[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Platte aus Dämmstoffen, insbesondere Mineralfasern,
welche zur Wärme- und/oder Schallisolierung von Gebäuden und zum Anbringen an Trägern,
insbesondere zum Einfügen zwischen Dachsparren, bestimmt ist. Als Dämmstoffe für den
erfindungsgemäßen Einsatz kommen auch Schaumstoffe in Betracht. Der Begriff Platte
ist allgemein zu verstehen, d.h. die Erfindung ist auch bei anderen Produkten aus
Mineralfasern oder Schaumstoffen, die als Bahnen oder Rollen oder dergleichen vorkommer.
anwendbar.
[0002] Das Anwendungsgebiet von Dämmstoffplatten zur Schall- und/oder Wärmeisolierung ist
sehr vielseitig. Als Dämmstoffe werden bevorzugt Mineralfasern und unter den Mineralfasern
wegen der ausgezeichneten Eigenschaften Steinwolle verwendet. Vorzugsweise finden
die Mineralfaserplatten Einsatz in Gebäuden bzw. Bauten oder Bauteilen, und zwar werden
sie dabei an Trägern angebracht, vor allem zwischen Trägern, Balken, Dachsparren usw.
eingefügt. Bisher wurden die Mineralfaserplatten "passiv" gehalten, d.h. sie mußten
mit besonderen Mitteln befestigt bzw. verankert werden z.B. durch Kleben. Zur Isolierung
von Gebäuden im Deckenbereich werden üblicherweise besondere Konstruktionen vorgesehen,
in denen die Mineralfaserplatten durch Schwerkraft gehalten werden. Vielfach sind
Mineralfaserplatten mit einer Folie aus Aluminium oder Kunststoff kaschiert, deren
beiderseitige Ränder über die eigentliche Mineralfaserplatte überstehen und verstärkt
sind, so daß diese Mineralfaserplatten an den Folienrändern mittels Klammern o. dgl.
befestigt werden.
[0003] Das Anbringen von Mineralfaser-Dämmaterial bzw. Mineralfaser-Isolierungsmaterial
ist in der Praxis mit nicht unerheblichen Schwierig; keiten verbunden, was verschiedene
Ursachen hat. Aus Fertigungsgründen werden Mineralfaserplatten nur in bestimmten Breiten
gefertigt und auf den Markt gebracht, und zwar werden Mineralfaserplatten meist nur
in einheitlicher Breite von beispielsweise 62,5 cm hergestellt. Dem gegenüber zeigt
sich in der Praxis, daß die Bauwerksträger, z.B. Dachsparren, keinen gleichmäßigen
Abstand voneinander aufweisen. Hier variiert die lichte Weite zwischen den einzelnen
Dachsparren einer Dachkonstruktion beispielsweise zwischen 52 cm und 80 cm.
[0004] Bei der Verwendung von Dämmaterial, welches aus weichem Schaummaterial auf Kunststoffbasis
besteht, ist es zwar mit weniger großen Schwierigkeiten möglich, das weiche Schaummaterial
mehr oder weniger stark zusammenzudrücken und zwischen die Dachsparren zu schieben,
wo sie durch mehr oder weniger starke Klemmwirkung gehalten werden, zumal dieses Schaummaterial
ein sehr geringes Gewicht aufweist. _Wegen der hohen Gefahr für Mensch und Material
im Falle eines Brandes wird jedoch seitens der Bauaufsicht, der Feuerwehr und der
Versicherungswirtschaft angestrebt, die durch die Energieprobleme anwachsende Bedeutung
der Wärmedämmung bzw. -isolierung von Gebäuden möglichst nicht durch Schaumstoffe
auf Kunststoffbasis, sondern durch Isolierstoffe auf Mineralfaserbasis zu bewerkstelligen.
Für die Verwendung von Isolierstoffen auf Mineralfaserbasis standen aber bisher, wie
oben erläutert, nur verhältnismäßig schwierig zu handhabende Befestigungssysteme zur
Verfügung.
[0005] Es ist herkömmliche Technik, daß man Mineralfaserplatten dadurch erzeugt, daß man
ein Haufwerk von Mineralfasern durch Aushärten von Bindemitteln, beispielsweise Phenolharzen
zu einer Platte verklebt. Eine derartig hergestellte Mineralfaserplatte ist in Querrichtung
verhältnismäßig steif, so daß man sie von Hand kaum komprimieren kann, jedenfalls
dann nicht, wenn die Mineralfaserplatte eine solche Dicke aufweist, daß sie für die
Wärmeisolierung überhaupt in Frage kommt. Wenn man also eine derartige Mineralfaserplatte
zwischen Dachsparren unterschiedlicher lichter Weite einfügen will, kann dies nicht
durch einfaches Zusammendrücken geschehen, zumindest wenn die Abstandsdifferenzen,
wie üblich, mehr als 1 cm oder 2 cm betragen. Man muß dann die Mineralfaserplatten
entsprechend zuschneiden, was nicht nur einen erheblichen Arbeits- und Zeitverlust,
sondern auch einen Materialverlust bedeutet. Aber auch diese angepaßten und zugeschnittenen
Mineralfaserplatten müssen dann mit besonderen Befestigungsmitteln gehalten werden.
[0006] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine schall- und/oder wärmeisolierende
Dämmstoffplatte zu schaffen, die sich denkbar einfach hadhaben und anbringen läßt,
so daß auch ein Laie die Verarbeitung ohne große Mühe und ohne besondere Werkzeuge
und Techniken, wie z.B. vorheriges Anpassen an die Sparrenbreite durch Beschneiden
u. dgl. vornehmen kann. Es ist ferner Aufgabe der Erfindung, große Breitenunterschiede
zwischen den Bauwerksträgern ohne weiteres auszugleichen. Ferner soll erreicht werden,
daß sich die Mineralfaserplatte, falls angestrebt, selbsttätig durch Klemmwirkung
hält. Die Aufgabe geht schließlich auch dahin, eine Platte zu schaffen, die auch nachträglich
zur Isolierung bestehender Gebäude, z.B. Altbauten, Verwendung finden kann, und zwar
beispielsweise durch Einschieben zwischen die Dachsparren, ohne daß überhaupt irgendwelche
Dachpfannen oder höchstens nur einzelne Reihen der Dachpfannen eines Daches entfernt
werden müssen, oder durch Einschieben in Hohlräume von Wand- und Deckenkonstruktionen.
[0007] Die gestellte Aufgabe wird, ausgehend von der zu Anfang erläuterten Platten, erfindungsgemäß
gelöst durch einen oder mehrere schräg verlaufende durchgehende Schnitte, derart,
daß die so gebildeten Plattenteile beim Anbringen gegeneinander verschiebbar sind.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0009] Die zusammengehörenden, eine Einheit bildenden keilartigen Plattenteile bringen den
überraschenden Vorteil mit sich, daß sie zwar einzeln in den zur Aufnahme bestimmten
Raum, zum Beispiel zwischen den Dachsparren, eingebracht werden können, daß sie dann
aber durch leichten Druck oder Schlag so gegeneinander verschoben werden können, daß
sie sich gegenüber den Trägern, z.B. den Dachsparren, und untereinander verkeilen.
Es hat sich in der Praxis erwiesen, daß mit ein und derselben Platte ei ner bestimmten
Breite große Unterschiede in der Breite, zum Beispiel in der lichten Weite zwischen
zwei Dachsparren, überbrückt werden können.
[0010] Die Vorteile der Erfindung sind im wesentlichen folgende. Die Platten können auf
üblichen Produktionseinrichtungen hergestellt werden, das heißt, es sind keine Investitionen
für neue Anlagekonstruktionen in einem bestehend
pn Betrieb erforderlich, wobei auch meist ein gewisses Fertigungsrisiko verbunden ist.
Somit können die Herstellungskosten einfach kalkuliert werden. Es können verhältnismäßig
große Unterschiede im Abstand zwischen den Trägern, insbesondere den Dachsparren,
überbrückt werden. Die Verarbeitung ist gegenüber dem bisherigen Stand der Technik
wesentlich vereinfacht und kann selbst von Laien ausgeführt werden, und zwar auch
zum Beispiel zur nachträglichen Isolierung von bereits ausgebauten Dachgeschossen,
ohne daß das gesamte Dach abgedeckt werden müßte.
[0011] In der Zeichnung sind Ausfühgungsbeispiele der Erfindung im Schema dargestellt, und
zwar zeigen
Figur 1 eine Draufsicht auf eine Platte mit einem diagonal verlaufenden Schnitt,
Figur 2 eine Seitenansicht zu Figur 1,
Figur 3 eine Draufsicht zu Figur 1
Figur 4 eine Ansicht auf eine Platte gemäß Figur 1, die zwischen zwei Dachsparren
eingesetzt ist,
Figur 5 eine Ansicht gemäß Figur 4, wobei jedoch der Abstand der Dachsparren größer
ist,
Figur 6 eine Ansicht gemäß Figur 4, wobei jedoch der Abstand zwischen den Dachsparren
kleiner ist,
Figur 7 eine Ansicht gemäß Figur 4, wobei die Dachsparren schräg zueinander verlaufen,
so daß der Abstand zwischen zwei Dachsparren unterschiedlich ist,
Figur 8 eine Ansicht einer Platte mit schräg verlaufendem Schnitt und trapezförmigen
Plattenteilen,
Figur 9 eine Seitenansicht zu Figur 8,
Figur 10 eine Draufsicht zu Figur 8,
Figur 11 eine Ansicht gemäß Figur 8, wobei die Platte zwischen Dachsparren eingesetzt
ist,
Figur 12 eine Ansicht gemäß Figur 11, wobei jedoch der Abstand der Dachsparren voneinander
größer ist,
Figur 13 ein vergrößerter Ausschnitt aus Figur 12 gemäß der strichpunktierten Linie
XIII in Figur 12,
Figur 14 eine Ansicht gemäß Figur 11, wobei jedoch die Dachsparren einen geringeren
Abstand voneinander aufweisen,
Figur 15 eine Ansicht auf eine andere Platte mit Diagonalschnitt,
Figur 16 eine Draufsicht zu Figur 15,
Figur 17 und 18 Ansichten anders aufgeschnittener Platten, .
Figur 19 einen Teilvertikalschnitt durch ein Dachgeschoß eines Gebäudes,
Figur 20 eine perspektivische Ansicht einer anderen Ausgestaltung einer Platte,
Figur 21 eine Stirnansicht auf die Platte gemäß Figur 20, eingefügt zwischen zwei
Deckenbalken und aufliegend auf einer Decke,
Figur 22 und 23 perspektivische Ansichten von weiteren Plattengstaltungen.
[0012] Die Figuren 1 bis 3 veranschaulischen schematisch ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Platte 1, die durch eine Diagonalschnitt gemäß der Schnittlinie 4 aus zwei dreieckigen
Plattenteilen 2, 3 besteht. Die beiden Plattenteile der Platte gehören also zusammen
und bilden eine Einheit. Gemäß Figur 4 ist diese Platte 1 zwischen zwei Trägern, im
dargestellten Ausführungsbeispiel zwischen zwei Dachsparren 5, 6 eingesetzt. In diesem
Falle stimmt die Breite der Platte im wesentlichen mit der lichten Weite zwischen
den beiden Dachsparren überein, so daß die jeweiligen beiden Plattenteile unter Druck
zwischen den Dachsparren eingeklemmt sind. In der Praxis geht man beim Einsetzen der
Platten so vor, daß man zunächst die unterste Platte einsetzt, das Einfügen also von
unten nach oben plattenweise vornimmt. Dabei wird zweckmäßig zunächst das angedeutete
Plattenteil 8 zwischen die Dachsparren geschoben, sodann das Plattenteil 7 von oben
zwischen die Dachsparren geschoben und soweit nach unten gedrückt, daß eine Klemmwirkung
zwischen den Plattenteilen einerseits und den Dachsparren andererseits entsteht. Es
folgt dann das Einsetzen des Plattenteiles 3 und danach des Plattenteiles 2 entsprechend.
[0013] Wenn der Abstand der Dachsparren 5, 6 gemäß Figur 5 in dem in der Praxis vorkommenden
Toleranzbereich größer als im Falle der Figur 4 ist, so werden die Plattenteile jeder
Platte, ebenso wie zu
[0014] Figur 4 beschrieben,nacheinander eingefügt, dann aber jeweils so weit gegeneinander
durch Druck oder Schlag auf die Oberseite verschoben, daß wieder die Klemmwirkung
eintritt. Durch das Verschieben stehen zwar in Längsrichtung gestrichelt gezeichnete
dreieckige Spitzenteile 11,12 nach dem Ursprungsmaß um die Länge 9 über, jedoch werden
diese Teile in der Praxis zum Teil zusammengadrückt und zum Teil von dem nachgebenden
Material der benachbarten Platte aufgenommen, so daß sich hierdurch sogar eine Verbesserung
der Klemmwirkung ergibt.
[0015] Wenn im Falle der Figur 6 die Dachsparren 5, 6 einen geringeren Abstand voneinander
haben als im Falle der Figur 4, so würden sich aufgrund des Ursprungsmaßes beim Zusammenschieben
der zueinander gehörenden Plattenteile 2, 3 bzw. 7,8 querverlaufende vorspringende
Spitzenteile 13, 14 ergeben, die aber ebenfalls zusammengedrückt werden und zur Verbesserung
der Klemmwirkung beitragen. In Figur 7 ist der Fall veranschaulicht, in welchem die
Dachsparren 5, 6 schräg zueinander verlaufen, so daß die lichte Weite 15 nach oben
hin größer und die lichte Weite 16 nach unten hin kleiner wird. Auch dann ist es ein
Leichtes, die jeweils zu einer Einheit zusammengehörenden Plattenteile jeder Platte
so gegeneinander zu verschieben, wie es zu den Figuren 5 und 6 beschrieben wurde,
daß in jedem Falle ein Festklemmen eintritt.
[0016] Die Figuren 8 bis 10 veranschaulichen ein anderes Ausführungsbeispiel einer Platte
17, bei welcher ein von der Oberseite zur Unterseite schräg verlaufender Schnitt 20
vorgesehen ist, so daß die Plattenteile 18, 19 Trapezform aufweisen. Auch in diesem
Falle wirken die Plattenteile beim Zusammenschieben wie Keile und lassen sich gemäß
Figur 11 durch Zusammenschieben untereinander und gegenüber den Dachsparren 5,6 verklemmen.
[0017] Die Figuren 12 und 13 veranschaulichen wieder den Fall, in welchem die Dachsparren
5, 6 eine größere lichte Weite als im Beispiel nach Figur 11 aufweisen. Durch daa
Verschieben der Plattenteile 18, 19 gegeneinander bis zur Klemmetellung ragen kleine
trapezförmige Teile 21, 22 in das Material der jeweils benachbarten Platte 18, 19
bzw. 23, 24 hinein. Die Mineralfaaer- bzw. Steinwolleplatten sind zwar, wie zu Anfang
erläutert, nicht auf ihrer gesamten Breite so weit zusammendrückbar, daß der in der
Praxis vorkommende Toleranzbereich in der lichten Weite zwischen je zwei Dachsparren
überbrückt werden kann, jedoch lassen sich kleine vorspringende Teile 21, 22 ohne
Schwierigkeiten zusammendrücken, wobei auch das Material der benachbarten Platte etwas
nachgibt, so daß die tatsächliche Berührungsfläche nicht der gestrichelten Linie 25,
sondern vielmehr etwa der ausgezogen gezeichneten Linie 26 entspricht.
[0018] Wenn die lichte Weite zwischen den Dachsparren 5,6 gemäß Figur 14 kleiner als im
Falle der Figur 11 ist, können die Plattenteile 18, 19 ebenfalls nacheinander von
oben so'weit wie möglich bis zum Erreichen einer guten Klemmwirkung zusammengeachoben
werden, so daß das Material im Bereich beiderseits der Schnittlinie 20, wie übertrieben
vergrößert durch die strichpunktierten Linien 27 veranschaulicht ist und gegebenenfalls
im Randbereich nach den beiden Dachsparren zu zusammengedrückt wird. Dies ist möglich,
weil die Plattenteile keilartig gegeneinander verschoben werden können. Wenn die Dachsparren
eine besonders geringe lichte Weite besitzen und die Plattenteile nicht so weit zueinander
verschoben werden, daß die Grundlinien der beiden zusammengehörenden Plattenteile
die gleiche Höhe erhalten, können unter Umstä nden kleine Löcher vor den kleinen Stirnflächen
der trapezförmigen Plattenteile verbleiben, die man dann aber ohne Schwierigkeit mit
loser Mineralwolle ausfüllen kann.
[0019] Bei größeren Breiten und vor allem zum nachträglichen Ausfüllen von Hohlräumen in
Gebäudewänden, in denen sich Abstandshalter befinden, kann es vorteilhaft sein, eine
Platte 36 gemäß Fig. 17 in mehr als zwei Plattenteile aufzuschneiden, beispielsweise
in die Plattenteile 37 bis 40, wobei man dann zweckmäßigerweise zunächst die beiden
Plattenteile 37 und 38 und anschließend die Plattenteile 39 und 40 in den Hohlraum
einschiebt. Eine andere Aufteilung einer Platte 41 in vier trapezförmige Plattenteile
42 bis 45 veranschaulicht Figur 18. In diesem Falle ist es zweckmäßig, zunächst die
Plattenteile 43 und 44 und danach die Plattenteile 42 und 45 in den Hohlraum einzuschieben
und zusammenzudrücken, bis der Halt durch Klemmwirkung erreicht ist.
[0020] Für alle oben erläuterten Platten gilt, daß diese gegebenenfalls auch nach den Figuren
15 und 16 einseitig oder zweiseitig oder auf dem gesamten Umfang von einer Aluminium-
oder Kunststoff- oder Papierfolie umgeben werden können. Unter dem Umfang werden die
Vorderseite und die Rückseite der Platte sowie die beiden an den Trägern, z.B. Dachsparren,
anliegenden Seitenflächen verstanden, während die obere und untere Stirnseite der
Platte gemäß Figur 15 offen bleiben. Um die schräg bzw. diagonal verlaufenden Schnittflächen
gegeneinander leichter verschiebbar zu machen, kann man auch diese beiderseitigen,
miteinander in Berührung stehenden Flächen mit einer entsprechenden Folie kaschieren.
[0021] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 15 und 16 ist die Platte 28 mittels
eines diagonalen Schnittes entsprechend der Schnittlinie 31 in zwei Plattenteile 29,
30 aufgeschnitten, und zwar geht der Schnitt auch durch die aufkaschierte Folie 32,
die ihrerseits an den Längsrändern 33, 34 verstärkt ist. Die Platte nach diesem Ausführungsbeispiel
eignet sich besonders zum Einfügen zwischen Dachsparren, wenn diese bei noch nicht
ausgebautem Dachgeschoß frei zugänglich sind. Obwohl sich die Platte 28 zwischen den
Dachsparren durch Klemmwirkung selbst hält, kann man die verstärkten Randstreifen
33, 34 mittels Klammern o. dgl. an den Dachsparren befestigen. Die aufkaschierte Folie
kann entlang der Schnittlinie mit einem Klebeband überklebt werden, wie durch strichpunktierte
Linien 35 angedeutet ist. Es empfiehlt sich auch, ein Klebeband jeweils an den waagerechten
Fugen anzubringen, also an den Stellen, an denen die einzelnen übereinander angesetzten
Platten zusammentreffen.
[0022] Figur 19 veranschaulicht noch besondere wichtige Einsatzmöglichkeiten für die erfindungsgemäße
Platte. Wenn zum Beispiel das Dachgeschoß 46 eines Gebäudes bereits ausgebaut ist,
was durch die Deckenkonstruktion 47 angedeutet sein soll, so genügt es in aller Regel,
nur eine oder evtl. zwei Reihen von Dachpfannen 48 abzunehmen. Sodann kann man die
Plattenteile der nacheinander eingefügten Platten 50, 51 'und 52 in Richtung des Pfeiles
49 einschieben und wie erläutert durch Druck von oben in Klemmstellung bringen. Das
gleiche gilt sinngemäß auch für die Isolierung mit Platten 53 und 54, wobei man die
letzteren gegebenenfalls nach Abnehmen einer Reihe von Dachpfannen 55 von oben in
Richtung des Pfeiles 56 in den Zwischenraum zwischen den Wandteilen 57 und 58 einschieben
kann.
[0023] In vielen Fällen, insbesondere beim nachträglichen Isolieren von Altbauten, ist es
auch möglich, den kleinen dreieckigen oder anders ausgestalteten Dachraum oberhalb
der Deckenkonstruktion 47 in Figur 19 zu betreten und, da die Dachsparren hier frei
zugänglich sind, von diesem Raum aus die erfindungsgemäßen Platten in die Hohlräume
über der Deckenkonstruktion 47 einzuschieben, ohne daß man irgendwelche Dachpfannen
abzunehmen braucht.
[0024] Bei den oben erläuterten Ausführungsbeispielen der erfindungsgemäßen Platte gemäß
Figur 1 bis 18 sind die Schnitte senkrecht zu den einander gegenüberliegenden großen
Oberflächen der Platten ausgeführt. Diese Platten eignen sich besonders für den Einsatz
in all den Fällen, in denen es auf die Klemmwirkung zwischen Trägern und demgemäß
auf das Selbsthalten ankommt. In all diesen Fällen ist ferner der Vorteil gegeben,
daß die Dicke der Isolierung überall gleich bleibt.
[0025] In manchen Fällen erfolgt der Einsatz der Platten an Stellen eines Gebäudes, zum
Beispiel oberhalb einer Decke oder Verschalung, so daß die Platten von der Decke oder
Verschalung getragen werden. Hier kommt es dann nicht so sehr darauf an, die oben
erläuterte-Klemmwirkung zum Selbsttragen heranzuziehen, vielmehr steht hier im Vordergrund,
die Dicke der gewünschten Isolierung nach Wunsch und nach den Gegebenheiten in einem
gewissen Bereich variieren zu können, was wiederum durch Verschieben der jeweils einander
zugehörigen Plattenteile erfolgen kann. In diesen letztgenannten Fällen ist es zweckmäßig,
die Schnitte senkrecht zu den einander gegenüberliegenden schmalen Stirnflächen verlaufen
zu lassen.
[0026] Figur 20 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer solchen Platte 59, bestehend aus zwei
Plattenteilen 60 und 61, wobei der Schnitt entsprechend den Diagonallinien 64 und
65 so ausgeführt ist, daß er senkrecht zu den einander gegenüberliegenden schmalen
Stirnflächen verläuft, die Stirnflächen 62, 63 also Dreiecksform erhalten.
[0027] Figur 21 zeigt den Einsatz einer solchen Platte gemäß Figur 20 auf einer Decke 66,
die im wesentlichen waagerecht verlaufen kann, und zwischen zwei senkrecht zur Bildebene
verlaufenden Trägern 67, 68, die zum Beispiel als Holzbalken ausgebildet sind. Bei
diesem Ausführungsbeispiel ergibt sich der wesentliche Vorteil, daß die in Stirnansicht
dreieckigen Plattenteile 60, 61 so gegeneinander verschoben werden können, daß sie
in jedem Falle dicht bis an die Träger 67, 68 gedrückt werden können und auf einfache
Weise vermieden wird, daß irgendwelche Hohlräume, Spalten oder Lücken zwischen der
Isolierung einserseits und den Trägern, gegebenenfalls auch der Decke andererseits
entstehen.
[0028] Figur 22 veranschaulicht in Perspektive noch ein anderes Ausführungsbeispiel einer
Platte, wobei der Schnitt 69 derart vorgesehen ist, daß ein Plattenteil 70 in Stirnansicht
Dreiecksform und ein weiteres Plattenteil 71 in Stirnansicht Trapezform aufweist.
[0029] Bei einer anderen Variante gemäß Figur 23 sind zwei Schnitte 72 und 73 derart vorgesehen,
daß zwei äußere Plattenteile 74, 75 in Stirnansicht Dreiecksform und das dazwischenliegende
Plattenteil 76 in Stirnansicht Trapezform aufweisen.
[0030] Es sei hier ausdrücklich bemerkt, daß je nach Anwendungsfall die oben.erläuterten
Ausführungsbeispiele der Platten auch miteinander kombiniert werden können.
1. Platte aus Dämmstoffen, insbesondere Mineralfasern, welche zur Wärme- und/oder
Schallisolierung von Gebäuden und zum Anbringen an Trägern, insbesondere zum Einfügen
zwischen Dachsparren, bestimmt ist,
gekennzeichnet durch
einen oder mehrere schräge verlaufende durchgehende Schnitte, derart, daß die so gebildeten
Plattenteile beim Anbringen gegeneinander verschiebbar sind.
2. Platte nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Diagonalschnitt vorgesehen ist, so daß die Plattenteile in Ansicht Dreiecksform
aufweisen.
3. Platte nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein derart schräg verlaufender Schnitt vorgesehen ist, daß die Plattenteile in
Ansicht Trapezform aufweisen.
4. Platte nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schnitte senkrecht zu den einander gegenüberliegenden großen Oberflächen verlaufen.
5. Platte nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schnitte senkrecht zu den einander gegenüberliegenden schmalen Stirnflächen
verlaufen.
6. Platte nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Schnitt derart vorgesehen ist, daß ein Plattenteil in Stirnansicht Dreiecksform
und ein weiteres Plattenteil in Stirnansicht Trapezform aufweist.
7. Platte nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Schnitte derart vorgesehen sind, daß zwei äußere Plattenteile in Stirnansicht
Dreiecksform und das dazwischenliegende Plattenteil in Stirnansicht Trapezform aufweisen.
8. Platte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
ein- oder mehrseitige Kaschierung mit einer Kunststoff- oder Aluminiumfolie, wobei
die Folie ebenfalls geschnitten ist.