(19)
(11)EP 4 083 321 A1

(12)EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43)Veröffentlichungstag:
02.11.2022  Patentblatt  2022/44

(21)Anmeldenummer: 22170592.4

(22)Anmeldetag:  28.04.2022
(51)Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E01C 5/00(2006.01)
(52)Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
E01C 2201/02; E01C 5/00
(84)Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(30)Priorität: 29.04.2021 DE 102021110981

(71)Anmelder: braun-steine GmbH
73340 Amstetten (DE)

(72)Erfinder:
  • Braun, Felix
    89081 Ulm (DE)
  • Brunkhorst, Andreas
    71642 Ludwigsburg (DE)

(74)Vertreter: RPK Patentanwälte Reinhardt, Pohlmann und Kaufmann Partnerschaft mbB 
Gaisburgstrasse 21
70182 Stuttgart
70182 Stuttgart (DE)

  


(54)VERLEGESTEIN UND BAUSATZ MIT VERLEGESTEINEN


(57) Die Erfindung betrifft einen Verlegestein (1) zur Erstellung einer Erdreichabdeckung, umfassend einen Grundkörper (10) mit Oberseite (12), Unterseite (14) und Seitenflächen (20, 30, 40, 50) parallel zur Steinhöhe (16). An wenigstens einer Seitenfläche (20, 40, 50) ist wenigstens ein erster Nocken (62, 64, 66) und an wenigstens einer weiteren Seitenfläche (30) wenigstens ein zweiter Nocken (72) angeordnet. Die Tiefe des wenigstens einen zweiten Nockens ist mindestens doppelt so groß wie die Tiefe des wenigstens einen ersten Nockens, wobei eine Stirnseite (71) des wenigstens einen zweiten Nockens (72) wenigstens zwei durch eine Vertiefung (86) getrennte Subnocken (82, 84) aufweist.
Erfindungsgemäß weisen die wenigstens zwei Subnocken (82, 84) jeweils eine unterschiedliche Tiefe auf, wobei wenigstens eine Flanke eines der Subnocken (82, 84) einen Verschiebeanschlag für einen ersten Nocken (62, 64, 66) oder einen Subnocken (82, 84) eines bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins (1) bildet. Form und Anordnung der wenigstens zwei Subnocken (82, 84) sind komplementär zu ersten Nocken (62, 64, 66) und komplementär zu Subnocken (82, 84) ausgebildet. Bei bestimmungsgemäß benachbart angeordneten Verlegesteinen (1) ist eine Verzahnung (132,133) entweder zwischen zwei gegenüberliegenden Subnocken (82, 84) oder zwischen ersten Nocken (62, 64, 66) und Subnocken (82, 84) ausbildbar.




Beschreibung

Stand der Technik



[0001] Die Erfindung betrifft einen Verlegestein mit Abstandshaltern in Form von Nocken sowie einen Bausatz mit solchen Verlegesteinen.

[0002] Verlegesteine sind in vielfältigen Ausführungsformen bekannt. Verlegesteine können Abstandshalter wie beispielsweise Nocken aufweisen, welche so ausgeführt sind, dass sie mit Abstandshaltern von Nachbarsteinen verzahnen können. Hierbei greifen Abstandshalter eines Verlegesteins in Lücken zwischen Abstandshaltern des Nachbarsteins ein. Abstandshalter erlauben es beispielsweise, beim Verlegen der Verlegesteine einen Mindestabstand zwischen den Verlegesteinen so einzuhalten, dass Regenwasser durch die gebildeten Fugen in den Untergrund sickern kann. Darüber hinaus dienen die Abstandhalter als Verschiebesicherung der Verlegesteine, sodass diese bei Benutzung am Ort verankert bleiben und sich nicht ungewollt verschieben oder ungewollt verkippen, wodurch sich die Stabilität eines aus solchen Verlegesteinen verlegten Verlegesteinverbandes erhöht. Solche Verlegesteine sind beispielsweise aus der EP 143287181 B1 bekannt.

[0003] Zudem sind Verlegesteine mit Abstandshaltern bekannt, welche treppenförmige oder abgestufte Stoßflächen zum formschlüssigen Anfügen an eine komplementäre Stoßfläche eines Abstandshalters eines Nachbarsteines aufweisen. Die Stoßfläche jedes Abstandshalters weist dadurch eine räumliche Struktur auf, die zur Verzahnung mit der komplementären Stoßfläche des Abstandshalters eines Nachbarsteines dient. Durch diese Abstandhalter ist die Ausbildung von breiten Fugen, in denen Gras oder Moos wachsen kann, möglich. Solche Verlegesteine sind beispielsweise aus der DE 4405616 A1 und der DE 29605519 U1 bekannt.

[0004] Des Weiteren sind Verlegesteine bekannt, welche an einer Seitenfläche wenigstens einen ersten Nocken und an einer weiteren Seitenfläche wenigstens einen zweiten Nocken aufweisen. Hierbei kann die Tiefe des wenigstens einen zweiten Nockens mindestens doppelt so groß sein wie die Tiefe des wenigstens einen ersten Nockens. Aus der DE 10 2007 046 238 A1 ist beispielsweise ein Formstein aus Beton zur Verlegung von Erdreichabdeckungen bekannt. Der Formstein weist eine Unterseite, eine Oberseite sowie im Wesentlichen aufrechte Seitenflächen auf. An den Seitenflächen sind Abstandshalter mit unterschiedlichen Tiefen vorgesehen. Die tieferen Abstandshalter weisen jeweils an ihrer Stirnseite zwei gleich große Abstandshalter auf.

[0005] Korrespondierende Bausätze mit solchen Verlegesteinen sind ebenfalls in zahlreichen Variationen bekannt. Hierbei können je nach Anordnung der Nocken die Verlegesteine eines Bausatzes fluchtend oder versetzt zueinander angeordnet werden, um den Verlegesteinverband auszubilden.

Offenbarung der Erfindung



[0006] Die Aufgabe der Erfindung ist es, einen Verlegestein zu schaffen, mit welchem eine zuverlässige Verschiebesicherung und Verankerung im verlegten Zustand realisierbar ist.

[0007] Eine weitere Aufgabe besteht in der Bereitstellung eines Bausatzes solcher Verlegesteine, mit welchen verschiedene Gestaltungen von Verlegesteinverbänden realisiert werden können, wobei ein Verschieben und/oder Verdrehen und/oder Verkippen einzelner Verlegesteine des Verlegesteinverbandes erschwert ist.

[0008] Die Aufgaben werden durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Günstige Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung.

[0009] Es wird ein Verlegestein vorgeschlagen, insbesondere aus Beton, zur Erstellung einer Erdreichabdeckung, umfassend einen Grundkörper mit einer Oberseite und einer Unterseite sowie zwischen der Oberseite und der Unterseite angeordnete Seitenflächen, welche parallel zu einer Steinhöhe verlaufen. An wenigstens einer Seitenfläche ist wenigstens ein erster Nocken angeordnet. An wenigstens einer weiteren Seitenfläche ist wenigstens ein zweiter Nocken angeordnet, wobei die Tiefe des wenigstens einen zweiten Nockens mindestens doppelt so groß, vorzugsweise mindestens fünfmal so groß ist wie die Tiefe des wenigstens einen ersten Nockens. Die Stirnseite des wenigstens einen zweiten Nockens weist wenigstens zwei durch eine Vertiefung getrennte Subnocken auf.

[0010] Erfindungsgemäß weisen die wenigstens zwei Subnocken jeweils eine unterschiedliche Tiefe auf, wobei wenigstens eine Flanke eines der Subnocken einen Verschiebeanschlag für einen ersten Nocken oder einen Subnocken eines bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins bildet. Form und Anordnung der wenigstens zwei Subnocken an der Stirnseite des zweiten Nockens sind komplementär zu ersten Nocken und komplementär zu Subnocken von zweiten Nocken ausgebildet, sodass bei bestimmungsgemäß benachbart angeordneten Verlegesteinen eine Verzahnung entweder zwischen zwei gegenüberliegenden Subnocken oder zwischen gegenüberliegenden ersten Nocken und Subnocken ausbildbar ist. Hierbei ist eine Verlegung der Verlegesteine auf Stoß der Nocken oder eine Verlegung mit einem Spalt zwischen den Nocken möglich.

[0011] Unter einem Verlegestein wird ein Element mit einem Grundkörper verstanden, welcher eine Oberseite und eine Unterseite sowie zwischen der Oberseite und der Unterseite angeordnete Seitenflächen umfasst. Die Seitenflächen werden hierbei von der Steinhöhe und von einer Längsausdehnung der korrespondierenden Seitenfläche aufgespannt. Die Längsausdehnung der Seitenfläche entspricht einer der Längen der Oberseite bzw. der Unterseite. Diese verläuft senkrecht zur Steinhöhe. Der Grundkörper kann eine dreieckige oder eine viereckige oder eine wabenförmige Oberseite bzw. Unterseite aufweisen und entsprechend drei, vier oder sechs Seitenflächen aufweisen. Es sind auch andere geeignete geometrische Formen für den Grundkörper und die korrespondierenden Unterseiten, Oberseiten und Seitenflächen vorstellbar.

[0012] An wenigstens einer der Seitenflächen ist wenigstens ein erster Nocken angeordnet. Hierbei kann an der Seitenfläche lediglich ein erster Nocken angeordnet werden. Alternativ können an der Seitenfläche mehrere erste Nocken angeordnet werden. Alternativ können an der Seitenfläche ein erster Nocken und ein zweiter Nocken oder ein erster Nocken und mehrere zweite Nocken angeordnet werden. Alternativ können an der Seitenfläche mehrere erste Nocken und ein zweiter Nocken oder mehrere erste Nocken und mehrere zweite Nocken angeordnet werden.

[0013] An wenigstens einer weiteren Seitenfläche ist wenigstens ein zweiter Nocken mit wenigstens zwei Subnocken und wenigstens einer Vertiefung zwischen zwei der Subnocken angeordnet. Hierbei kann an der weiteren Seitenfläche lediglich ein zweiter Nocken mit wenigstens zwei Subnocken angeordnet werden. Alternativ können an der weiteren Seitenfläche mehrere zweite Nocken mit wenigstens zwei Subnocken angeordnet werden. Alternativ können an der weiteren Seitenfläche ein zweiter Nocken mit wenigstens zwei Subnocken und ein erster Nocken oder ein zweiter Nocken mit wenigstens zwei Subnocken und mehrere erste Nocken angeordnet werden. Alternativ können an der weiteren Seitenfläche mehrere zweite Nocken mit wenigstens zwei Subnocken und ein erster Nocken oder mehrere zweite Nocken mit wenigstens zwei Subnocken und mehrere erste Nocken angeordnet werden.

[0014] Die Seitenflächen können dadurch jeweils entweder eine einzige Nockenart oder mehrere Nockenarten aufweisen. Bei einer Ausführung mit Seitenflächen, welche jeweils nur eine Nockenart aufweisen, also ein Verlegestein mit einer Seitenfläche mit einem ersten Nocken oder mehreren ersten Nocken und einer weiteren Seitenfläche mit einem zweiten Nocken oder mehreren zweiten Nocken, können die Seitenflächen mit ersten Nocken und die Seitenflächen mit zweiten Nocken einander gegenüberliegend oder über Eck benachbart zueinander am Grundkörper angeordnet sein. Der Verlegestein weist an wenigstens zwei Seitenflächen Nocken auf. Bevorzugt weist jede Seitenfläche Nocken auf.

[0015] Unter einem Nocken wird ein Vorsprung verstanden, welcher von der korrespondierenden Seitenfläche absteht. Eine Höhe des Nockens verläuft hierbei parallel zu der Steinhöhe. Eine Breite des Nockens verläuft parallel zu der Längsausdehnung der korrespondierenden Seitenfläche. Eine Tiefe des Nockens verläuft senkrecht zur von der Steinhöhe und der Längsausdehnung aufgespannten Seitenfläche. Unter der Tiefe der Subnocken wird die Strecke zwischen der Stirnseite des korrespondierenden zweiten Nockens und dem Hochpunkt der Stirnseite des entsprechenden Subnockens verstanden, wobei die Strecke senkrecht zur Steinfläche bzw. zur Stirnseite des korrespondierenden zweiten Subnockens steht. Unter der Tiefe der ersten Nocken und zweiten Nocken, wird die Strecke zwischen dem Hochpunkt der korrespondierenden Stirnseite und der korrespondierenden Seitenfläche verstanden. Die ersten Nocken, zweiten Nocken und Subnocken weisen jeweils zwei Flanken auf, welche in die Stirnseite des Nockens übergehen. Die Flanken eines Nockens können unterschiedlich steil und/oder unterschiedlich geformt sein. Alternativ kann ein Nocken auch spiegelsymmetrisch mit gleichen Flanken ausgeführt sein. Die Vertiefung zwischen den Subnocken ist seitlich durch die Flanken der benachbarten Subnocken begrenzt. Dadurch wirkt die Vertiefung wie ein Tal zwischen zwei Erhebungen. Die Form der Vertiefung ist unter anderem abhängig von der Form der begrenzenden Flanken.

[0016] Unter der Stirnseite wird der Bereich der Nocken verstanden, welcher zumindest teilweise parallel zur korrespondierenden Seitenfläche verläuft und welcher die Flanken des korrespondierenden Nockens miteinander verbindet. Bei den zweiten Nocken kann die Stirnseite eine gedachte Ebene zwischen den Flanken sein.

[0017] Die wenigstens eine Vertiefung an der Stirnseite des wenigstens einen zweiten Nocken ist insbesondere für erste Nocken und für weitere zweite Nocken mit Subnocken wenigstens eines bestimmungsgemäß angrenzenden Verlegesteins vorgesehen.

[0018] In vorteilhafter Weise sind durch die Vertiefung verschiedene Verlegearten der Verlegesteine möglich. Einerseits kann ein erster Nocken oder ein Subnocken eines bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins in die Vertiefung eingreifen, wobei die Flanken der die Vertiefung begrenzenden Subnocken und die Flanken des eingreifenden Nockens aneinander anliegen. Andererseits kann ein Spalt zwischen den Flanken der die Vertiefung begrenzenden Subnocken und dem eingreifenden Nocken ausgebildet sein.

[0019] Des Weiteren besteht durch den Tiefenunterschied der Subnocken, die Möglichkeit, dass der Nocken des bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins lediglich teilweise in die Vertiefung ragt und sich an der Stirnseite oder der Flanke des Subnockens mit geringerer Tiefe abstützt. Auch bei dieser Variante kann ein Spalt zwischen den Flanken oder Stirnseiten der entsprechenden Nocken ausgebildet sein, oder die korrespondierenden Flanken oder Stirnseiten können aneinander anliegen. Alternativ oder zusätzlich kann einer der Nocken des bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins nicht in die Vertiefung eingreifen und an einer Flanke eines der Subnocken anliegen, welche von der Vertiefung abgewandt ist.

[0020] Bei diesen Verlegearten können korrespondierende Seitenflächen gegen Verschieben und/oder gegen Verkippen geschützt werden. Dadurch bleiben die Verlegesteine bei bestimmungsgemäßer Benutzung am Ort verankert, wodurch sich die Stabilität eines aus solchen Verlegesteinen verlegten Verlegesteinverbandes erhöht. Zudem können durch den Tiefenunterschied der Subnocken die Subnocken von bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten Verlegesteinen gleichen Abstand bzw. im gleichen Raster miteinander verlegt werden, wie Subnocken und erste Nocken von bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten Verlegesteinen.

[0021] In vorteilhafter Weise kann durch den Tiefenunterschied der Subnocken zumindest ein tieferer Subnocken einen Verschiebeschutz ausbilden, indem wenigstens eine Flanke einen Freiheitsgrad eines Nockens eines bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins entlang der Seitenfläche einschränkt. Hierbei können die Flanken des tieferen Subnockens als Verschiebeanschlag wirken.

[0022] Der Subnocken mit geringere Tiefe kann eine Abstützfunktion für einen Nocken eines bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins ausbilden. Auch hierbei können die korrespondierenden Seitenflächen gegen Verschieben und/oder gegen Verkippen geschützt werden. Dadurch bleiben die Verlegesteine bei bestimmungsgemäßer Benutzung am Ort verankert, wodurch sich die Stabilität eines aus solchen Verlegesteinen verlegten Verlegesteinverbandes erhöht.

[0023] Des Weiteren kann durch den Tiefenunterschied das Eingreifen eines Nockens eines bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins in die Vertiefung erleichtert werden, wenn eine begrenzende Flanke der Vertiefung flacher ausgebildet ist. Durch den Tiefenunterschied zwischen wenigstens zwei der Subnocken kann die Stirnseite des zweiten Nockens variabler gestaltet werden, wodurch unterschiedliche ausgebildete erste Nocken mit den Subnocken verzahnen können. Zudem kann durch den Tiefenunterschied zwischen wenigstens zwei der Subnocken ein Rastermaß erhalten werden, unabhängig davon, ob gegenüberliegende erste Nocken oder gegenüberliegende Subnocken oder gegenüberliegende erste Nocken und Subnocken miteinander verzahnen. Dadurch können Subnocken von bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten Verlegesteinen im gleichen Abstand bzw. im gleichen Raster miteinander verlegt werden, wie Subnocken und erste Nocken von bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten Verlegesteinen. Dies kann dem Verleger das Verlegen der Verlegesteine erleichtern. Des Weiteren bleibt auf diese Weise das Raster innerhalb eines verlegten Bausatzes erhalten.

[0024] Der tiefere Subnocken kann alternativ auch als größerer Subnocken und der Subnocken mit geringerer Tiefe kann alternativ auch als kleiner Subnocken bezeichnet werden.

[0025] Die Höhe wenigstens eines der Nocken kann der Steinhöhe entsprechen. Alternativ kann auch wenigstens einer der Nocken eine kleinere Höhe als die Steinhöhe aufweisen. Ein dem Grundkörper zugewandter Endbereich des Nockens kann breiter ausgeführt sein als eine von dem Grundkörper abgewandte Stirnseite des Nockens.

[0026] Alternativ können Stirnseite und Endbereich des Nockens die gleiche Breite aufweisen. Der Nocken kann eckig oder abgerundet oder trapezförmig ausgeführt sein. Der wenigstens eine erste Nocken und der wenigstens eine zweite Nocken können sich neben der Tiefe auch zusätzlich in der Form und/oder in der Breite und/oder in der Höhe unterscheiden. Zudem können sich die Subnocken in der Tiefe und/oder in der Form und/oder in der Breite von den ersten Nocken unterscheiden. Zudem kann sich die Höhe der Subnocken von der Höhe des korrespondierenden zweiten Nockens unterscheiden. In einer Ausführung kann der wenigstens eine erste Nocken im Gegensatz zu dem wenigstens einen zweiten Nocken subnockenfrei ausgebildet sein. Alternativ kann der erste Nocken auch wenigstens einen Subnocken aufweisen.

