(19)
(11) EP 0 057 767 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
18.08.1982  Patentblatt  1982/33

(21) Anmeldenummer: 81110238.3

(22) Anmeldetag:  08.12.1981
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3E04H 3/19
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH FR GB IT LI NL SE

(30) Priorität: 05.02.1981 DE 3103925

(71) Anmelder: fischerwerke Artur Fischer GmbH & Co. KG
D-72178 Waldachtal (DE)

(72) Erfinder:
  • Fischer, Artur, Dr. H.C.
    D-7244 Waldachtal 3/Tumlingen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Gelenkverbindung von zur Abdeckung insbesondere von Schwimmbädern dienenden Hohlkammerplatten


    (57) Gelenkverbindung von zur Abdeckung dienenden Hohlkammerplatten (la-c), die aus Ober- und Untergurtplatten sowie parallel verlaufenden, Kammern (3) bildenden Stege (2) bestehen, wobei die Kammern (e) allseitig geschlossen sind. Für die Abdeckung, insbesondere der Wasserfläche von beheizten Schwimmbädern und einer einfachen Entfernungsmöglichkeit der Abdeckung durch Zusammenfalten, ist die Gelenkverbindung aus zwei gelenkig miteinander verbundenen Anschlußteilen (5) gebildet, die wenigstens je einen durch eine Bohrung einer Gurtplatte in die Kammer (4) der Hohlkammerplatte (la-c) einschiebbaren Trägerbalken (6) aufweisen, und die mit einem die Bohrung in der Gurtplatte abdichtenden Flansch (8) versehen sind.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Gelenkverbindung von zur Abdeckung insbesondere von Schwimmbädern dienenden Hohlkammerplatten, die aus Ober- und Untergurtplatten sowie parallel verlaufenden, Kammern bildenden Stegen bestehen, wobei die Kammern allseitig geschlossen sind.

    [0002] Derartige, bspw. aus Polykarbonat, Polypropylen oder ähnlichen Kunststoffen bestehende Hohlkammerplatten weisen eine hohe Wärmedämmung auf. Solche Platten sind daher u. a. auch für diebAbdeckung der Wasserfläche von beheizten Schwimmbädern geeignet. Zum Entfernen der Abdeckung sollen die einzelnen Platten nach einer Seite hin ziehharmonikaartig zusammenfaltbar sein. Zur Erzielung der Wärmedämmung sind die Hohlkammerplattten an ihren Stirnseiten wasserdicht abgeschlossen. Bei der Anbringung der Gelenkverbindungen an den Platten dürfen keine undichten Stellen entstehen, durch die Wasser in die Kammern der Hohlkammerplatten eindringen kann.

    [0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für Hohlkammerplatten eine Gelenkverbindung zu schaffen, bei der die oben beschriebenen Forderungen erfüllt sind.

    [0004] Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Gelenkverbindung aus zwei gelenkig miteinander verbundenen Anschlußteilen besteht, die wenigstens je einen durch eine Bohrung einer Gurtplatte in die Kammer der Hohlkammerplatte einschiebbaren Trägerbalken aufweisen, und die mit einem die Bohrung in der Gurtplatte abdichtenden Flansch versehen sind. Durch die an den Anschlußteilen angeordneten Trägerbalken entstehen hakenartige Elemente, die durch die Bohrungen der Gurtplatte in die Kammern der Hohlkammerplatten eingehängt werden. Die an den Gelenkverbindungen angreifenden Kräfte werden durch die großflächige Auflage der Trägerbalken an der Innenseite der Gurtplatte aufgenommen. Durch den an dem Anschlußteil angeordneten, die Bohrung abdeckenden Flansch wird die Bohrung in der Gurtplatte abgedichtet, so daß kein Wasser in die Kammern eindringen kann.

    [0005] Zur Verbesserung der Abdichtung ist es in einer weiteren Gestaltung der Erfindung zweckmäßig, zwischen dem Flansch und der Außenfläche der Gurtplatte einen Dichtring und / oder eine Dichtmassse anzuordnen. Durch die Verspannung zwischen dem Flansch und der Auflage des Trägerbalkens wird der Dichtring fest an die Oberfläche der Gurtplatte gepreßt und da- mit das Bohrloch wasserdicht abgedichtet.

    [0006] Schließlich kann in einer weiteren Gestaltung der Erfindung das Anschlußteil als nach einer Seite hin über die Trägerbalken hinaus verlängerte, abgekröpfte und die Achsbohrung für den Gelenkbolzen aufweisende Lasche ausgebildet sein. Durch diese Gestaltung ergibt sich eine sehr einfache Gelenkverbindung, bei der beide Anschlußteile identisch sind und die Bohrungen zum Einhängen in einer Fluchtlinie liegen.

    [0007] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen:

    Figur 1 die gelenkige Verbindung zweier Hohlkammerplatten

    Figur 2 eine Draufsicht auf die Gelenkverbindung nach Figur 1

    Figur 3 mehrere gelenkig miteinander verbundene und zusammengefaltete Hohlkammerplatten



    [0008] Zur gelenkigen Verbindung der beiden Hohlkammerplatten 1 a, 1 b nach Figur 1 werden diese an ihrer Längsseite in der Weise aneinandergelegt, daß die durch die längsverlaufenden Stege 2 gebildeten Kammern 3 der beiden Hohlkammerplatten 1 a, 1 b parallel verlaufen. Zum Einhängen der Anschlußteile 5 werden in die Gurtplatten entsprechend der Anzahl der an den Anschlußteilen 5 angeordneten Trägerbalken 6 Bohrungen 7 eingebracht. Die Bohrungen 7 in den Gurtplatten sind etwas größer als das Eckmaß der Trägerbalken 6. Damit entsteht nach dem Einsetzen der Anschlußteile ein Spalt, in den bei Verwendung der gelenkig miteinander verbundenen-Hohlkammerplatten 1 a, 1 b als Schwimmbadabdeckung Wasser eindringen könnte. Um dies zu vermeiden, ist an dem Anschlußteil 5 ein Flansch 8 angeordnet, der nach dem Einhängen auf der Außenfläche der Gurtplatte aufliegt. Zur besseren Abdichtung ist es zweckmäßig, zwischen dem Flansch 8 und der Außenfläche der Gurtplatte einen Dichtring 9 oder eine Abdichtmasse anzubringen.

    [0009] Die gelenkige Verbindung der beiden Hohlkammerplatten 1 a, 1 b erfolgt über die Anschlußteile 5, die als quer zu den Trägerbalken 6 stehende und über eine Seite hinaus verlängerte Laschen 10 ausgebildet sind. Durch die Abkröpfung 11 der beiden Laschen 10 überlappen sich diese, während die - Bohrungen 7 für das Einhängen der Trägerbalken 6 in einer Flucht liegen. Nach Ausrichten der beiden Hohlkammerplatten 1 a, 1 b kommen die Achsbohrungen 12 in den beiden Laschen 10 übereinander, so daß mit dem Gelenkbolzen 13 die Verbindung hergestellt werden kann. Der Gelenkbolzen ist mit Rastnocken 14 versehen, die nach dem Einschieben des Gelenkbolzens bis zum Kopf 15 an der Rückseite der Lasche 10 einhaken. Damit die beiden identischen Anschlußteile aufeinander passen, ist es notwendig, die Trägerbalken 6 entgegengesetzt gerichtet einzuhängen.

    [0010] Zur Verbindung zweier Platten werden wenigstens zwei Gelenkverbindungen jeweils in der Nähe der Stirnseiten angebracht. Zur Herstellung einer ziehharmonikaartig zusammenfaltbaren Abdeckung werden mehrere Hohlkammerplatten 1 a, 1 b, 1 c in der vorbeschriebenen Weise miteinander verbunden, wobei die Gelenkverbindungen abwechselnd an der Ober- und an der Untergurtplatte angebracht werden.


    Ansprüche

    1. Gelenkverbindung von zur Abdeckung insbesondere von Schwimmbädern dienenden Hohlkammerplatten, die aus Ober- und Untergurtplatten sowie parallel verlaufenden, Kammern bildenden Stegen bestehen, wobei die Kammern allseitig geschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkverbindung aus zwei gelenkig miteinander verbundenen Anschlußteilen besteht, die wenigstens je einen durch eine Bohrung einer Gurtplatte in die Kammer der Hohlkammerplatte einschiebbaren Trägerbalken aufweisen, und die mit einem die Bohrung in der Gurtplatte abdichtenden Flansch versehen sind.
     
    2. Gelenkverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Flansch und der Außenfläche der Gurtplatte ein Dichtring und / oder eine Dichtmasse angeordnet ist.
     
    3. Gelenkverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlußteil als nach einer Seite hin über die Trägerbalken hinaus verlängerte, abgekröpfte und die Achsbohrung für den Gelenkbolzen aufweisende Lasche ausgebildet ist..
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht