(19)
(11) EP 0 267 982 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
25.05.1988  Patentblatt  1988/21

(21) Anmeldenummer: 86115991.1

(22) Anmeldetag:  18.11.1986
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4B25B 5/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE ES FR GB IT LI NL SE

(71) Anmelder: Baumann, Wolfgang
D-7958 Laupheim (DE)

(72) Erfinder:
  • Baumann, Wolfgang
    D-7958 Laupheim (DE)

(74) Vertreter: Vetter, Hans, Dipl.-Phys. Dr. et al
Patentanwalte Dipl.-Ing. Rudolf Magenbauer Dipl.-Phys. Dr. Otto Reimold Dipl.-Phys. Dr. Hans Vetter Hölderlinweg 58
73728 Esslingen
73728 Esslingen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Schraubzwinge


    (57) Es wird eine Schraubzwinge mit im wesentlichen U-förmigem Spannbügel (10) vorgeschlagen, wobei ein erster (12) von zwei Schenkeln (12, 13) mit einer gegen den anderen Schenkel (13) bewegbaren Spannschraube (23) versehen ist. Der zweite Schenkel (13) besteht aus zwei Bereichen (14, 15), zwischen denen eine das Durchschieben einer Platte (29) in der Ebene des Spannbügels (10) gestattende Öffnung gebildet ist. Die beiden Bereiche (14, 15) weisen je ein die Öffnungsränder begrenzendes, vorzugsweise als Spannwalze ausgebildetes Spannteil (20, 21) auf, wobei eine die beiden Spannteile (20, 21) bei einer Bewegung vom ersten Schenkel (12) weg zusammenführende Führungseinrichtung vorgesehen ist. Durch diese Anordnung können zwei Platten bzw. Bretter von beliebiger Länge und variabler Plattenstärke senkrecht gegeneinander auf einfache Weise verspannt werden.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Schraubzwinge mit im wesentlichen U-förmigen Spannbügel, wobei ein erster von zwei Schenkeln mit einer gegen den anderen Schenkel bewegbaren Spannschraube versehen ist.

    [0002] Derartige Schraubzwingen sind in vielfältigen Ausführungen bekannt und dienen gewöhnlich zum Verspannen zweier Gegenstände, beispielsweise zweier Bretter gegeneinander. Sie alle weisen das gemeinsame Merkmal auf, daß zwei im wesentlichen parallel zueinander angeordnete Flächen vorhanden sein müssen, die gegeneinander zu verspannen sind. Soll jedoch ein Brett z.B. zum Zwecke des Verleimens senkrecht gegen ein anderes Brett gespannt werden, so müssen entweder sehr lange Schraubzwingen verwendet werden, deren Spannweite der Länge des senkrecht anliegenden Brettes entspricht, oder aber es müssen zu beiden Seiten dieses Brettes Spannvorrichtungen beispielsweise an einem Tisch befestigt werden, die dann wiederum gegen das Brett zu verspannen sind. Die Lagerhaltung derartig langer Vorrichtungen und ihre Handhabung ist aufwendig und kompliziert und ihre Herstellung teuer. Darüber hinaus sind ihrer Anwendung Grenzen gesetzt, wenn die Brettlänge beispielsweise mehrere Meter beträgt und die Länge der längsten Schraubzwinge oder die des Tisches übersteigt.

    [0003] Eine Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, eine Schraubzwinge zum Verspannen senkrecht aufeinanderstoßender Platten, insbesondere Bretter, zu schaffen, deren Dimensionierung weitgehend unabhängig von der Brettlänge ist und deren Handhabung einfach und sicher ist. Dabei sollen keine weiteren Hilfseinrichtungen benötigt werden.

    [0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der zweite Schenkel aus zwei Bereichen besteht, zwischen denen eine das Durchschieben einer Platte in der Ebene des Spannbügels gestattende Öffnung gebildet ist, daß die beiden Bereiche je ein die Öffnungsränder begrenzendes, insbesondere als Spannwalze ausgebildetes Spannteil aufweisen und daß eine die beiden Spannteile bei einer Bewegung von der Spannschraube weg zusammenführende Führungseinrichtung vorgesehen ist.

