(19)
(11)EP 4 064 252 A1

(12)EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43)Veröffentlichungstag:
28.09.2022  Patentblatt  2022/39

(21)Anmeldenummer: 22163511.3

(22)Anmeldetag:  22.03.2022
(51)Internationale Patentklassifikation (IPC): 
G09F 3/03(2006.01)
G09F 3/20(2006.01)
G09F 3/00(2006.01)
(52)Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
G09F 3/0335; G09F 3/0297; G09F 2003/0241; G09F 2003/0264; G09F 2003/0283; G09F 3/208
(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(30)Priorität: 22.03.2021 DE 202021101433 U

(71)Anmelder: Tiger Media Deutschland GmbH
20359 Hamburg (DE)

(72)Erfinder:
  • WEITENDORF, Till
    20144 Hamburg (DE)

(74)Vertreter: LBP Lemcke, Brommer & Partner Patentanwälte mbB 
Siegfried-Kühn-Straße 4
76135 Karlsruhe
76135 Karlsruhe (DE)

  


(54)HAFTETIKETT MIT EINEM TRANSPONDER UND SYSTEM MIT EINEM SOLCHEN HAFTETIKETT


(57) Die Erfindung betrifft ein Haftetikett (1, 1', 1") mit einem RFID-/NFC-Transponder (2), aufweisend: eine obere Deckschicht (1a), insbesondere aus Papier oder Kunststoff; eine mit der Deckschicht (1a) verbundene Funktionsschicht (1d), welche Funktionsschicht (1d) den RFID-/NFC-Transponder (2) enthält; eine Haftkleberschicht (1e) auf einer der Deckschicht (1a) abgewandten Seite der Funktionsschicht (1d), welche Haftkleberschicht (1e) hilfsmittelfrei von einem Untergrund (4) abziehbar ist. Weiter betrifft die Erfindung ein System aus einem Gebrauchsgegenstand (4), wie einer Lebensmittelverpackung, einem auf den Gebrauchsgegenstand (4) aufgeklebten erfindungsgemäßen Haftetikett (1) und einem flächigen Trägerelement (5), vorzugsweise einer Karte, bei dem das Haftetikett (1) von dem Gebrauchsgegenstand (4) abziehbar und auf das Trägerelement (5) aufklebbar ist, wozu vorzugsweise flächige Abmessungen des Trägerelements (5) flächigen Abmessungen des Haftetiketts (1) entsprechend ausgebildet sind.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Haftetikett mit einem RFID-/NFC-Transponder gemäß Anspruch 1.

[0002] Die Erfindung betrifft auch ein System aus einem Gebrauchsgegenstand, wie einer Lebensmittelverpackung, einem auf dem Gebrauchsgegenstand aufgeklebten Haftetikett mit einem RFID-/NFC-Transponder und einem flächigen Trägerelement.

[0003] Die Anmelderin vertreibt unter anderem sogenannte Audio-Boxen, die in der Lage sind, mittels eines entsprechenden Lesegeräts eine RFID-/NFC-Kennung von einer entsprechend ausgestalteten Karte zu lesen, dann über eine Internet-Verbindung wenigstens eine mit der Kennung verknüpfte Mediendatei von einem externen Server zu laden und diese mittels der Audio-Box zur Wiedergabe zu bringen. Die Audio-Boxen der Anmelderin sind unter der Bezeichnung "Tigerbox" bzw. "Tigerbox touch" weithin bekannt.

[0004] Als Kennungsträger fungieren bei den genannten Audio-Boxen der Anmelderin Trägerelemente in Form von (Sammel-)Karten, in die ein RFID-/NFC-Transponder integriert ist. Diese Karten werden in einen entsprechenden Schlitz an der Audio-Box eingeführt, sodass ein in der Audio-Box enthaltenes Lesegerät die Kennung auslesen kann. Die Box sorgt dann für einen entsprechenden Download bzw. die Wiedergabe, sofern bzw. sobald die Mediendatei auf der Box vorhanden ist.

[0005] Dieses Konzept ist grundsätzlich nicht auf Audiodateien beschränkt, sondern kann - bei entsprechend ausgestatteter Box - auch Videodateien bzw. allgemein Mediendateien oder Software aller Art umfassen.

[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das vorstehend skizzierte Konzept zu erweitern und insbesondere alternative Zugangsmöglichkeiten zu den genannten Mediendateien zu schaffen. Auf diese Weise soll das genannte Konzept einem vergrößerten Interessentenkreis zugänglich gemacht werden.

[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Haftetikett mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie ein System mit den Merkmalen des Anspruchs 11.

[0008] Vorteilhafte Weiterbildungen der jeweiligen erfindungsgemäßen Idee sind in den zugehörigen Unteransprüchen definiert.

[0009] Ein erfindungsgemäßes Haftetikett mit einem RFID-/NFC-Transponder weist auf: eine obere Deckschicht, insbesondere aus Papier oder Kunststoff; eine mit der Deckschicht verbundene Funktionsschicht, welche Funktionsschicht den RFID-/NFC-Transponder enthält; eine Haftkleberschicht auf einer der Deckschicht abgewandten Seite der Funktionsschicht, welche Haftkleberschicht hilfsmittelfrei von einem Untergrund abziehbar ist.

[0010] Ein erfindungsgemäßes System umfasst einen Gebrauchsgegenstand, wie eine Lebensmittelverpackung, ein auf den Gebrauchsgegenstand aufgeklebtes erfindungsgemäßes Haftetikett und ein flächiges Trägerelement, vorzugsweise eine Karte, bei dem das Haftetikett von dem Gebrauchsgegenstand abziehbar und auf das Trägerelement aufklebbar ist, wozu vorzugsweise flächige Abmessungen des Trägerelements flächigen Abmessungen des Haftetiketts entsprechend ausgebildet sind.

[0011] Die Begriffe "Untergrund" und "(Gebrauchs-)Gegenstand" werden im Folgenden quasi als Synonyme verwendet: ein (Gebrauchs-)Gegenstand bzw. dessen Oberfläche kann dabei speziell einen Untergrund bilden, wie nachfolgend noch deutlich werden wird.