[0027] Die erfindungsgemäßen Verlegesteine ermöglichen in vorteilhafter Weise eine Verzahnung der Nocken von bestimmungsgemäß angrenzenden Verlegesteinen. Hierbei können einander gegenüberliegende zweite Nocken über die Subnocken miteinander verzahnt und die korrespondierenden aneinander angrenzenden Verlegesteine können an der korrespondierenden Seitenfläche gegen Verschieben und/oder gegen Verkippen geschützt werden. Dadurch bleiben die Verlegesteine bei bestimmungsgemäßer Benutzung am Ort verankert, wodurch sich die Stabilität eines aus solchen Verlegesteinen verlegten Verlegesteinverbandes erhöht. Zudem können zweite Nocken über die Subnocken mit gegenüberliegenden ersten Nocken verzahnt und die korrespondierenden aneinander angrenzenden Verlegesteine können an der korrespondierenden Seitenfläche gegen Verschieben und/oder Verkippen geschützt werden. Dadurch bleiben die Verlegesteine bei bestimmungsgemäßer Benutzung am Ort verankert, wodurch sich die Stabilität eines aus solchen Verlegesteinen verlegten Verlegesteinverbandes erhöht. Zudem können die ersten Nocken und die Subnocken und dadurch auch die zweiten Nocken und die ersten Nocken im gleichen Abstand bzw. im gleichen Raster miteinander verlegt werden. Des Weiteren können erste Nocken mit gegenüberliegend angeordneten ersten Nocken verzahnen und die korrespondierenden aneinander angrenzenden Verlegesteine können an der korrespondierenden Seitenfläche gegen Verschieben und/oder Verkippen geschützt werden. Dadurch können unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten beim Verlegen der Verlegesteine umgesetzt werden, wobei eine Verschiebesicherung und/oder eine Verdrehsicherung und/oder eine Verkippsicherung der einzelnen Verlegesteine zuverlässig umgesetzt werden kann.

[0028] Diese Verschiebesicherung und/oder Verdrehsicherung und/oder Verkippsicherung ermöglicht, dass ein Verband aus verlegten Verlegesteinen beispielsweise befahren werden kann, ohne dass Verlegesteine aus ihrer Position verrutschen. Die Verlegung von Subnocken von bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten Verlegesteinen gleichen Abstand bzw. im gleichen Raster, wie Subnocken und erste Nocken von bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten Verlegesteinen kann ein gleichmäßiges Verlegemuster der Verlegesteine ermöglichen.

[0029] Im Folgenden werden Beispiele für die mögliche Verlegung des Verlegesteins genannt. Der Verlegestein kann um die Hochachse parallel zu seiner Steinhöhe rotiert werden, um eine Seitenfläche zu einem andern Verlegestein auszurichten.

[0030] Beispielsweise können bei benachbarten Verlegesteinen Seitenflächen bzw. Bereiche der Seitenflächen mit ersten Nocken einander gegenüberliegend angeordnet werden, wobei die Abmessung der zwischen diesen Seitenflächen bzw. zwischen diesen Bereichen verlaufenden ersten Fuge abhängig ist von den Abmessungen, insbesondere der Tiefe, der tiefsten ersten Nocken. Hierbei können die ersten Nocken miteinander verzahnen und der Abstand zwischen den korrespondierenden Seitenflächen entspricht in etwa der Tiefe des tiefsten ersten Nockens. Liegen die Stirnseiten der ersten Nocken nicht an der gegenüberliegenden Seitenfläche an, entspricht der Abstand zwischen den korrespondierenden Seitenflächen der Tiefe des tiefsten ersten Nockens und einer Breite einer Spalte zwischen dem tiefsten ersten Nocken und der ihm gegenüberliegenden Seitenfläche. Der Abstand zwischen den Seitenflächen entspricht der Breite der ersten Fuge. Die ersten Nocken können hierbei in Freiräume zwischen ersten Nocken der gegenüberliegenden Seitenfläche des anderen Verlegesteins eingreifen. Durch die ermöglichte Verzahnung der ersten Nocken kann eine zuverlässige Verschiebesicherung an den Seitenflächen mit ersten Nocken umgesetzt sein.

[0031] Bei benachbarten Verlegesteinen können Seitenflächen bzw. Bereiche der Seitenflächen mit zweiten Nocken gegenüberliegend zueinander angeordnet werden, wobei die Abmessung der zwischen diesen Seitenflächen bzw. zwischen diesen Bereichen der Seitenflächen verlaufenden zweiten Fuge abhängig ist von den Abmessungen, insbesondere der Tiefe, der sich gegenüberliegenden zweiten Nocken und der Tiefe des tiefsten Subnockens. Der Abstand zwischen den korrespondierenden Seitenflächen entspricht in etwa zweimal der Tiefe des zweiten Nockens und einmal der Tiefe des tiefsten Subnockens. Liegen die tiefen Subnocken nicht an der Stirnseite des gegenüberliegenden zweiten Nockens an, entspricht der Abstand zwischen den korrespondierenden Seitenflächen zweimal der Tiefe des zweiten Nockens, einmal der Tiefe des tiefsten Subnockens und der Breite einer Spalte zwischen dem tiefsten Subnocken und der Stirnseite des gegenüberliegenden zweiten Nockens. Der Abstand zwischen den Seitenflächen entspricht der Breite der zweiten Fuge. Da die zweiten Nocken eine deutlich größere Tiefe aufweisen als die ersten Nocken und die Tiefe beider zweiter Nocken zur Fugenbreite beitragen, ist die resultierende zweite Fuge deutlich breiter als die erste Fuge. Hierbei verzahnen die Subnocken der zweiten Nocken miteinander. Die Subnocken können hierbei in Vertiefungen zwischen Subnocken der gegenüberliegenden zweiten Nocke des anderen Verlegesteins eingreifen. Alternativ können die zweiten Nocken jeweils wenigstens einen Subnocken aufweisen, welcher an einer Flanke eines gegenüberliegenden Subnockens anliegen, welche keine Vertiefung begrenzt. Durch die ermöglichte Verzahnung der Subnocken kann eine zuverlässige Verschiebesicherung an den Seitenflächen mit zweiten Nocken umgesetzt sein.

[0032] Die zweiten Nocken zweier bestimmungsgemäß nebeneinander angeordneter Verlegesteine sind insbesondere gegenüberliegend zueinander und nicht versetzt zueinander angeordnet. Dadurch ist die zweite Fuge wenigstens so breit wie die Summe der Tiefen der wenigstens zwei gegenüberliegenden zweiten Nocken. Bei einer versetzten Anordnung aller zweiten Nocken würde sich eine dritte Fuge ausbilden, wobei die dritte Fuge wenigstens so breit wäre, wie die zweiten Nocken mit dem tiefsten Subnocken tief sind.

[0033] Bei benachbarten Verlegesteinen kann eine Seitenfläche bzw. ein Bereich der Seitenfläche mit ersten Nocken gegenüberliegend zu einer Seitenfläche bzw. einem Bereich der Seitenfläche mit zweiten Nocken angeordnet werden, wobei die Abmessung der zwischen diesen Seitenflächen bzw. zwischen diesen Bereichen verlaufenden dritten Fuge abhängig ist von den Abmessungen, insbesondere der Tiefe, der zweiten Nocken und von den Abmessungen, insbesondere der Tiefe des tiefsten Subnockens. Hierbei verzahnen die Subnocken der zweiten Nocken mit den ersten Nocken. Die Subnocken können hierbei gemeinsam in einen Freiraum oder jeweils in einen Freiraum zwischen ersten Nocken der gegenüberliegenden Seitenfläche des anderen Verlegesteins eingreifen. Alternativ oder zusätzlich kann wenigstens einer der ersten Nocken in die Vertiefung zwischen den Subnocken eingreifen. Zudem können erste Nocken und Subnocken zumindest teilweise aneinander anliegen, beispielsweise an den Stirnseiten. Zwischen den korrespondierenden Seitenflächen bzw. zwischen den korrespondierenden Bereichen der Seitenflächen bildet sich eine dritte Fuge aus, welche wenigstens so breit ist, wie die zweiten Nocken und der tiefste Subnocken tief. Liegt der tiefste Subnocken nicht an der Seitenfläche des bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins an, verbreitert sich die Fuge um die Spalte zwischen dem tiefsten Subnocken und der Seitenfläche. Zudem sind in der dritten Fuge möglichst wenig Nocken angeordnet. Dadurch kann der Anteil an Füllmaterial oder Substrat in der dritten Fuge erhöht werden.

[0034] Beispielsweise können die zweiten Nocken so dimensioniert sein, dass diese jeweils, in Draufsicht auf die Fuge, 10% der Fläche der zweiten Fuge, welcher an die korrespondierende Seitenwand oder an den korrespondierenden Bereich angrenzt, einnimmt. Dadurch können die zweiten Nocken 20% der Fläche der dritten Fuge mit gleicher Länge, wie die zweite Fuge einnehmen. In einer alternativen Ausgestaltung können zweite Nocken versetzt zueinander angeordnet werden, um die dritte Fuge zu erzeugen. Hierbei wird der Anteil an Füllmaterial und Substrat in der dritten Fuge durch die zusätzlichen zweiten Nocken reduziert.

[0035] Die Reduktion des Füllraums fällt geringer aus, wenn eine Seitenfläche bzw. ein Bereich der Seitenfläche mit ersten Nocken gegenüberliegend zu einer Seitenfläche bzw. einem Bereich der Seitenfläche mit zweiten Nocken angeordnet wird. Durch die Verzahnung der Subnocken mit den ersten Nocken kann eine zuverlässige Verschiebesicherung zwischen korrespondierenden Seitenflächen oder Bereichen der Seitenflächen umgesetzt sein. Da die zweiten Nocken eine größere Tiefe aufweisen als die ersten Nocken, ist die resultierende dritte Fuge breiter als die erste Fuge und schmaler als die zweite Fuge.

[0036] Die zweite Fuge und die dritte Fuge können derart ausgelegt werden, dass ein Bewuchs der Fuge mit Moos oder mit Gras oder anderen geeigneten Pflanzen möglich ist.

[0037] Die erste Fuge kann derart ausgelegt werden, dass ein Versickern von Regenwasser ermöglicht sein kann.

[0038] Durch die unterschiedlich breiten Fugen sind unterschiedliche ästhetisch ansprechende Verlegemuster, bzw. Verlegedesigns mit einer einzigen Sorte Verlegestein möglich. Um den Vorteil der unterschiedlich ausgestalteten Fugen und der daraus resultierenden Verlegemuster bzw. Verlegedesigns zu erzielen, ist es nicht mehr erforderlich, unterschiedliche Verlegesteine mit verschiedenen Nocken miteinander zu kombinieren. Dies erleichtert auch die Logistik, da nur noch eine Sorte Verlegestein transportiert werden muss. Zudem kann das Verlegen der Verlegesteine erleichtert werden, da anstelle von verschiedenen Sorten von Verlegesteinen nur noch eine Sorte verlegt wird. Hierbei ist durch die Subnocken und die ersten Nocken eine zuverlässige Verschiebesicherung und/oder Verkippsicherung und/oder Verdrehsicherung möglich.

[0039] Alternativ kann der Verlegestein als Übergangsstück zwischen Verlegesteinen, welche lediglich erste Nocken aufweisen, und Verlegesteinen, welche lediglich zweite Nocken aufweisen, wirken. Hierbei kann der Verlegestein mit dem wenigstens einen ersten und dem wenigstens einen zweiten Nocken zwischen Verlegesteinen mit ersten Nocken und Verlegesteinen mit zweiten Nocken angeordnet werden. Des Weiteren kann der Verlegestein mit ersten Nocken und zweiten Nocken als Grenzstein zu einer Rasenfläche verwendet werden.

[0040] Durch die wenigstens eine Vertiefung an der Stirnseite des wenigstens einen zweiten Nockens können Stirnseiten von Subnocken an zweiten Nocken anliegen, sodass die Breite der korrespondierenden zweiten Fuge in etwa der Summe der Tiefen der korrespondierenden zweiten Nocken und der Tiefe des größten Subnockens entspricht. Zudem kann ein erster Nocken an der Vertiefung an der Stirnseite des wenigstens einen zweiten Nockens anliegen, sodass die Breite der korrespondierenden dritten Fuge in etwa der Summe der Tiefe des ersten Nockens und der Tiefe des zweiten Nockens entspricht. Optional kann die Stirnseite des wenigstens einen Subnockens des wenigstens einen zweiten Nockens an einer Anlagefläche der gegenüberliegend angeordneten Seitenfläche eines Nachbarsteins anliegen. Hierbei kann die korrespondierende dritte Fuge der Summe der Tiefe des wenigstens einen zweiten Nockens und dessen größten Subnockens entsprechen. Bei dieser Ausführung kann der wenigstens eine zweite Nocken, bzw. dessen Subnocken zwischen ersten Nocken des Nachbarsteins eingreifen, sodass eine Verschiebesicherung von den ersten Nocken und dem wenigstens einen zweiten Nocken ausgebildet werden kann.

[0041] Der Verlegestein weist an seinen Seiten mehrere Ebenen auf. Eine erste Ebene entspricht der Seitenfläche, welche von der Steinhöhe und von der Längsausdehnung der korrespondierenden Seitenfläche aufgespannt wird. Die Längsausdehnung der Seitenfläche entspricht einer der Längen der Oberseite bzw. der Unterseite.

[0042] Eine Seite des Verlegesteins mit wenigstens einem ersten Nocken weist eine zweite Ebene auf. Hierbei können an der Seitenfläche mehrere erste Nocken mit unterschiedlichen Tiefen angeordnet werden, wobei der tiefste erste Nocken maximal halb so groß wie der kleineste zweite Nocken des Verlegesteins. Alternativ können die ersten Nocken auch die gleiche Tiefe aufweisen. Die zweite Ebene verläuft parallel zur ersten Ebene. Der Abstand zwischen der zweiten Ebene und der ersten Ebene wird durch die Tiefe des tiefsten der ersten Nocken an dieser Seitenfläche bestimmt. Die zweite Ebene liegt an den Stirnseiten der tiefsten ersten Nocken der korrespondierenden Seitenfläche an.

[0043] Um eine Verzahnung zwischen ersten Nocken angrenzender Verlegesteine zu ermöglichen, ragen die ersten Nocken der angrenzenden Verlegesteine jeweils zumindest teilweise in den Bereich zwischen der ersten Ebene und der zweiten Ebene der Seite des angrenzenden Verlegesteins hinein. Hierbei können die erste Ebene des einen Verlegesteins und die zweite Ebene des anderen Verlegesteins fluchten. Bei der fluchtenden Anordnung liegt eine Stirnseite des tiefsten ersten Nockens an der gegenüberliegenden Seitenfläche an.

[0044] Eine Seite des Verlegesteins mit zweiten Nocken weist die erste Ebene, eine dritte Ebene, eine vierte Ebene, eine fünfte Ebene und eine sechste Ebene auf. Die dritte Ebene verläuft parallel zur korrespondierenden ersten Ebene, wobei der Abstand zwischen der ersten Ebene und der dritten Ebene durch die Tiefe des wenigstens einen zweiten Nockens vorgegeben ist. Die dritte Ebene liegt an der Stirnseite des zweiten Nockens an.

[0045] Eine vierte Ebene verläuft durch den tiefsten Punkt, bzw. durch die tiefsten Punkte der Vertiefung. Die vierte Ebene verläuft parallel zur ersten Ebene und zur dritten Ebene, wobei der Abstand zwischen der vierten Ebene und der dritten Ebene abhängig ist von der Tiefe der Vertiefung. Hierbei kann der tiefste Punkt der Vertiefung oberhalb oder unterhalb der Stirnseite des korrespondierenden zweiten Nockens und dadurch zwischen der ersten Ebene und der dritten Ebene oder oberhalb der ersten Ebene und oberhalb der dritten Ebene angeordnet sein.

[0046] Eine fünfte Ebene verläuft durch den höchsten Punkt, bzw. durch die höchsten Punkte des kleinen Subnockens an dem zweiten Nocken. Die fünfte Ebene verläuft parallel zur ersten Ebene, zur dritten Ebene und zur vierten Ebene, wobei der Abstand zwischen der fünften Ebene und der dritten Ebene abhängig ist von der Tiefe des kleinen Subnockens.

[0047] Eine sechste Ebene verläuft durch den höchsten Punkt, bzw. durch die höchsten Punkte des großen Subnockens an dem zweiten Nocken. Die sechste Ebene verläuft parallel zur ersten Ebene, zur dritten Ebene, zur vierten Ebene und zur fünften Ebene, wobei der Abstand zwischen der sechsten Ebene und der dritten Ebene abhängig ist von der Tiefe des tiefsten Subnockens.

[0048] Um eine Verzahnung zwischen Subnocken und Subnocken angrenzender Verlegesteine zu ermöglichen, ragt wenigstens einer der Subnocken der angrenzenden Verlegesteine jeweils zumindest teilweise in den Bereich zwischen der fünften Ebene und der sechsten Ebene der Seite des anderen Verlegesteins hinein. Hierbei wirkt eine Flanke des tieferen Subnockens als Verschiebeanschlag. Der kleinere Subnocken kann eine Flanke aufweisen, welche als Verschiebeanschlag wirkt, alternativ kann der kleinere Subnocken eine von unten abstützende Wirkung haben oder ist an der Verzahnung nicht beteiligt.

[0049] Alternativ ragt wenigstens einer der Subnocken der angrenzenden Verlegesteine jeweils zumindest teilweise in den Bereich zwischen der vierten Ebene und der sechsten Ebene der Seite des anderen Verlegesteins hinein. Hierbei können eine Flanke des tieferen Subnockens und eine Flanke des kleineren Subnockens als Verschiebeanschlag wirken. Bei dieser Anordnung ist der Subnocken der angrenzenden Verlegesteine zumindest teilweise in der Vertiefung zwischen den Subnocken angeordnet. Der weniger tiefe Subnocken kann zudem eine von unten abstützende Wirkung haben. Alternativ ragt wenigstens einer der Subnocken der angrenzenden Verlegesteine jeweils zumindest teilweise in den Bereich zwischen der dritten Ebene und der sechsten Ebene der Seite des anderen Verlegesteins hinein. Hierbei können eine Flanke des tieferen Subnockens und eine Flanke des kleineren Subnockens als Verschiebeanschlag wirken. Bei dieser Anordnung kann der Subnocken der angrenzenden Verlegesteine an der Stirnseite anliegen.

[0050] Der Verschiebeanschlag bildet einen Verschiebeschutz, sodass wirkende Kräfte nebeneinander angeordnete Verlegesteine nicht weiter parallel zu den Steinflächen bewegen können, da der Bewegunfreiheitsgrad des korrespondierenden Nocken durch den Verschiebeanschlag begrenzt ist. Die Nocken bilden einen wirksamen Verschiebeschutz aus.

[0051] Um eine Verzahnung zwischen Subnocken und ersten Nocken angrenzender Verlegesteine zu ermöglichen, ragt wenigstens einer der wenigstens zwei Subnocken des einen Verlegesteins zumindest teilweise in den Bereich zwischen der ersten Ebene und der zweiten Ebene der Seite des angrenzenden Verlegesteins hinein. Hierbei können die sechste Ebene der Seite mit den zweiten Nocken und die erste Ebene der Seite mit den ersten Nocken fluchten. Bei der fluchtenden Anordnung liegt die Stirnseite des tiefsten Subnockens an der benachbarten Seitenfläche an. Zudem ragt der wenigstens eine erste Nocken in den Bereich zwischen der dritten Ebene bzw. der vierten Ebene und der sechsten Ebene der Seite mit dem zweiten Nocken. Hierbei können die zweite Ebene des einen Verlegesteins und die dritte Ebene des anderen Verlegesteins fluchten. Bei einer fluchtenden Anordnung liegt die Stirnseite des wenigstens einen ersten Nocken der Stirnseite des zweiten Nockens an. Alternativ können auch die zweite Ebene des einen Verlegesteins und die vierte Ebene des anderen Verlegesteins fluchten. Bei einer fluchtenden Anordnung kann die Stirnseite des wenigstens einen ersten Nocken an einem Boden der Vertiefung des zweiten Nockens anliegen. Alternativ können auch die zweite Ebene des einen Verlegesteins und die fünfte Ebene des anderen Verlegesteins fluchten. Bei einer fluchtenden Anordnung kann die Stirnseite des wenigstens einen ersten Nocken an der Stirnseite des kleineren Subnockens anliegen. Bei nicht fluchtenden Anordnungen können sich Spalten ausbilden.

[0052] Eine Seite des Verlegesteins mit ersten Nocken und zweiten Nocken weist die erste Ebene, die zweite Ebene, die dritte Ebene, die vierte Ebene, die fünfte Ebene und die sechste Ebene auf.

