[0001] Die Erfindung geht aus von einer Markise mit einem einen Auslaufschlitz aufweisenden
Markisenkasten, der endseitig Lager für eine in dem Markisenkasten gelagerte Wickelwelle
aufweist, an der einenends ein andernends mit der Ausfallstange verbundenes und durch
den Auslaufschlitz führendes Markisentuch befestigt ist, sowie mit Wandhaltern zum
drehfesten Anbringen des Markisenkastens an der Wand oder dergl. eines Gebäudes.
[0002] Eine derartige Markise ist aus der DE-AS 25 14 941 bekannt, bei der der Markisenkasten
in zwei etwa C-förmigen Bügeln aufgenommen ist, die sowohl die Wandhalter für den
Markisenkasten als auch die wandseitigen Scharnierteile für die vorgesehenen Gelenkarme
bilden.
[0003] Dieser in der täglichen Praxis außerordentlich bewährte Aufbau ist jedoch, wenn keine
Gelenkarme zur Anwendung kommen, bspw. bei Schrägschlitten-oder Senkrechtmarkisen,
verhältnismäßig materialaufwendig und kann auch nur bei solchen Markisenkästen verwendet
werden, die gegen Ausknicken hinreichend stabil sind, weil die beiden Bügel jeweils
im Abstand zu den benachbarten Stirnseiten des Markisenkastens vorgesehen sind, in
denen die Lager für die Wickelwelle stecken.
[0004] Markisenkästen, deren Hülse aus Kunststoff besteht, können auf diese Weise nicht
ohne weiteres befestigt werden.
[0005] Außerdem hat sich gezeigt, daß die in Richtung auf die Mitte des Markisenkastens
versetzte Anbringung der C-förmigen Bügel bei vorgegebenen Montagetoleranzen für die
Bügel zu entsprechend verstärkten Lageabweichungen der Enden des Markisenkastens von
der Sollage führen. Gerade wenn mehrere Markisen von einem Elektromotor angetrieben
werden sollen und deshalb ihre Wickelwellen mechanisch miteinander gekuppelt werden
müssen, führen die Montagetoleranzen zu einem entsprechend starken Versatz der Achsen
der Wickelwellen zueinander und es müssen die Montagetoleranzen entsprechend verschärft
werden.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, die eingangs genannte Markise derart weiterzubilden,
daß auch knickempfindliche Markisenkästen, bspw. aus Kunststoff, verwendet werden
können und daß bei der seriellen Anordnung mehrerer Markisen, die von lediglich einem
Elektromotor angetrieben werden, keine Fluchtungsprobleme zwischen den Stirnseiten
zweier benachbarter Markisenkästen auftreten.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Markise durch die Merkmale des
Hauptanspruches gekennzeichnet.
[0008] Weil der Markisenkasten an seiner das entsprechende Lager der Wickelwelle enthaltenden
Stirnseite mittels eines an der Stirnseite angebrachten Ansatzes in dem Wandhalter
befestigt ist, brauchen von der Hülse des Markisenkastens praktisch keine Kräfte aufgenommen
zu werden. Die Kräfte, die der Markisenkasten aushalten muß, beschränken sich im wesentlichen
auf sein Eigengewicht und die Kraft, die das Markisentuch am Auslaufschlitz erzeugt.
Beide Kräfte zusammen sind aber verhältnismäßig gering. Außerdem hat die endseitige
Befestigung des Markisenkastens den wesentlichen Vorteil, daß benachbarte Markisenkästen,
deren Wickelwellen miteinander gekuppelt werden sollen, auch in verhältnismäßig geringem
Abstand voneinander befestigt sind und deshalb Montagetoleranzen bei der Anbringung
der Wandhalter an der Fassade des Gebäudes keinen erhöhten Versatz zwischen den Achsen
der Wickelwellen hervorrufen können.
[0009] Schließlich gestattet das einseitig offene Maul in dem Fortsatz des Wandhalters ein
einfaches Einsetzen des Markis.enkastens in. den an der Fassade vormontierten Wandhalter,
und zwar mittels einer, bezogen auf den Markisenkasten, radialen Bewegung.
[0010] Wenn der Ansatz koaxial zur Längsachse der Wickelwelle verläuft, erfährt der Markisenkasten
praktisch keine Änderung in seiner räumlichen Lage, wenn er zum Einstellen der Lage
des Auslaufschlitzes um die Achse der Wickelwelle gedreht wird. Dabei ist es besonders
vorteilhaft, wenn der Ansatz ring- oder rohrförmiq ausgebildet ist, weil unnötiges
Material einqespart wird. Diese Ausbildung des Ansatzes gestattet es außerdem, in
dem Ansatz das Lager für die Wickelwelle unterzubringen, womit sich ein besonders
platzsparender Aufbau ergibt. Dieses Lager kann, um die Betätigungskraft der Wickelwelle
klein zu halten, ein einfaches Rillenkugellager sein.
[0011] Um auch ohne große Klemmkraft des Ansatzes in dem Maul des Fortsatzesdes Wandhalters
ein Verdrehen des Markisenkastens um seine Längsachse zu verhindern, was durch das
an dem Rand des Auslaufschlitzes anstreifende Markisentuch geschehen kann, ist der
Ansatz in seinem Querschnitt geradzeilig polygonal ausgebildet, wobei die Weite des
Querschnitts der Weite des Mauls entspricht.
[0012] Eine sehr einfache und kostengünstig herzustellende Anordnung ergibt sich, wenn der
Ansatz etwa eine becherförmige Gestalt aufweist, deren Boden dem Markisenkasten zugewandt
ist und einen nach innen zurückspringenden Bereich aufweist, in dem das Lager angeordnet
ist.
[0013] Ein Freikommen des Ansatzes aus dem Maul des Fortsatzes des Wandhalters bei vertikaler
oder horizontaler Orientierung des Mauls wird verhindert, wenn an dem offenen Ende
des Mauls ein durchgehender Bolzen in den gegabelten Fortsatz eingesetzt wird, durch
den das Maul endseitig abgeschlossen ist.
[0014] Wenn der Ansatz sehr vielkantig ausgebildet ist, ist es vorteilhaft, die Rückseite
des Mauls an den polygonalen Querschnitt des Ansatzes anzupassen, um auf diese Weise
das von dem Ansatz auf den Fortsatz zu übertragende Drehmoment auf eine entsprechend
größere Anzahl von Anlagestellen zu verteilen.
[0015] Eine andere Möglichkeit, die mit kürzeren gegabelten Enden des Wandhalters auskommt,
besteht darin, daß der Ansatz eine etwa ringförmige Gestalt aufweist und ihm an seinem
dem Markisenkasten abgewandten Ende ein sich rechtwinklig zu der Wickelwelle und radial
über den Außenumfang des Ansatzes hinaus stehender Flansch zugeordnet ist, der sich
im montierten Zustand auf der dem Markisenkasten abgewandten Seite des gegabelten
Fortsatzes des Wandhalters befindet und an dem Wandhalter verankert ist. Ein sehr
einfacher Aufbau sieht dabei vor, daß der Flansch unter Zwischenlage des Ansatzes
mittels Befestigungselementen, vorzugsweise Schrauben, mit dem Markisenkasten starr
verbunden ist. Auf diese Weise ist es nämlich möglich, den Flansch in mehreren Drehwinkelstellungen,
bezogen auf die Wickelwelle, an dem Markisenkasten zu befestigen. Hierzu enthält im
einfachsten Falle der Markisenkasten für die Befestigungselemente mehrere Befestigungsöffnungen,
die sich bezüglich der Wickelwelle auf demselben Teilkreis diametral gegenüberliegen
und paarweise gegeneinander um vorbestimmte Winkel versetzt sind, womit entsprechend
der jeweiligen Auswahl der Befestigungsöffnungen die Stellung des Auslaufschlitzes
des Markisenkastens vorgewählt werden kann.
[0016] Alternativ ist es auch möglich, wenn der Flansch für die Befestigungselemente mehrere
Befestigungsöffnungen aufweist, die sich wiederum bezüglich der Wickelwelle auf demselben
Teilkreis diametral gegenüberliegen und paarweise gegeneinander um vorbestimmte Winkel
versetzt sind.
[0017] Wenn die gegeneinander versetzten Befestigungsöffnungen sowohl an dem Markisenkasten
als auch an dem Flansch vorgesehen sind, ist eine sehr feine Einstellung der Lage
des Auslaufschlitzes möglich, falls die Winkel unterschiedlich groß gewählt werden.
Beispielsweise kann der Winkel zwischen den Befestigungsöffnungen des Markisenkastens
30 betragen, während der Winkel an dem Flansch mit 15° gewählt wird. Es ist dann eine
Einstellung des Markisenkastens in Stufen von 15°, und zwar im Bereich von 0
0 bis 45° möglich, wobei sowohl im Flansch als auch im Markisenkasten jeweils nur drei
Paare von Befestigungsöffnungen erforderlich sind, die dann keine allzu große Schwächung
des Materials hervorrufen.
[0018] Der Markisenkasten selbst wird sehr einfach, wenn er aus einer im wesentlichen zylindrischen
Hülse besteht, die an ihren Enden je ein Verschlußstück trägt und die einen den Auslaufschlitz
bildenden durchgehenden Längsschlitz enthält, wobei auf wenigstens einem der Verschlußstücke
ein Ansatz befestigt ist. Dabei kann eine unterschiedliche Längenausdehnung zwischen
dem Material der Hülse des Markisenkastens und dem Mauerwerk dadurch ausgeglichen
werden, daß zumindest eines der endseitigen Verschlußstücke gegen die zylindrische
Hülse verschiebbar, jedoch gegen Verdrehen gesichert ist. Im einen Falle hat hierbei
jedes der Verschlußstücke eine becherartige Gestalt und ist längsverschieblich in
die Hülse eingesetzt, oder es kann auch die Hülse längsverschieblich in die becherartige
Kappe eingefügt sein.
[0019] Damit das Markisentuch nicht an der Wandung der Kappe streift oder das Markisentuch
entsprechend schmäler ausgelegt werden muß, enthält jede Kappe in ihrer Wandung einen
mit dem Längsschlitz der Hülse fluchtenden Schlitz. Dieser Schlitz kann auch gleichzeitig
als Verdrehsicherung herangezogen werden, wenn an den Längsschlitz der Hülse radial
nach innen oder außen weisende Dippen angeformt sind, die je nach Durchmesserverhältnis
zwischen Kappe und Hülse durch die in den Wandungen der Kappe vorgesehenen Schlitze
radial nach innen oder nach außen führen.
[0020] Das Verschlußstück kann auch die Gestalt einer Scheibe aufweisen, die rechtwinklig
zu der Wickelwelle verläuft und verschieblich in die Hülse eingesetzt ist. Diese Ausführungsform
bietet insbesondere bei transparentem Hülsenmaterial Vorteile, weil nur auf einem
sehr kurzen Stück das Verschlußstück in der Hülse sichtbar ist. Außerdem ermöglicht
diese Ausführungsform eine Materialersparnis und eine einfachere Herstellung verglichen
mit dem becherartigen Verschlußstück. Zur Verdrehsicherung zwischen der Hülse und
dem scheibenförmigen Verschlußstück kann dieses an seinem Rand wenigstens einen radial
abstehenden Ansatz tragen, der mit dem Längsschlitz der Hülse die Verdrehsicherung
bildet.
[0021] Ein Aufweiten des Mauls der Hülse kann auch bei dem scheibenförmigen Verschlußstück
wirksam dadurch verhindert werden, daß die Ansätze hakenförmige Gestalt aufweisen
und mit zwei im Querschnitt dazu komplementär hakenförmigen Leisten an dem Längsschlitz
der Hülse zusammenwirken, um die Ränder des Längsschlitzes beieinander zu halten.
[0022] Je nach dem axialen Abstand zwischen dem stirnseitigen Ende der Hülse und dem Fortsatz
des Wandhalters kann es, um einen größeren Schiebeweg für die Hülse zu erhalten, vorteilhaft
sein, wenn die Scheiben einen vertieften mittleren Bereich aufweisen und mit ihrem
axial in Richtung parallel zu der Wickelwelle versetzten Rand zur Mitte des Markisenkastens
zeigen. In diesem Falle kann nämlich die axiale Länge der Hülse so bemessen sein,
daß sie bei der stärksten auftretenden Temperatur noch mit hinreichendem Spiel zwischen
die Fortsätze der beiden Wandhalter paßt. Gleichzeitig befinden sich die Ränder der
Scheiben weiter im Inneren der Hülse, womit auch bei ungünstigen Toleranzen und eines
Zusammenziehens der Hülse infolge niedriger Temperaturen nicht die Gefahr besteht,
daß die Hülse von dem Verschlußstück heruntergleitet.
[0023] Bei der erfindungsgemäßen Markise kann das Hülsenmaterial vorteilhafterweise Kunststoff,
bspw. Acrylglas, sein.
[0024] Zum Antrieb der Wickelwelle zumindest einer der Markisen kann in deren rohrförmige
Wickelwelle ein Antriebsmotor eingesetzt sein, der an dem zugehörigen Wandhalter verankert
ist, wobei die Kap-
pe drehfest mit dem Motorgehäuse verbunden ist.
[0025] Wenn mehrere Markisen gleicher Art hintereinander an der Fassade angeordnet werden
sollen, enthält der Wandhalter einen weiteren, parallel im Abstand dazu verlaufenden,
ebenfalls gegabelten Fortsatz zur Aufnahme der Ansätze einer benachbarten Markise
gleicher Art, wobei die Mäuler in den Fortsätzen miteinander fluchten. Hierdurch entfallen
Montagetoleranzen an den Stoßstellen zwischen benachbarten Markisen.
[0026] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung dargestellt.
Es zeigen Figur 1 drei vor einer Fassade eines Gebäudes oder dergl. angeordnete Markisen
gemäß der Erfindung, in einer Draufsicht, Figur 2 die Stoßstelle zwischen zwei benachbarten
Markisen nach Figur 1, in einer vergrößerten Darstellung, wobei die linke Markise
axial geschnitten ist, Figur 3 den Wandhalter nach Figur 2, in einer Seitenansicht,
Figur 5 die Kupplungseinrichtung zwischen zwei benachbarten Wickelwellen, in einer
perspektivischen Explosionsdarstellung, Figur 5 die Stoßstelle zwischen zwei gemäß
einem weiteren Ausführungsbeispiel aufgebauten Markisen gemäß der Erfindung, wobei
die linke Markise axial geschnitten ist, Figur 6 eine Draufsicht auf die Stirnseite
der Markise nach Figur 5 bei abgenommenem Lager für die Markisenwelle, Figur 7 den
Flasch der Markise nach Figur 5 zum Befestigen an dem Wandhalter in einer'Draufsicht
und Figur 8 den Wandhalter der Markise nach Figur 5 in einer perspektivischen Darstellung.
[0027] In Fig. 1 sind drei untereinander im wesentlichen gleiche Markisen 1 veranschaulicht,
die vor einer nicht weiter gezeigten Fassade oder dergl. eines Gebäudes angebracht
sind. Jede der Markisen 1 enthält eine in der-Schnittdarstellung in Fig. 2 sichtbare
Wickelwelle 2, die endseitig in einem jeweils zugehörigen Markisenkasten 3 gelagert
ist und an deren Umfang ein Markisentuch 4 angebracht ist, das durch einen entsprechenden
Auslaufschlitz 5 des Markisenkastens 3 hinausführt. Die außenliegende Kante des Markisentuchs
4 ist an einer Ausfallstange 6 angebracht. Die Ausfallstangen 6 der Markisen 1 fluchten
miteinander und sind an Fallarmen 7 angelenkt. Die in Fig. 1 abgebrochen veranschaulichten
Fallarme 7 sind in einer dem Fachmann geläufigen Weise unterhalb der Wickelwelle 2
an der Hausfassade angelenkt, derart, daß sie um eine horizontal und parallel zur
Hausfassade verlaufenden Achse drehbar sind. Beim Ausfahren des Markisentuches 4 klappen
die Fallarme 7,ausgehend von der parallelen Stellung zur Hausfassade, in, der sie
vertikal verlaufen, in eine entsprechend schräge Lage, wobei sie hierdurch das Markisentuch
4, wie in Fig. 1 gezeigt, schräg von der Hausfassade wegstehend halten.
[0028] Jeder der Markisenkästen 3 ist stirnseitig in einem ah der Wand des Gebäudes verankerten
Wandhalter 8 befestigt, wobei an der Stoßstelle jeweils zweier benachbarter Markisen
1 lediglich ein Wandhalter 8 für beide Markisenkästen 3 vorgesehen ist. Der Aufbau
der Markisenkästen 3 und ihre Anbringung in den Wandhaltern 8 ist nunmehr im einzelnen
der Fig. 2 und 3 erläutert. Gemäß der linken Hälfte von Fig. 2, die einen Axialschnitt
durch die Markise 1 zeigt, besteht der Markisenkasten 3 aus einer etwa zylinderförmigen
Hülse 10, beispielsweise aus Kunststoff wie Acrylglas od.dgl., die unter Ausbildung
des Auslaufschlitzes 5 entlang der Mantellinie längsgeschlitzt ist. In die beiden
stirnseitigen Enden der längsgeschlitzten Hülse 10ist jeweils eine etwa becherförmige
Metallkappe 9 längsverschieblich eingesetzt, die in ihrer äußeren Wandung 11 einen
mit dem Länqsschlitz in der Hülse10 fluchtenden Schlitz 12 enthält, der etwa bis zum
Boden 13 der Kappe 9 führt. Der Schlitz 12 in der Kappe 9 ist so weit bemessen, daß
zwei im Bereich des Längsschlitzes an die Hülse10 angeformte Lippen, die, ausgehend
von dem den Auslaufschlitz 5 bildenden Längsschlitz, radial nach innen in die Hülse
10 reichen und von denen wegen der Schnittdarstellung in Fig. 2 lediglich die Lippe
14 sichtbar ist, durch den Schlitz 12 nach innen ragen können. Es wird auf diese Weise
eine Verdrehsicherung zwischen den Kappen 9 und der Hülse 10 erreicht, die andererseits
stramm oder mit geringem Spiel in der Hülse 1Olängsverschieblich sind.
[0029] Koaxial zur Längsachse der Wickelwelle 2 und dem Markisenkasten 3 ist auf dem Boden
13 der Kappe 9 ein axial nach außen weisender, ebenfalls etwa becherförmiger Ansatz
15 befestigt, dessen Boden 16 einen zurückspringenden, im Querschnitt kreisförmigen
Bereich 17 enthält, der koaxial zu dem Ansatz 15 ist. In dem so entstehenden Hohlraum
zwischen dem Boden 13 der Kappe 9 und dem Boden 16 des Ansatzes 15 sitzt ein Rillenkugellager
18, mit dem die Wickelwelle 2 gelagert ist. Die rohrförmige Wickelwelle 2 enthält
hierzu in jeder Stirnseite drehfest einen Einsatz 19 mit einer zur Wickelwelle 2 koaxialen
und in Axialrichtung durchgehenden Vierkantöffnung 20, in der ein Vierkantzapfen 21
steckt. Der Vierkantzapfen 21 ragt, ausgehend von dem Einsatz 19, axial durch eine
entsprechende öffnung 22 in dem Boden 13, die Bohrung in dem Innenlagerring des Rillenkugellagers
18 und eine entsprechende koaxiale Öffnung 23 in dem Boden 16 hindurch; die Bohrung
im Innenlagerring des Rillenkugellagers
18 hat dabei einen Durchmesser, der etwa der Diagonale des vierkantigen Querschnitts
des Zapfens 21 entspricht.
[0030] Um ein ungewolltes Verschieben des Zapfens 21 in dem Einsatz 19 bzw. dem Rillenkugellager
18 zu verhindern, enthält der Einsatz 19 in einer entsprechenden radialen Gewindebohrung
eine eindrehbare Stiftschraube 24, mit der der Zapfen 21 in dem Einsatz 19 festgeklemmt
ist.
[0031] Der im Querschnitt geradzahlig regulär polygonale Ansatz 15, im veranschaulichten
Ausführungsbeispiel ist er achtkantig, sitzt in einem Maul 25 eines zugehörigen gegabelten
Fortsatzes 26 des entsprechenden Wandhalters 8. Die Weite des Maules 25 entspricht
dabei der Weite des Achtkants des Ansatzes 15, der sich auf diese Weise in seiner
axialen Richtung in dem Maul 25 verschieben, jedoch nicht drehen läßt. Die Sicherung
des Ansatzes 15 gegen Herausgleiten aus dem Maul 25 erfolgt durch eine Schraube, wie
sie bei 27 gezeigt ist, die durch zwei miteinander fluchtende Bohrungen 28 in den
durch die Gabelung des Fortsatzes 26 entstehenden Enden eingesetzt ist und das Maul
25 nach vorne abschließt; das, da der Fortsatz 26 rechtwinklig zur Längsachse der
Wickelwelle 2 verläuft, sich in radialer Richtung bezüglich der Wickelwelle 2 öffnet.
[0032] Es versteht sich, daß das nicht sichtbare Ende der in der linken Hälfte von Fig.2
geschnitten gezeigten Markise 1 genauso aufgebaut ist wie das sichtbare Ende und daß
auch die übrigen Markisen von ' Fig. 1 endseitig denselben Aufbau haben wie dies in
der linken Hälfte von Fig. 2 dargestellt ist.
[0033] Bei dem veranschaulichten Ausführungsbeispiel sitzt jeder der Wandhalter 8 auf einem
Tragrohr 29, das im wesentlichen vertikal verlaufend,parallel und im Abstand vor der
Hausfassade an derselben verankert ist. Der Wandhalter 8 enthält hierzu eine Hülse
31, die mit geringem Spiel auf das Tragrohr 29 aufgesteckt ist und mittels zweier
in entsprechende Gewindebohrungen eingedrehter Klemmschrauben 32 und 33, die radial
bezüglich des Tragrohrs 39 verlaufen, festgeklemmt ist. An die Hülse 3'1 ist der oben
erwähnte Fortsatz 26 einstückig angeformt, der, bezogen auf die Hülse 31 und das Rohr
29, etwa radial wegsteht, wobei sich das Maul 25, wie in Fig. 3 gezeigt, von der Hülse
34 wegweisend öffnet und somit auch von der Hausfassade wegweisend öffnet. Parallel
und im Abstand zu dem Fortsatz 26 ist an die Hülse 31 ein weiterer Fortsatz 26a angeformt,
der genauso ausgebildet ist wie der Fortsatz 26, weshalb auch dementsprechend die
beiden Mäuler 25 miteinander fluchten. Es bedarf keiner weiteren Erläuterung, daß
die Wandhalter 8, anstatt mit der Hülse 31 auf das Tragrohr 29 aufgeklemmt zu sein,
auch mittels entsprechenden Flanschen an der Hausfassade verankert werden können,
wobei dann die Fortsätze 26 und 26a unmittelbar an die Flansche angeformt sind.
[0034] Vorteilhafterweise ist der seitliche Abstand der beiden Fortsätze 26 und 26a voneinander
so bemessen, daß zwischen den Ansätzen 14 einander benachbarter Markisen 1 eine Kupplungseinrichtung
35 zur drehfesten Kupplung der zugehörigen Wickelwellen 2 Platz findet. Die Kupplungseinrichtung
35 enthält ein erstes und ein zweites Kupplungsglied 36, 37, wobei beispielsweise
das erste,etwa quäderförmige Kupplungsglied 36, auf dem aus dem Ansatz 15 herausragenden
Ende des vierkantigen Zapfens 21 befestigt ist. Auf dem dem vierkantigen zapfen 21
entsprechenden Zapfen 21a der benachbarten Markise, beispielsweise der in der rechten
Hälfte von Fig. 2 gezeigten, sitzt ebenfalls auf dem stirnseitigen, aus dem zugehörigen
Ansatz 14 herausragenden Ende, das wiederum quaderförmige zweite Kupplungsstück 37,
das jedoch so bemessen ist, daß es mit ausreichendem Spiel in eine entsprechende,
rechtwinklig zu dem Zapfen 21 verlaufende Nut 38 des ersten Kupplungsstückes 36 hineinpaßt.
Die Nut 38 ist sowohl endseitig als auch in Richtung auf den benachbarten Zapfen 21a
offen, wie die Fig. 4 zeigt.
[0035] Lediglich die den Antriebsmotor für die Markise nach Fig. 1 enthaltende Markise,
d.h. die in Fig. 1 rechte Markise 1, weist an ihrem entsprechenden stirnseitigen Ende
einen gegenüber der obigen Beschreibung abweichenden Aufbau auf, und zwar ist auf
dem zugehörigen Fortsatz 26 des entsprechenden Wandhalters 8 der Antriebsmotor 39
aufgeflanscht, der beispielsweise einen Aufbau aufweist, wie er in der Patentanmeldung
P 33 34 416.7 beschrieben ist. Der Antriebsmotor 39 ragt mit seinem Gehäuse in die
rohrförmige Wickelwelle 2 hinein, die auf dem Gehäuse des Antriebsmotors 39 drehbar
gelagert ist. Bei der zugehörigen Kappe 9 des Markisenkastens 3 fehlt hingegen der
oben erläuterte Ansatz 15 und stattdessen sitzt die Kappe 9 mit ihrem Boden 13 zwischen
dem Fortsatz 26 des Wandhalters 8 und dem halterseitigen Ende des Antriebsmotors 39;
im übrigen hat die Kappe 9 denselben Aufbau wie oben beschrieben.
[0036] Durch die gemeinsame Anbringung zweier Markisenkästen 3 in einem gemeinsamen Wandhalter
8 werden die Fluchtungsfehler benachbarter Markisen 1 auf ein Minimum reduziert, so
daß ohne weiteres, wie oben beschrieben, die Wickelwellen 2 mehrerer Markisen 1 miteinander
gekuppelt werden können. Die Kombination von axial wegstehendem Ansatz 15 und rechtwinklig
dazu verlaufenden, gegabelten Fortsatz 26 ermöglicht es ohne weiteres, Abstandstoleranzen
zwischen den Wändhaltern 8 einer Markise 1 auszugleichen, und zwar etwa im Rahmen
der Länge des Ansatzes 15. Die längsverschiebliche und drehfeste Anordnung der Hülse
10auf den Kappen 9 verhindert es schließlich, daß ein unterschiedlicher Wärmeausdehnungskoeffizient
zwischen dem Hülsenmaterial und dem Mauerwerk zu Verwerfungen und Ausknicken der Hülse
10führt, die sich bei Verwendung von Acrylglas, beispielsweise um mehrere Millimeter,
gegenüber dem Abstand zwischen zwei benachbarten Wandhaltern 8 ausdehnt und dementsprechend
auf der Kappe 9'verschiebt.
[0037] Um beim Transport der Markise 1 ein Verdrehen der Wickelwelle 2 mit dem darauf aufgewickelten
Ballen aus Markisentuch 4 zu verhindern, ist auf den aus dem Einsatz 19 herausragenden
Teil der Stiftschraube 24 ein Rohr 41 stramm aufgesteckt oder mit einem entsprechenden
Innengewinde aufgeschraubt, das durch den Auslaufschlitz 5 nach außen führt und so
die Wickelwelle 2 im Inneren des Markisenkastens 3 gegen Drehen sichert. Nach der
Montage der Markise 1 wird das Rohr 41 von der Stiftschraube 24 abgenommen und es
kann sich dann die Wickelwelle 2 frei drehen.
[0038] Die Rückseite des Mauls 25 kann, wie in Fig. 3 bei 42 veranschaulicht, etwa halbkreisförmig
oder, wie bei 43 gezeigt, der polygonalen Umfangsfläche des Ansatzes 15 folgend gestaltet
sein. Im letzteren Fall ergeben sich zusätzliche Anlagestellen für die Kanten des
mehreckigen Ansatzes und damit gegebenenfalls eine bessere Kräfteverteilung.
[0039] Anstatt bei dem Markisenkasten 3 eine Hülse 10 aus Acrylglas vorzusehen, kann die
Hülse 10 auch aus Blech hergestellt sein. In jedem Falle ist es auch wahlweise möglich,
die Kappe 9 auf die Hülse 10 aufzustecken, anstatt sie, wie in Fig. 2 gezeigt, in
die Hülse 10 einzustecken. Es versteht sich, daß dann die als Drehsicherung wirkenden
Lippen 13 nicht mehr radial nach innen auf die Wickelwelle zuweisen, sondern vielmehr
nach außen zeigen und durch den Schlitz 12 aus der Kappe 9 hervorstehen.
[0040] In den Figuren 5 bis 8 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Markise 1 nach Figur
1 veranschaulicht, bei der die aus dem vorherigen Ausführungsbeispiel bekannten Bauteile
mit denselben Bezugszeichen versehen und nicht erneut beschrieben sind.
[0041] Während bei dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel die das Verschlußstück des Markisenkastens
bildende Kappe 9 becherartig ausgeführt ist, ist bei dem Ausführungsbeispiel nach
Figur 5 das Verschlußstück für das stirnseitige Ende der Hülse 10 eine an die Innenform
der Hülse 10 angepaßte Scheibe 45, die entweder plan oder, wie gezeigt, mit einem
vertieft ausgeführten mittleren Bereich 46 ausgeführt sein kann. Im letzteren Fall
weist der gekröpfte Rand der Scheibe 45 in Richtung auf die Mitte der Markise 1 zu.
Auf diese Weise greift die gekröpfte Scheibe 45 gegenüber der planen Ausführung etwas
tiefer in die Hülse 10 ein und kann größere Längentoleranzen der Hülse 10 ausgleichen,
ohne daß die Gefahr besteht, daß die Hülse 10 vom Rand der Scheibe 45 abrutscht.
[0042] Koaxial zu der im wesentlichen kreisrunden Scheibe 45 und des Antriebsvierkants 21
ist auf dem mittleren Bereich 46 der Scheibe 45 ein Ring 47 befestigt, in dem das
Rillenkugellager 18 zur Lagerung der Wickelwelle 2 steckt. Dem Ring 47, der in seiner
Funktion dem becherförmigen Ansatz 15 entspricht, ist auf der der Markise 1 abgewandten
Stirnseite ein Flansch 48 zugeordnet, der in seiner Draufsicht in Figur 7 gezeigt
ist. Die starre Verbindung zwischen der Scheibe 45, dem Ring 18 und dem Flansch 48
erfolgt mittels zweier Befestigungsschrauben 49 und 51, die durch entsprechende Befestigungsöffnungen
52 in der Scheibe 45 sowie einem Paar damit fluchtender, in der Zeichnung nicht erkennbarer,
Durchgangsöffnungen in dem Ring 47 hindurchführen und in Gewindebohrungen 53 des Flansches
48 eingedreht sind, der im einfachsten Falle aus einem Flachkant besteht und mittig
eine Durchgangsöffnung 54 für den Antriebsvierkant 21 enthält. Mit der öffnung 54
fluchtet selbstverständlich eine Öffnung 55 in der Scheibe 45, wobei jedoch die Durchmesser
der Öffnungen 55 und 54 kleiner sind als der Außendurchmesser des Rillenkugellagers
18, so daß dieses zwischen der Scheibe 45 und dem Flansch 48 sicher in dem Ring 47
festgehalten ist.
[0043] Die Befestigungsöffnungen 52 befinden sich auf einem gemeinsamen Teilkreis und liegen
sich bezüglich der Achse der Wickelwelle 2 bzw. der Mitte der Öffnung 55 paarweise
diametral gegenüber, wie dies Figur 6 zeigt, in der drei Paare von Befestigungsöffnungen
52 veranschaulicht sind. Die Paare von Befestigungsöffnungen 52 sind jeweils um einen
Winkel von 30
0 bezüglich der Achse der Wickelwelle 2 in der Ebene der Scheibe 45 gegeneinander versetzt.
[0044] Die Gewindebohrungen 53 des Flansches 48 liegen ebenfalls auf demselben Teilkreis
wie die Öffnunqen 52 und befinden sich bezüglich der Mitte der öffnung 54 paarweise
diametral gegenüber. Die in Figur 7 gezeigten drei Paare von Gewindebohrungen 53 sind
jedoch gegeneinander um 15° versetzt, so daß in Kombination mit den Befestigungsöffnungen
52 mehrere in Stufen von 15
0 gedrehte Zuordnungen zwischen dem Flansch 48 und der Scheibe 45 möglich sind.
[0045] Während sich bei dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel die drehfeste Verbindung
zwischen dem becherförmigen Ansatz 15 und dem gegabelten Maul 25 des Fortsatzes 26
durch die polygonale Außengestalt des Ansatzes 15 ergibt, ist bei dem Ausführungsbeispiel
nach Figur 7 der starr mit der Scheibe 45 verschraubte Flansch 48 mit dem Fortsatz
26 verschraubt. Der Flansch 48 enthält hierzu zwei sich bezüglich der öffnung 54 diametral
gegenüberliegende Bohrungen 57 und 58, die mit entsprechenden Gewindebohrungen 61
und 62 in den Schenkeln des gegabelten Fortsatzes 26 fluchten. Im montierten Zustand
sitzen in diesen Gewindebohrungen 61, 62 durch die Bohrungen 57 und 58 hindurchführende
Befestigungsschrauben 63, 64, die den Flansch 48 drehfest bzw. völlig starr mit dem
Wandhalter 8 verbinden. Dabei befindet sich im montierten Zustand der gegabelte Fortsatz
26 zwischen dem rechtwinklig zu der Längsachse der Wickelwelle 2 verlauenden Flansch
48 und der zugehörigen Scheibe 45, mit der er unter Zwischenlage des Ringes 47 fest
verschraubt ist. Die Rückseite des Mauls 25 ist an die Form des Rings 47 angepaßt.
[0046] Auf diese Weise wird eine stark vereinfachte Montage erreicht, bei der ohne Hilfspersonen
das Auslangen gefunden wird, weil der Außendurchmesser des Ringes 47 gleich der lichten
Weite zwischen den Schenkeln des gegabelten Fortsatzes 26 ist. Die werkseitig vormontierte
Markise 1 braucht nämlich nur mit dem Ring 47 in die Mäuler 25 der vorher an der Wand
des Gebäudes angebrachten Wandhalter 8 eingeschoben zu werden, womit die Markise 1
bereits vorläufig unterstützt ist und nicht gehalten werden muß. Es können jetzt ohne
weiteres die beiden Befestigungsschrauben 63 und 64 in die Bohrung 57 und 58 des Flansches
48 eingesetzt und in den Gewindebohrungen 61 und 62 festgeschraubt werden. Ein Auftreten
der Abstandsdifferenzen zwischen einander benachbarten Wandhaltern 8 kann leicht ausgeglichen
werden, weil einerseits die Scheibe 45 in der Hülse 10 und andererseits der Antriebsvierkant
21 in dem Rillenkugellager 18 bzw. dem Endstück 19 der Wickelwelle 2 längsverschieblich
ist.
[0047] Die antriebsmäßige Kupplung zwischen benachbarten Markisen 1 erfolgt wie die, die
anhand des vorhergehenden Ausführungsbeispiels erläutert ist. Ebenso versteht es sich,
daß die benachbarte Markise in der gleichen Weise befestigt ist, weshalb auch hier
die Wandhalter 8 zwei an der Hülse 31 angeformte gegabelte Fortsätze 26 und 26a enthalten,
die ebenfalls mit Befestigungsbohrungen 61a und 62a versehen sind.
[0048] Um eine Verdrehen der Hülse 10 auf den Scheiben 45 zu verhindern, weist diese an
ihrem Rand wenigstens einen radial vorstehenden Ansatz auf,der in den Auslaufschlitz
5 ragt. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel sind zwei Ansätze 65 und 66 vorgesehen,
die hakenförmige Gestalt aufweisen, wobei die hierdurch entstehenden Hakenenden aufeinander
zu weisen. In diese hakenförmigen Ansätze 65 und 66 greifen zwei im Querschnitt komplementär
geformte hakenförmige Leisten 67 und 68 formschlüssig ein, die im Bereich des Auslaufschlitzes
5 an die Hülse 10 angeformt sind und sich parallel zur Längsachse der Wickelwelle
3 über die gesamte Länge der Hülse 10 erstrecken.
[0049] Im Ausführungsbeispiel sitzen die hakenförmigen Leisten 67 und 68 auf etwa radial
wegstehenden Lippen 69 und 70, die am Auslaufschlitz 5 an die Hülse 10 einstückig
angeformt sind und an die sich bei eingefahrenem Markisentuch 4 die Ausfallstange
6 dichtend anlegen kann.
[0050] Durch die Art der Orientierung der hakenförmigen Ansätze 65, 66 einerseits und der
hakenförmigen Leisten 67, 68 andererseits wird eine formschlüssige Verriegelung zwischen
der Hülse 10 und der Scheibe 45 erreicht, die einerseits ein Drehen der Hülse 10 auf
der Scheibe 5 verhindert und außerdem einem Aufweiten der Hülse 10 längs des Auslaufschlitzes
5 wenigstens im Bereich der Scheiben 45 verhindert.
[0051] Durch entsprechende Ausrichtung der Befestigungsöffnung 52 auf der Scheibe 45 zu
den hakenförmigen Ansätzen 65 und 66 kann erreicht werden, daß der Auslaufschlitz,
ausgehend von einer ersten Einstellung, in der der Auslaufschlitz 5 vertikal nach
unten zeigt, in Stufen von 15° bis zu einem Winkel von 45° in beiden Seiten gegenüber
der Vertikalen zur Seite gedreht werden kann.
[0052] Wenn bei dem Markisenkasten 3 zum endseitigen Ver- . schließen der Hülse 10 die gezeigten
Scheiben 45 verwendet werden, wird vorzugsweise der in der Wickelwelle 2 befindliche
Antriebsmotor nicht,wie bei dem vorherigen Ausführungsbeispiel, unmittelbar an den
Fortsatz 26 des Wandhalters 8 angeflanscht, sondern er liegt mit seinem Befestigungsflansch
auf der nach innen weisenden Seite der Scheibe 45 an und ist mit der Scheibe 45, dem
Ring 47 und dem Befestigungsflansch 48 verschraubt. Dies hat den Vorteil, daß die
Montage unabhängig davon ist, ob es sich um eine Markise 1 mit Antriebsmotor 39 oder
um solche Markisen handelt, die mit der angetriebenen Markise lediglich gekuppelt
sind und keinen eigenen Antrieb enthalten.
1. Markise mit einem einen Auslaufschlitz aufweisenden Markisenkasten, der endseitig
Lager für eine in dem Markisenkasten gelagerte Wickelwelle aufweist, an der einenends
ein anderenends mit einer Ausfallstange verbundenes und durch den Auslaufschlitz führendes
Markisentuch befestigt, ist, sowie mit Wandhaltern zum drehfesten Anbringen des Markisenkastens
an der Wand od.dgl. eines Gebäudes, dadurch gekennzeichnet, daß der Markisenkasten
(3) zumindest an einer Stirnseite einen in Längsrichtung der Wickelwelle (2) sich
erstreckenden Ansatz (15, 47) und der zugehörige Wandhalter (8) zur Aufnahme dieses
Ansatzes (15, 47) zumindest einen gegabelten und rechtwinklig zur Längsachse der Wickelwelle
(2) sich erstreckenden Fortsatz (26) aufweist, in dessen so gebildetes, in radialer
Richtung bezüglich der Wickelwelle (2) offenes Maul (25) der Ansatz (15, 47) eingefügt
ist.
2. Markise nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansatz (15, 47) ring-
bzw. rohrförmig ausgebildet ist und koaxial zur Längsachse der Wickelwelle (2) verläuft.
3. Markise nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Ansatz (15, 47) das
Lager (18) für die Wickelwelle (2) angeordnet ist.
4. Markise nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Lager ein Rillenkugellager
(18) ist.
5. Markise nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansatz (15) einen geradzahlig
polygonalen Querschnitt aufweist, dessen Weite der Weite des Mauls (25) entspricht.
6. Markise nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansatz (15) eine etwa
becherförmige Ge- ._ stalt aufweist, dessen Boden (16) dem Markisenkasen (3) zugewandt
ist und einen nach innen zurückspringenden Bereich (17) aufweist, in dem das Lager
(18) angeordnet ist.
7, Markise nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem offenen Ende des Mauls
(25) ein durchgehender Bolzen (27) in den gegabelten Fortsatz (26) eingesetzt ist,
durch den der in dem Maul (25) angeordnete Ansatz (15) gegen Herausgleiten aus dem
Maul (25) gesichert ist.
8. Markise nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückseite des Mauls (25)
an den polygonalen Querschnitt des Ansatzes (15) angepaßt ist.
9. Markise nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansatz (47) eine etwa
ringförmige Gestalt aufweist und ihm an seinem dem Markisenkasten (3) abgewandten
Ende ein sich rechtwinklig zu der Wickelwelle (2) erstreckender und über seinen Außenumfang
hinausstehender Flansch (48) zugeordnet ist, der sich im montierten Zustand auf der
dem Markisenkasten (3) abgewandten Seite des gegabelten Fortsatzes (26) des Wandhalters
(8) befindet und mittels Befestigungselementen, vorzugsweise Schrauben (63, 64), an
einer dem Flansch (48) benachbarten Anlagefläche des gegabelten Fortsatzes (26) des
Wandhalters (8) starr befestigt ist.
10. Markise nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Flansch (48) unter Zwischenlage
des Ansatzes (47) mittels Befestigungselementen, vorzugsweise Schrauben (49, 51),
mit dem Markisenkasten (3) verbunden ist.
11. Markise nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Flansch (48) in mehreren
Drehwinkelstellungen, bezogen auf die Wickelwelle (2), an dem Markisenkasten (3) befestigbar
ist.
12. Markise nach den Ansprüchen 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Markisenkasten
(3) für die Befestigungselemente (49, 51) mehrere Befestigungsöffnungen (52) aufweist,
die sich bezüglich der Wickelwelle (2) auf demselben Teilkreis diametral gegenüberliegen
und paarweise gegeneinander um vorbestimmte Winkel versetzt sind.
13. Markise nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Flansch (48) für die
Befestigungselemente (51, 49) mehrere Befestigungsöffnungen (53) aufweist, die sich
bezüglich der Wickelwelle (2) auf demselben Teilkreis diametral gegenüberliegen und
paarweise gegeneinander um vorbestimmte Winkel versetzt sind.
14. Markise nach den Ansprüchen 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Winkel,
um die die Befestigungsöffnungen (53) des Flansches (48) gegeneinander versetzt sind,
kleiner vorzugsweise halb so groß sind wie die Winkel, um die die Befestigungsöffnungen
(52) des Markisenkastens (3) gegeneinander versetzt sind.
15. Markise nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Markisenkasten (3) aus
einer im wesentlichen zylindrischen Hülse (10) besteht, die an ihren Enden je ein
Verschlußstück (9, 45) trägt und die einen den Auslaufschlitz (5) bildenden durchgehenden
Längsschlitz enthält, und daß auf wenigstens einem der Verschlußstücke (9, 45) ein
Ansatz (15, 47) befestigt ist.
16. Markise nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eines der endseitigen
Verschlußstücke (9, 45) relativ zu der zylindrischen Hülse (1.0) verschiebbar und
gegen Verdrehen gesichert ist.
17. Markise nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß beide Verschlußstücke (9)
des Markisenkastens (3) eine becherartige Gestalt aufweisen und längsverschieblich
mit der Hülse (10) verbunden sind, wobei die die Bechergestalt bildende Wandung der
Mitte des Markisenkastens (3) zugewandt ist und jedes der becherartigen Verschlußstücke
(9) in seiner Wandung (11) einen mit dem Längsschlitz der Hülse (10) fluchtenden Schlitz
(12) enthält.
18. Markise nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß an den Längsschlitzen der
Hülse (10) radial nach innen oder außen weisende Lippen (14) angeformt sind, die durch
die den Wandungen (11) der Verschlußstücke (9) vorgesehenen Schlitze (12) radial nach
innen oder außen führen und die Verdrehsicherung bilden.
19. Markise nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die an den beiden Seiten
des Markisenkastens (3) befindlichen Verschlußstücke (45) die Gestalt einer Scheibe
aufweisen,die rechtwinklig zu der Wickelwelle (2) verlaufen und verschieblich sowie
drehgesichert in die Hülse (10) eingesetzt sind.
20. Markise nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben (45) an ihrem
Rand wenigstens einen radial abstehenden Ansatz (65, 66) tragen, der mit dem Längsschlitz
der Hülse (10) die Verdrehsicherung für die Hülse (10) bildet.
21. Markise nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansätze (65, 66) hakenförmige
Gestalt aufweisen und mit zwei im Querschnitt dazu komplementär hakenförmigen Leisten
(67, 68) an dem Längsschlitz der Hülse (10) zusammenwirken und die Hülse (10) formschlüssig
gegen Aufweiten sichern.
22. Markise nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben (45) einen
vertieften mittleren Bereich (46) aufweisen und mit ihrem axial in Richtung parallel
zu der Wickelwelle (2) versetzten Rand zur Mitte des Markisenkastens (3) zeigen.
23. Markise nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (10) aus Kunststoff
besteht.
24. Markise nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die rohrförmige Wickelwelle
(2) ein Antriebsmotor (39) eingesetzt ist, der an dem zugehörigen Wandteil (8) verankert
ist, wobei das Verschlußstück (9, 45) drehfest mit dem Motorgehäuse verbunden ist.
25. Markise nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wandhalter (8) einen
weiteren, parallel im Abstand dazu verlaufenden gegabelten Fortsatz (26a) zur Aufnahme
des Ansatzes (15, 47) einer benachbarten Markise (1) gleicher Art aufweist, wobei
die Mäuler (25) in den Fortsätzen (26, 26a) miteinander fluchten.