[0012] Nach einem Grundgedanken der vorliegenden Erfindung ist der RFID-/NFC-Transponder, der nach dem Vorstehenden zum Identifizieren wenigstens einer Mediendatei dienen kann, Bestandteil eines Haftetiketts, welches Haftetikett eine Haftkleberschicht aufweist, die so ausgebildet ist, dass das Haftetikett hilfsmittelfrei und entsprechend auch zerstörungsfrei von einem Untergrund, auf den es anfangs aufgeklebt war, abziehbar ist. Auf diese Weise kann das Haftetikett mit dem Transponder von einem Gegenstand/Untergrund, auf den es zunächst aufgeklebt war, entfernt und einer weiteren Verwendung zugeführt werden. Wenn also nun der Transponder in der weiter oben skizzierten Art und Weise wenigstens einen Code zum Identifizieren wenigstens einer Mediendatei gespeichert hat, kann dieser Code in Kombination mit den genannten (Audio-)Boxen dazu verwendet werden, die betreffende Mediendatei zu laden und wiederzugeben. Aufgrund der abziehbaren Haftkleberschicht kann das erfindungsgemäße Haftetikett anfangs auf quasi jedem beliebigen Gegenstand, der sich zum Aufkleben eines solchen Haftetiketts eignet, platziert und auf diese Weise in Verkehr gebracht werden. Anschließend kann das Haftetikett zerstörungsfrei, insbesondere was den Transponder betrifft, von dem Untergrund bzw. Gegenstand entfernt und in der weiter oben skizzierten Art und Weise (erneut) verwendet werden.

[0013] Zwar sind aus dem Stand der Technik bereits als Klebeelemente ausgebildete RFID-/NFC-Transponder bekannt, allerdings besteht hierbei, insbesondere wenn die Transponder zum Kennzeichen von Verkaufsware verwendet werden, regelmäßig die Anforderung, die Transponder dauerhaft und nicht leicht entfernbar mit dem bezeichneten Gegenstand zu verbinden. Insbesondere ist es in der Regel gerade nicht wünschenswert, dass der Transponder leicht und zerstörungsfrei von dem gekennzeichneten Gegenstand entfernt werden kann. Dagegen ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung in Abgrenzung von einer solchen Ausgestaltung vorgesehen, das erfindungsgemäße Haftetikett leicht, zerstörungs- und hilfsmittelfrei von einem Untergrund, insbesondere aus Kunststoff, Metall oder (bedrucktem) Karton/Papier, entfernbar auszugestalten. Für eine solche Verwendung geeignete Haftetiketten sind dem Fachmann an sich bekannt, beispielsweise von Sammel-Klebebildern oder dergleichen. Sie enthalten jedoch regelmäßig keine Funktionsschicht, welche Funktionsschicht im Rahmen der vorliegenden Erfindung den RFID-/NFC-Transponder enthält.

[0014] Alternativ kann vorgesehen sein, dass das Haftetikett fest mit dem Untergrund verbunden ist, wobei es vorzugsweise nicht mehr zerstörungsfrei von diesem entfernbar ist. Dafür ist der Untergrund selbst um das Haftetikett herum zerschneidbar, z.B. entlang einer vorgezeichneten Umrisslinie, oder in sonstiger Weise trennbar, z.B. perforiert oder vorgestanzt, um das Haftetikett zusammen mit einem Teil des Untergrunds zu entfernen. Das so entfernte Haftetikett kann anschließend unmittelbar - bei entsprechender Steifigkeit des Untergrundmateriales - als kartenförmiger Kennungsträger für die genannten Audio-Boxen der Anmelderin genutzt werden. Diese Karten werden in einen entsprechenden Schlitz an der Audio-Box eingeführt, sodass ein in der Audio-Box enthaltenes Lesegerät die Kennung des Haftetiketts auslesen kann.

[0015] Außerdem ist alternativ bzw.in Weiterbildung der vorstehenden Ausgestaltung auch eine Ausgestaltung möglich, bei der Transponder direkt in das Material des Untergrunds integriert ist, welches entsprechend als Funktionsschicht dient. Eine zusätzliche Ober- oder Unterschicht ist dann grundsätzlich nicht mehr erforderlich, kann aber vorhanden sein, z.B. in Form einer oberseitigen Bedruckung und/oder einer unterseitigen (lebensmittelechten) Beschichtung.

[0016] Hier besteht dann - alternativ zu dem oben beschriebenen Heraustrennen - die Möglichkeit, den Transponder mittels eines vorzugsweise portablen RFID-/NFC-Lesegeräts direkt auszulesen. Das Lesegerät weist dann vorzugsweise eine Einrichtung zum bevorzugt drahtlosen Verbinden mit einer entsprechend modifizierten Audio-Box der Anmelderin auf oder kann selbst als eine solche ausgebildet sein. Beispielsweise können auf diese Weise in (Bilder-)Bücher integrierte RFID-/NFC-Chips ausgelesen und damit verknüpfte Mediendateien konsumiert werden.

[0017] Eine erste Weiterbildung des erfindungsgemäßen Haftetiketts sieht vor, dass die Haftkleberschicht nach dem Abziehen zumindest einmalig wieder auf einen Untergrund, insbesondere der oben genannten Art, aufklebbar ist. Auf diese Weise lässt sich das Haftetikett mit dem Transponder von dem Untergrund bzw. einem Gegenstand, mit dessen Hilfe es in Verkehr gebracht wurde, abziehen und anschließend auf einen anderen Gegenstand aufkleben. Wenn es sich bei diesem anderen Gegenstand um eine Karte gemäß der weiter oben gegebenen Beschreibung handelt, kann das Haftetikett anschließend unmittelbar zusammen mit den bekannten (Audio-)Boxen verwendet werden.

[0018] Besonders bevorzugt ist es, wenn das Haftetikett nach dem Abziehen nicht nur einmalig, sondern sogar mehrmalig bzw. beliebig oft abziehbar und wieder aufklebbar ist. Auf diese Weise kann das Haftetikett getauscht, gesammelt, aufbewahrt und bei Bedarf auch wieder entfernt und entsorgt werden.