[0053] In Abhängigkeit der Anzahl der Subnocken sind mehrere Vertiefungen am zweiten Nocken umsetzbar. Die Breite der Vertiefung kann definiert werden als Abstand zwischen dem höchsten Punkt des kleinen Subnockens und der dem höchsten Punkt des kleinen Subnockens gegenüberliegenden Flanke des großen Subnockens. Die Abmessungen der Vertiefung entlang der Breite der Stirnseite des zweiten Nockens kann hierbei so gewählt werden, dass ein erster Nocken oder ein Subnocken in die Vertiefung eingreifen kann. Dadurch kann in die Vertiefung zwischen den Subnocken ein Subnocken eines zweiten Nockens eines Nachbarsteins oder ein erster Nocken eines Nachbarsteines eingreifen. Dadurch kann eine zuverlässige Verschiebesicherung zwischen benachbarten Verlegesteinen realisiert werden.

[0054] Nach einer günstigen Ausgestaltung des Verlegesteins kann eine Tiefe eines kleineren Subnockens der wenigstens zwei Subnocken mindestens 1/3 einer Tiefe eines größeren Subnockens der wenigstens zwei Subnocken entsprechen. Zusätzlich oder alternativ kann die Tiefe eines kleineren Subnockens der wenigstens zwei Subnocken maximal 2/3 der Tiefe des größeren Subnockens der wenigstens zwei Subnocken entsprechen. Die Tiefe steht senkrecht zur korrespondierenden Seitenfläche. Entspricht die Tiefe eines kleineren Subnockens maximal 2/3 oder mindestens 1/3 der Tiefe des größeren Subnockens, kann sich einer der Nocken des bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins an der Stirnseite des kleineren Subnockens abstützen, gleichzeitig ragt die Flanke des größeren Subnockens über die Stirnseite des kleineren Subnockens, sodass die Flanke des größeren Subnockens einen zuverlässigen Verschiebeschutz für den Nocken des bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins ausbilden kann. Bei einer alternativen Verlegung können die Flanken des kleineren Subnockens einen Verschiebeschutz für einen neben dem kleineren Subnocken angeordneten Nocken des bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins ausbilden. Hierbei kann der Nocken des bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins in der Vertiefung zwischen den großen und den kleinen Subnocken angeordnet sein oder der Nocken des bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins kann einer Plattform neben dem kleineren Subnocken angeordnet sein.

[0055] Nach einer günstigen Ausgestaltung des Verlegesteins kann eine Breite des kleineren Subnockens der wenigstens zwei Subnocken mindestens der Hälfte der Breite des größeren Subnockens der wenigstens zwei Subnocken entsprechen. Zusätzlich oder alternativ kann die Breite des kleineren Subnockens maximal der Breite des größeren Subnockens der wenigstens zwei Subnocken entsprechen. Die Breite der Subnocken ist hierbei die Strecke zwischen dem nächstgelegenen tiefsten Punkt der Vertiefung und dem gegenüberliegenden Punkt der abgewandten Flanke des jeweiligen Subnockens. Durch die schmalere Breite des kleineren Subnockens kann die Breite des korrespondierenden zweiten Nockens schmaler gestaltet werden. Alternativ kann die Vertiefung breiter gestaltet werden. Der kleinere Subnocken ist hierbei breit genug, um eine stabile Ablagefläche an der Stirnseite oder einer der Flanken auszubilden.

[0056] Nach einer günstigen Ausgestaltung des Verlegesteins kann ein Boden der wenigstens einen Vertiefung gekrümmt sein, sodass die wenigstens eine Vertiefung einen geschwungenen konkaven Querschnitt aufweist. Die Vertiefung kann durch die begrenzenden Flanken der Subnocken Schubkräfte gleichmäßig von allen Seiten aufnehmen. Durch den geschwungen konkaven Querschnitt der Vertiefung kann das Verlegen der Verlegesteine erleichtert und eine Beschädigung der Nocken der Verlegesteine an der Vertiefung verhindert werden. Abgerundete Kanten können weniger anfällig für einen Bruch sein, des Weiteren erhöht sich ein Toleranzbereich zwischen bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten Verlegesteinen durch die Rundung.

[0057] Nach einer günstigen Ausgestaltung des Verlegesteins kann der Boden der wenigstens einen Vertiefung zumindest teilweise eben und parallel zur Stirnseite des korrespondierenden zweiten Nockens sein. Die ebene Vertiefung kann durch die begrenzenden Flanken der Subnocken Schubkräfte gleichmäßig von allen Seiten aufnehmen. Ein zweiter Nocken kann an der Stirnseite wenigstens zwei Vertiefungen mit unterschiedlichen Abmessungen und Formen aufweisen. Hierbei kann die ebene Vertiefung tiefer ausgebildet sein, als die geschwungene Vertiefung.

[0058] Nach einer günstigen Ausgestaltung des Verlegesteins kann ein Übergang einer Flanke des zweiten Nockens und einer Flanke eines der Subnocken streng monoton steigend ausgebildet sein. Hierbei kann die Flanke des zweiten Nockens in die Flanke des korrespondierenden Subnockens übergehen, sodass am Rand der Stirnseite des zweiten Nockens ein Subnocken angeordnet ist.

[0059] Alternativ kann ein Übergang einer Flanke des zweiten Nockens und einer Flanke eines der Subnocken monoton steigend mit einer Plattform am Übergang zum zweiten Nocken ausgebildet sein. Die Plattform ist durch die Flanke des Subnockens und den Rand der Stirnseite begrenzt und bietet an der Stirnseite oder oberhalb oder unterhalb der Stirnseite eine Auflagefläche für einen Nocken eines bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins. Die Flanke der Plattform, kann hierbei eine Seite eines Nockens des bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins zumindest teilweise umschließen. Durch die Flanke ist ein Verschiebeschutz in zumindest eine Richtung ausgebildet.

[0060] Der Boden der Plattform kann zumindest teilweise eben und parallel zur Steinfläche verlaufen und/oder geschwungen ausgebildet sein. Die Plattform kann die gleiche Tiefe aufweisen wie eine der Vertiefungen des zweiten Nockens. Alternativ kann sich die Tiefe der Plattform von den Tiefen der Vertiefungen des zweiten Nockens unterschieden. Die Plattform kann an beiden Seiten der Stirnseite des zweiten Nockens oder nur an einer Seite der Stirnseite des zweiten Nockens ausgebildet sein. Die Form der Plattform kann abhängig sein, von der Form der benachbarten Flanke des Subnockens und der Form des Bodens der Plattform.

[0061] Nach einer günstigen Ausgestaltung des Verlegesteins kann ein tiefster Bereich eines Bodens der Plattform einen kleineren Abstand zur Stirnseite des korrespondieren zweiten Nocken aufweisen, als ein tiefster Bereich des Bodens der Vertiefung, insbesondere wobei der Abstand zwischen dem tiefsten Bereich des Bodens der Vertiefung zur Stirnseite des korrespondierenden zweiten Nockens doppelt so groß ist wie der Abstand des tiefsten Bereichs des Bodens der Plattform zur Stirnseite des korrespondierenden zweiten Nocken. Dadurch können die Tiefe der Vertiefung und die Tiefe der Plattform unterschiedlich groß sein. Der Boden der Plattform kann deckungsgleich zur Stirnseite oder unterhalb der Stirnseite des korrespondierenden zweiten Nockens verlaufen.

[0062] Nach einer günstigen Ausgestaltung des Verlegesteins können bei Vorhandensein von mehreren Vertiefungen zwischen Subnocken die jeweils tiefsten Punkte unterschiedliche Abstände zur Stirnseite aufweisen. Dadurch sind unterschiedlich geformte Vertiefungen umsetzbar.

[0063] Nach einer günstigen Ausgestaltung des Verlegesteins kann die Tiefe und/oder Breite und/oder Form der die Plattform oder die Vertiefung begrenzenden Flanke von einem der Subnocken, an eine Tiefe und/oder Breite und/oder Form des wenigstens einen ersten Nockens zum Zwecke der Verzahnung angepasst sein. Zusätzlich oder alternativ kann die Breite und/oder Form und/oder die Tiefe der die Plattform oder die Vertiefung begrenzenden Flanke von einem der Subnocken an eine Breite und/oder Form eines gespiegelten oder um 180° gedrehten Subnocken angepasst sein, insbesondere so, dass im bestimmungsgemäß verlegten Zustand ein Abstand oder Spalt zwischen gegenüberliegenden Subnocken ebenso groß ist, wie ein Abstand oder Spalt zwischen einem ersten Nocken und einem gegenüberliegenden Subnocken.

[0064] Diese Anpassung der Flanken der Subnocken ermöglicht die Verzahnung der Subnocken eines Verlegesteins mit Subnocken des bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins und ebenso die Verzahnung der Subnocken des Verlegesteins mit ersten Nocken des bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins. Hierbei kann der Spalt zwischen gegenüberliegenden Subnocken, insbesondere den großen Subnocken, zwischen bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten Verlegesteinen im Bereich zwischen der ersten Ebene und der zweiten Ebene identisch zum Spalt zwischen gegenüberliegenden Subnocken und ersten Nocken von bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten Verlegesteinen sein. Dies kann einem Verleger das Verlegen erleichtern, da leichter ersichtlich ist, ob die Verlegesteine im vorgesehenen Abstand verlegt wurden. Die Nocken liegen im verlegten Zustand nicht aneinander an, sondern sind von dem Spalt zueinander beabstandet, sodass ein Abrieb der Nocken und dadurch die Haltedauer der Verlegesteine erhöht werden kann.

[0065] Nach einer günstigen Ausgestaltung des Verlegesteins können die Übergänge zwischen Subnocken und Vertiefungen und/oder Plattformen abgerundet sein. Hierbei kann die Rundung eine bewusste vorgegebene Form aufweisen, welche sich von fertigungsbedingten Rundungen eckiger Nocken unterscheidet. Durch diese abgerundeten Übergänge können weiche Übergänge ohne harte Kanten entstehen, sodass ein Abbrechen von Kanten oder ein Verkanten beim Verlegen der Verlegesteine reduziert werden kann. Zudem kann durch die Rundungen ein Spielraum geschaffen werden, welcher das Verlegen und verzahnen der Verlegesteine erleichtern kann. Optional oder zusätzlich können die Subnocken und Vertiefungen auch treppenförmig und/oder trapezförmig ausgebildet sein. Hierbei kann eine Passgenauigkeit zwischen zu verzahnenden Subnocken bzw. zu verzahnenden ersten Nocken und Subnocken verbessert werden.

[0066] Des Weiteren können die Endbereiche der Stirnseiten der Nocken insbesondere die Kanten der Subnocken abgerundet sein. Ein Querschnitt der Subnocken und der ersten Nocken kann bogenförmig oder wellenförmig sein, wodurch sich die Subnocken und ersten Nocken beim Verlegen weniger verkanten, sodass das Verlegen der Verlegesteine erleichtert werden kann. Bei einem sinusartigen Verlauf kann die Stirnseite des zweiten Nockens beispielsweise einen sinusförmigen Querschnitt aufweisen, wobei die Maxima des sinusförmigen Verlaufs, von der Stirnseite weggesehen, Subnocken entsprechen.

[0067] Hierbei weist der Querschnitt Maxima mit unterschiedlicher Höhe auf, sodass auch bei einem sinusartigen Verlauf unterschiedliche Subnockentiefen umsetzbar sind. Die Vertiefung kann im Querschnitt ebenfalls eine sinusförmig verlaufende Begrenzung aufweisen.

[0068] Nach einer günstigen Ausgestaltung kann zumindest eine Projektion des großen Subnockens des auf der einen Seitenfläche angeordneten wenigstens einen zweiten Nockens auf die gegenüberliegende Seitenfläche im Wesentlichen zwischen zwei auf der gegenüberliegenden Seitenfläche angeordneten ersten Nocken liegen. Insbesondere kann eine Mittellinie durch zweite Nocken die am Grundkörper des Verlegesteins gegenüberliegende Seitenfläche zwischen zwei dort angeordneten ersten Nocken schneiden. Alternativ kann die Projektion des auf der einen Seitenfläche angeordneten wenigstens einen zweiten Nockens auf die gegenüberliegende Seitenfläche zwischen einem Rand der gegenüberliegenden Seitenfläche und einem ersten Nocken liegen. Vorteilhaft kann bei bestimmungsgemäß zueinander angeordneten Verlegesteinen eine geeignete Positionierung der Nocken aneinanderstoßender Verlegesteine zum Zwecke der Verzahnung der Nocken erreicht werden.

[0069] Nach einer günstigen Ausgestaltung kann eine Tiefe eines der wenigstens zwei Subnocken an eine Tiefe des wenigstens einen ersten Nockens angepasst sein. Beispielsweise kann die Tiefe des Subnockens der Tiefe des wenigstens einen ersten Nockens entsprechen. Zusätzlich oder alternativ kann eine Breite des Subnockens an eine Breite des wenigstens einen ersten Nockens angepasst sein. Beispielsweise kann die Breite des Subnockens der Breite des wenigstens einen ersten Nockens entsprechen. Alternativ kann die Breite der Stirnseite oder die Form zumindest einer der Flanken des kleineren Subnockens so geformt sein, dass ein Nocken eines bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten Verlegestein sich am kleineren Subnocken abstützten kann.

[0070] Bei einer alternativen Ausgestaltung der Subnocken kann die Breite und/oder Form eines der wenigstens zwei Subnocken einer Breite und/oder einer Form eines Freiraums zwischen ersten Nocken entsprechen oder die Breite des wenigstens einen Subnockens kann kleiner sein als die Breite der Freiräume zwischen den ersten Nocken.

[0071] Dadurch kann der Subnocken in einen Freiraum zwischen zwei ersten Nocken eingreifen oder in einen Freiraum zwischen einem ersten Nocken und einem Rand der korrespondierenden Seitenfläche. Auch hier kann eine einfache Verzahnung umgesetzt werden.

[0072] Des Weiteren kann die Vertiefung zwischen wenigstens zwei der Subnocken oder die Plattform neben einem der Subnocken an Abmessungen eines der ersten Nocken angepasst sein. Auch bei dieser Ausführung kann eine Verzahnung zwischen ersten Nocken und Subnocken erleichtert und dadurch das Bilden einer Verschiebesicherung ermöglicht werden.

[0073] Bei einer alternativen Ausgestaltung kann wenigstens einer der wenigstens zwei Subnocken an den wenigstens einen ersten Nocken angepasst sein. Beispielsweise kann ein Subnocken im verlegten Zustand an dem ersten Nocken anliegen oder sich an einem ersten Nocken abstützen, beispielsweise an dessen Stirnseite, und ein weiterer Subnocken kann in einer Lücke zwischen den ersten Nocken an der korrespondierenden Seitenfläche anliegen. Auch bei dieser Ausführung kann eine Verzahnung zwischen ersten Nocken und Subnocken erleichtert und dadurch das Bilden einer Verschiebesicherung ermöglicht werden.

[0074] Nach einer günstigen Ausgestaltung kann der wenigstens eine zweite Nocken wenigstens doppelt so breit sein wie der wenigstens eine erste Nocken. Insbesondere kann die Stirnseite des wenigstens einen zweiten Nockens doppelt so breit sein wie ein der Stirnseite abgewandter Endbereich des wenigstens einen ersten Nockens. Dadurch kann die Stirnseite des zweiten Nockens wenigstens zwei Subnocken und wenigstens eine Vertiefung aufweisen, sodass die Subnocken mit dem wenigstens einen ersten Nocken eines Nachbarsteins eine Verzahnung ausbilden können.

[0075] Unter einer Rastereinheit wird im Folgenden eine sich wiederholende Anordnung von Nocken verstanden. Hierbei sind Nocken innerhalb der Rastereinheit mit einem vorgegeben Abstand zueinander angeordnet. Durch den Abstand zwischen den Nocken werden Freiräume ausgebildet.

[0076] Nach einer günstigen Ausgestaltung können bei mehreren ersten Nocken an einer Seitenfläche die ersten Nocken in einer ersten Rastereinheit angeordnet sein. Die erste Rastereinheit ist so ausgebildet, dass bei bestimmungsgemäß aneinandergrenzend verlegten Verlegesteinen erste Nocken des einen Verlegesteins in Freiräume zwischen ersten Nocken des anderen Verlegesteins eingreifen können. Um Verlegesteine bestimmungsgemäß aneinandergrenzend zu verlegen, kann ein erster Verlegestein mit einer ersten Seite mit wenigstens einem ersten Nocken an einem zweiten Verlegestein angrenzen. Der zweite Verlegestein kann hierbei wie der erste Verlegestein ausgerichtet sein. In diesem Fall grenzt eine der ersten Seite gegenüberliegende zweite Seite, des zweiten Verlegesteins an der ersten Seite des zweiten Steins an. Alternativ kann durch Drehen des zweiten Verlegesteins um die Hochachse eine andere Seite des zweiten Verlegesteins der ersten Seite des ersten Verlegesteins zugewandt werden. Hierbei kann die erste Rastereinheit so ausgebildet werden, dass eine bündige Anordnung von wenigstens einer Kante der aneinander angrenzenden Verlegesteine in jeder Ausrichtung möglich ist.

[0077] Die Breite der ersten Nocken ist an Abstände zwischen den ersten Nocken angepasst. An einer Seitenfläche können mehrere erste Rastereinheiten angeordnet werden. Die ersten Rastereinheiten können sich bei der Anzahl und bei der Anordnung der ersten Nocken unterscheiden.

[0078] Der Freiraum kann vorzugsweise durch einen ebenen Bereich der Seitenwand gebildet sein. Sind an einer Seitenwand mehrere erste Rastereinheiten mit ersten Nocken angeordnet, kann zwischen den Rastereinheiten eine Leerstelle ausgebildet sein, welche vorzugsweise durch einen ebenen Bereich der Seitenwand gebildet ist. Die Anzahl der Nocken kann so gewählt sein, dass trotz Leerstelle und trotz Freiräumen eine ausreichende Anzahl von Nocken vorhanden ist, um eine stabile Verschiebesicherung zu gewährleisten. Der Freiraum zwischen den Nocken kann breiter sein als die ersten Nocken, um einen Abrieb der Seitenbereiche der ersten Nocken zu erschweren. Zudem kann der Freiraum kleiner als eine vorhandene Leerstelle sein. Zudem können Abmessungen der Freiräume zwischen den Nocken in der Rastereinheit variieren.

[0079] Die erste Rastereinheit kann an mehreren Seitenwänden angeordnet werden, sodass beispielsweise auch erste Nocken an Schmalseiten mit ersten Nocken an breiten Seiten miteinander verzahnen.

[0080] Der Verlegestein ist besonders auch für stark genutzte und auch befahrene Flächen geeignet, bei denen eine besonders zuverlässige Verschiebesicherung gewünscht ist. Gleichzeitig lassen sich besonders schmale Fugen zwischen benachbarten Verlegesteinen in einem Belag aus Verlegesteinen durch die ersten Nocken ausbilden. Bei einem Belag von Verlegesteinen erlaubt die Leerstelle oder auch ein entsprechend dimensionierter Freiraum das Einbringen eines zusätzlichen Volumens an Fugenfüllmaterial zwischen benachbarten Verlegesteinen, welches benachbarte Verlegesteine gegeneinander sichert. Ein günstiges Fugenfüllmaterial ist beispielsweise Sand oder feiner Kies mit geeigneter Körnung.

[0081] Nach einer günstigen Ausgestaltung können bei mehreren zweiten Nocken an einer Seitenfläche die zweiten Nocken in einer zweiten Rastereinheit angeordnet sein. Die zweite Rastereinheit ist so ausgebildet, dass bei bestimmungsgemäß aneinandergrenzend verlegten Verlegesteinen sich Stirnseiten zweiter Nocken zumindest teilweise überschneiden. Durch aneinander gegenüberliegender zweiter Nocken kann die breite zweite Fuge zwischen den korrespondierenden Seitenflächen gebildet werden. Die Überlappung der Stirnseiten kann erzielt werden, indem eine Mittelinie eines der zweiten Nocken zwischen Schnittpunkten der Flanken mit der Seitenfläche eines gegenüberliegenden zweiten Nockens eins bestimmungsgemäßen anderen Verlegesteins angeordnet ist.

[0082] Die zweite Rastereinheit kann unabhängig von der ersten Rasteinheit gestaltet sein. Da die Stirnseiten der zweiten Nocken durch die Subnocken mit ersten Nocken und zweiten Nocken verzahnen. Da die Stirnseiten der zweiten Nocken durch die Subnocken miteinander verzahnen, kann eine stabile Verschiebesicherung gewährleistet werden. Der Abstand zwischen den zweiten Nocken kann einen Freiraum bzw. einen Spalt definieren, welcher mit Substrat für die Pflanzen gefüllt werden kann. An einer Seitenfläche können mehrere zweite Rastereinheiten angeordnet werden. Die zweiten Rastereinheiten können sich bei der Anzahl und bei der Anordnung der zweiten Nocken unterscheiden. Beispielsweise können die zweiten Nocken symmetrisch zu einer Mittelachse der korrespondierenden Seitenfläche oder asymmetrisch zur Mittelachse der korrespondierenden Seitenfläche angeordnet sein. Zwischen den zweiten Rastereinheiten kann eine Leerstelle ausgebildet sein, welche vorzugsweise durch einen ebenen Bereich der Seitenwand gebildet ist.

[0083] Die Anzahl der zweiten Nocken kann so gewählt sein, dass ein möglichst großer Freiraum und/oder eine möglichst große Leerstelle ausgebildet ist und eine ausreichende Anzahl von Nocken vorhanden ist, um die Verlegesteine entlang der korrespondierenden gegenüberliegenden Seitenflächen aneinander abzustützen und eine stabile Verschiebesicherung zu gewährleisten. Durch eine große Leerstelle, bzw. einen großen Freiraum zwischen den zweiten Nocken, kann mehr Substrat für das Gras oder das Moos in der zweiten Fuge eingebracht werden, sodass die Pflanzen besser mit Nährstoffen und Platz für die Wurzeln versorgt sind, wodurch die Pflanzen besser wachsen können. Durch die Option, dass zweite Nocken der zweiten Rastereinheit in Freiräume zwischen ersten Nocken der wenigstens einen ersten Rastereinheit eingreifen können, kann eine zuverlässige Verschiebesicherung umgesetzt werden, wenn eine Seitenfläche mit ersten Nocken einer Seitenfläche mit zweiten Nocken zugewandt ist. Die dritte Fuge zwischen diesen Seitenflächen ist schmaler und kann durch die Leerstelle, bzw. den Freiraum zwischen den zweiten Nocken dennoch ausreichend Substrat und Platz für Pflanzen aufweisen.

[0084] Nach einer günstigen Ausgestaltung können an einer Seitenfläche wenigstens eine erste Rastereinheit und eine zweite Rastereinheit angeordnet werden. Dadurch können weitere Verlegemuster und Gestaltungsoptionen mit zuverlässiger Verzahnung der Nocken ermöglicht werden.

[0085] Nach einer günstigen Ausgestaltung können die wenigstens zwei Subnocken an der Stirnseite des wenigstens einen zweiten Nockens in einer dritten Rastereinheit angeordnet sein. Die dritte Rastereinheit ist an die erste Rastereinheit angepasst. Die dritte Rastereinheit kann so ausgebildet sein, dass bei bestimmungsgemäß aneinandergrenzend verlegten Verlegesteinen wenigstens ein Subnocken des einen Verlegesteins in eine Vertiefung zwischen Subnocken oder in einen Freiraum zwischen ersten Nocken des anderen Verlegesteins eingreift. Alternativ kann ein Subnocken in die Plattform eines gegenüberliegenden zweiten Nockens eingreifen. Dadurch können die dritten Rastereinheiten Verzahnungen mit anderen dritten Rastereinheiten oder mit ersten Rastereinheiten ausbilden, wodurch die Verschiebesicherung weiter verbessert werden kann. Insbesondere kann eine Verschiebesicherung zwischen zweiten Nocken, deren Stirnseiten aneinander anliegen, verbessert werden. Durch die dritte Rastereinheit können einander gegenüberliegende zweite Nocken bei sicherem Halt auch versetzt zueinander angeordnet sein.

[0086] Bei einer Verzahnung mit ersten Nocken kann wenigstens ein Subnocken an einem den korrespondierenden Freiraum begrenzenden ersten Nocken anliegen. Alternativ kann wenigstens ein Subnocken auf dem den korrespondierenden Freiraum begrenzenden ersten Nocken aufliegen. Zudem können beide Subnocken jeweils an einem den korrespondierenden Freiraum begrenzenden ersten Nocken anliegen. Des Weiteren können die Subnocken des zweiten Nockens in dem Freiraum angeordnet sein, wobei die Subnocken einen Abstand zu den korrespondierenden den Freiraum begrenzenden ersten Nocken aufweisen.

[0087] Nach einer günstigen Ausgestaltung können bei mehreren ersten Nocken an einer Seitenfläche die ersten Nocken unterschiedliche Tiefen aufweisen. Es ist auch eine Ausführung mit gleichen Tiefen vorstellbar.

[0088] Des Weiteren kann die korrespondierende erste Rastereinheit unterschiedliche Abstände zwischen den ersten Nocken aufweisen. Dadurch können Freiräume zum Verzahnen und Freiräume zum Einfügen von Füllmaterial innerhalb einer Rastereinheit geschaffen werden. Zudem kann bei mehreren zweiten Nocken an einer Seitenfläche die korrespondierende zweite Rastereinheit unterschiedliche Abstände zwischen den zweiten Nocken aufweisen. Dadurch können die Verlegesteine auch versetzt zueinander angeordnet werden, wobei die Stirnseiten zweiter Nocken von benachbarten Verlegesteinen weiterhin zuverlässig aneinander anliegen. Beispielsweise kann eine Mittelsenkrechte der korrespondierenden Seitenfläche einen zweiten Nocken schneiden. Insbesondere kann die Mittelsenkrechte der korrespondierenden Seitenfläche den zweiten Nocken, bezogen auf seine Breite, außermittig schneiden. Der von der Mittelsenkrechten geschnittene zweite Nocken kann zu jeder Seite einen Nachbarnocken aufweisen, wobei die Abstände zu den Nachbarnocken unterschiedlich groß sind.

[0089] Nach einem weiteren Aspekt wird ein Bausatz aus Verlegesteinen vorgeschlagen, mit welchem Bodenbeläge geschaffen werden können.

[0090] Die Verlegesteine weisen an wenigstens einer Seitenfläche wenigstens einen ersten Nocken auf und an wenigstens einer weiteren Seitenfläche wenigstens einen zweiten Nocken auf. Hierbei ist eine Tiefe des wenigstens einen zweiten Nockens mindestens doppelt so groß, vorzugsweise mindestens fünfmal so groß ist wie eine Tiefe des wenigstens einen ersten Nockens.

[0091] Die Stirnseite des wenigstens einen zweiten Nockens weist wenigstens zwei Subnocken und wenigstens eine Vertiefung auf, wobei die Form und die Anordnung der wenigstens zwei Subnocken an der Stirnseite komplementär zu ersten Nocken und komplementär zu Subnocken des wenigstens einen angrenzenden Verlegesteins ausgebildet sind. Hierbei bilden einander gegenüberliegende Subnocken miteinander oder erste Nocken mit gegenüberliegenden Subnocken miteinander eine Verzahnung aus. Insbesondere wobei die Subnocken und die ersten Nocken im gleichen Abstand und/oder im gleichen Raster miteinander verlegt sind, wie einander gegenüberliegende Subnocken.

[0092] Dies ermöglicht in vorteilhafter Weise unterschiedliche Kombinationenmöglichkeiten beim Verlegten der Verlegesteine, wobei die verlegten Verlegesteine durch die Verzahnungen gegen Verschieben und/oder gegen Verkippen und/oder gegen Verdrehen gesichert sind.

[0093] Hierbei kann in einem Ausführungsbeispiel im verlegten Zustand der Spalt zwischen einem Subnocken und einem gegenüberliegenden ersten Nocken genauso groß sein, wie ein Spalt zwischen dem Subnocken und einem gegenüberliegenden Subnocken.

[0094] Selbstverständlich könnte der Bausatz zusätzlich auch Verlegesteine umfassen, welche nur erste Nocken oder nur zweite Nocken aufweisen, um weitere Gestaltungsfreiheit bei der Schaffung von Designs und Muster des Bodenbelags zu erlangen. Hierbei kann der Verlegestein mit dem wenigstens einen ersten Nocken und dem wenigstens einen zweiten Nocken als Übergangsstück zwischen Verlegesteinen, welche lediglich erste Nocken aufweisen, und Verlegesteinen, welche lediglich zweite Nocken aufweisen, wirken. Hierbei kann der Verlegestein mit dem wenigstens einen ersten und dem wenigstens einen zweiten Nocken zwischen Verlegesteinen mit ersten Nocken und Verlegesteinen mit zweiten Nocken angeordnet werden.

[0095] Des Weiteren kann der Verlegestein mit ersten und zweiten Nocken als Grenzstein zu einer Rasenfläche oder einer anderweitig bepflanzten Fläche verwendet werden.

[0096] Nach einer günstigen Ausgestaltung kann bei einer Verzahnung mit einander gegenüberliegenden ersten Nocken eine erste Fuge zwischen den korrespondierenden Verlegesteinen ausgebildet sein, und bei einer Verzahnung mit einander gegenüberliegenden Subnocken kann eine zweite Fuge zwischen den korrespondierenden Verlegesteinen ausgebildet sein und bei einer Verzahnung mit einander gegenüberliegenden ersten Nocken und Subnocken kann eine dritte Fuge zwischen den korrespondierenden Verlegesteinen ausgebildet sein. Die ersten Nocken können im Gegensatz zu den zweiten Nocken keine Subnocken aufweisen.

[0097] Bevorzugt ist der Verlegestein dazu vorgesehen, ohne Presspassung verlegt zu werden, womit ein Fugenabstand zwischen Verlegesteinen größer ist als die größte Nockentiefe der an den korrespondierenden Seitenflächen angeordneten Nocken.

[0098] Hierbei können bei benachbarten Verlegesteinen Seitenflächen bzw. Bereiche der Seitenflächen mit ersten Nocken einander gegenüberliegend angeordnet werden, wobei die Abmessung der zwischen diesen Seitenflächen bzw. Bereichen verlaufenden ersten Fuge abhängig ist von den Abmessungen der ersten Nocken und gegebenenfalls von einem Abstand der ersten Nocken zur gegenüberliegenden Seitenfläche.

[0099] Alternativ oder zusätzlich können bei benachbarten Verlegesteinen Seitenflächen bzw. Bereiche der Seitenflächen mit zweiten Nocken gegenüberliegend zueinander angeordnet werden, wobei die Abmessung der zwischen diesen Seitenflächen bzw. Bereichen verlaufenden zweiten Fuge abhängig ist von den Abmessungen der zweiten Nocken und der korrespondierenden Subnocken und gegebenenfalls von einem Abstand des größten Subnockens zur gegenüberliegenden Seitenfläche. Da die zweiten Nocken eine größere Tiefe aufweisen als die ersten Nocken, ist die resultierende zweite Fuge breiter als die erste Fuge.

[0100] Alternativ oder zusätzlich können bei benachbarten Verlegesteinen eine Seitenfläche mit ersten Nocken gegenüberliegend zu einer Seitenfläche mit zweiten Nocken angeordnet werden, wobei die Abmessung der zwischen diesen Seitenflächen verlaufenden dritten Fuge abhängig ist von den Abmessungen der zweiten Nocken und von den Abmessungen der ersten Nocken und/oder den Abmessungen der Subnocken und gegebenenfalls von einem Abstand der ersten Nocken zur gegenüberliegenden Seitenfläche oder einem Abstand des größten Subnockens zur gegenüberliegenden Seitenfläche. Da die zweiten Nocken eine größere Tiefe aufweisen als die ersten Nocken, ist die resultierende dritte Fuge breiter als die erste Fuge und schmaler als die zweite Fuge.

[0101] Hierbei können die zweite Fuge und die dritte Fuge derart ausgelegt werden, dass ein Bewuchs der Fuge mit Moos oder mit Gras oder anderen geeigneten Pflanzen möglich ist.

[0102] Die erste Fuge kann derart ausgelegt werden, dass ein Versickern von Regenwasser ermöglicht wird. Durch die unterschiedlichen Fugen sind unterschiedliche ästhetisch ansprechende Verlegemuster, bzw. Verlegedesigns mit einer einzigen Sorte Verlegestein möglich. Um den Vorteil der unterschiedlich ausgestalteten Fugen und den daraus resultierenden Verlegemustern, bzw. Verlegedesigns zu erzielen, ist es nicht mehr erforderlich, unterschiedliche Verlegesteine mit verschiedenen Nocken miteinander zu kombinieren.

[0103] Dies kann auch die Logistik erleichtern, da nur noch eine Sorte Verlegestein transportiert wird. Zudem kann das Verlegen der Verlegesteine erleichtert werden, da anstelle von verschiedenen Sorten von Verlegesteinen nur noch eine Sorte verlegt wird. Im Wesentlichen kann ein Bodenbelag mit unterschiedlichen Fugenbreiten aus einer einzigen Sorte von Verlegesteinen geschaffen werden, wobei eine Verschiebesicherung und/oder eine Verkippsicherung und/oder eine Verdrehsicherung der Verlegesteine umsetzbar ist.

[0104] Nach einer günstigen Ausgestaltung können bei verschiedenen Längs- und Querabmessungen der Verlegesteine die Verlegesteine gleiche Abmessungen ihrer Rastereinheiten aufweisen. Die Rastereinheiten können für verschiedenste Steingrößen dieselben Abmessungen aufweisen. Dies erleichtert das Zusammenfügen von Verlegesteinen eines Bausatzes von Verlegesteinen.

Zeichnung



[0105] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.

[0106] Es zeigen beispielhaft:
Fig. 1
eine Draufsicht auf einen rechteckigen Verlegestein nach einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 2
eine perspektivische Ansicht des Verlegesteins aus Figur 1;
Fig. 3
eine Draufsicht auf einen zweiten Nocken des Verlegesteins aus den Figuren 1 und 2;
Fig. 4
eine Detailansicht, welche eine Verzahnung zwischen Subnocken des zweiten Nockens des Verlegesteins aus den Figuren 1 bis 3 und ersten Nocken eines bestimmungsgemäß gegenüberliegenden anderen Verlegesteins zeigt;
Fig. 5
eine Detailansicht, welche eine Verzahnung zwischen Subnocken des zweiten Nockens aus den Figuren 1 bis 4 und Subnocken eines bestimmungsgemäß gegenüberliegenden anderen Verlegesteins zeigt,
Fig. 6
eine Draufsicht auf einen zweiten Nocken eines Verlegesteins nach einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 7
eine Detailansicht, welche eine Verzahnung zwischen Subnocken des zweiten Nockens des Verlegesteins aus Figur 6 und Subnocken eines bestimmungsgemäß gegenüberliegenden anderen Verlegesteins zeigt,
Fig. 8
eine Detailansicht, welche eine Verzahnung zwischen Subnocken des zweiten Nockens eines Verlegesteins nach einem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung und ersten Nocken eines bestimmungsgemäß gegenüberliegenden anderen Verlegesteins zeigt;
Fig. 9
eine Detailansicht, welche eine Verzahnung zwischen Subnocken des zweiten Nockens des Verlegesteins aus Figur 8 und Subnocken eines bestimmungsgemäß gegenüberliegenden anderen Verlegesteins zeigt,
Fig. 10
eine Detailansicht, welche eine Verzahnung zwischen Subnocken des zweiten Nockens eines Verlegesteins nach einem vierten Ausführungsbeispiel der Erfindung und ersten Nocken eines bestimmungsgemäß gegenüberliegenden anderen Verlegesteins zeigt;
Fig. 11
eine Detailansicht, welche eine Verzahnung zwischen Subnocken des zweiten Nockens des Verlegesteins aus Figur 10 und Subnocken eines bestimmungsgemäß gegenüberliegenden anderen Verlegesteins zeigt,
Fig. 12
eine Draufsicht auf einen Bausatz bzw. auf einen Ausschnitt eines Bausatzes mit mehreren Verlegesteinen aus den Figuren 1 bis 5, wobei zwischen den Verlegesteinen unterschiedliche Fugen ausgebildet sind;
Fig. 13
eine Draufsicht auf einen Bausatz bzw. auf einen Ausschnitt eines Bausatzes mit mehreren versetzt angeordneten Verlegesteinen aus den Figuren 1 bis 5;
Fig. 14
eine Draufsicht auf einen Bausatz bzw. auf einen Ausschnitt eines Bausatzes mit mehreren fluchtend angeordneten Verlegesteinen aus den Figuren 1 bis 5;
Fig. 15
eine Draufsicht auf einen Bausatz bzw. auf einen Ausschnitt eines Bausatzes mit mehreren Verlegesteinen aus den Figuren 1 bis 5, wobei verschiedene Verlegemöglichkeiten der Verlegesteine gezeigt sind;
Fig. 16
eine Draufsicht auf einen Bausatz bzw. auf einen Ausschnitt eines Bausatzes mit mehreren Verlegesteinen aus den Figuren 1 bis 5;
Fig. 17
eine Draufsicht auf einen Bausatz bzw. auf einen Ausschnitt eines Bausatzes mit mehreren Verlegesteinen aus den Figuren 1 bis 5;
Fig. 18
eine Draufsicht auf einen rechteckigen Verlegestein nach einem fünften Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 19
eine Draufsicht auf einen Bausatz bzw. auf einen Ausschnitt eines Bausatzes mit mehreren versetzt zueinander angeordneten Verlegesteinen aus Figur 18 mit einem ersten Versatz;
Fig. 20
eine Draufsicht auf einen Bausatz bzw. auf einen Ausschnitt eines Bausatzes mit mehreren versetzt zueinander angeordneten Verlegesteinen aus Figur 18 mit einem zweiten Versatz;
Fig. 21
eine Draufsicht auf einen Bausatz bzw. auf einen Ausschnitt eines Bausatzes mit mehreren versetzt zueinander angeordneten Verlegesteinen aus Figur 18 mit einem dritten Versatz;
Fig. 22
eine Draufsicht auf einen rechteckigen Verlegestein nach einem sechsten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 23
eine perspektivische Ansicht des Verlegesteins aus Figur 22;
Fig. 24
eine Draufsicht auf einen Ausschnitt eines Bausatzes mit mehreren Verlegesteinen aus den Figuren 22 und 23, welche um einen halben Stein versetzt zueinander angeordnet sind;
Fig. 25
eine Draufsicht auf einen rechteckigen Verlegestein nach einem siebten Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Ausführungsformen der Erfindung



[0107] In den Figuren sind gleichartige oder gleichwirkende Komponenten mit gleichen Bezugszeichen beziffert. Die Figuren zeigen lediglich Beispiele und sind nicht beschränkend zu verstehen.

[0108] Im Folgenden verwendete Richtungsterminologie mit Begriffen wie "links", "rechts", "oben", "unten", "davor" "dahinter", "danach" und dergleichen dient lediglich dem besseren Verständnis der Figuren und soll in keinem Fall eine Beschränkung der Allgemeinheit darstellen. Die dargestellten Komponenten und Elemente, deren Auslegung und Verwendung können im Sinne der Überlegungen eines Fachmanns variieren und an die jeweiligen Anwendungen angepasst werden.

[0109] Die Figuren 1 bis 5 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel eines Verlegesteins 1.

[0110] Die Figuren 6 und 7 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel eines Verlegesteins 1.

[0111] Die Figuren 8 und 9 zeigen ein drittes Ausführungsbeispiel eines Verlegesteins 1.

[0112] Die Figuren 10 und 11 zeigen ein viertes Ausführungsbeispiel eines Verlegesteins 1.

[0113] Die Figur 18 zeigt ein fünftes Ausführungsbeispiel eines Verlegesteins 1.

[0114] Die Figuren 22 bis 24 zeigen ein sechstes Ausführungsbeispiel eines Verlegesteins 1.

[0115] Die Figur 25 zeigt ein siebtes Ausführungsbeispiel des Verlegesteins 1.

[0116] Figuren 4, 8 und 10 zeigen eine Detailansicht, welche eine Verzahnung 133 zwischen Subnocken 82, 84 eines zweiten Nockens 72 und einem korrespondieren ersten Nocken 64, 66 eines bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins 1 zeigt. Eine erste Rastereinheit 60 und eine dritte Rastereinheit 80 sind derart ausgeführt, dass die Subnocken 82, 84 eines um 180° um die Hochachse gedrehten Verlegesteins 1 komplementär zu ersten Nocken 62, 64, 66 eines nicht gedrehten Verlegesteins 1 sind.

[0117] Die Figuren 5, 7, 9 und 11 zeigen jeweils eine Detailansicht, welche verschiedene Ausführungen einer Verzahnung 132 zwischen Subnocken 82, 84 eines zweiten Nockens 72 und Subnocken 82, 84 eines zweiten Nockens 72 eines bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins 1 zeigt. Die dritte Rastereinheit 80 ist derart ausgeführt, dass die Subnocken 82, 84 eines um 180° um die Hochachse gedrehten Verlegesteins 1 komplementär zu Subnocken 82, 84 eines nicht gedrehten Verlegesteins 1 sind.

[0118] Die Figuren 12 bis 17 zeigen einen Bausatz 100 oder einen Ausschnitt eines Bausatzes 100 mit Verlegesteinen 1, welche gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel ausgeführt sind.

[0119] Die Figuren 19 bis 21 zeigen einen Bausatz 100 oder einen Ausschnitt eines Bausatzes 100 mit Verlegesteinen 1, welche gemäß dem fünften Ausführungsbeispiel ausgeführt sind.

[0120] Die Figur 24 zeigt einen Bausatz 100 oder einen Ausschnitt eines Bausatzes 100 mit Verlegesteinen 1, welche gemäß dem sechsten Ausführungsbeispiel ausgeführt sind.

[0121] Wie aus den Figuren 12 bis 17, den Figuren 19 bis 21 und 24 ersichtlich ist, umfasst ein Bausatz 100 aus Verlegesteinen 1, Verlegesteine 1, welche an wenigstens einer Seitenfläche 20, 40, 50 wenigstens einen ersten Nocken 62, 64, 66 aufweisen und an wenigstens einer weiteren Seitenfläche 30 wenigstens einen zweiten Nocken 72 aufweisen. Die Tiefe des wenigstens einen zweiten Nockens 72 ist mindestens doppelt so groß, bevorzugt mindestens fünfmal größer, als die Tiefe des wenigstens einen ersten Nockens 62, 64, 66. Die Anzahl der Reihen 110 und der Spalten 120, in denen die Verlegesteine 1 des Bausatzes 100 angeordnet sind, ist variabel und kann an die abzudeckende Fläche angepasst werden.

[0122] Wie aus den Figuren 1 bis 25 weiter ersichtlich ist, umfassen die dargestellten Verlegesteine 1 einen Grundkörper 10 mit einer Oberseite 12 und einer Unterseite 14 sowie zwischen der Oberseite 12 und der Unterseite 14 angeordnete Seitenflächen 20, 30, 40, 50, welche parallel zu einer Steinhöhe 16 verlaufen. Die Verlegesteine 1 sind in den dargestellten Ausführungsbeispielen als Quader mit vier Seitenflächen 20, 30, 40, 50 ausgeführt.

[0123] Der Grundkörper 10 weist zwei lange Seitenflächen 30, 50 auf, welche von einer Länge und der Steinhöhe 16 aufgespannt werden. Der Grundkörper 10 weist zwei kurze Seitenflächen 20, 40 auf, welche von einer Steinbreite und der Steinhöhe 16 aufgespannt werden. Die langen Seitenflächen 30, 50 sind in den dargestellten Ausführungsbeispielen 30 cm lang und die kurzen Seitenflächen 20, 40 sind in den dargestellten Ausführungsbeispielen 15 cm lang. Die hier angegebenen Zentimetermaße sind auf dem Markt gängige Steingrößen. Es sind weitere nicht dargestellte Formen und Abmessungen des Grundkörpers 10 vorstellbar. Der Grundkörper 10 kann auch als Würfel mit vier identischen Seitenflächen 20, 30, 40, 50 oder als Prisma mit einer dreieckigen oder mit einer sechseckigen oder einer anderen geeigneten Grundfläche 12, 14 ausgeführt werden. Die Anzahl der Seitenflächen 20, 30, 40, 50 ist hierbei abhängig von der Form der Grundfläche 12, 14.

[0124] Die Verlegesteine 1 sind insbesondere aus Beton gefertigt, können jedoch auch aus einem anderen geeigneten Material hergestellt werden. Die Bausätze 100 und die Verlegesteine 1 sind dazu geeignet, im verlegten Zustand eine befahrene Erdreichabdeckung auszubilden. Beispielsweise können die Verlegesteine 1 zum Pflastern eines Carports, eines Parkplatzes oder einer Grundstückszufahrt genutzt werden. Es sind auch andere Anwendungsbereiche beispielsweise für einen Fußweg oder eine Terrasse und dergleichen vorstellbar.

[0125] Wie aus den Figuren 1 bis 24 weiter ersichtlich ist, weisen in den dargestellten Ausführungsbeispielen des Verlegesteins 1 die beiden kurzen Seitenflächen 20, 40 und eine der langen Seitenflächen 50 mehrere erste Nocken 62, 64, 68 auf. In den dargestellten Ausführungsbeispielen weist eine der langen Seitenflächen 30 mehrere zweite Nocken 72 auf.

[0126] In einem nicht dargestellten alternativen Ausführungsbeispiel können die zweiten Nocken 72 auch an mehr als nur an einer Seitenfläche 20, 30, 40, 50 angeordnet sein. Dadurch können die ersten Nocken 62, 64, 66 auch an weniger als an drei Seitenflächen 20, 30, 40, 50 angeordnet sein. Zudem sind Seitenflächen 20, 30, 40, 50 ohne Nocken 62, 64, 66, 72 umsetzbar.

[0127] Beispielsweise können die zweiten Nocken 72 am Verlegestein 1 an aneinander angrenzenden Seitenflächen 20, 30, 40, 50 angeordnet sein. Beispielsweise können die zweiten Nocken 72 an quaderförmigen Grundkörpern 10 an einer langen Seitenfläche 30 und an einer kurzen Seitenfläche 20, 40 angeordnet sein.

[0128] Zudem ist eine Anordnung an zwei langen Seitenflächen 30, 50 und einer kurzen Seitenfläche 20, 40 oder an zwei kurzen Seitenflächen 20, 40 und einer langen Seitenfläche 30, 50 vorstellbar. Des Weiteren kann eine alternierende Anordnung umgesetzt werden. Hierbei können an eine Seitenfläche 20, 30, 40, 50 mit zweiten Nocken 72 angrenzende Seitenflächen 20, 30, 40, 50 erste Nocken 62, 64, 66 aufweisen und eine an Seitenflächen 20, 30, 40, 50 mit ersten Nocken 62, 64, 66 angrenzende Seitenflächen 20, 30, 40, 50 können zweite Nocken 72 umfassen. Hierbei können an quaderförmigen Grundkörpern 10 beispielsweise an beiden langen Seitenflächen 30, 50 oder an beiden kurzen Seitenflächen 20, 40 zweite Nocken 72 angeordnet sein.

[0129] Wie aus Figur 25 ersichtlich ist, weisen im dargestellten siebten Ausführungsbeispiel des Verlegesteins 1 die beiden kurzen Seitenflächen 20, 40 jeweils einen zweiten Nocken 72 und jeweils zwei erste Nocken 62, 64, 66 auf. Eine der langen Seitenflächen 30 weist zwei zweite Nocken 72 auf. Die gegenüberliegende lange Seitenfläche 50 weist mehrere erste Nocken 62, 64, 66 auf.

[0130] Wie aus den Figuren 1 bis 25 weiter ersichtlich ist, stehen die ersten Nocken 62, 64, 66 und die zweiten Nocken 72 seitlich von der korrespondierenden Seitenfläche 20, 30, 40, 50 ab. Die Höhen der Nocken 62, 64, 66, 72 verlaufen parallel zu der Steinhöhe 16. Eine Breite der Nocken 62, 64, 66, 72 verläuft parallel zu der Längsausdehnung der korrespondierenden Seitenfläche 20, 30, 40, 50. Bei ersten Nocken 62, 64, 66, welche an den kurzen Seitenflächen 20, 40 angeordnet sind, entspricht die Längsausdehnung der Seitenfläche 20, 40 der Steinbreite des Verlegesteins 1. Bei Nocken 62, 64, 66, 72 welche an den langen Seitenflächen 30, 50 angeordnet sind, entspricht die Längsausdehnung der Seitenfläche 30, 50 der Steinlänge des Verlegesteins 1. Eine Tiefe der Nocken 62, 64, 66, 72 verläuft senkrecht zur korrespondierenden, von der Steinhöhe 16 und der Längsausdehnung aufgespannten Seitenfläche 20, 30, 40, 50. Die Höhe der Nocken 62, 64, 66, 72 kann der Steinhöhe 16 entsprechen. Alternativ kann der Nocken 62, 64, 66, 72 auch eine kleinere Höhe als der Grundkörper 10 aufweisen (Figur 2 und Figur 23). Ein dem Grundkörper 10 zugewandter Endbereich des Nockens 62, 64, 66, 72 kann breiter ausgeführt sein als eine von dem Grundkörper 10 abgewandte Stirnseite 71 des Nockens 62, 64, 66, 72.

[0131] In den dargestellten Ausführungsbeispielen sind die ersten Nocken 62, 64, 66 und die zweiten Nocken 72 an den Stirnseiten 71 abgerundet, bzw. trapezförmig ausgeführt. Es sind auch andere geeignete Formen vorstellbar. Beispielsweise können Stirnseite 71 und Endbereich der Nocken 62, 64, 66, 72 die gleiche Breite aufweisen.

[0132] Unter der Stirnseite 71 wird der Bereich der Nocken 62, 64, 66, 72, 82, 84 verstanden, welcher die Flanken des korrespondierenden Nockens 62, 64, 66, 72, 82, 84 miteinander verbindet und welcher insbesondere zumindest teilweise parallel zur korrespondierenden Seitenfläche 20, 30, 40, 50 verläuft. Insbesondere bei den zweiten Nocken 72 kann die Stirnseite 71 eine gedachte Ebene zwischen den Flanken sein.

[0133] Wie aus Figuren 1 bis 25 weiter ersichtlich ist, unterscheiden sich in den Ausführungsbeispielen der Verlegesteine 1 die ersten Nocken 62, 64, 66 und die zweiten Nocken 72 neben der Tiefe auch zusätzlich in der Form und in der Breite und teilweise in der Höhe.

[0134] Wie aus den Figuren 1, 2, 4, 8, 10, 12, 13, 14, 18, 20, 21, 22, sind mit den Bezugszeichen 62, 68 äußere erste Nocken und mit dem Bezugszeichen 64 innere erste Nocken bezeichnet. Die ersten Nocken 62, 64, 66 können unterschiedliche, Tiefen und/oder unterschiedliche Höhen aufweisen. Zusätzlich oder alternativ können die ersten Nocken 62, 64, 66 die gleichen Tiefen und/oder die gleichen Höhen aufweisen.

[0135] Wie aus den Figuren 1 bis 25 weiter ersichtlich ist, weist die Stirnseite 71 des wenigstens einen zweiten Nockens 72 wenigstens zwei durch eine Vertiefung 86 getrennte Subnocken 82, 84 auf. Die wenigstens zwei Subnocken 82, 84 weisen jeweils eine unterschiedliche Tiefe auf, wobei wenigstens eine Flanke eines der Subnocken 82, 84 einen Verschiebeanschlag für einen ersten Nocken 62, 64, 66 oder einen Subnocken 82, 84 eines bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins 1 bildet.

[0136] Eine Projektion von wenigstens einem auf der einen Seitenfläche 30 angeordneten Subnocken 82, 84 der zweiten Nocken 72 liegt auf der gegenüberliegende Seitenfläche 50 desselben Verlegesteins 1 zwischen zwei auf der gegenüberliegenden Seitenfläche 50 angeordneten ersten Nocken 62, 64, 66. Die ersten Nocken 62, 64, 66 können symmetrisch oder asymmetrisch dazu angeordnet sein. Insbesondere schneidet eine Mittellinie 73 (Figur 1, 13, 18, 22, 23, 25) durch zweite Nocken 72 die gegenüberliegende Seitenfläche 50 zwischen zwei dort angeordneten ersten Nocken 62, 64, 66.

[0137] Die Form und die Anordnung der wenigstens zwei Subnocken 82, 84 an der Stirnseite 71 ist komplementär zu ersten Nocken 62, 64, 66 (Figur 4, 8, 10) und komplementär zu Subnocken 82, 84 (Figur 5, 7, 9, 11) des wenigstens einen bestimmungsgemäß benachbart angeordneten Verlegesteins 1 ausgebildet. Einander gegenüberliegende Subnocken 82, 84 bilden im verlegten Zustand miteinander eine Verzahnung 132 aus. Einander gegenüberliegende erste Nocken 62, 64, 66 und Subnocken 82, 84 bilden ebenfalls im verlegten Zustand miteinander eine Verzahnung 133 aus.

[0138] Wie aus den Figuren 1 bis 25 weiter ersichtlich ist, ist der wenigstens eine zweite Nocken 72 wenigstens doppelt so breit wie der wenigstens eine erste Nocken 62, 64, 66. Die Stirnseite 71 der zweiten Nocken 72 weist in den dargestellten Ausführungsbeispielen zwei oder drei Subnocken 82, 84 auf. Die Subnocken 82, 84 sind in einer dritten Rastereinheit 80 angeordnet, wobei ein erster Subnocken 82 eine größere Tiefe als ein zweiter Subnocken 84 aufweist. Die dritte Rastereinheit 80 ist eine sich wiederholende Anordnung von Subnocken 82, 84 und Vertiefungen 86 zwischen den Subnocken 82, 84. Zwischen einem Rand der Stirnseite 71 und einem der Subnocken 82, 84 kann keine Plattform 88 angeordnet sein. Die Subnocken 82, 84 weisen in den dargestellten Ausführungsbeispielen Rundungen auf. Zudem sind die Übergänge zwischen Subnocken 82, 84 und Vertiefungen 86 und/oder Plattformen 88 abgerundet. Es sind auch andere Formen vorstellbar. Beispielsweise könnten die Abmessungen eines der wenigstens zwei Subnocken 82, 84 den Abmessungen des wenigstens einen ersten Nockens 62, 64, 66 entsprechen. Insbesondere können die Tiefen und/oder die Breiten und/oder die Formen aufeinander abgestimmt sein. Alternativ oder zusätzlich kann die Form eines der Subnocken 82, 84 an einen Freiraum 68 zwischen den ersten Nocken 62, 64, 66 angepasst sein.

[0139] Des Weiteren kann eine Tiefe und/oder Breite einer der Vertiefungen 86 an einen der ersten Nocken 62, 64, 66 angepasst sein. Des Weiteren kann können die Subnocken und Vertiefungen auch treppen- und trapezförmig ausgebildet werden.

[0140] Wie aus den Figuren 1 bis 25 weiter ersichtlich ist, ist die Tiefe und/oder Breite und/oder Form der die Plattform 88 oder die Vertiefung 86 begrenzenden Flanke von einem der Subnocken 82, 84, an eine Tiefe und/oder Breite und/oder Form des wenigstens einen ersten Nockens 62, 64, 66 zum Zwecke der Verzahnung angepasst.

[0141] Zusätzlich oder alternativ ist die Breite und/oder Form und/oder eine Tiefe der die Plattform 88 oder die Vertiefung 86 begrenzenden Flanke von einem der Subnocken 82,84 an eine Breite und/oder Form eines gespiegelten oder um 180° gedrehten Subnocken 82, 84 angepasst.

[0142] Wie aus den Figuren 1 bis 25 weiter ersichtlich ist, entspricht eine Tiefe eines kleineren Subnockens 84 der wenigstens zwei Subnocken 82, 84 mindestens 1/3 einer Tiefe eines größeren Subnockens 82 der wenigstens zwei Subnocken 82, 84 und/oder maximal 2/3 der Tiefe des größeren Subnockens 82 der wenigstens zwei Subnocken 82, 84. Die Tiefe steht senkrecht zur korrespondierenden Seitenfläche 30.

[0143] Wie aus den Figuren 1 bis 25 weiter ersichtlich ist, entspricht eine Breite des kleineren Subnockens 84 der wenigstens zwei Subnocken 82, 84 mindestens der Hälfte der Breite des größeren Subnockens 82 der wenigstens zwei Subnocken 82, 84 und/oder maximal der Breite des größeren Subnockens 82 der wenigstens zwei Subnocken 82, 84.

[0144] Die in den Figuren 1 bis 25 dargestellten Ausführungsbeispiele der Verlegesteine 1 unterscheiden sich insbesondere durch die Ausführung und Anordnung der ersten Nocken 62, 64, 66, der zweiten Nocken 72 und der Subnocken 82, 84. Ein weiterer Unterschied kann die Anzahl der Subnocken 82, 84 oder die Anzahl der zweiten Nocken 72 sein. Durch diese Unterschiede unterscheiden sich die Verzahnungen 132, 133 der dargestellten Bausätze 100. Auf diese Unterschiede wird im Folgenden eingegangen.

[0145] Wie aus den Figuren 1 und 2 ersichtlich ist, umfasst das erste Ausführungsbeispiel des Verlegesteins 1 eine kurze Seitenfläche 30, 50 mit drei ersten Nocken 62, 64, 66. Die beiden äußeren ersten Nocken 62, 66 weisen eine geringere Höhe auf als die innere erste Nocke 64. Hierbei weist die innere erste Nocke 64 zudem eine größere Höhe auf als die beiden zweiten Nocken 72 des Verlegesteins 1. Die beiden zweiten Nocken 72 weisen eine größere Höhe auf als die beiden äußeren ersten Nocken 62, 66.

[0146] Wie aus den Figuren 1 bis 5 weiter ersichtlich ist, ist im dargestellten ersten Ausführungsbeispiel ein Boden der wenigstens einen Vertiefung 86 gekrümmt, sodass die wenigstens eine Vertiefung 86 einen geschwungenen konkaven Querschnitt aufweist.

[0147] Wie aus den Figuren 1 bis 5 weiter ersichtlich ist, ist ein Übergang einer Flanke des zweiten Nockens 72 und einer Flanke des kleineren Subnockens 84 streng monoton steigend ausgebildet. Hierbei geht die Flanke des zweiten Nockens 72 in die Flanke des kleineren Subnockens 84 über. Ein Übergang einer Flanke des zweiten Nockens 72 und einer Flanke des größeren Subnockens 82 ist monoton steigend mit einer Plattform 88 am Übergang zum zweiten Nocken 72 ausgebildet. Die Plattform 88 ist durch die Flanke des größeren Subnockens 82 beschränkt. Der Boden der Plattform 88 ist oberhalb der Stirnseite 71 des zweiten Nockens 72 und unterhalb des Bodens der Vertiefung 86 angeordnet. Dadurch weist ein tiefster Bereich des Bodens der Plattform 88 einen kleineren Abstand zur Stirnseite 71 des korrespondieren zweiten Nockens 72 auf, als ein tiefster Bereich des Bodens der Vertiefung 86. Der Abstand zwischen dem tiefsten Bereich des Bodens der Vertiefung 86 zur Stirnseite 71 des korrespondierenden zweiten Nockens 72 kann doppelt so groß sein, wie der Abstand des tiefsten Bereichs des Bodens der Plattform 88 zur Stirnseite 71 des korrespondierenden zweiten Nockens 72. Die Subnocken 82, 84 sind im dargestellten Ausführungsbeispiele mit einem durch eine wellenförmige, insbesondere sinusförmige mit unterschiedlicher Amplitude verlaufende Kurve begrenzten Querschnitt ausgeführt.

[0148] Wie aus Figur 4 ersichtlich ist, weist der dargestellte innere erste Nocken 64 eine größere Tiefe auf, als der äußere Nocken. Eine Tiefe und eine Form des kleineren zweiten Subnockens 84 sind im dargestellten Ausführungsbeispiel an den tiefsten ersten Nocken 64 der Seitenfläche 50 angepasst. Hierbei ist die dritte Rastereinheit 80 so ausgebildet, dass zwischen dem kleineren Subnocken 84 und dem tiefsten ersten Nocken 64 ein schmaler Spalt entsteht.

[0149] Die Stirnseite des tiefsten ersten Nockens 64 ist auf derselben Höhe angeordnet wie die Stirnseite des kleineren Subnockens 84. Wirken Schubkräfte auf die Verlegesteine 1 kann sich der kleinere Subnocken 84 am tiefsten ersten Nocken 64 und der tiefste erste Nocken 64 kann sich am kleineren Subnocken 84 abstützen. Die Flanken des größeren Subnockens 82 und des kleineren Subnockens 84 bilden einen Verschiebeanschlag für erste Nocken 64, 62 aus, sodass ein Verschiebeschutz für die korrespondierenden Verlegesteine 1 umgesetzt ist.

[0150] Wie aus Figur 4 ersichtlich ist, ragt der größere Subnocken 82 in den Freiraum 68 zwischen dem ersten Nocken 62 und dem folgenden ersten Nocken 64 an der korrespondierenden Seitenfläche 20, 40, 50. Ein Spalt zwischen der Stirnseite des größeren Subnockens 82 und der gegenüberliegenden Seitenfläche 20, 40, 50 ist in etwa so groß wie der Spalt zwischen den Flanken des ersten Nockens 64 und dem kleineren Subnocken 84. Wie aus Figur 4 weiter ersichtlich ist, wäre der Spalt zwischen kleinerem Subnocken 84 und dem ersten Nocken 64 breiter, wenn der korrespondierende erste Nocken 64 eine geringere Tiefe hat als der dargestellte tiefste erste Nocken 64 an der entsprechenden Seitenfläche 20, 40, 50. Hierbei sind erste Nocken 62, mit geringerer Tiefe mit einem Abstand zum kleineren Subnocken 84 angeordnet. Die Differenz der Tiefen der Subnocken 82, 84 entspricht im dargestellten Ausführungsbeispiel in etwa der Tiefe des weniger tiefen ersten äußeren Nocken 62.

[0151] Wie aus Figur 5 ersichtlich ist, liegen bei einer Verzahnung 132 der Subnocken 82, 84 die äußeren Flanken der großen Subnocken 82 und die Plattformen 88 einander gegenüber. Zwischen den großen Subnocken 82 ist ein Spalt A ausgebildet, welcher durch den Abstand der großen Subnocken 82 und durch die Form der jeweiligen Flanken definiert ist. Hierbei weist der Spalt A im Bereich der Stirnseiten der Subnocken 88 ähnliche Abmessungen auf, wie ein Spalt A zwischen den Flanken des ersten Nockens 62 und dem größeren Subnocken 82. Die Stirnseiten der großen Subnocken 82 liegen nicht am Boden der gegenüberliegen Plattform 88 an.

[0152] Wie aus den Figuren 6 und 7 ersichtlich ist, umfasst das zweite Ausführungsbeispiel des Verlegesteins 1 wenigstens einen zweiten Nocken 72 mit drei Subnocken 82, 84 und zwei Vertiefungen 86. Hierbei sind die beiden äußeren kleinen Subnocken 84 gleich tief und der innen liegende große Subnocken 82 ist tiefer als die beiden äußeren Subnocken 84. Die beiden äußeren Subnocken 84 weisen verschiedene Formen auf.

[0153] Wie aus den Figuren 6 und 7 weiter ersichtlich ist, sind die beiden Vertiefungen 86 zwischen den Subnocken 82, 84 unterschiedlich tief und unterschiedlich geformt. Hierbei weisen die jeweils tiefsten Punkte der Vertiefungen 86 unterschiedliche Abstände zur Stirnseite 71 auf. Ein Boden der Vertiefung 86 mit geringerer Tiefe ist gekrümmt, sodass die weniger tiefe Vertiefung 86 einen geschwungenen konkaven Querschnitt aufweist. Hierbei ist der tiefste Punkt der Vertiefung oberhalb der Stirnseite 71 des korrespondierenden zweiten Nockens 72 angeordnet. Ein Boden der tieferen Vertiefung 86 ist teilweise eben und parallel zur Stirnseite 71 des korrespondierenden zweiten Nockens 72. Hierbei ist der tiefste Punkt der Vertiefung oberhalb der Stirnseite 71 des korrespondierenden zweiten Nockens 72 angeordnet. In einer alternativen Ausgestaltung können die Vertiefungen 86 auch gleich tief sein. Zudem kann auch der tiefste Punkt einer der Vertiefungen 86 unterhalb der Stirnseite 71 angeordnet sein.

[0154] Wie aus den Figuren 6 und 7 weiter ersichtlich ist, sind die Übergänge der Flanken des zweiten Nockens 72 zu einer Flanke eines korrespondierenden Subnockens 84 streng monoton steigend ausgebildet. Hierbei gehen die Flanken des zweiten Nockens 72 in die Flanke der randseitig angeordneten Subnocken 84 über. Dadurch weist die Stirnseite keine Plattform 88 auf. Der Hauptunterschied zum ersten Ausführungsbeispiel des Verlegesteins 1 besteht darin, dass an der Stirnseite ein zusätzlicher Subnocken 84 angeordnet ist und dass die Plattform 88 in eine zweite Vertiefung 86 umgewandelt ist. Dadurch entsprechen die Verzahnungen 132, 133 des zweiten Ausführungsbeispiels des Verlegesteins 1 den Verzahnungen 132, 133 des ersten Ausführungsbeispiels des Verlegesteins 1. Der Unterschied besteht bei einer Verzahnung 132 mit Subnocken 82, 84 darin, dass die Flanke des zusätzlichen Subnockens 84 einen zusätzlichen Verschiebeanschlag, für den in die zusätzlich gebildete Vertiefung 86 ragenden tieferen Subnocken 82 ausbildet.

[0155] Bei einer Verzahnung 133 mit ersten Nocken 132 besteht der Unterschied, dass sich der zusätzliche kleine Subnocken 84, an dem anderen ersten Nocken 62, 64, 68 abstützt, welcher den Freiraum 68, in welchen der tiefe Subnocken 82 ragt, begrenzt.

[0156] Wie aus den Figuren 8 und 9 ersichtlich ist, unterscheidet sich das dritte Ausführungsbeispiel des Verlegesteins 1 vom ersten Ausführungsbeispiel des Verlegesteins 1 dadurch, dass die Übergänge der Flanken des zweiten Nockens 72 zu einer Flanke eines korrespondierenden Subnockens 82, 84 streng monoton steigend ausgebildet sind. Hierbei gehen die Flanken des zweiten Nockens 72 in die Flanke der randseitig angeordneten Subnocken 82, 84 über. Dadurch weist die Stirnseite keine Plattform 88 auf. Ein Boden der Vertiefung 86 ist teilweise eben und parallel zur Stirnseite 71 des korrespondierenden zweiten Nockens 72. Hierbei ist der tiefste Punkt der Vertiefung 86 oberhalb der Stirnseite 71 des korrespondierenden zweiten Nockens 72 angeordnet. In einer alternativen Ausgestaltung kann der tiefste Punkt der Vertiefungen 86 unterhalb der Stirnseite 71 angeordnet sein.

[0157] Wie aus Figur 8 ersichtlich ist, stützen sich bei einer Verzahnung 133 von Subnocken 82, 84 mit ersten Nocken 62, 64, 66 der kleinere Subnocken 84 und einer der ersten Nocken 64 aneinander ab. Der große Subnocken 82 ragt in den Freiraum 68 zwischen diesem ersten Nocken 64 und dem folgenden ersten Nocken 66.

[0158] Wie aus Figur 9 ersichtlich ist, greifen bei einer Verzahnung 132 der Subnocken 82, 84 ist großen Subnocken 82 in die gegenüberliegende Vertiefung 86 des anderen Verlegesteins 1 ein. Die Vertiefungen 86 sind auf der einen Seite von einer Flanke des großen Subnockens 82 und auf der anderen Seite von der Flanke des kleinen Subnockens 84 begrenzt. Diese Flanken bilden jeweils einen Verschiebeanschlag für den in die Vertiefung 86 eingreifenden großen Subnocken 82 aus.

[0159] Wie aus Figur 10 und 11 ersichtlich ist, unterscheidet sich das vierte Ausführungsbeispiel des Verlegesteins 1 vom dritten Ausführungsbeispiel des Verlegesteins 1 dadurch, dass die Vertiefung 86 gekrümmt ist, sodass die Vertiefung 86 einen geschwungenen konkaven Querschnitt aufweist.

[0160] Die Subnocken 82, 84 unterscheiden sich von den in den vorhergehenden Ausführungsbeispielen des Verlegesteins 1 dadurch, dass die Subnocken 82, 84 spitzer zulaufen und kleinere Stirnseiten aufweisen. Zudem sind die Flanken der kleineren Subnocke 84 unterschiedlich steil.

[0161] Wie aus Figur 10 ersichtlich ist, stützen sich bei einer Verzahnung 133 von Subnocken 82, 84 mit ersten Nocken 62, 64, 66 der kleinere Subnocken 84 und einer der ersten Nocken 64 aneinander ab. Der große Subnocken 82 ragt in den Freiraum 68 zwischen diesem ersten Nocken 64 und dem folgenden ersten Nocken 66. Der große Subnocken liegt hierbei an der Seitenfläche 50 des anderen Verlegesteins 1.

[0162] Wie aus Figur 11 ersichtlich ist, greifen bei einer Verzahnung 132 der Subnocken 82, 84 die kleinen Subnocken 84 in die gegenüberliegende Vertiefung 86 des anderen Verlegesteins 1 ein. Die Vertiefungen 86 sind auf der einen Seite von einer Flanke des großen Subnockens 82 und auf der anderen Seite von der Flanke des kleinen Subnockens 84 begrenzt. Diese Flanken bilden jeweils einen Verschiebeanschlag für den in die Vertiefung 86 eingreifenden kleinen Subnocken 84 aus.

[0163] Die in den Figuren 1 bis 11 dargestellten Ausführungsbeispiele der Verlegesteine 1 unterscheidet sich von dem, in den Figuren 18 bis 21 dargestellten, fünften Ausführungsbeispiel der Verlegesteine 1 durch die Ausgestaltung der ersten Nocken 62, 64, 64.

[0164] Die ersten Nocken 62, 64, 66 im fünften Ausführungsbeispiel (Figuren 18 bis 21) sind deutlich schmaler als die ersten Nocken 62, 64, 66 der Ausführungsbeispiele in den Figuren 1 bis 11. Hierbei sind die ersten Nocken 62, 64, 66 in den Ausführungsbeispielen in den Figuren 1 bis 11 vier bis fünfmal mal so breit, wie die ersten Nocken 62, 64, 66 des fünften Ausführungsbeispiels (Figuren 11 bis 21). Die Freiräume 68 zwischen den ersten Nocken 62, 64, 66 sind in den Ausführungsbeispielen in den Figuren 1 bis 11 schmaler als die Freiräume 68 zwischen den ersten Nocken 62, 64, 66 im fünften Ausführungsbeispiel (Figuren 18 bis 21). In den Ausführungsbeispielen in den Figuren 1 bis 11 sind die Freiräume 68 so breit wie die ersten Nocken 62, 64, 66 oder 1,5 mal so breit wie die ersten Nocken 62, 64, 66, um eine Presspassung zu vermeiden.

[0165] Im fünften Ausführungsbeispiel (Figuren 18 bis 21) sind die Freiräume 68 zwischen den ersten Nocken 62, 64, 66 wenigstens fünfmal so breit wie die ersten Nocken 62, 64, 66. Ein alternatives nicht dargestelltes Ausführungsbeispiel des Verlegesteins 1 kann erste Nocken 62, 64, 66 der Ausführungsbeispiele in den Figuren 1 bis 11 und erste Nocken 62, 64, 66 des fünften Ausführungsbeispiels (Figuren 18 bis 21) aufweisen.

[0166] Das fünfte Ausführungsbeispiel (Figuren 18 bis 21) des Verlegesteins 1 weist wie die Ausführungsbeispiele der Figuren 1 bis 11 an der Seitenfläche 30 jeweils zwei zweite Nocken 72 auf. Zwischen den beiden zweiten Nocken 72 ist ein Freiraum 74 angeordnet. Zudem ist jeweils ein Freiraum 74 zwischen dem zweiten Nocken 72 und dem korrespondierenden Rand der Seitenfläche 30 angeordnet. Hierbei ist die Ausgestaltung der zweiten Nocken 72 des ersten Ausführungsbeispiels und des fünften Ausführungsbeispiels identisch. Durch zwei zweite Nocken 72 wird der Verlegestein 1 an zwei Bereichen des angrenzenden Verlegesteins 1 oder an jeweils einem Bereich der angrenzenden Verlegesteine 1 abgestützt und ein Verkippen der Verlegesteine 1 kann verhindert werden. In einer alternativen Ausgestaltung können auch mehr als zwei zweite Nocken 72 oder lediglich ein zweiter Nocken 72 an der Seitenfläche 30 angeordnet sein. Zudem können mehrere zweite Nocken 72 unterschiedliche Breiten oder Höhen aufweisen.

[0167] Das sechste Ausführungsbeispiel (Figuren 22 bis 24) unterscheidet sich von den vorhergehenden Ausführungsbeispielen dadurch, dass die Seitenfläche 30 drei zweite Nocken 72 anstelle von zwei zweiten Nocken 72 aufweist. Dadurch kann in einer angrenzenden Fuge 102, 103 weniger Füllmaterial oder Substrat angeordnet werden. Die Verlegesteine 1 können überlappend zueinander angeordnet werden, wobei mit steigender Anzahl der zweiten Nocken 72 die Anordnungsmöglichkeiten der Seitenflächen 30 mit zweiten Nocken 72 zu anderen Seitenflächen 30 mit zweiten Nocken 72 erhöht werden kann. Dadurch sind mehr Überlappungsarten der gegenüberliegenden Seitenflächen 30 mit zweiten Nocken 72 möglich, als in den vorhergehenden Ausführungsbeispielen Figur 24 zeigt eine 50% Überlappung der Verlegesteine 1. Es wäre aber durch die Anordnung der zweiten Nocken 72 auch eine Überlappung der Verlegesteine 1 von 33%, bzw. von 66% oder von 25% bzw. 75 % möglich.

[0168] In einem alternativen nicht dargestellten Ausführungsbeispiel können drei oder mehr zweite Nocken 72 auch so angeordnet werden, dass eine Überlappung der Verlegesteine 1 von 100% oder andere Überlappungen möglich sind. In einem alternativen nicht dargestellten Ausführungsbeispiel des Verlegesteins 1 kann der Verlegestein 1 die ersten Nocken 62, 64, 66 des fünften Ausführungsbeispiels (Figuren 18 bis 21) und drei oder mehr zweite Nocken 72, wie im sechsten Ausführungsbeispiel (Figuren 22 bis 24) aufweisen.

[0169] Das siebte Ausführungsbeispiel des Verlegesteins 1 (Figur 25) unterscheidet sich von den anderen Ausführungsbeispielen des Verlegesteins 1 (Figuren 1 bis 24) dadurch, dass die beiden kurzen Seitenflächen 20, 40 jeweils einen zweiten Nocken 72 und jeweils zwei erste Nocken 62, 64 aufweisen. Eine der langen Seitenflächen 30 weist zwei zweite Nocken 72 auf. Die gegenüberliegende lange Seitenfläche 50 weist mehrere erste Nocken 62, 64, 66 auf. In einem alternativen nicht dargestellten Ausführungsbeispiel können die langen Seitenflächen 30, 50 zusätzlich oder optional erste Nocken 62, 64, 66 und zweite Nocken 72 aufweisen. Zudem ist auch eine andere Anzahl von Nocken 62, 64, 66, 72 vorstellbar.

[0170] Wie aus Figur 25 weiter ersichtlich ist, können die kurzen Seitenflächen 20, 40 unter Ausbildung der dritten Fuge 103 gegenüberliegend zueinander angeordnet werden. Hierbei verrasten die Subnocken 82, 84 des einzigen zweiten Nockens 72 der kurzen Seitenfläche 20, 40 des einen Verlegesteins 1 mit ersten Nocken 62, 64, 66 des anderen Verlegesteins 1. Durch die Anordnung der zweiten Nocken 72 stützen sich die kurzen Seitenflächen 20, 40 auf zwei zweiten Nocken 72 ab, wobei jede Seitenfläche 20, 40 jeweils einen der beiden zweiten Nocken 72 aufweist. Die zweiten Nocken 72 nehmen jeweils 40% der Fugenfläche ein. Durch die Länge der Seitenflächen 20, 40 kann die Länge der Fuge 103 und der Anteil der zweiten Nocken 72 an der Fugenfläche verändert werden.

[0171] In den dargestellten Ausführungsbeispielen werden die zweiten Nocken 72 immer an Stirnseiten 71 eines anderen zweiten Nockens 72 oder an Seitenflächen 20, 40, 50 mit ersten Nocken 62, 64, 66 angeordnet. Bei einem nicht dargestellten Verlegemuster mit Verlegesteinen 1 nach dem sechsten Ausführungsbeispiel (Figuren 22 bis 24) sind Seitenflächen 30 mit zweiten Nocken 72 einander zugewandt. Hierbei kann an jeder Seitenfläche 30 jeweils ein zweiter Nocken 72 nicht an der Stirnseite 71 eines gegenüberliegenden zweiten Nockens 72 angeordnet sein. Dadurch ragt dieser zweite Nocken 72 in die zweite Fuge 102 hinein.

[0172] In den dargestellten Ausführungsbeispielen werden nicht alle zweiten Nocken 72 versetzt zueinander angeordnet, um die dritte Fuge 103 zu gestalten, welche breiter als eine erste Fuge 101 und schmaler als die zweite Fuge 102 ist. Da die ersten Nocken 62, 64, 66 eine geringere Tiefe aufweisen als zweite Nocken 72, nehmen die ersten Nocken 62, 64, 66 weniger Volumen bzw. Fläche in der dritten Fuge 103 ein als die zweiten Nocken 72. Dadurch ist in der dritten Fuge 103 mehr Volumen für Substrat oder Füllmaterial vorhanden.

[0173] Die dargestellten Ausführungsbeispiele der Verlegesteine 1 können in einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel des Bausatzes 100 miteinander kombiniert werden. Zudem sind weitere Ausführungsbeispiele der Verlegesteine 1 im Bausatz 100 vorstellbar.