    [0005] Die erfindungsgemäße Schraubzwinge braucht lediglich von einem Kantenbereich her auf die Bretter aufgesetzt und die Spannschraube angezogen werden. Durch die Anzugsbewegung werden die Spannteile bzw. Spannwalzen von selbst relativ zur Spannschraube wegbewegt und dadurch nach innen geführt, so daß die dazwischenliegende Platte verklemmt und dadurch mittels der Spannschraube senkrecht gegen die andere Platte gepreßt werden kann. Durch diese Führung der Spannwalzen ist eine automatische Anpassung an verschiedene Plattenstärken gewähr leistet. Die Länge der Platten spielt dabei überhaupt keine Rolle, so daß mittels einer einzigen Schraubzwinge praktisch sämtliche Arten von Platten bzw. Brettern gegeneinander verspannt werden können. Lediglich für stark von der Norm abweichende Plattenstärken, also für Platten mit sehr großem Durchmesser, muß gegebenenfalls eine etwas größer dimensionierte Schraubzwinge dieser Art eingesetzt werden. Auch hierbei verändert sich die Dimensionierung der Schraubzwinge nur unwesentlich. Obwohl auf diese Weise sehr exakt ein rechter Winkel der aufeinanderstoßenden Platten eingestellt werden kann, der auch beim Anziehen der Schraube nicht verändert wird, können Platten auch unter von der Senkrechten etwas abweichenden Winkeln verspannt werden, sofern dies erwünscht ist.

    [0006] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Anspruch 1 angegebenen Schraubzwinge möglicht.

    [0007] Eine besonders einfache und stabile Führung der Spannwalzen wird dadurch erreicht, daß die Führungseinrichtung aus zwei spitzwinkelig gegeneinander verlaufenden Führungsflächen besteht, an denen die Spannwalzen anliegen. Beim Verspannen werden die Spannwalzen sicher zwischen diesen Führungsflächen und der dazwischen verlaufe nden Platte verklemmt. Die gedachte Schnittlinie der Führungsflächen verläuft dabei in der Ebene des Spannbügels auf der der Spannschraube gegenüberliegenden Seite der beiden Bereiche.

    [0008] Eine besonders kostengünstig und stabil herzustellende Konstruktion ergibt sich bei einer Ausbildung der Führungsflächen als den zweiten Schenkel bildende Führungsbleche, die dann jeweils seitlich an den Quersteg des Spannbügels angeschweißt werden können. Diese Führungs bleche sind winkelig, insbesondere L-förmig abgebogen und liegen in ihren Endbereichen an diesem Quersteg an, wobei sich die beiden L-Profile winkelig nach außen wölben.

    [0009] Zur Führung der Spannwalzen weisen die Führungsflächen jeweils wenigstens einen parallel zur Führungsbahn der Spannwalzen verlaufenden Führungsschlitz auf, wobei mit dem Spannwalzen verbundene Führungsglieder in diesen Führungsschlitzen verschiebbar geführt sind.

    [0010] Eine besonders einfache Art der Führung ergibt sich bei starr mit den Spannwalzen verbundenen Führungsgliedern, wobei im einfachsten Fall jede Spannwalze im mittleren Bereich ein radial angesetztes Führungsglied aufweist, das in einem Schlitz geführt ist.

    [0011] Eine bessere Führung, vor allem eine bessere Parallelführung der Walzen, ergibt sich durch zwei parallele Führungsschlitze in jeder Führungsfläche, durch die Schenkel von jeweils einem bügelförmigen Führungsglied hindurchgreifen, wobei die Spannwalzen jeweils zwischen zwei Schenkelenden befestigt sind. Durch die parallele Führung der Spannwalzen wird die senkrechte Lage der miteinander zu verspannenden Bretter in besonders hohem Maße während des Anziehens der Spannschraube gewährleistet. Die gute parallele Führung kann noch dadurch verbessert werden, daß die bügelförmigen Führungsglieder aus U-förmig gebogenen Blechstreifen bestehen, wobei die Blechstärke im wesentlichen der Führungsschlitzbreite entspricht. Als günstig erweist sich auch die drehbare Lagerung der Spannwalzen zwischen den Schenkelenden, indem hierdurch ein Verkanten weitgehend vermieden wird.

    [0012] Zur Führung der Spannwalzen kann jedoch auch an den Führungsflächen und/oder am Quersteg des Spannbügels im Bereich des oberen und/oder unteren Endes der Spannwalzen ein eine axiale Verlängerung der Spannwalzen verschiebbar führendes Leitstück vorgesehen ist. Durch diese Führung der axialen Verlängerung kann eine manuelle Verschiebung der Spannwalzen infolge der nahe aneinanderliegenden, insbesondere oben herausragenden Verlängerung auf einfache Weise erfolgen, um das Greifen und Verspannen der Spannwalzen zu beschleunigen. Im konstruktiv einfachsten Fall kann eine einseitige Führung der Spannwalzen vorgesehen sein. Diese können jedoch auch beidseitig geführt sein, wobei in diesem Falle sogar die Führungsflächen entfallen können, wenn die am Quersteg des Spannbügels befestigten Leitstücke so ausgebildet sind, daß sie die notwendigen Spannkräfte aufnehmen können, die ansonsten von den Führungsflächen aufgenommen werden.

    [0013] Um ein sicheres Verspannen zu gewährleisten und ein Abrutschen der Spannwalzen zu verhindern, weist deren Umfangsfläche einen großen Reibungskoeffizienten auf, der dadurch erzeugt werden kann, daß die Umfangsfläche entweder aufgerauht oder mit einem Gummi- oder Kunststoffmaterial versehen ist.

    [0014] Zur Erleichterung des Verspannens erweist sich eine tellerförmige, vorzugsweise drehbar gelagerte Druckplatte an der Spannschraube als vorteilhaft, da hierdurch eine senkrechte Lage eines Brettes zur Schraubzwinge erzwungen werden kann.

    [0015] Drei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:

    Fig. 1 eine Schraubzwinge im Längsschnitt als erstes Ausführungsbeispiel,

    Fig. 2 die in Fig. 1 dargestellte Schraubzwinge in einer Teilseitenansicht,

    Fig. 3 die in Fig. 1 dargestellte Schraubzwinge in einer Draufsicht von oben,

    Fig. 4 eine Teilseitenansicht ei ner Schraubzwinge als zweites Ausführungsbeispiel,

    Fig. 5 eine Teilseitenansicht einer Schraubzwinge als drittes Ausführungsbeispiel und

    Fig. 6 die in Fig. 5 dargestellte Schraubzwinge in einer Teilansicht von oben.



    [0016] Die in den Fig. 1 bis 3 als erstes Ausführungsbeispiel dargestellte Schraubzwinge besteht im wesentlichen aus einem U-förmigen Spannbügel 10, der aus einem Qersteg 11, einem ersten Schenkel 12 und einem zweiten Schenkel 13 besteht. Der Quersteg 11 zusammen mit dem ersten Schenkel 12 sind durch ein L-förmiges Rohr mit rechteckförmigen Querschnitt gebildet. Der zweite Schenkel 13 besteht aus zwei Bereichen, die jeweils durch ein L-förmig abgewinkeltes Führungsblech 14, 15 gebildet sind. Diese beiden Führungsbleche 14, 15 sind jeweils seitliche an den Quersteg 11 so angeschweißt, daß die Endkanten der L-förmigen Führungsbleche im oberen Bereich (gemäß den Fig. 1 und 2) am Quersteg 11 anliegen. Die länger ausgebildeten Flächen der Führungsfläche 14, 15 dienen dabei als Führungsflächen 14ʹ, 15ʹ, wie später noch näher erläutert wird. Die gedachte Schnittlinie der Führungsflächen 14ʹ, 15ʹ verläuft in der Längsebene des Spannbügels 10 auf der dem ersten Schenkel 12 gegenüberliegenden Seite. Durch diese Anordnung der Führungsbleche 14, 15 wird zwischen ihnen eine schlitzartige Öffnung gebildet, die das Durchschieben einer Platte bzw. eines Bretts in der Ebene des Spannbügels 10 gestattet. Jede Führungsfläche 14ʹ, 15ʹ ist unterhalb des Querstegs 11 am oberen und unteren Ende jeweils mit einem parallel zur unteren und oberen Kante der Führungsflächen verlaufenden Führungsschlitz 16, 17 versehen. In diese Führungsschlitze 16, 17 greift jeweils von außen her ein U-förmigen gebogenes, aus einem Blechstreifen bestehendes, bügelförmiges Führungsglied 18, 19 ein. Zwischen den Enden der Führungsglieder 18, 19 ist jeweils eine Spannwalze 20, 21 drehbar gelagert. Die Spannwalzen 20, 21 lassen sich dadurch entlang der Führungsflächen 14ʹ, 15ʹ parallel verschieben. Infolge der Breite der die Führungsglieder 18, 19 bildenden Blechstreifen und der im wesentlichen gemäß der Führungsschlitzbreite gewählten Blechstärke wird ein Verkanten der Spannwalzen 20, 21 weitgehend verhindert und eine parallele Führung sichergestellt.

    [0017] Die aus Holz, Kunststoff oder Metall bestehenden Spannwalzen 20, 21 sind umfangsseitig mit einem Gummi- oder Kunststoffmaterial 22 versehen, das einen hohen Reibungskoeffizienten aufweist. Dieses Material 22 kann entweder aufgespritzt oder in Form eines Schlauches aufgeschoben werden. Alternativ hierzu kann die Umfangsfläche der Spannwalzen 20, 21 auch zur Erzielung eines großen Reibungskoeffizienten aufgerauht sein.

    [0018] Durch den ersten Schenkel 12 verläuft eine Spannschraube 23, von der ein Ende zum zweiten Schenkel 13 hin gerichtet ist. An diesem Ende ist eine tellerförmige Druckplatte 24 vorzugsweise drehbar gelagert und stützt sich über eine Scheibe 25 an einem Absatz 26 der Spannschraube 23 ab. Zur Gewindeführung der Spannschraube 23 ist im ersten Schenkel 12 ein mit einem Innengewinde versehenes Lagerteil 27 eingeschoben, eingesteckt oder eingeschweißt. Sofern der erste Schenkel 12 aus einem Vollmaterial besteht, kann selbstverständlich ein gesondertes Lagerteil 27 entfallen, und es ist lediglich eine Gewindebohrung durch diesen ersten Schenkel 12 erforderlich. Am der Druckplatte 24 entgegengesetzten Ende der Spannschraube 23 ist ein Drehgriff 28 zum manuellen Ein- und Ausschrauben der Spannschraube 23 befestigt, insbesondee eingepreßt, eingeschraubt, vergossen oder eingeklebt. Dieser Drehgriff 28 ist umfangsseitig mit abgerundeten Verteifungen versehen, um ein Abgleiten der Finger zu verhindern.

    [0019] Mit dem beschriebenen Spannbügel können zwei Platten bzw. Bretter 29, 30 senkrecht gegeneinander verspannt werden, wobei die Länge der Bretter unerheblich ist und ihre Brettstärke in weiten Grenzen variieren kann. Wie aus Fig. 3 deutlich wird, werden die Bretter 29, 30 zunä chst in der gewünschten Weise angeordnet, wobei eine Stirnseite des Bretts 29 an einer Seitenfläche des Bretts 30 anliegt. Nun wird die Schraubzwinge von ober her über die Brettanordnung geschoben, so daß das Brett 29 zwischen den Spannwalzen 20, 21 und die Druckplatte 24 an der gegenüberliegenden Seite des Brettes 30 zu liegen kommt. Dabei liegt der Quersteg 11 jeweils an den oberen Kanten der Bretter 29, 30 an. Nun wird die Spannschraube 23 mit Hilfe des Drehgriffs 28 in den ersten Schenkel 12 eingeschraubt, wodurch die Führungsflächen 14ʹ, 15ʹ gegen das querliegende Brett 30 verschoben werden. Die Spannwalzen 20, 21 werden dadurch zwischen den Führungsflächen 14ʹ, 15ʹ und dem dazwischenliegenden Brett 29 immer stärker eingeklemmt und drücken dadurch das Brett 29 gegen das Breit 30. Dieser Vorgang kann noch dadurch unterstützt werden, wenn man die Führungsglieder 18, 19 manuell in die entsprechende Richtung verschiebt. Beim Lösen der Spannschraube 23 werden die Spannwalzen 20, 21 aus ihrer eingeklemmten Lage befreit,und die Schraubzwinge kann wieder nach oben abgenommen werden.

    [0020] Durch die parallele Führung der Spannwalzen 20, 21 wird die vorgegebene senkrechte Lagerung der Bretter 29, 30 zueinander beim Verspannen beibehalten. Selbstverständlich können auch in gewollter Weise von der Senkrechten abweichende Winkel zwischen den Brettern 29, 30 eingestellt werden.

    [0021] In einer einfacheren Ausführung können die Spannwalzen 20, 21 auch starr mit den Führungsgliedern 18, 19 verbunden sein, beispielsweise angeschraubt oder verschweißt sein.

    [0022] Das in Fig. 4 dargestellte zweite Ausführungsbeispiel entspricht weitgehend dem ersten Ausführungsbeispiel und ist daher nur in einer Teilansicht dargestellt. Die Anordnung und der Aufbau des Spannbügels 10 entsprechen dem ersten Ausführungsbeispiel. Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel weist die Führungsfläche 14ʹ (Entsprechendes gilt selbstverständlich auch für die Führungsfläche 15ʹ) einen einzigen Führungsschlitz 31 im mittleren Bereich des wirksamen Teils der Führungsfläche 14ʹ auf. Die hinter der Führungsfläche 14ʹ befindliche und daher gestrichelt dargestellte Spannwalze 20 ist in ihrem mittleren Bereich mit einem schrauben-oder bolzenförmigen Führungsglied 32 versehen, das durch diesen Führungsschlitz 31 hindurchgreift und außen duch eine Führungsscheibe 33 gesichert ist. Diese Führungsscheibe 33 kann auch als Schraubenkopf, Nietkopf od. dgl. ausgebildet sein. Hierdurch sind die Spannwalzen 20, 21 ebenfalls verschiebbar angeordnet, allerdings nicht parallel geführt. Das dazwischen gehaltene Brett kann daher geringfügig um seine vertikale Lage geschwenkt werden, was u. U. sogar erwünscht sein kann. Der Aufbau der als zweites Ausführungsbeispiel beschriebenen Schraubzwinge ist sehr einfach und kostengünstig.

    [0023] Bei dem in den Fig. 5 und 6 dargestellten dritten Ausfüh rungsbeispiel weist der Spannbügel 10 wiederum eine entsprechende Gestalt auf, so daß Teilansichten zur Erläuterung ausreichend erscheinen. Die Führungsflächen 14ʹ, 15ʹ weisen keine Führungsschlitze auf, dafür sind zwischen den oberen Kanten der Führungsbleche 14, 15 und dem Quersteg 11 entsprechend geformte Leitplatten 34, 35 eingesetzt, insbesondere eingeschweißt, die in der Ebene der Oberseite des Querstegs 11 senkrecht zu den Führungsflächen 14ʹ, 15ʹ angeordnet sind. In diesen Leitplatten 34, 35 sind Führungsschlitze 36, 37 parallel zu den Führungsflächen 14ʹ, 15ʹ eingeformt. Die Führungswalzen 20, 21 weisen oben jeweils als Führungsachsen dienende axiale Verlängerungen 38, 39 auf, die durch die Führungsschlitze 36, 37 hindurchgreifen und oberhalb von diesen mit Führungsscheiben 40, 41 versehen sind. Die axialen Verlängerungen 38, 39 sind vorzugsweise als Schrauben ausgebildet, deren Schraubenköpfe 42, 43 an den Führungsscheiben 40, 41 anliegen.

    [0024] Durch diese Anordnung ist ebenfalls eine Verschiebung der Spannwalzen 20, 21 entlang der Führungsflächen 14ʹ, 15ʹ gewährleistet. Zur parallelen Führung der Spannwalzen 20, 21 kann an der Unterseite der Führungsschlitze 36, 37 ein Gegenlager vorgesehen sein, oder die Spannwalzen 20, 21 werden entlang der Unterseite des Querstegs 11 geführt.

    [0025] Durch die oben nebeneinander aus den Leitplatten 34, 35 ragenden Schraubenköpfe 42, 43 können die Spannwalzen 20, 21 zur Unterstützung des Verklemmens auf einfache Weise manuell verschoben werden.

    [0026] In Abwandlung des in den Fig. 5 und 6 dargestellten dritten Ausführungsbeispiels können die Spannwalzen 20, 21 noch zusätzlich an ihrem unteren Ende durch entsprechende Verlängerungen und Führungsschlitze geführt werden. Bei einer derartigen Führung können sogar die Führungsflächen 14ʹ, 15ʹ entfallen, und est ist lediglich eine entsprechende Halterung der Leitplatten am Quersteg 11 erforderlich.

    [0027] Anstelle von kreiszylindrischen Spannwalzen 20, 21 können prinzipiell auch anders geformte Spannteile treten, z.B. vieleckige, keilförmige oder ovale Spannteile. Weiterhin kann der Spannbügel 10 auch in seiner Gesamtheit (ohne die beweglichen Teile) als Gußteil hergestellt werden. Die Führungsflächen sind dann selbstverständlich nicht mehr als Bleche ausgebildet.


    Ansprüche

    1. Schraubzwinge mit im wesentlichen U-förmigem Spannbügel, wobei ein erster von zwei Schenkeln mit einer gegen den anderen Schenkel bewegbaren Spannschraube versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Schenkel (13) aus zwei Bereichen (14, 15) besteht, zwischen denen eine das Durchschieben einer Platte (29) in der Ebene des Spannbügels (10) gestattende Öffnung gebildet ist, daß die beiden Bereiche (14, 15) je eine die Öffnungsränder begrenzendes, insbesondere als Spannwalze ausgebildetes Spannteil (20, 21) aufweisen und daß eine die beiden Spannteile (20, 21) bei einer Bewegugung vom ersten Schenkel (12) weg zusammenführende Führungseinrichtung vorgesehen ist.
     
    2. Schraubzwinge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungseinrichtung aus zwei spitzwinkelig gegeneinander verlaufenden Führungsflächen (14ʹ, 15ʹ) besteht, an die die Spannteile (20, 21) anlegbar sind, wobei insbesondere die gedachte Schnittlinie der Führungsflächen (14ʹ, 15ʹ) in der Ebene des Spannbügels (10) auf der der Spannschraube (23) gegenüberliegenden Seite der beiden Bereiche (14,15) verläuft.
     
    3. Schraubzwinge nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsflächen (14ʹ, 15ʹ) wenigstens als Teil von den zweiten Schenkel (13) bildenden Führungsblechen (14, 15) ausgebildet sind, die vorzugsweise L-förmig abgebogen sind, und daß zweckmäßigerweise jeweils die Endbereiche der gegeneinander gebogenen Kanten mit dem Quersteg (11) des U-förmigen Spannbügels (10) fest verbunden, insbesondere jeweils seitlich an den Quersteg (11) angeschweißt sind.
     
    4. Schraubzwinge nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsflächen (14ʹ, 15ʹ) jeweils wenigstens einen parallel zur Führungsbahn der Spannteile (20, 21) verlaufenden Führungsschlitz (16, 17; 31) aufweisen, wobei mit den Spannteilen (20, 21) verbundene Führungsglieder (18, 19; 32) in diesen Führungsschlitzen (16, 17; 31) verschiebbar geführt sind.
     
    5. Schraubzwinge nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsglieder (32) starr mit den Spannteilen (20, 21) verbunden sind, wobei vorzugsweise an jedem Spannteil (20, 21) im mittleren Bereich eines der Führungsglieder (32) radial angesetzt ist.
     
    6. Schraubzwinge nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jede Führungsfläche (14ʹ, 15ʹ) zwei parallele Führungsschlitze (16, 17) aufweist, durch die Schenkel von jeweils einem bügelförmigen, vorzugsweise aus einem U-förmig gebogenen Blechstreifen bestehenden Führungsglied (18, 19) hindurchgreifen, wobei die Spannteile (20, 21) jeweils zwischen zwei Schenkelenden befestigt sind.
     
    7. Schraubzwinge nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet , daß die als Spannwalzen (20, 21) ausgebildeten Spannteile drehbar zwischen den Schenkelenden gelagert sind.
     
    8. Schraubzwinge nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an den Führungsflächen (14ʹ, 15ʹ) und/ oder am Quersteg (11) des Spannbügels (10) im Bereich des oberen und/oder unteren Endes der Spannteile (20, 21) ein eine axiale Verlängerung (38, 39) der Spannteile (20, 21) verschiebbar führendes, mit einem Führungsschlitz (36, 37) versehenes Leitstück (34, 35) vorgesehen ist.
     
    9. Schraubzwinge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsflächen der Spannteile (20, 21) einen großen Reibungskoeffizienten aufweisen, insbesondere aufgerauht oder mit einem Gummi- oder Kunststoffmaterial (22) versehen sind.
     
    10. Schraubzwinge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannschraube mit einer tellerförmigen, vorzugsweise drehbar gelagerten Druckplatte (24) versehen ist.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht