[0001] Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Seiten-Verschieben eines aus Schienen und
Querschwellen bestehenden Gleises, mit einem auf Fahrwerken gelagerten Maschinenrahmen,
auf welchem ein höhen- und seitenverstellbares Gleishebe- und -Verschiebeaggregat
mit Roll-Werkzeugen und eine zum Ausrichten einzelner schrägliegender Schwellen in
Gleisebene mit einem Ausrichtwerkzeug versehene, in Gleislängsrichtung und der Höhe
nach verstellbare Vorrichtung, sowie wenigstens ein über einen Antrieb höhenverstellbares
Stopfaggregat mit beistell- und vibrierbaren Stopfwerkzeugen angeordnet ist.
[0002] Es ist - gemäß DE-PS 893 956 - eine derartige Maschine zum Rücken bzw. Seiten-Verschieben
eines Gleises bekannt. Diese Maschine weist einen endseitig auf Fahrwerken gelagerten
Maschinenrahmen auf, der mittig mit einem als Gleishebe- und Verschiebeaggregat mit
Roll- bzw. Rück-Werkzeugen ausgebildeten, höhen- und seitenverstellbaren Rückkopf
verbunden ist. Beidseits dieses Rückkopfes ist jeweils ein höhenverstellbares Stopfaggregat
mit beistell- und vibrierbaren Stopfwerkzeugen vorgesehen. Außerdem ist noch eine
in Gleislängsrichtung und der Höhe nach verstellbare Vorrichtung zum Ausrichten einzelner,
schrägliegender Schwellen in Gleisebene mit zangenartigen Ausricht-Werkzeugen mit
dem Maschinenrahmen verbunden.
[0003] Solche Maschinen zum Gleisrücken bzw. Seiten-Verschieben haben die Aufgabe, die insbesondere
in Tagbaubetrieben verlegten Gleise entsprechend dem jeweiligen Abbaufortschritt
einer Sohle in zumeist unregelmäßigen Zeitabschnitten der Abbaufront nachzurücken
bzw. zu verschieben. Dazu werden die Schienen durch Roll-Rück-Werkzeuge eines Gleishebe-
und Verschiebeaggregates erfaßt und das gesamte Gleisgerippe unter kontinuierlicher
Arbeitsvorfahrt der mittels eigenem Antrieb oder durch eine Lok angetriebenen Maschine
um einen relativ großen Betrag von etwa 3o bis 5o und auch mehr Zentimeter aus der
ursprünglichen Gleismittel-Lage seitlich grob verschoben. Nach Beendigung dieses
Gleisrückens ist - infolge der unebenen Gleisauflage, des ungleichen Querverschiebe-Widerstandes
und des groben Rück-Vorganges, durch welchen das Gleis lediglich aus seiner Lage herausgerissen
wird - bezüglich der Höhen- und Seitenlage keine genaue Gleislage gegeben. Die Höhenlagefehler
im gerückten Gleis werden meist durch die auf der Rückmaschine angeordneten Stopfaggregate
einigermaßen grob ausgeglichen, wobei ohne Zuhilfenahme von Bezugssystemen lediglich
optisch erkennbare große Höhenlagefehler in Abhängigkeit von der Erfahrung der Bedienungsperson
behelfsmäßig korrigiert werden. Eine genaue seiten- und höhenmäßige Ausrichtung des
gerückten Gleises ist nicht möglich, so daß die Geschwindigkeit der auf dem gerückten
Gleis verfahrbaren Transport-Fahrzeuge nur sehr gering ist. Mit der beschriebenen
Gleisrückmaschine erfolgt demnach das Rücken in der Weise, daß unter Anlage der Roll-Werkzeuge
an die Schienen der Rückkopf von Hand aus dem Rückmaß entsprechend verstellt und
darauffolgend die Maschine am Gleis verfahren wird, wobei keine Zwischeneinstellung
- während der Fahrt - möglich ist. Bei der teilweise schrittweisen Rückfahrt werden
schrägliegende Schwellen durch die zangenartige Vorrichtung ausgerichtet und das
Gleis lediglich behelfsmäßig ohne Höhen- und Seitenlagekorrektur durch die Stopfaggregate
unterstopft.
[0004] Es ist - gemäß DE-PS 310 983 - auch eine weitere Gleisrückmaschine mit an die Schienen
anlegbaren Zwängrollen bzw. Roll-Werkzeugen bekannt. Pro Schienenseite sind drei derartige
im unteren Endbereich einen Flansch aufweisende Zwängrollen vorgesehen, die auf einem
mit dem Maschinenrahmen verbundenen Rahmen gelagert sind. Dieser ist mitsamt den Zwängrollen
über zwei vertikale und von Hand aus betätigbare Schraubenspindeln relativ zum Maschinenrahmen
höhenverstellbar. Über zwei weitere horizontal und quer zur Maschinenlängsrichtung
verlaufende, von Hand aus betätigbare Schraubspindeln sind die Zwängrollen zur Anlage
an die Schienen verschwenkbar bzw. nach Anlage mitsamt dem hochgehobenen Gleis seitlich
entsprechend dem gewünschten Rückmaß am Rahmen verschiebbar. Mit derartigen, insbesondere
von Hand aus mechanisch betätigbaren Zwängrollen ist eine entsprechende Höhen- und
Seitenverstellung zum Gleisrücken lediglich vor Beginn der Arbeitsvorfahrt der Rückmaschine
möglich, wobei die von Hand aus durchzuführende Verstellung infolge des relativ hohen
Gewichtes des mit den Zwängrollen verbundenen Gleises sehr zeitaufwendig und vor allem
auch sehr mühsam ist. Eine Änderung der gewählten Höhen- und Seitenverstellung der
Zwängrollen ist daher nur bei Unterbrechung der Arbeitsvorfahrt und nochmaliger Betätigung
der genannten Schraubenspindeln möglich.
[0005] Ferner ist - gemäß DD-PS 100 510 - eine Schwellenverdrückvorrichtung zum Ausrichten
von Schwellen für rückbare Gleise bekannt. Diese Schwellenverdrückvorrichtung ist
auf einer endseitig über Schienenfahrwerke abgestützten und im Bereich eines Rückrollenkopfes
mit Zwängrollen der obgenannten Art befindlichen Maschinenrahmen angeordnet und in
Form zweier heb- und senkbarer Stößel mit jeweils einer V-förmigen Stößelspitze ausgebildet.
Zur Höhenverstellung und Verschwenkung in Maschinenlängsrichtung sind hydraulische
Arbeitszylinder vorgesehen. Das Verdrücken bzw. Ausrichten der Schwellen mit dieser
Vorrichtung erfolgt bei eingespanntem und angehobenem Rückrollenkopf. Die Stößelspitze
ist schwertförmig ausgebildet, wobei die Endkanten zueinander einen relativ großen
Winkel von ca. 80° miteinander einschliessen, der somit ein Eindringen zwischen zwei
sehr eng beieinander liegenden Schwellen erschwert. Bedingt durch die pendelnde Aufhängung
bewegt sich die Stößelspitze beim Ausrichten der Schwelle entlang einer Kreisbahn.
Dabei wandert die Berührungsstelle der Stößelspitze mit der Schwelle nach oben, wobei
es dabei durch die entstehende Reibung auch zu Beschädigungen der Schwellen kommen
kann.
[0006] Es ist auch - gemäß AT-PS 373 646 der gleichen Anmelderin bzw. Patentinhaberin -
eine Gleisstopf-, Nivellier- und Richtmaschine zur Unterstopfung und genauen Gleislagekorrektur,
insbesondere zum genauen Heben und Seitenrichten, bekannt. Diese Gleisstopfmaschine
weist zwischen zwei weit voneinander distanzierten Fahrwerken Stopfaggregate und ein
diesem vorgeordnetes, gelenkig mit einem Maschinenrahmen verbundenes Gleishebe- und
Richtaggregat auf. Dessen über Hebe- und Richtantriebe mit dem Maschinenrahmen verbundener
Tragrahmen weist als Hebe- und Richtwerkzeuge dienende Spurkranz- und an die Schiene
anlegbare Heberollen auf. Zur Schaffung einer genauen Bezugsbasis für die Soll-Lage
des zu korrigierenden Gleises ist eine aus gespannten Drähten gebildete Nivellier-
und Richt-Bezugssystem-Anordnung vorgesehen. Durch Beaufschlagung der Hebe- und Richtantriebe
wird das Gleis mit Hilfe des Gleishebe- und Richtaggregates - entsprechend der Abweichung
der Gleis-Ist-Lage von der Soll-Lage - durch die Hebe- und Richtwerkzeuge geringfügig
angehoben und bzw. oder geringfügig seitlich verschoben. Derartige seitliche Verschiebungen
bewegen sich durchschnittlich in einem Bereich von etwa zwei bis etwa zehn Millimeter.
Nach dem Einsatz einer derartigen Gleisnivellier-, Stopf- und Richtmaschine befindet
sich das Gleis daher in einer korrekten Höhen- und Seitenlage.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung liegt nun in der Schaffung einer Maschine der eingangs
beschriebenen Art, mit welcher der Gleisrückvorgang sowie die Ausrichtung der Schwellen
auch bei sehr schweren Gleisen rascher und einfacher durchführbar ist.
[0008] Diese Aufgabe wird mit einer Maschine der eingangs beschriebenen Art dadurch gelöst,
daß die in Gleislängsrichtung verstellbare Schwellen-Ausricht-Vorrichtung mit dem
Gleishebe- und -Verschiebeaggregat eine gemeinsame kompakte Arbeitseinheit mit einem
gemeinsamen Aggregat-Tragrahmen bildet, der mit am Maschinenrahmen angelenkten Hydraulik-Zylinder-Kolben-Antrieben
zur Höhen- und Seitenverstellung gelenkig verbunden ist. Durch diese erfindungsgemäße
Ausbildung einer kompakten Arbeitseinheit mit Hydraulik-Zylinder-Kolben-Antrieben
ist eine fernbetätigbare und daher rasch, sowie einfach durchführbare Höhen- und
Seitenverstellung des Gleishebe- und Verschiebeaggregates mitsamt der Schwellen-Ausrichtvorrichtung
für eine entsprechend große Rückweite erzielbar. Dabei ist von besonderem Vorteil,
daß damit auch während das Gleisrück-Vorganges ohne Unterbrechung der Arbeitsvorfahrt
der Maschine entsprechend gewünschte Änderungen der Höhen- und Seitenverstellung ausführbar
sind. Außerdem können während des vorzugsweise bei der Maschinenrückfahrt durchgeführten
Ausrichtvorganges der Schwellen bereits grobe, deutlich erkennbare Seitenlagefehler
des Gleises korrigiert werden. Dabei kann in vorteilhafter Weise bei größeren Abschnitten
mit beim Rückvorgang nicht verschobenen, also ordnungsgemäß ausgerichteten Schwellen
das Gleis durch fernbetätigbare Beaufschlagung der Hydraulik-Zylinder-Kolben-Antriebe
auf die Schotterbettung abgesenkt und gegebenenfalls die Roll-Werkzeuge für eine
raschere Vorfahrt kurzzeitig von den Schienen gelöst werden. Infolge der Vereinigung
der Schwellen-Ausrichtvorrichtung mit dem Gleishebe- und Verschiebeaggregat zu einer
kompakten Arbeitseinheit ist eine automatische Zentrierung der Schwellen-Ausrichtvorrichtung
mitsamt dem über die Roll-Werkzeuge mit den Schienen verbundenen Aggregatrahmen in
bezug auf das Gleis gewährleistet. Dies ist auch deshalb von Vorteil, da beim gerückten
Gleis insbesondere bei großen Rückvorgängen eine relativ große und unregelmäßige
Abweichung zur Mittellinie des Maschinenrahmens vorliegt. Durch die bekannten, mit
dem Maschinenrahmen verbundenen Ausricht-Vorrichtungen muß bei jeder auszurichtenden
Schwelle im wesentlichen wieder neu zentriert werden. Dies wird mit der erfindungsgemäßen
Anordnung vermieden.
[0009] Eine andere vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Maschine besteht darin,
daß der Aggregat-Tragrahmen im wesentlichen eine, mit seinem Längs-Träger etwa mittig
und in Maschinenlängsrichtung verlaufende, T-Form aufweist und um ein am freien Ende
des Längs-Trägers verlaufendes Gelenk über jeweils einen am Endbereich eines Quer-Trägers
angelenkten Höhenverstell-Antrieb und die beidseitig am Längs-Träger angelenkten Seitenverstell-Antriebe
der Höhe und der Seite nach bzw. allseitig zum Maschinenrahmen verschwenkbar gelagert
ist. Dieser im Aufbau einfach ausgebildete und mit Höhen- und Seitenverstell-Antrieben
verbundene Aggregat-Tragrahmen ist zur Übertragung hoher Hebe- und Rückkräfte besonders
robust und hoch belastbar ausgebildet. Dabei ist über die hydraulischen Antriebe auch
problemlos eine gleichzeitige Übertragung von Hebe- und Rückkräften möglich.
[0010] Eine andere besonders vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Maschine
besteht darin, daß die Schwellen-Ausricht-Vorrichtung am Quer-Träger des T-förmigen
Aggregat-Tragrahmens vorgesehen und auf diesem über eine Hydraulik-Zylinder-Kolben-Anordnung
höhenverstellbar gelagert ist und daß im Bereich der Enden des Quer-Trägers jeweils
ein, mit einem der beiden Höhenverstell-Antriebe, einem ein- bzw. ausschwenkbaren
Roll-Hebe- bzw. Verschiebe-Werkzeug-Paar und einem Spurkranzrad-Fahrwerk ausgestatteter
Werkzeug-Träger angeordnet ist, wobei der T-förmige Aggregat-Tragrahmen mit seinem
am Ende des Längs-Trägers vorgesehenen Gelenk am Maschinenrahmen gelenkig und über
eine Führung längsverschiebbar gelagert und mit einem, in Maschinenlängsrichtung vorzugsweise
hydraulisch beaufschlagbaren Kolben-Zylinder-Antrieb gelenkig verbunden ist. Mit
einer derartigen Anordnung der Schwellen-Ausricht-Vorrichtung und den Roll-Hebe-Werkzeugen
ist bei einer besonders guten Übersicht durch die Bedienungsperson jedwede gegenseitige
störende Einflußnahme zuverlässig ausgeschlossen. Durch die Längsverschiebbarkeit
des Aggregat-Tragrahmens ist zusätzlich zur Schwellenausrichtung auch eine vorherige
rasche und genaue Zentrierung der Ausricht-Vorrichtung über der zu verschiebenden
Schwelle möglich. Damit erübrigt sich in vorteilhafter und energiesparender Weise
eine Zentrierung durch die Maschinen.
[0011] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht auch darin, daß wenigstens
an jedem Ende des Quer-Trägers und vorzugsweise auch mittig am Quer-Träger des Aggregat-Tragrahmens
jeweils ein als Stößel ausgebildetes Ausricht-Werkzeug vorgesehen ist, wobei jeder
Werkzeug-Stößel in einer mit dem Quer-Träger fest verbundenen Träger-Führung über
jeweils eine hydraulische Zylinder-Kolben-Anordnung der Höhe nach verstellbar gelagert
ist. Durch die Anordnung von drei möglichst weit voneinander distanzierten Werkzeug-Stößel,
die über jeweils einen eigenen Antrieb unabhängig voneinander betätigbar sind, sind
auch sehr eng nebeneinander liegende Schwellen rasch auseinanderschiebbar und in
die richtige Position zu bringen. Durch die mit dem Quer-Träger fest verbundene Träger-Führung
ist auch eine im wesentlichen verwindungsfreie Kraftübertragung erzielbar.
[0012] Alle drei zum Aggregat-Tragrahmen höhenverstellbaren Ausricht-Werkzeuge bzw. Stößel
der Schwellen-Ausricht-Vorrichtung sind gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausbildung
der Erfindung jeweils an ihrem unteren Ende keil- oder spitzkegelmantelförmig ausgebildet
und weisen vorzugsweise eine Dicke von ca. 6 cm auf. Ein auf diese Weise bolzenförmig
ausgebildetes Ausricht-Werkzeug ist einfach, rasch und störungssicher auch in einen
sehr kleinen Spalt zwischen zwei eng nebeneinander liegenden Schwellen für eine rasche
Ausrichtung derselben einführbar.
[0013] Eine besonders bevorzugte Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß der gemeinsame
Aggregat-Tragrahmen mit den Gleishebe-, Verschiebe- und Ausricht-Werkzeugen zwischen
den beiden, weit voneinander distanzierten Fahrwerken einer zum Nivellieren bzw.
Heben und Seitenrichten ausgebildeten Maschine und unmittelbar einem in Arbeitsrichtung
nachgeordneten Stopfaggregat unterhalb des Maschinenrahmens angeordnet ist, wobei
den Hebeund Verschiebe-Werkzeugen eine an der Maschine vorgesehene Nivellier- und
Richt-Bezugssystem-Anordnung - zur Ausführung von Hebe- und Verschiebe- bzw. Rückvorgängen
und/oder Nivellier- und Seiten-Richtvorgängen - zugeordnet ist. Eine mit diesen Merkmalen
ausgebildete Rückmaschine ist erstmals in besonders vorteilhafter und wirtschaftlicher
Weise nicht nur für das grobe Gleisrücken mit einem entsprechend großen Rückweg von
etwa 30 bis 50 und mehr Zentimeter, sondern auch für eine in vorteilhafter Weise beispielsweise
anschließende exakte Gleislagekorrektur mit genauer Höhennivellierung und seitlicher
Fein-Ausrichtung des Gleises im Millimeterbereich einsetzbar. Dabei ist auch von
besonderem Vorteil, daß die an das Gleisrücken anschließende genaue Gleislagekorrektur
ohne zusätzliche zeit- und arbeitsaufwendige Umrüstarbeiten praktisch in einem Zuge
ausführbar ist. Dies ist vor allem auch dadurch erzielbar, daß erfindungsgemäß die
für das Gleisrücken und die exakte Gleislagekorrektur erforderlichen Werkzeuge auf
einem gemeinsamen Aggregat-Tragrahmen angeordnet sind, der über fernbetätigbare Hydraulik-Zylinder-Kolben-Antriebe
mit dem Maschinenrahmen verbunden ist. Das im ersten Arbeitsgang erfolgende Gleisrücken
mit einer sehr weiten Verschiebung des Gleises kann hiebei in vorteilhafter Weise
unter Abschaltung der Bezugssystem-Anordnung erfolgen, da eine derartig große Querverschiebung
nicht zu einer genauen Gleislage führen kann. Bei einer anschließenden Maschinenrückfahrt
werden eventuell schrägliegende Schwellen ausgerichtet, indem die automatisch durch
den gemeinsamen Aggregat-Tragrahmen zentrierten Ausricht-Werkzeuge unter Beaufschlagung
der zugeordneten Antriebe abgesenkt und der Tragrahmen längsverschoben wird. Bei
einer darauffolgenden Rückfahrt der erfindungsgemäß ausgebildeten Maschine kann dann
unter Zuschaltung der Bezugssystem-Anordnung und der Stopfaggregate eine genaue Nivellierung
und Seiten-Ausrichtung des Gleises im Millimeterbereich erfolgen, so daß nach der
zweiten Hinfahrt der Maschine eine genaue Gleislage des gerückten Gleises erzielbar
ist. Auf einem derartigen Gleis sind Transportzüge mit höherer Transportleistung ruhiger,
sicherer und rascher verfahrbar. Bei noch größerer Gleisverschiebung bzw. -rückung
kann vor der genauen Gleislagekorrektur eine nochmalige Gleisrückung erfolgen.
[0014] Eine zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß an einer Seite des
Quer-Trägers des gemeinsamen T-förmigen Aggregat-Tragrahmens, vorzugsweise der dem
Stopfaggregat zugekehrten Seite des Quer-Trägers die Hebe-, Roll- und/oder Richt-Werkzeuge
und an der anderen, dem Stopfaggregat abgewandten Seite des Quer-Trägers, vorzugsweise
die drei voneinander unabhängig höhenverstellbaren Werkzeug-Stößel der Ausricht-Vorrichtung
angeordnet sind. Mit einer derartigen einfachen Anordnung bzw. Aufteilung der Hebe-,
Rück- und Richtwerkzeuge sowie der Werkzeug-Stößel am Aggregat-Tragrahmen ist eine
ungehinderte Gleisanhebung möglichst nahe den Stopfaggregaten durchführbar.
[0015] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß der gemeinsamen Arbeitseinheit
- neben einer für die Stopf- und Hebe- und Richt-Werkzeuge zugeordneten Bedienerkabine
- eine zwischen den beiden Fahrwerken und im Bereich oberhalb des gemeinsamen T-förmigen
Aggregat-Tragrahmens am Maschinenrahmen vorgesehene Arbeitskabine zugeordnet ist.
Durch diese zusätzliche Arbeitskabine sind vor allem die Ausricht-Werkzeuge sehr gut
einsehbar, so daß auch unter Vermeidung von Schwellenbeschädigungen eine rasche und
genaue Ausrichtung von schrägliegenden Schwellen nach dem Gleisrücken erzielbar ist.
