(19)
(11) EP 0 018 630 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
12.11.1980  Patentblatt  1980/23

(21) Anmeldenummer: 80102333.4

(22) Anmeldetag:  30.04.1980
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3C11D 1/835, C11D 1/62
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR IT LI NL

(30) Priorität: 07.05.1979 DE 2918364

(71) Anmelder: Henkel Kommanditgesellschaft auf Aktien
40191 Düsseldorf (DE)

(72) Erfinder:
  • Andree, Hans, Dr.
    D-5653 Leichlingen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Waschmittel für Textilien


    (57) Zum gleichzeitigen Waschen und Weichmachen von Feinwaschartikeln geeignetes Mittel auf Basis von nichtionischen Tensiden mit einem Gehalt an textilweichmachenden quartären ammoniumverbindungen. Das Mittel besteht aus (a) 5 - 20 (7 -15) Gewichtsprozent eines oder mehrerer Polyglykolether, (b) 1 - 10 (2 - 5) Gewichtsprozent eines C12-C18 -Fettsäureethanolamids, (c) 2 - 10 (3 - 7) Gewichtsprozent eines quartären, von Ammoniak oder Imidazolin abgeleiteten Ammoniumsalzes mit 2 langkettigen aliphatischen Resten und 60 - 92 Gewichtsprozent üblichen Bestandteilen eines Feinwaschmittels.

    (a) ist ein Polyglykolether der Formel I

    in der R1 eine lineare Alkyl- oder Alkenylgruppe mit 8-20 Kohlenstoffatomen, R2 = H oder C1-C4-Alkyl-, n = 2-20 bedeuten; (a) kann auch ein C8-C15-Alkylarylpolyglykolether mit 3 - 15 Ethoxyeinheiten allein oder im Gemisch mit Polyglykolethern der Formel sein.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein pulverförmiges oder körniges Waschmittel mit textilweichmachender Wirkung zum gleichzeitigen Waschen und Pflegen von Feinwaschartikeln in der Waschmaschine oder von Hand.

    [0002] Es bestand seit langem ein Bedarf an einem pulverförmigen oder körnigen, textilweichmacherhaltigen Feinwaschmittel, das den Textilien während des Waschprozesses die erwünsch- ten weichmachenden und antistatischen Eigenschaften verleiht. Wegen der bekannten Unverträglichkeit der üblichen Textilweichmacher vom Typ der quartäcen Ammonium- bzw. Imidazoliniumverbindungen mit anionischen Tensiden war die Verwendung von anionischen Tensiden in derartigen Präparten ausgeschlossen. Es lag deshalb nahe, Kombinationen aus nichtionischen Tensiden und quartären Ammoniumverbindungen einzusetzen. So sind aus der GB-PS 830 864 Flüssigwaschmittel bekannt, die nichtionische Tenside und quartäre Ammoniumverbindungen, die einen langkettigen Alkylrest und drei kurzkettige Alkylreste aufwaisen, bekannt. Nach den Angaben in der Zeitschrift Seifen-Öle-Fette-Wachse (1963), 4, S. 78, ist der Wascheffekt derartiger Kombinationen besonders gut, wenn das Verhältnis des nichtionischen Tensids zur quartären Ammoniumverbindung im Mengenverhältnis 4 : 1 bis 1 : 1 liegt.

    [0003] Pulverförmige Waschmittel für die Maschinenwäsche auf Basis nichtionischer Anlagerungsprodukte von Ethylenoxid an bestimmte Alkylphenole, Fettalkohole, Mercaptane, Fettsäuremonoethanolamide oder Fettamine als'nichtionische Tensidkomponente, die zur Schaumdämpfung kationische Ammoniumverbindungen enthalten, sind in der DE-AS 12 20 956 beschrieben.

    [0004] Diese Lösungsvorschläge können jedoch nicht befriedigen, weil mit diesen Waschmitteln keine Ausgewogenheit hinsichtlich Waschkraft, Weichmachungsleistung und Schäumverhalten in der Waschmaschine und bei der Wäsche von Hand erreicht werden kann. Der Fachmann konnte diesem Stand der Technik keine Anregung entnehmen, wie ein pulverförmiges Waschmittel mit einer optimalen Kombination der erwünschten Eigenschaften zusammengesetzt sein müßte. Der Fachmann mußte vielmehr annehmen, daß ein waschwirksames Tensid den in'der Waschlauge vorhandenen Textilweichmacher zusammen mit dem Schmutz von den Textilfasern ablösen bzw. fernhalten würde und deshalb der angestrebte textilweichmachende Effekt nicht eintreten könnte. Umgekehrt wäre eine gute weichmachende Wirkung aber mit einem nur ungenügend reinigenden Tensid zu erzielen.

    [0005] Der Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, ein pulverförmiges oder körniges Waschmittel für Feinwaschmittel bereitzustellen, das ein Optimum an Waschvermögen, an textilweichmachenden Eigenschaften und auch an Schäumverhalten aufweist, und das sowohl in der Waschmaschine als auch für die Wäsche von Hand verwendet werden kann.

    [0006] Die Aufgabe wurde erfindungsgemäß gelöst durch ein pulverförmiges Waschmittel, das

    a) 5 - 20 Gew.-% eines aliphatischen Polyglykolethers oder eines Gemisches von mehreren Polyglykolethern der Formel

    in der R eine geradkettige Alkyl- oder Alkenylgruppe mit 8 - 20 Kohlenstoffatomen, R2 Wasserstoff oder eine C1-C4-Alkylgruppe und n einen Wert von 2 - 20 bedeuten, und/ oder eines C8-C15-Alkylarylpolyglykolethers mit 3 - 15 Ethoxyeinheiten,

    b) 1 - 10 Gew.-% eines C12-C18-Fettsäureethanolamids,

    c) 2 - 10 Gew.-% eines textilweichmachenden quartären Ammoniumsalzes, ausgewählt aus den Derivaten des Ammoniaks und/oder des Imidazolins mit vorzugsweise 2 langkettigen aliphatischen Resten im Molekül,

    d) 60 - 92 Gew.-% übliche Bestandteile eines Feinwaschmittels enthält.



    [0007] Die erfindungsgemäß als Bestandteil a) geeigneten Polyglykolether der Formel I leiten sich von natürlichen oder synthetischen primären Fettalkoholen oder Oxoalkoholen ab. Oxoalkohole werden durch Umsetzung linearer Olefine mit Kohlenstoffmonoxid und Wasserstoff nach dem bekannten Oxo-Verfahren durch Hydroformylierung und anschließende Hydrierung hergestellt. Handelsübliche Oxoalkohol-Gemische, die sich für die Herstellung der Tensid-Komponente a) eignen, sind beispielsweise die unter der Handelsbezeichnung "Dobanol" erhältlichen Oxo-Alkohole der Deutschen Shell Chemie Gesellschaft, die ca. 25 Gew.-% an 2-alkylverzweigten Alkoholen aufweisen; andere geeignete Oxo- Alkohole sind unter der Bezeichnung "Synprol" der Imperial Chemical Industries Ltd. erhältliche mit ca. 50 - 70 Gew.- an 2-alkylverzweigten Alkoholen; weitere geeignete Produkte auf Basis von Oxo-Alkoholen sind z.B. verschiedene "Lutensol"-Typen der BASF mit ca. 30 - 35 Gew.-% an verzweigten Alkoholen und einige "Lial"-Typen der Liquichimica S.p.A. mit ca. 60 Gew.-% an verzweigten Alkoholen. Typische bevorzugte Produkte,sind beispielsweise "Dobanol 45-7", das zu mindestens 95 % aus C14/C15-OxoAlkohol mit durchschnittlich 7 Mol Ethylenoxid besteht; ferner "Lutensol AO-8", das ein C13/C15-Oxo-Alkohol- Ethoxylat mit durchschnittlich 8 Mol Ethylenoxid und "Lutensol ON-70", das ein C9/C11-Oxo-Alkohol-Ethoxylat mit durchschhittlich 7 Mol Ethylenoxid darstellt.

    [0008] Typische von Fettalkoholen abgeleitete Tenside basieren z.B. auf Talgfettalkohol oder den Handelsprodukten "Lorol" mit 8 - 18 Kohlenstoffatomen der Firma Henkel. Typische bevorzugte Produkte sind z.B. "Dehydol TA 5" und "Dehydol TA 14" (Henkel), die Talgfettalkoholpolyglykolether mit 5 bzw. 14 Mol Ethylenoxid pro Mol Alkohol darstellen. Ebenfalls ein bevorzugtes Produkt ist z.B. das Handelsprodukt "Marlipal KF" (Chemische Werke Hüls), ein C10/C12-Fettalkohol-Ethoxylat mit durchschnittlich 6 Mol Ethylenoxid.

    [0009] Weiterhin geeignete und bevorzugte Polyglykolether sind die von Oleylalkohol oder Cetylalkohol abgeleiteten Anlagerungsprodukte mit 5 - 10 Mol Ethylenoxid bzw. technische Gemische aus überwiegend Oleyl- und Cetylalkohol mit 5 - 10 Mol Ethylenoxid, deren Jodzahl zwischen ca. 40 und ca. 60 liegt. Ebenfalls bevorzugt ist das Handelsprodukt "Dehydol LS 4" (Henkel), ein C12/C14-Fettalkohol- Ethoxylat mit ca. 4 Mol Ethylenoxid. Diese Polyglykolether bilden einzeln oder im Gemisch den Bestandteil a) der erfindungsgemäßen Mittel. Sie sind im fertigen Mittel zu 5 - 20 Gew.-%, vorzugsweise zu 7 - 15 Gew.-% enthalten und können ganz oder teilweise durch die als nichtionische Tenside bekannten C8-C15-Alkylaryl-Polyglykolether, wie z.B. Nonylphenol mit ca. 5 bis ca. 15 Mol Ethylenoxid ersetzt werden.

    [0010] Als Bestandteil b) der erfindungsgemäßen Mittel sind Fettsäuremono- oder -diethanolamide mit einem Fettsäurerest mit 12 - 18 Kohlenstoffatomen geeignet. Hierbei können sowohl die Verbindungen mit einer einheitlichen Kohlenstoffanzahl im Fettsäurersst als auch Gemische von Fettsäureethanolamiden mit unterschiedlich langen Fettsäureresten verwendet werden. Ein bevorzugtes Produkt leitet sich von Kokosfettsäure mit einem Anteil von mehr als 50 Gew.-% an C12-Fettsäure, ca. 20 Gew.-% C14-Fettsäure, ca. 10 Gew.-% C16-Fettsäure und einem weiteren Anteil gesättigter und ungesättigter C18-Fettsäure ab. Ein derartiges Produkt ist unter der Bezeichnung "Comperlan 100" (Henkel) im Handel. Ein ebenfalls geeignetes Produkt ist das als "Comperlan KD" (Henkel) im Handel erhältliche Kokosfettsäurediethanolamid. Die Fettsäureethanolamide sind zu 1 - 10 Gew.-%, vorzugsweise zu 2 - 5 Gew.-% in den erfindungsgemäßen Mitteln enthalten.

    [0011] Als textilweichmachende Wirkstoffe (Bestandteil c)) eignen sich die quartären Ammoniumverbindungen mit vorzugsweise zwei langkettigen, vorzugsweise gesättigten aliphatischen Resten mit je 14 - 26, vorzugsweise 16 - 20 Kohlenstoffatomen und wenigstens einem quartären Stickstoffatom im Molekül. Die langkettigen aliphatischen Reste können geradkettig oder verzweigt sein und dementsprechend von Fettsäuren hzw. von Fettaminen, Guerbetaminen, oder aus den durch Reduktion von Nitroparaffinen erhältlichen Alkylaminen abstammen. Bei diesen quartären Ammoniumverbindungen handelt es sich insbesondere um Derivate des Ammöniaks, d.h. um die durch Alkylierung von langkettigen .sekundären Aminen erhältlichen quartären Saize, wie z.B. die Verbindungen Distearyldimethylammoniumchlorid bzw. Ditalgalkyldimethylammoniumchlorid, oder um die durch Umsetzung von 1 Mol eines Aminoalkylethylendiamins oder Hydroxyalkylethylendiamins mit 2 Mol einer langkettigen, C14-C26-Fettsäure oder deren Ester erhältlichen Imidazolinverbindungen, die anschließend durch Alkylierung in die quartären Imidazoliniumverbindungen, übergeführt werden. In diesen quartären Ammoniumverbindungen besteht das Anion im allgemeinen aus dem Säurerest, der aus dem bei der Quaternierung verwendeten Alkylierungsmittel entstanden ist. Beispielsweise kommt als Anion daher Chlorid, Bromid, Methylsulfat, Ethylsulfat, Methan-, Ethan- oder Toluolsulfonat, vorzugsweise Chlorid und/oder Methylsulfat in Betracht. Typische bevorzugte Textilweichmacher sind beispielsweise Ditalgalkyldimethylammoniumchlorid (beispielsweise die Handelsprodukte "Präpagen WK" und "Präpagen WKT", Hoechst, "Adogen 442", Ashland) oder Distearyldimethylammoniumchlorid (beispielsweise "Arosurf TA 100", Ashland) und 2-Heptadecyl-1-methyl-1-oleoylamid- ethyl-imidazoliniummethosulfat.

    [0012] Die textilweichmachenden Wirkstoffe sind zu 2 - 10 Gew.-%, vorzugsweise 3 - 7 Gew.-% in den erfindungsgemäßen Mitteln enthalten, wobei der textilweichmachende Wirkstoff c) vorzugsweise zu mehr als 25, insbesondere mehr als 30 Gew.-% in der aus dem Polyglykolether a), dem Fettsäureethanolamid b) und dem textilweichmachenden Wirkstoff c) bestehenden Tensidkomponente enthalten ist.

    [0013] Außer den Polyglykolethern, dem Fettsäureethanolamid und quartären Ammoniumverbindungen enthalten die erfindungsgemäßen Mittel 60 - 92 Gew.-% üblicherweise in Waschmitteln vorhandene Zusatzstoffe als weitere Bestandteile. Dies sind beispielsweise Gerüststoffe, Duftstoffe, Farbstoffe sowie Schmutzträger, Enzyme, optische Aufheller oder geringe Mengen Wasser. Zu den Gerüststoffen zählen Calcium fällende oder komplexierende anorganische oder organische Verbindungen. Anorganische fällende bzw. komplexierende Stoffe sind z.B. Pyrophosphat, Triphosphat, höhere Polyphosphate und Metaphosphate und die kationenaustauschenden Alkalialumosilikate, wie sie beispielsweise in der DE-AS 24 12 837 beschrieben sind, insbesondere die Zeolithe A und X. Geeignete organische Verbindungen sind z.B. Polycarbonsäuren, Hydroxycarbonsäuren, Aminocarbonsäuren, Carboxyalkylether, polyanionische polymere Carbonsäuren, Phosphonsäuren. Weitere Gerüstsübstanzen sind schwach sauer, neutral oder alkalisch reagierende anorganische Salze, wie z.B. Bicarbonate, Carbonate, Borate oder Silikate der Alkalien, Alkalisulfate, sowie die Alkalisalze von organischen, nicht kapillaraktiven, 1 - 8 C-Atome enthaltenden Sulfonsäuren, Carbonsäuren und Sulfocarbonsäuren. Vorzugsweise enthalten die erfindungsgemäßen Mittel ca. 10 - 50 Gew.-% Natriumtripolyphosphat, 2 - 10 Gew.-% Wasserglas mit einem Na20 : SiO2 Verhältnis von beispielsweise 1 : 3,4 sowie Natriumsulfat als Gerüststoffe.

    [0014] Die erfindungsgemäßen Mittel liegen als Pulver vor. Darunter versteht man feinteilige bis körnige oder kugelige Produkte, die gut schüttfähig sind. Sie lassen sich nach allen in der Technik bekannten Verfahren herstellen. So kann man z.B. die pulverförmigen Bestandteile miteinander vermischen und ölige oder pastenförmige Bestandteile, wie z.B. nichtionische Tenside auf das Produkt aufsprühen. Eine andere Herstellungsmöglichkeit besteht darin, daß man die Bestandteile der Mittel mit Wasser zu einem Brei anteigt, den man durch Verdämpfen des Wassers, z.B. auf Walzen oder in Zerstäubungstürmen in ein Pulver überführt. Nach dem /8 Heißtrocknen lassen sich dann noch wärmeempfindliche oder flüchtige Substanzen, wie beispielsweise Duftstoffe einarbeiten.

    [0015] Die erfindungsgemäßen Waschmittel können zum Waschen und gleichzeitigen Weichmachen von Feinwaschartikeln aus Wolle, synthetischen Fasern wie Polyester, Polyacrylnitril, Polyamid und Mischungen aus Wolle und synthetischen Fasern benutzt werden. Der Wasch- und Weichmachungsvorgang kann entweder in der Waschmaschine oder auch von Hand bei Waschtemperaturen bis zu etwa 60 C, vorzugsweise bis etwa 30 °C erfolgen. Die Anwendungskonzentration der Mittel liegt im allgemeinen bei 1 bis 10 g/l Waschlauge, vorzugsweise bei 2 bis 5 g/l. Die Waschmittel zeichnen sich dadurch aus, daß sie die Textilien einwandfrei reinigen und ihnen gleichzeitig einen angenehmen Griff und antielektrostatische Eigenschaften verleihen. Bei der Wäsche von Hand im Waschbecken bilden sie einen dichten angenehmen Schaum aus, beim Waschen in der Waschmaschine wird kein Überschäumen beobachtet. Außerdem läßt sich der Schaum problemlos ausspülen.

    [0016] Die folgenden Beispiele beschreiben erfindungsgemäße Waschmittel.

    Beispiel 1



    [0017] 7 Gew.-% Talgfettalkohol mit ca. 14 Mol Ethylenoxid ("Dehydol TA 14", Henkel) 3 Gew.-% Kokosfettsäuremonoethanolamid ("Comperlan 100", Henkel) 5 Gew.-% Distearyldimethylammoniumchlorid, ca. 95%ig ("Arosurf TA 100", Ashland) Rest Gerüststoffe, geringe Mengen Feuchtigkeit.

    Beispiel 2



    [0018] 5 Gew.-% C14/C15-Oxoalkohol-Ethoxylat mit ca. 7 Mol Ethylenoxid ("Dobanol 45-7", Shell) 4 Gew.-% C10/C12-Fettalkohol-Ethoxylat mit ca. 6 Mol Ethylenoxid ("Marlipal KF", Chemische Werke Hüls) 4 Gew.-% Kokosfettsäurediethanolamid ("Comperlan KD", Henkel) 5,5 Gew.-% Ditalgalkyldimethylammoniumchlorid, eingesetzt als 75%ige Flüssigkeit, Rest Isopropylalkohol und Wasser ("Präpagen WKT", Hoechst) Rest Gerüststoffe, geringe Mengen Wasser.

    Beispiel 3



    [0019] 6 Gew.-% Talgfettalkohol mit ca. 5 Mol Ethylenoxid ("Dehydol TA 5", Henkel) 4 Gew.-% C13/C15-Oxoalkohol-Ethoxylat mit ca. 8 Mol Ethylenoxid ("Lutensol A0 8", BASF) 4,5 Gew.-% Kokosfettsäuremonoethanolamid ("Comperlan 100", Henkel) 5 Gew.-% Ditalgalkyldimethylammoniumchlorid, ca. 100%ig ("Präpagen WK", Hoechst) 30 Gew.-% Natriumtripolyphosphat 4,5 Gew.-% Natriumsilikat (Na2O : SiO2 = 1 : 3,35) als wäßrige Lösung 0,5 Gew.-% Parfümöl Rest Natriumsulfat, Wasser.

    [0020] Ein Mittel der vorstehenden Zusammensetzung stellt ein übliche Zusatzstoffe in üblichen Mengen enthaltendes erfindungsgemäßes Waschmittel dar.

    Beispiel 4



    [0021] 4 Gew.-% eines Oleyl-/Cetyl-Fettalkohol-Ethoxylats mit ca. 10 Mol Ethylenoxid und einer Jodzahl des Alkoholgemisches von ca. 50 4 Gew.-% eines C12/C14-Fettalkohol-Ethoxylats mit ca. 4 Mol Ethylenoxid ("Dehydol LS 4", Henkel) 2 Gew.-% Kokosfettsäuremonoethanolamid mit einem Anteil von mehr als 50 Gew.-% C12-Fettsäure im FettSäurerest ("Comperlan 100", Henkel) 4 Gew.-% Ditalgalkyldimethylammoniumchlorid, eingesetzt als 75%ige Paste, Rest Isopropylalkohol und Wasser ("Präpagen WK", Hoechst) .Rest Gerüststoffe, Wasser.

    Beispiel 5



    [0022] 4 Gew.-% eines Nonylphenolpolyglykolethers mit ca. 6,5 Mol Ethylenoxid ("Dehydrophen 65", Henkel) Gew.-% eines C12/C14-Fettalkohol-Ethoxylats mit ca. 4 Mol Ethylenoxid ("Dehydol LS 4", Henkel) 3 Gew.-% Kokosfettsäuremonoethanolamid ("Comperlan 100", Henkel) 4,5 Gew.-% 2-Heptadecyl-1-methyl-1-oleoylamid-ethyl- imidazoliniummethosulfat Rest Gerüststoffe, Wasser.

    [0023] Die in den Beispielen 1 - 5 aufgeführten erfindungsgemäßen-Waschmittel erwiesen sich bei der Wäsche von Feintextilien aus Wolle, Polyacrylnitril oder Wolle/Polyacrylnitril-Gemischen, sowie Polyamid/Baumwolle-Gemischen in der Waschmaschine bis 60 °C, vorzugsweise bis etwa 30 °C, und von Hand als Produkte mit einer ausgewogenen Eigenschaftskombination hinsichtlich ihrer Waschkraft, ihrer weichmachenden Wirkung und ihres Schäumverhaltens.


    Ansprüche

    1. Pulverförmiges, weichmachendes Waschmittel für Feinwasch-Textilien auf der Basis von nichtionischen Tensiden mit einem Gehalt an quartären Ammoniumverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß es

    a) 5 - 20 Gew.-% eines aliphatischen Polyglykolethers oder eines Gemisches von mehreren Polyglykolethern der Formel

    in der R1 eine geradkettige Alkyl- oder Alkenylgruppe mit 8 - 20 Kohlenstoffatomen, R2 Wasserstoff oder eine C1-C4-Alkylgruppe und n einen Wert von 2 - 20 bedeuten, und/ oder eines C8-C15-Alkylarylpolyglykolethers mit 3 - 15 Ethoxyeinheiten,

    b) 1 - 10 Gew.-% eines C12-C18-Fettsäureethanolamids,

    c) 2 - 10 Gew.-% eines textilweichmachenden quartären Ammoniumsalzes, ausgewählt aus den Derivaten des Ammoniaks und/oder des Imidazelins mit vorzugsweise 2 langkettigen aliphatischen Resten im Molekül,

    d) 60 - 92 Gew.-% übliche Bestandteile eines Feinwaschmittels enthält.


     
    2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es

    a) 7 - 15 Gew.-% Polyglykolether der Formel I,

    b) 2 - 5 Gew.-% Fettsäureethanolamid,

    c) 3 - 7 Gew.-% textilweichmachendes quartäres Ammoniumsalz enthält.


     
    3. Mittel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß es Bestandteil c) zu mehr als 25 Gew.-%, vorzugsweise mehr als 30 Gew.-%, bezogen auf die aus den Bestandteilen a), b) und c) bestehende Tensidkomponente enthält.
     
    4. Mittel nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß es

    a) 3 - 6 Gew.-% eines Anlagerungsproduktes eines aus Oleyl- und Cetylalkohol bestehenden Fettalkoholgemisches mit ca. 10 Mol Ethylenoxid und 3 - 6 Gew.-% eines Anlagerungsproduktes eines C12/ C14-Fettalkoholgemisches mit ca. 4 Mol Ethylenoxid

    b) 2 - 4 Gew.-% eines Kokosfettsäuremono- oder -diethanolamids

    c) 3 - 6 Gew.-% eines quartären Ammoniumsalzes mit 2 langkettigen aliphatischen Resten im Molekül, das sich von Ammoniak ableitet und dessen Anion aus der Chlorid, Bromid, Methylsulfat, Ethylsulfat, Methan-, Ethan- oder Toluolsulfonat umfassenden Gruppe ausgewählt ist,

    d) 78 - 89 Gew.-% übliche Bestandteile eines Fein- waschmittels enthält.


     
    5. Mittel nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß es aus

    a) 4,0 Gew.-% eines Anlagerungsproduktes eines aus Oleyl- und Cetylalkohol bestehenden Fettalkoholgemisches der Jodzahl 50 mit ca. 10 Mol Ethylenoxid und. 4,0 Gew.-% eines Anlagerungsproduktes eines C12/ C14-Fettalkoholgemisches mit ca. 4 Mol Ethylenoxid

    b) 2,0 Gew.-% Kokosfettsäuremonoethanolamid

    c) 4,0 Gew.-% Ditalgalkyldimethylammoniumchlorid

    d) 4,5 Gew.-% Natriumsilikat (Na2O : SiO2 = 1 : 3,4) 30,0 Gew.-% Natriumtripolyphosphat 41,5 Gew.-% Natriumsulfat 10,0 Gew.-% Wasser besteht.


     





    Recherchenbericht