[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Sortiervorrichtung entsprechend dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
[0002] Bei einer bekannten Sortiervorrichtung der vorgenannten Art ist der lotrech angeordnete
Boden der Sortiertrommel als ringförmige Stauwand ausgebildet, welche im Abstand die
Mündung eines U-förmigen, oben offenen Zufuhrschachtes umgibt. In dem Zufuhrschacht
herangeführtes, zu sichtendes Gut wird auf den mit Löchern versehenen Teil der Sortiertrommel
geleitet (DE-OS 31 14 376 und 34 03 383).
[0003] Es ist auch bekannt, eine Sortiertrommel mit einem Schwingantrieb zu versehen (Handbuch
der Papier- und Pappenfabrikation, 2. Auflage, S. 923 und 924).
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt ausgehend von dem an erster Stelle genannten Stand
der Technik die Aufgabe zugrunde, das Hängenbleiben von Grobstoff an der Sortiertrommel
weitgehend zu verhindern. Diese Aufgabe wird durch die Merkmale im Kennzeichnungsteil
des Anspruches 1 erfindungsgemäß gelöst. An der geschlossenen Fläche der Sortiertrommel
wird der darin eingebrachte Grobstoff umgelenkt und in Richtung der Wand der Sortiertrommel
bewegt. Diese Bewegung zusammen mit dem pulsierenden hydraulischen Druckwechsel beim
Drehen der in den Gutstoff eintauchenden Sortiertrommel löst an der Sortiertrommel
haftende Teilchen, wobei die Austregfördereinrichtung den in die Sortiertrommel einfließenden
zu sortierenden Stoff nicht behindert. Mit Hilfe der Einrichtung zur Ablenkung des
Strahles in Richtung zur geschlossenen Fläche läßt sich der in der Sortiertrommel
eingeführte Stoff in die gewünschte Richtung leiten.
[0005] In dem zusätzlichen Rohr nach Anspruch 5 kann Verdünnungswasser in die Sortiertrommel
eingebracht werden. Der Gegenstand der Erfindung kommt mit einer verhältnismäßig kleinen
Menge an Verdünnungswasser aus.
[0006] Durch die Merkmale des Anspruches 6 wird verhindert, daß die Durchgangslöcher der
Sortiertrommel durch die Fördereinrichtung verkleinert werden und damit zum Verstopfen
neigen.
[0007] Weitere Vorteile ergeben sich aus den übrigen Ansprüchen, der Beschreibung und der
Zeichnung. In dieser sind vier Sortiervorrichtungen als Ausführungsbeispiele des Gegenstandes
der Erfindung jeweils im Längsschnitt schematisch dargestellt. ,
[0008] Eine in Fig. 1 dargestellte Sortiertrommel 1 hat einen Zylindermantel 2, einen gewölbten
Boden 3 und ein kegelförmig sich nach außen erweiterndes Endstück 4. Der Zylindermantel
2 ist mit Durchgangslöchern 5 versehen, wogegen der insbesondere als Klöpperboden
ausgebildete Boden 3 geschlossen ausgebildet ist. Im Bereich des Endstückes 4 befindet
sich eine Wendel 6, die sich in einem Zentriwinkel von etwa 360° erstreckt.
[0009] Die Sortiertrommel 1 ist mit einem an ihren Boden 3 angeschlossenen rohrförmigen
Ansatzstück 7 in einem Wälzlager 8 gelagert, das um eine waagerechte Achse geschwenkt
werden kann, indem die Außenseite seines Außenringes in einem Kugelabschnitt gelagert
ist oder sein Außenring koaxial angeordnete Lagerzapfen aufweist. Auf dem Einsatzstück
7 ist ein Zahnrad 9 drehfest angebracht, mit dem ein Ritzel 10 eines Getriebemotors
11 kämmt, der mit dem Außenring des Wälzlagers 8 fest verbunden ist.
[0010] Das Ansatzstück 7 wird von einem im Durchmesser kleineren Einlaufrohr 12 durchsetzt,
das im Innern der Sortiertrommel 3 eine stirnseitige Abdeckung 13 und an seinem Mantel
eine der in der Zeichnung unteren Seite des Klöpperbodens zugewandte Mündung 14 hat.
Dem Einlaufrohr 12 ist ein Hilfsrohr 15 zugeordnet, das im Bereich der Mündung 14
mündet und an dem von der Sortiertrommel 1 abgewandten Ende radial nach außen ragt.
[0011] Die Sortiertrommel 1 ist während des Betriebes mit schräger Achse angeordnet und
taucht im Bereich ihres Bodens 3 und dessen benachbartem Teil des Zylindermantels
2 in in einem Überlaufbehälter 16 befindlichen Gutstoff ein. Ein an der Unterseite
des Oberlaufbehälters 16 angebrachter Auslauf ist mit 17 bezeichnet.
[0012] Während des Betriebes wird über das Einlaufrohr 12 eine Faserstoffaufschwemmung herangeführt,
aus welcher in der Sortiertrommel grobe Teilchen ausgeschieden und über die Wendel
6 nach außen gefördert werden. Notfalls kann über des Hilfsrohr 15 Verdünnungswasser
zugeführt werden. Die Faserstoffaufschwemmung und gegebenenfalls das Verdünnungswasser
wird bzw. werden über den gerade unten befindlichen Teil des zylindrischen Teiles
des geschlossenen Bodens 3 in die Sortiertrommel 1 eingeführt und bewegen sich längs
von deren unterem Teil, welcher die in den Gutstoffsumpf eintauchende untere Siebfläche
bildet. Durch die umlaufende Sortiertrommel wird ein pulsierender hydraulischer Druckwechsel
erzeugt. Aus der Feserstoffaufschwemmung eusgeschiedener Grobstoff wird mit Hilfe
der Wendel 6 nach außen ausgeschieden.
[0013] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 entspricht in wesentlichen Teilen dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1, so daß gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind, wobei
Abwandlungen durch den Buchstaben o bezeichnet sind.
[0014] Die mit waagerechter Achse angeordnete Sortiertrommel 1a hat einen Zylindermantel
2a, der einen zylindrischen Teil 18 und auf der vom Boden 3 abgewandten Seite einen
kegelförmig nach außen sich verengenden Teil 19 aufweist, der in einem rohrförmigen
Endstück 4a mündet. Eine nur etwa in einem Zentriwinkel von 270° angeordnete Förderwendel
6a ist im Endstück 4a vorgesehen und im kegelförmigen Teil 19 befinden sich schräg
angeordnete Schaufeln 20, die in gleicher Weise wie die Wendel 6a zum Austragen von
Grobstoff dienen. Die Wirkungsweise des zweiten Ausführungsbeispieles entspricht der
Wirkungsweise des ersten Ausführungsbeispieles.
[0015] Die Sortiervorrichtung nach Fig. 3 weist gegenüber der Bauform nach Fig. 1 zusätzlich
einen Schwinghebel 21 und einen Schwingantrieb 22 auf. Der Schwinghebel 21 ist an
einem Lagerbock 23 schwenkbar gelagert, der sich an der vom Einlaufrohr 12 abgewandten
Seite des Überlaufbehälters 16 befindet. An dem vom Lager entfernten Ende des Schwenkhebels
21 ist das Wälzlager 8 angeordnet, an dessen Außenring der Schwingantrieb 22 angreift,
der eine Kurbel 24 und ein ortsfest gelagertes Kurbelrad 25 aufweist. Mit Hilfe des
Schwingantriebes kann eine Verstärkung des pulsierenden hydraulischen Druckwechsels
an dem von der Fasserstoffaufschwemmung abgedeckten Teil der Sortiertrommel 1 erreicht
werden. Auf beiden Seiten der Sortiertrommel 1 ist je ein Schwinghebel 21 vorgesehen.
[0016] Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ist eine Sortiertrommel 1 vorgesehen, deren
Lager 8 in gleicher Weise wie bei dem dritten Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 an einem
Hebel 21 angeordnet ist. Dieser Hebel ist jedoch nicht unmittelbar an dem Lagerbock
23b sondern mittels eines Gelenkstabes 26 gelagert. Ein zusätzlicher Gelenkstab 27
befindet sich zwischen einer Grundplatte 28 und dem mittleren Teil des Schwenkhebels
21. Hierdurch ergibt sich eine'4-Gelenkkette, wodurch sich unter Anheben des Bodens
3 das Endstück 4 in der Zeichnung nach rechts schwenken __ läßt. Zum Bewegen des Schwenkhebels
26 dient ein hydraulisch oder pneumatisch betätigbarer Arbeitszylinder 29, der zwischen
der Grundplatte 28 und dem Außenring des Wälzlagers 8 angeordnet ist. Auf beiden Seiten
der Sortiertrommel 1 sind je ein Schwinghebel 21 und Gelenkstäbe 26, 27 vorgesehen.
[0017] Das Einlaufrohr 12b wird vom Endstück 4 her zum Boden 3 geführt, das gleiche gilt
für das Verdünnungswasser heranbringende Hilfsrohr 15b. Die Mündung der beiden Rohre
12b, 15b befindet sich über dem augenblicklich unteren Teil des Bodens 3, so daß beim
Einlaufen einer Faserstoffaufschwemmung und gegebenenfalls von Hilfswasser die geschlossene
Fläche des Bodens 3 beaufschlagt wird.
1. Sortiervorrichtung, insbesondere zum Sortieren einer Faserstoffaufschwemmung für
die Papierherstellung, mit einer Durchgengslöcher (5) aufweisenden und drehbar gelagerten
Sortiertrommel (1), die einen Stoffeinlauf (12) hat, mit einem eine geschlossene Fläche
(3) aufweisenden, Gutstoff aufnehmenden Gutstoffbehälter (16), in den die Sortiertrommel
(1) teilweise eintaucht, und mit einer Austrageinrichtung (6) auf der vom Gutstoffeinlauf
abgewandten Ende der Sortiertrommel, dadurch gekennzeichnet, daß die Mündung (14,
des Stoffeinlaufes innerhalb der Sortiertrommel (1) auf deren geschlossene Fläche
(3) gerichtet und in einer Einrichtung (13) zur Ablenkung des Strahles in Richtung
zur geschlossenen Fläche (3) angeordnet ist.
2. Sortiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die geschlossene
Fläche als gewölbter Boden (3) ausgebildet ist, der in den Gutstoff im Gutstoffbehälter
(16) mindestens teilweise eintaucht.
3. Sortiervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß-die Einrichtung
(13) zur Strahlablenkung ein koaxial zur Sortiertrommel angeordnetes gerades Einlaufrohr
(12) aufweist, dessen innerhalb der Sortiertrommel (1) befindliches stirnseitiges
Ende geschlossen ist und das endseitig an seinem Zylindermantel eine Auslauföffnung
als Mündung (14) hat.
4. Sortiervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung
zur Strahlablenkung ein von der offenen Seite der Sortiertrommel zu deren geschlossener
Fläche geführtes Einlaufrohr (12b) aufweist, dessen Mündung zur geschlossenen Fläche
(3) gerichtet ist.
5. Sortiervorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Einlaufrohr
(12) ein zusätzliches Rohr (15) kleineren Durchmessers geführt ist, dessen Mündung
mit der Mündung (14) des Einlaufrohres übereinstimmt.
6. Sortiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß von der Austrageinrichtung (6) teilweise abgedeckte Durchgangslöcher in der Zylindertrommel
geschlossen sind.
7. Sortiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sortiertrommel (1) an ihrem kegelförmig verjüngt ausgebildeten Austragende
(19) eine mehrgängige Förderwendel aufweist.
8. Sortiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sortiertrommel (1) um eine senkrecht zu ihrer Achse verlaufende waagerechte
Achse schwenkbar ist.
9. Sortiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Sortiertrommel (1) mittels eines Gelenkvierecks (1 und 26 bis 28) in einer lotrechten
Ebene bewegbar ist.
10. Sortiervorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Sortiertrommel
(1) ein Schwingantrieb (22) zur schwingenden Bewegung um eine waagerechte Achse zugeordnet
ist.