[0016] Eine andere zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß der gemeinsamen
Arbeitseinheit - insbesondere für große Verschiebe- bzw. Rückbewegungen des Gleises
- neben den beiden vorzugsweise Drehgestell-Fahrwerken im Bereich der beiden Enden
unterhalb des Maschinenrahmens je ein höhenverstellbares Quer-Raupenfahrwerk und
vorzugsweise jeweils ein zwischen Drehgestell-Fahrwerk und Raupenfahrwerk vorgesehener
höhenverstellbarer Pflug zugeordnet ist. Diese endseitig am Maschinenrahmen angeordneten
Raupenfahrwerke ermöglichen ein rasches Aussetzen aus dem Gleis bzw. umgekehrt auch
ein rasches Einsetzen der Maschine, so daß der auf dem Gleis verkehrende Transportzug
in keiner Weise gestört wird. Bei besonders großen Reichweiten und hohem Seitenverschiebe-Widerstand
kann örtlich bei abgesenkten Raupenfahrwerken auch ein Rückvorgang erfolgen. Mit den
höhenverstellbaren Pflügen sind gegebenenfalls größere auf dem Gleis liegende Abraummengen
entfernbar bzw. ist auch das Planum für die neue Lage des Gleises nach dem Rücken
in vorteilhafter Weise planierbar.
[0017] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der Erfindung beträgt der Seiten-Verschiebeweg
der am Aggregat-Tragrahmen angeordneten Roll- bzw. Hebe- und Verschiebe-Werkzeuge
für das Gleisrücken wenigstens etwa eine halbe Schwellenteilung bis vorzugsweise etwa
die halbe Spurweite, z.B. ca. 70 cm, wobei der Abstand der beiden beidseits der Arbeitseinheit
angeordneten Drehgestell-Fahrwerke zueinander wenigstens etwa zwölf bis vierzehn
Schwellenteilungen bzw. vorzugsweise etwa 10 m entspricht. Durch eine solche Mindestrückweite
ist ein wirtschaftliches, leistungsfähiges Gleisrücken und -Richten durchführbar,
so daß auch die Schienen und Schienenbefestigungen nicht überbeansprucht werden.
[0018] Die Erfindung betrifft auch noch ein Verfahren zum Seiten-Verschieben eines Gleises.
Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß während einer ersten kontinuierlichen
Arbeitsvorfahrt das durch die Roll- bzw. Rück-Werkzeuge der Arbeitseinheit erfaßte
und gehobene Gleis in einem relatiy weiten Bereich von etwa 30 bis etwa 50 cm seitenverschoben
wird, und daß vorzugsweise während einer teilweisen schrittweisen Rückfahrt der Maschine
schrägliegende Schwellen des seitenverschobenen Gleises durch Absenken der Ausricht-Werkzeuge
und entsprechender Längsverschiebung des Aggregat-Tragrahmens in die richtige Lage
ausgerichtet werden, wonach vorzugsweise während einer entgegengesetzten zweiten schrittweisen
Arbeitsvorfahrt das Gleis durch die Stopf-, Hebe- und Roll-Richt-Werkzeuge an Hand
der Bezugssystem-Anordnung unterstopft, nivelliert und seitengerichtet wird. Mit
einer derartigen Reihenfolge von drei zweckmäßigerweise unmittelbar hintereinander
durchgeführten Arbeitsvorgängen steht in besonders wirtschaftlicher und rascher Weise
sofort nach dem Gleisrücken ein ordnungsgemäß höhen- und seitenmäßig korrigiertes
Gleis zur Verfügung. Dieser rasche Arbeitsabschluß ist insoferne auch von Vorteil,
als der auf dem Gleis stattfindende Zug- bzw. Transport-Verkehr nicht nachteilhaft
beeinträchtigt wird. Außerdem ist durch die sofort nach dem Gleisrücken vorliegende
korrekte Gleislage ein rasches Befahren des Gleises für eine uneingeschränkt hohe
Transportleistung möglich.
[0019] Im folgenden wird die Erfindung an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher beschrieben.
[0020] Es zeigen:
Fig.1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäß ausgebildeten Maschine zum Seiten-Verschieben
eines Gleises,
Fig.2 eine verkleinerte schematische Draufsicht auf die Maschine nach Fig.1 mit einem
teilweise seitenverschobenen Gleis,
Fig.3 eine schematische Draufsicht auf einen Teil der Maschine, wobei während einer
schrittweisen Arbeitsfahrt schrägliegende Schwellen durch eine Schwellen-Ausricht-Vorrichtung
ausgerichtet werden,
Fig.4 ebenfalls eine schematische Draufsicht auf die Maschine gemäß Fig.1, wobei das
durch das Seitenverschieben unregelmäßig liegende Gleis mit Hilfe eines Stopfaggregates
und eines Gleishebe- und Verschiebe aggregates sowie einer Nivellier- und Richt-Bezugssystem-Anordnung
in eine genaue Höhen- und Seitenlage verbracht wird,
Fig.5 eine vergrößerte Detail-Seitenansicht des mit der Schwellen-Ausricht-Vorrichtung
erfindungsgemäß ausgebildeten Gleishebe- und Verschiebeaggregates mit Roll-Werkzeugen
und einem Ausricht-Werkzeug,
Fig.6 eine Teil-Draufsicht auf die durch das Gleishebe- und Verschiebeaggregat und
der Ausricht-Vorrichtung gebildete gemeinsame Arbeitseinheit nach Fig.5 und
Fig.7 einen verkleinerten Querschnitt durch die gemeinsame Arbeitseinheit gemäß der
Linie VII-VII in Fig.6.
[0021] Eine in Fig.1 dargestellte Maschine 1 zum Seiten-Verschieben eines aus Schienen
2 und Querschwellen 3 gebildeten Gleises weist einen auf Drehgestell-Fahrwerken 4
gelagerten, langgestreckten Maschinenrahmen 5 auf. Ein Fahrantrieb 6 wird ebenso wie
sämtliche Antriebe auf der Maschine durch einen mit einem Hydraulik-Pumpenaggregat
verbundenen Motor 7 mit Energie versorgt. In einer Bedienerkabine 8 ist eine zentrale
Steuereinrichtung 9 vorgesehen. Zwischen den beiden Drehgestell-Fahrwerken 4 ist
auch eine Arbeitskabine 10 mit dem Maschinenrahmen 5 verbunden. Zwischen der Bediener-
und Arbeitskabine 8,10 ist ein über Antriebe 11,12 höhen- und seitenverstellbares
Gleishebe- und Verschiebeaggregat 13 mit Roll- bzw. Hebe- und Verschiebe-Werkzeugen
14 angeordnet.
[0022] Wie in Fig.1 und insbesondere in den Fig. 3,4 und 5 ersichtlich, bildet eine mit
einem Ausricht-Werkzeug 15 verbundene Schwellen-Ausricht-Vorrichtung 16 mit dem Gleishebe-
und Verschiebeaggregat 13 eine gemeinsame kompakte Arbeitseinheit 17 mit einem gemeinsamen
Aggregat-Tragrahmen 18. Dieser ist mit den am Maschinenrahmen 5 angelenkten Hydraulik-Zylinder-Kolben-Antrieben
11,12 zur Höhen- und Seitenverstellung gelenkig verbunden. Der Aggregat-Tragrahmen
18 weist im wesentlichen eine, mit seinem Längs-Träger 19 etwa mittig und in Maschinenlängsrichtung
verlaufende, T-Form (siehe Fig.4) auf. Ein am freien Ende des Längs-Trägers 19 verlaufendes
Gelenk 20 ist über jeweils einen am Endbereich eines Quer-Trägers 21 angelenkten Höhenverstellantrieb
11 und die beidseits am Längs-Träger 19 angelenkten Seitenverstell-Antriebe 12 der
Höhe und der Seite nach bzw. allseitig zum Maschinenrahmen 5 verschwenkbar gelagert.
[0023] Wie in Fig.1 und 2 dargestellt, ist der gemeinsame Aggregat-Tragrahmen 18 mit den
Gleishebe-, Verschiebe- und Ausricht-Werkzeugen 14,15 zwischen den beiden weit voneinander
distanzierten Drehgestell-Fahrwerken 4 der auch zum Nivellieren bzw. Heben und Seitenrichten
ausgebildeten Maschine 1 und unmittelbar einem in Arbeitsrichtung nachgeordneten
Stopfaggregat 22 unterhalb des Maschinenrahmens 5 angeordnet. Den Hebe- und Verschiebe-Werkzeugen
14 - zum Rücken und Seitenrichten - ist eine an der Maschine 1 vorgesehene, aus einem
gespannten Draht gebildete Nivellier- und Richtbezugssystem-Anordnung 23 zur Ausführung
von Hebe- und Verschiebe- bzw. Rückvorgängen und/oder Nivellier- und Seiten-Richtvorgängen
zugeordnet. Das über einen Antrieb 24 höhenverstellbare Stopfaggregat 22 weist über
Beistell- und Vibrationsantriebe beistell- und vibrierbare Stopfwerkzeuge 25 auf.
Zwischen dem Stopf- und dem Gleishebe- und Verschiebeaggregat 13,22 ist eine höhenverstellbare,
der Nivellier- und Richtbezugssystem-Anordnung 23 zugeordnete, auf den Schienen 2
abrollbare Tastrolle 26 angeordnet. Der gemeinsamen Arbeitseinheit 17 ist - insbesondere
für große Verschiebe- bzw. Rückbewegungen X des Gleises 27 - im Bereich der beiden
Enden unterhalb des Maschinenrahmens 5 je ein über einen Antrieb höhenverstellbares,
einen eigenen Fahrantrieb aufweisendes Quer-Raupenfahrwerk 28 und je ein - zum Einsatz
in die jeweils entgegengesetzte Arbeitsrichtung angeordneter - und ebenfalls über
jeweils einen Antrieb höhenverstellbarer Pflug 29 zugeordnet. Am der Bedienerkabine
8 gegenüberliegenden Ende des Maschinenrahmens 5 ist ein Hilfskran 3o befestigt.
Die Nivellier- und Richtbezugssystem-Anordnung 23 weist eine Seitenricht-Sehne 31
und eine Höhenlage- bzw. Nivellier-Sehne 32 auf. Jedes Drehgestell-Fahrwerk 4 ist
mit einer über einen Antrieb höhenverstellbaren Schienen-Abstützeinrichtung 33 zur
Auflage an die Schienen 2 verbunden.
[0024] Das in Fig.2 bei einem Gleis-Rückvorgang schematisch dargestellte Gleishebe- und
Verschiebeaggregat 13 ist durch entsprechende Beaufschlagung des einen oder anderen
Seitenverschiebe-Antriebes 12 in einem relativ großen Abstand von beispielsweise etwa
3o cm seitlich aus der Längsmittel-Linie der Maschine 1 verschieb- bzw. verschwenkbar.
Dabei wird das durch die Hebe- und Verschiebe-Werkzeuge 14 erfaßte Gleis 27 ebenfalls
seitlich um dieses Maß verschoben (siehe Pfeil 34). Die ursprüngliche Lage des Gleises
27 ist hiebei mit strichlierten Linien 35 dargestellt. Die Differenz zwischen dieser
ursprünglichen Lage 35 und der mit vollen Linien dargestellten Lage des Gleises 27
nach einem ersten Gleis-Rückvorgang durch die Maschine 1 entspricht im wesentlichen
dem Rück- bzw. Verschiebemaß. Die Arbeitsrichtung der Maschine 1 ist durch einen
Pfeil 36 dargestellt.
[0025] In der schematischen Darstellung nach Fig.3 ist die Arbeitsrichtung der Maschine
1 durch Pfeile 37 bezeichnet. Während der schrittweisen Arbeitsvorfahrt wird die eine
oder andere schrägliegende Schwelle 3 mit Hilfe der auf der gemeinsamen Arbeitseinheit
17 angeordneten Ausricht-Werkzeuge 15 ausgerichtet. Dabei sind die Hebe- und Verschiebe-Werkzeuge
14 vorzugsweise in hochgeschwenkter Position und sind nicht mit den Schienen 2 in
Eingriff. Das mit der Ausricht-Vorrichtung 16 kombinierte Gleishebe- und Verschiebe-
bzw. Richtaggregat 13 ist mittig in bezug auf die Längsmittel-Linie der Maschine
1 angeordnet.
[0026] In der schematischen Darstellung nach Fig.4 entspricht die mit den Pfeilen 36 bezeichnete
Arbeitsrichtung der schrittweise vorrückenden Maschine 1 der Arbeitsrichtung gemäß
der kontinuierlich vorfahrenden Maschine 1 nach Fig.2. Dabei werden jedoch die Höhen-
und Seitenverschiebe-Antriebe 11,12 des Gleishebe- und Verschiebeaggregates 13 durch
die Nivellier- und Richtbezugssystem-Anordnung 23 entsprechend den festgestellten
Abweichungen der Ist- von der Soll-Lage des Gleises 27 gesteuert, so daß in Arbeitsrichtung
hinter den Hebe- und Verschiebe-Werkzeugen 14 ein durch die Stopf-, Hebe- und Richt-
bzw. Verschiebe-Werkzeuge 25,14 höhen- und seitenmäßig genau korrigiertes Gleis 27
vorliegt.
[0027] Wie in den Fig.5,6 und 7 ersichtlich, ist die Schwellen-Ausricht-Vorrichtung 16
am Quer-Träger 21 des T-förmigen Aggregat-Tragrahmens 18 vorgesehen und auf diesem
über eine Hydraulik-Zylinder-Kolben-Anordnung 38 höhenverstellbar gelagert. Im Bereich
der Enden des Quer-Trägers 21 ist jeweils ein mit einem der beiden Höhenverstell-Antriebe
11, einem über Antriebe 39 ein- bzw. ausschwenkbaren Roll-Hebe- bzw. Verschiebewerkzeug-Paar
14 und einem Spurkranzrad-Fahrwerk 40 ausgestatteter Werkzeug-Träger 41 angeordnet.
