial nach innen gerichtet sind, und wobei die Gegenkontur als zwei radiale Schrägnuten ausgeführt ist. Dadurch ist eine besonders kurze Bauform der Adaptervorrichtung realisiert.

[0025] Nachfolgend sind Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:
Fig. 1
in perspektivischer Darstellung ein Zielfernrohr mit einer Adaptervorrichtung mit einem Haltering und mit einem Klemmring,
Fig. 1, Fig. 2
in perspektivischen Darstellungen eine Adaptervorrichtung in einer zweiten Ausführungsform
Fig. 3
in Schnittansicht die Adaptervorrichtung gemäß der zweiten Ausführungsform, und
Fig. 4, Fig. 5
in perspektivischen Darstellungen eine dritte Ausführungsform der Adaptervorrichtung.


[0026] Einander entsprechende Teile und Größen sind in allen Figuren stets mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

[0027] Die Fig. 1 zeigt ein Zielfernrohr 2 mit einer Adaptervorrichtung 4 zur Befestigung eines Vorsatzgeräts 6 (Fig. 6). Die Adaptervorrichtung 4 weist einen an dem Zielfernrohr 2 objektivseitig befestigten Klemmring 8 auf, welcher mit einem separaten Haltering 10 mechanisch koppelbar ist. Hierzu weist der Klemmring 8 eine Haltekontur 12 und der Haltering 10 eine korrespondierende Gegenkontur 14 (Fig. 2) auf.

[0028] In dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist sind die Konturen 12, 14 als Gewinde ausgeführt, so dass die mechanische Kopplung zwischen den Adapterteilen 8, 10 insbesondere als eine form- und/oder kraftschlüssige Gewindeverbindung realisiert ist.

[0029] Der Klemmring 8 weist zwei schellenartig gegeneinander verspannbare Ringhälften 16, 18 auf. Die Ringhälfte 18 ist hierbei einteilig, also einstückig oder monolithisch, mit der Haltekontur 12 ausgeführt. Die Ringhälften 16, 18 umgreifen hierbei das objektivseitige Tubusende des Zielfernrohrs 2, welches im verspannten oder montierten Zustand form- und kraftschlüssig von dem Klemmring 8 tangential und radial geklemmt ist. Die Ringhälften 16, 18 sind hierbei mittels zweier diametral gegenüberliegender Befestigungsschrauben 15 (Fig. 5) gegeneinander verspannbar. Die Ringhälften 16, 18 weisen hierbei jeweils zwei diametral gegenüberliegende Flanschbereiche 20 mit einer (Gewinde-)Bohrung auf.

[0030] Die Ringhälften 16, 18 beziehungsweise die Flächenpressung des Klemmrings 8 weisen hierbei eine Spann- oder Anlagefläche mit einer axialen Breite von weniger als 20 mm, insbesondere weniger als 17 mm, vorzugsweise etwa 15 mm, auf.

[0031] Die Haltekontur 12 ist vorzugsweise als ein Außengewinde des Klemmrings 8 und die Gegenkontur 14 als ein korrespondierendes Innengewinde des Halterings 10 ausgeführt. Vorzugsweise sind die Konturen oder Gewinde 12, 14 derart ausgeführt sind, dass sie über eine Drehbewegung, insbesondere mittels einer 45°-Drehbewegung, der Gegenkontur 12 beziehungsweise des Halterings 10 miteinander fügbar sind. Hierzu sind die Konturen 12, 14 als unterbrochene Rundgewinde ausgeführt. Geeigneterweise ist hierbei eine Feinzentrierung 22, am Klemmring 8 vorgesehen, welche als Passungsdurchmesser eine Fläche im Gewindespiel abfängt, so dass durch die Plananlage der Konturen und der Feinzentrierung eine Wiederholgenauigkeit von beispielsweise ± 0.05 mm gewährleistet ist.

[0032] Nachfolgend ist anhand der Figuren 2 bis 4 ein zweites Ausführungsbeispiel der Adaptervorrichtung 4 näher erläutert. In dieser Ausführung ist die Adaptervorrichtung 4 insbesondere als ein Montageadapter ausgeführt, der einen an ein spezielles Vorsatzgerät angepassten Haltering 10 aufweist. Der Haltering 10 ist hierbei mit einem Innengewinde 24 versehen, welches in ein korrespondierendes Außengewinde des Vorsatzgeräts eindrehbar ist.