[0019] Es hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn das Haftetikett im Zuge einer wieder anderen Weiterbildung der vorliegenden Erfindung so ausgestaltet ist, dass die Deckschicht bedruckt oder bedruckbar ist, insbesondere mit einem bildlichen Motiv. Auf diese Weise kann die ästhetische Wirkung des Haftetiketts vergrößert werden. Außerdem ist es mithilfe des bildlichen Motivs möglich, einen Zusammenhang zwischen einem Speicherinhalt des Transponders bzw. der dadurch identifizierten Mediendatei und dem Haftetikett als solchem herzustellen - beispielsweise, indem das genannte Motiv einen Inhalt der durch den Transponderinhalt identifizierten Mediendatei repräsentiert.

[0020] Im Zuge einer wieder anderen Weiterbildung des erfindungsgemäßen Haftetiketts kann vorgesehen sein, dass die Deckschicht bemalbar ist. Auf diese Weise kann die Kreativität eines Nutzers des Haftetiketts angeregt und gefördert werden. Beispielsweise kann der Nutzer selbst das Haftetikett mit einem aufgemalten Motiv versehen, welches seiner Meinung nach besonders gut den (Speicher-)Inhalt des Transponders bzw. der dadurch identifizierten Mediendatei zum Ausdruck bringt.

[0021] Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn das Haftetikett bzw. dessen Deckschicht abwischbar oder abwaschbar ausgebildet ist, um eine Bedruckung oder Bemalung ändern oder erneuern zu können.

[0022] Wieder eine andere Weiterbildung des erfindungsgemäßen Haftetiketts sieht vor, dass dieses eine zusätzliche Befestigungsschicht umfasst. Diese Befestigungsschicht kann eine Trägerschicht und eine Klebeschicht aufweisen, wobei das restliche Haftetikett (also das Haftetikett mit Ausnahme der Befestigungsschicht) mit der Haftkleberschicht auf der Trägerschicht haftet und hilfsmittelfrei von der Trägerschicht abziehbar ist, während die Klebeschicht selbst zur dauerhaften Fixierung der Trägerschicht an einem Untergrund ausgebildet ist. Auf diese Weise fungiert die Befestigungsschicht als Befestigungsmittel zwischen dem restlichen Haftetikett und einem Untergrund oder Gegenstand: Mit der Klebeschicht lässt sich die Trägerschicht dauerhaft an dem Untergrund bzw. Gegenstand fixieren. Es ist in diesem Zusammenhang nicht geplant, die Trägerschicht wieder von dem Untergrund zu entfernen. Entfernen lässt sich allerdings das restliche Haftetikett, indem es im Bereich der Haftkleberschicht hilfsmittelfrei (und zerstörungsfrei) von der Trägerschicht entfernbar ausgestaltet ist. Das so entfernte (restliche) Haftetikett kann anschließend verwendet werden, wie weiter oben beschrieben; die Trägerschicht verbleibt an dem Untergrund bzw. Gegenstand. Auf diese Weise lässt sich das Haftetikett auch an solchen Untergründen und Gegenständen sicher fixieren, an denen eine sichere Fixierung allein über die Haftkleberschicht nicht möglich wäre.

[0023] In Weiterbildung dieser Idee kann bei einer entsprechenden Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Haftetiketts vorgesehen sein, dass die Trägerschicht größer ist als das restliche Haftetikett. Mit anderen Worten: Die Trägerschicht steht seitlich über das daran haftende restliche Haftetikett hervor. Auf diese Weise kann das Ablösen des Haftetiketts von der Trägerschicht erleichtert sein.

[0024] Eine alternative Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Haftetiketts sieht dagegen vor, dass die Trägerschicht dieselben flächigen Abmessungen aufweist wie das restliche Haftetikett. Dabei können die Deckschicht, die Funktionsschicht und die Haftkleberschicht zur Abgrenzung eines von der Trägerschicht abziehbaren Teils des Haftetiketts entlang einer umfänglich geschlossenen Kontur bis auf die Trägerschicht hinunter durchtrennt sein. Nur der innerhalb der geschlossenen Kontur befindliche Teil des Haftetiketts bis hinunter auf die Trägerschicht, die wiederum auf dem Untergrund bzw. Gegenstand verbleibt, ist dann abziehbar. Auch solche Ausgestaltungen sind von Klebeetiketten oder Sammelbildern hinreichend bekannt, bei denen regelmäßig ein geschlossener Rahmen auf einer Trägerschicht bzw. einem Trägermaterial verbleibt, nachdem das eigentliche Etikett oder Sammelbild entfernt wurde. Auf diese Weise ergibt sich eine gute Abziehbarkeit des Haftetiketts, wobei dieses insbesondere im Randbereich gegen Zerstörungen geschützt ist.

[0025] Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass im Zuge einer besonders bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Haftetiketts der RFID-/NFC-Transponder wenigstens eine Kennung gespeichert haben kann, welche Kennung mittels eines geeigneten Lesegeräts auslesbar ist, zum eindeutigen Identifizieren wenigstens einer Mediendatei. Das Identifizieren von Mediendateien anhand einer Transponder-Kennung ist dem Fachmann von den weiter oben genannten Audio-Boxen und existierenden Konkurrenzprodukten bereits bekannt. Neu ist jedoch in diesem Zusammenhang, den Transponder als Teil eines abziehbaren und wiederverwendbaren Haftetiketts vorzusehen. Mittels des genannten Lesegeräts lassen sich solche Transponder über ausreichend lange Reichweiten hinweg problemlos und ohne großen Energiebedarf auslesen, sodass neben einer sicheren und einfachen Handhabbarkeit auch ein weitreichender Schutz, insbesondere von Kindern, gegenüber möglicherweise schadhafter Strahlungseinwirkung sichergestellt ist.

[0026] Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass das Haftetikett bei entsprechender Weiterbildung so ausgestaltet sein kann, dass das Motiv einen inhaltlichen Bezug zu der Mediendatei hat. Auf diese Weise wird die geplante bestimmungsgemäße Verwendung des Haftetiketts erleichtert, und es ergibt sich ein ästhetischer Mehrwert.

[0027] Bei einer wieder anderen Weiterbildung des erfindungsgemäßen Haftetiketts kann noch vorgesehen sein, dass zwischen Funktionsschicht (mit Transponder) und Haftkleberschicht (zum hilfsmittelfreien Abziehen des Haftetiketts) wenigstens noch eine Versteifungsschicht angeordnet ist. Die Versteifungsschicht kann aus steifem Papier, Pappe, Karton oder Kunststoff oder aus einer Kombination dieser oder anderer vorstehend genannter Materialien bestehen. Auf diese Weise weist das Haftetikett bereits eine gewisse Eigenstabilität auf und kann grundsätzlich auch ohne ein zusätzliches Trägerelement nach Art der weiter oben angesprochenen Karten verwendet werden. In diesem Zusammenhang kann es weiter vorteilhaft sein, wenn die Haftkleberschicht von dem Haftetikett entfernbar ist, beispielsweise durch Abreiben oder Abrubbeln, wie dies dem Fachmann grundsätzlich bekannt ist. Nachdem die Haftkleberschicht entsprechend entfernt wurde, kann das Haftetikett mit Versteifungsschicht die weiter oben angesprochenen Karten grundsätzlich ohne Weiteres ersetzen.

[0028] Weiter oben wurde bereits darauf hingewiesen, dass bei einem erfindungsgemäßen System aus einem Gebrauchsgegenstand, einem auf dem Gebrauchsgegenstand aufgeklebten Haftetikett gemäß der vorliegenden Erfindung und einem flächigen Trägerelement das Haftetikett bestimmungsgemäß von dem Gebrauchsgegenstand abgezogen und auf das Trägerelement aufgeklebt wird. Dazu ist es vorteilhaft, wenn flächige Abmessungen des Trägerelements flächigen Abmessungen des Haftetiketts entsprechend ausgebildet sind. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die flächigen Abmessungen von Trägerelement und Haftetikett im Wesentlichen exakt übereinstimmen, sodass das auf das Trägerelement aufgeklebte Haftetikett das Trägerelement vollständig abdeckt. Alternativ kann es jedoch auch sinnvoll sein, das Trägerelement geringfügig größer auszubilden als das Haftetikett, um das Aufkleben des Haftetiketts ohne randseitigen Überstand zu erleichtern, weil ein solcher Überstand ansonsten zu einer Beschädigung des Haftetiketts im Gebrauch führen könnte.

[0029] Nach der zuletzt beschriebenen Weiterbildung des erfindungsgemäßen Haftetiketts kann es jedoch möglich sein, auf das genannte flächige Trägerelement ganz zu verzichten, wenn nämlich das Haftetikett selbst ausreichend steif ausgebildet ist, sodass ein Trägerelement zur Stabilisierung nicht erforderlich ist.

[0030] Eine erste Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems sieht vor, dass dieses weiterhin ein Lesegerät umfasst, welches zum Auslesen eines Speicherinhalts des RFID-/NFC-Transponders ausgebildet ist. Insbesondere kann es das Lesegerät dazu ausgebildet sein, die weiter oben erwähnte Kennung zum eindeutigen Identifizieren wenigstens einer Mediendatei auszulesen.

[0031] Systeme mit derartigen Lesegeräten sind bekannt, sodass an dieser Stelle darauf nicht weiter einzugehen ist.

[0032] Eine andere Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems sieht vor, dass das Lesegerät eine Aufnahme für das Trägerelement in einem geeigneten Leseabstand zu dem Lesegerät aufweist. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass das Lesegerät bei einem in die Aufnahme eingesteckten oder eingebrachten Trägerelement die auf dem (aufgeklebten) Transponder gespeicherte Information (Kennung) problemlos auslesen kann. Auch dies ist dem Fachmann grundsätzlich bekannt, sodass an dieser Stelle hierauf nicht weiter einzugehen ist. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass bei geeigneter Ausgestaltung des Haftetiketts dieses als solches, also ohne ein Trägerelement, in die Aufnahme des Lesegeräts einsteckbar bzw. einbringbar sein kann, was die Handhabung erleichtert.

[0033] Vorzugsweise ist das Lesegerät bei entsprechender Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems wirkverbunden mit einer Download-Einheit zum Herunterladen von Mediendateien von wenigstens einem externen Server. Vorzugsweise betrifft der Download zumindest das Herunterladen der durch die Transponder-Kennung identifizierten Mediendatei. Auf diese Weise führt der Erwerb eines erfindungsgemäßen Haftetiketts zusammen mit der vorstehend beschriebenen Ausgestaltung des Systems unmittelbar zu einer Möglichkeit, auf bestimmte Mediendateien von einem externen Server zuzugreifen bzw. zumindest eine durch die Transponder-Kennung identifizierte Mediendatei herunterzuladen.

[0034] Vorzugsweise ist das erfindungsgemäße System in Weiterbildung dieser Idee weiterhin wirkverbunden (insbesondere auch drahtlos) mit einer Wiedergabe-Einheit zum Wiedergeben der Mediendatei/en und einer Speichereinheit zum zumindest temporären Speichern der Mediendatei/en. Auf diese Weise ist eine durch das Haftetikett identifizierte Mediendatei nicht nur herunterladbar bzw. speicherbar, sondern kann unmittelbar auch konsumiert, das heißt angehört und/oder angeschaut werden. Auf diese Weise führt der Erwerb eines erfindungsgemäßen Haftetiketts unmittelbar zu einem entsprechenden Mediengenuss. Lesegerät einerseits und Speicher-/Wiedergabeeinheit andererseits können baulich vereint oder als getrennte Geräte ausgeführt sein. Gleiches gilt für die Download-Einheit.

[0035] Auf diese Weise schafft die vorliegende Erfindung einen einfachen und aus ökonomischer Sicht höchst interessanten Weg, einem vergrößerten Publikum den Zugang zu Mediendateien zu ermöglichen. Aus wirtschaftlicher Sicht ist hierbei insbesondere interessant, dass durch die Verwendung der erfindungsgemäßen Haftetiketten in einfacher Weise eine verbesserte Wahrnehmbarkeit im Handel erreichbar ist. Auf diese Weise besteht einerseits die Möglichkeit, das erfindungsgemäße System bzw. die vorbekannten Audio-Boxen zu bewerben bzw. attraktiv zu machen. Außerdem lässt sich durch die gezielte Anbringung der Haftetiketten an bestimmten Produkten möglicherweise die Kaufentscheidung von Konsumenten (günstig) beeinflussen. Beispielsweise ist es möglich, ein bestimmtes Nahrungsmittel bzw. dessen Verpackung mit einem erfindungsgemäßen Haftetikett oder einem integrierten Transponder zu versehen, um eine Kaufentscheidung für das genannte Produkt zu fördern.

[0036] Sinnvollerweise kann in diesem Zusammenhang sichergestellt sein, dass ein Entfernen des Haftetiketts von einem Produkt erst nach dem Erwerb des Produkts und dem Entfernen zumindest einer Umverpackung möglich ist, damit die Haftetiketten nicht ohne den Erwerb eines betreffend ausgestatteten Produkts von diesem entfernt werden können.

[0037] Die genannten Trägerelemente (Karten), auf welche die abziehbaren Haftetiketten aufgeklebt werden, um sie mit den genannten Audio-Boxen verwenden zu können, können ein separat handelbarer Gegenstand sein, den Benutzer der Audio-Boxen getrennt erwerben müssen bzw. können. Sie können jedoch auch bereits zum Lieferumfang der genannten Audio-Boxen gehören. Außerdem dürfte grundsätzlich auch keine Schwierigkeit bestehen, ein entsprechendes Trägerelement selbst herzustellen (zu basteln).

[0038] Es kann bei entsprechender Weiterbildung der erfindungsgemäßen Idee möglich sein, dass ein Medienzugriff mittels der erfindungsgemäßen Haftetiketten in der Zeit und/oder im Umfang (Anzahl der Zugriffe) beschränkt ist. Die Erfindung umfasst jedoch auch Ausgestaltungen, bei denen ein Haftetikett einen quasi dauerhaften Zugang zu den dadurch identifizierten Medieninhalten ermöglicht.

[0039] Die erfindungsgemäßen Haftetiketten können nach Art der angesprochenen Sammelbilder (dauerhaft) gesammelt werden, vorteilhafterweise durch vorheriges Aufkleben auf ein geeignetes Trägerelement und anschließendes Archivieren der beklebten Klebeelemente, beispielsweise in einer Sammelmappe.

[0040] Weitere Eigenschaften und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung anhand von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung.
Figur 1
zeigt im Schnitt eine erste Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Haftetiketts, welches mit einem Gegenstand verbunden ist;
Figur 2
zeigt im Schnitt eine zweite Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Haftetiketts, welches mit einem Gegenstand verbunden ist;
Figur 3
zeigt im Schnitt eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Haftetiketts;
Figur 4
zeigt das Haftetikett gemäß Figur 3 in einer Draufsicht;
Figur 5
zeigt das Haftetikett aus Figur 3, das mit einem Gegenstand verbunden ist; und
Figur 6
zeigt schematisch eine Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Systems.


[0041] Figur 1 ist eine erste Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Haftetiketts im Schnitt gezeigt. Das Haftetikett ist insgesamt mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet. Es umfasst einen RFID-/NFC-Transponder (nachfolgend kurz als Transponder bezeichnet), der mit dem Bezugszeichen 2 bezeichnet ist. Der Transponder 2 steht in Wirkverbindung mit einer zugehörigen Antenne 3, was dem Fachmann an sich bekannt ist. Auf den grundsätzlichen Aufbau eines Transponders ist an dieser Stelle nicht weiter einzugehen.

[0042] Abgesehen von dem Transponder 2 weist das Haftetikett 1 eine obere Deckschicht 1a auf, die insbesondere aus Papier oder Kunststoff bestehen kann. Oben auf der Deckschicht 1a kann eine Bedruckung oder dergleichen 1b, insbesondere mit einem bildlichen Motiv, angeordnet sein. Unterhalb der Deckschicht 1a und mit dieser über eine geeignet stabile Verbindungsschicht (Klebstoffschicht) 1c verbunden, ist eine sogenannte Funktionsschicht 1d vorgesehen, welche Funktionsschicht 1d den Transponder 2 enthält (einbettet). Unterhalb der Funktionsschicht 1d ist eine Haftkleberschicht 1e angeordnet, welche Haftkleberschicht 1e hilfsmittel- und zerstörungsfrei von einem Untergrund abziehbar ist, welcher Untergrund in Figur 1 mit dem Bezugszeichen 4 bezeichnet ist. Konkret handelt es sich bei dem Untergrund 4 in Figur 1 um die Oberfläche einer Lebensmittelverpackung, vorliegend speziell für ein Müsliprodukt, ohne dass die Erfindung diesbezüglich in irgendeiner Form beschränkt wäre. Vorteilhafterweise lässt sich also bei der Ausgestaltung gemäß Figur 1 das gesamte Haftetikett einschließlich der Haftkleberschicht 1e ohne Hilfsmittel und zerstörungsfrei von dem Untergrund 4 abziehen, sodass die Haftkleberschicht 1e an dem Haftetikett 1 verbleibt und dazu verwendet werden kann, das Haftetikett 1 anschließend auf einen anderen Untergrund (in Figur 1 nicht gezeigt) aufzukleben.

[0043] Wie der Fachmann erkennt, ist die Zeichnung in Figur 1 rein schematisch zu verstehen, insbesondere was die relativen Abmessungen der Schichten und Schichtdicken zueinander betrifft, und ist nicht maßstäblich gezeichnet. Insgesamt ist das Haftetikett 1 entgegen der schematischen Darstellung in Figur 1 relativ dünn ausgebildet und weist insgesamt eine Dicke im Submillimeter- oder Millimeterbereich auf.

[0044] Während die Haftkleberschicht 1e vergleichsweise einfach von dem Untergrund 4 abziehbar ist, ist die Verbindungsschicht 1c zwischen Deckschicht 1a und Funktionsschicht 1d so ausgebildet, dass eine einfache bzw. zerstörungsfreie Trennung des Haftetiketts 1 in diesem Bereich nicht bzw. nicht problemlos möglich ist. Auch hinsichtlich der Haftkleberschicht 1e ist es vorteilhaft, wenn diese deutlich stärker an der Funktionsschicht 1d haftet, als an dem Untergrund 4. Entsprechende Klebstoffe bzw. Schichten sind dem Fachmann bekannt, sodass hierauf an dieser Stelle nicht weiter einzugehen ist.

[0045] Das gesamte Haftetikett 1 gemäß der Ausgestaltung in Figur 1 ist flexibel ausgebildet, vergleichbar einem herkömmlichen Aufkleber oder Sammelbild.

[0046] In Figur 2 ist eine alternative Ausgestaltung des Haftetiketts gezeigt, welche insgesamt mit dem Bezugszeichen 1' bezeichnet ist. Ansonsten entsprechen gleiche Bezugszeichen gleichen oder zumindest gleichwirkenden Elementen.

[0047] Bei dem Untergrund 4 gemäß Figur 2 handelt es sich erneut und ohne Beschränkung um die Oberfläche einer Nahrungsmittelverpackung, vorliegend speziell eines Saftkartons oder einer Getränkeflasche. Allerdings können sämtliche hier gezeigten und beschriebenen Haftetiketten mit einer großen Vielzahl von Gegenständen verwendet werden, beispielsweise Spielzeugen, Büchern, Katalogen, Heften und Magazinen, Nahrungsmittelverpackungen jeglicher Art, Kleidungsstücken (insbesondere verpackten Kleidungsstücken), Getränkeflaschen etc.

[0048] Das Haftetikett 1' gemäß Figur 2 unterscheidet sich von dem Haftetikett 1 gemäß Figur 1 dadurch, dass zwischen der Funktionsschicht 1d und der Haftkleberschicht 1e noch zwei weitere Schichten vorgesehen sind, nämlich eine weitere Verbindungsschicht 1f und eine Versteifungsschicht 1g, welche Versteifungsschicht 1g beispielsweise aus steifem Papier, Pappe, Karton oder Kunststoff oder aus einer Kombination dieser Materialien gebildet sein kann. Die Verbindungsschicht 1f verbindet die Versteifungsschicht 1g mit der Funktionsschicht 1d; die Haftkleberschicht 1e ist auf einer der Verbindungsschicht 1f abgewandten Seite der Versteifungsschicht 1g angeordnet.

[0049] Die grundlegende Funktionsweise des Haftetiketts 1' gemäß Figur 2 entspricht derjenigen des Haftetiketts 1 gemäß Figur 1, sodass auf die diesbezüglichen Einzelheiten nicht näher einzugehen ist. Die Versteifungsschicht 1g sorgt dafür, dass das Haftetikett 1' eine gewisse Eigenstabilität aufweist und ähnlich wie eine herkömmliche (Spiel-)Karte verwendet werden kann, wie insbesondere im einleitenden Teil der Beschreibung im Einzelnen angegeben. In diesem Zusammenhang kann es vorteilhaft sein, wenn die Haftkleberschicht 1e derart ausgebildet ist, dass sie leicht und zerstörungsfrei von der Versteifungsschicht 1g entfernt werden kann. Die Erfindung ist jedoch nicht auf eine solche Ausgestaltung beschränkt.

[0050] Da es sich bei der weiteren Verbindungsschicht 1f und der Versteifungsschicht 1g um optionale Bestandteile des Haftetiketts 1' handelt, sind diese in Figur 2 gestrichelt markiert.

[0051] In Figur 3 ist eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Haftetiketts gezeigt, welche als Ganzes mit dem Bezugszeichen 1" bezeichnet ist. Das Haftetikett 1" entspricht im Wesentlichen dem Haftetikett 1' gemäß Figur 2, es weist jedoch zwei zusätzliche Schichten auf, die ebenfalls optional und deshalb strichpunktiert gekennzeichnet sind. Es handelt sich bei diesen Schichten um eine Trägerschicht 1h, die unterhalb der Haftkleberschicht 1e angeordnet ist, sowie um eine Klebeschicht 1i, die noch unterhalb der Trägerschicht 1h auf einer der Haftkleberschicht 1i abgewandten Seite der Anordnung vorgesehen ist, wie dargestellt.

[0052] Figur 4 zeigt eine Draufsicht auf das Haftetikett 1" gemäß Figur 3. Hier ist insbesondere die Deckschicht 1a bzw. deren Bedruckung 1b erkennbar. Die Bedruckung 1b kann, muss aber nicht die gesamte Deckschicht 1a abdecken.

[0053] Wie sich aus den Figuren 3 und 4 noch ergibt, können die oberen Schichten des Haftetiketts 1", das heißt ausgehend von der Bedruckung 1b bis hinunter auf die Trägerschicht 1h gemäß den vertikalen Pfeilen in Figur 3 durchtrennt, insbesondere geschnitten oder gestanzt, sein, und zwar vorzugsweise gemäß einer umfänglich geschlossenen Kontur, die in Figur 4 bei Bezugszeichen 1j gestrichelt dargestellt ist.

[0054] Vorzugsweise ist die Haftkleberschicht 1e leicht hilfsmittel- bzw. zerstörungsfrei von der Trägerschicht 1h abziehbar, sodass entsprechend das gesamte (restliche) Haftetikett 1' innerhalb der Kontur 1j von der Trägerschicht 1h entfernbar ist, während die Trägerschicht 1h als ganze mittels der Klebeschicht 1i auf einem (nicht gezeigten) beliebigen Untergrund bzw. Gegenstand fixiert bleibt. Auch hier sind geeignete Klebstoffe und Materialien dem Fachmann bekannt, sodass hierauf vorliegend nicht weiter einzugehen ist.

[0055] Wie man den Figuren 3 und 4 noch entnimmt, weisen alle Schichten des Haftetiketts zwei im Wesentlichen gleiche (flächige) Abmessungen A auf. Die von der Kontur 1j umschriebenen flächigen Abmessungen B sind demgegenüber etwas kleiner, sodass sich beim Abziehen des (restlichen) Haftetiketts 1" ein äußerer "Rahmen" 1k ergibt, der auf dem Gegenstand (nicht gezeigt) bzw. auf der Trägerschicht 1h zurückbleibt. Dies ist dem Fachmann von "normalen" Sammelbildern an sich bekannt.

[0056] Wie in Figur 2 weist das Haftetikett 1" gemäß Figur 3 die optionale Versteifungsschicht 1g auf. Die Erfindung ist jedoch keinesfalls auf eine solche Ausgestaltung beschränkt; vielmehr kann es vorteilhaft sein, wenn in Weiterbildung des Gegenstands gemäß Figur 3 bzw. Figur 4 das Haftetikett 1" weniger steif ausgebildet ist und entsprechend keine Versteifungsschicht 1g und auch keine zugehörige Verbindungsschicht 1f aufweist.

[0057] Figur 5 zeigt dasselbe Haftetikett 1" wie in Figur 3, diesmal allerdings mit einem Untergrund 4, auf den das Haftetikett 1" entfernbar aufgeklebt ist. Bei dem Untergrund bzw. Gegenstand 4 gemäß Figur 5 handelt es sich um die Oberfläche einer Joghurtverpackung oder dergleichen, ohne dass die Erfindung entsprechend darauf beschränkt wäre.

[0058] Anzumerken ist noch, dass beim Gegenstand gemäß Figur 5 das Haftetikett 1" wiederum nur bis hinunter auf die Trägerschicht 1h entfernt wird, welche Trägerschicht 1h zusammen mit der Klebeschicht 1i auf dem Untergrund 4 verbleibt. Wie weiter oben anhand der Figuren 3 und 4 bereits beschrieben, verbleibt außerhalb des entfernbaren Teils des Haftetiketts 1" ein umlaufender Rand, der in Figur 5 nicht weiter bezeichnet ist.

[0059] Die Figur 6 illustriert abschließend schematisch eine bevorzugte Verwendung des Haftetiketts 1 bzw. 1' oder 1", wie vorstehend anhand der Figuren 1 bis 5 beschrieben. Auch in Figur 6 bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder zumindest gleichwirkende Elemente, wie in den anderen Figuren.

[0060] Oben rechts in Figur 6 ist erneut ein quasi beliebiger Untergrund bzw. Gegenstand 4 dargestellt, auf den das erfindungsgemäße Haftetikett (in Figur 6 wiederum mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet) entfernbar aufgeklebt ist. Dies wird in Figur 6 durch ein gestricheltes Rechteck auf dem Untergrund/Gegenstand 4 symbolisiert. Bei Bezugszeichen 1 ist - wie bereits ausgeführt - das von dem Untergrund/Gegenstand 4 entfernte Haftetikett 1 gezeigt; dieses kann anschließend auf ein kartenförmiges Trägerelement 5 aufgeklebt werden, was in Figur 6 anhand einer strichpunktierten Umrandung dargestellt ist. Wie gezeigt, ist das Trägerelement 5 vorzugsweise etwas größer als das Haftetikett 1, um das Haftetikett leicht und ohne seitlichen Überstand auf das Trägerelement 5 aufkleben zu können.

[0061] Das mit dem Haftetikett 1 beklebte Trägerelement 5 kann dann verwendet werden, wie dies von den Karten ("Tiger Cards") bekannt ist, die herkömmlicher Weise mit den Audio-Boxen der Anmelderin verwendet werden. Der Untergrund bzw. Gegenstand 4, von dem das Haftetikett 1 entfernt wurde, kann anschließend ganz normal verwendet und am Ende ggf. entsorgt werden, schematisch bei Bezugszeichen 6 dargestellt.

[0062] Bezugszeichen 10 bezeichnet eine an sich bekannte Wiedergabevorrichtung für digitale Mediendateien, die im Vorstehenden auch als Audio-Box bezeichnet wurde. Die Audio-Box 10 umfasst, innerhalb eines gemeinsamen Gehäuses 10a, zunächst eine Aufnahme 10b für das Trägerelement 5 nach Art eines Kartenschlitzes. Diese Aufnahme 10b und eine darin aufgenommene Karte bzw. das mit dem Haftetikett 1 beklebte Trägerelement 5 befindet sich im Wirkungsbereich eines RFID-/NFC-Lesegeräts 10c, welches in der Lage ist, den in der Karte bzw. in dem Haftetikett 1 gespeicherten Code auszulesen. Das Lesegerät 1c steht in Wirkverbindung mit einer Download-Einheit 10d, über welche die Audio-Box 10 über das Internet 11 (oder ein beliebiges anderes Kommunikationsnetz) mit einem externen Datenserver 12 verbunden oder verbindbar ist, auf welchem externen Server 12 die Mediendateien gespeichert sind, wie bei Bezugszeichen 12a symbolisch dargestellt. Die Audio-Box 10 verfügt weiterhin über eine Speichereinheit 10e in Wirkverbindung mit der Download-Einheit 10d, welche Speichereinheit 10e zum zumindest temporären Speichern der heruntergeladenen Mediendateien ausgestaltet ist. Schließlich verfügt die Audio-Box 10 noch über eine Wiedergabe-Einheit 10f, vorliegend beispielsweise einen Lautsprecher mit entsprechender Ansteuerelektronik, die zum Wiedergeben der Mediendateien aus der Speichereinheit 10e vorgesehen ist.

[0063] Auf diese Weise ergeben sich insbesondere folgende Abläufe bei der bestimmungsgemäßen Verwendung des in Figur 6 gezeigten erfindungsgemäßen Systems: Der Benutzer, der zweckmäßigerweise bereits über eine Audio-Box 10 verfügt, erwirbt den Gegenstand 4 mit dem aufgeklebten Haftetikett 1. Das Haftetikett 1 wird von dem Untergrund bzw. Gegenstand 4 zerstörungsfrei abgelöst, der Gegenstand 4 wird bestimmungsgemäß verwendet und dann entsorgt 6. Das abgelöste Haftetikett 1 wird auf ein geeignetes Trägerelement 5 aufgeklebt, welches Trägerelement 5 der Benutzer beispielsweise als separates Zubehör zu der Audio-Box 10 erwerben kann. Anschließend kann das Trägerelement 5 mit dem aufgeklebten Haftetikett 1 genauso verwendet werden, wie die normalerweise als Zubehör zu der Audio-Box 10 vertriebenen Karten. Die Funktionsweise der Audio-Box 10 ist an sich bekannt und braucht hier nicht genauer beschrieben zu werden. Dabei dient der in dem Haftetikett 1 integrierte Transponder 2 dazu, digitale Medieninhalte eindeutig zu identifizieren. Das Lesegerät 10c ist in der Lage, den entsprechenden Code aus dem Transponder 2 auszulesen, sodass die Audio-Box 10 die entsprechenden Medieninhalte wiedergeben kann. Zu diesem Zweck werden sie entweder von dem externen Server 12 heruntergeladen oder - falls sie bereits in der Audio-Box 10 gespeichert sind - unmittelbar wiedergegeben.

[0064] Da erfindungsgemäß quasi beliebige Untergründe bzw. Gegenstände 4 als anfänglicher Träger für die Haftetiketten 1 dienen können, ergeben sich vielfältige kommerzielle Nutzungsmöglichkeiten, von denen letztendlich sowohl die Anbieter der Gegenstände 4 als auch die Anbieter der Audio-Box 10 profitieren können.


Ansprüche

1. Haftetikett (1, 1', 1") mit einem RFID-/NFC-Transponder (2), aufweisend:

eine obere Deckschicht (1a), insbesondere aus Papier oder Kunststoff;

eine mit der Deckschicht (1a) verbundene Funktionsschicht (1d), welche Funktionsschicht (1d) den RFID-/NFC-Transponder (2) enthält;

eine Haftkleberschicht (1e) auf einer der Deckschicht (1a) abgewandten Seite der Funktionsschicht (1d), welche Haftkleberschicht (1e) hilfsmittelfrei von einem Untergrund (4) abziehbar ist.


 
2. Haftetikett (1, 1', 1") nach Anspruch 1, bei dem die Haftkleberschicht (1e) nach dem Abziehen zumindest einmalig wieder auf einen Untergrund (5) aufklebbar ist.
 
3. Haftetikett (1, 1', 1") nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Deckschicht (1a) bedruckt oder bedruckbar ist, insbesondere mit einem bildlichen Motiv (1b).
 
4. Haftetikett (1, 1', 1") nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Deckschicht (1a) bemalbar und/oder abwaschbar ist.
 
5. Haftetikett (1") nach einem der Ansprüche 1 bis 4, umfassend eine zusätzliche Befestigungsschicht mit einer Trägerschicht (1h) und einer Klebeschicht (1i), bei dem das restliche Haftetikett mit der Haftkleberschicht (1e) auf der Trägerschicht (1h) haftet und hilfsmittelfrei von der Trägerschicht (1h) abziehbar ist, während die Klebeschicht (1i) zur dauerhaften Fixierung der Trägerschicht (1h) an einem Untergrund (4) ausgebildet ist.
 
6. Haftetikett nach Anspruch 5, bei dem die Trägerschicht (1h) größer ist als das restliche Haftetikett.
 
7. Haftetikett (1") nach Anspruch 5, bei dem die Trägerschicht (1h) dieselben flächigen Abmessungen aufweist wie das restliche Haftetikett und bei dem zumindest die Deckschicht (1a), die Funktionsschicht (1d) und die Haftkleberschicht (1e) zur Abgrenzung eines von der Trägerschicht (1h) abziehbaren Teils des Haftetiketts entlang einer umfänglich geschlossenen Kontur (1j) bis auf die Trägerschicht (1h) durchtrennt sind.
 
8. Haftetikett (1, 1', 1") nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem in dem RFID-/NFC-Transponder (2) wenigstens eine Kennung gespeichert ist, welche Kennung mittels eines geeigneten Lesegeräts (10c) auslesbar ist, zum eindeutigen Identifizieren wenigstens einer Mediendatei.
 
9. Haftetikett (1, 1', 1") nach Anspruch 8 bei Rückbezug auf Anspruch 3, bei dem das Motiv (1b) einen inhaltlichen Bezug zu der Mediendatei hat.
 
10. Haftetikett (1', 1") nach einem der Ansprüche 1 bis 9, das zwischen Funktionsschicht (1d) und Haftkleberschicht (1e) wenigstens noch eine Versteifungsschicht (1g) aufweist, insbesondere aus steifem Papier, Pappe, Karton oder Kunststoff oder einer Kombination dieser Materialien.
 
11. System aus einem Gebrauchsgegenstand (4), wie einer Lebensmittelverpackung, einem auf den Gebrauchsgegenstand (4) aufgeklebten Haftetikett (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 und einem flächigen Trägerelement (5), vorzugsweise einer Karte, bei dem das Haftetikett (1) von dem Gebrauchsgegenstand (4) abziehbar und auf das Trägerelement (5) aufklebbar ist, wozu vorzugsweise flächige Abmessungen des Trägerelements (5) flächigen Abmessungen des Haftetiketts (1) entsprechend ausgebildet sind.
 
12. System nach Anspruch 11, weiterhin umfassend ein Lesegerät (10c) zum Auslesen eines Speicherinhalts des RFID-/NFC-Transponders (2), insbesondere der Kennung gemäß Anspruch 8.
 
13. System nach Anspruch 11, bei dem das Lesegerät (10c) eine Aufnahme (10b) für das Trägerelement (5) in einem geeigneten Leseabstand zu dem Lesegerät (10c) aufweist.
 
14. System nach Anspruch 12 oder 13, bei dem das Lesegerät (10c) wirkverbunden ist mit einer Download-Einheit (10d) zum Herunterladen von Mediendateien von einem externen Server (12), bei Rückbezug auf Anspruch 8 zumindest zum Herunterladen der durch die Kennung identifizierten Mediendatei.
 
15. System nach Anspruch 14, bei dem das Lesegerät (10c) weiterhin wirkverbunden ist mit einer Wiedergabe-Einheit (10f) zum Wiedergeben der Mediendatei/en und einer Speichereinheit (10e) zum zumindest temporären Speichern der Mediendatei/en.
 




Zeichnung



















Recherchenbericht









Recherchenbericht