(19)
(11) EP 0 136 283 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
03.04.1985  Patentblatt  1985/14

(21) Anmeldenummer: 84890164.1

(22) Anmeldetag:  31.08.1984
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4E04C 5/06
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE FR GB IT LI NL

(30) Priorität: 01.09.1983 AT 3128/83

(71) Anmelder: BEST - Baueisen- und Stahl-Bearbeitungsgesellschaft m.b.H.
A-4053 Haid Oberösterreich (AT)

(72) Erfinder:
  • Oroschakoff, Georgi, Dipl.-Ing.
    A-1190 Wien XIX (AT)

(74) Vertreter: Krause, Ernst, Dipl.-Ing. et al
Krause, Ernst, Dipl.-Ing. Casati, Wilhelm, Dipl.-Ing P.O. Box 234 Amerlingstrasse 8
1061 Wien VI
1061 Wien VI (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Bewehrung für Stahlbetonkonstruktionen


    (57) 57 Diese Bewehrung für Stahlbetonkonstruktionen, insbesondere eine Korbbewehrung für stabförmige, wie Stützen, Träger, Pfähle u. dgl., und ebene, flächenartige Bauteile, wie Wände, Decken u. dgl., besteht aus mindestens einem Paar von ebenen und/oder winkelförmigen und/oder gekrümmten Bügelelementen (E1), die an den Enden ihrer Bügel (1) Umbiegungen aufweisen.
    Um aus solchen Bügelelementen Bewehrungen beliebiger Konfiguration in werkstattmässiger Fertigung, unter Erzielung einer Stapelbarkeit, sowie mit leichtem Zusammenbau, unter untrennbarer Verbindung ihrer einzelnen Elemente, herstellen zu können, ist an den Umbiegungen mindestens ein Verbindungsstab (2) von innen oder aussen im Abstand (Y1, Zl) vom Ende der Umbiegung angesetzt, wobei gilt: Y1 (bzw. Zl) ≅ D + 2.01; darin bedeuten D den Durchmesser des Biegedornes für die Umbiegung und ∅1 den Stabdurchmesser des Bügels (1). Nach dem Ineinanderschieben eines solchen Bügelelementes (E1) mit einem anderen Bügelelement ist durch die dann fluchtend liegenden Umbiegungen mindestens ein Einziehstab einschiebbar, wodurch die Bügelelemente einen Bewehrungskorb bilden und miteinander untrennbar und kraftschlüssig verbunden sind.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Bewehrung für Stahlbetonkonstruktionen, insbesondere auf eine Korbbewehrung für stabförmige, wie Stützen, Träger, Pfähle u.dgl., und ebene, flächenartige Bauteile, wie Wände, Decken u. dgl., bestehend aus mindestens einem Paar von ebenen und/ oder winkelförmigen und/oder gekrümmten Bügelelementen, die an den Enden ihrer Bügel Umbiegungen aufweisen.

    [0002] Die Bewehrung für stabförmigeStahlbetonbauteile, wie Träger, Stützen, Pfähle, Schlitzwände u.dgl., besteht nach wie vor aus in Längsrichtung des Bauteiles verlaufenden, tragenden Bewehrungsstäben, welche mit Bügeln zusammengefaßt sind. Bei auf Druck beanspruchten Bauteilen, wie Stützen, verwendet man geschlossene Bügel. Bei auf Biegung beanspruchten Bauteilen, wie Trägern, finden in Feldmitte offene, im Auflagerbereich aber geschlossene Bügel Anwendung.

    [0003] Diese klassische Ausführungsform der Bewehrung für stabförmige Stahlbetonbauteile ist mit einem sehr hohen Arbeitsaufwand verbunden und setzt voraus, daß die Bewehrungskörbe auf der Baustelle, und zwar für Stützen außerhalb, für Träger aber hauptsächlich in der Schalung, gestrickt werden müssen. Die Arbeit wird insbesondere dadurch erschwert, weil die Bewehrungsstäbe von demeinen in das andere benachbarte Feld übergreifen müssen und in den Kreuzungspunkten, Träger mit Träger und Stütze, die Bewehrungsstäbe räumlich in allen drei Richtungen verlaufen, wobei jeder einzelne Bewehrungsstab in den geschlossenen Bewehrungskorb eingeschoben werden muß.

    [0004] Somit kann man die Schwierigkeiten bei der derzeitigen Herstellung von räumlichen Bewehrungskörben in zwei wesentliche Gruppen unterteilen.

    [0005] Man muß erstens aus den verhältnismäßig dünnen Bügeln und den längsverlaufenden Montagestäben räumliche Bewehrungskörbe zusammenstricken. Der große Arbeitsaufwand und das geringe Gewicht der Bewehrungskörbe haben als Folge einen sehr hohen Tonnenpreis.

    [0006] In die teueren Körbe müssen zweitens die tragenden Längsbewehrungsstäbe eingefädelt werden. Diese Bewehrungsstäbe weisen aber oft eine Länge von 5, 6-und mehr m auf. Darüberhinaus müssen sie sich in der Regel über das Auflager hinaus erstrecken. Die obenliegende Bewehrung muß sogar bis zur Hälfte über das Auflager hinauslaufen, welches im Normalfall der Kreuzungspunkt zwischen Träger mit Träger bzw. Stütze ist.

    [0007] Um zumindest das mühevolle Zusammenstricken der Bewehrungskörbe rationalisieren zu können, werden immer mehr Bügelmatten verwendet. Dabei muß man aber mit einer Erhöhung der Transportkosten rechnen, da geschlossene Bügelkörbe aus Matten einerseits nicht stapelbar sind, anderseits geringes Gewicht bei großem Volumen aufweisen.

    [0008] Als Ergebnis hat man an Lohnkosten gespart, a er in etwa gleichem Ausmaß erhöhte Frachtkosten in Kauf zu nehmen. Lösungen für die so umrissenen Probleme werden immer wieder und in aller Welt gesucht. In der Bundesrepublik Deutschland ist z.B. laut DIN 1045 neu eine Reihe von offenen Bügelkörben, insbesondere für Ausführungen in Baustahlgitter, zugelassen. Die Haftung im Beton erfolgt einerseits durch Anschweißen eines oder zweier Längsstäbe am Ende der Bügelkörbe, anderseits durch Abkanten der Bügelkorbenden, sei es nach innen oder nach außen. Diese Ausführungsformen lösen aber die Problematik nicht ganz, weil dadurch nur zum Teil die Stapelbarkeit der Bewehrungskörbe ermöglicht wird, womit Frachtkosten gesenkt werden können, aber das Zusammensetzen der Bewehrungskörbe und das Einfädeln der Längsbewehrung muß nach wie vor auf der Baustelle erfolgen, da nach dem Zusammensetzen die Bewehrungskörbe wiederum nicht stapelbar sind.

    [0009] Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, unter Vermeidung der geschilderten Schwierigkeiten eine Bewehrung der eingangs genannten Art zu schaffen, welche die Möglichkeit einer werkmässigen Fertigung bietet, u.zw. sowohl der Bügel als auch der tragenden Längsbewehrung in Form stapelbarer Elemente, wobei das Zusammensetzen auf der Baustelle, in kaum nennenswerter Zeit, leicht und klaglos durchführbar ist und wobei die untrennbare Verbindung der einzelnen Elemente untereinander kraftschlüssig und voll belastbar gestaltet wird.

    [0010] Gemäß der Erfindung ist diese Bewehrung dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Verbindungsstab von innen oder außen im Abstand (Y1, Y2) vom Ende der Umbiegung angesetzt ist, wobei Y1 (bzw. Z1) ≅ D + 2.01, worin D den Durchmesser des Biegedornes für die Umbiegung und 01 den Stabdurchmesser des Bügels bedeuten, und daß nach Ineinanderschieben der Bügelelemente durch die Umbiegungen mindestens ein Einziehstab einschiebbar ist, wodurch die Bügelelemente einen Bewehrungskorb bilden und miteinander untrennbar und kraftschlüssig verbunden sind.

    [0011] Nach dem Wesen der Erfindung werden also zwei Bügelelemente nebeneinander so angeordnet, daß ihre Umbiegungen fluchten; der Einziehstab wird durch diese, eine öse bildende Umbiegungen eingeschoben, und dann werden die Elemente zueinander so geklappt, bis ihre anderen Umbiegungen ebenfalls fluchten, durch deren von ihnen gebildete öse dann der andere Einziehstab geschoben wird, womit in dieser Montageweise ein räumlicher Bewehrungskorb gebildet wird.

    [0012] Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist, daß mindestens zwei Bügelelemente durch sich ihnen entlang erstreckende Längsbewehrungsstäbe zu einem Teilbewehrungselement zusammengefaßt sind. Solche Teilbewehrungselemente lassen sich leicht in der gewünschten Länge zweckmäßig vorfertigen, platzsparend transportieren und einfach zu Körben vereinen.

    [0013] Zum Zusammenbau einer erfindungsgemäßen Bewehrung wird nach einem weiteren Merkmal der Erfindung so verfahren, daß mindestens ein Paar von Bügel -- elementen bzw. Teilbewehrungselementen mit den Umbiegungen an den einen Enden ihrer Bügel unter Bildung einer Öse vom Durchmesser D fluchtend angeordnet werden, daß dann ein Einziehstab durch diese Öse eingeschoben wird, daß hierauf die Elemente zueinander geklappt werden, bis die Umbiegungen an den anderen Enden ihrer Bügel unter Bildung einer weiteren Öse fluchtend liegen, und daß dann ein weiterer Einziehstab durch diese weitere Öse eingeschoben wird, wobei gegebenenfalls weitere Elemente und Einziehstäbe zwischengeschaltet werden können.

    [0014] In dieser Weise lassen sich Korbbewehrungen beliebig gewünschter Art leicht und rasch zusammenstellen.

    [0015] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung von beispielhaften Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes an Hand der Zeichnungen; es zeigen:

    Fig. 1 ein Bügel--element E 1 in Stirnansicht,

    Fig. 2 dieses in Seitenansicht in Richtung Pfeil 1 der Fig. 1, und

    Fig. 3 dieses in Draufsicht in Richtung Pfeil 2 der Fig. 1,

    Fig. 4 dieses in Seitenansicht und

    Fig. 5 dieses in Draufsicht, jedoch in gegenüber den Fig. 2 und 3 schematischer Darstellung,

    Fig. 6 ein aus solchen Bügelelementen E 1 und den benötigten Längsbewehrungsstäben zusammengesetztes Teilbewehrungselement E 2 in schematischer Seitenansicht, die

    Fig. 7 bis 9 das Zusammensetzen von zwei gleichartigen Elementen E 2 schrittweise zu einem geschlossenen Bewehrungskorb E 3 in Stirnansichten,

    Fig. 10 eine Stirnansicht eines Aussteifungselementes E 4,

    Fig. 11 dieses in Seitenansicht,

    Fig. 12 und 13 das schrittweise Zusammensetzen eines geschlossenen Bewehrungskorbes E 5, bei welchem die Längsbewehrungsstäbe durch Einbau der Elemente E 4 gegen Knicken zusätzlich gesichert sind, in Stirnansichten,

    Fig. 14 ein Bügelelement E 6 in Stirnansicht,

    Fig. 15 dieses in Seitenansicht,

    Fig. 16 ein Teilbewehrungselement E 7 in schematischer Seitenansicht, welches aus den Elementen E 6 und einer Längsbewehrung besteht,

    Fig. 17 das gleiche Element E 7 in Stirnansicht,

    Fig. 18 ein Bügelelement E 8 in Stirnansicht,

    Fig. 19 ein daraus und einer Längsbewehrung zusammengesetztes Teilbewehrungselement E 9 in schematischer Seitenansicht, die

    Fig. 20 bis 23 in Stirnansichten das schrittweise Zusammensetzen der Elemente E 7 und E 9 zu einem offenen Bewehrungskorb E 11 nach Fig. 23,

    Fig. 24 ein Schubbewehrungselement E 10 in Stirnansicht,

    Fig. 25 einen Montagebügel in Seitenansicht, die

    Fig. 26 bis 29 das schrittweise Zusammensetzen eines geschlossenen Bewehrungskorbes E 12 aus den Elementen E 7, E 9 und E 10 in Stirnansichten,

    Fig. 30 den geschlossenen Bewehrungskorb E 12 mit eingebauten Schubbewehrungselementen E 10 in Stirnansicht,

    Fig. 31 einen geschlossenen Bewehrungskorb E 13 mit Plattenanschlußbewehrung in Stirnansicht, die

    Fig. 32 und 33 in Stirnansichten die Teilbewehrungselemente E 15 und E 17, ähnlich den Elementen E 7 in Fig.17, die

    Fig. 34 bis 36 das schrittweise Zusammensetzen der Elemente E 7, E 15 und E 17 zu offenen bzw. auch geschlossenen Bewehrungskörben unterschiedlicher Breite in Stirnansichten,

    Fig. 37 ein Teilbewehrungselement E 20 für Wandbewehrungen in Stirnansicht,

    Fig. 38 dieses in Seitenansicht,

    Fig. 39 ein zusammengesetztes Wandbewehrungselement E 21, welches aus den Elementen E 20 und einer Längsbewehrung besteht, in schematischer Seitenansicht, die

    Fig. 40 bis 43 das schrittweise Zusammensetzen eines Wandbewehrungskorbes E 22 aus den Teilbewehrungselementen E21 und E4 in Stirnansichten,

    Fig. 44 ein Bügelelement E 23 in Halbkreisform in Stirnansicht,

    Fig. 45 dieses in Seitenansicht,

    Fig. 46 eine Stirnansicht des aus den Elementen E 23 und einer Längsbewehrung zusammengesetzten Teilbewehrungselementes E 24,

    Fig. 47 dieses in verkleinerter Draufsicht,

    Fig. 48 eine Seitenansicht eines Unterstellungselementes E 25,

    Fig. 49 dieses in Stirnansicht, und die

    Fig. 50 bis 52 das schrittweise Zusammensetzen eines Bewehrungskorbes E 26 mit kreisförmigem Querschnitt für runde Stützen bzw. Bohrpfähle in Stirnansichten.



    [0016] Das in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Bügelelement E 1 besteht aus einer Reihe von winkelförmig gebogenen, Schenkeln in der Länge Y, Z aufweisenden Bügeln 1, die den Stabdurchmesser 01 haben und an beiden Enden einen mit 180° um einen (nicht dargestellten) Biegedorn vom Durchmesser D gebogenen Haken besitzen, und aus Verbindungsstäben 2, mit denen sie, vorzugsweise durch Schweißen, zum Bügelelement E1 zusammengefaßt sind. Die Verbindungsstäbe 2 sind an der Außenseite der Haken im Abstand Y 1 und Z 1 vom Hakenende angeordnet, um eine nicht lösbare Verbindung mit anderen, auf dem gleichen Prinzip aufgebauten Bügelelementen zu ermöglichen, wobei gilt: Y1 (bzw. Z1) ≅ D + 2.01.

    [0017] Die Abstände Y 1 und Z 1 müssen also zum Durchmesser D des Biegedornes etwas größer sein, um das Einschieben eines Einziehstabes in die nach Ineinanderschieben zweier Bügelelemente E 1 sich ergebende öse zu ermöglichen, wodurch die Bügelelemente E 1 auf Zugbeanspruchung kraftschlüssig und untrennbar verbunden werden.

    [0018] Die Haken an den beiden Enden der Bügel 1 sind vorzugsweise um 180° zu biegen. Der kleinste Biegewinkel aber muß so groß sein, daß bei Ineinanderschieben zweier um 90° zueinander verdrehter Bügelelemente die Hakenenden sich kreuzen.

    [0019] Die Länge X der Bügelelemente E 1 ist konstant und beträgt ein Mehrfaches des Bügelabstandes X 1 (Fig. 2).

    [0020] Diese Ausbildung ist derartig gestaltet, daß sie eine automatisierte Herstellung ermöglicht. Die Verbindungsstäbe 2 sind, vorzugsweise ebenfalls aus Rundstahl bzw. Draht, durch Schweißen mit den Bügeln 1 verbunden. Es sind aber auch andere Verbindungen möglich, wie z.B. Kunststoffstangen und Kupplungen. Wesentlich ist, daß die einzelnen Bügel 1 zu biegesteifen, d.h. formstabilen und in ihrer Ebene nicht verschiebbaren Elementen zusammengefaßt werden und daß die Verbindungsstäbe 2 wie beschrieben angeordnet sind. Die Fig. 4 und 5 sind schematische Darstellungen des Bügelelementes E 1 in Seitenansicht nach Fig. 2 und 3; diese schematischen Darstellungen sind gewählt, um die folgenden Figuren übersichtlicher zu gestalten.

    [0021] In der Praxis werden Bewehrungskörbe, welche beliebige Abmessungen und Bewehrungsgrade aufweisen, gebraucht.

    [0022] Fig. 6 zeigt zur Bildung eines derartigen Bewehrungskorbes ein Teilbewehrungselement E 2, besteh -end aus drei unter sich gleichen, nebeneinander gelegten Bügelelementen E 1 nach den Fig. 1 - 5, welche mit der benötigten Längsbewehrung in Form von Stäben 3 an den Stellen a verbunden sind. Diese Längsbewehrungsstäbe 3 können auch durch eine nach der AT-PS 346 046 hergestellte Stabschar ersetzt werden. Die Verbindungen zwischen den Stäben 3 bzw. einer solchen Stabschar und den Bügelelementen E 1 können durch Schweißen ausgeführt werden. Da aber die Bügelelemente E 1 in ihrer Ebene nicht verschiebbar sind, genügt es, wenn man die Längsstäbe 3, bzw. die diese Stäbe ersetzende Stabschar, an die Bügelelemente E 1 an den Stellen a mit Draht verbindet.

    [0023] Fig. 7 zeigt in Richtung der Pfeile Pf.3 der Fig. 6 die Ansicht zweier Teilbewehrungselemente E 2, wobei das zweite Element E 2 um 90° gegenüber dem ersten gedreht worden ist. Die Längsstäbe 3 sind derart anzuordnen, daß der Hakenbereich frei bleibt. Dabei ist es vorteilhaft, wenn der Abstand zwischen dem Ende des Hakens und dem ersten Stab gleich den Stababständen e 1 bzw. e 2 ist.

    [0024] Das eine Element E 2 liegt somit in Fig. 7 auf dem Schenkel mit der Abmessung Y, das zweite Element E 2 auf dem Schenkel mit Abmessung Z, also zum ersten um 90° verdreht. Nun schiebt man beide Elemente E2 in Richtung des Pfeiles Pf. 4 ineinander, bis sie die Position nach Fig. 8 erreicht haben. Die ineinandergreifenden Hakenenden bilden nun eine öse, in welcher der Einziehstab 4 hineinzuschieben ist. Sobald der Stab 4 sich in dieser öse befindet, sind beide Teilbewehrungselemente E 2 1 (1 = links) und E 2 r (r = rechts) in der Ebene ihrer Bügel unlösbar miteinander verbunden, ohne daß man zusätzliche Maßnahmen treffen müßte. Nun schwenkt man den Teilbewehrungskorb E 2 r in Richtung .des Pfeiles Pf. 5, bis die Außenseite des Hakens an den Verbindungsstab 2 von E 2 1 anstößt, wie.dies in Fig. 9 gezeigt ist. Eine weitere Schwenkbewegung des Korbes E 2 r in Richtung Pf. 5 ist nicht möglich, da der Stab 2 des Elementes E 2 1 dies verhindert. In die weiteren ösen, welche die ineinander greifenden Hakenenden nun bilden, wird ein Einziehstab 5 eingeschoben. Dadurch werden die Teilkörbe bildenden Elemente E 2 1 und E 2 r zu einem geschlossenen Bewehrungskorb E 3 untrennbar und kraftschlüssig verbunden, ebenfalls ohne zusätzliche Maßnahmen treffen zu müssen. Eine gegenseitige Verschiebung beider Teile E 2 1 und E 2 r in Richtung des Pfeiles Pf. 6 ist ebenfalls unmöglich, da dabei entweder die Stäbe 2 oder die eingeschobenen Stäbe 4 und 5 im Wege sind. Ein so gebildeter Bewehrungskorb E 3 nach Fig. 9 ist insbesondere für Stützen geeignet.

    [0025] Die beschriebene Ausbildung der beiden Teilkörbe E 2 r und E 2 1 erlaubt zum ersten eine komplette Werksfertigung bis auf die beiden Längsstäbe 4 und 5, was eine starke Reduzierung der Lohnkosten ermöglicht. Die klaglose Stapelbarkeit der Teilkörbe E 2 1 und E 2 r, trotz werksmäßiger Komplettierung der Bügel mit der wesentlich schwereren Tragbewehrung, sichert zum zweiten niedrige Frachtkosten. Das Zusammensetzen der Teilstücke E 2 r und E 2 1 auf der Baustelle bedarf kaum nennenswerter Zeit, was zum dritten eine Beschleunigung des Baufortschrittes ermöglicht.

    [0026] Bei Stützen mit größeren Abmessungen werden entweder sogenannte "S-Haken" oder vierschnittigs Bügel gefordert,um das Knicken der weit vom Eck gelegenen Stäbe zu verhindern. Das Montieren und Anbinden solcher "S"-Haken ist sehr zeitraubend; letztere haben so gut wie keinen Anteil an Gewicht, da sie im Normalfall aus Draht mit Stärke 6 mm gefertigt werden.

    [0027] Um auch für diese unwirtschaftliche Praxis eine maschinell vorgefertigte Lösung zu ermöglichen, ist nach den Fig. 10 und 11 ein Aussteifungselement E 4 vorgesehen. Die Winkelbügel 6 sind an einem Ende gerade ausgebildet, am anderen Ende weisen sie einen um 180° umgebogenen Haken auf; sie sind mit zwei Verbindungsstäben 7 durch Schweißen od.dgl. zu dem Element E 4 zusammengefaßt. Wenn der Längsstab 3 in Fig. 12 gegen Knicken gesichert werden soll, so ist das Element E 4 in den Längsstab 3, bevor der Teilkorb E 2 r hochgeklappt wird, einzuhaken. Dann wird, wie in Fig. 8 gezeigt und schon beschrieben, der Teilkorb E 2 r in Richtung des Pfeiles Pf. 5 verschwenkt und mit der Einziehstange 5 geschlossen, wie in Fig. 9 gezeigt. Erst dann wird das Element E 4 in Richtung des Pfeiles Pf. 7 der Fig. 12 hochgezogen, bis es die Position nach Fig. 13 einnimmt. Der gerade Schenkel des Winkelbügels 6 des Elementes E 4 ist an der vom Winkelbügel umfaßten Längsstange 3' mit Draht zu binden. Der so zusammengesetzte Korb für Stützen od.dgl. ist als Ganzes in Fig. 13 mit E 5 bezeichnet.

    [0028] Für Trägerbewehrungen gibt es zwei weitere Anforderungen, welche berücksichtigt werden müssen, um ein klagloses Zusammensetzen der gesamten Bewehrung, d.h. inklusive der Decken und Trägerstützenbewehrung zu ermöglichen. Zum ersten darf oberhalb der Deckenunterkante kein Längsstab bei der Trägerbewehrung vorhanden sein, um die Deckenbewehrung ohne Einfädeln auflegen zu können. Zum zweiten ist es vorteilhaft, und es spart viel an Arbeit, wenn der Bewehrungskorb bis zum Einlegen der negativen obenliegenden Bewehrung offen bleibt und erst dann geschlossen werden kann.

    [0029] Das nach den Fig. 14 und 15 ausgebildete Bügelelement E 6 entspricht diesen Anforderungen. Die Bügel 8 haben dabei die gleiche Form wie die Bügel 1 des ElementesE1 in Fig. 1; sie werden mit zwei Verbindungsstäben 9 zu einem Element E 6 zusammengefaßt. Der Unterschied zum Element E 1 besteht darin, daß neben dem einen Stab 9, der wie bei E 1 (Fig. 1) auf dem kurzen Schenkel des Bügels 8 im Abstand Y 1 vom Bügelende liegt, der zweite Stab 9 hier aber im Abstand Z 4 vom anderen Bügelende angeordnet ist, u.zw. an der Bügelinnenseite. Hier muß der Abstand Z 4 gleich oder größer als die Deckenstärke sein. Je nach Längenbedarf werden mehrere Elemente E 6 nach den Fig. 14 und 15 nebeneinander gelegt und nach Fig. 16 mit den Verteilern 10 bzw. den Längsstäben 11 und 12 zu einem Element E 7 zusammengefaßt.

    [0030] In Fig. 16 ist diese Tragbewehrung 10, 11, 12 mit zwei unterschiedlichen Längen gezeichnet; der Stab 11 hört vor der (nicht dargestellten)Stütze auf und wird mit Laschen im Stützenbereich ergänzt, und die Längsstäbe 12 ragen in die Stütze hinein. Dies ist aber nur dann sinnvoll und möglich, wenn die Stützenbewehrung offen gehalten wird. Sollte dies aber nicht der Fall sein, können werksmässig nur die Längsstäbe 11, welche vor der Stütze aufhören, in den Teilbewehrungskorb E 7 miteinbezogen werden. Die Tragstäbe, welche in die Stützenbewehrung hineingreifen müssen, und das sind im Normalfall 1/3 der gesamten Tragbewehrung, sind dann nach dem Versetzen des offenen Korbes in die Schalung als lose Einzelstangen zu verlegen. Fig. 17 zeigt den Teilkorb E 7 im Schnitt; es sind, wie in Fig. 16, alle Tragstäbe 11 und 12 in den Teilkorb E 7 integriert worden.

    [0031] Fig. 18 zeigt ein dazu gehöriges Bügelelement E 8 von der Höhe Z 1. Die Bügel 13 sind im Wesen gerade Stäbe, welche aber beiderends hakenartig abgebogen sind, unten um 180°, oben um zirca 135°, und sie sind durch die Verbindungsstäbe 14 zu einem Element E 8 zusammengefaßt. Der obere Stab 14 liegt dabei an der Innenseite der Bügelstäbe 13, der untere Stab 14 an der Innenseite des Endes des unteren Hakens 13'. Auch hier, wie beim Element E 1 nach Fig. 1, ist es wesentlich, daß.unten der Bügel so weit gebogen wird, daß beim Hineinschieben des Elementes E 8 in das Element E 7 die Enden beider Haken sich kreuzen, um beide Teile nicht lösbar und kraftschlüssig verbinden zu können. Im oberen Bereich ist dies nicht der Fall, da es nach Schließen des Korbes möglich sein muß, in einer Ecke eine Längsstange einzulegen, ohne dieselbe in die Schalung einfädeln zu müssen; das bedeutet, daß in der oberen Ecke nach Schließen des Korbes die Enden der Haken sich nicht kreuzen dürfen und das Schloß nach innen offen bleiben muß, wie nachfolgend noch erläutert werden wird.

    [0032] Fig.19 zeigt das Teilbewehrungselement E 9, welches aus drei Bügelelementen E 8 besteht, die mit den Längsstäben 15 verbunden sind. Wie in den Fig. 20 und 21 gezeigt, werden nun ein Element E 7 und ein Element E 9 nebeneinander gelegt, und dann wird das Element E 9 in das Element E 7 in Richtung des Pfeiles Pf. 10 eingeschoben, bis es die Position nach Fig. 22 erreicht hat. Nun führt man den Einziehstab 16 in die so gebildete öse ein. Wie bei Fig. 8 sind dadurch die beiden Teile E 7 und E 9 nicht lösbar und kraftschlüssig miteinander in der Ebene der Bügel 8 verbunden. Das Element E 9 ist dann in Richtung des Pfeiles Pf. 11 hochzuklappen, bis es die Position nach Fig. 23 erreicht hat. Das Element E 9 kann in Richtung des Pfeiles Pf. 11 nur soweit gedreht werden, bis das Ende des Hakens 13' an den Stab 9 des Elementes E 7 anstößt. In senkrechter Richtung ist eine Bewegung auch nicht möglich, da einerseits der Stab 14 des Elementes E 9 ebenfalls auf dem Ende des Hakens 13" des Elementes E 7 aufliegt, anderseits liegt der Stab 16, welcher vom Bügel 8 des Elementes E gehalten ist, im Bogen des unteren Hakens 13' des Elementes E 9 an. Man erhält so einen offenen Bewehrungskorb E 11.

    [0033] Des öfteren sind die Schubkräfte im Auflagerbereich der Träger so groß, daß man mehrschnittiger Bügel bedarf, um diese aufnehmen zu können. In der Praxis werden entweder zwei gleiche Bügel, zueinander versetzt, über die gesamte Trägerlänge, verlegt, oder es werden im Auflagebereich schmälere Bügel eingeflochten. Beide in der Praxis üblichen Ausführungsformen sind sehr lohnintensiv. Um auch für diese Fälle eine rationelle Arbeitsweise mit im Werk maschinell gefertigten Elementen zu ermöglichen, ist ein zusätzlich einzufügendes Bügelschubbewehrungselement E 10 nach Fig. 24 gestaltet. Es besteht, ähnlich dem Element E 8 in Fig. 18, aus an beiden Enden hakenartig abgekanteten geraden Bügelstäben 17, welche durch zwei Verbindungsstäbe 18, die an der Innenseite der Bügelstäbe 17 liegen, zu einem Element E 10 zusammengefaßt sind. Wie bei jenem Element E 8 in Fig. 18, und zum selben Zweck, sind die Stäbe 17 an dem einen, unteren Ende um zirka 180°, am anderen, oberen um zirka 135° gebogen. Der Unterschied zum Element E 8 besteht also darin, daß hier beide Haltestäbe 18 im Abstand von den abgebogenen Enden angeordnet werden müssen, um das Element E 10 an der Längsbewehrung einhaken zu können. Weiterhin ist ein C-förmiger.Bügel 19 nach Fig. 25 vorgesehen, mit zweierlei Funktionen, wenn der Bewehrungskorb außerhalb der Schalung zusammengesetzt werden muß, wie z.B. bei Stahlbetonfertigteilen: zum ersten, nach dem Einhaken des Bügels 19 an den Stäben 9 und 14, wie dies in Fig. 26 gezeigt, ist ein Zurückfallen des Elementes E 9 in der dem Pfeil Pf. 11 (Fig. 22) entgegengesetzten Richtung verhindert; zum zweiten dient der Bügel 19 als Auflager für die von oben zu montierenden Bewehrungsstäbe 20 und 21, welche in das Korbinnere eingelegt werden müssen, u.zw. vor dem Schließen des Korbes, wenn man sich das mühevolle Einschieben dieser Bewehrung in den geschlossenen Korb ersparen will. Der so zusammengesetzte offene Korb nach Fig. 26 ist mit E 11' bezeichnet.

    [0034] Fig. 27 zeigt im Wesen den gleichen Bewehrungskorb E 11' bzw. den Korb E 11 nach Fig. 23 in einer Schalung S: hier ist der Bügel 19 dann überflüssig, da einerseits die Schalung S ein Zurückfallen des Elementes E 9 verhindert, anderseits die von oben einzulegenden Stäbe 20 und 21 auf die Deckenbewehrung 22 aufgelegt werden können.

    [0035] Fig. 28 zeigt das danach erfolgende Schließen des Bewehrungskorbes E 11 mit einem Element E 10 nach Fig. 24. Zunächst wird der Längsstab 20 in den Haken des Elementes E 7 eingehoben und dann an diesem, z.B. mit Draht angebunden. Anschließend wird das Element E 10 am Stab 20 in der Weise, wie dies in Fig. 28 gezeigt ist, eingehakt. Nach Herunterklappen des Elementes E 10 in Richtung Pf. 13 können die restlichen Längsstäbe 21, wie in Fig. 29 gezeigt, am Element E 10 befestigt werden, womit der geschlossene Bewehrungskorb E 12 nach Fig. 29 fertiggestellt ist.

    [0036] Fig. 30 zeigt einen vierschnittigen Korb im zusammengesetzten Zustand. Hier dienen die Elemente E 10 nach Fig.24 als Schubbewehrungselemente E 10, die an den Längsstäben 12 bei offenem Zustand des Korbes nach Fig. 22 einzuhaken sind. Der sonstige Vorgang zur Fertigstellung entspricht der Beschreibung zu den Fig. 23 bis 29.

    [0037] Bei Randträgern ist es oft der Fall, daß das eine Ende der Bügel in die Decke weitergeführt werden muß. Auch diesen Erfordernissen kann man mit der erfindungsgemäßen Bewehrung gerecht werden, indem man ein Element der Type E 10 nach Fig. 18, jedoch mit der erforderlichen Höhe Z 5 nach Fig. 31 wählt und in der Weise, wie beim Element E 10 beschrieben, an den Einziehstab 20 einhakt und befestigt; als Ganzes ist der so herstellbare Bewehrungskorb in Fig. 31 mit E 13 bezeichnet.

    [0038] In den Fig. 32 bis 36 sind weitere Variationsmöglichkeiten, welche die erfindungsgemäße Bewehrung bietet, veranschaulicht. Fig. 32 zeigt ein zusammengesetztes Bewehrungselement E 15, im wesentlichen von der gleichen Type wie das Element E 7 nach Fig. 17 bzw. 20. Der Unterschied zwischen diesen beiden Elementen liegt nur in der Länge des waagrechten Schenkels: das Element E 7 hat eine Schenkellänge Y, das Element E 15 eine Schenkellänge Y3, wobei Y3 kleiner als Y ist. Das Element E 15 besteht dabei aus den Bügelelementen E 14 und den Längsbewehrungsstäben 25, 26 und 27. Für das Element E 14 gilt die Beschreibung betreffend Element E 1 (Fig. 1 bis 3) sinngemäß, nur sind hier die Bügel 1 mit 24 und die Verbindungsstäbe 2 mit 23 bezeichnet.

    [0039] Fig. 33 zeigt in analoger Weise ein Bügelelement E 17, welches eine weitere Variation des vorerwähnten Elementes E 7 ist. Die Länge des waagrechten Schenkels des Bügels 28 ist beim Element 17 Y4, wobei Y4 größer als Y ist. Die Längsstäbe sind hier mit 29, 30 und die Verteiler mit 31,32 bezeichnet. In den Fig. 34 und 35 ist das Zusammensetzen zweier winkelförmiger Teilbewehrungselemente E 7 und E 15 zu einem offenen Bewehrungskorb E 18 gezeigt; es gilt sinngemäß die Beschreibung zu Fig. 22, wobei der Einziehstab 16, welcher dort in die öse hineingeschoben wird, hier mit 33 bezeichnet ist. In Fig. 36 ist in ähnlicher Weise die Kombination des Elementes E 7 mit dem Element E 17 über den Einziehstab 34 ersichtlich; man erkennt, daß die Korbbreite Y6 hier nach dem Einschieben des Stabes 34 noch größer ist.

    [0040] Zur Bildung einer korbartigen Wandbewehrung ist ein Bügelelement E 20 in Winkelform nach den Fig. 37 und 38 vorgesehen, bestehend aus durch drei Verbindungsstäbe 35 zusammengehaltenen acht Winkelbügeln 36. In der Mitte des die Länge X 4 aufweisenden; langen Schenkels des Bügels 36 ist der eine Stab 36 festgelegt, und die beiden anderen Stäbe 35 sind jeweils an der inneren Seite der hakenartigen Umbiegungen an jedem Schenkelende befestigt. Der kurze Bügelschenkel hat dabei die Länge Y 7, und die Breite des Elementes E 20 ist Z 6. Das aus drei solchen Elementen E 20 zusammengesetzte Teilbewehrungselement E 21 ist in Fig. 39 erkennbar; die Elemente E 20 sind dabei durch die mit ihren durch Draht oder Schweißen verbindenden Längsbewehrungsstäbe 37 von der Länge Z7 zusammengehalten.

    [0041] An Hand der Fig. 40 - 43 ergibt sich das Zusammensetzen des Wandbewehrungskorbes E 22. über ein Element E21 nach Fig. 41, in das, an einigen Stäben 37', Aussteifungselemente E4 nach Fig. 10 eingehakt worden sind, wird ein weiteres Element E 21 nach Fig. 40 gesetzt, und durch Einfädeln der Einziehstäbe 38 an den Ecken des Korbes bzw. in den Schenkelenden der Bügel werden die beiden Elemente E 21 kraftschlüssig miteinander verbunden, worauf man den Wandbewehrungskorb E 22 nach Fig. 43 erhält, wenn man die Elemente E4 im Pfeilsinn Pf. 15 der Fig. 42 hochschwenkt und dann in üblicher Weise, wie bereits beschrieben, festlegt.

    [0042] Zur Herstellung einer Korbbewehrung für ein säulenartiges Konstruktionselement dient zunächst ein Bügelelement E 23 nach den Fig. 44 und 45, bestehend aus acht, an ihren Enden hakenartige Umbiegungen aufweisenden Halbkreisbügeln 39, die durch zwei Verbindungsstäbe 40 zusammengehalten sind, z.B. durch Schweißung. Uber den Bereich Y8 in Fig. 49 werden in zwei nebeneinander angeordnete Elemente E23 nach Fig. 47 dann Längsstäbe 41 eingebracht und daran festgelegt.

    [0043] Zur Montage der Korbbewehrung bedient man sich ferner eines Unterstellungselementes E25 nach den Fig. 48 und 49, bestehendaus zwei Kreisringen 42 aus Draht, im Abstand voneinander gehalten, z.B. durch Schweißen, mittels sechs umfänglich gleich verteilten Querstäben 43. In ein Element E 24 nach den Fig. 46 und 47 werden nun,.wie aus Fig.-51 ersichtlich, zwei oder mehrere solche Unterstellungselemente E25 eingesetzt, nachdem zusätzlich noch die Randstäbe 44 in den Elementen E24 eingelegt und festgemacht wurden. Das analog fertiggestellte zweite Element E 24 nach Fig. 50, jedoch ohne die Unterstellungselemente E 25, wird nun in der dort dargestellten Lage auf die Anordnung der Elemente E 24 und E 25 nach Fig. 51 abgesenkt, worauf die beiden Einziehstäbe 45 in die Umbiegungen der Bügel 39 an den Elementen E 23 eingeschoben werden; auf diese Weise erhält man auch hier eine untrennbare und kraftschlüssige Verbindung der Bügel 39 untereinander und damit der Elemente E 23 im so fertiggestellten Korbelement E 26 nach Fig. 52.

    [0044] Im Rahmen der Erfindung sind mannigfaltige weitere Abänderungen an den beschriebenen Ausführungsbeispielen möglich. So können z.B. die Bügel der Einzelelemente auch andere als die dargestellten Formen aufweisen, z.B. könnten ihre Schenkel in Winkelform auch einen von 90° abweichenden Winkel einschließen, wie etwa 60° oder 120°, je nach Form der gewünschten geometrischen Querschnitte der herzustellenden Korbbewehrungen.


    Ansprüche

    1. Bewehrung für Stahlbetonkonstruktionen, insbesondere Korbbewehrung für stabförmige, wie Stützen, Träger, Pfähle u.dgl., und ebene, flächenartige Bauteile, wie Wände, Decken u.dgl., bestehend aus mindestens einem Paar von ebenen und/oder winkelförmigen und/oder gekrümmten Bügelelementen (E1, E2; E6, E7; E10; E14; E16; E20; E23), die an den Enden ihrer Bügel (1; 8; 13; 17; 24; 28; 35; 39) Umbiegungen aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß an den Umbiegungen mindestens ein Verbindungsstab (2; 9; 18; 23; 35; 40) von innen oder außen im Abstand (Y1, Z1) vom Ende der Umbiegung angesetzt ist, wobei Y1 (bzw. Z1) ≅ D + 2.01, worin D den Durchmesser des Biegedornes für die Umbiegung und 01 den Stabdurchmesser des Bügels (1; 8;13; 17;24; 28; 35; 39) bedeuten, und daß nach Ineinanderschieben der Bü- gelelemente (E1, E2; E6, E7; E10; E14; E16; E20; E23)durch die Umbiegungen mindestens ein Einziehstab (4,5; 16,20,21; 33;34;38;45) einschiebbar ist, wodurch die Bügelelemente einen Bewehrungskorb (E3; E5; Ell, Ell'; E12, E13; E18; E19; E22; E26) bilden und miteinander untrennbar und kraftschlüssig verbunden sind.
     
    2. Bewehrung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Bügelelemente (E1, E2; E6, E7; E10; E14; E16; E20; E23) durch sich ihnen entlang erstreckende Längsbewehrungsstäbe (3; 10,11,12; 15; 37; 41) zu einem Teilbewehrungselement (E2; E9; E15; E17; E21; E24) zusammengefaßt sind.
     
    3. Bewehrung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich ein Aussteifungselement (E4) vorgesehen ist, bestehend aus winkelförmigen Bügeln (6), die nur am längeren Schenkel eine Umbiegung aufweisen und durch Verbindungsstäbe (7) zusammengefaßt sind.
     
    4. Bewehrung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich ein Schubbewehrungselement (E10) vorgesehen ist, bestehend aus geraden Bügeln (13), die einenends eine Umbiegung um etwa 180° und andernends eine solche um etwa 135° aufweisen und durch Verbindungsstäbe (14) zusammengefaßt sind.
     
    5. Bewehrung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich ein Unterstellungselement (E25) vorgesehen ist, bestehend aus zwei Kreisringdrähten (42), die durch vorzugsweise im gleichen Abstand über deren Umfang verteilte Querstäbe (43) im Abstand voneinander gehalten sind.
     
    6. Verfahren zum Zusammenbau einer Bewehrung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Paar von Bügelelementen bzw. Teilbewehrungselementen mit den Umbiegungen an den einen Enden ihrer Bügel unter Bildung einer Öse vom Durchmesser D fluchtend angeordnet werden, daß dann ein Einziehstab durch diese Öse eingeschoben wird, daß hierauf die Elemente zueinander geklappt werden, bis die Umbiegungen an den anderen Enden ihrer Bügel unter Bildung einer weiteren Öse fluchtend liegen, und daß dann ein weiterer Einziehstab durch diese weitere Öse eingeschoben wird, wobei gegebenenfalls weitere Elemente und Einziehstäbe zwischengeschaltet werden können.
     




    Zeichnung