[0033] Die Adaptervorrichtung 4 der Figuren 2 bis 4 weist weiterhin ein einstellbares Verriegelungselement 26 auf, mittels welchem die Befestigung oder Arretierung, also die Rotationsposition der Adapterteile 8, 10 in der Montagestellung, festlegbar ist. In dieser Ausführungsform ist das Verriegelungselement 26 als ein Federdruckstück ausgebildet, welches in dem Haltering 10 integriert ist.

[0034] Die Figuren 5 und 6 zeigen ein drittes Ausführungsbeispiel der Adaptervorrichtung 4. In dieser Ausgestaltung ist die Gegenkontur 14' als ein Teil des Vorsatzgeräts 6 ausgeführt. Die mechanische Kopplung oder Fügeverbindung der Adaptervorrichtung 4 ist hierbei nach Art einer Bajonett-Verbindung ausgeführt. Hierzu weist der Klemmring 8 zwei am Innenumfang radial nach innen ragende Stifte als Haltekontur 12 ' auf, wobei die Gegenkontur 14' als zwei radiale Schrägnuten des Vorsatzgeräts 6 ausgeführt sind.

[0035] Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr können auch andere Varianten der Erfindung von dem Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Gegenstand der Erfindung zu verlassen. Insbesondere sind ferner alle im Zusammenhang mit den Ausführungsbeispielen beschriebenen Einzelmerkmale auch auf andere Weise miteinander kombinierbar, ohne den Gegenstand der Erfindung zu verlassen.

Bezugszeichenliste



[0036] 
2
Zielfernrohr
4
Adaptervorrichtung
6
Vorsatzgerät
8
Klemmring
10
Haltering
12, 12'
Haltekontur
14, 14'
Gegenkontur
15
Befestigungsschrauben
16
Ringhälfte
18
Ringhälfte
20
Flanschbereich
22
Feinzentrierung
24
Innengewinde
26
Verriegelungselement



Ansprüche

1. Adaptervorrichtung (4) zur Befestigung eines Vorsatzgeräts (6) an einem Zielfernrohr (2), aufweisend einen an dem Zielfernrohr (2) befestigbaren Klemmring (8),-wobei der Klemmring (8) eine Haltekontur (12, 12') zur lösbaren form- und/oder kraftschlüssigen Befestigung mit einer an dem Vorsatzgerät (6) angeordneten oder anordenbaren Gegenkontur (14, 14') aufweist.
 
2. Adaptervorrichtung (4) nach Anspruch 1, aufweisend einen an dem Vorsatzgerät (6) befestigbaren Haltering (10), wobei der Haltering (10) die Gegenkontur (14) aufweist.
 
3. Adaptervorrichtung (4) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Klemmring (8) zwei schellenartig gegeneinander verspannbare Ringhälften (16, 18) aufweist.
 
4. Adaptervorrichtung (4) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ringhälften (16, 18) mittels zweier diametral gegenüberliegender Befestigungsschrauben (15) gegeneinander verspannbar sind.
 
5. Adaptervorrichtung (4) nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ringhälften (16, 18) eine Spannfläche zur Halterung an dem Zielfernrohr (2) mit einer axialen Breite von weniger als 20 mm, insbesondere von etwa 15 mm, aufweisen.
 
6. Adaptervorrichtung (4) nach Anspruch 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Haltekontur (12) als ein Außengewinde und die Gegenkontur (14) als ein korrespondierendes Innengewinde ausgeführt sind.
 
7. Adaptervorrichtung (4) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Außengewinde und das Innengewinde als unterbrochene Rundgewinde ausgeführt sind.
 
8. Adaptervorrichtung (4) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Haltering (10) und/oder der Klemmring (8) ein einstellbares Verriegelungselement (26) aufweist.
 
9. Adaptervorrichtung (4) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Haltekontur (12') und die Gegenkontur (14') nach Art einer Bajonett-Verbindung ausgeführt sind.
 
10. Adaptervorrichtung (4) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,

- dass die Haltekontur (12') als zwei Stifte ausgeführt ist, welche an diametral gegenüberliegenden Stellen des Klemmrings (8) radial nach innen gerichtet sind, und

- dass die Gegenkontur (14') als zwei radiale Schrägnuten ausgeführt ist.


 




Zeichnung
















Recherchenbericht









Recherchenbericht