[0174] Wie aus den Figuren 1 bis 25 weiter ersichtlich ist, weisen die Seiten der dargestellten Ausführungsbeispiele der Verlegesteine 1 mehrere Ebenen 91, 92, 93, 94, 95, 96 auf. Eine erste Ebene 91 entspricht der Seitenfläche 20, 30, 40, 50, welche von der Steinhöhe 16 und von der Längsausdehnung der korrespondierenden Seitenfläche 20, 30, 40, 50 aufgespannt wird. Die Längsausdehnung der Seitenfläche 20, 30, 40, 50 entspricht einer der Längen der Oberseite 12, bzw. der Unterseite 14. Eine Seite des Verlegesteins 1 mit wenigstens einem ersten Nocken 62, 64, 66 weist wenigstens eine zweite Ebene 92 auf (Figuren 1, 4, 8, 10, 12, 13, 14, 18, 19, 20, 21, 22, 25). Die zweite Ebene 92 verläuft parallel zur ersten Ebene 91. Der Abstand zwischen der zweiten Ebene 92 und der ersten Ebene 91 wird durch die Tiefe der tiefsten der ersten Nocken 62, 64, 66 bestimmt. Die zweite Ebene 92 liegt an den Stirnseiten, bzw. an den Anlageflächen der tiefsten ersten Nocken 62, 64, 66 der korrespondierenden Seite an. Weist die Seitenfläche 20, 40, 50 mehrere erste Nocken 62, 64, 66 mit unterschiedlichen Tiefen auf, dann sind die weniger tiefen ersten Nocken 62,64, 66 im Bereich zwischen der ersten Ebene 91 und der zweiten Ebene 92 angeordnet. Weisen die ersten Nocken 62, 64, 66 die gleiche Tiefe auf, liegt die zweite Ebene 92 an der Stirnseite aller ersten Nocken 62, 64, 66 dieser Seitenfläche an. Um eine Verzahnung 131 zwischen ersten Nocken 62, 64, 66 angrenzender Verlegesteine 1 zu ermöglichen, ragen die ersten Nocken 62, 64, 66 der angrenzenden Verlegesteine 1 jeweils zumindest teilweise in den Bereich zwischen der ersten Ebene 91 und der zweiten Ebene 92 des angrenzenden Verlegesteins 1 hinein.

[0175] Hierbei können die erste Ebene 91 des einen Verlegesteins 1 und die zweite Ebene 92 des anderen Verlegesteins 1 fluchten. Bei der fluchtenden Anordnung liegt eine Stirnseite des tiefsten ersten Nockens 62, 64, 66 an der Seitenfläche 20, 40, 50 des angrenzenden Verlegesteins 1 an.

[0176] Eine Seite mit zweiten Nocken 72 weist die erste Ebene 91, eine dritte Ebene 93 und eine vierte Ebene 94, eine fünfte Ebene 95 und eine sechste Ebene 96 auf. Die dritte Ebene 93 verläuft parallel zur korrespondierenden ersten Ebene 91, wobei der Abstand zwischen der ersten Ebene 91 und der dritten Ebene 93 durch die Tiefe des wenigstens einen zweiten Nockens 72 vorgegeben ist. Die dritte Ebene 93 liegt an der Stirnseite 71 des zweiten Nockens 72, bzw. der zweiten Nocken 72 an. Die sechste Ebene 96 verläuft parallel zur ersten Ebene 91 und zur dritten Ebene 93, wobei der Abstand zwischen der sechsten Ebene 96 und der dritten Ebene 93 abhängig ist von der Tiefe des tiefsten Subnockens 82 an den zweiten Nocken 72. Hierbei liegt die sechste Ebene 96 an den Stirnseiten der tiefsten Subnocken 82 an.

[0177] Die vierte Ebene 94 verläuft parallel zur korrespondierenden ersten Ebene 91, und durch den tiefsten Punkt der korrespondierenden Vertiefung 86. Bei mehreren Vertiefungen 86 mit unterschiedlichen Tiefen sind mehrere vierte Ebenen 94, 94a möglich. Der Abstand zwischen der vierten Ebene 94 und der dritten Ebene 93 ist abhängig von der Tiefe der Vertiefung. Der tiefste Punkt der Vertiefung 86 kann oberhalb der Stirnseite 71 und der dritten Ebene oder unterhalb der Stirnseite 71 und der dritten Ebene liegen. Dadurch kann die vierte Ebene zwischen der ersten Ebene und einer fünften Ebene 95 angeordnet sein.

[0178] Die fünfte Ebene 95 verläuft parallel zur korrespondierenden ersten Ebene 91 und durch den höchsten Punkt der korrespondierenden kleineren Subnocken 84. Der Abstand zwischen der fünften Ebene 95 und der dritten Ebene 93 ist abhängig von der Tiefe des kleineren Subnockens 84.

[0179] Um eine Verzahnung 132 zwischen Subnocken 82, 84 und Subnocken 82, 84 angrenzender Verlegesteine 1 zu ermöglichen, ragt wenigstes ein Subnocken 82, 84 der angrenzenden Verlegesteine 1 jeweils zumindest teilweise in den Bereich zwischen der dritten Ebene 93 und der sechsten Ebene 96 des anderen Verlegesteins 1 hinein. Hierbei können die dritte Ebene 93 der einen Seite und die sechste Ebene 96 der anderen Seite fluchten.

[0180] Bei der fluchtenden Anordnung liegt eine Stirnseite des tiefsten Subnockens 82 an der Stirnseite 71 des anderen zweiten Nockens 72 an.

[0181] Um eine Verzahnung 133 zwischen Subnocken 82, 84 und ersten Nocken 62, 64, 66 angrenzender Verlegesteine 1 zu ermöglichen, ragt wenigstens einer der Subnocken 82, 84 des einen Verlegesteins 1 zumindest teilweise in den Bereich zwischen der ersten Ebene 91 und der zweiten Ebene 92 des angrenzenden Verlegesteins 1 hinein. Hierbei können die sechste Ebene 96 der Seite mit den zweiten Nocken 72 und die erste Ebene 91 der Seite mit den ersten Nocken 62, 64, 66 fluchten. Bei der fluchtenden Anordnung liegt die Stirnseite des tiefsten Subnockens 82 an der benachbarten Seitenfläche 20, 40, 50 an. Zudem ragen die ersten Nocken 62, 64, 66 in den Bereich zwischen der dritten Ebene 93 und der sechsten Ebene 96 der Seite mit den zweiten Nocken 72. Hierbei können die zweite Ebene 92 der Seite mit den ersten Nocken 62, 64, 66 und die dritte Ebene 93 der Seite mit den zweiten Nocken 72 fluchten. Bei einer fluchtenden Anordnung liegt die Stirnseite des tiefsten ersten Nockens 62, 64, 66 an der Stirnseite 71 des zweiten Nockens 72 an.

[0182] Wie aus den Figuren 1 bis 25 weiter ersichtlich ist, sind die ersten Nocken 62, 64, 66 an einer Seitenfläche 20, 40, 50 in einer ersten Rastereinheit 60 angeordnet, die so ausgebildet ist, dass bei bestimmungsgemäß aneinandergrenzend verlegten Verlegesteinen 1 erste Nocken 62, 64, 66 des einen Verlegesteins 1 in Freiräume 68 zwischen ersten Nocken 62, 64, 66 des anderen Verlegesteins 1 eingreifen. Hierbei ist ein äußerer erster Nocken 62 am Rand der Seitenfläche 20, 40, 50 und ein äußerer erster Nocken 66 beabstandet zum Rand der Seitenfläche 20, 40, 50 angeordnet. Es ist aber auch möglich, beide erste äußere Nocken 62, 66 mit einem Abstand zur Kante anzuordnen. Auch die Anzahl der Nocken 62, 64, 66 kann an Abmessungen des Verlegesteins 1 angepasst werden. Die erste Rastereinheit 60 ist derart ausgebildet, dass erste Nocken 62, 64, 66 von um 180° oder um 90% gedrehten Verlegesteinen 1 in Freiräume 68 zwischen ersten Nocken 62, 64, 66 von nicht gedrehten Verlegesteinen 1 eingreifen. Die Anordnung der ersten Nocken 62, 64, 66 sowie die Ausführung der ersten Nocken 62, 64, 66 kann sich hierbei periodisch wiederholen. Beispielsweise können die ersten Nocken 62, 64, 66 in Paaren angeordnet sein, wobei ein Paar erster Nocken 62, 64, 66 höher ist als ein anderes Paar erster Nocken 62, 64, 66 (Figur 23). Alternativ können äußere erste Nocken 62, 66 eine kleinere Höhe aufweisen als innere erste Nocken 64 (Figur 2).

[0183] Neben der Höhe der ersten Nocken 62, 64, 66 variiert auch die Tiefe der ersten Nocken 62, 64, 66. Die Tiefe der zweiten Nocken 72 ist mindestens doppelt so groß wie die Tiefe des größten ersten Nockens 64. Dadurch wird sichergestellt, dass die zweiten Nocken 72 eine größere Tiefe aufweisen als die ersten Nocken 62, 64, 66.

[0184] Wie aus den Figuren 1 bis 24 weiter ersichtlich ist, sind die zweiten Nocken 72 an einer Seitenfläche 30 in einer zweiten Rastereinheit 70 angeordnet, die so ausgebildet ist, dass bei bestimmungsgemäß aneinandergrenzend verlegten Verlegesteinen 1 sich gegenüberliegende Stirnseiten 71 zweiter Nocken 72 zumindest teilweise überschneiden. Hierbei sind die zweiten Nocken 72 so angeordnet, dass die Mittelachse 73 des zweiten Nockens 72 des einen Verlegesteins 1 zwischen den Schnittstellen 75 der Flanken mit der korrespondierenden Seitenfläche 30 des bestimmungemäß gegenüberliegenden zweiten Nockens des anderen Verlegesteins 1 angeordnet ist. Die ersten fünf Ausführungsbeispiele der Verlegesteine 1 weisen zweite Rastereinheiten 70 mit zwei zweiten Nocken 72 auf. Das sechste Ausführungsbeispiel der Verlegesteine 1 weist eine zweite Rastereinheit 70 mit drei zweiten Nocken 72 auf, wobei je nach Anordnung der Verlegesteine 1 mindestens zwei zweite Nocken 72 einer zweiten Rastereinheit 70 an Stirnseiten 71 zweier zweiter Nocken 72 einer anderen zweiten Rastereinheit 70 anliegen.

[0185] Die zweiten Nocken 72 sind im sechsten Ausführungsbeispiel des Verlegesteins 1 so angeordnet, dass bei bestimmungsgemäß aneinandergrenzend verlegten Grundkörpern 10 zweite Nocken 72 des einen Grundkörpers 10 an gegenüberliegenden zweiten Nocken 72 des benachbarten Grundkörpers 10 anliegen. Hierbei weist ein mittig angeordneter zweiter Nocken 72 unterschiedliche Abstände und dadurch unterschiedlich dimensionierte Freiräume 74 zu den äußeren zweiten Nocken 72 der zweiten Rastereinheit 70 auf. Im dargestellten sechsten Ausführungsbeispiel des Verlegesteins 1 ist der mittig angeordnete Nocken 72 so angeordnet, dass seine Mittelachse versetzt zur Mittelachse MA der korrespondierenden Seitenfläche 30 angeordnet ist. Hierbei wird der mittig angeordnete Nocken 72 außermittig von der Mittelachse MA der Seitenfläche 30 geschnitten. Dadurch können die Verlegesteine 1 um 50% versetzt zueinander angeordnet werden und eine Verzahnung 132 der Subnocken 82, 84 der zweiten Nocken 72 ermöglicht werden.

[0186] Welcher Versatz zwischen den Verlegesteinen 1 möglich ist, ist von den Abständen der zweiten Nocken 72 zueinander und von der Anordnung der zweiten Nocken 72 an der Seitenfläche 30 abhängig und kann an einen gewünschten Versatz zwischen den Verlegesteinen 1 angepasst werden. Die Breite der Stirnseiten 71 der zweiten Nocken 72 kann unabhängig von der ersten Rastereinheit 60 gewählt werden, solange die dritte Rastereinheit 80, in welcher die Subnocken 82, 84 und Vertiefungen 86 angeordnet sind, komplementär zur ersten Rastereinheit 60 ausgeführt ist.

[0187] Bei verschiedenen Längs- und Querabmessungen der Verlegesteine 1 weisen die Verlegesteine 1 gleiche Abmessungen ihrer Rastereinheiten 60, 70, 80 auf. Hierbei können die Rastereinheiten 60, 70, 80 vollständig an der entsprechenden Seitenflächen 20, 30, 40, 50 oder nur teilweise an den entsprechenden Seitenflächen 20, 30, 40, 50 angeordnet werden.

[0188] Wie aus Figur 2 weiter ersichtlich ist, umfasst das erste Ausführungsbeispiel des Verlegesteins 1 abgerundete Kanten an der Oberseite 12. Es ist aber auch eine Ausführung ohne die abgerundeten Kanten vorstellbar.

[0189] Wie aus Figur 23 weiter ersichtlich ist, umfasst das sechste Ausführungsbeispiel des Verlegesteins 1 abgerundete Kanten an der Oberseite 12 und Rinnen an der Unterseite 14. Es ist aber auch eine Ausführung ohne die abgerundeten Kanten und/oder ohne die Rinnen vorstellbar.

[0190] Die Ausführungsbeispiele der dargestellten Bausätze 100 unterscheiden sich durch die verwendeten Verlegesteine 1 und durch die Anordnung der Verlegesteine 1.

[0191] Wie insbesondere aus Figur 12 ersichtlich ist, ist bei einem verlegten Bausatz 100 die Abmessung einer Fuge 101, 102, 103 zwischen zwei bestimmungsgemäß nebeneinander angeordneten Verlegesteinen 1 abhängig von der Ausrichtung der Verlegesteine 1 und von den Nocken 62, 64, 66, 72, 82, 84, welche an den einander zugewandten Seitenflächen 20, 30, 40, 50 angeordnet sind.

[0192] Figur 12 zeigt eine erste Reihe 111 und eine zweite Reihe 112 mit Verlegesteinen 1. Hierbei sind die Verlegesteine 1 so angeordnet, dass Seitenflächen 30 mit zweiten Nocken 72 gegenüberliegend zueinander angeordnet sind. Die Breite der zwischen diesen Seitenflächen 30 verlaufenden zweiten Fuge 102 ist abhängig von den Abmessungen der zweiten Nocken 72, der Tiefe des größten Subnockens 82 und dem Spalt zwischen den tiefsten Subnocken 82 und dem Boden der Plattform 88 (Figur 5). Die dargestellte zweite Fuge 102 ist in etwa 30 mm breit. Die Seitenflächen 30 können wegen der Verzahnung 132 durch die Subnocken 82, 84 nicht gegeneinander verschoben werden. In der dargestellten Verlegeweise nimmt ein zweiter Nocken 72 in Draufsicht auf die Fuge 102 gesehen, 10% der Fugenfläche ein. Durch die Länge der Seitenflächen 30 kann die Länge der Fuge 102 und der Anteil der zweiten Nocken 72 an der Fugenfläche verändert werden.

[0193] Figur 12 zeigt eine zweite Reihe 112 und eine dritte Reihe 113 mit Verlegesteinen 1. Hierbei sind die Verlegesteine 1 so angeordnet, dass Seitenflächen 50 mit ersten Nocken 62, 64, 66 gegenüberliegend zu Seitenflächen 30 mit zweiten Nocken 72 angeordnet sind. Die Breite der zwischen diesen Seitenflächen 50, 30 verlaufenden dritten Fuge 103 ist, wie aus Figur 4 ersichtlich ist, abhängig von den Abmessungen des zweiten Nockens 72. Die Abmessungen des größten Subnockens 82 und der Abstand des größten Subnockens zur gegenüberliegenden Steinfläche 50 haben ebenfalls einen Einfluss auf die Abmessungen der dritten Fuge 103. Die dargestellte dritte Fuge 103 ist in etwa 15 mm breit. In der dargestellten Verlegeweise nimmt ein zweiter Nocken 72 20% der Fugenfläche ein. Durch die Länge der Seitenflächen 30, 50 kann die Länge der Fuge 103 und der Anteil der zweiten Nocken 72 an der Fugenfläche verändert werden.

[0194] Die Seitenflächen 30, 50 können durch die Verzahnung 133 zwischen den Subnocken 82, 84 und dem korrespondierenden ersten Nocken 64 nicht gegeneinander verschoben werden. Die dritte Fuge 103 ist schmaler als die zweite Fuge 102. Die dritte Fuge 103 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel in etwa halb so breit wie die zweite Fuge 102.

[0195] Figur 12 zeigt eine dritte Reihe 113 und eine vierte Reihe 114 mit Verlegesteinen 1. Hierbei sind die Verlegesteine 1 so angeordnet, dass Seitenflächen 50 mit ersten Nocken 62, 64, 66 gegenüberliegend zueinander angeordnet sind.

[0196] Die Breite der zwischen diesen Seitenflächen 50 verlaufenden ersten Fuge 101 ist, wie aus Figur 12 ersichtlich ist, abhängig von den Abmessungen der ersten Nocken 62, 64, 66. Die dargestellte erste Fuge 101 ist zwischen 3 und 5 mm breit. Die Seitenflächen 50 können durch die Verzahnung 131 der ersten Nocken 62, 64, 66 nicht gegeneinander verschoben werden. Die erste Fuge 101 ist schmaler als die zweite Fuge 102 und die dritte Fuge 103.

[0197] Die zweite Fuge 102 und die dritte Fuge 103 sind derart ausgelegt, dass ein Bewuchs der Fuge 102, 103 mit Moos oder mit Gras oder anderen geeigneten Pflanzen möglich ist. Zudem kann ein Ablauf von Regenwasser durch die breiten zweiten Fugen 102 und die breiten dritten Fugen 103 verbessert werden.

[0198] Die erste Fuge 101 ist derart ausgelegt, dass ein Versickern von Regenwasser ermöglicht wird.

[0199] In Figur 12 werden entlang der langen Seitenflächen 30, 50 Fugen 101, 102, 103 mit unterschiedlicher Tiefe ausgebildet. Mit einer alternativen Ausgestaltung der Verlegesteine 1 können auch die an die kurzen Seitenflächen 20, 40 angrenzenden Fugen 101, 102, 103 unterschiedliche Breiten aufweisen. Zudem können auch kurze Seitenflächen 20, 40 gegenüberliegend zu langen Seitenflächen 30, 50, unter anderem gegenüberliegend zu langen Seitenflächen 30 mit zweiten Nocken 72 angeordnet werden (Figur 16).

[0200] Wie aus den Figuren 12 und 14 ersichtlich ist, können die Verlegesteine 1 eines Bausatzes 100 so angeordnet werden, dass die Verlegesteine 1 fluchtend angeordnet sind, wobei sowohl die kurzen Seitenflächen 20, 40 als auch die langen Seitenflächen 30, 50 angrenzender Verlegesteine 1 fluchten. Dadurch werden Kreuzfugen gebildet.

[0201] In Figur 15 ist zwischen den Verlegesteinen 1 der letzten Reihe 117 und der vorletzten Reihe 116 eine erste Fuge 101 als Kreuzfuge ausgebildet. In Figur 12 und Figur 15 ist zwischen der dritten Reihe 113 und der vierten Reihe 114 und in Figur 14 zwischen der ersten Reihe 111 und der zweiten Reihe 112 eine zweite Fuge 102 als Kreuzfuge ausgebildet. Eine Ausbildung einer dritten Fuge 103 als Kreuzfuge ist in Figur 12 zwischen der zweiten Reihe 112 und der dritten Reihe 113 dargestellt. In den dargestellten Ausführungsbeispielen kreuzen die Fugen 101, 102 jeweils eine erste Fuge 101, welche zwischen den kurzen Seitenflächen 20, 40 verläuft.