Der T-förmige Aggregat-Tragrahmen 18 ist mit seinem am Ende des Längs- Trägers 19
vorgesehenen Gelenk 20 am Maschinenrahmen 5 gelenkig und über eine Führung 42 längsverschiebbar
gelagert und mit einem in Maschinenlängsrichtung hydraulisch beaufschlagbaren Kolben-Zylinder-Antrieb
43 gelenkig verbunden.
[0028] Die Fig.5,6 und 7 zeigen weiters, daß an jedem Ende des Quer-Trägers 21 und auch
mittig am Quer-Träger 21 des Aggregat-Tragrahmens 18 jeweils ein als Stößel 44 ausgebildetes
Ausricht-Werkzeug 15 vorgesehen ist. Jeder Stößel 44 ist in einer mit dem Quer-Träger
21 fest verbundenen Träger-Führung 45 über jeweils einen hydraulischen Zylinder-Kolben-Antrieb
38 der Höhe nach verstellbar gelagert. Alle drei zum Aggregat-Tragrahmen 18 höhenverstellbaren
Ausricht-Werkzeuge 15 bzw. Stößel 44 der Schwellen-Ausricht-Vorrichtung 16 sind jeweils
an ihrem unteren Ende keil- oder kegelmantelförmig ausgebildet und weisen vorzugsweise
eine Dicke von ca. 6 cm auf. Außerdem sind sämtliche drei am Quer-Träger 21 befestigten
Stößel 44 - über ihre Antriebe - voneinander unabhängig höhenverstellbar ausgebildet.
Der Seiten-Verschiebeweg X der am Aggregat-Tragrahmen 18 angeordneten Roll- bzw.
Hebe- und Verschiebe-Werkzeuge 14 für das Gleisrücken beträgt wenigstens etwa eine
halbe Schwellenteilung bis vorzugsweise etwa die halbe Spurweite, z.B. ca. 70 cm,
wobei der Abstand X₁ der beiden beidseits der Arbeitseinheit 17 angeordneten Drehgestell-Fahrwerke
4 zueinander wenigstens etwa zwölf bis vierzehn Schwellenteilungen bzw. vorzugsweise
etwa 10 m entspricht.
[0029] Im folgenden wird die Funktionsweise der erfindungsgemäß ausgebildeten Maschine
1 zum Seiten-Verschieben eines Gleises näher beschrieben:
Sobald zum Beispiel im Tagbaubetrieb ein dem fortgeschrittenen Sohleabbau entsprechendes
Nachrücken des Gleises 27 erforderlich ist, wird die Maschine 1 zum Gleisabschnitt
verfahren. Dies kann über die eigenen Drehgestell-Fahrwerke 4 oder in einem Gleiseinsetzvorgang
durch die höhenverstell- und antreibbaren Quer-Raupenfahrwerke 28 erfolgen. Nach
Erreichen der Einsatzstelle wird unter Beaufschlagung der Höhenverschiebe-Antriebe
11 die Arbeitseinheit 17 bis zur Auflage der Spurkranzrad-Fahrwerke 40 auf die Schienen
2 abgesenkt. Danach werden die paarweise angeordneten Roll- bzw. Hebe- und Verschiebe-Werkzeuge
14 unter Beaufschlagung der Antriebe 39 an die Schienen 2 angelegt. Die beiden Schienen-Abstützeinrichtungen
33 werden ebenfalls auf die Schienen 2 abgesenkt. Die beiden endseitig angeordneten
Raupenfahrwerke 28 und Pflüge 29 bleiben ebenso wie die Stopfaggregate 22 und die
Tastrolle 26 in vom Gleis 27 abgehobenen Zustand.
[0030] Unter geringfügiger Anhebung der Arbeitseinheit 17 durch Beaufschlagung der beiden
Hydraulik-Zylinder-Kolben-Antriebe 11 kommt es zu einer entsprechenden Anhebung des
Gleises 27 im Bereich des Aggregat-Tragrahmens 18. Durch entsprechende Beaufschlagung
der beiden Hydraulik-Zylinder-Kolben-Antriebe 12 wird die gesamte Arbeitseinheit
17 mitsamt dem Gleis 27 in einer relativ großen Distanz von ca. 3o cm (gegebenenfalls
auch während der Vorfahrt) seitenverschoben (siehe Pfeil 34 in Fig.2). Unter Beibehaltung
dieser stark außermittigen Lage der Arbeitseinheit 17 in bezug auf die Längsmittel-Linie
der Maschine 1 wird diese unter Inbetriebnahme des Fahrantriebes 6 - oder auch durch
eine Lokomotive - kontinuierlich in Richtung des Pfeiles 36 in einer ersten Arbeitsvorfahrt
(Fig.2) verfahren. Dabei besteht durch die Anordnung der Hydraulik-Zylinder-Kolben-Antriebe
11,12 als Verbindung zwischen Arbeitseinheit 17 und Maschinenrahmen 5 für die in
der Arbeitskabine 10 befindliche Bedienungsperson die Möglichkeit, während dieser
kontinuierlichen Arbeitsvorfahrt durch Fernbeaufschlagung der genannten Hydraulik-Antriebe
11 und 12 korrigierend einzugreifen. So kann für den Fall, daß z.B. durch eine größere
Anhäufung von Schotter das zu verrückende Gleis 27 mit den Schwellen 3 auf diesem
Wellenberg auf der Schotterbettung aufliegt, durch rasche Beaufschlagung der Hydraulik-Zylinder-Kolben-Antriebe
11 eine rasche Höhenverstellung der gesamten Arbeitseinheit 17 und damit auch des
Gleises 27 durchgeführt werden. Bei den bekannten Maschinen, bei denen lediglich
eine von Hand aus durchzuführende Verstellung des Arbeitsaggregates nur bei Stillstand
der Maschine über entsprechende Spindelantriebe möglich ist, würde das Gleis in einem
derartigen Fall während der Seitenverschiebung auf der Schotterbettung weiter aufliegen
und damit zu Störungen führen bzw. zu einer erhöhten Belastung des Gleises führen.
Durch die erfindungsgemäße Möglichkeit einer genauen Abstimmung der Seitenverschiebung
und Höhenverstellung der Arbeitseinheit 17 mitsamt dem Gleis 27 ist daher insgesamt
auch durch eine erhöhte Vorfahrgeschwindigkeit eine größere Arbeitsleistung erzielbar.
[0031] Nach Beendigung des Gleis-Rückens im Rahmen der ersten Arbeitsvorfahrt wird die Maschine
1 in der entgegengesetzten Richtung (siehe Fig.3) - beispielsweise bei der Rückfahrt
in einer zweiten - jedoch teilweise schrittweisen Arbeitsvorfahrt verfahren, wobei
die Hebe- und Verschiebe-Werkzeuge 14 des Gleishebe- und Verschiebeaggregates 13
mit den Schienen 2 nicht in Eingriff stehen müssen. Bei dieser zweiten Arbeitsvorfahrt
werden die durch das Gleis-Rücken schrägverschobenen Schwellen 3 in eine korrekte
Lage zu den Schienen 2 ausgerichtet, indem die Stößel 44 unter Beaufschlagung der
zugeordneten Hydraulik-Zylinder-Kolben-Anordnung 38 zwischen die Schwellen 3 abgesenkt
werden. Dies erfolgt bei Stillstand der Maschine 1, wobei der Aggregat-Tragrahmen
18 je nach Lage der auszurichtenden Schwelle 3 durch Beaufschlagung des Kolben-Zylinder-Antriebes
43 in der Führung 42 längsverschoben wird. Dadurch kommt es zu einer Anlage des einen
oder anderen, oder aller drei abgesenkten Stößel 44 an eine Seitenfläche der auszurichtenden
Schwelle 3, die unter Längsverschiebung des Aggregat-Tragrahmens 18 ebenfalls in Bezug
zur Schiene 2 längsverschoben wird. Sobald die korrekte ausgerichtete Position der
Schwelle 3 erreicht ist, werden die abgesenkten Stößel 44 wieder angehoben und die
Maschine 1 bis zur nächsten auszurichtenden Schwelle 3 verfahren. Während dieser zweiten
Arbeitsvorfahrt besteht außerdem die vorteilhafte Möglichkeit, besonders große und
auffallende Seitenlagefehler des Gleises 27 zu verkleinern, indem die Hebe- und Verschiebe-Werkzeuge
14 kurzzeitig an die Schiene 2 angelegt und die Seitenverschiebe-Antriebe 12 entsprechend
beaufschlagt werden. Ein derartiger - die anschließende Fein-Richtarbeit wesentlich
erleichternder - korrigierender Eingriff ist lediglich durch die Anordnung von Hydraulik-Zylinder-Kolben-Antrieben
11,12 in Verbindung mit der Arbeitseinheit 17 mit dem Maschinenrahmen 5 möglich.
Anschliessend sind durch entsprechende Beaufschlagung der Antriebe 39 die Hebe-
und Verschiebe-Werkzeuge 14 wieder rasch außer Eingriff mit den Schienen 2 bringbar
und der Schwellen-Ausricht-Vorgang in der beschriebenen Art und Weise durchführbar.
[0032] Nach Beendigung des Schwellen-Ausricht-Vorganges im Rahmen der zweiten Arbeitsvorfahrt
erfolgt eine dritte Arbeitsvorfahrt, vorzugsweise in der gleichen Arbeitsrichtung
wie die erste Arbeitsvorfahrt zum Gleis-Rücken. Bei dieser dritten kontinuierlichen
Arbeitsvorfahrt zur genauen Gleislagekorrektur wird die Nivellier- und Richtbezugssystem-Anordnung
23 zugeschaltet und die Tastrolle 26 auf die Schienen 2 abgesenkt. Dabei wird die
Abweichung der Gleis-Ist-Lage von der durch die Seitenricht-Sehne 31 bzw. die Höhenlage-Sehne
32 gebildeten Soll-Lage festgestellt. Entsprechend dieser in der Steuereinrichtung
9 festgestellten Höhen- und Seitenlage-Differenz des Gleises 27 werden die Hydraulik-Zylinder-Kolben-Antriebe
11 und 12 beaufschlagt, wodurch eine geringfügige Höhen- und bzw. oder Querverschiebung
- links oder rechts in Bezug zur Gleismittel-Linie - des durch die Hebe- und Verschiebe-Werkzeuge
14 erfaßten Gleises 27 durchführbar ist. Das derart in der korrekten Gleislage festgehaltene
Gleis 27 wird durch die Stopfwerkzeuge 25 des Stopfaggregates 22 unterstopft. Die
dabei stattfindende Seiten-Verschiebung bzw. Ausrichtung des Gleises 27 erfolgt in
relativ kleinen Bereichen von wenigen Zentimetern, wobei die Genauigkeit des Richtvorganges
im Millimeterbereich liegt. Durch diese unmittelbar an das Gleis-Rücken anschließende
dritte - schrittweise - Arbeitsvorfahrt mit Gleislage-Korrektur kann somit ein in
seiner Höhen- und Seitenlage genau ausgerichtetes Gleis geschaffen werden, das mit
höheren Achsdrükken zur Erzielung größerer Transportleistungen rascher und sicherer
befahrbar ist.
[0033] Mit den beiden endseitig angeordneten Pflügen 29 ist beispielsweise das Planum,
auf das das Gleis 27 verschoben werden soll, planierbar bzw. ist auch von den Transportwaggons
auf das Gleis gefallener Abraum entfernbar. Die gemeinsame Arbeitseinheit 17 kann
im Rahmen der Erfindung auch über eines der beiden Drehgestell-Fahrwerke 4 vorkragend
am Maschinenrahmen 5 angeordnet sein. Ferner können auch nur zwei als Stößel ausgebildete
Ausricht-Werkzeuge vorgesehen werden und es ist auch vorteilhaft, daß die Ausricht-Werkzeuge
15 durch jeweils eigene Hydraulik-Zylinder-Kolben-Antriebe - neben der Längsbewegung
durch den Kolben-Zylinder-Antrieb 43 - zusätzlich voneinander unabhängig längsverschiebbar
ausgebildet werden.
[0034] Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Seitenverschieben eines Gleises mit
einer erfindungsgemäß ausgebildeten Maschine, bei welchem während einer ersten kontinuierlichen
Arbeitsvorfahrt das durch die Roll- bzw. Rück-Werkzeuge 14 der Arbeitseinheit 17 erfaßte
und gehobene Gleis in einem relatiy weiten Bereich von etwa 30 bis etwa 50 cm seitenverschoben
wird, und vorzugsweise während einer teilweisen schrittweisen Rückfahrt der Maschine
schrägliegende Schwellen 3 des seitenverschobenen Gleises durch Absenken der Ausricht-Werkzeuge
15 und entsprechender Längsverschiebung des Aggregat-Tragrahmens 18 in die richtige
Lage ausgerichtet werden, wonach vorzugsweise während einer entgegengesetzten zweiten
schrittweisen Arbeitsvorfahrt das Gleis durch die Stopf-, Hebe- und Roll-Richt-Werkzeuge
an Hand der Bezugssystem-Anordnung 23 unterstopft, nivelliert und seitengerichtet
wird. Mit diesem Verfahren ist es daher erstmals möglich, in vorteilhafter Weise sowohl
die Rück- bzw. Verschiebe-Arbeiten und die Schwellen-Ausricht-Arbeiten als auch die
Nivellier-, Richt- und Stopf-Arbeiten mit ein und derselben Maschine 1 durchzuführen.
1. Maschine zum Seiten-Verschieben eines aus Schienen und Querschwellen bestehenden
Gleises, mit einem auf Fahrwerken gelagerten Maschinenrahmen, auf welchem ein höhen-
und seitenverstellbares Gleishebe- und -Verschiebeaggregat mit Roll-Werkzeugen und
eine zum Ausrichten einzelner schrägliegender Schwellen in Gleisebene mit einem Ausrichtwerkzeug
versehene, in Gleislängsrichtung und der Höhe nach verstellbare Vorrichtung, sowie
wenigstens ein über einen Antrieb höhenverstellbares Stopfaggregat mit beistell- und
vibrierbaren Stopfwerkzeugen angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die in Gleislängsrichtung verstellbare Schwellen-Ausricht-Vorrichtung (16) mit
dem Gleishebe- und -Verschiebeaggregat (13) eine gemeinsame kompakte Arbeitseinheit
(17) mit einem gemeinsamen Aggregat-Tragrahmen (18) bildet, der mit am Maschinenrahmen
(5) angelenkten Hydraulik-Zylinder-Kolben-Antrieben (11,12) zur Höhen- und Seitenverstellung
gelenkig verbunden ist.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Aggregat-Tragrahmen
(18) im wesentlichen eine, mit seinem Längs-Träger (19) etwa mittig und in Maschinenlängsrichtung
verlaufende, T-Form aufweist und um ein am freien Ende des Längs-Trägers verlaufendes
Gelenk (20) über jeweils einen am Endbereich eines Quer-Trägers (21) angelenkten Höhenverstell-Antrieb
(11) und die beidseitig am Längs-Träger (19) angelenkten Seitenverstell-Antriebe (12)
der Höhe und der Seite nach bzw. allseitig zum Maschinenrahmen (5) verschwenkbar gelagert
ist.
3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwellen-Ausricht-Vorrichtung
(16) am Quer-Träger (21) des T-förmigen Aggregat-Tragrahmens (18) vorgesehen und
auf diesem über eine Hydraulik-Zylinder-Kolben-Anordnung (38) höhenverstellbar gelagert
ist und daß im Bereich der Enden des Quer-Trägers (21) jeweils ein, mit einem der
beiden Höhenverstell-Antriebe (11), einem ein- bzw. ausschwenkbaren Roll-Hebe- bzw.
Verschiebe-Werkzeug-Paar (14) und einem Spurkranzrad-Fahrwerk (4o) ausgestatteter
Werkzeug-Träger (41) angeordnet ist, wobei der T-förmige Aggregat-Tragrahmen (18)
mit seinem am Ende des Längs-Trägers (19) vorgesehenen Gelenk (20) am Maschinenrahmen
(5) gelenkig und über eine Führung (42) längsverschiebbar gelagert und mit einem,
in Maschinenlängsrichtung vorzugsweise hydraulisch beaufschlagbaren Kolben-Zylinder-Antrieb
(43) gelenkig verbunden ist.
4. Maschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens an jedem
Ende des Quer-Trägers (21) und vorzugsweise auch mittig am Quer-Träger (21) des
Aggregat-Tragrahmens (18) jeweils ein als Stößel (44) ausgebildetes Ausricht-Werkzeug
(15) vorgesehen ist, wobei jeder Werkzeug-Stößel (44) in einer mit dem Quer-Träger
(21) fest verbundenen Träger-Führung (45) über jeweils eine hydraulische Zylinder-Kolben-Anordnung
(38) der Höhe nach verstellbar gelagert ist.
5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß alle drei zum Aggregat-Tragrahmen
höhenverstellbaren Ausricht-Werkzeuge (15) bzw. Stößel (44) der Schwellen-Ausricht-Vorrichtung
(16) jeweils an ihrem unteren Ende keil- oder spitzkegelmantelförmig ausgebildet
sind und vorzugsweise eine Dicke von ca. 6 cm aufweisen.
6. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der gemeinsame
Aggregat-Tragrahmen (18) mit den Gleishebe-, Verschiebe- und Ausricht-Werkzeugen
(14,15) zwischen den beiden, weit voneinander distanzierten Fahrwerken (4) einer zum
Nivellieren bzw. Heben und Seitenrichten ausgebildeten Maschine (1) und unmittelbar
einem in Arbeitsrichtung nachgeordneten Stopfaggregat (22) unterhalb des Maschinenrahmens
(5) angeordnet ist, wobei den Hebe- und Verschiebe-Werkzeugen (14) eine an der Maschine
(1) vorgesehene Nivellier- und Richt-Bezugssystem-Anordnung (23) - zur Ausführung
von Hebe- und Verschiebe- bzw. Rückvorgängen und/oder Nivellier- und Seiten-Richtvorgängen
- zugeordnet ist.
7. Maschine nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichent, daß an einer
Seite des Quer-Trägers (21) des gemeinsamen T-förmigen Aggregat-Tragrahmens (18),
vorzugsweise der dem Stopfaggregat (22) zugekehrten Seite des Quer-Trägers (21) die
Hebe-, Roll- und/oder Richt-Werkzeuge (14) und an der anderen, dem Stopfaggregat (22)
abgewandten Seite des Quer-Trägers (21), vorzugsweise die drei voneinander unabhängig
höhenverstellbaren Werkzeug-Stößel (44) der Ausricht-Vorrichtung (16) angeordnet
sind.
8. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der gemeinsamen
Arbeitseinheit (17) - neben einer für die Stopf- und Hebe- und Richt-Werkzeuge (25,14)
zugeordneten Bedienerkabine (8) - eine zwischen den beiden Fahrwerken (4) und im Bereich
oberhalb des gemeinsamen T-förmigen Aggregat-Tragrahmens (18) am Maschinenrahmen
(5) vorgesehene Arbeitskabine (10) zugeordnet ist.
9. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da durch gekennzeichnet, daß der gemeinsamen
Arbeitseinheit (17) - insbesondere für große Verschiebe- bzw. Rückbewegungen des
Gleises (27) - neben den beiden vorzugsweise Drehgestell-Fahrwerken (4) im Bereich
der beiden Enden unterhalb des Maschinenrahmens (5) je ein höhenverstellbares Quer-Raupenfahrwerk
(28) und vorzugsweise jeweils ein zwischen Drehgestell-Fahrwerk (4) und Raupenfahrwerk
(28) vorgesehener höhenverstellbarer Pflug (29) zugeordnet ist.
10. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Seiten-Verschiebeweg
(X) der am Aggregat-Tragrahmen (18) angeordneten Roll- bzw. Hebe- und Verschiebe-Werkzeuge
(14) für das Gleisrücken wenigstens etwa eine halbe Schwellenteilung bis vorzugsweise
etwa die halbe Spurweite, z.B. ca. 70 cm, beträgt, wobei der Abstand (X₁) der beiden
beidseits der Arbeitseinheit (17) angeordneten Drehgestell-Fahrwerke (4) zueinander
wenigstens etwa zwölf bis vierzehn Schwellenteilungen bzw. vorzugsweise etwa 10 m
entspricht.
11. Verfahren zum Seiten-Verschieben eines Gleises mit einer Maschine nach einem der
Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß während einer ersten kontinuierlichen Arbeitsvorfahrt das durch die Roll- bzw.
Rück-Werkzeuge (14) der Arbeitseinheit (17) erfaßte und gehobene Gleis in einem relativ
weiten Bereich von etwa 30 bis etwa 50 cm seitenverschoben wird, und daß vorzugsweise
während einer teilweisen schrittweisen Rückfahrt der Maschine schrägliegende Schwellen
(3) des seitenverschobenen Gleises durch Absenken der Ausricht-Werkzeuge (15) und
entsprechender Längsverschiebung des Aggregat-Tragrahmens (18) in die richtige Lage
ausgerichtet werden, wonach vorzugsweise während einer entgegengesetzten zweiten
schrittweisen Arbeitsvorfahrt das Gleis durch die Stopf-, Hebe- und Roll-Richt-Werkzeuge
an Hand der Bezugssystem-Anordnung (23) unterstopft, nivelliert und seitengerichtet
wird.