[0001] Die vorliegende Neuerung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Einbringen von Transportankern
in eine Gießform für Betonteile, vorzugsweise in eine Gießform für Betonrohre.
[0002] Das Gewicht von Betonteilen ist oftmals so groß, daß das Verlegen nur mittels eines
Hebezeuges möglich ist. Dies gilt besonders für im Erdreich verlegte Betonrohre. Zum
Anschlagen von Ketten, Seilen o.dgl. sind an den Außenseiten mindestens ein Transportanker
vorzusehen, die jedoch gegenüber den Außenflächen nicht vorstehen dürfen, da sonst
eine erhebliche Bruchgefahr beim Transport der Teile besteht.
[0003] Betonteile werden in einer ihrer jeweiligen Form entsprechenden Gießform, die in
der einschlägigen Branche als Schalung bezeichnet wird, hergestellt. Die Transportanker
sind vor dem Einfüllen des flüssigen Betons in die Gießform lagegerecht einzubringen.
[0004] Zum Einbringen der Transportanker sind Hilfsmittel eingesetzt worden, bei denen der
Transportanker durch Magnetkraft in der Gießform gehalten wird. Beim Einfüllen des
Betons passiert es demzufolge laufend, daß sich die
Transportanker aus der Sollage verschieben. Die speziell für die Transportanker ausgelegten
Anschlagmittel lassen sich dann beim Verlegen später überhaupt nicht oder unter erschwerten
Bedingungen an dem nach außen zeigenden Kopfende des Transportankers anbringen. Es
kommt daher häufig zu Reklamationen seitens der die Betonteile verarbeitenden Firmen.
Weiterhin ist noch durch die Art der Einbringung der Transportanker in die Gießform
eine Leistungsminderung einer Anlage zum Herstellen von Betonteilen zu sehen.
[0005] Der vorliegenden Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs
genannten Art zu entwickeln, die unter Erhöhung der Leistung einer Maschine zum Herstellen
von Betonteilen weitgehend selbsttätig und betriebssicher so arbeitet, daß die Sollage
der einzugie- ßenden Transportanker exakt beibehalten wird.
[0006] Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist neuerungsgemäß ein Magazin zum Bereithalten
der einzubringenden Transportanker vorgesehen, in dem eine Vielzahl von Transportankern
mit ihren Längsachsen parallel zueinander liegend speicherbar sind, einer quer zur
Längsachse jedes Transportankers in zwei Endstellungen verfahrbaren Ausstoßeinrichtung
zur Übergabe jeweils eines Transportankers an einen den Transportanker kopfseitig
erfassenden, haltenden und an einen in Richtung der Längsachse des Transportankers
verschiebbaren Schlitten befestigten Greifer, mittels dessen der Transportanker mit
seinem freien Ende in die Gießform einbringbar ist. Es ist nunmehr möglich, eine größere
Anzahl von Transportankern in/dem Magazin zur Verarbeitung bereitzuhalten. In Abhängigkeit
von der Leistung der Betonteile herstellenden Maschine muß dieses in gewissen Intervallen
aufgefüllt werden. Beim Herstellen eines Betonteiles sind vom Bedienungspersonal keine
Maßnahmen notwendig, um die Transportanker in die Gießform einzubringen, da die Vorrichtung
selbsttätig arbeitet. Es ist nur dafür Sorge zu tragen, daß das Magazin vor der restlosen
Entleerung wieder aufgefüllt wird. Durch die quer zur Längsachse des jeweiligen Transportankers
verfahrbare Ausstoßeinrichtung ist eine sichere Übergabe an die den Transportanker
in die Gießform einbringenden Greifer gewährleistet, da der Transportanker eine große
Angriffsfläche bietet. Da der jeweilige Transportanker von einem Greifer übernommen
wird, ist nicht nur eine sichere Übernahme gewährleistet, sondern auch eine lagegerechte
Einbringung in die Gießform. Da der Greifer außer-. dem an einem verschiebbaren Schlitten
befestigt ist, kann die Steuerung so ausgelegt werden, daß der Greifer den Transportanker
erst freigibt, nachdem die Gießform gefüllt ist. Falls notwendig, kann der Greifer
auch darüberhinaus noch während der Aushärtzeit des eingefüllten Betons den Transportanker
halten. Abweichungen von der Sollage sind daher ausgeschaltet. Da das Einbringen der
Transportanker nunmehr selbsttätig, abgesehen vom Auffüllen des Magazins, erfolgt,
wird durch den Einsatz der neuerungsgemäßen Vorrichtung die Leistung einer Betonteile
herstellenden Maschine gesteigert.
[0007] Gemäß einem bevorzugten Ausfihrungsbeispiel ist vorgesehen, daß das Magazin als Senkrechtmagazin
ausgebildet ist, in dem die Transportanker von oben her einbringbar sind und mit ihren
Längsachsen in einer vertikalen Ebene übereinanderliegen, und daß die Ausstoßeinrichtung
im unteren Bereich des Magazins angeordnet und in einer horizontalen Ebene verfahrbar
ist. Durch eine derartige Anordnung ist nicht nur eine funktionssichere und übersichtliche
Bauweise gegeben, son-dern auch das Füllen des Magazins von seiner oberen Seite her
möglich, so daß dieses unabhängig von der Entnahme erfolgen kann, da durch die Ausstoßeinrichtung
der jeweils untere Transportanker abgezogen wird.
[0008] Eine besonders einfache konstruktive Gestaltung der Ausstoßeinrichtung bei einer
betriebssicheren Arbeitsweise ist gegeben, wenn die Ausstoßeinrichtung als ein\on
einer Kolben-Zylinder-Einheit antreibbarer Schieber ausgebildet ist, der an seinem
freien Ende eine um eine horizontale Achse schwenkbare, zum Magazin hin offene Aufnahmeschale
für jeweils einen Transportanker aufweist.
[0009] Der Greifer wird besonders einfach, wenn dieser aus zwei um eine gemeinsame horizontale
Achse in entgegengesetzten Richtungen schwenkbaren Backen gebildet ist. Dabei ist
besonders vorteilhaft, daß die Backen an den einander zugewandt liegenden inneren
Flächen je eine der Kopfform des Transportankers entsprechende Aussparung aufweisen,
wobei im geschlossenen Zustand der Backen das Kopfende des Transportankers in dem
durch die Aussparungen gebildeten HOhlraum liegt. Durch eine derartige Ausbildung
wird der Transportanker formschlüssig transportiert und gehalten, so daß ein Verschieben
ais der Sollage praktisch unmöglich ist.
[0010] Da das Kopfende des Transportankers, an dem ein Seil oder eine Kette beim Transport
oder beim Verlegen angeschlagen wird, irieiner Aussparung liegen muß, ist besonders
vorteilhaft, daß der Greifer im geschlossenen Zustand seiner Backen an der vorderen,
dem freien Ende des Transportankers zugewandt liegenden Seite nach Art einer Kugelkalotte
ausgebildet ist, da dann die Möglichkeit besteht, die an der Außenseite des Betonteils
notwendige Aussparung durch die Backen zu erzielen. Dazu ist der Schlitten so weit
in Richtung zur Gießform zu verfahren, daß das kalittenförmig ausgebildete Teil des
Greifers innerhalb der Gießform liegt.
[0011] Weitere Kennzeichen und Merkmale einer vorteilhaften Ausgestaltung der vorliegenden
Neuerung sind Gegenstand von weiteren Unteransprüchen und ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels. Es zeigen:
Fig. 1 eine neuerungsgemäße Vorrichtung im Aufriß,
Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Seitenansicht im verkleinerten Maßstab, das Magazin
zeigend,
Fig. 3 eine der Fig. 1 entsprechende Seitenansicht, das untere Ende des Magazins und
den geöffneten Greifer zeigend, während der Übernahme eines Transportankers,
Fig. 4 den Greifer in der geöffneten Stellung in Schnittdarstellung,
Fig. 5 eine Teilansicht der Gießform im Schnitt, die Öffnung zum Einfahren der Greifer
zeigend und
Fig. 6 den in die Gießform eingefahrenen, einen Transportanker tragenden Greifer in
Schnittdarstellung.