[0202] Wie aus den Figuren 13 und 15 ersichtlich ist, können die Verlegesteine 1 eines Bausatzes 100 so angeordnet werden, dass lange Seitenflächen 30, 50 angrenzender Verlegesteine 1 fluchten. Die Verlegesteine 1 sind versetzt zueinander angeordnet, sodass die kurzen Seitenflächen 20, 40 benachbarter Verlegesteine 1 nicht fluchten. Dadurch entstehen T-förmige Fugen. In Figur 13 und 15 ist zwischen den Verlegesteinen 1 der ersten Reihe 111 und der zweiten Reihe 112 eine zweite Fuge 102 ausgebildet. Die Verlegesteine 1 sind mit einem Überlapp von 50% zueinander angeordnet. Mit dem dargestellten Verlegestein 1 nach dem ersten Ausführungsbeispiel ist außer einer 100% Überlappung keine andere Überlappung möglich. Mit Verlegesteinen 1 nach dem sechsten Ausführungsbeispiel wären auch eine 33%, bzw. eine 66% oder 25% bzw. 75% Überlappung der Verlegesteine 1 möglich.

[0203] In Figur 15 ist zwischen den Verlegesteinen 1 der zweiten Reihe 112 und der dritten Reihe 113 eine erste Fuge 101 ausgebildet. Die Verlegesteine 1 sind mit einer Überlappung von 50% zueinander angeordnet. Es sind aber auch andere Überlappungen mit den dargestellten Verlegesteinen 1 möglich.

[0204] In Figur 15 sind zwischen den Verlegesteinen 1 der vierten Reihe 114, der fünften Reihe 115 und der sechsten Reihe 116 dritte Fugen 103 ausgebildet. Die Verlegesteine 1 sind in der vierten Reihe 114 und in der fünften Reihe 115 mit einer Überlappung von 33%, bzw. 66% zueinander angeordnet. Die Verlegesteine 1 sind in der fünften Reihe 115 und in der sechsten Reihe 116 mit einer Überlappung von 50% zueinander angeordnet. Es sind aber auch andere Überlappungen möglich.

[0205] Das in den Figuren 19 bis 21 dargestellte Ausführungsbeispiel des Bausatzes 100 umfasst Verlegesteine 1 nach dem fünften Ausführungsbeispiel. Die Anordnung ist aber auch mit Verlegesteinen 1 nach einem der anderen Ausführungsbeispiele umsetzbar.

[0206] Wie aus den Figuren 19 bis 21 ersichtlich ist, sind die Verlegesteine 1 so angeordnet, dass lange Seitenflächen 30, 50 angrenzender Verlegesteine 1 fluchten. Die Verlegesteine 1 sind versetzt zueinander angeordnet, sodass die kurzen Seitenflächen 20, 40 benachbarter Verlegesteine 1 nicht fluchten.

[0207] In den Figuren 19 bis 21 ist zwischen den Verlegesteinen 1 der ersten Reihe 111 und der zweiten Reihe 112 eine zweite Fuge 102 ausgebildet. Die Überlappung der Verlegesteine 1 kann hierbei eingestellt werden, zum einen durch die Auswahl der Freiräume 68 zwischen ersten Nocken 62, 64, 66, in welche die zweiten Nocken 72 eingreifen, zum anderen durch die Anordnung der Subnocken 82, 84 zu den angrenzenden ersten Nocken 62, 64, 66.

[0208] Wie aus Figur 19 ersichtlich ist, sind die korrespondierenden ersten Nocken 64 im dargestellten Ausführungsbeispiel des Bausatzes 100 in der Vertiefung 86 zwischen den Subnocken 82, 84 angeordnet.

[0209] Wie aus Figur 20 ersichtlich ist, liegen die korrespondierenden ersten Nocken 64 im dargestellten Ausführungsbeispiel des Bausatzes 100 an der Plattform 88 und seitlich am großen Subnocken 82 an. Dadurch ist eine leichte Änderung der Überlappung zwischen den Verlegesteinen 1 möglich.

[0210] Wie aus Figur 21 ersichtlich ist, sind die Subnocken 82, 84 zwischen korrespondierenden ersten Nocken 64 angeordnet.

[0211] In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel des Bausatzes 100 können sich die kleineren Subnocken 84 an ersten Nocken 62, 64, 66 abstützen.

[0212] Zudem sind in den dargestellten Ausführungsbeispielen des Bausatzes 100 die zweiten Nocken 72 in Freiräumen zwischen den ersten Nocken 64 angeordnet. Es wäre auch eine Anordnung wenigstens eines zweiten Nockens 72 in einem Freiraum 68 zwischen einer Kante der Seitenfläche 50 und dem ersten Nocken 62, 66, welcher benachbart zum Rand angeordnet ist, möglich.

[0213] Figur 16 zeigt mehrere T- förmige Fugen 101, 103. Hierbei sind die Verlegesteine 1 in zwei Spalten 120 angeordnet. Hierbei grenzen die Verlegesteine 1 der ersten drei Reihen 111, 112, 113 der zweiten Spalte 122 jeweils mit einer kurzen Seitenfläche 20, 40 an einer langen Seitenfläche 50 oder an zwei langen Seitenflächen 50 mit zweiten Nocken 72 der Verlegesteine 1 der ersten Spalte 121 an. Dadurch wird zwischen den Verlegesteinen 1 der ersten Spalte 121 und Verlegesteinen 1 der zweiten Spalte 122 eine dritte Fuge 103 ausgebildet. Es wäre auch die Ausbildung einer ersten Fuge 101 möglich, wenn die Verlegesteine 1 der ersten Spalte 121 anders ausgerichtet wären.

[0214] Wie aus Figur 16 weiter ersichtlich ist, sind die Verlegesteine 1 im dargestellten Ausführungsbeispiel mit Nocken 62, 64, 66, 72, 82, 84 doppelt so lang wie breit. Dadurch können in der vierten Reihe 114 der zweiten Spalte 122 zwei Verlegesteine 1 mit ihren langen Seitenflächen 30 aneinander angrenzen, wobei die voneinander abgewendeten Seitenflächen 50 jeweils fluchtend zu einer der kurzen Seitenflächen 20, 40 eines Verlegesteins 1 der dritten Reihe 113 angeordnet sind. Dieser Verlegestein 1 grenzt hierbei mit seiner langen Seitenfläche 30 an die ihm zugewandten kurzen Seitenflächen 20 an.

[0215] Figur 17 zeigt, dass innerhalb einer gleichförmigen Anordnung von Verlegesteinen 1 ein Verlegestein 1 um 180% um die Hochachse gedreht zu den anderen Verlegesteinen 1 angeordnet werden kann. Hierbei wird eine andere lange Seitenfläche 30, 50 den benachbarten Verlegesteinen 1 zugewandt, wodurch sich die Fugenbreite in diesem Bereich von der Fugenbreite der angrenzenden Bereiche unterscheidet. Im dargestellten Ausführungsbeispiel wird aus einer zweiten Fuge 102 im Abschnitt des gedrehten Verlegesteins 1 eine dritte Fuge 103. Durch das Drehen der Verlegesteine 1 um 90° oder 180° können weitere interessante Muster entstehen.

[0216] Wie aus den Figuren 12 bis 17 und 19 bis 21 weiter ersichtlich ist, können die Verlegesteine 1 eines Bausatzes 100 so angeordnet werden, dass durch die unterschiedlichen Fugen 102, 102, 103 unterschiedliche ästhetisch ansprechende Verlegemuster bzw. Verlegedesigns entstehen. In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel kann der Verlegestein 1 als Übergangsstück zwischen Verlegesteinen, welche lediglich erste Nocken 62, 64, 66 aufweisen, und Verlegesteinen, welche lediglich zweite Nocken 72 aufweisen, wirken.

Bezugszeichen



[0217] 
1
Verlegestein
10
Grundkörper
12
Oberseite
14
Unterseite
16
Steinhöhe
20, 30, 40, 50
Seitenfläche
60
erste Rastereinheit
62, 66
äußerer erster Nocken
64
innerer erster Nocken
68
Freiraum
70
zweite Rastereinheit
71
Stirnseite
72
zweiter Nocken
73
Mittellinie
74
Freiraum
75
Schnittpunkt Flanke mit Steinfläche
80
dritte Rastereinheit
82
großer Subnocken
84
kleiner Subnocken
86
Vertiefung
88
Plattform
91
erste Ebene
92
zweite Ebene
93
dritte Ebene
94,94a
vierte Ebene
95
fünfte Ebene
96
sechste Ebene
100
Bausatz
101
erste Fuge
102
zweite Fuge
103
dritte Fuge
110
Reihe
111
erste Reihe
112
zweite Reihe
113
dritte Reihe
114
vierter Reihe
115
fünfte Reihe
116
sechste Reihe
120
Spalte
121
erste Spalte
122
zweite Spalte
131
Verzahnung von ersten Nocken
132
Verzahnung von Subnocken
133
Verzahnung Subnocken mit ersten Nocken
MA
Mittelachse
A
Abstand zwischen Nocken



Ansprüche

1. Verlegestein (1), insbesondere aus Beton, zur Erstellung einer Erdreichabdeckung, umfassend einen Grundkörper (10) mit einer Oberseite (12) und einer Unterseite (14) sowie zwischen der Oberseite (12) und der Unterseite (14) angeordnete Seitenflächen (20, 30, 40, 50), welche parallel zu einer Steinhöhe (16) verlaufen,

wobei an wenigstens einer Seitenfläche (20, 40, 50) wenigstens ein erster Nocken (62, 64, 66) und an wenigstens einer weiteren Seitenfläche (30) wenigstens ein zweiter Nocken (72) angeordnet ist, wobei die Tiefe des wenigstens einen zweiten Nockens (72) mindestens doppelt so groß, vorzugsweise mindestens fünfmal so groß ist, wie die Tiefe des wenigstens einen ersten Nockens (62, 64, 66),

wobei eine Stirnseite (71) des wenigstens einen zweiten Nockens (72) wenigstens zwei durch eine Vertiefung (86) getrennte Subnocken (82, 84) aufweist,

dadurch gekennzeichnet dass,
die wenigstens zwei Subnocken (82, 84) jeweils eine unterschiedliche Tiefe aufweisen, wobei wenigstens eine Flanke eines der Subnocken (82, 84) einen Verschiebeanschlag für einen ersten Nocken (62, 64, 66) oder einen Subnocken (82, 84) eines bestimmungsgemäß gegenüberliegend verlegten anderen Verlegesteins (1) bildet,

wobei Form und Anordnung der wenigstens zwei Subnocken (82, 84) an der Stirnseite (71) des zweiten Nockens (72) komplementär zu ersten Nocken (62, 64, 66) und komplementär zu Subnocken (82, 84) von zweiten Nocken (72) ausgebildet sind, so dass bei bestimmungsgemäß benachbart angeordneten Verlegesteinen (1) eine Verzahnung (132,133) entweder zwischen wenigstens zwei gegenüberliegenden Subnocken (82, 84) oder zwischen gegenüberliegenden ersten Nocken (62, 64, 66) und Subnocken (82, 84) ausbildbar ist.


 
2. Verlegestein nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass eine Tiefe eines kleineren Subnocken (84) der wenigstens zwei Subnocken (82, 84) mindestens 1/3 einer Tiefe eines größeren Subnocken (82) der wenigstens zwei Subnocken (82, 84) und/oder maximal 2/3 der Tiefe des größeren Subnocken (82) der wenigstens zwei Subnocken (82, 84) entspricht, wobei die Tiefe senkrecht zur korrespondierenden Seitenfläche (30) steht.
 
3. Verlegestein nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Breite des kleineren Subnocken (84) der wenigstens zwei Subnocken (82, 84) mindestens der Hälfte der Breite des größeren Subnocken (82) der wenigstens zwei Subnocken (82, 84) und/oder maximal der Breite des größeren Subnocken (82) der wenigstens zwei Subnocken (82, 84) entspricht.
 
4. Verlegestein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Boden der wenigstens einen Vertiefung (86) gekrümmt ist, so dass die wenigstens eine Vertiefung (86) einen geschwungenen konkaven Querschnitt aufweist.
 
5. Verlegestein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden der wenigstens einen Vertiefung (86) zumindest teilweise eben und parallel zur Stirnseite (71) des korrespondierenden zweiten Nocken (72) ist.
 
6. Verlegestein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Übergang einer Flanke des zweiten Nocken (72) und einer Flanke eines der Subnocken (82, 84) streng monoton steigend ausgebildet ist oder dass ein Übergang einer Flanke des zweiten Nocken (72) und einer Flanke eines der Subnocken (82, 84) monoton steigend mit einer Plattform (88) am Übergang zum zweiten Nocken (72) ausgebildet ist.
 
7. Verlegestein nach Anspruch 6 dadurch gekennzeichnet, dass ein tiefster Bereich eines Bodens der Plattform (88) einen kleineren Abstand zur Stirnseite (71) des korrespondieren zweiten Nocken (72) aufweist, als ein tiefster Bereich des Bodens der Vertiefung (86), insbesondere wobei der Abstand zwischen dem tiefsten Bereich des Bodens der Vertiefung (86) zur Stirnseite (71) des korrespondierenden zweiten Nocken (72) doppelt so groß ist, wie der Abstand des tiefsten Bereichs der Bodens der Plattform (88) zur Stirnseite (71) des korrespondierenden zweiten Nocken (72).
 
8. Verlegestein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Vorhandensein von mehreren Vertiefungen (86) zwischen Subnocken (82, 84) die jeweils tiefsten Punkte unterschiedliche Abstände zur Stirnseite (71) aufweisen.
 
9. Verlegestein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, die Tiefe und/oder Breite und/oder Form der die Plattform (88) oder die Vertiefung (86) begrenzenden Flanke von einem der Subnocken (82, 84), an eine Tiefe und/oder Breite und/oder Form des wenigstens einen ersten Nockens (62, 64, 66) zum Zwecke der Verzahnung angepasst ist und/oder wobei Breite und/oder Form und/oder eine Tiefe der die Plattform (88) oder die Vertiefung (86) begrenzenden Flanke von einem der Subnocken (82,84) an eine Breite und/oder Form eines gespiegelten oder um 180° gedrehten Subnocken (82, 84) angepasst ist, insbesondere so dass im bestimmungsgemäß verlegten Zustand eine Spalte (A) zwischen gegenüberliegenden Subnocken (82, 84) ebenso groß ist, wie eine Spalte (A) zwischen einem ersten Nocken (62) und einem gegenüberliegenden Subnocken (82, 84).
 
10. Verlegestein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergänge zwischen Subnocken (82, 84) und Vertiefungen (86) und/oder Plattformen (88) abgerundet und/oder treppenförmig und)oder trapezförmig sind.
 
11. Verlegestein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass zumindest eine Projektion des großen Subnocken (84) des auf der einen Seitenfläche (30) angeordneten wenigstens einen zweiten Nockens (72) auf die gegenüberliegende Seitenfläche (50) im Wesentlichen zwischen zwei auf der gegenüberliegenden Seitenfläche (50) angeordneten ersten Nocken (62, 64, 66) liegt oder zwischen einem Rand der gegenüberliegenden Seitenfläche (50) und einem ersten Nocken (62, 66) liegt.
 
12. Verlegestein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine zweite Nocken (72) wenigstens doppelt so breit ist wie der wenigstens eine erste Nocken (62, 64, 66).
 
13. Verlegestein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei mehreren ersten Nocken (62, 64, 66) an einer Seitenfläche (20, 40, 50) die ersten Nocken (62, 64, 66) in einer ersten Rastereinheit (60) angeordnet sind, die so ausgebildet ist, dass bei bestimmungsgemäß aneinandergrenzend verlegten Verlegesteinen (1) erste Nocken (62, 64, 66) des einen Verlegesteins (1) in Freiräume (68) zwischen ersten Nocken (62, 64, 66) des anderen Verlegesteins (1) eingreifen.
 
14. Verlegestein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei mehreren zweiten Nocken (72) an einer Seitenfläche (30) die zweiten Nocken (72) in einer zweiten Rastereinheit (70) angeordnet sind, die so ausgebildet ist, dass bei bestimmungsgemäß aneinandergrenzend verlegten Verlegesteinen (1) sich gegenüberliegende Stirnseiten (71) zweiter Nocken (72) zumindest teilweise überschneiden.
 
15. Verlegestein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei Subnocken (82, 84) an der Stirnseite (71) des wenigstens einen zweiten Nockens (72) in einer dritten Rastereinheit (80) angeordnet sind, die so ausgebildet ist, dass bei bestimmungsgemäß aneinandergrenzend verlegten Verlegesteinen (1) wenigstens ein Subnocken (82, 84) des einen Verlegesteins (1) in eine Vertiefung (86) zwischen Subnocken (82, 84) oder in eine Plattform (88) oder in einen Freiraum (68) zwischen ersten Nocken (62, 64, 66) des anderen Verlegesteins (1) eingreift.
 
16. Verlegestein nach einem vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei mehreren ersten Nocken (62, 64, 66) an einer Seitenfläche (20, 40, 50 die ersten Nocken (62, 64, 66) unterschiedliche Tiefen oder gleiche Tiefen aufweisen.
 
17. Bausatz (100) aus Verlegesteinen (1), wobei die Verlegesteine (1) an wenigstens einer Seitenfläche (20, 30, 40) wenigstens einen ersten Nocken (62, 64, 66) aufweisen und an wenigstens einer weiteren Seitenfläche (50) wenigstens einen zweiten Nocken (72) aufweisen, wobei eine Tiefe des wenigstens einen zweiten Nockens (72) mindestens doppelt so groß, vorzugsweise mindestens fünfmal so groß ist wie eine Tiefe des wenigstens einen ersten Nockens (62, 64, 66),

wobei die Stirnseite (71) des wenigstens einen zweiten Nockens (72) wenigstens zwei Subnocken (82, 84) und wenigstens eine Vertiefung (86 aufweist,

wobei Form und Anordnung der wenigstens zwei Subnocken (82, 84) an der Stirnseite (71) komplementär zu ersten Nocken (62, 64, 66) und komplementär zu Subnocken (82, 84) des wenigstens einen angrenzenden Verlegesteins (1) ausgebildet sind,

wobei einander gegenüberliegende Subnocken (82, 84) miteinander oder einander gegenüberliegende erste Nocken (62, 64, 66) und Subnocken (82, 84) miteinander eine Verzahnung (132, 133) ausbilden, insbesondere wobei die Subnocken (82, 84) und die ersten Nocken (62, 64, 66) im gleichen Abstand und/oder im gleichen Raster miteinander verlegt sind, wie einander gegenüberliegende Subnocken (82, 84).


 
18. Bausatz nach Anspruch 17, wobei bei einer Verzahnung (131) mit einander gegenüberliegenden ersten Nocken (62, 64, 66) eine erste Fuge (101) zwischen den korrespondierenden Verlegesteinen (1) ausgebildet ist, und bei einer Verzahnung (132) mit einander gegenüberliegenden Subnocken (82, 84) eine zweite Fuge (102) zwischen den korrespondierenden Verlegesteinen (1) ausgebildet und bei einer Verzahnung (133) mit einander gegenüberliegenden ersten Nocken (62, 64, 66) und Subnocken (82, 84) eine dritte Fuge (103) zwischen den korrespondierenden Verlegesteinen (1) ausgebildet ist.
 
19. Bausatz nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass bei verschiedenen Längs- und Querabmessungen der Verlegesteine (1) die Verlegesteine (1) gleiche Abmessungen ihrer Rastereinheiten (60, 70, 80) aufweisen.
 




Zeichnung






































































Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente