[0001] Die Erfindung betrifft einen Verdampfer, insbesondere für Klimaanlagen von Kraftfahrzeugen,
mit einem Verdampferblock mit mehreren Verdampferrohren und einer Zuführvorrichtung
für das Kältemittel, welche aus einem Expansionsventil und einem den Kältemittelstrom
aufteilenden Strömungsverteiler besteht, wobei die Verbindungsleitung zwischen dem
Expansionsventil und dem Strömungsverteiler mindestens teilweise gebogen oder gewunden
ist.
[0002] Derartige Verdampfer sind im Prinzip bekannt. Sie umfassen ein thermostatisch gesteuertes
Expansionsventil, dem das Kältemittel zugeführt wird. Hinter dem Expansionsventil
ist ein Strömungsverteiler angeordnet, der den Kältemittelstrom gleichmäßig auf verschiedene
Verdampferrohrstränge aufteilt. Die eigentliche Verdampfung findet dann in dem Verdampferblock
statt.
[0003] Die Wärmeaustauschfläche eines derartigen Verdampferblocks wird allerdings nur dann
optimal ausgenutzt, wenn das Kältemittel am Ende aller parallelen
Verdampferstränge vollständig verdampft und um einen in allen Strängen gleich großen
Betrag überhitzt ist. Diese Uberhitzung wird als Regelgröße für die
Füllungsregelung durch ein oder mehrere thermostatische Expansionsventile verwendet.
[0004] Der Strömungsverteiler ist andererseits so ausgebildet, daß er den Kältemittelstrom
gleichmäßig auf die verschiedenen Verdampferrohrstränge aufteilt. Bei einer gebräuchlingen
Ausführungsform wird ein Venturi-Verteiler verwendet, der den Kältemittelstrom Kreissegmenten
entsprechend aufteilt (US-PS 28 03 116). Um eine gleichmäßige Beaufschlagung der verschiedenen
Verdampferrohrstränge mit Kältemittel zu gewährleisten, ist es daher erforderlich,
daß vor dem Strömungsverteiler eine homogene Naßdampfströmung herrscht. Bei unsymmetrischer
Strömung werden die Verdampferrohrstränge verschieden stark mit Kältemittel beaufschlagt,
was den Wirkungsgrad des Verdampfers verschlechtert und unter Umständen auch zu einer
nicht befriedigenden Füllungsregelung durch die thermostatischen Expansionsventile
führt.
[0005] Zur Erzielung einer gleichmäßigen Kältemittelströmung vor dem Strömungsverteiler
ist es daher erforderlich, vor diesem längere Beruhigungsstrecken vorzusehen. Als
besonders günstig haben sich senkrecht steigend oder fallend ausgeführte Beruhigungsstrecken
herausgestellt.
[0006] Bei beengten Einbauverhältnissen, beispielsweise in Kraftfahrzeugen, ist es jedoch
nicht möglich, derartige Beruhigungsstrecken zu verwirklichen. Auch ist es in diesem
Fall aufgrund von Abdichtproblemen an den Verdampfergehäusen nicht möglich, den Strömungsverteiler
unmittelbar hinter dem Expansionsventil einzubauen, wodurch sich eine wenigstens einigermaßen
befriedigende Aufteilung des Kältemittelsstrom erzielen ließe. Vielmehr ist es häufig
erforderlich, gebogene oder räumlich gewundene Verbindungsleitungen zwischen dem Expansionsventil
und dem Strömungsverteiler zu verwenden. Unter diesen Bedingungen kommt es wegen der
unterschiedlichen Trägheit von Kältemitteldampf und Kältemittelflüssigkeit zur Trennung
der beiden Phasen und zur Ausbildung von Drallströmungen. Da diese unsymmetrischen
Drallströmungen nun durch den Strömungsverteiler in Kreissegmente aufgeteilt werden,
wird ein Teil der Verdampferrohrstränge mit Kältemittelflüssigkeit überflutet, während
andere Stränge Überwiegend mit Gas gefüllt sind und am Wärmeaustausch nur wenig teilnehmen.
Der Wirkungsgrad des Verdampfers verschlechtert sich damit entscheidend. Außerdem
wird die Verdampferleistung, wie bereits ausgeführt, durch die Regeleigenschaften
thermostatischer Expansionsventile vermindert.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Verdampfer der eingangs genannten Art so auszubilden,
daß die Verbindungsleitung zwischen Expansionsventil und Strömungsverteiler mindestens
teilweise gebogen oder gewunden sein kann und daß dennoch vor dem Strömungsverteiler
eine homogene Naßdampfströmung vorliegt.
[0008] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß bei einem Verdampfer der eingangs genannten
Art unmittelbar vor dem Strömun
gsver- teiler im Kältemittelstrom ein Verwirbelungselement angeordnet ist, dessen Strömungsquerschnitt
sich in Richtung des Kältemittelflusses sprunghaft erweitert. Durch die Erweiterung
des Strömungsquerschnittes wird ein Zerplatzen der aus Kältemitteldampf und Kältemittelflüssigkeit
bestehenden Zweiphasenströmung erreicht, so daß diese beiden Phasen verwirbelt werden.
Dies wird zu einem homogenen Gemisch und daher zu einer homogenen Naßdampfströmung.
Wenn der Strömungsverteiler nun diese homogene Naßdampfströmung in verschiedene Kreissegmente
aufteilt, so ist gewährleistet, daß jeder Verdampferrohrstrang mit Gemisch gleicher
Eigenschaften beaufschlagt wird. Dadurch verbessert sich der Wirkungsgrad und auch
die Regelung des
Ver- dampfers.
[0009] Der Eintritt der Naßdampfströmung in das auf geringfügig niedrigerem Druckniveau
stehende Verwirbelungselement und damit die Verwirbelung verläuft adiabat, d.h. ohne
Wärmezufuhr aus der Umgebung. Die Verdampferleistung wird also durch den Einbau eines
erfindungsgemäßen Verwirbelungselements nicht beschnitten. Außerdem kann davon ausgegangen
werden, daß der geringe Druckabfall in dem Verwirbelungselement die Funktion und Leistungsfähigkeit
der bisher schon verwendeten Expansionsventile nicht beeinträchtigt. Schließlich müssen
auch an die Fertigungsqualität - abgesehen von den bei Kälteanlagen üblichen Forderungen
nach Druckfestigkeit, Dichtheit und Reinheit - keine besonderen Ansprüche gestellt
werden, so daß der erfindungsgemäße Verdampfer mit nicht wesentlich höheren Kosten
wie die bekannten Verdampfer hergestellt werden kann.
[0010] Vorteilhaft ist es, das Verwirbelungselement als eine zylinderförmige Wirbelzelle
auszu-bilden, deren Durchmesser d
w größer ist als der Durchmesser d der Eintrittsöffnung für den Kältemittelstrom. Eine
derartige Wirbelzelle kann mit geringem Bauteil- und Montageaufwand hergestellt werden.
Als günstig hat es sich hierbei erwiesen, wenn das Verhältnis der Durchmesser d
E/d
W mindestens 1/2 und höchstens 2/3 beträgt.
[0011] Vorteilhaft kann die Eintrittsöffnung für den Kältemittelstrom auf dem Zylindermantel
der Wirbelzelle angeordnet sein. Das Zerplatzen der Zweiphasenströmung bzw. die Verwirbelung
von Kältemitteldampf und Kältemittelflüssigkeit wird hierbei zusätzlich durch.das
Aufprallen der Flüssigkeitsteilchen auf die der Eintrittsöffnung gegenüberliegende
Zylinderwand unterstützt.
[0012] Der Strömungsverteiler kann direkt auf eine öffnung der Wirbelzelle aufgesetzt sein.
Dadurch ist keine zusätzliche Verbindungsleitung zwischen der Wirbelzelle und dem
Strömungsverteiler nötig. Zweckmäßig ist die öffnung für den Strömungsverteiler ebenfalls
auf dem Zylindermantel der Wirbelzelle angeordnet.
[0013] Das Verwirbelungselement kann auch anders aufgebaut sein. Möglich ist es zum Beispiel,
wenn es aus einem Bauteil mit sich zunächst in Strömungsrichtung verjüngendem Querschnitt
besteht. Nach dieser Verjüngung kann es sich in Strömungsrichtung wieder erweitern,
wodurch die bereits erwähnte Verwirbelung und damit eine homogene Naßdampfströmung
erzielt wird. Da zunächst eine Verjüngung vorgenommen wird, kann dieses Bauteil in
einRohr oder zwischen zwei Rohre ei baut werden, die durchgehend konstanten Durchmesser
besitzen können. Eine Querschnittsveränderung dieser Rohre ist also nicht erforderlich.
[0014] Es ist auch möglich, ein sich im Querschnitt ausschließlich in Strömungsrichtung
verjüngendes Bauteil im Inneren eines oder mehrerer Rohre zu befestigen, wobei die
Erweiterung des Strömungsquerschnitts durch die in das Rohr mündende verjüngte Stelle
dieses Bauteils gebildet wird. Das Bauteil wird hierbei konstruktiv sehr einfach und
kann dennoch in Rohre gleichbleibenden Querschnitts eingebaut werden. Zweckmäßig ist
es insbesondere, dieses Bauteil mit einem auf seinem Umfang verlaufenden Kragen zu
versehen, der an den Endstücken zweier Rohre anliegt. Zur weiteren Abdichtung kann
eines dieser Rohre überdies mit einer Schürze versehen sein, die den Kragen übergreift.
[0015] In der einfachsten Ausführung kann das Verwirbelungselement auch einfach aus einer
Blende bestehen. Diese Blende kann in ähnlicher Weise wie der Kragen des erwähnten
Bauteils zwischen den Enden zweier Rohre befestigt werden.
[0016] Eine weitere Anwendungsmöglichkeit der Erfindung liegt bei Verdampfern vor, bei denen
die Kältemittelanschlüsse auf einer bestimmten Verdampferseite liegen müssen. Da die
Saugleitungen, also die Leitungen zur Abführung des Kältemitteldampfes, auf der anderen
Seite des Verdampfers liegen, ergibt sich, daß auf jeden Verdampferstrang immer eine
ungerade Rohrzahl entfällt. Häufig kommt es nun vor, daß die Anzahl der Verdampferstränge,
also die Anzahl der Kältemitteleinspritzungen, gerade ist, wodurch eine gerade Anzahl
von Rohren im Verdampferblock benötigt wird, da die gerade Zahl der Verdampferstränge
multipliziert mit der ungeraden Zahl der Rohre pro Strang wiederum eine gerade Zahl
ergibt. Die Verdampferblöcke sind jedoch häufig so ausgeführt, daß sie eine ungerade
Rohrzahl enthalten. In diesem Fall bleibt ein Leerrohr übrig.
[0017] Ein Beispiel soll dies erläutern: Ein Verdampferblock umfasse 9 Rohre in der Breite
und 5- Rohre in der Tiefe, insgesamt also 45 Rohre. Die Kältemitteleinspritzung sei
4-fach ausgelegt, wodurch sich vier Verdampferstränge ergeben. Auf jeden dieser Verdampferstränge
entfallen nun 11 Rohre, so daß 4 x 11 = 44 Rohre benötigt werden. Das 45. Rohr bleibt
als Leerrohr übrig.
[0018] Aufgrund der hohen Gasgeschwindigkeiten und den damit verbundenen hohen Druckverlusten
kann die Saugleitung zum Kompressor, die den Kältemitteldampf wieder abführt, nicht
durch das Leerrohr im Verdampfer auf die Anschlußseite des Verdampfers geführt werden.
Mit der Erfindung ist es jedoch möglich, dieses Leerrohr als Verbindungsleitung zwischen
Expansionsventil und Strömungsverteiler zu benutzen. Das Expansionsventil befindet
sich also auf der der Anschlußseite abgewandten Seite des Verdampferblocks, wobei
das Leerrohr dieses Expansionsventil mit der Anschlußseite verbindet. Auf der Anschlußseite
ist dann ein erfindungsgemäßes Verwirbelungselement angeordnet, das für eine homogene
Naßdampfströmung vor dem Strömungsverteiler sorgt. Die Verdampferleistung wird hierdurch
nicht beschnitten.
[0019] Mit dieser Ausführung wird nicht nur das Leerrohr im Verdampferblock ausgenutzt,
vielmehr wird zugleich auch die Führung einer Verdampferanschlußleitung um den Verdampferblock
herum vermieden, was insbesondere bei beengten Platzverhältnissen schwierig oder gar
nicht zu verwirklichen ist.
[0020] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
sowie aus der Beschreibung zur Zeichnung, in der verschiedene Ausführungsformen der
Erfindung dargestellt sind. Es zeigen:
Fig. 1 die Anordnung eines Verdampfers mit einer zur Erzielung einer homogenen Naßdampfströmung
dem Strömungsverteiler vorgeschalteten Beruhigungsstrecke, wie sie jedoch unter beengten
Einbauverhältnissen nicht realisiert werden kann,
Fig. 2 eine andere Anordnung eines Verdampfers, die jedoch aufgrund von Abdichtproblemen
am Verdampfergehäuse ebenfalls nicht zweckmäßig ist,
Fig. 3 eine dem Stand der Technik entsprechende Anordnung des Verdampfers mit gebogener
und/oder gewundener Verbindungsleitung zwischen dem Expansionsventil und dem Strömungsverteiler,
Fig. 4 vergrößerte Querschnitte durch die Verbindungsleibis 6 tung zwischen Expansionsventil und Strömungsverteiler nach Fig. 3 gemäß den Bezugslinien IV-IV, V-V
und VI-VI,
Fig. 7 die prinzipielle Anordnung eines erfindungsgemäßen Verdampfers,
Fig. 8 einen Schnitt durch ein als Wirbelzelle ausgebildetes erfindungsgemäßes Verwirbelungselement,
Fig. 9 einen Querschnitt durch die Darstellung der Fig. 8 entlang der Bezugslinie
IX-IX,
Fig.10 den Schnitt durch eine andere Ausführungsform des Verwirbelungselementes,
Fig.11 den Schnitt durch eine dritte Ausführungsform des Verwirbelungselementes und
Fig.12 die schematische Ansicht einer Anwendung des erfindungsgemäßen Verwirbelungselementes
bei einem Verdampfer mit ungerader Rohrzahl und gerader Zahl der Verdampferstränge.
[0021] In Fig. 1 ist mit 1 ein Expansionsventil bezeichnet. In dieses Expansionsventil tritt
in Richtung des Pfeiles A der Kältemittelstrom ein. Bei dem Expansionsventil handelt
es sich um ein thermostatisches Expansionsventil, bei dem die Überhitzung des Kältemitteldampfes
in den Verdampferrohren als Regelgröße für die Füllungsregelung verwendet wird. Über
eine Beruhigungsstrecke 2 ist dieses Expansionsventil mit einem Strömungsverteiler
3 verbunden, der den Kältemittelstrom symmetrisch aufteilt. Insbesondere findet hier
ein Strömungsverteiler Verwendung, der den Kühlmittelstrom in Kreissegmente aufteilt.
Ein solcher Strömungsverteiler ist beispielsweise der aus der US-PS 28 03 116 bekannte
Venturi-Verteiler. Die Beruhigungsstrecke 2 erfüllt in diesem Fall die Aufgabe, vor
dem Strömungsverteiler 3 für eine homogene Naßdampfströmung oder eine zentrische Ringströmung
zu sorgen, so daß jedem der Verdampferstränge von dem Strömungsverteiler 3 ein Kältemittelstrom
von gleichen Eigenschaften zugeteilt wird.
[0022] Die Ausgänge des Strömungsverteilers 3 sind mit dem Verdampferblock 4 verbunden.
Dieser Verdampferblock weist eine Reihe von Verdampferrohren auf. Jeweils mehrere
dieser Verdampferrohre sind zu einem Verdampferrohrstrang zusammengefaßt, so daß jeder
der von dem Strömungsverteiler 3 ausgehenden Kälte mittelteilströme mehrfach den Verdampferblock
4 durchströmt. Ziel ist es, daß am Ende aller Verdampferstränge das Kältemittel vollständig
verdampft und um einen, in allen Strängen gleich großen Betrag überhitzt ist. Diese
Überhitzung wird dann wieder als Regelgröße für die Füllungsregelung durch das Expansionsventil
1 verwendet. Anschließend verläßt der Kältemitteldampf in- Richtung des Pfeiles B
den Verdampferblock und wird in hier nicht gezeigter Weise über eine Saugleitung dem
Kompressor zugeführt.
[0023] Es ist ersichtlich, daß eine gleichmäßige Verdampfung und Überhitzung des Kältemittels
im Verdampferblock nur dann gewährleistet ist, wenn vor dem Strömungsverteiler 3 eine
homogene Naßdampfströmung oder - im Fall der Aufteilung in Kreissegmente - eine zentrische
Ringströmung vorliegt. Diese Aufgabe wird bei der Anordnung der Fig. 1 von der Beruhigungsstrecke
2 übernommen. Bei beengten Einbauverhältnissen, beispielsweise in Kraftfahrzeugen,
ist es jedoch nicht möglich, eine derartige Beruhigungsstrecke, die im praktischen
Anwendungsfall nicht - wie hier gezeigt - waagrecht, sondern senkrecht steigend oder
fallend ausgeführt wird, zu verwirklichen. Es muß daher nach anderen Lösungen gesucht
werden.
[0024] Eine ähnliche Anordnung wie die Fig. 1 zeigt die Fig. 2. Hier wurde angesichts der
Tatsache, daß hinter dem Expansionsventil 1 ebenfalls eine zumindestens annähernd
homogene Naßdampfströmun
g herrscht, auf eine Beruhigungsstrecke verzichtet. Eine derartige Anordnung ist jedoch
aufgrund von Abdichtproblemen an den Verdampfergehäusen im praktischen Anwendungsfall
ebenfalls nicht möglich.
[0025] Eine dem Stand der Technik entsprechende Anordnung des Verdampfers bei beengten Einbauverhältnissen
zeigt die
Fig. 3. Hierbei tritt das Kältemittel in Richtung des Pfeiles A in das Expansionsventil
1 und wird von dort über eine mehrfach gebogene oder gewundene Leitung 5 dem Strömungsverteiler
3 zugeführt. Die Leitung 5 kann hierbei nicht mehr die Funktion einer Beruhigungsstrecke
übernehmen, wie aus den Fig. 4 bis 6, die Querschnitte in Richtung der Bezugslinie
IV-IV, V-V und VI-VI der Fig. 3 darstellen, gezeigt ist. Wie aus der Fig. 4 zu erkennen
ist, herrscht unmittelbar hinter dem Expansionsventil 1 noch eine homogene Naßdampfströmung
oder eine zentrische Ringströmung. Beim Passieren der mehrfach gebogenen oder gewundenen
Leitung 15 kommt es jedoch zur Ausbildung von Drallströmungen, welche, wie aus derilg.
5 ersichtlich, eine exzentrische Ringströmung zur Folge haben. Es liegt also kein
über den ganzen Querschnitt homogenes Gemisch von Kältemitteldampf und Kältemittelflüssigkeit
mehr vor. Wird diese exzentrische Ringströmung nun, wie in der Fig. 6 gezeigt, von
dem Strömungsverteiler 3 in Kreissegmente aufgeteilt, so werden die einzelnen Verdampferstränge
nicht mehr gleichmäßig mit Kältemitteldampf bzw. Kältemittelflüssigkeit beaufschlagt.
Zur Verdeutlichung sind die den Kreissegmenten der Fig. 6 entsprechenden Zuleitungen
A bis F zum Verdampferblock auch in der Fig. 3 eingetragen. Hierbei ergibt sich, daß
der mit D bezeichnete Verdampferstrang mit sehr viel
Naßdampf beaufschlagt wird, während die anderen Verdampferstränge entsprechend weniger
Naßdampf erhalten. Am wenigstens
Naßdampf erhält bei der gezeigten Anordnung der Verdampferstrang A. Die Aufteilung
in Naßdampf bzw. Gas ist in der Fig. 3 am Beispiel des Verdampferstrangs A gezeigt.
Der Naßdampf ist hierbei mit 6 und das Gas mit 7 bezeichnet.
[0026] Die inhomogene Aufteilung des Kältemittelstroms auf die einzelnen Verdampferrohrstränge
führt zu zwei wesentlichen Nachteilen. Zum einen verschlechtert sich der Wirkungsgrad
des Verdampfers. Andererseits ist der Kältemitteldampf beim Verlassen der Verdampferrohrstränge
jedoch auch nicht gleichmäßig überhitzt, was zu einer nicht befriedigenden Regelung
des thermostatischen Expansionsventils 1 führt.
[0027] Die Erfindung schlägt daher vor, unmittelbar vor dem Strömungsverteiler ein Verwirbelungselement
mit sich aufweitendem Strömungsquerschnitt anzuordnen. Eine äerartige Anordnung ist
im Prinzip in der Fig. 7 gezeigt. Die Bezugszeichen der vorhergehenden Figuren wurden
dabei beibehalten. Die Querschnittserweiterung des vor dem Strömungsverteilers 3 angeordneten
Verwirbelungselements 8 führt dabei zu einer heftigen Verwirbelung von Kältemitteldampf
und Kältemittelflüssigkeit und daher zu einem homogenen Gemisch. Der Strömungsverteiler
kann die Kältemittelströmung nun in gleichartige Kältemittelteilströme, die den einzelnen
Verdampferrohrsträngen zugeführt werden, aufteilen. Die Verdampfung und Überhitzung
geschieht daher in allen Verdampferrohrsträngen gleichmäßig, wodurch ein erhöhter
Wirkungsgrad des Verdampfers und zugleich eine bessere Regelung des Expansionsventils
gegeben sind. Der Eintritt der Naßdampfströmung in die auf geringfügig niedrigerem
Druckniveau stehende Ver
- wirbelungszelle und diedamit verbundene Wirbelung verläuft adiabat, d.h. ohne Wärme-zufuhr
aus der Umgebung; die Verdampferleistung wird daher durch den Einbau eines derartigen
Verwirbelungselementes nicht beschnitten. Der geringe Druckabfall in dem Verwirbelungselement
beeinträchtigt zugleich die Funktion und Leistungsfähigkeit der bisher schon verwendeten
Expansionsventile nicht.
[0028] Ein Ausführungsbeispiel für das in Fig. 7 nur schematisch angedeutete Verwirbelungselement
8 ist in der Fig. 8 gezeigt. Das Verwirbelungselement ist hierbei als zylinderförmige
Wirbelzelle 9 ausgeführt. Auf den Zylindermantel 10 dieser Wirbelzelle 9 ist eine
Eintrittsöffnung 11 für den Kältemittelstrom angeordnet. Der Durchmesser dp dieser
Eintrittsöffnung 11 ist kleiner gewählt als der Durchmesser d der Wirbelzelle 9, wobei
das Verhältnis d
E/d
W vorzugsweise zwischen 1/2 und 2/3 liegt. Hierdurch wird eine Erweiterung des Strömungsquerschnittes
erreicht, was zu einem Zerplatzen der aus Kältemitteldampf und Kältemittelflüssigkeit
bestehenden Zweiphasenströmung und daher zu einer heftigen Verwirbelung bzw. zur Bildung
eines homogenen Gemisches führt. Da die Eintrittsöffnung 11 auf dem Zylindermantel
angeordnet ist, trifft die Zweiphasenströmung zusätzlich auf die der Eintrittsöffnung
gegenüberliegende Behälterwand, was die Verwirbelung weiter begünstigt. An die
Fertigungsqualität dieser Wirbelzelle müssen keine besonderen Ansprüche gestellt werden,
abgesehen von den bei Kälteanlagen üblichen Forderungen, wie Druckfestigkeit, Dichtheit
und Reinheit.
[0029] Ebenfalls auf dem Zylindermantel 1
0 angeordnet ist die Auslaßöffnung 12. Der zwischen der Eintrittsöffnung 11 und der
Austrittsöffnung 12 wirksame Abstand L beträgt dabei vorzugsweise 25 bis 35 mm. Um
eine einfache Bauweise zu erzielen, ist in die Austrittsöffnung 12 direkt der hier
als Bauteil gezeigte Strömungsverteiler 13 eingesetzt. Der Bauteil- und Montageaufwand
wird hierdurch weiter reduziert und verbilligt die Herstellung eines erfindungsgemäßen
Verdampfers.
[0030] Den Querschnitt in Richtung der Bezugslinie IX-IX der Fig. 8 zeigt die Fig. 9. Hier
ist der auf die Eintrittsöffnung 11 aufgesetzte Einlaßstutzen 14 zu erkennen. Dieser
Einlaßstutzen 14 kann an sich beliebig auf dem Zylindermantel 10 angeordnet sein,
wie durch den Winkel<, der zwischen O und 360° liegen kann, angedeutet ist. Die Einlaßöffnung
kann damit den jeweiligen Einbauverhältnissen angepaßt werden.
[0031] Eine andere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verwirbelungselements ist in
der Fig. 10 dargestellt. Hier ist ein mit sich in Strömungsrichtung verjüngenden Querschnitt
versehenes Bauteil 15 vorgesehen. Mit dieser Ausgestaltung wird erreicht, daß das
Verwirbelungselement auch im Inneren von Rohren 16 und 17 angeordnet werden kann, ohne
daß sich der Querschnitt dieser Rohre verändern muß.
[0032] Zur Befestigung des Bauteils 15. an den Rohren 16 und 17 ist dieses mit einem auf
seinem Umfang verlaufenden Kragen 18 versehen, der an den Endstücken der Rohre 16
und 17 anliegt. Dadurch ist die Möglichkeit einer einfachen Befestigung gegeben. Das
Rohr 16 besitzt überdies eine Schürze 19, die den Kragen 18 übergreift und damit für
eine einfache und zuverlässige Abdichtung sorgt.
[0033] Die Ausführungsform gemäß der Fig. 10 läßt sich sogar noch weiter vereinfachen. Eine
solche Ausführungsform ist in der Fig. 11 gezeigt. Hier besteht das Verwirbelungselement
lediglich aus einer Blende 20, welche an den Rohren 16 und 17 in ähnlicher Weise befestigt
ist, wie das Bauteil 15 gemäß Fig. 10.
[0034] Eine spezielle Anwendung der Erfindung ist schließlich noch in der Fig. 12 gezeigt.
Bekanntlich tritt des öfteren der Fall auf, daß ein Verdampferblock mit einer ungeraden
Anzahl von Rohren ausgerüstet ist, während die Zahl der Verdampferrohrstränge und
damit auch die Zahl der erforderlichen Rohre gerade ist. In diesem Fall bleibt ein
Leerrohr im Verdampferblock übrig. Dieses Leerrohr kann wegen der hohen Gasgeschwindigkeiten
und den damit verbundenen hohen Druckverlusten nicht als Saugleitung zum Kompressor
verwendet werden. Durch die Erfindung ist es jedoch möglich, dieses Leerrohr als Verbindungsleitung
zwischen dem Expansionsventil und dem Strömungsverteiler zu verwenden. Eine gesonderte
und manchmal schwierig oder gar nicht unterzubringende Verdampferanschlußleitung um
den Verdampferblock herum entfällt damit.
[0035] Gemäß der schematischen Darstellung der Fig. 12 strömt das Kältemittel in Richtung
des Pfeiles A durch das Expansionsventil 1 und wird über eine Verbindungsleitung 21
dem nur gestrichelt gezeichneten Leerrohr 22 zugeführt. Auf der Anschlußseite des
Verdampferblocks 23 mündet dieses Leerrohr 22 in das hier als Wirbelzelle 24 ausgeführte
Verwirbelungselement, wodurch wieder eine homogene Naßdampfströmung hergestellt wird.
Nach Verlassen des auf der Wirbelzelle 24 aufgesetzten Strömungsverteilers 25 werden
die nur schematisch gezeigten Kältemittelteilströme 26abis 26d dann den Verdampferrohrsträngen
zugeführt. Nach Passieren dieser Stränge gelangt der Kältemitteldampf über die Saugleitung
27 in Richtung des Pfeiles B zu dem hier nicht gezeigten Kompressor.
1. Verdampfer, insbesondere für Klimaanlagen von Kraftfahrzeugen, mit einem Verdampferblock
mit mehreren Verdampferrohren und einer Zuführvorrichtung für das Kältemittel, welche
aus einem Expansionsventil und einem den Kältemittelstrom aufteilenden Strömungsverteiler
besteht, wobei die Verbindungsleitung zwischen dem Expansionsventil und dem Strömungsverteiler
mindestens teilweise gebogen oder gewunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar
vor dem Strömungsverteiler (3) im Kältemittelstrom ein Verwirbelungselement (8) angeordnet
ist, dessen Strömungsquerschnitt sich in Richtung des Kältemittelflusses sprunghaft
erweitert.
2. Verdampfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verwirbelungselement
eine zylinderförmige Wirbelzelle (9) ist, deren Durchmesser (dW) größer ist als der Durchmesser (dE) der Eintrittsöffnung (11) für den Kältemittelstrom.
3. Verdampfer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Durchmesser
(dE/dW) mindestens 1/2 und höchstens 2/3 beträgt.
4. Verdampfer nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Eintrittsöffnung
(11) auf dem Zylindermantel (10) der Wirbelzelle (9) angeordnet ist.
5. Verdampfer nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Strömungsverteiler (13) direkt auf eine öffnung (12) der Wirbelzelle (9) aufgesetzt
ist.
6. Verdampfer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die öffnung (12) für den
Strömungsverteiler (13) auf dem Zylindermantel (10) der Wirbelzelle (9) angeordnet
ist.
7. Verdampfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verwirbelungselement
aus einem Bauteil (15) mit sich zunächst in Strömungsrichtung verjüngendem Querschnitt
besteht.
8. Verdampfer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Bauteil (15) im Inneren
eines oder zwischen zwei Rohren (16, 17) befestigt ist, wobei die Erweiterung des
Strömungsquerschnitts durch die in eines dieser Rohre (17) mündende verjüngte Stelle
dieses Bauteils (15) gebildet wird.
9. Verdampfer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Bauteil (15) mit einem
auf seinem Umfang verlaufenden Kragen (18) versehen ist, der an den Endstücken zweier
Rohre (16, 17) eingespannt ist.
10. Verdampfer nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß eines (16) der Rohre mit
einem erweiterten Endteil (19) versehen ist, das den Kragen (18) übergreift.
11. Verdampfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verwirbelungselement
aus einer Blende (20) besteht.
12. Verdampfer nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Blende (20) an den
Endstücken zweier Rohre (16, 17) anliegt.
13. Verdampfer nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß eines (16) der Rohre
mit einem erweiterten Endteil (19) versehen ist, der den Rand der Blende (20) übergreift.
14. Verdampfer nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindung zwischen dem Expansionsventil (1) und dem Verwirbelungselement
(24) durch eines der Rohre (22) des Verdampferblockes (23) geführt ist.