[0012] Die in der Fig. 1 aufgezeigte Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem senkrechten
Magazin 1, in dem mehrere Transportanker 2 in noch näher beschriebener Weise jeweils
übereinander liegend gespeichert sind, einer quer zur Längsachse der Transportanker
verfahrbaren Ausstoßeinrichtung 3 und einem in Richtung der Längsachse der Transportanker
2 verfahrbaren Schlitten 4,der an der dem Senkrechtmagazin 1 zugewandten Ende einen
öffen- und schließbaren Greifer 5 trägt.
[0013] Jeder Transportanker 2 ist an seinen beiden Stirnenden mit einem im Durchmesser größer
gehaltenen Ansatz versehen, wie insbesondere die Fig. 2,3 und 6 zeigen. Dabei ist
der innerhalb des nicht dargestellten Betonteiles liegende Ansa-tz größer als der
beim Einbringen in die Gießform vom Greifer 6 erfaßte Ansatz.
[0014] Das Magazin 1 weist zwei in vertikaler Richtung verlaufende Führungen 6,7 auf, die
im Abstand und fluchtend zueinander angeordnet sind. Jede Führung 6,7 ist aus zwei
im Abstand zueinander angeordneten Führungsschienen 8,9 gebildet. Die Führungsschienen
8,9 verlaufen parallel zueinander und sind über Distanzbolzen 10 fest miteinander
verbunden. In den Führungen 6,7 ist der von Beton beim fertigen Betonteil umhüllte
Ansatz des Transportankers 6 gleitend geführt. Die Führungen 6,7 sind im Sinne einer
T-förmigen Führung zu sehen. Wie insbesondere aus den
Fig. 2 und 3 erkennbar, stehen die im Senkrechtmagazin 1 gespeicherten Transportanker
2 nach vorn, d.h., in Richtung zum ScHitten 4 vor. Rückseitig ist das Senkrechtmagazin
mit zwei nebeneinander in vertikaler Richtung verlaufenden Rollenketten 11,12 versehen,
die über je zwei im oberen und unteren Bereich des Senkrechtmagazins 1 auf einer Welle
angeordneten Kettenrädern 13,14 geführt sind. Dabei bilden die oberen Kettenräder
13 die Antriebskettenräder, die über eine weitere Kette 15 und einem auf der gleichen
Welle angeordneten Kettenrad von einem Getriebemotor 16 angetrieben werden. Der Getriebemotor
16 ist so angeschlossen, daß die den Transportankern 2 zugewandt/liegenden Trume der
Rollenketten 11,12 von oben nach unten bewegt werden.
[0015] Die Ausstoßeinrichtung 3 besteht aus einem Schieber 17, der an der Kolbenstange 18
eines ortsfest angeordneten Hydraulikzylinders 19 befestigt ist. Der Schieber 17 ist
nicht näher erläuterter Weise in einer Führung 20 geführt. Am freien, dem Greifer'
S zugewandt liegenden Ende ist am Schieber 17 eine nach oben offene Aufnahmeschale
21 schwenkbar gelagert. Die Schwenkachse ist mit 22 bezeichnet. Oberhalb der Schwenkachse
22 ist an der Aufnahmeschale 21 eine Rückholfeder 23 angelenkt, deren gegenüberliegendes
Ende am Schieber 17 oberhalb der Kolbenstange 18 angelenkt ist.
[0016] In den Fig. 3,4 und 6 ist der Greifer 5 genauer dargestellt. Der Greifer 5 besteht
aus zwei Backen 24,25, die um eine Horizontalachse 26 schwenkbar sind, wobei die Achse
26 der Backenseite gegenüberliegt, welche jeweils einen Transportanker 2 erfaßt. Im
vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Backen 24,25 als Massivkörper ausgebildet,
und beschreiben in geschlossenem Zustand annähernd die Form einer Halbkugel. Jede
Backe 24,25 ist an der der Achse 26 gegenüberliegenden Seite mit je einem Einsatz
27,28 versehen, der fest in entsprechende Ausnehmungen eingesetzt ist. Jeder Einsatz
27,28 ist mit je einer Aussparung 29,30 versehen, die zu dem der Achse 26 abgewandt
liegenden Rand reichen, und im geschlossenen Zustand der Backen 24,25 eine der Kopfform
des Transportankers 2 entsprechende Hohlkammer bilden. Die Achse 26 ist mit seinen
beiden Stirnenden in einem Führungsring 31 drehfest gelagert. Wie insbesondere aus
der Fig. 4 erkennbar, ist der Führungsring 31 an seiner inneren Seite im Bereich der
den Aussparungen 29,30 zugewandt liegenden Stirnseite eine Führung für die Außenflächen
der Bakken 24,25. Dieses Teil ist demzufolge bogenförmig gestaltet. Der Führungsring
31 wird wei Haltestegen 32,33 getragen, die an der Außenseite des Führungsringe 31
angeschweißt sind. Die Haltestäbe 32,33 sind in nicht näher erläuterter Weise am Schlitten
4 fest angeordnet. Die dem Führungsring 31 gegenüberliegenden Enden der Haltestäbe
32,33 sind mittels einer Lasche 34 verbunden, so daß die Haltestäbe 32,33 und die
Lasche 34 eine U-förmige Halterung bilden. An der dem Greifer 2 zugewandt liegenden
Seite ist an der Lasche 34 eine Kolben-Zylinder-Einheit 35, im vorliegenden Ausführungsbeispiel
ein Hydraulikzylinder, befestigt, dessen Kolbenstange 36 in Richtung zum Greifer 2
ausfahrbar ist, und ein Betätigungsgestänge 37 trägt, welchse mit den zugewandt liegenden
Stirnflächen der Backen 24,25 gelenkig verbunden ist. Das Betätigungsgestänge 37 besteht
aus einer fest auf die Kolbenstange 36 aufgesetzten Lasche 38, und zwei an den Backen
24,25 drehbeweglich angeordneten Lenkern 39,40.
[0017] In der Fig. 5 ist ein Teilausschnitt einer Gießform 41 dargestellt, die im vorliegenden
Ausführungsbeispiel zum Herstellen von Betonrohren ausgebildet ist. In der außenliegenden
Wandung ist eine Öffnung 42 vorgesehen, in die eine an der Gießform 41 befestigte
Dichtung 43 hineinragt. In der Fig. 6 ist dargestellt, daß durch Verfahren des Schlittens
die Backen 24,25 zu einem vorbestimmten Teil in die Gießform 41 hineinragen. Durch
Ausfahren der Kolbenstange 36 der Kolben-Zylinder-Einheit 35 wurden zuvor jedoch die
Backen 24,25 geschlossen.
[0018] Zur Inbetriebnahme der Vorrichtung ist zunächst das Senkrechtmagazin 1 mit Transportankern
2 aufzufüllen. Der zuunterst liegende Transportanker 2 wird zum Einbringen in die
Gießform 41 von der Aufnahmeschale 21 aufgenommen. Durch Beaufschlagung des Kolbens
des Hydraulikzylinders 19 wird die Kolbenstange 18 ausgefahren, wodurch der Transportanker
fluchtend zu der Mittellängsachse des Greifers 2 liegt. Diese Stellung ist in der
Fig. 3 dargestellt. Die Backen 24,25 sind noch geöffnet, werden aber kurz darauf durch
Ausfahren der Kolbenstange 36 der Kolben-Zylinder-Einheit 35 geschlossen. Der Transportanker
2 ist dann sicher und durch die Form der Aussparungen 29,30 lagegerecht gehalten.
Über einen nicht dargestellten Nocken wird die Aufnahmeschale 21 so geschwenkt, daß
der Schieber 17 durch Umsteuern des Hydraulikzylinders 19 in die Ausgangsstellung
zurückfahren kann. Dabei bewirkt die Rückholfeder 23 ein Zurückschwenken der Aufnahmeschale
21. Während der Übergabe eines Bolzens an den Greifer 2 liegt der untere im Senkrechtmagazin
1 sich befindende Transportanker 2 auf der Rückholfeder 23 auf, so weiteres Nachrutschen
nicht möglich ist. Sobald die Backen 24,25 geschlossen sind und der Schieber 17 zurückgefahren
ist, kann durch einen nicht näher erläuterten Antrieb der Schlitten 4 und somit der
Greifer 5 und der sich darin befindende Transportanker 2 in Richtung zur Gießform
verfahren werden. Die Gießform kann dann mit Beton ausgegossen werden. Da die Dichtung
43 schließend an der Außenseite der Backen 24,25 anliegt, kann kein Beton aus der
Gießform 41 auslaufen. Da außerdem die Backen 24,25 in die Gießform 41 hineinragen,
wird eine Aussparung am Betonteil geschaffen, um später beim Verlegen ein Seil oder
eine Kette anzuschlagen. Der Schlitten 4 wird so weit verfahren, daß der Transportanker
2 mit der Außenfläche des späteren Betonteils bündig liegt, oder nur um einen im Verhältnis
zur Länge geringen Betrag vorsteht.
[0019] Sobald der Beton genügend ausgehärtet ist, können die Backen 24,25 durch Umsteuern
der Kolben-Zylinder-Einheit 35 geöffnet werden, da die Längsachse der Horizontalachse
26 den Krümmungsmittelpunkt für die Backen 24,25 bildet. Nach dem Öffnen der Backen
24,25 kann der Schlitten in seine Ausgangslage zurückgefahren werden. Der Einbringvorgang
kann dann wieder aufs neue eingeleitet werden. Damit dabei sichergestellt ist, daß
sich auch ein Transportanker 2 in der Aufnahmeschale 21 befindet, wird zur Verhinderung
eines Verkantens der Transportanker in dem Senkrechtmagazin 1 der Getriebemotor 16
eingeschaltet. Dadurch laufen die Rollenketten 11,12 in Pfeilrichtung A um, wobei
durch Reibschluß auch ein verkanteter Transportanker '2 nach unten bewegt wird.
1. Vorrichtung zum Einbringen von Transportankern in eine Gießform für Betonteile,
vorzugsweise in eine Gießform für Betonrohre gekennzeichnet durch ein Magazin (1)
zum Bereithalten der einzubringenden Transportanker (2), in dem eine Vielzahl von
Transportankern (2) mit ihren Längsachsen parallel zueinander liegend speicherbar
sind, einer quer zur Längsachse jedes Transportankers (2) in zwei Endstellungen verfahrbaren
Ausstoßeinrichtung (3) zur Übergabe jeweils eines Transportankers (2) an einen den
Transportanker (2) kopfseitig erfassenden, haltenden und an einen in Richtung der
Längsachse des Transportankers (2) verschiebbaren Schlitten (4) befestigten Greifer
(5), mittels dessen der Transportanker (2) mit seinem freien Ende in die Gießform
(41) einbringbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Magazin (1) als Senkrechtmagazin
ausgebildet ist, in dem die Transportanker (2) von oben her einbringbar sind und mit
ihren Längsachsen in einer vertikalen Ebene zueinanderliegen, und daß die Ausstoßeinrichtung
(3) im unteren Bereich des Magazins (1) angeordnet und in einer horizontalen Ebene
verfahrbar ist.
3. Vorrichtung nach An÷spruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Senkrechtmagazin
(1) - im Querschnitt gesehen - T-förmig ausgebildet ist, und eine Führung für die
stirnseitig mit einem Ansatz versehenen Transportanker (2) bildet.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die T-förmige Führung
in Richtung zur Ausstoßeinrichtung (3) hin/offen ist, und aus vier Führungsstäben
(8,9) gebildet ist, wobei jeweils zwei Führungsstäbe (8, 9) parallel und im Abstand
zueinander angeordnet sind und über Distanzbolzen (10) fest miteinander verbunden
sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die T-förmige Führung der
offenen Seite gegenüberliegend mindestens ein antreibbares Transportmittel aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Transportmittel aus
zwei synchron laufenden Rollenketten (11,12) gebildet wird, die jeweils über ein im
oberen und unteren Bereich des Senkrechtmagazins (1) vorgesehenen Kettenrädern (13,14)
geführt und über einen Getriebemotor (16) antreibbar sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausstoßeinrichtung
(3) als ein von einer Kolben-Zylinder-Einheit (19) antreibbarer Schieber (17) ausgebildet
ist, der an seinem freien Ende eine um eine Horizontalachse (22) schwenkbare, zum
Magazin (1) hin offene Aufnahmeschale (21) für jeweils einen Transportanker (2) aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeschale (21)
mittels eines ortsfesten Nokkens entgegen der Wirkung einer Rückholfeder (23) zur
Übergabe des jeweiligen Transportankers (2) an den Greifer (5) schwenkbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückholfeder mit einem
Ende am Schieber (17) und mit dem gegenüberliegenden Ende an der Aufnahmeschale (21)
angelenkt ist..
10. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolben-Zylinder-Einheit
(19) als Hydraulikzylinder ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Greifer (5) aus zwei
um eine gemeinsame Horizontalachse (26) in entgegengesetzten Richtungen schwenkbaren
Backen (24,25) gebildet ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Backen (24,25) an
den einander zugewandt liegenden inneren Flächen je eine der Kopfform der Transportanker
(2) entsprechende Aussparung (29,3/) aufweisen, wobei im geschlossenen Zustand der
Backen (24,25) das Kopfende des jeweiligen Transportankers (2) in einer durch die
Aussparungen (29,30) gebildeten Hohlkammer liegt, die sich bis zum Backenrand hin
erstreckt und eine Durchtrittsöffnung für den mittleren Teil des jeweiligen Transportankers
(2) bildet.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß jede Backe (24,25) an
den einander zugewandt liegenden inneren Flächen je einen sich bis zum äußeren freien
Rand erstreckenden Einsatz (27,28) aufweist, wobei je eine Aussparung (29,30) in einem
Einsatz (27,28) vorgesehen ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Greifer (5)
im geschlossenen Zustand seiner Backen (24,25) an der vorderen, dem freien Ende des
jeweiligen Transportankers (2) zugewandt liegenden Seite nach Art einer Kugelkalotte
ausgebildet ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Horizontalachse
(26) den Krümmungsmittelpunkt für die Kugelkalotte bildet.
16. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Backen (24,25) zumÖffnen
bzw. Schließen über ein Betätigungsgestänge (37) mit der Kolbenstange (36) einer Kolben-Zylinder-Einheit
(35) gelenkig verbunden sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolben-Zylinder-Einheit
(35) als Hydraulikzylinder ausgebildet ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Horizontalachse
(26) in einem die Backen (24) übergreifenden Führungsring (31) drehfest gelagert ist.
19. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehendenAnsprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Führungsring mit zwei einander diametral gegenüberliegenden Haltestäben (32,33)
befestigt ist, wobei die freien Enden der Haltestäbe (32,33) über eine Lasche (34)
verbunden sind, und daß die aus den Haltestäben (32,33) und der Lasche (34) gebildete,
U-förmige Halterung am Schlitten (4) befestigt ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Lasche (34) die
Kolben-Zylinder-Einheit (35) trägt.
21. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gießform (41) eine Öffnung (42) aufweist, die von einer an der Außenseite
der Gießform (41) festgelegten Dichtung (43) übergriffen wird, und in die die Backen
(24,25) zumindest teilweise einfahrbar sind.